Im Zusammenhang mit dem gregorianischen neuen Jahr 2026, dessen Jahreszahlen den Zahlenwert des Namens Gottes – „JAHWE“ (Anm.: im hebräischen Alphabet tragen Buchstaben einen Zahlenwert) tragen, legte der HERR seinen Schwerpunkt auf die Segnung des Stammes Joseph. Der Stamm Joseph schließt die Stämme Ephraim und Manasse mit ein und wurde durch Mose großzügig gesegnet, worin es in 5.Mose 33,16 unter anderem heißt, dass die Gnade dessen, der im Dornbusch wohnte auf sein Haupt kommen möge.
 
Mit diesem Segen ging ebenfalls die Proklamation der Segensfülle über Joseph einher, nämlich mit den köstlichsten Dingen, die vom Himmel, dem Tau, der unteren Wasser, dem Köstlichsten, was die Sonne und die Monde erzeugen, gesegnet zu sein. Und darüber hinaus noch gesegnet zu sein mit dem Köstlichsten der uralten Berge und ewigen Hügel sowie dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle (vgl. 5.Mose 33,13-16).
 
5.Mose 33,13-16:
13 Und über Josef sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land mit dem Köstlichsten vom Himmel droben, dem Tau, und mit der Flut, die drunten liegt, 14 mit dem Köstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und mit dem Köstlichsten, was die Monde erzeugen, 15 mit dem Besten uralter Berge und mit dem Köstlichsten der ewigen Hügel, 16 mit dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle. Die Gnade dessen, der in dem Dornbusch wohnte, komme auf das Haupt Josefs, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern.
 
Wie wir wissen, ist Gott Geist und es ist seine souveräne Entscheidung, welchem Element er sich bedient, um seine Stimme oder etwas aus seinem Inneren zu offenbaren (vgl. Johannes 4,24a).
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Zu Mose sprach er mitten in der Wüste durch einen brennenden Dornbusch, der nicht verbrannte, während er im Feuer brannte.
 
Die Stimme Gottes aus dem brennenden Dornbusch
 
Gott mit seinem verzehrenden Wesen, das Feuer ist, änderte Moses Fokus für die Zeit der Konversation, so dass er seine Augen von der Herde seines Schwiegervaters Jitro abwendete und sich diesem Dornbusch näherte, in dem sich Gott als JAHWE zu ihm redend befand (vgl. 2.Mose 3,1-5 i.V.m. 5.Mose 4,24).
 
2.Mose 3,1-5:
1 Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.
3 Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.
4 Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
5 Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!
 
5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
Wir können daraus lernen, dass zu Zeiten der Heimsuchung Gottes es erforderlich ist, dass wir uns nicht von unserer Umgebung der geistlichen „Trockenheit“ bzw. Prüfung vereinnahmen lassen, sondern wachsam im Geist auf die Begegnung Gottes ausgerichtet sind, der zu uns in einer vielfältigen und vereinten Weise sprechen möchte. Es ist das Ziel und Verlangen des HERRN, dass wir uns seinem Licht und seiner Wärme bzw. Hitze wie Mose zuwenden und nähern, um die für uns bereitgestellte offenbarende Wahrheit durch sein Wort zu erkennen (vgl. Psalm 36,10 i.V.m. Psalm 119,105).
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Die Auswirkung der offenbarenden Wahrheit kommt einem Erbeben der Wüste von „Kadesch – die Wüste der Geweihten“ gleich, die unsere Trainingsphase des Geistes beinhaltet, in der wir uns aufhalten und darin ebenso geprüft werden (vgl. Psalm 29,8 i.V.m. Jakobus 1,3-4).
 
Psalm 29,8:
… 8 die Stimme des HERRN lässt die Wüste erbeben; der HERR lässt erbeben die Wüste Kadesch.
 
Jakobus 1,3-4:
… 3 und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.
4 Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei.
 
Wir empfinden, dass der Heilige Geist gerade dabei ist, den geistlichen Fokus inmitten seines Volkes, also der Ekklesia neu auszurichten, was uns dahin führt unseren Blick von den uns anvertrauten Angelegenheiten für eine gewisse Zeit abzuwenden und uns dem zuzuwenden, der zu uns spricht.
 
Die Neufokussierung und der Moment der Herrlichkeit Gottes
 
Das führt uns in eine neue Qualität der Fruchtbarkeit, die mit dem „Edlen“, was Gott gibt, verbunden ist. Es ist die Ernte, die eine größere Präsenz seiner Herrlichkeit trägt und mit den Schätzen, die in Christus Jesus verborgen liegen verbunden ist.
 
Darüber hinaus geht es um einen bestimmten Moment seiner Herrlichkeit sowie eine Phase der Entwicklung seiner glorreichen Gegenwart. Es handelt sich hierbei um aufeinander zukommende Lichtqualitäten, die dem Ausspruch des Propheten Jesaja entsprechen, der prophezeite, sich aufzumachen und licht zu werden, weil sich der Sohn in seiner Präsenz naht und die Herrlichkeit des Vaters in Form des ewigen „ICH BIN – JAHWE“ abdeckend darüber aufgeht (vgl. Jesaja 60,1).
 
Jesaja 60,1:
1 Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!
 
Diese Herrlichkeit tritt unerwartet und somit in einer Plötzlichkeit inmitten von scheinbarer Finsternis in der Welt auf, indem sich die Söhne Gottes in die Gemeinschaft mit dem Sohn Gottes begeben haben und in der Vaterschaft Gottes offenbar werden. Daraus resultiert, dass die, die JAHWE nicht kennen, ebenfalls in einen Annäherungsprozess treten, indem sie sich in das vor ihnen präsente Licht der offenbarenden Wahrheit begeben. Darunter werden sich auch Personen befinden, die in Führungsverantwortung sind (vgl. Jesaja 60,2-3).
 
Jesaja 60,2-3:
2 Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
3 Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.
 
Das Offenbarwerden der Herrlichkeit Gottes lässt sich auch mit der Situation vergleichen, in der Rebekka die Kamele von Abrahams Diener Eliëser tränkte und daraufhin von ihm mit Schmuck gesegnet wurde (vgl. 1.Mose 24,15-20.22).
 
1.Mose 24,15-20.22:
15 Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, die Tochter Betuëls, der ein Sohn der Milka war, die die Frau Nahors, des Bruders Abrahams, war, und trug einen Krug auf ihrer Schulter.
16 Und das Mädchen war sehr schön von Angesicht, eine Jungfrau, die noch von keinem Manne wusste. Die stieg hinab zum Brunnen und füllte den Krug und stieg herauf.
17 Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: Lass mich ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken.
18 Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und eilends ließ sie den Krug hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.
19 Und als sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen Kamelen auch schöpfen, bis sie alle genug getrunken haben.
20 Und eilte und goss den Krug aus in die Tränke und lief abermals zum Brunnen, um zu schöpfen, und schöpfte allen seinen Kamelen. …
22 Als nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Stirnreif, sechs Gramm schwer, und zwei goldene Armreifen für ihre Hände, hundertundzwanzig Gramm schwer, …
 
Unser Aktivsein in dieser Herrlichkeit geht mit der Heiligkeit Gottes und seinen gerechten Taten einher, um zur Verschiebung bezüglich der Angelegenheiten Gottes beizutragen. Diese kommen durch die Nachfolge und das Einschreiten der Ekklesia erst zum Ausdruck. Damit verbunden wird die zurückgehaltene Weisheit Gottes über die Zeitalter von Gott selbst, dem Gott der Zeitalter bzw. des Ewigen auf der Erde freigesetzt.
 
Hierbei handelt es sich um einen Geburtstag als einen Tag der Geburt inmitten von endzeitlicher Zeit, der dem Ausdruck „Gnadenjahr des HERRN“ und „ein Tag der Vergeltung unseres Gottes“ entspricht (vgl. 5.Mose 33,15 i.V.m. Daniel 12,3-4; Jesaja 61,2).
 
5.Mose 33,15:
… 15 mit dem Besten uralter Berge und mit dem Köstlichsten der ewigen Hügel, …
 
Daniel 12,3-4:
3 Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
4 Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle dies Buch bis auf die letzte Zeit. Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden.
 
Jesaja 61,2:
… 2 zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, …
 
Das Leuchten durch Weisheit
 
Es liegt jedoch an uns als Teil der Ekklesia, dass wir ähnlich wie Joseph uns an den Ort vom Heiligen Geist bringen lassen, so dass die dort vorhandene Gesellschaft uns indirekt dazu auffordert mit einem größeren Maß von Weisheit zu leuchten. Das bedeutet, dass sich unser Vokabular durch die Führung des Heiligen Geistes verändert, was auch unseren Wandel in der Kultur des Königreiches Gottes beinhaltet.
 
Da sind Gläubige, die sich freiwillig in einer dieser untergeordneten Kultur aufhalten, die von dem Licht der Weisheit und Erkenntnis des HERRN angezogen werden, jedoch können sie nicht den vollkommenen Zusammenhang verstehen. Es verhält sich ähnlich wie Joseph, in Ägypten, der seine zu ihm kommenden Brüder erkannte, während sie ihn aber nicht erkannten (vgl. 1.Mose 42,7a.8).
 
1.Mose 42,7a.8:
7a Und er sah sie an und erkannte sie, aber er stellte sich fremd gegen sie …
8 Aber wiewohl er sie erkannte, erkannten sie ihn doch nicht.
 
Ein ähnliches Prinzip wird in der Aussage Jesu in Bezug auf das Sprechen in Gleichnissen gegenüber seinen Jüngern deutlich, der sie wissen ließ, dass es ihnen gegeben war die Geheimnisse des Königreichs des Himmels zu verstehen, während es anderen verwehrt blieb (vgl. Matthäus 13,10-13).
 
Matthäus 13,10-13:
10 Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht.
 
Dieses etablierte Licht der Weisheit Gottes inmitten seiner Ekklesia wird dazu führen, dass sein Ruf, wie ein weiteres Mal ertönt, der die Ekklesia in der Sohnschaft Christi und der Kraft seines Rates herausruft. Er ruft uns auf an einen neuen Ort zu treten und sich dort zu positionieren, um dem Gott Israels alle Ehre in der neuen Bewegung der Herrlichkeit Gottes zu geben (vgl. Matthäus 2,15).
 
Matthäus 2,15:
… 15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (vgl. Hosea 11,1): „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“
 
Jede Zuwendung Gottes ist biblisch mit Gnade verbunden, indem sich der ewige „JAHWE“ als der „ICH bin, der ICH bin“ offenbart, wem er sich offenbaren will und zu wem er sprechen will, um auszusenden und zu retten. Diese Gnade ist dem Wort Gottes auch damit verbunden, dass Gott bei uns im Herzen wahrhaftige Demut vorfindet.
 
Wir sind überzeugt, dass dort, wo bei uns echte Demut (Anm.: nicht falsche, selbstgerechte Bescheidenheit, Heuchelei in Form von Lippenbekenntnissen ohne authentische Handlungen) vorzufinden ist, der Geist Gottes Gnade freisetzt, die zu Ernte und der ersehnten Intervention Gottes führt, für die viele bereits seit Jahren beten.
 
Jesus ermutigt uns als seine Jünger Glauben zu haben in Zeiten, die -so wie aktuell weltweit- zutiefst aufwühlend und herausfordernd sind, indem er uns ebenso verspricht bei uns zu sein in allen kommenden Tagen. Es ist unsere Zeit gekommen, uns demütig vor dem HERRN in tiefem Vertrauen, was Glauben ist, auszurichten nach seinem verzehrenden und heiligen Wesen in diesem Jahr, indem wir uns IHM fokussiert nahen (vgl. Johannes 11,40; Lukas 18,7-8 i.V.m. Jakobus 4,6-8).
 
Johannes 11,40:
40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
 
Lukas 18,7-8:
7 Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen?
8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?
 
Jakobus 4,6-8:
… 6 und gibt umso reichlicher Gnade? Darum heißt es (vgl. Sprüche 3,34): „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“
7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
8 Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.
 
Es wird in diesem Jahr bei vielen Gläubigen darum gehen sich zu entscheiden, ob sie sich in der Zukunft zu den Jüngern zählen, die sich dem Heiligen Israels unterstellen, Altes loslassen und aufmachen, um ausgesendet zu werden oder zur zahlenmäßig größeren Gruppe von Menschen zählen werden, die Zeugen der Bewegung von der Herrlichkeit der Ekklesia sind.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm

Mit der diesjährigen Jahreslosung aus Offenbarung 21,5a für 2026, worin es heißt: „Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!“ sind wir als Ekklesia aufgerufen, das von Gott freigesetzte „Neue“, das er für diese und die kommende Zeit hervorbringt, zu erkennen.
 
Dem geht eine neue geistliche Ebene voraus, die Gott durch sein Wort in Form von offenbarender Wahrheit, als ein Licht in Existenz gebracht hat (vgl. 21,1).
 
Offenbarung 21,1:
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
 
Die neue geistliche Ebene und die neu geöffnete Schriftrolle
 
Wir dürfen verstehen, dass dieser Vorgang sich deshalb ähnlich einer Schriftrolle verhält, die von Gott in der Atmosphäre ausgerollt wird, weil alles durch das Wort Gottes geschaffen ist und ohne das Wort Gottes gar nichts gemacht ist (vgl. Sacharja 5,1-2 i.V.m. Johannes 1,3).
 
Sacharja 5,1-2:
1 Und ich hob meine Augen abermals auf und sah, und siehe, da war eine fliegende Schriftrolle.
2 Und er sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe eine fliegende Schriftrolle, die ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.
 
Johannes 1,3:
3 Alle Dinge sind durch dasselbe [Anm.: Wort Gottes] gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
 
Anhand der folgenden zwei Bibelstellen wird dieses Prinzip der Erschaffung Gottes durch sein Wort deutlich, auch wenn diese mit einer ausgedienten Zeit des Himmels verbunden sind (vgl. Jesaja 34,4b; Offenbarung 21,1).
 
Jesaja 34,4b:
… 34b und der Himmel wird zusammengerollt werden wie eine Buchrolle, …
 
Offenbarung 6,14a:
14a Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, …
 
Anhand der Maße der fliegenden Schriftrolle aus Sacharja 5,1-2 und der Aussage Gottes aus Offenbarung 21,1 wird auch das Prinzip der Erschaffung eines „geweihten Raumes“ für die Gegenwart Gottes deutlich, weil ihre Größe die Maße der Vorhalle des Tempels Salomo umfasst (vgl. 1.Könige 6,3).
 
1.Könige 6,3:
3 Und er baute eine Vorhalle vor der Tempelhalle des Hauses, zwanzig Ellen lang nach der Breite des Hauses und zehn Ellen breit vor dem Hause her.
 
Als Heilige der Ekklesia sind wir wiederholt dazu aufgerufen das, was Gott als ausgedient betrachtet zu verlassen, um im irdischen Bereich unter den von ihm neuen Bereich der Verheißung und dem dazugehörigen abdeckenden Himmel zu treten. Es geht geistlich darum, dass „Himmel und Erde“ in Symbiose zu dem von Gott hervorgebrachten Bereich stehen und seine Regierungsherrschaft auf der Erde resonieren lassen.
 
Der neue Himmel und das von Gott erschaffene Neue
 
Dieser „neue Himmel“ bedeutet für uns einen neuen Geistbereich, den nicht wir, sondern Gott als der ewige König hervorbringt, in dem wir als sein Volk neue Dinge sehen und hören, die wir in dem Bereich des „ausgedienten Himmels“ auf der Erde nicht fähig sind zu erkennen. Das ähnelt der Aussage des Propheten Jesaja, der die Worte Gottes über das Neue, was Gott tat, prophezeite, indem er sagte (vgl. Jesaja 43,19): „Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht?“
 
Diese Frage Gottes durch den Propheten macht für uns deutlich, dass sich das Volk Gottes des Neuen nicht bewusst war und es nicht wahrnehmen konnte. Die Nichtwahrnehmung des Neuen ist ein Hinweis dafür, dass man sich in einem ausgedienten Glaubensmuster bzw. sich wie unter einem „alten Himmel“ befindet und dadurch nicht in der Lage ist, das Neue, was Gott auf der Erde unter dem „neuen Himmel“ tut zu erkennen.
 
Es bedarf hierfür den Wechsel von einem geistlichen Bereich in einen neuen von Gott durch die Kraft seines Wortes hervorgebrachten geistlichen Bereich, so dass die Erde auf den neuen Wandel der Söhne Gottes reagiert. Das geschieht im geistlichen Vorangehen der Heiligen in Christus, die ihr Leben im Heiligen Geist ausrichten, was ihren Wandel offenbart und auch dadurch, als „neue Erde“ die Resonanz des Planes Gottes für diese und die kommende Zeit trägt (vgl. Römer 8,19.21 i.V.m. 1.Korinther 2,9).
 
Römer 8,19.21:
19 Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder [Anm.: Söhne Gottes] offenbar werden. …
 … 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder [Anm.: Söhne] Gottes.
 
1.Korinther 2,9:
9 Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (vgl. Jesaja 64,3): „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“
 
Wenn wir zunehmend als Volk Gottes in der Liebe zu JAHWE als himmlischen Vater unter den „neuen Himmel“ treten, begegnen wir der Einwirkung des Heiligen Geistes in Form eines fliegenden Adlers als eines Muttertiers. Dieser Adler erzeugt lieblich vibrierend durch seine sanft bewegenden Flügel die erforderliche Wärme, so dass wir kühn in der von Gott freigesetzten offenbarenden Wahrheit wandeln, die zu einer gesunden Trennung von Licht und die uns umgebende Finsternis führt.
 
Es ist ein übernatürliches prophetisches Brüten Gottes über der in uns befindlichen Wahrheit des Wortes Gottes, aus der der Geist der Prophetie entspringt (vgl. 1.Mose 1,1-2 i.V.m. Epheser 5,26b; 2.Petrus 1,19-21).
 
Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
1.Mose 1,1-2:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
 
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
 
Das hebräische verwendete Wort für „schweben“ in 1.Mose 1,2 ist „räḥap̅“ und meint ein „sanftes Vibrieren“.
 
Das Flattern der Adlerflügel und das prophetische Wesen Gottes
 
Nach der Passion-Bibelübersetzung umfasst es die größte Fürsorge und Zuneigung der Adlermutter, die mit ihren Flügeln sanft über ihren Jungen flattert, was eine sanfte Wärme erzeugt (vgl. 5.Mose 32,11).
 
5.Mose 32,11:
11 Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt [Anm.: hebr.: räḥap̅], so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flügeln.
 
Diese Fürsorge des prophetischen Wesens Gottes umfasst ein Hinaufbringen aus einem ausgedienten (Anm.: nicht erneuerten) geistlichen Bereich in einen höheren übernatürlichen Bereich, ähnlich wie das Volk Israel nach Ablauf der Zeit von Gott auf seinen Adlerflügeln aus Ägypten herauf in seine Gegenwart getragen wurde (vgl. 2.Mose 19,4).
 
2.Mose 19,4:
4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
 
Wir sollten anerkennen, dass es kein Zufall ist, dass der Seher-Apostel Johannes das Wesen des Adlers vor dem Thron Gottes als Bewegung und nicht als ein Angesicht sah wie die anderen. Gottes Verlangen ist es, prophetisch seinen Ewigkeitsplan in der jeweiligen temporären Zeit in seinem Volk durch die Einwirkung seiner Liebe aus dem Prophetischen auf der Erde hervorzubringen.
 
Offenbarung 4,7:
7 Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.
 
Darin wird die Begründung der Aussage von Paulus erkennbar, der zu den Heiligen in Korinth sprach am meisten nach der Gabe der prophetischen Rede zu streben, dem die Liebe Gottes (Anm.: griech. „agạpē“) vorausgeht.
 
1.Korinther 14,1:
1 Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede!
 
Die Liebe unseres HERRN ist wie das Wärmen eines Adlertieres als Mutter für ihre Küken, die das Nest weiter im Bau ausrichtet, nachdem sie bereits geschlüpft sind, um sie darin für die Zukunft abzusichern. Das prophetische Wesen Gottes ist voll von Gottes Treue, Fürsorge und mütterlichen Tröstungen, um durchzuhalten bis sich alles erfüllt.
 
Hierzu bedarf es einem Verständnis über die Kraft des lebendigen Wortes Gottes, das ein Licht ist, so dass die Richtungsweisung des Heiligen Geistes in unseren Leben offenbar wird, weil Gott beständig ist und stets auf das Zukünftige hinweisend, was in der Ewigkeit bereits besteht (vgl. Psalm 119,105 i.V.m. Prediger 3,14).
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Prediger 3,14:
14 Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll.
 
Es ist die Dynamik des lebendigen Wortes Gottes in Form des Zeugnisses Jesu, das den Wesenszug des fliegenden Adlers trägt, welcher der Geist der Prophetie ist und die prophetische Präsenz des Heiligen Geistes beinhaltet, indem er von Jesus Christus nimmt, der eins mit dem Vater ist (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Das Fliegen des Adlers mit dessen ausgespannten Flügeln weist auf die Erhabenheit der ewigen Pläne Gottes hin, die mit der Bewegung von Raum und Zeit verbunden sind, was wiederum mit Licht im Zusammenhang steht. Dieses prophetische Leuchten kommt der Gegenwart Gottes und des Lammes in der Braut gleich, bei der es sich um den Stadtkomplex des himmlischen Jerusalems handelt, die kein vergängliches Licht, sondern nur das Licht der Ewigkeit in sich trägt (vgl. Offenbarung 21,23).
 
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
 
Möge dieses ewige Licht Gottes in Form des von ihm gegebenen prophetischen Wortes unter dem „neuen Himmel“ und der sich darunter befindenden „neuen Erde“ durch die Braut des Lammes gesprochen werden und dabei einen neuen Raum von Zeit etablieren. Diesen Raum will Gott als der „ICH BIN“ dazu gebrauchen, sich in seiner Kraft oder auch Herrlichkeit zu offenbaren, während wir uns als Ekklesia seiner Rückkehr nähern und auf diesen Moment ausgerichtet leben.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm

Da wir wiederkehrend damit konfrontiert werden, dass bekannte und populäre geistliche Diener zu Fall kommen oder in Skandale verwickelt sind, möchten wir dazu beitragen, anhand der Wahrheit des Wortes Gottes Situationen abzuwägen und solche Fälle im Licht zu betrachten.
 
Zunächst ist jede Form von Sündhaftigkeit und Abwendung von der Wahrheit des Wortes im Leib Christi gefährlich und für niemanden segensreich. Demnach mögen wir als Heilige in Christus mit hoher Emotionalität und starker Bewertung einzelner Ereignisse darauf reagieren, jedoch ist es von größter Bedeutung die Heiligung und Heiligkeit Gottes im Fokus zu haben. Nach Jakobus 3,17 ist der weise Umgang mit dem, was wir vom Hörensagen oder selbst aus „erster Hand“ als Quelle bestmöglich in Bezug auf Glieder des Leibes Christi erfahren mit Reinheit vorzugehen.
 
Jakobus 3,17:
17 Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
 
Der HERR macht alles neu!
 
Gemäß der aktuellen Jahreslosung für 2026, worin es darum geht, dass unser HERR alles neu macht, verbunden mit dem Himmel und der Erde, geht es um ein geistliches Prinzip. Hierfür bleibt es nicht aus, dass Gott Erschütterungen zulässt, die gemäß seinem Wort dazu gesetzt sind, zu größerer Herrlichkeit beizutragen (vgl. Hebräer 12,26-27 i.V.m. Haggai 2,6-8).
 
Hebräer 12,26-27:
26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (vgl. Haggai 2,6): „Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.“
27 Dieses „Noch einmal“ aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann.
 
Haggai 2,6-8:
6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttern.
7 Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth.
8 Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth.
 
Demnach kann unser Fokus nicht auf die Betroffenheit gegenüber Ereignissen liegen, die mit dem Fall von bekannten Dienern im Leib Christi zusammenhängen, weil gemäß Römer 8,28 uns alle Dinge zum Besten dienen müssen und wir uns auch bewähren dürfen. Wir werden in jeder Hinsicht darin geprüft, wie wir uns dazu positionieren, was innerhalb des Königreiches Gottes passiert (vgl. Römer 8,28 i.V.m. 1.Korinther 11,19).
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
1.Korinther 11,19:
19 Denn es müssen ja Spaltungen unter euch sein, damit die Rechtschaffenen unter euch offenbar werden.
 
Diese Prüfungen beinhalten für uns einen Wechsel, je nach Grad unserer Autorität in Bezug auf die Situation, von einer Herrlichkeit zu einer neuen Herrlichkeit Gottes, die wesentlich größer werden soll als die Frühere (vgl. Haggai 2,9 i.V.m. Jakobus 1,3-4).
 
Haggai 2,9:
9 Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.
 
Jakobus 1,3-4:
… 3 und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.
4 Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei.
 
Es ist sehr wichtig, dass wir uns demnach nicht über andere erheben sowie richten, wenn wir nicht in der Verantwortung stehen darauf einzuwirken oder zur Wiederherstellung beitragen können (vgl. Jesaja 11,3b i.V.m. Matthäus 7,1).
 
Jesaja 11,3b:
Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, …
 
Matthäus 7,1:
1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
 
Die Erfordernis von Rat und Zusammenschluss
 
Klar und biblisch fundiert ist, dass wenn geistlicher Missbrauch und Sünden verbunden mit dem Gebrauch geistlicher Gaben sowie Leitung geschehen, gilt für diejenigen, die es betrifft sich Rat zu suchen und die verantwortlichen Leiterschaften und Gläubigen im Zusammenschluss zu informieren, um zu Transparenz und Schutz beizutragen. Ebenso sind alle Leiterschaften vor Gott darin verantwortlich die in ihrem Feld auftretenden Umstände zu prüfen (vgl. 1.Korinther 12,20; 1.Korinther 13,1-7.9 i.V.m. Matthäus 18,15-17).
 
1.Korinther 12,20:
20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.
 
1.Korinther 13:1-7.9:
1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir es nichts nütze.
4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. …
9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.
 
Matthäus 18,15-17:
15 Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt werde.
17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner.
 
Bei der Realisierung eines „giftigen Umstandes“ gilt es mit der Anwendung des „Mehls Gottes“ in Form von Wahrheit und Liebe mit Gerechtigkeit zu binden (vgl. 2.Könige 4,39-41 i.V.m. Matthäus 18,18).
 
2.Könige 4,39-41:
39 Da ging einer aufs Feld, um Kraut zu sammeln, und fand ein Rankengewächs und pflückte sein Kleid voll mit wilden Gurken. Und als er kam, schnitt er es in den Topf zum Gemüse – sie kannten es aber nicht – 40 und legte es den Männern zum Essen vor. Als sie nun von dem Gemüse aßen, schrien sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten es nicht essen.
41 Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat es in den Topf und sprach: Lege es den Leuten vor, dass sie essen! Da war nichts Böses mehr in dem Topf.
 
Matthäus 18,18:
18 Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein.
 
Wenn wir uns als Glieder des Leibes, als die Ekklesia in dieser endzeitlichen Phase daranhalten, geben wir dem Feind keinen Raum uns aufzuhalten durch unnötige Spaltung, Zweifel und Unglauben in Bezug auf die Gnade und Wahrheit Gottes. Es gibt Strukturen von Gemeinden und Diensten, die bedauerlicherweise mehr zu Verwirrung als Zurüstung von Heiligen nach Epheser 4 beitragen, indem sie Menschenehre und „Stardom“ (Anm.: aus dem Englischen eine Form von Ehrerbietung von Dienern im Leib wie bei Stars und Prominenten im säkularen Bereich) stark fördern, was nicht segensreich ist.
 
Wir dürfen uns in unserer uns zugeteilten Verwalterschaft und Dienst im Königreich Gottes reflektieren, inwieweit das auf uns zutrifft und davon umkehren, weil es allein um Christus gehen muss, dem wir Rechenschaft ablegen für alles, was wir tun (2.Korinther 5,10).
 
2.Korinther 5,10:
10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.
 
Wir dürfen verstehen, dass wir verantwortlich bleiben und wachend und betend sind bis zur Ankunft unseres HERRN, der mit seinen Heiligen nur Gutes im Sinn hat (Jakobus 4,17; Jakobus 5,9 i.V.m. Matthäus 12,35-37).
 
Jakobus 4,17:
17 Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde.
 
Jakobus 5,9:
9 Seufzt nicht widereinander, liebe Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür.
 
Matthäus 12,35-37:
35 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz.
36 Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben.[a]
37 Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
 
Es geht Gottes Geist darum, dass wir ergreifen, was er an neuen Dingen bereithält, um die Feinde ihm zu Füßen zu legen und nicht von den Feinden Gottes überwältigt zu werden, was keine Herrlichkeit beinhaltet (vgl. Jesaja 43,19 i.V.m. Psalm 149,6-9).
 
Jesaja 43,19:
19 Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.
 
Psalm 149,6-9:
6 Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen halten, 7 dass sie Vergeltung üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern, 8 ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, 9 dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie geschrieben ist.
Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!
 
Die größere Herrlichkeit, die Gott mit allem beabsichtigt, umfasst eine Versetzung, die dem Vorgang eines sich drehenden Wasserrades ähnelt, bei der das Wasser aus einer unteren Ebene in eine höhere Ebene gebracht wird. Hierbei wird die Wahrheit des Wortes Gottes in uns in einen größeren Erkenntnisbereich geführt, der zu offenbarender Wahrheit in uns führen soll. Durch diesen Vorgang wird ebenso die Spreu vom Weizen im geistlichen Zusammenhang getrennt, wenn wir es zulassen (vgl. Matthäus 3,12).
 
Matthäus 3,12:
12 Er [Anm.: Jesus Christus] hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.
 
Der Wandel auf einer neuen geistlichen Ebene des Himmels und die apostolische Lehre
 
Wenn wir dazu bereit sind, trägt es dazu bei, dass wir als Heilige in Christus in unserem Geist auf einer neuen geistlichen Ebene des Himmels wandeln, während wir uns weiterhin auf der Erde im Leib Christi bewegen, um den Willen des Sohnes Jesus Christus, als unser Haupt, zu dem wir hinwachsen, zur Ehre des Vaters zu tun (vgl. Epheser 4,15-16).
 
Epheser 4,15-16:
15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, 16 von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe.
 
Deshalb dürfen wir als Glieder des Leibes Christi Zusammenschluss verstehen lernen, weil es uns klar aufzeigt, worin wir Zugang haben und Betroffenheit in Situationen nüchtern geprüft werden muss, was den Leib schützt und dem Widersacher wenig Anlass zu Zerstörung geben kann.
 
Wir sind in der apostolischen Lehre dazu deutlich ermahnt nach dem Wort Gottes zu prüfen, was mit prophetischem Dienen verbunden ist, als auch unsere Zunge richtig einzusetzen gemäß 1.Thessalonicher 5,19-22. Wenn schlimme Ereignisse, von denen wir hören, geschehen, die geistliche Diener oder Gemeinden betreffen, neigen Christen zu vielen Reaktionen, die sie mit ihrem Reden oder kommentieren in sozialen Beiträgen ausdrücken.
 
1.Thessalonicher 5,19-22:
19 Den Geist dämpft nicht. 20 Prophetische Rede verachtet nicht.
21 Prüft aber alles und das Gute behaltet.
22 Meidet das Böse in jeder Gestalt.
 
Jedoch ist der Maßstab des HERRN darin deutlich, dass wir darin sehr vorsichtig und weise sein sollten, um dem Leib nicht unnötig zu schaden. Können wir -außer unserem Gebet im Heiligen Geist- nicht effektiv etwas zur Wiederherstellung oder konkret zu Transparenz beitragen, dann sollten wir gemäß der Wahrheit des Wortes Gottes nur so viel sprechen, wie es Gott ehrt, der den Betroffenen womöglich Gnade im Aufstehen geben will (vgl. Jakobus 3,6 i.V.m. Sprüche 24,16-17).
 
Jakobus 3,6:
6 Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. So ist die Zunge unter unsern Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und zündet die ganze Welt an und ist selbst von der Hölle entzündet.
 
Sprüche 24,16-17:
… 16 denn ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Gottlosen versinken im Unglück.
17 Freue dich nicht über den Fall deines Feindes, und dein Herz sei nicht froh über sein Unglück; …
 
Die Nüchternheit des Geistes mit Fokussierung
 
Deshalb bleiben wir nüchtern, voller Fokus auf die größer werdende Herrlichkeit des HERRN in dieser Stunde und im sehnsüchtigen Verlangen nach dem Bräutigam, der uns als Ekklesia zu sich nehmen will, um das Hochzeitsmahl des Lammes zu feiern, mit seiner in gerechten Taten der Heiligen geschmückten Braut, und jede Träne von ihr abzuwischen (vgl. Offenbarung 19,7-8 i.V.m. Offenbarung 21,4-5a).
 
Offenbarung 19,7-8:
7 Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet.
8 Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.
 
Offenbarung 21,4-5a:
… 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5a Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! ...
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm