Im Buch des Propheten Jesaja heißt es im Kapitel 6, dass Jesaja im Todesjahr von König Usija den HERRN auf einem hohen und erhabenen Thron sitzen sah, während Gottes Saum den Tempel füllte.
 
Hierbei erblickte Jesaja Seraphim, die sich über dem Thron Gottes befanden und sechs Flügel besaßen, von denen zwei ihr Angesicht, zwei ihre Füße bedeckten, während sie mit dem dritten Flügelpaar flogen.
 
Der Ausruf des dreifachen „Heilig!“ und JAHWE-ZEBAOTH

Währenddessen riefen sie dreimal das Wort „Heilig!“ und proklamierten, dass die Lande voll von der Ehre des HERRN Zebaoth sind. Daraufhin bebten die Türpfosten in der Türschwelle des Thronraums und der Tempel im Geistbereich wurde mit Rauch erfüllt (vgl. Jesaja 6,1-4).

Jesaja 6,1-4:
1 In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel.
2 Seraphim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.
3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!
4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.
 
Diese Herrlichkeit ist verbunden mit dem Charakter Gottes als JAHWE-ZEBAOTH oder auch als HERR der Heerscharen bzw. Kriegsscharen. Es ist somit eine kämpferische Herrlichkeit, die sich über die Erde erstreckt und aus einem anderen Zeitbereich mit größerer Dauer agiert, entsprechend dem Bereich der Sterne mit ihrem Einwirken auf den Erdbereich, so dass es zum Zerschlagen des Bösen kommt (vgl. Richter 5,20-21).
 
Richter 5,20-21:
20 Vom Himmel her kämpften die Sterne, von ihren Bahnen stritten sie wider Sisera.
21 Der Bach Kischon riss sie hinweg, der uralte Bach, der Bach Kischon. Tritt einher, meine Seele, mit Kraft!
 
Der Tod des Königs Usija und das in die Erde gefallene Weizenkorn

In Johannes 12,24 sagt Jesus, dass wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fallen und sterben würde, es allein bliebe, und wenn es aber erstirbt, es viel Frucht bringen würde. Diese Aussage in Verbindung mit dem Tod des Königs Usija soll uns in dieser Zeit verdeutlichen, was der Plan Gottes in einer Veränderungsphase beinhaltet.

Immer dann, wenn Gott seinen Plan der Veränderung herbeiführt, bleibt es nicht aus, dass wir uns von einer ausgedienten oder bisherigen Struktur verabschieden müssen, um in der Lage zu sein, eine größere Frucht hervorzubringen.
 
In Verbindung mit dem Namen „Usija => Meine Stärke ist JAHWE“ bedeutet dies, dass der HERR uns an geistlicher Stärke zunehmen lassen möchte. Die Erklärung macht deutlich, dass immer dann, wenn ein Gerechter auf Erden stirbt, dieser ein geistliches potenzielles Erbe hinterlässt.

Die Zeit als König Usija starb, war ein von Gott festgelegter Zeitraum der Steigerung von der Stärke des HERRN. Da der HERR auch der Gott der Generationen ist, lässt er immer dort, wo er Gerechte in der Generationslinie vorfindet, diese an Segen zunehmen (vgl. 2.Mose 20,6).

2.Mose 20,6:
… 6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Propheten in Übergangszeiten und der Aufruf ins dreifache „Heilig!“ einzutreten

Im Todesjahr des Königs Usija wurde Jesaja als Prophet in den Thronsaal Gottes gehoben, um die Königlichkeit Gottes mit dem Ziel zu sehen, das Volk Gottes darin zu unterweisen. Das bedeutet für uns auch, dass der HERR seinen Propheten in Übergangszeiten der Verschiebungen im Bereich von Autorität, einen detaillierten Einblick in seine königliche Gegenwart gewährt, damit sie beginnen dem Volk Gottes davon zu berichten und sie darin zu unterweisen.
 
Wir sind als Volk Gottes ermutigt in den Klang des dreifachen „Heilig!“ einzutreten, der mit einer neuen Zeit einhergeht. Dieses dreifache „Heilig!“ wurde aus der Engelsstruktur der „Seraphim – die Verbrennenden, Feurigen, Läuternden“ in die Geistatmosphäre des Aufenthalts von Jesaja proklamiert, so dass die Schwellen bebten.
 
Das ist ein Hinweis auf das Erschüttern eines erfüllten Zeitmaßes und zugleich neuen Bereich in der Zeit, der mit der Regierungsebene Gottes sowie seinen gerechten Gerichten verknüpft ist, die seine Herrlichkeit offenbaren (vgl. Daniel 7,9-10).
 
Daniel 7,9-10:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.
 
An dieser Stelle ist es von Bedeutung für uns heute anzumerken, dass die geistliche Engelsdimension in Daniel 7 in „tausendmal Tausend und zentausendmal Zehntausend“ kategorisiert ist, wobei diese in Offenbarung 5,11 hingegen auf umgekehrte Weise genannt ist.
 
Offenbarung 5,11 (Rev. Elberfelder Bibel):
11 Und ich sah: Und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron her und um die lebendigen Wesen und die Ältesten; und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und Tausende mal Tausende, …
 
Das bedeutet keinen Widerspruch, sondern ist ein Hinweis auf eine andere geistliche Ebene, der verborgene Prophetie vorausgeht, denn kurze Zeit später beginnt das Lamm Gottes die sieben Siegel der Buchrolle zu öffnen, die es zuvor aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß entgegengenommen hatte (vgl. Offenbarung 6,1).
 
Offenbarung 6,1:
1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
 
Manasse und Ephraim und das Maß der Engel vor dem Thron
 
Diese feurige Präsenz der Gerechtigkeit Gottes aus Daniel 7,9-10 trägt eine Kraft der Urteile Gottes verborgen, die uns auf positive Weise vergessen lässt (Anm.: Der Name „Manasse“ bedeutet „Der vergessen macht.“). Dass liegt darin begründet, dass die Segnung von Mose, über den Stamm Manasse mit den Tausenden und über Ephraim mit den Zehntausenden verbunden ist, worin wir das Maß der Engel Gottes vor dem Thron erkennen können (vgl. 5.Mose 33,17).
 
5.Mose 33,17:
17 Sein erstgeborener Stier ist voll Herrlichkeit, und seine Hörner sind wie die Hörner wilder Stiere; mit ihnen wird er die Völker stoßen bis an die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses.
 
Der „Stier“ wird im Hebräischen „šôr“ genannt und trägt Hörner, die direkt nach vorne ausgerichtet sind, so wie es in 5.Mose 33,17 über die Stämme Ephraims und Manasse geschrieben steht.
 
Somit umfasst die feurige gerechte Gegenwart Gottes ein Maß der kämpfenden Herrlichkeit Gottes, die das Böse ohne Kompromisse wegstößt.
 
Das hebräische Wort für „Horn“ ist „qärän“ und offenbart Stärke und Kraft. Gemäß dem Wort Gottes wird es als Shofar und auch als Salbgefäß verwendet. Das hebräische Wort „strahlen – qāran“ so wie es in 2.Mose 34,29 verwendet wird, ist mit dem hebräischen Wort für „Horn – qärän“ verbunden.
 
2.Mose 34,29:
29 Als nun Mose vom Berge Sinai herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glänzte (Anm.: Hörner besaß), weil er mit Gott geredet hatte.
 
Das bedeutet demnach, dass Mose das Angesicht Gottes in Form des Stiers widerspiegelte, während er von der Vaterschaft Gottes in Form von Priesterschaft umgeben sowie von dem Geist der Stärke begleitet wurde. Gottes Gegenwart, mit der Mose umgeben war, hatte die Manifestation der Furcht des HERRN inmitten des Volkes Israel zur Folge (vgl. 2.Mose 34,30).

2.Mose 34,30:
30 Als aber Aaron und ganz Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glänzte (hebr. „qāran“), fürchteten sie sich, ihm zu nahen.

Der hebräische Buchstabe „Aleph“

Darüber hinaus steht der „Stier“ mit dem hebräischen Buchstaben „Aleph“ in Verbindung, der den Zahlenwert „1“ trägt und unter anderem „Rind, Führer, Stärke, Meister/HERR“ bedeutet. Bei der piktografischen Darstellung des hebräischen Buchstabens „Aleph“ handelt es sich um einen „Stierkopf“.
Das „Aleph“ ist der sogenannte „Vaterbuchstabe“, weil alles mit dem Vater beginnt, der als der Allmächtige Anfang und Ende von allem ist, und das hebräische Wort für „Vater – āb“ mit einem „Aleph“ anfängt (vgl. Offenbarung 1,8).

Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Anhand dessen wird deutlich, dass alle Urteile auf der Gegenwart des Vaters in den Himmeln basieren, der danach verlangt, dass Gerechtigkeit auf der Erde etabliert wird, indem das Böse „zurückgestoßen“ bzw. in die Schranken gewiesen wird (vgl. Jesaja 26,9 i.V.m. Offenbarung 19,2; 5.Mose 32,35-36).
 
Jesaja 26,9:
9 Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.
 
Offenbarung 19,2:
2 Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, dass er die große Hure verurteilt hat, die die Erde mit ihrer Hurerei verdorben hat, und hat das Blut seiner Knechte gerächt, das ihre Hand vergossen hat.
 
5.Mose 32,35-36:
35 Die Rache ist mein, ich will vergelten zur Zeit, da ihr Fuß gleitet; denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und was über sie kommen soll, eilt herzu.
36 Denn der HERR wird seinem Volk Recht schaffen, und über seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird sehen, dass ihre Macht dahin ist und es aus ist mit ihnen ganz und gar.
 
Das dreifache „Heilig!“ aus dem Mund der vier lebendigen Wesen
 
Darüber hinaus existiert ein weiteres dreifaches „Heilig!“, das wir kennen und aus dem Mund der vier Wesen ergeht (vgl. Offenbarung 4,8).
 
Offenbarung 4,8:
8 Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.
 
Der Ausruf des dreifachen „Heilig!“ geht gemäß der eben genannten Bibelstelle mit der richtigen Erkenntnis des Moments inmitten der temporären Zeit einher. Diese vorübergehende Zeit ist mit dem Anfang und dem Ende verbunden und in einer linearen Form, ähnlich wie ein Fluss angeordnet ist.
 
Die Engelsgegenwart der Seraphim in Jesaja 6 sowie die der vier lebendigen Wesen in Offenbarung 4 tragen jeweils sechs Flügel, was in diesem Kontext auf die geistliche Präsenz des Himmels hinweist, die auf die Menschen, die sich auf der Erde befinden, einwirkt. Das wissen wir deshalb, weil der Mensch – Adam am sechsten Tag von Gott erschaffen wurde und Gott Geist ist (vgl. 1.Mose 1,26-27.31 i.V.m. Johannes 4,24a).
 
1.Mose 1,26-27.31:
26 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. …
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Das richtige Verständnis der Urteile Gottes und der Aufenthalt im Thronsaal des HERRN
 
Um die Gerichte bzw. Urteile Gottes richtig verstehen zu können, ist es entscheidend, dass wir uns im und nicht vor dem Thronsaal befinden als Heilige in Christus. Diese Dinge sind nur zu begreifen, wenn wir im Zentrum des Gewandes Gottes stehen, ähnlich wie der Prophet Jesaja, was die Beziehung mit ihm als himmlischen Vater in seiner Königlichkeit ausdrückt.
 
Es ist im Thronsaal hinter der Tür, wo Jesus Christus in einer neuen geistlichen Facette erscheint, nämlich als Lamm Gottes und König der Könige in höchster Autorität (vgl. Jesaja 6,1 i.V.m. Offenbarung 5,6; Offenbarung 17,14).
 
Jesaja 6,1:
1 In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel.
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.

Offenbarung 17,14:
14 Die werden gegen das Lamm kämpfen und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige, und die mit ihm sind, sind die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen.
 
Es ist das Lamm Gottes, das sich mit der Regierungsherrschaft des HERRN, seinem Charakter sowie der von Gott übertragenen Weisheit an seine Ekklesia auf Erden identifiziert. Das alles bewirkt das Lamm Gottes, um offenbarend in Bezug auf die Gerechtigkeit Gottes tätig zu werden (vgl. Offenbarung 5,6-7).
 
Offenbarung 5,6-7:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron [Anm.: Regierung] und den vier Gestalten [Anm.: Charakter] und mitten unter den Ältesten [Anm.: zugteilte Weisheit Gottes gegenüber der Ekklesia] ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
7 Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.
 
Wenn wir nicht bereit sind, in diesem Zusammenwirken des dreifachen „Heilig!“ und der Anerkennung seiner Autorität zu stehen, können wir Gottes Gerechtigkeit und Gerichte nicht begreifen oder willkommen heißen, wozu wir aber als Ekklesia bestimmt sind.
 
Umso mehr liegt es an uns, dass wir dem Heiligen Geist erlauben, dass wir von ihm in die Gnade und Wahrheit geführt werden, um uns mit dem Wesen Gottes, das immerzu heilig ist, eins zu machen und alles andere ablegen. Erst in der Erkenntnis und Anerkennung der Königlichkeit unseres Vaters kommen wir zu der Reife, dass wir Christus, das Lamm Gottes, auf die Weise lieben, dass wir als Gottes Volk in ihm herrschen und nicht resignieren wollen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm



PROPHEZEIT AM 09. DEZEMBER 2024 | 08. KISLEW 5785, NAJOTH BERLIN-SPANDAU
 
„Da ist das Wiegen des Widersachers in der scheinbar eigenen kreierten Sicherheit und das Schwelgen im scheinbaren Sieg über die Gerechtigkeit in ihrem „Tempel“ der Bosheit!
Das Haus von Dagon fällt! Das Haus ihrer Wirtschaft bricht zusammen!
 
Der HERR spricht: „ICH habe bereits die Auswirkung MEINER Gerechtigkeit inmitten ihres Hauses gebracht und bringe MEIN großes Schieben und Drücken von Innen nach Außen, so dass die Generation der Bosheit für eine Zeit gestoppt wird!
ICH drücke sie inmitten ihrer Bosheit auseinander!
 
Es scheint, dass MEINE Urteile nicht erkennbar sind, doch ICH offenbare MEINE Kraft des Urteils in ihrem Haus!
 
ICH lasse plötzliche Dunkelheit in ihrem Haus auftreten, die über sie kommt und in ihrem Schwelgen der Ungerechtigkeit abrupt anhält!
ICH erschüttere ihr Haus des Unrechts und der Ungerechtigkeit, denn Recht und Gerechtigkeit sind die Stützen MEINES Throns (vgl. Psalm 89,15)!
 
Inmitten ihres Sicherheitsgefühls und ihrer Selbstsicherheit im üblen Vorgehen kommt die Ernte dessen, was sie in Ungerechtigkeit und Bosheit gesät haben (vgl. Sprüche 26,27 i.V.m. Galater 6,7; Matthäus 18,6)!
 
ICH habe eine „zweifache Finsternis“ gesetzt, die aktiv ist und Mein Urteil trägt, so dass das Zentrum ihrer Sicherheit, die sie durch Bosheit erschaffen haben zu Fall bringt (vgl. Richter 16,23-30)!
 
ICH offenbare inmitten des Gerichts MEINE Gnade und Treue!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Psalm 89,15:
15 Gerechtigkeit und Gericht sind deines Thrones Stütze, Gnade und Treue gehen vor dir einher.
 
Sprüche 26,27:
27 Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen.
 
Galater 6,7:
7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
 
Matthäus 18,6:
6 Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.
 
Richter 16,23-30:
23 Als aber die Fürsten der Philister sich versammelten, um ihrem Gott Dagon ein großes Opfer darzubringen und ein Freudenfest zu feiern, sprachen sie: Unser Gott hat uns unsern Feind Simson in unsere Hände gegeben.
25 Als nun ihr Herz guter Dinge war, sprachen sie: Lasst Simson holen, dass er vor uns seine Späße treibe. Da holten sie Simson aus dem Gefängnis, und er trieb seine Späße vor ihnen und sie stellten ihn zwischen die Säulen.
24 Als das Volk ihn sah, lobten sie ihren Gott, denn sie sprachen: Unser Gott hat uns unsern Feind in unsere Hände gegeben, der unser Land verwüstete und viele von uns erschlug.
26 Simson aber sprach zu dem Knaben, der ihn an der Hand führte: Lass mich los, dass ich nach den Säulen taste, auf denen das Haus steht, damit ich mich daran lehne.
27 Das Haus aber war voller Männer und Frauen. Es waren auch alle Fürsten der Philister da, und auf dem Dach waren etwa dreitausend Männer und Frauen, die zusahen, wie Simson seine Späße trieb.
28 Simson aber rief den HERRN an und sprach: Herr HERR, denke an mich und gib mir Kraft, Gott, noch dies eine Mal, damit ich mich für meine beiden Augen einmal räche an den Philistern!
29 Und er umfasste die zwei Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte, die eine mit seiner rechten und die andere mit seiner linken Hand, und stemmte sich gegen sie 30 und sprach: Ich will sterben mit den Philistern! Und er neigte sich mit aller Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war, sodass es mehr Tote waren, die er durch seinen Tod tötete, als die er zu seinen Lebzeiten getötet hatte.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

In Lukas 19,1-10 können wir von der Begegnung des Zachäus mit Jesus in der Stadt Jericho (Anm.: bedeutet „Ort der Düfte“) lesen.
Zachäus bedeutet „unschuldig“, und er war ein führender Zöllner, klein von äußerer Gestalt, und verlangte Jesus zu sehen, der von einer großen Menschenmenge umgeben war. Aufgrund seiner Größe entschied sich Zachäus Jesus vorauszulaufen und auf einen Maulbeerfeigenbaum zu klettern, um ihn von dort sehen zu können.
 
Als Jesus ihn sah, forderte er Zachäus auf, schnell vom Baum herunterzusteigen, weil er ihn gemäß dem Willen des Vaters besuchen wollte, was anhand der Aussage Jesu deutlich wird, indem er sagte, dass er bei ihm noch am selben Tag einkehren muss (vgl. Lukas 19,5 i.V.m. Johannes 5,19).
 
Lukas 19,5:
5 Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.
 
Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
 
Die enthaltene Offenbarung in der Begegnung mit Zachäus
 
In der Begegnung mit Zachäus verbirgt sich eine Offenbarung, die uns auf dem Weg des Glaubens in unserem Geistmenschen bereichert. Hierbei geht es um die Kraft der Errettung Gottes (Anm.: Jesus), die in den Bereich des Lobpreises tritt, repräsentiert durch Jericho => „Ort der Düfte“ (vgl. 2.Mose 29,25) und das Potential von Reinheit und Demut, repräsentiert durch Zachäus, in Bewegung bringt.
 
Es geht hierbei darum durch eine Erwartungshaltung den Moment der Heimsuchung Gottes in der Zukunft herbeizuführen. Das finden wir darin begründet, weil Zachäus Jesus vorausging, um ihn zu treffen. Hierbei entschied sich Zachäus auf den Maulbeerfeigenbaum zu klettern, was sich von der Bewegung der Menschen, die Jesus umgaben und begleiteten unterschied.
 
Die Menschenmenge lief neben Jesus her, wobei Zachäus auf den Baum stieg und dadurch Jesus von einer höheren Ebene aus sah. Hierbei gebrauchte er seine Hände und Füße. In diesem Hinauf- sowie dem späteren Hinabklettern von Zachäus kann man ebenfalls die Anwendung des geistlichen Prinzips des Auf- und Absteigens der Engel erkennen, so ähnlich wie Jakob sie im Traum auf einer Leiter hinauf- und hinabsteigen sah (vgl. 1.Mose 28,12).
 
1.Mose 28,12:
12 Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.
 
Darüber hinaus spielte auch ein Baum im Leben von Nathanael eine wesentliche Rolle als Jesus auf ihn traf und ihm gegenüber vom Hinauf- und Herabfahren der Engel Gottes in Verbindung mit seiner Gegenwart sprach (vgl. Johannes 1,51).
 
Johannes 1,51:
51 Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf- und herabfahren über dem Menschensohn.
 
Hierbei handelt es sich um die Anwendung von Anbetung, die uns durch die Führung des Heiligen Geistes in einen höheren geistlichen Bereich führt, der den Moment des Vaters einleitet, woraus eine Heimsuchung resultiert (vgl. Johannes 4,23-24).
 
Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Von viel Licht umhüllt und der Aufenthalt im Wort Gottes
 
Durch unsere Hingabe und unser Verlangen dem HERRN gegenüber, tragen wird dazu bei, dass wir in eine höhere geistliche Sicht sowie Licht, demnach Vision, eintreten, weil Jesus nach oben zu Zachäus in den Baum blickte und man kann davon ausgehen, dass auch die Menschen, die Jesus begleiteten zu ihm aufblickten (vgl. Lukas 11,34a-b i.V.m. Psalm 36,10).
 
Lukas 11,34a-b:
34a-b Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Somit war Zachäus in einem geistlichen Kontext gesprochen von viel „Licht“ umhüllt. Es ist kein Zufall, dass der Begegnung von Jesus mit Zachäus die Heilung des blinden Bartimäus (Anm.: bedeutet „Sohn des hohen Lobpreises“) vorausging und nach der Begegnung mit Zachäus die Bedeutung des Talentmanagements durch Jesus Erwähnung findet (vgl. Lukas 18,35-43; Markus 10,46-52 i.V.m. Lukas 19,11-27).

Dadurch wird für uns erkennbar, wie entscheidend es ist die richtige geistliche Sicht zu haben, den Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten, was durch die Einflussnahme des Geistes der Weisheit und Offenbarung stattfindet, so wie es der Apostel Paulus gegenüber den Heiligen in Ephesus erwähnt (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Darüber hinaus weist der temporäre Aufenthalt von Zachäus im Maulbeerfeigenbaum auf die Erkenntnis in der Anwendung des Wortes Gottes als ein lebendiges, kraftvolles, zweischneidiges Schwert hin, was geistliche Fruchtbarkeit zur Folge hat (vgl. Hebräer 4,12).
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
 
=> Das findet darin seine Begründung, weil die Früchte des Maulbeerfeigenbaums, wenn sie nicht behandelt werden, in ihrer Größe klein bleiben und nicht genießbar sind. Wenn die Früchte jedoch kurz vor der Ernte mit einem scharfen Gegenstand wie beispielsweise einem Messer eingeritzt werden, wird das Gas Ethylen freigesetzt. Dieses Gas trägt dazu bei, dass das Wachstum der Frucht stimuliert wird, so dass sich diese innerhalb von drei Tagen um das Zehnfache vergrößert. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf einer Erklärung der Strong’s Konkordanz zum Maulbeerfeigenbaum mit der Wortschlüsselnummer G4809.)
 
Es ist der Glaube, der in uns zunimmt, wenn wir die Wahrheit des Wortes Gottes hören und in unserem Leben anwenden (vgl. Johannes 14,21 i.V.m. Römer 10,17).
 
Johannes 14,21:
21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
 
Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
 
Die Reinheit des Herzens und die Rückerstattung
 
Somit erkennen wir in dem Hinaufsteigen von Zachäus auf den Baum, die Reinheit des Herzens, mit der wir in einen höheren Bereich des Geistes im Zentrum der Wahrheit eintreten, was der Anbetung des Vaters im Geist und in der Wahrheit mit erleuchteten Augen des Herzens entspricht.
 
Und es ist diese Identität von Zachäus – „unschuldig, rein“, die uns erst berechtigt höher in die Gegenwart Gottes zu steigen, die die Reinheit des Herzens und der Hände voraussetzt (vgl. Psalm 24,3-6).
 
Psalm 24,3-6:
3 Wer darf auf des HERRN Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
4 Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lug und Trug und nicht falsche Eide schwört: 5 der wird den Segen vom HERRN empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles.
6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. Sela.
 
Da die Profession als Oberzöllner von Zachäus im Wort Gottes genannt ist, weist das auf das Höhergehen mit der uns von Gott anvertrauten Wirtschaft (Anm.: Beruf, Arbeit) hin, die sich dem Prozess der Heiligung aufgrund der erlösenden Präsenz der Vergebung und Liebe Gottes in Jesus Christus unterzieht. Dieser Heiligungsprozess bewirkt, dass der Bereich, wo „Raub, Betrug, Täuschung“ gegenwärtig ist, freiwillige Rückerstattung angewendet wird oder es zu Wiederherstellung kommt.
 
In Verbindung mit der Rückerstattung von Zachäus kommt der Zahl „4“ eine Bedeutung zu, die eine neue Tür der Möglichkeit öffnet, um Barmherzigkeit zu zeigen (vgl. Lukas 19,8).
 
Lukas 19,8:
8 Zachäus aber trat vor den Herrn und sprach: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.
 
Die Zahl „4“ ist mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“ verbunden, der unter anderem „Tür, Türflügel“ bedeutet und die Darstellung „einer aufgeklappten Zelttür“ trägt.
Die Bereitschaft von Zachäus führte dazu, dass sich die Atmosphäre in seinem Haus von Betrug in Erlösung und Barmherzigkeit verwandelte (vgl. Lukas 19,9-10).
 
Lukas 19,9-10:
9 Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist Abrahams Sohn.
10 Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
 
Nachdem Zachäus durch sein freiwilliges Bestreben zurückzuerstatten Erlösung für sein Haus erwirkte, setzte Jesus seinen Weg Richtung Jerusalem fort und sprach in Form eines Gleichnisses über die Administration der anvertrauten Talente (vgl. Lukas 19,11ff.).
 
Lukas 19,11-13:
11 Als sie nun zuhörten, sagte er ein weiteres Gleichnis; denn er war nahe bei Jerusalem und sie meinten, das Reich Gottes werde sogleich offenbar werden.
12 Und er sprach: Ein Fürst zog in ein fernes Land, um ein Königtum zu erlangen und dann zurückzukommen.
13 Der ließ zehn seiner Knechte rufen und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme! …
 
Anhand der im Lukasevangelium erfolgten Einteilung des vorausgehenden und nachfolgenden Ereignisses in Verbindung mit der Begegnung von Zachäus mit Jesus ist der Aufruf mit erleuchteten Augen den Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten. Es ist Gottes Wille für uns auch darin in einen höheren Bereich der Wirtschaft zu treten und nach erfolgter Heiligung Verantwortung gemäß dem Prinzip der treuen Verwaltung der von Gott anvertrauten Werte -geistlich und natürlich- zu übernehmen.
 
Wir wissen aus dem erwähnten Gleichnis, dass es nur treue Verwalterschaft ist, die zur Vervielfältigung und Segen führt. Glaube erlaubt keine Resignation und auch keine falsche Sichtweise gegenüber dem Wesen Gottes, der uns gerne noch mehr anvertraut, wenn wir im Glauben mutig vorangehen (vgl. Lukas 19,26).
 
Lukas 19,26:
26 Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm