Vor einigen Tagen betonte der HERR das Wort „Versetzung“ (hebr. „nāśā‘“), dessen Verwendung im Hebräischen unter anderem im Zusammenhang mit „der Verwehung von Spreu durch den Wind oder auch die Entrückung eines Menschen durch den Geist Gottes“ steht (Anm.: Erklärung zum Wort Versetzung – nāśā‘ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 5464 entnommen).
 
Das Wasserrad und die Versetzung an einen höheren Ort
 
Während ich vom Heiligen Geist zu diesem Wort geführt wurde, eröffnete sich eine offene Vision, in der ich ein Wasserrad sah, dessen Schaufeln Wasser aus einem fließenden Gewässer mit lebendigen Fischen nach oben in ein stehendes Gewässer schaufelte, das auf mich wie ein großer Stausee bzw. Meer wirkte.
 
Bei dem verwendeten hebräischen Wort für „Versetzung“ handelt es sich um ein Wort, das mit dem hebräischen Buchstaben „Nun“ beginnt, was „Fisch“ bedeutet.
 
Josua, der das Volk Israel in das Land der Verheißung führte, war ein Sohn „Nuns“, was bedeutet, dass es Gottes Plan ist, uns als sein Volk in eine höhere Ebene des Geistes zu führen. Hierbei spielen die Räder des Thronwagens Gottes eine bedeutende Rolle.
 
Diese tragen dazu bei, dass wir mit unserem inneren Wesen in Form von Geist und Seele an einen höheren Ort des Geistes gebracht werden, der mit der Gegenwart Gottes einhergeht, in der wir das Angesicht Gottes in der Form eines Stiers sehen, so wie es Hesekiel 10,14 beschreibt, die kerubische Gegenwart umfassend.
 
Hesekiel 10,14:
14 Ein jeder hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war das eines Kerubs (Anm.: Stiers), das zweite das eines Menschen, das dritte das eines Löwen, das vierte das eines Adlers.
 
Diese Gegenwart tritt in Erscheinung mit dem gerechten Wesen Gottes, durch das sein Urteil ergeht, um Gerechtigkeit auf der Erde zu etablieren.
 
Anhand von Hesekiel 1 und Hesekiel 10 wird deutlich, dass es sich um zwei verschiedene Ebenen des Geistes handelt, da die vier Wesen mit ihren Rädern in Hesekiel 1 als lebendige Wesen bezeichnet werden, die mit der Heimsuchung Gottes inmitten von Gefangenschaft einhergehen.
Hierbei handelt es sich um die Dimension des „Lebens Gottes“, weil die Räder dieser vier lebendigen Wesen ihren lebendigen Geist in sich tragen und das Angesicht des Stiers an dritter Stelle in Verbindung mit der linken Seite genannt wird (vgl. Hesekiel 1,10.19-21).
 
Hesekiel 1,10.19-21:
10 Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen und zur rechten Seite gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite gleich einem Stier bei allen vieren und hinten gleich einem Adler bei allen vieren. …
19 Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder sich auch empor.
20 Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben sich mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
21 Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen diese auch; und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich auch die Räder mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
 
Die Gegenwart der Räder geht einher mit der Furcht des HERRN, da die Räder eine Größe von Vision tragen, die zur Furcht des HERRN beiträgt (vgl. Hesekiel 1,18).
 
Hesekiel 1,18 (Lutherbibel 2017):
18 Und ihre Felgen waren hoch und furchterregend, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
 
Es ist die Furcht des HERRN, die der Beginn der Weisheit ist und somit in eine höhere Ebene des Himmels führt, die sogleich mit den Tiefen des Sohnes Gottes verbunden ist (vgl. Psalm 111,10a; Sprüche 9,10 i.V.m. Kolosser 2,3).
 
Psalm 111,10a:
10a Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. …
 
Sprüche 9,10:
10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
In Hesekiel 10 werden die vier Wesen überwiegend als Kerubim bezeichnet, deren Räder, Flügel sowie Leib voller Augen sind, wobei das Kerubgesicht (Anm.: Angesicht des Stiers) an erster Stelle genannt wird. In dieser Vision der Kerubim wird hierbei der Vorgang des Gerichtes Gottes über der Stadt beschrieben (vgl. Hesekiel 10,1-2.9-14).
 
Hesekiel 10,1-2.9-14:
1 Und ich sah, und siehe, an der Himmelsfeste über dem Haupt der Kerubim glänzte es wie ein Saphir, und über ihnen war etwas zu sehen wie ein Thron.
2 Und er sprach zu dem Mann in dem Kleid von Leinwand: Geh hinein zwischen das Räderwerk unter dem Kerub und fülle deine Hände mit glühenden Kohlen, die zwischen den Kerubim sind, und streue sie über die Stadt. Und er ging hinein vor meinen Augen. …
9 Und ich sah, und siehe, vier Räder standen bei den Kerubim, bei jedem Kerub ein Rad, und die Räder sahen aus wie ein Türkis, 10 und alle vier sahen eins wie das andere aus; es war, als wäre ein Rad im andern.
11 Wenn sie gehen sollten, so konnten sie nach allen ihren vier Seiten gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden; sondern wohin das erste ging, da gingen die andern nach, ohne sich im Gehen umzuwenden.
12 Und ihr ganzer Leib, Rücken, Hände und Flügel und die Räder waren voller Augen um und um bei allen vieren.
13 Und die Räder wurden vor meinen Ohren „das Räderwerk“ (Anm.: Galgal) genannt.
14 Ein jeder hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war das eines Kerubs (Anm.: Stiers), das zweite das eines Menschen, das dritte das eines Löwen, das vierte das eines Adlers.
 
Ihre Bewegung war so kraftvoll, dass sie in diesem himmlischen Bereich von jemandem, „der verborgen blieb“ mit dem Namen „Galgal“ genannt wurden, was „Räderwerk“ bedeutet. Dieses Wort wird ebenfalls in Prediger 12,6 für „ein Schöpfrad am Brunnen“ verwendet.
 
Die rotierende Bewegung der Räder und die Hand Gottes
 
Daraus wird deutlich, dass die Räder der Wesen bzw. Kerubim durch ihre rotierende Bewegung einen wirbelnden Sog im Geist kreieren. Dieser führt dazu, dass der betreffende Gläubige durch die Hand Gottes, die die bereits mit dem Heiligen Geist in ihm etablierte Herrlichkeit ergreift, den Gläubigen mit „geballter Faust“ – also großer Auswirkung – in eine höhere Dimension des Geistes versetzt. Dort in eine höhere Ebene geführt in Form einer Versetzung, wird dem Gläubigen möglich, die Dinge zu sehen, die der HERR offenbaren möchte. (vgl. Hesekiel 3,12a; Hesekiel 8,3a-b).
 
Hesekiel 3,12a:
12 Und der Geist hob mich empor, …
 
Hesekiel 8,3a-b:
3a-b Und er streckte etwas wie eine Hand aus und ergriff mich bei dem Haar meines Hauptes. Da führte mich der Geist fort zwischen Himmel und Erde und brachte mich nach Jerusalem in göttlichen Gesichten zu dem Eingang des inneren Tores, …
 
Es ist die Hand Gottes in Form einer „geballten Faust“, die mit einem Zusammenziehen einhergeht und die Ebenen des Himmels gemäß seinem Plan verändern kann (vgl. Jesaja 11,15).
 
Jesaja 11,15:
15 Und der HERR wird austrocknen die Zunge des Meeres von Ägypten und wird seine Hand (Anm.: Faust) gehen lassen über den Euphrat mit seinem starken Wind und ihn in sieben Bäche zerschlagen, sodass man mit Schuhen hindurchgehen kann.
 
Diese tiefen Dimensionen des Himmels stehen in Verbindung mit der Hand Gottes, da er die
Wasser mit der hohlen Hand misst (vgl. Jesaja 40,12a).
 
Jesaja 40,12a:
12a Wer misst die Wasser mit der hohlen Hand, …?
 
Die Struktur des Königreiches, in dem wir uns als Volk Gottes bewegen, ist mit seinen verschiedenen Ebenen der Himmel an das Element des Wassers gekoppelt. Das wird anhand des hebräischen Wortes „mamlākāh“, das für den Begriff „Königreich“ verwendet wird deutlich.
 
Dieses hebräische Wort beginnt zweifach mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“, der unter anderem mit „Wasser“ verbunden ist sowie den Zahlenwert „40“ trägt. Das im Wort Gottes verwendete hebräische Wort für „Wasser“ ist „Majim“ und wird ausschließlich in der Pluralform benutzt. Es beginnt mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“ und schließt zugleich damit ab. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „mamlākāh – Königreich“ mit der Wortschlüsselnummer 4542)
 
Darüber hinaus erkennen wir die Struktur des Königreiches und dessen Beziehung zum Wasser ebenfalls im Geistbereich anhand des geographischen Ortes des Throns Gottes, der mit der Anwesenheit des gläsernen Meers fest verbunden ist (vgl. Offenbarung 4,6).
 
Offenbarung 4,6:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Die Versetzung und erforderlichen Veränderungen
 
Wenn der HERR uns als sein Volk an einen neuen geistlichen Ort versetzt, bleibt es nicht aus, dass wir vom Heiligen Geist in unserem inneren Wesen geworfelt bzw. geschüttelt werden, so dass das, was unsere geistliche Sicht behindert, entfernt wird. Nur so bleibt es uns möglich in seiner Nähe zu bleiben und in seinem Licht die offenbarende Wahrheit zu erkennen, die für uns Veränderung in der Zunahme von seiner Wahrheit bedeutet (vgl. Matthäus 3,12 i.V.m. Psalm 36,10; Johannes 8,31.32).
 
Matthäus 3,12:
12 Er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Johannes 8,31-32:
31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Es ist der Vorgang des Worfelns mit der Worfschaufel, bei dessen hebräischen Wort (Hebr. „misräh“) es sich ebenfalls um ein Wort handelt, das mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“ beginnt sowie im engen Zusammenhang mit dem Wind des Nordens (Hebr. „mĕsāräh“) steht, wo sich „der Berg Gottes – die Stadt des großen Königs“ befindet (vgl. Psalm 48,3).
 
Psalm 48,3:
3 Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt, der Gottesberg fern im Norden, die Stadt des großen Königs.
 
(Anm.: Erklärung zu den Worten misräh - Worfschaufel und „mĕsāräh – Nordwind“ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 4288*; 4289* entnommen).
 
Es ist unter anderem der Nordwind, der mit dem Erwachen bzw. Aufstehen einhergeht (vgl. Hohelied 4,16a).
 
Hohelied 4,16a:
16a Steh auf, Nordwind, …
 
Da das „Mem“ wie bereits erwähnt mit dem Element des „Wassers“ in Verbindung steht und auch der Norden mit „der Stadt des großen Königs“ verbunden ist, sehe ich einen Bezug zum Bereich des Thronraums Gottes, der über ein kristallenes Meer verfügt sowie zu dem souveränen Eingreifen Gottes, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
 
Darüber hinaus geht das Worfeln einher mit der vertikalen Bewegung der Worfschaufel, worin man ebenfalls einen Zusammenhang mit der Aufwärtsbewegung der Räder der lebendigen Wesen bzw. der Kerubim des Thronwagens Gottes sehen kann (vgl. Hesekiel 1,19).
 
Hesekiel 1,19:
19 Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder sich auch empor.
 
Lasst uns demnach als Volk Gottes zu jedem Vorgang der Bewegung des Geistes eine eindeutige und innere Zustimmung finden, um bereit zu sein, das loszulassen, was wir im höheren Bereich einer erneuerten Perspektive und frischer, lebendiger Vision nicht länger benötigen, so dass wir das Ziel unserer Berufung erreichen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Als Volk Gottes sind wir mit der biblischen Dekade „Pe“ in eine neue Ära des Königreichs Gottes eingetreten, die von uns erfordert, sich vom Heiligen Geist in einen höheren Bereich der Regierung Gottes führen zu lassen, so ähnlich wie es Johannes erlebte als er im Geistbereich die Tür im Himmel geöffnet sah (vgl. Offenbarung 4,1-2).

Offenbarung 4,1-2:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.

Was ist unter dem Begriff Ära zu verstehen?

=> Eine Ära ist ein fester Zeitpunkt, ab dem mit einer Abfolge von Jahren gerechnet wird. Sie kann auch ein einprägendes oder wichtiges Datum bzw. Ereignis in der Geschichte einer Sache, Person oder Nation sein.
Darüber hinaus ist eine Ära ein System der chronologischen Notierung, das von einem bestimmten Datum an gezählt wird.
Sie ist eine Periode, die von einer prominenten Person oder einem charakteristischen Merkmal bzw. Stadium der Entwicklung geprägt ist. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug aus dem Buch „A Triumphant Kingdom“, Seite 3 von Robert Heidler & Chuck D. Pierce)

Diese neue Ära beinhaltet unter anderem das Regieren in der Königsherrschaft Jesu, die aus der Ruhe im Regierungsbereich Gottes entspringt (vgl. Jesaja 32,1).

Jesaja 32,1:
1 Siehe (Anm.: Seht eine neue Königreichs-Ära beginnt!), es wird ein König regieren, Gerechtigkeit aufzurichten, und Fürsten werden herrschen, das Recht zu handhaben, …

Das Agieren aus der regierenden Ruhe Gottes

Diese Ruhe hat ihren Sitz in der Facette Jesu als König, der zur Rechten Gottes sitzt (vgl. Markus 16,19).

Markus 16,19:
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.

Unser Auftrag ist es, nach dem Ort dieser ewigen Regierung zu trachten und von dort aus verantwortlich im königlichem Priestertum zu agieren (vgl. Kolosser 3,1-2).

Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Regierende Ruhe bedeutet im Zustand einer höheren Ebene des Glaubens und des Triumphs Christi zu leben.

Der kontinuierliche „Aufenthalt“ an diesem Ort der Ruhe setzt voraus, dass man zuvor durch verschiedene Ebenen persönlicher Durchbrüche (Anm.: vom seelischen in den geistigen Bereich) gegangen ist und seine eigenen Vorstellungen losgelassen hat.

Einem Gläubigen wird erst dadurch möglich in herausfordernden Umständen in Christus zu regieren (vgl. Kolosser 3,1-4).

Darüber hinaus ist die regierende Ruhe eine Ebene des Ruhens im Vater in der Sohnschaft Christi mit dem Verständnis, dass er der über alles regierende Herrscher ist und einem die Freiheit zuteilt bzw. übertragen hat mit ihm gemeinsam zu regieren, so dass man in der Dimension des tiefen Vertrauens und Friedens – Shalom im Heiligen Geist lebt.

Die geistliche Verschiebung und der scheinbare „Verlust“

Wir sollten uns im Klaren darüber sein, dass diese Art von Regierung mit einer erheblichen geistlichen Verschiebung verknüpft ist. Diese trägt dazu bei, dass der Wert von Zeit gemäß des biblischen Maßstabs Gottes an einen höheren Ort versetzt wird.

Diese Versetzung hat wiederum zur Folge, dass wir mit der uns von Gott zugeteilten Autorität (Anm.: Verantwortungsbereiche) sowie Identität in Christus an einen höheren Ort innerhalb der Ewigkeit Gottes begeben.

Hierbei bleibt es nicht aus, dass wir zuerst mit einer bestimmten Art von „Verlust“ bzw. „Abnahme“ in Berührung kommen, weil der Heilige Geist dabei ist, uns an das nächste Bestimmungsziel in Christus zu führen.

Es ist im Plan des himmlischen Vaters, dass wir uns mit der von ihm gegebenen Schönheit (Anm.: Herrlichkeit – Gegenwart) erfüllen, um in der Zukunft in einer neuen Identität und größeren Autorität sowie höheren Erkenntnis von Zeit zu wandeln.

Das geschieht, indem uns der himmlische Vater seine dienstbaren Geister (Anm.: Engel; vgl. Hebräer 1,14) an die Seite stellt, die uns davon abhalten, hoffnungslos zu werden und uns dabei behilflich sind, an den Ort der neuen Identität und größeren Autorität in Christus zu gelangen.

Hebräer 1,14:
14 Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil ererben sollen?

Bevor wir in unsere neue Identität und größere Autorität in Christus eintreten, wird sich der Wert von Zeit (Anm.: die richtige Erkenntnis von Zeit und Treue im Umgang mit ihr) an einen neuen Ort verschieben. Das führt dazu, dass man die von Gott zugeteilte Herrlichkeit erstrahlen lässt und somit in die Phase der „Plötzlichkeiten Gottes“ (Anm.: unvorhergesehene Momente) eintritt.

Der Eintritt in die „Plötzlichkeiten Gottes“

Der Eintritt in die „Plötzlichkeiten Gottes“ wird dadurch hervorgerufen, weil man die biblischen festgesetzten Zeitpunkte Gottes in einem prophetischen Kontext richtig versteht und darin tiefer hineingeht.

Diese Erkenntnis kommt einem Seil gleich, das an Substanz zunimmt und größere Durchbrüche in Zeiten des geistlichen Kampfes gemäß Epheser 6,12 umfasst (vgl. Prediger 4,12 i.V.m. 5.Mose 16,16-17).

Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

Prediger 4,12:
12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.

5.Mose 16,16-17:
16 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist in deiner Mitte, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die der HERR erwählen wird: zum Fest der Ungesäuerten Brote [Pessach], zum Wochenfest [Shawuot] und zum Laubhüttenfest [Sukkot]. Sie sollen aber nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen, 17 sondern ein jeder mit dem, was er zu geben vermag, nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.

Im Zusammenhang mit dem Eintritt in die „Plötzlichkeiten Gottes“, kommt der Salbung der Propheten eine wichtige Rolle zu. Sie vermitteln das offenbarende Licht der Wahrheit ihren Adressaten gegenüber, so dass die entsprechenden Empfänger in der Lage sind durch ihren freien Willen in die neue Identität und Autorität in Christus einzutreten.

Es verhält sich ähnlich wie zur Zeit von Kisch, dem Vater von Saul, der seine Eselinnen verlor und seinen Sohn Saul mit seinem zugewiesenen Knecht auf die Suche schickte, um diese zu finden (vgl. 1.Samuel 9,1-3).

1.Samuel 9,1-3:
1 Es war ein Mann von Benjamin, mit Namen Kisch, ein Sohn Abiëls, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Afiachs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein angesehener Mann.
2 Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger, schöner Mann und es war niemand unter den Israeliten so schön wie er, eines Hauptes länger als alles Volk.
3 Es hatte aber Kisch, der Vater Sauls, die Eselinnen (Anm.: Symbol für den Wert von Zeit – die richtige Erkenntnis von Zeit) verloren. Und er sprach zu seinem Sohn Saul: Nimm einen der Knechte mit dir, mach dich auf, geh hin und suche die Eselinnen.

Die richtige Offenbarungserkenntnis von Zeit

Es ist von Bedeutung, dass wir die richtige Offenbarungserkenntnis von Zeit im biblischen Kontext entwickeln und mit dieser entwickelten Erkenntnis in die Gegenwart des Vaters zurückkehren.

Der scheinbare „Verlust“ in unserem Leben ist vom Vater vorherbestimmt, so dass wir mit einer neuen Identität und größeren Autorität sowie mit einer höheren Erkenntnis von Zeit in die regierende Gegenwart des Vaters zurückkehren.

Es ist kein Zufall, dass der Stamm Issaschar mit dem Symbol des Esels und dem Erkennen der Zeiten in Verbindung steht (vgl. 1.Mose 49,14 i.V.m. 1.Chronik 12,33)

1.Mose 49,14:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.

1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …

Während Saul und der Knecht seines Vaters auf der Suche waren, wollte Saul nach einiger Zeit zurück zu seinem Vater, da er die Eselinnen nicht finden konnte (vgl. 1.Samuel 9,5).

1.Samuel 9,5:
5 Als sie aber ins Gebiet von Zuf (Anm.: Honigzelle, Überströmung, Honigwabe => Offenbarung) kamen, sprach Saul zu dem Knecht, der bei ihm war: Komm, lass uns wieder heimgehen; mein Vater könnte sich sonst statt um die Eselinnen um uns sorgen.

Doch der von seinem Vater an seine Seite gestellte Diener ermutigte Saul die Gegenwart des Propheten Samuel aufzusuchen, um Wegweisung und Offenbarung für die Zukunft zu erhalten (vgl. 1.Samuel 9,6).

1.Samuel 9,6:
6 Der aber sprach: Siehe, es ist ein berühmter Mann Gottes (Anm.: Samuel) in dieser Stadt; alles, was er sagt, das trifft ein. Nun lass uns dahin gehen; vielleicht sagt er uns unsern Weg, den wir gehen sollen.

Investitionsbereitschaft in die prophetische Salbung

Die Begegnung mit Samuel hatte für Saul zur Folge, dass Saul sich entschied zuerst in die prophetische Salbung im Königreich Gottes zu investieren, woraus Wegweisung, größere Autorität und eine neue Identität für ihn folgte.

Während der Begegnung mit dem Propheten Samuel wurde Saul von ihm darin trainiert, wie man an himmlische Orte gelangt und von dort aus agiert (vgl. 1.Samuel 9,7-10.14.19-20.25-26 i.V.m. 1.Samuel 10,1).

1.Samuel 9,7-10.14.19-20.25-26:
7 Saul aber sprach zu seinem Knecht: Wenn wir schon hingehen, was bringen wir dem Mann? Denn das Brot in unserm Sack ist verzehrt und wir haben keine Gabe, die wir dem Mann Gottes bringen könnten. Was haben wir sonst?
8 Der Knecht antwortete Saul abermals und sprach: Siehe, ich hab einen Viertel-Silbertaler bei mir; den wollen wir dem Mann Gottes geben, dass er uns unsern Weg sage.
10 Saul sprach zu seinem Knecht: Du hast recht geredet; komm, lass uns gehen! Und als sie hingingen nach der Stadt, wo der Mann Gottes war, …
14 Und als sie hinauf zur Stadt kamen und in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus ihnen entgegen und wollte auf die Höhe gehen. …
19 Samuel antwortete Saul: Ich bin der Seher. Geh vor mir hinauf auf die Höhe, denn ihr sollt heute mit mir essen; morgen früh will ich dir das Geleit geben und auf alles, was du auf dem Herzen hast, will ich dir Antwort geben.
20 Und um die Eselinnen, die du vor drei Tagen verloren hast, sorge dich jetzt nicht; sie sind gefunden.
25 Und als sie hinabgegangen waren von der Höhe der Stadt, machten sie Saul ein Lager auf dem Dach 26 und er legte sich schlafen. Und als die Morgenröte aufging, rief Samuel zum Dach hinauf und sprach zu Saul: Steh auf, dass ich dich geleite! Und Saul stand auf und die beiden gingen miteinander hinaus, er und Samuel.

1.Samuel 10,1:
1 Da nahm Samuel den Krug mit Öl und goss es auf sein Haupt und küsste ihn und sprach: Siehe, der HERR hat dich zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt.

Darüber hinaus führte Sauls Aufenthalt in der prophetischen Salbung dazu, dass die verlorenen Eselinnen gefunden wurden, ohne das Saul weiter nach ihnen suchen musste (vgl. 1.Samuel 10,2a-b).

1.Samuel 10,2a-b:
2a-b Wenn du jetzt von mir gehst, so wirst du zwei Männer finden bei dem Grabe Rahels an der Grenze Benjamins bei Zelzach; die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen ausgezogen bist; …

Das bedeutet für uns, wenn wir bereit sind,

1.) tiefer in unsere von Gott vorherbestimmte Verheißung hineinzugehen,
2.) in das neue Verständnis von Zeit einzutreten,
3.) auf die prophetische Salbung in Form von Wegweisung zu achten,

kehren die scheinbar verlorenen Dinge zurück an ihren Ort (vgl. Matthäus 7,7).

Matthäus 7,7:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Diese Reife, zu der man in dieser Ebene als Heiliger gelangen kann (Anm.: basiert auf Bereitschaft und freiwilliger Herzenshaltung), findet Anerkennung beim Vater in den Himmeln, der seine Gunst erweist – denen, die diese drei Aspekte demütig beachten und somit positive Wendungen, in Form von „Plötzlichkeiten Gottes“ erleben dürfen.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Die Beschneidung in Christus ist unter anderem ein Zeichen dafür, dass wir die Lust des Fleisches (Anm.: das Denken, Wollen und Handeln, das nicht von Gott und seinem Willen bestimmt wird) opfern und dadurch verkünden, dass der Wille Gottes über jeder Selbstverherrlichung steht.

Diese Beschneidung bedeutet die Beschneidung der Vorhaut des Herzens (vgl. Römer 2,29 i.V.m. Kolosser 2,11).

Römer 2,29:
… 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Kolosser 2,11:
11 In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, als ihr nämlich euer fleischliches Wesen ablegtet in der Beschneidung durch Christus.

Mose und die Beschneidung seines erstgeborenen Sohnes

2.Mose 4,24-26:
24 Und als Mose unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und wollte ihn töten.
25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und berührte damit seine Scham und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam.
26 Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen.

Die Reise von Mose mit seiner Frau und seinem Sohn ist ein „Aufmerksam machen“ Gottes auf den Gehorsam sowie ein wichtiger Hinweis auf Jesus Christus und die Stellung seiner Braut.

Nach dem Bund Gottes war Mose selbst verpflichtet, jeden seiner geborenen Söhne am achten Tag zu beschneiden (vgl. 1.Mose 17,10-12).

1.Mose 17,10-12:
10 Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; 11 eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.
12 Jedes Knäblein, wenn es acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Desgleichen auch alles, was an Gesinde im Hause geboren oder was gekauft ist von irgendwelchen Fremden, die nicht aus eurem Geschlecht sind.

Mose versäumte es jedoch, diesem Gebot zu gehorchen, so dass Gott ihn töten wollte. Diese Situation macht deutlich, dass es kein Ansehen der Person vor Gott gibt (vgl. Römer 2,11; Epheser 6,9; Kolosser 3,25; 1.Petrus 1,17).

Römer 2,11:
11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

Epheser 6,9:
9 Und ihr Herren, tut ihnen gegenüber das Gleiche und lasst das Drohen; denn ihr wisst, dass euer und ihr Herr im Himmel ist, und bei ihm gilt kein Ansehen der Person.

Kolosser 3,25:
25 Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.

1.Petrus 1,17:
17 Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht; …

Gehorsam und Verantwortung

Gehorsam ist ein wichtiger Teil des Lebens in der von Gott gegebenen Berufung. Und es ist die Berufung, die von uns Verantwortung und Gehorsam erfordert.

Je höher unsere Berufung ist, desto mehr verlangt der HERR von uns (vgl. Lukas 12,48).

Lukas 12,48:
48 Wer ihn aber nicht kennt und getan hat, was Schläge verdient, wird wenig Schläge erleiden. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Es ist eindeutig, dass Gott eine ungehorsame Haltung nicht verharmlost. Im Gegenteil, Ungehorsam liegt auf der gleichen Ebene wie Zauberei.

Es war zum Beispiel der Ungehorsam Sauls, der ihn sein Königtum kostete (vgl. 1.Samuel 15,23).

1.Samuel 15,23:
23 Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist.

Gott sagte Mose bevor er im Auftrag des HERRN nach Ägypten ging, dass er den erstgeborenen Sohn des Pharaos töten würde, wenn er sich ihm widersetzen würde (vgl. 2.Mose 4,22-23).

2.Mose 4,22-23:
22 Und du sollst zu ihm sagen: So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn; 23 und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lässt, dass er mir diene. Wirst du dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten.

Auch hier ist eine wichtige Verbindung zum Gehorsam. Hätte der Pharao dem Wort Gottes gehorcht, wäre sein erstgeborener Sohn nicht gestorben (Anm.: Konsequenz seiner Entscheidung sich zu widersetzen).

Die Beschneidung durch Zippora

Bei der Beschneidung des Sohnes des Mose ist ein wichtiger Aspekt zu sehen, bei dem seine Frau Zippora eine wichtige Rolle einnahm.

Der Name „Zippora“ bedeutet „Vöglein/kleiner Vogel“ und ist ein Hinweis auf die Bedeutung des demütigen Wandels im Geist, um in Christus mit der uns von Gott übertragenen Verantwortung und der damit verbundenen Autorität voranzugehen.

In Zippora sehen wir auch die Bedeutung der prophetischen Fürbitte, die die Autorität für die Zukunft in der Sohnschaft Christi durch Gebet und prophetisches Handeln nach dem Maßstab des Wortes Gottes absichert.

Denn es war Zippora, die ihren Sohn beschnitt und seine Vorhaut auf die Scham ihres Mannes Mose legte.

Dazu benutzte sie einen scharfen Stein, der bereits auf Jesus Christus als kraftvolles, lebendiges und scharfes Wort hinwies.

Jesus Christus ist der auserwählte Eckstein, den die Bauleute verworfen haben, und er ist das lebendige, kraftvolle zweischneidige Schwert, das die Vorhaut unseres Herzens beschnitten hat (vgl. 1.Petrus 2,7 i.V.m. Hebräer 4,12; Offenbarung 19,13; Kolosser 2,11).

1.Petrus 2,7:
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die Ungläubigen aber ist „der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist, …“

Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Offenbarung 19,13:
13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes.

Kolosser 2,11:
11 In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschieht, als ihr nämlich euer fleischliches Wesen ablegtet in der Beschneidung durch Christus.

Während der Beschneidung des ersten Sohnes von Mose floss Blut. Dies ist ein wichtiges Attribut auf dem Weg von Mose, weil er auf dem Weg nach Ägypten war, um das Volk Israel mit dem Blut des Lammes aus der Sklaverei zu führen.

Die Beschneidung des erstgeborenen Sohnes von Mose macht uns deutlich, dass es nicht genügt, eine Berufung von Gott zu haben und dem Auftrag zu folgen, zu dem Gott einen berufen hat. Es ist vielmehr vor Gott entscheidend, zuerst der Familie (Anm.: im Geringen treu sein) gut vorzustehen und dort die Verantwortung entsprechend dem Wort Gottes zu übernehmen.

Daraus folgt, dass bevor wir einen Auftrag für die Menschheit erfüllen können, es erforderlich ist, dass wir unsere eigene Beziehung zu Gott verstehen. Das heißt, dass bevor wir in der Lage sind die Welt in dem uns von Gott zugeteilten Auftrag zu verändern, wir uns unserer von Gott gegebenen Identität bewusst sein müssen.

Anwendung des Blutes Jesu

Es ist ebenso von besonderer Bedeutung, dass wir das Blut Jesu ehrbar in unserem persönlichen Leben anwenden, um vor dem vorzeitigen Ende unserer Berufung bewahrt zu bleiben (vgl. 1.Korinther 11,29-30).

1.Korinther 11,29-30:
29 Denn wer so isst und trinkt, dass er den Leib des Herrn nicht achtet, der isst und trinkt sich selber zum Gericht.
30 Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen.

Mose wurde vor dem vorzeitigen Ende in seiner Berufung bewahrt, indem das Blut seines ersten Sohnes floss und somit sein Leben gerettet wurde. Auf ähnliche Weise rettete der eingeborene Sohn Gottes Jesus Christus durch sein vergossenes Blut unser Leben und das Leben jener, die an ihn glauben.

So wie Mose das Volk Israel aus der Sklaverei Ägyptens in die Freiheit führte, ist es auch unser Auftrag, die bereitwilligen Menschen aus der Sklaverei der Welt durch das Blut des Lammes Gottes in die wahre Freiheit der Söhne Gottes zu führen (vgl. Römer 8,21).

Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder (Anm.: Söhne) Gottes.

Durch das Blut Jesu gehen wir den Bund mit ihm ein und werden so seine Braut, die durch sein Blut erkauft ist und damit in der Autorität des königlichen Priestertums steht (vgl. 1.Petrus 1,18-19 i.V.m. Offenbarung 1,5-6).

1.Petrus 1,18-19:
… 18 denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.

Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Die Beschneidung des Herzens

Es ist die Beschneidung unseres Herzens, die zu mehr Erkenntnis und zu einer Zunahme des Lichts in uns führt, das von uns durch Jesus Christus ausgeht (vgl. Römer 2,29 i.V.m. Philipper 3,3).

Römer 2,29:
… 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Philipper 3,3:
3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns Christi Jesu rühmen und uns nicht verlassen auf Fleisch, …

Der Grund für die Zunahme des Lichts liegt darin, dass unser Herz von Gott mit Augen ausgestattet ist und das Auge das Licht des Leibes ist (vgl. Lukas 11,34 i.V.m. Epheser 1,18).

Lukas 11,34:
34 Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter (Anm.: gesund in Form von Großzügigkeit) ist, so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse (Anm.: ungesund in Form von „Pfennigfuchserei“) ist, so ist auch dein Leib finster.

Epheser 1,18:
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …

Im täglichen Leben von zahlreichen Heiligen stellt sich hin und wieder die Frage nach der Priorität in den einzelnen Lebensbereichen und der damit verbundenen Verantwortung und häufig wird nach weltlichen Maßstäben gemessen, um eine Wirkung nach außen zu erzielen, was in unserem Kulturkreis eben verbreitet ist.

Daher ist es nötig, sich seiner eigenen Zugehörigkeit (Anm.: Gott und sein Volk) bewusst zu sein und der eigenen Verantwortung in der Familie (Anm.: im Kleinen treu sein) nachzugehen. Durch die persönliche Beschneidung am Herzen wird man befähigt, die einem anvertraute Verantwortung entsprechend der Maßstäbe Gottes zu übernehmen.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm