Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der erste Teil von einer Lehre, die aus zwei Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Im Epheserbrief erwähnt der Apostel Paulus die Bedeutung des einen neuen Menschen, der sich aus messianischen Juden und Heidenchristen durch Jesus Christus zusammenfügt (vgl. Epheser 2,13-18).
 
Epheser 2,13-18:
13 Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi.
14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes 15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den Zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
17 Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.
 
Der „Shaliach“ Mose und das Team „Josua und Kaleb“
 
In diesem Zusammenhang nehme ich besonderen Bezug auf das Potential des „einen neuen Menschen“ und möchte auf die Teamarbeit zwischen Josua und Kaleb eingehen, die zwei kraftvolle und offenbarende Komponenten für uns als Volk Gottes in dieser Zeit tragen.
 
Bevor der „Shaliach“ Mose (Anm.: Das Wort „Shaliach“ bedeutet „Gesandter“ und ist die Art des Apostels im Tenach bzw. Alte Testament) das Team Kaleb und Josua sowie die anderen Stammesfürsten apostolisch aufrief in das Land der Verheißung Kanaan hineinzugehen, um es auszukundschaften, gab er ihnen deutliche Anweisungen. Er wies sie dazu an, indem er sie aufforderte, ihm nach der Rückkehr alles zu berichten, was sie dort sahen oder ihnen begegnete (vgl. 4.Mose 13,17-20).
 
4.Mose 13,17-20:
17 Als sie nun Mose aussandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Zieht da hinauf ins Südland und geht auf das Gebirge 18 und seht euch das Land an, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, wenig oder viel ist; 19 und was es für ein Land ist, darin sie wohnen, ob es gut oder schlecht ist; und was es für Städte sind, in denen sie wohnen, ob sie in Zeltdörfern oder festen Städten wohnen; 20 und wie der Boden ist, ob fett oder mager, und ob Bäume da sind oder nicht. Seid mutig und bringt mit von den Früchten des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.
 
Die Aufforderung von Mose, dem Apostel zu seiner Zeit, an seine Leiterschaftteams war einfach diese, dass er von ihnen einen unverfälschten Bericht nach ihrer Rückkehr forderte. Das bedeutet, dass Mose sich nicht vor einem Bericht von anstehenden Herausforderungen in der Zukunft fürchtete und kein Mensch war, der nur von den Segnungen also den guten Früchten hören wollte.
 
Mose war ein Mann und Apostel Gottes, der aus dem Bericht seiner Kundschafter eine apostolische Strategie entwickeln wollte, um den Weg in eine gute und siegreiche Zukunft für das gesamte Volk Israel zu ebnen. Das ist, was unter anderem die Autorität und Aufgabe von Aposteln auch in unserer Zeit ausmacht.

Ein Apostel versteht die Bedeutung des Themas von „geistlicher Geographie“ und ihre damit in den Regionen verbundenen Herausforderungen und Segnungen. Er bringt eine apostolische Strategie bzw. Vorgehensweise, wie man in den nächsten Schritten im geistlichen Kampf gemäß Epheser 6,12-13 effektiv und abgesichert vorangeht, um die vom Feind besetzten Regionen also das Feld der Verheißung einzunehmen.
 
Hierbei gibt es persönliche Felder der Verheißung und gemeinschaftliche Felder der Verheißung, so ähnlich wie es bei den sieben Gemeinden im Buch der Offenbarung von Johannes erwähnt wird (vgl. Offenbarung 2 und 3).
 
Der „eine neue Mensch“ und der „edle Ölbaum“
 
Für die geistliche Landeinnahme ist es entscheidend, die Struktur des „einen neuen Menschen“ in Jesus Christus zunächst richtig zu verstehen, der auch als edler Ölbaum beschrieben werden kann (vgl. Römer 11,17-18).
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
Der Ölbaum ist der höchste positionierte Baum nach der Sintflut im Wort Gottes, da er als erster Baum ans Tageslicht kam, nachdem es die ausgesandte Taube Noahs war, die ein Ölblatt bzw. Olivenzweig im Schnabel hatte und es ihm in die Arche brachte.
 
Weiterhin weist das abgebrochene Olivenblatt auf die Barmherzigkeit Gottes inmitten von Gericht hin (vgl. 1.Mose 8,10-11 i.V.m. Jakobus 2,13).
 
1.Mose 8,10-11:
10 Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche.
11 Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug es in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden.
 
Jakobus 2,13:
13 Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.
 
Das bedeutet, dass wir als Heidenchristen, die wir einem wilden Ölzweig entsprechen durch die Kraft Gottes von dem wilden Ölbaum abgebrochen und in den edlen Ölbaum eingepfropft wurden und somit jetzt die Position ausfüllen, wo der rabbinische Judaismus platziert war.
 
Wenn wir den edlen Ölbaum aus Römer 11,17-18 betrachten, teilt dieser sich wie folgt auf:
 
  1. Wurzel des Ölbaums: biblischer Judaismus (Anm.: das geschriebene Wort Gottes)
  2. natürliche Zweige: Neuer Bund/messianischer Judaismus (Anm.: geisterfüllte Juden)
  3. abgetrennte Ölzweige: rabbinischer Judaismus (Anm.: religiöse Gesetzlichkeit/Werke)
  4. eingepfropfte wilde Ölzweige: Heidenchristen (Anm.: geisterfüllte Gläubige aus den Heidenvölkern).
Das bedeutet jetzt nicht, dass wir uns als Heilige aus den Heidenvölkern in religiöser Gesetzlichkeit/Tradition voranbewegen, sondern die Möglichkeit durch die Kraft des Heiligen Geistes wahrnehmen ein geisterfülltes hebräisches bzw. biblisches Gedankengut zu empfangen. Darin bringen wir die Schätze Jesu, dem Wort Gottes, das Fleisch wurde, aus dem Tenach und dem Neuen Testament an die Oberfläche, um in der Kraft Gottes in unserem Verantwortungsfeld zum Durchbruch beizutragen (vgl. Matthäus 13,52).
 
Matthäus 13,52:
52 Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.
 
Bei der Struktur des „einen neuen Menschen“ in Jesus Christus verhält es sich so ähnlich wie bei der messianischen Braut Jesu, die auch ein Stadtkomplex ist und vom Himmel auf die Erde regiert (vgl. Offenbarung 21,2).
 
Offenbarung 21,2:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herab kommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
 
Das Land der Verheißung Israels und unser Land der Verheißung
 
Als Volk Gottes sind wir immer wieder in unseren Jahren des Glaubens mit Prophetien und Verheißungen durch das Hören in Kontakt gekommen und einige Dinge in unserem persönlichen Leben oder auch der Gemeinde Jesu sind noch nicht eingetroffen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass wir die Struktur des ersten von Gott zugesprochenen verheißenen Landes dem Volk Israel gegenüber richtig verstehen.
 
Das verheißene Land oder auch unsere Verheißung ist genau daran gekoppelt.
Kanaan war das Land der Verheißung von Gott für das Volk Israel und dort begegneten die zwölf Kundschafter Israels den Riesen, aber sie sahen auch den Wohlstand und die Fruchtbarkeit des Landes (vgl. 4.Mose 13,27-28).
 
4.Mose 13,27-28:
27 Und sie erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich Milch und Honig darin und dies sind seine Früchte.
28 Aber stark ist das Volk, das darin wohnt, und die Städte sind befestigt und sehr groß; und wir sahen dort auch Anaks Söhne.
 
Die Wüste „Paran“ und das verheißene Land „Kanaan“
 
Die Kundschafter wurden im Auftrag Gottes von Mose aus der Wüste Paran auf den Weg nach Kanaan gesandt (vgl. 4.Mose 13,1-3).
 
4.Mose 13,1-3:
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will, aus jedem Stamm ihrer Väter je einen Mann, lauter Älteste.
3 Da entsandte Mose aus der Wüste Paran nach dem Wort des HERRN lauter Männer, die Häupter waren unter den Israeliten.
 
Der Name „Paran“ bedeutet „ausgegraben, ausgehöhlt“ und „Kanaan“ bedeutet „Niederung, Niederland“. Diese Namensbedeutungen sind für uns ein Hinweis auf die Wichtigkeit der Vorbereitung unserer Herzen, um die Fülle von Gottes übernatürlicher Ausgießung für uns und unsere Region zu empfangen, so ähnlich wie es der König Joschafat mit seinen Verbündeten in der Zeit des Propheten Elischas erlebte (vgl. 2.Könige 3,14-20).
 
2.Könige 3,14-20:
4 Elisa sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: Wenn ich nicht Joschafat, den König von Juda, ehrte, ich wollte dich nicht ansehen noch achten.
15 So bringt mir nun einen Spielmann! Und als der Spielmann auf den Saiten spielte, kam die Hand des HERRN auf Elisa 16 und er sprach: So spricht der HERR: Macht hier und da Gruben in diesem Tal.
17 Denn so spricht der HERR: Ihr werdet weder Wind noch Regen sehen; dennoch soll das Tal voll Wasser werden, dass ihr und euer Heer und euer Vieh trinken könnt.
18 Und das ist noch ein Geringes vor dem HERRN; er wird auch die Moabiter in eure Hände geben,
19 sodass ihr wüste machen werdet alle festen Städte und alle auserwählten Städte und fällen alle guten Bäume und verstopfen alle Wasserbrunnen und alle guten Äcker mit Steinen verderben.
20 Aber am nächsten Morgen, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser von Edom her und füllte das Land mit Wasser.
 
Die Entscheidung sich in das Zentrum der Demut Gottes und in seine Verheißung zu bewegen, so wie sie mit der Bedeutung Kanaan verbunden ist, setzt die Gegenwart von Gottes Herrlichkeit frei, die auch überreiche Versorgung in allen Bereichen unseres Lebens (Anm.: Geist, Seele und Leib) umfasst.
 
Es ist echte Demut, die Gnade und Gunst freisetzt (vgl. 1.Petrus 5,5b)!
 
1.Petrus 5,5b:
… 5b Alle (Anm.: Jung und Alt) aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
 
Das Tal der ersten Trauben
 
Es waren Kaleb und Josua, die sich als ein Team zusammenschlossen und eine besondere Gabe des Glaubens und den richtigen geistlichen Blick besaßen und so in der Lage waren die große Traube aus dem Land der „Niederung“ an einer Stange gemeinsam zu tragen und nebenbei auch noch Granatäpfel und Feigen zu Mose zurückzubringen (vgl. 4.Mose 13,23-26).
 
4.Mose 13,23-26:
23 Und sie kamen bis an den Bach Eschkol und schnitten dort eine Rebe ab mit einer Weintraube und trugen sie zu zweien auf einer Stange, dazu auch Granatäpfel und Feigen.
24 Der Ort heißt Bach Eschkol nach der Traube, die die Israeliten dort abgeschnitten hatten.
25 Und nach vierzig Tagen, als sie das Land erkundet hatten, kehrten sie um, 26 gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wüste Paran nach Kadesch und brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Kunde, wie es stand, und ließen sie die Früchte des Landes sehen.
 
Der Ort des Traubenfundes fand zur Zeit der ersten Trauben statt (vgl. 4.Mose 13,20c), was ein Hinweis auf Jesus als den erst- und eingeborenen Sohn Gottes ist, der sein Leben für uns am Kreuz hingab, um uns in den Bund mit dem Vater hineinzuführen.
 
4.Mose 13,20c:
… 20c Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.
 
Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Zum Teil II der Botschaft bitte hier klicken.

Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der letzte Teil von einer Lehre, die aus zwei Teilen besteht.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Die Traube, die Granatäpfel und die Feigen
 
Jesus war die Traube, die Liebe des Vaters, die erhoben an der Stange der beiden Kundschafter hing (vgl. Johannes 3,16-17), um uns durch sein Blut als Könige und Priester (Anm.: Der Granatapfel trägt eine Krone auf seinem „Haupt“.; vgl. 2.Mose 39,22-26 i.V.m. Offenbarung 1,5-6) zu berufen, so dass wir Heilung (Anm.: Feigen, vgl. 1.Samuel 30,11-12; 2.Könige 20,7) zu den Menschen und den Nationen bringen (vgl. Offenbarung 22,2)!
 
Johannes 3,16-17:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
 
2.Mose 39,22-26:
22 Und dazu machte er das Obergewand zum Priesterschurz, gewirkt, ganz aus blauem Purpur, 23 und seine Öffnung oben in der Mitte und eine Borte um die Öffnung herum wie bei einem Panzerhemd, dass sie nicht einreiße.
24 Und sie machten an seinen Saum Granatäpfel aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand 25 und machten Schellen aus feinem Golde; die taten sie zwischen die Granatäpfel ringsherum am Saum des Obergewandes, 26 je einen Granatapfel und eine Schelle ringsherum am Saum, für den Dienst, wie der HERR es Mose geboten hatte.
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und HERR über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
1.Samuel 30,11-12:
11 Und sie fanden einen Ägypter auf dem Felde; den führten sie zu David und gaben ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken 12 und gaben ihm ein Stück Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich; denn er hatte in drei Tagen und drei Nächten nichts gegessen und kein Wasser getrunken.
 
2.Könige 20,7:
7 Und Jesaja sprach: Bringt her ein Pflaster von Feigen! Und als sie das brachten, legten sie es auf das Geschwür und er (Anm.: Hiskia) wurde gesund.
 
Offenbarung 22,2:
… 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
 
Der Granatapfel und das Knochenmark
 
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass das hebräische Wort für Granatapfel „rimmown“ ist, was auch „markig“ bedeutet, weil die Farbe des Granatapfels der Farbe des Knochenmarks ähnelt, das für die Blutgewinnung zuständig ist, worin Leben ist (vgl. 1.Mose 9,4).
 
Mit meinen Worten ausgedrückt, bedeutet das für uns heutzutage, dass Josua und Kaleb den vollständigen Sieg von Jesus Christus am Kreuz zurück in das Lager Israels brachten und deshalb eine ganz andere Sicht als die eingeschüchterten anderen zehn Stammesführer hatten.
 
Das Team Josua und Kaleb erkannte im Geistbereich, dass über den Riesen in ihrem zukünftigen Land der Verheißung der „schützende Schatten“ gewichen war, weil sie die absolute Zuversicht des zukünftigen Sieges „durch Jesus Christus“ in ihrem Herzen trugen (vgl. 4.Mose 14,9).
 
4.Mose 14,9:
9 Fallt nur nicht ab vom HERRN und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot auffressen. Es ist ihr Schutz (Anm.: schützender Schatten) von ihnen gewichen, der HERR aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!
 
Die offenbarende Struktur des „einen neuen Menschen – Josua und Kaleb“
 
Anhand der zuvor erwähnten Erklärung zu der Strukturform des „einen neuen Menschen“, der messianische Leib Jesu als edler Ölbaum und die messianische Braut als eine Stadt, wird deutlich, das sich darin größere Geheimnisse des Alten und Neuen Bundes verbergen, die auch in dem Kundschafterteam von Josua und Kaleb verborgen liegen.
 
Da es sich hier um zwei Personen handelt, die den Sieg von Jesus Christus in ihrer Zeit in Form der großen Traube an einer Stange trugen, von der ich ausgehe, dass sie aus Holz bestand, möchte ich auf das Potential des Durchbruchs, das sich in dem Leben von Josua und Kaleb befand, eingehen.
 
Damit wir als gesamtes Volk Gottes (Anm.: messianische Juden und Gläubige aus den Heidenvölkern) in unsere vollständige Verheißung eintreten können, ist es erforderlich, dass wir miteinander dienen bzw. bereit sind, miteinander zu kooperieren, so wie es Josua und Kaleb taten.

Um das offenbarende Geheimnis, dass sich hinter dem genannten Kundschafterteam verbirgt zu lüften, betrachten wir näher die Bedeutung ihrer Vornamen, Väter und Stämme.
 
Josua
 
Der Name „Josua“ bedeutet „JAHWE rettet!“ und hat dieselbe Bedeutung wie der griechische Name „Jesus“. Da Jesus als er auf der Erde lebte nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt wurde, ist Josua ein Hinweis auf die messianischen Juden in unserer heutigen Zeit (vgl. Matthäus 15,24).
 
Matthäus 15,24:
24 Er (Anm.: Jesus) antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
 
Josua war von dem Stamm Ephraim (Anm.: bedeutet „Doppelfruchtbarkeit“; vgl. Jesaja 61,7), der bei der Segnung durch Jakob seinem älteren Bruder Manasse vorgezogen wurde, worauf die Bibelstellen aus 1.Mose 48,13-14 und Römer 1,16 i.V.m. Römer 3,1-2 hinweisen.
 
1.Mose 48,13-14:
13 Dann nahm sie Josef beide, Ephraim an seine rechte Hand gegenüber Israels (Anm.: Jakob) linker Hand und Manasse an seine linke Hand gegenüber Israels rechter Hand, und brachte sie zu ihm.
14 Aber Israel (Anm.: Jakob) streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jüngeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und kreuzte seine Arme, obwohl Manasse der Erstgeborene war.
 
Römer 1,16:
16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.
 
Römer 3,1-2:
1 Was haben dann die Juden für einen Vorzug oder was nützt die Beschneidung?
2 Viel in jeder Weise! Zum Ersten: ihnen ist anvertraut, was Gott geredet hat.
 
Josuas Vater war „Nun“ (vgl. 4.Mose 13,8), was soviel wie „Fisch, aufsprossen, fortpflanzen“ bedeutet und auch hier wieder ein Hinweis auf Jesus ist, weil der Prophet Jesaja in Kapitel 11,1-2 folgendes über Jesus prophezeit.:
 
„Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.“ – Jesaja 11,1-2
 
Weiterhin spricht der Kolosserbrief verdeckt von dem wahren „Fisch in den tiefen Wassern“, nämlich dem Menschensohn JESUS, der mit verborgenen Schätzen einhergeht (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Jesus ist symbolisch gesprochen unser „Fisch“ mit dem wahren Wert des Vaters im Wasser, den wir für unser Leben wie Petrus in Anspruch nehmen dürfen (vgl. Matthäus 17,27).
 
Matthäus 17,27:
27 Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See und wirf die Angel aus, und den ersten Fisch, der heraufkommt, den nimm; und wenn du sein Maul aufmachst, wirst du ein Zweigroschenstück finden; das nimm und gib es ihnen für mich und dich.
 
Der hebräische Buchstabe „Nun“
 
Der hebräische Buchstabe „Nun“ trägt den Zahlenwert „50“ und ist somit auch ein Hinweis auf die Freiheit von Lasten (vgl. 3.Mose 25,8-11a), die Jesus für uns am Kreuz von Golgatha erbracht hat, aber auch auf die Bereitstellung des Heiligen Geistes. Am fünfzigsten Tag fiel der Heilige Geist zu Schawuot/Pfingsten.
 
Anhand dieser Erklärungen können wir eindeutig erkennen, was für eine Salbung sich in den messianischen Juden befindet.
 
Kaleb
 
Kaleb, der zweite Kundschafter, dessen Name soviel wie „Hund oder der Fasser“ bedeutet, ist ein Hinweis auf uns als Heilige in Christus aus den Heidenvölkern, da Hunde gemäß dem Wort Gottes unreine Tiere sind.
 
Das wird anhand der Bibelstelle aus Matthäus 15,26 deutlich, wo Jesus zu der kanaanäischen Frau spricht.
 
Matthäus 15,26:
26 Aber er (Anm.: Jesus) antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
 
Als Gläubige in Christus aus den Heidenvölkern haben wir die Möglichkeit aus einer räuberischen bzw. wilden Struktur in die edle Struktur einzutreten, wie zuvor anhand dem Römerbrief in Kapitel 11,17-18 erwähnt.
 
Darüber hinaus besitzen wir die Möglichkeit, unsere Verheißung von dem Feind befreit zu sehen, wenn wir uns mit dem messianischen Volk Israel im Glauben zusammenschließen, so wie es die kanaanäische Frau tat. Sie sah in dem Potential der Krümel unter dem Tisch ihre Befreiung, weil sie wusste, dass sich unter dem „Schatten der Gemeinschaft“ mit dem Vater der Segen zur Befreiung und wahre Freude befand.
 
Sie ging auf dem gleichen Weg wie Jesus, um ihn als den wahren Felsen zu treffen und von seiner Liebe und Barmherzigkeit gefangengenommen zu werden. Diese Frau kam aus dem Land der zugesprochenen Verheißung Gottes (Anm.: Kanaan), die er seinem Volk Israel zusprach, und wurde nun zur „Beute“ durch Jesu Liebe (vgl. Matthäus 15,21-28 i.V.m. Psalm 23,5).
 
Matthäus 15,21-28:
21 Und Jesus ging weg von dort und zog sich zurück in die Gegend von Tyrus (Anm.: bedeutet „Fels“) und Sidon (Anm.: bedeutet „Fischfang“).
22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter (Anm.: Verheißung, Bestimmung) wird von einem bösen Geist übel geplagt.
23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch gehen, denn sie schreit uns nach.
24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
25 Sie aber kam und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!
26 Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
27 Sie sprach: Ja, Herr; aber doch fressen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde.
 
Psalm 23,5:
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
 
Weil die kanaanäische Frau durch ihren Glauben im Kleinen treu war, wurde sie mit ihrer Verheißung, die hier repräsentiert wird durch ihre Tochter, in die Freiheit gebracht (vgl. Lukas 19,17).
 
Lukas 19,17:
17 Und er sprach zu ihm: Recht so, du tüchtiger Knecht; weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte.
 
Sie ehrte Jesus und den Heiligen Geist mit ihrer vollen Hingabe des Glaubens in einer Zeit des Kampfes um ihre Verheißung, so ähnlich wie es die dreihundert Krieger Gideons taten, die das Wasser wie Hunde aufleckten (vgl. Richter 7,4-7).
 
Richter 7,4-7:
4 Und der HERR sprach zu Gideon: Das Volk ist noch zu zahlreich. Führe sie hinab ans Wasser; dort will ich sie dir sichten. Und von wem ich dir sagen werde, dass er mit dir ziehen soll, der soll mit dir ziehen; von wem ich aber sagen werde, dass er nicht mit dir ziehen soll, der soll nicht mitziehen.
5 Und er führte das Volk hinab ans Wasser. Und der HERR sprach zu Gideon: Wer mit seiner Zunge Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle besonders; ebenso, wer niederkniet, um zu trinken.
6 Da war die Zahl derer, die geleckt hatten, dreihundert Mann. Alles übrige Volk hatte kniend getrunken aus der Hand zum Mund.
7 Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erretten und die Midianiter in deine Hände geben; aber alles übrige Volk lass gehen an seinen Ort.
 
Liegt deine Verheißung in Gefangenschaft?
 
Wenn du empfindest, dass deine Verheißung in irgendeiner Weise vom Feind gefangengenommen oder eingesperrt wurde, dann sei ermutigt jetzt das Potential des dir zugesprochenen Wortes Gottes, das du schon seit einer geraumen Zeit in deinem Herzen trägst in Anspruch zu nehmen, indem du es laut über deinem Leben aussprichst.
 
Es ist egal, wie klein bzw. unbedeutend dir das Wort vorkommt, aber dein Glaube, der sich mit deiner Verheißung verbindet, bringt dich in die Freiheit.
 
Kaleb war aus dem Stamm „Juda“, was „Lob, Preis“ bedeutet und war der Sohn von Jephunnes (vgl. 4.Mose 13,6), dessen Name „Dem der Weg gebahnt wird. oder umwenden“ bedeutet. Das heißt, dass wir als Heilige einen neuen Klang der Verehrung Gottes freisetzen, der dazu führt, dass Menschen umkehren, der Vater verherrlicht wird und sich uns verstärkter nähert (vgl. Jakobus 4,8).
 
Jakobus 4,8:
8 Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.
Beide Komponenten der Kundschafter „Josua und Kaleb“ gehören zusammen und können nicht voneinander getrennt werden. Es ist gibt nur eine Stadt, eine Braut und einen edlen Ölbaum.

Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Als Volk Gottes befinden wir uns in einer Phase, in der uns Jesus Christus als das Wort Gottes durch seinen Geist die darin enthaltene offenbarende Wahrheit für diese und die kommende Zeit aufschließt, um in einer größeren Freiheit und Kraft des Geistes voranzugehen (vgl. Johannes 1,4.14 i.V.m. Johannes 8,31-32).
 
Johannes 1,4.14:
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. …
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Johannes 8,31-32:
31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Das Wort Gottes im Übergang und die größere Dimension der offenbarenden Wahrheit
 
Hierbei durchlaufen wir als Volk Gottes Zeitabschnitte, wo sich das Wort Gottes in einer Phase des Übergangs befindet, um zu größerer Freiheit und Kraft in uns beizutragen.
In solchen Zeitabschnitten fordert uns der Heilige Geist auf, aus unserem derzeitigen Status den Weg weiter in eine größere Dimension der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes zu gehen.
 
Das geht einher mit der Präsenz des Wassers des kristallenen Meers, das sich vor dem Thron Gottes befindet und die Facetten der verschiedenen geistlichen Bewegungen inmitten des Thronraums widerspiegelt, wie beispielsweise:
 
  1. die vierundzwanzig Ältesten vor dem Thron => königliche Priesterschaft der Erlösten,
  2. das geschlachtete Lamm Gottes => die Liebe Gottes in Form seines gegebenen Opfers für die Menschen,
  3. die vier Wesen => die vierfältige Präsenz des Angesichts Gottes in Form des Königs, des Vaters als Priester, des Menschensohnes als Ebenbild Gottes und dem Propheten,
  4. die Blitze => die Regierungskraft Gottes,
  5. die sieben Fackeln => die sieben Geister Gottes in der Struktur seines inneren verzehrenden Wesens, … (vgl. Offenbarung 4,4-6, Offenbarung 5,6).
Offenbarung 4,4-6:
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.

Anhand des Lebens von Jesus Christus als Menschensohn auf der Erde können wir mit Hilfe der Führung des Heiligen Geistes, Strategien für uns entnehmen, die uns in unserer geistlichen Entwicklung fördern und in unserem Wandel mit Jesus Christus unterstützen.
In diesem Zusammenhang legte der HERR seine Betonung auf Matthäus 15,29, wo Jesus den Weg mit seinen Jüngern fortsetzte und an das Galiläische Meer, dem See Genezareth (Anm.: „Harfe“) kam und sich dort auf einen Berg setzte.
 
Matthäus 15,29:
29 Und Jesus ging von dort weiter und kam an das Galiläische Meer und ging auf einen Berg und setzte sich dort.
 
Dieses Hinaufgehen umfasst einen neuen Überblick über kommende Ereignisse aus der Präsenz der Regierungsgegenwart Gottes, da sich Jesus in der Nähe des Meeres befand und sich auf den Berg setzte. Daraus wird deutlich, dass das Wort Gottes eine neue Zeit ankündigte, da „Spitzen“ häufig bei Gott mit dem Beginn verbunden sind, so wie die Anfänge von Zeiten wie z.B. Rosch Chodesch, der Anfang/die Spitze des Monats oder Rosch ha-Schana, der Anfang/die Spitze des Jahres.
 
Die geöffnete Tür und der hohe Klang der Anbetung
 
Hierbei ist es von Bedeutung, dass wir durch die geöffnete Tür einer neuen Zeit in Christus gehen und in Symbiose mit dem hohen Klang der Anbetung gelangen. Dies kommt dem See Genezareth gleich, der die Stimme Davids repräsentiert, da er in seiner geographischen Form einer Harfe entspricht (vgl. Offenbarung 14,2-3a).
 
Offenbarung 14,2-3a:
2 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie die Stimme eines großen Wassers und wie die Stimme eines großen Donners, und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen.
3a Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Gestalten und den Ältesten; …
 
Dieser Klang kreiert eine neue Bewegung, die von den Tiefen und Höhen Gottes zeugt (Anm.: Wasser und Donner), um die Dimension der Länge und Breite von der Liebe Gottes im Himmel und auf Erden zu offenbaren. Es verhält sich so ähnlich, wie ein Harfenspieler die Harfe zum Körper hin zupft und von seinem Oberkörper weg spielt (vgl. Epheser 3,17-19).
 
Epheser 3,17-19:
… 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.
18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.
 
Das Hinaufgehen von Jesus Christus als dem Wort Gottes auf den Berg hat zur Folge, dass viele Bedürftige übernatürlich durch die Kraft des himmlischen Vaters angezogen werden und sich in diesen hohen Bereich der Sohnschaft Gottes begeben, um in eine Erneuerung einzutreten (vgl. Matthäus 15,30-31).
 
Matthäus 15,30-31:
30 Und es kam eine große Menge zu ihm; die hatten bei sich Gelähmte, Verkrüppelte, Blinde, Stumme und viele andere Kranke und legten sie Jesus vor die Füße, und er heilte sie, 31 sodass sich das Volk verwunderte, als sie sahen, dass die Stummen redeten, die Verkrüppelten gesund waren, die Gelähmten gingen, die Blinden sahen; und sie priesen den Gott Israels.
 
Die Wiederherstellung und Neupositionierung
 
Diese erneuernde Kraft von Wiederherstellung bringt eine Neupositionierung mit sich, die der Aussage Jesu gleichkommt, der sprach, dass einige Letzte die Ersten sein werden (vgl. Lukas 13,30).
 
Lukas 13,30:
30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.
 
Das wird anhand der Aufzählung der Bedürftigen aus Matthäus 15,30-31 deutlich, deren Reihenfolge sich nach der Heilung änderte.
 
Ihre Heilung soll uns als Hinweis auf die Wiederherstellung der Wege repräsentiert durch Lahme, der Vision repräsentiert durch Blinde, des Gehorsams repräsentiert durch Stumme/Taube, und der Fähigkeit den Willen Gottes umzusetzen repräsentiert durch Verkrüppelte dienen.
 
Die Wiederherstellung hat zur Folge, dass es zu einer Intensivierung bzw. Bündelung der apostolischen Kraft in Verbindung mit dem Wort Gottes sowie zur Internalisierung des Wortes Gottes inmitten derer kommt, die danach hungern und dürsten (vgl. Matthäus 15,32.34-36 i.V.m. Johannes 6,35).
 
Matthäus 15,32.34-36:
32 Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Das Volk jammert mich; denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht hungrig gehen lassen, damit sie nicht verschmachten auf dem Wege. …
34 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben und ein paar Fische.
35 Und er ließ das Volk sich auf die Erde lagern 36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk.
 
Johannes 6,35:
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
 
Das hat eine neue Tiefendimension des Wortes Gottes zur Folge, das die Kraft des Geistes inmitten des Wortes umfasst und nicht allein die Kraft des Buchstabens, die mit Gesetzlichkeit einhergeht und den Tod bringt (vgl. Matthäus 15,37 i.V.m. 2.Korinther 3,6).
 
Matthäus 15,37:
37 Und sie aßen alle und wurden satt; und sie sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Körbe voll.
 
2.Korinther 3,6 (Das Jüdische Neue Testament von David H. Stern):
6 Er hat uns sogar fähig gemacht, Arbeiter zu sein, die einem neuen Bund dienen, dessen Wesen nicht ein geschriebener Text, sondern der Geist ist. Denn der geschriebene Text bringt den Tod, der Geist aber schenkt Leben.
 
Demnach lasst uns ermutigt sein, aus den Tiefen des Wortes Gottes die Geheimnisse in Christus zu schöpfen und seine Kommunikation der offenbarenden Wahrheit denen zu überbringen, die danach verlangen, damit sie durch den Geist des Vaters am inwendigen Menschen erstarken (vgl. Psalm 42,8a i.V.m. Kolosser 2,2b-3; 1.Korinther 2,13; Epheser 3,16).

Psalm 42,8a:
8a Deine Fluten rauschen daher, und eine Tiefe ruft die andere; …
(Anm.: die Stimme Jesu ist wie das Rauschen vieler Wasser; vgl. Offenbarung 1,15b)
 
Kolosser 2,2b-3:
… 2b zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
1.Korinther 2,13:
13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
 
Epheser 3,16:
… 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm