Tammuz bedeutet „Sprössling des Lebens, wirkliches Kind der Wassertiefen, der HERR (Anm.: Gott) des grünen Pflanzenwuchses, der durch frisches Wasser hervorgerufen und genährt wird“.
 
Es ist der Monat, der auf Ruben ausgerichtet ist, der der erstgeborene Sohn von Jakob und seiner Frau Lea war. Der Name Ruben bedeutet: „Siehe, ein Sohn!“
 
Ruben und die turbulenten Wasser
 
Die Sphäre von Ruben ist mit turbulenten Gewässern verbunden und damit ein Ort des Wassers der Selbstreflexion, denn Wasser ist reflektierend (vgl. 1.Mose 49,3-4).
 
1.Mose 49,3-4:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht.
4 Weil du aufwalltest wie Wasser, sollst du nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht, das du bestiegst.
 
Diese Selbstreflexion sollte in der Gegenwart des kristallenen Meeres des Throns Gottes – dem Herrschaftsbereich des himmlischen Vaters und seinen Maßstäben in der Nüchternheit des Geistes geschehen und nicht in der Ebene des „eigenen Wassers“ – dem Herrschaftsbereich des Herzens, das die Abwägung anhand des eigenen Verständnisses des Wortes Gottes in Verbindung mit einem falschen Identitätsvermögen umfasst. Diese falsche Abwägung kommt dem Blick eines Menschen in einen Spiegel gleich, der vergisst, wie er ausgesehen hat (vgl. Offenbarung 4,6a i.V.m. Jakobus 1,23-24).
 
Offenbarung 4,6a:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Jakobus 1,23-24:
23 Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; 24 denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.
 
Die Dimension von Ruben beinhaltet das Prinzip der Sohnschaft, weil er der erstgeborene Sohn Jakobs war. Hierbei geht es darum, ein Recht auf Versorgung zu besitzen, was bedeutet, dass wir über eine Beziehung verfügen, in der Gott uns aufgrund der Position von Ruben als Erstgeborenen Zugang zu unserem Erbe gibt.
 
Aufgrund der besonderen Stellung und des Erbes als Erstgeborener ist es von großer Bedeutung, sich der Grenzen der zugeteilten Autorität bewusst zu sein (Anm.: Selbstreflexion). Es gilt hierbei, nicht dem eigenen Antrieb zu erlauben in einen höheren Autoritätsbereich eigenwillig einzutreten, wenn man hierzu nicht die nötige Reife besitzt oder auch Erlaubnis hat.
Es war Ruben, der mit der Magd seines Vaters schlief und damit als Sohn die Autoritätssphäre seines Vaters verletzte (vgl. 1.Mose 35,21-22a).
 
1.Mose 35,21-22a:
21 Und Israel zog weiter und schlug sein Zelt auf jenseits von Migdal-Eder (bedeutet „Herdentrum“ => Vision für die Generationen).
22a Und es begab sich, als Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und legte sich zu Bilha, seines Vaters Nebenfrau. …
 
Die Begrenzung – Gottes festgesetzte Grenze
 
Im Zeitrahmen von Tammuz bringt Gott unseren inneren Menschen an die Begrenzung, die unsere geistlichen Grenzen darstellt. Er offenbart uns zudem das Potenzial der von ihm gesetzten Grenzen für uns, die mit dem nötigen Schutz und der Sicherheit unseres Autoritätsbereichs verbunden sind.
 
Der Grund für die Festlegung von Grenzen ist, dass es sich hierbei um den Ort handelt, an dem wir uns durch die Führung des Heiligen Geistes für die Regierung ausbilden lassen, denn ein Mann, der seinen Geist beherrscht, ist größer als ein Mann, der eine Stadt regiert (vgl. Sprüche 16,32).
 
Sprüche 16,32:
32 Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.
 
Eine Person, die sich selbst beherrscht, ist größer als eine Person, die eine Nation regiert. Gott schult uns hierin, damit wir zunehmend verstehen, wie wir uns im übernatürlichen Bereich mit einem Feingefühl und einer Reife der Sinne bewegen können.
 
In dieser Dimension von Ruben sollte man lernen, wie man Grenzen respektiert und was es bedeutet, in Gottes Prinzipien zu wandeln.
 
Der Wandel in den Prinzipien Gottes und in seiner Ordnung impliziert, dass der Wunsch in Übereinstimmung mit der von Gott bestimmten Zeit und Norm steht, um das zu erhalten, wonach man gemäß dem Willen Gottes verlangt (vgl. Psalm 20,5).
 
Psalm 20,5:
5 Er gebe dir, was dein Herz begehrt, und erfülle alles, was du vorhast!
 
Die Manifestation des reinen Begehrens nach dem Maßstab des Wortes Gottes lässt einen Lebensbereich sichtbar werden. Dieser Bereich erstreckt sich in die Zukunft und bezeugt das ewige Leben in Christus, dem Erstgeborenen (vgl. Sprüche 12,12b i.V.m. Römer 8,29; Kolosser 1,18).
 
Sprüche 12,12b:
… 12b aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.
 
Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
 
Kolosser 1,18:
18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei.
 
Die Phase der Unterweisung durch den Heiligen Geist
 
Das Zeitfenster von Ruben umfasst eine Phase, in der man vom Heiligen Geist lernt und von Menschen, die in einer höheren geistlichen Autorität stehen, so wie Mose, der den Stamm Ruben durch seinen Segen erlöste, weil er die Autorität über das Wasser hatte (vgl. 5.Mose 33,6) sowie über das persönliche, von Gott gegebene Potential gelehrt wurde (Anm.: die Qualität von Kraft, Stärke, Würde, Macht). Somit entwickelt man die Frucht der Selbstbeherrschung (vgl. Johannes 16,13a i.V.m. Galater 5,22-23).
 
Johannes 16,13a:
13a 13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. …
 
Galater 5:22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
Es ist die Frucht der Selbstbeherrschung, die dazu beiträgt, „das Wasser“ ruhig zu halten und nicht zur falschen Zeit in Wallung zu bringen.

Das turbulente Wasser ist unter anderem mit sexueller Lust, körperlichen sowie seelischen Begierden und Emotionen verbunden, die sich nicht an die biblischen Maßstäbe Gottes halten.
Es ist entscheidend, dass wir das Wasser nicht auf falsche Weise in Wallung bringen, weil es sonst von innen nach außen gelangt und uns durch den Umstand des Vergnügens verschlingt. Das bedeutet, dass wir keine Kontrolle mehr über das Verlangen haben, so dass das Verlangen letztendlich uns kontrolliert (vgl. Jakobus 1,14-15).
 
Jakobus 1,14-15:
14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt.
15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
 
Wir sollten uns in unseren Emotionen nicht von dem kontrollieren oder treiben lassen, was uns bereits umgibt, sondern uns in der Nüchternheit des Geistes üben und uns vom Heiligen Geist leiten lassen (vgl. 1. Petrus 5,8).
 
1.Petrus 5,8:
8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
 
Deshalb ist es wichtig im Wandel des Geistes trainiert zu werden und sich in diesem durch keine Ereignisse unterbinden oder herausbringen zu lassen (vgl. Galater 5,16-17).
 
Galater 5,16-17:
16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.
 
Bei der Dimension von Ruben geht es hauptsächlich darum, was jemandem sinnliche Freude bereitet, und deshalb ist es eine Phase, in der der Heilige Geist unser Herz und unseren Verstand prüft (vgl. Psalm 17,3a; 1.Chronik 29,17a; Jeremia 17,10; Jeremia 20,12a).
 
Psalm 17,3a:
3a Du prüfst mein Herz und suchst es heim bei Nacht; du läuterst mich und findest nichts. …
 
1.Chronik 29,17a:
17a Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. …

Jeremia 17,10:
10 Ich, der HERR, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.
 
Jeremia 20,12a:
12a Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren (Anm.: Zügel => Antrieb) und Herz durchschaust: …
 
Leben in Unterordnung
 
Da gemäß dem Wort Gottes das Herz trügerisch und trotzig ist, ist es weise in Unterordnung gegenüber reifen Heiligen zu leben, die sich auf einer höheren geistlichen Autoritätsebene befinden und nicht durch die eigenen Emotionen zu hastig voranschreiten (vgl. Jeremia 17,9).
 
Jeremia 17,9:
9 Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen?
 
Deshalb ist es gut, Gemeinschaft mit weisen Heiligen zu haben, die in Demut vor Gott leben, um sich in der Weisheit nach den biblischen Standards auszurichten und darin beständig zu leben.
 
Ruben ist die Sphäre, in der der Heilige Geist sich mit unseren persönlichen bzw. tatsächlichen Verhaltensweisen beschäftigt, und deshalb sollten wir vor diesem Prozess nicht zurückschrecken.

Wenn wir das zulassen, führt uns der Heilige Geist immer weiter in höhere geistliche Dimensionen, so dass wir mit größeren Dingen umgehen können, die uns von Gott anvertraut werden.
Im Zeitfenster von Ruben ist es sinnvoll, die Grenzen, die mit Wasser im Wort Gottes erwähnt werden näher zu betrachten, weil diese Offenbarung in sich tragen (vgl. 4.Mose 21,13.24; 5.Mose 3,12; Josua 19,26).
 
4.Mose 21,13.24:
3 Von da zogen sie weiter und lagerten sich in der Wüste südlich des Arnon, der im Gebiet der Amoriter entspringt; denn der Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern. …
24 Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwerts und nahm sein Land ein vom Arnon bis an den Jabbok und bis zu den Ammonitern; das Gebiet der Ammoniter aber reichte bis Jaser.
 
5.Mose 3,12:
12 Dies Land nahmen wir damals ein. Von Aroër an, das am Fluss Arnon liegt, gab ich's den Rubenitern und Gaditern samt dem halben Gebirge Gilead mit seinen Städten.
 
Josua 19,26:
26 Alammelech, Amad, Mischal, und die Grenze stößt im Westen an den Karmel und an den Fluss Libnat …
 
Ruben und die vier Flüsse von Eden
 
Das liegt darin begründet, dass Ruben als Sohn vier positive Eigenschaften hat. Diese entsprechen dem Prinzip der vier Flüsse von Eden, die die Schätze des Bodens an die Oberfläche bringen. Selbst wenn nur ein Fluss erwähnt wird, der direkt mit Schätzen des Bodens benannt wird, kann davon ausgegangen werden, dass sich dieses Prinzip auch auf die anderen Flüsse überträgt, denn Gott ist ein Gott des Überflusses und der Fruchtbarkeit (vgl. 1.Mose 49,3 i.V.m. 1.Mose 2,10-14).
 
1.Mose 49,3:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft (1) und der Erstling meiner Stärke (2), der Oberste in der Würde (3) und der Oberste in der Macht (4).
 
1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.
 
Wir können zuversichtlich sein, dass wir dort, wo wir uns der Schulung des Heiligen Geistes unterzogen haben, es zu plötzlichen sichtbaren Segnungen Gottes kommt, wo wir zuvor aufgrund einer falschen Herzenshaltung Dürre in unserem Leben erlebt haben (vgl. Jesaja 41,18).

Jesaja 41,18:
18 Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen.
 
Durch die Schulung des Heiligen Geistes, die uns veranlasst hat, unseren Geist und Verstand zu erneuern, erhalten wir Zugang, um auf den hohen Wegen Gottes zu wandeln und in seinen hohen Plänen voranzugehen (vgl. Römer 12,2; Epheser 4,23; Hebräer 9,14; Jesaja 43,19; Jesaja 55,8-9).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
 
Jesaja 43,19:
19 Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Tammuz – Der erste Sommermonat
 
Tammuz ist der erste Sommermonat, weshalb hierin die Grenze einer Jahreszeit erkennbar ist.
 
Der Grund, warum Gott uns an den Rand bzw. die Begrenzungslinie bringt, ist, dass er die „Summe“ der gesäten Saat der letzten drei Frühlingsmonate offenbart.
 
Diese Aussaat bzw. Samen funktionieren wie ein Filmstreifen, den wir durch unsere Taten in den letzten drei Monaten geschaffen haben, um ihn nach Gottes Willen neu zu betrachten und dort die Dinge anzupassen, wo sie gemäß dem Standard des Wortes Gottes unsere Anpassungen erfordern.
 
Die drei vergangenen Frühlingsmonate tragen das Potential, eine neue göttliche Sache im Verborgenen heranwachsen zu lassen, die Gott in der kommenden Phase hervorbringen möchte.
 
Die „atmosphärischen Bedingungen“ von Tammuz sind das Feuer, das unseren Geist in Bewegung bringt, so dass das, was Gott in uns hineingelegt hat, „gekocht“ und somit zur Reife gebracht wird.
 
Die Entfaltung des verborgenen Bereiches
 
Gott entfaltet in dieser Zeit das „Geschenkpapier – die Rätsel/Gleichnisse“ des verborgenen Bereichs, die der „Falte“ in Form eines Eingangs gleichkommt und die Sphäre der Intimität mit ihm umfasst. Innerhalb dieser Falte liegt die Wahrheit verborgen, die über einen Zeitraum beiseite gelegt wurde und die in dieser Zeit zur Sprache gebracht wird.
 
Deshalb sind wir ermutigt in dieser Zeit diese offenbarende Wahrheit aufzunehmen, um mit ihr eins zu werden und sie zu pflegen (vgl. 2.Mose 33,21-23; Jeremia 13,4.6 i.V.m. Epheser 6,14a).
 
2.Mose 33,21-23:
21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen.
22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.
23 Dann will ich meine Hand von dir tun und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
 
Jeremia 13,4.6:
4 Nimm den Gürtel, den du gekauft und um deine Lenden gegürtet hast, und mache dich auf und geh hin an den Euphrat (Anm.: 4. Fluss Eden, er fließt an einen unbekannten Ort) und verstecke ihn dort in einer Felsspalte!
5 Ich ging hin und versteckte ihn am Euphrat, wie mir der HERR geboten hatte.
6 Nach langer Zeit aber sprach der HERR zu mir: Mache dich auf und geh hin an den Euphrat und hole den Gürtel wieder, den ich dich dort verstecken ließ!
 
Epheser 6,14a:
14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der letzte Teil von einer Lehre, die aus zwei Teilen besteht.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Hierbei ist es kein Zufall, dass Jesus Christus zuvor die blutflüssige Frau heilte, die bereits seit zwölf Jahren an dieser sie gesellschaftlich isolierenden und schweren Erkrankung litt (vgl. Markus 5,25-34).
 
Markus 5,25-34:
25 Und da war eine Frau, die hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren 26 und hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut dafür aufgewandt; und es hatte ihr nichts geholfen, sondern es war noch schlimmer mit ihr geworden.
27 Als die von Jesus hörte, kam sie in der Menge von hinten heran und berührte sein Gewand.
28 Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühren könnte, so würde ich gesund.
29 Und sogleich versiegte die Quelle ihres Blutes, und sie spürte es am Leibe, dass sie von ihrer Plage geheilt war.
30 Und Jesus spürte sogleich an sich selbst, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, und wandte sich um in der Menge und sprach: Wer hat meine Kleider berührt?
31 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, dass dich die Menge umdrängt, und fragst: Wer hat mich berührt?
32 Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.
33 Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wusste, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
34 Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!
 
Der Zahl 12 kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu, da sie zweimal erwähnt wird. In diesem Kontext ist sie verbunden mit der apostolischen Ordnung und der neuen Administration.
 
Das bedeutet in Bezug auf die oben genannte Bibelstelle, dass die nächste Generation oder auch Administration, die durch das zwölfjährige Mädchen repräsentiert wird, schlafend lag, während die alte Führung, die durch die an Blutfluss leidende Frau versinnbildlicht wird, sich hindurchgedrängt hat, um das neue Leben apostolischer Ordnung zu erhalten. Auf diese Weise konnte frisches Leben in ihrem Tempel zunehmen und zu einer Neuorientierung in der Erlösungskraft Gottes führen.
 
Durch den Zustand der von Blutfluss geheilten Frau, die sich gehend auf Jesus zubewegte und der von den Toten auferweckten Tochter des Jairus, die sich in einem liegenden Zustand befand, kann man außerdem die zwei Holzbalken des Kreuzes Jesu erkennen, bei dem die Ältere den vertikalen Balken und die Jüngere den horizontalen Balken des Kreuzes Jesu offenbart.
 
Das umfasst den Aufruf Gottes an die ältere und jüngere Generation der Gemeinde – ekklēsia den Triumph Jesu vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt zu proklamieren und zu offenbaren. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Offenbarung aus dem Buch „Redeeming The Time“ von Chuck D. Pierce, erschienen bei Charisma House, ISBN 978-1-59979-378-8, Seite 10.)
 
Die gewichtige Herrlichkeit Gottes
 
Um nochmals auf Jesaja 22,20-23 zurückzukommen, umfasst das zugeteilte Maß von Gläubigen ein Maß von Herrlichkeit, die jeder einzelne Heilige trägt und als Ganzes zu einem Gewicht beiträgt, das mit der „schweren Herrlichkeit Gottes“, die im Hebräischen „kābôd“ genannt wird, verbunden ist. Das Wort „kābôd“ beschreibt unter anderem „Ehre, Würde, Herrlichkeit, Majestät, Ansehen“ und „Schwere“ (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „kābôd“ mit der Wortschlüsselnummer 3593).
 
Die Gegenwart der sogenannten „Schwere Gottes“ weist auf Gott oder auch Personen hin, die von Gott in einer hohen Autorität stehen. Die Grundlage dessen ist, dass Gott einzig und allein der „König der Herrlichkeit“ ist (vgl. Psalm 24,7.9-10).
 
Diese Art der Gegenwart Gottes zeichnet sich durch die Eigenschaften seines Wesens, das ein verzehrendes Feuer ist aus. Darüber hinaus ist der HERR von einer dunklen Wolke umgeben (vgl. Psalm 18,12).
 
Psalm 18,12:
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
 
Durch den berechtigten Aufenthalt in dieser Gegenwart kommt es zur Zunahme der Herrlichkeit in Form von Glanz im persönlichen Leben eines Heiligen (vgl. 2.Mose 24,16-18 i.V.m. 2.Mose 34,29).
 
2.Mose 24,16-18:
… 16 und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebenten Tage erging der Ruf des HERRN an Mose aus der Wolke.
17 Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Israeliten.
18 Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
 
2.Mose 34,29:
29 Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.
 
Als Heilige gilt es für uns der Hand des HERRN und der Kraft seines Wortes in uns zu erlauben, tief in der offenbarenden Wahrheit seines geschriebenen Wortes für diese und die zukünftige Zeit verankert zu sein (vgl. Jesaja 22,23 i.V.m. Jeremia 23,29), um in der von Gott zugeteilten Verantwortung die uns anvertrauten Menschen zuverlässig zu führen.
 
Jesaja 22,23:
23 Und ich will ihn als Nagel einschlagen an einen festen Ort, und er soll werden zum Thron der Ehre für seines Vaters Haus.
 
Jeremia 23,29:
29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
 
Die Wichtigkeit der von Gott zugeteilten Grenzen
 
In diesem Zusammenhang ist es notwendig seine von Gott zugeteilten Grenzen zu kennen, um befähigt zu sein, das Gewicht seiner Herrlichkeit verantwortungsbewusst tragen zu können, ohne sein Verantwortungsfeld selbstständig zu erweitern. Würden wir dies eigenwillig tun, würde es dem „Nachgeben“ in Form des Herausbrechens eines Nagels aus der Wand in der von Gott zugeteilten Position, so wie es in Jesaja 22,25 beschrieben wird, entsprechen.
 
Jesaja 22,25:
… 25 dann, spricht der HERR Zebaoth, soll der Nagel nachgeben, der am festen Ort steckt, er soll abbrechen und fallen, sodass alles, was daran hing, zerbricht; denn der HERR sagt es.
 
Als Heilige in Christus ist es unser Auftrag sich in der uns vom himmlischen Vater zugeteilten Verantwortung zu bewegen und darin pflichtbewusst in Autorität zu handeln. Das umfasst, dass man die von Gott festgesetzten und zugeteilten Grenzen demütig beachtet und sich in diesem Rahmen ausbreitet, ohne die eigenen Grenzen zu verrücken (vgl. 5.Mose 19,14; 5.Mose 27,17; Sprüche 22,28, Sprüche 23,10).
 
5.Mose 19,14:
14 Du sollst deines Nächsten Grenze, die die Vorfahren festgesetzt haben, nicht verrücken in deinem Erbteil, das du erbst, im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, es einzunehmen.
 
5.Mose 27,17:
17 Verflucht sei, wer seines Nächsten Grenze verrückt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
 
Sprüche 22,28:
28 Verrücke nicht die uralten Grenzen, die deine Väter gemacht haben.
 
Sprüche 23,10:
10 Verrücke nicht uralte Grenzen und vergreife dich nicht an dem Acker der Waisen, …
 
Es ist von hoher Bedeutung, dass wir unsere Identität und unser Verantwortungsfeld kennen, um darin die Autorität, die Gott uns zugeteilt hat, auszuüben.
 
Die Erweiterung der Grenzen und die festgesetzten Grenzen von Jesus und Paulus
 
Um das Verantwortungsfeld in Jesus Christus ordnungsgemäß vor den Augen des HERRN erweitern zu können, muss es zuerst bei Gott beschlossen und von ihm erweitert worden sein (vgl. 2.Mose 34,24 i.V.m. 5.Mose 12,20).
 
2.Mose 34,24:
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.
 
5.Mose 12,20:
20 Wenn aber der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er dir zugesagt hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen –, weil es dich gelüstet, Fleisch zu essen, so iss Fleisch ganz nach Herzenslust.
 
Auch Jesus und der Apostel Paulus lebten nach diesem Prinzip und achteten auf ihre ihnen zugeteilten Grenzen (vgl. Matthäus 15,22-24; 2.Korinther 10,13).
 
Matthäus 15,22-24:
22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt.
23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch gehen, denn sie schreit uns nach.
24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
 
2.Korinther 10,13:
13 Wir aber wollen uns nicht über alles Maß hinaus rühmen, sondern nur nach dem Maß, das uns Gott zugemessen hat, nämlich dass wir auch bis zu euch gelangen sollten.
 
Die Grenze der Autorität durch von Gott eingesetzte Leiterschaft
 
Dazu gehört auch, dass wir als Gemeinde Jesu – ekklēsia, die Ordnung Gottes in seinem Königreich von Leiterschaft und Autorität verstehen, um in von Gott gegebenem, heiligen Schutz zu leben. Wer in gesunder Unterordnung lebt, erlebt den darin liegenden Schutz, der uns durch die Flügel Gottes gewährt wird (vgl. Psalm 91,1-2).
 
Psalm 91,1-2:
1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 2 der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
 
Nicht jeder Christ ist zur Leiterschaft berufen, und das gilt es zu respektieren und zu verstehen. Wenn wir das nicht beachten, greifen wir in ein Autoritätsfeld ein, das zu einem Missverhältnis in der Gemeinde Jesu führt und es dadurch zu unnötigen Schwierigkeiten sowie Gefahren kommt. Das lehrt uns das Wort Gottes (Anm.: Thora) bei Korach und dessen Rotte ausführlich (vgl. 4.Mose 16).
 
Die Grenze der Autorität durch übertragene Verantwortlichkeit
 
Um im zugeteilten Bereich von Verantwortlichkeit in der Vollmacht Gottes zu wandeln, muss man wissen was Autorität ist, wie und wann sie greift.
 
Im Königreich Gottes ist Autorität eine Folge von Verantwortlichkeit. Allgemein gesagt, haben wir in jedem Bereich der Gemeinde oder Dienst nur in dem Maß Autorität, wie wir für den betreffenden Bereich Verantwortung tragen, indem wir diese übertragen bekommen haben. Wenn wir für einen Bereich keine Verantwortung tragen, haben wir darin auch keine Autorität und entsprechende Befugnisse.
 
Um viel Autorität zu haben und darin kompetent tätig zu sein, sollte man unter Heiligen stehen, die mehr Autorität besitzen als man selbst. Das wird z.B. deutlich in der Führung des Volkes Israel durch Mose und Aaron, in der Nachfolge von Elischa gegenüber dem Propheten Elija und der Nachfolge der Jünger Jesu.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der erste Teil von einer Lehre, die aus zwei Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.
 
Gott möchte denen, die bereit sind, die offenbarende Wahrheit seines Wortes für diese und die bevorstehende Zeit in seinem Volk aufrichten, um sie an den von ihm zugeteilten Orten zu positionieren sowie in der Ordnung seines Wortes zu festigen, ähnlich wie es Jesaja 22,23 offenbart.
 
Jesaja 22,23:
23 Und ich will ihn (Anm.: Eljakim – „Gott richtet auf.“) als Nagel einschlagen an einen festen Ort, und er soll werden zum Thron der Ehre für seines Vaters Haus.
 
Der fest eingeschlagene Nagel und die Verwalter- und Vaterschaft Gottes
 
Dieser Nagel repräsentiert auserwählte Heilige, die sich im Bereich von Führung in der treuen Verwalter- und Vaterschaft Gottes sowie in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes voranbewegen. Auf dieser Grundlage dienen sie denen, die sich in der Struktur der Braut Jesu und seiner Regierungsgegenwart (Anm.: Hauptstadt Jerusalem; vgl. Offenbarung 21,2.9-10) als hingebungsvolle Anbeter (Anm.: Haus Juda – „Lob, Preis“) aufhalten.
 
Daraus resultiert eine geistliche rechtmäßige Befugnis in Christus Jesus, um eine Intensivierung in der von Gott zugeteilten Salbung zu empfangen, die mit Zugangsberechtigung einhergeht und einem sogenannten „Generalschlüssel“ eines Gebäudes gleichkommt. Diese Zugangsberechtigung entspringt aus der Führung des Heiligen Geistes und dem Wissen, dass man von Gott geliebt ist sowie in einer reinen Beziehung in Wahrheit zu ihm steht.
 
Daraus erfolgt, dass man autorisiert ist, die Türen der Bereiche im Geist zu öffnen, in die man im Auftrag Gottes gesandt ist (vgl. Jesaja 22,20-22).
 
Jesaja 22,20-22:
20 Und zu der Zeit will ich rufen meinen Knecht Eljakim (Anm.: „Gott richtet auf.“), den Sohn Hilkijas (Anm.: „Mein Anteil ist JAHWE, Portion JAHWES“), 21 und will ihm dein Amtskleid anziehen und ihn mit deinem Gürtel gürten und deine Herrschaft in seine Hand geben, dass er Vater sei für die, die in Jerusalem wohnen, und für das Haus Juda.
22 Und ich will die Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, dass er auftue und niemand zuschließe, dass er zuschließe und niemand auftue.
 
Durch den unkompromittierten Wandel der betreffenden Gläubigen in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes sowie im Gehorsam seinen Weisungen gegenüber gehören sie zum Eigentumsarsenal Gottes (vgl. 2.Mose 19,5).
 
2.Mose 19,5:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein (Anm.: besonderes) Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
 
Man kann davon ausgehen, dass dieser Nagel in eine befestigte Mauer eingeschlagen wurde und dazu bestimmt ist, Gläubige in der von Gott zugeteilten Verantwortung im Standard der Wahrheit seines Wortes in dieser und der kommenden Zeit zu tragen.
 
Die Geistdimension von Eljakim und das reine scheinende Licht der Menora
 
Es ist der Auftrag der Heiligen, die sich in der Dimension von „Elijakim“ aufhalten, das von Gott vorherbestimmte Aufwachen in seinem Volk einzuleiten, die der Auferweckung der zwölfjährigen Tochter des Synagogenvorstehers Jairus – „Er erleuchtet.“ durch Jesus Christus entspricht.
 
Jesus verwendete während der Auferweckung der Tochter den Befehl „Talita kum! - Mädchen, stehe auf!“ ihr gegenüber, bei dem das hebräische Wort „qûm“ ein Wortbestandteil am Ende des Namens von „Elijakim“ ist. Bei dieser Auferweckung handelte es sich um den Plan Gottes die Wahrheit des Wortes Gottes in einer stärkeren Intensität von Offenbarung leuchten zu lassen.
 
Die Aufgabe des Synagogenvorstehers ist es unter anderem dabei zu unterstützen, dass das Wort Gottes, die Thora, der jeweiligen Gemeinschaft von Heiligen gepredigt wird. Darüber hinaus stehen sie in Verantwortung für die Einhaltung der geistlichen Ordnung (vgl. 1.Korinther 14,33a) und die Verteilung der jeweiligen Aufgaben in der Versammlung sowie für die Instandhaltung des Versammlungsgebäudes (Anm.: Synagoge).
 
Anhand der Erklärung im Zusammenhang mit der Auferweckung der Tochter des Jairus wird deutlich, dass es im Plan Gottes war, die Wahrheit seines Wortes, die Erkenntnis über seine festgelegte geistliche Ordnung und das Verständnis von gerechter Administration in Bezug auf die Gemeinschaft von Heiligen in eine größere Dimension der Kraft seines offenbarenden Lichtes zu führen mit dem Ziel aus diesem Bereich heraus zu leuchten (vgl. Psalm 36,10 i.V.m. Jakobus 1,17).
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Jakobus 1,17:
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.
 
Die Intensivierung des offenbarenden Lichts wird durch den Befehl und das Eingreifen Jesu offenbar, der alle im Haus anwesenden Menschen des Ortes verwies, die sich im Spott aufgrund von Unglauben befanden. Jesus erlaubte nur Jairus, der Frau des Jairus sowie seinen drei Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes den Zutritt zum Haus, während die Tochter des Jairus tot (Anm.: geistlich schlafend) im Bett lag (vgl. Markus 5,35-40).
 
Markus 5,35-40:
35 Als er noch so redete, kamen einige aus dem Hause des Vorstehers der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du weiter den Meister?
36 Jesus aber hörte mit an, was gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!
37 Und er ließ niemanden mit sich gehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
38 Und sie kamen in das Haus des Vorstehers, und er sah das Getümmel und wie sehr sie weinten und heulten.
39 Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft.
40 Und sie verlachten ihn. Er aber trieb sie alle hinaus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren und ging hinein, wo das Kind lag, …
 
Demgemäß befanden sich inklusive Jesus sieben Menschen im Haus des Jairus, was ein Hinweis auf die „Dimension der Menora“, nämlich des siebenfältigen Geistes Gottes ist (vgl. Jesaja 11,2).
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
 
Aus dem Zusammenschluss mit Jesus und den Personen im Haus des Jairus wird ersichtlich, dass die Menora auf neue Weise in der vollen Kapazität und Reinheit im feurigen Wesenszug Gottes den Menschen leuchten sollte. Dadurch wurde erst möglich, das Angesicht Gottes schmecken und sehen zu können (vgl. Hebräer 12,29 i.V.m. Psalm 34,9).
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet.
 
Es war das feurige warme Licht der Menora, das nach vorne schien, von Süden nach Norden, und mit dessen Lichtkegel die zwölf Schaubrote (Anm.: auch genannt „Brot seines Angesichts“) umstrahlt wurde (vgl. 2.Mose 26,35 i.V.m. 4.Mose 8,2-3).
 
2.Mose 26,35:
35 Den Tisch (Anm.: Schaubrottisch) aber setze außen vor den Vorhang und den Leuchter (Anm.: Menora) dem Tisch gegenüber an die Südseite in der Wohnung, dass der Tisch nach Norden zu steht.
 
4.Mose 8,2-3:
2 Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, sollst du sie so setzen, dass sie alle sieben von dem Leuchter nach vorwärts scheinen.
3 Und Aaron tat so und setzte die Lampen auf, dass sie von dem Leuchter nach vorwärts schienen, wie der HERR es Mose geboten hatte.
 
Das bedeutet im Kontext mit der Auferweckung der zirka zwölfjährigen Tochter des Jairus, dass die „lebendige Menora“ der Gemeinde – ekklēsia in Form von Jesus als offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes, seinen drei Jüngern als apostolischer Auftrag Gottes, Jairus mitsamt seiner Frau als Bundesbeziehung in der ersten Liebe (Anm.: agąpē) und seine „schlafende“ Tochter als Gemeinde Jesu – ekklēsia in der Ruhe Gottes, auf neue Weise entzündet wurde.
 
Dieses Entzünden ist offenbarend mit dem Ziel verbunden im Auftrag Jesu mit der brennenden Kraft des neuen Tages in der offenbarenden Wahrheit als „Ekklēsia“ in der Struktur des neuen Weinschlauchs voranzugehen (vgl. Jesaja 26,19).
 
Jesaja 26,19:
19 Aber deine Toten werden leben, deine Leichname werden auferstehen. Wachet auf und rühmet, die ihr liegt unter der Erde! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Toten herausgeben.
 
Es war die Aufgabe des Hohenpriesters Aaron und seiner Söhne, die Lampen der Menora am Morgen zu säubern, damit diese in ihrem siebenfältigen Licht in Reinheit mit Beginn des neuen Tages leuchtete, da der Tag bei Gott am Abend beginnt (vgl. 2.Mose 27,21 i.V.m. 1.Mose 1,2-5).
 
2.Mose 27,21:
21 In der Stiftshütte, außen vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, sollen Aaron und seine Söhne den Leuchter zurichten, dass er brenne vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN. Das soll eine ewige Ordnung sein für ihre Nachkommen bei den Israeliten.

1.Mose 1,2-5:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Die Anweisung Jesu und seine Ergreifung
 
Die Anweisung Jesu an die Tochter des Jairus stand in Verbindung mit seiner Ergreifung ihrer Hand, was die Transferierung der Stärke Gottes und seine Pläne für die Heiligen umfasst, die im Amt des fünffältigen Dienstes in der Gemeinde Jesu stehen und dazu bestimmt sind, die „Ekklēsia“ mit der Nahrung des Wortes Gottes und seiner Geheimnisse für diese Zeit auszurüsten (vgl. Markus 5,41-43 i.V.m. Matthäus 4,4; Epheser 4,11-13).
 
Markus 5,41-43:
… 41 und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: Talita kum! – das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!
42 Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war aber zwölf Jahre alt. Und sie entsetzten sich sogleich über die Maßen.
43 Und er gebot ihnen streng, dass es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.
 
Matthäus 4,4:
4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“
 
Epheser 4,11-13:
11 Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, …
 
Um das „große Licht“ der Menora effektiv mit dem neuen Tag des HERRN leuchten lassen zu können, ist es erforderlich, dass wir die Stimmen des Unglaubens aus dem vorherbestimmten Bereich der manifestierten Pläne Gottes entfernen. Entsprechend wie es die Begebenheit im Haus des Synagogenvorstehers Jairus offenbart, wo Jesus wie bereits erwähnt, mit seinen drei auserwählten Jüngern, das Haus des Jairus betrat, um Unglauben in Form von Trauer und Spott aus dem Haus zu entfernen.
 
Dieses Vorgehen kommt der Säuberung der Lampen der Menora durch den Hohenpriester gleich, so dass diese wieder ungetrübt in ihrer Fülle und Reinheit leuchten kann. => Die Tochter des Jairus ist hierbei repräsentativ als Symbol für den neuen Weinschlauch in apostolischer Ordnung anzusehen (vgl. Markus 5,22-24.35-37).
 
Markus 5,22-24.35-37:
22 Da kam einer von den Vorstehern der Synagoge, mit Namen Jaïrus. Und als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen 23 und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter liegt in den letzten Zügen; komm doch und lege deine Hände auf sie, damit sie gesund werde und lebe.
24 Und er ging hin mit ihm. …
35 Als er noch so redete, kamen einige aus dem Hause des Vorstehers der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du weiter den Meister?
36 Jesus aber hörte mit an, was gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!
37 Und er ließ niemanden mit sich gehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
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