Tischri | Ethanim – Der Monat des Anfangs, der fließenden Bäche und des Starken
 
Der biblische Monat Tischri|Ethanim ist der siebente Monat im biblischen Kalender. Es ist der Monat, der den Beginn des neuen biblischen Jahres (Anm.: Rosch ha-Schana, Beginn des Segenszyklus) in sich trägt, dem eine besondere Bedeutung zukommt.
 
Der Monatsname „Tischri“ bedeutet „Anfang“ und „Ethanim“ umfasst den „Monat der fließenden Bäche“ oder „des beständigen Regens“.
 
Es ist der Monat, der dem Stamm „Ephraim“ zugeteilt ist als dem zweiten Sohn von Joseph. Manasse und Ephraim gingen aus Joseph hervor, wobei Ephraim als Zweitgeborener von seinem Großvater Jakob in der Segnung vor Manasse den Vorzug erhielt (vgl. 1.Mose 48,17-19).
 
1.Mose 48,17-19:
17 Als aber Joseph sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, missfiel es ihm, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete, 18 und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater, dieser ist der Erstgeborene; lege deine rechte Hand auf sein Haupt.
19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß wohl, mein Sohn, ich weiß wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird groß sein, aber sein jüngerer Bruder wird größer als er werden, und sein Geschlecht wird eine Menge von Völkern werden.
 
Es war im Interesse von Joseph, die Reihenfolge der Segnung seines Vaters Jakob umzukehren, was ihm jedoch nicht gewährt wurde.
 
Daraus wird für uns deutlich, dass es Gottes Plan war, auf diese Weise vorzugehen, nämlich die Zukunft durch prophetische Offenbarung zu gestalten. Somit hatte Gott bereits etwas in seinem vorherbestimmten Plan festgelegt, das nicht durch den Willen eines Menschen umgekehrt werden konnte (vgl. Psalm 33,4).
 
Psalm 33,4:
4 Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.
 
Der Name „Manasse“ bedeutet, „der vergessen macht“, wobei der Name „Ephraim“ hingegen „Doppelfruchtbarkeit“ bedeutet. Die Namensbedeutung von Ephraim steht mit dem Erlösungsplan von Joseph im Zusammenhang.
 
Durch die beiden gegebenen Namen der Söhne Josephs wird ein wichtiges Prinzip deutlich, nämlich darauf ausgerichtet zu sein, die Vergangenheit loszulassen und zuversichtlich auf die fruchtbare Zukunft zu blicken.
 
„Ephraim“ ist der 7. Stamm Israels und bedeutet wörtlich „Doppelfruchtbarkeit“; „doppeltes Erbteil“. Darüber hinaus trägt Ephraim in der Dimension von Joseph das Stammessymbol des „grünenden Fruchtbaums“ (vgl. 1.Mose 49,22-26).
 
1.Mose 49,22-26:
22 Josef wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen über die Mauer.
23 Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und gegen ihn kämpfen und ihn verfolgen, 24 so bleibt doch sein Bogen fest und seine Arme und Hände stark durch die Hände des Mächtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Fels Israels.
25 Von deines Vaters Gott werde dir geholfen, und von dem Allmächtigen seist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Flut, die drunten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes.
26 Die Segnungen deines Vaters waren stärker als die Segnungen der ewigen Berge, die köstlichen Güter der ewigen Hügel. Mögen sie kommen auf das Haupt Josefs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern!
 
Die biblischen Feste, die im Monat Tischri | Ethanim gefeiert werden, sind folgende:
 
1. Rosch ha-Schana – Tag des Lärmblasens => Neujahr im Segenszyklus (vgl. 4.Mose 29,1)

2. 10.Tag – Jom Kippur => Der große Versöhnungstag (vgl. 3.Mose 16,29-31)

3. 15.-21. Tag – Sukkot => Laubhüttenfest (vgl. 2.Mose 23,16; 3.Mose 23,24; 5.Mose 16,13)

4. Erstlingsfrucht von Wein und Öl

5. 22. Tag => Laubhüttenfeier (vgl. 3.Mose 23,30; 4.Mose 29,35; Nehemia 8,18; Johannes 7,37)
 
Die Zunahme vom Fluss des Geistes und die neuen Dinge
 
Im Monat Tischri | Ethanim dürfen wir es erwarten, dass der HERR den Fluss seines Geistes in uns verstärkt, in dem wir die Fülle des Himmels für uns in Anspruch nehmen. Diese Kraft unseres geistlichen Flusses dient dazu, dass wir ihn zu den Menschen, die danach bedürfen, fließen lassen , damit sie erfrischt werden und weiter heranwachsen (vgl. Johannes 4,14) .
 
Johannes 4,14:
… 14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.
 
Tischri | Ethanim ist der Monat, in dem Menschen, die etwas Neues im Willen Gottes begonnen haben, durch das prophetische Wort zum Weitermachen ermutigt werden, um in ein neues Feld zu treten (Anm.: ein altes Jahr im Segenszyklus ist zu Ende gegangen und ein neues Jahr hat begonnen => Altes wird siegreich abgeschlossen und neue Pläne gedeihen => Doppelfruchtbarkeit).
 
Es ist hierbei wichtig zu verstehen, dass der Gerechte immer grünt und rechtzeitig Früchte hervorbringt (vgl. Psalm 1,3; Jeremia 17,7-8).
 
Psalm 1,3:
3 Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist!
8 Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen.
 
Der HERR beginnt etwas Neues in diesem Monat und schließt das Alte ab (Anm.: Rosch ha-Schana => biblisches Neujahr im Segenszyklus). Dieser Prozess geht mit einer starken Zunahme der Salbung des Heiligen Geistes und des priesterlichen Dienstes einher, der zu einer Vielfältigkeit beiträgt, da in dieser Zeit die Granatäpfel heranreifen (vgl. 2.Mose 28,33).
 
2.Mose 28,33:
33 Und unten an seinem Saum (Anm.: des Priestergewands) sollst du Granatäpfel machen aus blauem und rotem Purpur und Scharlach ringsherum und zwischen sie goldene Schellen auch ringsherum, …
 
Es ist wichtig, dass wir den Anstieg der Salbung des Geistes achten und schützen.
Für uns als Heilige ist unabdingbar, dass wir zur Erneuerung unseres Denkens bereit sind, da zu dieser Zeit die Felder in Israel gepflügt werden, um die Aussaat für das Neue zu empfangen (vgl. Römer 12,2 i.V.m. Epheser 4,23).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Das Achthaben auf den „Klang Issaschars“ und Enthaltsamkeit
 
Im Monat Tischri | Ethanim ist es von Bedeutung, dass wir auf den Klang des Stammes Issaschar (Anm.: Propheten) achten, um die Zeiten zu verstehen (Anm.: Trompetenblasen => Rosch ha-Schana; vgl. 4.Mose 29,1 i.V.m. 4.Mose 10,1-2; 1.Chronik 12,33).
 
4.Mose 29,1:
1 Und am ersten Tag des siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun; ein Tag des Posaunenblasens soll er für euch sein.
 
4.Mose 10,1-2:
1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 2 Mache dir zwei Trompeten aus Silber! In getriebener Arbeit sollst du sie machen; und sie sollen dir zur Berufung der Gemeinde und zum Aufbruch der Lager dienen.
 
1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
Das Trompeten – bzw. Shofarblasen war der Klang, der dem Volk Israel das neue Jahr ankündigte.
 
Es ist entscheidend, dass wir uns von falschen Lebens- bzw. Gedankenmustern trennen, die konträr zum Willen des himmlischen Vaters sind und entsprechend Buße (Anm.: Umkehren und abwenden von Sünde) tun, um in Übereinstimmung mit seinem Willen zu kommen.
 
Hierbei kommt dem Fasten bzw. der Enthaltsamkeit eine wichtige Rolle zu. Enthaltsamkeit sowie Fasten kann als eine entscheidende „Waffe“ zum Durchbruch für die kommenden Monate im neuen Jahr dienen (vgl. 3.Mose 16,29-31 i.V.m. Lukas 4,2.14).
 
3.Mose 16,29-31:
29 Auch soll euch dies eine ewige Ordnung sein: Am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr fasten und keine Arbeit tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremdling unter euch.
30 Denn an diesem Tage geschieht eure Entsühnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN.
31 Darum soll es euch ein hochheiliger Sabbat sein und ihr sollt fasten. Eine ewige Ordnung sei das.
 
Lukas 4,2.14:
… 2 und von dem Teufel versucht. Und er aß in jenen Tagen nichts; und als sie zu Ende waren, hungerte ihn. …
14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und die Kunde von ihm ging hinaus durch die ganze Umgegend.
 
Der neue Weinschlauch und die Erweiterung
 
In diesem Monat können wir uns dem HERRN in folgender Weise hingeben, indem wir ihn bitten, uns in die neue Struktur des Weinschlauches zu verwandeln, damit wir fähig sind, sein neues Öl und seinen neuen Wein zu empfangen. Dies fordert uns heraus und dehnt uns aus, was uns hilft und als Gläubige, die auf ihrem Weg in Verletzung geraten sind in Christus Jesus wiederherstellen kann (Anm.: Zeit der Gabe der Erstlingsfrucht von Wein und Öl; vgl. Jesaja 54,2 i.V.m. Markus 2,22: Lukas 10,34).
 
Jesaja 54,2:
2 Mache weit den Raum deines Zeltes, und deine Zeltdecken spanne aus! Spare nicht! Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest!
 
Markus 2,22:
22 Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; sonst wird der Wein die Schläuche zerreißen, und der Wein und die Schläuche verderben; sondern neuen Wein füllt man in neue Schläuche.
 
Lukas 10,34:
… 34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
 
Auf die Ausdehnung weisen die Zelte der Laubhütten während der Zeit von Sukkot, dem Laubhüttenfest hin.
 
Außerdem beinhaltet die Ausdehnung des neuen Weins zudem den Übergang im Glauben in das Neue hinein zu treten. Hierbei kann die Erinnerung an die gelungenen Glaubensprojekte des Überganges aus der Vergangenheit als Ermutigung dienen.
 
Das Ehren der Salbung der Vorväter kann ebenfalls an einem besonderen Tag in diesem Monat von Bedeutung sein (vgl. 1.Mose 26,18; Psalm 103,2).
 
1.Mose 26,18:
18 Und Isaak grub die Wasserbrunnen wieder auf, die sie in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben und die die Philister nach Abrahams Tod verstopft hatten; und er gab ihnen dieselben Namen wie die Namen, die ihnen sein Vater gegeben hatte.
 
Psalm 103,2:
2 Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!
 
Als siebenter Monat im Erlösungszyklus trägt Tischri das Haupt des Jahres, Rosh ha-Schana, dessen Anordnung in der siebenten Position auf die Vollständigkeit bzw. das gesamte Schöpfungswerk Gottes hinweist.
 
Der Eintritt in dieses Zeitfenster beinhaltet, dass wir bereits zwei Festzyklen – Pessach und Schawuot/Pfingsten – durchlaufen haben und dadurch die Bereitschaft zeigen in einen weiteren Zyklus seiner Herrlichkeit – Sukkot einzutreten.
 
Rosch ha-Schana als Haupt des Jahres im biblischen Jahreszyklus des Segens ist ein Tag, der uns vom himmlischen Vater dazu gegeben ist, Offenbarung für das neue Jahr zu empfangen. Es ist die Fürsorge des himmlischen Vaters, der einen Neuanfang hervorbringt.
 
An Rosch ha-Schana, „der Spitze“ des neuen Jahres ist es weise in der Gemeinschaft von Heiligen den HERRN aufzusuchen und ihn um eine Strategie zu bitten, nämlich an den Punkt zu gelangen, wo man sich sicher ist, dass man in dem vorangeht, was der HERR tut.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Hinweis:
Für ein tieferes Verständnis über die biblischen Zeiten und Monate sowie deren Allianz zu den Stämmen Israels empfehlen wir die Bücher „ZEIT, VORWÄRTS ZU GEHEN“ von Chuck D. Pierce mit Robert und Linda Heidler sowie das Buch "Der prophetische Esel Issaschar".

Pe Beth 5782
(Bild von Team CRAZYCHRISTIANS)
 
Geliebtes Volk Gottes,
 
dieses prophetische Wort dient als Stückwerk und Hinweis auf das nächste biblische Jahr 5782/2022, das vor uns liegt. Wir ermutigen jeden von euch über diesem Wort zu beten sowie den Plan des Vaters über das kommende Jahr zu proklamieren.
 
Der 06. September 2021 und das neue biblische Jahr 5782
 
Mit Wirkung des Abends des 06.09.2021 sind wir als Leib Jesu gemeinsam mit dem jüdischen Volk in das neue biblische Jahr 5782 (Anm.: Segenszyklus oder „bürgerliches Jahr“) eingetreten. Dies anzuerkennen ist für uns als eingepfropfte wilde Ölzweige in den edlen Olivenbaum deshalb wichtig, indem wir Anteil an der Fettigkeit der Wurzel haben, an der in ihr liegenden Salbung (vgl. Römer 11,17-18).
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
 
Der Augapfel Gottes
 
Gemäß Sacharja 2,12b ist Israel der Augapfel Gottes, von dem Jerusalem wie seine Pupille fungiert, so dass es für uns als Christen aus den Völkern von Heiden und Nationen gut ist, wenn wir durch Israel auf unser Leben und Umfeld schauen. Das führt uns dazu, dass wir mit erleuchteten Augen zuversichtlich in unsere Zukunft mit Jesus Christus gehen können.
 
Sacharja 2,12b:
… 12b Wer euch (Anm.: Israel) antastet, der tastet meinen Augapfel an.
 
Offenbarungen, die wir durch diese Vorgehensweise erhalten, beinhalten Strategien, die uns helfen, unser Leben im Zentrum des Willens Gottes und seinem Frieden zu positionieren, so wie auch Epaphras betete (vgl. Kolosser 4,12).
 
Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.
 
Die Ausdrucksweise von Erkenntnis
 
Als Volk Gottes befinden wir uns derzeit im biblischen Zyklus der „80er“, welcher mit dem hebräischen Buchstaben „Pe“, was unter anderem „Mund” bedeutet, verbunden ist.
 
Es ist die Dekade, die mit der mündlichen „Ausdrucksweise von Erkenntnis“ verbunden ist. Sie bringt das in Worten Gesprochene hervor und bildet demnach in ihrem Anfang auch die Grundlage für die weiteren Jahre innerhalb dieses biblischen Jahrzehnts (vgl. Habakuk 2,14 i.V.m. Sprüche 18,21).
 
Habakuk 2,14:
14 Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.
 
Sprüche 18,21:
21 Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.
 
Der hebräische Buchstabe „Beth“
 
Das biblische Jahr 5782 ist mit dem hebräischen Buchstaben „Beth“ verknüpft, der ebenfalls den Zahlenwert „2“ trägt.
 
Der hebräische Buchstabe „Beth“ bedeutet „Haus“ und wird auch für den „Tempel Gottes“ verwendet. Weiterhin hat er die piktografische Darstellung vom „Grundriss eines Hauses“ und weist auf das „Innere eines Hauses“ hin.
 
Das Wort „Haus - bajit“ erscheint erstmalig in 1.Mose 7,1 und findet dort seine Verwendung im Kontext der Gemeinschaft innerhalb der Familie von „Noach“ (Anm.: „Ruhe“), was auf eine Gemeinschaft der Verheißung hinweist (vgl. Hebräer 4,1 ff.).
 
1.Mose 7,1:
1 Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht erfunden vor mir zu dieser Zeit.
 
Da Jesus in „Bethlehem“, dem „Haus des Brotes“, geboren wurde und zudem das „Brot des Lebens“ und „Wort Gottes“ genannt wird, wird deutlich, dass es um die Qualität des Wortes Gottes innerhalb der Gemeinschaft von Heiligen geht, die sich in Christus Jesus voranbewegen (vgl. Micha 5,1 i.V.m. Johannes 6,35; Johannes 1,1; Offenbarung 19,13).
 
Micha 5,1:
1 Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
 
Johannes 6,35:
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
 
Johannes 1,1:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
 
Offenbarung 19,13:
13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes.
 
Darüber hinaus beginnt das Wort Gottes, die Thora, übersetzt auch Lehre Gottes, mit dem hebräischen Buchstaben „Beth“ (Anm.: „Bereschit“ – „im Anfang“). Er läutet somit den Anfang der Schöpfung Gottes ein.
 
Dieses „Haus“ umfasst ein „geistliches Haus“, da es aus dem Mund Gottes hervorkommt und Gott Geist ist (vgl. Johannes 4,24a).
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Jeder von Gott eingeleitete „Anfang“ trägt die Besonderheit sein Eigentum zu sein, da alles „Erste“ dem HERRN gehört, und die kommenden Dinge heiligt sowie Segen hervorbringt (vgl. Römer 11,16 i.V.m. Hesekiel 44,30; Sprüche 3,9-10).
 
Römer 11,16:
16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig.
 
Hesekiel 44,30:
30 Und das Beste von allen ersten Früchten und die Abgaben von allem, wovon ihr Abgaben leistet, sollen den Priestern gehören. Ihr sollt den Priestern auch die Erstlinge eures Teiges geben, damit Segen auf deinem Hause ruhe.
 
Sprüche 3,9-10:
9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 10 so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen.
 
Das hebräische Wort für „Anfang“ bedeutet auch „Erstes, bestes, Erstling, Geburtsort einer Zeitdimension in Form eines Ausgangspunktes“ mit dem das „Innere des Hauses“ gefüllt ist. (Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Anfang – rē‘šît“ mit der Wortschlüsselnummer: 7395)
 
Somit weisen die o.g. Erklärungen auf die Qualität geistlicher Gemeinschaft von Heiligen hin, die sich von Gottes Geist als lebendige Steine zusammenfügen lassen, um gemeinsam seine königliche sowie priesterliche Gegenwart zu tragen und ihn als Vater zu verherrlichen (vgl. 1.Petrus 2,5 i.V.m. Johannes 4,24).
 
1.Petrus 2,5:
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
 
Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Die Einwirkung der Ewigkeit in Christus auf die temporäre Zeit
 
In Christus Jesus wirkt der übernatürliche Bereich als Ewigkeit in den natürlichen Bereich als temporäre Zeit ein, um von der Dimension des Vaters zu zeugen (vgl. Johannes 3,31 i.V.m. Johannes 14,9b).
 
Johannes 3,31:
31 Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen …
 
Johannes 14,9b:
… 9b Wer mich sieht, der sieht den Vater! …
 
Die Einwirkung der übernatürlichen Welt durch Christus Jesus in den Bereich der natürlichen Welt offenbart den ewigen Maßstab Gottes, der zur Folge hat, dass jeder Mensch eine Entscheidung treffen muss, aus welcher Welt er lebt bzw. agieren möchte (vgl. Johannes 8,23).
 
Johannes 8,23:
23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.
 
Hierbei geht es um die Kommunikation des Vaters, der von seinem inneren Wesen in seiner Weisheit zur „Außenwelt“ spricht. Diese Weisheit kann für Menschen, die nicht geistlich gesinnt sind und sich im Humanismus bewegen, wie eine Mauer wirken, die ihnen entgegensteht, so dass sie nicht zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, da sie sich über ihr eigenes Wissen sowie selbsternannte Maßstäbe definieren (vgl. 1.Korinther 1,20-25 i.V.m. 1.Petrus 5,5b).
 
1.Korinther 1,20-25:
20 Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?
21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.
22 Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, 23 wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
25 Denn die Torheit Gottes ist weiser, als die Menschen sind, und die Schwachheit Gottes ist stärker, als die Menschen sind.
 
1.Petrus 5,5b:
… 5b Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
 
Was ist Humanismus?
 
=> Humanismus ist die Regierung des Fleisches und des Seelischen über dem Geistlichen sowie die Erhöhung der Erde und ihre Verfolgung über dem Himmlischen.
Das Ziel von Humanismus ist, die Bestimmung Gottes durch ein stolzes Gedankenmuster, die sich über die Erkenntnis Gottes erhebt, zu rauben.
Humanistische Behauptungen unterstützen die Ansicht, dass die Menschen ihr eigener Gott sind und somit die Schöpfer und Meister ihrer eigenen Bestimmung. Daraus resultiert eine Brutstätte für Atheismus, der mit einem Zurückfallen zu altertümlichen Anbetungsformen im Zusammenhang steht und den Zustrom von geistlichen Mächten der Finsternis fördert, die sie unterstützen bzw. inspirieren.
Humanismus ist von Satan dazu bestimmt, die Unabhängigkeit der Schöpfung gegenüber ihrem Schöpfer hervorzubringen, die Selbstverherrlichung umfasst sowie eine strenge sich selbst regierende Existenz ohne Rechenschaftspflicht gegenüber irgendetwas, das nicht durch den Intellekt der fünf Sinne berührt oder geschmeckt wurde. <= (Die in „=>“ gesetzte Erklärung basiert auf einer Definition zu dem Begriff „Humanism“ aus dem „Prophet’s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 269)
 
Da wir uns in der Dekade von „Pe – Mund“ bewegen, aus der das „Beth – Haus“ hervorgeht, wird deutlich, dass das „Haus der Schöpfung“ das Leben in der „Fülle Gottes“ umfasst, die sich wie das Universum kontinuierlich ausdehnt.
 
Die Dimension des „Beth“ umfasst auch die „apostolische Qualität“, die ihren Sitz in der Weisung Gottes und im „Triumph Jesu“ hat, da das hebräische Wort für „Haus“ den Zahlenwert „412“ trägt, was sich auf andere Elemente der Werte in Gottes Kommunikation stützt (vgl. Apostelgeschichte 2,42.46; Apostelgeschichte 5,42).
 
Apostelgeschichte 2,42.46:
42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. ...
46 Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen …
 
Apostelgeschichte 5,42:
… 42 und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.
 
Der Geburtsort Jesu und das „Beth“
 
Unser Herr Jesus wurde in einer einfachen Unterkunft geboren, die gemäß Jesaja 1,3a mit einer Krippe und zwei Tieren, nämlich einem Ochsen und einem Esel verbunden ist (vgl. Lukas 2,12).
 
Jesaja 1,3a:
3a Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; …
 
Lukas 2,12:
12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
 
Es ist in den zwei genannten Tieren ein Bezug zu dem hebräischen Buchstaben „Beth“ erkennbar, so dass es hierbei um die Gemeinschaft in der Zeit des Vaters geht. Das hebräische Wort für Vater ist „Abba“ und beginnt und endet jeweils mit einem „Aleph“, was auch „Stier“ bedeutet, und das Angesicht des „Stiers/Ochsen“ wird mit der „Kraft des Vaters“ verknüpft. Der „Esel“ ist mit dem „Erkennen der Zeiten“ verbunden, da das Symbol des Esels im Zusammenhang mit dem Stamm Issaschar steht, der die Zeiten erkannte und verstand (vgl. 1.Mose 49,14 i.V.m. 1.Chronik 12,33).
 
1.Mose 49,14:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
 
1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
Darüber hinaus waren es zwei Personenkreise, die Jesus zu Beginn seines Dienstes ehrten. Es handelte sich bei ihnen um die Weisen und Hirten.
 
Diese zwei Personenkreise sind ein Hinweis auf das Erkennen der Zeiten und der treuen Führung, sowie dem richtigen Verständnis vom Geben ins Königreich und der Mitteilung göttlicher Offenbarung (vgl. Matthäus 2,9-11 i.V.m. Lukas 2,8.15-19).
 
Matthäus 2,9-11:
9 Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war.
10 Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
 
Lukas 2,8.15-19:
8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. …
15 Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
17 Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
 
Die Jahreslosung für das gregorianische Jahr 2022
 
Die Herrenhuter Jahreslosung für das gregorianische Kalenderjahr 2022 ist aus dem Evangelium des Johannes 6,37, worin es heißt:
 
Johannes 6,37:
37 Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
 
Anhand dieser Bibelstelle für das neue gregorianische Jahr 2022 wird deutlich, dass wir als Ekklesia dazu ermutigt sind in der Qualität des Wortes Gottes, das Jesus Christus ist, und seiner daraus resultierenden Weisung zuversichtlich voranzugehen. Nur darin wird uns möglich, dass wir aus der Gegenwart der Sohnschaft Gottes die Kraft der Ewigkeit in die temporäre Zeit fließen lassen.
 
Das hat zur Folge, dass sich Menschen für oder auch gegen die Wahrheit Gottes entscheiden und somit ihren Aufenthalt wählen in der „oberen“ erleuchteten oder in der „unteren“ unerleuchteten Welt zu leben.
 
Amen und Amen.
 
Ein lebendiges und süßes Jahr 5782,
 
Daniel und Tina Glimm

Gerade in einer Zeit wie dieser ist es von großer Bedeutung, dass wir als Gläubige in Christus unsere Gedanken gemäß der offenbarenden Wahrheit justieren. Der Heilige Geist schließt uns diese in dieser Zeit durch das Wort Gottes auf, sodass wir entsprechend in dieser Wahrheit vorangehen können, um Einfluss zu nehmen (vgl. Johannes 17,17 i.V.m. Römer 12,2; Epheser 4,23).
 
Johannes 17,17:
17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Die Justierung in der offenbarenden Wahrheit Gottes umfasst das Vorangehen in der Dimension des voranschreitenden Wortes Gottes, ohne es dabei der Vergangenheit zu erlauben, sich von ihr blockieren zu lassen.
 
Eine Nichterneuerung des Geistes und Sinns gemäß dem Wort Gottes hat zur Folge, dass die Kraft des offenbarenden voranschreitenden Wortes Gottes die scheinbare Wahrheit der Vergangenheit in „Quarantäne“ setzt. Dieser Umstand wirkt sich schließlich so aus, dass sich diese im Leben eines Gläubigen materialisiert und auf solch eine Weise zur blockierenden Substanz im Leben führt.
 
Jede Nichtbereitschaft den Blick nach vorne auszurichten, hat Stillstand im Glaubensleben zur Folge und hindert am Voranschreiten mit der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes für diese und die kommende Zeit (vgl. 1.Mose 19,26 i.V.m. Lukas 9,62).
 
1.Mose 19,26:
26 Und Lots Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule.
 
Lukas 9,62:
62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
 
Das feurige Salz und das Wachen
 
Als Gemeinde Jesu – der Ekklēsia befinden wir uns in einer Zeit, in der wir auf Gläubige treffen, die zwar die Wahrheit des Wortes Gottes sprechen, jedoch aufgrund ihrer Nichtbereitschaft zu einer Gedankenerneuerung in einem „Stillstand von Wahrheit stecken“, die ohne das Feuer des Heiligen Geistes gefüllt ist.
 
Hierbei handelt es sich um eine „solide stehende Substanz von Salz“, das kein lebendiges Feuer in sich trägt (vgl. Markus 9,49-50).
 
Markus 9,49-50:
49 Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.
50 Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit wird man es würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!
 
Das feurige Salz kommt der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes gleich, die uns der Heilige Geist für diese Zeit aufschließt, weil wir uns mehr nach ihm ausstrecken.
 
Deshalb gilt es darin zu leben und zu „wachen“. Das „Wachen“ ist der bereits seit Adam dem Menschen übertragene, generelle Auftrag Gottes, was vor allem auch in Bezug auf das Herz gilt. Das Herz ist der Sitz der eigenen Gedanken, Gefühle und Entscheidungen, die zu behüten sind (vgl. 1.Mose 2,15 i.V.m. Sprüche 4,23).
 
1.Mose 2,15:
15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.
 
Sprüche 4,23:
23 Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.
 
Wir dürfen uns bewusst darüber werden, dass alles Wesentliche durch Gedanken im Leben zustande kommt, da sie unsere Entscheidungen bewirken, die uns entweder aufhalten oder in unsere Bestimmung führen können. Im besten Fall richten wir uns mit unseren täglich ca. 20.000 bis zu 60.000 Gedanken fokussiert auf das Fundament des Wortes Gottes aus (vgl. 1.Timotheus 1,5).
 
1.Timotheus 1,5:
5 Das Ziel der Unterweisung (Anm.: Thora = Lehre) aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungeheucheltem Glauben.
 
Das ist Grund für die erforderliche Erneuerung der Gedanken, welche in sich dem Zweck dienen, Impulse zu geben, die sich wiederum in unseren Entscheidungen, Worten sowie Taten ausdrücken.
 
Jede Reaktion sowie Aktion sollte ausnahmslos in geprüften Gedanken entschieden werden:
 
1.) aus reiner, göttlicher Liebe,
2.) aus gutem, freiem Gewissen,
3.) aus ungeheucheltem aufrichtigen Glauben oder Werteverständnis.
 
Zur effektiven Gedankenerneuerung gehört demnach ein Filtern, für welches wir das Wort Gottes anwenden, um einzelne Gedanken zu identifizieren und in wiederkehrenden Gedankenmustern, sogenannte „Cluster“ zu überprüfen, ob diese der Wahrheit Gottes entsprechen (vgl. Johannes 17,17 i.V.m. Römer 12,2).
 
Johannes 17,17:
17 Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Gott hat jedem Menschen mit dem Leben ein Herz anvertraut, über das man lernen darf zu wachen und es vor bestimmten Gefahren und Einflüssen im Lauf des Lebens wirksam zu schützen.
 
Dieser Prozess kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir verstehen und akzeptieren, dass kein anderer für unser Denken verantwortlich zu machen ist, als wir persönlich allein.
 
Da das Wort Gottes allein Wahrheit ist und alles Wesentliche enthält, das uns im Leben größtmögliche Sicherheit vermitteln kann, können wir es in jeder beliebigen Situation und Entscheidung als Maßstab für uns heranziehen. Gott ist Liebe, und was er über das Leben im irdischen und übernatürlichen Bereich sagt, ist uneingeschränkt vertrauenswürdig.
 
Der wesentlichste Aspekt der Gedankenerneuerung ist die Hingabe und Unterwerfung unter den HERRN selbst, der in uns wohnt, in der Person des Heiligen Geistes. Nur der Gläubige, der sich dem Heiligen Geist wiederholt hingibt und lernt täglich vom Heiligen Geist in der Beziehung zu ihm als Lehrmeister zu lernen, wird seine Gedankenmuster, die weltlich oder dem Geist entgegenwirkend sind, ablegen und wortwörtlich austauschen können.
 
Es gibt keinen anderen Weg zu echter Erneuerung der Gedanken, weil als grundlegendes Prinzip auch hierbei nur der HERR selbst, uns zur Wahrheit und Buße leiten sowie umkehren lassen kann (vgl. Johannes 8,32 i.V.m. Römer 2,4).
 
Johannes 8,32:
… 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Römer 2,4:
4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?
 
Aus diesem Grund ist jeder vorhandene Grad von Stolz, sich mit seinen eigenen Bewertungen, welche lediglich Gedanken sind, auf seine Schlussfolgerungen oder Überzeugungen zu verlassen, so hochgefährlich und nicht zu tolerieren.
 
Hierbei kann uns Erfahrung zur Vernunft -in Form von Demut- bringen, indem wir meist unangenehm gedemütigt werden, was uns zum Umdenken einladen soll oder wir erkennen unsere eigene Arroganz zuvor in der Umkehr von dieser falschen Haltung an, sodass uns der Vater schonend erziehen kann (vgl. Sprüche 3,12).
 
Sprüche 3,12:
… 12 denn wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn …
 
Nach einigen Jahren in der Nachfolge, sollten Gottes Maßstäbe der Gnade in Form von Vergebung, Güte und Gerechtigkeit sowie die Ausrichtung auf das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene für uns zunehmend leichter fallen zu denken.
 
Der Sinn Christi
 
Das führt uns zu dem Sinn Christi, der ein Denken meint und umfasst, das sich vom natürlichen Bereich, dem Seelischen unterscheidet, indem es aus der Dimension des Geistes ist (vgl. 1.Korinther 2,16).
 
1.Korinther 2,16:
16 Denn „wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen“? (vgl. Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn.
 
Das Wort, das hier in diesem Vers mit „Sinn“ wiedergegeben ist, kann auch mit denken und bewusst sein im Kontext von Weisheit erläutert werden.
 
Dieses Denken ist eindeutig aus dem Geist zu beziehen und nicht aus einem natürlichen Ursprung, wenn wir den Zusammenhang des Vergleiches betrachten, in welchem der Vers genannt wird (vgl. 1.Korinther 2,14-16).
 
1.Korinther 2,14-16:
14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.
15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt.
16 Denn „wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen“? Wir aber haben Christi Sinn.
 
Im Vers 14 und 15 werden zwei Arten von Menschen gegenübergestellt. Der „natürliche Mensch“ (Anm.: im altgriechischen Urtext mit „Psyche“ oder „Seele“ beschrieben) ist in der menschlichen und somit begrenzten Ebene des Natürlichen, die hier als unfähig erklärt wird, Geistliches deuten zu können.
 
Der „geistliche Mensch“ (Anm.: im altgriechischen Urtext mit „Geist“ oder „Atem“ beschrieben) ist in der übergeordneten und somit unbegrenzten Ebene des Übernatürlichen, die hier als einzige Art für fähig erklärt wird, Geistliches zu deuten und das Denken Christi beinhaltet.
 
Demnach lehrt das Wort Gottes uns zu unterscheiden, ob wir als Heilige aus dem Heiligen Geist geboren aus dieser Dimension des Geistes denken und leben, oder uns trotz Taufe mit dem Heiligen Geist entscheiden, uns im seelischen Bereich aufzuhalten, der irdisch gesinnt ist (vgl. Jakobus 3,15-17).
 
Jakobus 3,15-17:
15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, menschlich und teuflisch.
16 Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge.
17 Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
 
Christus hingegen, der Ausdruck von Gottes Liebe als himmlischer Vater, war selbst in der Existenz als in die natürliche Welt geborener Mensch stets übernatürlich in seiner Sohnschaft zum Vater, der ihn als Geist gezeugt hatte. Christus kam „von oben“, so wie auch wir von „oben geboren“ werden, indem wir aus dieser Dimension zu dieser übernatürlichen Weise zu leben bestimmt sind (vgl. Matthäus 11,29).
 
Matthäus 11,29:
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
 
Als Lehrer dieses Denkens im Geist bietet er sich uns an, um uns den Zugang zu dieser Dimension mit zwei einfachen Prinzipien zu eröffnen, die wir als Jünger hierbei beachten müssen.
Diese geistliche Denkweise, der Sinn Christi, wird hiermit nur denen zugänglich, die sich für zwei Dinge entscheiden und darin das Wesen von Christus erkennen dürfen, das als Ergebnis zu einer anderen Gesinnung führt.
 
Die erste Entscheidung, die erforderlich und unmittelbar die Voraussetzung zur zweiten ist, umfasst eine bewusste Haltung der Identifikation mit Christus (Anm.: die Sohnschaft unter dem Vater), der sich aus Gehorsam für den Willen des Vaters entscheidet.
 
Das nächste und daraus resultierende Prinzip, das der Identifikation mit Jesus Christus folgt, ist die kontinuierliche Lernbereitschaft (Anm.: die Jüngerschaft unter dem Meister), die aus dem gehörten Wort die freiwillige Konsequenz der Anwendung hervorbringt.

Aus diesem Grund beschreibt Jesus Christus hier das Bild von einem Joch, das ein erfahrener Ochse trägt, dem ein Jungstier angelegt wird, um den Jungstier im Joch zu trainieren, was es heißt, als Lastenträger zu dienen und zu leben.
 
Christus ist der Meister, der uns das Leben in der Dimension des Geistes im Herrschen über die irdischen Bereiche von Seele oder sündhafter Einflüsse durch die „Welt“ lehrt, wofür wir eingestellt (Anm.: „eingejocht“) und bereit zu lernen (Anm.: seine Worte anwenden) sein müssen.
 
Es wäre demnach falsch zu behaupten, man hat den Sinn Christi aufgrund der Taufe, Bekehrung oder Taufe im Heiligen Geist „automatisch“, wenn es eindeutig an die Identität als „Sohn“, der sich dem himmlischen Vater unterordnet, sowie „Jünger“, der sich dem Meister und seinen Worten unterordnet, gekoppelt ist.
 
Das Wesen Christi offenbart sich in diesem Kontext als aufrichtig (Anm.: ungeheuchelt, ungespielt) sanftmütig und demütig, um auf die bewusste Anerkennung der alleinigen Größe und Vollkommenheit Gottes hinzuweisen. Diese Anerkennung in Form wahrer Anbetung bleibt jedem natürlichen Menschen unzugänglich, da diese eine Anerkennung der eigenen Unvollkommenheit und Unzulänglichkeit bedeutet, aber ein Herz im Stolz nicht zugeben kann.
 
Aufrichtige Sanftmut und Demut, welche Gegner jedes Stolzes sind und die Weisheit von oben charakterisiert, ergeben sich aus der aktiv gelebten Sohnschaft und Jüngerschaft im Denken eines geübten Heiligen, der sich wieder und wieder von neuem hingibt. Und der sich täglich mit dem Geist vereint, über die persönliche „Ich – mich – meiner – mir“ – Gesinnung der Seele zu herrschen (vgl. Galater 2,20 i.V.m. Philipper 2,3-8).
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch (Anm.: temporär in physischem Körper), das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Philipper 2,3-8:
3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
5 Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: 6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
 
Der Wandel im Zentrum des Feuers Gottes
 
Deshalb ist es unabdingbar, dass wir uns in der Sohnschaft Christi im Zentrum des Feuers Gottes aufhalten, das sein verzehrendes Wesen umfasst. Als seine Söhne in Christus Jesus haben wir Anteil an seinem Feuer und leben aus seinem Geist (vgl. 5.Mose 4,24 i.V.m. Hebräer 12,28-29).

5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
Hebräer 12,28-29:
28 Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Das häufig verwendete Wort, das Feuer beschreibt, ist „‘ēš“ und offenbart uns in zwei hebräischen Buchstaben „Aleph“ und „Schin“ den himmlischen Vater in seiner Macht zu lieben, indem es unter anderem auf die lebensspendende Kraft von Wasser und die Aufteilung vereinter Kräfte in der Einheit wie bei einem Zahnrad hinweist.
 
Sich in diesem Feuer aufzuhalten, weist auf die erforderliche Annäherung zu Gott hin, die auch im Psalm 18 geoffenbart wird, indem es um verschiedene Phasen der Nähe zum lebendigen Gott als HERRN, „JAHWE“ geht, der sich selbst in Macht verhüllen und zeigen kann (vgl. Psalm 18,26-32).
 
Psalm 18,26-32:
26 Gegen die Heiligen bist du heilig, und gegen die Treuen bist du treu, 27 gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du verkehrt.
28 Denn du hilfst dem elenden Volk, aber stolze Augen erniedrigst du.
29 Ja, du machst hell meine Leuchte, der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.
31 Gottes Weg ist vollkommen, das Wort des HERRN ist durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
32 Denn wo ist ein Gott außer dem HERRN oder ein Fels außer unserm Gott?
 
In diesem Psalm wird in zahlreichen Versen dargelegt, wie eine Annäherung zu dem lebendigen Gott nur dem gelingt, der sein Vertrauen auf ihn setzt, Reinheit aufweist und sich im Glauben in widrigen Umständen auf den HERRN verlässt. Weiterhin wird deutlich, dass sich der HERR zu denen stellt, die seine Größe und Heiligkeit anerkennen (vgl. Psalm 18,2 ff.).
Im Feuer Gottes zu sein bedeutet demnach auch, dass wir an Substanz verlieren können, indem die Hitze der Flammen verzehrend verbrennen, was nicht als „beständig“ oder als „Schlacke“ (Anm.: unerschütterlich) angesehen werden kann. Dieses Prinzip können wir nur tiefer verstehen lernen, indem wir uns als Söhne Gottes verstehen, die vom Vater in dessen Liebe gezeugt wurden.
 
Wir akzeptieren, dass wir in einer Dimension von Oberflächlichkeit und Unreinheit leben, die in der gefallenen Welt besteht, welche wir weder lieben noch den Vorrang geben können, da sie überwunden ist (vgl. 1.Johannes 2,15-17).
 
1.Johannes 2,15-17:
15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.
 
Hierbei wird mit „Welt“ nicht nur der Erdboden oder der Planet Erde beschrieben, sondern die Dimension von „Kosmos“, was die gesamte Struktur der gefallenen ersten Ebene des „unteren Himmels“ umfasst (Anm.: natürlicher und übernatürlicher Bereich des unteren Himmels von Satans Herrschaftsbereich, Lüge und Iniquität gefallener Wesen).
 
Im Klartext lehrt uns das Wort Gottes, wie verheerend wir uns aus der Liebe des Vaters, dem Feuer Gottes (Anm.: Geistbereich, Sphäre in geistlicher Dimension) herausbegeben, wenn wir auch nur einen Gedankengang von dieser „Liebe zur Welt“ in unserem täglichen Leben kultivieren. Hierzu zählt alles, was wir an unser Herz heranlassen, das unsere erste Liebe zum HERRN gefährdet.

Zu diesen gehören unter anderem vorhandene humanistische Gedankenmuster von „falscher Liebe zum Nächsten“, gesellschaftliche Meinungsbildung, die sich über andere erhebt, jede Art von Hochmut oder Selbstgerechtigkeit, stolze Gedanken (Anm.: verborgener oder offen getragener Stolz), die das Ansehen oder Macht von Menschen oder Anerkennung von Statussymbolen beinhalten, sexuelle Unreinheit (Anm.: in jeder Form von geheimen Gedanken, Konsum von unreinen Bildern oder Pornografie, Selbstbefriedigung bis zu außerehelichem Geschlechtsverkehr), Bitterkeit, Unvergebenheit, Selbstmitleid, Undankbarkeit, Trägheit, Manipulation, Gleichgültigkeit, Ablehnung, Untreue, List, Streit, Suchtverhalten, Lästern, Sarkasmus, Grausamkeit (Anm.: Unbarmherzigkeit), Geiz, Gier nach materiellen Dingen, Angst, Träumereien, die seelischer Art sind, etc.
 
Heilige, die meinen mit jeglichen Gedankenmustern, Verhaltensweisen und Gewohnheiten tolerant umzugehen, die solche weltlichen Maßstäbe in sich tragen, können sehr schwer „im Feuer Gottes stehen“ oder sich darin aufhalten, da sie sich nicht an die Regel halten, die Gott für ewig aufgestellt hat: „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (vgl. Sprüche 3,34; Jakobus 4,6b; 1.Petrus 5,5c).
 
Sprüche 3,34:
34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben.
 
Jakobus 4,6b:
… 6b Darum heißt es (vgl. Sprüche 3,34): „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“
 
1.Petrus 5,5b-c:
… 5b-c Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
 
Die Ebene der Gnade
 
Die Gnade, welche der wohlwollende, liebevolle, unverdiente Ausdruck von Güte einer höher gestellten Person beschreibt, gleicht einer Ebene von Zugang im geistlichen Bereich, weshalb wir aus Glauben in Jesus Christus Zutritt zum Thronraum Gottes haben und uns nur mit dieser Berechtigung unserem heiligen Gott nahen dürfen (vgl. Hebräer 4,14-16).
 
Hebräer 4,14-16:
14 Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis.
15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.
16 Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.
 
Wer sich proaktiv dem Wort Gottes unterordnet, greift die Priorität von Heiligung als etwas, dem es nachzujagen gilt, auf – man legt freiwillig unreine, unheilige oder von Hochmut geprägte Gedanken sowie Verhaltensweisen ab und lässt diese im Feuer Gottes „verbrennen“ (vgl. Hebräer 12,14.28-29).
 
Hebräer 12,14.28-29:
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …
28 Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Doch gibt es Heilige, die gehen noch einen Schritt weiter, indem sie in der Zunahme der Gegenwart des Feuers eine tiefere Trennung zwischen sich und ihrem alten, vergänglichen „Ich“ aufbauen (vgl. Galater 2,20) und sich in den berauschenden Momenten aufrichtiger Anbetung des Bräutigams in den „Flammen JAHS“ (vgl. Hohelied 8,6) verlieren, so dass sie sich nicht mehr selbst „erheben“ können. Etliche Beispiele von Begegnungen im Wort Gottes mit seinem Feuer weisen auf das Geheimnis des Prinzips von Herrlichkeit und Opferbereitschaft hin, welche mit Liebe verbunden ist.
 
Petrus, ein leidenschaftlicher Jünger, verleugnete hingegen nicht aus Zufall seinen Meister an einem Feuer, wo er sich wärmte, worauf der Hahn von Jesus prophezeit als Zeichen der Verleugnung krähte. Es war ihm nicht möglich, Jesus bis ans Kreuz, dem Feuerherd von Gottes Zorn und Gericht, den er dort tragen sollte, treu beiseite zu stehen (vgl. Markus 14,66-72). Petrus hatte Jesus zwar lieb, aber er hatte seine Zukunft als frei herumlaufender Mann lieber und fürchtete sich, eingesperrt oder für seine Beziehung zum HERRN verfolgt zu werden. Er war zu dieser Zeitphase nicht ins Feuer Gottes hineingegangen, welches zugleich ein Hinweis auf das Zentrum der Liebe Gottes zu uns Menschen ist (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Hohelied 8,6b-c).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Hohelied 8,6b-c:
… 8b-c Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, …
 
Unsere äußere Leidenschaft für Christus kann uns eine gewisse Zeit tragen, jedoch wird sie vom „eifersüchtigen Feuer“ Gottes (Anm.: Sphäre der Gegenwart Gottes) geprüft, was unter anderem beinhaltet, dass wir in Umständen herausgefordert werden zu erkennen, ob wir noch Angst, Furcht oder Befürchtungen vor etwas haben, das uns mehr bedeuten könnte als für Christus allein zu leben oder auch zu sterben (vgl. Philipper 1,21 i.V.m. 1.Könige 18,21-40).
 
Philipper 1,21:
21 Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.
 
Sich im Feuer Gottes aufzuhalten, beinhaltet demnach eine größere Dimension von Leidenschaft, die mit der ersten Liebe einhergeht und auf Glauben gründet (Anm.: innere Überzeugung), dass Gott als Vater der anbetungswürdige König ist, der über allem regiert und in Ewigkeit herrschen wird (vgl. Offenbarung 4,11).
 
Offenbarung 4,11:
11 Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
 
Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm