Liebe Bezeugende,
 
wir sind zur Ernte berufen, und der Geist des HERRN richtet uns darauf aus in unser Feld ausgesandt zu werden. Habt keine Angst vor der Teilung, die euch von den Vertrauten trennen und euch als Teil einer Truppe des Königreichs vorwärts bringen wird.
 
Hier ist ein Teil der prophetischen Offenbarung, die ich gestern gehört habe, um uns zu helfen, uns auf die Teilung vorzubereiten, die uns in die Ernte aussenden wird.
 
„Dies wird eine Zeit des Trennens.
Ich fange an zu teilen, und Ich fange an, aufzurichten, damit diejenigen, die ausgesondert und beiseite gestellt werden, das besiegen, was Ich ihnen in den Weg gelegt habe.
 
Wisset, dass dies eine Zeit der Heiligung sein wird, so dass die Art und Weise, wie Ich euch aussondern werde, euch in die Lage versetzen wird, auf den Kopf des Feindes zu treten. Die Feinde haben sich erhoben, aber ihr werdet euch erheben.
 
Macht euch bereit, Ich sondere euch für den bevorstehenden Kampf aus.
Ich sondere die Staaten dieser Nation aus, und Ich sondere die Nationen der Erde aus.
 
Dies ist eine Zeit, in der Ich teile und absondern werde, und Ich werde die Armeen des Himmels mit Meinen Armeen, die auf der Erde verteilt sind, in Einklang bringen. Macht euch bereit, denn der Marsch beginnt.
 
Ich weiß, wer folgt und wer zögert, und Ich weiß, wer sich zurückgezogen hat, anstatt mit Mir als Stamm gemeinsam in den Kampf zu ziehen.
Ich beobachte sorgfältig, denn dies ist eine Zeit der Teilung, und weil Ich aussondere, werden sich viele auf der falschen Seite der Tür wiederfinden.
 
Presst hinein, drängt hinein!
Ich weiß, wer presst, und Ich weiß, wer sich zurückzieht.
 
Dies ist eine Zeit, in der wir uns zusammentun müssen, denn der Duft des Lebens wird ein gemeinsamer Duft sein, der den Tod in die Flucht schlagen wird.
 
Ihr befindet euch in einem Konflikt mit dem Tod, aber Ich werde ein triumphierendes Volk haben, das sich erheben und diesen Kampf gewinnen wird!
Ich bin der Besitzer von Himmel und Erde!
Ich bin ein besitzergreifender Gott, der sich danach sehnt, meine Besitztümer hervorzurufen. Seht genau hin, denn dies ist die Zeit der neuen Erntefelder. Ich habe die Erntefelder bestimmt, und Ich werde Erntemaschinen haben, die Ich in diese Felder sende.
 
Macht euch bereit, denn Ich teile, um zu senden!
 
Verlasst euch nicht auf euren eigenen Verstand, denn die Erntefelder werden in dieser Stunde zugeteilt.“
 
Gottes Segen,
 
Chuck D. Pierce
GZI Ministries

In Matthäus 7,7-8 sprach Jesus unter anderem von der Beauftragung zur Suche sowie vom damit verbundenen Ergebnis der Findung von dem, wonach man sucht.
 
Matthäus 7,7-8:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
 
Die Suche nach den Eselinnen in der Sohnschaft
 
Anhand der Bibelstelle aus 1.Samuel 9-10 wird für uns das Prinzip des Suchens im Auftrag des himmlischen Vaters deutlich. Dort heißt es, dass der Vater von Saul mit dem Namen Kisch – „Bogen“ (Anm.: Regierungsgegenwart des Vaters; vgl. Hesekiel 1,28 i.V.m. Offenbarung 4,3), der ein Mann aus dem Stamm Benjamin – „Sohn der rechten Hand Gottes“ (Anm.: die Liebe und Gnade Gottes durch Jesus Christus; vgl. Lukas 22,69) und ein Sohn Abiëls – „Mein Vater ist Gott.“ (Anm.: Das Wissen des Lebens in der Beziehung mit Gott, dem Vater; vgl. Galater 4,6-7) war, beauftragt wurde seine Eselinnen zu suchen, die sich im Land verlaufen hatten.
 
Hierbei wurde Saul von seinem Vater ein Diener zur Seite gestellt, der ihn auf der Suche begleiten sollte (vgl. 1.Samuel 9,1-3).
 
1.Samuel 9,1-3:
1 Es war ein Mann von Benjamin, mit Namen Kisch, ein Sohn Abiëls, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Afiachs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein angesehener Mann.
2 Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger, schöner Mann und es war niemand unter den Israeliten so schön wie er, eines Hauptes länger als alles Volk.
3 Es hatte aber Kisch, der Vater Sauls, die Eselinnen verloren. Und er sprach zu seinem Sohn Saul: Nimm einen der Knechte mit dir, mach dich auf, geh hin und suche die Eselinnen.
 
Hierin wird die Bedeutung der Vaterschaft sowie der Sohnschaft in Christus Jesus für uns deutlich. Es heißt, dass der Vater von Saul ein Sohn Abiëls – „Mein Vater ist Gott, Besitzer Gottes“, des Sohnes Zerors – „gepacktes Packet“, des Sohnes Bechorats – „Erstgeburtsrecht, Erstgeborene, Erstgeburt“, des Sohnes Afiachs – „aussprechen, kühlen, sanftes Säuseln/leichter Wind in Form von anblasen“, des Sohnes eines Benjaminiters – „Sohn der rechten Hand Gottes oder des Glücks“ war, ein angesehener Mann.
 
Daraus wird erkennbar, dass Gott ein Gott der Generationen ist und seine Autorität und Herrschaft darin ausdrückt. Zudem wirkt Prophetie durch die Generationen hindurch. Auch wenn wir uns dessen manchmal nicht bewusst sind, wirkt Gott in den gegebenen Verheißungen durch Generationen.
 
Da es im Interesse Gottes ist, dass wir gemäß dem Prinzip der Suche nach Matthäus 7,7-8 auch finden, kommt es in unserem Leben in Christus Jesus vor, dass uns der Heilige Geist auf der Suche begleitet, so ähnlich, wie der Vater Sauls seinem Sohn einen Diener zur Suche zur Seite stellte.
Es ist der Heilige Geist, der uns in alle Wahrheit führt (vgl. Johannes 16,13a).
 
Johannes 16,13a:
13a Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. ...
 
Anhand der Generationslinie von Kisch wird eine geistliche Vorgehensweise der Verheißung Gottes deutlich, die sich in das Leben von Saul, seinem Sohn erstreckte, wobei es um folgende Schritte der Erkenntnis geht:
 
  1. Abiël => Bedeutung der Vaterschaft Gottes (vgl. Galater 4,6)
  2. Zeror => Bedeutung der Gaben und Ämter Gottes (1.Korinther 12,4-11; Epheser 4,11-12)
  3. Bechorat => Bedeutung des Besitztum Gottes (vgl. 2.Mose 13,11-13 i.V.m. Lukas 2,22-24)
  4. Afiach => Bedeutung des Heiligen Geistes und des Wirkens Gottes (vgl. Johannes 20,22 i.V.m. 1.Könige 19,12; Apostelgeschichte 2,2-4)
  5. Benjamin => Bedeutung der Regierungsherrschaft Gottes in Jesus Christus (vgl. Kolosser 3,1)
Der „Bogen“ und die „Pfeile“
 
Da der Name „Kisch“ wie bereits erwähnt „Bogen“ bedeutet und man Pfeile von einem Bogen abschießt, ist in der Beauftragung Sauls durch seinen Vater Kisch ein geistliches Prinzip in der geistlichen Kampfführung zu erkennen. Pfeile stehen gemäß Psalm 127,3-5 in Verbindung mit den Söhnen der Jugend, die eine kraftvolle geistliche Kommunikation im geistlichen Kampf gegenüber dem Widersacher darstellen.
 
Psalm 127,3-5:
3 Siehe, Kinder [Anm.: Söhne] sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.
4 Wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die Söhne der Jugendzeit.
5 Wohl dem, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden verhandeln im Tor.
 
Darüber hinaus wird durch die väterliche Beauftragung der Suche nach den Eselinnen deutlich, dass der himmlische Vater souverän ist und aus der „Dimension des Bogens (vgl. Offenbarung 4,3)“ weiß, wohin er seinen Pfeil schießt, was bedeutet, dass er bereits das Ziel in der Zukunft kennt. Das wiederum umfasst die höheren Gedanken und Pläne Gottes, die nicht immer das von uns anvisierte bzw. erwartete Ziel bedeuten, sondern das für Menschen Unmögliche (vgl. Jesaja 55,8-9 i.V.m. Matthäus 19,26).
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Matthäus 19,26:
26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.
 
Der Königreichsplan Gottes und die Königreichsdimension
 
Saul war mit dem von seinem Vater zur Seite gestellten Diener zwar auf dem Weg die Eselinnen zu suchen, jedoch wurde er von dem Seher bzw. Propheten Samuel mit dem „Königreichsplan Gottes“ in Berührung gebracht, der beinhaltete, dass Saul in der Sohnschaft stehend, König von Israel werden sollte (vgl. 1.Samuel 9,15-17).
 
1.Samuel 9,15-17:
15 Aber der HERR hatte Samuel das Ohr aufgetan einen Tag, bevor Saul kam, und gesagt: 16 Morgen um diese Zeit will ich einen Mann zu dir senden aus dem Lande Benjamin, den sollst du zum Fürsten salben über mein Volk Israel, dass er mein Volk errette aus der Philister Hand. Denn ich habe das Elend meines Volks angesehen, und sein Schreien ist vor mich gekommen.
17 Als nun Samuel Saul sah, tat ihm der HERR kund: Siehe, das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, dass er über mein Volk herrschen soll.
 
Es heißt, dass Saul nicht weiter nach den Eselinnen seines Vaters suchen musste, da diese nach Aussage des Propheten Samuel gefunden worden waren (vgl. 1.Samuel 9,20a).
 
1.Samuel 9,20a:
20a Und um die Eselinnen, die du vor drei Tagen verloren hast, sorge dich jetzt nicht; sie sind gefunden. …
 
Das zeigt uns deutlich den Auftrag des himmlischen Vaters, dass Saul in die Königreichsdimension eintreten sollte, obwohl sein irdischer Vater kein König war. Saul trat somit in eine größere Ebene ein als sein Vater selbst. Dieses Prinzip der Umsetzung des Größeren wird durch die Aussage Jesu deutlich, der davon sprach, dass wir größere Dinge tun werden als er selbst, da er zum Vater gegangen ist (vgl. Johannes 14,12).
 
Johannes 14,12:
12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.
 
In alledem ist es von größter Bedeutung, dass wir uns geistlich darum bemühen, die biblischen Zeiten Gottes zu erkennen und zu verstehen, so wie es der Stamm Issaschar tat, der als Stammessymbol ein Esel gemäß der Segnung Jakobs trägt (vgl. 1.Chronik 12,33 i.V.m. 1.Mose 49,14).
 
1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issachar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
1.Mose 49,14:
14 Issachar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
 
Es ist der Heilige Geist, der der Geist des Vaters ist und uns in alle Wahrheit führt, die erforderlich ist, dass wir in den Ewigkeitsplan Gottes und seine hohen Gedanken für uns eintreten, selbst dann, wenn wir kurz davor sind, aufgeben zu wollen.
 
Die „Honigwabe“ und das Festhalten am Auftrag des Vaters
 
Während der Suche nach den Eselinnen durchwanderten Saul und sein Diener verschiedene Regionen und kamen in das Gebiet Zuph – „Honigzelle, Überströmung, Honigwabe“, wo Saul die Suche nach den Eselinnen abbrechen und zu seinem Vater umkehren wollte.
 
Doch sein Diener ließ nicht vom Vorhaben ab, die Eselinnen weiter zu suchen, was dazu führte, dass sie sich einem Mann Gottes näherten, von dem sie nichts Weiteres wussten, als das er in der prophetischen Salbung agierte.
 
Aufgrund der prophetischen Salbung, unter der sich der Prophet Samuel bewegte, waren Saul und sein Diener bereit in seine Salbung zu investieren, weil sie wussten, dass sie durch den offenbarenden Rat Samuels Orientierung erhalten würden (vgl. 1.Samuel 9,4-10a).
 
1.Samuel 9,4-10a:
4 Und sie gingen durch das Gebirge Ephraim und durch das Gebiet von Schalischa und fanden sie nicht; sie gingen durch das Gebiet von Schaalim und sie waren nicht da; sie gingen durchs Gebiet von Benjamin und fanden sie nicht.
5 Als sie aber ins Gebiet von Zuf kamen, sprach Saul zu dem Knecht, der bei ihm war: Komm, lass uns wieder heimgehen; mein Vater könnte sich sonst statt um die Eselinnen um uns sorgen.
6 Der aber sprach: Siehe, es ist ein berühmter Mann Gottes in dieser Stadt; alles, was er sagt, das trifft ein. Nun lass uns dahin gehen; vielleicht sagt er uns unsern Weg, den wir gehen sollen.
7 Saul aber sprach zu seinem Knecht: Wenn wir schon hingehen, was bringen wir dem Mann? Denn das Brot in unserm Sack ist verzehrt und wir haben keine Gabe, die wir dem Mann Gottes bringen könnten. Was haben wir sonst?
8 Der Knecht antwortete Saul abermals und sprach: Siehe, ich hab einen Viertel-Silbertaler bei mir; den wollen wir dem Mann Gottes geben, dass er uns unsern Weg sage.
9 Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt, lasst uns zu dem Seher gehen! Denn die man jetzt Propheten nennt, die nannte man vorzeiten Seher. –
10a Saul sprach zu seinem Knecht: Du hast recht geredet; komm, lass uns gehen! …
 
Es war im Gebiet von Zuph – „Honigwabe“, wo Saul die Suche abbrechen wollte, doch Dank des Rates und der Investitionsbereitschaft seines Dieners brach Saul diese Suche nach den Eselinnen seines Vaters nicht ab.
 
Inmitten des Gebiets der „Honigwabe - Zuph“ bestand die Gefahr, dass Saul nicht mehr dem Auftrag seines Vaters folgen wollte, sondern bereit war, zu ihm umzukehren, weil er in seiner Seele (Anm.: Sitz von Wille, Gefühl und Verstand) falsche Schlussfolgerungen zuließ.
 
Gemäß dem Wort Gottes ist Honig, das Attribut, das zur Erleuchtung der Augen führt, um Kraft zu erhalten und einen großartigen Sieg zu erringen (vgl. 1.Samuel 14,29-30).
 
1.Samuel 14,29-30:
29 Da sprach Jonathan: Mein Vater bringt das Land ins Unglück; seht, wie strahlend sind meine Augen geworden, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe.
30 Fürwahr, hätte doch das Volk heute gegessen von der Beute seiner Feinde, die es gemacht hat! Wäre dann die Niederlage der Philister nicht noch größer geworden?
 
Und es ist wie bereits erwähnt die Führung des Heiligen Geistes, hier repräsentiert durch den Diener des Vaters von Saul, der mit Offenbarung in alle Wahrheit führt, um uns als Gottes Volk an unser Bestimmungsziel zu bringen (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Das Charisma Sauls
 
In unserem Leben kommt es ebenfalls vor, dass wir gelegentlich in ähnliche Situationen wie Saul gelangen, der ein schöner Mann war. Die Schönheit Sauls repräsentiert in diesem Fall den Wandel in der Herrlichkeit Gottes, da er das Ansehen seines Vaters widerspiegelte, so ähnlich wie es auch Jesus sagte, dass wer ihn sehe, den Vater selbst sieht (vgl. Johannes 14,9b).
 
Johannes 14,9b:
… 9b Wer mich sieht, der sieht den Vater! …
 
Als Gläubige in Jesus Christus besitzen wir das Privileg, Gott als Vater kennen zu dürfen, um ihn und seine Liebe wie Jesus Christus vor den Menschen in unserem Umfeld widerzuspiegeln (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 14,6.9b).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Johannes 14,6.9b:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. …
… 9b Wer mich sieht, der sieht den Vater! …
 
Die Phase des „Verlustes“
 
Gelegentlich lässt uns Gott ähnliche Situationen bzw. Umstände von scheinbarem „Verlust“ erleben, damit wir uns auf die Suche machen, tiefer in die prophetische Verheißung hineinzugehen, die er für uns bereitet hat.
 
Kurz erklärt, beinhaltet die prophetische Verheißung, dass man durch die Bewegung des Heiligen Geistes im Glauben in den übernatürlichen Bereich schaut, um das zu sehen, was Gott derzeit offenbart bzw. geplant hat.
 
Wenn uns Gott, der himmlische Vater einen Auftrag gibt, ist dieser mit seinem Verlangen verbunden, uns tiefer in sein Wesen hineinzuführen. Dieser göttlich-väterliche Auftrag bewirkt, dass wir in uns ein Verlangen verspüren, das zu suchen, was uns fehlt. Das ist ein normaler geistlicher Prozess, der mit dem Durst und Hunger nach mehr von Gott und seiner Gegenwart gleichzusetzen ist (vgl. Johannes 7,37 i.V.m. Matthäus 7,9-11).
 
Johannes 7,37:
37 Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
 
Matthäus 7,9-11:
9 Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete?
10 Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete?
11 Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
 
Diese Art von Suche hat zur Folge, dass wir das von Gott erhalten, wonach wir auf der Suche sind (vgl. Matthäus 7,7).
 
Matthäus 7,7:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
 
Während Saul und sein Diener nicht von dem Auftrag des Vaters abließen weiter nach den Eselinnen zu suchen, näherten sie sich Stück für Stück der prophetischen Gegenwart Gottes, die durch den Propheten Samuel repräsentiert wurde.
 
Die Bedeutung der geisterfüllten Frauen
 
Eine bedeutende Stellung bei ihrer Suche nach prophetischer Orientierung nahmen die jungen Frauen ein, die gerade auf ihrem Weg waren, Wasser zu schöpfen (vgl. 1.Samuel 9,11-14).
 
1.Samuel 9,11-14:
… 11 und den Aufgang zur Stadt hinaufstiegen, trafen sie Mädchen, die herausgingen, um Wasser zu schöpfen. Zu ihnen sprachen sie: Ist der Seher hier? – 9 Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt, lasst uns zu dem Seher gehen! Denn die man jetzt Propheten nennt, die nannte man vorzeiten Seher. – 12 Sie antworteten ihnen: Ja, er war gerade vor dir da; eile, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opferfest hat auf der Höhe.
13 Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdet ihr ihn finden, ehe er hinaufgeht auf die Höhe, um zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er kommt; er segnet erst das Opfer, danach essen die, die geladen sind. Darum geht hinauf, denn jetzt werdet ihr ihn treffen.
14 Und als sie hinauf zur Stadt kamen und in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus ihnen entgegen und wollte auf die Höhe gehen.
 
Es ist demnach sehr wichtig, dass wir als Männer im Leib Jesu die Bedeutung der geisterfüllten (Anm.: von oben geboren) Frauen nicht unterschätzen, weil sie dabei behilflich und unterstützend sind, in das Vollmaß zu führen! Nicht umsonst benötigte Adam für seine Aufgabe eine Gehilfin (vgl. 1.Mose 2,18)!
 
1.Mose 2,18:
18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
 
Wahres geistliches Leben kann nur durch Männer und Frauen in Kooperation hervorgebracht und aufrechterhalten werden!
 
Die Wegweisung der jungen Mädchen zur Zeit Sauls, die die Bewegung des Heiligen Geistes und die offenbarende Wahrheit Gottes ehrten (Anm.: sie waren auf dem Weg Wasser zu schöpfen), führte dazu, dass Saul mit seinem Diener auf Samuel traf. Erst von ihm wurde er in eine höhere Autorität, nämlich die des Königs, eingesetzt und gesalbt.
 
Saul trat durch den Auftrag seines Vaters Kisch die Eselinnen zu suchen, tiefer in die prophetische Salbung ein, die ihn in einen höheren Autoritätsbereich brachte. Es war die prophetische Salbung, die Saul zu einem neuen Menschen umwandelte (vgl. 1.Samuel 10,5-6).
 
1.Samuel 10,5-6:
5 Danach wirst du nach Gibea Gottes kommen, wo die Wache der Philister ist; und wenn du dort in die Stadt kommst, wird dir eine Schar von Propheten begegnen, die von der Höhe herabkommen, und vor ihnen her Harfe und Pauke und Flöte und Zither und sie werden in Verzückung sein.
6 Und der Geist des HERRN wird über dich kommen, dass du mit ihnen in Verzückung gerätst; da wirst du umgewandelt und ein anderer Mensch werden.
 
Anhand der Suche Sauls wird demnach für uns deutlich, dass Gott, der himmlische Vater einen größeren Plan für uns vor Augen hat, als wir es in erster Linie denken. Sein Auftrag an uns auf die Suche zu gehen, beinhaltet nicht nur das zu finden, was wir suchen, sondern den Eintritt in einen noch höheren Bereich seiner Gegenwart und Autorität, um auf der Erde seine Pläne und hohen Gedanken zu administrieren (vgl. Jesaja 55,8-9).
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Im richtigen Verständnis von Zeit und unserem verantwortlichen Umgang mit den Zeiten Gottes erkennen wir zunehmend, was der Vater für uns möchte, und inwieweit wir dazu unsere eigenen Vorstellungen ablegen dürfen, um das größere Bild der Pläne Gottes zu erkennen in unserem Auftrag zur Suche.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Als Volk Gottes nähern wir uns nach biblischer Zeitrechnung dem Schawuot- und biblischen Pfingstfest, bei dem die Verbindung zu den richtigen Heiligen zur richtigen Zeit am richtigen Ort eine bedeutende Rolle spielt. Erst daraus erwächst Strategie und garantiert darin den kommenden Erfolg, den Gott für sein Volk bereithält.
 
Das Obergemach und die extremen Unterschiede
 
Hierbei liegt auf dem Obergemach der Schwerpunkt.
Das hebräische Wort für „Obergemach“ ist „‘ălîjāh“ und ist abgeleitet von dem Wurzelwort „‘ālāh“, was „hinaufgehen, aufsteigen“ bedeutet (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu den hebräischen Worten „‘ălîjāh“ und „‘ālāh“ mit der Wortschlüsselnummer: 6062, 6045). Das eben genannte Wurzelwort wird verwendet für die souveräne und befreiende Führung Gottes des Volkes Israel aus Ägypten (vgl. 2.Mose 3,8).
 
2.Mose 3,8:
8 Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie herausführe [Anm.: heraufführe] aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.
 
Somit wird durch das Obergemach deutlich, dass es der Plan Gottes ist, uns als sein Volk aus einer beschränkten geistlichen Ebene in eine höhere geistliche Ebene eintreten zu lassen.
 
Bei einem Obergemach handelt es sich um einen höheren Ort in einem Gebäude, was in einem biblischen Kontext mit einer größeren geistlichen Qualität in zwischenmenschlichen Beziehungen und der Intensivierung des Heiligen Geistes verbunden ist.
 
Die Zunahme des Heiligen Geistes setzt die Zeit im Obergemach von Pessach zur Zeit Jesu voraus und umfasst eine Atmosphäre von Kompromisslosigkeit in Form von Kühle und Hitze, ähnlich wie es auch das Volk Israel in der Wüste durch die Wolken- und Feuersäule erlebte (vgl. Lukas 22,7-15 i.V.m. Apostelgeschichte 1,13a; Apostelgeschichte 2,1-3; Offenbarung 3,15; 2.Mose 13,21-22).
 
Lukas 22,7-15:
7 Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passalamm opfern musste.
8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passalamm, damit wir es essen.
9 Sie aber fragten ihn: Wo willst du, dass wir es bereiten?
10 Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, 11 und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist der Raum, in dem ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern?
12 Und er wird euch einen großen Saal [Anm.: ein Raum im Obergemach) zeigen, der mit Polstern versehen ist; dort bereitet es.
13 Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm.
14 Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm.
15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide.
 
Apostelgeschichte 1,13a:
13a Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach des Hauses, …
 
Apostelgeschichte 2,1-3:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, …
 
Offenbarung 3,15:
15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest!
 
2.Mose 13,21-22:
21 Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.
22 Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.
 
Man kann diese Zeit der geistlichen Zunahme auch als eine Phase der „extremen Unterschiede“ bezeichnen, in denen sich der Heilige Geist offenbart, was unseren geistlichen Hunger nach mehr von ihm umfasst. Der HERR möchte uns mit seiner geistlichen Fülle begegnen, um die „Leere“ in Form des geistlichen Hungers zu füllen.
 
Die geistliche Fülle umfasst unter anderem ein Maß an neuer Kommunikation, die uns durch Offenbarungserkenntnis in eine größere geistliche Reife bringt.
 
Der Kämmerer und Philippus
 
Es verhält sich ähnlich wie bei dem Kämmerer der Königin von Äthiopien, der sich von Jerusalem mit seinem mit Pferden angespannten Wagen auf dem Weg zurück nach Äthiopien befand. Während er die Schriftrolle des Propheten Jesaja, die im Kapitel 53 das Geheimnis von Jesus Christus als dem Pessachlamm trägt studierte, saß er an einem erhöhten Ort, nämlich auf seinem Wagen (vgl. Apostelgeschichte 8,26-28).
 
Apostelgeschichte 8,26-28:
26 Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist.
27 Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer und Mächtiger am Hof der Kandake, der Königin von Äthiopien, welcher ihren ganzen Schatz verwaltete, der war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten.
28 Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.
 
Währenddessen war der Apostel Philippus bereits angefüllt mit Offenbarungserkenntnis, so dass der Geist Gottes ihn anwies, seine geistliche Reife zum Kämmerer zu bringen, der sich auf seinem Wagen an einem erhöhten Ort befand, um dort von Gott zu empfangen, ohne zu wissen, dass Philippus geistgeleitet plötzlich an seinem Wagen auftauchen würde. An dieser Stelle liegt ein Schwerpunkt auf dem Ausgangspunkt beider Personen, die die Stadt Jerusalem als ihren Ursprungsort hatten, jedoch nach ihrer Begegnung an unterschiedliche Bestimmungsorte gingen (vgl. Apostelgeschichte 8,39-40).
 
Apostelgeschichte 8,39-40:
39 Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich.
40 Philippus aber fand sich in Aschdod wieder und zog umher und predigte in allen Städten das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam.
 
Durch diese Begegnung zwischen Philippus und dem Kämmerer wird deutlich, dass die geographische Lage des temporären Aufenthaltsortes mit dazu beitrug, dass es zur Beschneidung des Herzens des Kämmerers kam und in ihm die Erkenntnis der Wahrheit zur Ehre Gottes zunehmen konnte (vgl. Römer 2,29 i.V.m. Apostelgeschichte 8,36-38; 1.Timotheus 2,4-6).
 
Römer 2,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
 
Apostelgeschichte 8,36-38:
36 Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert es, dass ich mich taufen lasse?
37 Philippus aber sprach: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so kann es geschehen. Er aber antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist.
38 Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.
 
1.Timotheus 2,4-6:
… 4 welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde.
 
Die Taufe des Kämmerers fand statt, weil er hungrig nach der offenbarenden Wahrheit aus Jesaja 53,7-8 war, die ihm durch Philippus in seiner geistlichen Reife dargelegt wurde, wobei sich beide gemeinsam am gleichen erhöhten Ort - auf dem Wagen sitzend - befanden (vgl. Apostelgeschichte 8,28-38).
 
Apostelgeschichte 8,28-38:
28 Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.
29 Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen!
30 Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest?
31 Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
32 Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser (vgl. Jesaja 53,7-8): „Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf.
33 In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.“
34 Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem?
35 Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Wort der Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.
36 Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert es, dass ich mich taufen lasse?
37 Philippus aber sprach: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so kann es geschehen. Er aber antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist.
38 Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn.
 
Der Ursprungsort Jerusalem
 
Auch Jesus wies seine Jünger an nach Jerusalem zu gehen, um die Kraft aus der Höhe zu empfangen, woraus deutlich wird, dass Jerusalem ein wichtiger geistlicher Fixpunkt war, der tiefer in die Dimension des Geistes führte, um darin den Weg in der zugeteilten Berufung weiter fortzusetzen (vgl. Lukas 24,49 i.V.m. Apostelgeschichte 1,8-12).
 
Lukas 24,49:
49 Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.
 
Apostelgeschichte 1,8-12:
… 8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
9 Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.
11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
12 Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, der heißt Ölberg und liegt nahe bei Jerusalem, einen Sabbatweg entfernt.
 
Jerusalem ist der Bauchnabel der Erde und Israel der Augapfel Gottes (vgl. Hesekiel 38,12; Sacharja 2,12).

Hesekiel 38,12:
… 12 damit du rauben und plündern kannst und deine Hand an die zerstörten Orte legst, die wieder bewohnt sind, und an das Volk, das aus den Heiden gesammelt ist und sich Vieh und Güter erworben hat und in der Mitte (Anm.: Nabel) der Erde wohnt.

Sacharja 2,12:
12 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der mich gesandt hat, über die Völker, die euch beraubt haben: Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an.
 
In einem geistlichen Kontext gesprochen, kommt der Charakter der Hauptstadt Jerusalem einer geöffneten Tür im Himmel gleich. Diese basiert auf der Intimität mit Jesus Christus als dem Bräutigam in Form des Wandels in der ersten Liebe und der kontinuierlichen wahrhaftigen Beziehung zu ihm, da die Stadt als die Braut und auch Ehefrau des Lammes bezeichnet wird (vgl. Offenbarung 21,2.9-10).

Offenbarung 21,2.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, …
 
Jerusalem und die neue Dimension der Erkenntnis
 
Diese Stadt entspricht einer neuen Dimension der Erkenntnis von Christus als dem ewigen König. Bei dieser Dimension handelt es sich für uns als Jünger um eine höhere geistliche Ebene, was anhand der Bibelstelle aus Offenbarung 19,11-16 für uns deutlich wird.
 
Dort sieht Johannes den Himmel in einer neuen Ebene geöffnet und erkennt Christus als den ewigen König, der sich reitend auf einem weißen Pferd mit seinem königlichen Heer kriegerisch in verschiedenen Facetten offenbart.
 
Er ist der Treue und Wahrhaftige, der Verborgene – mit Namen, den niemand kannte als er selbst; als das Wort Gottes, König aller Könige und HERR aller Herren bewegt er sich voran.

Offenbarung 19,11-16:
11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.
12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst.
13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes.
14 Und ihm folgte das Heer des Himmels auf weißen Pferden, angetan mit weißem, reinem Leinen.
15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, 16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.
 
Das himmlische bzw. messianische Jerusalem kann den Zutritt durch Christus in zwölf verschiedenen Charakteren gewähren, die sich aus den zugeteilten Engeln der 12 Stämme Israels ergeben, die in einer Allianz von jeweils drei Einheiten den vier Winden zugeordnet sind (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Offenbarung 21,10-13.21a).

Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Offenbarung 21,10-13.21a:
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. …
21a Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, …

Dieser Zutrittsbereich durch die Perlentore der Stadt beinhaltet den Zugang ins Königreich des Himmels, da dieses selbst einer Perle gleichkommt (vgl. Matthäus 13,44-46).

Matthäus 13,44-46:
44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
 
Die richtige Fokussierung und das Emporheben auf eine höhere geistliche Ebene
 
Der geistliche Fokus auf Jerusalem bedeutet demnach eine Zunahme an apostolischem Regierungsverständnis sowie der engen Liebesbeziehung zu Christus Jesus als Bräutigam und Ehemann (vgl. Offenbarung 21,2.9-10).
 
Offenbarung 21,2.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, …
 
Darüber hinaus hält sich der himmlische Vater in Form des Allmächtigen und das Lamm Gottes als Tempel in der Stadt auf (vgl. Offenbarung 21,22).
 
Offenbarung 21,22:
22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
 
Die richtige geistliche Fokussierung in uns zu haben, bringt ein Emporheben auf eine höhere geistliche Ebene hervor. Diese sogenannte Hinwegnahme beinhaltet, an einem anderen höheren Ort zu sein, so wie es in Lukas 9,51 beschrieben ist.
 
Lukas 9,51:
51 Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass er hinweggenommen werden sollte, da wandte er sein Angesicht, stracks nach Jerusalem zu wandern.
 
Das bedeutet, dass egal wo wir uns buchstäblich geographisch befinden, wir uns der Dimension Jerusalems – „Gründung des Friedens“ in unserem Herzen bewusst sein sollten.
 
Jeremia 1,18a offenbart uns, dass es möglich ist, eine Stadt zu sein. Das bedeutet, die Kultur der Stadt zu tragen, die mit dem höchsten Maß von geistlicher Beziehung zum Lamm Gottes, Christus verbunden ist. Diese Kultur der Stadt in sich zu tragen im geistlichen Leben bedeutet auch, dass diese mit seinem Frieden einhergeht, der absichert. Darin findet jede Form von Verachtung, Hass, Angst und Sorgen keinen Platz.
 
Jeremia 1,18a:
18a Denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Säule, zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande …
 
Es war Jeremia, der als das Volk Israel in die Gefangenschaft nach Babel geführt wurde von Jerusalem aus diente und in Israel bzw. Mizpa – „Bergwarte, Turmwarte“ verweilen durfte (vgl. Jeremia 38,28; Jeremia 40,6).
 
Jeremia 38,28:
28 Und Jeremia blieb im Wachthof bis auf den Tag, da Jerusalem eingenommen wurde.
 
Jeremia 40,6:
6 So kam Jeremia zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, nach Mizpa und blieb bei ihm unter dem Volk, das im Lande noch übrig geblieben war.
 
Diese Zeit vor und zu Schawuot, dem Fest der Wochen, möchte der himmlische Vater uns als sein Volk in Christus begegnen und noch mehr ausfüllen mit seinem herrlichen Geist, der in uns Großes bewirkt, um unsere Berufung erfüllen zu können.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm