Das Potential der Gemeinschaft von Heiligen liegt unter anderem darin, dass daraus resultierend geistlicher Schutz garantiert ist, der uns auf den Zeitpunkt der übernatürlichen Begegnung mit Jesus Christus, seinen dienstbaren Geistern und der Gegenwart des himmlischen Vaters vorbereitet (vgl. Hebräer 10,24-25).
 
Hebräer 10,24-25:
… 24 und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken 25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.
 
Aus Psalm 1 und Jeremia 17 können wir erkennen, dass der Gläubige, der sich am Wort Gottes erfreut und auf dem Weg der Gerechtigkeit gemäß dem Maßstab des Wortes Gottes wandelt, ein fruchtbarer Baum ist, der an Wasserbächen gepflanzt ist (vgl. Psalm 1,1-3 i.V.m. Jeremia 17,7-8).
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz (Anm.: Thora) des HERRN und sinnt über seinem Gesetz (Anm.: Thora) Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Der Wald und die Heimsuchung
 
Anhand der Bibelstellen wird deutlich, dass eine Gemeinschaft von Gläubigen in Christus Jesus einem Wald/Hain bzw. einem Territorium gleicht, worin Bäume wachsen und blühen. Ein solcher Bereich von Gerechtigkeit ist gemäß dem Wort Gottes mit übernatürlicher Heimsuchung verbunden, wie dies beispielsweise bei Abraham oder auch in der Vision von Sacharja geschah (vgl. 1.Mose 18,1-2; Sacharja 1,7-8).
 
1.Mose 18,1-2:
1 Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.
2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde …
 
Sacharja 1,7-8:
7 Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats – das ist der Monat Schebat – im zweiten Jahr des Königs Darius geschah das Wort des HERRN zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten: 8 Ich sah in dieser Nacht, und siehe, ein Mann saß auf einem roten Pferde, und er hielt zwischen den Myrten im Talgrund, und hinter ihm waren rote, braune und weiße Pferde.
 
Die Gewährleistung von einer Gemeinschaft von Heiligen ist verbunden mit Gastfreundschaft, die das grundlegende Potential trägt zu einer übernatürlichen Heimsuchung beizutragen (vgl. Hebräer 13,1-2).
 
Hebräer 13,1-2:
1 Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.
2 Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
 
Gottes Verlangen ist uns auf der Erde mit seiner Gegenwart heimzusuchen, damit wir durch seinen Geist am inneren Menschen erstarken, um weiter das Königreich Gottes zu bauen (vgl. Epheser 3,16-17).
 
Epheser 3,16-17:
… 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.
 
Diese Heimsuchungen tragen in sich ein hohes Maß von Offenbarungserkenntnis über seine Prinzipien und geistlichen Ebenen von Beziehung, die zur Heiligung dienen.
 
Das wird auch erkennbar anhand der bereits o.g. Heimsuchung von Sacharja (vgl. Sacharja 1,7-17), wo er in der Nacht in einer Vision einen Mann auf einem roten Pferd sitzen sah, der im Talgrund zwischen den Myrten stehen blieb und von roten, braunen und weißen Pferden begleitet wurde.
 
Um größere Erkenntnis über diese Erscheinung zu erlangen, trat Sacharja in Konversation mit seinem Dienstengel. Daraus wird deutlich, dass es sich bei dem Mann und den Pferden um eine andere Dimension von geistlicher Präsenz und Beziehung handelte, in die Sacharja eintrat. Es war der Mann auf dem roten Pferd, der daraufhin mit Sacharja zu reden begann, so dass der Prophet größere Erkenntnis über die Gegenwart der Pferde erhielt, bei denen es sich um die vier Winde handelte.
 
Darauf folgend veränderte sich die geistliche Struktur des Mannes in den Engel des HERRN. Daraus ist zu entnehmen, dass es sich bei der Transformation der Gestalt bereits um ein Vorzeichen von Jesus Christus als dem Gestorbenen und Auferstandenen handelte, dem nun die vier Winde antworteten und ihre Aufgabe offenbarten, nämlich die Lande zu durchziehen.
 
Hierbei ist es kein Zufall, dass der Mann bzw. Engel des HERRN auf einem roten Pferd ritt, da dieses mit dem Osten in Verbindung steht. Der Osten, wird im Buch Sacharja verborgen in Verbindung mit den roten Pferden erwähnt und ist zugleich ein Hinweis auf den neuen Tag und der Erscheinung Jesu (vgl. Sacharja 6,1-8 i.V.m. Matthäus 24,27).
 
Darüber hinaus ist der Osten die Richtung der aufgehenden Sonne. Dieser Prozess symbolisiert Geistigkeit sowie Ursprünge und offenbart den Beginn der Menschheitsgeschichte als auch Angelegenheiten. Wenn der Osten prophetisch gebraucht wird, beinhaltet es Regeneration und Erneuerung (Anm.: durch die Symbolik des neuen anbrechenden Tages), die zu Leben und neuen Ereignissen beiträgt.
 
Nachdem der Engel des HERRN mit Sacharja redete, wechselte die Kommunikation auf eine höhere geistliche Ebene, weil nun der Engel des HERRN mit Gott, dem HERRN ZEBAOTH (Anm.: Symbol für die Gegenwart des Vaters) sprach.
Man kann diese Kommunikation auch als das Gespräch zwischen dem Vater und dem Sohn betrachten, aus der der Heilige Geist die Wahrheit entnimmt, um sie denen zu offenbaren, die nach der offenbarenden Wahrheit verlangen und sich an ihr ausrichten (vgl. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Es ist dem himmlischen Vater wichtig und für unsere Bestimmung unabdingbar, dass wir durch das Blut seines Sohnes Jesus Christus in einem königlichen-priesterlichen Verständnis vorangehen, was einen ehrbaren Umgang mit geistiger und natürlicher Verantwortung bedeutet (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Der Stab und der Übergang
 
Die Führung seines Wortes, die wie ein Hirtenstab fungiert, leitet uns durch ungewisse Phasen des Übergangs tiefer in den Bereich seiner Herrschaft und der Verheißung für uns (vgl. Psalm 23,4).
 
Psalm 23,4:
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
 
Auch das Volk Israel wurde durch „den Stab“ von Mose und Aaron in den Übergang geführt, auch wenn dieser mit dem Ungewissen und vielen Herausforderungen verbunden war. Durch diese Führung wurde das Volk näher bzw. tiefer in die Verheißung und Beziehung zu Gott geführt. Der Stab war bereits ein Hinweis auf den Triumph Jesu am Kreuz und das Zeichen seiner Auferstehungskraft.
 
Ich bin überzeugt, dass wir uns in einer Phase befinden, in der sich der HERR an uns und seine gegebenen Verheißungen „erinnert“, um seine Autorität zu offenbaren und Segen zu bringen.
Deshalb ist es entscheidend mit fester Zuversicht voranzugehen und an der Verheißung Gottes sowie im Glauben daran festzuhalten (vgl. Hebräer 11,1.6).
 
Hebräer 11,1.6:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. …
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
 
Hierbei ist es entscheidend zu berücksichtigen, dass Gott, der Gott der Zeitalter ist und somit auch ein Gott der Generationen (vgl. Daniel 7,9a).
 
Daniel 7,9a:
9a Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. …
 
Das heißt, dass Gott in den Zeitzyklen der Generationen aktiv und nicht auf eine bestimmte temporäre Zeit beschränkt ist.
 
Auch wenn unser Heil jetzt näher ist als zu der Zeit, da wir gläubig wurden (vgl. Römer 13,11), sollten wir uns dessen bewusst sein, dass wir der Plan Gottes in der Endzeit sind und nicht ein Opfer der Endzeit.
 
Und dessen bewusst zu sein, schützt uns davor nicht in die Versuchung zu geraten, uns in Fluchtgedanken zu verwickeln und allein unsere Sicherheit auf die Wiederkunft Jesu zu setzen.
Solange wir auf der Erde leben und nicht wissen, wie lange, sollte es stets unsere Aufgabe sein in der Kraft des Evangeliums voranzugehen, das sich in Zeichen und Wunder manifestiert (vgl. Markus 1,22 i.V.m. Hebräer 2,4).
 
Markus 1,22:
22 Und sie entsetzten sich über seine (Anm.. Jesu) Lehre; denn er lehrte mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten.
 
Hebräer 2,4:
4 Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben durch Zeichen, Wunder und mancherlei mächtige Taten und durch die Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen.
 
Nicht die Endzeit ist etwas, das uns geschieht, sondern wir sind vielmehr etwas, das der Endzeit geschieht! Es ist unser Vorangehen im Glauben, unsere tägliche Fokussierung auf den Bau des Königreiches und die Hingabe unter die herrliche Führung des Geistes Gottes, die uns alles zum Besten dienen lässt, indem wir Gott lieben und seinen Willen tun.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 11./15. FEBRUAR 2021 | 30. SCHEBAT/03. ADAR 5781

Da ist die Präsenz des „Feuers“ inmitten des Ortes von Regierung, das Ich gebrauche, um Mich groß zu erweisen, spricht der HERR!
Da ist Heuchelei und Falschheit, die sich in unberechtigter Sicherheit wiegen und Mir entgegenstehen!
Ich nutze ihre falsch geschürte Entzündung, die wie ein Feuer brennt, um die Kraft Meiner Hand zu zeigen, die den Maßstab Meiner Gerechtigkeit offenbart, spricht der HERR!
Ich wiege mit dem Gewicht Meiner Gerechtigkeit, so dass Spaltung, die durch Korruption und Ungerechtigkeit verursacht wurde, offengelegt ist!
Ich erweise Mich mächtig in ihrem geschürten Feuer und ihrer scheinheiligen Reinheit (vgl. Daniel 5,5-6.25-28 i.V.m. Matthäus 23,27-28)!
Ich zähle! Ich wiege und treffe ein gerechtes Urteil, spricht der HERR!
Mein Volk steht vorbereitet und in Bereitschaft in ihrem Feuer, so dass die Bewegung Meines Geistes und der Eingriff Meiner Hand sichtbar wird (vgl. Daniel 3,19-25)!
Ich bin bereits mit Meinem gerechten Urteil unter ihnen in den Sälen ihrer Regierung, ohne dass sie es wissen!
Plötzlich und unerwartet kommt die Wahrheit ans Licht, so dass ihr eigener Hochmut inmitten einer scheinbaren „HOCHzeit“ zur Falle wird, spricht der HERR (vgl. Römer 11,9)!
Ich habe das Ausharren Meines Volkes gesehen!
Ich habe darauf geachtet, wie sie an der Wahrheit Meines Wortes festgehalten haben und führe sie durch die Präsenz Meines Sohnes aus der Zeit der Wüste auf die grüne Weide (vgl. Johannes 10,9)!
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Daniel 5,5-6.25-28:
5 Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb.
6 Da entfärbte sich der König und seine Gedanken erschreckten ihn, sodass er wie gelähmt war und ihm die Beine zitterten. …
25 So aber lautet die Schrift, die dort geschrieben steht: Mene mene tekel u-parsin.
26 Und sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein Königtum gezählt und beendet.
27 Tekel, das ist, man hat dich auf der Waage gewogen und zu leicht befunden.
28 Peres, das ist, dein Reich ist zerteilt und den Medern und Persern gegeben.
 
Matthäus 23,27-28:
27 Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat!
28 So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht.
 
Daniel 3,19-25:
19 Da wurde Nebukadnezar voll Grimm und der Ausdruck seines Angesichts veränderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego, und er befahl, man sollte den Ofen siebenmal heißer machen, als man sonst zu tun pflegte.
20 Und er befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden und in den glühenden Ofen zu werfen.
21 Da wurden diese Männer in ihren Mänteln, Hosen, Hüten, in ihrer ganzen Kleidung, gebunden und in den glühenden Ofen geworfen.
22 Weil das Gebot des Königs so streng war, schürte man das Feuer im Ofen so sehr, dass die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten, von den Feuerflammen getötet wurden.
23 Aber die drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen hinab in den glühenden Ofen, gebunden wie sie waren.
24 Da entsetzte sich der König Nebukadnezar, fuhr auf und sprach zu seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden in das Feuer werfen lassen? Sie antworteten und sprachen zum König: Ja, König.
25 Er antwortete und sprach: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.
 
Römer 11,9:
9 Und David spricht (vgl. Psalm 69,23-24): „Lass ihren Tisch zur Falle werden und zu einer Schlinge und ihnen zum Anstoß und zur Vergeltung. …“
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Wir als Heilige der Gemeinde Jesu – „ekklēsịa“, sollten uns in der Kraft der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes voranbewegen, was die Wahrheit, die der Heilige Geist in dieser Zeit offenbart beinhaltet.
 
Diese Wahrheit kommt der Aussage des Hebräerbriefs gleich, die von der Schärfe des Wortes Gottes in Form eines lebendigen, kräftigen und scharfen zweischneidigen Schwertes spricht, das sich mit dem inneren Menschen beschäftigt (vgl. Hebräer 4,12-13).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
Hierbei gilt es, sich in der Liebe Gottes – „agąpē“, die sich gepaart mit seiner Wahrheit bewegt aufzuhalten, was die Befolgung des Wortes Gottes mit einschließt. Dadurch erst wird die wahre Jüngerschaft Christi erkannt (vgl. Johannes 14,23-24).
 
Johannes 14,23-24:
23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.
24 Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.
 
Wahre Jüngerschaft
 
=> Wie die Schriftgelehrten und der Täufer Johannes hatte auch Jesus „Schüler“, die ihm auf seinen Wanderungen folgten und sich seiner Autorität unterstellten. Jesus verlangt von seinen Jüngern allerdings eine Unbedingtheit der „Nachfolge“, die weit über das traditionelle Maß hinausgeht. Der Jünger Jesu muss um der anbrechenden Herrschaft Gottes willen bereit sein, alles hinter sich zu lassen (vgl. Lukas 9,57-62; Lukas 14,25-27).
 
Lukas 9,57-62:
57 Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst.
58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.
59 Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.
60 Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!
61 Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind.
62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
 
Lukas 14,25-27:
25 Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.
27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
 
Jünger Jesu sind im Neuen Testament nicht nur die zwölf Apostel, sondern in gewissem Sinn alle Christen, die sich der Autorität von Jesus Christus unterstellen und sich unter einer geistlichen kompetenten bzw. reifen Leiterschaft voranbewegen (vgl. Matthäus 28,19-20).
 
Matthäus 28,19-20:
19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
 
In der Apostelgeschichte wird die Gemeinde öfter als „die Jünger“ bezeichnet, wo wir heute „die Christen“ sagen würden; denn diese Bezeichnung, die den Jesusjüngern von ihrer Umwelt gegeben wurde, hatte zunächst einen eher abwertenden Klang „Christianer“ (vgl. Apostelgeschichte 11,26).
 
Apostelgeschichte 11,26:
26 Und als er (Anm.: Barnabas) ihn (Anm.: Saulus) fand, brachte er ihn nach Antiochia. Und sie blieben ein ganzes Jahr bei der Gemeinde und lehrten viele. In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.
 
Wahre Jünger Jesu sind Schüler/Studenten, die immer lernen, wachsen und mehr nach der Erkenntnis ihrer Berufungen und Ziele suchen. <= (Anm.: Der in „kursiv“ gestellte Text basiert auf einem Teilauszug der CD-ROM Luther Bibel Edition sowie auf eine Aussage von Rick Joyner.).
 
Durch die wahre Nachfolge Jesu wird die Kraft des Wortes Gottes offenbar, die sich in der Liebe – „agąpē“ der betreffenden Heiligen zu Christus und den Plänen des himmlischen Vaters sowie seinem Willen für seine Gemeinde – der „ekklēsịa“ in der heutigen Zeit zeigt (vgl. Matthäus 10,35-39).
 
Matthäus 10,35-39:
35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.
36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.
39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der
wird es finden.
 
Die Konfrontation der dreifaltigen Verbindung des Widersachers
 
Wenn das Wort Gottes in Liebe – „agąpē“ und Wahrheit gepredigt sowie unter den Heiligen inmitten der Gemeinde – der „ekklēsịa“ gelebt wird, kommt es zu Konfrontationen mit dem Lebensstil von Gläubigen, die sich wie Hymenäus, Alexander und Philetus verhalten (vgl. 1.Timotheus 1,18-20; 2.Timotheus 2,15-18).
 
1.Timotheus 1,18-20:
18 Diese Botschaft vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, nach den Weissagungen, die früher über dich ergangen sind, damit du in ihrer Kraft einen guten Kampf kämpfst 19 und den Glauben und ein gutes Gewissen hast. Das haben einige von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten.
20 Unter ihnen sind Hymenäus (Anm.: bedeutet „Gott der Hochzeit“) und Alexander (Anm.: bedeutet „der Männer Abwehrende“), die ich dem Satan übergeben habe, damit sie in Zucht genommen werden und nicht mehr lästern.
 
2.Timotheus 2,15-18:
15 Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt.
16 Halte dich fern von ungeistlichem losem Geschwätz; denn es führt mehr und mehr zu ungöttlichem Wesen, 17 und ihr Wort frisst um sich wie der Krebs. Unter ihnen sind Hymenäus (Anm.: bedeutet „Gott der Hochzeit“) und Philetus (Anm.: bedeutet „lieblich“), 18 die von der Wahrheit abgeirrt sind und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und bringen einige vom Glauben ab.
 
Die drei Personen in den o.g. Bibelstellen kann man auch als eine dreifaltige Verbindung der Finsternis betrachten, die auf falsche Bündnisse baut, die Salbung bzw. Kraft des prophetischen Wortes und der darin enthaltenen Verheißung verachtet sowie geistlicher Autorität entgegensteht.
 
Unter einem Bündnis der Finsternis ist ein Übereinkommen, eine Vereinbarung oder einen Vertrag zwischen mindestens zwei Seiten von Personen bzw. Personengruppen (Anm.: Partei) zu verstehen, bei dem die größere Partei eine Verbindung mit der kleineren Partei eingeht, um das gemeinsame Ziel der Finsternis zu erreichen. Damit im Zusammenhang steht, dass die Iniquität der kleineren Partei an Einfluss gewinnt. Diese dämonische Übereinkunft hat zur Folge, dass die kleinere Partei auf eine höhere Ebene der Bosheit gelangt, mit dem Ziel der Ausbreitung von Finsternis.
 
Es handelt sich um Haltungen im Herzen, die sich dem Feind ergeben im Humanismus, der bedeutet Liebe zum Menschen zu üben als in der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes und seiner Liebe zu leben. Es sind Menschen, die irdisch gesinnt sind und den Bereich des Geistes sowie dessen Ereignisse missinterpretieren, indem sie aus dem temporären Zeitverständnis blicken und in Ungeduld handeln.
 
Das führt zu einer falschen geistlichen Sichtweise, die vom Widersacher daran gesetzt ist, geistliche Missbildungen in Form von „falscher Zellteilung“, die durch Stolz geschürt ist, zu verursachen, um Spaltung unter Jünger und in Gemeinschaften zu bringen.
 
Es ist daher von höchster Erfordernis, dass wir uns als Heilige in der richtigen Struktur mit dem richtigen „Hohlmaß“ befinden, um aus der wahren Gemeinschaft von Heiligen gute Früchte hervorzubringen, die unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und Gesellschaft bereichert.
Eine solche Gemeinschaft kommt einem Feigenkorb gleich, der nur gesunde Feigen bzw. Früchte in sich trägt, ohne etwas Verfaultes aufgrund von falscher Liebe (Anm.: Humanismus, falsches Verständnis von Sexualität/Intimität, Autorität) zu dulden (vgl. Jeremia 24,1a.2).
 
Jeremia 24,1a.2:
1a Siehe, der HERR zeigte mir zwei Feigenkörbe, aufgestellt vor dem Tempel des HERRN, …
2 In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr schlechte Feigen, dass man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie.
 
Das hebräische Wort „dûd, das für „Korb“ verwendetet wird steht in Verbindung mit dem hebräischen Wort „dôd, das für „Geliebter“ gebraucht wird. (Anm.: Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 1765, 1766)
 
Als Volk Gottes ist es unser Auftrag in einem gesunden geistlichen Verhältnis zueinander zu stehen und sich von denen abzuwenden, die sich bewusst vom Feind dazu gebrauchen lassen in einem falschen Bundesverständnis (Anm.: gemachte Festlegungen, die nicht der Wahrheit des Wortes Gottes entsprechen), Humanismus (Anm.: Liebe zu und Ehre von Menschen) und einem widersetzlichen Verhalten gegenüber wahrer geistlicher Autorität sowie einem Leben in pervertierter Sexualität und Intimität zu wandeln.
 
Das hat zum Ergebnis, dass sich die Trennung zwischen den Schafen und Böcken vollzieht sowie offenbar wird (vgl. Hesekiel 34,17 i.V.m. Matthäus 25,32b-33).
 
Hesekiel 34,17:
17 Aber zu euch, meine Herde, spricht Gott der HERR: Siehe, ich will richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken.
 
Matthäus 25,32b-33:
… 32b Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.
 
Wir leben in einer Zeit, in der Menschen in der Welt feinfühlig sein werden, um zu erkennen, ob es sich bei uns um einen heuchlerischen „Christen“ (Anm.: jemand, der sich mit dem christlichen Glauben in gewisser Weise zugehörig fühlt, jedoch nach eigenen Maßstäben lebt) oder um einen Jünger in der Liebe zu Jesus Christus handelt.
 
Diese Jünger folgen der Wahrheit nach, da sie dem in allem gehorsam sind, der sich als die einzige Wahrheit offenbart, was sie dazu befähigt, sich in der wahren Liebe Gottes zu positionieren und diese an andere weitergeben zu können. Diese reine und wahrhaftige Liebe ist es, wonach viele Menschen in unserer Gesellschaft suchen, nachdem sie von den Auswirkungen von Humanismus, Bestechlichkeit sowie pervertierter Sexualität geschädigt wurden.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm