In 1.Könige 17,1-10 wird uns von dem Propheten Elija berichtet, der im Auftrag Gottes eine dreieinhalbjährige Dürreperiode gegenüber König Ahab, dem zu diesem Zeitpunkt amtierenden König von Israel, voraussagte.
 
Nachdem Elija die Worte Gottes weissagte, sprach der HERR zu ihm, sich nach Osten zu wenden und an den Bach Kerith zu gehen, was er befolgte. Dort versorgte ihn Gott für eine bestimmte Zeit durch das Wasser des Baches und die Unterstützung der Raben bis das Wasser des Baches schließlich austrocknete (vgl. 1.Könige 17,1-7).
 
1.Könige 17,1-7:
1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
2 Da kam das Wort des HERRN zu ihm: 3 Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit (Anm.: Kerith), der zum Jordan fließt.
4 Und du sollst aus dem Bach trinken und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.
5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt.
6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends und er trank aus dem Bach.
7 Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande.
 
Daraufhin forderte Gott Elija auf die Region des Baches zu verlassen, um sich nach Zarpat zu begeben, das nahe bei Sidon lag. Dort hatte der HERR einer Witwe befohlen, Elija zu versorgen.
Aufgrund des Befehls Gottes machte sich Elija auf den Weg vom Bach Kerith nach Zarpat (vgl. 1.Könige 17,8-10a).
 
1.Könige 17,8-10a:
9 Mach dich auf und geh nach Zarpat, das bei Sidon liegt, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. …
 
Das Training des Geistes in herausfordernden Umständen
 
Anhand dieser Situation wird deutlich, dass Elija geistlich trainiert wurde mit herausfordernden Umständen, wie in diesem Fall einer Dürreperiode, umzugehen. Sein Fokus war nicht auf die Dürre gerichtet, sondern auf das Wort Gottes, das der HERR zu ihm sprach und wie er darin geführt wurde.
 
Gerade in sogenannten „Wüstenerfahrungen“ bzw. „Dürreperioden“ (Anm.: herausfordernde Lebenssituationen, Krisen) kommt es häufig vor, dass der HERR uns unsere Verheißung offenbaren möchte.
 
Hierbei reagiert Gott nicht in erster Linie auf unseren Hilfeschrei, sondern auf den Ruf unserer Verheißung, so ähnlich wie es Hagar in der Wüste in der Nähe von Beerscheba erlebte als sie sich von ihrem Sohn Ismael einen Bogenschuss weit entfernte, ihre Stimme erhob und weinte, jedoch der Engel Gottes auf die Stimme Ismaels hörte (vgl. 1.Mose 21,14-18).
 
1.Mose 21,14-18:
14 Da stand Abraham früh am Morgen auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter, dazu den Knaben, und schickte sie fort. Da zog sie hin und irrte in der Wüste umher bei Beerscheba.
15 Als nun das Wasser in dem Schlauch ausgegangen war, warf sie den Knaben unter einen Strauch 16 und ging hin und setzte sich gegenüber von ferne, einen Bogenschuss weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.
17 Da erhörte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht; denn Gott hat gehört die Stimme des Knaben, der dort liegt.
18 Steh auf, nimm den Knaben und führe ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum großen Volk machen.
 
=> Wenn der Heilige Geist uns durch eine „Wüstenerfahrung“ (Anm.: herausfordernde Umstände) führt und die Verheißung offenbart, erhalten wir dadurch die Gelegenheit, entweder das Wort der Verheißung mit unserem Glauben zu verbinden oder uns dafür zu entscheiden, Angst vor den widerstandsfähigen Kräften zu kultivieren, denen wir uns auf unserer Suche nach Gott stellen müssen, um befähigt zu sein die Verheißung zu erleben.
 
Eine der größten Gefahren der Wüstenzeit ist es, dass wir uns dafür entscheiden können, nicht mit dem richtigen Verständnis zum Kampf über unserer verheißenes Erbe voranzugehen. Zur Zeit der Wüstenwanderung Israels wurde eine ganze Generation von den Führungskräften in die Irre geführt, die das Volk davon abhielten, in den Kampf zu ziehen, weil sie nicht bereit waren, Gottes Verheißung für ihr Leben einzulösen.
 
Wenn wir uns in der Wüste befinden, haben wir dieselbe Wahl, wie das Volk Israel. Entweder wir vertrauen auf Gottes Treue und sind zugleich mit Vorfreude erfüllt, oder wir geben der Angst nach und lassen uns dadurch einschüchtern. Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, was Gott in der Vergangenheit getan hat und uns entscheiden, daran zu glauben, dass er es wieder tun wird. Wir sollten uns nicht in der Zeit der Wüste auf unser Problem konzentrieren und im Unglauben verärgert sein.
 
Wir entscheiden, ob wir in herausfordernden Lebensumständen unsere Hände in Lobpreis erheben und ihm unser Leben anvertrauen oder unsere Hände in Verzweiflung erheben und zugleich versuchen, unseren eigenen Weg zu finden. Wir haben immer eine Wahl und die Wahl, die wir treffen, bestimmt unsere Zukunft. <= (Anm.: Auszug aus dem Gebetsbrief von Chuck D. Pierce, Glory of Zion International Ministries vom 26.10.2017)
 
Um nun zurück auf Elija zukommen, war sein innerer Mensch (Anm.: Geist und Seele) nicht durch den Umstand der Trockenheit getrübt, so dass er in der Lage war mit erleuchteten Augen seines Herzens zu sehen und mit den Ohren eines Jüngers zu hören. Das allein befähigte Elija die Situation richtig zu beurteilen und gemäß dem Willen Gottes zu handeln (vgl. Epheser 1,18 i.V.m. Jesaja 50,4).
 
Epheser 1,18:
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Jesaja 50,4:
4 Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.
 
Das Vorangehen mit Christus, die Zeichen der Zeit und das Reden Gottes
 
Es ist überaus wichtig, dass wir uns nicht auf dem Weg unserer Verheißung auf einem „Teilstück“ niederlassen, nur weil wir dort die Versorgung bzw. übernatürliche Manifestation Gottes erlebt haben. Stattdessen sollten wir mit erleuchteten Augen des Herzens und den Ohren eines Jüngers auf die Weisung Gottes hören, um uns danach zu verhalten.
 
Auch wenn der HERR zuvor zu uns gesprochen hat und wir aufgrund dessen dem nachgegangen sind, was er uns in einer bestimmten Zeitphase angewiesen hat zu tun, ist es in alledem erforderlich die Zeichen der gegenwärtigen Zeit, so wie es Jesus sagte zu erkennen und auf das Wort Gottes in Form von offenbarender Wahrheit zu hören (vgl. Matthäus 16,3).
 
Matthäus 16,3:
3 Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels könnt ihr urteilen; könnt ihr dann nicht auch über die Zeichen der Zeit urteilen?
 
Diese beiden Dinge (Anm.: Zeichen und offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes) sind eng miteinander verbunden, weil Gott durch einen Zustand seine Wegweisung für die Zukunft offenbaren kann, so dass unsere Zukunft und auch die unserer Mitmenschen gesichert ist.
 
Wir sollten zu keinem Zeitpunkt einen Ort, Gegenstand, Person, …, die mit einem übernatürlichen Eingreifen Gottes verbunden sind, idolisieren, indem wir allein in der Erfahrung schwelgen und versuchen auf die selbe Weise vorzugehen, wie es Gott in der Vergangenheit tat.
 
Hiermit ist nicht gemeint, dass man sich nicht an Erfahrungen erinnern darf, sondern man sollte in Dankbarkeit an das, was Gott in der Vergangenheit tat, stets weiter mit Jesus Christus vorangehen (vgl. Psalm 103,2).
 
Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …
 
Eine Idolisierung kann beinhalten, den Dingen, die mit dem übernatürlichen Eingreifen Gottes in Verbindung stehen, einen „Namen“ zu geben und lediglich seinen Fokus darauf zu setzen, anstatt auf Gottes Stimme und seine Anweisung in dieser (Anm.: gegenwärtigen) Zeit zu hören. Durch das Geben eines Namens kreiert man eine Art von „Identität“, die eine bestimmte Ebene von Beziehung offenbart.
 
Als warnendes Beispiel sollte uns die erhöhte bronzene Schlange am Stab dienen, die Gott Mose anwies aufgrund der Schlangenbisse durch die Feuernattern in der Wüste herzustellen. Das hatte zum Ziel, dass jeder, der von den Schlangen gebissen wurde und auf die erhöhte bronzene Schlange sah, vor dem Tod bewahrt blieb. Diese erhöhte bronzene Schlange wurde später vom Volk Israel zu einem Götzen erhoben, der mit dem Namen „Nehuschtan“ tituliert und später von König Hiskia zerstört wurde (vgl. 4.Mose 21,7-9 i.V.m. 2.Könige 18,4).
 
4.Mose 21,7-9:
7 Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.
8 Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.
9 Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.
 
2.Könige 18,4:
4 Er (Anm.: König Hiskia) entfernte die Höhen und zerbrach die Steinmale und hieb das Bild der Aschera um und zerschlug die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatte ihr Israel geräuchert und man nannte sie Nehuschtan.
 
Aufgrund der erleuchteten Augen von Elija und seinem geistlich offenen Ohr erkannte als auch beurteilte er die Situation der Dürre gemäß der Anweisung Gottes richtig.
 
Im Zusammenhang mit dem Ortswechsel von Elija, der den Bach Kerith verließ und in das ca. 128 km bis 144 km entfernte Zarpat ging, das bei Sidon am Mittelmeer liegt, bedeutet das, dass er den Ort der Versorgung Gottes nicht idolisierte, sondern seinen Weg fortsetzte.
 
Der Bach Kerith befindet sich geographisch im Erbteil des Stammes Manasse (vgl. Josua 13,29-33) wobei Zarpat (Anm.: in der Nähe von Sidon) im Gebiet des Stammes Ascher liegt (vgl. Josua 19,24-31).
 
Elija wechselte somit vom Südosten in den Nordwesten und von der Region eines fließenden Gewässers (Anm.: Bach) zur Region eines „stehenden Gewässers“ (Anm.: Mittelmeer). Weiterhin stand sein Ortswechsel in Verbindung mit dem „Geschmack“, da Elija seinen Aufenthalt vom Süßwasser zum Salzwasser verlagerte.
 
Im geistlichen Kontext gesprochen, wechselte Elija im Einklang mit dem Willen Gottes von einer Ebene des Himmels in eine andere Ebene (Anm.: übernatürlicher Bereich/Sphäre).
 
Das liegt darin begründet, weil jeder „Himmel“ mit einem Wasserkörper in Verbindung steht und sich auch vor dem Thron Gottes ein gläsernes Meer befindet (vgl. Offenbarung 4,6a).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Somit zeigt der geographische Ortswechsel von Elija im Auftrag Gottes an, dass wir nicht aus einer irdischen Sichtweise auf die Gegebenheiten, die auf uns einwirken, unseren Hauptfokus richten sollten, sondern diese geistlich beurteilen (vgl. 1.Korinther 2,12-14).
 
1.Korinther 2,12-14:
12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist.
13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.
 
Elija sah das vertrocknete Bachbett, was dazu führte, dass das Wort Gottes in ihm hervorgerufen wurde, so dass er seinen Weg zum nächsten Bestimmungsort fortsetzte. Gottes Absicht war es unter anderem Elija auf neue Weise zu begegnen, indem er ihn in einen neuen Geistbereich des „Geschmacks“ brachte, damit er den HERRN auf neue Weise sehen konnte (vgl. Psalm 34,9).
 
Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
 
Gott leitete den Propheten vom Bereich des Süßwassers in den Bereich des Salzwassers sowie von der Versorgung der Raben (Anm.: Symbol für die Versorgung durch das Brot der Engel; vgl. Psalm 78,24-25) zur Versorgung der Witwe (vgl. 1.Könige 17,9b-10)
 
Psalm 78,24-25:
… 24 und ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot.
25 Brot der Engel aßen sie alle, er sandte ihnen Speise in Fülle.
 
1.Könige 17,9b-10:
… 9b denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke!
 
Vom Strukturwechsel in der Ausrichtung von einem Fließgewässer zum Meer
 
Als sich Elija am Bach Kerith befand, wurde er in der Ausdauer und Beständigkeit durch die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes trainiert, da die Vogelart des Raben unter anderem Ausdauer symbolisiert (vgl. 1.Mose 8,7).
 
1.Mose 8,7:
… 7 und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden.
 
Der Name „Kerith“ bedeutet „Scheidung“, was ebenfalls ein Hinweis auf die Kraft des lebendigen Wortes Gottes ist, das in eine heilige Transparenz führt, die mit prophetischer Offenbarung verbunden ist (vgl. Hebräer 4,12-13 i.V.m. 1.Samuel 19,24).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. 13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
1.Samuel 19,24:
24 Da zog auch er seine Kleider aus und war in Verzückung vor Samuel und fiel hin und lag nackt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist Saul auch unter den Propheten?
 
Dementsprechend ist der Bach Kerith ein Hinweis auf den Ort im himmlischen Bereich, wo uns der Heilige Geist die Wahrheit über die Kraft des Wortes Gottes im Zusammenhang mit der geistlichen Ordnung des inneren Menschen lehrt. Hierbei stehen uns auch die Engel zur Verfügung, die uns das Wort Gottes wie eine „Schriftrolle“ reichen, damit wir es verinnerlichen und in der Kraft der Wahrheit des Wortes Gottes wandeln (vgl. Hesekiel 3,1-2 i.V.m. Offenbarung 10,9a-b).
 
Hesekiel 3,1-2:
1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iss, was du vor dir hast! Iss diese Schriftrolle und geh hin und rede zum Hause Israel!
2 Da tat ich meinen Mund auf und er gab mir die Rolle zu essen …
 
Offenbarung 10,9a-b:
9a-b Und ich ging hin zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein! Und er sprach zu mir: Nimm und verschlinge es!
Die Fluss- bzw. Bachstruktur ist ein Hinweis auf die Ausströmung der Gegenwart Gottes, die einen apostolischen Charakter (Anm.: Aussendung) trägt und nicht direkt mit dem Zentrum des Thronsaals Gottes verglichen werden kann, weil sich das kristallene Meer vor dem Thron Gottes befindet und es wiederum der Strom ist, der in der himmlischen Stadt Jerusalem fließt (vgl. Offenbarung 4,6a i.V.m. Offenbarung 22,1-2).
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Offenbarung 22,1-2:
1 Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
 
Elija war sich des Befehls Gottes am ausgetrockneten Bach bewusst, nämlich, dass ihn eine Witwe dort versorgen würde. Hierzu musste er jedoch vom Bach zum Meer wechseln.
 
Dieser Strukturwechsel ist auch ein Hinweis dafür, dass wir erst durch die vom Heiligen Geist etablierte Wahrheit des Wortes Gottes, als die offenbarende Wahrheit in uns, weiter an den Ort der Regierung Gottes, als dem Thronsaal, gelangen (vgl. Johannes 7,38-39a; Johannes 16,13 i.V.m. Offenbarung 4,6a).
 
Johannes 7,38-39a:
38 Wer an mich (Anm.: Jesus Christus) glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Offenbarung 4,6a:
6a Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, …
 
Der Bereich des Thronsaals Gottes ist demnach eine Ebene, die mit der Gegenwart seines heiligen Wesens „gewürzt“ ist, bei dem es sich um das verzehrende Feuer handelt (vgl. Markus 9,49 i.V.m. Kolosser 4,6; Hebräer 12,29).
 
Markus 9,49:
49 Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.
 
Kolosser 4,6:
6 Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Diese übernatürliche „Würze“ kommt dem „Salz“ gleich, das Gottes Wahrheit gesprochen in Reinheit und Überzeugung meint, was als Substanz und letztendlich Autorität (Anm.: Regierung) erkennbar wird.
 
Elija ging im Einklang mit dem Willen Gottes nach Zarpat (Anm.: bedeutet „Schmelzhütte“), was dadurch deutlich wird, dass er am Stadttor von Zarpat ankam und ihm daraufhin gemäß dem Wort Gottes jene Witwe begegnete (vgl. 1.Könige 17,10).
 
1.Könige 17,10:
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke!
 
Somit gab Gott seinem Propheten Elija Zugangsberechtigung (Anm.: das Stadttor) in die Stadt sowie zu dem Herzen der Witwe, um ihr dabei zu helfen in die Erneuerung (Anm.: Umformung => Zarpat => Schmelzhütte) ihres inneren Menschen zu treten.
 
Die Erneuerung des inneren Menschen hat zum Ziel, das eine größere Kraft des Wortes Gottes im Leben eines Gläubigen gegenwärtig ist (vgl. 2.Korinther 4,16 i.V.m. Joel 4,10).
 
2.Korinther 4,16:
16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.
 
Joel 4,10:
10 Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße! Der Schwache spreche: Ich bin stark!
 
Das Verhalten der Witwe und die Weisung Elijas
 
Um es nochmals deutlich zu machen, dass herausfordernde Umstände auch dazu führen können, dass man die Stimme Gottes nicht eindeutig oder gar nicht erst wahrnimmt, obwohl Gott klar gesprochen hat, ist anhand des Verhaltens bzw. der Äußerung der Witwe dem Propheten gegenüber zu erkennen. Es heißt, dass Gott der Witwe befahl seinen Propheten zu versorgen, jedoch war ihr Verhalten konträr zu dem was der HERR sagte (vgl. 1.Könige 17,11-12).
 
1.Könige 17,11-12:
11 Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit!
12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich hab ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will mir und meinem Sohn zurichten, dass wir essen – und sterben.
 
Die Witwe hatte einen irdischen, seelischen Fokus, nämlich Verzweiflung und Angst vor der Zukunft, was dazu führte, dass sie den Befehl Gottes nicht richtig oder gar nicht hörte.
 
Doch Ehre sei Gott, dass Elija als Prophet zu ihr kam und den Willen Gottes sprach, so dass sie dem göttlichen Befehl nachkommen konnte. Sein Glaube und Gehorsam im Aussprechen des souveränen Willens Gottes führte dazu, dass sie ihr Leben sowie ihre Verheißung der Zukunft (Anm.: Sohn) absicherte (vgl. 1.Könige 17,13-16).
 
1.Könige 17,13-16:
13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach es, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir es heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen.
14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.
15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag.
16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
 
Von der Dürre zur Fruchtbarkeit
 
Anhand dessen wird deutlich, dass wir, wenn Jesus Christus hungrig ist, bereits etwas „im Haus“ haben sollten, um ihm zuerst zu geben, wenn er danach verlangt und nicht auf uns alleine und das, was uns wichtig ist, unser Hauptaugenmerk zu setzen.
 
Es reicht hierbei nicht aus nur nach außen hin „grün zu scheinen“, sondern echte Früchte des Glaubens und der Treue aufzuweisen (vgl. Matthäus 21,18-19 i.V.m. Galater 5,22-23).
 
Matthäus 21,18-19:
18 Als er aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn.
19 Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hin und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir niemals mehr Frucht! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich.
 
Galater 5,22-23 (Das jüdische Neue Testament – David H. Stern):
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Sanftmut, Güte, Treue,
23 Demut, Selbstbeherrschung. Nichts in der Torah richtet sich gegen solche Dinge.
 
Deshalb sollten wir mit den richtigen Heiligen am richtigen Ort, die richtige Sache zur rechten Zeit tun, um in der Strategie Gottes zu fließen und dadurch den Erfolg zu garantieren (Anm.: Wille des Vaters tun).
 
Es verhält sich ähnlich wie mit den vierundzwanzig Ältesten vor dem Thron Gottes und den Bäumen der Gerechtigkeit, die am „Wasser“ in der Struktur des Baumes des Lebens gepflanzt sind, der Jesus Christus ist (vgl. Offenbarung 4,4 i.V.m. Offenbarung 22,2; Psalm 1,1-3; Jeremia 17,7-8).
 
Offenbarung 4,4:
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.
 
Offenbarung 22,2:
… 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Dieser Aufenthaltsortwechsel von Elija weist uns darauf hin, dass unser Glaube durch die vom Heiligen Geist offenbarende Wahrheit in uns den Gehorsam hervorbringt, im Glauben (Anm.: Vertrauen) Distanzen und Widerstände zu überwinden, um tiefer an den Ort der uns zugeteilten Regierung Gottes (Anm.: Regierungsautorität) zu kommen, der Unglauben in unserem Umfeld und Regionen in Hoffnung transformiert (vgl. Jeremia 29,11).
 
Jeremia 29,11:
11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Diese Lehre ist ein Teilauszug aus dem 6. Kapitel des Buches “Sons To Glory – Söhne zur Ehre” (Seite 64-70) von Paul Jablonowski.
 
Die Göttliche Verwaltung von Besitz und Finanzen

Eines der Merkmale von reifen Söhnen Gottes ist, dass sie in der Lage sind, ihre finanziellen Angelegenheiten in einer von Gott gegebenen Weise zu regeln. Ein guter Vater wird einem Sohn, der nicht richtig mit dem Geist der Weisheit ausgebildet ist, um das Anwesen zu verwalten, kein Erbe hinterlassen. Viele von Jesu Gleichnissen beschäftigen sich mit den richtigen Wegen, um mit Besitz und Finanzen umzugehen. Denn Gott hat die Menschheit geschaffen, um Herrschaft über der Erde auszuüben, und deshalb hat er auch eine Grundlage für die richtige Verwaltung der irdischen Ressourcen.
 
5.Mose 8,18 offenbart uns warum: „Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist es, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.“
 
Der Zehnte des HERRN ist der Ausgangspunkt für das Erlernen der Verwaltung von den Finanzen des Königreichs.
 
Jesus sagte: „Aber weh euch Pharisäern! Denn ihr gebt den Zehnten von Minze und Raute und allerlei Gemüse, aber am Recht und an der Liebe Gottes geht ihr vorbei. Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.“ (vgl. Lukas 11,42)
 
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.“ (vgl. Matthäus 23,23)
 
Durch die Aussage von Jesus Christus in den zwei eben genannten Bibelstellen wird deutlich, dass das Verständnis der Liebe und Gerechtigkeit Gottes wichtiger ist als der Zehnte. Dennoch ermutigte Jesus weiterhin die Umsetzung vom Geben des Zehnten in diesen Versen, indem er sagte: „Lass es nicht außer Acht“, und deshalb ist es wichtig, dass wir den Zehnten geben und verstehen, warum wir das tun sollten.
 
Jesus sagte, dass Geld ein Test ist, um zu sehen, wem er vertrauen kann, mit dem wahren Reichtum des Himmels umzugehen.

„Derjenige, der treu ist in dem, was am Geringsten ist, ist auch in vielem treu. Denn wenn du nicht mit dem ungerechten Mammon treu warst, wer wird sich dann deinem Vertrauen verpflichten, den wahren Reichtum zu erhalten?“ (vgl. Lukas 16,11-13).

Jesus nennt Geld „am Geringsten“ und erweckt den Eindruck, dass Geld im Himmelreich ein wirklich unbedeutendes Thema ist, aber dennoch ist es für uns hier auf Erden eine Prüfung, denn Geld ist ein großer Götze in dieser Welt. „Du kannst nicht Gott und dem Mammon dienen.“ (vgl. Lukas 16,13).

Ein „Zehnter“ bedeutet ein „Zehntel“ und besteht darin, die ersten 10% deines Verdienstes (Anm.: Einkommen) dem HERRN zu geben.
 
Abraham und der Zehnte
 
Abraham war die erste Person, die im Wort Gottes erwähnt wurde, die den Zehnten gab (vgl. 1.Mose 14,20), und er lehrte seine Kinder den Zehnten ins Königreich Gottes (Anm.: Abraham gab seinen Zehnten an den König und Hohepriester Melchisedek.) zu investieren, weil sein Sohn Jakob es auch tat (vgl. 1.Mose 28,22).
 
1.Mose 14,20:
… 20 und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm (Anm.: Melchisedek, der König von Salem und Priester Gottes des Höchsten) den Zehnten von allem.
 
1.Mose 28,22:
22 Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
 
Abraham gab seinen Zehnten aus dem Glauben heraus, weil das Gesetz des Mose noch nicht geschrieben war. Abraham war der Vater des Glaubens, und es ist der Glaube, der der wichtigste Faktor beim Zehnten ist. Abraham glaubte an Gott und gab deshalb den Zehnten. Bei uns sollte es genauso sein. Wenn man nicht in der Lage ist, den Zehnten des HERRN im Glauben zu geben, dann ist es ratsam, dies aus Gehorsam gegenüber seinem Wort zu tun und den HERRN zu bitten, den Glauben zu stärken.
 
Wir investieren nicht den Zehnten, um bei Gott besser dazustehen oder um bei ihm Gunst zu gewinnen. Wir tun es, weil wir Gott lieben und ihm gehorchen, wie jedes geliebte Kind seinem irdischen Vater gehorchen möchte. Römer 4,4-5 sagt, dass „Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht.
Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“
 
Ebenso macht uns das Geben des Zehnten in den Augen Gottes nicht gerechter als diejenigen, die keinen Zehnten geben, denn nur diejenigen, die aus den richtigen Motiven (Anm.: aus dem Glauben) geben, werden vom HERRN geehrt. Aber am Ende wird der wahre Glaube, die göttlichen Werke hervorbringen (vgl. Jakobus 2,20).
 
Jakobus 2,20:
20 Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist?
 
Glauben, um den Zehnten zu geben
 
Also, wie bekommt man Vertrauen in den Zehnten? „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“ (vgl. Römer 10,17).
Das Hören, was Gottes Wort über den Zehnten zu sagen hat, erhöht den Glauben, um das zu tun, was Gott über den Zehnten sagt. Deshalb ist es gut, einige der vielen Schriftstellen hervorzuheben, die den Zehnten des HERRN erwähnen. Es ist wichtig zu erläutern, wo das Wort Gottes davon spricht, den Zehnten des HERRN zu geben, weil es heutzutage viele falsche Praktiken gibt, den „Zehnten“ zu investieren, die die Menschen von der wahren Gnade des Gebens abbringen.
 
Maleachi 3,6-12 ist der umfassendste Teil der Schrift über den Zehnten des HERRN.
 
Maleachi 3,6-12:
6 Ich, der HERR, wandle mich nicht; aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein: 7 Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der HERR Zebaoth.
Ihr aber sprecht: „Worin sollen wir uns bekehren?“
8 Ist es recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: „Womit betrügen wir dich?“ Mit dem Zehnten und der Opfergabe!
9 Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt.
10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.
11 Und ich will um euretwillen den „Fresser“ bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth.
12 Dann werden euch alle Heiden glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der HERR Zebaoth.
 
Das erste, was hier zu beachten ist, ist, dass der HERR zunächst sagt, dass er sich „nicht ändert“. Derselbe HERR, der seinem Volk durch den Propheten Maleachi mitgeteilt hat, den Zehnten zu geben, hat seine Meinung über das heutige Geben des Zehnten innerhalb seines Volkes nicht geändert. Es ist nicht „gesetzlich“ zu glauben, dass die Anweisung des HERRN über den Zehnten noch gültig ist. Gottes Wort ist ewig, und obwohl sich die Erscheinungsform des Gesetzes geändert hat, ist sein Wort/Thora/Tenach ewig. Zum Beispiel wurden die zehn Gebote nach Jesu Ankunft nicht aufgehoben. Sie wurden von Jesus erfüllt, und sie werden immer noch erfüllt in denen, die sie durch den Heiligen Geist, der uns im Neuen Bund gegeben wurde, auf ihre Herzen geschrieben hat (vgl. Matthäus 5,17 i.V.m. Hebräer 8,10).
 
Matthäus 5,17:
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz (Anm.: Thora, die Lehre Gottes) oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
 
Hebräer 8,10:
10 Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
 
Ebenso wurde auch der Zehnte nicht abgeschafft. Wir können jetzt mit Herzen des Neuen Bundes den Zehnten geben und zwar aus liebevollem Gehorsam gegenüber dem himmlischen Vater und nicht aus einer rituellen Verpflichtung heraus.
 
Das Zweite, was zu beachten gilt, ist, dass der Zehnte eine der Ausdrucksformen ist, durch die der HERR gesagt hat, dass wir „zu ihm zurückkehren“. Wir kehren zum HERRN zurück, wenn wir seinem Bundesgebot gehorchen, das er in seinem ewigen Wort dargelegt hat. Die Bündnisse des HERRN, die er mit der Menschheit initiiert hat, sind ewig und enthalten viele Verheißungen für unser Erbe und Anweisungen zum Gehorsam. Viele Christen schreiben einfach die Prinzipien des Bundes Gottes als irrelevant ab, indem sie sagen, dass Jesus den Alten Bund beseitigt hat, indem er eine Erfüllung des Gesetzes war. Ja, Jesus ist die vollkommene Erfüllung des Gesetzes, aber wir sind „in Ihm“ und deshalb ist unser Leben ein „lebendiges Gesetz“, das Gottes „vollkommenes Gesetz der Freiheit“ widerspiegelt und in unseren Herzen steht.
 
Der Zehnte ist ein Bestandteil des Bundes Gottes von vielen anderen, aber er ist dennoch ein wichtiger Teil der Rückkehr zum HERRN und zu seinen Verordnungen.
 
Das Auffälligste, was wir in Maleachi 3 finden, ist, dass Gott es als Raub betrachtet, wenn sein Volk keinen Zehnten und keine Opfer darbringt. Er sagt auch, dass es Menschen unter einen Fluch bringt, wegen des Ungehorsams unsererseits aufgrund des Bundes. Doch der HERR fordert uns auf, ihn in diesem Aspekt des Zehnten zu „prüfen“, indem er verspricht, die Fenster des Himmels für diejenigen zu öffnen, die sich entscheiden, den Zehnten und die Gaben des HERRN treu zu geben. Opfer sind alles, was wir über die 10% des Zehnten des HERRN hinaus geben.
 
Der wichtigste Punkt in Maleachi 3 ist, dass der „Fresser“ zurechtgewiesen wird! Gott handelt nach bestimmten Prinzipien, die in den Bündnissen, die er mit dem Menschen geschlossen hat, aufgestellt wurden, und weil er ein Gott der Gerechtigkeit und Wahrheit ist, wird er sein Wort nicht übertreten. Wenn wir den Bund brechen und Gott berauben, dann ist ein Fluch die Folge (vgl. 5.Mose 28,15-68). Wenn wir also nicht den Zehnten geben, öffnet es dem Feind die Tür, uns vor Gott vor den Gerichten des Himmels rechtlich zu beschuldigen, und wir sind anfällig für Angriffe. Aber wenn wir den Zehnten investieren, verspricht Gott, die Fenster des Himmels zu öffnen und uns zu segnen! Es ist wirklich ganz einfach. Gott will uns beschützen, aber wir hindern seine Hände uns zu helfen, wenn wir nicht den Prinzipien seines Bundes treu ergeben sind. Der Bund Gottes ist in Kraft, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Zum Beispiel kann uns ein Polizist bei einer Geschwindigkeitsübertretung im Straßenverkehr ein Strafzettel geben, unabhängig davon, ob wir von der Geschwindigkeitsbegrenzung Kenntnis besitzen oder nicht. Es gibt somit keine rechtliche Ausrede, wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommen würde. Der HERR sagt, dass man durch einen Mangel an Erkenntnis zugrunde geht (vgl. Hosea 4,6a).
 
Hosea 4,6a:
6 Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist. …
 
Gott ehren durch Geben
 
Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 10 so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen.“ (vgl. Sprüche 3,9-10).
 
Dieser Vers zeigt, dass Gott uns segnet, wenn wir geben. Wir sollten dem HERRN jedoch keine Finanzen geben, mit dem Ziel etwas zurückzuerhalten. Dies ist die falsche Botschaft hinter der beliebten „Wohlstandsbotschaft“, die heute allgemein gelehrt wird. Diese falsche Lehre besagt, wenn du in bestimmten Dienste „einen Samen“ durch Finanzen pflanzt, dann ist der HERR verpflichtet, deine Finanzen zu segnen. Ja, es ist richtig, dass der HERR nach seinen bestimmten Prinzipien vorgeht, die er in seinem Wort festgelegt hat, und es ist sein Wunsch, uns zu segnen, jedoch ist Gott nicht „verpflichtet“, uns etwas zu geben.
 
Glaube und Gehorsam ist das, was er ehrt, nicht in erster Linie die Finanzen. Das Geben von Finanzen in das Königreich Gottes beruht auf Glauben, Liebe und Hingabe gegenüber Gott und seinen Maßstäben. Schließlich führte der vollkommene Gehorsam von Jesus Christus ihn zum Kreuz und nicht zu einem Vermögen von irdischen Reichtümern.
 
Hiob ist ein perfektes Beispiel für jemanden, der im Bund mit Gott wandelte und durch seinen Gehorsam unter Gottes „Schutz“ wandelte, aber dennoch erlaubte Gott Satan, Hiob anzugreifen, was zur Folge hatte, dass Hiob in seinem Wesen verfeinert wurde und letztendlich einen größeren Segen erhielt als er ihn zuvor von Gott erhalten hatte (vgl. Hiob 1-2ff.).
 
Wir können Gott nie in eine Box stecken und sollten seine Güte nicht lediglich für unsere eigenen Zwecke gebrauchen. Seine Bündnisprinzipien funktionieren, aber sie sind so vielfältig, dass wir seine Werke nicht von Anfang bis Ende vollständig verstehen können, so wie es Hiobs Leben offenbart und Salomo in Prediger 3,11 beschreibt.
 
Prediger 3,11:
11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
 
Selbst wenn wir treu sind, indem wir den Zehnten und die Gaben des HERRN geben, vermindert Gott manchmal unsere Finanzen vorübergehend, um uns in eine Wüste zu versetzen, wo wir es lernen sollen, allein auf ihn zu vertrauen.
 
Dennoch ist dieses Beispiel von Hiob die Ausnahme und nicht die Regel. Geistliche Gesetze funktionieren genauso wie die natürlichen Gesetze, wie zum Beispiel das Gesetz der Schwerkraft. Wenn man versucht, dem Gesetz der Schwerkraft zu trotzen, bleibt es nicht aus, dass man sich verletzt oder Dinge zu Bruch gehen. Und somit ist auch das Geben ein geistliches Gesetz. Man erntet, was man sät. Und diejenigen, die viel geben, werden viel empfangen (vgl. Lukas 6,38).
 
Lukas 6,38:
38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.
 
Die gegenwärtige Weltwirtschaft basiert auf Arbeit, Tun und Handeln, um Wohlstand für sich selbst zu erlangen. Es geht darum, sich um sich selbst zu kümmern und was man „bekommen“ kann. Die Wirtschaft des Königreichs Gottes ist jedoch ganz anders in ihrem Ablauf. Obwohl in Gottes Königreich viel zu tun ist, basiert die Wirtschaft des Königreichs auf dem Geben und nicht auf dem Erhalten. Es gründet darauf, dass man zuerst Diener seines Nächsten (Anm.: Gläubige in Christus; vgl. Galater 6,9-10) ist und gibt, ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten.
 
Galater 6,9-10:
9 Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.
10 Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
 
Wenn alle mit dieser Einstellung handeln würden, dann würde mehr das Leben des Himmels auf der Erde reflektiert werden.
 
Das Investitionsfeld des Zehnten
 
In welches „Feld“ sollten wir den Zehnten des HERRN investieren?
Dies ist eine Frage, die die Bibel direkt beantwortet und die von einer Mehrheit derjenigen, die den Zehnten geben, nicht richtig befolgt wurde. Unterm Strich geht der Zehnte des HERRN direkt zu den Menschen, die im fünffältigen Dienst tätig sind und dabei helfen, das Evangelium zu verbreiten und die Heiligen in ihre geistliche Reife in Christus zu führen (vgl. Epheser 4,11-14 i.V.m. 1.Korinther 9,13-14; 1.Timotheus 5,17-18).
 
Epheser 4,11-14:
11 Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
 
1.Korinther 9,13-14:
13 Wisst ihr nicht, dass, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen?
14 So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, sich vom Evangelium nähren sollen.
 
1.Timotheus 5,17-18:
17 Die Ältesten, die der Gemeinde gut vorstehen, die halte man zwiefacher Ehre wert, besonders, die sich mühen im Wort und in der Lehre.
18 Denn die Schrift sagt (vgl. 5.Mose 25,4): „Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden“; und: „Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert“.
 
Der Zehnte des HERRN sollte dazu verwendet werden, damit das geistliche Wachstum von Gläubigen zur vollen Mannesreife in Christus garantiert wird (vgl. Epheser 4,13).
 
Epheser 4,13:
… 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, …
 
Die Stiftshütte zur Zeit von Mose wurde mit dem Reichtum Ägyptens erbaut und die jüdischen Tempel wurden aus freiwilligen Gaben errichtet und aufrechterhalten, jedoch nicht in erster Linie durch den Zehnten des HERRN.
 
Der Schlüsselgedanke in welches Feld der Zehnte des HERRN investiert werden sollte, sind in erster Linie Menschen und nicht Dinge. Dies erfordert viel Zeit und Mühe, um sicher zu sein, dass der Zehnte des HERRN direkt in die Hände der Menschen gelangt und richtig verwaltet wird. Deshalb mussten die Apostel der frühen Gemeinde in Apostelgeschichte 6,2-4 „sieben Männer, die einen guten Ruf hatten und voll Heiligen Geistes und Weisheit waren“ ernennen, um die Reichtümer der Gemeinde zu verwalten, die ihnen von den Aposteln übergeben wurden. Dies ist Teil der wahren „Aufgabe“ der Gemeinde Jesu, und es erfordert Männer und Frauen von Weisheit, um die Investitionen/Reichtümer richtig zu übergeben bzw. zu verwalten, wie es der Geist führt. Es ist eine wichtige Sache, den Zehnten des HERRN in Empfang zu nehmen, wo es der HERR offenbart, diesen zu geben, und dazu bedarf es der Führung durch den Heiligen Geist, um ihn in die Hand des Volkes zu geben, von dem er es wünscht, dass sie diesen erhalten sollen.
 
Die Leviten, die den Zehnten vom Volk erhielten, waren ebenfalls verpflichtet, einen Zehnten des Zehnten zu geben, der ihnen gegeben wurde. So sind auch die Diener des Evangeliums nicht davon ausgenommen, den Zehnten ihres Einkommens zu geben. 4.Mose 18,25-32 ist sehr eindeutig, dass die Leviten das Beste aus den Zehnten an den HERRN als Hebeopfer geben mussten. Sie wurden auch von Gott gewarnt, seine Anweisung zu befolgen und ihren Zehnten zu geben, um „die heiligen Gaben der Kinder Israel nicht zu entweihen, damit sie nicht sterben“. (vgl. 4.Mose 18,32)
Die Begründung liegt darin, weil das Geben des Zehnten mit der Gabe des Vaters, der Jesus Christus als seinen Sohn gab, eng verknüpft ist.
 
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, …“ (vgl. Johannes 3,16a-b)
 
Wir können auch fröhliche Geber sein, wenn wir Gott um die Gnade bitten, wie er zu sein. Wenn wir Gott lieben, werden wir seinen Geboten gehorchen, einander zu lieben. Den Zehnten des HERRN zu geben, von dem er gesprochen hat, diesen zu investieren, ist ein wichtiger Teil des Ausdrucks der Liebe gegenüber Gott und der Liebe zueinander. Wenn wir Gott lieben und ihn fürchten, ist Gehorsam in dieser Angelegenheit notwendig. Jede(r) Heilige sollte ermutigt sein, den Zehnten seines/ihres Einkommens im Namen des HERRN und mit der richtigen Einstellung zu geben, „nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb“. (vgl. 2.Korinther 9,7).
 
Wie man das Gefühl der Knechtschaft in Bezug auf den Zehnten überwindet
 
=> Wenn man anfängt, sich in Bezug auf den Zehnten in Knechtschaft zu fühlen, weil man selbst in Schulden ist und man diese Schwierigkeit durchbrechen will, ist es ratsam, ein Teil der Finanzen als Zehnten des HERRN zu betiteln und diesen ins Königreich Gottes zu investieren.
Dieser Ansatz wird dabei behilflich sein, neue Freude zu bekommen und den Durchbruch zu erhalten.
 
Das Investieren des Zehnten ins Königreich Gottes sollte nicht unachtsam und nebenbei durchgeführt werden, sondern aus Liebe und Ehrfurcht dem HERRN gegenüber.
 
Bei Heiligen, die sich in Schulden befinden, ist es ratsam, dass die ihnen von Gott zugeteilte geistliche Leiterschaft sie dazu ermutigt, den Zehnten prozentual auf die Weise zu geben, so dass sie in ihrer Finanzverwaltung eine sogenannte Aufwärtsspirale für den Zweck des Schuldenabbaus besitzen. Wenn die betreffenden Heiligen ihre Schulden abgebaut haben, ist es empfehlenswert, dass sie den Zehnten wieder in voller Höhe dem Königreich Gottes zukommen lassen. <=
(Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein hinzugefügter Rat zu der Lehre von Paul Jablonowski.)
 
Als Gläubige des Neuen Bundes ist alles, was wir haben, des HERRN Besitz. Deshalb sollte es keine große Sache sein, 10% unseres Einkommens zu geben. Ich glaube, dass diejenigen, die vom Heiligen Geist geleitet werden, zehn Prozent (und wahrscheinlich mehr) geben werden, ohne überhaupt die genauen Prozentsätze im Auge behalten zu müssen. Aber wenn man den „Fresser“ ständig im persönlichen Finanzbereich vorfindet, ist es ratsam, den Betrag zu überprüfen, den man in letzter Zeit ins Königreich Gottes investiert hat.
 
Viele Gläubige sagen, sie können es sich nicht leisten, den Zehnten zu geben, aber wenn der „Fresser“ legalen Zugang zum Finanzbereich eines Heiligen hat, dann ist es nicht die richtige Vorgehensweise dem HERRN ein Teil des Zehnten vorzuenthalten.
 
Schließlich sollte es unsere Liebe, die wir gegenüber Gott als unserem himmlischen Vater haben, dazu anleiten zu geben. Der Zehnte geht um ihn. Und Gott ist auch der Grund, warum wir es tun.
Es ist gut ein Vorbild für Menschen zu sein, indem wir den Lebensstil des Gebens in Wahrhaftigkeit und mit einem reinen Herzen leben, um Gottes großes Herz des Gebens zu reflektieren und dadurch seine Liebe vor den Menschen offenbaren (vgl. Markus 12,30-31).
 
Markus 12,30-31:
„… 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften“ (vgl. 5.Mose 6,4-5).
31 Das andre ist dies: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (vgl. 3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese.
 
Paul Jablonowski
 
Übersetzung:
Daniel Glimm

Es ist das Bedürfnis des himmlischen Vaters, dass wir die bereits durch den Heiligen Geist in uns etablierte Wahrheit an einen höheren geistlichen Ort bringen, der mit dem Licht der Offenbarungserkenntnis Gottes gefüllt ist.
 
Grund hierfür ist, weil Gott Geist ist und wir als Heilige dazu aufgefordert sind im Geist zu wandeln sowie nach dem geistlichen Bereich der ewigen Regierungsherrschaft zu trachten, wo Jesus Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes (vgl. Johannes 4,24a i.V.m. Galater 5,16a; Kolosser 3,2-3)
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Galater 5,16a:
16a Ich sage aber: Lebt im Geist, …
 
Kolosser 3,2-3:
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
 
Der Plan des Widersachers ist es, uns davon abzuhalten, die Wahrheit Gottes in uns an einen höheren geistlichen Ort inmitten von der ewigen Regierungsherrschaft Gottes zu bringen.
 
Gottes Licht und Wahrheit
 
Indem Gott Licht und keine Finsternis in ihm ist, wird deutlich, dass wenn wir die bereits etablierte Wahrheit des Wortes Gottes in uns in das Licht seiner Gegenwart bringen, wir Wahrheit erhalten. Diese ist mit seinem Licht ummantelt und es handelt sich um die offenbarende Wahrheit (vgl. 1.Johannes 1,5 i.V.m. Psalm 36,10).
 
1.Johannes 1,5:
5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Im Zusammenhang mit der Versetzung der in uns befindlichen Wahrheit an einen höheren geistlichen Ort, erfordert es zuvor einen Tiefgang, der meistens einem Tal gleichkommt, das eng mit einem hohen Berg verbunden ist. Je tiefer das Tal ist, umso höher ist der Berg.
 
Deshalb ist es auch kein Zufall, dass Gott, der Vater seinen Sohn Jesus Christus zu uns Menschen auf die Erde sandte, um seinen Plan zu erfüllen. Hierbei starb Jesus Christus als Gerechter am Kreuz von Golgatha und ging danach in die Welt der gefangenen Seelen, um ihnen die Wahrheit zu verkünden und sich danach als König der Könige zur Rechten Gottes zu setzen (vgl. 1.Petrus 3,18-19 i.V.m. Markus 16,19).
 
1.Petrus 3,18-19:
18 Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, …
 
Markus 16,19:
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
 
Somit ebnete Jesus Christus den Weg in die geistliche Dimension des himmlischen Vaters (vgl. Johannes 3,16; Johannes 14,6 i.V.m. Galater 4,4).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Galater 4,4 (Das jüdische Neue Testament von David H. Stern):
… 4 als aber die festgesetzte Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde aus einer Frau geboren, hineingeboren in eine Kultur, in der die Entstellung der Torah zur Gesetzlichkeit die Norm war, …
 
Hierbei offenbarte sich der Gott Israels durch seinen Sohn Jesus Christus deutlich als Vater.
 
Für die Menschen im Umfeld von Jesus Christus war die offenbarende Wahrheit in ihm den Vater zu sehen, schwer zu erkennen, da die Menschen in seinem Umfeld andere Vorstellungen hatten. Das wird unter anderem anhand der Äußerung von Philippus deutlich, der ein Jünger Jesu war und den Vater in Jesus Christus nicht erkannte (vgl. Johannes 14,7-9).
 
Johannes 14,7-9:
7 Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
8 Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns.
9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?
 
Eigene Vorstellung und Kontrolle
 
Anhand der Bibelstelle aus Johannes 14,7-9 wird ebenso deutlich, dass eigene Vorstellungen bzw. Erwartungen dazu führen, dass sich die in uns befindliche Wahrheit des Wortes Gottes in einer Art Gefängnis befindet, ähnlich wie im übertragenen Sinn auch Petrus, der von Herodes ins Gefängnis geworfen wurde (vgl. Apostelgeschichte 12,3a.4).
 
Apostelgeschichte 12,3a.4:
3a Und als er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. …
4 Als er ihn nun ergriffen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und überantwortete ihn vier Wachen von je vier Soldaten, ihn zu bewachen. Denn er gedachte, ihn nach dem Fest vor das Volk zu stellen.
 
In diesem Kontext ist Herodes ein Hinweis auf den Geist der Kontrolle, der es beabsichtigt, die Verbreitung der Wahrheit Gottes in einer alten Zeit gefangenzunehmen. Das wird anhand der vier angeordneten Wachen zu je vier Soldaten (Anm.: dämonische Allianz, die eine veraltete Zeit als Gefängnis gebraucht) durch Herodes deutlich, die jeweils ein Viertel des Tages kontrollierten, um die Wahrheit nicht (Anm.: aus dem alten Zeitfenster) gehen zu lassen.
Es war kein Zufall, dass Petrus zur Zeit der ungesäuerten Brote (Anm.: Pessach) von Herodes festgenommen und ins Gefängnis geworfen wurde (vgl. Apostelgeschichte 12,3b).
 
Apostelgeschichte 12,3b:
… 3b Es waren aber eben die Tage der Ungesäuerten Brote.
 
Dieses Zeitfenster ist verbunden mit der Freisetzung des Volkes Israel aus der Sklaverei Ägyptens, die mit viel Widerstand vonseiten des Pharaos einherging sowie mit der Kreuzigung und des Sieges Jesu durch seinen Tod als auch seine Auferstehung.
 
Daraus wird deutlich, dass die Zeit der ungesäuerten Brote eine Phase ist, in der der Widersacher versucht, das Volk Gottes bzw. die Wahrheit und den Plan Gottes aufzuhalten.
 
Die offenbarende Wahrheit des Petrus
 
Es war Petrus, der vom himmlischen Vater offenbart bekam, dass Jesus Christus der lebendige Sohn Gottes ist (vgl. Matthäus 16,16-17).
 
Matthäus 16,16-17:
16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
 
Und die Kraft dieser offenbarenden Wahrheit wollte Satan durch Herodes aufhalten.
 
Die Offenbarungserkenntnis von Petrus führte dazu, dass Jesus Christus die Substanz des Zeugnisses von Petrus darlegte und es als unerschütterlichen Felsen bezeichnete, der die Kraft der Erlaubnis und des Verbots des Himmelreichs besitzen sollte (vgl. Matthäus 16,18-19).
 
Matthäus 16,18-19:
18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.
19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.
 
Die Freisetzung von Wahrheit und das helle Licht Gottes
 
Um die Wahrheit aus dem Gefängnis von Kontrolle freizusetzen, ist es erforderlich, dass wir bereit sind, den Geist der Weisheit und Offenbarung wie ein helles Licht in Empfang zu nehmen, der uns innerlich aufrüttelt, um in der Kraft der kooperativen Fürbitte die Geburtsstunde der offenbarenden Wahrheit einzuläuten (vgl. Apostelgeschichte 12,5.7 i.V.m. Epheser 1,17-18).
 
Apostelgeschichte 12,5.7:
5 So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. …
7 Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen.
 
Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
Es ist deshalb erforderlich, dass der geistliche Hunger und Durst der Gemeinde Jesu nach Gottes offenbarender Wahrheit vorhanden ist, so dass wir als Ganzheit in eine höhere Wahrheit Gottes eintreten, die mit Offenbarung und Freisetzung gefüllt ist. Dieser Hunger und Durst kommt dem wahrhaftigen Bitten, Suchen und Anklopfen gleich, das zu einem richtigen geistlichen Ergebnis führt (vgl. Lukas 11,9 i.V.m. Apostelgeschichte 12,13).
 
Lukas 11,9:
9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
 
Apostelgeschichte 12,13:
13 Als er aber an das Hoftor klopfte, kam eine Magd mit Namen Rhode, um zu hören, wer da wäre.
 
Anhand der Befreiung von Petrus wird erkennbar, wie Satan durch das „Regime von Herodes“ in einem Geist der Kontrolle die Wahrheit in einzelnen Personen sowie in der Gesellschaft blockieren will.
 
Das wird mithilfe der verschlossenen Gefängnistür und des verschlossenen eisernen Tores der Stadt deutlich, die durch die übernatürliche Präsenz Gottes in Form des Engels geöffnet wurden, ohne dass Petrus diese berühren musste (vgl. Apostelgeschichte 12,9-10).
 
Apostelgeschichte 12,9-10:
9 Und er ging hinaus und folgte ihm und wusste nicht, dass ihm das wahrhaftig geschehe durch den Engel, sondern meinte, eine Erscheinung zu sehen.
10 Sie gingen aber durch die erste und zweite Wache und kamen zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt; das tat sich ihnen von selber auf. Und sie traten hinaus und gingen eine Straße weit, und alsbald verließ ihn der Engel.
 
Der Geist der Kontrolle und der religiöse Geist
 
Der Geist der Kontrolle arbeitet eng mit dem religiösen Geist zusammen, der sich nicht über die Beziehung zu Gott definiert, sondern lediglich über die Kraft des Intellekts und somit dem geistlichen Wirken Gottes widersteht (vgl. 1.Korinther 1,21).
 
1.Korinther 1,21:
21 Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.
 
In einem geistlichen Kontext gesprochen, bewirkt der Geist der Kontrolle große Müdigkeit mit dem Ziel die Wahrheit Gottes in einem Gläubigen daran zu hindern an einen höheren Ort von Offenbarung zu gelangen (vgl. Apostelgeschichte 12,6).
 
Apostelgeschichte 12,6:
6 Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis.
 
Der höhere Ort der Offenbarung
 
Der höhere Ort der Offenbarung trägt dazu bei, dass das geschriebene Wort Gottes (Anm.: griech. „lọgos“) zu einem gesprochenen Wort Gottes (Anm.: „rhēma“) in der jeweiligen Situation wird.
 
Anhand der Präsenz des hellen Lichts (Anm.: Engel => symbolisierend in diesem Kontext den Geist der Weisheit und Offenbarung) und dessen Begleitung von Petrus, der sich mit dem Gürtel umgürtete (Anm.: Symbol für Wahrheit; vgl. Epheser 6,14a), nun Schuhe an seinen Füßen trug (Anm.: Symbol für die Präsenz des Friedens; vgl. Epheser 6,15) und mit seinem Mantel bekleidet war (Anm.: Symbol für die ihm von Gott zugeteilte Salbung), wurde Petrus zur offenbarenden Wahrheit mit Kraft und Frieden für die betenden Heiligen im Haus von Maria.
 
Das Licht der offenbarenden Wahrheit in Petrus intensivierte sich, weil er zuerst auf die „erste Liebe“ traf (Anm.: „Rhode“ bedeutet „Rose“ => „erste Liebe“; vgl. Apostelgeschichte 12,8.12-13).
 
Apostelgeschichte 12,8.12-13:
8 Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir! …
12 Und als er sich besonnen hatte, ging er zum Haus Marias, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele beieinander waren und beteten.
13 Als er aber an das Hoftor klopfte, kam eine Magd mit Namen Rhode, um zu hören, wer da wäre.
 
Es ist die „erste Liebe“, die mit dem hellen Licht und dem hohen Ort verbunden ist, weil es im Sendschreiben an die Gemeinde zu Ephesus heißt, auf die erste Liebe zu achten, um auf diese Weise den Leuchter davor zu bewahren aus seiner hohen Position zu fallen (vgl. Offenbarung 2,4-5).
 
Offenbarung 2,4-5:
4 Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt.
5 So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust.
 
Zu den Zeitpunkten, wenn Gott die Wahrheit seines Wortes in uns an einen höheren Ort bringen möchte, bleibt es nicht aus, dass wir mit Herausforderungen und Prüfungen konfrontiert sind. Wenn wir jedoch auf die von Gott gesandte Hilfe achten, wird plötzlich das, was unmöglich scheint möglich (vgl. Lukas 18,27).
 
Lukas 18,27:
27 Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
 
Das hat zur Folge, dass sich die Wahrheit, die wir bereits in uns tragen in einem größeren Lichteinfluss der Gegenwart Gottes befindet, so dass die Wahrheit in ihrer Intensität zunimmt und sogar in einer neuen Facette sichtbar wird, die wir auf diese Weise noch nicht kennen.
 
Es verhält sich ähnlich wie zur Zeit von Jesus als er nachdem er von den Toten auferstand, sich in seinem Auferstehungsleib über 40 Tage auf unterschiedliche Weise offenbarte (vgl. Apostelgeschichte 1,3).
 
Apostelgeschichte 1,3:
3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.
 
Hierbei erschien Jesus Christus verschiedenen Personen in folgenden Facetten:
 
  1. Maria Magdalena (vgl. Markus 16,9; Johannes 20,11-17) => Jesus Christus als Bräutigam (Maria sah Jesus als Gärtner, der ein Ausdruck des Liebhabers aus dem Hohelied ist. (vgl. Johannes 20,14-16 i.V.m. Hohelied 4,12-16; Hohelied 5,1; Hohelied 6,2-3)
  2. den anderen Frauen – Maria, die Mutter des Jakobus, Salome, Johanna (vgl. Matthäus 28,8-10) => Jesus als der Auferstandene (vgl. Matthäus 28,9-10)
  3. Petrus (vgl. 1.Korinther 15,5) => das leere Grab als ein Zeichen für Jesus Christus den Auferweckten (vgl. Johannes 20,6-7)
  4. den zwei Emmaus Jüngern (vgl. Markus 16,12-13; Lukas 24,13-32) => Jesus Christus als der wahre Rabbi/Lehrer (vgl. Lukas 24,13-32)
  5. den zehn Aposteln im Haus von Jerusalem ohne Thomas (vgl. Lukas 24,36-43; Johannes 20,19-24) => Jesus als Gekreuzigter und Auferstandener
  6. den elf Aposteln inklusive Thomas (vgl. Johannes 20,26-29) => Jesus Christus als Geber des Glaubens
  7. den sieben Jüngern am See Tiberias, wo Jesus ein Fischfangwunder tat (vgl. Johannes 21,1-14) => Jesus Christus als himmlischer Vater und Geber der übernatürlichen Versorgung sowie als der Eine, der wiederherstellt (vgl. Johannes 21,5.15-17)
  8. den fünfhundert Männern und den elf Jüngern auf dem Berg von Galiläa (vgl. Matthäus 28,16-20; Markus 16,15-18; 1.Korinther 15,6) => Jesus Christus als der kraftvolle Eine und Befehlshaber (vgl. Matthäus 28,18-20)
  9. seinem Halbbruder Jakobus (vgl. 1.Korinther 15,7) => Jesus Christus als der Erste unter vielen Brüdern (vgl. Römer 8,29)
  10. seinen Jüngern in Jerusalem (vgl. Lukas 24,44-49; Apostelgeschichte 1,3-8) => Jesus Christus als das erfüllte Wort Gottes (vgl. Lukas 24,44-49)
Nach diesen übernatürlichen Begegnungen fuhr Jesus Christus auf dem Ölberg vor den Augen seiner Jünger in den Himmel.
 
Die verschiedenen Facetten Jesu als der Auferstandene
 
Es ist anhand der oben genannten übernatürlichen Begegnungen ersichtlich, dass einige Personen Jesus Christus nicht erkannten, obwohl sie ihn viele Jahre begleiteten und zu ihm eine persönliche Beziehung hatten.
 
Das ruft uns als Volk Gottes dazu auf, dass wir unseren Geist und Sinn erneuern müssen, um in der Lage zu sein, Jesus Christus in unserer Zeit zu erkennen, wie er uns begegnet und zu uns spricht, um aus uns heraus unsere Umwelt mit Licht zu erfüllen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm