Es ist das Verlangen Gottes wahre Liebhaber bzw. Freunde in seinem Volk zu haben, die sein Herz mehr erkennen wollen. Ähnlich wie mit Mose, der in enger Beziehung mit Gott stand und von dem berichtet wird, dass der HERR mit ihm von Angesicht zu Angesicht sprach (vgl. 2.Mose 33,11a).
 
2.Mose 33,11a:
11a Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. …
 
Freund Gottes und das Verlangen von Mose
 
Das an dieser Stelle verwendete hebräische Wort für „Freund“ ist „rēa'“ und ist abgeleitet von dem Wurzelwort „rā'āh“, was „weiden, hüten, grasen lassen, Autorität ausüben als Hirte oder König“ bedeutet. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Freund – rēa'“ und dem Wort „Hirte – rā'āh“ mit der Wortschlüsselnummer 7627, 7637)
 
Daraus wird deutlich, dass ein Freund Gottes zu sein bedeutet, sich auf eine höhere Ebene der Gegenwart Gottes zu begeben, um aus der Regierungsherrschaft Gottes zu agieren. Hierbei ist es unabdingbar, dass man sich – trotz widriger Umstände – auf eine höhere Ebene der Gegenwart Gottes (Anm.: Regierungsherrschaft) begibt, so wie es Mose tat, nachdem sich das Volk Israel ein goldenes Kalb durch Aaron hatte anfertigen lassen, um dieses anzubeten.
 
Trotz des widrigen Umstandes falscher Anbetung unterstellte sich Mose der mächtigen Hand Gottes und fügte sich dem Plan des HERRN, um das gesamte Volk Israel zu leiten, so ähnlich wie ein Hirte eine Schafherde auf die grüne Weide zum Grasen führt.
 
Mose führte das Volk mit solch einem Verlangen, dass er sogar den HERRN aufforderte, ihn aus dem Buch des Lebens zu tilgen, um dafür das Volk Israel zu retten (vgl. 2.Mose 32,32-35)!
 
2.Mose 32,32-35:
32 Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.
33 Der HERR sprach zu Mose: Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir sündigt.
34 So geh nun hin und führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir hergehen. Ich werde aber ihre Sünde heimsuchen, wenn meine Zeit kommt.
35 Und der HERR schlug das Volk, weil sie sich das Kalb gemacht hatten, das Aaron angefertigt hatte.
 
Auch identifizierte sich Mose mit der Berufung des Volkes Gottes so sehr, dass es sein tiefstes Verlangen war, dieses erwählte Volk in der göttlichen Verheißung stehen bzw. wandeln zu sehen.
 
Es war der Auftrag von Mose das Volk Israel aus der Sklaverei Ägyptens herauszuführen, damit es später unter der Führung von Josua in die Verheißung Gottes eintreten würde.
Entsprechend wird hierin transparent, dass Gottes Freunde sich zuerst ihrer Identität in Jesus Christus als Könige und Priester bewusst sind (vgl. 2.Mose 19,6 i.V.m. 1.Petrus 2,9; Offenbarung 1,5-6; Offenbarung 5,9-10), um aus dieser Position ihrer Identität zuerst im eigenen Leben zu regieren und zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es der Wille Gottes ist, auch andere Menschen, die einem von Gott anvertraut werden, königlich-priesterlich führen zu können.

Ein Freund Gottes versteht es demnach, sich auf der Ebene der Regierungsherrschaft Gottes zu bewegen und hat zugleich die Offenbarungserkenntnis über die Ebene der „grünen Wiese“, wo er gemäß seiner Berufung das Volk Gottes hineinführen soll (vgl. Kolosser 3,1-2 i.V.m. Offenbarung 4,2-3) und sich danach auch sehnt.
 
Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
 
Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: grünlich).
 
Jesus Christus, die Tür zur grünen Weide und „JAHWE – ROI“
 
Deshalb ist es kein Zufall, dass Jesus Christus davon sprach, dass er die Tür ist, die auf grüne Weide führt, was die Thronraumgegenwart seines Vaters repräsentiert, dessen Thron mit einem grünlichen Licht umgeben ist (vgl. Johannes 10,9; Psalm 23,2 i.V.m. Offenbarung 4,3).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Psalm 23,2:
2 Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: grünlich).
 
Dieser Zustand des Lagerns auf der grünen Weide ist eng mit dem Potential der Führung Gottes als „JAHWE-ROI“ verbunden, der der Hirte ist, welcher nach einem sieht (vgl. 1.Mose 16,13 i.V.m. Psalm 23,1).
 
1.Mose 16,13:
13 Und sie (Anm.: Hagar) nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht (Anm.: JAHWE – ROI). Denn sie sprach: Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat.
 
Psalm 23,1:
1 Ein Psalm Davids.
Der HERR ist mein Hirte (Anm.: hebräisch „rā'āh“; s. o.), mir wird nichts mangeln.
 
Wenn der HERR nach einem schaut, resultiert daraus in der Regel, dass das Licht in seinem „Augenblick“ (vgl. 1.Johannes 1,5 Lukas 11,34a-b) den jeweiligen Gläubigen von einer falschen Position in die richtige Position führt.
 
1.Johannes 1,5:
5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
 
Lukas 11,34a-b:
34a-b Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
 
Diese Versetzung in die richtige Position ist verbunden mit dem Zentrum des Willens Gottes und kann auch gleichgesetzt werden mit dem Gleichnis von der Suche des Hirten nach dem verlorenen Schaf, der das Maß von Hundert unter den Schafen wiederherstellte (vgl. Matthäus 18,12-14).
 
Matthäus 18,12-14:
12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?
13 Und wenn es geschieht, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
14 So ist es auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, dass auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde.
 
Dieses Licht des „Augenblicks“ Gottes beinhaltet die notwendige Offenbarungserkenntnis, die den betreffenden Gläubigen in eine von Gott geleitete Dynamik führt, damit dieser zum richtigen Zeitpunkt mit der gegebenen Verheißung an dem vom HERRN prädestinierten Bestimmungsort steht.
 
Die Magd Hagar und Gottes Verheißung
 
So geschah es beispielsweise mit der Magd Hagar, die aufgrund des Unglaubens von Abram (Anm.: später von Gott als Abraham umbenannt) durch ihn einen Sohn empfing, was ihr durch den Engel des HERRN in der Wüste offenbart wurde (vgl. 1.Mose 16,1-2.11).
 
1.Mose 16,1-2.11:
1 Sarai, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hieß Hagar.
2 Und Sarai sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. …
11 Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Ismael nennen; denn der HERR hat dein Elend erhört.
 
Auch wenn Abram (Anm.: später von Gott als Abraham umbenannt) im Unglauben von seiner Frau Sarai (Anm.: später von Gott als Sarah umbenannt) handelte, was Sünde war (vgl. Römer 14,23b), bedeutete es indessen für Hagar nicht, dass sie sich in einem sündhaften Muster bewegte, da sie ihnen unterstellt war.
 
Römer 14,23b:
… 23b Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde.
 
Folglich wird daraus erkennbar, dass selbst im Falle von Versagen (Anm.: Fehlentscheidung) durch über Gläubige eingesetzte Autoritätspersonen, dies nicht bedeuten muss, dass Gläubige die Verheißung Gottes für ihr Leben versäumen (vgl. Römer 8,28).
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

Gott sah Hagar, wie sie schwanger mit einem Sohn in der Wüste umherging, so dass er sie mit seiner offenbarenden Gegenwart in Form des Engels des HERRN umgab, der sie wissen ließ, dass sie eine Verheißung in sich trug, die sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht definieren konnte.
Das wird dadurch erkennbar, weil der Engel des HERRN Hagar auftrug, ihre Verheißung „Ismael“, „Gott erhört.“ zu nennen.

Weiterhin befahl ihr der Engel des HERRN sich wieder zurück zu ihrer Herrin Sarai, der Frau Abrams zu begeben (vgl. 1.Mose 16,9).
 
1.Mose 16,9:
9 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Herrin und demütige dich unter ihre Hand.
 
Der Grund für diese Anweisung war, weil Gott durch Hagar dem Abraham sowie seiner Frau offenbaren wollte, dass es ihn nicht gereut Verheißungen zu geben, selbst wenn Autoritätspersonen versagt haben, damit sie ebenfalls in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes kommen (vgl. 1.Mose 16,15).
 
1.Mose 16,15:
15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael.
 
Hierbei ist wichtig, dass man sich nicht gegenüber denen erhebt, die zuvor Fehler begangen haben, sondern mit einer demütigen Herzenshaltung vorangeht, was mit der Gnade und der Erhebung des HERRN zum richtigen Zeitpunkt verbunden ist (vgl. 1.Petrus 5,5-6).
 
1.Petrus 5,5-6:
5 Desgleichen ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter.
Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Der in Christus tiefere Eintritt auf die grüne Weide
 
Um an dieser Stelle zur Bedeutung der grünen Weide zurückzukommen, bedeutet das Ein- und Ausgehen durch die Tür, die Jesus Christus ist, dass man tiefer in die Felder (Anm.: Bereiche) eintritt, wo seine offenbarenden Schätze verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,3).
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.

Das bedeutet auch, dass wir aus einem Feld der Offenbarung in Christus austreten und in ein neues Feld der Offenbarung in Christus eintreten können.
 
Als sich Jesus am anderen Ufer des Sees von Galiläa aufhielt, folgte ihm eine große Anzahl von Menschen, die er auf eine grüne Weide führte und die ihn dort aufgrund des Vermehrungswunders als den Propheten erkannten, der in die Welt kommen sollte (vgl. Johannes 6,1-2.10.12-14).
 
Johannes 6,1-2.9-10.12-14:
1 Danach ging Jesus weg auf die andere Seite des Sees von Galiläa oder von Tiberias; 2 und es folgte ihm eine große Volksmenge, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. …
9 Es ist ein Kind (Anm.: Junge) hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele?
10 Jesus sprach: Macht, dass die Leute sich lagern! Es war aber viel Gras an dem Ort. Es lagerten sich nun die Männer, an Zahl etwa fünftausend. …
12 Als sie aber gesättigt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts umkomme!
13 Sie sammelten nun und füllten zwölf Handkörbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, welche denen, die gegessen hatten, übrig blieben.
14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll.
 
Anhand dieser Schriftstelle wird erkennbar, dass es das Verlangen Jesu durch alle Zeitalter hindurch ist, die Gläubigen durch die Führung seines Heiligen Geistes in den Herrschaftsbereich Gottes hineinzubringen, wo Gott als ewiger König bzw. Gott der Zeitalter regiert (vgl. Daniel 7,9).
 
Daniel 7,9:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
 
Dieser Bereich ist erfüllt von der apostolisch-prophetischen Gegenwart Gottes, die dem Gesicht des Löwen und des Adlers der vier Wesen vor dem Thron Gottes entspricht, weil der Löwe „König der Landtiere“ und der Adler „König der Lüfte“ ist (vgl. Offenbarung 4,7 i.V.m. 1.Korinther 12,28a)
 
Offenbarung 4,7:
7 Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.
 
1.Korinther 12,28a:
28a Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, …
 
Es sind die Apostel und Propheten, die den Grund der Gemeinde Jesu legen, von dem Jesus Christus der Eckstein ist (vgl. Epheser 2,20).
 
Epheser 2,20:
… 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, …
 
Die fünf Brote, die zwei Fische und die zwölf mit Brot gefüllten Körbe
 
Als Jesus Christus auf der Erde lebte, führte er die Menschen am See von Galiläa in den Bereich seiner vollständigen Versorgung, die durch fünf Brote und zwei Fische (Anm.: 7 => Vollständigkeit) des Jungen repräsentiert wird.
 
Da Jesus Christus sagt, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht (vgl. Matthäus 4,4 i.V.m. 5.Mose 8,3), wird ersichtlich, dass diese Brotvermehrung und der Aufenthalt der Menschen auf der grünen Weide nicht nur einen irdischen sowie versorgenden Charakter trägt, sondern auch einen geistlichen Charakter.
 
Es geht Jesus hierbei darum, die Menschen in der Ebene der Präsenz seines regierenden Vaters zu positionieren, um sie in der Weisheit und Erkenntnis seiner Regierungsherrschaft zunehmen zu lassen (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
In dieser Gegenwart Gottes kommt es zur Vervielfältigung, weil es seine Herrlichkeit ist, die Gunst und Versorgung nach Geist, Seele und Leib freisetzt.
 
Irdischer (Anm.: materieller) Reichtum und Wohlstand haben ihren Ursprung in der geistlichen Welt, was die Herrlichkeit Gottes bedeutet. Und es ist die Herrlichkeit Gottes, die der „Aufbewahrungsort“ der Salbung ist.
 
Anhand der sich lagernden Menschen auf der grünen Weide, die mit Essen versorgt wurden, wird deutlich, dass es Jesus Christus mit dem Verbleib von zwölf gefüllten Körben mit Broten, um die Zunahme in der Macht seiner Stärke geht, die mit seiner apostolischen Ordnung und Regierung verbunden ist. Das ist worauf die zwölf lediglich mit Brot gefüllten Körbe als Maß hier hinweisen (vgl. Epheser 6,10 i.V.m. Johannes 6,13).
 
Epheser 6,10:
10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.
 
Johannes 6,13:
13 Sie sammelten nun und füllten zwölf Handkörbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, welche denen, die gegessen hatten, übrig blieben.
 
Durch dieses vor ihren Augen befindliche Zeichen, erkannten die Menschen, die Salbung des Sohnes Gottes in der Facette des Propheten an (vgl. Johannes 6,14).
 
Johannes 6,14:
14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll.
 
Um in einem apostolischen-prophetischen Verständnis zu wandeln, ist es demnach erforderlich zu beachten, aus welchem Salbungsbereich ein Gläubiger das Wort Gottes zu sich nimmt.

Es ist entscheidend, dass man sich nicht als Gläubiger in Christus aufgrund von Angst vor dem Ungewissen davon abhalten lässt in den neuen offenbarenden Bereich Gottes hineinzugehen.
 
Damit Mose in der Lage war Gott von Angesicht zu Angesicht zu sich reden zu hören, musste er auf dem Berg zuvor durch die dunkle Wolke hindurchgehen, die das Ungewisse repräsentiert und tiefes Vertrauen sowie vollkommene Hingabe gegenüber Gott, dem Vater, erfordert (vgl. 2.Mose 24,18).
 
2.Mose 24,18:
18 Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
 
Der Smaragd und der Stamm Levi
 
Es ist die grüne Weide, die außerdem auf den Smaragd (Anm.: Baraket) hinweist, der als ein Edelstein in Verbindung mit dem Stamm Levi nach 2.Mose 28,15-30 und 2.Mose 39,8-21 sowie 2.Mose 1,2-3 steht.

Der Name „Levi“ bedeutet „Anhänglichkeit, Anschließung“ und zeigt auf, dass es unabdingbar ist, sich an den Sohn Gottes zu hängen bzw. sich ihm anzuschließen. Nur so kann man in die neue Offenbarungskraft Gottes für diese Zeit eintreten, um zu verstehen, was der Wille des Vaters in dieser Zeit ist.
 
Der Smaragd weist wie zuvor erwähnt auf die Gegenwart des Thronsaals Gottes hin (vgl. Offenbarung 4,3).
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sarder, und ein Regenbogen war rings um den Thron, von Ansehen gleich einem Smaragd (Anm.: grünlich).
 
=> Die Farbe „Grün“ ist die Farbe für „das Gehen“. Es ist die Wirklichkeitsform von göttlicher Aktivität. Die Farbe ist mit Reichtum und Wohlstand wie auch geistliches Wohlergehen und prophetische Vorgehensweise verbunden.
Smaragdgrün weist auf den Glauben und den Wandel an die und in der Regierungsherrschaft Gottes hin. <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 196, 241)
 
Demnach umfasst die Freundschaft mit Gott ein Leben in persönlicher Unterwerfung unter Gottes Führung, Ordnung und Zuteilung, was allein mit Demut sowie einer ungeteilten Hingabe verbunden ist, um sich in eine höhere Ebene führen zu lassen.
 
Das bedeutet, dass Gläubige, die zwar im Glauben an den Sohn Gottes, Jesus Christus, vorangehen, aber deren Leben sowie Dienst in ihrer jeweiligen Gemeinschaft mit Heiligen der Welt angleicht oder Werte des weltlich gesinnten Menschen der Gesellschaft hochhält, werden diese Offenbarungserkenntnis nicht verstehen oder gar erhalten können (vgl. Jakobus 4,4b i.V.m. 1.Johannes 2,15-16).
 
Jakobus 4,4b:
… 4bWer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.
 
1.Johannes 2,15-16:
15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
 
Wenn Gläubige (Anm.: Heilige) sich stattdessen gezielt danach ausrichten, für Gott, dem Vater, in ihrer Identität als reife Söhne ein Gegenüber zu sein, wird der Geist Gottes zu einer neuen Ebene von Offenbarungserkenntnis führen, die sich in größerer Einflussnahme im Sicht- und Unsichtbaren auswirkt (vgl. Jakobus 4,7a).
 
Jakobus 4,7a:
7a So seid nun Gott untertan. …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Pe 5780(Bild von Simon Glimm)
 
Geliebtes Volk Gottes,
 
dieses prophetische Wort ist dazu bestimmt, uns als Stückwerk und Hinweis auf das biblische Jahr (Anm.: 5780/2020) zu dienen. Ich ermutige jeden Leser über diesem Wort zu beten und den Plan des Vaters über das kommende Jahr zu proklamieren.
 
Der 29. September 2019 und das neue biblische Jahr 5780
 
Am Abend des 29.09.2019 traten wir als Leib Jesu gemeinsam mit dem jüdischen Volk in das neue biblische Jahr 5780 ein. Dies ist für uns als eingepfropfte wilde Ölzweige in den edlen Olivenbaum bedeutsam, da wir Anteil an der Fettigkeit (Anm.: Salbung) der Wurzel haben (vgl. Römer 11,17-18).
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
 
Der Augapfel Gottes
 
Gemäß Sacharja 2,12b ist Israel der Augapfel Gottes, von dem Jerusalem wie seine Pupille fungiert, so dass es für uns als Christen aus den Völkern von Heiden und Nationen gut ist, wenn wir durch Israel auf unser Leben und Umfeld schauen. Das führt zu dem Ergebnis, dass wir mit erleuchteten Augen zuversichtlich in unsere Zukunft mit Jesus Christus gehen.
 
Sacharja 2,12b:
… 12b Wer euch (Anm.: Israel) antastet, der tastet meinen Augapfel an.
 
Die Offenbarungen, die wir durch diese Vorgehensweise erhalten, beinhalten Strategien, die uns dabei behilflich sind, dass wir unser Leben in dem Zentrum des Willens Gottes und seinem Frieden positionieren, so wie auch Epaphras betete (vgl. Kolosser 4,12).
 
Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.
 
Aus dem Zeitzyklus des „Einblicks“ in den Zeitzyklus der „Erkenntnis“
 
Das neue biblische Jahr 5780 beendet den Zehnjahreszyklus des „Ajins – Auges“ und eröffnet zugleich den neuen Zehnjahreszyklus, welcher mit dem hebräischen Buchstaben „Pe – Mund” verbunden ist.
 
Dieser Wechsel verdeutlicht, dass dem „Auge“ der „Mund“ folgt, was darauf hinweist, dass der Heilige Geist uns als Volk Gottes vom Bereich des „Einblicks“ in den Bereich der mündlichen „Ausdrucksweise von Erkenntnis“ führt. Denn es ist die Aufgabe des Auges, Dinge zu sehen und die Aufgabe des Mundes, das Gesehene (Anm.: Vision) zu sprechen.
Der Ausdruck von Erkenntnis ist mit den Schätzen verbunden, die in Christus Jesus gemeinsam mit Weisheit verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Um in der mündlichen „Ausdrucksweise von Erkenntnis“ in Christus zu wandeln, ist es erforderlich, dass man sich einheitlich im Geist in Christus aufhält und sich in der von ihm gegebenen Herrlichkeit bewegt (vgl. Johannes 17,21-23).
 
Johannes 17,21-23:
… 21 damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.
 
=> Der Wandel in der Herrlichkeit Gottes beinhaltet das Leben in der Kraft und dem Glanz Gottes, die von seiner Gunst und Gnade zeugen. Hierbei geht es um die Ehre des himmlischen Vaters, sein Ansehen, seine Kraft und seinen Segen.
 
Die von Christus gegebene Herrlichkeit hat zum Ziel, seine Nachfolger im geistlichen Bereich zu bedeutenden Personen “mit Gewicht” zu machen bzw. zu etablieren. Seine Herrlichkeit (Anm.: Gegenwart des Vaters) bringt automatisch eine Zunahme in jedem Bereich, weil irdischer Reichtum und Wohlstand ihren ursprünglichen Sitz in der geistlichen Welt haben.
Weiterhin ist Gottes Herrlichkeit ein automatischer Aufbewahrungsort der Salbung. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Erklärung aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 237.)
 
Die Beauftragung von Mose
 
Der hebräische Buchstabe „Pe” trägt den Zahlenwert „80”, welcher erstmalig in 2.Mose 7,7 genannt wird, wo Mose im Alter von 80 Jahren mit seinem Bruder Aaron die Beauftragung von Gott erhält vor den Pharao zu treten und ihm die Anweisung Gottes mitzuteilen, das Volk Israel aus Ägypten ausziehen zu lassen.
 
2.Mose 7,7:
7 Und Mose war achtzig Jahre und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, als sie mit dem Pharao redeten.
 
Mose sah sich nicht als ein begabter Sprecher an, weshalb er Gott davon überzeugen wollte, ihn für diesen Auftrag nicht auszuwählen.
 
Auch wenn Mose sich nicht selbst als „begabter Sprecher“ einstufte, war es im Plan Gottes, das Volk Israel durch Mose aus Ägypten zu führen, weil Gott mit dem Mund von Mose war. (vgl. 2.Mose 4,10-12).
 
2.Mose 4,10-12:
10 Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach, mein Herr, ich bin von jeher nicht beredt gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich hab eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.
11 Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich es nicht getan, der HERR?
12 So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.
 
Durch diese Beauftragung Gottes erhielt Mose vor dem Pharao die Stellung eines Gottes und sein Bruder Aaron die eines Propheten (vgl. 2.Mose 7,1).
 
2.Mose 7,1:
1 Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zum Gott gesetzt für den Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.
 
Aaron wurde durch die Anweisung Gottes zum Mund von Mose. Und Mose wurde für Aaron sogar in die Position eines Gottes gehoben (vgl. 2.Mose 4,16).
 
2.Mose 4,16:
16 Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein und du sollst für ihn Gott sein.
 
Worin uns Herausforderungen im Leben begegnen, von denen Gott möchte, dass wir sie mit seiner Anweisung und dem Gehorsam gegenüber seiner Stimme bewältigen, sollten wir nicht davor zurückschrecken, sondern den Plan Gottes gemäß seiner hohen Gedanken umsetzen. Dabei verfolgen wir das Ziel, Menschen in die herrliche Freiheit der Söhne Gottes zu führen (vgl. Jesaja 55,8-9 i.V.m. Römer 8,21).
 
Jesaja 55,8-9:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder (Anm.: Söhne) Gottes.
 
Die Schwachheit und Gottes Kraft
 
Der Plan Gottes ist es, dass wir inmitten unser scheinbar vorhandenen Schwachheit die Kraft seiner Gnade in Anspruch nehmen, um über einen Mund zu verfügen, der mit seiner Offenbarungserkenntnis gefüllt ist (vgl. 2.Korinther 12,9).
 
2.Korinther 12,9:
9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
 
Das wird anhand der Anweisung Gottes gegenüber Mose deutlich, die beinhaltete, dass Aaron (Anm.: bedeutet: „Licht-Berg“) zum Mund und Propheten von Mose wurde.
 
Dort, wo Mose sich selbst als unfähig im Reden sah, füllte Gott den Bereich der Schwachheit mit Stärke. Diese „Erfüllung“ kommt den Schriftrollen gleich, die dem Propheten Hesekiel und dem Apostel Johannes durch einen Engel zu essen gegeben wurden (vgl. Hesekiel 3,1-4; Offenbarung 10,9-11).
 
Hesekiel 3,1-4:
1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iss, was du vor dir hast! Iss diese Schriftrolle und geh hin und rede zum Hause Israel!
2 Da tat ich meinen Mund auf und er gab mir die Rolle zu essen 3 und sprach zu mir: Du Menschenkind, du musst diese Schriftrolle, die ich dir gebe, in dich hineinessen und deinen Leib damit füllen. Da aß ich sie und sie war in meinem Munde so süß wie Honig.
4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, geh hin zum Hause Israel und verkündige ihnen meine Worte.
 
Offenbarung 10,9-11:
9 Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein (Anm.: Schriftrolle)! Und er sprach zu mir: Nimm und verschling es! Und es wird dir bitter im Magen sein, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.
10 Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und verschlang es. Und es war süß in meinem Mund wie Honig, und als ich es gegessen hatte, war es mir bitter im Magen.
11 Und mir wurde gesagt: Du musst abermals weissagen von Völkern und Nationen und Sprachen und vielen Königen.
 
Es ist das von Gott eingegebene Wort, das seinen Plan bzw. seine Realität ins Sichtbare bringt, selbst wenn wir uns als zu unfähig ansehen, die Worte Gottes zu sprechen (vgl. Jeremia 1,6-7.9).
 
Jeremia 1,6-7.9:
6 Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung.
7 Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: „Ich bin zu jung“, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. …
9 Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.
 
Die „schwere“ Sprache
 
Weiterhin ist es als kein Zufall anzusehen, dass Mose gegenüber Gott von einer schweren Sprache und einer schweren Zunge sprach. Mose besaß gemeinsam mit Aaron bereits die beste Voraussetzung, um im Auftrag Gottes in der Öffentlichkeit und vor Königen zu sprechen.
 
Die von Mose erwähnte „Schwere“ gegenüber Gott war bereits ein Hinweis auf die gewichtigen Worte von Mose und Aaron, die sie gegenüber dem Pharao sprechen würden. Das in 2.Mose 4,10 verwendete hebräische Wort für „schwer“ ist „kābēd und steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Wortstamm der gewichtigen Herrlichkeit Gottes, die sich „kābôd nennt. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zum dem Wort „schwer – kābēd mit der Wortschlüsselnummer: 3588, 3593)
 
Demzufolge waren die Worte von Mose und Aaron mit der schweren Gegenwart Gottes gefüllt, die mit dem Geist der Furcht des HERRN in Bezug steht und einer dunklen Wolke gleichkommt, die ein hohes Maß an Regen in sich trägt.
 
Es ist der Regen, der mit der Manifestation des prophetischen Wortes Gottes sowie mit den Worten bzw. der Lehre von Mose verbunden ist (vgl. Jesaja 55,10-11 i.V.m. 5.Mose 32,2).
 
Jesaja 55,10-11:
10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, 11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
 
5.Mose 32,2:
2 Meine Lehre rinne wie der Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.
 
Da der Mund das Portal der Worte ist und Gott mit der Kraft der Sprache die Erde und somit die Realität sowie den Menschen nach seinem Abbild erschuf, ist es die Kraft der Sprache und die von Gott dem Menschen gegebene Intelligenz (Anm.: Verstand, Handlungsspielraum), die die Menschheit von der Schöpfung der Tiere unterscheidet.
 
Bei der Formung von Worten kommt neben dem Mund ebenfalls der Zunge eine wichtige Bedeutung zu, worin die Quelle der Worte im Herzen des Menschen zu finden ist (vgl. Matthäus 12,34b).
 
Matthäus 12,34b:
… 34b Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.
 
Das im Hebräischen verwendete Wort für „Herz“ ist „lēb und meint unter anderem „Gefühle“, „Wille“, „Verstand“. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zum dem Wort „lēb – Herz“ mit der Wortschlüsselnummer: 3899)
 
Das Herz ist das Planungszentrum, von dessen Ort aus die Worte eines Menschen entspringen.
 
Um gewichtige Worte im Auftrag Gottes sprechen zu können, ist es entsprechend von Bedeutung das Herz zu bewahren (vgl. Sprüche 4,23).
 
Sprüche 4,23:
23 Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.
 
Die Feuerkohlen Gottes
 
In diesem biblischen Jahr 5780 kommt den feurigen Kohlen Gottes eine besondere Bedeutung zu, weil es die Gegenwart der Heiligkeit Gottes ist, die die Last von Schuld entfernt und zur Sühnung der Sünde führt, wenn der Betreffende die Fehlhaltung seines Herzens bekannt hat (vgl. 1.Johannes 1,9).
 
1.Johannes 1,9:
9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
 
Dadurch kommt es zu einer neuen Beauftragung, die dazu beiträgt, die gewichtigen Wortes Gottes zu den Menschen zu sprechen, egal ob sie es hören wollen oder nicht (vgl. Jesaja 6,5-8).
 
Jesaja 6,5-8:
5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.
6 Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.
8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!
 
Die Berührung mit der feurigen Kohle Gottes hat zur Folge, dass sich die Zunge in ein feuriges Schwert verwandelt, das die offenbarende Wahrheit spricht, die mit der Kraft der Unterscheidung der Geister das Licht von der Finsternis trennt (vgl. Offenbarung 1,16b i.V.m. Apostelgeschichte 2,3-4; 1.Mose 1,3-5).
 
Offenbarung 1,16b:
… 16b und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, …
 
Apostelgeschichte 2,3-4:
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
 
1.Mose 1,3-5:
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Die offenbarende Wahrheit umfasst lebendige Worte, die das Feuer Gottes tragen und den Worten entsprechen, die mit Salz gewürzt sind (vgl. Kolosser 4,6).
 
Kolosser 4,6:
6 Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.
 
Zugangsberechtigung in neue Bereiche und Gottes Standard
 
Weiterhin erhalten Gläubige in Christus, die ein reines Herz besitzen Zugangsberechtigung in neue Bereiche der Gegenwart Gottes, wobei Personen, die bewusst weiter in Sünde leben wollen, Zugang verwehrt wird (vgl. Hebräer 12,14 i.V.m. 1.Mose 3,24).
 
Hebräer 12,14:
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …
 
1.Mose 3,24:
24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
 
Die feurigen bzw. gewichtigen gesprochenen Worte der Heiligen, die sich freiwillig im Regierungsbereich Gottes der Wirkung seiner feurigen Kohlen ausgeliefert haben, tragen die Lebendigkeit und Kraft Gottes in sich, die Trennung bringt, damit die Familie des himmlischen Vaters offenbar wird (vgl. Matthäus 10,37; Matthäus 12,50).
 
Matthäus 10,37:
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
 
Matthäus 12,50:
50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
 
Das Resultat der gesprochenen Worte der Heiligen ist, dass diese deutlich erfahrbar werden und zur Erleichterung von Lasten im Leben der adressierten Menschen führen, die mit einem demütigen Herzen auf die Worte der offenbarenden Wahrheit reagieren (vgl. Hebräer 4,12).
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
 
Durch den Gehorsam gegenüber des offenbarenden Wortes entspringt ein neuer erster Tag, der in sich die Gegenwart Gottes mit seiner für jetzt erschaffenen Realität trägt.
 
Die Jahreslosung für das Jahr 2020
 
Die Herrenhuter Jahreslosung für das gregorianische Jahr 2020 ist aus Markus 9,24b, wo es heißt:
 
Markus 9,24b:
… 24b Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
 
Es ist kein Zufall, dass der Heilige Geist im Jahreszyklus des „Mundes – Pe“ das Los auf das Wort aus Markus 9,24b hat fallen lassen (vgl. Sprüche 16,33).
 
Sprüche 16,33:
33 Der Mensch wirft das Los; aber es fällt, wie der HERR will.
 
Der Vers aus Markus 9,24b steht im Zusammenhang mit der Befreiung eines von einem bösen Geist geplagten Jungen, der in einem prophetischen Kontext gesprochen die Berufung hatte, durch seine Entscheidungen den Willen Gottes zu offenbaren und sich nicht zwischen einem „Ja!“ und einem „Nein!“ zu bewegen.
 
Das Werfen des Jungen ins Feuer (Anm.: Hitze) und ins Wasser (Anm.: Kälte) durch den bösen Geist (vgl. Markus 9,22a) war bereits ein Hinweis auf die im Jungen befindliche Kraft der klaren Entscheidung, die er mit seinem Mund in der Zukunft treffen würde, um das zu verbieten, was nicht im Einklang mit dem Willen Gottes war und das zu erlauben, was sich im Einklang mit dem Willen Gottes befand (vgl. Matthäus 18,18).
 
Matthäus 18,18:
18 Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein.
 
Und genau vor diesem Einfluss fürchtete sich der Widersacher, so dass er einen bösen Geist in die „junge Generation“ schickte, um sie starr in Religion gefangenzuhalten und sich in der Lüge der Schlange zu bewegen, die ihnen verdeutlichen sollte, dass ihre Worte keine Macht besitzen (Anm.: auf dem Boden wälzen; vgl. Markus 9,17-18a.20).
 
Markus 9,17-18a.20:
17 Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist.
18a Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. …
20 Und sie brachten ihn (Anm.: den Jungen) zu ihm (Anm.: Jesus Christus). Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund.
 
Doch Jesus erkannte den Hunger nach Glauben in der „älteren Generation“, die durch den Vater des Jungen repräsentiert wird (Anm.: Vaterschaft im Geist des Elijas), um eine Wendung in den Herzen der „verlorenen Söhne“ (Anm.: junge Generation; symbolisiert durch den besessenen Jungen) zu bringen.
 
Diese beinhaltete, dass sie ihre Entscheidungskraft in der herrlichen Freiheit der Söhne Gottes einsetzen und somit gemäß dem Willen des himmlischen Vaters ihre Entscheidung treffen würden, damit der HERR dadurch vor den Menschen verherrlicht wird (vgl. Markus 9,23-27 i.V.m. Maleachi 3,23-24).
 
Markus 9,23-27:
23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst – alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.
24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
25 Als nun Jesus sah, dass das Volk herbeilief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein!
26 Da schrie er und riss ihn sehr und fuhr aus. Und der Knabe lag da wie tot, sodass die Menge sagte: Er ist tot.
27 Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf.
 
Maleachi 3,23-24:
23 Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.
24 Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
 
Amen und Amen.
 
Ein lebendiges und süßes Jahr 5780,
 
Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 02. JANUAR 2020 | 05. TEBETH 5780, NAJOTH BERLIN – SPANDAU
 
Da ist der Klang des Lobpreises, der einen neuen Bereich betritt und dazu führt, dass die Art wie du die Dinge verwaltet hast auf eine höhere Ebene gelangt (vgl. 1.Mose 44,18)!
Es geht um die Sohnschaft, die sich mit der Vaterschaft Gottes vereint, um Regierungsautorität gemäß dem Willen des Vaters auszuüben (vgl. Kolosser 3,1 i.V.m. Johannes 17,11)!
Du beginnst den Widersacher in der Form von Schlangen und Skorpionen zu erkennen, um auf darauf zu treten, so dass sie als Schemel dem König der Könige dienen müssen (vgl. Psalm 110,1 i.V.m. Lukas 10,18-19)!
Lüge, Gerüchte und Spott werden durch deinen Wandel und Vorgehen zerstört!
Achte darauf, dass du in Weisheit und mit einem demütigen Herzen agierst!
Dort, wo du gedacht hast, das alles verloren ist und du empfindest von Verlust zu Verlust zu gehen, kommt es plötzlich zur Umwandlung deines Denkens! Diese Umwandlung hat Hoffnung zur Folge, die sich manifestiert und dein Herz stärkt und gesund macht!
Es ist die Präsenz Jesu, die sich in deinem Leben manifestiert und Wiederherstellung bringt, spricht der Geist des Propheten (vgl. Sprüche 13,12 i.V.m. Offenbarung 22,2)!
Da ist der Klang des Himmels, der das Angesicht des Löwen trägt, um die Weisheit Gottes für diese Zeit in den Generationen abzusichern!
Während du auf neue Weise mit einem Herzen der Ehrerbietung dem HERRN gegenüber die Dinge administrierst, erhältst du eine erweiterte Sicht und größeres Verständnis, was es bedeutet gemäß dem Willen des himmlischen Vaters zu regieren!
Das führt dazu, dass du in deiner Verheißung zentriert und abgesichert bist!
Da ist ein neues Aufgabenfeld, das sich vor dir eröffnet!
Du trittst in dieses Feld mit denen ein, die dir nahe stehen, um wirtschaftlich für das Königreich Gottes effizient zu sein, spricht der Geist des Propheten (vgl. 1.Mose 45,10)!
Ihr steht auf einer neuen Anhöhe, die mit Licht ummantelt ist und euch Überblick verschafft, weil ihr in Weisheit und Erkenntnis handelt, so dass die Welt darauf aufmerksam wird, spricht der Geist des Propheten (vgl. 2.Mose 10,23b i.V.m. Matthäus 5,14-16)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
1.Mose 44,18:
18 Da trat Juda zu ihm und sprach: Mein Herr (Anm.: Joseph – Zafenat-Paneach), lass deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn entbrenne nicht über deinen Knecht, denn du bist wie der Pharao.
 
Kolosser 3,1:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
 
Johannes 17,11:
11 Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir.
Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.
 
Psalm 110,1:
1 Ein Psalm Davids.
Der HERR (Anm.: JAHWE => Vaterschaft) sprach zu meinem Herrn (Anm.: Jesus Christus => Sohnschaft): „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.“
 
Lukas 10,18-19:
18 Er sprach aber zu ihnen: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz.
19 Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.
 
Sprüche 13,12:
12 Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz; wenn aber kommt, was man begehrt, das ist ein Baum des Lebens.
 
Offenbarung 22,2 (Rev. Elberfelder):
2 In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen.
 
1.Mose 45,10:
10 Du sollst im Lande Goschen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, dein Kleinvieh und Großvieh und alles, was du hast.
 
2.Mose 10,23b:
… 23b Aber bei allen Israeliten war es licht in ihren Wohnungen.
 
Matthäus 5,14-16:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm