Jedes Mal, wenn der HERR ein Vollmaß von Zeit abschließt, befinden wir uns als sein Volk kurz vorher in einer Phase des Übergangs, die mit Herausforderung einhergeht.

Was ist ein Übergang?

=> Ein Übergang ist der Ort des „Hinüberwechselns“.
Als Gläubige in Jesus Christus sind wir in den Bund Abrahams eingebettet. Abram, der Hebräer, war einer, der in andauernden Übergängen lebte.
Das Wort „Hebräer“ heißt „’ābar“ und bedeutet unter anderem „Hinüberwechseln“. Deshalb sind wir ein bluterkauftes, erlöstes Volk, das immer wieder neu zum nächsten Ort des Sieges hinüber wechselt. Ein Übergang ist auch eine Wegstrecke von einem Zustand, einer Etappe, einer Angelegenheit, oder einem Platz zum nächsten!

Weiterhin ist ein Übergang der Wechsel innerhalb einer Bewegung, Entwicklung von einer Form, einem Stadium, einer Art zur nächsten. Ein Übergang kann auch eine Veränderung im Klang oder eine musikalische Überleitung von einem Stück zum anderen beinhalten.

Die meisten Veränderungen im Leib Jesu beginnen mit einer Umwandlung in der Anbetungsdynamik eines jeweiligen Gläubigen. Darüber hinaus ist ein Übergang ein abrupter Wechsel im Energiestatus, der mit dem Verlust oder der Zunahme von einer einzigen Energiemenge einhergeht.

In Phasen, wenn Gott neue Kraft und Macht in das Leben seiner Heiligen freisetzt, kommt es zu großen Veränderungen. Die Kraft Gottes scheint sehr oft den gewohnten Wandel der jeweiligen Heiligen durcheinander zu bringen. Es ist bedeutend, dass wenn man sich in solch einer Veränderungsphase befindet, es lernt mit dem HERRN Schritt zu halten. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug des Gebetsbriefes vom März 2007 von Chuck D. Pierce.)

Eine solche Herausforderung während eines Übergangs wird z.B. anhand der Bibelstelle aus Johannes 20,19a.26a-b deutlich, wo davon berichtet wird, dass sich die elf Jünger Jesu nach dem Tod Jesu miteinander im Raum eines Gebäudes versammelten. Aufgrund des religiösen Drucks von außen hielten sie die Türen verschlossen.

Johannes 20,19a.26a-b:
19a Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden (Anm.: religiösen Führern), …
26a-b Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, …

Die elf Jünger Jesu befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einem Übergang (Anm.: repräsentiert durch die Zahl 11) in eine neue Zeit, weil sie sich bereits im ersten Tag der neuen Woche befanden, der das Ereignis der Auferstehung Jesu in sich trug.

Dieser neue Tag trug dazu bei, dass sich Jesus Christus in Auferstehungskraft seinen elf Jüngern als der „Zwölfte“ offenbarte, indem er trotz verschlossener Türen plötzlich in ihrer Mitte stand (vgl. Johannes 20,19b).

Johannes 20,19b.26b-c:
… 19b kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! …
… 26b-c Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch!

Daraus wird deutlich, dass es für Heilige in der Phase des Übergangs ratsam ist mit gleichgesinnten Gemeinschaft zu haben sowie die Tür (Anm.: Zugang des Herzens) vor den Einflüssen des Feindes und besonders vor dem Einfluss des religiösen Geistes zu schließen. Daraus resultiert Schutz für die Gemeinschaft der Heiligen und die Wahrung des lebendigen Glaubens, der eine wahrhaftige Beziehung zum himmlischen Vater durch Jesus Christus im Heiligen Geist beinhaltet (vgl. Matthäus 6,6 i.V.m. Matthäus 18,20).

Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.

Matthäus 18,20:
20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Was ist der religiöse Geist?

=> Bei dem religiösen Geist handelt es sich um eine dämonische Macht, die mit aller Gewalt den Veränderungsprozess der Gemeinde Jesu stoppen will. Dieses Vorgehen bzw. dieser Angriff wird durch den religiösen Geist durch alle Zeitalter hindurch verübt. Wenn man die buchstäbliche Bedeutung von Religion betrachtet, bedeutet das Wort „über göttliche Dinge nachzudenken“.

Weiterhin hat das Wort „Religion” drei Bedeutungen im Wort Gottes: äußere religiöse Taten, wie Gebet und zur Kirche zu gehen; das Gefühl von absoluter Abhängigkeit; die Befolgung von moralischen Gesetzen als eine göttliche Institution.

Jakobus 1,26-27 definiert „Religion” vom christlichen Standpunkt aus:

„Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.”

Religion ist mit Anbetung verbunden und wenn sie rein ist, ist sie sehr kraftvoll. Wie auch immer, Religion ist auch definiert als ein organisatorisches System von Doktrin mit einem geringwertigen Verhaltensmuster.

Das bedeutet, dass von dem Anbeter gefordert wird, dass sein Verhalten eine richtige Form von Anbetung zu demonstrieren hat. Das ist meistens der Moment, wo wir uns von reiner und unbeschmutzter Religion in ein Ritual hineinbewegen. Dämonen von Doktrinen rauben durch institutionelle Regeln und Vorschriften über Anbetung Menschen ihre Freiheit den heiligen Gott in Reinheit zu anbeten.

Der religiöse Geist widersteht besonders der apostolischen und prophetischen Salbung, weil Dämonen jede von Gott eingegebene Offenbarung und deren pionierendes Wesen für die Gemeinde bzw. das Volk Gottes hassen.

Sie widerstehen den Gaben im Leib Christi, die offenbarende Freiheit zu den Gliedern des Leibes bringen. Sie versuchen die Offenbarungen der Apostel und Propheten zu steinigen, weil ihre offenbarenden Worte, Gottes Fundament in der Gemeinde Jesu für dieses Zeitalter etablieren.

1.Korinther 12,28 legt eine Ordnung von regierenden Gaben in der Gemeinde Jesu für den Sieg in der Welt fest. Diese Ordnung ist:

Apostel und Propheten.

Religiöse Geister versuchen sich der Ordnung Gottes sowie seiner eingeleiteten Veränderung zu widersetzen.
Es ist der Geist Gottes, der den Gedanken und Gedankenprozessen von Menschen dabei behilflich ist, Veränderung auf der Erde umzusetzen. Es ist jedoch der fleischliche Verstand des Menschen, der sich dem entgegenstellt und in Feindschaft mit Gott ist (vgl. Galater 5,17).
 

Galater 5,17:
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.

Religiöse Geister versuchen strategisches Denken für die Zukunft zu blockieren. Sie können Menschen in eine Routine bringen, oder in einen Trott, so dass sie nicht in eine Veränderung der heutigen Methoden, die mit Sieg verbunden sind, hineingehen wollen.

Im Neuen Testament, sollten die Jünger des HERRN eine Offenbarung darüber haben wie er ist, wer sie sind und wer ihre Feinde waren. Durch Jesus Christus bekamen die Pharisäer bzw. Schriftgelehrten die Wahl, sich entweder der göttlichen Natur des Sohnes Gottes entgegenzustellen oder sich nach Jesus auszurichten. Es oblag ihnen, entweder die Regeln von Anbetung an der Stelle einzuhalten, wo Verhaltensänderungen in Anbetung stattfanden oder anzufangen im Geist und in der Wahrheit anzubeten.

Somit bedeutet Religion in diesem Kontext ein Wissen über Gott aber keine Beziehung mit ihm. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein sinngemäßer Teilauszug aus dem Buch „Gottes Jetzt-Zeit für dein Leben”, Seite 113-116 von Chuck D. Pierce, ISBN: 0-8307-3834-7)

Die Freisetzung des inneren Friedens

Da sich Jesus Christus der Situation des Übergangs seiner Jünger und ihrer inneren Unruhe bewusst war, erschien er direkt in ihrer Mitte als der endgültige Sieger (Anm.: Gekreuzigte) und Auferstandene (Anm.: Ende und Beginn => Alpha und Omega). Hierbei sprach er bei seinem ersten Erscheinen im verschlossenen Raum ihrem inneren Menschen (Anm.: Seele und Geist) zweimal den „Shalom – Frieden“ zu. Als Jesus seinen Jüngern nach acht Tagen (Anm.: Symbol für Neubeginn) inklusive Thomas erschien, setzte er den „Shalom – Frieden“ für den Leib der Jünger frei, so dass sie auf dreifaltige Weise (Anm.: Geist, Seele und Leib) für die neue Zeit gesegnet waren. Die Begründung liegt darin, weil es Thomas war, der von Jesus Christus aufgefordert wurde, seine Wundmale an den Händen und in seiner Seite zu berühren.

Das hebräische Wort „Shalom“ bedeutet soviel wie „Vollständigkeit, Ganzheit, Gesundheit, Friede, Wohlergehen, Schutz, Zuverlässigkeit, Stille, Erfolg, Perfektion, Fülle, Ruhe, Harmonie, die Abwesenheit von Hetze und Uneinigkeit“ (vgl. Johannes 20,20-22).

Johannes 20,20-22:
20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.
21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!

Jesus kam mit dem neuen Tag der Woche, um die Übergangsphase der Jünger und ihre damit verbundene innere Unruhe/Angst abzuschließen bzw. zu beenden.

Auf die Weise wie das Jahr zwölf Monate hat und der zwölfte Monat eines jeden Jahres das Jahr abschließt, kann man in einem prophetischen Kontext davon sprechen, dass ein Zeitzyklus abgeschlossen wurde, um einen neuen Zeitzyklus des Geistes zu eröffnen.

Der himmlische Vater in der Facette des Allmächtigen und Jesus Christus sind der Beginn und das Ende von temporärer Zeit, was bedeutet, dass sie die Zeitspanne unseres Lebens sind und es somit abdecken (vgl. Offenbarung 1,8; Offenbarung 22,13 i.V.m. 5.Mose 30,20).

Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

Offenbarung 22,13:
13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

5.Mose 30,20 (Neue Jerusalemer):
20 Liebe den HERRN, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. Er ist die Länge deines Lebens, das du in dem Land verbringen darfst, von dem du weißt: Der HERR hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen, es ihnen zu geben.

Durch die Präsenz von Jesus Christus in dem verschlossenen Raum mit seinen Jüngern wird ersichtlich, dass er durch sein gesprochenes Wort sowie seine Gegenwart die Seele und den Geist seiner Jünger stärkte (Anm.: repräsentiert durch das zweimal gesprochene „Shalom“), da es heißt, dass sie voll Freude waren als sie ihn sahen.
Und es ist die Freude am HERRN, die mit Stärke verbunden ist (vgl. Nehemia 8,10b).

Nehemia 8,10b:
… 10b Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.

Inmitten des verschlossenen Raums wurde Jesus Christus für seine Jünger zum Zugang (Anm.: Tür) in den neuen Bereich und die neue Zeit des Geistes, was die „Smaragd-Gegenwart“ des himmlischen Vaters beinhaltet, die mit ewiger Regierungsherrschaft einhergeht (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Offenbarung 4,2-3; Epheser 2,6; Offenbarung 3,21).

Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: grün).

Epheser 2,6:
… 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …

Offenbarung 3,21:
21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.

Während Jesus Christus als der Auferstandene seinen Jüngern inneren Frieden und Stärke gab, erhielten sie von ihm zugleich den neuen apostolischen Auftrag (Anm.: Sendungsauftrag) in einer verschlüsselten Form und wurden von seinem Auferstehungsatem berührt.
Jesus sagte in diesem Moment nicht jedem einzelnen seiner Jünger spezifisch, was deren Auftrag war, sondern ließ sie wissen, dass sie als Söhne Gottes gesandt waren, wie er vom Vater gesandt war.

Fazit

=> Somit wird deutlich, dass die Phase eines Wechsels ein Aufhören, ein zu Ende gehen oder ein Sterben von Etwas beinhaltet. Dadurch kann viel Verwirrung entstehen. Der Zustand von Verwirrung ist für eine gewisse Zeit in Ordnung, denn es ist die Phase, um die Dinge im Leben neu zu ordnen.

Es ist wichtig, dass sich die kognitiven Prozesse (Anm.: Gehirn, Denkprozesse) des im Übergang befindlichen betreffenden Gläubigen den neuen Ideen und Änderungen in dessen Umfeld anpassen.
Hierbei geschieht es, dass alte Bollwerke zerbrechen oder sich hartnäckig weigern den Gläubigen ganz loszulassen. Deshalb ist es in solchen Übergangsphasen notwendig, darauf fokussiert zu sein, sich weiter mit dem HERRN vorwärts zu bewegen.

Dennoch kann es hierbei vorkommen, dass man nicht richtig weiß, wie man sich vorwärts bewegen soll, trotzdem trägt man in sich die innere Gewissheit, nie mehr ins Alte zurückkehren zu wollen.
Wenn man diese Phase im Zentrum des Willens Gottes durchlaufen hat, wird letztendlich der Übergangsort des Neuen sichtbar!
Es ist entscheidend, eine feste Zuversicht in Jesus Christus zu besitzen, um weiterzugehen und mit ihm am neuen Ziel anzukommen.

Die Verwandlung der Phase von Traurigkeit in die Phase der Freude

Psalm 126,6 macht z.B. deutlich, dass aus einer Phase der Traurigkeit eine Zeit der Freude und Ernte werden kann.

Psalm 126,6:
6 Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Das bedeutet, dass es zu einer Zeit im Leben des Gläubigen kommt, in der die Gefangenschaft zerbricht und selbst wenn der Same aus dem Korb des betreffenden Gläubigen in mancherlei Weise geraubt wurde, dieser zu ihm zurückkommt und Frucht bringt.

Wenn man geweint hat, wird Freude ins Leben kommen. Wenn man gegeben hat, so wird man Wachstum erleben. Wenn man gepflanzt hat, dann werden die Dinge wachsen.

Wichtig ist, nicht müde zu werden Gutes zu tun, denn zu seiner Zeit wird die Ernte kommen, wenn man nicht ermattet. Dann wird Freude die Sorgen überwiegen! <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug des Gebetsbriefes vom März 2007 von Chuck D. Pierce.)

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Da wir in Kürze, das biblische Jahr 5779 und die Dekade von „Ajin“ abschließen (Anm.: am Abend des 29.09.2019), was dazu überleitet, dass wir als Volk Gottes in das biblische Jahr 5780 eintreten, das eine neue Dekade eröffnet, möchte ich auf die Bedeutung des Übergangs sowie der damit verbundenen Anforderung eingehen.
Die folgende Botschaft beruht auf einer Lehre von Lance Wallnau mit dem englischen Titel „How to Keep from Sabotaging Your Own Transition“.
 
Daniel Glimm
CRAZYCHRISTIANS
 
Die Herausforderung des Übergangs
 
Eine der Herausforderungen des Übergangs besteht darin, zu verstehen, wie man eine Phase oder Stufe des Lebens verlassen und in die nächste eintreten kann. Auch Jesus wurde in der Wüste geprüft, als er in seinen Dienst ging und später auch auf intensivere Weise in Gethsemane, bevor er sein Leben schließlich für die Menschen am Kreuz hingab.
Es sollte einem klar sein, dass man in strategischen Zeiten des Übergangs sehr verwundbar ist. Wenn man sich in Zeiten des Übergangs befindet, ist es ratsam sich folgende Fragen zu stellen:

In welcher Facette meiner von Gott gegebenen Identität in der ich bisher noch nie gelaufen bin, soll ich jetzt wandeln?

Was ist die Aufgabe, die ich zu tun habe, die ich bisher noch nie umgesetzt habe?
 
Und die letzten Fragen führen uns zu dem Punkt, in welcher Facette uns Gott in diesem Zusammenhang erscheint.

Wer wird Gott für mich in dieser Zeit sein, der er noch nie zuvor für mich gewesen ist?
 
Auf welche(n) Aspekt(e) Gottes sollte man sich beziehen?
 
Um diese Fragen zu beantworten, sollen uns folgende Punkte dienen:
 
1. Man sollte Bereiche von sich selbst kennenlernen, die noch nie zuvor entwickelt wurden.
Wenn man in einen Übergang eintritt, bei dem sich die Phase des Lebens verändert, sollte man auf neue Weise auftreten. Das bedeutet, dass man alles, was man je gelernt und getan hat mit einbeziehen sollte. Dadurch trainiert man neue „Muskeln“ (Anm.: im Sinne von Befähigung), ein neues Bewusstsein und erforscht neue Bereiche.
 
Dieser Prozess ist die Erweiterung des eigenen authentischen Selbst. Es ist die von Gott gegebene Identität auf einer ganz neuen Ebene. Darüber hinaus begibt man sich an einen neuen Aufenthaltsort, an dem man noch nie konstant präsent war. Deshalb bleibt es nicht aus, dass man sich während eines Übergangs innerlich herausgefordert fühlt.

2. Weiterhin ist es erforderlich, dass man sich inmitten des Übergangs dem Widerstand der geistlichen Kräfte stellt. Beim Eintritt in die Zeit des Übergangs bleibt es nicht aus, dass die geistliche Welt versuchen wird, alte Muster gegen einen zu verwenden, um einzuengen bzw. zu blockieren.
 
Es verhält sich ähnlich wie mit Israel, bei der die ältere Generation versucht hat, in das verheißene Land zu gelangen. Es gab eine sehr reale Abgrenzung zwischen ihrem Aufenthaltsort und ihrem von Gott verheißenen Bestimmungsort. Erst nachdem das Volk Israel den Wechsel (Anm.: der Leitung und Generation) vollzogen hatte, sollte sich ein neuer Anfang ergeben.
 
Was war es, das diesen Übergang verhinderte?
 
Es waren die alten Gewohnheiten, die nicht in der Wüste starben!
 
Was wartete auf sie?
 
Ein Land der prophetischen Verheißungen, ihr verheißenes Land.
 
Wie versucht der Teufel, Gläubige in Christus vom Übergang abzuhalten?
 
Er tut das vor allem, indem er äußeren Widerstand aus irgendeiner Quelle aktiviert, die auf seine böse Absicht ausgerichtet ist. Dies könnte politischer, rechtlicher oder sogar okkulter Natur sein. Aber das ist keine einfache Option für den Widersacher und erfordert eine Menge Ressourcen.
 
Es ist Satans bevorzugtes Ziel, dass man sich selbst disqualifiziert. Er wird seine Pfeile persönlich auf einen richten. Hierbei verwendet er gegen einen die eigene Geschichte, die alten Muster, die alten Ängste und die alte sündhafte Natur. Und hinzukommt, dass genau zu solchen Zeiten des Übergangs es vorkommt, dass uns Menschen begegnen, die man in diesen Phasen meiden sollte.
 
Jesus ermahnte seine Jünger „zu wachen“. Dieses Wort „zu wachen“ beinhaltet, das zu beobachten, was in uns hervorkommt und auch, was sich in unserer Umgebung um uns herum abzeichnet.
 
Jesus ist voller Erbarmen mit uns in unserer Zeit des Kampfes. Das ist der Grund, warum er seine Jünger anwies zu beten; denn „der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ (vgl. Matthäus 26,41).
 
Matthäus 26,41:
41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
 
Diese Aussage Jesu kann auch übersetzt werden als: „Dein Geistmensch will die richtige Sache tun aber deine Emotionen und ungeübten Sinne überwältigen deinen Geist.
Dein natürlicher Mensch ist schwach. Wenn du es vernachlässigst zu beten (Anm.: wahre Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater zu haben), wirst du ängstlich und eingeschüchtert sein, was dazu führt, dass du vor den Umständen wegrennen möchtest.
Deshalb, ist es weise, sich von nichts abhalten zu lassen, das den Übergang betrifft! Hierbei gilt es zu beobachten, was in einem persönlich geschieht und was im eigenen Umfeld vor sich geht.

Aufgrund dessen sollte man sich folgende Fragen persönlich stellen:

Gehe ich in eine neue Phase hinein?
Welche Taktiken benutzt der Widersacher, um mich von meiner Verheißung fernzuhalten?
Auf welche Worte des HERRN stütze ich mich, um meinen Sieg zu erhalten?
 
Möglicherweise ist dir die Thematik des Übergangs bisher nicht vollständig bewusst gewesen, aber jetzt ist es wichtig mit geöffneten Augen offen für die Bedeutung der Zeit des Übergangs zu sein. (Anm.: Diese Botschaft beruht auf einer Lehre von Lance Wallnau mit dem englischen Titel „How to Keep from Sabotaging Your Own Transition“.)
 

Einleitung

In den Evangelien sprach Jesus Christus von der Kraft des Glaubens im Zusammenhang mit der Versetzung eines Berges (vgl. Markus 11,23).

Markus 11,23:
23 Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: Heb dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass geschehen werde, was er sagt, so wird es ihm geschehen.

Jesus machte diese Aussage in Bezug auf die Kraft des Glaubens und des Gebetes.
Ich möchte das folgende Wort dazu gebrauchen, um auf die Versetzung des Berges im Glauben in Verbindung mit der Versetzung von Zeit einzugehen.

Die Spitze von Zeit

Da der Beginn eines jeden neuen biblischen Jahres mit der Spitze eines Berges verglichen werden kann, weil jeder zeitliche Anfang im hebräischen mit dem Wort „rō`š“ beginnt, was unter anderem „Spitze eines Berges oder Felsens“ bedeutet, möchte ich auf die Bedeutung von vergangener Zeit eingehen und wie man die dort gemachten Erfahrungen richtig im Leben einordnet.
Hierbei sind Lebenserfahrungen gemeint, die gute und herausfordernde Erlebnisse beinhalten, welche wichtig für unser weiteres Leben in der Zukunft mit Gott sind (vgl. Römer 8,28).

Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

Die Erinnerung an das Gute

Lebenserfahrungen, die von widrigen Umständen geprägt sind, können zu einem Zeugnis beitragen, wenn Gott diesbezüglich helfend eingreift.
Das Wort Gottes macht deutlich, dass man das Gute, was Gott einem tut, nicht vergessen sollte (vgl. 5.Mose 4,9 i.V.m. Psalm 103,2).

5.Mose 4,9:
9 Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun …

Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …

Der Grund für den Aufruf des Nichtvergessens des Guten liegt darin, weil Gott, der Gott der Zeitalter ist und sich danach sehnt, dass wir als sein Volk, die erlebten Zeiten in seiner geistlichen „Gegenwart“ richtig einordnen (vgl. Daniel 7,9 i.V.m. Offenbarung 1,8).

Daniel 7,9:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.

Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.

Gott, der da IST, der da war und der da kommt!

Aus Offenbarung 1,8 ist zu entnehmen, das Gott IST, war und kommt. Es heißt dort nicht, dass Gott war, ist und kommt. Da Gott Geist ist, bedeutet diese Aussage, dass es Gottes Verlangen für uns ist, dass wir nicht die Vergangenheit in unserem Leben an vorderster Stelle einordnen, sondern in seinem geistlichen „ISTSTATUS => ICH BIN“ wandeln und von dort aus die Zeiten betrachten.

Für Gott ist der Zeitraum der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft nicht tot, sondern vollkommen lebendig, weil er als der „ICH BIN – JAHWE“ alle Zeiten ausfüllt und umschließt.
Das bedeutet, dass der Wandel in ihm das Voranschreiten in allen Zeiten im Geist und in der Wahrheit sowie in seiner Königs-/ und Regierungsherrschaft umfasst (vgl. Kolosser 3,1-3).

Kolosser 3,1-3:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.

Das Meer und das Ende einer Zeitspanne

Das hebräische Wort, das für „Meer“ im Wort Gottes verwendet wird, ist => „jām“ und bedeutet auch „Westen“. Es weist auf die Richtung des Wassers hin, weil der Westen im Zusammenhang mit großen Wasserkörpern wie den Meeren oder den der Ozeane verbunden ist.
Der Westen ist die Richtung der untergehenden Sonne, die ein Hinweis auf das Ende von Dingen, eines Tages oder einer Zeitspanne ist. <= (Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 582)

Gemeinsam mit der Worterklärung zum Begriff „Meer“ wird deutlich, dass die richtige Einordnung von Zeit und der siegreiche Abschluss der Vergangenheit durch Jesus Christus in unserem Leben vonnöten ist. Das hat zur Folge, dass wir Kraft aus der vergangenen Zeit erhalten, während wir uns in unserer Gegenwart an die in der Vergangenheit stattgefunden Eingriffe Gottes erinnern und sie mit der offenbarenden Wahrheit des Wortes Gottes in unserer Gegenwart für unsere Zukunft umschließen. Daraus resultiert, dass wir unser Zeitmaß der Vergangenheit wie einen Berg erkennen, der vom Wasser des Meeres umschlossen ist, was mit der Kraft seines offenbarenden Wortes und seinem Segen verbunden ist, so dass wir mit Gott, dem himmlischen Vater in den neuen Tag eintreten (vgl. Epheser 5,26-27; Lukas 12,54 i.V.m. Jesaja 43,19a; 2.Korinther 5,17).

Epheser 5,26-27:
… 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.

Lukas 12,54:
54 Er sprach aber zu der Menge: Wenn ihr eine Wolke aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr gleich: Es gibt Regen. Und es geschieht so.

Jesaja 43,19a:
19a Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht? …

2.Korinther 5,17:
17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

Nach biblischem Verständnis sind Heilige, die sich des Königs-/ und Priestertums in Christus Jesus bewusst sind, autorisiert „Berge“ in unterschiedlichen „Charakterformen“ zu versetzen. Sie besitzen die Kraft jeden Umstand zu entheben und für den Dienst an Gott im Bereich der offenbarenden Wahrheit wieder einzusetzen.
Wenn man aus der Perspektive des Königs-/ und Priestertums Jesu sieht, ist man befähigt, selbstbewusst und aufrecht in Zuversicht und Standfestigkeit vor dem Thron der Gnade zu stehen und die neue Zeit aus den Händen des himmlischen Vaters in Empfang zu nehmen (vgl. Hebräer 4,16).

Hebräer 4,16:
16 Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.

Gott möchte, dass uns der Sieg Jesu aus dem vergangenen Jahr auch im neuen Jahr wie ein im Meer stehender Berg als Zeugnis begleitet, um uns in herausfordernden Situationen zu ermutigen, seinen Sieg anzuwenden, damit wir am Ende dieser Zeit einen neuen Berg als Zeugnis ins Meer versetzen können.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm