Vom Schreibtisch von Daniel Glimm:

Da wir uns der Chanukka– und Weihnachtszeit nähern, die mit der übernatürlichen Empfängnis Jesu im Mutterleib von Maria in Verbindung steht, soll uns die folgende Botschaft von Steve Shultz in Bezug auf Maria, die Mutter Jesu als Bereicherung dienen.

Gottes Segen,

Daniel Glimm

 

Einleitung

Ich wurde protestantisch erzogen, und obwohl ich immer an die jungfräuliche Geburt glaubte und dass Maria die Mutter Jesu war, blieb ich dort mehr oder weniger stehen. Ich respektierte Marias mütterliche Rolle bei der Erziehung des Erlösers und auch, dass sie bei der Kreuzigung dabei war, um den letzten Atemzug ihres Sohnes zu unterstützen, aber ich wurde, wie die Gläubigen in anderen protestantischen Konfessionen, mehr oder weniger gelehrt, nicht darüber hinauszugehen. Es war wie eine Angst davor, Maria anzubeten.

Schließlich gab es eine große Glaubensgemeinschaft, die durch und zu Maria betete. Natürlich habe ich nicht daran geglaubt, und das tue ich immer noch nicht. Deshalb habe ich meine Theologie auf die oben genannten Dinge konzentriert.

Die Prophezeiung von Maria

Aber mit dieser Anschauung gibt es ein Problem. Denn es heißt in der Bibel, dass ein prophetischer Engel (Anm.: Gabriel) Maria, der Mutter des Messias erschien und prophezeite, dass sie den Verheißenen tragen würde.

Später tauchte Maria im Haus von Elisabeth auf, wo sie selbst prophetisch wurde und über sich selbst die folgenden Worte prophezeite: „Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.“ – Lukas 1,46-50 (Anm.: Betonung hinzugefügt)

Es ist ersichtlich, dass einige Gläubige Angst davor haben, Marias eigene Prophezeiung zu erfüllen. Diese Angst ist darin begründet, Maria zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Trotz der Prophezeiung von Maria, dass ALLE Generationen sie selig nennen würden, ist diese Angst in den Herzen von Gläubigen gegenwärtig, so dass sie sich bezüglich der ehrbaren Anerkennung der Mutter Jesu zurückhalten.

Also, wo ist die Logik?

Nun, all das oben Gesagte ist „Theologie“. Das heißt, es steht in der Bibel und ist somit von Gott.

Deshalb möchte ich etwas menschliche Logik zum Verständnis anwenden, die dazu ermutigt weiterzudenken.
Als Maria starb, ging sie sicherlich zu ihrem Retter und ihrem Sohn – dem Sohn Gottes! Und meine logische Erkenntnis ist, dass ihr Sohn, Jesus (Anm.: Jeschua), seine irdische Mutter liebt und sie ihn liebt.

Deshalb würde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen (Anm.: das ist nur meine Einschätzung), dass Jesus ihr einen besonderen Platz in der Nähe von ihm im Himmel gegeben hat. Es ist nicht in der Bibel verzeichnet – aber es ist eine ziemlich gute Schlussfolgerung.

Da Gott seinen Sohn liebt, ist ebenfalls davon auszugehen, dass er auch die junge Frau sehr liebt, die er zur Mutter seines einzigen Sohnes erwählt hat.

Was für eine Villa sie haben muss!

Eine unserer Aufgaben – unser „Muss“ als Christen – ist es, die richtige Herzenshaltung gegenüber der Mutter Jesu zu haben, die dazu beiträgt, ihr die Anerkennung zu geben, die ihr der HERR gegeben hat, nämlich sie selig zu nennen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies unseren „Bräutigam“ glücklich machen würde, wenn wir die eigene Mutter Jesu, Maria, mit der richtigen Achtung und Anerkennung beschenken, die ihr von Gott zugeteilt ist.

Wie würde das aussehen?

Seine ausgeweitete Gnade

Nun, wenn wir nicht „Ave Maria“ singen, was wäre, wenn wir mehr Lieder über Maria schreiben, nach ihrer eigenen Prophezeiung über sich selbst. Wir verehren Maria nicht, aber wir sollten sie achten und anerkennen.

Was wäre, wenn wir sogar Botschaften über Maria predigen würden, ohne Angst dabei zu haben, zu viel Segen auf die Mutter unseres HERRN zu legen?

Wir sollten uns daran erinnern, dass es Maria war, die in ihrer Prophetie diesen wichtigen Aspekt prophezeit hat: „Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.“

Eine Sache (von vielen), die ich gelernt habe, ist, dass Gott nie seine Zeit damit verschwendet, unwichtige Dinge zu sagen. Er möchte immer, dass wir jedes einzelne Wort, das er durch prophetische Stimmen ausspricht, zur Kenntnis nehmen.

Wir sollten es nicht vergessen, dass Gott durch Maria sagte: „Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.“
Warum sollte Gott die Mutter Jesu das prophezeien lassen?
Ganz einfach – weil Er wollte, dass wir das wissen und glauben.

Gott liebt Gnade, und diejenigen, die ihn fürchten, sind Träger seiner ausgeweiteten Gnade. So steht es in der Prophetie von Maria.

Maria muss eine so überwältigende Gnade empfunden haben, dass Gott sie im Galiläa der Heiden als lebende Frau auswählen würde, um den einzigen Sohn des himmlischen Vaters zu gebären.

Ehre erweisen

Ich habe mich oft gefragt, was es in Maria war, die in einem heidnischen Gebiet lebte, das Gott dazu bringen würde, sie auszuwählen. Eines Tages werden wir es wohl herausfinden.

Vielleicht war sie nur reinen Herzens (und natürlich war sie in der Linie von Juda). Aber vielleicht lag es daran, dass Gott wusste, dass sie nur „Ja“ sagen würde, weil sie die Worte Gottes fürchtete – das heißt, sie respektierte.

Wie auch immer man es betrachtet, Gott macht mehrere Aussagen durch Maria: Wir sollen Maria, die Mutter Jesu, achten. Wir sollen sie selig nennen, von Generation zu Generation. Maria hat es prophezeit. Das geht über das alleinige Bekenntnis hinaus, dass sie Jungfrau war. Es bedeutet, dass wir sie über vielen achten sollen. Wir sollten aufhören, Angst davor zu haben.

Darüber hinaus sollten wir uns daran erinnern, dass Gott fast „nichts“ nimmt (Anm.: damit sind du und ich gemeint) und uns gebraucht - uns darin Gnade erweist, wenn wir einfach bereit „Ja“ zu Ihm sagen - egal in welchen scheinbar niedrigen Umständen wir uns befinden. Das ist es, was es unter anderem bedeutet, ihn zu „fürchten“.

Deshalb besteht meine Herausforderung darin, die Gemeinde insgesamt darauf zu sensibilisieren, die irdische Mutter von Jesus Christus nach ihrem eigenen prophetischen Wort zu achten; eine Mutter, die sich wahrscheinlich im Himmel in ihrer persönlichen Villa befindet - ganz in der Nähe von Jesus.

Ja, das ist Spekulation, aber was würde jemand für seine eigene Mutter tun, wenn er selbst der Retter der Welt wäre?

(Diese Botschaft ist aus der Dezemberausgabe 2007 des prophetischen Magazins „ELIJAH Rain“ mit dem englischen Titel „No Longer Afraid of the Virgin Mary“, Seite 24-25 von Steve Shultz).

Übersetzung:
Daniel Glimm

Während einer Anbetungszeit im apostolischen Zentrum Holy Place hörte ich in meinem Geist das Wort „Slalom“ und sah im Geist die sieben brennenden Fackeln vor dem Thron Gottes. Dabei erkannte ich wie eine Person wie bei einem Slalom von rechts nach links um die sieben brennenden Fackeln vor dem Thron Gottes rannte.

Diese Bewegung führte dazu, dass spiralförmiges Licht um die sieben brennenden Fackeln kreiert wurde. Daraufhin hörte ich wie der HERR sprach: „Vereinige dich mit dem Feuer meiner sieben brennenden Fackeln!“ (vgl. Hesekiel 1,13 i.V.m. Offenbarung 4,5)

Hesekiel 1,13:
13 Und in der Mitte zwischen den Gestalten sah es aus, wie wenn feurige Kohlen brennen, und wie Fackeln, die zwischen den Gestalten hin und her fuhren. Das Feuer leuchtete und aus dem Feuer kamen Blitze.

Offenbarung 4,5:
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.

Die sieben Geister Gottes sind in der Form der sieben brennenden Fackeln mit dem Wesenszug des himmlischen Vaters verbunden. Die Erscheinung der sieben Geister Gottes in Form der sieben sehenden Augen steht mit der Sohnschaft Gottes (Anm.: Lamm Gottes) im Zusammenhang (vgl. Offenbarung 4,5 i.V.m. Offenbarung 5,6).

Offenbarung 4,5:
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.

Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande

Der Skifahrer und die Abfahrt

Nach dieser Erscheinung, eröffnete sich eine weitere Vision, in der ich einen Skifahrer beim Start der Abfahrt eines Slaloms sah. Hierbei konnte ich deutlich das rote Licht sehen, wie es plötzlich auf grünes Licht umschaltete und der Klang zum Start ertönte, so dass der Skifahrer auf dem Schnee durch die jeweiligen Tore des Slaloms fuhr.

Die Bedeutung von Slalom

=> Als Slalom (in Österreich auch Torlauf) wird in mehreren Sportarten die schnelle, wiederholte Folge von Kurven bezeichnet, die durch eine Reihe von Toren festgelegt sind.
Das Wort stammt vom norwegischen slalåm. Dabei handelt es sich um einen zusammengesetzten Begriff aus den Begriffen sla ‚kleiner Abhang oder Steigung‘ und låm ‚Schleppspur‘, urspr. ‚schmaler Weg‘, also ursprünglich‚ Skispur mit ebenmäßiger Absenkung‘. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Slalom.)

Es ist Gottes Verlangen, dass wir uns als Heilige mit unserem Geistwesen bewusst in der Gegenwart seines Thronsaals aufhalten und die Bereitschaft zeigen, uns vom Heiligen Geist in den verschiedenen Charakteristiken (Anm.: Geist des HERRN, Geist der Weisheit, Geist des Verstandes, Geist des Rates, Geist der Stärke, Geist der Erkenntnis und Geist der Furcht des HERRN) unterweisen zu lassen (vgl. Jesaja 11,2).

Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.

Daraus resultiert, dass wir den Bund Gottes und seine Herrschaft deutlich vor den Menschen offenbaren können. Hierbei ist es ebenfalls von Bedeutung, dass wir uns in der offenbarenden Lehre des Wortes Gottes sowie in der Gegenwart seiner Herrlichkeit bewegen, die mit der Furcht des HERRN einhergeht.

Das Offenbarmachen der Herrschaft Gottes

Am Herzen des himmlischen Vaters liegt es, dass wir als Söhne Gottes in Christus Jesus seine Herrschaft auf der Erde offenbar machen, wozu erforderlich ist, dass wir uns zuerst dort aufhalten, wo er ist, um von diesem Ort den Himmel (Anm.: Gegenwart des Vaters) in der Sohnschaft Christi auf die Erde zu bringen (vgl. Epheser 2,6; Kolosser 3,1-2 i.V.m. Matthäus 6,10).

Epheser 2,6:
… 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …

Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Matthäus 6,10 (Jüdische Neue Testament von David H.Stern):
10 Dein Reich komme, dein Wille werde getan auf Erden wie im Himmel.

Darüber hinaus ließ mich der HERR wissen, dass es für uns als Heilige nicht ausbleibt, dass wir Herausforderungen im Alltag gegenüberstehen.

Gott lässt diese Herausforderungen zu, weil er uns im Charakter seines siebenfältigen Geistes trainiert, um die Früchte des Geistes durch uns sichtbar und für andere zum Segen werden zu lassen (vgl. Galater 5,22-23).

Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.

Um diese Herausforderungen zu meistern, ist es aus diesem Grund nötig, dass wir mit fester Zuversicht auf diese mit einem gesunden Gedankengut gemäß Jeremia 29,11 in der Einfachheit Christi (Anm.: Demut und vollständige Hingabe gegenüber dem Willen des Vaters) zusteuern und uns in der von Gott vorherbestimmten Gerechtigkeit bewegen.

Jeremia 29,11:
11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.

Dadurch werden wir in Christus beschleunigt und erhalten Zugang in neue Bereiche, die mit der Herrschaft und Fürsorge des Vaters verbunden sind (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Offenbarung 4,2-3; Johannes 6,10-11).

Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: grün => Weide).

Johannes 6,10-11:
10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras (Anm.: grün) an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer.
11 Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten.

In alledem ist es entscheidend, dass wir auf „Plötzlichkeiten“ Gottes vorbereitet sind, um mit unserer von Gott gegebenen Kompetenz und Gabe den Himmel auf die Erde bringen.

Hierbei existiert derzeit keine sogenannte „Zwischenphase“ in unserer temporären Zeit, sondern es geschieht wie bei der in der Vision gesehenen Umschaltung des Lichtsignals von Rot auf Grün.

Auch sollte uns bewusst vor Augen sein, dass unser Weg der schmale Weg ist, der nur mit einem demütigen Herzen beschritten werden kann und in das Zentrum der ewigen Regierung des Königs der Könige führt (vgl. Matthäus 7,13-14 i.V.m. Matthäus 19,24)

Matthäus 7,13-14:
13 Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen.
14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!

Matthäus 19,24:
24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher (Anm.: eine Person mit der Auffassung nichts nötig zu haben) ins Reich Gottes komme.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Zur Heimsuchung Abrahams durch JAHWE, die in 1.Mose 18,1-8 genannt wird, möchte ich auf ein dort erwähntes geistliches Prinzip eingehen, das mit dem übernatürlichen als auch natürlichen Bereich verknüpft ist.

1.Mose 18,1-8:
1 Und der HERR (Anm.: JAHWE) erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.
2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde 3 und sprach: Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber.
4 Man soll euch ein wenig Wasser bringen, eure Füße zu waschen, und lasst euch nieder unter dem Baum.
5 Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; danach mögt ihr weiterziehen. Denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorübergekommen. Sie sprachen: Tu, wie du gesagt hast.
6 Abraham eilte in das Zelt zu Sara und sprach: Eile und menge drei Maß feinstes Mehl, knete und backe Kuchen.
7 Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab es dem Knechte; der eilte und bereitete es zu.
8 Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum und sie aßen.

Das Trachten nach dem übernatürlichen Bereich aus Glauben

Das Wort Gottes offenbart uns, dass wir als Heilige nach dem übernatürlichen Bereich trachten sollen, wo sich Christus aufhält (vgl. Kolosser 3,1-3).

Kolosser 3,1-3:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.

Da Abraham unser Vorvater des Glaubens ist und zur Zeit gelebt hat, wo es die Thora noch nicht in Schriftform gab, ist zu erkennen, dass Abraham Gott (Anm.: JAHWE => der Gott Israels) durch Glauben gefunden hat, weil er aufrichtig nach ihm suchte (vgl. Matthäus 7,7 i.V.m. Hebräer 11,1-3.6.8).

Matthäus 7,7:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Hebräer 11,1-3.6.8:
1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
2 Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.
3 Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist. …
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. …
8 Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme.

Der Glaube ist unter anderem die Kraft, die uns befähigt in den übernatürlichen Bereich zu sehen, um zu erkennen, was der Plan Gottes auf der Erde ist. Das wird anhand der Erscheinung Gottes gegenüber Abraham in 1.Mose 18,1ff. deutlich.

Es heißt dort, dass JAHWE dem Abraham erschien, während er im Hain von Mamre in der Tür seines Zeltes saß als der Tag am heißesten war.

Der Aufenthaltsort Abrahams

Der Aufenthalt Abrahams trägt in sich ein wichtiges Prinzip, das es gilt geistlich richtig zu beurteilen. Da Gott Geist ist (vgl. Johannes 4,24a), ist der HERR zuerst Abraham im Geist erschienen.

Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …

Hierbei erwählte der HERR die Struktur des himmlischen Vaters, indem er sich Abraham als JAHWE zu erkennen gab. Im Zusammenhang mit dieser Erscheinung spielte der Aufenthaltsort, die Positionierung Abrahams sowie die heiße Tagestemperatur eine wichtige Rolle.

Diese Attribute sollen uns heutzutage als Volk Gottes auf die Wichtigkeit der Gemeinschaft von Heiligen (Anm.: Hain/kleiner Wald von Mamre => „Fettigkeit, Stärke, Männlichkeit“) hinweisen, bei denen es sich um Gerechte handelt, die aus der Autorität und Salbung in Christus agieren (vgl. Psalm 92,13; Jeremia 17,7-8).

Psalm 92,13:
13 Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.

Abrahams Positionierung im Eingang des Zeltes ist ein Hinweis auf die Erwartungshaltung eines Gläubigen, der sich in Transparenz und Wahrhaftigkeit vor Gott bewegt, um ihm zu begegnen.

Das wird anhand des hebräischen Wurzelwortes (Anm.: „`āhal“) für „Zelt“ deutlich, was „klar zu sein oder hell zu scheinen“ bedeutet. (Anm.: Worterklärung zu dem hebräischen Wort „`āhal“ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer 169*)

Die hohe Tagestemperatur weist auf die Atmosphäre von Heiligkeit hin, mit der die Offenbarung Gottes einhergeht (vgl. Hebräer 12,14).

Hebräer 12,14:
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …

Zuerst füllte Gott den Geistbereich Abrahams mit seiner Gegenwart (vgl. 1.Mose 18,1), weil sich Abraham in Transparenz und Wahrhaftigkeit (Anm.: hebr. „`āhal“) vor Gott bewegte.

1.Mose 18,1:
1 Und der HERR (Anm.: JAHWE) erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.

Weiterhin nahm der HERR zugleich den Aufenthalt Abrahams mit seiner Gefolgschaft in der Gegenwart von Heiligung (Anm.: als der Tag am heißesten war) zum Anlass, ihm zu begegnen.
Das führte dazu, dass Abraham geistlich aktiv wurde, indem er seine Augen erhob und vor seinen geistlichen Augen drei Männer stehen sah (vgl. 1.Mose 18,2a).

1.Mose 18,2a:
2a Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. …

Abrahams Blickwechsel

Nachdem er diese Erscheinung im übernatürlichen Bereich sah, wechselte sein Blick in den natürlichen Bereich, so dass er drei Männer in einiger Entfernung erkannte, zu denen er hineilte (vgl. 1.Mose 18,2b).

1.Mose 18,2b:
… 2b Und als er sie sah, lief (Anm.: eilte) er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde …

Anhand dieses Ereignisses wird deutlich, dass Heimsuchungen bzw. Manifestationen Gottes im irdischen Bereich zuerst ihren Sitz im himmlischen Bereich haben.

Heimsuchungen Gottes können somit zeitversetzt in der temporären Zeit stattfinden, obwohl diese bereits im Geistbereich geschehen sind. Das wird anhand der Bibelstellen aus Daniel 9,22b-23 und Daniel 10,12-14 deutlich.

Daniel 9,22b-23:
… 22b Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dir zum rechten Verständnis zu verhelfen.
23 Denn als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich komme, um dir es kundzutun; denn du bist von Gott geliebt. So merke nun auf das Wort, damit du das Gesicht verstehst.

Daniel 10,12-14:
12 Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, als du von Herzen begehrtest zu verstehen und anfingst, dich zu demütigen vor deinem Gott, wurden deine Worte erhört, und ich wollte kommen um deiner Worte willen.
13 Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien.
14 Nun aber komme ich, um dir Bericht zu geben, wie es deinem Volk gehen wird am Ende der Tage; denn das Gesicht geht auf ferne Zeit.

Die Umsetzung der Manifestation Gottes im irdischen Bereich entfaltet sich, wenn wir unsere Augen des Herzens erleuchtet durch Weisheit und Offenbarung im Glauben erheben und das vom himmlischen Vater uns Gezeigte annehmen (vgl. Epheser 1,17-18).

 Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …

Hierbei sollten wir uns bewusst sein, dass Gott im irdischen Bereich auch Menschen gebraucht, um auf unsere zuvor gesehene Offenbarung im Geist zu antworten. Das wird ebenfalls anhand der Bibelstellen aus Apostelgeschichte 12,14-16 und Hebräer 13,2 deutlich.

Apostelgeschichte 12,14-16:
14 Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, tat sie vor Freude das Tor nicht auf, lief hinein und verkündete, Petrus stünde vor dem Tor.
15 Sie aber sprachen zu ihr: Du bist von Sinnen. Doch sie bestand darauf, es wäre so. Da sprachen sie: Es ist sein Engel.
16 Petrus aber klopfte weiter an. Als sie nun aufmachten, sahen sie ihn und entsetzten sich.

Hebräer 13,2:
2 Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Das Leben in Offenbarung und Wahrhaftigkeit

Im Zusammenhang mit der Erscheinung Gottes im Leben Abrahams ist es von Bedeutung, dass wir zügig sowie vorbereitet auf die plötzliche Erscheinung Gottes reagieren und den HERRN bitten in unser geistliches vorbereitetes Umfeld von Offenbarung und Wahrhaftigkeit zu kommen, so dass wir die Zunahme seiner Gunst bzw. Gnade finden.

Während sich der HERR aus der Einzigartigkeit als Gott Israels (Anm.: „JAHWE“) offenbart, nimmt die Gegenwart der Offenbarung seines Wesens (Anm.: drei Männer => Vater, Sohn, Heiliger Geist) in unserem Leben zu, so dass sich die Vorgänge in unserem Leben beschleunigen und das, was unmöglich schien möglich wird (vgl. 1.Mose 18,14 i.V.m. Lukas 18,27).

1.Mose 18,14:
14 Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben.

Lukas 18,27:
27 Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.

Hierbei kommt der Gastfreundschaft und dem Geben eine bedeutende Rolle zu, das aus zwei Arten von Investitionen besteht (Anm.: Getreide und lebendiges Opfer; vgl. 1.Mose 18,6-7).

1.Mose 18,6-7:
6 Abraham eilte in das Zelt zu Sara und sprach: Eile und menge drei Maß feinstes Mehl, knete und backe Kuchen (Anm.: Brotfladen).
7 Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab es dem Knechte; der eilte und bereitete es zu.

Das geisterfüllte Geben und die Phase der Beschleunigung

Diese zügige Zubereitung des Brotfladens von Sarah (Anm.: bedeutet „Fürstin“) sowie die schnelle Zubereitung des zarten guten Kalbes durch den Knecht auf die Anweisung Abrahams sind ein Hinweis auf die Investition von Heiligen, die aus der Struktur der Braut als Königin ihrem König dienen sowie Heilige, die aus der Struktur eines Dieners Menschen dienen.

Das hebräische Wort für „sich beeilen“ bzw. „schnell sein“ ist „māhar“ und wird auch als „richtig flüssig zu sein“ übersetzt. (Anm.: Worterklärung zu dem hebräischen Wort „māhar“ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer 4195 und der Strong‘s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer H4116)

Somit kann man sagen, dass die Anweisung Abrahams dazu aufruft, geistlich zu handeln und die Situation keinesfalls rational zu beurteilen.

Wenn wir im Geist gemäß der biblischen Prinzipien handeln, hat das zur Folge, dass wir unter all den „Bäumen der Gerechtigkeit“ auf den „Baum der Gerechtigkeit“ treffen, der Jesus Christus ist. Aus dessen Gegenwart verstehen wir in seiner „Einfachheit“ (Anm.: Jesu uneingeschränkte Hingabe durch seinen Opfertod am Kreuz) deutlicher, was es bedeutet die Nahrung des Geistes zu uns zu nehmen, so wie es auch Gott tut (vgl. 1.Mose 18,8 i.V.m. 2.Mose 24,9-11; Matthäus 4,4).

1.Mose 18,8:
8 Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum und sie aßen.

2.Mose 24,9-11:
9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf 10 und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist.
11 Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen Israels. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.

Matthäus 4,4:
4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“

Zusammengefasst erkennen wir, nach dem übernatürlichen Bereich zu trachten bedeutet, eine Haltung einzunehmen, die uns Begegnungen mit Gott ermöglicht und uns befähigt, mit den uns anvertrauten Ressourcen richtig zu positionieren, um den Ratschluss des dreieinigen und lebendigen Gottes zu erfahren.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm