Was für ein neues Jahr und eine neue Zeit, in die wir gerade eingetreten sind! Halte fest an deinem Glauben, denn uns steht ein ziemlich wilder Ritt bevor. Denk daran: Während wir nun lernen, in dieser Zeit der Wunder im Geist zu wandeln, müssen wir zur genau rechten Zeit am genau richtigen Ort sein. Gott ist uns vorangegangen und hat alles vorbereitet. Wir müssen einfach sehen, was Er uns sehen lassen möchte, dann handeln, wie Er es uns aufträgt zu tun, und aussprechen, was Er uns sagt, dass wir sagen sollen. Sein Reich wird in Kürze auf außergewöhnliche Art und Weise sichtbar werden.
 
Der Mann am „Tor der rechten Zeit“
 
In Apostelgeschichte 3 lesen wir die Geschichte von einem Mann, den Petrus heilt. Ich habe mich oftmals gefragt, warum Jesus an diesem bestimmten Mann, der Heilung brauchte, vorüberging. Im Zuge der Jahre Seines Dienstes ist Er dutzende Male an ihm vorübergegangen und hat ihn nicht geheilt. Dieser ist einer der wenigen Menschen, die Jesus nicht heilte. Es gab sogar Zeiten, in denen die Menschenmassen zu Jesus kamen, um geheilt zu werden. Das bedeutet Abertausende. Die Bibel sagt uns, dass Er sie alle heilte. So habe ich mich gefragt, warum Er dann gerade an diesem Mann vorbeigehen und ihn nicht heilen würde. Ich bin mir sicher, auch die Jünger machten sich darüber Gedanken. Der Grund dafür ist – Jesus hob dieses Wunder für den richtigen Zeitpunkt auf. Jesus wusste, dass die frühe Kirche dieses Wunder brauchen würde. Das ganze Volk wusste, wer dieser Mann war. Jedermann musste drei Mal im Jahr für die Feste nach Jerusalem gehen. Dieser Mann war strategisch platziert und von Gott souverän an dem Ort, wo er war, positioniert worden. Er saß am Schönen Tor, was auch mit „Tor der rechten Zeit“ übersetzt werden kann. Er befand sich an einem unübersehbaren Platz und in einem solch erbarmungswürdigen Zustand, dass die meisten jener, die an ihm vorbeigingen, ihm im Laufe der Jahre wahrscheinlich ein oder zwei Münzen zugeworfen hatten. Eines Tages ging Petrus vorüber und etwas war anders. Es war Zeit. Es war Zeit für ein Wunder, das die Aufmerksamkeit des ganzen Volkes erlangen würde. Man kann theologisch herumstreiten soviel man will, aber wenn ein 47 Jahre alter Mann mit verrenkten Gliedmaßen, der in seinem ganzen Leben noch nie gelaufen ist, geheilt wird, dann fällt das auf.
Muskeln bildeten sich, die Gliedmaßen wurden geradegebogen, Gelenke zusammengefügt. Die Koordination kam und es war kein monatelanges Training notwendig, um Laufen zu lernen. Er ging umher und sprang und war völlig verändert. Tausende Menschen sahen es. Innerhalb kürzester Zeit wusste die ganze Stadt davon. 5000 Menschen wurden errettet, als er lief und sprang und Gott die Ehre gab! Die Kirche war in ein neues Zeitalter eingetreten. In genau so einer Zeit befinden auch wir uns jetzt.
 
Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher!Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf; da wurden sogleich seine Füße und seine Knöchel fest, und er sprang auf und konnte stehen, lief umher und trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott.Und alles Volk sah, wie er umherging und Gott lobte.Und sie erkannten auch, dass er derjenige war, der um des Almosens willen an der Schönen Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit Verwunderung und Erstaunen erfüllt über das, was mit ihm geschehen war. Apostelgeschichte 3,6-10 Schlachter
 
Gib Ihm 15 Minuten im Gebet:
 
  • Freue dich und juble, denn wir sind in ein Jahr der rechten Zeit und in eine Ära der rechten Zeit mit Wundern der rechten Zeit eingetreten!
  • Lies Apostelgeschichte 3.
  • Bitte Gott, deinen Glauben zu mehren.
  • Was musst du sehen, damit du hinunterlangen kannst, um es zu ergreifen, damit es auf wunderbare Weise geradegebogen werden kann? Erkenne es und befiehl ihm, aufzustehen und in Jesu Namen geheilt zu sein!
  • Sprich: „In diesem Zeitalter werden außergewöhnliche Wunder zu einer außergewöhnlichen Seelenernte führen.“

Ein Gebet, das wir beten können:

Vater, danke für dieses Wunder-volle neue Jahr! Dies wird kein gewöhnliches Jahr werden. Es ist ein Jahr der rechten Zeit, um eine Ära der rechten Zeit einzuleiten. Es ist Zeit, hinunterzulangen und den Mann am Tor der rechten Zeit zu ergreifen. Es ist Zeit für Wunder der rechten Zeit. Es ist Zeit für Wunder, die so übernatürlich sind, so tiefgehend und unglaublich, dass sie die Aufmerksamkeit der Massen auf sich ziehen. Diese werden Zeichen und Wunder sein, wie wir sie selten zuvor gesehen haben, doch nun in größerem Maß kommen werden. Lass ein Wunder zu tausenden Errettungen an einem Tag werden. Wenn es in Apostelgeschichte 3 geschehen ist, kann es auch heute noch geschehen.
 
So viele von uns haben Situationen gesehen, von denen wir wissen, dass sie Gottes Wunder-volles Eingreifen notwendig haben, doch wir sind an ihnen vorübergegangen sozusagen. Wir haben sie zurückgelassen und uns gefragt, was wir mit ihnen tun sollen. HERR, Du sagst jetzt, dass die Stunde nun gekommen ist. Wir sagen, wir sind bereit, das Ding hoch und in eine neue Form zu ziehen – setze neue Formen und Kreativität frei! Es ist Zeit für eine neue Form. Lass nicht zu, dass wir Dich und Deine Wege in Frage stellen. Lass uns einfach den Glauben haben, um zu handeln, wenn Du sagst „Jetzt!“ Schenke uns diese heilige Kühnheit, die Du in Petrus gelegt hast und die auch uns dazu bewegt, hinunterzugreifen und zu sagen: „Im Namen Jesu Christi von Nazareth, steh auf und geh!“ Du wirst vieles geradebiegen. Physische Körper und Denkweisen werden geheilt werden, aber auch Systeme und Strukturen werden geradegebogen werden. Kreative „Reich Gottes“ Ideen und Strategien werden Krummes und Verworrenes in diesem Land ersetzen. Im Wunder-vollen Namen Jesu proklamieren wir, dass dies so ist. Amen.
 
Proklamation für heute: Sich vervielfältigende Wunder formieren sich gerade! Zieh sie im Glauben in Existenz!
 
Dutch Sheets
 
Übersetzung: Karin Meitz

PROPHEZEIT AM 17. JANUAR 2020 | 20. TEBETH 5780, NAJOTH BERLIN – SPANDAU
 
Die neue Dekade ist kein Zeitrahmen von Enttäuschung, sondern von göttlicher Verabredung und Salbung!
Da ist die Gegenwart des „Flusses“, der von Johannes auf Jesus Christus hinweist, weil es um die abnehmenden „Dinge“ geht, die auf das Größere in Christus verweisen (vgl. Johannes 3,30)!
Es geht um die Gunst Gottes, die die Verheißung absichert, spricht der Geist des Propheten!
Die Zeit des eigenen Abmühens und Ringens hat sich dem Ende geneigt, so dass du deine neue Identität in Christus erkennst, bei der die Qualität der Gemeinschaft mit Gott zunimmt und du Seine väterliche Führung erkennst (vgl. Markus 3,16-17)!
Du gehst auf neue Weise voran, was dazu führt, dass du tiefere Einblicke in die Offenbarungsbereiche Gottes erhältst, die dich den Plan des Vaters auf neue Weise sehen lassen (vgl. 1.Mose 32,31-32)!
Du verlässt einen Ort, um an den nächsten Ort mit Jesus Christus einzutreten! Es ist der Ort, der mit intensivierter geistlicher Beziehung verbunden ist!
Dein Verständnis verwandelt sich in Kraft, weil eine neue Sphäre der Kommunikation Gottes dein Leben berührt, spricht der Geist des Propheten!
Es ist die Kraft des Atems Gottes, der in sich eine Frage trägt, die dir gestellt wird, um dir zu offenbaren, wo du stehst und wie du handelst (vgl. 1.Mose 3,8-9 i.V.m. 1.Könige 19,12b-13)!
Da sind die Söhne „Kalebs“, die aus dem „Westen“ kommen und mit einem neuen Klang vorangehen, der eine neue Bewegung innerhalb der Verheißung zur Folge hat!
Es sind die Söhne Gottes, die Augen haben zu sehen und Ohren besitzen, um zu hören (vgl. 4.Mose 14,6-8.24 i.V.m. Jesaja 32,3)!
Es geht um das Unerwartete, das plötzlich aufgrund von Hingabe und Glauben eintrifft!
Da ist eine böse Präsenz, die plötzlich weichen muss, um den Weg für die Freiheit zu öffnen, weil sich die „Brotkrümel“ unter der abdeckenden Gemeinschaft mit dem Gott Israels befinden (vgl. Matthäus 15,22-28)!
Da sind göttliche Begegnungen mit Menschen, die zu anfangs gering erscheinen, jedoch plötzlich zur Freiheit führen und die Kraft des Glaubens offenbaren!
Es kommt von außen, um nach innen zu wirken und die Gemeinschaft der Heiligen zu stärken!
Kann aus Kanaan etwas Gutes kommen? Und der HERR spricht: „Es geht um die Verheißung (vgl. 2.Mose 6,4 i.V.m. 4.Mose 13,2)!“
Achte darauf, dass du dich mit deiner von Gott gegebenen Identität im Rahmen des Löwen von Juda aufhältst, um das zu sprechen, was der Löwe brüllt (vgl. Amos 3,8 i.V.m. Offenbarung 5,5)!
Bewege dich mit der Gegenwart Jesu in dir an den von Gott für diese Zeit vorherbestimmten Ort!
Da ist Jesus Christus als „Neugeborenes“ in „Ägypten“, denn es geht um Schutz und Freisetzung (vgl. Hosea 11,1 i.V.m. Matthäus 2,13-15)!
Da ist Jesus Christus in Jerusalem, denn es geht um Heimsuchung, Weisheit und die Regierung Gottes!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Johannes 3,30:
30 Er (Anm.: Jesus Christus) muss wachsen, ich (Anm.: Johannes der Täufer) aber muss abnehmen.
 
Markus 3,16-17:
16 Und er setzte die Zwölf ein und gab Simon den Namen Petrus; 17 weiter: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne; …
 
1.Mose 32,31-32:
31 Und Jakob nannte die Stätte Pnuël; denn, sprach er, ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet.
32 Und als er an Pnuël vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte.
 
1.Mose 3,8-9:
8 Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten.
9 Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?
 
1.Könige 19,12b-13:
… 12b Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
13 Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle.
 
4.Mose 14,6-8.24:
6 Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider 7 und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Israeliten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist sehr gut.
8 Wenn der HERR uns gnädig ist, so wird er uns in dies Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt. …
24 Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen, …
 
Jesaja 32,3:
3 Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr blind sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerken.
 
Matthäus 15,22-28:
22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt.
23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass sie doch gehen, denn sie schreit uns nach.
24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
25 Sie aber kam und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!
26 Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
27 Sie sprach: Ja, Herr; aber doch fressen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde.
 
2.Mose 6,4:
4 Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land, in dem sie Fremdlinge gewesen sind.
 
4.Mose 13,2:
2 Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will, aus jedem Stamm ihrer Väter je einen Mann, lauter Älteste.
 
Amos 3,8:
8 Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HERR redet, wer sollte nicht Prophet werden?
 
Offenbarung 5,5:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
 
Hosea 11,1:
1 Als Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn, aus Ägypten; …
 
Matthäus 2,13-15:
13 Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des HERRN dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir es sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.
14 Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten 15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der HERR durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (vgl. Hosea 11,1): „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Als Volk Gottes treten wir mit Jesus Christus zu bestimmten Zeitfenstern in Zeitabschnitte ein, in der sich die Dinge intensivieren und Gott gemäß unserer zugeteilten Verantwortung einen weiteren Schritt von uns fordert.
 
Dieser Schritt beinhaltet in erster Linie ihm näher zu kommen. Diese Annäherung hat eine stärkere Gegenwart Gottes zur Folge und trägt in sich eine Dreifaltigkeit von Licht (vgl. Jakobus 4,8a i.V.m. Jesaja 60,1).
 
Jakobus 4,8a:
8a Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. …
 
Jesaja 60,1:
1 Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!
 
Jesus näher kommen
 
Die Entscheidung sich Gott zu nähern hat zum Ergebnis, dass man selbst im Licht der Wahrheit zunimmt. Die leuchtende Präsenz der Sohnschaft sowie der Vaterschaft Gottes dient dazu, dass diese einen persönlich ummantelt bzw. abdeckt.
 
Das offenbarende Licht der Herrlichkeit des Vaters hat seinen Sitz im Land der Lebenden und bezeugt das kommende Geschehen, auch wenn es durch die gegenwärtigen Glaubenssysteme nicht verstanden wird.
 
Der Einfluss von Gottes offenbarendem Licht ist die Bewegung, die aus seinem Thronsaal kommt.
Es ist die Bewegung der Kerubim, die Blitzen entspricht und die aus dem Geistbereich in den Geist derer einwirkt, die sich mit dem HERRN in Treue voranbewegen.
 
Gottes Gegenwart beinhaltet sein lebendiges Licht, das unter anderem den Bereich erleuchtet, wo wir als Heilige in der Lage sind seine Wahrheit als offenbarende Wahrheit zu erkennen (vgl. Psalm 36,10).
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Um in dieser offenbarenden Wahrheit zu wandeln, ist es erforderlich in der Liebe zu Gott, zu sich selbst und zu dem Nächsten zu leben und demnach Beziehung zuzulassen (vgl. Matthäus 22,36-39).
 
Matthäus 22,36-39:
36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. (vgl. 5.Mose 6,5)
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (vgl. 3.Mose 19,18)
 
Der Wandel in der ersten Liebe entspricht dem hohen Ort, wo sich das Licht des siebenfältigen Geistes Gottes (vgl. Jesaja 11,2) bewegt, der mit der ersten Liebe verwoben ist, was anhand der Ermahnung von Jesus Christus deutlich wird, die er zur Gemeinde von Ephesus sprach (vgl. Offenbarung 2,4-5).
 
Offenbarung 2,4-5:
4 Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt.
5 So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust.
 
Das Leben in der Liebe Gottes
 
Es ist die Liebe Gottes (Anm.: griech. „agạpē“), in der es gilt uneingeschränkt zu leben, was demnach beinhaltet, dass man in der Liebe zu seinem Nächsten lebt. Die Liebe zum Nächsten trägt zur Einheit bei, so dass die Salbung Gottes in den Bereich der kooperativen Priesterschaft (Anm.: Beziehung zu Gott, dem Vater) innerhalb des Leibes Jesu fließt.
 
Daraus resultiert, dass die Priesterschaft auf neue Weise leuchtet und der gegenwärtige Segen und das Leben Gottes offenbar wird (vgl. Psalm 133).
 
Psalm 133:
1 Von David, ein Wallfahrtslied.
Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!
2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, 3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions!
Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.
 
Wenn wir uns in der Liebe Gottes als Heilige zueinander bewegen resultiert daraus, dass Menschen in der Welt beginnen den Standard der wahren Nachfolge Jesu zu erkennen. (vgl. Johannes 13,35).
 
Johannes 13,35:
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Im Zusammenhang mit dieser reinen Liebe (Anm.: griech. „agạpē“) der Heiligen zueinander und der daraus resultierenden Einheit kommt dem Sendschreiben an die Gemeinde (Anm.: griech. „ekklēsịa“ => Gemeinschaft von Heiligen – die Herausgerufenen) zu Philadelphia eine besondere Bedeutung zu (vgl. Offenbarung 3,7-8a).
 
Offenbarung 3,7-8a:
7 Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auftut, und niemand schließt zu, der zuschließt, und niemand tut auf: 8a Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; …
 
Der Name der Region „Philadelphia“ bedeutet übersetzt „Bruderliebe“ und ist ein Hinweis auf die Wichtigkeit der Liebe und Einheit der Gläubigen in Christus zueinander. Diese wahrhaftige und reine göttliche Liebe zueinander berechtigt unter anderem in die geistlichen Dimensionen des Geheimnisses in Christus einzutreten.
 
Der rechtmäßige Eintritt in diese geheimen/mysteriösen Dimensionen trägt zu größerer Offenbarung in Form von Weisheit und Erkenntnis bei (vgl. Kolosser 2,2-3).
 
Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
An diesen geistlichen Orten agiert der HERR auf neue Weise, indem er beginnt uns in unserer persönlichen geistlichen Identität zu stärken, die mit der geistlichen Substanz von offenbarender Wahrheit in Form von Erkenntnis einhergeht. Damit ist ebenfalls eine Intensivierung in der Nachfolge zu Jesus Christus verbunden.
Das wird deutlich anhand der Einsetzung von Simon (Anm.: bedeutet „Erhörung“) durch Jesus, indem er ihm den Namen Petrus (Anm.: bedeutet „Fels“) gab (vgl. Markus 3,16).
 
Markus 3,16:
16 Und er setzte die Zwölf ein und gab Simon den Namen Petrus; …
 
Der Jünger Simon wechselte vom Bereich der „Antwort“ in den Bereich der „Substanz“ der offenbarenden Wahrheit Gottes, die durch den „Fels“ repräsentiert ist (vgl. Matthäus 16,16-18).
 
Matthäus 16,16-18:
16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen (Anm.: diese Offenbarungserkenntnis) will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.
 
Durch diese Offenbarungserkenntnis wurde Petrus zu einer Person mit einem geistlichen Mandat, der berechtigt war geistlichen Zugang zu gewähren oder zu verwehren (vgl. Matthäus 16,19).
 
Matthäus 16,19:
19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.
 
Treue Nachfolge und die Identitätserweiterung
 
Anhand dieses Ereignis ist deutlich zu erkennen, wie entscheidend es ist, Jesus Christus in Treue nachzufolgen und die Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater persönlich zu pflegen, so wie es Jesus in Bezug auf das Gebet sagte (vgl. Matthäus 6,6).
 
Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.
 
Das Kämmerlein, von dem Jesus sprach, war das kleine einfache Vorratshaus, das sich neben dem Bauernhaus befand und bei geschlossener Tür vollkommen dunkel war. Es war somit ein Ort der Geheimnisse Gottes, in der sich der Vater auf die Weise dem Beter offenbarte, wie er es beabsichtigte zu tun.
 
Dieser dunkle Ort kann auch mit der dunklen Wolke der Herrlichkeit Gottes verglichen werden, die Salomo erlebte und in die Mose auf den Berg Horeb (Anm.: Sinai) hineinging, um mit Gott zu sprechen und ihn zu sehen (vgl. 1.Könige 8,10-12; 2.Mose 24,15-18).
 
1.Könige 8,10-12:
10 Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, 11 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
 
2.Mose 24,15-18:
15 Als nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg, 16 und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebenten Tage erging der Ruf des HERRN an Mose aus der Wolke.
17 Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Israeliten.
18 Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
 
Wenn wir die persönliche Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater pflegen und in der Sohnschaft Jesus Christus nachfolgen sowie in der göttlichen Liebe zueinander leben, kommt es ebenfalls zu neuen Berufungen in Christus Jesus. Diese beinhalten eine Erweiterung der Identität sowie geistliche Zusammenschlüsse, bei denen es keinen Raum für konkurrierendes (Anm.: sich vergleichen) Denken gibt.
 
Seine Berufung bzw. Erweiterung der Identität bringt die jeweiligen Heiligen unter ein Banner zusammen, was deutlich in der Berufung von Jakobus und Johannes wird, die Jesus Christus bei ihrer Einsetzung auch „Boanerges – Donnersöhne“ nannte (vgl. Markus 3,17).
 
Markus 3,17:
… 17 weiter: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne; …
 
Ihre Berufung macht deutlich, dass es wichtig ist an der Verheißung in Christus festzuhalten (Anm.: Jakobus; vgl. Offenbarung 2,25) und sich in der Gnade des Gottes Israels (Anm.: Johannes; vgl. Titus 2,11-14) voranzubewegen.
 
Offenbarung 2,25:
… 25 doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.
 
Titus 2,11-14:
11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.
 
Es sind die „Donner Gottes“, die die Kraft seiner Stimme offenbaren und seine Geheimnisse beinhalten. Diese Donner, wenn sie sich in der Struktur der sieben Donner manifestieren, tragen die Heiligkeit seines offenbarenden Wortes in sich, weshalb es nicht erlaubt ist, diese in eine untere geistliche Ebene zu transferieren (vgl. Offenbarung 10,3-4 i.V.m. Matthäus 7,6; Daniel 10,7).
 
Offenbarung 10,3-4:
… 3 und er (Anm.: der starke Engel) schrie mit großer Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre Stimme.
4 Und als die sieben Donner geredet hatten, wollte ich es aufschreiben. Da hörte ich eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreib es nicht auf!
 
Matthäus 7,6:
6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.
 
Daniel 10,7:
7 Aber ich, Daniel, sah dies Gesicht allein, und die Männer, die bei mir waren, sahen es nicht; doch fiel ein großer Schrecken auf sie, sodass sie flohen und sich verkrochen.
 
Weiterhin hat diese uneingeschränkte Nachfolge zu Jesus Christus sowie der Wandel in seinem Triumph am Kreuz in der Liebe Gottes und in der Einheit zueinander zur Folge, dass man zu einer unterstützenden Kraft im Tempel Gottes wird. Das wird darin erfüllt, dass man in eine Identität in Christus hineinwächst, die mit hoher Verantwortung (Anm.: Zunahme von anvertrauter Verantwortung) einhergeht, was mit der Identität des himmlischen Vaters, seines Regierungssitzes und der neuen Identität Christi verbunden ist (vgl. Offenbarung 3,12).
 
Offenbarung 3,12:
12 Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen.
 
Eine „Säule“ bzw. „Pfeiler“ gemäß Offenbarung 3,12 zu sein bedeutet in einem geistlichen Kontext, dass man es versteht im Auftrag Gottes die geistlichen Dimensionen zu verbinden und zueinander hin abzusichern, so ähnlich wie Jakobus, Kephas (Anm.: Petrus) und Johannes es taten, die als Säulen der Jerusalemer „ekklēsịa“ angesehen wurden (vgl. Galater 2,9).
 
Galater 2,9:
… 9 und da sie die Gnade erkannten, die mir gegeben war, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, dass wir unter den Heiden, sie aber unter den Juden predigen sollten, …
 
Der Aufgabencharakter der überirdischen Säulen ist vergleichbar mit einer beratenden Funktion.
Säulen besitzen eher die Funktion, die mit Unterstützung sowie Administration von Weisheit und Erkenntnis einhergeht, weil sie die jeweiligen „Dinge“, mit denen sie verbunden sind, stützen und aufrechterhalten.
 
Das Loslassen der Zeit der Vergangenheit
 
Wenn wir mit Christus Jesus weiter vorangehen, ist es unabdingbar, dass wir die vergangene Zeit, die wir mit ihm erlebt haben, gehen lassen, um in der Lage zu sein, das Neue, das der HERR uns zuteilt in Empfang zu nehmen. Hierbei ist es erforderlich, dass wir nicht vergessen, was er Gutes getan hat, jedoch auf dem aufbauen und zugleich seinem Geist erlauben, das in dieser Zeit hervorzubringen, was er hervorbringen möchte (vgl. 5.Mose 4,9 i.V.m. Psalm 103,2).
 
5.Mose 4,9:
9 Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun …
 
Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …
 
Es verhält sich ähnlich wie zur Zeit Adams und Abrahams als der HERR einen tiefen Schlaf auf sie kommen ließ und das hervorbrachte bzw. kommunizierte, was er in Existenz bringen wollte (vgl. 1.Mose 2,21-22; 1.Mose 15,12.17-21).
 
1.Mose 2,21-22:
21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch.
22 Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.
 
1.Mose 15,12.17-21:
12 Als nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram, und siehe, Schrecken und große Finsternis überfiel ihn. …
17 Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da war ein rauchender Ofen, und eine Feuerflamme fuhr zwischen den Stücken hin.
18 An dem Tage schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben von dem Strom Ägyptens an bis an den großen Strom Euphrat:19 die Keniter, die Kenasiter, die Kadmoniter, 20 die Hetiter, die Perisiter, die Refaïter, 21 die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgaschiter, die Jebusiter.
 
Die Bereitschaft unserer Herzen, sich ihm zu nähern und nahen zu lassen, bringt erst die erforderliche Treue in uns hervor, die uns in der Liebe und Wahrheit, welche Gott selbst ist, leben sowie anderen seine Herrlichkeit bezeugen lässt.
 
Erst wenn wir aus der gereiften Haltung, aufrichtig und frei von Selbstgerechtigkeit im treuen Umgang mit Verantwortung die uns anvertraute Autorität ergreifen, wachsen wir in unserer Kapazität mehr von seiner Herrlichkeit zu tragen. Diese Zunahme von Kapazität in Treue, die aus Nähe hervorgebracht ist, ermöglicht erst das Voranbringen des Königreiches, das ihn als den König der Könige offenbart und kein Ansehen in der Welt sucht.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm