Die Manifestation der Finsternis der Gegenwart Gottes

Wir erfahren in Psalm 18,10-13, dass die Füße des HERRN – JAHWE, unserem Gott, auf Dunkel ruhen und er Finsternis ringsum zu seinem Zelt macht sowie in schwarzen, dicken Wolken verborgen ist.
 
Psalm 18,10-13:
10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.
11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den Fittichen des Windes.
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.
13 Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin mit Hagel und Blitzen.
 
Diese Dunkelheit mit der Präsenz des HERRN trägt einen positiven Charakter, der in einem prophetischen Kontext auch mit dem Schwarzen der Pupille des Auges vergleichbar ist. Hierbei geht es für uns als Volk Gottes um das Erkennen der hohen Wege Gottes gemäß Jesaja 55,8-9.
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Und es ist Gott, der Geist ist, worauf uns die Ebene der Atmosphäre in Form des Dunkels und sein Herabkommen als Hinweis dient und hinweist. Der Aussage von Jesus geht der Aufruf zur Anbetung des Vaters voraus (vgl. Johannes 4,24a i.V.m. Johannes 4,23).
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Johannes 4,23:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
 
Das hebräische Wort für „Vater – `āḇ“ und das hebräische Wort für „dunkles Gewölk – `āḇ“ sind phonetisch gleich, jedoch tragen sie unterschiedliche hebräische Anfangsbuchstaben, bei dem es sich im Wort für Vater um das „Aleph – א und im Wort für dunkles Gewölk um das „Ajin – ﬠ handelt.
 
Die Dunkelheit und die Gegenwart des himmlischen Vaters
 
Diese beiden Buchstaben weisen uns demnach in diesem Kontext auf die Sehstärke hin, bei der das Auge und die Pupille eine wichtige Rolle spielen. Es ist das Dunkel, das beim Beginn der Schöpfung eine bedeutende Rolle spielte. Es war diese Finsternis auf der Tiefe bzw. der Urflut liegend, die in eine Transformation wechselte, indem ihr von Gott die „Identität“ des Abends durch die Präsenz des Lichts gegeben wurde, so dass ein neuer Tag beginnen konnte (vgl. 1.Mose 1,2-4).
 
1.Mose 1,2-4:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Bei dem von Gott ausgesprochenen Licht (Anm.: hebr. אוֹר – 'ôr) handelt es sich um die Urquelle des Lichtes, das vom Gott der Lichter kommt (Anm.: entspricht nicht nur dem uns bekannten Licht im natürlichen) und von ihm allein (vgl. Jakobus 1,17).
 
Jakobus 1,17:
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts (Anm.: Lichter/Gestirne), bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.
 
Dieses Licht umfasst zudem Freude. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „'ôr“ mit der Wortschlüsselnummer 220)
 
Das Zusammenwirken von Dunkelheit und Licht
 
Damit verbunden können wir eine Korrelation zwischen der Dunkelheit in Ägypten bei der neunten Plage und dem hellen Schein in Goschen, wo sich das Volk Israel aufhielt, erkennen. Die Finsternis löste keinen greifbaren Schaden aus, jedoch hinderte sie die Ägypter daran ihre Umgebung zu sehen und die Gegenstände sowie Schöpfung in ihrem Umfeld zu erkennen (vgl. 2.Mose 10,22-23).
 
2.Mose 10,22-23:
22 Und Mose reckte seine Hand gen Himmel. Da ward eine so dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage lang, 23 dass niemand den andern sah noch weggehen konnte von dem Ort, wo er gerade war, drei Tage lang. Aber bei allen Israeliten war es licht in ihren Wohnungen.
 
Es kommt im Leben immer wieder mal vor, dass wir die Dinge, die Gott tut nicht richtig erkennen, weil es uns an geistlichem Sehvermögen fehlt, bei der es um die Augen des Herzens geht. Unsere Augen sind nicht der Teil, indem wir sehen, sondern durch unsere Augen dringt Licht in unser Inneres ein, dass wir es als Impulse in Bildern zu Gedanken verarbeiten können, was wir im allgemeinen „sehen“ nennen. Es ist ein komplexer und spannender Vorgang, den uns der Vater mit einem rechten und linken Auge im Gesicht geschenkt hat, sofern wir unser Augenlicht haben, was sich uns aber im geistigen Sinn erst ganz aufschließt.
 
Deshalb ist es für uns als Jünger erforderlich, dass wir um den Geist der Weisheit und Offenbarung bitten, um in der Lage zu sein mit erleuchteten Augen unseres Herzens zu sehen. Darum bitten wir ihn, damit wir Licht ins Dunkel bringen können, um zu erkennen, was Gott bereitet hat und seinem Willen entspricht (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Da das Auge gemäß Lukas 12,34a das Licht des Leibes ist, wenn wir uns in der Heiligkeit Gottes voran bewegen, wird deutlich, dass die Dunkelheit an dem Ort, wo wir uns aufhalten, erleuchtet wird, so dass die von Gott vorbereiteten Dinge sichtbar werden. Auf diese Weise erfüllen wir so den Befehl Jesu, der sagte, dass wir das Licht der Welt sind (vgl. Matthäus 5,14).
 
Lukas 12,34a:
34a Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
 
Matthäus 5,14:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
 
Es ist Gott, der Vater, der uns mit Segnungen umgeben hat, die dazu bestimmt sind, unser Leben zu bereichern. Wenn wir uns jedoch ohne die von ihm gegebene Weisheit und Erkenntnis voran bewegen, kommen uns die Dinge, die uns bereichern sollen, wie Hindernisse vor, weil wir sie nicht sehen.
 
Als Volk Gottes sind wir dazu aufgerufen im Glauben basierend auf der Wahrheit des Wortes Gottes tätig zu werden. Das repräsentiert das Licht, so dass die Vision hervorkommt, die der himmlische Vater in seinem Ewigkeitsplan bereitet hat (vgl. Hebräer 11,1 i.V.m. Jakobus 2,17).
 
Hebräer 11,1:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
 
Jakobus 2,17:
17 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.
 
Möge das Licht aus den Pupillen unserer Augen des Herzens strahlen und unser Umfeld durch die offenbarende Wahrheit erleuchten, so dass gesehen wird, was der Vater bereitet hat (vgl. Psalm 119,105 i.V.m. Sprüche 6,23a).
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Sprüche 6,23a:
23a Denn das Gebot ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht, …
 
Dank seines offenbarenden Lichtes in uns durch die Wahrheit seines Wortes, sind wir befähigt die Segnungen Gottes zu erkennen und dabei anderen behilflich sein, diese zu erkennen, ohne dass sie sich wie ein Hindernis auf dem Weg anfühlen, über das man stolpert.
 
Das offenbarende Licht Gottes und die Wahrheit seines Wortes
 
Wir brauchen die Kraft des Glaubens, die wir durch die prophetische Salbung und die Führung des Heiligen Geistes anwenden, um das Licht des HERRN durch uns leuchten zu lassen (vgl. Offenbarung 3,18 i.V.m. Römer 12,6b; 2. Petrus 1,19-21).
 
Offenbarung 3,18:
18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.
 
Römer 12,6b:
… 6b Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß.
 
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
 
Umso mehr ist es wichtig für die Heiligen im Leib Christi zu beten, dass wir gemeinsam die neuen Dinge, die Gott tut, und Gelegenheiten Vergangenes oder Altes, noch nicht Erneuertes  loszulassen, sehend erkennen können. Nur so wird es uns möglich sein in größerer Einheit, die aus dem prophetischen Geist Gottes gewirkt ist und nicht aus menschlicher Kraft, voranzugehen in der Erntearbeit dieser Zeit.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm