Wenn uns der Heilige Geist als Volk Gottes in eine neue Zeit hineinführt, bleibt es nicht aus, dass wir einem unerwarteten Umstand gegenüberstehen, so ähnlich wie es Maria Magdalena erlebte als sie sich dem Grab Jesu näherte und erwartete den Leichnam Jesu dort zu finden.
Hierbei weinte Maria und beugte sich in das Grab hinein (vgl. Johannes 20,11).
 
Johannes 20,11:
11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab …
 
Tränen, die zur Freude und Ernte überleiten
 
Manchmal kommt es in unserem Leben vor, dass wir in Situationen geraten, die uns traurig machen. Trotz Traurigkeit sollten wir uns dessen bewusst sein, dass gesäte Tränen zu einer späteren freudigen Ernte überleiten (vgl. Psalm 126,5).
 
Psalm 126,5:
5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.
 
Anhand des Handelns von Maria mit Tränen erfüllten Augen am Grab wird für uns deutlich, wie wichtig es ist, nicht inmitten der Phase eines Übergangs emotional stecken zu bleiben, was ihrem Hineinbeugen bzw. Hineinschauen in das Grab Jesu entspricht.
 
Es war die Kraft der Tränen von Maria, die dazu beitrugen, dass sie begann in den übernatürlichen Bereich zu schauen und zwei Engel in weißen Gewändern im Grab Jesu sitzen sah. Der eine Engel saß zu dem Kopfende und der andere Engel zu den Füßen, wo Jesus zuvor gelegen hatte. Hierbei fragten die Engel Maria, warum sie weinte, worauf sie ihre innige Beziehung zu Jesus offenbarte, indem sie ihn als ihren HERRN bezeichnete (vgl. Johannes 20,12-13).
 
Johannes 20,12-13:
… 12 und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten.
13 Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.
 
Das leere Grab als Zeichen des Auferstandenen und das Wasser
 
Der Aufenthaltsort der beiden Engel im leeren Grab eröffnete den Raum von Christus, dem Auferstandenen als Alpha, repräsentiert durch den Kopfbereich, und Omega, repräsentiert durch die Füße, bei dem es sich um den handelt, der die Zeitspanne unseres Lebens auf der Erde ist (vgl. Offenbarung 22,13 i.V.m. 5.Mose 30,20a-b).
 
Offenbarung 22,13:
13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
 
5.Mose 30,20a-b (Neue Jerusalemer Bibel):
20a-b Liebe den HERRN, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. Er ist die Länge deines Lebens, …
 
Es ist kein Zufall, dass der Name „Maria“ hebräischen Ursprungs ist und ursprünglich „Mirjam – מִרְיָם lautet, wobei dieser Name mit einem offenen „Mem“ am Anfang geschrieben wird und mit einem geschlossenen „Mem“ endet. Diese Tatsache offenbart uns, dass es um Zugang und siegreichen Abschluss geht, wobei die Etablierung von Grenzen bedeutend ist, um sich in dem von Gott zugeteilten „Garten“ aufzuhalten und darin seine Gegenwart zu genießen (vgl. 1.Mose 2,8).
 
1.Mose 2,8:
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.
 
Der hebräische Buchstabe „Mem“, steht ebenso mit dem „aufwallenden Wasser“ in Verbindung.
 
Es ist markant, dass der hebräische Name „Mirjam“ sowie das hebräische Wort für „Wasser – Majim“ am Anfang sowie am Ende jeweils ein „Mem“ aufweist. Zudem beginnt das hebräische Wort für „Königreich – mamlākāh“ mit einem zweifachen „Mem“.
 
Darin wird der Bereich des Himmels und der Erde sowie des Geistes und der Seele in der Identität Gottes sowie seinem Sohn als dem „Alpha“ und „Omega“ deutlich in der Auswirkung seines Königreichs (Anm.: hebr. „mamlākāh“; vgl. Offenbarung 1,8; Offenbarung 22,13).
 
Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Offenbarung 22,13:
13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
 
Das zweifache Umdrehen
 
An dieser Stelle ist es interessant anzumerken, dass sich „Maria – Mirjam“ im Garten in der Nähe des Grabes zweimal zu Christus umdrehte. Darin können wir den Aufruf zur Erneuerung des Geistes und Sinnes erkennen, von dem der Apostel Paulus sprach, um die Abläufe im Ewigkeitsplan Gottes richtig beurteilen zu können (vgl. Epheser 4,23-24).
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Darüber hinaus ist es kein Zufall, dass Paulus von zwei erforderlichen geistlichen Präsenzen sprach, um den HERRN zu erkennen, bei denen es sich um den Geist der Weisheit und Offenbarung handelt (vgl. Epheser 1,17).
 
Epheser 1,17:
…, 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
 
Nachdem „Maria – Mirjam“ mit ihren mit Tränen benetzten Augen ihre Aussage gegenüber den Engeln machte, entschied sie sich, sich das erste Mal umzudrehen. Hierbei sah sie Jesus in einer neuen Facette. Relevant ist es für uns, dass Maria zu diesem Zeitpunkt ihn nicht erkannte und meinte, dass er der Gärtner sei.
 
Auch Jesus fragte Maria, ähnlich wie die zwei Engel nach dem Grund ihres Weinens, worauf sie ihn nach dem Ort des Leichnams fragte. Daraufhin sprach Jesus „Maria – Mirjam“ mit ihrem Namen an, um sie aus dem Bereich der Seele in den Bereich des Geistes zu ziehen, was durch ihr zweites Umdrehen verdeutlicht wird, so dass sie nun Jesus als ihren Lehrer bzw. Meister erkennt (vgl. Johannes 20,14-16 i.V.m. Offenbarung 1,10-12a-b).
 
Johannes 20,14-16:
14 Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist.
15 Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen.
16 Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister!
 
Offenbarung 1,10-12a-b:
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, 11 die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.
12a-b Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich …
 
Daraus folgt, dass wenn unsere Seele (Anm.: Bereich, worin das Fleisch liegt) dem Geist nicht untergeordnet ist, wir demnach die Heimsuchung Gottes nicht richtig erkennen und die Situation falsch beurteilen.
 
Somit symbolisieren die „feuchten Augen“, mit denen Maria verschwommen sah, in diesem Kontext das Sehen auf eine neue Weise in den übernatürlichen Bereich und die Wahrnehmung dessen von dem, was Gott offenbaren möchte (vgl. 1.Korinther 13,12 i.V.m. 2.Korinther 3,18).
 
1.Korinther 13,12:
12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
 
2.Korinther 3,18:
18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
 
„Trockene Augen“ hingegen symbolisieren hierin die irdische/seelische Sichtweise, ohne den Augenblick des Geistes richtig zu erkennen.
 
Die geistliche Phase des Übergangs und geistliche Sensibilität
 
In einer geistlichen Phase des Übergangs dürfen wir mit der richtigen Unterscheidung die Situation beurteilen, um an den von Gott vorherbestimmten Ort zu gelangen.
 
Lasst uns geistlich sensibel sein, dem „unberührten Wort Gottes“ zu begegnen und ihm erlauben an den von Gott vorherbestimmten höheren Ort der Regierung zu gehen, um von dort aus geistlich mit Christus aktiv zu sein (vgl. Johannes 20,17 i.V.m. Kolosser 3,1-4; Offenbarung 4,1-2).
 
Johannes 20,17:
17 Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater.
Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
 
Kolosser 3,1-4:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
 
Offenbarung 4,1-2:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
 
Der Geist Gottes sehnt sich nach der geistigen Sicht und mit dem Königreich im Fokus erfüllten Perspektive bei uns als Heilige, um uns dabei zu helfen uns zu begegnen, damit wir neue Zeiten ergreifen können.
 
Unsere Sichtweise beeinflusst unser Handeln, was unserem Glauben entspricht. Wenn wir uns nicht einlassen auf die Herausforderung zu glauben, selbst wenn wir Umstände nicht verstehen können, sehen wir nicht, was sich uns darin offenbaren soll.
 
Es geht demnach um unser Vertrauen, was sich im Glauben zeigt, und auf diesen warten sogar manche Menschen in unserer Umgebung, um die höheren Wege Gottes tiefer zu verstehen, indem der HERR da ist, wo Menschen es nicht vermuten.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Wir lesen in Hohelied 4,2 vom Zeugnis des Geliebten bzw. des Bräutigams, dass er die Zähne seiner Braut, also der wahren Ekklesia, wie eine Herde frisch geschorener Schafe beschreibt, die aus der Schwemme kommen und alle im Maß des Doppelten und der Fruchtbarkeit stehen.
 
Hohelied 4,2:
2 Deine Zähne sind wie eine Herde geschorener Schafe, die aus der Schwemme kommen; alle haben sie Zwillinge, und keines unter ihnen ist unfruchtbar.
 
Als Schwemme waren früher meist untiefe, seichte Stellen eines Gewässers oder Ackerlandes bezeichnet, zu der das Vieh zum Tränken getrieben wird, und dort zur Erfrischung kommt.
Das hebräische Wort für „Schwemme“ bezeichnet „ein Badeort zum Waschen“.
 
Die Zähne der Braut
 
Da Zähne ihren Sitz im Mundraum haben, der mit Kommunikation verbunden ist, liegt gemäß der Aussage des Bräutigams der Schwerpunkt auf dem Loslassen der Vergangenheit, was die geschorene Wolle repräsentiert. Hierbei ist es entscheidend, dass wir es der Kraft der Wahrheit des Wortes Gottes erlauben unseren Geist und Sinn zu erneuern. Das erschließt sich aus der Schwemme (vgl. Epheser 5,26b-27).
 
Epheser 5,26b-27:
… 26b Er (Anm.: Christus) hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
 
Darüber hinaus geht es um die vollständige geistliche Übereinstimmung in Form der Umsetzung des Plans Gottes auf der Erde, so dass der Himmel manifestiert von Menschen durch das Aktivsein der Ekklesia erkannt wird.
 
Die Bedeutung des „Doppelten“ in Form von „Zwillingen“ offenbart den Bereich der Abwälzung von Schande der Vergangenheit, um in der Kraft des doppelten Erbes Gottes zu stehen (vgl. Jesaja 61,7).
 
Jesaja 61,7:
7 Dafür, dass mein Volk doppelte Schmach trug und Schande ihr Teil war, sollen sie doppelten Anteil besitzen in ihrem Lande und ewige Freude haben.
 
Diese Umsetzung von Gottes Plan geht einher mit guten Früchten, bei denen es sich um die Liebe Gottes, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit handelt (vgl. Galater 5,22-23).
 
Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe (Anm.: gr. agape), Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
In dem Wirken der Ekklesia geht es um einen Zusammenschluss von Heiligen, die im Lebensstil der Anbetung dem HERRN gegenüber vorangehen und es seiner Hand erlauben, sie durch die Präsenz ihrer geistlichen Einheit in eine neue Struktur zu verwandeln.
 
Die neue Struktur und die richtige geistliche Anordnung
 
Dieser Zusammenschluss beinhaltet eine qualitative Menge von Heiligen in der richtigen geistlichen Anordnung.
 
Bei der neuen Struktur handelt es sich um das herrliche weiße Kriegspferd, das Jesus Christus in der Facette des ewigen Königs als den Treuen und Wahrhaftigen, den als der Öffentlichkeit Unbekannten, das Wort Gottes, den König der Könige und Herrn der Herren trägt (vgl. Offenbarung 19,11.12b.13b.16).
 
Offenbarung 19,11.12b.13b.16:
11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.
… 12b und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst.
…, 13b und sein Name ist: Das Wort Gottes.
…, 16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.
 
Während jedes einzelne Schaf der Herde durch die Tür der Wahrheit des Wortes Gottes geht, die Jesus Christus ist und sich der Reinigung des Wasserbads im Wort unterzieht, beginnt es sich mit den bereits hindurchgegangen Schafen zu vernetzen.
 
Diese Vernetzung trägt geistig zur Umwandlung der Schafherde bei, die darin wie bereits erwähnt in ein weißes prachtvolles Kriegspferd verwandelt wird, das Jesus Christus als den König der Könige und HERR der Herren trägt (vgl. Sacharja 10,3b-5).
 
Sacharja 10,3b-5:
… 3b denn der HERR Zebaoth wird seine Herde heimsuchen, nämlich das Haus Juda, und wird sie zurichten wie ein Ross, das geschmückt ist zum Kampf.
4 Die Ecksteine, Pflöcke, Kriegsbogen, alle Mächtigen sollen aus ihr hervorgehen.
5 Und sie sollen sein wie Riesen, die im Kampf den Feind niedertreten in den Dreck auf der Gasse, und sie sollen kämpfen, denn der HERR wird mit ihnen sein, dass die Reiter zuschanden werden.
 
Wie unsere Zähne vom Speichel im Mund umgeben sind, ist diese auf das Wort Gottes ausgerichtete Herde Gottes von seiner Stimme ummantelt, die wie das Rauschen vieler Wasser ist und uns in eine höhere geistliche Reife führt (vgl. Hesekiel 1,24a i.V.m. Offenbarung 1,15b).
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen [Anm.: Schaddai], …
 
Offenbarung 1,15b:
…, 15b und seine [Anm.: Jesus Christus] Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Die Umschließung der Zähne mit Speichel im Mund seiner Braut kann auch als der Bereich der Dynamik des Zeugnisses Jesu betrachtet werden (vgl. Offenbarung 19,10e).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Darüber hinaus weisen in ihrer Bedeutung die Zähne auf Heilige hin, die sich von der Weisheit Gottes geradlinig unterweisen lassen, wobei die Schafe den uneingeschränkten Gehorsam gegenüber der Stimme des HERRN repräsentieren.
 
Denn das Ziel unseres HERRN ist für uns, dass wir in ihm als dem Gesalbten (Anm.: Christus) weiter vorangehen.
 
Das Hinaus- und Hineinführen der Herde

Das bedeutet, dass er uns als seine Herde aus dem derzeitigen Aufenthaltsbereich des Geistes herausleitet und uns vorausgeht, um sich in die „Tür“ zu verwandeln mit dem Ziel, den neuen Bereich des Geistes für uns als seine Nachfolger zu eröffnen (vgl. Johannes 10,2-4).
 
Johannes 10,2-4:
2 Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe.
3 Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme; und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie hinaus.
4 Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme.

Erst wenn sich die Schafe als Nachfolger in seiner Gegenwart transformieren, um als prächtiges Kriegspferd Christus als den ewigen König in seiner Herrschaft zu tragen, etabliert er die Gerechtigkeit Gottes durch das lebendige Wort, das aus seinem Mund kommt (vgl. Offenbarung 19,15a).
 
Offenbarung 19,15a:
15a Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, …
 
Damit Christus in seiner ewigen Königsherrschaft dem Wort Gottes gemäß repräsentiert werden kann, müssen wir uns als Heilige in der einheitlichen Struktur des weißen, geschmückten Kampfpferdes bewegen, bei dem es sich um das Prachtross von Juda (Anm.: „Lob, Preis“) handelt, weil Jesus Christus der Löwe aus dem Stamm Juda ist (vgl. Offenbarung 5,5b).
 
Offenbarung 5,5b:
… 5b Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, …
 
Das weiße Prachtross von Juda und der ewige König
 
Diese Bewegung der Struktur des weißen Prachtrosses von Juda beinhaltet den Lebensstil in wahrhaftiger Anbetung und Einheit mit den jeweiligen Heiligen, die uneingeschränkt bereit sind, sich vom Heiligen Geist von einer Schafherde in diese Ebene des Prachtrosses umwandeln zu lassen.
 
Es geht um ein Ablegen eigener als auch bisheriger Vorstellungen, um Jesus Christus in den folgenden Facetten zu tragen und entsprechend zu reflektieren:
 
  1. das weiße Pferd,
  2. Christus in Treue,
  3. Christus in Wahrhaftigkeit,
  4. Christus als der gerechte Streiter,
  5. Christus als der Verborgene,
  6. Christus als das Wort Gottes,
  7. Christus als König der Könige und HERR der Herren (vgl. Offenbarung 19,11-16).
Offenbarung 19,11-16:
11 Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.
12 Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen; und er trug einen Namen geschrieben, den niemand kannte als er selbst.
13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes.
14 Und ihm folgte das Heer des Himmels auf weißen Pferden, angetan mit weißem, reinem Leinen.
15 Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, 16 und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren.
 
Diese oben genannten Facetten bedeuten für uns als Heilige, den Wandel in:
 
  1. Anbetung gemäß der himmlischen Maßstäbe Gottes,
  2. Treue zu Christus als dem Wort Gottes,
  3. Wahrhaftigkeit (Anm.: Transparenz) zu Christus als dem Wort Gottes und zu den Heiligen,
  4. der höheren Ebene der geistlichen Kampfführung, die eine kooperative, apostolische, geistliche Kampfführung beinhaltet (Anm.: Das Wort Gottes kommt aus dem Mund des Christus und wird von ihm nicht an der Hüfte oder in der Hand geführt.; vgl. Offenbarung 19,15a i.V.m. Hebräer 4,12-13),
  5. dem Mysterium Christi in Form von Weisheit und Erkenntnis, die in ihm verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,2-3),
  6. Christus als dem lebendigen Wort Gottes, das offenbarende Wahrheit umfasst,
  7. der Königs- und Regierungsherrschaft Christi.
Die verborgene Farbmischung, die sich aus Hohelied 4,2 ergibt, setzt sich aus Weiß als frisch geschorene und gewaschene Schafe, und Blau als Schwemme in der Verbindung zu Wasser zusammen, bei denen es sich auch um die Farbgebung der Flagge Israels handelt.
 
Die Augen des Bräutigams
 
Auch die Braut des Geliebten – Bräutigams trägt ein Zeugnis über ihn, das die gleiche Farbmischung des Volkes Israel enthält und mit seinen Augen an den Wasserbächen verknüpft ist, wobei die Struktur der Tauben erwähnt wird, die ein weißes Federkleid tragen (vgl. Hohelied 5,12).
 
Hohelied 5,12:
12 Seine Augen sind wie Tauben an den Wasserbächen, sie baden in Milch und sitzen an reichen Wassern.
 
In diesem Zeugnis der Braut über die „Augenblicke“ bzw. Sichtweise des Bräutigams kommt die Zweisamkeit zur Geltung, da es sich um die zwei Augen ihres einzigen Geliebten handelt.
 
Darüber hinaus geht es um die Sicht des Geistes, weil die Augen des Bräutigams mit den Tauben in Zusammenhang gebracht werden, die auf der Frische und Reinheit des Wortes Gottes basieren (vgl. 1.Petrus 2,2).
 
1.Petrus 2,2:
… 2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil, …
 
Hierbei kommt den zwei Augenhöhlen eine besondere Bedeutung zu, die den Bereich von Weisheit und Erkenntnis offenbaren, die in Christus verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,2b-3).
 
Kolosser 2,2b-3:
…, 2b zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Wenn man die zwei genannten Zeugnisse aus dem Hohelied zusammenführt, ist zu erkennen, dass es sich um den Bereich des Kopfes handelt, da der Mund sowie auch die Augenhöhlen zum Areal des Kopfes gehören, was uns auf das Haupt Christi hinweist, zu dem wir als Glieder des Leibes Christi hinwachsen sollen (vgl. Epheser 4,15-16).
 
Epheser 4,15-16:
15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, 16 von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.
 
Es ist keinesfalls Zufall, wie wir bereits wissen, dass Jesus Christus auf der Schädelstätte – Golgatha gekreuzigt und dort begraben wurde (vgl. Johannes 19,17.41).
 
Johannes 19,17.41:
… 17 und er [Anm.: Jesus] trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. …
41 Es war aber an der Stätte, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten und im Garten ein neues Grab, in das noch nie jemand gelegt worden war.
 
Somit umfasst das Zeugnis des Bräutigams und der Braut den Bereich des Sieges und des Triumphes Jesu durch seinen Tod und seine Auferstehung. Den Bereich der Auferstehung kann man auch als den Bereich des Mundes bezeichnen, aus dem die Worte der guten Botschaft entspringen, selbst wenn man sich in einer ausweglosen Situation befindet (vgl. 2.Könige 7,3.9).
 
2.Könige 7,3.9:
3 Und es waren vier aussätzige Männer vor dem Tor und einer sprach zum andern: Was sollen wir hier bleiben, bis wir sterben? …
9 Aber einer sprach zum andern: Lasst uns so nicht tun; dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wenn wir das verschweigen und warten, bis es lichter Morgen wird, so wird uns Schuld treffen. So lasst uns nun hingehen und es dem Hause des Königs ansagen.
Die Anbetung gemäß der himmlischen Maßstäbe Gottes, unsere Treue zu Christus als dem Wort Gottes, Wahrhaftigkeit in unserem Leben in Christus als dem Wort Gottes und zu den Heiligen, der höheren Ebene der geistlichen Kampfführung, die eine kooperative, apostolisch-geistliche Kampfführung beinhaltet, und der Wandel in den Geheimnissen Christi in Form von Weisheit und Erkenntnis, die in ihm verborgen liegen, was Christus als dem lebendigen Wort Gottes, das offenbarende Wahrheit umfasst, und unser Verlangen nach der Königs- und Regierungsherrschaft Christi durch uns, ist unser Auftrag in einer Zeit wie diese.
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

In Nehemia 3,15 können wir von der Wiederherstellung des sechsten Tores der Stadt Jerusalem lesen, das Schallun, der Sohn des Kolhoses, als Vorsteher des Bezirks von Mizpa etablierte.
 
Nehemia 3,15:
15 Aber das Quelltor baute Schallun, der Sohn Kolhoses, der Vorsteher des Bezirkes von Mizpa; er baute es und deckte es und setzte seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel, dazu die Mauer am Teich der Wasserleitung bei dem Garten des Königs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids hinabführen.
 
Es ist das Tor innerhalb der zwölf Tore des irdischen Jerusalems, das mit einer Abdeckung ausgestattet war, was später noch erklärt wird.
 
Wir wissen, dass Jesus Christus, der im Auftrag des himmlischen Vaters als Menschensohn zu uns auf die Erde gekommen ist, die Tür für diejenigen ist, die seiner Stimme gehorsam folgen (vgl. Johannes 10,9).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Das sechste Tor und dessen Wiederherstellung
 
Da es sich bei der Wiederherstellung des Quelltors um das sechste Tor handelt und die Zahl „6“ den Bereich des Menschen repräsentiert, können wir anhand dessen den Erlösungsplan Gottes erkennen, der uns in seine offenbarende Versorgung führt. Wir verbinden es mit der Wahrheit, dass Jesus zur Zeit der Vermehrung der fünf Gerstenbrote und zwei Fische eines Kindes, die Menschen aufforderte an einem Ort zu lagern, wo viel Gras vorhanden war (vgl. Johannes 6,9-11).
 
Johannes 6,9-11:
9 Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele?
10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer.
11 Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten.
 
Indem das Gras grün ist und auch der Thron Gottes von einem grünlichen (Anm.: wie ein Smaragd) Regenbogen umgeben ist, kann man den Bezug zur offenbarenden Versorgung erkennen (vgl. Offenbarung 4,3b).
 
Offenbarung 4,3b:
…; 3b und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Im Hebräischen steht das „Quelltor“ mit dem Buchstaben „Ajin“ in Verbindung, der den Zahlenwert „70“ trägt. Die Zahl „70“ ist unter anderem ein Hinweis auf „den Abschluss von Unterdrückung“, weil das Volk Israel nach 70 Jahren aus der Gefangenschaft Babels nach Israel zurückkehrte (vgl. Jeremia 29,10-11).
 
Jeremia 29,10-11:
10 Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe.
11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
 
„Ajin“ bedeutet übersetzt „Quelle“ oder auch „Auge“ und wird piktographisch als solches dargestellt. Quellwasser kann auch als lebendiges Wasser bezeichnet werden, worin ein Bezug zum Heiligen Geist zu erkennen ist, der durch die Kraft des Zeugnisses Jesu, im Geist der Prophetie die Gläubigen in Christus in die vom Vater vorherbestimmte Wahrheit führt (vgl. Offenbarung 19,10e i.V.m. Johannes 7,38-39a; Johannes 16,13).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Johannes 7,38-39a:
38 Wer an mich [Anm.: Jesus Christus] glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Die Dynamik des prophetischen Geistes und die göttliche Ordnung
 
Um die Dynamik des prophetischen Geistes und die damit verbundene göttliche Ordnung besser zu verstehen, die mit Frieden einhergeht, kann es uns helfen die Etablierung des Quelltors durch „Schallun“ näher zu betrachten (vgl. 1.Korinther 14,32-33a).
 
1.Korinther 14,32-33a:
32 Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
33a Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. …
 
Der Name „Schallun“ kann in diesem Kontext als „eine Person beschrieben werden, die von Gott belohnt oder der von Gott vergolten wird.“ (Anm.: Die Erklärung zu dem Vornamen „Schallun“ basiert auf einer Erklärung aus dem biblischen Namen-Lexikon von Dr. Abraham Meister mit der Wortschlüsselnummer: 3091, 3093.)
 
Schallun war der Sohn von „Kol-Hoses“, was übersetzt als „alles sehend“ und sein Verwaltungsbezirk „Mizpa“ als „Berghöhe, Warte, Wachturm“ erklärt werden kann.
 
Somit wird durch Schallun, dem Vorsteher des Bezirks von Mizpa die Sohnschaft in Christus und durch seinen Vater Kol-Hoses die ewige Vaterschaft Gottes erkennbar, die aus Gott entspringt, der alles sieht und in allem den Überblick behält.
 
Wenn wir es der prophetischen Präsenz Gottes erlauben in unseren Zusammenkünften zu wirken, was durch erfahrene Propheten und Prophetinnen begleitet werden sollte, was der Abdeckung des „Quelltors“ oder auch dem „Tor des Auges“ gleichkommt, resultiert daraus Schutz (vgl. 1.Korinther 14,29).
 
1.Korinther 14,29:
29 Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern [Anm.: Propheten] lasst darüber urteilen.
 
Es ist besonders in Zeiten wie diesen ratsam geistliche Gastfreundschaft gegenüber denen in der Ekklesia zu üben, die im Amt des Propheten dienend tätig sind. Daraus erwächst geistlicher Überblick, Frucht und Frische, die zu einem geistlichen Aufleben führt und auch zu Schutz aufgrund neuer Orientierung beiträgt (vgl. Matthäus 10,41).
 
Matthäus 10,41:
41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen.
 
Die Grenze innerhalb des Bauabschnitts vom Quelltor und die Herrlichkeit Gottes
 
Da Gott jedem in seinem Volk Grenzen zugeteilt hat, die es gilt zu achten, ist in dem Bauabschnitt des „Quelltors“ mit seinen Grenzen ein offenbarender Hinweis verborgen, der sich als „bis an die Stufen, die von der Stadt Davids hinabführen“ bezeichnet wird. Diese Grenze stand im Verbund mit „der Mauer am Teich der Wasserleitung bei dem Garten des Königs.“
 
Bei dem Teich der Wasserleitung beim Garten des Königs handelt es sich um den Teich „Siloah“, was „Aussendung, Entsendung des Wassers, Gesandter“ bedeutet.
 
Siloah war der Teich, wo Jesus gegenüber dem Mann, der von Geburt an blind war auf die Erde spuckte und mit seinem Speichel einen Brei machte, den er dem Blinden auf die Augen strich und ihn dann aufforderte, sich im genannten Teich zu waschen. Nachdem der Blinde der Anweisung Jesu folgte, wurde er geheilt und konnte sehen (vgl. Johannes 9,6-7).
 
Johannes 9,6-7:
6 Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden.
7 Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
 
Darüber hinaus steht der Teich „Siloam/Siloah“ mit dem „Sukkot-/ Laubhüttenfest“ in Verbindung. Dieses biblische Fest feiert die Herrlichkeit Gottes und dessen Zunahme.
 
=> Jedes Jahr zum Laubhüttenfest führte der Hohepriester einen prophetischen Akt durch.
Er nahm Wasser vom Teich „Siloam/Siloah“ und brachte es zum Tempel hinauf, um es neben dem Altar auszugießen.
 
Das symbolisierte den Aufruf an Gott den Spät- und Frühregen auf das Land fallen zu lassen. Der Spätregen beinhaltet Niederschläge am Ende der Regenzeit, etwa März/April, ist wichtig für die Entwicklung der Körner des Wintergetreides. Der Frühregen ist gewöhnlich Ende Oktober oder Anfang November, zum Beginn der etwa sechs Monate währenden Regenzeit, und nach der Trockenzeit des Sommers zur neuen Aussaat nötig.
 
In diesem Zusammenhang offenbart uns dieser Akt den Aufruf an Gott seinen „geistlichen Regen“ in der heutigen Zeit zu senden, welches die Ausgießung von seinem Geist ist, von dem der Prophet Joel prophezeite (vgl. Joel 3,1-2).
 
Joel 3,1-2:
1 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.
2 Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen.
 
Die Umsetzung der Ausgießung durch den Priester wurde jeden Tag in den Tagen des Laubhüttenfestes durchgeführt. Am letzten Tag des Laubhüttenfestes, welches der große Festtag war, begleitete eine große Menschenmasse den Hohepriester bei der prophetischen Handlung als er das Wasser vom Teich „Siloam/Siloah“ zum Tempel brachte. Somit wurde die große Menschenmenge ein Zeuge der großen Ausgießung.
 
Und genau zu diesem Zeitpunkt stand Jesus an dem Ort und sprach von dem lebendigen Wasser:
 
„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Johannes 7,37-38 <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Lehre von Robert Heidler – GZI zu der Thematik von Sukkot.)
 
Anhand dessen und der zuvor genannten Grenze innerhalb des Bauabschnitts des Quelltors wird für uns deutlich, dass es Gottes Verlangen ist, uns mit seinem prophetischen Geist zu berühren. Aus dieser Berührung mit Offenbarung resultiert, dass wir mit erleuchteten Augen des Herzens unseren Weg mit Christus Jesus vorangehen, während der HERR eine geistliche Frische freisetzt (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Die herabsteigenden Engel und der Jünger Nathanael
 
Diese geistliche Frische wird von Engeln (Anm.: Winden), die über Jesus Christus als dem Menschensohn herabsteigen zu uns gebracht (vgl. Johannes 1,51 i.V.m. Psalm 104,4; Hebräer 1,7).
 
Johannes 1,51:
51 Und er spricht zu ihm [Anm.: Nathanael]: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren über dem Menschensohn.
 
Psalm 104,4:
… 4 der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern; …
 
Hebräer 1,7:
7 Von den Engeln spricht er zwar: „Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen“, …
 
Die herabsteigenden Engel tragen dynamische Offenbarungen des HERRN, die uns unter anderem durch reife Propheten/Prophetinnen überbracht werden, die ein geistliches Verständnis über „Israel“ besitzen. Denn es war der Jünger Nathanael, der sich unter „dem Schatten“ des Feigenbaums befand.
 
Johannes 1,48:
48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bevor Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.

Der Feigenbaum ist eine Repräsentation für das Volk Israel und ist einer der wichtigsten Fruchtbäume in Israel. Es ist kein Zufall, dass der Feigenbaum indirekt im Schöpfungsbericht mit Namen erwähnt ist (vgl. 1.Mose 3,7-8).

1.Mose 3,7-8:
7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.
8 Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten.
 
Anhand des Aufenthaltsortes von Nathanael wird deutlich, dass er in einer geistlichen Autoritätsposition fungierte und ein geistliches Verständnis über die Stellung Israels sowie dessen Hauptstadt Jerusalem besaß, ähnlich wie die Richterin und Prophetin Deborah (vgl. Richter 4,4-5).
 
Richter 4,4-5:
4 Zu der Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, die Frau Lappidots.
5 Sie hatte ihren Sitz unter der Palme Deboras zwischen Rama und Bethel auf dem Gebirge Ephraim. Und die Israeliten kamen zu ihr hinauf zum Gericht.
 
Nathanael hatte auch ein territoriales Verständnis über die Stellung von Regionen bzw. Städten im Geistbereich von Israel. Das wird anhand seiner Aussage gegenüber Philippus deutlich, der ihn wissen ließ, dass aus Nazareth normalerweise nichts Gutes zu erwarten sei, weil die Bewohner der Stadt wenig Glauben für den Messias besaßen, was sich später bestätigte (vgl. Johannes 1,45-46 i.V.m. Matthäus 13,58).

Johannes 1,45-46:
45 Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs Sohn, aus Nazareth.
46 Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!
 
Matthäus 13,58:
58 Und er (Anm.: Jesus) tat dort (Anm.: Nazareth) nicht viele Zeichen wegen ihres Unglaubens.
 
Nathanael besaß ein demütiges, aufrichtiges Herz und war trotz seines Wissens über Nazareth bereit, sich der Weisung der offenbarenden Wahrheit, die ihm Philippus überbrachte zu fügen, so dass Nathanael seinen Platz unter dem Feigenbaum verließ und in die Gegenwart des Sohnes Gottes trat (vgl. Johannes 1,47-48).

Johannes 1,47-48:
47 Jesus sah Nathanael kommen und sagt von ihm: Siehe, ein rechter Israelit, in dem kein Falsch ist.
48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bevor Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.

Es war demnach kein Zufall, dass Jesus gegenüber Nathanael den Feigenbaum im Zusammenhang mit der Bezeichnung eines wahrhaftigen Israeliten nannte, weil der Feigenbaum wie bereits beschrieben ein Symbol für das Volk Israel ist.

Aufgrund des gesprochenen Wortes der Erkenntnis durch Jesus nahm Nathanael die Autorität von Jesus Christus im Geistbereich wahr. Es weist uns darauf hin, wie entscheidend sein Verständnis war, indem er Jesus als Rabbi als vollkommene Autorität im Wort Gottes, Sohn Gottes als vollkommene Autorität in der wahrhaftigen Beziehung zu Gott, dem Vater und König von Israel als vollkommene Regierungsautorität anerkannte (vgl. Johannes 1,49).

Johannes 1,49:
49 Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel!
 
Die Herzenshaltung, so wie sie der Jünger Nathanael hatte, und das Herabkommen der Engel führen uns als Volk Gottes tiefer in die Erkenntnis der Regierungsherrschaft Gottes, die auf seiner Liebe, also der ersten Liebe gegründet ist und von der Präsenz seiner Herrlichkeit begleitet wird (vgl. 1.Korinther 13,1-2 i.V.m. 1.Korinther 2,7; 2.Korinther 3,18).
 
1.Korinther 13,1-2:
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
 
1.Korinther 2,7:
7 Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, …
 
2.Korinther 3,18:
18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
 
=> Es ist der Mund der Propheten, der als Öffnung für das von Gott ausgesandte Wort dient, um seinen Plan zu den Menschen zu prophezeien.

Wenn sich die von Gott ausgesandten Prophezeiungen im Übergang von der unsichtbaren Welt in die sichtbare Welt befinden, dienen die Propheten als sogenannte Förderanlagen der ewigen und geistlichen Dinge des Himmels, die für diese Welt bestimmt und auf dem Wind des Geistes (Anm.: Heiliger Geist und Gottes Engel) transportiert werden.
 
All das wird durch Prophetie initiiert und geschaffen. Dieser Vorgang wird durch die Wahrheit, dass Jesus Christus das Wort Gottes und sein Zeugnis der Geist der Prophetie ist, untermauert (vgl. Johannes 1,14; Offenbarung 19,10e). <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Erklärung aus dem „Prophet`s Dictionary“ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 386, 387.)
 
Somit wird in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Abdeckung des Quelltors deutlich. Nämlich, dass Prophetie auf der Grundlage der Wahrheit des Wortes Gottes wirkt und durch die Führung des Heiligen Geistes freigesetzt wird (vgl. 2.Petrus 1,19-21).
 
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
 
Wenn wir in der wechselseitigen Dynamik des Wortes Gottes und Prophetie leben, führt uns das als Volk Gottes in geistliche Einheit, die aus dem Verständnis der Stämme Israels resultiert, im gegenseitigen Respekt in Christus, der die Tür ist, zusammenzuwachsen und dadurch unseren Positionen innerhalb der Ekklesia bewusst sind.
 
Denn es sind die Stämme Israels, die in der Braut bzw. Frau des Lammes [Anm.: Struktur der ersten Liebe], die eine herrliche Stadt ist zu Perlentoren werden, über denen jeweils ein Engel gesetzt ist (vgl. Offenbarung 21,9-12).
 
Offenbarung 21,9-12:
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: …
 
Es ist demnach der geistliche Wandel der Ekklesia in dieser biblischen Ordnung, der dazu beiträgt, dass die Kraft Gottes aktiviert und der falsche prophetische Einfluss in unserer Zeit korrigiert wird (vgl. 4.Mose 24,1-2).
 
4.Mose 24,1-2:
1 Als nun Bileam sah, dass es dem HERRN gefiel, Israel zu segnen, ging er nicht wie bisher auf Zeichen aus, sondern richtete sein Angesicht zur Wüste, 2 hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagerten nach ihren Stämmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn …
 
Wir dürfen uns als Ekklesia weiterhin ausstrecken nach diesem wahrhaftigen und biblischen Verständnis, das griechische Denken und Einflüsse von Religiosität konfrontiert sowie zu einer richtigen Orientierung in diesen Tagen führt.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm