Es ist für uns als Volk Gottes aktuell von größter Wichtigkeit, dass wir uns weise gegenüber dem Einfluss des Sauerteigs der Pharisäer und der Sadduzäer sowie vor dem Sauerteig des Herodes positionieren. Unser Herr Jesus Christus warnte seine Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer, der Sadduzäer und des Herodes (vgl. Matthäus 16,6; Markus 8,15).
 
Matthäus 16,6:
6 Jesus aber sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!
 
Markus 8,15:
15 Und er gebot ihnen und sprach: Schaut zu und seht euch vor, vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes.
 
Die drei Sauerteige
 
Diese drei genannten Sauerteige sind ein Hinweis auf drei Einflüsse des Widersachers, in Form des religiösen Geistes (Anm.: Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer) sowie des politischen Geistes (Anm.: Sauerteig des Herodes).
 
Der jeweilige Sauerteig beinhaltet eine bestimmte Auffassung bzw. Doktrin. Das umfasst Worte, die dazu bestimmt sind in den Bereich von Wahrheit und Gerechtigkeit zu dringen mit der Absicht, diesen zu pervertieren.
 
Im Kontext des Umgangs mit einem Teig und dessen Backvorgang ist die verwendete Menge des Sauerteigs im Verhältnis zum Mehl zwar wesentlich geringer, jedoch trägt dieser dazu bei, dass der Teig sich ausdehnt und gärt. Es bedarf nur wenig Sauerteig (Anm.: darin enthaltene Hefe), um eine gewünschte Gärung in Form einer Ausdehnung der Teigmenge zu erzielen.
 
Die Doktrin des Sauerteiges des Herodes gründet sich auf Angst und Neid.
Die Doktrin des Sauerteiges der Pharisäer basiert hingegen auf Gesetzlichkeit und Heuchelei.
Die Doktrin der Sadduzäer lehnt das übernatürliche Wirken Gottes sowie die Geistesgaben in dieser Zeit ab.
 
Wenn man diesen dreifaltigen bösen Einfluss gewähren lässt, hat dies zur Folge, dass es zum Absterben des geistlichen Lebens in einer Gesellschaft kommt, die einer geistlichen Wüste gleicht, in der dämonische Mächte in Form von Wüstenkauz, Igel, Eule, Rabe, Schakale, Strauße, Wüstenhunde, Hyänen, Bocksgeister (hebr. „śā‘îr“), Lilit – Nachtdämon, Pfeilschlange und Geier ihren Platz haben (vgl. Jesaja 34,10b-15).
 
Jesaja 34,10b-15:
… 10b Und es wird verwüstet sein von Geschlecht zu Geschlecht, dass niemand hindurchgehen wird auf ewige Zeiten, 11 sondern Rohrdommeln und Igel werden es in Besitz nehmen, Nachteulen und Raben werden dort wohnen. Und er wird die Messschnur darüber spannen, dass es verwüstet werde, und das Bleilot werfen, dass es öde sei.
12 Und Feldgeister werden darin wohnen, und seine Edlen werden nicht mehr sein. Man wird dort keinen König mehr ausrufen, und alle seine Fürsten werden ein Ende haben.
13 Dornen werden wachsen in seinen Palästen, Nesseln und Disteln in seinen Schlössern; und es wird eine Behausung sein der Schakale und eine Stätte für die Strauße.
14 Da werden Wüstentiere und wilde Hunde einander treffen, und ein Feldgeist wird dem andern begegnen. Das Nachtgespenst wird auch dort herbergen und seine Ruhestatt dort finden.
15 Da wird auch die Natter nisten und legen, ihre Eier aufhäufen und ausbrüten. Auch die Raubvögel werden dort zusammenkommen. Keines vermisst das andere.
 
Es ist das Anliegen des Heiligen Geistes, uns als Volk Gottes widersetzliche Einflüsse wie die der drei „Sauerteige“ zu offenbaren, damit wir einen heiligen, strategischen, geistlichen Kampf gemäß dem Wort Gottes führen und jeden Widerstand gegen die Wahrheit besiegen (vgl. Epheser 6,12; 1.Timotheus 6,12; 2.Timotheus 2,4-5).
 
Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
1.Timotheus 6,12:
12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.
 
2.Timotheus 2,4-5:
4 Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 5 Und wenn jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht.
 
Hierbei ist es wichtig, dass wir durch die Führung des Heiligen Geistes den jeweiligen Einfluss des „Sauerteigs“ mit dem Licht der Offenbarung in Form der Gabe der Geisterunterscheidung aufdecken (vgl. 1.Korinther 12,10).
 
1.Korinther 12,10:
… 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen.
 
Den betreffenden Menschen, die sich unter diesem bösen Einfluss des einen oder anderen „Sauerteigs“ befinden und sich davon haben gefangen nehmen lassen, gilt es in Weisheit zu begegnen, ohne sie persönlich anzugreifen.
 
In diesem Zusammenhang sollten wir uns des Sieges Jesu am Kreuz von Golgatha bewusst sein, der alle Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und öffentlich zur Schau gestellt hat (vgl. Kolosser 2,15).
 
Kolosser 2,15:
15 Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.
 
Das Bloßstellen und die Überwindung dieser finsteren Mächte geschieht mit Hilfe des Geistes der Weisheit und Offenbarung. Diese zwei geistlichen „Komponenten“ der Weisheit und Offenbarung stehen in Verbindung mit der Erleuchtung der Augen unseres Herzens, so dass wir in den jeweiligen Situationen die richtigen Worte und Entscheidungen treffen.
 
Nur so gelingt es uns, im Willen des Vaters der Herrlichkeit in seiner gegebenen Hoffnung voranzuschreiten (vgl. Epheser 1,17-18).
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Das Erkennen des „politischen Geistes“
 
Um den Einfluss des Sauerteig des Herodes zu erkennen, ist es von Bedeutung zu wissen, an welcher Stelle in der Bibel von ihm gesprochen wird (vgl. Matthäus 2,1-12).
 
Der Einfluss dieses geistlichen Fürstentums ist nicht sofort zu erkennen und kann von einigen im Volk Gottes nicht eindeutig benannt werden. Er arbeitet versteckt und hinterhältig, weshalb es weise ist bei Antreffen dieses Einflusses mit erfahrenen Christen zu sprechen, die ihn erkennen und beim Namen nennen können.
 
Meistens macht sich die Wirkung der Gabe der Geisterunterscheidung bei dem Auftreten des „politischen Geistes“ (Anm.: Sauerteig des Herodes) in der Weise bemerkbar, dass man ein ungutes Gefühl in der Bauchgegend und ein erhöhten Blutdruck empfindet (Anm.: starker und schneller Pulsschlag).
 
Wo und durch wen arbeitet der „politische Geist“?
 
In erster Linie bemächtigte er sich des Königs Herodes, welcher der König von Judäa war. Herodes gelangte in diese Regierungsposition durch seine gewalttätige, betrügerische, lügnerische und täuschende Natur.
 
Er kam in diese Vorherrschaft auf die Weise, indem er über eine Gruppe von Menschen verfügte, die ihm folgten. Und diese Gruppe wurde Herodianer genannt (vgl. Matthäus 22,16a; Markus 6,17.19.22.27-28; Lukas 3,19-20).
 
Matthäus 22,16a:
… 16 und sandten zu ihm ihre Jünger samt den Anhängern des Herodes. …
 
Markus 6,17.19.22.27-28:
17 Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergriffen und ins Gefängnis geworfen um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus; denn er hatte sie geheiratet. …
19 Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten und konnte es nicht. …
22 Da trat herein die Tochter der Herodias und tanzte und gefiel Herodes und denen, die mit am Tisch saßen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, ich will dir es geben. …
27 Und sogleich schickte der König den Henker hin und befahl, das Haupt des Johannes herzubringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis 28 und trug sein Haupt herbei auf einer Schale und gab es dem Mädchen und das Mädchen gab es seiner Mutter.
 
Lukas 3,19-20:
19 Der Landesfürst Herodes aber, der von Johannes zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen alles Bösen, das er getan hatte, 20 fügte zu dem allen noch dies hinzu: er warf Johannes ins Gefängnis.
 
Die Gruppe der Herodianer war eine jüdische, politische Partei. Es ist der Einfluss des „politischen Geistes“, der sich mit drei Personenkreisen zusammenschließt, um einen zerstörerischen Angriff auf die kommende offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes (Anm.: Plan Gottes) innerhalb der Gemeinde Jesu (Anm.: gr. ekklēsia“) vorzubereiten und durchzuführen.
 
Dieser Kreis von Personen waren die Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrten. Der König Herodes war in diesen Kreis integriert, um seine Macht effektiv ausüben zu können.
 
Das bedeutet, dass der „politische Geist“ nicht aus sich alleine heraus arbeitet und deshalb ist er nur schwer zu erkennen. Sein Angriff arbeitet meistens nicht direkt, sondern aus dem Hinterhalt, indem er sich der Wahrheit dieser drei Personenkreise bedient, um daraus einen Angriff gegen die offenbarende Wahrheit und das Leben Gottes, das der HERR für die Zukunft beschlossen hat zu planen.
 
Menschen, die aus dem „Sauerteig des Herodes“ agieren, handeln aus einem hinterhältigen, beobachtenden und nach außen hin gut erscheinenden Umfeld. Das ist die Begründung, warum Jesus Christus den König Herodes als Fuchs betitelte (vgl. Lukas 13,32a).
 
Lukas 13,32a:
32a Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: …
 
Herodes war ein gerissener bzw. listiger Täuscher. Die Wurzel dieser falschen Gerissenheit und vielen als Schläue vorgetragene Eigenschaft ist Neid und Angst.
 
Um ein Beispiel zu geben, wie der „politische Geist“ agiert, soll uns die Situation und der Umstand von der Geburt Jesu dienen (vgl. Matthäus 2,1-12). Als Herodes von der Geburt des Königs Jesu durch die Magier erfuhr, setzte er ein privates Treffen mit den Pharisäern und Schriftgelehrten an, um über die betreffende Situation zu sprechen (vgl. Matthäus 2,4).
 
Matthäus 2,4:
… 4 und er (Anm.: Herodes) ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.
 
Er wies die Pharisäer und Schriftgelehrten an, ihn die Prophetien zu lehren, die über die Geburt Jesu existierten.
 
Die Schriftgelehrten und Pharisäer gingen davon aus, dass König Herodes an den prophetischen Worten interessiert war, so dass sie ihn in allen prophetischen Worten über Jesus sowie den Geburtsort unterwiesen (vgl. Matthäus 2,5-6).
 
Matthäus 2,5-6:
5 Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (vgl. Micha 5,1): 6 “Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.”
 
Herodes nahm diese Information und berief ein weiteres privates Treffen mit den Magiern ein. Er ließ sie wissen, dass er darüber in Kenntnis war, dass der Erretter kommen würde.
 
Aufgrund dieses Wissens bat er die Magier mit bösen Hintergedanken (Anm.: um den kommenden Christus zu töten) ihn zu finden und dann über den Fundort zu informieren, damit er selbst kommen könne, um Christus die Ehre zu erweisen (vgl. Matthäus 2,7-8).
 
Matthäus 2,7-8:
7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8 und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr es findet, so sagt mir es wieder, dass auch ich komme und es anbete.
 
Das Motiv von Herodes
 
Die Herzenshaltung von Herodes war nicht Christus zu ehren, sondern ihn zu töten. Und genau darin liegt eine der taktischen Vorgehensweisen des „politischen Geistes“, die der Satan gebraucht.
 
Herodes wirkte durch sein nach außen hin gut, scheinendes Verhalten auf die Pharisäer, Schriftgelehrten und Magier positiv und wohlwollend, obwohl er in seinem Herzen Mordgedanken gegen Jesus hegte.
 
Die Begründung, warum Herodes Mordgedanken hegte, ist darin zu finden, weil er die Angst hatte, dass jemand mit einer höheren Autorität auftreten und ihm seinen Platz streitig machen würde.
 
Im Hinblick auf die Gemeinde Jesu in der heutigen Zeit, zeigt die Warnung Jesu bezüglich des Sauerteigs der Pharisäer und des Sauerteigs von Herodes eine erhebliche warnende Offenbarung, die wir als Volk Gottes beachten sollten.
 
Jesus warnt uns vor Neid, Eifersucht, Rivalität sowie sinnlosen Machtkämpfen, die aufgrund einer Lüge in das Herz des Menschen durch den Widersacher eingetrichtert werden (Anm.: z.B. „Der/ Die nimmt mir mein Ansehen weg.“). Dieses Herzensmotiv trägt zu hinterhältigen Vorgehensweisen in der Gemeinde Jesu bei.
 
Einige Gläubige sind sich keiner Schuld bewusst, ähnlich wie die Hohepriester und Schriftgelehrten zur Zeit der Geburt Jesu, so dass sie freimütig alles den Menschen, die sich in einer Vormachtstellung befinden und sich dem „politischen Geist“ zur Verfügung stellen, mitteilen, was derzeit in der Gemeinde Jesu bzw. in den jeweiligen Gemeinschaften vonstatten geht. Solch ein Handeln kommt dem Verrat des Judas gleich, der Jesu mit einem Kuss verriet (vgl. Lukas 22,47-48)!
 
Lukas 22,47-48:
47 Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesus, um ihn zu küssen.
48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss?
 
In dieser Zeit gilt es demnach weise zu sein und die Bibelstellen (vgl. Römer 13,1; Titus 3,1; 1.Petrus 2,13-14), die mit der Achtung gegenüber der staatlichen Obrigkeit in Verbindung stehen am gesamten Wort Gottes und seinen Maßstäben abzuwägen, um das gegebene Leben Gottes für seine Gemeinde – ekklēsia abzusichern und für diese sowie in der Zukunft hervorzubringen.
 
Auch die Apostel beugten sich nicht grundsätzlich der Weisung, der zu ihrer Zeit herrschenden Obrigkeit (Anm.: Hohen Rat), wenn diese dazu gesetzt war, die Botschaft der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes zu verbieten (vgl. Apostelgeschichte 4,18-20; Apostelgeschichte 5,40-42).
 
Apostelgeschichte 4,18-20:
18 Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu.
19 Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott.
20 Wir können es ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.
 
Apostelgeschichte 5,40-42:
… 40 und riefen die Apostel herein, ließen sie geißeln und geboten ihnen, sie sollten nicht mehr im Namen Jesu reden, und ließen sie gehen.
41 Sie gingen aber fröhlich von dem Hohen Rat fort, weil sie würdig gewesen waren, um Seines Namens willen Schmach zu leiden, 42 und sie hörten nicht auf, alle Tage im Tempel und hier und dort in den Häusern zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesus Christus.
 
Personen, die in Leiterschaftspositionen stehen, sind besonders gefährdet dem Einfluss des „Sauerteig des Herodes“ zum Opfer zu fallen, insbesondere wenn sie in der Vergangenheit Vorteile des staatlichen Systems nutzen konnten und ihren Dienst unter staatlichen Auflagen ausüben.
 
Es ist von hoher Bedeutung zunehmend innerhalb der Gemeinde Jesu darauf zu achten, sich nicht durch die Irreführung des „politischen Geistes“ ausspielen oder instrumentalisieren zu lassen. Das ist der Grund, warum Jesus seine Jünger und auch uns vor dem dreifachen Sauerteig warnte.
 
Die Einflussbereiche des „politisches Geistes“ und wie man sich vor diesem schützen kann
 
Der Sauerteig des Herodes in Form des „politischen Geistes“ bedient sich kleiner sowie auch größerer Einflussbereiche. Das umfasst die Einflussnahme in kleinen Gemeinschaften, großen Gemeinschaften, einzelnen Personen, Kontaktnetzwerken oder Nationen.
 
Deshalb ist es unabdingbar, dass wir feinfühlig auf die Führung des Heiligen Geistes achten, der uns in alle Wahrheit führt (Anm.: wenn wir ihn lassen) und dadurch im geistlichen Kampf trainiert zu sein, den Sieg Jesu und seine Gerechtigkeit auf der Erde zu etablieren (vgl. Psalm 18,35; Psalm 144,1).
 
Psalm 18,35:
35 Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm den ehernen Bogen spannen.
 
Psalm 144,1:
1 Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen, …
 
Darüber hinaus ist es von Bedeutung, dass wir unser Herz bewahren, um dem Einfluss des „politischen Geistes“ zuvorzukommen und diesen den Zutritt zu verwehren (vgl. Sprüche 4,23).
 
Sprüche 4,23:
23 Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.
 
Einer der Zugangspunkte für den „politischen Geist” zu wirken, ist die Herzenshaltung eines Menschen oder eine von Menschen aufgestellte Ordnung. Um sich vor dem Einfluss des „Sauerteig des Herodes“ wie Bestechlichkeit zu schützen, ist der reine Wandel mit einer aufrichtigen Herzenshaltung vor dem HERRN ausschlaggebend.
 
Diese allein auf den HERRN vertrauende Haltung führt dazu, keine falschen Motive oder Ordnungen zuzulassen, die negativ beeinflussen können. Solch eine reine Vorgehensweise verhindert den Zugang dieses bösen geistlichen Einflusses in unser Leben (vgl. Psalm 51,12; Sprüche 22,11).
 
Psalm 51,12:
12 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
 
Sprüche 22,11:
11 Wer ein reines Herz und liebliche Rede hat, dessen Freund ist der König (Anm.: Jesus).
 
Ein weiterer Schutz gegenüber dem „politischen Geist“ ist es allezeit der Stimme des Heiligen Geistes gehorsam zu sein, die uns davor schützt diesem bösen Einfluss Raum für Zerstörung zu geben (vgl. Matthäus 2,12).
 
Matthäus 2,12:
12 Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
 
Wenn wir dem Heiligen Geist gehorsam sind, wird er die falschen Herzenshaltungen großflächig und öffentlich offenbaren, so wie es auch mit Herodes geschah. Als Herodes bemerkte, dass die Weisen nicht zu ihm zurückkehrten, wurde das wahre Herz von Herodes offenbar (vgl. Matthäus 2,16).
 
Matthäus 2,16:
16 Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte.
 
Es ist erforderlich, dass wir mit der Weisheit von oben ausgerüstet sind (vgl. Jakobus 3,13-18), um gegen diesen „politischen Geist“ vorzugehen.
 
Jakobus 3,13-18:
13 Wer ist weise und klug unter euch? Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit.
14 Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider.
15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch.
16 Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge.
17 Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.
 
Wenn der Einfluss des „politischen Geistes“ in der Gemeinde Jesu durch Offenbarung bloßgestellt ist, wird die Braut in ihrer wahrhaftigen Natur und Schönheit hervorkommen, um Christus Jesus, ihren Bräutigam zu verherrlichen sowie die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes für diese Zeit hervorzubringen, die mit größerer Autorität einhergeht.
 
Die Begründung des Offenbarwerdens des „politischen Geistes“
 
Die Begründung, warum wir in dieser Zeit als Gemeinde Jesu dem Einfluss des dreifaltigen „Sauerteigs“ verstärkter gegenüberstehen ist, weil der Feind die wahre apostolische Regierung Gottes auf der Erde, die der HERR durch die Gemeinde Jesu ausüben lässt, hasst und sich deshalb dieser Fälschung bedient.
 
Das bedeutet, dass der „politische Geist“ ein falscher, regierender Geist ist, der den Anschein von apostolischer Regierung (Anm.: Führungskompetenz) trägt, sie aber von Gott nicht besitzt. Er will regieren durch das System und die Wege von Menschen, die er kontrolliert. Das Herz des „politischen Geistes“ ist Macht, Manipulation und Kontrolle.
Es ist das Verlangen Jesu, dass seine Gemeinde in dieser Zeit apostolisch und königreichsorientiert ist, so dass wir unsere Herrschaft in ihm einnehmen, um seine Position auf Erden freizusetzen.
 
Wir sind als seine Gemeinde dazu bestimmt in seiner Liebe und Weisheit auf Erden zu herrschen.
 
Ich persönlich betrachte es als keinen Zufall, dass Jesus in einem seiner Gleichnisse das Königreich des Himmels mit einem Sauerteig vergleicht, den eine Frau (Anm.: die Gemeinde – ekklēsia) nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte (vgl. Matthäus 13,33).
 
Matthäus 13,33:
33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter einen halben Zentner Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.
 
Hiermit stellte Jesus die Anwendung des heiligen Sauerteigs durch eine Frau (Anm.: Bündnispartner Gottes durch wahre geistliche Intimität) der Anwendung des bösen Sauerteigs durch drei Arten von männlichen Personenkreisen als falsche Autoritätsausübung gegenüber.
 
Die Anwendung dieses heiligen Sauerteigs umfasst eine demütige Herzenshaltung, um vom himmlischen Vater, den empfangenen Samen durch den Heiligen Geist zu empfangen und daraufhin für die Angelegenheit des Königreichs tätig zu werden.
 
Das macht deutlich, dass der HERR einen bereits etablierten Bereich seiner Gerechtigkeit und Wahrheit (Anm.: Mehl) innerhalb seines Königreichsvolkes auf der Erde durch den apostolischen Eingriff seiner Braut mit dem Maßstab seines Willens (Anm.: Sauerteig) für das Königreich in dieser Zeit vermengt. Daraus folgt die Zunahme an Verständnis und verstärkter Ausübung von Einfluss des Königreichs innerhalb von unserer Gesellschaft.
 
In diesem Zusammenhang ist ein Bezug zwischen dem Sauerteig des Königreichs und der Kraft des Zeugnisses Jesu, dem Geist der Prophetie, zu sehen, der die etablierte Wahrheit durch die Kraft von Offenbarung in eine höhere Ebene des Verständnisses von Regierung bringt, die mit der herrlichen Freiheit und Regierungsherrschaft der Söhne Gottes verbunden ist (vgl. Johannes 8,32 i.V.m. Römer 8,21).
 
Johannes 8,32:
… 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder (Anm.: Söhne) Gottes.
 
Es ist wahre Anbetung und der Geist der Prophetie, die den „politischen Geist“, der mit dem religiösen Einfluss durchtränkt ist, in die Schranken weisen und sogar dazu führen, dass die Herzen von Menschen verändert werden, so dass sie daran vom Geist Gottes gehindert werden, Zerstörung zu bringen.
 
Es verhält sich ähnlich wie zur Zeit Davids als er vor Saul zum Propheten Samuel nach Najoth in Rama flüchtete, so dass Saul mehrfach in böser Absicht Boten zu ihm sandte, um David holen zu lassen. Es gelang ihm aber nicht, weil die Boten in prophetische Verzückung gerieten, so dass letztendlich Saul persönlich dorthin kam und in prophetische Verzückung geriet (vgl. 1.Samuel 19,18-24).
 
1.Samuel 19,18-24:
18 David aber floh und konnte entrinnen und kam zu Samuel nach Rama und sagte ihm alles, was ihm Saul angetan hatte. Und er ging mit Samuel und sie blieben zu Najoth.
19 Und es wurde Saul angesagt: Siehe, David ist zu Najoth in Rama.
20 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Und sie sahen die Schar der Propheten in Verzückung und Samuel an ihrer Spitze. Da kam der Geist Gottes auf die Boten Sauls, sodass auch sie in Verzückung gerieten.
21 Als das Saul angesagt wurde, sandte er andere Boten; die gerieten auch in Verzückung. Da sandte er die dritten Boten; die gerieten auch in Verzückung.
22 Da ging er selbst nach Rama. Und als er zum großen Brunnen kam, der in Sechu ist, fragte er: Wo sind Samuel und David? Da wurde ihm gesagt: Siehe, zu Najoth in Rama.
23 Und er machte sich von dort auf nach Najoth in Rama. Und der Geist Gottes kam auch über ihn und er ging einher in Verzückung, bis er nach Najoth in Rama kam.
24 Da zog auch er seine Kleider aus und war in Verzückung vor Samuel und fiel hin und lag nackt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist Saul auch unter den Propheten?
 
Es ist wahre Anbetung (Anm.: repräsentiert durch David) und die prophetische Salbung (Anm.: repräsentiert durch Samuel), die dazu beitragen, dass der HERR den „politischen Geist“ mit seinen Verbündeten (Anm.: repräsentiert durch Saul und seine Boten) im Zentrum der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes bloßstellt, um den betreffenden Menschen die Möglichkeit zu geben, umzukehren und ihren Geist und Sinn zu erneuern (vgl. Hebräer 4,12-13 i.V.m. Römer 12,2; Epheser 4,23-24).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
(Anm.: Die Botschaft beruht teilweise auf einer Offenbarungserkenntnis bezüglich eines Gesprächs über die Thematik des „politischen Geistes“, das Patricia King mit Faisal Malick in einem ihrer Sendungsformate führte.)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 11. NOVEMBER 2020 | 24. BUL/MARCHESCHWAN 5781, NAJOTH BERLIN – SPANDAU
 
Da ist die Gegenwart Meines heiligen Volkes in der Struktur der messianischen Braut, die im „Äräẓbereich“, dem geistlichen Bereich über der Erde schwebt und in die Ich einen Klang durch Meinen Geist hineingelegt habe, der Meinen Sohn, Christus Jesus als KÖNIG der Könige und HERR der Herren in dieser Zeit vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt krönt (vgl. Offenbarung 21,2.10-11)!
Es ist die Übereinstimmung zwischen Erde und Himmel, so dass Mein Königreich und Mein Wille zunehmen und es zur Manifestation Meiner königlichen Kraft kommt, die Ich durch Meinen Sohn freisetze (vgl. Matthäus 6,10)!
Ich rufe Mein Volk auf, Meinen Sohn aus dem „Äräẓbereich“ durch den Klang der Anbetung zu krönen, was dazu führt, dass sich ein heiliges Zuflussrohr etabliert, das Meine prophetische – apostolische Salbung trägt! Es ist die Salbung, die durch die Struktur Meiner königlichen und ewigen Regierung getragen und kanalisiert wird, spricht der HERR (vgl. Sacharja 4,6.11-14)!
Da sind die Propheten, die eine harte Stirn durch die Gegenwart Meiner Regierungsherrschaft erhalten und Meine Worte tragen, die Meinen Willen offenbaren (vgl. Hesekiel 3,8-9)!
Sie tragen Meine hohen Gedanken, die unabhängig von den Gedanken auf der Erde sind! Sie sprechen von Meinen Wegen zu den Menschen, die für sie auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben, weil Meine Gedanken nicht ihre Gedanken und ihre Wege nicht Meine Wege sind (vgl. Jesaja 55,8-9)!
Ich bringe das „kristallene Meer“ in Meinem Thronsaal durch Meinen Befehl und Meine Entscheidungen in Bewegung, so dass es zur Erschütterung in den „Köpfen“ der Menschen kommt, um den Blick für Meine Herrlichkeit zu offenbaren, spricht der HERR (vgl. Haggai 2,6-8 i.V.m. Hebräer 12,26-27)!
Da ist die Kraft des offenbarenden Wortes Gottes, das aus dem Munde der Propheten ergeht und eine zweifache Eigenschaft trägt, die dazu führt, dass die Pläne Gottes befestigt werden und der Widerstand des Bösen wie ein Fels zerreißt, spricht der Geist des Propheten (vgl. Jesaja 22,23 i.V.m. Jeremia 23,29)!
Erkennt, dass es Meine ewige Regierung ist, die alles Hohe, das Meiner Gerechtigkeit widersteht und sich ihr in den Weg stellt durch den prophetischen Erlass Meines Volkes verschlungen wird (vgl. Markus 11,23 i.V.m. Offenbarung 4,6a)!
Da ist die prophetische Salbung für diese und die kommende Zeit, die dem Geist des Jeremias gleichkommt und an die Oberfläche gelangt, um aus dem „Tor Benjamins“ zu prophezeien!
Es ist die Kraft des Zeugnisses Jesu, das in sich ein Wunder trägt, um die Zeit der Zukunft von dem Plan der Finsternis zu befreien (vgl. Offenbarung 19,10e)!
Inmitten von unhaltbarer Anklage und Schuldzuweisung werde Ich Mich mächtig erweisen, um die Spreu vom Weizen zu trennen, spricht der HERR (vgl. Lukas 3,17)!
Da ist ein besonderer prophetischer Einfluss, der mit dem Hören der Stimme Gottes im Zusammenhang steht und von Bedrängnis umgeben ist!
Doch dieser Einfluss erhebt sich kraftvoll aus der Bedrängnis und positioniert sich im „Tor“, um die Regierungspläne Gottes aus dem Zeitfenster von Dezember in die Zukunft zu sprechen!
Das hat zur Folge, dass es zur Umsetzung der Pläne Gottes auf Erden kommt, spricht der Geist des Propheten (vgl. Jeremia 37,13-14; Jeremia 38,7-13)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Offenbarung 21,2.10-11:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; …
 
Matthäus 6,10:
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
 
Sacharja 4,6.11-14:
6 Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth. …
11 Und ich hob an und sprach zu ihm: Was sind die zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters?
12 Und ich sprach weiter zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Ölbäume bei den zwei goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl herabfließt?
13 Und er sprach zu mir: Weißt du nicht, was sie sind? Ich aber sprach: Nein, mein Herr.
14 Und er sprach: Es sind die zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher aller Lande stehen.
 
Hesekiel 3,8-9:
8 Siehe, ich habe dein Angesicht so hart gemacht wie ihr Angesicht und deine Stirn so hart wie ihre Stirn.
9 Ja, ich habe deine Stirn so hart wie einen Diamanten gemacht, der härter ist als ein Kieselstein. Darum fürchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Haggai 2,6-8:
6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttern.
7 Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth.
8 Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth.
 
Hebräer 12,26-27:
26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber verheißt er und spricht (vgl. Haggai 2,6): „Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.“
27 Dieses „Noch einmal“ aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann.
 
Jesaja 22,23:
23 Und ich will ihn als Nagel einschlagen an einen festen Ort, und er soll werden zum Thron der Ehre für seines Vaters Haus.
 
Jeremia 23,29:
29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
 
Markus 11,23:
23 Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen werde, was er sagt, so wird es ihm geschehen.
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Lukas 3,17:
17 In seiner Hand ist die Worfschaufel, und er wird seine Tenne fegen und wird den Weizen in seine Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.
 
Jeremia 37,13-14:
13 Und als er zum Benjamintor kam, war dort ein Wachhabender mit Namen Jirija, der Sohn Schelemjas, des Sohnes Hananjas; der hielt den Propheten Jeremia an und sprach: Du willst zu den Chaldäern überlaufen.
14 Jeremia sprach: Das ist nicht wahr, ich will nicht zu den Chaldäern überlaufen. Aber Jirija wollte ihn nicht hören, sondern ergriff Jeremia und brachte ihn zu den Oberen.
 
Jeremia 38,7-13:
7 Als aber Ebed-Melech, der Kuschiter, ein Kämmerer in des Königs Haus, hörte, dass man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte, und der König gerade im Benjamintor saß, 8 da ging Ebed-Melech aus des Königs Haus und redete mit dem König und sprach: 9 Mein Herr und König, diese Männer handeln übel an dem Propheten Jeremia, dass sie ihn in die Zisterne geworfen haben; dort muss er vor Hunger sterben; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt.
10 Da befahl der König Ebed-Melech, dem Kuschiter: Nimm von hier drei Männer mit dir und zieh den Propheten Jeremia aus der Zisterne, ehe er stirbt.
11 Und Ebed-Melech nahm die Männer mit sich und ging in des Königs Haus in die Kleiderkammer und nahm dort zerrissene, alte Lumpen und ließ sie an einem Seil hinab zu Jeremia in die Zisterne.
12 Und Ebed-Melech, der Kuschiter, sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen, alten Lumpen unter deine Achseln um das Seil; und Jeremia tat es.
13 Und sie zogen Jeremia herauf aus der Zisterne an den Stricken. Und so blieb Jeremia im Wachthof.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

n der heutigen Zeit wie dieser, wo wir als Volk Gottes verschiedenen Herausforderungen gegenüberstehen, gilt es, dass wir uns vom Heiligen Geist in einen höheren Bereich von Wahrheit leiten lassen, bei der es sich um die Kraft der offenbarenden Wahrheit handelt (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Die Führung des Heiligen Geistes in den höheren Bereich von Wahrheit kommt dem Hinaufgehen auf einen Berg gleich, wo uns der HERR in Form der Vater- und Sohnschaft begegnet, um mit uns Gemeinschaft in einem höheren Offenbarungsbereich zu haben. Hierbei handelt es sich um eine Ebene, wo Gott uns Dinge kommuniziert, von denen wir noch nicht gehört haben bzw. mit denen wir zuvor noch nicht in Berührung gekommen sind (vgl. Jesaja 48,6-7).
 
Jesaja 48,6-7:
6 Das alles hast du gehört und siehst es und verkündigst es doch nicht. Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest.
7 Jetzt ist es geschaffen und nicht vorzeiten, und vorher hast du nicht davon gehört, auf dass du nicht sagen könntest: Siehe, das wusste ich schon.
 
In diesem Zusammenhang gebraucht der HERR das Maß von Gehorsam, der unser Ausdruck der Liebe ihm und seinem Wort gegenüber ist (vgl. Johannes 14,23)
 
Johannes 14,23:
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
 
Der Wandel im Gehorsam und der Aufenthalt auf dem Berg
 
Der Wandel im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes und seiner Weisung gleicht dem Aufenthalt auf dem Berg, der die innige Gemeinschaft im Heiligen Geist mit Gott dem Vater und Jesus Christus, dem Sohn beinhaltet. Diese Qualität von geistlicher Gemeinschaft sichert inmitten von herausfordernden Umständen ab und hält uns als Volk Gottes im Zentrum seines Willens (vgl. Matthäus 7,24-25).
 
Matthäus 7,24-25:
24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
 
In alledem ist es erforderlich nach seinesgleichen zu suchen, um gemeinsam den Weg auf den Berg zu beschreiten und dort „ein Haus“ auf dem Felsen zu errichten sowie zu einem Empfänger der Geheimnisse in Christus für diese Zeit zu werden (vgl. Sprüche 30,26 i.V.m. Kolosser 2,3; Kolosser 3,2-4).
 
Sprüche 30,26:
… 26 die Klippdachse – ein schwaches Volk, dennoch bauen sie ihr Haus in den Felsen; …
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Kolosser 3,2-4:
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
 
Anhand von Sprüche 30,26 i.V.m. Matthäus 7,24-25 wird deutlich, dass das Haus auf dem Felsen die geistliche Gemeinschaft mit dem HERRN und den Heiligen umfasst, die ein demütiges Herz haben und sich nicht auf ihre eigene Kraft verlassen (vgl. 2.Korinther 12,9).
 
2.Korinther 12,9:
9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
 
Anhand des hebräischen Wurzelwortes „šāṗān“ für „Klippdachse“, so wie es in Sprüche 30,26 erwähnt wird, wird auch deutlich, dass die Klippdachse mit dem „Verborgenen“ im Zusammenhang stehen, da das Wurzelwort „zu verbergen – wie einen Schatz“ bedeutet. (Anm.: Worterklärung zu dem hebräischen Wort „šāṗān“ entnommen aus der Strong‘s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer H8226)
 
Um Empfänger der Geheimnisse in Christus für diese Zeit zu werden, bedarf es Opferbereitschaft, die das Ablegen der Vergangenheit und der Gegenwart bedeutet, um unvoreingenommen und vollkommen unberührt mit fester Zuversicht diese Zeit der Zukunft zu beschreiten (vgl. Philipper 3,13-14).
 
Philipper 3,13-14:
13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich es ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, 14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
 
Das führt uns zu dem Ergebnis, nicht allein Entscheidungen auf der Grundlage der gemachten Erfahrungen aus der Vergangenheit zu treffen, sondern aus der festen Zuversicht in Christus Jesus (vgl. Hebräer 11,1)
 
Hebräer 11,1:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
 
Opferbereitschaft und der Aufenthalt im neuen Tag
 
Diese Opferbereitschaft (Anm.: gestorben in Christus Jesus, vgl. Kolosser 3,3) hat zur Folge, dass man sich durch die Führung des Heiligen Geistes mit dem Beginn des neuen Tages (Anm.: Der Tag beginnt mit dem Abend; vgl. 1.Mose 1,5b) sowie seinesgleichen in die höhere Dimension der Wahrheit (Anm.: offenbarende Wahrheit) bewegt.
 
Hierin pflegt man die Gemeinschaft mit den vom HERRN geistlich verbündeten Heiligen, um in der Gegenwart Gottes zu feiern, selbst wenn es sich vor dem Angesicht der Feinde ereignet (vgl. 1.Mose 31,45 i.V.m. Psalm 23,5).
 
1.Mose 31,54:
54 Und Jakob schwor ihm bei dem Schrecken Isaaks, dem Gott seines Vaters. Und Jakob opferte auf dem Gebirge und lud seine Brüder zum Essen. Und als sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Gebirge über Nacht.
 
Psalm 23,5:
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
 
Der „Anzahl“ der Heiligen kommt eine besondere Bedeutung zu, die durch ihre Erwartungshaltung im Glauben einen Bereich der prophetischen Vision kreieren. Dadurch werden die Führungskräfte innerhalb des Leibes Jesu zu einer „geöffneten Tür“, damit der Ewigkeitsplan Gottes für die unmittelbar bevorstehende und kommende Zeit in den Bereich prophetischer Erwartungshaltung der Heiligen fließt. Durch diese offenbarende Wahrheit in Form von Weisheit und Strategie kommt es zum Gedeihen inmitten des Volkes Gottes (vgl. Sprüche 29,18 i.V.m. 2.Chronik 20,20c).
 
Sprüche 29,18:
18 Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet!
 
2.Chronik 20,20c:
… 20c Glaubt an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen.
 
Es verhält sich ähnlich wie zur Zeit von Mose als er mit Aaron, Nadab und Abihu sowie den siebzig Ältesten Israels auf den Berg stieg und in die offenbarende Gegenwart Gottes eintrat, um dort gemeinsam zu essen und zu trinken. Das hatte zur Folge, dass sie die Gegenwart Gottes schmeckten und sahen, um sie aus dem Geistbereich in den irdischen Bereich zum Volk transferieren zu können (vgl. 2.Mose 24,4-11 i.V.m. Psalm 34,9).
 
2.Mose 24,4-11:
4 Da schrieb Mose alle Worte des HERRN nieder und machte sich früh am Morgen auf und baute einen Altar unten am Berge und zwölf Steinmale nach den zwölf Stämmen Israels 5 und sandte junge Männer von den Israeliten hin, dass sie darauf dem HERRN Brandopfer opferten und Dankopfer von jungen Stieren.
6 Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und goss es in die Becken, die andere Hälfte aber sprengte er an den Altar.
7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks. Und sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören.
8 Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.
9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf 10 und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist.
11 Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen Israels. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.
 
Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
 
Die „Vier“ und die 70 Ältesten
 
Die Zahl „4“, die durch die Gegenwart von Mose, Aaron, Nadab und Abihu repräsentiert wird im Hebräischen steht mit der „geöffneten Zelttür“ und die Zahl „70“, die durch die siebzig Ältesten Israels dargestellt wird mit dem „Auge“ und den „tiefen Wassern“ Gottes in Verbindung. Die genannten zwei Personenkreise tragen gemeinsam das hebräische Wort „‘ad, was „Ewigkeit, immer, dauernd, bis zu, schließlich“ und auch „Beute“ bedeutet. Weiterhin kann es auch auf die Stellung eines „Zeugen“ (hebr. „‘ēd) hinweisen (Anm.: Beide Worte bestehen aus den hebräischen Buchstaben „Ajin“ und „Daleth“, die den Zahlenwert „74“ ergeben.). (Anm.: Worterklärung zu dem hebräischen Wort „‘ad und „‘ēd entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer 5814, 5815, 5816, 5817, 5818).
 
Somit wird deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Führungskräften im Leib Jesu und dem sich in der Weisheit des HERRN bewegenden Volk Gottes erforderlich ist. Das hat zur Folge, dass der lebendige Ewigkeitsplan des HERRN, von dem noch nie jemand gehört und diesen noch nie gesehen hat, wie die Beute zur Zeit von Petrus, als er hungrig auf dem Dach des Hauses von Simon, dem Gerber stand, von oben herunterkommt, um diesen aus den Händen Gottes in Empfang zu nehmen (vgl. 1.Korinther 2,9 i.V.m. Apostelgeschichte 10,9-16)
 
1.Korinther 2,9:
9 Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (vgl. Jesaja 64,3): „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“
 
Apostelgeschichte 10,9-16:
9 Am nächsten Tag, als diese auf dem Wege waren und in die Nähe der Stadt kamen, stieg Petrus auf das Dach, zu beten um die sechste Stunde.
10 Und als er hungrig wurde, wollte er essen. Während sie ihm aber etwas zubereiteten, geriet er in Verzückung 11 und sah den Himmel aufgetan und etwas wie ein großes leinenes Tuch herabkommen, an vier Zipfeln niedergelassen auf die Erde.
12 Darin waren allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde und Vögel des Himmels.
13 Und es geschah eine Stimme zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss!
14 Petrus aber sprach: O nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Verbotenes und Unreines gegessen.
15 Und die Stimme sprach zum zweiten Mal zu ihm: Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten.
16 Und das geschah dreimal; und alsbald wurde das Tuch wieder hinaufgenommen gen Himmel.
 
Es gilt sich in offenbarender Wahrheit vom Heiligen Geist führen zu lassen, um in einen höheren Bereich von Wahrheit einzutreten, der in sich die Kraft Gottes trägt. Diese Kraft benötigen wir, um unseren Weg in größerem Überblick und höherer Perspektive fortzusetzen, um unserem Umfeld wirksam Segen und Orientierung zu sein.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm