Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der letzte Teil von einer Lehre, die aus zwei Teilen besteht.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Hierbei ist es kein Zufall, dass Jesus Christus zuvor die blutflüssige Frau heilte, die bereits seit zwölf Jahren an dieser sie gesellschaftlich isolierenden und schweren Erkrankung litt (vgl. Markus 5,25-34).
 
Markus 5,25-34:
25 Und da war eine Frau, die hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren 26 und hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut dafür aufgewandt; und es hatte ihr nichts geholfen, sondern es war noch schlimmer mit ihr geworden.
27 Als die von Jesus hörte, kam sie in der Menge von hinten heran und berührte sein Gewand.
28 Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühren könnte, so würde ich gesund.
29 Und sogleich versiegte die Quelle ihres Blutes, und sie spürte es am Leibe, dass sie von ihrer Plage geheilt war.
30 Und Jesus spürte sogleich an sich selbst, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, und wandte sich um in der Menge und sprach: Wer hat meine Kleider berührt?
31 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, dass dich die Menge umdrängt, und fragst: Wer hat mich berührt?
32 Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.
33 Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wusste, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
34 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!
 
Der Zahl 12 kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu, da sie zweimal erwähnt wird. In diesem Kontext ist sie verbunden mit der apostolischen Ordnung und der neuen Administration.
 
Das bedeutet in Bezug auf die oben genannte Bibelstelle, dass die nächste Generation oder auch Administration, die durch das zwölfjährige Mädchen repräsentiert wird, schlafend lag, während die alte Führung, die durch die an Blutfluss leidende Frau versinnbildlicht wird, sich hindurchgedrängt hat, um das neue Leben apostolischer Ordnung zu erhalten. Auf diese Weise konnte frisches Leben in ihrem Tempel zunehmen und zu einer Neuorientierung in der Erlösungskraft Gottes führen.
 
Durch den Zustand der von Blutfluss geheilten Frau, die sich gehend auf Jesus zubewegte und der von den Toten auferweckten Tochter des Jairus, die sich in einem liegenden Zustand befand, kann man außerdem die zwei Holzbalken des Kreuzes Jesu erkennen, bei dem die Ältere den vertikalen Balken und die Jüngere den horizontalen Balken des Kreuzes Jesu offenbart.
 
Das umfasst den Aufruf Gottes an die ältere und jüngere Generation der Gemeinde – ekklēsia den Triumph Jesu vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt zu proklamieren und zu offenbaren. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Offenbarung aus dem Buch „Redeeming The Time“ von Chuck D. Pierce, erschienen bei Charisma House, ISBN 978-1-59979-378-8, Seite 10.)
 
Die gewichtige Herrlichkeit Gottes
 
Um nochmals auf Jesaja 22,20-23 zurückzukommen, umfasst das zugeteilte Maß von Gläubigen ein Maß von Herrlichkeit, die jeder einzelne Heilige trägt und als Ganzes zu einem Gewicht beiträgt, das mit der „schweren Herrlichkeit Gottes“, die im Hebräischen „kābôd“ genannt wird, verbunden ist. Das Wort „kābôd“ beschreibt unter anderem „Ehre, Würde, Herrlichkeit, Majestät, Ansehen“ und „Schwere“ (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „kābôd“ mit der Wortschlüsselnummer 3593).
 
Die Gegenwart der sogenannten „Schwere Gottes“ weist auf Gott oder auch Personen hin, die von Gott in einer hohen Autorität stehen. Die Grundlage dessen ist, dass Gott einzig und allein der „König der Herrlichkeit“ ist (vgl. Psalm 24,7.9-10).
 
Diese Art der Gegenwart Gottes zeichnet sich durch die Eigenschaften seines Wesens, das ein verzehrendes Feuer ist aus. Darüber hinaus ist der HERR von einer dunklen Wolke umgeben (vgl. Psalm 18,12).
 
Psalm 18,12:
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
 
Durch den berechtigten Aufenthalt in dieser Gegenwart kommt es zur Zunahme der Herrlichkeit in Form von Glanz im persönlichen Leben eines Heiligen (vgl. 2.Mose 24,16-18 i.V.m. 2.Mose 34,29).
 
2.Mose 24,16-18:
… 16 und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebenten Tage erging der Ruf des HERRN an Mose aus der Wolke.
17 Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Israeliten.
18 Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
 
2.Mose 34,29:
29 Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.
 
Als Heilige gilt es für uns der Hand des HERRN und der Kraft seines Wortes in uns zu erlauben, tief in der offenbarenden Wahrheit seines geschriebenen Wortes für diese und die zukünftige Zeit verankert zu sein (vgl. Jesaja 22,23 i.V.m. Jeremia 23,29), um in der von Gott zugeteilten Verantwortung die uns anvertrauten Menschen zuverlässig zu führen.
 
Jesaja 22,23:
23 Und ich will ihn als Nagel einschlagen an einen festen Ort, und er soll werden zum Thron der Ehre für seines Vaters Haus.
 
Jeremia 23,29:
29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
 
Die Wichtigkeit der von Gott zugeteilten Grenzen
 
In diesem Zusammenhang ist es notwendig seine von Gott zugeteilten Grenzen zu kennen, um befähigt zu sein, das Gewicht seiner Herrlichkeit verantwortungsbewusst tragen zu können, ohne sein Verantwortungsfeld selbstständig zu erweitern. Würden wir dies eigenwillig tun, würde es dem „Nachgeben“ in Form des Herausbrechens eines Nagels aus der Wand in der von Gott zugeteilten Position, so wie es in Jesaja 22,25 beschrieben wird, entsprechen.
 
Jesaja 22,25:
… 25 dann, spricht der HERR Zebaoth, soll der Nagel nachgeben, der am festen Ort steckt, er soll abbrechen und fallen, sodass alles, was daran hing, zerbricht; denn der HERR sagt es.
 
Als Heilige in Christus ist es unser Auftrag sich in der uns vom himmlischen Vater zugeteilten Verantwortung zu bewegen und darin pflichtbewusst in Autorität zu handeln. Das umfasst, dass man die von Gott festgesetzten und zugeteilten Grenzen demütig beachtet und sich in diesem Rahmen ausbreitet, ohne die eigenen Grenzen zu verrücken (vgl. 5.Mose 19,14; 5.Mose 27,17; Sprüche 22,28, Sprüche 23,10).
 
5.Mose 19,14:
14 Du sollst deines Nächsten Grenze, die die Vorfahren festgesetzt haben, nicht verrücken in deinem Erbteil, das du erbst, im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, es einzunehmen.
 
5.Mose 27,17:
17 Verflucht sei, wer seines Nächsten Grenze verrückt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
 
Sprüche 22,28:
28 Verrücke nicht die uralten Grenzen, die deine Väter gemacht haben.
 
Sprüche 23,10:
10 Verrücke nicht uralte Grenzen und vergreife dich nicht an dem Acker der Waisen, …
 
Es ist von hoher Bedeutung, dass wir unsere Identität und unser Verantwortungsfeld kennen, um darin die Autorität, die Gott uns zugeteilt hat, auszuüben.
 
Die Erweiterung der Grenzen und die festgesetzten Grenzen von Jesus und Paulus
 
Um das Verantwortungsfeld in Jesus Christus ordnungsgemäß vor den Augen des HERRN erweitern zu können, muss es zuerst bei Gott beschlossen und von ihm erweitert worden sein (vgl. 2.Mose 34,24 i.V.m. 5.Mose 12,20).
 
2.Mose 34,24:
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.
 
5.Mose 12,20:
20 Wenn aber der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er dir zugesagt hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen –, weil es dich gelüstet, Fleisch zu essen, so iss Fleisch ganz nach Herzenslust.
 
Auch Jesus und der Apostel Paulus lebten nach diesem Prinzip und achteten auf ihre ihnen zugeteilten Grenzen (vgl. Matthäus 15,22-24; 2.Korinther 10,13).
 
Matthäus 15,22-24:
22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt.
23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch gehen, denn sie schreit uns nach.
24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
 
2.Korinther 10,13:
13 Wir aber wollen uns nicht über alles Maß hinaus rühmen, sondern nur nach dem Maß, das uns Gott zugemessen hat, nämlich dass wir auch bis zu euch gelangen sollten.
 
Die Grenze der Autorität durch von Gott eingesetzte Leiterschaft
 
Dazu gehört auch, dass wir als Gemeinde Jesu – ekklēsia, die Ordnung Gottes in seinem Königreich von Leiterschaft und Autorität verstehen, um in von Gott gegebenem, heiligen Schutz zu leben. Wer in gesunder Unterordnung lebt, erlebt den darin liegenden Schutz, der uns durch die Flügel Gottes gewährt wird (vgl. Psalm 91,1-2).
 
Psalm 91,1-2:
1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 2 der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
 
Nicht jeder Christ ist zur Leiterschaft berufen, und das gilt es zu respektieren und zu verstehen. Wenn wir das nicht beachten, greifen wir in ein Autoritätsfeld ein, das zu einem Missverhältnis in der Gemeinde Jesu führt und es dadurch zu unnötigen Schwierigkeiten sowie Gefahren kommt. Das lehrt uns das Wort Gottes (Anm.: Thora) bei Korach und dessen Rotte ausführlich (vgl. 4.Mose 16).
 
Die Grenze der Autorität durch übertragene Verantwortlichkeit
 
Um im zugeteilten Bereich von Verantwortlichkeit in der Vollmacht Gottes zu wandeln, muss man wissen was Autorität ist, wie und wann sie greift.
 
Im Königreich Gottes ist Autorität eine Folge von Verantwortlichkeit. Allgemein gesagt, haben wir in jedem Bereich der Gemeinde oder Dienst nur in dem Maß Autorität, wie wir für den betreffenden Bereich Verantwortung tragen, indem wir diese übertragen bekommen haben. Wenn wir für einen Bereich keine Verantwortung tragen, haben wir darin auch keine Autorität und entsprechende Befugnisse.
 
Um viel Autorität zu haben und darin kompetent tätig zu sein, sollte man unter Heiligen stehen, die mehr Autorität besitzen als man selbst. Das wird z.B. deutlich in der Führung des Volkes Israel durch Mose und Aaron, in der Nachfolge von Elischa gegenüber dem Propheten Elija und der Nachfolge der Jünger Jesu.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Tammuz bedeutet „Sprössling des Lebens, wirkliches Kind der Wassertiefen, der HERR (Anm.: Gott) des grünen Pflanzenwuchses, der durch frisches Wasser hervorgerufen und genährt wird“.
 
Es ist der Monat, der auf Ruben ausgerichtet ist, der der erstgeborene Sohn von Jakob und seiner Frau Lea war. Der Name Ruben bedeutet: „Siehe, ein Sohn!“
 
Ruben und die turbulenten Wasser
 
Die Sphäre von Ruben ist mit turbulenten Gewässern verbunden und damit ein Ort des Wassers der Selbstreflexion, denn Wasser ist reflektierend (vgl. 1.Mose 49,3-4).
 
1.Mose 49,3-4:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht.
4 Weil du aufwalltest wie Wasser, sollst du nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht, das du bestiegst.
 
Diese Selbstreflexion sollte in der Gegenwart des kristallenen Meeres des Throns Gottes – dem Herrschaftsbereich des himmlischen Vaters und seinen Maßstäben in der Nüchternheit des Geistes geschehen und nicht in der Ebene des „eigenen Wassers“ – dem Herrschaftsbereich des Herzens, das die Abwägung anhand des eigenen Verständnisses des Wortes Gottes in Verbindung mit einem falschen Identitätsvermögen umfasst. Diese falsche Abwägung kommt dem Blick eines Menschen in einen Spiegel gleich, der vergisst, wie er ausgesehen hat (vgl. Offenbarung 4,6a i.V.m. Jakobus 1,23-24).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Jakobus 1,23-24:
23 Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; 24 denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.
 
Die Dimension von Ruben beinhaltet das Prinzip der Sohnschaft, weil er der erstgeborene Sohn Jakobs war. Hierbei geht es darum, ein Recht auf Versorgung zu besitzen, was bedeutet, dass wir über eine Beziehung verfügen, in der Gott uns aufgrund der Position von Ruben als Erstgeborenen Zugang zu unserem Erbe gibt.
 
Aufgrund der besonderen Stellung und des Erbes als Erstgeborener ist es von großer Bedeutung, sich der Grenzen der zugeteilten Autorität bewusst zu sein (Anm.: Selbstreflexion). Es gilt hierbei, nicht dem eigenen Antrieb zu erlauben in einen höheren Autoritätsbereich eigenwillig einzutreten, wenn man hierzu nicht die nötige Reife besitzt oder auch Erlaubnis hat.
Es war Ruben, der mit der Magd seines Vaters schlief und damit als Sohn die Autoritätssphäre seines Vaters verletzte (vgl. 1.Mose 35,21-22a).
 
1.Mose 35,21-22a:
21 Und Israel zog weiter und schlug sein Zelt auf jenseits von Migdal-Eder (bedeutet „Herdentrum“ => Vision für die Generationen).
22a Und es begab sich, als Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und legte sich zu Bilha, seines Vaters Nebenfrau. …
 
Die Begrenzung – Gottes festgesetzte Grenze
 
Im Zeitrahmen von Tammuz bringt Gott unseren inneren Menschen an die Begrenzung, die unsere geistlichen Grenzen darstellt. Er offenbart uns zudem das Potenzial der von ihm gesetzten Grenzen für uns, die mit dem nötigen Schutz und der Sicherheit unseres Autoritätsbereichs verbunden sind.
 
Der Grund für die Festlegung von Grenzen ist, dass es sich hierbei um den Ort handelt, an dem wir uns durch die Führung des Heiligen Geistes für die Regierung ausbilden lassen, denn ein Mann, der seinen Geist beherrscht, ist größer als ein Mann, der eine Stadt regiert (vgl. Sprüche 16,32).
 
Sprüche 16,32:
32 Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.
 
Eine Person, die sich selbst beherrscht, ist größer als eine Person, die eine Nation regiert. Gott schult uns hierin, damit wir zunehmend verstehen, wie wir uns im übernatürlichen Bereich mit einem Feingefühl und einer Reife der Sinne bewegen können.
 
In dieser Dimension von Ruben sollte man lernen, wie man Grenzen respektiert und was es bedeutet, in Gottes Prinzipien zu wandeln.
 
Der Wandel in den Prinzipien Gottes und in seiner Ordnung impliziert, dass der Wunsch in Übereinstimmung mit der von Gott bestimmten Zeit und Norm steht, um das zu erhalten, wonach man gemäß dem Willen Gottes verlangt (vgl. Psalm 20,5).
 
Psalm 20,5:
5 Er gebe dir, was dein Herz begehrt, und erfülle alles, was du vorhast!
 
Die Manifestation des reinen Begehrens nach dem Maßstab des Wortes Gottes lässt einen Lebensbereich sichtbar werden. Dieser Bereich erstreckt sich in die Zukunft und bezeugt das ewige Leben in Christus, dem Erstgeborenen (vgl. Sprüche 12,12b i.V.m. Römer 8,29; Kolosser 1,18).
 
Sprüche 12,12b:
… 12b aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.
 
Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
 
Kolosser 1,18:
18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei.
 
Die Phase der Unterweisung durch den Heiligen Geist
 
Das Zeitfenster von Ruben umfasst eine Phase, in der man vom Heiligen Geist lernt und von Menschen, die in einer höheren geistlichen Autorität stehen, so wie Mose, der den Stamm Ruben durch seinen Segen erlöste, weil er die Autorität über das Wasser hatte (vgl. 5.Mose 33,6) sowie über das persönliche, von Gott gegebene Potential gelehrt wurde (Anm.: die Qualität von Kraft, Stärke, Würde, Macht). Somit entwickelt man die Frucht der Selbstbeherrschung (vgl. Johannes 16,13a i.V.m. Galater 5,22-23).
 
Johannes 16,13a:
13a Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. …
 
Galater 5:22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
Es ist die Frucht der Selbstbeherrschung, die dazu beiträgt, „das Wasser“ ruhig zu halten und nicht zur falschen Zeit in Wallung zu bringen.

Das turbulente Wasser ist unter anderem mit sexueller Lust, körperlichen sowie seelischen Begierden und Emotionen verbunden, die sich nicht an die biblischen Maßstäbe Gottes halten.
Es ist entscheidend, dass wir das Wasser nicht auf falsche Weise in Wallung bringen, weil es sonst von innen nach außen gelangt und uns durch den Umstand des Vergnügens verschlingt. Das bedeutet, dass wir keine Kontrolle mehr über das Verlangen haben, so dass das Verlangen letztendlich uns kontrolliert (vgl. Jakobus 1,14-15).
 
Jakobus 1,14-15:
14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt.
15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
 
Wir sollten uns in unseren Emotionen nicht von dem kontrollieren oder treiben lassen, was uns bereits umgibt, sondern uns in der Nüchternheit des Geistes üben und uns vom Heiligen Geist leiten lassen (vgl. 1.Petrus 5,8).
 
1.Petrus 5,8:
8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
 
Deshalb ist es wichtig im Wandel des Geistes trainiert zu werden und sich in diesem durch keine Ereignisse unterbinden oder herausbringen zu lassen (vgl. Galater 5,16-17).
 
Galater 5,16-17:
16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.
 
Bei der Dimension von Ruben geht es hauptsächlich darum, was jemandem sinnliche Freude bereitet, und deshalb ist es eine Phase, in der der Heilige Geist unser Herz und unseren Verstand prüft (vgl. Psalm 17,3a; 1.Chronik 29,17a; Jeremia 17,10; Jeremia 20,12a).
 
Psalm 17,3a:
3a Du prüfst mein Herz und suchst es heim bei Nacht; du läuterst mich und findest nichts. …
 
1.Chronik 29,17a:
17a Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. …

Jeremia 17,10:
10 Ich, der HERR, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.
 
Jeremia 20,12a:
12a Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren (Anm.: Zügel => Antrieb) und Herz durchschaust: …
 
Leben in Unterordnung
 
Da gemäß dem Wort Gottes das Herz trügerisch und trotzig ist, ist es weise in Unterordnung gegenüber reifen Heiligen zu leben, die sich auf einer höheren geistlichen Autoritätsebene befinden und nicht durch die eigenen Emotionen zu hastig voranschreiten (vgl. Jeremia 17,9).
 
Jeremia 17,9:
9 Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen?
 
Deshalb ist es gut, Gemeinschaft mit weisen Heiligen zu haben, die in Demut vor Gott leben, um sich in der Weisheit nach den biblischen Standards auszurichten und darin beständig zu leben.
 
Ruben ist die Sphäre, in der der Heilige Geist sich mit unseren persönlichen bzw. tatsächlichen Verhaltensweisen beschäftigt, und deshalb sollten wir vor diesem Prozess nicht zurückschrecken.

Wenn wir das zulassen, führt uns der Heilige Geist immer weiter in höhere geistliche Dimensionen, so dass wir mit größeren Dingen umgehen können, die uns von Gott anvertraut werden.
Im Zeitfenster von Ruben ist es sinnvoll, die Grenzen, die mit Wasser im Wort Gottes erwähnt werden näher zu betrachten, weil diese Offenbarung in sich tragen (vgl. 4.Mose 21,13.24; 5.Mose 3,12; Josua 19,26).
 
4.Mose 21,13.24:
3 Von da zogen sie weiter und lagerten sich in der Wüste südlich des Arnon, der im Gebiet der Amoriter entspringt; denn der Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern. …
24 Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwerts und nahm sein Land ein vom Arnon bis an den Jabbok und bis zu den Ammonitern; das Gebiet der Ammoniter aber reichte bis Jaser.
 
5.Mose 3,12:
12 Dies Land nahmen wir damals ein. Von Aroër an, das am Fluss Arnon liegt, gab ich's den Rubenitern und Gaditern samt dem halben Gebirge Gilead mit seinen Städten.
 
Josua 19,26:
26 Alammelech, Amad, Mischal, und die Grenze stößt im Westen an den Karmel und an den Fluss Libnat …
 
Ruben und die vier Flüsse von Eden
 
Das liegt darin begründet, dass Ruben als Sohn vier positive Eigenschaften hat. Diese entsprechen dem Prinzip der vier Flüsse von Eden, die die Schätze des Bodens an die Oberfläche bringen. Selbst wenn nur ein Fluss erwähnt wird, der direkt mit Schätzen des Bodens benannt wird, kann davon ausgegangen werden, dass sich dieses Prinzip auch auf die anderen Flüsse überträgt, denn Gott ist ein Gott des Überflusses und der Fruchtbarkeit (vgl. 1.Mose 49,3 i.V.m. 1.Mose 2,10-14).
 
1.Mose 49,3:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft (1) und der Erstling meiner Stärke (2), der Oberste in der Würde (3) und der Oberste in der Macht (4).
 
1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.
 
Wir können zuversichtlich sein, dass wir dort, wo wir uns der Schulung des Heiligen Geistes unterzogen haben, es zu plötzlichen sichtbaren Segnungen Gottes kommt, wo wir zuvor aufgrund einer falschen Herzenshaltung Dürre in unserem Leben erlebt haben (vgl. Jesaja 41,18).

Jesaja 41,18:
18 Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen.
 
Durch die Schulung des Heiligen Geistes, die uns veranlasst hat, unseren Geist und Verstand zu erneuern, erhalten wir Zugang, um auf den hohen Wegen Gottes zu wandeln und in seinen hohen Plänen voranzugehen (vgl. Römer 12,2; Epheser 4,23; Hebräer 9,14; Jesaja 43,19; Jesaja 55,8-9).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
 
Jesaja 43,19:
19 Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Tammuz – Der erste Sommermonat
 
Tammuz ist der erste Sommermonat, weshalb hierin die Grenze einer Jahreszeit erkennbar ist.
 
Der Grund, warum Gott uns an den Rand bzw. die Begrenzungslinie bringt, ist, dass er die „Summe“ der gesäten Saat der letzten drei Frühlingsmonate offenbart.
 
Diese Aussaat bzw. Samen funktionieren wie ein Filmstreifen, den wir durch unsere Taten in den letzten drei Monaten geschaffen haben, um ihn nach Gottes Willen neu zu betrachten und dort die Dinge anzupassen, wo sie gemäß dem Standard des Wortes Gottes unsere Anpassungen erfordern.
 
Die drei vergangenen Frühlingsmonate tragen das Potential, eine neue göttliche Sache im Verborgenen heranwachsen zu lassen, die Gott in der kommenden Phase hervorbringen möchte.
 
Die „atmosphärischen Bedingungen“ von Tammuz sind das Feuer, das unseren Geist in Bewegung bringt, so dass das, was Gott in uns hineingelegt hat, „gekocht“ und somit zur Reife gebracht wird.
 
Die Entfaltung des verborgenen Bereiches
 
Gott entfaltet in dieser Zeit das „Geschenkpapier – die Rätsel/Gleichnisse“ des verborgenen Bereichs, die der „Falte“ in Form eines Eingangs gleichkommt und die Sphäre der Intimität mit ihm umfasst. Innerhalb dieser Falte liegt die Wahrheit verborgen, die über einen Zeitraum beiseite gelegt wurde und die in dieser Zeit zur Sprache gebracht wird.
 
Deshalb sind wir ermutigt in dieser Zeit diese offenbarende Wahrheit aufzunehmen, um mit ihr eins zu werden und sie zu pflegen (vgl. 2.Mose 33,21-23; Jeremia 13,4.6 i.V.m. Epheser 6,14a).
 
2.Mose 33,21-23:
21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen.
22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.
23 Dann will ich meine Hand von dir tun und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
 
Jeremia 13,4.6:
4 Nimm den Gürtel, den du gekauft und um deine Lenden gegürtet hast, und mache dich auf und geh hin an den Euphrat (Anm.: 4. Fluss in Eden, er fließt an einen unbekannten Ort) und verstecke ihn dort in einer Felsspalte! ...
6 Nach langer Zeit aber sprach der HERR zu mir: Mache dich auf und geh hin an den Euphrat und hole den Gürtel wieder, den ich dich dort verstecken ließ!
 
Epheser 6,14a:
14a So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Hinweis:
Für ein tieferes Verständnis über die biblischen Zeiten und Monate sowie deren Allianz zu den Stämmen Israels empfehlen wir die Bücher „ZEIT, VORWÄRTS ZU GEHEN“ von Chuck D. Pierce mit Robert und Linda Heidler sowie das Buch "Der prophetische Esel Issaschar".

Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der erste Teil von einer Lehre, die aus zwei Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Die Struktur der Gemeinde Jesu – der Ekklēsia befindet sich in einer Zeit des geistlichen Umbruchs, die mit hoher Aufmerksamkeit auf die Führung des Heiligen Geistes einhergeht, der uns in der offenbarenden Wahrheit des Vaters und des Sohnes für diese und die kommende Zeit führt (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Die Intensivierung der Gegenwart des Heiligen Geistes und die große geöffnete effektive Tür
 
Wir befinden uns als Heilige demnach in einer Phase, in der der Heilige Geist sich im Leben derer intensiviert, die im Gehorsam der Weisung des Wortes Gottes, das Jesus Christus ist, vorangehen (vgl. Johannes 1,1.14 i.V.m. Lukas 24,49).
 
Johannes 1,1.14:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. …
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Lukas 24,49:
49 Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.
 
Dadurch wird die Reinheit Gottes inmitten seines Volkes offenbar, weil es sich mit dem Gewicht seiner Herrlichkeit voran bewegt und furchtlos die Worte spricht, die der HERR durch seinen Geist eingibt (vgl. Titus 2,11-14 i.V.m. Apostelgeschichte 2,1-4).
 
Titus 2,11-14:
11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes (Anm.: Jesus Christus, das Wort Gottes) allen Menschen 12 und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
 
Apostelgeschichte 2,1-4:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot => wird gefeiert im biblischen Monat Siwan) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Mit der Zunahme des Heiligen Geistes, eröffnet sich eine große effektive Tür, die in das Licht des „Sterns von Ephesus“ führt, bei dem es sich um den Wandel in der ersten Liebe – agąpē handelt.
Aus diesem Wandel resultiert das Verständnis der Dimension der göttlichen Weisheit, die sich in der Regierungsebene Gottes befindet sowie das richtige biblische Verständnis von Zeit, um den Himmel auf die Erde zu bringen (vgl. 1.Korinther 16,8-9 i.V.m. Offenbarung 1,20; Daniel 12,3; 1.Mose 1,14)
 
1.Korinther 16,8-9:
8 Ich werde aber in Ephesus bleiben bis Pfingsten (Anm.: Schawuot).
9 Denn mir ist eine (große) Tür aufgetan zu reichem Wirken; aber auch viele Widersacher sind da.
 
Offenbarung 1,20:
20 Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.
 
Daniel 12,3:
3 Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
 
1.Mose 1,14:
14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre …
 
Da die Erschaffung der Sterne mit dem vierten Schöpfungstag einhergeht und die Zahl „4“ mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“ verbunden ist, der einer „geöffneten Zelttür“ entspricht, kann man hierin die Bedeutung erkennen, so wie sie der Apostel Paulus in 1.Korinther 16,9 beschreibt.
 
Damit im Zusammenhang geht es um das Erkennen des Sohnes Gottes auf der Grundlage der ersten Liebe – agąpē, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält und unter den sieben goldenen Leuchtern wandelt (vgl. Offenbarung 2,1).
 
Offenbarung 2,1:
1 Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern: …
 
Die Gemeinde von Ephesus und das Licht der sieben Sterne und sieben goldenen Leuchter
 
Die beiden Attribute, nämlich die sieben Sterne und die sieben goldenen Leuchter tragen zwei verschiedene Potentiale des Lichtes Gottes, bei denen es sich um göttliche Regierung und geisterfüllte Leidenschaft dem HERRN gegenüber handelt.
 
Das Licht der sieben Sterne umfasst das impulsive übernatürliche Licht des Bereiches der Engel. Beim potentiellen warmen Licht der sieben Leuchter handelt es sich um die Leidenschaft der Gemeinde Jesu im Reichtum des Glaubens sowie der Wachsamkeit dem König der Ewigkeit gegenüber, der zugleich auch ihr Bräutigam ist.
 
Die Verschmelzung der zwei Lichtarten bringt hervor, dass die Gemeinde Jesu dem HERRN als ein riesiger Satellit seiner ewigen Herrschaft dient und in der ersten Liebe seine übernatürlichen Impulse auf der Erde freisetzt. Die Ekklēsia ist eingesetzt, um mit Gottes geistiger Welt und ihren Institutionen als Zuflüsse zusammenzuarbeiten, die die Aktivitäten des Unsichtbaren widerspiegeln.
 
In Bezug auf die Gemeinschaft der Heiligen in Ephesus kann sie unter den in der Offenbarung genannten Gemeinden als ein sogenannter „Führungsstern“ beschrieben werden, da sie die Gemeinde ist, in der die „erste Liebe – agąpē“ durch Jesus Christus genannt wird und bei Gott an der ersten Stelle steht (vgl. Matthäus 22,36-40 i.V.m. 1.Korinther 13,1-3).
 
Matthäus 22,36-40:
36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (vgl. 5.Mose 6,5).“
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (vgl. 3.Mose 19,18).“
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
 
1.Korinther 13,1-3:
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir es nichts nütze.
 
Ohne die erste Liebe zu Jesus Christus sind wir als Heilige nicht in der Lage den Willen Gottes umzusetzen und die Liebe des Vaters zu empfangen, weil Jesus die Liebe des Vaters ist (vgl. Johannes 14,21).
 
Johannes 14,21:
21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
 
Die wahre Liebe Gottes – „agąpē“, der neue Weg und die Zeit der ungewöhnlichen Wunder
 
Der Apostel Paulus beschrieb den Weg der Liebe Gottes als einen höheren/besseren Weg, der aufgrund dieser Tatsache höhere Offenbarung für die enthält, die auf diesem Weg wandeln (vgl. 1.Korinther 12,31b).
 
1.Korinther 12,31b:
… 31b Und ich will euch einen noch besseren Weg (Anm.: den Weg der Liebe Gottes) zeigen.
 
Das Bessere bzw. Höhere ist bei Gott immer mit dem Ersten verbunden, weil unter anderem das Erste, wie eine Spitze fungiert, die den Bau eines Gebäudes abschließt. „Spitzen“ sind häufig bei Gott mit dem Beginn verbunden, so wie die Anfänge von Zeiten wie z.B. Rosch Chodesch, der Anfang/die Spitze des Monats oder Rosch ha-Schana, der Anfang/die Spitze des Jahres.

Somit entsprechen die von Gott vorherbestimmten biblischen Festzeiten, die an das Volk Israel gekoppelt sind, großen effektiven geöffneten Türen. In diesen möchte sich der Heilige Geist durch das Volk Gottes bewegen, um den Vater und den Sohn zu verherrlichen.
 
Die Eigenschaft der großen, effektiven geöffneten Tür umfasst eine höhere Dimension der Wahrheit des Wortes Gottes, die durch den Heiligen Geist, dem Geist der Wahrheit erst eröffnet wird. Zugleich umfasst diese geöffnete Tür ungewöhnliche Wunder sowie die Konfrontation mit der Finsternis, die mit viel Widerstand einhergeht.

Es gilt für uns, dass wir uns vollständig der Führung des Heiligen Geistes für diese und die kommende Zeit ausliefern und ihm erlauben, uns uneingeschränkt führen zu dürfen, selbst wenn wir seinen Aussendungs- und Bestimmungsort nicht wissen (vgl. Johannes 3,8).
 
Johannes 3,8:
8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
 
Der Grund für die Unwissenheit seines Aussendungs- und Bestimmungsortes ist, weil der Heilige Geist die Wahrheit des Wortes Gottes aus dem übernatürlichen Bereich bringt, wo sich der himmlische Vater und sein Sohn Jesus Christus aufhalten, um mit der offenbarenden Kraft sein Volk an das neue Teilziel zu bringen, das der HERR bereits vorherbestimmt hat.
Deshalb ist es so wichtig, in der Kraft des Glaubens voranzugehen, was vollkommenes Vertrauen dem Heiligen Geist gegenüber umfasst. Das geht einher mit neuer Erkenntnis, die zu einer größeren Kraft im Heiligen Geist führt und dem Verlassen des „alten Weges“ durch Gläubige, um auf dem „neuen Weg“ in Christus zu gehen, der die Maßstäbe des Wortes Gottes in seiner Fülle beinhaltet.
 
Darüber hinaus ändert sich die geistliche „Kultur“ der betreffenden Menschen, was deutlich an ihrer Ausdrucksweise erkennbar sein wird.
 
Die apostolische Qualität wird sich aufgrund der prophetischen Salbung innerhalb der Gemeinde Jesu verstärken, die mit einer Lichtintensivierung in Form von Offenbarung verbunden ist (vgl. Apostelgeschichte 19,1-7).
 
Apostelgeschichte 19,1-7:
1 Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand.
2 Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.
3 Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes.
4 Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus.
5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.
6 Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten.
7 Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.
 
In der kommenden Zeit wird verstärkter vom Königreich Gottes als von „der Gemeinde“ gesprochen werden, was mit Widerstand durch die Finsternis einhergeht, die sich in den Herzen von gläubigen Menschen festgesetzt hat. In diesen Gläubigen wird die Härte und verbitterte Haltung ihres Herzens offenbar, die sich in Spott gegenüber der Botschaft des Königreiches zeigt.
 
Das muss geschehen, weil dieser Widerstand dazu führt, dass letzten Endes die Botschaft des Königreichs an den richtigen Ort zu den richtigen Personen gelangt. Diese Entwicklung ist mit einer höheren Dimension von Herrschaft verbunden, so dass die betreffenden Heiligen an Verständnis über die Regierungsherrschaft als Söhne Gottes in Christus Jesus zunehmen und darin wandeln (vgl. Apostelgeschichte 19,8-10).
 
Apostelgeschichte 19,8-10:
8 Er ging aber in die Synagoge und predigte frei und offen drei Monate lang, lehrte und überzeugte sie von dem Reich Gottes.
9 Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre (Anm.: des neuen Weges), trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus (Anm.: bedeutet „Herrscher, Gebieter“).
10 Und das geschah zwei Jahre lang, sodass alle, die in der Provinz Asien wohnten, das Wort des HERRN hörten, Juden und Griechen.
Der Wandel in der Regierungsherrschaft Gottes hat zur Folge, dass ungewöhnliche Wunder geschehen, die mit dem äußeren und inneren Wesen Gottes sowie mit dem vollendeten Werk und dem geisterfüllten Wandel verknüpft sind.
 
Die ungewöhnlichen Wunder sind Zeichen, die nicht direkt mit dem Intervenieren eines hingebenden Heiligen geschehen, sondern mit den Gegenständen, mit denen sie von Menschen, die im Glauben stehen in Berührung gebracht werden, so dass Heilungen und Befreiungen auf einer ausgeweiteten Ebene erlebt werden, ohne den Trägern der Salbung davon Kenntnis zu geben. Das liegt darin begründet, weil es der Eifer des himmlischen Vaters ist, dass sein Sohn Jesus Christus allein die Ehre bekommt (vgl. Apostelgeschichte 19,11-12).
 
Apostelgeschichte 19,11-12:
11 Und Gott wirkte nicht geringe Taten (Anm.: ungewöhnliche Wunder) durch die Hände des Paulus.
12 So hielten sie auch die Schweißtücher und andere Tücher, die er auf seiner Haut getragen hatte, über die Kranken, und die Krankheiten wichen von ihnen und die bösen Geister fuhren aus.
 
Darüber hinaus hat der Wandel in der Regierungsherrschaft der Söhne Gottes in Christus Jesus zur Folge, dass falsche bzw. illegale geistliche Vorgehensweisen zur „Befreiung“ ans Licht kommen, so dass die „übernatürliche Finsternis“ gegen die „natürliche Finsternis“ agiert, die in Form „der Söhne des Vaters der Lüge“ auftritt (Anm.: sieben Söhne des jüdischen Hohenpriesters Skevas; vgl. Johannes 8,44).
 
Dadurch wird der Weg zur Verehrung Christi geebnet, die aus der gezogenen Bilanz über die Zerstörung des Wertes der „Unterweisung der Finsternis“ hervorkommt, so dass das Wort Gottes an Einfluss und Stärke im Erdbereich zunimmt (vgl. Apostelgeschichte 19,13-20).
 
Apostelgeschichte 19,13-20:
13 Es unterstanden sich aber einige von den Juden, die als Beschwörer umherzogen, den Namen des Herrn Jesus zu nennen über denen, die böse Geister hatten, und sprachen: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt.
14 Es waren aber sieben Söhne eines jüdischen Hohenpriesters mit Namen Skevas, die dies taten.
15 Aber der böse Geist antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich wohl und von Paulus weiß ich wohl; aber wer seid ihr?
16 Und der Mensch, in dem der böse Geist war, stürzte sich auf sie und überwältigte sie alle und richtete sie so zu, dass sie nackt und verwundet aus dem Haus flohen.
17 Das aber wurde allen bekannt, die in Ephesus wohnten, Juden und Griechen; und Furcht befiel sie alle und der Name des HERRN Jesus wurde hoch gelobt.
18 Es kamen auch viele von denen, die gläubig geworden waren, und bekannten und verkündeten, was sie getan hatten.
19 Viele aber, die Zauberei getrieben hatten, brachten die Bücher zusammen und verbrannten sie öffentlich und berechneten, was sie wert waren, und kamen auf fünfzigtausend Silbergroschen.
20 So breitete sich das Wort aus durch die Kraft des HERRN und wurde mächtig.
 
Im Zusammenhang mit den sieben jüdischen Beschwörern sei angemerkt, dass das Praktizieren des sogenannten Exorzismus (Anm.: Austreibung ohne geistliche Berechtigung in Christus Jesus) durch die Aussage der Pharisäer zur Zeit Jesu deutlich wird, die ihr Vorgehen auf Jesus befreiende Intervention projizierten, indem sie ihn beschuldigten, dass er die bösen Geister mit dem höchsten Dämon „Beelzebul“ austreiben würde (vgl. Matthäus 12,22-24).
 
Matthäus 12,22-24:
22 Da wurde ein Besessener zu Jesus gebracht, der war blind und stumm; und er heilte ihn, sodass der Stumme redete und sah.
23 Und alles Volk entsetzte sich und fragte: Ist dieser nicht Davids Sohn?
24 Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Er treibt die bösen Geister nicht anders aus als durch Beelzebul, ihren Obersten.
 
Darüber hinaus wird diese illegale geistliche Praxis des „Exorzismus“ anhand des bereits genannten Eingreifens der jüdischen Beschwörer zur Zeit des Dienstes von Paulus deutlich, wo sich jüdische Beschwörer von der Wahrheit des Wortes Gottes, die Jesus Christus ist, distanzierten. Sie wurden in ihrem unrechtmäßigen geistlichen Einschreiten durch den bösen Geist angegriffen.
 
Beim Exorzismus handelt es sich um Vorgehensweisen von Personen, die dämonische Geister von Menschen durch den Gebrauch von Eiden, Gelübden und Versprechungen, die ihnen oder den Götzen, die sie repräsentieren gemacht werden, austreiben. Das tun sie, indem sie sich unter eine höhere dämonische Macht begeben, die ihnen Zugang zu einer untergeordneten dämonischen Ebene aufgrund eines Eides gibt.
 
Daraus resultiert eine Forderung der dämonischen Macht an die Person, die illegal in den Geistbereich eingreift und eine übernatürliche Manifestation (z.B. eine Heilung) erbittet. Dieses Vorgehen hat seine Wurzel in einer falschen Herzenshaltung, die aus einer falschen Barmherzigkeit gekoppelt mit der Suche nach Ehre und Anerkennung bei Menschen entspringt. Der Eid kommt z.B. dadurch zustande, dass die betreffende Person dem Beschwörer die Einwilligung und Geld bzw. einen „Gegenwert“ für diese „Leistung“ gibt.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Zum Teil II der Botschaft bitte hier klicken.