Jesus Christus ist unser Fels, auf den wir als Heilige bauen und in ihm finden wir unsere Zuflucht. In diesem Zusammenhang möchte ich auf Elija eingehen, der nachdem er vom vernichtenden Plan Isebels erfuhr sich in der Höhle auf dem Berg Horeb aufhielt (vgl. Psalm 18,3; Psalm 31,4 i.V.m. 1.Könige 19,1-3a).
 
Psalm 18,3:
3 HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz!
 
Psalm 31,4:
4 Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.
 
1.Könige 19,1-3a:
1 Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte.
2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir tue, wie du diesen getan hast!
3a Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben …
 
Die Macht Isebels
 
Wenn man die Macht Isebels in einem prophetischen Kontext betrachtet, handelt es sich hierbei um eine falsche prophetische Stimme, die vom Widersacher dazu eingesetzt ist, um das von oben geborene (Anm.: geisterfüllte) Volk Gottes auf dessen Weg aufzuhalten (vgl. Offenbarung 2,20 i.V.m. 2.Könige 9,22).
 
Offenbarung 2,20:
20 Aber ich habe gegen dich, dass du Isebel duldest, diese Frau, die sagt, sie sei eine Prophetin, und lehrt und verführt meine Knechte, Hurerei zu treiben und Götzenopfer zu essen.
 
2.Könige 9,22:
22 Und als Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber sprach: Was, Friede? Deiner Mutter Isebel Abgötterei und ihre viele Zauberei haben noch kein Ende!
 
Zur Zeit des Propheten Elija war Isebel die Frau von König Ahab, die ihren Mann und die Propheten Gottes auf tyrannische Weise behandelte sowie den Götzendienst an Baal in Israel offiziell einführte sowie förderte.
 
Aufgrund der Einschüchterung Isebels flüchtete Elija aus ihrem Einflussbereich, um sich und sein Leben zu retten. Einschüchterung geht häufig mit diesem geistlichen bösen Einfluss einher. So geriet Elija in die Phase der Entkräftung und Mutlosigkeit, so dass er sich sogar nach dem Tod sehnte (vgl. 1.Könige 19,4-5a).
 
1.Könige 19,4-5a:
4 Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.
5a Und er legte sich hin und schlief unter dem Wacholder. …
 
Doch Gott stärkte ihn durch die Präsenz eines Engels, der ihm übernatürliche Nahrung zuteilte, die Elija im natürlichen Bereich zu sich nahm (vgl. 1.Könige 19,5b-8).
 
1.Könige 19,5b-8:
… 5b Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss!
6 Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.
7 Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.
8 Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem Horeb.
 
Elija und Mose in der Höhle
 
Auf dem Berg Horeb entschied sich der Prophet Elija in eine dortige Höhle zu gehen, die repräsentativ für die Gegenwart des Wesens Gottes und seiner offenbarenden Wahrheit steht (vgl. 1.Könige 19,9).
 
1.Könige 19,9:
9 Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm: Was machst du hier, Elia?
 
Dieser Aufenthaltsort kann ebenfalls gleichgesetzt werden mit dem Felsspalt auf dem Berg, in den sich Mose auf die Weisung Gottes hin zurückzog, um die Herrlichkeit Gottes zu sehen (vgl. 2.Mose 33,21-22).
 
2.Mose 33,21-22:
21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen.
22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.
 
Auch wenn sich Mose und Elija in einer Felsspalte bzw. Höhle auf dem Berg Gottes aufhielten, gab es zwischen ihnen einen gravierenden Unterschied. Mose sehnte sich die Herrlichkeit Gottes zu sehen. Elija hingegen sah sich in einem hoffnungslosen Zustand, so dass Gott seine Macht und Gegenwart ihm gegenüber offenbarte. Der Grund hierfür war, weil Elija von Gott einen wichtigen Auftrag entgegennehmen und erfüllen sollte, der mit der Administration des König-/ sowie Prophetentums der Zukunft verbunden war (vgl. 1.Könige 19,10-13a.15-16).
 
1.Könige 19,10-13a.15-16:
10 Er sprach: Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn Israel hat deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert getötet und ich bin allein übrig geblieben, und sie trachten danach, dass sie mir mein Leben nehmen.
11 Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR wird vorübergehen. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben.
12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
13a Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. …
15 Aber der HERR sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram 16 und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner statt.
 
Die Macht Gottes und die fünf Ereignisse
 
Die Offenbarung der Macht Gottes trägt fünf verschiedene Ebenen bzw. Ereignisse, mit denen Gott Elija in der Höhle in Berührung brachte. Diese fünf Ereignisse können auch auf uns als Volk Gottes übertragen werden.
 
Wenn wir als Volk Gottes in Lebensumstände geraten, die stark herausfordernd sind und unsere Seele dadurch in zeitweise emotionellen Empfindungen ins Schwanken gerät, ist es ratsam sich der fünf Schritte Gottes sowie seiner Kraft und Gegenwart bewusst zu sein.
 
Die fünf Schritte bestehen in dieser Abfolge:
 
  1. Der göttliche Aufruf herauszutreten,
  2. die übernatürliche Manifestation von einem großen, starken Wind, der die Berge zerriss,
  3. ein Erdbeben,
  4. ein Feuer,
  5. ein sanftes Säuseln.
In diesem Zusammenhang ist es zuerst nötig anzuerkennen, dass wir uns in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes aufhalten müssen, was repräsentativ dem Aufenthalt Elijas auf dem Berg in der Höhle gleichkommt. Hierbei ist es entscheidend, dass wir uns mit der offenbarenden Wahrheit Gottes für diese Zeit vereinen, um seinem Ruf zu folgen und aus der Zone der Einschüchterung und Trägheit aufgrund von Angst heraustreten.
 
Das hat zum Ziel, dass wir letztendlich unter einem offenen Himmel stehen und die Gegenwart Gottes erleben. Diese trägt Richtungsweisung für unsere Zukunft in sich verborgen.
 
Im prophetischen Kontext weisen die fünf verschiedenen Ereignisse, die Elija auf dem Berg erlebte auf folgende Dinge hin:
 
  1. der Aufruf Gottes aus der Höhle herauszutreten und auf dem Berg zu stehen => Aufforderung Gottes sich aus der Zone der Angst und des Selbstschutzes durch die Kraft der offenbarenden Wahrheit herauszubewegen, um den Himmel offen zu sehen und Gottes Gegenwart zu spüren,
  2. ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss => hochrangige Engelsbewegung, die das Wort Gottes und dessen offenbarende Wahrheit für diese Zeit trägt, um falsche Doktrin und tyrannische Herrschaft zu zerstören (vgl. Hebräer 1,7a; z.B. Michael, Gabriel; vgl. Daniel 9,21; Daniel 10,21),
  3. Erdbeben => Auferweckung sowie Sichtbarmachung des von Gott festgelegten Erbes in der Region (vgl. Matthäus 27,51-53; Matthäus 28,2),
  4. ein Feuer => übernatürliche und leidenschaftliche Dienerschaft, die die Größe Gottes offenbart (vgl. Hebräer 1,7b i.V.m. Matthäus 23,11),
  5. ein sanftes Säuseln => die Gegenwart Gottes, die die Richtungsweisung der Zukunft trägt (vgl. Johannes 3,8; Johannes 16,13-15).
Diese fünf Ereignisse machen deutlich, dass es für jeden Heiligen im Volk Gottes wichtig sein sollte, sich in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes aufzuhalten sowie auf sein Wort hin zu reagieren. Das hat zur Folge, dass der HERR seine Macht erweist, um uns zu ermutigen, ihm und seiner Gegenwart näher zu kommen.
 
Diese Vorgehensweise führt uns zu dem Ziel, das wir davon zeugen werden, wie der HERR durch seine Kraft falsche Doktrin und tyrannische Herrschaft niederreißt, um den Weg für seine Verheißung und Dienerschaft zu ebnen. Dadurch erhalten wir Erkenntnis darüber, was es bedeutet in Jesu Seite bzw. in ihm als unserem Eingang zu stehen (Anm.: Eingang der Höhle/Felsspalt => Geburtsort des neuen Weinschlauchs; vgl. Johannes 19,34; Johannes 10,9).
 
Darin lernen wir unsere von Gott gegebene Salbung in unseren Beziehungen anzuwenden, um die richtungsweisende Wahrheit des Geistes, die mit der geführten Herrschaft Gottes in Verbindung steht zu erhalten.
 
Das Zentrum des Wortes Gottes
 
Das verwendete hebräische Wort für „Höhle“, in die sich Elija zurückzog, ist das Wort mĕ‛ārāh, das von dem Wurzelwort „`ārar“ abgleitet ist und „entblößen, bloßlegen, schleifen, niederreißen“ bedeutet. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „mĕ‛ārāh – Höhle“ und dessen Wurzelwort „`ārar“ mit der Wortschlüsselnummer 4708, 6334*)
 
Anhand dieser Worterklärung wird deutlich, dass sich Elija im Zentrum des Wortes Gottes aufhielt und von Gott geformt wurde, um seine eigene Sichtweise niederzulegen sowie die Weisung Gottes aus dem Mund des Sohnes Gottes für die Zukunft zu erhalten (vgl. Hebräer 4,12-13 i.V.m. Offenbarung 1,16).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
Offenbarung 1,16:
… 16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.
 
Auf die Weise wie Elija sich dem Willen Gottes beugte, sollten auch wir in herausfordernden Lebensumständen reagieren und auf Gottes Weisung in Demut antworten, um unsere Zukunft und die der nachfolgenden Generation absichern zu können.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Da wir uns am Beginn des neuen biblischen Jahres 5781 befinden, der mit dem Stamm Ephraim verbunden ist und seinen Ursprung in Joseph hat, möchte ich auf die geistliche Dimension von Joseph eingehen.
 
Joseph befindet sich verborgen in den Stämmen von Ephraim und Manasse, da ihre Herkunft von seinen namensgleichen Söhnen entsprungen ist. Diese beiden Stämme sind verbunden mit den ersten zwei biblischen Monaten (Anm.: Tischri (Ethanim) | Marcheschwan (Bul)) im jährlichen Segenszyklus Gottes.
 
Im Hebräischen wird der Beginn von Zeit als „Rosch“ beschrieben, was „Kopf/Haupt/Spitze“ bedeutet. In diesem Zusammenhang ist es als keinen Zufall anzusehen, dass Jakob über das Haupt seines Sohnes Joseph mehrere Segnungen sprach, die unter anderem mit den Anhöhen verbunden waren (vgl. 1.Mose 49,22-26).
 
1.Mose 49,22-26:
22 Josef wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen über die Mauer.
23 Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und gegen ihn kämpfen und ihn verfolgen, 24 so bleibt doch sein Bogen fest und seine Arme und Hände stark durch die Hände des Mächtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Fels Israels.
25 Von deines Vaters Gott werde dir geholfen, und von dem Allmächtigen seist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Flut, die drunten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes.
26 Die Segnungen deines Vaters waren stärker als die Segnungen der ewigen Berge, die köstlichen Güter der ewigen Hügel. Mögen sie kommen auf das Haupt Josefs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern!
 
Der „Kopf“ ist der Bereich der Vorstellung und der Ort der ständigen Analyse und Verarbeitung des Denkens. Da gemäß dem Wort Gottes das Herz die Quelle der Gedanken ist (vgl. Matthäus 15,19), wird deutlich, dass das Gehirn lediglich ein Speicher ist, wo die Gedanken gespeichert, analysiert und verknüpft werden mit dem Ziel bestimmte Handlungsmuster (Anm.: Taten) hervorzubringen.
 
Jakob sprach seinen Segen auf das Haupt seines Sohnes Joseph. Dieser Segen war ein Hinweis auf eine andere Denkweise, die er gegenüber seinen Brüdern hatte. Er verstand die verschiedenen geistlichen Ebenen der Höhen und Tiefen, des Gegenwärtigen und des Kommenden (vgl. 1.Mose 49,25).
 
1.Mose 49,25:
25 Von deines Vaters Gott werde dir geholfen, und von dem Allmächtigen seist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Flut, die drunten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes.
 
Der bunte Ärmelrock Josephs und die Gunst des Vaters
 
Joseph war von seinem Vater auf besondere Weise gesegnet, indem er den bunten Ärmelrock erhielt. Dieser war bereits ein Hinweis auf die Farben der Stämme Israels, die später zu den zwölf Edelsteinen auf dem Choschen – dem Brustschild des Hohenpriesters wurden (vgl. 1.Mose 37,3 i.V.m. 2.Mose 28,15-21).
 
1.Mose 37,3:
3 Israel aber hatte Josef lieber als alle seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war, und machte ihm einen bunten Rock (Anm.: Gewand).
 
2.Mose 28,15-21:
15 Die Brusttasche für die Losentscheidungen sollst du wie den Priesterschurz machen, kunstreich gewirkt, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand.
16 Viereckig soll sie sein und doppelt gelegt; eine Spanne soll ihre Länge sein und eine Spanne ihre Breite.
17 Und du sollst sie besetzen mit vier Reihen von Steinen. Die erste Reihe sei ein Sarder, ein Topas und ein Smaragd, 18 die andere ein Rubin, ein Saphir und ein Diamant, 19 die dritte ein Lynkurer, ein Achat und ein Amethyst, 20 die vierte ein Türkis, ein Onyx und ein Jaspis; in Goldgeflecht sollen sie gefasst sein.
21 Zwölf sollen es sein in Siegelstecherarbeit nach den Namen der Söhne Israels, dass auf jedem ein Name stehe nach den zwölf Stämmen.
 
Es war die Gunst bzw. Gnade des Vaters (Anm.: Jakob), die er auf seinen Sohn Joseph durch das bunte Gewand legte, was ihn dazu befähigte, die Regierungsgegenwart Gottes richtig zu verstehen.
Das wird anhand seiner geistlichen Befähigung der Trauminterpretation deutlich, die eine übernatürliche Gabe war.
 
Auch seine Brüder erkannten diese Gabe und sein von Gott gegebenes Mandat, auch wenn sie es in ihrem Neid ins Lächerliche zogen. Dieses Mandat beinhaltete den Dienst von Engeln, die Joseph im Auftrag des Vaters darin unterstützten zu dem jeweiligen Bestimmungsfeld zu gelangen (vgl. 1.Mose 37,14-19).
 
1.Mose 37,14-19:
14 Und er (Anm.: Jakob) sprach: Geh hin und sieh, ob es gut steht um deine Brüder und um das Vieh, und sage mir dann, wie sich es verhält.
Und er sandte ihn (Anm.: Joseph) aus dem Tal von Hebron, und er kam nach Sichem.
15 Da fand ihn ein Mann, wie er umherirrte auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: 16 Wen suchst du? Er antwortete: Ich suche meine Brüder; sage mir doch, wo sie hüten.
17 Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hörte, dass sie sagten: Lasst uns nach Dotan gehen. Da zog Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan.
18 Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er nahe zu ihnen kam, machten sie einen Anschlag, dass sie ihn töteten, 19 und sprachen untereinander: Seht, der Träumer kommt daher!
 
Seine Brüder erkannten ihn im Mandat des „Träumers“. Das hebräische Wort für Träumer setzt sich aus den zwei hebräischen Worten „ba‘al“ und „ḥălôm“ zusammen. Diese beiden Worte bedeuten übersetzt „Herr/Besitzer der Träume“. (Anm.: Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel zu den Worten „ba‘al – Herr“ und „ḥălôm – Traum“ mit der Wortschlüsselnummer: 1180, 2532)
 
Anhand der Worterklärung wird deutlich, dass Joseph den Geistbereich der Träume verstand, weil er sich unter dem Regenbogen und der Gunst Gottes bewegte, die durch das ihm überreichte bunte Gewand seines Vaters Jakob repräsentiert wurde. Es ist die regierende Gegenwart Gottes, die mit einem Regenbogen im Zusammenhang steht, der in grün eingehüllt ist (vgl. Offenbarung 4,2-3).
 
Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Da Gott Geist ist, wird erkennbar, dass Joseph geistliche Prinzipien und Vorgehensweisen Gottes verstand, um ganze Generationen im Volk Gottes inmitten von existenziellen, wirtschaftlichen Herausforderungen durch die vom Geist Gottes inspirierte Administration abzusichern.
 
Auf dem Weg in diese göttliche Verwaltung und Führung verbitterte Joseph nicht, weil er den Plan und den Ruf Gottes in seinem Herzen trug und sich inmitten von Verrat sowie Lüge stets in Reinheit, Ehrbarkeit und Geduld übte.
 
Joseph musste miterleben, dass sein Gewand zweimal zur Täuschung missbraucht wurde und trotzdem hielt er an der Verheißung Gottes für sein Leben fest und verhärtete nicht (vgl. 1.Mose 37,31-32; 1.Mose 39,12-15).
 
1.Mose 37,31-32:
31 Da nahmen sie Josefs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut 32 und schickten den bunten Rock hin und ließen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir gefunden; sieh, ob es deines Sohnes Rock sei oder nicht.
 
1.Mose 39,12-15:
12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Lege dich zu mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.
13 Als sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh, 14 rief sie das Gesinde ihres Hauses und sprach zu ihnen: Seht, er hat uns den hebräischen Mann hergebracht, dass der seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte sich zu mir legen; aber ich rief mit lauter Stimme.
15 Und als er hörte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus.
 
Ein geistliches Gewand bzw. ein geistlicher Mantel offenbart unter anderem den Charakter der Salbung sowie die Beauftragung innerhalb des Bundes Gottes.
 
Wenn wir von Gott einen „Mantel“ zugewiesen bekommen und in einem geistlichen Mandat stehen, bleibt es nicht aus, dass wir mehrere Prüfungen durchlaufen, so ähnlich wie es auch Joseph erlebte.
 
Es ist die geistliche Dimension von Joseph, in der wir Stolz und Arroganz in Demut und Sanftmut verwandeln. Darüber hinaus geht es auch um Opferbereitschaft, die sich in Sieg transformiert, Bitterkeit, die in Vergebung umgewandelt wird sowie die Verwandlung von Hass/Vergeltung in Barmherzigkeit.
 
Joseph war sich durch alles hindurch des Planes Gottes bewusst, was später anhand seiner Aussage gegenüber seinen Brüdern in der Hungersnot deutlich wird (vgl. 1.Mose 45,4-8).
 
1.Mose 45,4-8:
4 Er aber sprach zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt.
5 Und nun bekümmert euch nicht und denkt nicht, dass ich darum zürne, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch hergesandt.
6 Denn es sind nun zwei Jahre, dass Hungersnot im Lande ist, und sind noch fünf Jahre, dass weder Pflügen noch Ernten sein wird.
7 Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, dass er euch übrig lasse auf Erden und euer Leben erhalte zu einer großen Errettung.
8 Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott; der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über ganz Ägyptenland.
 
Das Erfassen des übernatürlichen Bereichs und der Pläne Gottes
 
Joseph verstand den übernatürlichen Bereich und Gottes souveränen Plan sowie seine Prinzipien, weil er aus der Dimension „des Vaters“ diente und von dort ausgesandt wurde (vgl. 1.Mose 37,14).
 
1.Mose 37,14:
14 Und er (Anm.: Jakob) sprach: Geh hin und sieh, ob es gut steht um deine Brüder und um das Vieh, und sage mir dann, wie sich es verhält.
 
Fernerhin befähigte diese Erkenntnis Joseph, dass er sich in Ägypten beerdigen ließ mit dem Ziel, seine Gebeine ins Land der Verheißung nach Sichem durch die Stämme Israels unter der Führung von Mose und Josua bringen zu lassen (vgl. 1.Mose 50,25-26 i.V.m. 2.Mose 13,19; Josua 24,32).
 
1.Mose 50,25-26:
25 Darum nahm er einen Eid von den Söhnen Israels und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so nehmt meine Gebeine mit von hier.
26 Und Josef starb, als er hundertundzehn Jahre alt war. Und sie salbten ihn und legten ihn in einen Sarg in Ägypten.
 
2.Mose 13,19:
19 Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josefs; denn dieser hatte den Söhnen Israels einen Eid abgenommen und gesprochen: Gott wird sich gewiss euer annehmen; dann führt meine Gebeine von hier mit euch fort
 
Josua 24,32:
32 Die Gebeine Josefs, die die Israeliten aus Ägypten gebracht hatten, begruben sie zu Sichem auf dem Stück Feld, das Jakob von den Söhnen Hamors, des Vaters von Sichem, für hundert Goldstücke gekauft hatte und das das Erbteil der Söhne Josef ward.
 
Hierbei wird deutlich, dass der Leichnam Josephs in Ägypten „verweste“ und es seine Knochen waren, die Mose auf den Weg in das verheißene Land mitnahm, um sie später an Josua zu überreichen, damit er sie im Land der Verheißung beerdigen konnte.
 
Anhand der Beerdigung des Leichnams Josephs wird ein geistliches Prinzip erkennbar, das auf zwei verschiedene geistliche Dimensionen hinweist, was unter anderem durch das hebräische Wort für „Himmel – šāmajim“, das in der Pluralform im Wort Gottes verwendet wird, verdeutlicht ist.
 
Ägypten und der Weg über Mose und Josua in das Land der Verheißung weisen auf den Bereich der Seele und den Bereich des Geistes hin. Da der Körper von Joseph in Ägypten verschied, ist es für uns als Volk Gottes erforderlich, dass wir nicht in unserer eigenen Kraft der Seele (Anm.: Wille, Gefühl und Verstand in Form der alten Natur => „ich, mich, meiner, mir...“) agieren, sondern unsere Seele dem Geist unterstellt haben (vgl. Galater 5,17-18; Galater 6,8).
 
Galater 5,17-18 (Das Jüdische Neue Testament von David H. Stern):
17 Denn die alte Natur will, was dem Geist widerspricht, und der Geist will, was der alten Natur widerspricht. Sie widerstreben einander, so dass ihr euch unfähig findet, eure guten Absichten auszuführen. 18 Wenn ihr aber vom Geist geleitet seid, dann seid ihr nicht dem System unterworfen, das auf der Entstellung der Torah zur Gesetzlichkeit beruht.
 
Galater 6,8:
8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
 
Der Segen Josephs von seinem Vater mit dem bunten Gewand ausgestattet zu werden, bedeutet, dass der HERR durch Joseph begonnen hat seine „Regenbogen – Regierungsgegenwart“ über seinem Volk auszuspannen, in dem er Personen (Anm.: Mose und Josua, der Sohn Nuns) nach seinem Herzen gebrauchte, die mit dem Element des „Wassers“ verbunden waren.
 
Es waren Mose, der aus dem Wasser gezogen wurde und Josua, ein Sohn Nuns (Anm.: Fisch), die sich mit der heiligen Gegenwart Gottes bewegten. In diesem Kontext offenbart das Wasser, die Gegenwart des Wortes Gottes (vgl. Epheser 5,26b).
 
Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
Hinzu kommt die Führung Gottes, indem die Gebeine Josephs aus Ägypten ins verheißene Land getragen wurden, woraus deutlich wird, dass sich eine spezielle Art von Herrlichkeit mit dem Volk Israel bewegte. Diese Herrlichkeit bzw. Gegenwart Gottes in Form der Bundeslade war mit dem Trägerdienst verbunden (vgl. 2.Mose 25,14).
 
2.Mose 25,14:
… 14 und stecke sie in die Ringe an den Seiten der Lade, dass man sie damit trage.
 
Der Wechsel der Gebeine Josephs
 
Ebenfalls kann es nicht als Zufall angesehen werden, dass Josua aus dem Stamm Ephraim kam, der mit dem Monat Tischri|Ethanim verbunden ist und der Monat ist, welcher den Segenszyklus Gottes des neuen biblischen Jahres einläutet.
 
Der Wechsel der Gebeine Josephs von Mose zu Josua ist zugleich ein Aufruf Gottes, dass wir als sein Volk tiefer in die Gegenwart seines Wortes wie ein „Fisch“ eintauchen, um mit offenbarender Wahrheit auf der Erde durch sein Wort und Prophetie souverän zu regieren. Das ist der „Segen von der Flut, die drunten liegt“ mit der Jakob seinen Sohn Joseph segnete (vgl. 1.Mose 49,25).
 
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es die „Knochen Israels“ sind, die mit dem Geist Gottes aus den Kammern seines Windes und dem Geist der Prophetie bedeckt werden (vgl. Hesekiel 37).
 
Wenn wir es dem Heiligen Geist erlauben, uns transformieren zu lassen, indem wir von der Ebene des Menschen in die Ebene des „Fisches“ geführt werden, nehmen wir Anteil an dem apostolischen Geheimnis der Erlösung in Christus Jesus, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen (vgl. Matthäus 4,19 i.V.m. Kolosser 2,2-3).
 
Matthäus 4,19:
19 Und er sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Aus dieser Transformation resultiert, dass wir aus der Zeit des Regierungsverständnisses sowie der Freisetzung in die Zeit der Geheimnisse und der Verheißung Gottes in Christus Jesus wechseln.
 
Als „Söhne Nuns“ sind wir sogar befähigt prophetische Berufungen aus dem Bereich des Ungehorsams in Berührung mit dem Sieg Jesu zu bringen, um diese letztendlich an den Ort der Bestimmung zu versetzen, so ähnlich wie es mit Jona geschah, der von einem großen Fisch verschluckt wurde, um an Land gespuckt zu werden, damit er seinen Auftrag erfüllen konnte (vgl. Jona 2,1.11).
 
Jona 2,1.11:
1 Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. …
11 Und der HERR sprach zu dem Fisch und der spie Jona aus ans Land.
 
Auch der Prophet Hesekiel verstand die geistliche „Dimension des Sohnes Nuns“, die einhergeht mit dem reinen Ausfluss der Gegenwart Gottes, um wie ein Fisch mit offenen Augen darin zu schwimmen (vgl. Hesekiel 47,5).
 
Hesekiel 47,5:
5 Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste und nicht hindurchgehen konnte.
 
Um einen Regenbogen auf der Erde zu sehen, werden Wasser und Licht benötigt, und indem Gott Licht ist und keine Finsternis in ihm ist (vgl. 1.Johannes 1,5), wird auch deutlich, dass durch Mose und Josua der Regenbogen Gottes, seine Regierungsherrschaft, von Ägypten bis ins Land der Verheißung über dem Volk Gottes ausgedehnt wurde. Die „Ausdehnung des Regenbogens“ beinhaltete den pneumatischen/geistlichen Bereich des HERRN, indem sie sich aufhielten sowie darin wandelten. Dieser geistliche Bereich kann auch als der Bereich der Träume verstanden werden, wo wir durch von Gott gegebene Offenbarung im irdischen Bereich regieren und entsprechend in Handlungen umsetzen.
 
Das heißt demnach, dass es in dieser Gegenwart bzw. Atmosphäre administrative Dinge gibt, die im materiellen und im geistlichen Bereich, wo Gott ist, ihren Sitz haben und mit der Dimension von Joseph verknüpft sind.
 
Die Thronraumgegenwart und der vorherbestimmte Platz
 
Deshalb sollten wir die Gegenwart des „Regenbogens – die Thronraumgegenwart Gottes“ an ihren vorherbestimmten Platz im Erdreich bringen, um das Erbe freizusetzen (vgl. 1.Mose 37,3 i.V.m. Offenbarung 4,3).
 
1.Mose 37,3:
3 Israel aber hatte Josef lieber als alle seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war, und machte ihm einen bunten Rock (Anm.: Gewand).
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Dieses Prinzip der „Ausspannung des Regenbogens“ wird ebenfalls durch die Entscheidung innerhalb des Stammes Manasse (Anm.: entwickelte sich aus dem gleichnamigen erstgeborenen Sohn Josephs) im Zusammenhang mit der Zuteilung ihres Erblandanteils deutlich. Hierbei entschied sich der halbe Stamm Manasse, sich auf der Ostseite des Jordans, wo sich viel grünes Gras befand, niederzulassen, wobei die andere Hälfte auf die westliche Seite des Landes der Verheißung wechselte (vgl. 4.Mose 32,1.5.33).
 
4.Mose 32,1.5.33:
1 Die Söhne Ruben und die Söhne Gad hatten sehr viel Vieh und sahen das Land Jaser und Gilead an als gute Weide für ihr Vieh …
5 Und sie sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir gefunden, so gib dies Land deinen Knechten zu Eigen und lass uns nicht über den Jordan ziehen. …
33 Also gab Mose den Söhnen Gad und den Söhnen Ruben und dem halben Stamm Manasses, des Sohnes Josefs, das Königreich Sihons, des Königs der Amoriter, und das Königreich Ogs, des Königs von Baschan, das Land samt den Städten ringsumher mit ihrem ganzen Gebiet.
 
Es war die Ostseite des Jordans, die viel Grün aufwies, und auf der sich Manasse gemeinsam mit Gad (Anm.: „Glück“ => Gunst) sowie dem Stamm Ruben (Anm.: „Sehet ein Sohn!“), der seinen Ursprung im erstgeborenen Sohn Jakobs hatte, niederließen. Diese zweieinhalb Stämme gingen den anderen Stämmen Israels im Kampf voraus, um sie bei ihrer Landeinnahme im verheißenen Land zu unterstützen (vgl. 4.Mose 32,17-19).
 
4.Mose 32,17-19:
… 17 wir aber wollen gerüstet vor Israel einherziehen, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben. Unsere Kinder aber sollen in den festen Städten bleiben um der Bewohner des Landes willen.
18 Wir wollen nicht heimkehren, bis von den Israeliten ein jeder sein Erbe eingenommen hat.
19 Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseits des Jordans, sondern unser Erbteil soll uns diesseits des Jordans nach Osten hin zufallen.
 
Somit dehnten Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse die Regierungsgegenwart „des Vaters und des Sohnes“ bis ins verheißene Land aus und marschierten sogar vor dem Stamm Juda, der normalerweise die Stämme Israels anführte (vgl. Offenbarung 4,3 i.V.m. Kolosser 3,1).
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: grün).
 
Kolosser 3,1:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
 
Basierend auf diesen Offenbarungen im Wort Gottes im Zusammenhang mit Joseph wird für uns deutlich, wie entscheidend unsere Bereitschaft ist, als Orientierung für andere Menschen in der Gunst des Vaters in den Himmeln voranzugehen und in allen Dingen treu zu sein, so dass das Königreich wachsen kann.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 12. OKTOBER 2020 | 24. TISCHRI 5781, NAJOTH BERLIN – SPANDAU
 
Da sind zwei Einflüsse im Bereich der Wirtschaft, die in das Areal der Weisheit Gottes treten, weil „Verlust“ im Raum steht, der es drauf abgesehen hat, weitere Zerstörung in der Wirtschaft herbeizuführen, um sich illegal zu bereichern!
Es ist ein Gedankengut, das aus dem „System der Hure Babylons“ kommt und die Dinge als Mittel zum Zweck sieht, um vollständig das Leben der Wirtschaft zu zerstören (vgl. Offenbarung 17,1-2)!
Doch da ist der Plan Gottes, der die „Hurerei“ dazu veranlasst in das Zentrum der Weisheit Gottes gezogen zu werden, um mit der Kraft des gerechten Urteils Gottes in Berührung zu kommen, spricht der Geist des Propheten!
Es ist das Urteil, das Gerechtigkeit hervorbringt und darin Korruption im System der Wirtschaft „Babylons“ zurechtweist!
Da ist der globale politisch links stehende Sozialismus, der in die Schranken gewiesen als auch erschüttert wird!
Illegale Bereicherung wird durch das Urteil Gottes gerichtet!
Da ist der Befehl des Sohnes Gottes, der bereits ergangen ist und im Raum steht!
Es ist der Befehl, der dazu führt, dass sich die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes in den Himmeln bewegt, die für den Fürsten in der Luft „verdeckt“ ist!
Es ist das Urteil, das wie eine „Geheimwaffe“ wirkt, so dass die Korruption, die mit dem Fürsten in der Luft einhergeht, zerstört wird!
Da ist Lüge, die niederfällt - wie ein Blitz aufleuchtend, und sie kann sich nicht mehr erheben (vgl. Lukas 10,18)!
Plötzlich und über Nacht kommt es zu einem Verlust, der aufgrund der Präsenz von Wahrheit die „Hurerei“ in Bewegung setzt, so dass diese mit der Weisheit und Gerechtigkeit Gottes in Berührung kommt!
Es ist der Verlust aufgrund der von Gott erlaubten „Umdrehung“, die mit plötzlicher Veränderung über Nacht einhergeht!
Aufgrund der Gegenwart von Wahrheit und Liebe auf der „einen Seite“ ertönt der Aufruf der Barmherzigkeit, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und das Leben der Wirtschaft zu erhalten!
Es ist ein Neubeginn aufgrund der Gnade Gottes, mit der die Menschen nicht gerechnet haben!
Das, was wie verloren schien, kommt plötzlich und unerwartet zurück in die Hände derer, die sich in Wahrhaftigkeit üben, spricht der Geist des Propheten (vgl. 1.Könige 3,16-28)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Offenbarung 17,1-2:
1 Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir zeigen das Gericht über die große Hure, die an vielen Wassern sitzt, 2 mit der die Könige auf Erden Hurerei getrieben haben; und die auf Erden wohnen, sind betrunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei.
 
Lukas 10,18:
18 Er (Anm.: Jesus Christus) sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz.
 
1.Könige 3,16-28:
16 Zu der Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.
17 Und die eine Frau sprach: Ach, mein Herr, ich und diese Frau wohnten in einem Hause und ich gebar bei ihr im Hause.
18 Und drei Tage nachdem ich geboren hatte, gebar auch sie. Und wir waren beieinander und kein Fremder war mit uns im Hause, nur wir beide.
19 Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt.
20 Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn in ihren Arm, und ihren toten Sohn legte sie in meinen Arm.
21 Und als ich des Morgens aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe, da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.
22 Die andere Frau sprach: Nein, mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist tot. Jene aber sprach: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt. Und so redeten sie vor dem König.
23 Und der König sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist tot. Jene spricht: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt.
24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und als das Schwert vor den König gebracht wurde, 25 sprach der König: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die Hälfte und jener die Hälfte.
26 Da sagte die Frau, deren Sohn lebte, zum König – denn ihr mütterliches Herz entbrannte in Liebe für ihren Sohn – und sprach: Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch dein; lasst es teilen!
27 Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das Kind lebendig und tötet es nicht; die ist seine Mutter.
28 Und ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten den König; denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, Gericht zu halten.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm