Das Stehen im Rat des HERRN

Als Heilige sind wir durch das Leben in Christus Jesus gerecht gemacht und somit der Wahrheit des Wortes Gottes entsprechend fruchtbare Bäume, die an Wasserbächen gepflanzt sind, was mit unserer Bestimmung in Christus verbunden ist (vgl. Römer 8,30; Römer 10,4 i.V.m. Psalm 1,1-3).
 
Römer 8,30:
30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
 
Römer 10,4:
4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Es sind unsere Wurzeln, in Form unseres geistlichen Verlangens, die sich in der Salbung des biblischen-messianischen Judaismus gründen. Dadurch sind wir in der Lage vom Heiligen Geist die verborgene Wahrheit von Christus und dem himmlischen Vater, die sie vom Thronsaal freisetzen, aufzunehmen und geistlich richtig zu verarbeiten, wenn wir uns danach sehnen (vgl. Römer 11,17-18 i.V.m. Jeremia 17,7-8).
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Die Perlen des Königreichs und die geheimnisvolle Präsenz Gottes
 
Sogenannte Perlen des Königreichs werden denen zuteil, die seine offenbarende Wahrheit wertschätzen, die einhergeht mit der verborgenen Weisheit und Erkenntnis in Christus allein (vgl. Matthäus 7,6 i.V.m. Lukas 23,9; Kolosser 2,2b-3).
 
Matthäus 7,6:
6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.
 
Lukas 23,9:
9 Und er [Anm.: Herodes] fragte ihn viel. Er [Anm.: Jesus] aber antwortete ihm nichts.
 
Kolosser 2,2b-3:
…, 2b zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Wie wir wissen, sind Bäume dazu bestimmt, verwurzelt in der Erde zu stehen. Ein geknickter Baum ist meistens angegriffen oder gar vorm Absterben bedroht, da er erst in der Form zu stehen die Äste, seine Baumkrone und eventuelle Früchte tragen kann.
 
Jeremia stellt die Frage gegenüber den falschen Propheten in den Raum, wer von ihnen im Rat des HERRN gestanden hat, was uns verdeutlicht, dass es eine von Demut erfüllte, ehrerbietende Haltung gegenüber Gott braucht, um vor ihm stehen zu können (vgl. Jeremia 23,18).
 
Jeremia 23,18:
18 Aber wer hat im Rat des HERRN gestanden, dass er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört?
 
Dieses Stehen im Rat des HERRN umfasst die Präsenz des geheimen Wesens Gottes, der in sich verborgen bereits die Antwort auf eine ungelöste Situation hat. Das geheime Wesen Gottes ähnelt der smaragdgrünen Ummantelung des abdeckenden Bundesbogens um ihn und seinen Thron (vgl. Offenbarung 4,3).
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Das macht es für uns als Heilige in Christus erforderlich, dass wir es dem lebendigen Wort Gottes in Form von Prophetie auf der Grundlage der geschriebenen Wahrheit des Wortes Gottes erlauben zu uns zu sprechen. Wir brauchen die Dynamik des Glaubens in unserem derzeitigen Aufenthalt im Geistbereich, so dass wir es dem HERRN erlauben, uns in die Nähe seiner souveränen Regierung zu versetzen.
 
Es verhält sich ähnlich gemäß dem Prinzip aus Lukas 17,6 i.V.m. Offenbarung 4,6, wo es um die Versetzung des Maulbeerbaums in das Meer und um Gottes Regierungssitz als ein gläsernes Meer, wie Kristall, geht.
 
Lukas 17,6:
6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.
 
Offenbarung 4,6:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Sind wir bereit im Rat des HERRN als Bäume der Gerechtigkeit und Pflanzung des HERRN zu stehen?
 
Das Stehen der Bäume der Gerechtigkeit
 
Es erfordert von uns ein vollkommenes Vertrauen gegenüber dem, was wir nicht wissen, weil es sich um die Ebene der Geheimnisse Gottes handelt. Wir können keine Kontrolle für uns beanspruchen, was unserem Verstand oder unseren eigenen Vorstellungen entspricht.
 
Stellen wir uns auch dem HERRN auf die Weise zur Verfügung, dass Menschen, ähnlich wie Zachäus unsere geistliche Treue und Reife zu Gott, als unseren himmlischen Vater, nutzen dürfen? Dafür, dass sie nicht nur das lebendige Wort Gottes – Jesus Christus  – sehen, sondern in eine noch nicht erlebte Qualität von inniger Beziehung mit ihm treten können (vgl. Lukas 19,1-6 i.V.m. Johannes 6,44)?
 
Lukas 19,1-6:
1 Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch.
2 Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich.
3 Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt.
4 Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen.
5 Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.
6 Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.
 
Johannes 6,44:
44 Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
 
Dieser Prozess geht einher mit einer beschleunigten Reife derer, die es Christus erlauben ihnen näher zu kommen und ihr rationales Denken hingeben, um der Weisheit von oben zu folgen (vgl. Matthäus 19,30 i.V.m. Jakobus 3,17).
 
Matthäus 19,30:
30 Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.
 
Jakobus 3,17:
17 Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
 
Anhand von Moses Bereitschaft von seinem Schwiegervater Jethro Rat anzunehmen, um den Bereich der Gerechtigkeit für die Zukunft im Volk Israel zu garantieren, wird für uns seine Demut deutlich. Mose teilte gemäß dem Rat seines Schwiegervaters Richter auf vier Ebenen ein, bei denen es sich nach 2.Mose 18,19-23 um diese handelte:
 
  1. tüchtige Vorsteher über 1000,
  2. tüchtige Vorsteher über 100,
  3. tüchtige Vorsteher über 50 und
  4. tüchtige Vorsteher über 10.
2.Mose 18,19-23:
19 Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten und Gott wird mit dir sein. Vertritt du das Volk vor Gott und bringe ihre Anliegen vor Gott 20 und tu ihnen die Satzungen und Weisungen kund, dass du sie lehrst den Weg, auf dem sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.
21 Sieh dich aber unter dem ganzen Volk um nach redlichen Leuten, die Gott fürchten, wahrhaftig sind und dem ungerechten Gewinn Feind. Die setze über sie als Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn, 22 dass sie das Volk allezeit richten. Nur wenn es eine größere Sache ist, sollen sie diese vor dich bringen, alle geringeren Sachen aber sollen sie selber richten. So mach dir es leichter und lass sie mit dir tragen.
23 Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was dir Gott gebietet, und dies ganze Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.
 
Die vier Ebenen des Rates von Jethro
 
Diese vier Ebenen gehen im Einklang mit der vierten Position des Geistes des Rates nach Jesaja 11,2, dem ebenfalls die Farbe Grün im siebenfarbigen Regenbogen Gottes zugeordnet ist.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN1, der Geist der Weisheit2 und des Verstandes3, der Geist des Rates4 und der Stärke5, der Geist der Erkenntnis6 und der Furcht des HERRN7.
 
Da Gott Geist sowie ein Gott des Bundes ist und sich vor seinem Thron sowie im Lamm Gottes seine sieben Geister aufhalten, jedoch auch der Regenbogen sich als ein Zeichen des Bundes Gottes aus sieben Farben - rot, orange, gelb, grün, hellblau, dunkelblau, violett - zusammensetzt nach 1.Mose 9,8-17, können diese sieben Farben den sieben Geistern Gottes zugeteilt werden (vgl. Johannes 4,24, Jesaja 11,2 i.V.m. Offenbarung 4,5; Offenbarung 5,6).
 
Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN1, der Geist der Weisheit2 und des Verstandes3, der Geist des Rates4 und der Stärke5, der Geist der Erkenntnis6 und der Furcht des HERRN7.
 
Offenbarung 4,5:
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Anhand der o.g. Erklärung ergibt sich folgende Farbzuteilung der sieben Geister Gottes:
 
  1. Geist des HERRN => Rot
  2. Geist der Weisheit => Orange
  3. Geist des Verstandes => Gelb
  4. Geist des Rates => Grün
  5. Geist der Stärke => Hellblau
  6. Geist der Erkenntnis => Indigo/Dunkelblau
  7. Geist der Furcht des HERRN => Violett.
Erst nachdem Jethro die Intervention Gottes für das Volk Israel gegenüber den Ägyptern anerkannte und JAHWE, den Gott Israels verherrlichte, wurde der Rat Jithros gegenüber Mose freigesetzt. Dadurch kam es zu einer Entlastung und größeren Effektivität im Dienst für Mose, um den vielen Menschen helfen zu können (vgl. 2.Mose 18,10-12).
 
2.Mose 18,10-12:
10 Und Jitro sprach: Gelobt sei der HERR, der euch errettet hat aus der Ägypter und des Pharao Hand.
11 Nun weiß ich, dass der HERR größer ist als alle Götter; denn er hat das Volk aus der Ägypter Hand errettet, weil sie vermessen an Israel gehandelt haben.
12 Und Jitro, Moses Schwiegervater, brachte Gott ein Brandopfer und Schlachtopfer dar. Da kamen Aaron und alle Ältesten von Israel, um mit Moses Schwiegervater das Mahl zu halten vor Gott.
 
Anhand dessen wird für uns als ein Prinzip deutlich, dass wahrer Lobpreis und das Stehen vor Gott in Gerechtigkeit zur Freisetzung übernatürlichen Rates beitragen. Das kommt dadurch zustande, indem anerkennende Dankbarkeit und aufrichtige, gerechte Haltung des Herzens uns in den Raum des Rates oder auch der Geheimnisse Gottes versetzen, um seinen Rat in Demut empfangen zu können. Menschen kennen die Schwierigkeit Rat anzunehmen, wenn wir dabei ein verschlossenes, undankbares und schlimmstenfalls hochmütiges Herz haben, was uns davor verschließt.
 
Die geöffnete Tür und der göttliche Rat in Form einer Schriftrolle
 
Die durch Jethro vier erwähnten Ebenen der Gerechtigkeit in Form der tüchtigen Vorsteher, die bei Rechtsfragen das Volk Israel unterstützen sollten, gegenüber Mose tragen in sich ein Geheimnis in Christus Jesus, der unsere Tür zur Weisheit und Erkenntnis ist (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Kolosser 2,2b-3).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein-und ausgehen und Weide finden.
 
Kolosser 2,2b-3:
…, 2b zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Die Zahl „4“ ist mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“ verbunden, der unter anderem „Tür“ bedeutet und eine „geöffnete Zelttür“ darstellt. Dieser Rat ähnelt einer Schriftrolle, die der HERR durch seine ausgesandten Engel freisetzt. Diese gilt es für uns zu verinnerlichen, so dass wir mit Offenbarungserkenntis tätig werden.
 
Die Offenbarungserkenntis setzt sich durch die Intervention des Heiligen Geistes in uns frei, der uns die für uns noch verschlüsselte Wahrheit aufschließt, so dass wir diese in Form von Rat in unserer Zukunft anwenden können (vgl. Hesekiel 3,1-4; Offenbarung 10,8-11 i.V.m. Johannes 16,13).
 
Hesekiel 3,1-4:
1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iss, was du vor dir hast! Iss diese Schriftrolle und geh hin und rede zum Hause Israel!
2 Da tat ich meinen Mund auf und er gab mir die Rolle zu essen 3 und sprach zu mir: Du Menschenkind, du musst diese Schriftrolle, die ich dir gebe, in dich hineinessen und deinen Leib damit füllen. Da aß ich sie und sie war in meinem Munde so süß wie Honig.
4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, geh hin zum Hause Israel und verkündige ihnen meine Worte.
 
Offenbarung 10,8-11:
8 Und die Stimme, die ich vom Himmel gehört hatte, redete abermals mit mir und sprach: Geh hin, nimm das offene Büchlein aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!
9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! Und er sprach zu mir: Nimm und verschling es! Und es wird dir bitter im Magen sein, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.
10 Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und verschlang es. Und es war süß in meinem Mund wie Honig, und als ich es gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.
11 Und mir wurde gesagt: Du musst abermals weissagen von Völkern und Nationen und Sprachen und vielen Königen.
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Wir benötigen in dieser beschleunigten Zeit die Offenbarungserkenntis Gottes, die sich durch die Vermittlung des Heiligen Geistes in uns manifestiert, um unseren Auftrag als Ekklesia ausführen zu können. Die bisherigen oder früheren Bewegungen sind vorbei, jedoch ist eine neue vom Vater freigesetzt, um das neue Zeitalter des Königreiches Gottes überall in Kraft hinzutragen, wo wir in Christus dazu bestimmt sind.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm