Als Volk Gottes bewegen wir uns in der Struktur des Königreiches, das es gilt mit seinen verschiedenen Ebenen der Himmel zu verstehen, die an das Element des Wassers gekoppelt sind. Das basiert auf dem hebräischen Wort „mamlākāh“, das für den Begriff „Königreich“ verwendet wird und uns dies verdeutlicht.

Dieses hebräische Wort beginnt zweifach mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“, der unter anderem mit „Wasser“ verbunden ist sowie den Zahlenwert „40“ trägt. Das im Wort Gottes verwendete hebräische Wort für „Wasser“ ist „Majim“ und wird ausschließlich in der Pluralform benutzt. Es beginnt mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“ und schließt zugleich damit ab. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „mamlākāh – Königreich“ mit der Wortschlüsselnummer 4542)
 
Das kristallene Meer und der Thron Gottes
 
Anhand von Offenbarung 4,6 erkennen wir, dass der Thron Gottes als der Regierungsbereich des HERRN mit reinem Wasser verbunden ist und die Präsenz der Fruchtbarkeit sowie des Wesens Gottes reflektiert (vgl. Offenbarung 4,6).
 
Offenbarung 4,6:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Für uns gibt es hierin ein Prinzip zu erkennen, was bedeutet, dass jeder einzelne Heilige in Christus Jesus einen von Gott zugeteilten Herrschaftsbereich aufweist, über den er die Verantwortung trägt. Demnach ist es die Verantwortlichkeit im Königreich Gottes, die der Autorität vorausgeht, was auch bedeutet, dass Autorität eine Folge von zugeteilter Verantwortlichkeit ist.
 
Jede Ebene des Himmels trägt einen Bereich von Wasser, der mit dem Auftrag in Verbindung steht zu regieren. Regieren bedeutet bewusst Autorität auszuüben, die wie eine Münze zwei Seiten trägt, die in Freiheit (Anm.: Wahlmöglichkeiten) und Verantwortung bestehen.
 
Es ist wichtig anzuerkennen, dass die Struktur des Königtums in enger Beziehung mit jedem einzelnen der zwölf Stämme Israels steht, weil Gott ihnen durch Gehorsam die Möglichkeit gab, ein Königreich von Priestern zu sein. Daraus wird für uns deutlich, dass jeder Stamm Israels in sich eine geistliche Dimension des Himmels trägt, die mit einem Bereich von „Wasser“ einhergeht, was demnach geistliche Regierung umfasst, da Gott Geist ist (vgl. 2.Mose 19,5-6 i.V.m. Johannes 4,24a).
 
2.Mose 19,5-6:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Das Wasser der Regierung und der Atem Gottes
 
Da Christus Jesus durch seinen Heiligen Geist in uns wohnt bzw. thront gilt es das Prinzip „des Wassers der Regierung“ gemäß Offenbarung 4,6 zu verinnerlichen und in diesem
geistlichen Bewusstsein zu leben.
 
Im Wachstum eines Gläubigen in Christus, das treue Nachfolge beinhaltet, kommt es in bestimmten Zeitphasen zu Momenten, in denen Gott, der himmlische Vater seinen Hauch aktiviert. Mit diesem Hauch bedient er sich der jeweiligen vorhandenen Atmosphäre über dem Gläubigen, um zu größerer Autorität in dessen Leben beizutragen, die aus der Zuteilung höherer Verantwortung resultiert.
Diese Phasen ähneln der Wahrheit aus dem Buch Hiob 37,10, wo es heißt: „Vom Odem Gottes kommt Eis, und die weiten Wasser liegen erstarrt.“
 
Hierbei kann es sich um Phasen handeln, in denen es für uns erscheint, als ob wir eine Abwesenheit der Liebe Gottes wahrnehmen, da wir sie nicht oder kaum buchstäblich empfinden. Doch es ist der Heilige Geist, der sich als Odem Gottes über den Wassern bewegt und souverän je nach Atmosphäre zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.
 
Im Zusammenhang mit der Bibelstelle aus Hiob 37,10 kann sich das als eine Phase der Empfindung von Angst präsentieren. Es ist die Absicht des Widersachers durch solches Empfinden im betreffenden Heiligen den von Gott eingeleiteten Prozess, nämlich in eine größere Autorität zu führen, aufzuhalten.
 
Demnach ist es entscheidend, sich der Herausforderung nicht zu entziehen, sondern aus der Perspektive des Geistes auf diese zu blicken, selbst wenn man noch nicht den Moment der Heimsuchung Gottes richtig erfasst hat (vgl. Matthäus 14,25-26).
 
Matthäus 14,25-26:
25 Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See.
26 Und als ihn die Jünger sahen auf dem See gehen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht.
 
Wenn ein Maß von Zeit in Verbindung mit treuer Nachfolge in den uns anvertrauten Dingen bzw. Aufgaben in unserem Leben erfüllt ist, liegt es im Interesse Gottes, uns auf eine höhere geistliche Ebene von Autorität zu stellen. Es geht um eine Zunahme, die den Wandel auf der bereits etablierten Grundlage von Treue beinhaltet.
 
Hierbei dient die jeweilige uns umgebende Atmosphäre, die durch bestimmte Umstände hervorgerufen ist als symbiotisches Element für den Atem bzw. Geist Gottes, um die bereits etablierte Wahrheit des Wortes Gottes in uns zu einem Abschluss in Form eines Fazits zu bringen, was mit Ruhe bzw. Frieden verbunden ist. Dieser Prozess ähnelt der Bewegung auf einer zugefrorenen Eisfläche, was der Festigkeit in der Nachfolge durch das Verständnis der Wahrheit des Wortes Gottes entspricht.
 
Die Begründung finden wir darin, weil das Wort Gottes mit Wasser in Form des Wasserbads verbunden ist (vgl. Epheser 5,26b)
 
Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
Zu bestimmten Zeitpunkten, wenn Gott eine Phase des Fazits bzw. der Schlussfolgerung in uns durch seinen Heiligen Geist einleitet, tritt unser geistlicher Regierungsbereich in eine gewisse Ruhephase ein, die uns dazu bringt, die Erscheinung des HERRN zu erkennen. Es ist ein wachsendes Verständnis und Erkennen für uns darin, wie er sich uns offenbart und sein Wort überreicht.
 
Das Wort Gottes und der Mund des Propheten
 
Im Kapitel 1 von Jeremia heißt es, dass der HERR seine Hand ausstreckte, und den Mund des Propheten berührte, der sich in Israel befand. Hierbei legte Gott seine Worte in den Mund des Propheten (vgl. Jeremia 1,9).
 
Jeremia 1,9:
9 Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.
 
Anhand dieser Bibelstelle wird deutlich, dass sich Gott an einem anderen geistlichen Ort bzw. Platz gegenüber dem Propheten befunden haben muss. Daraus wird erkennbar, dass von Gott eine intensivere Dynamik in die Kommunikation des Propheten aus dem „Kulturbereich“ Gottes gelegt wurde.
 
Das hatte eine kraftvolle sechsfache Auswirkung zur Folge, was zur großen Verschiebung innerhalb des Volkes Israels beitragen sollte, nämlich in dieser Reihenfolge:
 
  1. auszureißen,
  2. einzureißen,
  3. zu zerstören,
  4. abzubrechen,
  5. zu bauen und
  6. zu pflanzen (vgl. Jeremia 1,10).
Jeremia 1,10:
10 Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.
 
Durch die Heimsuchung Gottes gegenüber dem Propheten Jeremia können wir erkennen, dass Jeremia in einen höheren Bereich von Autorität eintrat, aufgrund der ihm von Gott übertragenen Verantwortung seine überbrachten Worte zu sprechen.
 
Darüber hinaus erlebte der Prophet Hesekiel eine ähnliche Situation, wobei sich dieser mit dem Volk Israel in der Gefangenschaft in Babylon befand und aus dem geistlichen Bereich des Nordens die Instruktion von Gott in der Facette des Menschen erhielt (vgl. Hesekiel 1,4.26).
 
Hesekiel 1,4.26:
4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer. …
26 Und über der Feste, die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch.
 
Es ist der Norden, der aufgrund der Abwesenheit von Licht unter anderem mit Kälte aber auch mit der Versammlung der Heiligen, die sich in der Regierung Gottes aufhalten, verknüpft ist (vgl. Psalm 48,3 i.V.m. Jesaja 14,13b).
 
Psalm 48,3:
3 Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt, der Gottesberg fern im Norden, die Stadt des großen Königs.
 
Jesaja 14,13b:
… ,13b ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.
 
Die Verinnerlichung der ausgebreiteten Schriftrolle und Gottes Barmherzigkeit
 
Es heißt in Hesekiel 2,8-10, dass der HERR seinen Propheten Hesekiel anwies den Mund zu öffnen und die Kommunikation Gottes in Form der beidseitig beschrifteten Schriftrolle zu essen.
 
Hesekiel 2,8-10:
8 Aber du, Menschenkind, höre, was ich dir sage, und widersprich nicht wie das Haus des Widerspruchs. Tu deinen Mund auf und iss, was ich dir geben werde.
9 Und ich sah, und siehe, da war eine Hand gegen mich ausgestreckt, die hielt eine Schriftrolle.
10 Die breitete sie aus vor mir, und sie war außen und innen beschrieben und darin stand geschrieben Klage, Ach und Weh.
 
Hierbei sah Hesekiel die ausgerollte Schriftrolle in den Händen der ausgebreiteten Arme Gottes. Darin wird trotz aller herausfordernden Beauftragung die Barmherzigkeit und Liebe Gottes gegenüber seinem Volk sichtbar, selbst, wenn es sich von ihm abgewandt hat (vgl. Römer 10,21).
 
Römer 10,21:
21 Zu Israel aber spricht er (vgl. Jesaja 65,2): „Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach dem Volk, das sich nichts sagen lässt und widerspricht.“
 
In einem prophetischen Kontext kann die ausgebreitete Schriftrolle auch als eine geistliche Dimension des gebärenden Gebets betrachtet werden, was im Prozess mit gerechten Handlungen, Melodien und Liedern einhergehen kann sowie der Erlaubnis gegenüber dem Heiligen Geist in Form von Seufzen zu unterstützen (vgl. Römer 8,26).
 
Römer 8,26:
26 Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich es gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.
 
Im Gegensatz zu Jeremia näherte sich Hesekiel der ausgetreckten Hände Gottes, um die ausgerollte Schriftrolle mit seinem Mund aus den Händen Gottes zu empfangen.
 
Wenn man diesen Vorgang aus der prophetischen Sicht innerhalb des Vehikels der Kommunikation Gottes betrachtet, ergibt sich das hebräische Wort יֳפִי – jǒṗî‘“, was „Schönheit“ bedeutet, da die Hand mit dem hebräischen Buchstaben „Jod – י und der Mund mit dem Buchstaben „Pe – פ verbunden ist. (Anm.: Die Worterklärung ist entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort יֳפִי – jǒṗî‘“ mit der Wortschlüsselnummer: 3381.)
 
Egal um welchen Inhalt der Kommunikation Gottes es sich auch handelt, umfasst diese Gottes Schönheit, die durch seine offenbarende Wahrheit den jeweiligen Adressaten zuteil wird.
Hesekiel schmeckte die Kommunikation Gottes durch die offenbarende Süße, woraus die von ihm geforderte Verantwortung resultierte, nämlich mit einem größeren Gewicht in seinen Worten zum Volk Gottes zu sprechen.
 
Der Apostel Johannes erlebte auf ähnliche Weise die ihm überbrachte Kommunikation Gottes, die er unzerkaut in Form einer kleinen Schriftrolle zu sich zu nahm, indem er diese verschlang. Sie war zunächst süß in seinem Mund, jedoch bitter in seinem Magen (Anm.: Hinweis auf den Geist), was für die Verantwortung steht, uneingeschränkt die offenbarende Wahrheit Gottes in diesem Fall international zu den jeweiligen Empfängern zu prophezeien (vgl. Offenbarung 10,8-11).
 
Offenbarung 10,8-11:
8 Und die Stimme, die ich vom Himmel gehört hatte, redete abermals mit mir und sprach: Geh hin, nimm das offene Büchlein aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!
9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! Und er sprach zu mir: Nimm und verschling es! Und es wird dir bitter im Magen sein, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.
10 Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und verschlang es. Und es war süß in meinem Mund wie Honig, und als ich es gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.
11 Und mir wurde gesagt: Du musst abermals weissagen von Völkern und Nationen und Sprachen und vielen Königen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm



In Hohelied 2,3 können wir von dem Schatten des Apfelbaums lesen, bei dem es sich um den Bräutigam handelt, der seiner Braut Schatten spendet, unter dem sie sich sehnt zu sitzen.
 
Hohelied 2,3:
3 Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Jünglingen.
Unter seinem Schatten zu sitzen begehre ich, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß.
 
Gott legte in die Frucht der Bäume Potentiale in Form von geistlicher Befähigung, was für uns auch anhand des Prinzips aus 1.Mose 2,9 deutlicher wird.
 
1.Mose 2,9:
9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
 
Die unterschiedlichen Schatten
 
Im Wort Gottes existieren unterschiedliche Schatten, bei denen es sich in ihrer Funktion bzw. Qualität beispielsweise um seinen Schutz, seine Herrlichkeit, seine übernatürliche Zeugungskraft oder auch seine heilende Kraft handelt (vgl. Psalm 91,1-2; Matthäus 17,5; Lukas 1,35; Apostelgeschichte 5,15).
 
Psalm 91,1-2:
1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 2 der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
 
Matthäus 17,5:
5 Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!
 
Lukas 1,35:
35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
 
Apostelgeschichte 5,15:
… 15 sodass sie die Kranken sogar auf die Straßen hinaustrugen und sie auf Betten und Bahren legten, damit, wenn Petrus käme, wenigstens sein Schatten auf einige von ihnen fiele.
Diese Schatten umfassen unterschiedliche Formen, die mit der Gegenwart Gottes in Form seines Wesens als Licht [Anm.: verzehrendes Feuer; vgl. 5.Mose 4,24; Hebräer 12,29] zusammenwirken.
 
5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer
 
Das Sitzen unter dem Schirm des Höchsten und das Verweilen unter dem Schatten des Allmächtigen – Schaddai nach Psalm 91 geht einher mit dem inneren Zeugnis, dass Gott die Zuversicht und Burg ist, auf den man persönlich ganz fest seine Hoffnung setzt.
 
Der Schatten des Allmächtigen – Schaddai
 
Der Schatten des Allmächtigen – Schaddai ist der umsorgende Schatten seiner Liebe, was in der nachfolgenden Erklärung deutlich wird.
 
=> Der Name „Schaddai“ ist von einem Wort abgeleitet, das im Wort Gottes achtzehnmal für „Mutterbrust“ verwendet wird. Auf Gott übertragen hat es den Sinn: „Er ist der Eine, der herzt.“ Das führt uns demnach zu dem Ergebnis, von der Mutterliebe Gottes zu sprechen.
 
„El-Schaddai“ ist der meistgebrauchte Name, womit das Verhältnis zwischen Gott zu seinen Kindern ausgedrückt wird. Die Mutter ist für den Säugling alles und genug. Er schmiegt sich an ihre Brust, weiß sich dort sicher und ist mit allem wesentlichen in dieser Zeit versorgt. Dort empfängt er alles, was er nötig hat.
 
Der Name „El-Schaddai“ ist ein anschauliches Bild der sorgenden und schützenden Liebe Gottes. Gott ist der Helfer, der seinem Volke volles Genüge gibt.
 
Auf die verschiedenen Namen Gottes angewandt kann man sagen, dass der Boden der Natur von „Elohim“ erschaffen ist, wobei „El-Schaddai“ diesen mit seiner Allmacht durchfurcht und den Samen der Verheißung hineinstreut. „JAHWE“ bringt den Verheißungssamen zur Blüte und Frucht, so dass die gesamte alte Schöpfung durch diese Frucht verwandelt wird.
 
Der Bund mit Noah wird in dem Namen „Elohim“ geschlossen, der Bund mit den Patriarchen in dem Gottesnamen „El-Schaddai“; der Bund mit Israel in dem Namen „JAHWE“. Gottes Bund mit Noah hat die geschaffene und wiedererneuerte Natur zum Inhalt, der sogenannte Patriarchenbund enthält ein bahnbrechendes Neues gegen die Natur und gegen alles Hoffen; der Bund mit Israel ist die Auswirkung eines neuen Anfangs, der die Gnade und die Wahrheit zum Kernpunkt hat.
 
Der Name „El-Schaddai“ wird achtundvierzigmal im Tenach erwähnt, wobei er im Buch Hiob einunddreißigmal Verwendung findet. Die Tatsache ist ergreifend. Es ist nicht so, dass der Verfasser des Buches diesen Gottesnamen erfunden hat, vielmehr ist es der Heilige Geist, der Urheber der unverfälschten Schrift, der Gott so nennen lässt. Kein Buch im Tenach offenbart in so wundervoller Weise die Allmacht und das Angebot der Liebe Gottes, wie das im Buch Hiob geschieht. <=
(Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf einer Namenserklärung zu dem Namen „El-Schaddai“ aus dem Buch „Die Namen des Ewigen“, Seite 141-144 von Abraham Meister.)
 
Wenn man sich unter diesem fürsorglichen Schatten der Liebe Gottes befindet, resultiert daraus ein hoher Grad von Geborgenheit und Sicherheit, die der Burg gleichkommt. Das hebräische Wort, das in Psalm 91,2 für „Burg“ verwendet wird, ist das Wort „mâtsûd“, dessen hebräisches Wurzelwort „Netz, …“ bedeutet und zudem ein „Netz zum Fangen von Fischen oder Tieren“ meint. (Anm.: Die Worterklärung zu dem hebräischen Wort für „Burg – mâtsûd“ und dessen Wurzelwort beruht auf einer Erklärung aus der Strong’s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H4685, H4686.)
 
Jesus im Boot von Simon Petrus
 
Es ist hierbei kein Zufall, dass Jesus in der Facette des Lehrers das Boot des Jüngers Simon erwählte und ihn aufgrund der großen Menschenmenge, die Jesu Worte hören wollte, anwies aufs Wasser rauszufahren. Von dort lehrte Jesus die Menschen (vgl. Lukas 5,1-3).
 
Lukas 5,1-3:
1 Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth 2 und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
3 Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus.
 
In diesem Zusammenhang ist es erforderlich, dass wir gemäß unserer Verantwortung die Reinigung der zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb unseres von Gott gegebenen Netzwerks durchführen.
 
Wir wissen, dass wenn Gott eine neue Zeit einläutet, sein Wort mit dem Geist und „dem Wasser“ interagiert, um seine Ordnung zu etablieren und für uns die neue Zeit zu offenbaren (vgl. 1.Mose 1,1-3 i.V.m. Johannes 1,1-4).
 
1.Mose 1,1-3:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
 
Johannes 1,1-4:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
 
Psalm 119,105 macht uns außerdem sehr deutlich, dass das Wort Gottes ein Licht ist, was die offenbarende Wahrheit beinhaltet.
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Die neue Zeit und der große Fang
 
Es ist die neue Zeit, die einhergeht mit einem großen Fang, der sich derzeit in der Tiefendimension Gottes im kristallenen Meer vor dem Thron befindet. Dieser Fang ist noch nicht im irdischen Bereich trotz des Handelns der Ekklesia im Glauben ins Sichtbare gelangt (vgl. Offenbarung 4,6a).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Der Heilige Geist führt uns zuerst in das Zuhören des Wortes Gottes, die Jesus als Rabbi – Lehrer aus der Facette des Menschengesichts im Geist des Rates und Verstandes spricht.
Hierbei handelt es sich um die verborgene Wahrheit in Form von Weisheit und Erkenntnis, die es gilt in der heutigen Zeit zu empfangen (vgl. Kolosser 2,3).
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem [Anm.: Christus] verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Diese leitet darin zum großen Fang über. Es erfordert demnach von uns, die Wahrheit zu verinnerlichen und anzuwenden, um auf den kommenden Befehl des HERRN zu reagieren und sich tiefer in die Gegenwart Gottes zu begeben. Das ist dort, wo sich der große Fang befindet, der mit dem versorgenden und schützenden Wesen Gottes verbunden ist (vgl. Lukas 5,4-7).
 
Lukas 5,4-7:
4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!
5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.
6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen.
7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken.
 
Die Kraft des Wortes Gottes und das Auskaufen von Zeit
 
Es ist die Kraft des Wortes Gottes, die es gilt zu glauben und danach zu handeln.
Das wird deutlich anhand des griechischen Wortes für „zu lehren“. Es kann auch als „die hingehaltene offene ausgestreckte Hand in Form jemanden etwas zu gewähren“ bezeichnet werden. (Anm.: Teilauszug aus der Strong’s Konkordanz zu dem griechischen Wort „didạskō – lehren, unterweisen“ mit der Wortschlüsselnummer: G1321)
 
Somit kann man sagen, dass die Lehre der Wahrheit durch Jesus dazu führt, Kraft und Glauben für den kommenden Fang zu etablieren, um diesen mit ausgestreckten Händen bzw. Armen ins Boot zu ziehen (vgl. Römer 10,17).
 
Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt [Anm.: dem Hören des Wortes Gottes], das Predigen aber durch das Wort Christi.
 
Die Kraft des Wortes Gottes resultiert darin, dass die Zeit der Vergangenheit ausgekauft bzw. erlöst wird, was durch unser Mitwirken geschieht. Das Auskaufen der Zeit umfasst das Maß unserer Treue zu ihm, trotz des Nichteintreffens des erwarteten Resultats in der Vergangenheit, so dass es zum Durchbruch in dieser Zeit für den zukünftigen Zeitraum kommt (vgl. Epheser 5,16 i.V.m. Kolosser 4,5).
 
Epheser 5,16:
… 16 und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
 
Kolosser 4,5:
5 Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus.
 
Das Zusammenwirken der Ekklesia auf Erden
 
Die Größe des kommenden Fangs erfordert je nach Berufung ein geistliches Zusammenwirken auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, so dass Gott von den Menschen als der Allmächtige in Form der Burg und des Zufluchtsorts erkannt werden kann und auch wird (vgl. Lukas 5,7).
 
Lukas 5,7:
7 Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken.
 
Lasst uns das Brot des Himmels, das Jesus Christus ist verinnerlichen und in der Kraft seines „ausgestreuten Wortes“ über dem Wasser, die seine Regierungsgegenwart ist gestärkt im Glauben vorangehen und in seine schützende und versorgende Präsenz in Form des großen Fangs eintreten (vgl. Prediger 11,1 i.V.m. Johannes 6,32-35).
 
Prediger 11,1:
1 Lass dein Brot über das Wasser fahren; denn du wirst es finden nach langer Zeit.
 
Johannes 6,32-35:
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
 
In einer sich „schnell drehenden Welt“ sind wir es, die in Christus das vollkommene Erlösungswerk zur Ehre des Vaters manifestieren dürfen und das geht keinesfalls ohne unsere Hingabe unter die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm



Es heißt in Offenbarung 1,5-6, dass Jesus Christus uns mit seinem Blut zu Königen und Priestern bzw. zu einem königlichen Priestertum erkauft hat. Das geht mit den tragenden Flügeln des Adlers als auch dem Gehorsam gegenüber seiner Kommunikation einher (vgl. 2.Mose 19,4-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
2.Mose 19,4-6:
4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
Die königliche und priesterliche Präsenz Gottes
 
Somit wird deutlich, dass die prophetische königliche Präsenz Gottes in Form des fliegenden Adlers erkennbar wird (vgl. Offenbarung 4,6.7d), die gepaart mit dem Gehorsam seines Volkes in die Struktur des königlichen Priestertums führt.
 
Offenbarung 4,6.7d:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
…, 4d und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.
 
Das ist auch mit der Ordnung von Melchisedek verbunden, der ein König und Hohepriester war sowie aus der Stadt des Friedens – Salem kam (vgl. 1.Mose 14,18 i.V.m. Hebräer 7,1.3).
 
1.Mose 14,18:
18 Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten …
 
Hebräer 7,1.3:
1 Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester Gottes des Höchsten; er ging Abraham entgegen, als der vom Sieg über die Könige zurückkam, und segnete ihn; …
3 Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit.
 
Inmitten der Struktur des Hohenpriesters Aaron, die gemäß Psalm 133 mit der Salbung Gottes verknüpft ist und durch die Einheit der Bruderschaft in Christus freigesetzt wird (vgl. Römer 8,29-30), befindet sich ein Mysterium in vielen Facetten in seiner Kleidung verborgen.
 
Psalm 133:
1 Von David, ein Wallfahrtslied.
Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!
2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, 3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.
 
Römer 8,29-30:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
 
Die Edelsteine im Choschen – Brustschild, die goldenen Ketten und die Salbung
 
An dieser Stelle widmen wir uns dem goldenen Choschen – Brustschild, mit den zwölf verschiedenen Edelsteinen sowie der Eingravierung der Namen der Söhne Israels und die geflochtenen goldenen Ketten, die vom Choschen an beide Schulterstücken des Hohenpriesters befestigt wurden. Bei denen handelte es sich um zwei Onyxsteine – Schoham, auf denen jeweils links und rechts sechs Namen der Söhne Israels in ihrer Altersreihenfolge eingraviert waren (vgl. 2.Mose 28,9-14.21-22).
 
2.Mose 28,9-14.21-22:
9 Und du sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf eingraben die Namen der Söhne Israels, 10 auf jeden sechs Namen nach der Ordnung ihres Alters.
11 Das sollst du tun in Steinschneiderarbeit nach der Weise der Siegelstecher, und sie sollen mit Goldgeflecht eingefasst werden.
12 Und du sollst sie auf die Schulterteile des Schurzes heften, dass es Steine seien zum gnädigen Gedenken an die Israeliten, sodass Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN, damit der HERR ihrer gedenke.
13 Und du sollst andere Goldgeflechte machen 14 und zwei Ketten von feinem Golde wie gedrehte Schnüre und sollst die geflochtenen Ketten an diese Goldgeflechte tun. …
21 Zwölf sollen es sein in Siegelstecherarbeit nach den Namen der Söhne Israels, dass auf jedem ein Name stehe nach den zwölf Stämmen.
22 Und du sollst Ketten zu der Tasche wie gedrehte Schnüre machen aus feinem Golde …
 
Im Zusammenhang mit der Wahrheit aus Psalm 133 wird für uns somit deutlich, dass die Salbung Gottes aus einem höheren geistlichen Bereich auf den hohepriesterlichen „Korpus Aaron“ durch die Einheit der Brüder im Geist freigesetzt wird, so dass die Kleidung von dem Öl umhüllt ist.
 
Da der Name „Aaron“ mit dem Licht verbunden ist und auch als „Erleuchtung“ übersetzt werden kann, wird deutlich, dass Impulse des Lichts von diesem ausgehen. Dieses Licht strahlt durch den jeweiligen auf dem „Korpus Aaron“ befindlichen Kleidungsstück bzw. wirft es einen Schatten in den Bereich, in dem sich diese Präsenz befindet.
 
Wenn wir nun die zwölf Edelsteine im Choschen des Hohenpriesters so betrachten, wird für uns auch erkennbar, dass das Licht aus dem „Korpus Aaron“ die Farbe des jeweiligen lichtdurchlässigen Edelsteins annimmt bzw. diesen im Raum reflektiert, wobei es jedoch Edelsteine im Choschen gibt, die lichtundurchlässig sind.
 
Deren Aufgabe ist es Schatten in den jeweiligen Raum zu werfen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um den Edelstein Onyx – Schoham, der vollständig schwarz ist und als einziger Edelstein in der Kleidung des Hohenpriesters am meisten vorkommt, nämlich dreimal. Er ist einmal im goldenen Choschen auf der Brust eingefasst und befindet sich auf der rechten und linken Schulter des Hohenpriesters.
 
Der Onyx trägt somit nicht nur den zugteilten Namen eines Sohnes von Israel auf der Brust (Anm.: Choschen), sondern auch alle Namen der Söhne Israels auf den Schultern. Da der Onyx lichtundurchlässig ist und durch die Anwesenheit von Licht Schatten wirft, kommt in diesem Kontext der „Furcht des HERRN“ eine besondere Bedeutung zu, die der Beginn von Weisheit und Erkenntnis ist (vgl. Psalm 111,10; Sprüche 1,7a).
 
Psalm 111,10:
10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.
 
Sprüche 1,7a:
7a Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. …
 
Wir erinnern uns auch in diesem Zusammenhang daran, dass die Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen in Christus sind (vgl. Kolosser 2,3).
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem [Anm.: Christus] verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Somit trägt der Onyx aufgrund der Anzahl das größte Gewicht unter den zwölf Edelsteinen, weshalb er auch gemeinsam mit den anderen Edelsteinen mit der Herrlichkeit Gottes verbunden ist, was das Tragen von Verantwortung erfordert. Das hebräische Wort für „Herrlichkeit“ ist „kābôd“ oder „kavod“ und steht in Verbindung mit „Gewicht, Schwere“. Nichts, was mit Leichtsinn oder einem fehlendem Autoritätsverständnis gebührend getragen werden kann.
 
Der Brustbereich und die Schultern des Hohenpriesters
 
Somit weist der Sitz des Onyx auf der Brust sowie auf den Schultern beim Hohenpriester auf die Nähe zu Christus Jesus sowie seine Salbung hin (vgl. Johannes 21,20 i.V.m. Jesaja 10,27).
 
Johannes 21,20:
20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus lieb hatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist es, der dich verrät?
 
Jesaja 10,27 (Rev. Elberfelder):
27 Und es wird an jenem Tag geschehen, dass seine Last weichen wird von deiner Schulter und sein Joch von deinem Hals; und das Joch wird gesprengt werden infolge des Fettes [Anm.: aufgrund der Salbung].
 
Die Nähe zu Christus erlaubt uns erst, Dinge zu erfahren, die anderen verborgen sind oder verborgen bleiben und in der von ihm zugeteilten Salbung makellos kraftvoll aktiv zu sein.
 
Ebenso dient uns als ein bedeutender Hinweis, dass der flüssige Zustand in Form des erstgenannten Flusses, der in der Region von Eden im Garten entspringt, ähnlich wie beim Öl, das sich über den „Korpus Aaron“ ergießt ebenfalls mit dem Onyx sowie Gold verbunden ist, so wie es uns 1.Mose 2,10-12 offenbart.
 
1.Mose 2,10-12:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham [Anm.: Onyx].
 
Was uns das verdeutlichen soll, ist die Erfordernis der Führung des Heiligen Geistes, um die verborgene Wahrheit zu offenbaren und diese als offenbarende Wahrheit zu verstehen. Wir können nur mit dem Geist Gottes in diese Wahrheit gelangen (vgl. Johannes 16,13-15 i.V.m. Johannes 7,38-39a).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Johannes 7,38-39a:
38 Wer an mich [Anm.: Jesus Christus] glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39a Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …
 
Nun ist es wichtig für uns zu verstehen, dass die geistliche Ebene der Brust in Form des Choschen und die obere Ebene der Schulterstücke des Hohenpriesters ihre Verbindung durch die zwei geflochtenen goldenen Ketten erhalten. Diese Ketten stehen, aufgrund ihrer Fertigung in Gold, in engem Zusammenhang mit dem einheitlichen Verwoben sein im Reichtum des Glaubens, der das messianische/gesalbte Verständnis über die Söhne und Stämme Israels innerhalb des messianischen Leibes Jesu trägt.
 
Das umfasst die übertragene Herrlichkeit Gottes, die aufgrund des Lichtes seiner Offenbarungskraft in Schönheit durch die jeweilige Facette des bereits erwähnten „Korpus Aaron“ strahlt. Es ist demnach Herrlichkeit, die von Gott übertragen wird, und Schönheit, die von der jeweiligen Gott gegebenen Facette ausgeht.
 
Bei dem Schatten, der aufgrund des vorhandenen Lichtes in den jeweiligen Raum geworfen wird, kann es sich unter anderem um schöne Worte handeln, die aus den verschlossenen Realitäten des Himmels entschlüsselt werden. Diese verborgenen Realitäten ähneln wie der schwarze Onyx, der dunklen Wolke, die Gott umgibt. Somit ist es diese Dunkelheit, die die verborgenen Dinge Gottes vor dem unheiligen Einfluss schützt (vgl. 2.Mose 24,15-18 i.V.m. Psalm 18,12-13).
 
2.Mose 24,15-18:
15 Als nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg, 16 und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebenten Tage erging der Ruf des HERRN an Mose aus der Wolke.
17 Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Israeliten.
18 Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
 
Psalm 18,12-13:
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
13 Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin mit Hagel und Blitzen.
 
Wenn man den Onyx als Edelstein vollständig (Anm.: mit den erwähnten anderen Edelsteinen) in der Kleidung des Hohenpriesters zählt, kommt man auf die Anzahl von 14.
Und darin wird für uns die Dimension der auf die Erde kommenden intervenierenden Hand Gottes deutlich.
 
Hinter dem Zahlenwert „14“ verbirgt sich das hebräische Wort für „Hand – jād“, die mit Vorzug einhergeht. Es war Joseph, der mit seinen zwei Söhnen Manasse und Ephraim zuerst von Jakob vor allen anderen Söhnen Israels gesegnet wurde, wobei Ephraim den Vorzug des Segens seines Großvaters Jakob vor seinem älteren Bruder Manasse erhielt und anschließend erst Joseph gesegnet wurde. Es ist die Hand Gottes, die die Tür zum Bereich seines Vorzugs bzw. seiner Gunst öffnet.
 
Somit kann man in diesem Kontext sagen, dass sich in den drei Onyxsteinen die Ebene von Vorzug in Joseph, repräsentiert im Onyx im Choschen, mit seinen zwei Söhnen, repräsentiert als Onyx auf den Schultern, verbirgt, was auf Christus hinweist.
 
Die geflochtenen Goldketten und der Weinstock
 
Der zusammengeflochtene Bereich der Goldketten ähnelt der Struktur des Weinstocks, da dieser ein nach oben rankendes und windendes Pflanzengewächs ist.
 
Es ist der Geist der Unterscheidung der Zeiten in der Struktur des Esels (Anm.: Issaschar), der sich an die Gegenwart des Aufwindenden und Zusammengeflochtenen in Form des Weinstocks bindet. Bei diesem handelt es sich um die Präsenz des Löwen von Juda bis zu dem richtigen Zeitpunkt, der durch das lebendige Wort Gottes eröffnet ist, um das festgelegte Maß des königlichen Priestertums in größerer Qualität vor der Öffentlichkeit zu offenbaren (vgl. 1.Mose 49,9a.11a.14 i.V.m. 1.Chronik 12,33; Matthäus 21,2-7).
 
1.Mose 49,9a.11a.14:
9a Juda ist ein junger Löwe. …
11a Er [Anm.: Juda] wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. …
14 Issachar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
 
1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issachar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
Matthäus 21,2-7:
… 2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir!
3 Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen.
4 Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht (vgl. Sacharja 9,9): 5 „Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.“
6 Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, 7 und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und er setzte sich darauf.
 
Man kann es in dieser Zeit kaum genug betonen und verdeutlichen, wie erforderlich es ist, dass wir als Volk Gottes verstärkter an geistlicher Reife zunehmen und fruchtbar werden, indem wir die Schätze des Königreiches tragen und bewahren. Es sind diese Schätze, die er uns für das Königreich anvertraut hat, um diese zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vor den richtigen Personen zu offenbaren.
 
Durch die geflochtenen zwei goldenen Ketten, die vom Choschen zu den Schulterstücken des Hohepriesters verlaufen und dort befestigt sind, wird für uns als Heilige der Aufruf deutlich im Reichtum des Glaubens einheitlich in Christus Jesus hinaufzusteigen, um Gottes Königreichsschätze auf die Erde zu bringen (vgl. Johannes 14,6 i.V.m. Johannes 15,5).
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Johannes 15,5:
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
 
Demnach dürfen wir uns völlig hingeben, indem wir eigene Pläne oder Wünsche aufgeben, um allein aus der Erlösungskraft in Christus die uns darin zugeteilte Salbung zu tragen. Etwas zu tragen, das uns anvertraut ist, beinhaltet die stete Bereitschaft Rechenschaft abzulegen vor dem, dem sie gehört.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm