Der Apostel Paulus fordert uns als Jünger Christi in Epheser 3,23-24 auf, unseren Geist und Sinn zu erneuern und den neuen Menschen anzuziehen, bei dem es um Christus, den Triumphator und Auferstandenen geht.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Galater 3,27:
26 Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder [Anm.: Söhne] in Christus Jesus.
27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
 
Markant ist die im Epheserbrief genannte Aufforderung, sich dafür zu entscheiden, indem es nicht einfach von selbst geht, einen erneuerten Geist und Sinn (Anm.: Denken) zu haben ohne unser Zutun.
 
Die innere Erneuerung und der Aufenthalt im Gesalbten
 
Da Paulus in Galater 3,27 von Christus spricht, geht es darum, dass wir uns in der Salbung des gesalbten Sohnes Gottes aufhalten, worin die ewige Sohnschaft erkennbar wird. Zusätzlich umfasst das Bekleiden mit Christus das Aktivsein in der uns vom Heiligen Geist zugeteilten Salbung (vgl. 1.Korinther 12,11).
 
1.Korinther 12,11:
11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
 
Der Vorgang dieser inneren Erneuerung ähnelt dem Ablauf von Jesus als er am Kreuz hing und seinen Geist aushauchte (vgl. Lukas 23,46 i.V.m. Johannes 19,30).
 
Lukas 23,46:
46 Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
 
Johannes 19,30:
30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied [Anm.: hauchte seinen Geist aus].
 
Wie soeben erwähnt, heißt es, dass Jesus seinen Geist [Anm.: Odem] in die Hände des himmlischen Vaters übergab, der Geist ist (vgl. Johannes 4,24a).
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Daraus wird für uns deutlich, dass es verbunden mit der inneren Erneuerung nötig ist, eine irdische Zeitspanne abzuschließen und es den Händen des Vaters zu erlauben die geistliche Erneuerung bzw. Reformation in uns durchzuführen. Diese ermöglicht es uns in einer höheren Intensität Christus zu tragen und die Auswirkung dessen zu sehen.
 
Diese innere Erneuerung umfasst einen größeren Wandel in der Kraft des Heiligen Geistes und der damit verbundenen Erkenntnis, die aus Wahrheit in uns hervorgebracht wird. Der Wahrheit können wir uns unterordnen oder auch nicht, was demnach mit unserer Entscheidung verbunden ist.
 
Die Anwendung des Triumphs Jesu
 
Wenn wir uns dazu entscheiden, den Triumph Jesu, den er am Kreuz für uns errungen hat in unserem Leben anzuwenden, eröffnet sich eine neue Dimension der Erlösungskraft Gottes, die vom Kreuz zum Thron Gottes und seiner Kraft überleitet (vgl. Lukas 22,69 i.V.m. Offenbarung 7,17).
 
Lukas 22,69:
69 Aber von nun an wird der Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft Gottes.
 
Offenbarung 7,17:
… 17 denn das Lamm mitten auf dem Thron wird sie weiden und leiten zu den Quellen des lebendigen Wassers, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.
 
Der Triumph Jesu umfasst den Sieg über den Widersacher in vier verschiedenen Charakteren des Bösen, so wie es uns Jesaja 11,4b; Jesaja 27,1 i.V.m. 2.Thessalonicher 2,7-8 offenbaren.
 
Jesaja 11,4b:
…, 4b und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.
 
Jesaja 27,1:
1 Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird den Drachen im Meer töten.
 
2.Thessalonicher 2,7-8:
7 Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.
 
Bei den vier verschiedenen Charakteren des Bösen handelt es sich um:
 
  1. den Leviatan => Geist des Stolzes und Grausamkeit,
  2. die flüchtige Schlange => Geist der Angst und Feigheit,
  3. die gewundene Schlange => Geist der Täuschung durch Lüge,
  4. den Drachen im Meer => Geist der Einschüchterung unter den Menschen.
 
Die Anwendung des Triumphs Jesu am Kreuz setzt die Opferbereitschaft der Nachfolge voraus, woraus die Regierungsherrschaft des Sohnes Gottes als Lamm auf dem Thron erkennbar wird (vgl. Markus 8,34).
 
Markus 8,34:
34 Und er [Anm.: Jesus] rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
 
Der geistliche Wechsel vom etablierten Triumph Jesu in den Regierungsbereich der Kraft Gottes, beinhaltet die Übergabe unseres Geistes in die Hände des himmlischen Vaters, der Geist ist und somit beginnt unseren inneren Menschen gemäß seinem Plan zu formen.
 
Es verhält sich auf ähnliche Weise, wie Jeremia als er sich im Haus des Töpfers befand und dem Töpfer bei seiner Arbeit zuschaute, während Gott zu ihm über den Prozess der Führung, Reformation bzw. Neuformung des Volkes Israel sprach (vgl. Jeremia 18,1-6).
 
Jeremia 18,1-6:
1 Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: 2 Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen.
3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.
4 Und der Topf, den er aus dem Ton machte, missriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.
5 Da geschah des HERRN Wort zu mir: 6 Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.
 
Um die innere geistliche Reformation besser zu verstehen, soll uns das hebräische Wort für „Scheibe“ (Anm.: אוֹבֶן – oben) dienen, das in Jeremia 18,3 verwendet wird. Es beschreibt „ein Paar Steine (Anm.: nur zweifach) als eine Töpferscheibe oder ein Hebammenschemel, der gleichermaßen aus zwei horizontalen Scheiben mit einer Stütze dazwischen besteht.“ (Anm.: Die Worterklärung entstammt aus der Strong’s Konkordanz zu dem hebräischen Wort „Scheibe – oben“ mit der Wortschlüsselnummer: H70).
 
Anhand der eben genannten Erklärung erkennen wir, dass der HERR bei einer geistlichen Reformation bzw. inneren Erneuerung mit geistlicher Geburtshilfe unterstützt, um das neue geistliche Leben auch in Form von geistlichem Gebären hervorzubringen (vgl. Jesaja 42,14).
 
Jesaja 42,14:
14 Ich schwieg wohl eine lange Zeit, war still und hielt an mich. Nun aber will ich schreien wie eine Gebärende, ich will laut rufen und schreien.
 
Die Zahl „5“ und der Odem des Sohnes Gottes
 
Wenn man den Moment von Jesus am Kreuz als er seinen letzten Atem aushauchte in einem prophetischen Kontext beleuchtet, ist festzustellen, dass der Zahl „5“ eine bedeutende Rolle zukommt.
 
Diese steht mit dem „Geist“ bzw. „Windhauch“ und „Gnade“ aber auch mit dem hebräischen Buchstaben „He“ in Verbindung, der ebendiesen Zahlenwert trägt, sowie ein Aufruf ist etwas zu erkennen.
 
=> Die Zahl „5“ zählt zu der Wirkung von Gnade und weist auf die Hand Gottes in einem Leben oder Dienst hin. Das ist so, weil alles, was der HERR tut, frei bereitgestellt ist und kann nicht durch irdische Währung gekauft werden. Es ist eine Gabe von Gnade. Die Zahl gleicht hauptsächlich der Handsymbolik und repräsentiert die Ausführung eines Gelöbnisses für den HERRN. Es gilt teilweise für einen opfernden Dienst.
Die Zahl „5“ weist auf ein Versprechen von Hingabe hin, das durch die Kraft in den Händen von jemand anderem ausgedrückt wird (Anm.: Handdrücken), um etwas zu vollziehen. <=
(Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf einer Erklärung aus dem „Prophet’s Dictionary“ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 221; 222)
 
Somit ergibt sich mit Hilfe der o.g. Erklärung zur Zahl „5“ und der Bibelstelle aus Lukas 23,46, dass Jesus seinen Atem in die rechte und linke Hand des himmlischen Vaters übergab.
Das umfasst einen Bereich von „15“, die sich aus „3 x 5“ ergibt und deren Zahlenwert die Abkürzung des Namens Gottes „JAHWE“ in Form des Ausrufes trägt, nämlich „JAH“.
 
Die Hände des himmlischen Vaters können auch als Bereich des himmlischen Vaters und des Heiligen Geistes bezeichnet werden, bei der es sich um die rechte und die linke Hand handelt.
 
Wenn wir mit dieser Erkenntnis nun auf die von Gott beabsichtigte Reformation unseres Geistes blicken, kann das bedeuten, dass Gott uns größere Erkenntnis über geistliche Autorität und Regierung sowie geistlichen Trost und Versorgung geben möchte.
 
Die Übergabe des Geistes Jesu in die Hände des himmlischen Vaters eröffnet ein dreifaltiges Feld der Gnade in Form von geistlicher Vaterschaft [Anm.: rechte Hand], Mutterschaft [Anm.: linke Hand] und Sohnschaft [Anm.: Odem Jesu]. König David sagte aus, dass wenn Vater und Mutter ihn verlassen, der HERR sich um ihn kümmert und aufnimmt, was auch wir erwarten dürfen (vgl. Psalm 27,10).
 
Psalm 27,10:
10 Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der HERR nimmt mich auf.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Vor einigen Tagen sprach der HERR durch eine Begebenheit im Alltag, während ich mich auf dem Weg zu unserem apostolischen Zentrum „Holy Place“ befand. Hierbei begegnete mir an einer Kreuzung eine blonde Frau mittleren Alters, elegant gekleidet, und sie trug einen Pelzmantel. An dieser Kreuzung befand sich unter anderem eine Gaststätte mit dem Namen „Goldener Löwe“.
 
Das Einrad und Lobpreis
 
Als ich über die Kreuzung ging, bemerkte ich, dass die genannte Frau neben mir laufend ein Einrad mit rotem Fahrgestell in der Hand hielt. Als ich auf der anderen Seite ankam, stoppte die Frau an einem Eckgebäude und hielt sich an der Wand fest, um sich auf ihr Einrad zu setzen. Als sie auf ihrem Einrad saß, erhob sie ihre Hände, um das Gleichgewicht zu halten und fuhr auf dem Weg voran, den ich noch weiter zu Fuß ging.
 
Während ich das sah, sprach der Heilige Geist von der Bedeutung des biblischen Monats Nissan | Abib, der mit dem Stamm „Juda“ verbunden ist, was „Lob, Preis“ bedeutet. Der Stamm „Juda“ trägt unter anderem als Stammessymbol den „Löwen“ (vgl. 1.Mose 49,9).
 
1.Mose 49,9:
9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?
 
Das hebräische Wort für „Lobpreis“ ist „jādāh“ und trägt in sich das hebräische Wurzelwort für „Hand-jād.“ Darüber hinaus umfasst das hebräische Wort „jādāh“ „das Erheben der Hände im Lobpreis, der Ausdruck von Dank sowie die Anerkennung der Werke Gottes“.
(Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „jādāh“ und mit der Wortschlüsselnummer: 3116 und dem Buch „Zeit, vorwärts zu gehen“ von Chuck D. Pierce auf Seite 221)
 
Da das Einrad ein Vehikel ist, das bei Benutzung vertikal nach oben ausgerichtet ist und die Frau einen Pelzmantel trug, ist das für uns ein Hinweis auf die Ekklēsia, die sich im Gnadenwerk des Sohnes Gottes, Jesus Christus im Zyklus seiner Erlösung voran bewegt.
 
Es ist dieser biblische Monat, von dem sich alle anderen Monate ehrerbietend ausrichten, da es der Monat Nissan | Abib ist, der das Geheimnis des Opfers des Lammes Gottes trägt (vgl. 2.Mose 12,1-3 i.V.m. 2.Mose 13,4).
 
2.Mose 12,1-3:
1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus.
 
2.Mose 13,4:
4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.
 
Im biblischen Kontext existieren zwei biblische Zeitzyklen, bei denen es sich bei dem ersten Zeitzyklus um den Segenszyklus handelt und sich vom Zeitpunkt von der Erschaffung des Menschen ausrichtet (Anm.: beginnend im Herbst).
 
Bei dem zweiten Zeitzyklus handelt es sich um den Zyklus der Erlösung, der mit dem biblischen Monat Abib | Nissan beginnt, welches sich nach dem Blut des Lammes Gottes ausrichtet, das zu Pessach vergossen wurde (Anm.: beginnend im Frühjahr).
 
Da Adam und Eva durch ihren Sündenfall den ersten kreierten Zeitzyklus Gottes (Anm.: Segenszyklus- „Seid fruchtbar und mehrt euch.“; vgl. 1.Mose 1,28) verletzten und dieser ab dem Zeitpunkt des Sündenfalls eine Abwärtsspirale, einen Fluch in sich trug, musste Gott einen neuen Zeitzyklus kreieren, den Zyklus der Erlösung, der mit dem Blut des Lammes im Zusammenhang steht, um die Abwärtsspirale im Zeitzyklus des Segens zu blockieren.
 
Im Monat Abib | Nissan wurde das Volk Israel aus der Knechtschaft der Schlange befreit (Anm.: der Pharao trug als Herrschersymbol eine aufgerichtete Kobra auf dem Kopf) und der Segenszyklus Gottes erlöst.
 
Jesus Christus, das Lamm Gottes und der Löwe aus dem Stamm Juda
 
Abib | Nissan ist der biblische Monat, in dem wir als Braut Jesu das Blut des Lammes Gottes feiern. Pessach bedeutet „hinübergehen/vorbeigehen“ und beinhaltet für uns als Gläubige in Christus heute das Fest, das wir feiern, worin wir tiefer in das Land unserer Verheißung hineingehen.
 
Es ist das Blut des Lammes Gottes, das uns aus der Sklaverei in seine herrliche Freiheit als Söhne Gottes geführt hat und uns in der Zeit des göttlichen Urteils schützt (vgl. 2.Mose 12,5-7.12-14 i.V.m. Römer 8,21).
 
2.Mose 12,5-7.12-14:
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Söhne Gottes.
 
Es ist das Blut des Lammes Gottes, das uns zu Königen und Priestern gemacht hat, um Gott, dem himmlischen Vater, zu dienen (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Nicht allen Christen ist in der Tragweite klar, dass Jesus Christus der Löwe aus dem Stamm Juda und auch das Lamm Gottes ist, das geschlachtet wurde, dessen Erscheinung mit der Berechtigung zur versiegelten Prophetie verbunden ist (vgl. Offenbarung 5,4-5; Offenbarung 6,1).
 
Offenbarung 5,4-6:
4 Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch aufzutun und hineinzusehen.
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Offenbarung 6,1:
1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
 
Es ist der Löwe aus dem Stamm Juda, der nur durch die Aussage von einem der 24 Ältesten im Buch der Offenbarung erwähnt wird (vgl. Offenbarung 5,5).
 
Der Löwe aus dem Stamm Juda ist im Buch der Offenbarung für Johannes nicht sichtbar, sondern wird durch die Aussage des einen Ältesten bekannt gemacht. Das macht deutlich, dass Juda einen Klang hat und dieser beinhaltet unter anderem den Aufruf zum Lobpreis.
 
Lobpreis ist unter anderem der Ausdruck des Vertrauens seitens der Ekklēsia gegenüber dem himmlischen Vater und hilft uns als Teil des Leibes Christi dabei im Geist richtig ausgerichtet zu bleiben. Da der Vater Geist ist (vgl. Johannes 4,23-24a), ist es erforderlich, dass wir in einem geisterfüllten Klang der Anbetung vorangehen, um im Willen Gottes zu leben.
 
Johannes 4,23-24a:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben 24a Gott ist Geist, …
 
Das wird deutlich durch die Menschenhand, die unter den Flügeln der Kerubim erschien, wobei „Hand-jād“ auf den Lobpreis und die Flügel auf die geisterfüllte Komponente hinweisen (vgl. Hesekiel 10,8).
 
Hesekiel 10,8:
8 Und es erschien an den Cherubim etwas wie eines Menschen Hand unter ihren Flügeln.
 
Die kerubische Natur ist verbunden mit dem Aussehen eines Stieres, der wiederrum ein Hinweis auf den himmlischen Vater ist, da das hebräische Wort für „Vater – `āb“ mit dem hebräischen Buchstaben „Aleph“ beginnt, der der Führungsbuchstabe im hebräischen Alphabet ist und unter anderem „Rind“ bedeutet sowie piktographisch einen „Stierkopf“ darstellt (vgl. Hesekiel 10,14).
 
Hesekiel 10,14:
14 Ein jeder hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war das eines Cherubs (Anm.: Stiers), …
 
Die Anerkennung von Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen
 
Wenn wir Jesus Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen in unserem Leben anerkennen, sind wir von Gott berechtigt, Dinge zu erkennen, die er vor unseren geistigen Augen über eine Zeitspanne verborgen und versiegelt hielt, um diese zur richtigen Zeit gemäß seinem Willen zu offenbaren.
 
Es ist das Verlangen des himmlischen Vaters, dass wir uns in seinem siebenfältigen Geist bewegen (Anm.: seine „sieben Augen“; vgl. Jesaja 11,2), sowie in der Struktur der sieben Hörner des Lammes Gottes, die seine Macht, seinen Reichtum, seine Weisheit, seine Stärke, seine Ehre, seine Herrlichkeit und sein ewiges Lob umfassen (vgl. Offenbarung 5,6.12).
 
Offenbarung 5,6.12:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. …
… 12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
 
Da Klang Bewegung kreiert und der Stamm „Juda“ angewiesen wurde zuerst zu gehen, kommt den Rädern des Thronwagens, also der Bewegung eine besondere Bedeutung zu (vgl. 4.Mose 10,14 i.V.m. Richter 20,18).
 
4.Mose 10,14:
… 14 nämlich das Banner des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach Heerschar, und über ihr Heer gebot Nachschon, der Sohn Amminadabs.
 
Richter 20,18:
18 Die machten sich auf und zogen hinauf nach Bethel und befragten Gott und sprachen: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen in den Kampf gegen Benjamin? Der HERR sprach: Juda soll anfangen.
 
Die Räder des Thronwagens Gottes und wahre geistliche Einheit
 
Aus dem Buch Hesekiel wissen wir, dass die einzelnen Räder vom Thronwagen Gottes im Hebräischen „‘ôṗan“ genannt werden, wobei die Räder in ihrer Gesamtheit den neuen Namen „galgal“ erhalten, was unter anderem auch als „Wirbelsturm oder etwas, was herumgewirbelt wird“ bezeichnet werden kann (vgl. Hesekiel 10,9-10.13).
(Anm.: Teilauszug aus der Strong’s Konkordanz zu dem hebräischen Wort „‘ôṗan“ und „galgal“ mit der Wortschlüsselnummer: H212, H1534)
 
Hesekiel 10,9-10.13:
9 Und ich sah, und siehe, vier Räder standen bei den Cherubim, bei jedem Cherub ein Rad, und die Räder sahen aus wie ein Türkis, 10 und alle vier sahen eins wie das andere aus; es war, als wäre ein Rad im andern. …
13 Und die Räder wurden vor meinen Ohren „das Räderwerk“ genannt.
 
Somit wird deutlich, dass wahre geistliche Einheit unter Heiligen, also die eines Geistes und Sinnes sind zu einer geistlichen Bewegung beitragen, die den himmlischen Vater als ewigen König erheben. Der Prophet Hesekiel betont das mit der Aussage, dass der Geist der Wesen in den Rädern war (vgl. Hesekiel 10,17 i.V.m. Apostelgeschichte 4,32a; Philipper 2,2).
 
Hesekiel 10,17:
17 Wenn jene standen, so standen diese auch; erhoben sie sich, so erhoben sich diese auch; denn es war der Geist der Gestalten in ihnen.
 
Apostelgeschichte 4,32a:
32a Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; …
 
Philipper 2,2:
… 2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid.
 
Wahre geistliche Einheit setzt die Salbung des Geistes über die vom himmlischen Vater festgelegte Struktur frei in der sich die betreffenden Heiligen einmütig aufhalten (vgl. Psalm 133).
 
Psalm 133,1-3:
1 Von David, ein Wallfahrtslied.
Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!
2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, 3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.
 
Möge dieser Monat und Auftakt des neuen Erlösungszyklus für uns als Heilige in Christus eine kraftvolle Zeit der zusammenstehenden Anbetung werden, um mit Lobpreis und Anerkennung des Lammes dem Vater Ehre zu geben.
 
Würdig ist das Lamm!
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

In Prediger 4,12 heißt es, dass eine dreifache Schnur nicht so leicht entzweireißt, was bedeutet, dass es einen ziehenden Widerstand auf der anderen Seite der Schnur geben muss. Das beinhaltet demnach, dass ein Ziehen aufgrund einer widerstehenden Kraftausrichtung zum Ziel hat, uns als Heilige aus dem Willen Gottes zu drängen.
 
Prediger 4,12:
12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
 
Es ist kein Zufall, dass Gott eine Trinität ist, die den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist umfasst, die man auch als eine geistliche Familieneinheit beschreiben kann, die sich in Form von Vaterschaft, Sohnschaft und Mutterschaft ausdrückt.
 
Auch wir als Menschen sind von Gott als eine dreifaltige Einheit erschaffen, die aus Geist, Seele und Leib besteht.
 
In Anbetracht dieser Dreifaltigkeit und soeben genanntem Prinzip aus Prediger möchte ich auf die Salbung von David als König eingehen, dessen Salbung dreimal geschah:
 
1. nicht-öffentliche Salbung von David zum König von Israel durch den Propheten Samuel im Haus von Isai (vgl. 1.Samuel 16,1.13).
 
1.Samuel 16,1.13:
1 Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, dass er nicht mehr König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen zum König ersehen. …
13 Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN geriet über David von dem Tag an und weiterhin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama.
 
2. öffentliche Salbung von David zum König von Juda durch die Männer des Stammes Juda (vgl. 2.Samuel 2,3-4)
 
2.Samuel 2,3-4:
3 Auch die Männer, die bei ihm waren, führte David hinauf, einen jeden mit seinem Hause, und sie wohnten in den Städten von Hebron.
4 Und die Männer Judas kamen und salbten dort David zum König über das Haus Juda.
 
3. öffentliche Salbung von David zum König über Israel durch die Ältesten der Stämme Israels in Anwesenheit aller Stämme (vgl. 2.Samuel 5,1-3)
 
2.Samuel 5,1-3:
1 Und es kamen alle Stämme Israels zu David nach Hebron und sprachen: Siehe, wir sind von deinem Gebein und deinem Fleisch.
2 Schon früher, als Saul über uns König war, führtest du Israel ins Feld und wieder heim. Dazu hat der HERR dir gesagt: Du sollst mein Volk Israel weiden und sollst Fürst sein über Israel. 3 Und es kamen alle Ältesten in Israel zum König nach Hebron. Und der König David schloss mit ihnen einen Bund in Hebron vor dem HERRN, und sie salbten David zum König über Israel.
 
Die dreifache Salbung Davids und die Treue im Verborgenen
 
Anhand der dreifachen Salbung Davids wird ein wichtiges geistliches Prinzip Gottes für uns darin deutlich, der zuerst von uns Treue im Verborgenen fordert, da David über einen längeren Zeitraum König Saul in Demut gedient hatte, bis David öffentlich als König durch Salbung ausgerufen wurde.
 
Treue eröffnet einen neuen Bereich in der Öffentlichkeit, wo es im Interesse Gottes ist, dass Menschen, die dem HERRN nahestehen, uns in der von ihm zugeteilten Salbung erkennen bzw. bestätigen. Dem vorausgehend ist ein Wandel in tiefer Verbundenheit mit dem himmlischen Vater und ein anbetender Lebensstil in Form von Hingabe und Vertrauen erforderlich (Anm.: Juda => „Lob, Preis“).
 
Dadurch leitet der Heilige Geist, wenn wir weiterhin in Treue dem himmlischen Vater gegenüber leben, eine größere öffentliche Anerkennung inmitten des Volkes Gottes ein, was durch die Stämme Israels und deren Ältesten bei der dritten Salbung Davids repräsentiert wird. Bei allen drei Salbungen Davids waren es Männer, die daran beteiligt waren.
 
Die dreifache Salbung von Jesus
 
Nun wenden wir uns der dreifachen Salbung von Christus, unserem HERRN zu, bei der drei Frauen beteiligt waren und die an verschiedenen Orten stattfanden.
 
1. Salbung Jesu durch eine Sünderin in der Stadt im Haus des Pharisäers Simon
 
Lukas 7,36-38.44-48:
36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, bei ihm zu essen. Und er ging hinein in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch.
37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Als die vernahm, dass er zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Glas mit Salböl 38 und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit Salböl. ...
44 Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet.
45 Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen.
46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt.
47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel Liebe gezeigt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.
48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben.
 
Die Sünderin – eine Liebhaberin der Gegenwart Gottes
 
Anhand dieser Bibelstelle wird für uns deutlich, dass die Sünderin davon hörte, dass sich Jesus in ihrer Stadt als Gast in einem religiösen Umfeld aufhielt, um auch dort Menschen mit der Liebe seines Vaters zu erreichen.
 
Aufgrund der Nachricht, die sie vernahm, machte sie sich auf den Weg, um näher in die Gegenwart des Sohnes Gottes zu gelangen, den sie aufrichtig und in Reinheit liebte.
 
Sie glaubte, dass Jesus der Sohn Gottes war, was darin deutlich wurde, dass sie sich ihm trotz des religiösen Umfeldes, in dem er sich als Gast aufhielt, näherte (vgl. Lukas 7,37). Da die Sünderin in der Lage war zu hören, wo sich Jesus aufhielt und sich in seine Gegenwart an diesen Ort begab, deutet das auf eine himmlische Zugehörigkeit in ihrem Herzen hin, der sie sich im Glauben bewusst war (vgl. Johannes 10,27).
 
Johannes 10,27:
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; …
 
Sie hatte einen Plan, mit dem sie Jesus überraschen wollte. Es war ein Plan, den sie aus Liebe (Anm.: Agape) in ihrem Inneren zu Jesus entwickelte. Anhand ihres geplanten Vorgehens wird für uns als Volk Gottes eine Strategie ersichtlich, die dabei behilflich sein kann tiefer in die Liebe Gottes und seine Gegenwart einzutreten.
 
Die Phasen der Annäherung
 
Die Sünderin ging in folgenden Schritten vor.:
 
  1. Sie hörte von Jesus. => Die Wahrnehmung seiner Gegenwart
  2. Sie näherte sich der Gegenwart von Jesus. => Das Hinzutreten in seine Gegenwart
  3. Sie trat von hinten an Jesus heran. => Die Bereitschaft Jesus durch Hingabe zu „überraschen“
  4. Sie benetzte mit ihren Tränen die Füße Jesu. => Ablegung der eigenen Vision für seine Wege
  5. Sie trocknete die Füße Jesu mit ihrem Haar. => Aufnahme der hohen Wege/Pläne Gottes im Verstand
  6. Sie küsste die Füße Jesu mit ihrem Mund. => Bereitschaft von den hohen Wegen Gottes zu sprechen (vgl. Jesaja 55,8-9)
  7. Sie salbte die Füße Jesu (vgl. Lukas 7,37-38) => Übereinstimmung mit den hohen Wegen Gottes, um darin in der von Gott zugeteilten Salbung zu wandeln
 
Anhand dieser Annäherungsphasen können wir für uns als Jünger erkennen, dass die Sünderin Jesus mit einem wahrhaftigen Herzen liebte. Jesus sagte, dass der Ausdruck von Gehorsam die Liebe zu ihm offenbart (vgl. Johannes 14,23).
 
Johannes 14,23:
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
 
Ist es nicht interessant, dass es eine Sünderin war, die ihre Liebe zu Jesus durch ihre Annäherung ausdrückte? Es war keine Person, die bereits Jesus in ihrem Herzen aus vorherigen Ereignissen hatte, jedoch wurde sie von der Kraft des Vaters zu Jesus gezogen (vgl. Johannes 6,44 i.V.m. Römer 5,8).
 
Johannes 6,44:
44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
 
Römer 5,8:
8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
 
Da der Heilige Geist zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Erde ausgegossen war und die Sünderin furchtlos in das religiöse Umfeld des Pharisäers eintrat, wird deutlich, dass es sich bei der Kraft des Vaters um den Heiligen Geist handelte, der die Sünderin zu Jesus Christus zog. Er half ihr dabei ihren Plan des Ausdrucks ihrer Liebe und Ehrerbietung Jesus gegenüber zu offenbaren.
 
Die Begründung liegt darin verborgen, weil es der Heilige Geist ist, in dem wir ausrufen: “Abba, lieber Vater!“ - Römer 8,15
 
Römer 8,15:
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
 
Die Sünderin überraschte Jesus
 
Die Sünderin ließ sich von keiner religiösen Macht bzw. einem Geist von Gesetzlichkeit (Anm.: allein aus Taten gerecht zu werden) aufhalten, die Gegenwart des lebendigen Wortes Gottes zu erleben!
 
Sie durchstach mit ihrer wahren Hingabe in ihrem Herzen die religiöse Atmosphäre und überraschte somit Jesus, indem sie von hinten an ihn herantrat und ihm mit ihrer Hingabe diente, was dazu führte, dass Jesus anfing zu dem Pharisäer über die wahre Hingabe und Gastfreundschaft aus Beziehung zu predigen (vgl. Lukas 7,40-47).
 
Während der wahren Anbetung durch die Sünderin, fand eine Transferierung durch die Gegenwart Jesu in ihrem Leben statt. Ihre Hingabe brachte die Kraft Gottes in ihr Leben, die sie erleichterte und sie in die wahre Freiheit der Kinder [Anm.: Söhne] Gottes hineinführte, weil ihr ihre Sünden vergeben wurden.
 
Die Sünderin wurde nach der Begegnung mit Jesus zu einer prophetischen Seherin, die die Worte Gottes und seine Verheißungen zu den Menschen in Liebe prophezeite! Das ist darin zu begründen, weil sie mit ihren Tränen die Füße von Jesus benetzte, dann mit ihren Haaren, die Füße Jesu trocknete, danach seine Füße mit den Lippen ihres Mundes küsste, um letztendlich seine Füße mit ihrem Öl aus dem Glasbehältnis zu salben.
 
Die Augen stehen für die prophetische Sicht. Die Haare stehen für Schönheit und Kraft. Der Mund steht für das Reden der richtigen Worte. Das Öl aus dem Glasbehältnis steht für die göttliche und somit wahrhaftige Liebe, die aus einem wahrhaftigen Herzen kommt.
 
Alle Substanzen der Frau kamen in Berührung mit den Füßen von Jesus, was bedeutet, dass alles, was sie dafür einsetzte mit der Verheißung des Sohnes Gottes in ihr Leben zurückkam (vgl. Galater 6,7).
 
Galater 6,7:
7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
 
2. Salbung von Jesus durch Maria im Haus in Betanien
 
Auch Maria, die Schwester von Marta ging ähnlich vor, wobei sie sich in dem Umfeld der manifestierten Auferstehungskraft aufhielt, da Lazarus im Haus in Betanien mit anwesend war (vgl. Johannes 12,1-3).
 
Johannes 12,1-3:
1 Sechs Tage vor dem Passafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den Jesus auferweckt hatte von den Toten.
2 Dort machten sie ihm ein Mahl und Marta diente ihm; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen.
3 Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls.
 
Marias Hingabe zu Jesus brachte das wahre Herzensmotiv von Judas, dessen Name bedeutet „Lob, Preis“, an die Oberfläche, was die Verehrung von Geld beinhaltete (Anm.: Mammon; vgl. Johannes 12,4-8). Judas hatte ein korruptes Herz, weil es ihm nicht in erster Linie um die Verehrung Gottes ging. Sein Herz hing an den weltlichen Dingen und er hatte eine weltliche Vorstellung.
 
Wir können anhand der Bibelstelle aus Johannes 12,1-11 entnehmen, wie viel Liebe und Vertrauen Jesus seinem Jünger Judas schenkte, der verantwortlich für die Finanzressourcen des Dienstes von Jesus war, obwohl er wusste, dass Judas mit seinem Herzen an Geld hing. Jesus gab Judas die Chance mit der Liebe zum Geld zu brechen, was er jedoch aufgrund seines Stolzes nie tat (vgl. Johannes 12,6).
 
Johannes 12,6:
6 Das sagte er (Anm.: Judas) aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.
 
3. Salbung von Jesus durch eine Frau in Betanien im Haus von Simon, dem Aussätzigen
 
Matthäus 26,6-10.12-13:
6 Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen, 7 trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Glas mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß.
8 Als das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?
9 Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können.
10 Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was betrübt ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. …
12 Dass sie das Öl auf meinen Leib gegossen hat, das hat sie für mein Begräbnis getan.
13 Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.
 
Das Haus von Simon, dem Aussätzigen kann in einem geistlichen Kontext als ein Haus des negativen Redens verstanden werden, da Aussatz damit eng verbunden ist (vgl. 4.Mose 12,1.9-10).
 
4.Mose 12,1.9-10:
1 Da redeten Mirjam und Aaron gegen Mose um seiner Frau willen, der Kuschiterin, die er genommen hatte. Er hatte sich nämlich eine kuschitische Frau genommen. …
9 Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie und er wandte sich weg; 10 auch wich die Wolke von der Stiftshütte. Und siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, dass sie aussätzig ist, …
 
Aussatz und deren geistliche Wurzel
 
In einem prophetischen Kontext gesprochen, hat Aussatz eine geistliche Wurzel, die in Arroganz bzw. einer Haltung von Hochmut oder auch der Liebe zum Geld sowie weltlicher Ehre zum Ausdruck kommt (vgl. Naaman, Gehasi; vgl. 2.Könige 5).
 
Propheten besitzen eine hohe geistliche Verantwortung in der Übermittlung der Worte Gottes. Sie sind in einer gewissen Art ein Kommunikationswerkzeug Gottes, wenn er es wünscht, dass sie sprechen. Deshalb ist von so hoher Bedeutung, dass ihre Kommunikation rein ist.
 
Es ist demnach kein Zufall, dass Mirjam wie eine vom Vater ins Gesicht angespuckte Person behandelt werden sollte. Für Mirjam hatte ihr Verhalten zur Folge, dass sie sich sieben Tage lang außerhalb des Lagers aufhalten musste (vgl. 4.Mose 12,14).
 
4.Mose 12,14:
14 Der HERR sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespien hätte, würde sie nicht sieben Tage sich schämen? Lass sie abgesondert sein sieben Tage außerhalb des Lagers; danach soll sie wieder aufgenommen werden.
 
Anhand dessen wird für uns deutlich, dass Gottes Maßstab von reiner bzw. heiliger (Anm.: Gottes Wesen entsprechend) Kommunikation mit dem Rauschen vieler Wasser übereinstimmt (vgl. Hesekiel 1,24a i.V.m. Offenbarung 1,15b).
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie (Anm.: Kerubim) gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …
 
Offenbarung 1,15b:
…, 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Wenn wir uns jedoch aus diesem göttlichen Maßstab herausbewegen, bleibt es nicht aus, dass wir aus dem Mund des HERRN durch sein „Spucken“ separiert werden. Es soll dazu dienen, dass wir durch die gottgewollte Betrübnis zur Umkehr gelangen (vgl. Offenbarung 3,16 i.V.m. 2.Korinther 7,10a).
 
Offenbarung 3,16:
16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
 
2.Korinther 7,10a:
10a Denn die Traurigkeit (Anm.: Betrübnis) nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, …
 
Es ist die reine Kommunikation Gottes, die den richtigen Blick, das richtige Gehör [Anm.: Haus des Simon => „Erhörung“] und die richtige Verständigung beinhaltet (vgl. Markus 7,33-35; Markus 8,23-25).
 
Markus 7,33-35:
33 Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und 34 sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf!
35 Und sogleich taten sich seine Ohren auf und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig.
 
Markus 8,23-25:
23 Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf, tat Speichel auf seine Augen, legte seine Hände auf ihn und fragte ihn: Siehst du etwas?
24 Und er sah auf und sprach: Ich sehe die Menschen, als sähe ich Bäume umhergehen.
25 Danach legte er abermals die Hände auf seine Augen. Da sah er deutlich und wurde wieder zurechtgebracht, sodass er alles scharf sehen konnte.
 
Wenn wir darin wandeln, erkennen wir seine prophetischen Offenbarungen, hören die in uns eingehauchten Worte Gottes, um sie unverfälscht zum richtigen Zeitpunkt Gottes in einem weisen Umgang weiterzugeben.
 
Der Unterschied zwischen der Salbung Davids und der Salbung von Jesus
 
David sowie auch Jesus Christus wurden dreimal gesalbt, wobei David von Männern durch Salbung als König bestätigt und Jesus von Frauen gesalbt wurde. Die drei Salbungen Jesu umfassen keine Salbung zur Bestätigung zum König, sondern dienen als ein Hinweis auf die Ekklēsia, die Christus Jesus hingebungsvoll zur Verfügung steht, um seine Vergebungskraft, seine Auferstehungskraft sowie seinen ewigen und endgültigen Triumph über den Widersacher zu offenbaren.
 
Das setzt den Wohlgeruch unter denen frei, die gerettet werden sollen und ein Geruch des Todes für die, die sich Christus als die Wahrheit entgegenstellen (vgl. 2.Korinther 2,14-16a).
 
2.Korinther 2,14-16a:
14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!
15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden: 16a diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. …
 
Die wahrhaftige Hingabe der Ekklēsia im Heiligen Geist, dem Salböl entsprechend, gegenüber Jesus Christus führt dazu, dass Menschen, die ein falsches Herzensmotiv wie religiöse Haltungen, Gesetzlichkeit, Selbstgerechtigkeit sowie Geld- und Machtgier besitzen, in der Gegenwart von wahrer Anbetung überführt werden. Sie sollen dadurch die Möglichkeit erhalten von ihren falschen Wegen umzukehren.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm