Pe Aleph 5781
(Bild von Simon Glimm)

 

Geliebtes Volk Gottes,
 
dieses prophetische Wort dient als Stückwerk und Hinweis auf das nächste biblische Jahr (Anm.: 5781/2021), das vor uns liegt. Wir ermutigen jeden von euch über diesem Wort zu beten sowie den Plan des Vaters über das kommende Jahr zu proklamieren.
 
Der 18. September 2020 und das neue biblische Jahr 5781
 
Am Abend des 18.09.2020 treten wir als Leib Jesu gemeinsam mit dem jüdischen Volk in das neue biblische Jahr 5781 ein. Dies ist für uns als eingepfropfte wilde Ölzweige in den edlen Olivenbaum wichtig, indem wir Anteil an der Fettigkeit (Anm.: Salbung) der Wurzel haben (vgl. Römer 11,17-18).
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
 
Der Augapfel Gottes
 
Gemäß Sacharja 2,12b ist Israel der Augapfel Gottes, von dem Jerusalem wie seine Pupille fungiert, so dass es für uns als Christen aus den Völkern von Heiden und Nationen gut ist, wenn wir durch Israel auf unser Leben und Umfeld schauen. Das führt zu dem Ergebnis, dass wir mit erleuchteten Augen zuversichtlich in unsere Zukunft mit Jesus Christus gehen.
 
Sacharja 2,12b:
… 12b Wer euch (Anm.: Israel) antastet, der tastet meinen Augapfel an.
 
Die Offenbarungen, die wir durch diese Vorgehensweise erhalten, beinhalten Strategien, die uns behilflich sind, unser Leben im Zentrum des Willens Gottes und seinem Frieden zu positionieren, so wie auch Epaphras betete (vgl. Kolosser 4,12).
 
Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.
 
Die Ausdrucksweise von Erkenntnis
 
Als Volk Gottes befinden wir uns derzeit im biblischen Zyklus der „80er“, welcher mit dem hebräischen Buchstaben „Pe – Mund” verbunden ist. Es ist die Dekade, die mit der mündlichen „Ausdrucksweise von Erkenntnis“ verbunden ist. Sie bringt das in Worten Gesprochene hervor und bildet in ihrem Anfang die Grundlage für die weiteren Jahre innerhalb des biblischen Jahrzehnts (vgl. Habakuk 2,14).
 
Habakuk 2,14:
14 Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.
 
Der Zahlenwert 1
 
Das biblische Jahr 5781 steht mit dem hebräischen Buchstaben „Aleph“ im Zusammenhang, der ebenfalls den Zahlenwert „1“ trägt. Alles Erste hat bei Gott einen besonderen Stellenwert und ist mit dem Prinzip des Gebens in Form einer „Erstlingsfrucht“ verbunden (vgl. 2.Mose 13,1-2 i.V.m. 3.Mose 23,9-11).
 
2.Mose 13,1-2:
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Heilige mir alle Erstgeburt bei den Israeliten; alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei Mensch und Vieh, das ist mein.
 
3.Mose 23,9-11:
9 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 10 Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und es aberntet, so sollt ihr die erste Garbe eurer Ernte zu dem Priester bringen.
11 Der soll die Garbe als Schwingopfer schwingen vor dem HERRN, dass sie euch wohlgefällig mache. Das soll aber der Priester tun am Tage nach dem Sabbat.
 
Das Prinzip des Gebens der Erstlingsfrucht ist ein Hinweis auf Jesus Christus und seine Auferstehung. Aus dem Grund, weil die Garbe der Gerstenernte von dem Tag der Auferstehung gezählt wird und seinen Höhepunkt zu Schawuot/Pfingsten findet (vgl. 3.Mose 23,15-17).
 
3.Mose 23,15-17:
15 Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen.
16 Bis zu dem Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.
17 Ihr sollt aus euren Wohnungen zwei Brote bringen als Schwingopfer, von zwei Zehnteln feinstem Mehl, gesäuert und gebacken, als Erstlingsgabe für den HERRN.
 
Die Bedeutung der Zahl „1“ wird darin deutlich, dass diese erstmalig in 1.Mose 1,1-5 ihre Verwendung findet bei der Erschaffung des ersten Tages.
 
1.Mose 1,1-5:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Hierin ist ein Grundprinzip verankert, das auf die neue Dimension „der Himmel“ hinweist, bei der der erste Himmel (Anm.: Erde) durch das gesprochene Licht Gottes in die Ordnung gebracht wird.
 
Hierbei geht es um die Gegenwart von Jesus Christus, der in Form des erleuchteten Wortes Gottes (Anm.: offenbarende Wahrheit), als Licht auf die Erde trifft. Dieses Licht bringt mit der von Gott vorherbestimmten Präsenz des Heiligen Geistes, die das Training in der offenbarenden Wahrheit beinhaltet, Ordnung hervor (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Das ewige Licht Gottes
 
Es ist diese Gegenwart des ewigen Lichtes Gottes, das Jesus Christus ist, der im Anfang der Schöpfung dazu führte, dass die Zeit durch das gesprochene Wort Gottes in den von Gott kreierten Raum gebracht wurde, um Trennung zwischen Licht und Finsternis zu bringen.
 
Das Zeugnis Jesu, welches der Geist der Prophetie ist, und das prophetische Wort sind Licht, das an einem dunklen Ort scheint (vgl. 1.Mose 1,3-5; Johannes 1,1-5; Johannes 8,12; 2.Petrus 1,19; Offenbarung 19,10e).
 
1.Mose 1,3-5:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Johannes 1,1-5:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
 
Johannes 8,12:
12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
 
2.Petrus 1,19
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen (Anm.: dreckigen) Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Dieses Licht von Gott, dem Vater ist dazu bestimmt, in den Bereich von „Chaos“ zu dringen, um göttliche Ordnung zu etablieren, der mit „Shalom – Frieden“ verbunden ist (vgl. 1.Korinther 14,33a).
 
1.Korinther 14,33a:
33a Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. …
 
Das hebräische Wort „šālôm“ steht im engen Zusammenhang mit JAHWE als „SHALOM“ zur Zeit von Gideon, als auch mit Jesus Christus, dem Fürst des Friedens (vgl. Richter 6,24; Jesaja 9,5).
Shalom“ bedeutet weiterhin „Vollständigkeit, einwandfreier Zustand, Wohlergehen, Frieden sowie Frieden in der Beziehung zu Gott und zu den Menschen, Sicherheit, Gesundheit, Erfolg, Ruhe, Zufriedenheit und Übereinstimmung.“ (Teilauszug aus der Strong's Konkordanz Nr. H7965)
 
Der Zustand von Chaos ist lediglich ein Hinweis darauf, dass die richtigen Elemente in einem Bereich vorhanden sind, jedoch nicht am richtigen Platz positioniert sind. Jesus kreierte eine Sphäre des regierenden Lichtes auf das Wort des Vaters hin, was dazu führte, dass die Substanz, die zuvor im Chaos war, in die Ordnung Gottes gebracht wurde. Jesus war sozusagen das sogenannte „Gottesteilchen“, das göttliche Ordnung brachte, um Licht von Finsternis zu trennen.
 
Anhand der o.g. Bibelstellen wird deutlich, dass Jesus Christus das Licht und zur gleichen Zeit das Wort ist, wobei das Wort Gottes ein lebendiges, kraftvolles und zweischneidiges Schwert ist, was sich mit dem inwendigen Menschen beschäftigt und unnütze Dinge (Anm.: Finsternis) abtrennt (vgl. Hebräer 4,12).
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
 
Das bedeutet, dass Gott in uns Finsternis von Licht abtrennt, so dass wir heller in der Welt leuchten können. Dieses Vorgehen zeigt an, dass Gottes Abtrennung gut ist. Die göttliche Trennung inmitten des ersten Tages brachte das Verhältnis von Zeit in die Ewigkeit hinein, weshalb auch Mose von einem Tag Gottes spricht, der wie tausend Jahre sein kann (vgl. Psalm 90,4).
 
Psalm 90,4:
4 Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.
 
Gott identifiziert sich mit unserer temporären Zeit auf der Erde, aber er regiert aus der Ewigkeit.
Am Anfang des ersten Tages gab es noch keine Sonne und auch keinen Mond, weil sie erst am vierten Tag erschaffen wurden, um der temporären Zeit einen geordneten Ablauf zu geben (vgl. 1.Mose 1,14-19).
 
1.Mose 1,14-19:
14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so.
16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
 
Somit ist die Erschaffung des ersten Tages eine neue Dimension von Zeit inmitten der Ewigkeit, in der uns der Vater auffordert in seinem eingeborenen Sohn, Jesus Christus, zu wandeln (vgl. Johannes 3,16).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Durch Offenbarungserkenntnis und den Wandel in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes sind wir in der Lage, mit chaotischen Umständen umzugehen, indem wir die Kraft der offenbarenden Wahrheit aus dem Wort Gottes aussprechen und anwenden, so dass sich Ordnung und Shalom (Anm.: göttlicher Frieden) etabliert.
 
Der hebräische Buchstabe „Aleph“
 
Wie bereits zuvor erwähnt, hat der hebräische Buchstabe „Aleph“ den Zahlenwert „1“ und bedeutet „Rind, sich gewöhnen, Tausend, lehren, belehren, „Führer, Stärke, Meister/ HERR“. Weiterhin hat er die piktografische Darstellung eines „Stierkopfs“.
 
Das „Aleph“ ist der sogenannte „Vaterbuchstabe“, weil alles mit dem Vater beginnt, der als der Allmächtige der Anfang und das Ende ist, und weil das hebräische Wort für „Vater – āb mit einem „Aleph“ beginnt (vgl. Offenbarung 1,8).
 
Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Auch Jesus sagte, dass er nicht in seinem eigenen Namen kam und auch nicht seine eigenen Werke vollbrachte, sondern nur das tat, was er den Vater tun sah (vgl. Johannes 5,19.43).
 
Johannes 5,19.43:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. …
43 Ich bin gekommen in meines Vaters Namen und ihr nehmt mich nicht an.
 
Inmitten der Gegenwart des himmlischen Vaters befindet sich das leise, sanfte Säuseln, das den Propheten Elija dazu veranlasste, aus seinem Selbstschutz zu kommen und in den Eingang der Höhle zu treten (vgl. 1.Könige 19,12b-13).
 
1.Könige 19,12b-13:
… 12b Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
13 Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle.
 
Es ist das leise, sanfte Säuseln, dass in sich die Gegenwart des „ICH BIN – JAHWE“ trägt, der sich z.B. die Elemente von Wind und Feuer zunutze macht, um sich den Menschen zu offenbaren und sie zu berufen, damit sie darin einwilligen und in der Auserwählung Gottes wandeln (vgl. 1.Mose 3,8a; 2.Mose 3,2.14 i.V.m. Matthäus 22,14).
 
1.Mose 3,8a:
8a Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl (Anm.: beim Wind des Tages) geworden war. …
 
2.Mose 3,2.14:
2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.
14 Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: „Ich werde sein“, der hat mich zu euch gesandt.
 
Matthäus 22,14:
14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.
 
Weiterhin weist das „Aleph“ auf die Aufgabe von Jesus Christus als Hohepriester nach der Ordnung Melchisedek hin, der in Fürbitte vor JAHWE für uns eintritt (vgl. Hebräer 7,25 i.V.m. Hebräer 9,24).
 
Hebräer 7,25:
25 Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.
 
Hebräer 9,24:
24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen; …
 
Es ist das Angesicht des „Stiers“, das ein Hinweis auf das Angesicht des himmlischen Vaters in Form von Priesterschaft und Stärke ist, die er durch die Sohnschaft Christi in Verbindung mit der Führung des Heiligen Geistes in seinem Volk auf der Erde reflektieren möchte.
 
Das Angesicht Gottes und Erkenntnis
 
Um die Eigenschaft des Angesichtes Gottes besser zu verstehen, sollte man das hebräische Wort für „Angesicht“, „pānîm“, eingehend betrachten, was „Angesichter“ sowie „die Gegenwart einer Person, das Aussehen und Vorderseite“ bedeutet. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Angesicht- pānîm“ mit der Wortschlüsselnummer 6574)
 
Dieses hebräische Wort „pānîm“ steht in der Pluralform, was uns deutlich macht, dass Gott Interesse daran hat, auf vielfältige Weise zu uns zu sprechen. Er hat nicht nur ein Angesicht, sondern offenbart sich in verschiedenen Charakteren.
 
Nach dem biblischen Kalender befinden wir uns in der Dekade von „Pe“, die mit dem „Mund“ im Zusammenhang steht. Da der Mund zum Gesicht gehört und in der Kommunikation eine wichtige Rolle spielt, liegt darin eine besondere Bedeutung.
 
Es ist kein Zufall, dass das hebräische Wort für „Angesicht“ mit dem Buchstaben „Pe“ beginnt.
 
In einem prophetischen Kontext und in Verbindung mit der Dekade „Pe“ ist der Mund ein Hinweis darauf, dass der Heilige Geist uns als Volk Gottes in den Bereich der mündlichen „Ausdrucksweise von göttlicher Erkenntnis“ führt.
 
Dieses Anerkennen göttlicher Erkenntnis kann sich über die verschiedenen Facetten des „Angesichts – pānîm“ Gottes ausdrücken.
 
Die vier offenbarenden Charaktere des Angesichts des HERRN sind:
 
  1. das Gesicht des Löwen => Das Gesicht des Löwen ist mit dem Geist des HERRN sowie dem Geist der Furcht des HERRN verbunden.
  2. das Gesicht des Stiers => Das Gesicht des Stiers ist verbunden mit dem Geist der Stärke.
  3. das Gesicht des Menschen => Das Gesicht des Menschen ist verbunden mit dem Geist des Verstandes und des Rates.
  4. das Gesicht des fliegenden Adlers => Das Gesicht des fliegenden Adlers steht in Verbindung mit dem Geist der Weisheit und der Erkenntnis.
Im Zusammenhang mit der Ordnung Melchisedeks weisen die Angesichter auf folgende Autoritätsebenen in Christus hin (vgl. Hebräer 5,5-6 i.V.m. 1.Mose 14,18-20):
 
  1. Königtum Melchisedeks => Gesicht des Löwen
  2. Priestertum Melchisedeks => Gesicht des Stiers
  3. Gesetzgebung Melchisedeks => Gesicht des Menschen
  4. Orakel Melchisedeks (Anm.: Urim und Tummim= Führung des Heiligen Geistes in alle Wahrheit; vgl. Johannes 16,13-15) => Gesicht des Adlers/fliegender Adler
Gottes Erkenntnis ist gepaart mit Verhüllung, weil diese zu den Schätzen gehört, die in Jesus Christus verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,3).
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Jesus Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Um in der Stellung des königlichen Priestertums Christi agieren zu können, ist die Voraussetzung, in der Kraft seines Blutes zu wandeln und in seinem Opfertod am Kreuz zu leben.
 
Das geschieht, indem man Jesus Christus als Sohn Gottes durch Glauben im eigenen Leben empfangen hat und ihm uneingeschränkt (Anm.: in Treue, mit aufrichtigem Herzen, in Demut) mit seinem Leben nachfolgt.
 
Daraus resultiert, dass Jesus Christus durch seinen Heiligen Geist in einem wohnt und sein Blut das Königtum und die Priesterschaft somit aktiviert (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Wenn wir unsere persönliche Beziehung zu Jesus Christus vertiefen und pflegen, hat das zur Folge, dass wir in ihm verstärkter den himmlischen Vater erkennen und die Art und Weise, wie er uns erscheint und kommuniziert.
 
Es ist Jesus Christus, der den übernatürlichen Bereich des Vaters mit dem natürlichen Bereich verbunden hat (vgl. Johannes 14,6).
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Die Jahreslosung für das Jahr 2021
 
Die Herrenhuter Jahreslosung für das gregorianische Jahr 2021 ist aus Lukas 6,36, wo es heißt:
 
Lukas 6,36:
36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
 
Die Barmherzigkeit des himmlischen Vaters setzt immer eine Handlung des Glaubens voraus und sollte nicht allein als Mitleid verstanden werden, das keine Taten folgen lässt (vgl. Jakobus 2,17.26).
 
Jakobus 2,17.26:
17 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. …
26 Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
 
Jemanden zu bemitleiden bedeutet nichts anderes als dass man sich zwar mit der betreffenden Person, die sich in Schwierigkeiten befindet, identifiziert, aber keine tatkräftige Hilfe folgen lässt.
 
Als Volk Gottes sollten wir jedoch genauso reagieren wie es Jesus tat, der aus einem höheren Bereich im Willen des Vaters agierte und Menschen half, indem er sie heilte, ihnen diente oder auch von dämonischer Bedrückung befreite (vgl. Johannes 5,19).
 
Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. …
 
Anhand der Geschichte aus Johannes 5,1-9 gilt es, auf Barmherzigkeit einzugehen, die es beinhaltet, aus einem höheren geistlichen Bereich in Jesus Christus tätig zu werden.
 
Johannes 5,1-9:
1 Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.
2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; 3 in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.
„Sie warteten darauf, dass sich das Wasser bewegte. 4 Denn der Engel des Herrn fuhr von Zeit zu Zeit herab in den Teich und bewegte das Wasser. Wer nun zuerst hineinstieg, nachdem sich das Wasser bewegt hatte, der wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt.“
5 Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank.
6 Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.
 
Jesus ging zur Zeit eines Festes hinauf, was bedeutet, dass er in einen höheren geistlichen Bereich eintrat. Gott ruft sein Volk auf, sich auf eine höhere, geistliche Ebene zu begeben und dort tätig zu werden.
 
Manche Gläubige haben ihre Maßstäbe zu niedrig gesetzt, so dass sie nur ihre eigenen Erwartungen erfüllen, aber Gott möchte, dass wir gemäß seines Willens unsere Maßstäbe höher setzen.
 
Der von uns gesetzte Maßstab sollte grundsätzlich im Einklang mit Gottes hohen Gedanken bzw. seiner Vorstellung und Werte sein (vgl. Jesaja 55,8-9).
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Wir leben als Menschen heutzutage in einem Bereich von Denken, das uns sagen möchte, dass es ausreicht, Menschen zu bemitleiden doch das ist nicht Gottes Plan.
 
Es ist unser Auftrag, in der vom himmlischen Vater gegebenen Weisheit Einfluss auf die Menschen in unserem Umfeld zu nehmen, genauso wie Jesus Christus es tat (vgl. Johannes 7,15-18).
 
Johannes 7,15-18:
15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht gelernt hat?
16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.
17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.
18 Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.
 
Auf die Aufforderung Jesu reagieren
 
In Bezug auf die Bibelstelle aus Johannes 5 wurde der Lahme zu einem Überwinder seines gelähmten Zustands, weil er auf die Aufforderung von Jesus reagierte, aufstand und höher ging.
Der Lahme erneuerte seine Gedanken und hob diese auf eine höhere Ebene, von der aus Jesus zu ihm sprach (vgl. Johannes 5,8-9).
 
Johannes 5,8-9:
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.
Es war aber an dem Tag Sabbat.
 
Der Vorgang der Veränderung setzte im Leben des Lahmen ein, als sich der Lahme erhob und den Ort seiner Schwachheit verließ (vgl. Galater 5,16.25 i.V.m. Kolosser 3,1-2).
 
Galater 5,16.25:
16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. …
25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
 
Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
 
Erneuerung des Denkens
 
Wie bereits zuvor erwähnt, ging Jesus während eines Festes hinauf nach Jerusalem. Das bedeutet, dass wir nicht hinaufgehen können, bis wir nicht unser Denken an einen höheren Ort gehoben und eine alte Zeit abgeschlossen haben, um eine neue Zeit der Freude zu beginnen (vgl. Epheser 4,23-24 i.V.m. Römer 12,2).
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Die Erhebung unseres Denkens wird unter anderem darin deutlich, dass, wenn wir uns in eine Richtung bewegen, der Rest unseres Körpers unserem Kopf folgt.
Wo auch immer unser Kopf sich hinwendet, befindet sich unser Fokus. Wir können nicht nach hinten mit dem Blick von Ablehnung und Trauer schauen, um dann zu erwarten in unsere Zukunft gehen zu können, weil unser Körper unserem Kopf (Anm.: Fokussierung, Ausrichtung) folgt.
 
Da Jesus Christus das Haupt der Gemeinde ist, sollten wir ihm erlauben, unser Haupt zu sein, so dass wir befähigt sind, durch das Blut des Lammes mit einem reinen Gewissen voranzugehen, ohne von einem Denken von Verlust und Traurigkeit aus der Vergangenheit in unserem Vorankommen blockiert zu werden (vgl. Hebräer 9,14).
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
 
Möge unser Kopf verbunden mit unserem Herzen dem Vater durch unsere Sohnschaft in Christus so unterstellt sein, dass wir vollkommen auf ihn ausgerichtet vorangehen und erleben, wie sich das Himmlische durch uns, unseren Wandel und unseren Mund auf Erden offenbart.
 
Amen und Amen.
 
Ein lebendiges und süßes Jahr 5781,
 
Daniel Glimm

 

 

 

 

 

 

 

 
(Bild von Simon Glimm)

Wir befinden uns als Volk Gottes in einer Zeit, in der der Heilige Geist dabei ist, die Geheimnisse bzw. Versieglungen im Wort Gottes denen aufzuschließen, die sich mit einem reinen und aufrichtigen Herzen seiner Gegenwart nahen. Es handelt sich hierbei um die Heiligen, die durstig sowie hungrig nach mehr von ihm sind, und bereit den „Preis“ zu bezahlen (vgl. Matthäus 5,8 i.V.m. Daniel 12,4).
 
Matthäus 5,8:
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
 
Daniel 12,4:
4 Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle dies Buch bis auf die letzte Zeit. Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden.
 
Die geheime Gegenwart Gottes und die darin enthaltene Offenbarung
 
Diese Gegenwart Gottes und alle darin enthaltene Offenbarung, kann nur ergriffen werden, wenn wir zuerst dem himmlischen Vater eine Stätte bereitet haben, so dass er mit seiner Gegenwart und Herrlichkeit in unsere temporäre Zeitzone im irdischen Bereich eintreten kann.
 
Eine solche Etablierung der Stätte Gottes wird unter anderem dadurch vollzogen, indem wir in das Königreich Gottes besonders zu den Anfängen der festgesetzten Zeitzyklen des HERRN investieren. Da Gott sich treu ist, sind diese richtigen Zeitfenster an seine zunehmende Gegenwart gekoppelt.
 
Anfänge stehen immer in Verbindung mit Zunahme und deshalb hat auch Gott für den Erdbereich die temporäre Zeit erschaffen, in der sich die zwölf Monate gemäß seinem Befehl in sich verbinden und auch gegenseitig unterordnen müssen (vgl. 2.Mose 12,2 i.V.m. 2.Mose 13,4).
 
2.Mose 12,2:
2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
 
2.Mose 13,4:
4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.
 
Diesem Befehl Gottes entnommen, ist davon auszugehen, dass es zuvor eine andere Zeitrechnung gegeben haben muss. Diese vorherige Zeitrechnung orientiert sich an der Erschaffung des Menschen, was mit dem siebenten Monat (Anm.: „Ethanim/Tischri“) des biblischen Kalenders im Zusammenhang steht.
 
Das Volk Israel nimmt in diesem Monat Ethanim/Tischri bis zur heutigen Zeit das neue Jahr (Anm.: Rosch ha-Schana) aus den Händen Gottes in Empfang (vgl. 3.Mose 23,23-25).
 
Da Adam und Eva durch ihren Sündenfall den ersten kreierten Zeitzyklus Gottes (Anm.: Segenszyklus – „Seid fruchtbar und mehrt euch.“; vgl. 1.Mose 1,28) verletzt hatten und dieser ab dem Zeitpunkt des Sündenfalls eine Abwärtsspirale (Anm.: Fluch) in sich trug, musste Gott einen neuen Zeitzyklus kreieren (Anm.: den Zyklus der Erlösung), der mit dem Blut des Lammes verbunden ist, um diese Abwärtsspirale im Zeitzyklus des Segens zu blockieren.
 
Im Monat „Abib/Nissan“ wurde das Volk Israel aus der Knechtschaft der Schlange befreit (Anm.: der Pharao trug als Herrschersymbol eine aufgerichtete Kobra auf dem Kopf) und der (Anm.: erste, vorherige) Zeitzyklus, der Segenszyklus Gottes, erlöst.
 
Das Eintreten in die Gegenwart Gottes zur rechten Zeit
 
Um zur rechten Zeit der Ewigkeit in die Gegenwart Gottes in unserer temporären Zeit eintreten zu können, ist erforderlich, die Zeitfenster des himmlischen Vaters zu ehren, genauso wie er sie ehrt, was dadurch deutlich wird, dass der HERR seine beiden erschaffenen Jahresanfänge achtet.
 
Dies tut bzw. tat er, indem Er zur Zeit von Mose bei der Fertigstellung der Stiftshütte im ersten biblischen Monat „Nissan/Abib“ (Anm.: Beginn des heiligen, biblischen Jahres – Zeitzyklus der Erlösung) und zur Zeit von König Salomo bei der Fertigstellung des Tempels im siebenten biblischen Monat „Ethanim/Tischri“ (Anm.: Beginn des biblischen, bürgerlichen Jahres – Zeitzyklus des Segens) die genannten Wohnstätten mit seiner geheimen Gegenwart und Herrlichkeit erfüllte.
 
Aus diesem Grund ist es auch für uns als Volk Gottes entscheidend, den Wert von Zeit zu erkennen als auch diesen Wert wie Gott zu achten, indem auch wir im Glauben zu diesen Zeitfenstern rechtzeitig eine Stätte für seine Gegenwart bereiten, damit er sich mit seiner Herrlichkeit auf die Folgemonate in unserem Leben ausbreiten kann (vgl. 2.Mose 40,1-2.16-17 i.V.m. 1.Könige 8,2.8-12).
 
2.Mose 40,1-2.16-17:
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Du sollst die Wohnung der Stiftshütte aufrichten am ersten Tage des ersten Monats.
16 Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte.
17 Also wurde die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr am ersten Tage des ersten Monats.
 
1.Könige 8,2.8-12:
2 Und es versammelten sich beim König Salomo alle Männer in Israel am Fest im Monat Ethanim, das ist der siebente Monat.
8 Und die Stangen waren so lang, dass ihre Enden gesehen wurden in dem Heiligen, das ist die Tempelhalle, vor dem Chorraum; aber von außen sah man sie nicht. Und dort sind sie bis auf diesen Tag.
9 Und es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln des Mose, die er hineingelegt hatte am Horeb, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit Israel schloss, als sie aus Ägyptenland gezogen waren.
10 Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, 11 so dass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
 
Die Etablierung der Wohnstätte Gottes
 
Das Bereiten der Stätte für die Gegenwart Gottes ist immer mit dem Geben verbunden. Gott ist ein gebender Gott und auch die erste Wohnstätte Gottes, die Stiftshütte, konnte nur durch freiwillige Gaben von materiellen Werten des gesamten Volkes Israel errichtet werden (vgl. 2.Mose 25,1-9 i.V.m. 2.Korinther 9,6-7).
 
2.Mose 25,1-9:
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Sage den Israeliten, dass sie für mich eine Opfergabe erheben von jedem, der es freiwillig gibt.
3 Das ist aber die Opfergabe, die ihr von ihnen erheben sollt: Gold, Silber, Kupfer, 4 blauer und roter Purpur, Scharlach, feine Leinwand, Ziegenhaar, 5 rot gefärbte Widderfelle, Dachsfelle, Akazienholz, 6 Öl für die Lampen, Spezerei zum Salböl und zu wohlriechendem Räucherwerk, 7 Onyxsteine und eingefasste Steine zum Priesterschurz und zur Brusttasche.
8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.
9 Genau nach dem Bild, das ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige, sollt ihr es machen.
 
2.Korinther 9,6-7:
6 Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
7 Ein jeder, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
 
Vom Geben und Glauben
 
Das Volk Israel reagierte im Glauben auf die prophetische Offenbarung, die Mose empfing, indem sie freiwillig von ihrem Reichtum gegeben haben, um eine größere Gegenwart und Herrlichkeit des HERRN unter sich erleben zu können.
 
Da die zunehmende Gegenwart und Herrlichkeit Gottes in seinem Volk in Verbindung mit Prophetie und Offenbarung als auch dem Geben steht, ist es gerade wichtig, dass wir in geisterfüllte Dienste in der heutigen Zeit investieren.
 
Vor allem dann, wenn wir entsprechend ein Zeugnis in unserem Geist über die gemachten Aussagen der Propheten/Prophetinnen der jeweiligen Dienste tragen. Unsere Investitionen sollten ein Zeichen des Glaubens sein, so dass Gottes Gegenwart in unserem Leben noch stärker zunimmt, was auch bedeutet, dass wir an den Wert in der entsprechenden Zeit des Gebens glauben.
 
Die wichtigsten Zeitfenster, um in das Königreich Gottes im Glauben zu investieren, ist zu den zwei oben genannten biblischen Jahresanfängen (vgl. 2.Mose 23,15; 2.Mose 34,20d.23-24), zu Pessach, Schawuot/Pfingsten im Frühjahr sowie zu Sukkot, dem Laubhüttenfest, Erntedankfest im Herbst.
 
2.Mose 23,15:
15 Das Fest der Ungesäuerten Brote sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, …
 
2.Mose 34,20d.23-24:
… 20d Und dass niemand vor mir mit leeren Händen erscheine! …
23 Dreimal im Jahr (Anm.: 1.Pessach, 2.Schawuot, 3.Sukkot) soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.
 
Ich möchte dazu geradezu ermutigen, Ergebnisse des Gebens im Glauben zu diesen Zeitfenstern zu prüfen, indem man als aufrichtiger Geber darauf achtet, wie sich die Gegenwart Gottes und sein Segen im weiteren Verlauf der Zeit im Leben ausbreitet. Es ist das Zeugnis zahlreicher Menschen im Volk Gottes, dass sie feststellen konnten, wie sich selbst die Beziehung zu Gott, dem Geber aller guten Gaben und himmlischen Vater, intensiviert und Durchbrüche geschehen.
 
Die Tränen der Verzweiflung und die Wegweisung Gottes
 
Der Vorgang des Gebens verweist auf die vom himmlischen Vater gegebene Liebe, die sein Sohn, Jesus Christus ist, der von den Menschen gekreuzigt wurde und nach drei Tagen auferstand (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Markus 9,31).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Markus 9,31:
31 Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so wird er nach drei Tagen auferstehen.
 
Das aufrichtige Geben setzt größere Qualität von Autorität und Offenbarungserkenntnis frei und bringt uns in einen Bereich der Offenbarungsebene Gottes, wo sich Tränen der Verzweiflung der Gemeinde, die auf Erden lebt, sammeln, aber zeitgleich die Wegweisung Gottes aus der Gemeinde des Geistes in Weisheit ertönt (vgl. Kolosser 3,1-4). Es sei auf die Kraft des Löwen von Juda verwiesen, der zugleich auch das geschlachtete Lamm Gottes ist.
 
Kolosser 3,1-4:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
 
Es ist das Lamm Gottes allein, das fähig ist, die versiegelten Offenbarungen des Vaters zu öffnen und seine wahre, reine und vollkommene Gerechtigkeit zu offenbaren (vgl. Offenbarung 5,1-6 i.V.m. Offenbarung 6,1).
 
Offenbarung 5,1-6:
1 Und ich sah in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, beschrieben innen und außen, versiegelt mit sieben Siegeln.
2 Und ich sah einen starken Engel, der rief mit großer Stimme: Wer ist würdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen?
3 Und niemand, weder im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde, konnte das Buch auftun und hineinsehen.
4 Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch aufzutun und hineinzusehen.
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Offenbarung 6,1:
1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
 
Die entsiegelten Offenbarungen tragen eine größere Kraft, die uns dazu befähigt bzw. auffordert in die Ebene der Gerechtigkeit Gottes und seines gerechten Wesens einzutreten, um seine Urteilskraft richtig zu begreifen.
Der Bereich der Verzweiflung bzw. der geschlossenen Siegel im Buch der Offenbarung ist gleichzusetzen mit der Position des Volkes Israel vor der dunklen Wolke, als Gott die aufgerichtete Stiftshütte mit seiner Gegenwart abdeckte und seiner schweren Herrlichkeit erfüllte, jedoch das Volk seine Bewegung innerhalb der Stiftshütte nicht ergreifen konnte.
 
Wir können nur in den verborgenen Bereich des himmlischen Vaters eintreten, wenn wir seine Liebesgabe in Form des geschlachteten Lammes annehmen (Anm.: im Glauben verstehend ergreifen, dass alles aus seiner Gnade gegeben ist). Das Lamm Gottes lebt und wir in ihm, so dass auch wir auf diese Weise ihm unsere Liebe und Dankbarkeit durch unser Geben in Verbindung mit Anbetung zum Ausdruck bringen.
 
Die zwei Zeitfenster im Lamm Gottes
 
Das geschlachtete Lamm Gottes im Thronraum trägt zwei Zeitfenster in sich verborgen, bei denen es sich um das Zeitfenster von Pessach (Anm.: Schutz/Befreiung des Volkes Gottes, Tod und Auferstehung Jesu => endgültiger Sieg über die Finsternis) und dem Zeitfenster von Schawuot (Anm.: Ausgießung des Heiligen Geistes) handelt. Dies liegt darin begründet, da es verwundet wurde und mit sieben Hörnern sowie Augen ausgerüstet ist, welches den Heiligen Geist in seiner Siebenfältigkeit in der Struktur von Macht, Reichtum, Weisheit, Kraft, Ehre, Herrlichkeit und Lob repräsentiert (vgl. Offenbarung 5,6.12 i.V.m. Jesaja 11,1-2).
 
Offenbarung 5,6.12:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
12 … die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
 
Jesaja 11,1-2:
1 Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes (Anm.: Verständnis), der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
 
Das Zeitfenster von Sukkot – das Laubhüttenfest
 
Die Gegenwart des himmlischen Vaters und seines Lammes offenbaren gemeinsam das Zeitfenster von Sukkot, dem Fest der Herrlichkeit. Es ist das Fest, das drei verschiedene Lichtqualitäten der Ewigkeit vereint, die einen gleißend leuchtenden Lichtball ergeben, der die wahre Beziehung im Vater und seinem Sohn bedeutet (vgl. Jesaja 60,1 i.V.m. Offenbarung 21,22-24).
 
Jesaja 60,1:
1 Mache dich auf (Anm.: Verlasse dein altes Umfeld- Gedankenmuster.), werde licht (Anm.: Werde eins mit der dir zugeteilten Gegenwart Gottes und seinen Gedanken.); denn dein Licht (Anm.: Gegenwart des Sohnes - Jesus Christus) kommt, und die Herrlichkeit des HERRN (Anm.: Gegenwart des himmlischen Vaters) geht auf über dir!
 
Offenbarung 21,22-24:
22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
24 Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen.
 
Der Feind will unsere Zeit besetzt halten!
 
Und genau diese genannten Zeitfenster will der Feind besetzt halten, indem er das Volk Gottes in Unkenntnis über die Zeiten hält (Anm.: u.a. aufgrund religiöser Doktrinen, falscher Traditionen aus heidnischem Ursprung), damit das Königreich Gottes auf Erden nicht voranschreitet.
 
Das Resultat der Besetzung des Feindes wird dadurch erkennbar, wenn Heilige im Volk Gottes gar nicht, ineffektiv und unkontrolliert geben, was bedeutet, dass sie willkürlich zu Zeitpunkten investieren, die sie für richtig halten. Diese Form des Gebens kann jedoch Konsequenzen haben, wenn Heilige den Beginn der Zeitfenster Gottes (Anm.: von ihm festgesetzte Zeiten) nicht verstehen.
 
Wenn Investitionen willkürlich ins Reich Gottes eingesät werden, kann es geschehen, dass die Saat nicht zur richtigen Zeit ausgesät wird und demnach nicht aufgehen kann. Es verhält sich so ähnlich als würde man Saatgut zur Zeit des Winters auf ein Ackerfeld aussäen, was entsprechend zu keiner gut entwickelten Frucht führen kann, die man erwarten oder erhoffen würde.
 
Deshalb sind Investitionen ins Königreich Gottes zur richtigen Zeit von biblisch hoher Bedeutung.
Um das Vorhaben des Feindes, der unser Zeitfeld besetzen will zu verdeutlichen, möchte ich auf die Zeit von Gideon eingehen als die Midianiter und Amalekiter sich in der Ebene von Jesreel platzierten. Diese gehörte zur Erbregion des Stammes Issaschar, der die Berufung trug, die Zeiten Gottes zu erkennen, aber auch sein Volk anzuweisen, was zu den bestimmten Zeiten zu tun war (vgl. Richter 6,33 i.V.m. Josua 19,17-18a; 1.Chronik 12,33).
 
Richter 6,33:
33 Als nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Osten sich versammelt hatten, zogen sie herüber und lagerten sich in der Ebene Jesreel.
 
Josua 19,17-18a:
17 Das vierte Los fiel auf den Stamm Issaschar für seine Geschlechter.
18a Und sein Gebiet war Jesreel, …
 
1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issachar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …
 
Jesreel (Anm.: „Gott sät, oder Gott zerstreut.“) war ein Ort, der sich in der Region von Samaria (Anm.: „Wachtberg oder dem Wächter zugehörig“) befand und ist ein Hinweis auf den Ort des prophetischen Überblicks und des richtigen Verständnisses über das Investieren ins Königreich Gottes, um den Feind zu zerstreuen.
 
Die genannte Besetzung durch die Feinde Israels wurde unter anderem durch die Midianiterfürsten Oreb und Seeb angeführt, die es darauf abgesehen hatten, alle Ebenen der Ressourcen des Volkes Israel zu besetzen. Sie besetzten nicht nur den Bereich der irdischen Versorgung, sondern auch die Ebene der geistlichen Versorgung (Anm.: Offenbarung), da sie sich an den Wasserstellen bis hin nach Beth-Bara lagerten.
 
Beth-Bara war der Ort am Jordan, an dem Johannes der Täufer, Jesus als das Lamm Gottes erkannte, das die Sünde der Welt auf sich nahm (vgl. Richter 7,23-25 i.V.m. Johannes 1,28-29).
 
Richter 7,23-25:
23 Und die Männer Israels von Naftali, von Asser und von ganz Manasse wurden zusammengerufen und jagten den Midianitern nach.
24 Und Gideon sandte Botschaft auf das ganze Gebirge Ephraim und ließ sagen: Kommt herab den Midianitern entgegen und nehmt ihnen die Wasserstellen weg bis nach Bet-Bara und auch den Jordan. Da wurden zusammengerufen alle, die von Ephraim waren, und nahmen ihnen die Wasserstellen weg bis nach Bet-Bara und auch den Jordan.
25 Und sie fingen zwei Fürsten der Midianiter, Oreb Anm.: (Anm.: „Rabe“ – Hexerei/Zauberei => eigene Kraft/eigene Machbarkeit und Stärke; vgl. 1.Mose 8,7; 1.Samuel 15,23) und Seeb (Anm.: „Wolf“ Religion; vgl. Matthäus 10,16), und erschlugen Oreb am Felsen Oreb und Seeb bei der Kelter Seeb und jagten den Midianitern nach und brachten die Häupter Orebs und Seebs zu Gideon über den Jordan.
 
Johannes 1,28-29:
28 Dies geschah in Betanien (Anm.: Bethabara) jenseits des Jordans, wo Johannes taufte.
29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!
 
Und wie in der Botschaft zuvor erwähnt, trägt das geschlachtete und lebendige Lamm Gottes die Kraft und die rechtmäßige Befugnis, die Geheimnisse des himmlischen Vaters zu offenbaren (vgl. Offenbarung 5,5-7 i.V.m. Offenbarung 6,1).
 
Die Midianiterfürsten sind somit ein Hinweis auf eine falsche, prophetische Stimme sowie auf einen religiösen Geist, der das richtige Erkennen der Zeiten als Gesetzlichkeit hinstellt und sich auf diese Weise der Weisung Gottes entgegenstellt. Dieser entsprechende Widerstand, der die Verordnungen Gottes „herunterspielt“, trägt lediglich dazu bei, dass die Ressourcen des himmlischen Vaters zurückgehalten werden (vgl. Matthäus 7,15 i.V.m. Lukas 11,52).
 
Matthäus 7,15:
15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
 
Lukas 11,52:
52 Weh euch Schriftgelehrten! Denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und habt auch denen gewehrt, die hineinwollten.
 
Ein fataler Umstand
 
Ein weiterer fataler Umstand, der wiederholt im Volk Gottes auftritt, ist der, dass viele Dienste im Reich Gottes ihre Botschaften unter anderem auf der Grundlage von Galater 6,6-7 frei auf unterschiedliche Weise zur Verfügung stellen. Es soll damit Gottes Gegenwart und seine Herrlichkeit auf Erden zunehmen können, jedoch sind viele Gläubige, die es nutzen und darin gesegnet werden wie Konsumenten, die nicht bereit sind, diese Dienste ehrbar zu honorieren.
 
Solches Vorgehen und Verhalten im Volk Gottes kommt der Besetzung der Midianiterfürsten gleich, und hat bedauerlicherweise zur Folge, dass Gott nicht mit seiner vollen Gegenwart und Herrlichkeit die betreffenden Personen segnen kann.
 
Lasst uns demnach ehrbar die festgesetzten Zeiten Gottes und seine von ihm hervorgebrachten Diener, Dienste und Stimmen im Volk ehren als auch honorieren. Wenn wir dies tun und andere dazu ermutigen, wird seine Gegenwart und Herrlichkeit auf Erden in unseren persönlichen Leben tatsächlich zunehmen, da es sich um ein grundlegendes Prinzip handelt, das unveränderlich ist.
 
Galater 6,6-7:
6 Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten.
7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 17. SEPTEMBER 2020 | 28. ELUL 5780, NAJOTH BERLIN – SPANDAU
 
Da ist die Zeit, in der die Stärke Gottes von einer höheren Ebene in den Erdbereich eingreift!
Es geht um den Regierungssitz des Sohnes Gottes, der zur Rechten Gottes sitzt (vgl. Jesaja 6,1 i.V.m. Kolosser 3,1)!
Menschen schauen nach oben und wollen geistlich flüchten, doch da sind die Winde des HERRN, die Korrektur in die Sicht von Gläubigen bringen (vgl. Apostelgeschichte 1,10-11)!
Das hat zur Folge, dass sie aus einer Erwartungshaltung in die Umsetzung der Kraft Gottes treten!
Da ist der höhere Bereich der Stärke Gottes, die mit Seinem Maßstab einhergeht, so dass es zur Bewegung des Feuers Gottes kommt! Dieses Feuer heiligt und bringt Kühnheit hervor, um das Wort Gottes in Kraft zu prophezeien!
Es ist die Sphäre Gottes in der Facette von „Adnonai“, der als Regierender im Einklang mit der Manifestation Seiner Werte von Gerechtigkeit aktiv ist (vgl. Jesaja 6,1b-7)!
Da ist der Geist der Stärke, der wie ein Stier mit Kraft angerannt kommt und mit Seinen „Hörnern“ die Tür aufstößt, um das, was Verborgen ist ans Licht zu bringen!
Da sind „Fische“, die auf dem Festland zappeln und auf die die Hand des HERRN kommt, so dass sie zurück in den Bereich des Geistes gesetzt werden, um sich in den Tiefen des Sohnes Gottes zu bewegen! Das hat Weisheit und Erkenntnis im Volk Gottes zur Folge (vgl. Epheser 3,8-10)!
Es ist göttliche Erkenntnis, die durch Weisheit aus der hohlen Hand Gottes geschöpft wird und sich wie eine Decke über die Erde zieht, spricht der Geist des Propheten (vgl. Jesaja 40,12a i.V.m. Kolosser 2,2-3; Habakuk 2,14)!
Es geht um die Oberfläche des „Wassers“, die auf das gesetzte Maß der Fülle Gottes hinweist und die die Basis des Geistes Gottes ist, um die Tiefen des HERRN zu offenbaren (vgl. 1.Mose 1,2b)!
Da ist Sturheit von Menschen in den Nationen, die durch den Geist der Prophetie konfrontiert wird!
Das führt dazu, dass die Ohren „klingelnd jucken“, um den Klang der falschen Lehre zu entfernen!
Da ist die Gerechtigkeit Gottes, die Grenzen innerhalb des Volkes Gottes aufrichtet, um Sein Volk in der Ordnung des Geistes zu führen, die einen neuen Bereich öffnet und Frieden zur Folge hat (vgl. 1.Korinther 14,33a)!
Behemot und Leviathan werden durch die Kraft der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes konfrontiert, so dass die Stolzen gebeugt werden und die Korruption im Finanzsystem der Welt durch das Urteil Gottes gerichtet wird (vgl. Hiob 40,15.25 i.V.m. Hiob 41,26)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Jesaja 6,1:
1 In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel.
 
Kolosser 3,1:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
 
Apostelgeschichte 1,10-11:
10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.
11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
 
Jesaja 6,1b-7:
… 1b sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel.
2 Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.
3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!
4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.
5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.
6 Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.
 
Epheser 3,8-10:
8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; 10 damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.
 
Jesaja 40,12a:
12a Wer misst die Wasser mit der hohlen Hand, …
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Habakuk 2,14:
14 Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.
 
1.Mose 1,2b:
… 2b und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
 
1.Korinther 14,33a:
33a Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. …
 
Hiob 40,15.25:
15 Siehe da den Behemot, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind. …
25 Kannst du den Leviatan fangen mit der Angel und seine Zunge mit einer Fangschnur fassen?
 
Hiob 41,26:
26 Er (Anm.: Leviatan) sieht allem ins Auge, was hoch ist; er ist König über alle stolzen Tiere.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm