Wir erfahren in Psalm 18,10-13, dass die Füße des HERRN – JAHWE, unserem Gott, auf Dunkel ruhen und er Finsternis ringsum zu seinem Zelt macht sowie in schwarzen, dicken Wolken verborgen ist.
 
Psalm 18,10-13:
10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.
11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den Fittichen des Windes.
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
13 Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin mit Hagel und Blitzen.
 
Diese Dunkelheit mit der Präsenz des HERRN trägt einen positiven Charakter, der in einem prophetischen Kontext auch mit dem Schwarzen der Pupille des Auges vergleichbar ist. Hierbei geht es für uns als Volk Gottes um das Erkennen der hohen Wege Gottes gemäß Jesaja 55,8-9.
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Und es ist Gott, der Geist ist, worauf uns die Ebene der Atmosphäre in Form des Dunkels und sein Herabkommen als Hinweis dient und hinweist. Der Aussage von Jesus geht der Aufruf zur Anbetung des Vaters voraus (vgl. Johannes 4,24a i.V.m. Johannes 4,23).
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Johannes 4,23:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
 
Das hebräische Wort für „Vater – `āḇ“ und das hebräische Wort für „dunkles Gewölk – `āḇ“ sind phonetisch gleich, jedoch tragen sie unterschiedliche hebräische Anfangsbuchstaben, bei dem es sich im Wort für Vater um das „Aleph – א und im Wort für dunkles Gewölk um das „Ajin – ﬠ handelt.
 
Die Dunkelheit und die Gegenwart des himmlischen Vaters
 
Diese beiden Buchstaben weisen uns demnach in diesem Kontext auf die Sehstärke hin, bei der das Auge und die Pupille eine wichtige Rolle spielen. Es ist das Dunkel, das beim Beginn der Schöpfung eine bedeutende Rolle spielte. Es war diese Finsternis auf der Tiefe bzw. der Urflut liegend, die in eine Transformation wechselte, indem ihr von Gott die „Identität“ des Abends durch die Präsenz des Lichts gegeben wurde, so dass ein neuer Tag beginnen konnte (vgl. 1.Mose 1,2-4).
 
1.Mose 1,2-4:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Bei dem von Gott ausgesprochenen Licht (Anm.: hebr. אוֹר – 'ôr) handelt es sich um die Urquelle des Lichtes, das vom Gott der Lichter kommt (Anm.: entspricht nicht nur dem uns bekannten Licht im natürlichen) und von ihm allein (vgl. Jakobus 1,17).
 
Jakobus 1,17:
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts (Anm.: Lichter/Gestirne), bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.
 
Dieses Licht umfasst zudem Freude. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „'ôr“ mit der Wortschlüsselnummer 220)
 
Das Zusammenwirken von Dunkelheit und Licht
 
Damit verbunden können wir eine Korrelation zwischen der Dunkelheit in Ägypten bei der neunten Plage und dem hellen Schein in Goschen, wo sich das Volk Israel aufhielt, erkennen. Die Finsternis löste keinen greifbaren Schaden aus, jedoch hinderte sie die Ägypter daran ihre Umgebung zu sehen und die Gegenstände sowie Schöpfung in ihrem Umfeld zu erkennen (vgl. 2.Mose 10,22-23).
 
2.Mose 10,22-23:
22 Und Mose reckte seine Hand gen Himmel. Da ward eine so dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage lang, 23 dass niemand den andern sah noch weggehen konnte von dem Ort, wo er gerade war, drei Tage lang. Aber bei allen Israeliten war es licht in ihren Wohnungen.
 
Es kommt im Leben immer wieder mal vor, dass wir die Dinge, die Gott tut nicht richtig erkennen, weil es uns an geistlichem Sehvermögen fehlt, bei der es um die Augen des Herzens geht. Unsere Augen sind nicht der Teil, indem wir sehen, sondern durch unsere Augen dringt Licht in unser Inneres ein, dass wir es als Impulse in Bildern zu Gedanken verarbeiten können, was wir im allgemeinen „sehen“ nennen. Es ist ein komplexer und spannender Vorgang, den uns der Vater mit einem rechten und linken Auge im Gesicht geschenkt hat, sofern wir unser Augenlicht haben, was sich uns aber im geistigen Sinn erst ganz aufschließt.
 
Deshalb ist es für uns als Jünger erforderlich, dass wir um den Geist der Weisheit und Offenbarung bitten, um in der Lage zu sein mit erleuchteten Augen unseres Herzens zu sehen. Darum bitten wir ihn, damit wir Licht ins Dunkel bringen können, um zu erkennen, was Gott bereitet hat und seinem Willen entspricht (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Da das Auge gemäß Lukas 12,34a das Licht des Leibes ist, wenn wir uns in der Heiligkeit Gottes voran bewegen, wird deutlich, dass die Dunkelheit an dem Ort, wo wir uns aufhalten, erleuchtet wird, so dass die von Gott vorbereiteten Dinge sichtbar werden. Auf diese Weise erfüllen wir so den Befehl Jesu, der sagte, dass wir das Licht der Welt sind (vgl. Matthäus 5,14).
 
Lukas 12,34a:
34a Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
 
Matthäus 5,14:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
 
Es ist Gott, der Vater, der uns mit Segnungen umgeben hat, die dazu bestimmt sind, unser Leben zu bereichern. Wenn wir uns jedoch ohne die von ihm gegebene Weisheit und Erkenntnis voran bewegen, kommen uns die Dinge, die uns bereichern sollen, wie Hindernisse vor, weil wir sie nicht sehen.
 
Als Volk Gottes sind wir dazu aufgerufen im Glauben basierend auf der Wahrheit des Wortes Gottes tätig zu werden. Das repräsentiert das Licht, so dass die Vision hervorkommt, die der himmlische Vater in seinem Ewigkeitsplan bereitet hat (vgl. Hebräer 11,1 i.V.m. Jakobus 2,17).
 
Hebräer 11,1:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
 
Jakobus 2,17:
17 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.
 
Möge das Licht aus den Pupillen unserer Augen des Herzens strahlen und unser Umfeld durch die offenbarende Wahrheit erleuchten, so dass gesehen wird, was der Vater bereitet hat (vgl. Psalm 119,105 i.V.m. Sprüche 6,23a).
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Sprüche 6,23a:
23a Denn das Gebot ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht, …
 
Dank seines offenbarenden Lichtes in uns durch die Wahrheit seines Wortes, sind wir befähigt die Segnungen Gottes zu erkennen und dabei anderen behilflich sein, diese zu erkennen, ohne dass sie sich wie ein Hindernis auf dem Weg anfühlen, über das man stolpert.
 
Das offenbarende Licht Gottes und die Wahrheit seines Wortes
 
Wir brauchen die Kraft des Glaubens, die wir durch die prophetische Salbung und die Führung des Heiligen Geistes anwenden, um das Licht des HERRN durch uns leuchten zu lassen (vgl. Offenbarung 3,18 i.V.m. Römer 12,6b; 2. Petrus 1,19-21).
 
Offenbarung 3,18:
18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.
 
Römer 12,6b:
… 6b Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß.
 
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
 
Umso mehr ist es wichtig für die Heiligen im Leib Christi zu beten, dass wir gemeinsam die neuen Dinge, die Gott tut, und Gelegenheiten Vergangenes oder Altes, noch nicht Erneuertes  loszulassen, sehend erkennen können. Nur so wird es uns möglich sein in größerer Einheit, die aus dem prophetischen Geist Gottes gewirkt ist und nicht aus menschlicher Kraft, voranzugehen in der Erntearbeit dieser Zeit.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm

Als Heilige sind wir durch das Leben in Christus Jesus gerecht gemacht und somit der Wahrheit des Wortes Gottes entsprechend fruchtbare Bäume, die an Wasserbächen gepflanzt sind, was mit unserer Bestimmung in Christus verbunden ist (vgl. Römer 8,30; Römer 10,4 i.V.m. Psalm 1,1-3).
 
Römer 8,30:
30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
 
Römer 10,4:
4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Es sind unsere Wurzeln, in Form unseres geistlichen Verlangens, die sich in der Salbung des biblischen-messianischen Judaismus gründen. Dadurch sind wir in der Lage vom Heiligen Geist die verborgene Wahrheit von Christus und dem himmlischen Vater, die sie vom Thronsaal freisetzen, aufzunehmen und geistlich richtig zu verarbeiten, wenn wir uns danach sehnen (vgl. Römer 11,17-18 i.V.m. Jeremia 17,7-8).
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Die Perlen des Königreichs und die geheimnisvolle Präsenz Gottes
 
Sogenannte Perlen des Königreichs werden denen zuteil, die seine offenbarende Wahrheit wertschätzen, die einhergeht mit der verborgenen Weisheit und Erkenntnis in Christus allein (vgl. Matthäus 7,6 i.V.m. Lukas 23,9; Kolosser 2,2b-3).
 
Matthäus 7,6:
6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.
 
Lukas 23,9:
9 Und er [Anm.: Herodes] fragte ihn viel. Er [Anm.: Jesus] aber antwortete ihm nichts.
 
Kolosser 2,2b-3:
…, 2b zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Wie wir wissen, sind Bäume dazu bestimmt, verwurzelt in der Erde zu stehen. Ein geknickter Baum ist meistens angegriffen oder gar vorm Absterben bedroht, da er erst in der Form zu stehen die Äste, seine Baumkrone und eventuelle Früchte tragen kann.
 
Jeremia stellt die Frage gegenüber den falschen Propheten in den Raum, wer von ihnen im Rat des HERRN gestanden hat, was uns verdeutlicht, dass es eine von Demut erfüllte, ehrerbietende Haltung gegenüber Gott braucht, um vor ihm stehen zu können (vgl. Jeremia 23,18).
 
Jeremia 23,18:
18 Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört?
 
Dieses Stehen im Rat des HERRN umfasst die Präsenz des geheimen Wesens Gottes, der in sich verborgen bereits die Antwort auf eine ungelöste Situation hat. Das geheime Wesen Gottes ähnelt der smaragdgrünen Ummantelung des abdeckenden Bundesbogens um ihn und seinen Thron (vgl. Offenbarung 4,3).
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Das macht es für uns als Heilige in Christus erforderlich, dass wir es dem lebendigen Wort Gottes in Form von Prophetie auf der Grundlage der geschriebenen Wahrheit des Wortes Gottes erlauben zu uns zu sprechen. Wir brauchen die Dynamik des Glaubens in unserem derzeitigen Aufenthalt im Geistbereich, so dass wir es dem HERRN erlauben, uns in die Nähe seiner souveränen Regierung zu versetzen.
 
Es verhält sich ähnlich gemäß dem Prinzip aus Lukas 17,6 i.V.m. Offenbarung 4,6, wo es um die Versetzung des Maulbeerbaums in das Meer und um Gottes Regierungssitz als ein gläsernes Meer, wie Kristall, geht.
 
Lukas 17,6:
6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.
 
Offenbarung 4,6:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Sind wir bereit im Rat des HERRN als Bäume der Gerechtigkeit und Pflanzung des HERRN zu stehen?
 
Das Stehen der Bäume der Gerechtigkeit
 
Es erfordert von uns ein vollkommenes Vertrauen gegenüber dem, was wir nicht wissen, weil es sich um die Ebene der Geheimnisse Gottes handelt. Wir können keine Kontrolle für uns beanspruchen, was unserem Verstand oder unseren eigenen Vorstellungen entspricht.
 
Stellen wir uns auch dem HERRN auf die Weise zur Verfügung, dass Menschen, ähnlich wie Zachäus unsere geistliche Treue und Reife zu Gott, als unseren himmlischen Vater, nutzen dürfen? Dafür, dass sie nicht nur das lebendige Wort Gottes – Jesus Christus  – sehen, sondern in eine noch nicht erlebte Qualität von inniger Beziehung mit ihm treten können (vgl. Lukas 19,1-6 i.V.m. Johannes 6,44)?
 
Lukas 19,1-6:
1 Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch.
2 Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich.
3 Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt.
4 Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen.
5 Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.
6 Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.
 
Johannes 6,44:
44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
 
Dieser Prozess geht einher mit einer beschleunigten Reife derer, die es Christus erlauben ihnen näher zu kommen und ihr rationales Denken hingeben, um der Weisheit von oben zu folgen (vgl. Matthäus 19,30 i.V.m. Jakobus 3,17).
 
Matthäus 19,30:
30 Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.
 
Jakobus 3,17:
17 Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
 
Anhand von Moses Bereitschaft von seinem Schwiegervater Jethro Rat anzunehmen, um den Bereich der Gerechtigkeit für die Zukunft im Volk Israel zu garantieren, wird für uns seine Demut deutlich. Mose teilte gemäß dem Rat seines Schwiegervaters Richter auf vier Ebenen ein, bei denen es sich nach 2.Mose 18,19-23 um diese handelte:
 
  1. tüchtige Vorsteher über 1000,
  2. tüchtige Vorsteher über 100,
  3. tüchtige Vorsteher über 50 und
  4. tüchtige Vorsteher über 10.
2.Mose 18,19-23:
19 Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten und Gott wird mit dir sein. Vertritt du das Volk vor Gott und bringe ihre Anliegen vor Gott 20 und tu ihnen die Satzungen und Weisungen kund, dass du sie lehrst den Weg, auf dem sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.
21 Sieh dich aber unter dem ganzen Volk um nach redlichen Leuten, die Gott fürchten, wahrhaftig sind und dem ungerechten Gewinn Feind. Die setze über sie als Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn, 22 dass sie das Volk allezeit richten. Nur wenn es eine größere Sache ist, sollen sie diese vor dich bringen, alle geringeren Sachen aber sollen sie selber richten. So mach dir es leichter und lass sie mit dir tragen.
23 Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was dir Gott gebietet, und dies ganze Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.
 
Die vier Ebenen des Rates von Jethro
 
Diese vier Ebenen gehen im Einklang mit der vierten Position des Geistes des Rates nach Jesaja 11,2, dem ebenfalls die Farbe Grün im siebenfarbigen Regenbogen Gottes zugeordnet ist.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN1, der Geist der Weisheit2 und des Verstandes3, der Geist des Rates4 und der Stärke5, der Geist der Erkenntnis6 und der Furcht des HERRN7.
 
Da Gott Geist sowie ein Gott des Bundes ist und sich vor seinem Thron sowie im Lamm Gottes seine sieben Geister aufhalten, jedoch auch der Regenbogen sich als ein Zeichen des Bundes Gottes aus sieben Farben - rot, orange, gelb, grün, hellblau, dunkelblau, violett - zusammensetzt nach 1.Mose 9,8-17, können diese sieben Farben den sieben Geistern Gottes zugeteilt werden (vgl. Johannes 4,24, Jesaja 11,2 i.V.m. Offenbarung 4,5; Offenbarung 5,6).
 
Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN1, der Geist der Weisheit2 und des Verstandes3, der Geist des Rates4 und der Stärke5, der Geist der Erkenntnis6 und der Furcht des HERRN7.
 
Offenbarung 4,5:
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Anhand der o.g. Erklärung ergibt sich folgende Farbzuteilung der sieben Geister Gottes:
 
  1. Geist des HERRN => Rot
  2. Geist der Weisheit => Orange
  3. Geist des Verstandes => Gelb
  4. Geist des Rates => Grün
  5. Geist der Stärke => Hellblau
  6. Geist der Erkenntnis => Indigo/Dunkelblau
  7. Geist der Furcht des HERRN => Violett.
Erst nachdem Jethro die Intervention Gottes für das Volk Israel gegenüber den Ägyptern anerkannte und JAHWE, den Gott Israels verherrlichte, wurde der Rat Jithros gegenüber Mose freigesetzt. Dadurch kam es zu einer Entlastung und größeren Effektivität im Dienst für Mose, um den vielen Menschen helfen zu können (vgl. 2.Mose 18,10-12).
 
2.Mose 18,10-12:
10 Und Jitro sprach: Gelobt sei der HERR, der euch errettet hat aus der Ägypter und des Pharao Hand.
11 Nun weiß ich, dass der HERR größer ist als alle Götter; denn er hat das Volk aus der Ägypter Hand errettet, weil sie vermessen an Israel gehandelt haben.
12 Und Jitro, Moses Schwiegervater, brachte Gott ein Brandopfer und Schlachtopfer dar. Da kamen Aaron und alle Ältesten von Israel, um mit Moses Schwiegervater das Mahl zu halten vor Gott.
 
Anhand dessen wird für uns als ein Prinzip deutlich, dass wahrer Lobpreis und das Stehen vor Gott in Gerechtigkeit zur Freisetzung übernatürlichen Rates beitragen. Das kommt dadurch zustande, indem anerkennende Dankbarkeit und aufrichtige, gerechte Haltung des Herzens uns in den Raum des Rates oder auch der Geheimnisse Gottes versetzen, um seinen Rat in Demut empfangen zu können. Menschen kennen die Schwierigkeit Rat anzunehmen, wenn wir dabei ein verschlossenes, undankbares und schlimmstenfalls hochmütiges Herz haben, was uns davor verschließt.
 
Die geöffnete Tür und der göttliche Rat in Form einer Schriftrolle
 
Die durch Jethro vier erwähnten Ebenen der Gerechtigkeit in Form der tüchtigen Vorsteher, die bei Rechtsfragen das Volk Israel unterstützen sollten, gegenüber Mose tragen in sich ein Geheimnis in Christus Jesus, der unsere Tür zur Weisheit und Erkenntnis ist (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Kolosser 2,2b-3).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein-und ausgehen und Weide finden.
 
Kolosser 2,2b-3:
…, 2b zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Die Zahl „4“ ist mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“ verbunden, der unter anderem „Tür“ bedeutet und eine „geöffnete Zelttür“ darstellt. Dieser Rat ähnelt einer Schriftrolle, die der HERR durch seine ausgesandten Engel freisetzt. Diese gilt es für uns zu verinnerlichen, so dass wir mit Offenbarungserkenntis tätig werden.
 
Die Offenbarungserkenntis setzt sich durch die Intervention des Heiligen Geistes in uns frei, der uns die für uns noch verschlüsselte Wahrheit aufschließt, so dass wir diese in Form von Rat in unserer Zukunft anwenden können (vgl. Hesekiel 3,1-4; Offenbarung 10,8-11 i.V.m. Johannes 16,13).
 
Hesekiel 3,1-4:
1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iss, was du vor dir hast! Iss diese Schriftrolle und geh hin und rede zum Hause Israel!
2 Da tat ich meinen Mund auf und er gab mir die Rolle zu essen 3 und sprach zu mir: Du Menschenkind, du musst diese Schriftrolle, die ich dir gebe, in dich hineinessen und deinen Leib damit füllen. Da aß ich sie und sie war in meinem Munde so süß wie Honig.
4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, geh hin zum Hause Israel und verkündige ihnen meine Worte.
 
Offenbarung 10,8-11:
8 Und die Stimme, die ich vom Himmel gehört hatte, redete abermals mit mir und sprach: Geh hin, nimm das offene Büchlein aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!
9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! Und er sprach zu mir: Nimm und verschling es! Und es wird dir bitter im Magen sein, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.
10 Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und verschlang es. Und es war süß in meinem Mund wie Honig, und als ich es gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.
11 Und mir wurde gesagt: Du musst abermals weissagen von Völkern und Nationen und Sprachen und vielen Königen.
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Wir benötigen in dieser beschleunigten Zeit die Offenbarungserkenntis Gottes, die sich durch die Vermittlung des Heiligen Geistes in uns manifestiert, um unseren Auftrag als Ekklesia ausführen zu können. Die bisherigen oder früheren Bewegungen sind vorbei, jedoch ist eine neue vom Vater freigesetzt, um das neue Zeitalter des Königreiches Gottes überall in Kraft hinzutragen, wo wir in Christus dazu bestimmt sind.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm

Als Ekklesia sind wir dazu aufgerufen sowie berufen im Beziehungsreich der Braut bzw. Frau des Lammes Gottes das Werk des HERRN eifrig und fleißig umzusetzen. Eine passive und nachlässige Haltung bringt uns in den Bereich der Gerichtsbarkeit Gottes.
 
Was einigen Gläubigen nicht bewusst ist, dass bei aller Anwendung der Gnade Gottes eine passive oder säumige Haltung zur Folge hat, dass es zur Ausführung des Urteils Gottes in dieser Angelegenheit kommt (vgl. Jeremia 48,10a).
 
Jeremia 48,10a:
10a Verflucht sei, wer des HERRN Werk lässig tut; …
 
Wenn im Wort Gottes von einem Fluch des HERRN die Rede ist, umfasst das eine Konsequenz in Form von einer Prophezeiung über die gegenwärtigen Realitäten und deren zerstörerische Auswirkung in der Zukunft.
 
Die „tüchtige Frau“ und der „A-Ton“
 
Anhand von Sprüche 31,10 ff., dessen Verse nach dem hebräischen Alphabet zugeordnet sind, legte der Heilige Geist seinen Schwerpunkt auf die Verse 10 und 25. Der Vers 10 ist hierbei mit dem hebräischen Buchstaben „א – Aleph“ und der Vers 25 dem Buchstaben „ע – Ajin“ verbunden.
 
Sprüche 31,10 (Rev. Elberfelder):
10 Eine tüchtige Frau – wer findet sie? Weit über Korallen [Anm.: Perlen] geht ihr Wert.
 
Sprüche 31,25:
25 Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.
 
Diese beiden Buchstaben weisen uns demnach in diesem Kontext auf die prophetische Sehkraft der „tüchtigen Frau“ als „Braut/Frau des Lammes“ hin, um das Neue, das Gott tut zu erkennen und auszusprechen (vgl. Jesaja 48,6a.c).
 
Jesaja 48,6a.c:
6a.c Das alles hast du gehört und siehst es … Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest.
 
In den genannten Versen aus Sprüche 31 liegt der Aufruf verborgen, dass es einen Beginn geben soll, da diese hebräischen Buchstaben A-Laute sind und Jesus sowie auch Gott, der Allmächtige sich als das Alpha und Omega bezeichnen. Sie sind mit dem Ersten und Letzten sowie dem Anfang und Ende verbunden (vgl. Offenbarung 1,8; Offenbarung 22,13).
 
Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Offenbarung 22,13:
13 Ich [Anm.: Jesus Christus] bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
 
Markant ist für uns, dass das hebräische Wort für „tüchtig“ das Wort „ḥajil“ ist und unter anderem „Kraft, Vermögen, Heer“ bedeutet (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „ḥajil – tüchtig“ mit der Wortschlüsselnummer: 2485)
 
Es ist kein Zufall, dass es sich bei Sprüche 31,10 um eine Frage in Bezug auf die „tüchtige Frau“ handelt, weil sie eben nicht leicht zu finden ist. Wir können darin erkennen, dass sie aus einem hohen Geistbereich agiert, indem sie von dort herabkommt und über dem irdischen Bereich schwebt, ohne diesen zu berühren (vgl. Offenbarung 21,10).
 
Offenbarung 21,10:
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, …
 
Die „tüchtige Frau“ bewegt sich ähnlich wie der Geist Gottes zur Zeit der Taufe von Jesus, als er in Form einer Taube auf Jesus herabkam. Darüber hinaus kann man ihre Bezeichnung auch mit der bereits zuvor erwähnten „Frau des Lammes“ gleichsetzen, bei der es sich um ein positives geistliches Fürstentum mit dem Namen „Jeruschalajim – Doppeljerusalem – doppelte Gründung des Friedens“ handelt. Es ist diese viereckige, wie ein Würfel präsente Stadt, die aus reinem Gold wie Glas besteht und das Strukturgebilde der ersten Liebe als Braut bzw. Frau des Lammes trägt (vgl. Matthäus 3,16 i.V.m. Offenbarung 21,9.16.18).
 
Matthäus 3,16:
16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.
 
Offenbarung 21,9.16.18:
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. …
16 Und die Stadt ist viereckig angelegt und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich. …
18 Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas.
 
Die Stadt ist das himmlische bzw. messianische Jerusalem, in das uns Christus in zwölf verschiedenen Charakteren Zugang gewährt. Dieser entspricht den zwölf zugeteilten Engeln der zwölf Stämme Israels, die in einer Allianz von jeweils drei in den Toren stehen, die den vier Winden zugeordnet sind (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Offenbarung 21,10-13.21a).
 
Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Offenbarung 21,10-13.21a:
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; 12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. …
21a Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, …
 
Die „tüchtige Frau des Lammes“, bewegt sich wie eine Windsbraut in Form eines Wirbelwindes mit ihrem weißen Leinenkleid im Geistbereich über der Erde voran und manifestiert die Gerechtigkeit Gottes mit ihren von Gott zugteilten Engelsheerscharen (vgl. Jeremia 23,19 i.V.m. Offenbarung 19,8).
 
Jeremia 23,19:
19 Siehe, ein Sturmwind des HERRN, ⟨sein⟩ Grimm, ist hervorgebrochen, ein wirbelnder Sturmwind; auf den Kopf der Gottlosen wirbelt er herab.
 
Offenbarung 19,8:
8 Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.
 
Die „Sänfte Salomos“ und die Regierungsruhe Gottes
 
Diese drehende Bewegung des Wirbelwindes in Form eines Rings bzw. Kreises kommt der Sänfte Salomos gleich, die sich in vollem Gehorsam und der Heiligkeit des Herzens dem HERRN gegenüber ausdrückt. Dieser Ausdruck entspricht dem Duft von Myrrhe und Weihrauch. Die rotierende Bewegung ist von Engeln begleitet, die der Allianz der genannten „sechzig Helden“ ähneln, die den drehenden Rädern des Thronwagens Gottes gleichen, die voller Augen sind (vgl. Hohelied 3,6-8 i.V.m. Hesekiel 1,16.18).
 
Hohelied 3,6-8:
6 Was steigt da herauf aus der Wüste wie ein gerader Rauch, wie ein Duft von Myrrhe, Weihrauch und allerlei Gewürz des Krämers?
7 Siehe, es ist die Sänfte Salomos; sechzig Starke [Anm.: Helden] sind um sie her von den Starken in Israel.
8 Alle halten sie Schwerter und sind geübt im Kampf; ein jeder hat sein Schwert an der Hüfte gegen die Schrecken der Nacht.
 
Hesekiel 1,16.18:
16 Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war. …
18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
 
Das Emporkommen der „Sänfte des Friedens“ (Anm.: „Salomo“ bedeutet „der Friedreiche, Mann der Ruhe“) ist ein Hinweis auf die Manifestation der Kraft des Wortes Gottes, die ihre Grundlage auf dem uneingeschränkten „Ja!“ der Braut zu ihrem Bräutigam Jesus Christus hat und aus der Regierungsruhe und Intimität Gottes agiert. Das umfasst für uns als Volk Gottes im Zustand einer höheren Ebene des Glaubens und des Triumphs Christi zu leben.
 
Der kontinuierliche „Aufenthalt“ an diesem Ort der Ruhe setzt voraus, dass man zuvor durch verschiedene Ebenen persönlicher Durchbrüche, vom seelischen in den geistigen Bereich, gegangen ist und in Herausforderungen seine eigenen Vorstellungen losgelassen hat. Das ermöglicht einem Gläubigen in herausfordernden, bedrängenden Umständen in Christus zu regieren.
 
Darüber hinaus ist die regierende Ruhe eine Ebene des Ruhens im Vater in der Sohnschaft Christi mit dem reifen Verständnis, dass er der über alles regierende Herrscher ist und einem die Freiheit zuteilt bzw. übertragen hat mit ihm gemeinsam zu regieren. Daraus resultiert, dass wir in der Dimension des tiefen Vertrauens und Friedens – Shaloms im Heiligen Geist leben.
 
Die kraftvolle Armee des Geistes
 
Hierbei offenbart sich die Braut als eine kraftvolle Armee des Geistes, die mit dem Übernatürlichen vertraut ist und aus dem Geistbereich auf die Erde in ihrer von Gott gegebenen Herrlichkeit einwirkt. Das geschieht durch ihre vom Geist eingehauchten prophetischen Erlässe im Erkennen der Pläne Gottes.
 
Ihre Intervention auf der Erde geht mit der Bestätigung des Wortes Gottes einher, ähnlich wie beim Ertönen der Stimme des himmlischen Vaters zur Zeit der Taufe und Transfiguration Jesu (vgl. Hohelied 6,4 i.V.m. Epheser 6,12; Lukas 3,22 i.V.m. Lukas 9,35).
 
Hohelied 6,4:
4 Du bist schön, meine Freundin, wie Tirza, lieblich wie Jerusalem, gewaltig wie ein Heer.
 
Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
Lukas 3,22:
… 22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.
 
Lukas 9,35:
35 Und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein auserwählter Sohn; den sollt ihr hören!
 
Darüber hinaus sind wir durch die rotierende Bewegung der „Sänfte Salomos“ dazu aufgerufen, ausgediente Vorgehensweisen zu beenden, bestehende Projekte zum guten Abschluss zu bringen und uns in der Perspektive Gottes in Form eines neuen Vorhabens zu positionieren. Hierbei geht es auch um verpasste Möglichkeiten, die wieder aufgegriffen werden.
 
Durch ihren Wandel in der Gerechtigkeit ihres Bräutigams schreitet sie, wie die Prophetin Miriam im Reigentanz in Freude und voller Zuversicht in die Zukunft voran (vgl. 2.Mose 15,20).
 
2.Mose 15,20:
20 Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen.
 
Selbst, wenn ihr Feinde in der Zukunft entgegenstehen, tritt sie in das Gelächter ihres großen Gottes ein, der sie in Souveränität leitet. Es ist der HERR, der die Ekklesia dazu veranlasst sich in Form der „wirbelnden Windbraut“ in seinem Schrecken gegenüber den Feinden zu offenbaren (vgl. Sprüche 31,25 i.V.m. Psalm 2,4-5).
 
Sprüche 31,25:
25 Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.
 
Psalm 2,4-5:
4 Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.
5 Einst wird er mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken: …
 
Das hat zur Folge, dass die Bewegung des Widersachers gehemmt wird, was dem Blockieren der Wagenräder des Heeres des Pharaos gleichkommt, während dieser das Volk Israel bedrängte.
 
Das Zusammenwirken der Ekklesia mit dem von Gott gesetzten Zeitpunkt
 
Hierbei kooperiert die Ekklesia mit dem von Gott festgelegten Zeitpunkt und der Manifestation seines von ihm ausgehenden Schreckens sowie der Kraft der vier Winde und deren Abnahme in Windstärke gegenüber dem Feind (vgl. 2.Mose 14,21.24-25).
 
Exodus 14,21.24-27:
21 Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken und die Wasser teilten sich. …
24 Als nun die Zeit der Morgenwache kam, schaute der HERR auf das Heer der Ägypter aus der Feuersäule und der Wolke und brachte einen Schrecken über ihr Heer 25 und hemmte die Räder ihrer Wagen und machte, dass sie nur schwer vorwärts kamen. Da sprachen die Ägypter: Lasst uns fliehen vor Israel; der HERR streitet für sie wider Ägypten.
26 Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus über das Meer, dass das Wasser wiederkomme und herfalle über die Ägypter, über ihre Wagen und Männer.
27 Da reckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in sein Bett, und die Ägypter flohen ihm entgegen. So stürzte der HERR sie mitten ins Meer.
 
Es sind die vier Winde in ihrer Stärke, die je nach Auftrag der Ekklesia den Weg bahnen und zugleich den Widersacher mit seiner Armee in dieser Sicherheit wiegen lassen, um zum richtigen Zeitpunkt in ihrer Windstärke abzunehmen, so dass es zu einem großen Rückschlag im Lager des Feindes kommt.
 
Dieser Moment dient zur Vorbereitung der Ekklesia als „wirbelnde Windsbraut“, um dem kommenden Tag, also der Zukunft in voller Zuversicht zuzulachen und die Pläne Gottes zu erlassen (vgl. Sprüche 31,25 i.V.m. 2.Mose 15,1.21).
 
Sprüche 31,25:
25 Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.
 
2.Mose 15,1.21:
1 Damals sangen Mose und die Israeliten [Anm.: die Söhne Israels] dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt. …
21 Und Mirjam sang ihnen [Anm.: den tanzenden Frauen mit Tamburinen] vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt.
 
Wir möchten klarstellen, dass es sich hierbei um das einheitliche Voranschreiten zwischen den Geschlechtern von Mann und Frau innerhalb der Ekklesia handelt, die harmonisch und in Einheit zusammenwirken. Diese Übereinkunft ähnelt dem Lied von Mose als Schaliach – Apostel bzw. Gesandter mit den Söhnen Israels (Anm.: apostolische Sphäre) und der Prophetin Mirjam mit den Frauen (Anm.: prophetische Sphäre) in „rotierender Bewegung“ (Anm.: Reigentanz), die auf ihren Tamburinen als rundes Musikinstrument schlugen.
 
Wir können diese Koalition auch als ein Muster des Thronwagens Gottes betrachten, bei dem ein Rad im anderen rotierte und ihre Felgen voller Augen waren (vgl. Hesekiel 1,16.18; Hesekiel 10,10).
 
Hesekiel 1,16-18:
16 Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war. …
18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
 
Hesekiel 10,10:
… 10 und alle vier sahen eins wie das andere aus; es war, als wäre ein Rad im andern.
 
Zusammenfassend ist es unsere Entscheidung, inwieweit wir ein Teil der herrlichen Ekklesia sind, die sich völlig ergeben im geistlichen Kampf im Triumph Christi zur Verfügung stellt die Maßstäbe Gottes erfüllen zu wollen durch die Kraft des Heiligen Geistes. Erst durch die Führung des Geistes Gottes werden wir befähigt Altes loszulassen, um die Aufträge und Gaben des Vaters auszuüben, wie Jesus dies tat.
 
Es ist eine Zeit zu klären, worin wir uns bewegen wollen: In der Kraft der Seele, die jederzeit ermüden kann oder in der Kraft des Geistes, die immerzu erneuert wird?
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm