In Zeiten wie diesen, sollten wir als Gemeinde Jesu – ekklēsia“ mit der Sicht Gottes in Übereinstimmung sein und uns keinesfalls von Bedrängnis und Herausforderung davon abbringen lassen, diese Perspektive zu bewahren.
 
Wenn wir uns jedoch in den Umständen des Gegenwärtigen verfangen und nicht auf den von Gott offenbarten festgelegten Plan der Zukunft fokussieren, gelangen wir in den Moment, wo wir die von Gott freigesetzte Dynamik des Glaubens für diese Zeit verpassen. Eine Zeit, die normalerweise dazu bestimmt ist, uns dabei zu unterstützen, die Situation aus einer himmlischen Perspektive zu betrachten.
 
Der Schiedsspruch Gottes und das liebliche Land
 
Wir befinden uns in einer Zeit, die näher betrachtet dem „Schiedsspruch Gottes“ gleichkommt. Dieser Schiedsspruch geht einher mit seinem Recht und der damit verbundenen offenbarenden Wahrheit, die seinen Herzschlag trägt. Darüber hinaus gleicht sein Schiedsspruch dem Los, das auf liebliches Land gefallen ist (vgl. Psalm 16,5-6).
 
Psalm 16,5-6:
5 Der HERR ist mein Gut und mein Teil; du erhältst mir mein Erbteil.
6 Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land; mir ist ein schönes Erbteil geworden.
 
Dieses liebliche Land beinhaltet das Wissen, sich darüber im Klaren zu sein, dass allein der HERR unser Erbe in dieser Zeit ist. Und dieses Erbe ist ein Erbe der geistlichen Dimension, da Gott Geist ist (vgl. Johannes 4,24a).
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Um im Bereich des lieblichen Landes zu wandeln, ist es erforderlich, dass wir uns im richtigen Verbund mit Heiligen befinden, die in erster Linie den Fokus klar auf das Königreich Gottes gesetzt haben, anstelle auf den Wert von zwischenmenschlicher Gemeinschaft oder menschlichen Präferenzen.
 
Wenn wir jedoch die Versammlung innerhalb der Gemeinde vor dem Königreich priorisieren, hat das zur Folge, das die Versammlungsstruktur anstelle der Gegenwart des HERRN bevorzugt wird, was zum Ergebnis führt, dass man in erster Linie nicht durch seine Gegenwart animiert wird, sondern eher Programm bezogen ist, um auf die Bedürfnisse von Menschen einzugehen.
 
In alledem geht es darum, den Willen des Vaters umzusetzen, so wie es Jesus tat, indem er die Werke des Vaters vollbrachte und die Worte des Vaters zu den Menschen sprach. Er kam nicht in seinem eigenen Namen, sondern im Namen des Vaters (vgl. Johannes 5,19.43a; Johannes 14,24b).
 
Johannes 5,19.43a:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. …
43a Ich bin gekommen in meines Vaters Namen und ihr nehmt mich nicht an. …
 
Johannes 14,24b:
… 24b Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.
 
Das bedeutet, dass es nicht um den Namen bzw. die Anerkennung von Diensten oder Menschen geht, sondern einzig und allein um die Gegenwart des Vaters.
 
Der Scheideweg und der große Regen
 
Wir befinden uns als Volk Gottes derzeit an einem Scheideweg, wo es gilt, sich mit dem offenbarenden Licht des „Schiedsspruch Gottes“ für diese Zeit voranzubewegen, um auf diese Weise vom Wesenszug des Vaters ummantelt zu sein, so wie es Jesus sagte als er von der Einheit sprach, die er im Vater hat (vgl. Johannes 17,21).
 
Johannes 17,21:
… 21 damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
 
Dieser Scheideweg wird begleitet von der Hand Gottes und der Gegenwart seiner kraftvollen und offenbarenden Lehre, die allein aus seinem Wort entspringt. Es verhält sich so ähnlich, wie es der Prophet Elija erlebte als er auf dem Berg das kraftvolle Rauschen des großen Regens hörte (vgl. 1.Könige 18,41.44a.45-46 i.V.m. 5.Mose 32,2).
 
1.Könige 18,41.44a.45-46:
41 Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink; denn es rauscht, als wollte es sehr regnen.
44a Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. …
45 Und ehe man sich es versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein großer Regen. Ahab aber fuhr hinab nach Jesreel.
46 Und die Hand des HERRN kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab hin, bis er kam nach Jesreel.
 
5.Mose 32,2:
2 Meine Lehre rinne wie der Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.
 
Dieser „Regen“ geht einher mit dem Geist der Furcht des HERRN und bringt die Propheten, die sich mit der Wahrheit des Wortes Gottes eins gemacht haben in Beschleunigung, um zu „dem Moment“ der Offenbarung Gottes in der Zukunft für die zu werden, die sich durch den Geist des Vaters (Anm.: Heiliger Geist) auf den Weg gemacht haben in die Erweiterung zu treten (vgl. Esra 10,9).
 
Esra 10,9:
9 Da versammelten sich alle Männer von Juda und Benjamin in Jerusalem auf den dritten Tag, den zwanzigsten im neunten Monat. Und alles Volk saß auf dem Platz vor dem Hause Gottes, zitternd wegen der Sache und des strömenden Regens.
 
Der Geist der Furcht des HERRN ist verbunden mit dem Angesicht Gottes in der Facette des Löwen, der den Weg der Weisheit mit apostolischer Qualität eröffnet, so dass das Königtum Gottes auf der Erde an Substanz zunimmt (vgl. Psalm 111,10; Sprüche 9,10).
 
Psalm 111,10:
10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.
 
Sprüche 9,10:
10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.
 
Das Königtum Gottes steht unter anderem im Zusammenhang mit seinem Erbe, das in sich seine Geheimnisse, seine offenbarende Kraft, sein souveränes Handeln und seine ewige Regierung trägt.
 
Das Angesicht Gottes in Form des Löwen bewegt sich mit dem vollen Potential seines Geistes, der mit seinem Licht aus dem „Süden“ den „Norden“ erhellt. Diese Erleuchtung trägt in sich die „Distanz des Lichtes“, die als ein Lichtkegel auf die offenbarende Wegführung Gottes hindeutet.
 
Hierbei setzt der HERR seinen Schwerpunkt auf den richtigen apostolischen Verbund von Gläubigen in der Sohnschaft von Christus, die sich ihm wahrhaftig in der innigen Beziehung mit einem demütigen Herzen hingegeben haben. Das hat zum Ziel, dass man gemeinsam im richtigen apostolischen Zusammenschluss von Heiligen in der vom himmlischen Vater gegebenen Identität, die Gegenwart seines Angesichts trägt und zugleich in seiner von ihm gebenden Offenbarung für diese und die kommende Zeit vorangeht. Dieses Vorangehen bringt Segen für das Umfeld hervor, in dem man sich befindet (vgl. 2.Mose 26,35 i.V.m. 2.Mose 25,37; 3.Mose 24,5-7).
 
2.Mose 26,35:
35 Den Tisch aber setze außen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenüber an die Südseite in der Wohnung, dass der Tisch nach Norden zu steht.
 
2.Mose 25,37:
37 Und du sollst sieben Lampen machen und sie oben anbringen, sodass sie nach vorn leuchten, …
 
3.Mose 24,5-7:
5 Und du sollst feinstes Mehl nehmen und davon zwölf Brote backen – zwei Zehntel soll ein Brot haben – 6 und sollst sie legen in zwei Reihen, je sechs in einer Reihe, auf den Tisch von feinem Gold vor dem HERRN.
7 Und sollst auf sie legen reinen Weihrauch, dass er als Gedenkopfer bei den Broten sei, ein Feueropfer für den HERRN.
 
Aus diesem Grund können wir als vom Heiligen Geist geleitete Jünger erkennen, dass es zu neuen Verbindungen (Anm.: Zusammenschlüssen) im Leib Jesu in der richtigen Fokussierung kommen muss, die mit persönlichen und gemeinschaftlichen Veränderungen verbunden ist.
 
Um ein Segen zu sein, dürfen wir demnach dazu werden, indem wir in der Ehrfurcht des HERRN Buße tun und umkehren, wo wir andere Dinge und humanistische Werte höher geachtet haben, als die Gegenwart Gottes selbst. Wenn wir dies tun, wird der HERR eingreifen und für uns in allem sorgen (vgl. Matthäus 6,33).
 
Matthäus 6,33:
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Shalom liebe Heilige,
 
als einziges deutsches Bundesland feiert Berlin am 08. März den internationalen Frauentag als Feiertag mit vielen weiteren Nationen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Wort von 2013 „Die gegenseitige Anerkennung von Mann und Frau“ sowie auf zwei Prophetien aufmerksam machen. Diese stehen in Verbindung mit einem „neuen Feiertag“ und beinhalten für uns als Volk Gottes in Deutschland eine Strategie.
Bei den prophetischen Worten handelt es sich um ein Wort, das auf CRAZYCHRISTIANS im Jahr 2008 und im Jahr 2009 veröffentlicht wurde.
 
Einleitung

Damit wir in eine größere Einheit im Leib Jesu auf der Erde eintreten können, sehe ich es als wichtig an, dass wir aus der Perspektive unseres Schöpfers und himmlischen Vaters die Sicht des Mannes und der Frau richtig verstehen, so dass wir in der Lage sind uns gegenseitig aus diesem Verständnis heraus ordnungsgemäß zu achten und auch zu ergänzen.

Der Apostel Paulus nahm Bezug auf den geistlichen Leib in Jesus Christus, in dem weder die Nationalität oder das Geschlecht die Hauptrolle spielt, sondern die erste Grundvoraussetzung eines wiedergeborenen Christen sollte es sein zu wissen, dass er ein Kind Gottes ist (vgl. Galater 3,26-28).

Galater 3,26-29:
26 Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.
27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.
29 Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.

Söhne Gottes und Braut Jesu

Es mag paradox klingen aber im Leib Jesu sind wir auf der einen Seite Söhne Gottes und auf der anderen Seite die Braut Jesu, was bedeutet, dass sich der Mann mit der Struktur der Frau und die Frau mit der Struktur des Mannes beschäftigen sollte, um im irdischen Bereich ein richtiges Verständnis vom Leib Jesu und die nötige Ehrerbietung dem anderen Geschlecht gegenüber zu haben (vgl. Römer 8,14-16; 2.Korinther 11,2 i.V.m. Offenbarung 19,7).

Römer 8,14-16 (Rev. Elberfelder):
14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.
15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!
16 Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.

2.Korinther 11,2:
2 Denn ich (Anm.: Paulus) eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte.

Offenbarung 19,7:
7 Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet.

Das richtige Verständnis über Mann und Frau

Es ist notwendig, dass die Männer gemäß dem Wort Gottes ein wahres Verständnis über die Grundstruktur der Frau (Anm.: Eva) und die Frauen über die Grundstruktur des Mannes (Anm.: Adam) haben, um auf diese Weise in der Lage zu sein, eine größere Herrlichkeit auf der Erde vor den Menschen in der Welt zu reflektieren.

Ich bin überzeugt, dass in den kommenden Zeiten gemäß dem Wort Gottes die Einheit zwischen Mann und Frau ein große Rolle spielt, so dass eine größere Herrlichkeit offenbart und in der Welt widergespiegelt wird (vgl. Sprüche 12,4a).

Sprüche 12,4a:
4a Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …

Eine strategische Offenbarung

Ich entnehme für mich persönlich aus der von Gott kreierten Grundstruktur der Beziehung zwischen Mann und Frau folgende Strategie:

Der Mann sollte zuerst die Offenbarung von der Hand und dem Atem des Vaters in Empfang nehmen, um auf diese Weise in der Lage zu sein, ein göttliches Verständnis von Aufrichtung und Einfühlsamkeit zu besitzen (Anm.: zuerst etablierte sich der Tau/ Nebel, dann formte Gottes Hand die irdische Substanz, um sie danach mit seinem Atem zu füllen).
Das heißt, dass der Mann zuerst ein Verständnis von der Struktur der Frau besitzen muss, um sie richtig zu erkennen bzw. zu beurteilen.
In der Grundstruktur wurde Eva von Gott aus Adams Seite/ Rippe (Anm.: Das hebräische Wort für „Seite“ heißt „ȥēla`“ und bedeutet „Brett, Rippe; es bezeichnet auch einen Berghang, die längere Seite der Bundeslade und des Zeltes der Begegnung; die Seite des Altars oder Seiten(stockwerke) am Tempel, Bretter, Tragbalken“) herausgelöst, so dass Adam ihre Knochen (Anm.: auch Empfindungen gemeint) und ihr Fleisch (Anm.: auch ein menschliches Gott zugewandtes Herz gemeint; vgl. Hesekiel 11,19; Hesekiel 36,26= im Sinne eines fleischernen Herzens; das hebräische Wort für „Fleisch“ ist „bāsār“ und meint unter anderem „eine gute Nachricht zu überbringen, zu verkündigen und auch eine neutrale oder gute Nachricht zu überbringen".) erkannte.
Das bedeutet, dass die dem Mann von Gott zugeteilte Frau sozusagen zur Sehne eines Bogens (Anm.: Rippe) wird, von dem Gott seine Offenbarungspfeile abschießt.
Die zugeteilte Frau besitzt das Potential einer tragenden Weite (vgl. Epheser 3,18-19), die Verständnis über Gottes Größe (Anm.: Berghang), das Wesen Jesu (Anm.: die längere Seite der Bundeslade), seine Gegenwart (Anm.: die längere Seite des Begegnungszeltes) und auch sein Herz (Anm.: der Altar) hat.
Diese Weite/ Länge trägt ebenfalls die Erkenntnis der priesterlichen Bewegung von Jesus, die sich von Osten nach Westen bewegt, so wie sich der Priester im Wort Gottes von Osten nach Westen ins Allerheiligste begab, was weiterhin mit der Offenbarungskraft und dem Kommen von Jesus im Zusammenhang steht (vgl. Matthäus 24,27).

Matthäus 24,27:
27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.

Diese Erklärung offenbart uns, dass die Frau eine ähnliche Vision bzw. Dienstcharaktere wie ihr Mann tragen sollte, da die Verheißung aus dem „Boden“ in den Mann von Gottes Hand hinein gewoben wurde, aus dem Eva heraus entstand (vgl. 1.Mose 2,6-7.21-22).

1.Mose 2,6-7.21-22:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. …
21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er
nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch.
22 Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte
sie zu ihm.

Visionsträger und beschleunigte Gebetserhörungen

Das Tragen der ähnlichen Vision von Mann und Frau (Anm.: in Bezug auf die Ehe) ist nach meiner Ansicht notwendig, damit die Frau die richtige Ergänzung sein kann, so wie es Sprüche 12,4a beschreibt.
Das wiederum bedeutet, dass der Mann durch solch eine Übereinstimmung der Frau erlaubt, den höheren Platz einzunehmen, was nicht die höhere Autorität in der Ehe meint, sondern die ihr zustehende Position vor Gott.
Der Mann wird erst durch die Frau „veredelt“ und die Frau benötigt den Mann, um zur „Veredelung“ beizutragen, was bedeutet, dass sie nur gemeinsam die Herrlichkeit Gottes auf der Erde vor der Welt offenbaren können (vgl. Sprüche 12,4a i.V.m. Epheser 5,25).

Sprüche 12,4a:
4 Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; …

Epheser 5,25:
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, …

Wenn diese Anerkennung und Achtung der Ehemänner gegenüber ihren Frauen besteht und auch umgekehrt, führt dies zu beschleunigten Gebetserhörungen (vgl. 1.Petrus 3,7).

1.Petrus 3,7 (Rev. Elberfelder):
7 Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!

Adams Unwissenheit von Geburt und Tod

Um noch tiefer die Gefühlswelt des Mannes und der Frau zu beschreiben, möchte ich an dieser Stelle auf die Erschaffung von Adam und Eva eingehen.
Der erste Mann (Anm.: Adam) auf der Erde kannte keinen irdischen Vater und keine irdische Mutter. Weiterhin besaß er ebenfalls keine Erfahrung von einer irdischen Geburt, dem Tod oder dem Wetteifer unter den Menschen.
Adam war vollkommen unbefangen das Leben Gottes richtig zu verstehen, da er von Gott durch den Tau, seiner Hand und seinen Atem zu einem lebendigen Wesen aus der Erde heraus kreiert wurde (vgl. 1.Mose 2,6-7).

1.Mose 2,6-7:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.

Adam hatte vor dem Sündenfall keine natürliche Regung ums Überleben zu kämpfen, da er von Gott in die ganze Fülle der Wonne hineingesetzt wurde (Anm.: „Eden“ bedeutet „Wonne“; vgl. 1.Mose 2,8).

1.Mose 2,8:
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.

Adam und auch später Eva wussten nicht, was es bedeutete tot zu sein, was möglicherweise auch ein Grund für die Neugier Evas und auch Adams gewesen sein könnte.
Den ersten natürlichen menschlichen Tod und damit verbundenen Schmerz, den sie miterleben mussten, war als ihr gemeinsamer Sohn Abel von Kain ermordet wurde (vgl. 1.Mose 4,8).

1.Mose 4,8:
8 Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.

Gott jedoch erlebte den Schmerz von Tod früher, da er ein „Lamm“ für Adam und Eva schlachtete, um ihre Scham bzw. ihren Fehltritt zu bedecken (vgl. 1.Mose 3,21).

1.Mose 3,21:
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. (Anm.: Um Röcke aus Fellen herzustellen, war es notwendig, dass ein Tier sterben musste.)

Der Sündenfall und das damit geöffnete Portal für den natürlichen Tod, begann Angst in Adam zu schüren, da er sich nun im Klaren darüber war, was es bedeutete zu sterben, weil Gott ihm deutlich machte, dass er wieder zu Staub werden würde (vgl. 1.Mose 3,19 i.V.m. Römer 5,12).

1.Mose 3,19:
19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

Römer 5,12:
12 Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.

Die o.g. Festlegung Gottes für den Menschen zu sterben, setzte eine gewisse Art von Furcht in Adam frei, da Gott in diesem Zusammenhang in erster Linie mit ihm sprach.
Diese Angst ist bis heute in den Menschen gegenwärtig, die Jesus Christus nicht richtig kennen, was zur Folge hat, dass sie Angst haben Dinge zu verlieren.
Deshalb tragen besonders die Männer eine gesteigerte Form der Angst vor Verlust, der ihnen wenn dieser eintritt wie „Staub“ erscheint und durch die sie sich plötzlich wertlos fühlen.
Das ist der Grund, warum die Männer, die Jesus Christus nicht richtig erkannt haben mit aller Macht versuchen sich nach außen über den Besitz oder ihre Arbeit zu präsentieren.
Im Gegensatz tragen die Frauen diese Verlustangst nicht so verstärkt, da sie von Gott auf eine andere Weise nach dem Sündenfall adressiert wurden (vgl. 1.Mose 3,16).

1.Mose 3,16:
16 Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.

Die Frauen, die Jesus Christus nicht richtig erkannt haben, tragen mehr eine innere Angst vor Schmerz und sehnen sich nach wahrem Schutz.
Frauen fürchten sich nicht so sehr wie Männer davor nicht gesehen zu werden, da sie aus der Seite des Mannes heraus entstanden sind und deshalb nicht in direktem Zusammenhang mit der Erde stehen.
Sie können nicht tiefer fallen als in die Arme eines Mannes. Diese Gewissheit tragen sie tief in ihrem Herzen. Auch wenn das einige Frauen vielleicht nicht zugeben möchten, ist das ein tiefes Verlangen in dem Wesen einer Frau von einem Mann wertgeschätzt zu werden, weil Gott es auf diese Weise festgelegt hat (vgl. Epheser 5,25-29).

Epheser 5,25-29:
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.

Das Wissen bzw. die Erkenntnis über dieses Grundprinzip sollten auch wir als Braut Jesu tragen und uns sicher sein, dass wir in der Seite von Jesus Christus unsere Sicherheit und Wertschätzung haben, so ähnlich wie sich Mose sicher in der Felsspalte fühlte als er die Herrlichkeit Gottes sah (vgl. 2.Mose 33,21-22).

2.Mose 33,21-22:
21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen.
22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.

Jesus Christus, der der Löwe von Juda ist, versteht die Männer (Anm.: Löwen) und auch die Frauen (Anm.: Löwinnen) in seinem Leib, da er die Charaktere eines männlichen und weiblichen Löwen trägt (vgl. Offenbarung 5,5 i.V.m. 1.Mose 49,8-12).

Offenbarung 5,5:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.

1.Mose 49,8-12:
8 Juda, du bist es! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen.
9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?
10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
12 Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm
 
Hinweis:
Für ein tieferes Verständnis über die Thematik der Symbiose zwischen Männern und Frauen im Leib Jesu empfehlen wir das Buch „Die apostolische Frau“ von Linda Heidler mit Chuck D. Pierce, das beim Glory Star Verlag erhältlich ist.
 
Hinweis:
Für ein tieferes Verständnis über die Thematik der Symbiose zwischen Männern und Frauen im Leib Jesu empfehlen wir das Buch „Die apostolische Frau“ von Linda Heidler mit Chuck D. Pierce, das beim Glory Star Verlag erhältlich ist.

In Zeiten von Herausforderung ist es für uns als Volk Gottes unbedingt erforderlich, dass wir unsere Anbetung auf eine höhere geistliche Ebene bringen und diese mit dem Bereich des „Tzaddik“, der Gerechtigkeit Gottes vermischen, die Jesus Christus ist. Das umfasst Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen, der zur Rechten Gottes sitzt.
 
Jesus Christus ist am Kreuz (Anm.: Holz) gestorben und zum Fluch geworden, um die gerecht zu machen, die an ihn glauben (vgl. Galater 3,13 i.V.m. Römer 8,29-30; Römer 10,4).
 
Galater 3,13:
13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 21,23): „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt“, …
 
Römer 8,29-30:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
 
Römer 10,4:
4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.
 
Dieser Bereich von Gerechtigkeit (Anm.: den Gerechten in Christus Jesus => Tzaddikim) kann auch als eine Region von Bäumen beschrieben werden, die mit dem kristallenen Wasser des Thronraums kooperiert und davon ernährt wird (vgl. Psalm 1,1-3; Jeremia 17,7-8 i.V.m. Offenbarung 22,1-2).
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Offenbarung 22,1-2:
1 Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
 
Dieses kristallene Wasser bringt das Regierungsverständnis des Geistes in denen hervor, die sich von diesem nähren und sich in dessen Nähe aufhalten.
 
Das Höherbringen der Anbetung
 
Das Höherbringen des Klanges in Form von Anbetung und die Vermischung mit der Gerechtigkeit in Christus Jesus, dem Wort Gottes kann gleichgesetzt werden mit den Worten aus Psalm 137,1-2 und Psalm 149,6-9, so dass sich die Gerechtigkeit Gottes auf der Erde durch seine Urteile manifestiert.
 
Psalm 137,1-2:
1 An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten.
2 Unsere Harfen hängten wir an die Weiden dort im Lande.
 
Psalm 149,6-9:
6 Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen halten, 7 dass sie Vergeltung üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern, 8 ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, 9 dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!
 
Das hebräische Wort, das in Psalm 137,2 für die Baumart „Weide“ verwendet wird, ist „‘ārab“ und bedeutet „eintauschen, sich vermischen, sich einlassen mit jemandem, angenehm sein, süß sein, köstlich sein, Abend werden.“ (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 6272 I,6273* II, 6274 III, 6275 IV, 6276*)
 
Daraus wird deutlich, dass wenn wir unsere Anbetung auf eine höhere Ebene bringen und diese mit der Wahrheit des Wortes Gottes und dessen gerechten Maßstab verbinden, es zur Zunahme von Offenbarung inmitten von Herausforderung kommt.
 
Diese Offenbarung ist ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, so dass Christus verstärkter in uns Gestalt gewinnt und daraus resultierend der neue Tag der intensiveren Beziehung mit ihm anbricht (vgl. 2.Petrus 1,19 i.V.m. 1.Mose 1,3-5).
 
2.Petrus 1,19:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
 
1.Mose 1,3-5:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Darüber hinaus steht der Abend im Zusammenhang mit der Einkehr von Christus als dem Wort Gottes in Form von Sieg über den Widersacher und seine Auferstehungskraft (vgl. Lukas 24,29-31).
 
Lukas 24,29-31:
29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.
30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot (Anm.: seinen Leib), dankte, brach es und gab es ihnen.
31 Da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.
 
Es ist von hoher Bedeutung, dass wir in herausfordernden Zeiten auf die Kraft des Zeugnisses Jesu achten, welches der Geist der Prophetie ist, weil darin für uns zuversichtliche Führung zu finden ist, um Orientierung zu geben (vgl. Offenbarung 19,10e i.V.m. 2.Chronik 20,20c).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
2.Chronik 20,20c:
… 20c Glaubt an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen.
 
Offenbarung inmitten von Gefangenschaft
 
Auch das Volk Israel befand sich zu unterschiedlichen Zeiten in Herausforderungen, wie zum Beispiel in Gefangenschaft. Dort wurde ihnen durch die Propheten Zuversicht gegeben, indem sie den Himmel mit ihren geistlichen Augen geöffnet sahen und von der Regierungspräsenz Gottes gegenüber dem Volk zeugten.
 
Hierbei waren sie dem Bereich von Wasser in Form von Flüssen oder auch dem Meer nahe, was ein Aufruf Gottes an uns als Heilige in dieser Zeit ist, eng mit dem Heiligen Geist und der Wahrheit des Wortes Gottes zusammenzuarbeiten.
 
Der Prophet Hesekiel befand sich beispielsweise nahe am Fluss „Kebar – כְּבָר während er mit dem Volk Israel in der Gefangenschaft in Babylon war (vgl. Hesekiel 1,1-4).
 
Hesekiel 1,1-4:
1 Im dreißigsten Jahr am fünften Tage des vierten Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar war, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte.
2 Am fünften Tag des Monats – es war das fünfte Jahr, nachdem der König Jojachin gefangen weggeführt war –, 3 da geschah das Wort des HERRN zu Hesekiel, dem Sohn des Busi, dem Priester, im Lande der Chaldäer am Fluss Kebar. Dort kam die Hand des HERRN über ihn.
4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.
 
Der Fluss „Kebar – כְּבָר weist auf die Liebe der Größe Gottes in Form seiner Langmütigkeit und Geduld hin, um seinen bereits vorherbestimmten Plan zu erkennen (vgl. Epheser 3,18-19).
 
Epheser 3,18-19:
18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.
 
Deshalb ist es wichtig, dass wir niemals den Hauptfokus auf irdische Umstände richten sollten, sondern nahe in der Gegenwart mit Propheten zu sein und es dem Heiligen Geist erlauben, unsere Augen des Herzens für die geistliche Dimension zu öffnen.
 
Das wird anhand des Namens des Flusses „Kebar“ deutlich, was „groß, Länge, längst, schon, viel machen, richtiges Ausmaß der Zeit, das heißt, eine große Weile; daher vor langer Zeit, früher, bisher: - bereits, (das sehen), was jetzt ist“ bedeutet. (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 3601*, 3602*, 3603* sowie aus der Strong‘s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H3528)

Es ist diese Wirkung des Heiligen Geistes im „Flussbett“ der Prophetie, der die Kraft der Hand Gottes offenbart, um tiefer in die regierende Gegenwart Gottes zu führen und sein Angesicht zu sehen.
 
Deshalb ist es von höchster Bedeutung, dass wir niemals den Hauptfokus auf irdische Umstände und gesellschaftliche Entwicklungen richten, sondern nahe in der Gegenwart mit reifen Propheten sind. Es gilt dem Heiligen Geist zu erlauben, unsere Augen des Herzens für die geistliche Dimension in unserer jetzigen Zeit zu öffnen.
 
Das wird ebenfalls deutlich im Leben des Propheten Daniel, der ebenfalls in Gefangenschaft in Babel war und dort seinen geistlichen Blick auf Jerusalem, dem Regierungssitz Gottes ausrichtete und sich zugleich nahe am Fluss Ulai – אוּלַי aufhielt, so dass er Offenbarung erhielt (vgl. Daniel 6,11b i.V.m. Daniel 8,1-3a).
 
Daniel 6,11b:
… 11b Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.
 
Daniel 8,1-3a:
1 Im dritten Jahr der Herrschaft des Königs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht, nach jenem, das mir zuerst erschienen war.
2 Ich hatte ein Gesicht und während meines Gesichtes war ich in der Festung Susa im Lande Elam am Fluss Ulai.
3a Und ich hob meine Augen auf und sah, …
 
Auch an dieser Stelle war es die Wirkung des Heiligen Geistes im Flussbett der Prophetie, der in Form eines Tores dem Propheten Daniel Zugangsberechtigung gewährte. Somit wurde die Kraft der Hoffnung wirksam und ihm wurde die souveräne Führung der Hand Gottes über politische Gegebenheiten für die Zukunft geoffenbart.
 
Das wird für uns anhand der Worterklärung zum Fluss „Ulai“ deutlich.
Der Name bedeutet „Fluss, Wasserlauf, Tor, vielleicht als Ausdruck der Hoffnung, Bitte.“ (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 198, 199*)
 
Ergänzend wird das Prinzip der Bedeutung von prophetischer Offenbarung inmitten von herausfordernden Umständen bei dem Apostel bzw. Seherpropheten Johannes deutlich, der sich in Gefangenschaft auf der Insel Patmos aufgrund des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu aufhielt (vgl. Offenbarung 1,9-10).
 
Offenbarung 1,9-10:
9 Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus.
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, …
 
Hierbei war es kein Zufall, dass das Wasser des Mittelmeers Johannes auf Patmos umgab, was bereits ein Hinweis auf die Regierungsgegenwart Gottes inmitten des kristallenen Meers war (vgl. Offenbarung 4,6a).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Auf der Insel Patmos erhielt Johannes viele segensreiche prophetische Einblicke unter anderem über Gottes Regierung und seine Prinzipien.
 
Die prophetische Offenbarung wurde durch den Klang der Posaune eröffnet, die den Geist von Johannes dazu brachte, in den Prozess der Erneuerung einzutreten. Es war erforderlich für ihn, sich umzudrehen, um die laute Stimme zu sehen, die zu ihm sprach (vgl. Offenbarung 1,10.12a-b i.V.m. Epheser 4,23).
 
Offenbarung 1,10.12a-b:
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, …
12a-b Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich …
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Daraus wird deutlich, dass ein bußfertiges Herz, den täglichen Wandel in der Heiligung beinhaltet und der Schlüssel ist, um Offenbarung aus dem Bereich der geistlichen Dimension zu erhalten (vgl. Hebräer 12,14).
 
Hebräer 12,14:
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …
 
Verschlossene Offenbarung über Regionen
 
Es existieren Bereiche von verschlossener Offenbarung über Regionen, bei denen es inmitten von Herausforderung erforderlich ist, dass wir es der apostolischen königlichen Anwesenheit Gottes in Form des „Brüllen des Löwen“ erlauben, sich zu manifestieren.
 
Es liegt im Interesse Gottes, den berechtigten Adressaten die gegebene Offenbarung aufzuschließen. Hierzu ist es jedoch notwendig, dass wir uns nahe am „Wasser“ aufhalten, was die Präsenz der Wahrheit des Wortes Gottes umfasst (vgl. Epheser 5,26b).
 
Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
Es heißt in Offenbarung 10,1-4 dass ein gewaltiger Engel vom Himmel in den geistlichen Bereich herabkam, in dem sich Johannes aufhielt. Dieser Engel war mit einer Wolke bekleidet, bei dem der Regenbogen über seinem Haupt war und sein Antlitz wie die Sonne sowie seine Füße Feuersäulen gleich waren.
Dieser hatte ein kleine geöffnete Schriftrolle in seiner Hand, wobei er seinen rechten Fuß auf das Meer und seinen linken Fuß auf die Erde setzte. Hierbei fing er an laut wie ein Löwe zu brüllen, so dass die sieben Donner in der Atmosphäre ertönten, die in sich Offenbarung trugen, die Johannes verstand, jedoch im Auftrag Gottes angewiesen war, diese zu versiegeln.
 
Offenbarung 10,1-4:
1 Und ich sah einen andern starken Engel vom Himmel herabkommen, mit einer Wolke bekleidet, und der Regenbogen auf seinem Haupt und sein Antlitz wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen.
2 Und er hatte in seiner Hand ein Büchlein, das war aufgetan. Und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer und den linken auf die Erde, 3 und er schrie mit großer Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre Stimme.
4 Und als die sieben Donner geredet hatten, wollte ich es aufschreiben. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreib es nicht auf!
 
Diese Bibelstelle offenbart uns ein geistliches Prinzip der Freisetzung von Offenbarung, die der HERR uns als sein Volk geben möchte. Diese kann jedoch nur freigesetzt werden, wenn wir es seinem apostolischen Wesen (Anm.: Löwe) erlauben durch seine Diener und Dienerinnen in unseren Bereich zu sprechen, die in diesem Mandat stehen.
 
Das hat zur Folge, dass die Gegenwart von geistlicher „Beute“ offenbart wird und die Heiligen, die im Mandat des Propheten stehen, beginnen davon zu prophezeien (vgl. Amos 3,4.7-8).
 
Amos 3,4.7-8:
4 Brüllt etwa ein Löwe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreit etwa ein junger Löwe aus seiner Höhle, er habe denn etwas gefangen? …
7 – Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten. – 8 Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HERR redet, wer sollte nicht Prophet werden?
 
Dieser Offenbarungsprozess geht einher mit der Herausforderung des inneren Menschen durch das Feuer Gottes (Anm.: Geist und Seele => rechter Fuß des Engels auf dem Wasser, linker Fuß des Engels auf dem Land) und der Anwesenheit seiner Herrlichkeit (Anm.: das Antlitz leuchtete), des Glaubens (Anm.: Wolke) sowie seines Bundes (Anm.: Regenbogen).
 
Gottes Bund steht in Verbindung mit der festen Speise, um mit geübten geistlichen Sinnen in der Reife des Geistes in Christus Jesus voranzugehen (vgl. 1.Mose 9,3.12-13 i.V.m. Hebräer 5,14).
 
1.Mose 9,3.12-13:
3 Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. …
12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.
 
Hebräer 5,14:
14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
 
Da Johannes einer der Söhne des Donners (Anm.: Boanerges) war, wird daraus ersichtlich, dass er den Bereich der versiegelten kraftvollen Stimme Gottes verstand, die mit der Präsenz der dunklen Wolke einhergeht (vgl. 2.Mose 19,16).
 
2.Mose 19,16:
16 Als nun der dritte Tag kam und es Morgen ward, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berge und der Ton einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.
 
Hierbei geht es darum, die verschlossenen Realitäten des Himmels berechtigt und legal aufzuschließen. Um das tun zu dürfen, ist es erforderlich, dass wir eine geistliche Reife entwickelt haben, die beinhaltet mit den Prinzipien des Wortes Gottes und seinem Regierungsbereich vertraut zu sein und danach zu leben.
 
Die verschlossenen Realitäten des Himmels (Anm.: versiegelten Dinge) wirken wie die dunkle Wolke, die Gott umgibt. Die Begründung hierfür ist, weil die göttliche Dunkelheit dafür bestimmt ist, die verborgenen Dinge des HERRN vor dem profanen Einfluss zu schützen.
 
Das ist, was Jesus mit der Benennung der Boanerges meines Erachtens zum Ausdruck brachte. Die Boanerges verstanden es, das Feuer vom Himmel freizusetzen, weil sie sich der Prinzipien der Regierung Gottes und dessen Wirken bewusst waren und darin lebten (vgl. Markus 3,17 i.V.m. Lukas 9,54).
 
Markus 3,17:
… 17 weiter: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne; …
 
Lukas 9,54:
54 Als aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre.
 
Jakobus und Johannes wurden darin von ihrer Mutter anhand des Tenach (Anm.: Altes Testament) geschult, was anhand ihrer Bitte deutlich wird, indem sie Jesus darum bat, ob ihre Söhne in seinem Königreich neben ihm rechts und links sitzen dürften (vgl. Matthäus 20,20-21).
 
Matthäus 20,20-21:
20 Da trat zu ihm die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten.
21 Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken.
 
Anhand dessen wird für uns deutlich, dass sich die Söhne des Donners - Boanerges - geistlich in einem bestimmten Bereich des Thronsaals Gottes aufhalten durften und somit Johannes die Stimme der sieben Donner verstand und dazu angewiesen wurde, die Offenbarung zu versiegeln.
 
Unser Umgang mit Herausforderungen dient dazu, dass wir aufgrund des äußeren Drucks im Inneren durch die Berührung des Feuers Gottes (Anm.: an Geist und Seele), seiner Herrlichkeit sowie der Präsenz seines Glaubens und seines Bundes gestärkt werden als es jemals zuvor der Fall gewesen ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm