In Verbindung mit der Aussendung des Raben und der Taube durch Noah (Anm.: bedeutet „Ruhe, Trost“) nach der Sintflut, den Wassern der Gerechtigkeit Gottes waren diese entscheidend. Sie waren erforderlich, dass sich die Arche auf der von Gott vorherbestimmten Anhöhe des Gebirges Ararat niederließ (vgl. 1.Mose 8,4-5).
 
1.Mose 8,4-5:
4 Am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat.
5 Es nahmen aber die Wasser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor.
 
Hierbei wird für uns auch deutlich, dass es nicht Noah war, der sich den Ort der Niederlassung aussuchte, sondern Gott, indem er die Wasser zurückgehen ließ. Der Name „Ararat“ bedeutet übersetzt „Spiegel“, was ein Hinweis auf die Reflexion durch Glauben ist (vgl. 2.Korinther 3,18).
 
2.Korinther 3,18:
18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
 
Die Arche von Noah und der Geist Gottes
 
Darüber hinaus bewegte sich die Arche auf ähnliche Weise auf dem bzw. über dem Wasser, so ähnlich wie es auch der Geist Gottes bei der Erschaffung von Himmel und Erde tat.
 
Da wir keine bleibende Stätte auf Erden suchen, sondern vielmehr nach der ewigen Zukünftigen und die Arche für Noach, dessen Familie und Tiere „ein Vehikel des Übergangs“ war, die sich mit der Dynamik des Wassers bewegte, liegt darin die Bedeutung des Wandels im Geist verbunden mit der richtigen geistlichen Perspektive (vgl. 1.Mose 1,1-2; Römer 12,2 i.V.m. Hebräer 13,14).
 
1.Mose 1,1-2:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Hebräer 13,14:
14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
 
Für jeden, der aus dem Geist geboren ist, heißt das, dass wir nicht den Ausgangspunkt des Heiligen Geistes sowie seinen Bestimmungsort wissen (vgl. Johannes 3,7-8).
 
Johannes 3,7-8:
7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden.
8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
 
Das bedeutet für jeden aus dem Willen Gottes geborenen Gläubigen in Christus Jesus, dass wir durch die Einwirkung des Geistes Gottes zu einem Momentum des Heiligen Geistes werden, weil wir sein Wirken durch den Wandel vor den Menschen offenbaren, sofern wir uns dem Heiligen Geist öffnen und durch uns wirken lassen.
 
Zu diesem Zweck ist es wichtig, dass wir es dem Geist der Prophetie, der das Zeugnis Jesu ist, erlauben durch unsere prophetische Befähigung, die wir aus Gnade erhalten haben zu dienen und darin zu wirken (vgl. Offenbarung 19,10e).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Das geöffnete Fenster und die Gabe der Prophetie
 
Diese prophetische Befähigung entspricht dem Fenster, das Noah für die Arche machte, um es später zu verwenden, nämlich auch für den bedeutenden Zweck, den Raben sowie auch die Taube fliegen zu lassen (vgl. 1.Mose 8,6-8 i.V.m. 1.Korinther 14,1).

1.Mose 8,6-8:
6 Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden.
8 Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden.
 
1.Korinther 14,1:
1 Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede!
 
Es ist kein Zufall, dass die Vögel in der Entstehung der Schöpfung vor dem Menschen, nämlich am fünften Tag erschaffen wurden, und in diesem Kontext auf eine bestimmte Qualität des Geistes hinweisen.
 
In der Aussendung des Raben und der darauffolgenden Taube leitete Noah eine Phase „des Kontrasts“ bzw. des Gegensatzes im geistigen Bereich ein, worin für uns die Bedeutung unserer freiwilligen Einwilligung oder Ablehnung gemäß den biblischen Werten in Form unseres „Ja!“ und „Nein!“ zu finden ist (vgl. Matthäus 5,37).
 
Matthäus 5,37:
37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.
 
Ein Kontrast bezeichnet z.B. die Differenz zwischen hellen und dunklen Bereichen bzw. Farben innerhalb eines Bildes oder einer Abbildung. Es ist unersetzlich, dass wir uns mit der uns von Gott zugeteilten gegebenen geistlichen Qualität im Geist der Prophetie bewegen, um stets die richtige Perspektive über die jeweiligen Umstände zu haben.
 
Erst das hilft uns die komplexen Umstände aus einer geistlichen Perspektive neutral (Anm.: ohne emotionale Verzerrungen) und in der Nüchternheit des Geistes richtig einschätzen sowie beurteilen zu können (vgl. 1.Petrus 5,8a).
 
1.Petrus 5,8a:
8a Seid nüchtern und wacht; …
 
Auch Jesus ermahnte seine Jünger „zu wachen“ und im Gebet aktiv zu sein, um der Verführung des Widersachers im Einwirken durch Umstände heiligen Widerstand zu leisten (vgl. Matthäus 26,41a).
 
Matthäus 26,41a:
41a Wachet und betet, …
 
Das Wort „wachen“ bedeutet hierbei, das zu beobachten, was aus einem selbst oder auch anderen Menschen hervorkommt sowie auf das zu achten, was sich in der Umgebung um einen herum abzeichnet.
 
Das Gebirge Ararat und die neue Zeit
 
Gott, der Geist ist, führte die Arche auf eine der Bergspitzen des Gebirges Ararat, was zugleich auch ein Hinweis darauf ist, im richtigen Zeitpunkt Gottes positioniert zu sein (vgl. Johannes 4,24a).
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Das im Hebräischen verwendete Wort für Spitze bzw. Haupt (Anm.: hebr. „rō’š“) geht mit dem Beginn eines biblischen Monats bzw. Jahres einher wie bei Rosch Chodesch, Rosch ha-Schana. In solchen Zeitfenstern ist es ratsam und weise die vergangene Zeit abzulegen, d.h. Vergangenes loszulassen und bereit zu sein, die neue Zeit mit Gott zu beschreiten.
 
Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der geistlichen Beständigkeit und der Entwicklung der Frucht des Geistes in Form von Geduld. Das ist, worauf der Rabe unter anderem in diesem Kontext ein Hinweis sein kann.
 
Der Name „Noah“ bedeutet wie bereits erwähnt „Ruhe, Trost“ und kann als Hinweis auf Christus Jesus deinen, der der HERR über den Tag der Ruhe – dem Sabbat ist (vgl. Matthäus 12,8).
 
Matthäus 12,8:
8 Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat.
 
Da der Rabe sowie auch die Taube Flügel haben, weisen diese auf unterschiedliche Kräfte des Geistes hin, wie beispielsweise zuvor beim Raben erwähnt auf Beständigkeit und Geduld im Leben eines Gläubigen.
 
Die Taube hingegen soll uns als Hinweis auf die Präsenz des Heiligen Geistes in Verbindung mit Demut dienen, der immer wieder von Christus nimmt, um die Wahrheit im jeweiligen Moment bzw. der jeweiligen Phase zu offenbaren (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Der Ölbaum und die Dimension der Ruhe Gottes
 
In diesem Fall war es Gottes Absicht, die verborgene offenbarende Wahrheit über den messianischen Leib Jesu in Form des Ölbaums aus der Dimension der Ruhe Gottes (Anm.: Noah wartete bei der Aussendung der Taube sieben Tage) zu offenbaren (vgl. 1.Mose 8,10-12 i.V.m. Römer 11,17-18).
 
1.Mose 8,10-12:
10 Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche.
11 Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug es in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden.
12 Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm.
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
 
=> Die Erkenntnis über die Ruhe Gottes, dass das Ausruhen im vollendeten Werk Jesu umfasst, ist eine segensreiche Perspektive. Weiterhin ist es einer der größten Segnungen im Leben eines Menschen zu entdecken, dass Jesus Christus wahrhaftig den Sieg errungen hat und wir ihm diesbezüglich einfach nur vertrauen müssen (vgl. Johannes 19,30 i.V.m. 1.Korinther 15,54-57).
 
Johannes 19,30:
30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied.
 
1.Korinther 15,54-57:
54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (vgl. Jesaja 25,8; Hosea 13,14): „Der Tod ist verschlungen vom Sieg.
55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“
56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.
57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
 
Jeder Gläubige sollte unbedingt in diese Ruhe in Christus eintreten.
Wie dem auch sei, selbst wenn wir alles wirklich verstehen würden, was Jesus Christus für uns vollbracht hat und geistlich seine Ruhe erleben, können wir trotzdem gelegentlich körperlich und emotionell erschöpft werden.
 
Gott ist nicht nur an unserer geistlichen Seite interessiert, sondern er möchte uns in jedem Bereich unseres Lebens segnen, denn er hat den Menschen dreifaltig erschaffen, nämlich mit einem Geist, einer Seele und einem Körper.
 
Wir dürfen anerkennen, dass Gott danach verlangt, dass wir in seine Ruhe eintreten und das nicht nur auf eine geistliche oder theologische Weise, sondern auf eine Weise, die beinhaltet, dass wir seine Gegenwart und Freude jede Woche genießen dürfen (vgl. Markus 2,27).
 
Markus 2,27:
27 Und er (Anm.: Jesus Christus) sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
 
Daher hat Gott für uns persönlich sowie für unsere Familien besondere Zeiten bereitet, damit wir uns ausruhen, indem wir die Wiederherstellung von unserer Kraft erlangen. Es bedeutet Zeiten, die besonders für uns bereitet wurden, damit wir Gottes Güte sowie neue Kraft erlangen und somit in der Lage sind weiter voranzugehen und die Hindernisse zu überwinden, um unserer Bestimmung zu folgen.
 
Gott möchte für uns, dass wir zu seiner besonderen Zeit anhalten und uns Zeit nehmen, um uns daran zu erinnern, dass er gut ist (vgl. Psalm 103,2).
 
Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: … <=
 
(Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf der Thematik der Ruhe Gottes aus dem Buch “A Time To Advance” (ISBN-13: 978-0-9791678-3-6; Glory Of Zion International [auf Deutsch: „Eine Zeit vorwärts zu gehen“, Anm. d. Übers.]) von Chuck D. Pierce mit Robert und Linda Heidler.)
 
In diesem Zusammenhang soll uns der kontinuierliche Flug des Raben zur Zeit von Noah dienen. Wir sind in unserem geistlichen Wandel der Beständigkeit und Geduld davon abhängig, dass die Präsenz der „Taube“ also des Heiligen Geistes in der Dynamik der Ruhe Gottes in unsere geistliche Sphäre kommt.
 
Es geht darum, uns in unserem Wandel des Geistes zu bestärken, so dass wir die Nahrung der Propheten in Form „des Manna des Himmels“ in der geistlichen Sphäre finden und auf diese Weise in unserem Geistmenschen an Stärke zunehmen (vgl. 1.Mose 8,6-8 i.V.m. Matthäus 3,16b; Johannes 6,51; 1.Könige 17,4-6).
 
1.Mose 8,6-8:
6 Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden.
8 Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden.
 
Matthäus 3,16b:
… 16b Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.
 
Johannes 6,51:
51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.
 
1.Könige 17,4-6:
4 Und du sollst aus dem Bach trinken und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.
5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt.
6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends und er trank aus dem Bach.
 
Die zwei Vögel und der Tag der Gnade
 
Im Zusammenhang mit dem Kopfbereich (Anm.: hebr. „rō’š“) des Geliebten aus dem Hohelied, der Jesus Christus repräsentiert, mit dem schwarzen Federkleid des Raben sowie dem weißen Federkleid der Taube wird für uns deutlich, dass diese mit den Locken und den Augen des HERRN verbunden sind (vgl. Hohelied 5,11-12).
 
Hohelied 5,11-12:
11 Sein Haupt ist das feinste Gold. Seine Locken sind kraus, schwarz wie ein Rabe.
12 Seine Augen sind wie Tauben an den Wasserbächen, sie baden in Milch und sitzen an reichen Wassern.
 
Das umfasst ein übernatürliches Verständnis der Geheimnisse des Wortes Gottes (Anm.: Locken => Schriftrollen) und die richtige prophetische reine Sicht durch den Geist der Weisheit und Offenbarung, die auf der Grundlage des reinen Glaubens beruhen (Anm.: Gold; vgl. Epheser 1,17-18 i.V.m. Offenbarung 3,18a).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Offenbarung 3,18a:
18a Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, …
 
Noah sollte die Schöpfung des fünften Tages (Anm.: in diesem Fall die Vögel) dazu gebrauchen, um zu prüfen, ob das Wasser der Zeit des Gerichts abnahm, was demnach kein Zufall ist (vgl. 1.Mose 1,20-23).

1.Mose 1,20-23:
20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels.
21 Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden.
23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

Durch diese Aussendung Noahs gab es eine sogenannte Gegenüberstellung zwischen dem Tag der Gnade und dem des Gerichts. Es war der Tag der Gnade, der das Gericht beendete und den neuen Tag in der Schöpfung ankündigte.
 
Das bedeutet in einem prophetischen Kontext gesprochen, dass Noah in der Kraft der Gnade Gottes, repräsentiert durch die Zahl 5, handelte und beide Vögel, nachdem die Bergspitzen sichtbar wurden am 11. Tag des biblischen Monats „Ab“ aussandte. Dieser biblische Monat bedeutet „Fülle, Frucht, Vater“.

Noah öffnete inmitten der Positionierung einer neuen geistlichen Zeit, eine neue geistliche Dimension der prophetischen Schau und erzeugte durch die Freisetzung des „Kontrasts“ des Raben mit schwarzem Federkleid sowie der Taube mit weißem Federkleid einen neuen Tag der Gnade inmitten der Fülle des Vaters.

In diesem Kontext repräsentiert der schwarze Rabe mit seinen Flügeln den Abend und die weiße Taube mit ihren Flügeln den Tag. Beide Vögel sind der Hinweis auf ein geistliches Zeitfenster der Versorgung des Vaters.

Die Begründung liegt darin, weil es die Vogelgattung des Raben war, die den Propheten Elija während einer Hungersnot im Auftrag Gottes am Bach Krit versorgte. Und es war die Vogelgattung der Taube, deren Gestalt sich der Heilige Geist erwählte, um sich während der Taufe Jesu auf ihm niederzulassen, so dass er sich voll des Heiligen Geistes in die Wüste zur Prüfung begab (vgl. 1.Könige 17,3-4 i.V.m. Lukas 3,21-22; Lukas 4,1).

1.Könige 17,3-4:
3 Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt.
4 Und du sollst aus dem Bach trinken und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.
 
Lukas 3,21-22:
21 Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, 22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

Lukas 4,1:
1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt …

Es ist der Heilige Geist, durch den wir im Geist der Sohnschaft Christi zum Vater ausrufen (vgl. Römer 8,15 i.V.m. Galater 4,6).
 
Römer 8,15:
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!

Galater 4,6:
6 Weil ihr nun Kinder (Anm.: Söhne) seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!

Dementsprechend manifestierte Gott durch Noah ein neues Zeitfenster seiner Gnade, das mit seiner väterlichen Fülle ummantelt war, weil bei Gott der Tag mit dem Abend beginnt und auch Noah zuerst den Raben aussandte und eben kurz danach die Taube (vgl. 1.Mose 1,1-5).

1.Mose 1,1-5:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Möge dieses geöffnete Fenster und die Dynamik des Geistes Gottes spürbar sein in unserem Leben in allem Vorangehen in der Fülle der Gnade Gottes in dieser Zeit des Übergangs.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm



PROPHEZEIT AM 07./12 JUNI 2024 | 01./07. SIWAN 5784, 2. TAG SCHAWUOT, NAJOTH BERLIN – SPANDAU
 
„Da ist ein Geräusch in meinen Ohren, das ich höre! Es ist ein lauter Klang, der Fülle von Regen! Und aufgrund dieses Klangs, prophezeite der Prophet zu der Regierung, die in ihrer „siebenten Position“ stand!
Sie wissen nicht, dass sich der Vater dahinter verbirgt! Die Liebe des Vaters ist dahinter, spricht der Geist des Propheten!
 
Und der HERR spricht: „Ich spreche nicht zu dieser Nation! Ich spreche zu dem Kontinent, der sich Europa nennt! Ich sagte, dass ihr am Sonntag eine große Verschiebung sehen würdet, die zu einer Erschütterung beiträgt!
 
Da ist eine Bewegung im politischen Bereich!
Könige kommen und Könige gehen, weil es eine Verschiebung des „siebenten Königs“ gibt!“
Der Geist des Propheten spricht im Geist der Furcht des HERRN in der Vergangenheitsform!
 
Weil der Prophet sprach und der Regierung befahl eine Verschiebung zu vollziehen und auf neue Weise zu handeln, wird die politische Arena nicht mehr so aussehen, wie sie zuvor gesehen wurde (vgl. 1.Könige 18,41-46)!
 
Da sind viele Verschiebungen in den Himmeln! Da sind viele Verschiebungen in den Wassern!
Sie denken, dass es um den „Fisch“ geht, und das ist richtig aber sie verstehen nicht, dass es um das Boot unter dem Wasser geht! Schaut auf dieses Boot! Es macht eine Verschiebung, weil Nationen dabei sind, sich zu verschieben! Es spielt sich hinter den „Kulissen“ ab! Es ist hinter dem Vorhang!
 
Die Entscheidungen sind bereits getroffen! Die Gesellschaft hat es nicht gesehen aber sie werden es erkennen! Die Begründung hierfür ist, weil der Prophet die Fülle der Ausgießung des Regens hörte, spricht der Geist des Propheten!
 
Und der HERR spricht: „Ihr werdet anfangen, die Beschleunigung und die Vorbereitung Meiner Ekklesia durch ihre Fürbitte aufgrund Meines Wortes zu sehen!
ICH habe ihre „siebenfältige Bewegung“ gesehen! ICH habe sie gesehen, und es ist etabliert! Und weil es geschehen ist, antworte ICH! ICH reagiere! ICH BIN die Reaktion! ICH BIN DER, DER in Aktion tritt!
 
Da gibt es ein „Wer?“ und da gibt es ein „Warum?“ ICH beantworte diese Fragen nicht, weil die Antwort in der Aktion liegt!
Sie schauen alle auf die Oberfläche des Wassers, aber ICH sage, dass ICH unter den Wassern BIN! ICH BIN in den Wassern!
Sie erwarten das Schiff auf dem Wasser, aber es ist unter Wasser!
 
ICH bringe einen Neuanfang, bevor es in der Zeit erwartet wird! Ich tue es vor ihrer Zeit!
Mit „ihrer“ sind die Bösen gemeint! ICH werde tätig, bevor sie agieren, weil der Kopf und der Klang zwischen den Knien des Propheten sind!
Ihr werdet Gebet und Fürbitte aufgrund Meiner Vibration und Meinem Klang intensiviert sehen!
ICH wirke von Innen nach Außen! ICH beginne von der Rechten und von der Linken! Synchron werde ICH es vollziehen! Es ist Eins in Zweien! Es ist der Eine in Zwei!
 
Sie werden Meine Hand sehen! Sie erscheint klein, aber es ist kraftvoll! Es ist die Kraft Meiner Gnade, die die Verschiebung bringt!“
 
Da ist eine Verschiebung und da kommt eine Zweite!
Da ist ein Knie und das andere Knie!
Es geht um die richtige Positionierung und angemessen vorbereitet zu sein!
Es ist die Antwort Gottes gegenüber Seiner Ekklesia, weil sie gemäß Seinem Willen gebetet hat!
 
Es scheint, dass sie Deutschland „entleeren“, aber der Zustand ist nur präsent, weil Meine Ausgießung kommt! Ich werde die „Leere“ füllen (vgl. 2.Könige 3,16-17.20)!
Sie erwarten ein Aufleben der Wirtschaft, aber der HERR sagt: „Es ist ein Aufleben des Geistes! Es kommt die ReformaZION!
In der Art und Weise, wie es zur Zeit von Luther geschah, werde ICH es auf eine größere Weise durch den Leib Meiner Ekklesia auf Erden tun!“
 
Sie alle schauen zu den Nationen und es ist ein Lichtnetzwerk! Überall!
Die Herrlichkeit Gottes erscheint! Die Worte des Propheten Habakuk manifestieren sich!
Gott wird Seine Herrlichkeit zeigen! Gott wird auf die „He-Propheten“ antworten, spricht der Geist des Propheten!
Schaut in die Schriftrolle von Haggai (vgl. Haggai 2,6-9)! Schaut in die Schriftrolle Habakuk (vgl. Habakuk 2,14)! Es steht bereits alles geschrieben! Es ist alles bereits geplant! Lest es und dankt Mir, was ICH bereits angeordnet habe, spricht der HERR!
Und wir danken dir Vater für die Herrlichkeit, die die Erde abdeckt, so wie das Wasser das Meer bedeckt!
 
Der HERR spricht: „ICH liebe die „Hure“! Wohnte sie nicht im Obergemach in der Mauer?!
Sie verstand das Blut“ anzuwenden!
Es geht alles darum, wie du die Dinge siehst!“
Schaue aus dem Erlösungsplan Gottes, weil du dann mit Seiner Erlösungskraft in Berührung kommst!
War es nicht Josua mit der Armee des Höchsten, der die Hure Rahab mit sich nahm?!
Ja, es geht nur um die Erlösung (vgl. Josua 2,1.12-14.17-21; Josua 6,25)!
 
Da sind einige in „Babylon“ und die noch Teil „der Hure“ sind, aber sie werden im Gehorsam heraustreten und errettet werden, weil sie in der Präsenz des Blutes des Lammes stehen, spricht der Geist des Propheten (vgl. Offenbarung 17,1-2.4-5)!
 
Ihr seid in der Welt aber nicht von der Welt (vgl. Johannes 17,15-16)!
ICH möchte die „rote Schnur“ in euren Augen sehen! Wo sind eure Tränen, spricht der HERR?!
Und der Geist des Propheten spricht: „Ihr könnt es nicht aus euch selbst tun! Es ist der Geist des HERRN! Er wird uns helfen zu weinen (vgl. Römer 8,26-27)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
1.Könige 18,41-46:
41 Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink; denn es rauscht, als wollte es sehr regnen.
42 Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf den Gipfel des Karmel und bückte sich zur Erde und hielt sein Haupt zwischen seine Knie 43 und sprach zu seinem Diener: Geh hinauf und schaue zum Meer! Er ging hinauf und schaute und sprach: Es ist nichts da. Elia sprach: Geh wieder hin, und der Diener ging wieder hin, siebenmal.
44 Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufhält!
45 Und ehe man sich es versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein großer Regen. Ahab aber fuhr hinab nach Jesreel.
46 Und die Hand des HERRN kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab hin, bis er kam nach Jesreel.
 
2.Könige 3,16-17.20:
… 16 und er sprach: So spricht der HERR: Macht hier und da Gruben in diesem Tal.
17 Denn so spricht der HERR: Ihr werdet weder Wind noch Regen sehen; dennoch soll das Tal voll Wasser werden, dass ihr und euer Heer und euer Vieh trinken könnt. …
20 Aber am nächsten Morgen, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser von Edom her und füllte das Land mit Wasser.
 
Haggai 2,6-9:
6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttern.
7 Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth.
8 Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth.
9 Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.
 
Habakuk 2,14:
14 Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.
 
Josua 2,1.12-14.17-21:
1 Josua aber, der Sohn Nuns, sandte von Schittim zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein. …
12 So schwört mir nun bei dem HERRN, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, dass auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir ein sicheres Zeichen, 13 dass ihr leben lasst meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet.
14 Die Männer sprachen zu ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der HERR das Land gibt, so wollen wir selbst des Todes sein, sofern du unsere Sache nicht verrätst. …
17 Die Männer aber sprachen zu ihr: Wir wollen den Eid so einlösen, den du uns hast schwören lassen: 18 Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in das Fenster knüpfen, durch das du uns herniedergelassen hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und deines Vaters ganzes Haus.
19 Und wer zur Tür deines Hauses herausgeht, dessen Blut komme über ihn, aber wir seien unschuldig; doch das Blut aller, die in deinem Hause sind, soll über uns kommen, wenn Hand an sie gelegt wird.
20 Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verrätst, so sind wir des Eides los, den du uns hast schwören lassen.
21 Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt!, und ließ sie gehen. Und sie gingen weg. Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster.
 
Josua 6,25:
25 Rahab aber, die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und alles, was sie hatte, ließ Josua leben. Und sie blieb in Israel wohnen bis auf diesen Tag, weil sie die Boten verborgen hatte, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
 
Offenbarung 17,1-2.4-5:
1 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir zeigen das Gericht über die große Hure, die an vielen Wassern sitzt, 2 mit der die Könige auf Erden Hurerei getrieben haben; und die auf Erden wohnen, sind betrunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei. …
4 Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Gräuel und Unreinheit ihrer Hurerei, 5 und auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, ein Geheimnis: Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden. …
 
Johannes 17,15-16:
15 Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
 
Römer 8,26-27:
26 Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich es gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.
27 Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Aus Matthäus 14,22-27 können wir entnehmen, dass Jesus, nachdem er die fünf Brote und zwei Fische vermehrte, seine Jünger aufforderte auf die andere Seite des Sees zu fahren, während er sich allein auf einen bzw. in einen Berg begab. Er zog sich dorthin zurück, um mit dem himmlischen Vater zu sprechen.
 
In der vierten Nachtwache erschien Jesus seinen Jüngern gehend auf dem Wasser, so dass sie erschraken und meinten ein Gespenst zu sehen. Als Jesus das bemerkte, forderte er seine Jünger auf sich nicht zu fürchten.
 
Matthäus 14,22-27:
22 Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren, bis er das Volk gehen ließe.
23 Und als er das Volk hatte gehen lassen, stieg er allein auf einen Berg, um zu beten. Und am Abend war er dort allein.
24 Und das Boot war schon weit vom Land entfernt und kam in Not durch die Wellen; denn der Wind stand ihm entgegen.
25 Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See.
26 Und als ihn die Jünger sahen auf dem See gehen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht.
27 Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin es; fürchtet euch nicht!
 
Jesus auf dem Berg und der neue Beginn von Zeit
 
Weil Gott, der Vater Geist ist (vgl. Johannes 4,24a) und der Beginn von Zeit der Spitze eines Berges entspricht, kann man sagen, dass Jesus hierin eine neue Zeitphase gemäß dem Willen des Vaters hervorbrachte. Diese neue Zeitphase ging mit einer größeren geistlichen Qualität und einem größeren Maß an Segen einher.
 
Die Begründung liegt darin, dass gemäß der biblisch hebräischen Sichtweise der Beginn des neuen biblischen Jahres im Segenszyklus Gottes „Rosch ha-Schana“ genannt wird, was „Spitze/Kopf des Jahres“ bedeutet.
 
Es war demnach kein Zufall, dass bevor Jesus auf den Berg stieg, eine Brotvermehrung stattfand. Es blieben markanterweise zwölf Körbe voll Brot übrig und er wies seine zwölf Jünger an ins Boot zu steigen und über den See ans andere Ufer zu fahren, was auf einen Übergang hinweist (vgl. Matthäus 14,20-23).
 
Matthäus 14,20-23:
20 Und sie aßen alle und wurden satt und sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.
21 Die aber gegessen hatten, waren etwa fünftausend Mann, ohne Frauen und Kinder.
22 Und alsbald trieb Jesus seine Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren, bis er das Volk gehen ließe.
23 Und als er das Volk hatte gehen lassen, stieg er allein auf einen Berg, um zu beten. Und am Abend war er dort allein.
 
Diese Anzahl der „zweifachen Zwölf“ kann als Hinweis auf die Qualität eines jeden biblischen Monats innerhalb des biblischen Jahres betrachtet werden. Der HERR sehnt sich danach, dass wir seine Freundlichkeit und Güte innerhalb eines jeden biblischen Monats in Christus Jesus, dem lebendigen Brot schmecken (vgl. Psalm 34,9).
 
Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
 
Das „Schmecken der Zeit“ durch die Wahrheit des Wortes Gottes, die Christus Jesus ist, führt uns dazu, dass wir den Willen und Plan des himmlischen Vaters in der jeweiligen Zeit erkennen, während wir uns nach dem ausstrecken, was vor uns liegt.
 
Das entspricht dem Handeln der zwölf Jünger, die während der Zeit des Gegenwinds mit ihren Rudern in gegenseitiger Abstimmung ins Wasser, nämlich ihrer Zukunft stachen, um diese in ihre Gegenwart zu holen und dadurch eine Heimsuchung Gottes in ihren Zeitpunkt zu bringen (vgl. Matthäus 14,24 i.V.m. Markus 6,48).
 
Matthäus 14,24:
24 Und das Boot war schon weit vom Land entfernt und kam in Not durch die Wellen; denn der Wind stand ihm entgegen.
 
Markus 6,48:
48 Und er sah, dass sie sich abplagten beim Rudern, denn der Wind stand ihnen entgegen.
 
Der von Gott festgelegte Moment der Heimsuchung
 
Es ist der von Gott gesetzte Moment in unserer Zeit, in der der HERR seinen Ewigkeitsplan in unsere temporäre Zeit einfließen lassen möchte. Hierbei bleibt es nicht aus, dass der HERR in einer neuen Facette in einer herausfordernden Phase erscheint, die von uns fordert auf seine Gegenwart im Glauben wie Petrus zu handeln.
 
Petrus war der Jünger, der sich entschied in Konversation mit Christus Jesus in der neuen ihm nicht bekannten Facette zu treten, was zur Folge hatte, dass er sein Umfeld repräsentiert durch das Boot, verließ. Erst dadurch trat er in die Gegenwart des Sohnes Gottes (vgl. Matthäus 14,28-29).
 
Matthäus 14,28-29:
28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser.
29 Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.
 
Da Jesus Christus, der vollkommene Ausdruck der Liebe Gottes ist und die Liebe Gottes alle Furcht austreibt, zeigt es uns deutlich an, dass wir als Gläubige in Christus uns ihm nahen, auch wenn seine Heimsuchung im betreffenden Moment uns ungewöhnlich oder auch unheimlich erscheint (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Jakobus 4,8a; 1.Johannes 4,18).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Jakobus 4,8a:
8a Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. …
 
1.Johannes 4,18:
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
 
Diese Erscheinung umfasst unter anderem den Aufruf im übernatürlichen Bereich zu wandeln, was das Leben im Geist voraussetzt (vgl. Galater 5,16 i.V.m. Kolosser 3,1-4).
 
Galater 5,16a:
16a Ich sage aber: Lebt im Geist, …
 
Kolosser 3,1-4:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
 
Der Prophet Elija und die Aufforderung Gottes herauszutreten
 
Auch der Prophet Elija wurde von Gott dazu aufgefordert aus seinem Bereich der Einsamkeit und Furcht herauszutreten, um sich auf bzw. in den Berg Horeb zu begeben (vgl. 1.Könige 19,7-10).
 
1.Könige 19,7-10:
7 Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.
8 Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.
9 Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm: Was machst du hier, Elia?
10 Er sprach: Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn Israel hat deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen.
 
Bei dem Aufenthalt von Elija auf dem Berg werden zwei Bereiche des Propheten angesprochen, bei denen es sich in diesem Kontext um seinen Geist sowie seine Seele handelt.
 
Der Bereich der Seele kann mit dem Verweilen Elijas in der Höhle und der Bereich des Geistes mit dem Aufenthalt Elijas auf dem Berg verglichen werden. Das wird anhand der Frage Gottes gegenüber Elija deutlich, als er sich in der Höhle des Berges befand, indem er ihn fragte, was er an diesem Ort mache (vgl. 1.Könige 19,9).
 
1.Könige 19,9:
9 Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm: Was machst du hier, Elia?
 
Durch die Antwort Elijas wird offenbar, dass er aus seiner Seele auf die Frage Gottes, der Geist ist erwiderte und eine falsche Aussage gegenüber Gott machte. Das tat er, indem er antwortete, dass er als Prophet allein übriggeblieben sei. Es gab jedoch weitere siebentausend Propheten, die der HERR zur Zeit des Königs Ahab gemeinsam mit Elija bewahrte (vgl. 1.Könige 19,18 i.V.m. Römer 11,4).
 
1.Könige 19,18:
18 Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.
 
Römer 11,4:
4 Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? „Ich habe mir übrig gelassen siebentausend Mann, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor dem Baal.“

Um Elija als Prophet in den Geistbereich zurückzuholen, forderte Gott ihn - seinen Geist - auf aus der Höhle (Anm.: Seele) herauszugehen und auf den Berg (Anm.: Geist) zu treten, um Gottes Kraft zu sehen und darauf vorbereitet zu sein, sein kommendes Wesen tiefer zu erkennen (vgl. 1.Könige 19,10-12a).
 
1.Könige 19,10-12a:
11 Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR wird vorübergehen. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben.
12a Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. …
 
Das stille, sanfte Säuseln Gottes
 
Als der HERR in der Präsenz eines stillen, sanften Säuselns kam, entschied sich Elija auch in seiner Seele den Ort des „Seelischen“ repräsentiert durch die Höhle zu verlassen und an den Eingang der Höhle zu treten. Das führte dazu, dass Elija mit der Kraft seines prophetischen Mandats, repräsentiert durch seinen Mantel sein Gesicht bzw. seine fünf prophetischen Sinne in Form von Sehen, Schmecken, Riechen, Hören, Fühlen bedeckte, so dass diese im Willen Gottes gemeinsam mit der göttlichen Präsenz aktiviert wurden, um den Auftrag Gottes für die Zukunft auszuführen (vgl. 1.Könige 19,12b.13a.15-16).
 
1.Könige 19,12b.13a.15-16:
… 12b Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
13a Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. …
15 Aber der HERR sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram 16 und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner statt.
 
Das bedeutet, dass manchmal unsere Seele dem Geist im Weg steht und diesen blockiert, weil wir eine falsche Ansicht der Dinge im jeweiligen Moment der Heimsuchung Gottes haben. Wie wunderbar ist es dann, wenn Gott interveniert, um uns in das richtige geistliche Gleichgewicht zu bringen, was bedeutet, dass unsere Seele dem Geist vollkommen unterstellt ist. Erst auf diese Weise sind wir in der Lage Angst aus unserer Sphäre zu vertreiben.
 
Die Macht Gottes und die fünf Ereignisse
 
Darüber hinaus trägt die Offenbarung der Macht Gottes fünf verschiedene Ebenen bzw. Ereignisse, mit denen Gott seinen Propheten Elija in der Höhle in Berührung brachte. Diese fünf Ereignisse lassen sich auch auf uns als Volk Gottes übertragen.
 
Wenn wir in Lebensumstände geraten, die für uns stark herausfordernd sind und unsere Seele dadurch in zeitweise emotionellen Empfindungen ins Schwanken gerät, ist es ratsam sich der fünf Schritte Gottes sowie seiner Kraft und Gegenwart bewusst zu sein.
 
Die fünf Schritte bestehen darin:
 
  1. der göttliche Aufruf herauszutreten,
  2. die übernatürliche Manifestation von einem großen, starken Wind, der die Berge zerriss,
  3. ein Erdbeben,
  4. ein Feuer,
  5. ein sanftes Säuseln.
 
In diesem Zusammenhang ist es zuerst nötig anzuerkennen, dass wir uns in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes aufhalten müssen, was repräsentativ dem Aufenthalt Elijas auf dem Berg in der Höhle gleichkommt. Wir sollen uns mit der offenbarenden Wahrheit Gottes für diese Zeit vereinen, um seinem Ruf zu folgen und aus der Zone der Einschüchterung und Trägheit aufgrund von Angst bewusst heraustreten.
 
Das hat zum Ziel, dass wir unter einem offenen Himmel stehen und die Gegenwart Gottes erleben. Diese trägt Richtungsweisung für unsere Zukunft in sich verborgen.
 
Im prophetischen Kontext weisen die fünf verschiedenen Ereignisse, die Elija auf dem Berg erlebte auf folgende Dinge hin:
 
  1. der Aufruf Gottes aus der Höhle herauszutreten und auf dem Berg zu stehen => Aufforderung Gottes sich aus der Zone der Angst und des Selbstschutzes durch die Kraft der offenbarenden Wahrheit herauszubewegen, um den Himmel offen zu sehen und Gottes Gegenwart zu spüren (vgl. Matthäus 5,14),
  2. ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss => hochrangige Engelsbewegung, die das Wort Gottes und dessen offenbarende Wahrheit für diese Zeit trägt, um falsche Doktrin und tyrannische Herrschaft zu zerstören (vgl. Hebräer 1,7a; z.B. Michael, Gabriel; vgl. Daniel 9,21; Daniel 10,21),
  3. Erdbeben => Auferweckung sowie Sichtbarmachung des von Gott festgelegten Erbes in der Region (vgl. Matthäus 27,51-53; Matthäus 28,2),
  4. ein Feuer => übernatürliche und leidenschaftliche Dienerschaft, die die Größe Gottes offenbart (vgl. Hebräer 1,7b i.V.m. Matthäus 23,11),
  5. ein sanftes Säuseln => die Gegenwart Gottes, die die Richtungsweisung der Zukunft trägt (vgl. Johannes 3,8; Johannes 16,13-15).

Diese fünf Ereignisse machen uns deutlich, dass es für jeden Heiligen im Volk Gottes wichtig sein darf, sich in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes aufzuhalten sowie auf sein Wort hin zu reagieren. Das führt uns dazu, dass der HERR seine Macht erweist, um uns zu ermutigen, ihm und seiner Gegenwart näher zu kommen.

Diese Vorgehensweise führt uns darin, dass wir davon zeugen werden, wie der HERR durch seine Kraft falsche Doktrin und tyrannische Herrschaft niederreißt, um den Weg für seine Verheißung und Dienerschaft zu ebnen. Dadurch erhalten wir Erkenntnis darüber, was es bedeutet in Jesu Seite bzw. in ihm als unserem Eingang zu stehen (Anm.: Eingang der Höhle/Felsspalt => Geburtsort des neuen Weinschlauchs; vgl. Johannes 10,9; Johannes 19,34).
 
Johannes 10,9
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Johannes 19,34:
… 34 sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus (Anm.: das Zeichen einer Geburt).
 
Darin lernen wir unsere von Gott gegebene Salbung in unseren Beziehungen anzuwenden, um die richtungsweisende Wahrheit des Geistes, die mit der geführten Herrschaft Gottes verbunden ist, zu erhalten.
 
Das Zentrum des Wortes Gottes
 
Das verwendete hebräische Wort für „Höhle“, in die sich Elija zurückzog, ist das Wort „mĕ‛ārāh“, das von dem Wurzelwort „`ārar“ abgleitet ist und „entblößen, bloßlegen, schleifen, niederreißen“ bedeutet. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „mĕ‛ārāh – Höhle“ und dessen Wurzelwort „`ārar“ mit der Wortschlüsselnummer 4708, 6334*)
 
Anhand dieser Worterklärung erkennen wir, dass sich Elija im Zentrum des Wortes Gottes aufhielt und von Gott geformt wurde, um seine eigene Sichtweise niederzulegen sowie die Weisung Gottes aus dem Mund des Sohnes Gottes für die Zukunft zu erhalten (vgl. Hebräer 4,12-13 i.V.m. Offenbarung 1,16).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
Offenbarung 1,16:
… 16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.
 
Auf die Weise wie Elija sich dem Willen Gottes beugte, sollten auch wir in herausfordernden Lebensumständen reagieren und auf Gottes Weisung in Demut antworten, um unsere Zukunft und die der nachfolgenden Generation absichern zu können. Zu keinem Zeitpunkt sollen wir Angst haben, sondern zu jeder Zeit neuen Mut und Vertrauen in unseren großen Gott zeigen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm