Der biblische Monat Bul | Marcheschwan

Bul | Marcheschwan – Der Monat der Früchte und Erzeugnisse
 
Der biblische Monat Bul | Marcheschwan - kurz auch Cheschwan genannt - ist der achte Monat innerhalb des Erlösungszyklus im biblischen Kalender. Es ist der Monat der „Frucht“ bzw. „der Baumfrüchte“ und „des Erzeugnisses“.
 
Das dem Monat vorangestellte hebräische Wort „Mar“ bedeutet „bitter“ und kann uns als Hinweis dienen, den HERRN um eine Strategie zu bitten, bittere Umstände in Süße zu verwandeln, was einhergeht mit der Präsenz des HERRN als dem, der geistige und physische Gesundheit absichert (vgl. 2.Mose 15,23-25).
 
2.Mose 15,23-25:
23 Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara.
24 Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
25 Er schrie zu dem HERRN und der HERR zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es süß.
 
Der Monat Cheschwan oder Bul | Marcheschwan ist dem Stamm „Manasse“ zugeteilt, dessen Name mit „Der vergessen macht“ übersetzt wird.
 
Sein Name sollte uns ermutigen, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und den guten Plan Gottes für unsere Zukunft zu proklamieren. Hierbei können wir von der Bewegung und dem Verhalten der vier lebendigen Wesen aus dem Thronsaal Gottes lernen, die immer nach vorne schauen, während sie sich voranbewegen (vgl. Hesekiel 10,11-13).
 
Hesekiel 10,11-13:
11 Wenn sie gingen, dann gingen sie nach ihren vier Seiten hin: sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen; denn an den Ort, wohin das Vorderste sich wandte, folgten sie ihm; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. 12 Und ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre Flügel und die Räder waren voller Augen ringsum bei allen vieren, nämlich ihren Rädern. 13 Die Räder, sie wurden vor meinen Ohren „Galgal“ (Anm.: die Drehenden, Rotierenden) genannt.
 
Manasse war der erstgeborene Sohn von Joseph, wobei er als zweiter von seinem Großvater Jakob nach Ephraim gesegnet wurde, während dieser seine Arme überkreuzte (vgl. 1.Mose 48,13-14).
 
1.Mose 48,13-14:
13 Dann nahm sie Joseph beide, Ephraim an seine rechte Hand gegenüber Israels linker Hand und Manasse an seine linke Hand gegenüber Israels rechter Hand, und brachte sie zu ihm.
14 Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jüngeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und kreuzte seine Arme, obwohl Manasse der Erstgeborene war.
 
Es war im Interesse von Joseph, die Reihenfolge der Segnung seines Vaters Jakob umzukehren, was ihm jedoch nicht gewährt wurde (vgl. 1.Mose 48,17-19).
 
1.Mose 48,17-19:
17 Als aber Joseph sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, missfiel es ihm, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete, 18 und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater, dieser ist der Erstgeborene; lege deine rechte Hand auf sein Haupt.
19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß wohl, mein Sohn, ich weiß wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird groß sein, aber sein jüngerer Bruder wird größer als er werden, und sein Geschlecht wird eine Menge von Völkern werden.
 
Daraus wird für uns deutlich, dass es Gottes Plan war, auf diese Weise vorzugehen, nämlich die Zukunft durch prophetische Offenbarung zu gestalten. Somit hatte Gott bereits etwas in seinem vorherbestimmten Plan festgelegt, das nicht durch den Willen eines Menschen umgekehrt werden konnte (vgl. Psalm 33,4).
 
Psalm 33,4:
4 Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.
 
Wie bereits zuvor erwähnt bedeutet der Name „Manasse“, der „der vergessen macht“, wobei der Name „Ephraim“ hingegen „Doppelfruchtbarkeit“ bedeutet.
 
Durch die beiden gegebenen Namen der Söhne Josephs wird ein wichtiges Prinzip deutlich, nämlich darauf ausgerichtet zu sein, die Vergangenheit loszulassen und zuversichtlich auf die fruchtbare Zukunft zu blicken.
 
Das Zeichen des Kreuzes und das „Thaw“
 
Bei der Segnung von Manasse spielte das Zeichen des Kreuzes eine wichtige Rolle, das wie bereits erwähnt in dem Überkreuzen der Arme von Jakob entstand, der hierbei Israel genannt wird, während er zuvor Ephraim segnete.
 
Der Name „Israel“ bedeutet „Gottesstreiter“ und ist ein Hinweis auf die Qualität des geistlichen Kampfes, um die Gegenwart Gottes zu etablieren und im Segen Gottes zuversichtlich voranzugehen (vgl. 1.Mose 32,27-29 i.V.m. Matthäus 11,12).
 
1.Mose 32,27-29:
27 Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.
28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob.
29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen.
 
Matthäus 11,12:
12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalttätigen reißen es an sich.
 
Durch das Überkreuzen der Arme wurde der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets, nämlich das „Thaw“ kreiert, was soviel wie „Verlangen, Sehnsucht, bezeichnen, markieren, eine Linie ziehen, Wunsch, Begierde, Lust, verabscheuen“ bedeutet. Er trägt die Darstellung eines „Markierungszeichens, Eindruck, Code“, wobei dieses Zeichen in Hiob 31,35 als „Begehren“ bezeichnet und in Hesekiel 9,6 als Markierungszeichen zum Schutz verwendet wird.
 
Der Zahlenwert des Buchstaben „Thaw“ ist „400“ und weist auf das Ende von Gefangenschaft und den Beginn von Befreiung hin (vgl. 1.Mose 15,13 i.V.m. Apostelgeschichte 7,6-7).
 
1.Mose 15,13:
13 Da sprach der HERR zu Abram: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen werden Fremdlinge sein in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre.
 
Apostelgeschichte 7,6-7:
6 Denn so sprach Gott (vgl. 1.Mose 15,13-14): „Deine Nachkommen werden Fremdlinge sein in einem fremden Lande, und man wird sie knechten und misshandeln vierhundert Jahre lang.
7 Aber das Volk, dem sie als Knechte dienen müssen, will ich richten“, sprach Gott, „und danach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Stätte.“
Darüber hinaus ist der hebräische Buchstabe „Thaw“ der letzte Ausdruck von Raum und Zeit in einem einzigen Buchstaben.
 
Der Klang des ewigen Evangeliums und sein Aroma
 
Die sich kreuzenden Arme Jakobs über seine Enkel Ephraim und Manasse kann auch als die Sphäre des ewigen Evangeliums betrachtet werden, die mit Gottes besonderem Wind einhergeht und uns bedeckt, so ähnlich wie es in Offenbarung 14,6-7 beschrieben ist.
 
Offenbarung 14,6-7:
6 Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.
7 Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!
 
Der Klang des ewigen Evangeliums ist der Aufruf, Gott zu fürchten und ihn anzubeten, sowie die gute Nachricht, dass Gottes Gerechtigkeit über Babylon gekommen ist. Es ist das Evangelium, das den Duft des Lebens und des Todes trägt (vgl. 2.Korinther 2,14-16).
 
2.Korinther 2,14-16:
14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!
15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden:16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Wer aber ist dazu tüchtig?
 
Die Zerstörung der Verwirrung
 
Gott zerstört die Verwirrung (Anm.: „Babylon/Babel“ bedeutet „Verwirrung, Wirrsal“), die Macht der Irrlehre durch diejenigen, die sich unter den „gekreuzten Armen“ des „Gottes der Zeitalter“ (Anm.: Großvater) bewegen (vgl. Daniel 7,9-10; Offenbarung 14,8 i.V.m. 1.Timotheus 4,1-2).
 
Daniel 7,9-10:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.

Offenbarung 14,8:
8 Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker.
 
1.Timotheus 4,1-2:
1 Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen, 2 verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben.
 
Die Hand Gottes und der fünffältige Dienst
 
Die Manifestation der Hand Gottes durch seine Finger, dem fünffältigen Dienst, schafft göttliche Einheit und geistliche Reife. Das Ergebnis dessen ist, dass der Einfluss Babylons, nämlich Verwirrung bzw. Verführung in die Schranken gewiesen wird (vgl. Epheser 4,11-14).
 
Epheser 4,11-14:
11 Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
 
Die Vollendung des Tempels und die geschlossene Tür des Raums
 
Im achten biblischen Monat wurde der Tempel unter der Leitung von König Salomo fertiggestellt, was in Verbindung mit dem hebräischen Buchstaben „Thaw“ steht. Wie bereits erwähnt ist das „Thaw“ der letzte Ausdruck von Raum und Zeit in einem einzigen Buchstaben (vgl. 1.Könige 6,38).
 
1 Könige 6,38:
… 38 und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist der achte Monat, wurde das Haus vollendet, wie es sein sollte, sodass sie sieben Jahre daran bauten.
 
Bei dem Tempel handelte es sich um das erste feste Haus Gottes.
 
Zuvor weilte die Gegenwart Gottes in einem Zelt (Anm.: Wüste als Übergang) und wechselte später in den Tempel von Jerusalem (Anm.: feste Substanz), der Hauptstadt Israels, was bedeutet, dass Gott seinen Thron inmitten von Israel aufstellte. Dieses entspricht dem obersten Gerichtshof Gottes (vgl. Psalm 122,3-5).
 
Psalm 122,3-5:
3 Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, 4 wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des HERRN, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des HERRN.
5 Denn dort stehen die Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David.
 
Nur diejenigen, die wirkliche Liebhaber (Anm.: Anbeter => Juda – David war aus dem Stamm Juda) des himmlischen Vaters sind und wissen, dass sie Teil der Braut sind, die die Stadt „Jeruschalajim“ ist, sind in der Lage, unter dem Befehl des Gottes der Zeitalter gerecht zu richten (vgl. Offenbarung 21,2.9-10).
 
Offenbarung 21,2.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, …
 
Die Vervollständigung des Bereichs der göttlichen Beziehung
 
Im Zusammenhang mit der Vollendung des Tempels durch König Salomo wurde ich zu der Bibelstelle aus Matthäus 6,6 geführt.
 
Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.
 
Bei dieser Bibelstelle geht es um die Bedeutung der Vervollständigung des persönlichen Bereichs in der wahrhaftigen Beziehung zum himmlischen Vater, was ebenfalls auf die Dimension des hebräischen Buchstabens „Thaw“ hinweist, der zugleich in Bezug mit dem Überkreuzen der Arme Jakobs gesehen werden kann.
 
Um den Bereich der wirklichen Beziehung zum himmlischen Vater zu erreichen, ist es erforderlich, dass wir „die Tür“ von innen zu unserem persönlichen Raum der Beziehung zum Vater schließen.

Wenn wir das tun, ist es dem HERRN eine Freude, uns aus dem Verborgenen zu belohnen, denn er liebt es, im „Dunkeln“ zu wohnen (vgl. 1. Könige 8,12 i.V.m. Kolosser 2,2-3).
 
1 Könige 8,12:
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Die geschlossene Tür ist zudem eine Repräsentation von Demut und Hingabe vor dem HERRN im Gebet, das eine göttliche Beziehung umfasst.
 
Der geschlossene Raum offenbart den Bereich der Geheimnisse Gottes, die Vision in Form von Weisheit und Erkenntnis hervorbringen.
 
Unsere Hingabe und Unterordnung dem himmlischen Vater gegenüber setzt seine Hand über uns frei, so dass seine Pläne für unser Leben sichtbar werden (vgl. Jesaja 55,8-11).
 
Jesaja 55,8-11:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, 11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm