In Johannes 11 heißt es, dass Lazarus aus Betanien, ein Freund von Jesus, krank war und im Sterben lag. Währenddessen wartete Jesus, nachdem er die Nachricht hörte, doch zum erkrankten Lazarus zu kommen, noch weitere zwei Tage an seinem Aufenthaltsort, ohne sofort aufzubrechen (vgl. Johannes 11,1-4.6-7).

Johannes 11,1-4.6-7:
1 Es lag aber einer krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf Marias und ihrer Schwester Marta.
2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank.
3 Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.
4 Als Jesus das hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde. …
6 Als er nun hörte, dass er krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war; 7 danach spricht er zu seinen Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa ziehen!
 
Das Geführtsein durch den Heiligen Geist und das Warten
 
Es ist entscheidend, dass wir uns durch den Heiligen Geist in der Wahrheit des Wortes Gottes führen lassen und auf seine Weisung achten sowie diese in unserem Leben umsetzen. Jesus handelte nicht nach dem, wie es Menschen von ihm erwartet hatten oder verlangten, sondern tat nur, was er den Vater tun sah (vgl. Johannes 5,19).

Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
 
Währenddessen starb Lazarus, aber Jesus wusste bereits, dass der himmlische Vater seine Herrlichkeit im Leben von Lazarus erweisen und ihn (Anm.: Jesus) als seinen Sohn darin verherrlichen würde (vgl. Johannes 11,11-14.17.39-45).

Johannes 11,11-14.17.39-45:
11 Das sagte er und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft, aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken.
12 Da sprachen seine Jünger: Herr, wenn er schläft, wird es besser mit ihm.
13 Jesus aber sprach von seinem Tode; sie meinten aber, er rede vom leiblichen Schlaf.
14 Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben; …
17 Als Jesus kam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grabe liegen. …
39 Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.
40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
42 Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich es, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
43 Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen!
45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.

Weil Jesus auf den Zeitpunkt des Vaters wartete, wurde Lazarus zum Zeichen der Auferstehungskraft Jesu und dadurch erkannten ihn viele Juden als ihren Messias, wobei die religiösen Führer Jesus und Lazarus töten wollten (vgl. Johannes 12,9-11).
 
Johannes 12,9-11:
9 Da erfuhr eine große Menge der Juden, dass er dort war, und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern um auch Lazarus zu sehen, den er von den Toten erweckt hatte.
10 Aber die Hohenpriester beschlossen, auch Lazarus zu töten; 11 denn um seinetwillen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.

Diese Schriftstellen offenbaren uns, wie wichtig es für uns ist auf den von Gott vorherbestimmten Zeitpunkt geduldig zu warten. Es geht darum, sich am richtigen Ort mit den richtigen Heiligen aufzuhalten, um Gottes Heimsuchung und seine Intervention in Fülle zu erleben und darin geführt zu werden (vgl. Lukas 24,49 i.V.m. Apostelgeschichte 2,1-4).

Lukas 24,49:
49 Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben [Anm.: warten], bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.

Apostelgeschichte 2,1-4:
1 Und als der Pfingsttag [Schawuot] gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
 
Die Zahl 2, die Zeit des Lebens und des Todes
 
Bezugnehmend auf die Totenauferweckung von Lazarus wird deutlich, dass die Zahl „2“ auf der Seite der Zeit von Jesus mit dem „Leben“ und die Zahl „2“ auf der anderen Seite der Zeit von Lazarus mit dem „Tod“ verknüpft war. Denn Lazarus war bereits zwei Tage krank und Jesus wartete noch weitere zwei Tage, so dass Lazarus bei seiner Ankunft bereits vier Tage tot und der Verwesungsprozess begonnen hatte (vgl. Johannes 11,4.6-7.14.17.39).
 
Johannes 11,4.6-7.14.17.39:
4 Als Jesus das hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde. …
6 Als er nun hörte, dass er krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war; 7 danach spricht er zu seinen Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa ziehen! …
14 Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben; …
17 Als Jesus kam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grabe liegen. …
39 Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.
Für uns bedeutet es auch uns geistlich im richtigen „Haus“ aufzuhalten, was ausdrückt, dass wir nicht aus dem „Haus des Elends – Betanien“, sondern aus dem „Haus der Hingabe in Form von Lobpreis – auf dem Weg nach Judäa“ agieren. Das wird uns durch die Zahl „2“ offenbart, die durch ihren Zahlenwert mit dem hebräischen Buchstaben „Beth“ verknüpft ist, was ein „Haus“ darstellt.
 
Wenn die zwei Tage „des Lebens“ auf die zwei Tage „des Todes“ treffen, ist darin eine „geöffnete Tür“ zu erkennen, die durch die „vier Tage des Todes“ von Lazarus dargestellt ist. Der Zahlenwert „4“ steht mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“ in Verbindung und stellt eine „geöffnete Zelttür“ dar. Auch zu Pessach steht unter anderem der Ein- und Ausgang mit dem Blut des Lammes bedeckten Türrahmen im Mittelpunkt. Diese Tür war mit Leben und Tod in Verbindung gebracht (vgl. 2.Mose 12,7.13.29).
 
2.Mose 12,7.13.29:
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage. …
29 Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs.
 
Da diese eben genannten Zahlenwerte im Kontext mit der Auferweckung von Lazarus mit Zeit als Tagen verbunden sind und Zeit als Dimension nicht buchstäblich berührbar ist, können wir hierin einen geistlichen Aufruf erkennen.
 
Der derzeitige Werteverfall und die Bedeutung von Lobpreis
 
Auch wenn es so scheint, dass derzeit in unserer Gesellschaft und global der zunehmende Werteverfall buchstäblich wirtschaftlich sowie moralisch im Umgang miteinander stattfindet, weil Regierungen sich nicht mehr nach den biblischen Wertemaßstäben ausstrecken und leben, ist es entscheidend, dass wir uns als Heilige in der Sohnschaft Jesu voran bewegen. Gerade wir sollen uns nicht von den augenscheinlichen Umständen der Abnahme von Werten verunsichern lassen.
 
Es ist erforderlich, dass wir wie Christus den himmlischen Vater in seinen Handlungen vor Augen haben und entsprechend handeln. Das erfordert von uns Geduld, die aus der reinen Liebe (Anm.: griech. agạpē) zu Gott entspringt (vgl. Galater 5,22-23).
 
Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
Darüber hinaus sollten wir uns nicht auf unserem Weg durch Reaktionen von gläubigen Menschen unseres näheren Umfelds irritieren lassen, die aufgrund ihres Glaubens eine gewisse einseitige Perspektive aufweisen, weil sie mehr einen horizontalen Blick auf die gesellschaftlichen Umstände haben.
 
Die horizontale geistliche Ausrichtung offenbart, dass kein Glaube für den gegenwärtigen Moment vorhanden ist, dass Gott das Unmögliche herbeiführen kann. Das wird anhand der Äußerung von Thomas, Martha und Maria deutlich, bei denen es sich um Unglauben, Vorwurf, Glauben an die ewige Verheißung, jedoch nicht an die buchstäbliche Totenauferweckung von Lazarus in der temporären Zeit handelte (vgl. Johannes 11,16.21-27.32).
 
Johannes 11,16.21-27.32:
16 Da sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Jüngern: Lasst uns mit ihm gehen, dass wir mit ihm sterben! …
21 Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
22 Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.
23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage.
25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?
27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist. …
32 Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und sah ihn, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
 
Anhand der Totenauferweckung von Lazarus liegt die Bedeutung auf dem Fokus Jesu nach Judäa zu gehen, was „Lobpreis“ bedeutet. Es heißt, dass Jesus wieder nach Judäa ging. Das Wort „wieder“ weist auf eine Intensivierung von dem, was man bereits innerhalb vorheriger Anbetung bzw. Lobpreis erfahren hat, hin, und worin man noch mehr wahrzunehmen beginnt, was man zuvor nicht oder nur ungenügend kannte (vgl. Johannes 11,6-7).
 
Johannes 11,6-7:
6 Als er nun hörte, dass er krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war; 7 danach spricht er zu seinen Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa ziehen! …
 
Demnach ist es eine Qualitätszunahme in Anbetung, die zu einem göttlichen „Neustart“ der „Hilfe Gottes“ beiträgt, was der griechische Name „Lazarus – Mein Gott ist Hilfe“ bedeutet, der im hebräischen den Namen „Elieser“ trägt. Diese Hilfe Gottes beinhaltet eine innige geistliche Beziehung mit dem himmlischen Vater, ähnlich wie Mose, mit dem Gott im Zentrum von Offenbarung wie ein Freund redete, nämlich von Angesicht zu Angesicht (vgl. 2.Mose 33,11a).
 
2.Mose 33,11a:
11a Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. …
 
Die Gebärmutter und der neue Weinschlauch
 
Wenn wir den Bereich der Bruderschaft und Schwesternschaft in Christus betrachten, die durch Lazarus und seine beiden Schwestern repräsentiert ist, können wir das Grab des Lazarus in diesem Fall als eine Gebärmutter für den neuen Weinschlauch ansehen, der Unterstützung für die Zukunft bringt. Anhand des ersten hebräischen Buchstabens von „Elieser – Lazarus“ und dem ersten hebräischen Buchstaben von Martha und „Maria – Mirjam“ ergibt sich das hebräische Wort „`ēm – אֵם für „Mutter“ (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: H533).
 
Es ist die Mutter, die von Gott dazu bestimmt ist, neues Leben zu empfangen und zur Geburt zu bringen.

Die Qualitätszunahme der Hilfe Gottes umfasst eine stärkere Nachfolge, größere Werke der Gerechtigkeit sowie eine zunehmende Qualität in der Beziehung zu Gott, dem Vater, was ein stärkeres prophetisches Wirken zur Folge hat (vgl. Johannes 11,44).
 
Johannes 11,44:
44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen!
 
Unser geistlicher Fokus sollte in herausfordernden Situationen stets in der Anbetung auf den HERRN ausgerichtet bleiben, indem wir mit dem offenen Himmel kooperieren, worin wir uns geistlich „vertikal“ ausrichten. Daraus ergibt sich die Perspektive der Ernte in Zeiten von Herausforderung (vgl. Johannes 11,41b i.V.m. Kolosser 3,1-2 Lukas 21,28; Johannes 4,35).
 
Johannes 11,41b:
… 41b Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
 
Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
 
Lukas 21,28:
28 Wenn aber dieses [Anm.: Geburtswehen] anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.
 
Johannes 4,35:
35 Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder, denn sie sind reif [Anm.: weiß] zur Ernte.
 
Aus unserer Hingabe zu Gott, die unser Vertrauen ihm gegenüber ausdrückt, kommt die Zunahme unseres Glaubens den Willen Gottes im sichtbaren Bereich zu sprechen, der das Unmögliche möglich macht (vgl. Lukas 18,27).
 
Lukas 18,27:
27 Er [Jesus Christus] aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
 
Das Aktivsein in der Sohnschaft Christi und die Erschütterung
 
Darüber hinaus wird unsere Wahl im Aktivsein in der Sohnschaft Christi auf dem Weg des Lobpreises Erschütterung hervorbringen, so dass es zu einem Offenbarwerden des wahren Zustands innerhalb der Regierung und Gesellschaft kommt. Dort, wo „Tod“ im System umgesetzt wurde in Form des Resultats von Sünde (Anm.: Sünde gebiert den Tod; vgl. Römer 6,23) zu deckeln, wird das Eingreifen des Sohnes Gottes durch die Gebete der Ekklesia aktiv. Das hat zur Folge, dass „der Stein“ rollen wird und verborgene Dinge ans Licht kommen, die die Frevler versucht haben zu vertuschen und von denen sogar schändlich ist nur davon zu reden (vgl. Epheser 5,12-14).
 
Epheser 5,12-14:
12 Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich.
13 Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird; 14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.
 
Wir dürfen wissen, dass es zur großen Erschütterung in der Gesellschaft führen wird, während sich die Kraft der Hilfe Gottes auf der Erde intensiviert und mit den Söhnen Gottes in Christus Jesus kooperiert. Daraus resultiert eine größere Verfolgung derer, die sich nach dem Maßstab des Wortes Gottes ausrichten und leben (vgl. Johannes 11,38-44 i.V.m. Matthäus 26,4; Johannes 12,10-11).
 
Johannes 11,38-44:
38 Da ergrimmte Jesus abermals und kam zum Grab. Es war aber eine Höhle und ein Stein lag davor.
39 Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.
40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
42 Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich es, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
43 Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen!
 
Matthäus 26,4:
… 4 und hielten Rat, wie sie Jesus mit List ergreifen und töten könnten.
 
Johannes 12,10-11:
10 Aber die Hohenpriester beschlossen, auch Lazarus zu töten; 11 denn um seinetwillen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.
 
Das Wegrollen des Steins geht einher mit der Aufdeckung von gräuelhaften Sünden, die die Bezeichnung der Sünde zum Tod umfassen (vgl. 1.Johannes 5,16b i.V.m. Matthäus 18,6).
 
1.Johannes 5,16b:
… 16b Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll.
 
Matthäus 18,6:
6 Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.
 
Wir werden in der kommenden Zeit die Kraft der Erlösung mit der Komponente der gerechten Urteile Gottes aktiv sehen, die viele Gläubige erschüttern wird.
 
Wohl aus dem Grund, weil sie die Art und Weise der Urteile Gottes aufgrund ihres Mangels an der Nähe zu Gott nicht verstehen. Einige von ihnen haben womöglich ihre falschen Erwartungen in Frevel basierte Allianzen nicht rechtzeitig als solche erkannt, weshalb es sie schockieren muss. Der Humanismus ebnete dem unsagbar Bösen den Weg, nicht der Kraft Gottes.
 
Maranatha!
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 13. OKTOBER 2024 | 11. TISCHRI/ETHANIM 5785, HOLY PLACE/NAJOTH BERLIN – SPANDAU
 
„Wer will sich mit Mir messen?! Ich messe! Ich messe! Ich messe das Maß! Ich messe ihr Maß! Mit dem Maß, mit dem sie messen, wird ihnen gemessen (vgl. Lukas 6,38b)!
 
Weil sie nehmen, weil sie rauben, werden sie beraubt! Wer hätte das geglaubt?!
 
Ich setze das Senkblei! Ich offenbare das Maß Meiner Gerechtigkeit!
Ich vermesse! Ich vermesse! Ich vermesse!
 
Da ist Meine Messschnur! Da ist Mein Maßstab! Da ist Mein Messstab, den Ich Meinem Engel des Maßes übergeben habe (vgl. Hesekiel 40,3 i.V.m. Sacharja 2,5)!
Ich messe mit dem heiligen Maß! Ich messe mit dem Standard Meines Wortes, spricht der HERR!
 
Sprich nur ein Wort! Sprich nur ein Wort und schicke „Asasel“ fort, spricht der Geist des Propheten (vgl. 3.Mose 16,10)!
 
Wasser, Wasser, Wasser! Es fließt Wasser zum Waschen für die, die in Meinem Eifer gehandelt haben, spricht der HERR (vgl. 3.Mose 16,26)!
 
Ich messe ihre Mauern! Ich messe ihre scheinbare Sicherheit! Sie hat keinen Bestand!
 
Ihr „Starken“ warum habt ihr das Maß pervertiert (vgl. Amos 8,4-8)?!
 
Ich prüfe eure Systeme, hinter denen ihr euch versteckt und euch sogar sichtbar über den Himmel habt erstreckt!
 
Fall! Fall! Fall, weil ihr zu leicht befunden seid! Zu leicht, und für zu wenig Maß bewogen (vgl. Daniel 5,27)!
 
Wogen, Wogen, Wogen! Da sind Wogen und Bogen, denn meine Bogenschützen sind bereit!
 
Eure Wirtschaft, die ihr als stark bezeichnet, wird erbeben und erschüttert, wie der Nil!

Ja, Ich stelle den Leviathan bloß! Ich stelle die Strategie des Leviathans bloß!
 
Ich habe Mich mit Meinem Kriegskleid geschmückt und Meine Ekklesia mit den Gebeten der Gerechtigkeit bestückt, um zu antworten mit zirkulierendem Feuer vom Himmel!
 
Feuerwirbel, Feuerwirbel, Feuerwirbel, die durch die Himmel auf die Erde dringen und ein von Mir angeordnetes Erbeben bringen, spricht der HERR (vgl. Offenbarung 8,4-5)!
 
Da ist heilige Freude! Da ist apostolische Freude! Da ist prophetische Freude! Heiligkeit lebt; der Löwe brüllt und Meine Augen sehen (vgl. Offenbarung 18,20)!
 
Achte auf den Mühlstein, der sich bereits bewegt!

Ihre „Stadt“ fällt! Ihre „Stadt“ fällt, weil es der HERR ist, DER standhält, spricht der Geist des Propheten (vgl. Offenbarung 18,21)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Lukas 6,38b:
…; 38b denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.
 
Hesekiel 40,3:
3 Und als er mich dorthin gebracht hatte, siehe, da war ein Mann, der war anzuschauen wie Erz. Er hatte eine leinene Schnur und eine Messrute in seiner Hand und stand unter dem Tor.
 
Sacharja 2,5:
5 Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, ein Mann hatte eine Messschnur in der Hand.
 
3.Mose 16,10:
10 Aber den Bock, auf welchen das Los für Asasel fällt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, dass er über ihm Sühne vollziehe und ihn zu Asasel in die Wüste schicke.
 
3.Mose 16,26:
26 Der Mann aber, der den Bock für Asasel hinausgebracht hat, soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und erst danach ins Lager kommen.
 
Amos 8,4-8:
4 Höret dies, die ihr die Armen unterdrückt und die Elenden im Lande zugrunde richtet 5 und sprecht: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, dass wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir Korn feilhalten können und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen, 6 damit wir die Armen um Geld und die Geringen um ein Paar Schuhe in unsere Gewalt bringen und Spreu für Korn verkaufen?
7 Der HERR hat bei sich, dem Ruhm Jakobs, geschworen: Niemals werde ich diese ihre Taten vergessen!
8 Sollte nicht um solcher Taten willen das Land erbeben müssen und alle Bewohner trauern? Ja, es soll sich heben wie die Wasser des Nils und sich senken wie der Strom Ägyptens.
 
Daniel 5,27:
27 Tekel du bist auf der Waage zu leicht befunden worden.
 
Offenbarung 8,4-5:
4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen von der Hand des Engels hinauf vor Gott.
5 Und der Engel nahm das Räuchergefäß und füllte es mit Feuer vom Altar und schüttete es auf die Erde. Und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben.
 
Offenbarung 18,20:
20 Freue dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um euretwillen.
 
Offenbarung 18,21:
21 Und ein starker Engel hob einen Stein auf, groß wie ein Mühlstein, warf ihn ins Meer und sprach: So wird in einem Sturm niedergeworfen die große Stadt Babylon und nicht mehr gefunden werden.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm

In 1.Chronik 4,9 wird uns von einem Mann mit dem Namen „Jabez“ berichtet, was „Er macht Schmerz.“ bedeutet. Markant ist jedoch bei seinem Leben, dass Jabez in einer größeren Herrlichkeit wandelte als seine Brüder, was man auch als „eine Person mit größerem Ansehen“ bezeichnen kann.
 
1.Chronik 4,9:
9 Jabez war angesehener (Anm.: größere Herrlichkeit) als seine Brüder. Und seine Mutter nannte ihn Jabez; denn sie sprach: Ich habe ihn mit Kummer geboren.
 
Es war die Mutter von Jabez, die ihn als den benannte, der „Schmerzen erzeugt“.
 
Wenn man diese Situation in einem geistlichen Kontext betrachtet, kann die Mutter für die „Ekklesia“ stehen, die ihren Umstand anhand der vor Augen liegenden Herausforderungen bewertet, ohne die richtige geistliche Sicht Gottes darin zu haben.
 
Jabez und die Sohnschaft in Christus
 
In Jabez hingegen, dürfen wir die Dynamik der Sohnschaft in Christus Jesus erkennen, in der eine größere Herrlichkeit vorhanden ist, die danach Ausschau hält mit ihrem Blick die Verheißung Gottes (Anm.: des Vaters) zu sehen. Dabei geht es, um die Worte der Erweiterung bzw. Ausdehnung zu sprechen und zugleich von der hütenden Hand Gottes begleitet zu werden (vgl. 1.Chronik 4,10).
 
1.Chronik 4,10:
10 Und Jabez rief den Gott Israels an und sprach: Ach dass du mich segnetest und mein Gebiet mehrtest und deine Hand mit mir wäre und schafftest, dass mich kein Übel bekümmere! Und Gott ließ kommen, worum er bat.
 
Es ist die Präsenz der Hand Gottes, die eine geistliche Dynamik des Höherziehens in eine neue geistliche Ebene beinhaltet, so wie es beispielsweise Hesekiel erlebte (vgl. Hesekiel 3,12; Hesekiel 8,1.3a-b).
 
Hesekiel 3,12:
12 Und der Geist hob mich empor, und ich hörte hinter mir ein Getöse wie von einem großen Erdbeben, als die Herrlichkeit des HERRN sich erhob von ihrem Ort.
 
Hesekiel 8,1.3a-b:
1 Und es begab sich im sechsten Jahr am fünften Tage des sechsten Monats. Ich saß in meinem Hause und die Ältesten von Juda saßen vor mir. Da fiel die Hand Gottes des HERRN auf mich. …
3a-b Und er streckte etwas wie eine Hand aus und ergriff mich bei dem Haar meines Hauptes. Da führte mich der Geist fort zwischen Himmel und Erde und brachte mich nach Jerusalem in göttlichen Gesichten zu dem Eingang des inneren Tores, …
 
Für uns wird anhand der Reaktion von Jabez ersichtlich, dass er befähigt war aus der Dimension des „neuen Weinschlauchs“ zu denken, der großen Segen und die Erweiterung durch die Hand Gottes sowie die Führung seines Geistes zur Folge hatte.
Der richtige geistliche Fokus und das Zerbrechen falscher Festlegungen
 
Jabez war sich der Gegenwart der Herrlichkeit Gottes bewusst, so dass er trotz der negativen Festlegung seiner Mutter oder auch des Kommunikationsbereichs der „vertrauten Geister“ in Form der „Ahnengeister“ nach dem Gebiet der Verheißung des „himmlischen Vaters“ Ausschau hielt. Der Fokus dabei liegt darauf mit der auf ihm ruhenden Herrlichkeit – Präsenz Gottes die „Kommunikation der Ahnengeister“ innerhalb seiner Generationslinie mütterlicherseits zu durchbrechen.
 
Der häufige Versuch des Feindes uns als Heilige an das Hineinkommen in unsere von Gott gegebene Verheißung zu hindern, besteht darin, durch die Kommunikationsart der sogenannten Ahnengeister zu sprechen, was einer Kommunikation der Vergangenheit und der Auswirkung des „Verklägers der Brüder“ in Form von Vorwürfen entspricht (vgl. Offenbarung 12,10).

Offenbarung 12,10:
10 Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott.

Das hebräische Wort für „Ahnengeist“ ist „‘ôb“ und umfasst ein sogenanntes „Nachplappern oder Murmeln dessen, was in der Vergangenheit kommuniziert wurde, das Reden aus dem Bauch heraus in Form eines Bauchredners, der wie aus einem hohlen Gefäß spricht.“ Darüber hinaus bedeutet es auch „Schlauch aus Tierfell zur Aufbewahrung von Wasser und Wein.“ (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „‘ôb“ mit der Wortschlüsselnummer: 181* und 182 und der Strong’s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer H178)
 
Der alte Weinschlauch und die vertrockneten Gebeine

Anhand dieser Worterklärung wird für uns deutlich, dass es um eine vertraute Kommunikation der Vergangenheit geht wie z.B. falsche Festlegungen durch Eltern, Verwandte, Lehrer, usw., die der Widersacher dazu gebraucht, die Entwicklung eines Gläubigen in dessen neue Identität in Christus und die damit verbundene Verheißung zu stoppen.
 
Satan geht dabei so vor, indem er den betreffenden Gläubigen in der Struktur eines „alten Weinschlauchs“ mit der dort befindlichen geistlichen Kommunikation (Anm.: Wasser und Wein) gefangen halten will.
 
Der hebräische Name „Jabez“ ähnelt phonetisch dem hebräischen Wort „jābēš“, was in Hesekiel 37 im Zusammenhang mit „Hoffnungslosigkeit, sich beschämt oder verwirrt fühlen, enttäuscht sein“ steht. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „jābēš – verdorrt“ mit der Sprachschlüsselnummer 3083 und der Strong’s Konkordanz mit der Sprachschlüsselnummer H3001)
 
Mit Hilfe dieser Erklärung und auch an dem Ausspruch der vertrockneten Knochen in Hesekiel 37,11 wird sehr deutlich, dass die Menschen im Volk Israel resigniert und ohne Hoffnung waren (vgl. Hesekiel 37,2.11).
 
Hesekiel 37,2.11:
2 Und er führte mich überall hindurch. Und siehe, es lagen sehr viele Gebeine über das Feld hin, und siehe, sie waren ganz verdorrt. …
11 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt und unsere Hoffnung ist verloren und es ist aus mit uns.
 
Der Grund hierfür war, weil sie nicht in göttlicher Einheit in Form geordneter, lebendiger Beziehungen zueinanderstanden und deshalb in einem Zustand der Zerstreuung waren (vgl. Hesekiel 37,2).
 
Hesekiel 37,2:
2 Und er führte mich überall hindurch. Und siehe, es lagen sehr viele Gebeine über das Feld hin, und siehe, sie waren ganz verdorrt.
 
Diese Zerstreuung soll jedem Gläubigen im Volk Gottes in dieser Zeit verdeutlichen, dass wenn man nach seinen eigenen Vorstellungen und ohne Bindungen nach göttlicher Ordnung lebt, ein solches Verhalten Zersprengung sowie Verwirrung zur Folge hat, die uns ebenfalls zu Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung und sogar Beschämung (Anm.: Unzugehörigkeit) führen kann.
 
Es ist jedoch nicht Gottes Wille, dass wir in einem solchen Zustand leben, und doch ist es unsere Entscheidung, die ausschlaggebend dafür ist, ob wir in Zerstreuung oder in wahrer apostolischer Einheit (Anm.: in einem apostolischen Netzwerk bzw. Zusammenschluss) leben.

Der Plan des Widersachers ist stets zu verhindern, dass wir als Glieder des Leibes Jesu in unserer von Gott bereits festgelegten Identität und Verheißung wandeln (vgl. Psalm 139,16 i.V.m. Jeremia 1,5).

Psalm 139,16:
16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Jeremia 1,5:
5 Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.
 
Die Namensgebung von Benjamin und die Hand Gottes

So wird dieses Prinzip auch deutlich in der Namensgebung von „Benjamin – Sohn meiner Rechten“, der zuvor aufgrund des herausfordernden Umstands von seiner Mutter Rahel bei der Geburt „Ben-Oni – Sohn meines Schmerzes“ genannt wurde. Erst die Festlegung des Vaters Jakob seine Identität von „Schmerz“ in „Gunst“ und „Regierungsherrschaft“ zu verwandeln, änderte diese ausschlaggebend (vgl. 1.Mose 35,18).

1.Mose 35,18:
18 Als ihr (Anm.: Rahel) aber das Leben entwich und sie sterben musste, nannte sie ihn Ben-Oni, aber sein Vater nannte ihn Ben-Jamin.
 
Es war Benjamin, der sich als jüngster Sohn Jakobs bei seinem Vater aufhielt zur Zeit als sich sein Bruder Joseph als Pionier zur Absicherung der Verheißung Gottes in Ägypten befand.
Benjamin als „neuer Weinschlauch“ symbolisierend, da er der jüngste Sohn Jakobs war, verstand es sich in der Dimension von „Jod, der Hand Gottes“ zu bewegen und von dieser in der „Bruderschaft in Christus“ (vgl. Römer 8,29) angezogen zu werden, was durch den ersten hebräischen Buchstaben in der Vaterschaft Jakobs und in der Bruderschaft Josephs deutlich wird.
 
Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes [Anm.: Jesus Christus], damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
 
Diese beiden Namen beginnen jeweils mit dem hebräischen Buchstaben „Jod“, der mit „der Hand im Geistbereich“ in Verbindung steht.
 
Es ist kein Zufall, dass Benjamin in der Ebene der „Bruderschaft in Christus Jesus“ durch Joseph fünfmal von ihm gesegnet wurde (vgl. 1.Mose 43,34; 1.Mose 45,22).
 
1.Mose 43,34:
34 Und man trug ihnen Essen auf von seinem Tisch, aber Benjamin bekam fünfmal mehr als die andern. Und sie tranken und wurden fröhlich mit ihm.
 
1.Mose 45,22:
… 22 und gab ihnen allen, einem jeden ein Feierkleid, aber Benjamin gab er dreihundert Silberstücke und fünf Feierkleider.
 
=> Die Zahl „5“ gleicht hauptsächlich der Handsymbolik und repräsentiert die Ausführung eines Gelöbnisses für den HERRN. Weiterhin gilt sie teilweise für einen opfernden Dienst.
Die Zahl „5“ weist auf ein Versprechen von Hingabe hin, das durch die Kraft in den Händen von jemand anderem ausgedrückt wird (Anm.: Handdrücken), um etwas zu vollziehen. Handsymbolik kennzeichnet hauptsächlich den Tenach und ist in das Neue Testament durch den Apostel Paulus in seiner Präsentation der Ämter des fünffältigen Dienstes in die neutestamentliche Gemeinde gebracht worden.

Im Tenach weisen bereits die Stiftshütte und der Tempel auf die Handerfüllung der neutestamentlichen Gemeinde hin. Die Stiftshütte hatte fünf Säulen, um die Struktur zu stützen und der Tempel verfügte über ein Fünfeck im Eingangsbereich (vgl. 2.Mose 26,37; 1.Könige 6,31). Somit sind Dienste der Amtsträger, Ältesten und Leiter dort angedeutet (vgl. Epheser 4,11 i.V.m. Galater 2,9; Offenbarung 3,12). <= (Anm.: Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary“ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 221; 222)
 
Da Benjamin mit der ausführenden Regierung und Gunst Gottes verbunden ist, was durch seinen Namen deutlich wird, der „Sohn der rechten Hand Gottes, Sohn des Glücks“ bedeutet, erkennen wir eine Verschiebung von geistlicher Autorität sowie Gunst in einen neuen Bereich, die sich auf kindlichem Glauben gründet.
 
Denn es war Jesus, als er ein Kleinkind war, der gemeinsam mit seinen Eltern auf die Anweisung Gottes hin für einen bestimmten Zeitraum nach Ägypten ging, um vor dem frühzeitigen Tod bewahrt zu bleiben (vgl. Matthäus 2,14-15 i.V.m. Lukas 18,16).
 
Matthäus 2,14-15:
14 Da stand er [Anm.: Joseph] auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten 15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (vgl. Hosea 11,1): „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“
 
Lukas 18,16:
16 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.
 
Wir sind von Gott, dem Vater, dazu berufen, das Erlösungswerk Christi im Heiligen Geist zu ergreifen als das größte Geschenk wahrer Freiheit für uns, um jedes negative Denken, sündhafte Muster aus der Generationslinie und falsche Festlegungen vollständig abzulegen.
 
Lasst uns demnach dem Geist Gottes allein erlauben, unsere Identität in eine höhere Ebene zu verschieben, um seinen Willen zu tun und in seiner Verheißung, die er für uns hat zu leben.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm