Am 16.03.2021 | 3. Abib/Nissan 5781 wurde in den Medien über den Fund von Fragmenten einer Schriftrolle berichtet, die in einer Höhle in Israel gefunden wurden. Diese Fragmente sind ungefähr 1900 Jahre alt und in griechischer Sprache geschrieben.
 
Sie enthalten unter anderem einen vollständigen Text aus dem Buch des Propheten Sacharja 8,16-17, der in den Medien zitiert wurde und worin es heißt:
 
„Das ist es aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht, schafft Frieden in euren Toren, und keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen seinen Nächsten, und liebt nicht falsche Eide; denn das alles hasse ich, spricht der HERR.“
 
Während der öffentlichen Bekanntmachung dieses Fundes befand sich der derzeit amtierende Präsident Israels Reuven Rivlin bei dem derzeit amtierenden deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Berlin, der deutschen Bundeshauptstadt.
 
An dieser Stelle ist anzumerken, dass es sich bei dem biblischen Monat Abib/Nissan um das Zeitfenster handelt, der mit dem königlichen Stamm Juda und mit der geistlichen Kampfführung der Könige (Anm.: Leiterschaft) verbunden ist (vgl. 2.Samuel 11,1a i.V.m. Epheser 6,12; Psalm 149,6-9).
 
2.Samuel 11,1a:
1a Und als das Jahr um war (Anm.: Frühling), zur Zeit, da die Könige ins Feld zu ziehen pflegen, …
 
Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
Psalm 149,6-9:
6 Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen scharfe Schwerter (Anm.: lebendige Wort Gottes) in ihren Händen halten, 7 dass sie Vergeltung üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern, 8 ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, 9 dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!
 
Gottes Eifer und der eine neue Mensch
 
Ich persönlich betrachte diesen Fund und den Zeitpunkt der Veröffentlichung als keinen Zufall, sondern als ein Reden Gottes an Personen, die in Führung stehen und damit im Zusammenhang Verantwortung tragen.
 
Bei der gefundenen Bibelstelle handelt es sich um die Offenbarung des „messianischen Heils“ und dem Eifer Gottes, der für Zion und Jerusalem eintritt.
 
Der Heilige Geist spricht in diesem Zusammenhang zu uns als Heilige aus den Heidenvölkern, die gemeinsam mit den Heiligen aus Israel den einen neuen Menschen in Christus Jesus ergeben, da der gefundene Bibeltext in griechischer Sprache geschrieben war (vgl. Epheser 2,14-18).
 
Epheser 2,14-18:
14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes 15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien (Anm.: messianische Juden und Christen aus den Heidenvölkern) einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
17 Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.
 
Wir befinden uns als Volk Gottes in einer Zeitphase, in der der HERR verstärkter Ungerechtigkeit im Bereich von Regierung gemäß dem Standard seines Wortes verurteilt, so dass es in Form von Gericht dazu führt, dass wir als Bewohner der Erde Gerechtigkeit lernen (vgl. Jesaja 26,9b).
 
Jesaja 26,9b:
… 9b Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.
 
Als ich über die Entdeckung las und die gesamte Bibelstelle aus Sacharja 8 über den geistlichen Bereich über Deutschland erließ, betonte der Heilige Geist die Verse 7-8, worin geschrieben steht:
 
„So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne und will sie heimbringen, dass sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.“
 
Diese Schriftstelle weist darauf hin, dass eine neue Zeit angebrochen ist, in der sich der HERR als Bahnbrecher in der Form des HERRN der HEERSCHAREN (Anm.: JAHWE ZEBAOTH) offenbart, der über den Kerubim thront. Diese Gegenwart Gottes geht einher mit seiner kraftvollen Ruhe, die sein souveränes Wirken umfasst (vgl. 1.Samuel 4,4a i.V.m. Micha 2,13).
 
1.Samuel 4,4a:
4a Da sandte das Volk nach Silo und ließ von dort holen die Lade des Bundes des HERRN Zebaoth, der über den Cherubim thront. …
 
Micha 2,13:
13 Er wird als ein Durchbrecher vor ihnen heraufziehen; sie werden durchbrechen und durchs Tor hinausziehen, und ihr König wird vor ihnen hergehen und der HERR an ihrer Spitze.
 
Prophetie und der Atem Gottes
 
Das hat zur Folge, dass der Heilige Geist durch die Kraft des prophetischen Wortes den Atem Gottes aus den vier Winden der Erde aktiviert, so dass es zu einem Auferstehen des messianischen Leibes Jesu in der Form des „letzten Adams“ kommt (vgl. Hesekiel 38,9-10 i.V.m. 1.Korinther 15,45).
 
Hesekiel 37,9:
9 Und er sprach zu mir: Weissage zum Odem; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Odem: So spricht Gott der HERR: Odem, komm herzu von den vier Winden und blase diese Getöteten an, dass sie wieder lebendig werden!
10 Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.

1.Korinther 15,45:
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
 
Diese Bewegung des Odems Gottes gleicht dem Hineinblasen seines Atems, den der HERR in den ersten Adam blies und ihn dadurch aufrichtete. Dadurch konnte er sich in der Lebendigkeit Gottes in dem von Gott festgelegten Bereich bewegen und mit Gott Gemeinschaft haben (vgl. 1.Mose 2,7).
 
1.Mose 2,7:
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
 
Es ist in dieser Zeit erforderlich, dass wir unseren Fokus auf die höheren Dinge ausrichten, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
Hierbei geht es um den geistlichen Fokus der Regierungsherrschaft, die wir in Christus besitzen, um gemäß seinem Plan und Willen anhand des Standards des Wortes Gottes aus dem Thronsaal Gottes seinen göttlichen Willen in Gerechtigkeit zu erlassen (vgl. Kolosser 3,1-4).
 
Kolosser 3,1-4:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
 
Die Bewegung des Odems Gottes aus den vier Ecken der Erde durch die prophetische Anordnung, die immer mit dem Willen Gottes einhergeht, hat zur Folge, dass Gläubige, die sich in verschiedenen „Zeitkörpern“ (Anm.: Land des Sonnenaufgangs/Osten, Land des Sonnenuntergangs/Westen) festgefahren haben, durch das Blut Jesu herausgelöst werden (vgl. Epheser 5,15-16).
 
Epheser 5,15-16:
15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
 
Die Herauslösung aus der temporären Zeit und das Hineinsetzen in den ewigen Zeitpunkt Gottes
 
Diese Herauslösung in Form einer „Erlösung“ hat das Hineinsetzen in die Zeit des Augenblicks Gottes zur Folge, der der „ICH BIN“ (Anm.: JAHWE) ist und aus dem brennenden Dornbusch spricht.
 
Dieser brennende Dornbusch umfasst den kooperativen Segen der Administration Josephs (Anm.: Der Segen ist durch Mose an den Stamm ergangen.), der bereits auf Christus, den Gekreuzigten, den Gestorbenen und den Auferstandenen als Zeichen hinweist. Dieser Bereich kann mit dem bereits leeren Kreuz auf Golgatha gleichgesetzt werden (vgl. 2.Mose 3,2 i.V.m. 5.Mose 33,16).
 
2.Mose 3,2:
2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.

5.Mose 33,16:
… 16 mit dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle. Die Gnade dessen, der in dem Dornbusch wohnte, komme auf das Haupt Josefs, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern.
 
Darüber hinaus kommt diese Herauslösung dem Wechsel aus dem „linearen Bereich“ in den „zirkularen Bereich“ Gottes gleich, was ein Hinweis auf die temporäre Zeit und die Zeit der Ewigkeit ist.
 
Der Allmächtige und sein Sohn Christus Jesus offenbaren sich als „Alpha und Omega“ im Buch der Offenbarung, der aber auch Gott, der HERR der Zeitalter ist (vgl. Offenbarung 1,8, Offenbarung 22,13 i.V.m. 1.Mose 21,33; Daniel 7,9a). Gott in beiden Charakteren berechtigt uns in das Zentrum seines Selbst in diesen Dimensionen hineingezogen zu werden, so wie es Jesus in Johannes 17,11b.21 betete:
 
„Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir. … damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“
 
Die Notwendigkeit der Herauslösung aus dem Land (Anm.: der Zeit) des Sonnenaufgangs und des Sonnenuntergangs besteht darin, weil diese Zeiten eine Art von Kommunikation tragen, die nicht im Einklang mit dem Willen Gottes sind.
 
Das „Land des Sonnenaufgangs“ trägt die Kommunikation des „Werdens“, jedoch in der Form von „verzögerten Hoffnung“, die zu falschen Entscheidungen führt, weil diese das Herz krank macht (vgl. Sprüche 13,12a).
 
Sprüche 13,12a:
12a Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz; …
 
Wenn Gläubige nur von Zukünftigem sprechen, worin sie gegenwärtiges Geschehen nicht konfrontieren, wie Gott es möchte, weil sie zu sehr auf das, was kommen soll, ausgerichtet sind, fehlt es an Fokussierung sowie Entscheidungskraft im Jetzt. Das Herz ist der Bereich, wo der Mensch Entscheidungen trifft.
 
Das „Land des Sonnenuntergangs“ trägt die Kommunikation, die von der „Wiederkunft Jesu“ bzw. „der Entrückung“ spricht, die eine Form von Passivität zur Folge hat, die auf das Eingreifen Gottes wartet, ohne im Glauben tagtäglich tätig zu sein und das Königreich Gottes weiter voranzubringen.
 
Das ist der Grund, weshalb Gott sein Volk „nach Hause“ in das Zentrum seines zirkularen, ewigen Wesens führt, das ein verzehrendes Feuer ist, um in seinem Segen und in der Stimme seiner Selbst zu den Menschen zu sprechen (vgl. 5.Mose 4,24 i.V.m. Hebräer 12,29).
 
5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Wenn wir aus dem Zentrum seines väterlichen Wesens sprechen, folgt daraus, dass die vier Flüsse aus dem Garten inmitten der Region von Eden in Form von Strömen lebendigen Wassers in der Identität des himmlischen Vaters (Anm.: JAHWE – יְהֹוָה => Jod, He, Waw, He) gerahmt sind und zu den Menschen fließen, so dass sie seine Stimme hören (vgl. 1.Mose 2,10 i.V.m. Johannes 7,38; Hesekiel 1,24a; Offenbarung 1,15b).
 
1.Mose 2,10:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
 
Johannes 7,38:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. …
 
Offenbarung 1,15b:
… 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Es ist demnach jetzt die Zeit, sich im Willen des Vaters zu zentrieren und eigene Wünsche sowie Vorstellungen von dem, was kommt, als in Bezug auf das, was einmal war, loszulassen. Nur auf diese Weise können wir aus einem höheren Verständnis von temporären Entwicklungen effektiv und wirksam den Bau des Königreiches, welches in Herzen von Menschen errichtet wird, vorantreiben.
 
Gottes ewiger Plan offenbart sich heute, hier und jetzt durch den Leib Christi im einen neuen Menschen, dessen Licht in der Finsternis hell erstrahlt und die Herrlichkeit des HERRN offenbart, um seinen Heilsplan erfüllt zu sehen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Vor einigen Tagen wurde durch die Medien bekannt, dass der Siloah-Teich in Jerusalem nach einigen Jahren wieder mit ausreichend Wasser gefüllt ist. Aufgrund einer ausgiebigen Regenzeit im letzten Winter wurde eine sechsjährige Trockenzeit beendet.
 
Regen im Wort Gottes steht mit der Lehre Gottes im Zusammenhang, weshalb wir darin die Weisung Gottes in Bezug auf die Kraft seines Wortes erkennen können, die die Augen des Herzens erleuchtet, um das Licht der Welt zu offenbaren, das Jesus Christus in Personifikation des Wortes Gottes ist (vgl. 5.Mose 32,2 i.V.m. Psalm 119,105; Johannes 1,14; Johannes 9,5-7).
 
5.Mose 32,2:
2 Meine Lehre rinne wie der Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort (Anm.: in Form des gesprochenen Wortes => hebr.: „dābar“; gr. „rhẹma“) ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Johannes 1,14:
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
 
Johannes 9,5-7:
5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
6 Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden.
7 Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
 
Wie bereits zuvor in der Bibelstelle erwähnt war der Teich Siloah (Anm.: bedeutet „Entsendung oder Ausströmung des Wassers“ => ein Hinweis auf apostolische Kraft, da ein Apostel eine Person ist, die von Gott gesandt ist) der Ort, wo Jesus den blinden Menschen heilte, der seit Geburt an erblindet war.
 
Diese Blindheit war eine körperliche Blindheit, jedoch ist sie auch ein Hinweis auf Menschen, die von einem religiösen Geist kontrolliert werden und in dieser Zeit die Wahrheit erkennen. Sie werden von dem Schleier der Unkenntnis durch die rauschende Stimme Jesu aus dem Thronsaal Gottes befreit, die voll von prophetischer Kraft ist (vgl. Johannes 9,6-7 i.V.m. Offenbarung 1,15).
 
Johannes 9,6-7:
6 Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden.
7 Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah – das heißt übersetzt: gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
 
Offenbarung 1,15:
… 15 und seine (Anm.: Jesus) Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; ...
 
Darüber hinaus gab uns Jesus Christus eine wichtige Verheißung zur Zeit von Sukkot, dem Laubhüttenfest, wo er über den Fluss des Heiligen Geistes sprach (vgl. Johannes 7,37-39).
 
Johannes 7,37-39:
37 Aber am letzten Tag des Festes (Anm.: Sukkot), der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.
 
Anhand der Bibelstelle wird deutlich, dass Jesus in Verbindung mit dem Laubhüttenfest von einer Ausgießung des Heiligen Geistes sprach und wir es erwarten dürfen, dass der Heilige Geist in uns noch mehr zunimmt.
 
Der Hohepriester und das Wasser von Siloah
 
Jedes Jahr zum Laubhüttenfest führte der Hohepriester einen prophetischen Akt durch. Er nahm Wasser von dem Teich Siloam/Siloah und brachte es zum Tempel hinauf, um es neben dem Altar auszugießen.
 
Das symbolisierte den Aufruf an Gott den Spät- und Frühregen (Anm.: Spätregen: Die Niederschläge am Ende der Regenzeit, etwa März/April; wichtig für die Entwicklung der Körner des Wintergetreides.; Frühregen: Gewöhnlich Ende Oktober oder Anfang November, zum Beginn der etwa sechs Monate währenden Regenzeit, nach der Trockenzeit des Sommers zur neuen Aussaat nötig.) auf das Land fallen zu lassen.
 
In diesem Zusammenhang offenbart uns dieser Akt den Aufruf an Gott seinen „geistlichen Regen“ in der heutigen Zeit zu senden, welches die Ausgießung von seinem Geist ist, von dem der Prophet Joel prophezeite (vgl. Joel 3,1-2).
 
Joel 3,1-2:
1 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.
2 Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen.
 
Dieser prophetische Akt der Ausgießung durch den Priester wurde jeden Tag in den Tagen des Laubhüttenfestes durchgeführt, das zugleich auch das Fest ist, das seine Herrlichkeit feiert.
 
Der letzte Tag des Laubhüttenfestes
 
Am letzten Tag des Laubhüttenfestes, welches der große Festtag war, begleitete eine große Menschenmenge den Hohepriester bei der prophetischen Handlung als dieser das Wasser vom Teich Siloam/Siloah zum Tempel brachte. Die vielen Menschen wurden sozusagen Zeugen der großen Ausgießung. Und genau zu diesem Zeitpunkt stand Jesus an dem Ort und sprach von dem lebendigen Wasser:
 
“Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.” Johannes 7,37-38
 
Anhand der Aussage Jesu wird deutlich, dass wir mit einem inneren sowie größeren „Druck“ des Heiligen Geistes rechnen dürfen, der die erste Liebe ist und dazu bestimmt ist, dass das bereits von Gott in uns hineingelegte Potential des Geistes in Form der vier Flüsse als Ströme lebendigen Wassers von uns fließen.
Diese Ströme sind geformt bzw. eingebettet in der Identität des himmlischen Vaters (Anm.: JAHWE – יְהֹוָה => Jod, He, Waw, He), deren Wasser zu den Menschen fließt, so dass sie seine Stimme hören (vgl. 1.Mose 2,10 i.V.m. Johannes 7,38; Hesekiel 1,24a; Offenbarung 1,15b).
 
1.Mose 2,10:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
 
Johannes 7,38:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. …
 
Offenbarung 1,15b:
… 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Aufgrund dieses inneren ausdehnenden Drucks (Anm.: des Geistes) ist es erforderlich, dass wir uns in der Struktur des neuen Weinschlauchs bewegen, der zuerst befeuchtet und zweitens gesalbt sein muss. So entspricht es den Worten von Jesus in Markus 2,22, um das Potential der ersten Liebe Gottes tragen und seine Worte zu den Menschen transferieren zu können.
 
Markus 2,22:
22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.
 
Der neue Weinschlauch beinhaltet unter anderem den Zusammenschluss mit den richtigen Heiligen für diese Zeit, die offen für das sind, was der HERR in dieser sowie der kommenden Zeitphase tun möchte. Es sind Gläubige, die sein Wirken nicht ablehnen, auch wenn Jesus vielleicht anfangs etwas fremd erscheint, so ähnlich wie es zu der Zeit geschah als er zur vierten Nachtwache auf dem Wasser ging (vgl. Matthäus 14,25-27).
 
Matthäus 14,25-27:
25 Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See.
26 Und als ihn die Jünger sahen auf dem See gehen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht.
27 Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin es; fürchtet euch nicht!
 
Die Umleitung des Wassers vom Gihon
 
Die innere Transformation verhält sich zudem ähnlich wie die Flussumleitung des Gihon durch den König Hiskia, der das fließende Wasser in die Davidstadt umleitete (vgl. 2.Chronik 32,30).
 
2.Chronik 32,30:
30 Das ist der Hiskia, der die obere Wasserquelle des Gihon verschloss und sie hinunterleitete westwärts zur Stadt Davids; denn es gelangen Hiskia alle seine Werke.
 
Hiskia veränderte die Flussrichtung des Wassers vom Gihon, indem er es von Osten nach Westen in die Stadt Davids in den Teich Siloam bzw. Siloah leitete.
Für diese Umleitung hatte er Arbeiter, die von beiden Seiten durch einen massiven Felsen bohrten und sich am Ende in der Mitte trafen, wo der Durchbruch stattfand. Die Länge des „heiligen Tunnels“ betrug ungefähr 540 Meter.
 
Die zwei Generationen und der Fels
 
Die Westseite dient uns als ein Hinweis auf die Zeit der Vergangenheit und die Ostseite deutet auf die bereits vorherbestimmte Verheißung Gottes hin, die es gilt in das Zentrum seines Wesens zu bringen, der der „ICH BIN“ ist. Das wird für uns daraus deutlich, da die Sonne im Osten aufgeht und im Westen untergeht.
 
Darüber hinaus deutet die Bewegung auf beiden Seiten das Vorangehen unter dem Geist des Propheten Elija (Anm.: Heiliger Geist) hin, der das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu den Vätern wendet (vgl. Maleachi 3,23-24).
 
Maleachi 3,23-24:
23 Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.
24 Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
 
Der Geist des Elijas ist der Atem Gottes, der dazu führt, dass die Hindernisse aufgrund von Herzenskälte in den Generationen durchbrochen werden bis wir uns einander von Angesicht zu Angesicht sehen und respektieren, was zu einem inneren Aufbruch in der Braut Jesu führt.
 
Daraus resultiert, dass frische Bewegungen des Heiligen Geistes aus ihr zu den Menschen in der Welt fließen und zum Segen werden, was zum Erblühen „der Wüste“ führt (vgl. Jesaja 35,1-10).
 
Das Näherkommen der Generationen beinhaltet auch, dass die alte Generation in ihrem Herzen wieder jünger gemäß Jesaja 40,31 und die junge Generation weiser wird, während diese sich in der Offenbarung des neuen Tages Gottes in seinem Wesen des ewig Gegenwärtigen voranbewegt.
 
Jesaja 40,31:
… 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
 
Der Name des Flusses „Gihon“ bedeutet „hervorbrechen, ausbrechen“. Die Erklärung offenbart uns, dass der Gihon eine Reflektion von der zunehmenden Kraft des Heiligen Geistes in unserer Zeit ist, der uns zu Durchbrüchen verhilft.
 
Die Veränderung der Flussrichtung des Gihon von Osten zu seinem Bestimmungsort im Westen reflektiert den Dienstweg des Hohenpriesters als er im Tempel oder auch in der Stiftshütte seinen Dienst verrichtete.
Er ging hierbei von Osten nach Westen, wo sich das Allerheiligste befand.
 
Auch das Kommen des Hohenpriesters Jesus Christus nach der Ordnung Melchisedek wird wie ein Blitz sein, der von Osten nach Westen aufleuchtet (vgl. Matthäus 24,27).
 
Matthäus 24,27:
27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
 
Gihon, der zweite Fluss in Eden
 
Der Gihon war der zweite genannte Fluss im Garten Eden, der das Gebiet von Kusch umfloss, und im geistlichen Kontext den Atem des Vaters trägt, da es sich bei dem zweiten hebräischen Buchstaben im Namen Gottes um das „He“ handelt, der den Zahlenwert „5“ trägt und zudem den „Atem“ repräsentiert sowie uns dazu aufruft, prophetisch die Dinge zu sehen, die der HERR offenbart.
 
Deshalb ist es nicht als Zufall zu betrachten, dass von Eden ein Fluss ausging, der sich im Garten (Anm.: Bereich der intimen Beziehung mit Gott, dem Vater) in vier Hauptflüsse teilte, um zu bewässern (vgl. 1.Mose 2,10-14).
 
1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.
 
Diese Flussstruktur offenbart die bewegende Hand Gottes auf der Erde, da es ein Fluss war, der sich in vier Hauptarme teilte. Also insgesamt fünf mit jenem Fluss am Ursprungsort. In diesem Zusammenhang ist die zweite Platzeinteilung des Gihon von Bedeutung, da seine Position mit dem Propheten oder der prophetischen Salbung in Verbindung steht. Man kann ihn auch in einem prophetischen Kontext den Zeigefingerfluss Gottes nennen, der die Geheimnisse, die in Jesus Christus verbogen liegen, hervorbringt.
 
Es ist außerdem kein Zufall, dass „Kusch“ übersetzt „schwarz“ bedeutet, und die Pupille des menschlichen Auges schwarz und der Teil des Auges ist, der verbunden mit dem Ergreifen von Bildern ist (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen (Anm.: ergreifen) das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Die Flussumleitung durch Hiskia und das Wasser zwischen den Bergen
 
Das Wasser des Gihon wurde durch König Hiskia umgeleitet, weil das Volk Israel von den feindlichen Kräften Assurs bedrängt wurde, die von Sanherib (Anm.: bedeutet „Sin (der Mondgott) brachte mich zum Leben“ => zunehmende Kraft des Mondgottes- islamistischer Geist; vgl. 2.Könige 18,13) geführt wurde.
 
2.Könige 18,13:
13 Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog herauf Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas und nahm sie ein.
 
Das Wasser des Gihon war das Wasser, das zwischen den Bergen/dem Felsen floss, das ebenfalls auf den Stamm Benjamin hindeutet, der sich im Zentrum der Salbung Gottes aufhielt (vgl. 5.Mose 33,12).

5.Mose 33,12:
12 Und über Benjamin sprach er: Der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird Er die Hand über ihm halten und wird zwischen seinen Höhen (Anm.: Schultern) wohnen.
 
Es war die Bedrängnis des Feindes „Assur“, die dazu führte, dass die Salbung Gottes über dem Volk Israel in Aktion ging, so dass die Macht des Bösen über ihnen gebrochen wurde (vgl. Jesaja 10,27).
 
Jesaja 10,27:
27 An jenem Tag wird es geschehen, da weicht seine (Anm.: Assurs) Last von deiner Schulter, und sein Joch wird von deinem Hals weggerissen, und vernichtet wird das Joch vor dem Fett (Anm.: durch die Salbung).
 
Um das Reden Gottes durch die Umleitung des Wassers vom Gihon tiefer zu verstehen, ist es hilfreich, den König Hiskia und sein Leben näher zu betrachten. Der Name „Hiskia“ bedeutet „Stärke JAHWES“, die der Aufruf an uns ist in der von Gott zugeteilten Salbung für unser Leben zu leben.
 
Hierbei erhält die Freude am HERRN einen wichtigen Stellenwert, weil diese mit Stärke verknüpft ist (vgl. Psalm 45,8 i.V.m. Nehemia 8,10).
 
Psalm 45,8:
8 Du liebst Gerechtigkeit und hassest gottloses Treiben; darum hat dich der Herr, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.
 
Nehemia 8,10:
10 Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.
 
Die Kraft der Mauer
 
König Hiskia, war ein Mann, der die „Kraft der Mauer“ inmitten von Bedrängnis verstand und eng mit dem Propheten Jesaja kooperierte, um in seine Freiheit zu treten (vgl. 2.Könige 20,1-3).
 
2.Könige 20,1-3:
1 Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben.
2 Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HERRN und sprach: 3 Ach, HERR, gedenke doch, dass ich vor dir in Treue und mit rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was dir wohlgefällt. Und Hiskia weinte sehr.
 
Hiskia war sich der Postion der Propheten bewusst, die sich auf der Mauer von „der Festung des Friedens“ aufhielten und die deren Basis ist, um mit geistlichem Überblick zu prophezeien sowie „Shalom“ in das Leben der Menschen zurückzubringen.
 
Dieses Prinzip kommt dem Eingreifen Jesajas gleich, der sich auf Gottes Befehl hin ein zweites Mal zu dem todkranken König Hiskia begab und ihm ein Zeitfenster der „EXTRAGNADE“ prophezeite (vgl. Jesaja 62,6-7 i.V.m. Jesaja 38,4-6)
 
Jesaja 62,6-7:
6 O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, 7 lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden!
 
Jesaja 38,4-6:
4 Da geschah das Wort des HERRN zu Jesaja: 5 Geh hin und sage Hiskia: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will deinen Tagen noch fünfzehn Jahre zulegen 6 und will dich samt dieser Stadt erretten aus der Hand des Königs von Assyrien und will diese Stadt beschirmen.
 
Daraus wird für uns als Hinweis deutlich, dass wir in demütiger Haltung zur Führung des Heiligen Geistes die daraus resultierenden Beziehungen unter Heiligen generationsübergreifend bewahren und diese im weiteren Durchbrechen im Wandel im Geist absichern, um dem Segen Gottes in unserer Mitte Raum zu schaffen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Römer 8,28 verdeutlicht uns den Zusammenhang, dass denen allen Dinge zum Besten dienen müssen, die Gott lieben und nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Das Erlösen des positiven Wertes innerhalb von böser Zeit
 
Da wir auch in Jesus Christus dazu aufgefordert sind die Zeit zu erlösen (vgl. Epheser 5,16), möchte ich auf die Zeit des Verrates von Judas Iskariot eingehen, der Jesus und dessen Aufenthaltsort für dreißig Silberlinge verriet (vgl. Matthäus 26,14-16).
 
Epheser 5,16:
16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
 
Matthäus 26,14-16:
14 Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.
16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn verriete.
 
Es gilt den positiven Wert aus der Zeit des Verrats von Judas, die eine böse Zeit war, zu erlösen, und dafür ist es erforderlich zu wissen, welche Identität Judas grundlegend besaß und welche Aufgabe ihm von Jesus anvertraut wurde. Judas war von Jesus dazu bestimmt, die Kasse (Anm.: Finanzen) des Dienstes zu verwalten (vgl. Johannes 12,4-6).
 
Johannes 12,4-6:
4 Da sprach einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn hernach verriet: 5 Warum ist dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben?
6 Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.
 
Der Name „Judas“ bedeutet übersetzt „Lob, Preis“. Judas war der Sohn von „Simon Iskariot“. „Simon“ bedeutet übersetzt „Erhörung“ und „Iskariot“ weist auf einen „Mann aus Karioth“ hin. Der Name „Karioth“ bedeutet „Städte, Ortschaftenkomplex“. (Namensbedeutungen entnommen aus dem biblischen Namen-Lexikon von Dr. Abraham Meister, Seite 198, 317, 165, 204).
 
Das verwendete griechische Wort in Johannes 12,6 für „Geldbeutel“ bzw. „Kasse“ ist „glōssọkomon“ und bedeutet auch „ein Etui für Mundstücke von Blasinstrumenten“. Es setzt sich aus zwei griechischen Worten zusammen, die für „Zunge“ und „Ordnung“ sowie „Schmuck“ verwendet werden. (Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Geldbeutel – glōssọkomon“ mit der Wortschlüsselnummer: 1094*).
 
Anhand der Namens- und Worterklärung wird deutlich, dass Judas dazu berufen war, geisterfüllt durch den Ausdruck seiner Hingabe in Form von Lobpreis und Verwalterschaft zur herrlichen Manifestation des Königreiches Gottes in der Struktur des himmlischen Jerusalems auf der Erde beizutragen. Das umfasst die Dimension der Braut Jesu, die aus der ersten Liebe (gr. „agąpē“) ihrem König und Bräutigam Jesus Christus dient.
 
Das Brechen mit der Kraft des Mammons
 
Da Jesus wusste, dass Judas mit der Kraft des Mammons (Anm.: Liebe zum Geld) einen inneren Konflikt hatte, weil er Geld liebte, vertraute er ihm die Kasse des Dienstes an, um ihm die Möglichkeit zu geben mit der Macht des Mammons zu brechen, indem er durch die Anweisungen Jesu lernen sollte zu geben (vgl. Lukas 16,9 i.V.m. Apostelgeschichte 20,35).
 
Lukas 16,9:
9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.
 
Apostelgeschichte 20,35:
35 Ich (Anm.: Paulus) habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.
 
Die Liebe zum Geld ist die Wurzel alles Bösen und steht im engen Zusammenhang mit falscher Anbetung, da Aaron auf die Bitte des Volkes Israel hin ein goldenes Kalb herstellte, was dazu führte, dass sie nicht mehr Gott allein angebetet haben (vgl. 1.Timotheus 6,10 i.V.m. 2.Mose 32,2-6; 2.Mose 3,18).
 
1.Timotheus 6,10:
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
 
2.Mose 32,2-6:
2 Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne
und eurer Töchter und bringt sie zu mir.
3 Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron.
4 Und er nahm sie von ihren Händen und bildete das Gold in einer Form und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!
5 Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
6 Und sie standen früh am Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um ihre Lust zu treiben.
 
2.Mose 3,18:
18 Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns erschienen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem HERRN, unserm Gott.
 
Das Volk Israel besaß kein wahres Vertrauen darin, dass Mose vom Berg zu ihnen zurückkommen würde, um sie zu führen. Auf sehr ähnliche Weise hatte auch Judas seine eigene Vorstellung vom Bau des Königreichs, so dass er mit der Ansicht seines Meisters Jesus kollidierte (vgl. Johannes 18,36a).
 
Johannes 18,36a:
36a Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. …
 
Wie bereits zuvor erwähnt, war es Judas Berufung normalerweise mit dem richtigen Verständnis von Anbetung auf der Grundlage der Liebe Gottes (Anm.: „agąpē“) und seiner Ordnung das kommende Königreich in Form der Braut Jesu voranzubringen.
Diese Form ist ein würfelförmiger Stadtkomplex, der aus reinem Gold besteht und vom Himmel herab kommt, um den Weg für die kommenden Generationen mit dem ihm anvertrauten Reichtum zu ebnen (vgl. Offenbarung 21,9-14.18).
 
Offenbarung 21,9-14.18:
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore.
14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. …
18 Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas.
 
Es ist kein Zufall, dass sich Judas entschloss, seinen Meister Jesus im Zentrum des Abendmahls zu verraten. Das Abendmahl wurde im Zeitfenster vor Pessach im biblischen Monat Abib/Nissan gehalten und ist ein Ausdruck der ersten Liebe Gottes (vgl. Johannes 3,16). Zu diesem Zeitpunkt entschied sich Judas seinen HERRN zu verraten und ihn später durch das Zeichen eines Kusses den Feinden zu überantworten. Der biblische Monat Abib/Nissan steht in Verbindung mit dem Stamm Juda (vgl. Lukas 22,47-48; Johannes 13,1-2.21.26-27).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Lukas 22,47-48:
47 Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesus, um ihn zu küssen.
48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss?
 
Johannes 13,1-2.21.26-27:
1 Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
2 Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, …
21 Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. …
26 Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
27 Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!
 
Wahre Anbetung zur Erlösung von Zeit
 
Es kommt darauf an, dass wir den uns vom himmlischen Vater anvertrauten Ressourcen sowie jeden Wohlstand dazu gebrauchen, um sein Königreich weiter auf der Erde auszudehnen. Hierbei ist es von Bedeutung, dass wir es dem Feind nicht erlauben, unseren Fokus in der Anbetung zu pervertieren, der darauf abzielt, unsere Haltung in der Anbetung in Form des Gebens zu verdrehen.
 
Diese Pervertierung hätte zur Folge, dass wir aus dem Bereich der Fülle Gottes weggerissen und in den Bereich von Mangel gesetzt werden würden, was diebisches Gedankengut zur Folge hat. Ganz so wie es Judas besaß, der anstatt zu geben, sich stattdessen entschied 30 Silberlinge anzunehmen, um Jesus zu verraten. Die Begründung liegt darin, weil der Bereich von Mangel mit der Angst einhergeht, zu wenig zu haben.
 
Deshalb gilt es für uns geisterfüllt voranzugehen und den Beginn der biblischen Zeiten des himmlischen Vaters, die mit dem Klang des Shofar (Anm.: Blasinstrument) eingeläutet werden, zu empfangen sowie mit unserem Geben sein Königreich segnen, so dass Jesus Christus verherrlicht wird (vgl. 2.Mose 23,15; 2.Mose 34,18.20d-23; 4.Mose 10,10; 4.Mose 28,11).
 
2.Mose 23,15:
15 Das Fest der Ungesäuerten Brote sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, …
 
2.Mose 34,18.20d-23:
18 Das Fest der Ungesäuerten Brote (Anm.: Pessach – Kreuzigung Jesu) sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten gezogen.
20d Und dass niemand vor mir mit leeren Händen erscheine!
21 Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage (Anm.: Shabbat – Jesus Christus ist der HERR über den Shabbat; vgl. Matthäus 12,8) sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und des Erntens.
22 Das Wochenfest (Anm.: Schawuot – Gabe der Thora und Ausgießung des Heiligen Geistes) sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Lese (Anm.: Sukkot – Laubhüttenfest, Fest der Herrlichkeit/Erntedankfest), wenn das Jahr um ist.
23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.
 
4.Mose 10,10:
10 Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen und an euren Neumonden (Anm.: Rosch Chodesch – Beginn des neuen biblischen Monats), sollt ihr mit den Trompeten blasen bei euren Brandopfern und Dankopfern, damit euer Gott an euch denke. Ich bin der HERR, euer Gott.
 
4.Mose 28,11:
11 Aber am ersten Tage eurer Monate (Anm.: Rosch Chodesch – Beginn des neuen biblischen Monats) sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer opfern: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler …
 
Der Vater möchte uns vor allem in herausfordernden Umständen, Krisen und Übergangssituationen lehren, unser Vertrauen allein in ihn und die Fülle bei ihm zu setzen, um als Gesegnete Segen aus übernatürlichen Bereichen zur Erlösung freisetzen zu können, was Herrlichkeit ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm