In herausfordernden Zeiten wie beispielsweise in der gegenwärtigen Zeit von Konflikten, mit denen wir global konfrontiert sind, sollen wir uns mit den uns von Gott anvertrauten geistlichen Waffen der prophetischen Salbung unterstellen. Aus dem Grund, dass es gilt mit dieser zusammenzuarbeiten, ähnlich wie es König Joasch zur Zeit des Propheten Elischa tat (vgl. 2.Korinther 10,4-5 i.V.m. 2.Könige 13,14-17).
 
2.Korinther 10,4-5:
4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.
5 Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.
 
2.Könige 13,14-17:
14 Als aber Elisa an der Krankheit erkrankte, an der er sterben sollte, kam Joasch, der König von Israel, zu ihm hinab und weinte vor ihm und sprach: Mein Vater, mein Vater! Du Wagen Israels und sein Gespann!
15 Elisa aber sprach zu ihm: Nimm Bogen und Pfeile! Und als er den Bogen und die Pfeile nahm, 16 sprach er zum König von Israel: Spanne mit deiner Hand den Bogen! Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hand auf des Königs Hand 17 und sprach: Tu das Fenster auf nach Osten! Und er tat es auf. Und Elisa sprach: Schieß! Und er schoss. Elisa aber rief: Ein Pfeil des Siegs vom HERRN, ein Pfeil des Siegs gegen Aram! Du wirst die Aramäer schlagen bei Afek, bis sie aufgerieben sind.
 
Pfeil und Bogen
 
Da es sich bei Pfeil und Bogen um eine weitestgehend lautlose Waffe handelt, bei dem der Pfeil durch die Luft fliegt und diese bis zum Eintreffen am Ziel durchschneidet, wird für uns darin ein Prinzip des Geistes deutlich.
 
Hierbei handelt es sich um prophetische Fürbitte, weil König Joasch gemäß der Instruktion des Propheten angewiesen wurde durch das nach Osten geöffnete Fenster zu schießen, ohne buchstäblich einen Gegner als Ziel zu sehen. Demnach handelt es sich um einen neuen Tag, der angekündigt wird, da der Osten mit der aufgehenden Sonne verbunden ist.
 
Dieser neue Tag umfasst eine frische prophetische Dynamik, die der HERR auf der Erde freisetzt, was durch die Aussage des Königs von Israel gegenüber dem Propheten Elischa deutlich wird. Markanterweise ist es dieselbe Aussage wie Elischa zur Zeit der Entrückung von Elijah verwendete, wobei Elischa durch Krankheit den irdischen Bereich verlassen sollte (vgl. 2.Könige 2,11-12 i.V.m. 2.Könige 13,14).
 
2.Könige 2,11-12:
11 Und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elia fuhr im Wetter gen Himmel.
12 Elisa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, du Wagen Israels und sein Gespann!, und sah ihn nicht mehr.
 
2.Könige 13,14:
14 Als aber Elisa an der Krankheit erkrankte, an der er sterben sollte, kam Joasch, der König von Israel, zu ihm hinab und weinte vor ihm und sprach: Mein Vater, mein Vater! Du Wagen Israels und sein Gespann!
 
Die Fruchtbarkeit von Prophetie
 
Trotz Krankheit zum Tode diente der Prophet Elischa dem König von Israel und gab ihm Anweisung zum Sieg über die Feinde Israels.
 
Anhand dessen wird deutlich, dass Prophetie immer fruchtbar und wirksam ist, egal welcher Situation diese gegenübersteht. Selbst die Knochen vom Propheten Elischa brachten einen toten Menschen inmitten einer Zeit von Raub und Bedrängnis wieder zum Leben (vgl. 2.Könige 13,20-21).
 
2.Könige 13,20-21 (Rev. Elberfelder):
20 Und Elischa starb, und man begrub ihn. Und es kamen moabitische Räuberscharen ins Land, als das Jahr anfing. 21 Und es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die Räuberschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elischas. Als aber der Mann da hineinkam und die Gebeine Elischas berührte, da wurde er lebendig und stellte sich auf seine Füße.
 
Die Begründung liegt darin, weil sich in den Knochen das Knochenmark befindet, welches dazu da ist, Blut zu produzieren. Und es ist das Blut, das in sich eine Stimme trägt (vgl. 1.Mose 4,10 i.V.m. Hebräer 12,24).
 
1.Mose 4,10:
10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde.
 
Hebräer 12,24
… 24 und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut.
 
Wir wissen aus der Aussage von Jeremia sowie der Vision von Hesekiel im Tal der Totengebeine, das darin deutlich wird, dass die Knochen eine sprechende Dynamik tragen (vgl. Jeremia 20,9 i.V.m. Jeremia 23,29a; Hesekiel 37,11).
 
Jeremia 20,9:
9 Da dachte ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, dass ich es nicht ertragen konnte; ich wäre schier vergangen.
 
Jeremia 23,29a:
29a Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, …
 
Hesekiel 37,11:
11 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt und unsere Hoffnung ist verloren und es ist aus mit uns.
 
Das Näherkommenlassen der prophetischen Präsenz
 
Wir sind als Volk Gottes in dieser Zeit ermutigt, die prophetische Gegenwart des himmlischen Vaters näher kommen zu lassen, um uns in unserem Auftrag zum Sieg zu bestärken. Dabei ist für uns erforderlich, dass wir es dem Heiligen Geist erlauben die zukünftigen Worte unseres Gebetes in Form von Proklamationen und Erlässe zum Erbeben zu bringen, so dass wir befähigt sind, den Sieg bzw. Triumph Jesu durch unsere Worte auf der Erde zu etablieren.
 
Hierbei geht es um den Willen des Vaters, den er auf der Erde etabliert sehen möchte (vgl. Matthäus 6,10).
 
Matthäus 6,10:
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
 
Diese Umsetzung des Willens Gottes geht durch die erlösende Kraft des Wortes also der sprechenden Dynamik einher, die gepaart mit Offenbarung, nämlich seinem Licht ist (vgl. 1.Mose 1,3-5 i.V.m. Jakobus 1,17; Johannes 1,1-5).
 
1.Mose 1,3-5:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Jakobus 1,17:
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.
 
Johannes 1,1-5:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
 
=> „Im Anfang war das Wort.“ Dieser Abschnitt des Verses geht zurück in die Ewigkeit, als Gott alles erschuf, nämlich das, was wir sehen und auch das, was wir nicht sehen. Alles ist durch das Wort geschaffen worden. Nicht durch irgendetwas anderes wurde es hervorgebracht.
 
„Das Wort war bei Gott.“ Dieser zweite Abschnitt des Verses reicht weiter in eine Zeit zurück, wo noch nichts geschaffen war. Auch zu dieser Zeit war das Wort bei Gott und mit Gott.
 
„Das Wort war Gott.“ Dieser dritte Abschnitt des Verses reicht noch viel weiter in eine Zeit zurück, als das Wort Gott war, bevor das Wort aus Gott hervorkam, um bei Gott zu sein.
 
Da das Wort Gottes in Johannes 1,4 als Person („Ihm“) bezeichnet wird, kann man deutlich erkennen, dass das Wort eine Person ist. Und diese Person ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Er ist das Leben und das Licht der Menschen (vgl. Johannes 8,12).
 
Johannes 1,4:
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
 
Johannes 8,12:
12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
 
Und es ist das Zeugnis Jesu, das der Geist der Prophetie ist (vgl. Offenbarung 19,10e).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Jesus Christus ist das Wort, das aus Gott kam, und das Wort, das bei Gott war und das Wort, durch das alles kreiert wurde, sowohl das Sichtbare als auch das Unsichtbare. Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, das Ebenbild des Vaters und der Glanz der Herrlichkeit Gottes.

An dieser Stelle ist von Jesus die Rede, wie er war, bevor er auf die Erde kam. Diese Person, das Wort, kam in die Welt, die von ihm erschaffen wurde, zu einem Volk, dem er Licht und Leben gab, aber die Menschen erkannten ihn nicht (vgl. Johannes 1,9-10).
 
Johannes 1,9-10:
9 Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.
10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.
 
Dieses Wort wurde Fleisch und nahm die Gestalt menschlichen Fleisches an, um unter uns zu leben. Dieses Wort wurde von einer Jungfrau geboren, nachdem es vom Heiligen Geist gezeugt wurde und kam als Mensch, um unter uns zu leben (vgl. Johannes 1,14).
 
Johannes 1,14:
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Dieses Wort offenbarte uns die Herrlichkeit des unsichtbaren Gottes. Dieses Wort ist eine unteilbare Person und sein Name ist Jesus Christus (vgl. Johannes 1,16-18).
 
Johannes 1,16-18:
16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt. <=
(Der Text, der in „=>“ gesetzt ist, basiert auf einem Teilauszug aus dem Buch „Die Rolle des Islam in der Endzeit“ von Faisal Malick, Seite 159-161.)
 
Die neue prophetische Ära und die Kraft der Hand Gottes
 
Es ist demnach unersetzlich, dass wir das bereits Erlernte des Geistes in Christus anwenden, um den Bogen zu spannen und mit dem Geist der Weisheit und Offenbarung in fester Zuversicht den Willen des Vaters in die Zukunft sprechen, der sich später vor unseren Augen buchstäblich offenbart.
Auch wenn sich in unserem Leben eine prophetische Ära dem Ende neigt, ist der Heilige Geist dabei eine neue prophetische Ära einzuleiten.
 
=> Eine Ära ist ein fester Zeitpunkt, ab dem mit einer Abfolge von Jahren gerechnet wird. Sie kann auch ein einprägendes oder wichtiges Datum bzw. Ereignis in der Geschichte einer Sache, Person oder Nation sein.
Darüber hinaus ist eine Ära ein System der chronologischen Notierung, das von einem bestimmten Datum an gezählt wird.
Sie ist eine Periode, die von einer prominenten Person oder einem charakteristischen Merkmal bzw. Stadium der Entwicklung geprägt ist. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug aus dem Buch „A Triumphant Kingdom“, Seite 3 von Robert Heidler & Chuck D. Pierce)
 
Anhand dieser Aussage der Anweisung von Elischa gegenüber Joasch, dem König von Israel, nämlich die Pfeile auf den Boden zu schlagen, verbirgt sich die Kraft der Hand Gottes gegenüber den Feinden sowie die Intervention seiner Gnade (vgl. 2.Könige 13,18-19).
 
2.Könige 13,18-19:
18 Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und als er sie nahm, sprach er zum König von Israel: Schlag auf die Erde! Und er schlug dreimal und hielt inne.
19 Da wurde der Mann Gottes zornig auf ihn und sprach: Hättest du fünf- oder sechsmal geschlagen, so hättest du die Aramäer geschlagen, bis sie aufgerieben wären; nun aber wirst du sie nur dreimal schlagen.

Hierbei tragen die Zahlen 3, 5 und 6 eine Bedeutung. Wenn man diese Zahlen als eine Rechenaufgabe mit prophetischer Bedeutung betrachtet, kommt man zu dem Ergebnis von 14. Die Zahl „14“ als Zahlenwert trägt das hebräische Wort „jād“, was unter anderem „Hand, Macht, Gewalt“ bedeutet. (Anm.: Worterklärung zu dem hebräischen Wort „jād-Hand“ entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 3109)
 
In diesem Kontext kommt der Aussage aus Psalm 118,15-16 eine erhebliche Bedeutung zu, worin es heißt:
 
„Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg! Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg!“
 
Somit wird inmitten der Handauflegung durch den Propheten auf die Hände des Königs nachfolgend die verborgene Präsenz der Hand Gottes sichtbar, die es für uns gilt zu ergreifen und würdigend zu feiern.
 
Diese verborgene Gegenwart der Hand Gottes wird erstmalig in 1.Mose 2,7 erkennbar, wo gesagt ist, dass „Gott der HERR den Menschen aus der Erde vom Acker machte und seinen Odem des Lebens in seine Nase blies, so dass der Mensch ein lebendiges Wesen wurde.“
 
Das hebräische Wort für „machte/formte“ ist „jāżar“ und bedeutet unter anderem „wie ein Töpfer den Ton zu formen“, was in einem Kontext mit „Enge in Form von Prüfung“ und „Pressen“ verbunden ist. (Anm.: Worterklärung zu dem hebräischen Wort „jāżar-formen, bilden“ entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 3407)
 
Wenn wir es der formenden Hand Gottes erlauben, uns für diese und die kommende Zeit zu formen, geht das einher mit der Umwandlung unserer Substanz/Struktur, so dass daraus, wie bei einer Olivenpresse aus den vorhandenen Oliven Öl gewonnen wird. Das steht in Verbindung mit der Zunahme an Salbung und somit an Stärke in einer Zeit des Konflikts, die uns kühn macht in prophetischer Fürbitte als Helden in der geistlichen Kampfführung, ähnlich wie Gideon mit seiner Armee, zu agieren und Sieg zu erleben.
 
Das umfasst, dass wir der Anweisung Jesu „zu wachen und zu beten“ aus dem Garten der Olivenpresse, was in Hebräisch „Gethsemane“ bedeutet, nachkommen, so dass der Triumph Jesu auf Erden sichtbar wird (vgl. Matthäus 26,36.41a).
 
Matthäus 26,36.41a:
36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hier, solange ich dorthin gehe und bete. …
41a Wachet und betet, …
 
Wir werden nur mit Wachen und Beten erleben können, wie sich die Verschiebungen Gottes, die bereits angekündigt sind, zu unseren Gunsten auswirken, indem wir nicht passiv noch zögerlich werden. Lassen wir vielmehr dem Heiligen Geist die Führung über unser Augenmerk und den Gebrauch unserer Zunge behalten, indem wir dazu beitragen, dass sich sein Königreich weiter ausdehnt und unser Gott darin als König geehrt wird.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Aus 5.Mose 3,27 können wir entnehmen, dass Mose die Anweisung von Gott erhielt auf den Gipfel des Gebirges Pisga zu steigen sowie in den Berg hineinzugehen.
 
5.Mose 3,27:
27 Steige auf den Gipfel des Gebirges Pisga und hebe deine Augen auf nach Westen und nach Norden und nach Süden und nach Osten und sieh es mit deinen Augen; denn du wirst nicht über den Jordan hier gehen.
 
Darüber hinaus macht uns 5.Mose 32,48-49 deutlich, dass Mose auf die Instruktion Gottes hin auf das Gebirge Abarim auf bzw. in den Berg Nebo ging. Dieser befand sich im Land Moab gegenüber Jericho, was Mose ermöglichte auf das Land der Verheißung mit einer sogenannten Panoramaperspektive zu schauen.
 
5.Mose 32,48-49:
48 Und der HERR redete mit Mose am selben Tage und sprach: 49 Geh auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Lande Moab gegenüber Jericho, und schaue das Land Kanaan, das ich den Israeliten zum Eigentum geben werde.
 
Das Stehen im Berg und die Ummantelung Gottes
 
Da es im hebräischen Text der o.g. Bibelstellen heißt, dass Mose „in den Berg ging“, beinhaltet es das Prinzip der Identifikation mit dem von Gott zugeteilten Verantwortungsfeld, in das man von ihm gestellt ist. Es handelt sich für uns um die Regierung aus Liebe und Demut in Christus Jesus, dem Felsen, die keine hierarchische-diktatorische Sicht in Form von „oben nach unten“ zulässt, sondern den abdeckenden Charakter der Adlerflügel Gottes und seine Fürsorge beinhaltet (vgl. 2.Mose 19,4 i.V.m. Psalm 36,8).
 
2.Mose 19,4:
4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
 
Psalm 36,8:
8 Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
 
Auch Jesus diente nach dem Prinzip der umschließenden Abdeckung, was anhand seiner Aussage deutlich wird, dass er sich danach sehnte, das Volk Israel wie eine Henne ihre Küken unter ihren Flügeln zu versammeln (vgl. Matthäus 23,37b).
 
Matthäus 23,37b:
… 37b Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!
 
Das wird uns auch darin deutlich, dass Gott im Thronsaal auf seinem Thron von den vier Wesen und den vierundzwanzig Ältesten umgeben ist, die wiederum von vielen Engeln umkreist sind, was auf eine zirkulare und nicht vertikale Dynamik hinweist (vgl. Offenbarung 4,4.6 i.V.m. Offenbarung 5,11).
 
Offenbarung 4,4.6:
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen. …
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Offenbarung 5,11:
11 Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und um die Gestalten und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal tausend; …
 
Hierin wird wahre göttliche Führungsqualität erkennbar, die danach aus ist, führend zu ummanteln, aus der die Fürsorge Gottes entspringt. Das bedeutet, dass bei Gott Beziehung vor Regierung gemäß dem Wort aus Matthäus 22,37-39 angeordnet und von Priorität ist.
 
Matthäus 22,37-39:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (5.Mose 6,5).“
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (3.Mose 19,18).“
 
Darüber hinaus ist die erste Blickrichtung von Mose nach Westen ein Hinweis auf die intime geistliche Beziehung mit Gott, der Geist ist, weil der Westen mit dem Ort des Allerheiligsten verbunden ist.
 
=> Wahre geistliche Führungspersönlichkeiten mit einem demütigen Herzen sind darauf aus, den Willen Gottes zu tun (Anm.: dienende Haltung) und nicht danach aus zuerst den Menschen zu dienen.

Es ist Gott, der es in die Herzen der Menschen legt, den Führungskräften Gunst zu geben, so dass diese effektiv in der Lage sind, Einfluss in ihren Herzen nehmen zu können, weil sie sich mit ihrem Verantwortungsfeld und den dazugehörenden Menschen sowie deren Aufgaben identifizieren und eins mit diesen sind (Anm.: im Berg, auf dem Berg).

Deshalb ist es bedeutend, dass Führungspersonen nicht ihre Autorität von Menschen fordern. Wenn diese Art von Forderung trotzdem geschieht, wäre das einzig und alleine aus dem Bereich der „Kraft/Macht“ entwickelt, die letztendlich zur bedrückenden Diktatur führt.

Gott möchte nicht, dass wir als sein Volk diktatorisch regiert werden, sondern väterlich-königlich (vgl. 1.Korinther 4,15).

1.Korinther 4,15:
15 Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durchs Evangelium.
 
Im Reich Gottes ist Autorität eine Folge von Verantwortlichkeit.

Allgemein gesagt, haben wir in jedem Bereich der Ekklesia nur in dem Maß Autorität, wie wir für den betreffenden Bereich die Verantwortung tragen. Wenn wir für einen Bereich keine Verantwortung tragen, haben wir darin demnach auch keine Autorität. <= (Anm.: basierend auf einer Botschaft von John Paul Jackson†, die er auf einer Konferenz lehrte)
 
Das Prophezeien der Verheißung
 
Der Name „Pisga“ wie er in 5.Mose 3,27 erwähnt wird, bedeutet übersetzt „Teil, Stück“ und wird auch als Berg „Nebo“ übersetzt, was „Sprecher“ heißt. Das genannte Gebirge gehört zum Territorium des Stammes „Ruben“, dessen Name „Siehe, ein Sohn!“ bedeutet.
 
Um die richtige Vision in Bezug auf die Verheißung zu besitzen, dürfen wir uns im Potential der prophetischen Rede aufhalten, die „Stückwerk“ ist (vgl. 1.Korinther 13,9-10).
 
1.Korinther 13,9-10:
9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.
10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
 
Wir wissen, dass das Zeugnis Jesu, der Geist der prophetischen Rede ist, und somit wird für uns ersichtlich, dass es entscheidend ist im Geist zu sehen bzw. zu erkennen, um das gesehene Stückwerk sowie die Verheißung im Glauben zu prophezeien (vgl. Offenbarung 19,10e i.V.m. Römer 12,6b).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Römer 12,6b:
… 6b Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß.
 
Die Aufforderung Gottes an Mose auf den Gipfel des Gebirges Pisga zu gehen, ist ein Hinweis für uns als Volk Gottes in dieser Zeit im Bereich des Geistes aktiv zu sein und dort zu wandeln, um das, was Gott offenbart zu sehen.
 
Als Jünger Jesu dürfen wir unsere uns geistlich zugeteilte Anhöhe erkennen und uns auf bzw. in ihr aufhalten, um die Verheißung Gottes in uns durch die Kraft der Vision zu ergreifen sowie zu implementieren.
 
Die Verheißung Gottes ist mit Phasen des Übergangs (Anm.: „Abarim“ bedeutet „Übergänge“) verknüpft, in denen es gilt, Christus Jesus, den Sohn Gottes in dem für uns zugeteilten Erbe des himmlischen Vaters zu erkennen, um aus der erlösten Perspektive die Verheißung zu prophezeien bzw. auszusprechen (Anm.: „Nebo“ => „Sprecher“).
 
Hierbei kommt dem Verständnis der Anbetung des Vaters im Geist und in der Wahrheit sowie den biblischen Zeiten eine hohe Bedeutung zu, worauf uns „Jericho“, was „Ort der Düfte, Mondstadt“ bedeutet, in der Perspektive des Mose hinweist (vgl. 2.Mose 29,25; Johannes 4,24; 4.Mose 10,10 i.V.m. Epheser 1,9-10).
 
2.Mose 29,25:
25 Danach nimm es von ihren Händen und lass es in Rauch aufgehen auf dem Altar über dem Brandopfer zum lieblichen Geruch vor dem HERRN; denn es ist ein Feueropfer für den HERRN.
 
Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
4.Mose 10,10:
10 Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen und an euren Neumonden, sollt ihr mit den Trompeten blasen bei euren Brandopfern und Dankopfern, damit euer Gott an euch denke. Ich bin der HERR, euer Gott.
 
Epheser 1,9-10:
9 Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, 10 um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre [Anm.: bei der Erfüllung der Zeiten], dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist.
 
Die sieben Facetten des Mose auf den Anhöhen
 
Während seines Voranschreitens mit Gott verstand Mose die Bedeutung der höheren Perspektive, da er siebenmal auf unterschiedliche Weise geistlich agierte.
 
Hierbei war Mose auf dem Berg in den folgenden Facetten aktiv:
 
  1. als geistlicher Gebetskämpfer während des Krieges gegen Amalek (vgl. 2.Mose 17,8-16),
  2. als Gesetzgeber und göttlicher Architekt, indem er die Thora und die Beschreibung der Stiftshütte erhielt (vgl. 2.Mose 24,12-18ff.),
  3. als Fürbitter/Beistand für das Volk Israel, nachdem sie mit dem goldenen Kalb gesündigt hatten (vgl. 2.Mose 32,30-32ff.),
  4. als Gesetzgeber der „extra Gnade“ durch den Empfang der zweiten Steintafeln (vgl. 2.Mose 24,4ff.),
  5. als Überträger der priesterlichen Salbung von Aaron auf Eleasar auf dem Berg Hor (vgl. 4.Mose 20,23-28),
  6. als Zeuge der Verheißung auf dem Berg Nebo (vgl. 5.Mose 34,1ff.)
  7. als Bote in Form des Gesetzgebers auf dem Berg der Verklärung (vgl. Matthäus 17,1-8).
Der Unterschied zu allen Aufenthalten von Mose auf dem Berg, war der Berg der Verklärung, auf den er durch die Erlaubnis Gottes gemeinsam mit Elijah herabkam. Diesen Berg bestieg Mose nicht wie bisher.
 
Das offenbart uns eine höhere Ebene der Regierung im Geist, die aus dem übernatürlichen Bereich in den irdischen Bereich einwirkt, so ähnlich wie die Braut bzw. Frau des Lammes in Form des himmlischen Jerusalem herabkommt (vgl. Offenbarung 21,2.9-11a).
 
Offenbarung 21,2.9-11a:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann….
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11a die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; …
 
Außerdem wird nur im Markusevangelium zuerst Elija vor Mose genannt, während sich Jesus mit seinen drei ausgewählten Jüngern, nämlich Petrus, Jakobus und Johannes auf dem Berg befand (vgl. Markus 9,2.4).
 
Markus 9,2.4:
2 Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt; …
4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose und sie redeten mit Jesus.
 
Da bei Gott alles Erste eine besondere Stellung hat (vgl. 2.Mose 12,13; 2.Mose 23,16), ist es segensreich die ersten hebräischen Buchstaben der Namen von Jeschua, also Jesus, Elija und Mose zu studieren. Es war Jesus, der auf Elija und Mose traf.
 
Wenn man die ersten hebräischen Buchstaben dieser Namen zusammenfügt, erhält man phonetisch das hebräische Wort „jām“ das unter anderem für „Westen“ verwendet wird. Und es ist der Westen, der unter anderem wie bereits erwähnt mit der innigen geistlichen Beziehung mit Gott verbunden ist, aus der wir Wegweisung erhalten.
 
Daraus können wir für uns heute eine endzeitliche Bewegung der Ekklesia ableiten.
 
Diese Bewegung beinhaltet, dass Christus einen berufenen und erwählten Teil seiner Ekklesia in einen höheren Bereich von Regierung führt. Diese erfordert ein Ablegen begrenzter Sichtweisen, die mehr irdisch als geistlich ausgerichtet sind. Dabei konfrontiert der HERR unser bisheriges Zeitverständnis und menschliches Unvermögen die Zukunft bereits zu verstehen. Es braucht hierbei einen höheren Grad von Unterscheidung und tiefere Demut in Bezug auf den Ewigkeitsplan Gottes.
 
Auf dem Berg der Verklärung spricht erneut der himmlische Vater und weist darauf hin, seinem Sohn Jesus Christus gehorsam zu sein (vgl. Markus 9,7 i.V.m. 5.Mose 18,15).
 
Markus 9,7:
7 Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören [Anm.: …, ihm sollt ihr gehorchen]!
 
5.Mose 18,15:
15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen.
 
Dieser Gehorsam geht einher mit der Salbung und dem Impuls des Vaters durch die Kanäle von Prophetentum, repräsentiert durch Elija, und der Gesetzgebung Gottes, repräsentiert durch Mose.
 
Als Ekklesia ist es durch nichts zu ersetzen im Gehorsam und der Sohnschaft Gottes voranzugehen, was Absonderung zur Folge hat. Somit sollten wir es dem Heiligen Geist als Beistand und Geist der Wahrheit erlauben, uns auf die vom himmlischen Vater vorherbestimmte Anhöhe mit der darin liegenden offenbarenden Wahrheit zu führen, die uns in der vorherbestimmten Facette des Geistes aktiv sein lässt.

Es ist kein Zufall, dass das hebräische Wort für „Berg – har“ aus zwei hebräischen Buchstaben besteht, bei denen es sich um das „He“ und das „Resch“ handelt. Anhand der Kombination dieser beiden Buchstaben wird das Prinzip des Atems Jesu im Gesicht der Jünger erkennbar, die dazu aufgefordert wurden den Heiligen Geist zu empfangen (vgl. Johannes 20,22).
 
Johannes 20,22:
22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!
 
Der Kopf bzw. die Spitze (hebr. „rō`š“) eines Berges ist im Hebräischen mit dem Beginn einer neuen Zeit und dem Buchstaben „Resch“ verbunden. Der Atem mit dem Buchstaben „He“ sowie dem Aufruf zu sehen.
 
Die Erneuerung des Geistes und Sinns
 
Die Positionierung, auf der von Gott bestimmten Anhöhe geht durch die Führung des Heiligen Geistes mit der Erneuerung unseres Geistes und Sinns einher, so dass wir seinen Willen für die kommende Zeit erkennen und darin leben (vgl. Johannes 16,13 i.V.m. Römer 12,2; Epheser 4,23-24).
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Der Abschluss einer vergangenen Zeit
 
Indem Gott Mose auf dem Gipfel des Gebirges Pisga instruierte zuerst seinen Blick nach Westen, dann nach Norden, nach Süden und letztlich nach Osten auszurichten, wird deutlich, dass es für uns nötig ist, eine alte Phase von Zeit abzuschließen und im Geist in unserer Verheißung zu stehen, selbst, wenn wir uns noch nicht buchstäblich in unserer Verheißung befinden.
 
Zuerst ist es wichtig, dass wir im Glauben den Plan Gottes sehen und dann in fester Zuversicht weiter darin vorangehen und die Dinge proklamieren, die wir im Geist gesehen haben (vgl. Hebräer 11,1).
 
Hebräer 11,1:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
 
Es ist die Kraft des Wortes, die die nicht sichtbaren Dinge in Existenz bringt. Es verhält sich auf ähnliche Weise, wie bei der Erschaffung der Erde durch Gott (vgl. 1.Mose 1,3 i.V.m. Johannes 1,1-4).
 
1.Mose 1,3:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
 
Johannes 1,1-4:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
 
Als Mose vom Pisga ins Land der Verheißung schaute, befand sich sein innerer Mensch (Anm.: Geistmensch) im Land der Verheißung, während sich sein äußerer Mensch (Anm.: Fleisch, physischer Körper) außerhalb dessen aufhielt.
 
Das bedeutet, dass selbst, wenn wir noch nicht buchstäblich in unserer vollständigen Verheißung stehen, wir durch die richtige prophetische Perspektive bereits die Verheißung in uns aufnehmen können, während wir eine alte Zeit abschließen.
 
Wenn das geschieht, ist es wichtig, dass wir uns vom Heiligen Geist in das uns nicht Bekannte von Gott begeben, was sein geheimes Wesen umfasst. Es verhält sich ähnlich, wie Mose als er sich auf dem Berg Horeb/Sinai befand und in die dunkle Wolke eintrat, in der Gott war. Das ist der Bereich, der unseren Glauben erfordert, um Gott von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und seine Pläne zu erkennen (vgl. 2.Mose 24,15-16.18 i.V.m. Hebräer 11,1).
 
2.Mose 24,15-16.18:
15 Als nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg, 16 und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebenten Tage erging der Ruf des HERRN an Mose aus der Wolke. …
18 Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
 
Hebräer 11,1:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
 
Das Zeichen der Abnahme und die Vorbereitung zur Zunahme
 
Selbst wenn es zuerst so aussieht, als würden die Dinge abnehmen, wird es zu einer herrlichen Zunahme der Gegenwart Gottes und seiner Intervention kommen (Anm.: Westen => Sonnenuntergang; Norden => Abwesenheit von Licht; Süden => plötzliche Gegenwart von Licht, das zurückgeht, Osten => um der neuen Zeit der Gerechtigkeit Gottes Raum zu schaffen).
 
Die Abnahme ist nichts anderes als die Instruktion Gottes an uns als sein Volk, die alte Zeit abzuschließen und nicht verwirrt zu sein, wenn Dunkelheit zunimmt. Diese dient vielmehr als ein Zeichen dafür, dass sie den Raum und Weg für seine aufgehende Gerechtigkeit bahnt.
 
Die Dunkelheit in Form eines Schattens ist lediglich der Hinweis, dass Christus Jesus, die Sonne der Gerechtigkeit scheint und Heil unter seinen Flügeln ist (vgl. Maleachi 3,20 i.V.m. Apostelgeschichte 5,15).
 
Maleachi 3,20:
20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber.
 
Apostelgeschichte 5,15:
… 15 sodass sie die Kranken sogar auf die Straßen hinaustrugen und sie auf Betten und Bahren legten, damit, wenn Petrus käme, wenigstens sein Schatten auf einige von ihnen fiele.
 
Somit ist es für uns wesentlich, dass wir als Leib Jesu auf dem Berg stehen, wie eine Stadt, die auf dem Berg liegt und unser Licht, wie es Jesus sagte, leuchten lassen (vgl. Matthäus 5,14 i.V.m. Jesaja 60,1-3).
 
Matthäus 5,14:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
 
Jesaja 60,1-3:
1 Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!
2 Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
3 Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.
 
Es liegt an uns die Bereitschaft zu zeigen demütig positioniert zu sein, damit göttliche Vision und die Perspektive der Ewigkeit unsere Herzen leitet und wir diese aus den Augen unseres Herzens durch das Licht der Weisheit und Offenbarung leuchten lassen (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

In Verbindung mit der Totenauferweckung des „Lazarus – Mein Gott ist Hilfe“ durch die Intervention Jesu nach Johannes 11 führte mich der Heilige Geist zum Auftragsfeld des Dieners Abraham, der den hebräischen Namen „Elieser“ trägt. Hierbei geht um die Bedeutung seines hebräischen Namens, der derselbe für „Lazarus“ ist (vgl. 1.Mose 15,2).
 
1.Mose 15,2:
2 Abram sprach aber: HERR, mein Gott, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen.
 
Der Auftrag in die göttliche Zweisamkeit zu führen
 
Im Leben des Dieners Abrahams gab es einen besonderen Auftrag, der beinhaltete, die junge Generation in Form von Isaak in die Zweisamkeit zu führen, die zugleich ein Teil der apostolischen Aussendung entspricht (vgl. 1.Mose 24,1-4 i.V.m. Markus 6,7).
 
1.Mose 24,1-4:
1 Abraham war alt und hochbetagt, und der HERR hatte ihn gesegnet allenthalben.
2 Und er sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Gütern vorstand: Lege deine Hand unter meine Hüfte 3 und schwöre mir bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und der Erde, dass du meinem Sohn keine Frau nimmst von den Töchtern der Kanaaniter, unter denen ich wohne, 4 sondern dass du ziehst in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft und nimmst meinem Sohn Isaak dort eine Frau.
 
Markus 6,7:
7 Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht über die unreinen Geister …
 
Im Kontext mit Lazarus dürfen wir die Beauftragung Eliesers als eine Aussendung in Auferstehungskraft betrachten, die auch beinhaltet, dass das, was nicht möglich ist in Existenz kommt. Hierbei weist es uns auf eine Zunahme in der Freude und der Herrlichkeit Gottes hin, die mit dem Feld der Autorität und der Königlichkeit der Ekklesia verbunden ist (vgl. Sprüche 12,4a).
 
Sprüche 12,4a:
4a Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …
 
Der Diener Abrahams war sich seiner Position unter der Führung des „Vaters“, indem „Abraham“ übersetzt bedeutet „Vater der Menge“, und seine ihm übertragene Verantwortung sicher, weil er über den Wohlstand seines Herrn verfügte. Wie wir wissen, hatte er sich entschieden mit zehn Kamelen und Reichtum in die Zukunft der „Zweisamkeit des Sohnes Abrahams“ zu ziehen (vgl. 1.Mose 24,10).
 
1.Mose 24,10:
10 So nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und hatte mit sich allerlei Güter seines Herrn und machte sich auf und zog nach Mesopotamien, zu der Stadt Nahors.
 
Die Gnade Gottes, um zur Verherrlichung des HERRN beizutragen
 
Zunächst gilt für uns, dass wir uns dessen bewusst sind, dass wir die Dinge, die der himmlische Vater uns anvertraut hat, nicht als unseren Besitz definieren, sondern als uns anvertraute Gnade. Sie sind uns anvertraut mit dem Ziel bzw. Zweck, um sie für die Verherrlichung des Planes Gottes einzusetzen (vgl. Galater 2,20).
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Jesus hat uns dieses Prinzip vorgelebt, indem er den Vater auf der Erde in seinen Taten, Worten und seiner Erscheinung reflektierte (vgl. Johannes 5,19; Johannes 14,9-11).
 
Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
 
Johannes 14,9-11:
9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?
10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke.
11 Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir; wenn nicht, so glaubt doch um der Werke willen.
 
Demnach dürfen wir in der Struktur der Dienerschaft aufgehen, so wie es auch Jesus anwies (vgl. Matthäus 23,11), um über die Segnungen des Vaters zu verfügen, was an uns als Jünger gerichtet ist.
 
Matthäus 23,11:
11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
 
Das hilft uns, dass wir unser Herz nicht an materielle sowie immaterielle Dinge hängen, die der HERR uns im Leben anvertraut (vgl. Psalm 62,11).
 
Psalm 62,11:
11 Verlasst euch nicht auf Gewalt und setzt auf Raub nicht eitle Hoffnung; fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran.
 
=> Im Hebräischen existiert das Verb „haben“ nicht direkt. In diesem Zusammenhang kommt dem zwölften hebräischen Buchstaben „Lamed“ eine besondere Bedeutung zu.
Mit dem „Lamed“ kommuniziert man das, was man als „haben“ kennt. So benutzt man für „ich habe“ oder „mein“ das hebräische Wort „li“. Für „er hat“ oder „sein“ das Wort „lo“. Und für „du hast“ beziehungsweise „dein“ benutzt man das Wort „lecha“. So kann man im Hebräischen also nicht wirklich „haben“. Doch was man letztendlich „hat“, ist besser als „haben“. Das „Lamed“ bedeutet „zu“. Anstatt also „ich habe“ zu sagen, sagt man es ist „zu mir“. Und anstelle, „er hat“ oder „sein“ zu sagen, sagt man tatsächlich „es ist zu ihm“. Bei Gott ist es segensreich, wenn man im Einklang mit der heiligen Sprache lebt. Das bedeutet, die Vorstellung aufzugeben, dass man in dieser Welt „hat“. (vgl. 1.Johannes 2,15-17) <=
 
1.Johannes 2,15-17:
15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.
 
(Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf einer Erklärung zum „Lamed“ aus dem Buch „Der Lehrer und sein Schüler“, Seite 170 von Jonathan Cahn)
 
Das Land der zwei Flüsse und die Stadt Nahors
 
Der kommenden Herrlichkeit, der wir wie Elieser begegnen, wird mit einem göttlichen Maß von Ruhe und geistlicher Kraft sowie von zwei bestimmten Aspekten des Wirkens des Heiligen Geistes einhergehen, worauf uns die Bezeichnung „das Land Mesopotamien“ und „die Stadt Nahors“ hinweist.
 
Das Land „Mesopotamien“ kann als das „Land der zwei Flüsse“ bezeichnet werden und der Name „Nahor“ bedeutet „schnaubend, schnarchend“. Bei diesen zwei Flüssen handelt es sich um den Tigris und den Euphrat. Bei beiden geht es gemäß dem Wort Gottes um den dritten und vierten Flussarm des ausgehenden Stromes in Eden. Die Flüsse stehen im engen Zusammenhang mit den verborgenen Segnungen Gottes, was für uns anhand des Prinzips aus 1.Mose 2,11-12 deutlich wird.
 
1.Mose 2,11-12:
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
 
Jesus Christus verwies in Verbindung mit der Bedeutung der Flussstruktur deutlich auf die Kraft bzw. das Wirken des Heiligen Geistes (vgl. Johannes 7,38-39a).
 
Johannes 7,38-39a:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39a Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …
 
Daraus erkennen wir, dass es der HERR als der Heilige Geist ist, der uns zu den verborgenen Schätzen in Christus Jesus führt, bei denen es sich um Weisheit und Erkenntnis handelt (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Darüber hinaus dient die Führung des Heiligen Geistes zur Erkenntnis der in der Zukunft liegenden Verheißung Gottes, die unserer derzeitigen geistlichen Perspektive noch verborgen ist.
 
Der Name „Tigris“ bedeutet „scharf, spitz, Pfeil“. Der Name „Euphrat“ bedeutet „süßes, angenehmes Wasser“. Anhand des Aufmachens des Dieners Abrahams wird erkennbar, dass es notwendig ist in die Ruhe Gottes einzukehren und sich der Schärfe seines Wortes sowie seiner Offenbarungskraft zu widmen (vgl. Hebräer 4,1.12-13 i.V.m. 1.Samuel 14,27).
 
Hebräer 4,1.12-13:
1 So lasst uns nun mit Furcht darauf achten, dass keiner von euch etwa zurückbleibe, solange die Verheißung noch besteht, dass wir zu seiner Ruhe kommen. …
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
1.Samuel 14,27:
27 Jonatan aber hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte die Spitze in den Honigseim und führte seine Hand zum Munde; da strahlten seine Augen.
 
Der Wasserbrunnen und die zehn Kamele
 
Es ist außerdem kein Zufall, dass sich der Diener Abrahams mit zehn Kamelen auf den Weg zu der Zukunft der „Zweisamkeit Isaaks“ machte, weil Kamele auch für Lastenträger stehen und somit auch auf die Hilfe von Engeln hinweisen, die uns als Volk Gottes dabei helfen, die Verheißung des HERRN zu erlangen bzw. abzusichern (vgl. Hebräer 1,14).
 
Hebräer 1,14
14 Sind sie [Anm.: Engel] nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen?
 
Darüber hinaus sind wir aufgerufen wie Elieser mit der Gegenwart der „Quelle“ zusammenzuarbeiten, die im hebräischen mit dem „Auge“ (Anm.: hebr. „Ajin“) verbunden ist. Der Bereich der „Quelle“ ist der Ort, wo wir uns fragen sollten, auf was wir unseren Fokus richten und was wir ergreifen möchten (vgl. 1.Mose 24,13.16).
 
1.Mose 24,13-16:
13 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen [Anm.: hebr. Ajin], und die Töchter der Leute in dieser Stadt werden herauskommen, um Wasser zu schöpfen. …
16 Und das Mädchen war sehr schön von Angesicht, eine Jungfrau, die noch von keinem Manne wusste. Die stieg hinab zum Brunnen [Anm.: Ajin] und füllte den Krug und stieg herauf.
 
Der Bereich des „Brunnens“ ist in diesem Kontext ein Hinweis auf den Geist der Prophetie, der das Zeugnis Jesu ist (vgl. Offenbarung 19,10e).
 
Offenbarung 19,10e:
… 19e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Gott gewährte der Bitte von Elieser, so dass Rebekka als „die Verheißung der Zweisamkeit Isaaks“ im Bereich des „Auges“ zu dieser Zeit erschien, um die verborgenen Wasser der Tiefen Gottes an die Oberfläche zu bringen und sie vor den Menschen, repräsentiert durch Elieser, und Engeln, repräsentiert durch die Kamele, zu offenbaren (vgl. Epheser 3,8b-10).
 
Epheser 3,8b-10:
…, 8b den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; 10 damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.
 
Für uns ist auch von Bedeutung, dass die Zahl „10 – ăśar“ die erste Ebene einer Dekade von Zehnern einläutet und im Hebräischen phonetisch ähnlich klingt wie der Name „Elieser“ am Ende. Es ist die Ebene der „Zehner“, die aus zwei Zahlen bestehen und in diesem Kontext auf von Gott, dem Vater eingeleitete „Zweisamkeit“ hinweist. (Anm.: hebräische Worterklärung zur Zahl „10 – ăśar“ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 6349-6352* entnommen).
 
Während sich Elieser im natürlichen Bereich am Brunnen (Anm.: hebr. „Beer“) aufhielt, agierte er im übernatürlichen Bereich in der Dynamik des Auges (Anm.: hebr. „Ajin“), also der prophetischen Sichtweise. Das wird anhand der Bibelstelle aus 1.Mose 24,11.20 und 1.Mose 24,13.16 für uns als Prinzip deutlich.
 
1.Mose 24,11.20:
11 Da ließ er die Kamele sich lagern draußen vor der Stadt bei dem Wasserbrunnen [Anm.: hebr. Beer] des Abends um die Zeit, da die Frauen pflegten herauszugehen und Wasser zu schöpfen. …
20 Und eilte und goss den Krug aus in die Tränke und lief abermals zum Brunnen [Anm.: hebr. Beer], um zu schöpfen, und schöpfte allen seinen Kamelen.
 
1.Mose 24,13.16:
13 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen [Anm.: hebr. Ajin], und die Töchter der Leute in dieser Stadt werden herauskommen, um Wasser zu schöpfen. …
16 Und das Mädchen war sehr schön von Angesicht, eine Jungfrau, die noch von keinem Manne wusste. Die stieg hinab zum Brunnen [Anm.: Ajin] und füllte den Krug und stieg herauf.
 
Das Gewicht von Herrlichkeit
 
Das resultierte darin, dass Rebekka mit der Herrlichkeit des Vaters, Abraham, ihrer kommenden Verheißung zur Zweisamkeit in Form von Isaak durch den Diener Abrahams gesegnet wurde und somit an Herrlichkeit/Gewicht zunahm (vgl. 1.Mose 24,22).
 
1.Mose 24,22:
22 Als nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Stirnreif, sechs Gramm schwer, und zwei goldene Armreifen für ihre Hände, hundertundzwanzig Gramm schwer, …
 
„Rebekka“ bedeutet „ein mit ihrer Schönheit fesselndes Wesen“, deren geistliches Erbe auf die Autorität Gottes, seinen königlichen Rat, seine Kraft und seine Ruhe hinweist, die der HERR durch seine Ekklesia in dieser und der kommenden Zeit ausdrücken möchte (vgl. 1.Mose 24,24).
 
1.Mose 24,24:
24 Sie sprach zu ihm: Ich bin die Tochter Betuëls [Anm.: Nachkomme/Mann Gottes], des Sohnes der Milka [Anm.: Beraterin, Königin], den sie dem Nahor [Anm.: Schnaubender, Schnachender] geboren hat.
 
Die Verheißung von Rebekka, umfasst das geistliche Erbe, das sich durch die Generationen in unsere Zeit erstreckt, um die Herrlichkeit Gottes in einer geballten Form zu offenbaren.
 
Möge sich diese Schönheit mit der Freude des HERRN vereinen, um seine Stärke in dieser Zeit zu erkennen, was uns als Heilige in Christus anvertraut ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm