Gottes Verlangen ist es, dass wir als sein Volk unsere Beziehung in der Sohnschaft Jesu mit dem himmlischen Vater in einen geistlichen Bereich bringen, der mit höherer Qualität verbunden ist.
 
Das Verlassen des Hauses
 
Dieser Vorgang der Versetzung der Beziehung in einen höheren Bereich von Qualität kommt dem Verlassen des Hauses durch Jesus Christus gleich, der sich als er auf der Erde lebte aus dem Haus an den See Genezareth begab, um von dort in das Boot zu steigen und sich darin zu setzen (vgl. Matthäus 13,1-3).
 
Matthäus 13,1-3:
1 An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an den See.
2 Und es versammelte sich eine große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
3 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. …
 
In einem prophetischen Kontext betrachtet, steht das Haus für die geistliche intime Beziehung mit dem himmlischen Vater, die ihren Sitz im Geist und in der Wahrheit hat (vgl. Johannes 4,24).
 
Johannes 4,24:
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Jesus Christus sprach in Bezug auf die Kommunikation (Anm.: Gebet) mit dem himmlischen Vater, dass diese mit einem verschlossenen Raum verbunden ist und demnach eine Verbindung zum Haus gezogen werden kann (vgl. Matthäus 6,6).
 
Matthäus 6,6:
6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir es vergelten.
 
Die neue Entwicklungshase in Christus
 
Wenn wir es als Volk Gottes gelernt haben im Geist und in der Wahrheit unsere persönliche Zeit mit dem himmlischen Vater in Christus Jesus zu pflegen, lässt er uns in eine neue Entwicklungsphase eintreten.
 
Diese ist damit verbunden, unsere Beziehung mit dem Vater an die Öffentlichkeit zu bringen, was beinhaltet, dass wir seine Liebe (Anm.: griech. „agạpē“) vor den Menschen reflektieren, indem wir darin zueinander leben, damit die Welt erkennt, dass wir uns in der Sohnschaft Christi aufhalten und ihm nachfolgen (vgl. Johannes 13,34-35).
 
Johannes 13,34-35:
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Die Liebe Gottes ist eine ewige Liebe, die die Liebe im Geist umfasst und die ihren Sitz darin hat, dass Gott, der Vater seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt hat (vgl. Johannes 3,16).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt (Anm.: griech. „agapạō“), dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Weiterhin trägt die Liebe Gottes das Sohnverhältnis Jesu zum Vater in sich.
 
Die geistliche Liebesbeziehung mit dem himmlischen Vater im „Haus“ hat zur Folge, dass wir uns in der Liebe zu Gott aufhalten und dadurch befähigt sind, uns in gesunder Weise selbst zu lieben, um dann unseren Nächsten lieben zu können (vgl. Matthäus 22,37-40).
 
Matthäus 22,37-40:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (vgl. 5.Mose 6,5).“
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (vgl. 3.Mose 19,18).“
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
 
Wenn wir das gelernt haben, führt uns Jesus Christus in seiner Sohnschaft in einen öffentlichen Bereich, der mit dem tiefer Hineingehen in die Verheißung unserer Vorväter verbunden ist. Darin beginnen wir, die Stimme Gottes stärker wahrzunehmen, die wie das Rauschen vieler Wasser ist (vgl. 1.Mose 22,17 i.V.m. Hesekiel 1,24; Offenbarung 1,15b).
 
1.Mose 22,17:
… 17 will ich dein (Anm.: Abraham) Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen; …
 
Hesekiel 1,24:
24 Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …
 
Offenbarung 1,15b:
… , 15b und seine (Anm.: Jesu) Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Das Element des Wassers
 
Es ist das Element des „Wassers“, das eine wichtige Bedeutung bei der Freisetzung des offenbarenden Lichtes Gottes trägt und mit der Kraft seines Wortes verbunden ist (vgl. Epheser 5,26b)
 
Epheser 5,26b:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, …
 
Nicht umsonst trat Jesus in der Region Sebulon und Naphtali auf, um dort den Menschen die offenbarende Wahrheit des himmlischen Vaters zu übermitteln (vgl. 1.Mose 1,2-5 i.V.m. Matthäus 4,13-16; Johannes 12,49).
 
1.Mose 1,2-5:
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Matthäus 4,13-16:
13 Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, 14 damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (vgl. Jesaja 8,23; Jesaja 9,1): 15 „Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“
 
Johannes 12,49:
49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll.
 
Der neue Aufenthaltsort Jesu
 
Es kommt vor allem darauf an, dass wir uns als sein Volk in der Sohnschaft Jesu voranbewegen und an den neuen Ort gehen, an dem sich Jesus Christus als Sohn Gottes bereits aufhält.
 
Jesus Christus möchte uns durch die Führung seines Heiligen Geistes in eine tiefere Ebene der Gegenwart des himmlischen Vaters führen. Das ist der Grund, warum sich Jesus nicht am Ufer niederließ, sondern ins Boot stieg und sich darin setze, um auf den See zu fahren und von dort aus in der Rätselsprache des Vaters in der Form von Gleichnissen zu den am Ufer stehenden Menschen zu sprechen.
 
Jesus erkannte den kooperativen Zusammenschluss von Menschen, die hungrig und durstig nach mehr von Gott waren, so dass er sich weiter von ihnen „entfernte“, um ihnen die Möglichkeit zu geben in das Zentrum des himmlischen Vaters einzutreten.
 
Das Zentrum des himmlischen Vaters beinhaltet mit Jesus Christus an die himmlischen Orte versetzt zu sein, um mit ihm zu regieren.
 
Jesu ewige Regierung ist unter anderem mit dem Thron Gottes auf dem kristallenen Meer und vielen anderen geistlichen Regierungsbewegungen und Manifestationen verbunden (vgl. Epheser 2,6; Kolosser 3,1 i.V.m. Offenbarung 4,2-6).
 
Epheser 2,6:
… 6 und er (Anm.: Gott, der Vater) hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …
 
Kolosser 3,1:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
 
Offenbarung 4,2-6:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Das Sitzen Jesu und das Stehen des Volkes
 
Es heißt in Matthäus 13,2, dass sich Jesus im Boot (Anm.: bestehend aus Holz) setzte und die Menschen am Ufer standen (vgl. Matthäus 13,2).
 
Matthäus 13,2:
2 Und es versammelte sich eine große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
 
Dieser Vorgang ist ein Hinweis auf die ewige Regierungsherrschaft Jesu, weil Jesus Christus der König der Könige ist und ein König sitzend von seinem Thron aus regiert. Es ist Jesus Christus, der sich als Sohn zur Rechten Gottes setze, nachdem er den Triumph am grünen Holz (Anm.: Kreuz) etabliert hatte (vgl. Markus 16,19 i.V.m. Lukas 23,31).
 
Markus 16,19:
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
 
Lukas 23,31:
31 Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?
 
Das Weitergehen Jesu
 
Die Begründung, warum es manchmal den Anschein hat als würde sich der Herr Jesus in bestimmten geistlichen Entwicklungsphasen von uns entfernen, ist lediglich ein Hinweis darauf, dass er weitergeht, um seine Stimme ertönen zu lassen und uns dadurch in der Nachfolge zu aktivieren, damit wir am nächsten Teilziel unserer Bestimmung ankommen (vgl. Johannes 10,27 i.V.m. Micha 2,13).
 
Johannes 10,27:
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; …
 
Micha 2,13:
13 Er wird als ein Durchbrecher vor ihnen heraufziehen; sie werden durchbrechen und durchs Tor hinausziehen, und ihr König wird vor ihnen hergehen und der HERR an ihrer Spitze.
 
Die unbedingte Nachfolge hat zum Ergebnis, dass wir in einer intensiveren Gegenwart Gottes stehen und seine Geheimnisse empfangen sowie in dem Verständnis der Königreichswirtschaft zunehmen (Anm.: Saat und Ernte; vgl. Matthäus 13,3).
 
Matthäus 13,3:
3 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen.
 
Hierbei ist es kein Zufall, dass die Region von Sebulon mit dem gleichnamigen Stamm verknüpft ist. Dieser ist der Stamm, welcher seinen Sitz am Meer hat und gemeinsam mit dem Stamm Issaschar den Reichtum des Meeres sowie die Schätze im Sand hervorholt (vgl. 1.Mose 49,13 i.V.m. 5.Mose 33,18-19).
 
1.Mose 49,13:
13 Sebulon wird am Gestade des Meeres wohnen und am Gestade der Schiffe und reichen bis Sidon.
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issaschar, freue dich deiner Zelte.
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Der Aufenthaltsort Jesu auf dem Boot und der Aufenthaltsort des Volkes Israel am Ufer des Sees Genezareth weisen auf den Reichtum und die Schätze hin, die in Jesus Christus verborgen liegen (vgl. Kolosser 2,3).
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Jesus Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Das Weitergehen in der Beziehung
 
Wenn wir bereit sind der Stimme Jesu und seiner Gegenwart zu folgen, hat das zum Ergebnis, dass wir tiefe Offenbarungserkenntnis erhalten, die dazu führt, dass unsere Worte ein stärkeres Gewicht bekommen. Sie erhalten Durchschlagskraft und können Hindernisse aus dem Weg räumen.
 
Das hat zur Folge, dass dort, wo wir es dem Heiligen Geist erlauben Worte in unsere Herzen zu pflanzen, neues Gedeihen hervorkommt, so dass wir die Früchte/Ernte in der von Gott bestimmten Zeit hervorbringen, um ein Segen zu sein.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Anhand der Bibelstelle aus Sprüche 25,2, die erklärt, dass es Gott eine Ehre ist, eine Sache zu verbergen, es jedoch die Ehre von Königen ist, eine Sache zu erforschen, offenbarte mir der Heilige Geist das Prinzip der Zugangsberechtigung zu dem Bereich der Geheimnisse Gottes.

Sprüche 25,2:
2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der Könige Ehre ist es, eine Sache zu erforschen.

Die Grundvoraussetzung, um die Geheimnisse Gottes erforschen zu können, besteht darin, dass man sich als Mensch selbst in Christus Jesus gestorben ist und nicht mehr nach seinen eigenen Vorstellungen lebt (vgl. Galater 2,20).

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Das hat zur Folge, dass Jesus Christus durch seinen Heiligen Geist in einem wohnt und somit sein Blut das Königtum und die Priesterschaft aktiviert (vgl. Offenbarung 1,5-6).

Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Diese göttliche Aktivierung bedeutet, dass man in der Stellung des Königtums Christi steht, um mit Zuversicht vor den Thron der Gnade zu treten und die Geheimnisse Gottes zu offenbaren (vgl. Hebräer 4,16a).

Hebräer 4,16a:
16a Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, …

Hierbei sind die Adressaten dieser Geheimnisse Menschen, die ein reines Herz haben und das ehren, was Gott spricht (vgl. Matthäus 7,6).

Matthäus 7,6:
6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen.

Um in den Bereich der Geheimnisse Gottes einzutreten, ist es unausweichlich, wie Mose durch den Bereich der dunklen Wolke zu gehen. Dies erfordert und beinhaltet, dass man persönlich im Glauben in dem Opfer von Jesus Christus lebt und sich darin vor Gott bewegt.

Darüber hinaus sollte man sich im Klaren darüber sein, wenn man in den Bereich der Geheimnisse Gottes als König in Christus eintreten möchte, man sich bereits über einen gewissen Zeitraum der Schulung des Heiligen Geistes hingegeben haben sollte. Darin erst reift man in dem Verständnis weiterhin und in allen Umständen unter seiner Führung zu wandeln, weil der Weg zu den Geheimnissen Gottes mit dem Ungewissen verbunden ist, der unser volles Vertrauen und Ehrfurcht Gott gegenüber voraussetzt.

Es ist der Heilige Geist in Form von offenbarender Wahrheit, der allein in alle Wahrheit führt (vgl. Johannes 14,16-17a).

Johannes 14,16-17a:
16 Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: 17a den Geist der Wahrheit, …

Und es die Furcht des HERRN, die der Beginn von Weisheit und Erkenntnis ist, die in Christus Jesus verborgen liegen (vgl. Psalm 111,10; Sprüche 1,7a i.V.m. Kolosser 2,3).

Psalm 111,10:
10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.

Sprüche 1,7a:
7a Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. …

Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.

Gottes Interesse ist es, Dinge zu verhüllen

Das in Sprüche 25,2 verwendete hebräische Wort für „Ehre“ ist „kābôd“ und steht unter anderem mit der „schweren Herrlichkeit/Majestät Gottes“ in Verbindung, weshalb es kein Zufall ist, dass David in Psalm 18 beschreibt, dass Gott die Finsternis ringsum zu seinem Zelt macht und in schwarzen, dichten Wolken verborgen ist. Auch sein Sohn König Salomo sprach von der Gegenwart Gottes im Dunkeln (vgl. 1.Könige 8,12 i.V.m. 2.Mose 20,21). (Anm.: Die in kursiv geschriebenen Worte basieren auf einer Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Ehre – kābôd“ mit der Wortschlüsselnummer: 3593.)

Psalm 18,12:
12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.

1.Könige 8,12:
12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.

2.Mose 20,21:
21 So stand das Volk von ferne, aber Mose nahte sich dem Dunkel, darinnen Gott war.

Das macht deutlich, dass es im Interesse Gottes liegt, Dinge (Anm.: Wahrheiten) zu verhüllen, die die Tiefen seines Wesens betreffen.

Das ist unter anderem auch die Begründung dafür, dass Jesus Christus in Gleichnissen bzw. Rätseln zu den Menschen sprach und bestimmten Personen zu bestimmten Zeitpunkten verbot, die Wahrheit über ihn bzw. seine Taten offenbar zu machen (vgl. Matthäus 13,10-15 i.V.m. Markus 5,43; Markus 7,36; Markus 8,30).

Matthäus 13,10-15:
10 Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht.
14 Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (vgl. Jesaja 6,9-10): „Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen.
15 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt: Ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.“

Markus 5,43:
43 Und er gebot ihnen streng, dass es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.

Markus 7,36a:
36a Und er gebot ihnen, sie sollten es niemandem sagen. …

Markus 8,30:
30 Und er gebot ihnen, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.

Die zwei Kräfte von Herrlichkeit und die Zentrierung in der Herrlichkeit Gottes

Es sind zwei Kräfte von Herrlichkeit, die gemäß Sprüche 25,2 aktiv sind, um Dinge zu Geheimnissen zu machen und wiederum diese Dinge als Geheimnisse zu dem von Gott gesetzten Zeitpunkt zu offenbaren.

Gottes Herrlichkeit bewegt sich von oben nach unten (Anm.: in Form von Verhüllung), wobei sich die Herrlichkeit seiner Söhne auf Erden in der Königsherrschaft Jesu von unten nach oben bewegt (Anm.: in Form von Aufdeckung).

Diese zwei Herrlichkeitskräfte sowie deren Bewegung können ebenfalls mit den zwei aus purem Gold bestehenden Kerubim auf der Deckplatte der Bundeslade und ihren nach oben ausgestreckten Flügeln, gleichgesetzt werden (Anm.: wie im Himmel so auch auf der Erde reflektiert; vgl. Hebräer 8,5).

Hebräer 8,5:
5 Sie dienen aber nur dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er die Stiftshütte errichten sollte (vgl. 2.Mose 25,40): „Sieh zu“, sprach er, „dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist.“

Gottes Herrlichkeit beinhaltet seine schwere abdeckende Gegenwart, die Dinge verhüllt, die Gott als seine Geheimnisse betrachtet.

Um diese schwere Herrlichkeit Gottes berühren zu dürfen, bedarf es in der Sohnschaft Christi als mündige Könige zu agieren, um zu wissen, zu welchem Zeitpunkt man berechtigt ist, die von Gott zugeteilte Kraft von Herrlichkeit dazu zu gebrauchen, seine Geheimnisse bzw. Wahrheit für diese Zeit vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt zu offenbaren (vgl. Epheser 3,8-10).

Epheser 3,8-10:
8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; 10 damit jetzt kundwerde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.
 

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Wichtigkeit der Zentrierung in der Herrlichkeit des Wesens Gottes eingehen. Es ist notwendig ein richtiges Verständnis über die Ordnung der Herrlichkeit Gottes zu erhalten und dementsprechend aus diesem Bereich agieren zu können.

Diesbezüglich wurde ich an den goldenen Krug, der das Manna beinhaltete, die zwei auf beiden Seiten durch den Zeigefinger Gottes beschriebenen Steintafeln sowie den grünenden Stab Aarons erinnert, die von Mose auf die Anweisung Gottes hin in die Bundeslade gelegt wurden (vgl. Hebräer 9,4-5a).

Hebräer 9,4-5a:
4 Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Himmelsbrot und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes.
5a Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die überschatteten den Gnadenthron. …

Zu diesem Zeitpunkt als Gott Mose anwies, das Manna vor bzw. in der Bundeslade aufzubewahren, war diese noch nicht hergestellt. Das bedeutet, dass die Ordnung über die Herrlichkeit Gottes und seinen Gnadenthron in dieser Form noch nicht im Sichtbaren unter dem Volk Israel etabliert war, weshalb sich das Manna über einen gewissen Zeitraum in einem goldenen Krug befand.

Dieser goldene Krug (Anm.: ein rundes Gefäß) wartete unter die abdeckende Ordnung der Herrlichkeit Gottes (Anm.: Bundeslade => rechteckiges Gefäß) zu kommen. In diesem Kontext weist die runde Form des goldenen Krugs auf die Liebesbeziehung in Christus und die rechteckige Form der Bundeslade auf die Ordnung bzw. das Prinzip der Herrlichkeit Gottes hin.

Die Bundeslade war aus Akazienholz gefertigt und mit purem Gold überzogen, wobei die Deckplatte aus purem Gold bestand, aus der zwei Kerubim herausgearbeitet wurden, deren Flügel sich nach oben hin ausbreiteten, so dass diese repräsentativ den Gnadenthron bedeckten und ihre Angesichter einander zugewandt waren (vgl. 2.Mose 25,10-21).

2.Mose 25,10-21:
10 Macht eine Lade aus Akazienholz; zwei und eine halbe Elle soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe.
11 Du sollst sie mit feinem Gold überziehen innen und außen und einen goldenen Kranz an ihr ringsherum machen.
12 Und gieß vier goldene Ringe und tu sie an ihre vier Ecken, sodass zwei Ringe auf der einen Seite und zwei auf der andern seien.
13 Und mache Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold 14 und stecke sie in die Ringe an den Seiten der Lade, dass man sie damit trage.
15 Sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden.
16 Und du sollst in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde.
17 Du sollst auch einen Gnadenthron machen aus feinem Golde; zwei und eine halbe Elle soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite.
18 Und du sollst zwei Cherubim machen aus getriebenem Golde an beiden Enden des Gnadenthrones, 19 sodass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an jenem, dass also zwei Cherubim seien an den Enden des Gnadenthrones.
20 Und die Cherubim sollen ihre Flügel nach oben ausbreiten, dass sie mit ihren Flügeln den Gnadenthron bedecken und eines jeden Antlitz gegen das des andern stehe; und ihr Antlitz soll zum Gnadenthron gerichtet sein.
21 Und du sollst den Gnadenthron oben auf die Lade tun und in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde.

Das Manna

Jesus Christus ist das Brot/Manna, das aus dem Himmel gekommen ist (vgl. Johannes 6,32-35a).

Johannes 6,32-35a:
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35a Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. …

Das Manna, das durch Mose im goldenen Krug aufbewahrt wurde, repräsentiert jeden Menschen, der Jesus Christus in seinem Leben aufgenommen hat und ihm uneingeschränkt nach den biblischen Prinzipien folgt. Es ist das Verlangen des himmlischen Vaters, dass sich jeder Gläubige in Christus in der Ordnung seiner Herrlichkeit zentriert und dort aus der ewigen Sohnschaft als König regiert.

Gottes Ordnung in Bezug auf seine Herrlichkeit ist verwoben mit dem Manna, den zwei Steintafeln und dem grünenden Stab Aarons, was ein Hinweis darauf ist, dass man als Gläubiger diese drei Bereiche ehrt.

Diese Bereiche hier repräsentiert stehen für:

1. die Beziehung in Christus Jesus,
2. das Leben im Wertemaßstab Gottes,
3. das Leben im Verständnis unter der apostolischen Führung Gottes in einem selbst, welche man in das Zentrum von Gottes herrlichem Wesen bringt, was mit seiner Ordnung und seinen Prinzipien verknüpft ist.

Wenn man demnach die Geheimnisse Gottes in der Reife als König (Anm.: unter dem König der Könige) hervorbringen möchte, ist es notwendig, dass man eigene Vorstellungen ablegt über wie Gott ist oder wie er zu handeln hat, sondern darin lebt, wer man in Christus ist (vgl. Galater 2,20).

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Die rechteckige Kammer der Bundeslade

Das macht die dunkle rechteckige Kammer in der Bundeslade deutlich, die den Tod und das Leben in Christus bedeutet, um im Glauben berechtigt als Geistwesen im Bereich des Gnadenthrons zu agieren. Daraus resultiert, dass die Geheimnisse Gottes unter der abdeckenden Präsenz seiner Kerubim (Anm.: bedeutet „Glanzerscheinung, Blitzesleuchten“ => Herrlichkeit => rechteckiger Schatten kreiert durch die Flügel der Kerubim) von denen offenbart werden, die sich dort aufhalten, um sie denen kundzutun, die der HERR als Adressaten zeigt (vgl. Hebräer 11,6).
 
Hebräer 11,6:
6 Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.
 
Diese Offenbarung kommt Blitzen gleich, die aus den dunklen, dichten Wolken hervorgehen und von Hagel begleitet werden, der einem Augapfel entspricht, welcher die Grundlage für eine neue Sicht bildet (vgl. Psalm 18,13-14).
 

Psalm 18,13-14:
13 Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin mit Hagel und Blitzen.
14 Der HERR donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen mit Hagel und Blitzen.

Die Substanz des Glaubens und das Verlangen die Herrlichkeit Gottes zu sehen

Um das Geheimnis der gewichtigen Herrlichkeit Gottes zu offenbaren, ist es vonnöten, dass wir die bereits etablierte Substanz unseres Glaubens in Einklang mit Gottes Maßstab der Herrlichkeit bringen.

Dieser Prozess kommt dem Hineinlegen des Mannas, der zwei Bundestafeln sowie dem grünenden Stab Aarons in die Bundeslade zu den jeweiligen Zeitpunkten durch Mose gleich.

Mose musste die pure goldene Deckplatte der Bundeslade hochheben, um die von Gott auserwählten Gegenstände dort hineinlegen zu können. Und nur während Mose das tat, erhielt er Einblick in den verdeckten Bereich des Gottes Israels.

Aus 2.Chronik 5,10 i.V.m. Hebräer 9,4-5a wird deutlich, dass es neben Mose „jemanden“ gegeben haben muss, der ebenfalls die Gegenwart der Herrlichkeit Gottes berührte, weil dort lediglich von den zwei Steintafeln berichtet wird, die sich noch in der Bundeslade befanden.

2.Chronik 5,10:
10 Und es war nichts in der Lade außer den zwei Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit Israel geschlossen hatte, als sie aus Ägypten zogen.

Hebräer 9,4-5a:
4 Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Himmelsbrot und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes.
5a Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die überschatteten den Gnadenthron. …

Als Jesus Christus auf der Erde lebte, sprach er davon, dass von den Tagen Johannes des Täufers, die „Gewalttätigen“ das Himmelreich an sich reißen (vgl. Matthäus 11,12).

Matthäus 11,12:
12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalttätigen reißen es an sich.

Diese „Gewalt“ ist nicht gleichzusetzen mit böser Gewalt, sondern mit einem sehnsüchtigen Verlangen, die Herrlichkeit Gottes zu sehen, um die Geheimnisse Gottes zu offenbaren.

Es handelt sich hierbei um reife Heilige die als Könige wie dieser „Jemand“ aus 2.Chronik 5,10 den goldenen Krug mit dem Manna und den grünenden Stab Aarons „an sich riss“, um von der höheren Qualität der Beziehung in Christus und der Wichtigkeit der Weisheit von apostolischer Führung in den Generationen im Auftrag Gottes zu den Menschen zu sprechen.

Dieser Stab grünte, trieb Zweige, hatte Blüten und trug Mandeln, was auf verschiedene Reifegrade in den Generationen hinweist (vgl. 4.Mose 17,23).

4.Mose 17,23:
23 Am nächsten Morgen, als Mose in die Hütte des Gesetzes ging, fand er den Stab Aarons vom Hause Levi grünen und die Blüte aufgegangen und Mandeln tragen.

Dieser Zugang zu den genannten drei Bereichen und den Formen vom Zugang zu den Geheimnissen Gottes ist keinem gegeben ohne Opferbereitschaft. Opfer zu bringen und allein aus dem vollkommenen Opfer des Lammes Gottes zu leben, führt zu einem erneuerten Denken in göttlicher Dienerschaft, die der Heilige Geist in einem wirkt und verfeinert. Diese demütige und dem Vater in den Himmeln untergeordnete Haltung bringt das Potential echter Regierungsautorität hervor, um Gott als König zu reflektieren, so wie es Jesus sagte (vgl. Johannes 14,9): „Wer mich sieht, sieht den Vater.“

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Ruben (Anm.: bedeutet „Sehet ein Sohn!“) mit seiner Stellung als erstgeborener Sohn Jakobs, lädt uns ein auf die Bedeutung des Flusses in einem geistlichen Kontext einzugehen, weil er mit dem bewegten Wasser verbunden ist (vgl. 1.Mose 49,3-4a).

1.Mose 49,3-4a:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht.
4 Weil du aufwalltest wie Wasser, …

Darüber hinaus ist es ist auch die Stimme des Allmächtigen sowie die Stimme von Jesus Christus, die wie das Rauschen vieler Wasser ist (vgl. Hesekiel 1,24a i.V.m. Offenbarung 1,15b).

Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …

Offenbarung 1,15b:
… 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …

Wenn man demnach das aufwallende Wasser Rubens aus dem Erlösungswerk Jesu betrachtet, ist es ein Hinweis auf die prophetische Stimme, die das Reden Gottes und die Präsenz von Jesus Christus, dem Sohn Gottes offenbart.

Die vierfache Qualität Rubens

Es ist der Stamm Ruben, der basierend auf dem gleichnamigen Sohn Jakobs eine vierfache Qualität in sich trägt, die das Erbe des Erstgeborenen beinhaltet.

Hierbei geht es um Kraft, exzellente Stärke, Würde und Macht. Dieses Erbe bringt mit sich eine hohe Verantwortung, die es gilt zu bewahren, ohne sich über den Wert des Erbes zu definieren.

Ruben offenbart das Prinzip der Sohnschaft in Christus Jesus, der der Erstgeborene unter vielen Brüdern ist (vgl. Römer 8,29).

Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Es ist kein Zufall, dass Ruben eine vierfache Wertigkeit trägt und auch der Name des Gottes Israels aus vier hebräischen Buchstaben besteht (Anm.: „Jod, He, Waw, He“ => JAHWE), der den Fluss im Garten Eden in weitere vier Flussbetten einteilte (vgl. 1.Mose 49,3 i.V.m. 1.Mose 2,10-14).

1.Mose 49,3:
3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft (1) und der Erstling meiner Stärke (2), der Oberste in der Würde (3) und der Oberste in der Macht (4).

1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.

Die vierfache Wertigkeit von Ruben entspricht dem Prinzip der vier Flüsse von Eden, die Bodenschätze in den jeweiligen Regionen an die Oberfläche brachten.

Auch wenn es nur ein Fluss (Anm.: Pischon) ist, der direkt im Wort Gottes mit bestimmten Bodenschätzen erwähnt wird, kann man dieses Prinzip auf die anderen genannten Flüsse übertragen, weil Gott ein Gott der Fülle und Fruchtbarkeit ist (vgl. Psalm 65,10-14).

Psalm 65,10-14:
10 Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich; Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle.
Du lässest ihr Getreide gut geraten; denn so baust du das Land.
11 Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.
12 Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Segen.
13 Es triefen auch die Auen in der Steppe, und die Hügel sind erfüllt mit Jubel.
14 Die Anger sind voller Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, dass man jauchzet und singet.

Der Fluss und die Zukunft

Es ist die Kraft des „Flusses“, der ein Hinweis auf die gute vor uns in Christus liegende Zukunft ist, die das verborgene Erbe in unserem von Gott zugeteilten Territorium der Verheißung zur richtigen Zeit an die Oberfläche bringt.

Weiterhin ist es die Kraft des Heiligen Geistes, die aktiv wird und in einer vierfachen Weise aus denen entspringt, die an Jesus Christus und sein Wort glauben (vgl. Johannes 7,38-39a).

Johannes 7,38-39a:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, …

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass es sich bei den Strömen des lebendigen Wassers von denen Jesus Christus sprach, um vier Ströme bzw. Flüsse handelt, weil es um die Offenbarung der Identität und der Präsenz des Gottes Israels geht (Anm.: JAHWE), der zugleich unser himmlischer Vater ist (vgl. Römer 8,15).

Römer 8,15:
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!

Es ist der Fluss der Sohnschaft in Christus, der die Identität des himmlischen Vaters trägt, so dass der Vater vor den Menschen in der Facette erscheint, in der er sich ihnen als Vater offenbaren möchte (vgl. Johannes 14,9b).

Johannes 14,9b:
… 9b Wer mich (Anm.: Jesus Christus) sieht, der sieht den Vater! …

Die Zahl „4“, die Gegenwart Gottes und die Charakteristik des Flusses

Es ist kein Zufall, dass die Zahl „4“ mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“ verbunden ist, der unter anderem mit einer „geöffneten Zelttür“ im Zusammenhang steht.

Jesus Christus ist als erstgeborener Sohn Gottes die Tür, die in den Bereich der ewigen Gegenwart und der Versorgung des himmlischen Vaters führt, was durch die grüne Weide repräsentiert wird, von der Jesus sprach (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Johannes 14,6).

Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Darüber hinaus ist es der Regierungssitz des himmlischen Vaters, der von einer Wölbung – dem Regenbogen umgeben und mit einem grünen Licht ummantelt ist (vgl. Offenbarung 4,2-3).

Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.

Der Regenbogen befindet sich über dem Haupt bzw. Regierungssitz des Vaters und trägt die Aufgabe ihn abzudecken.
Somit ist Jesus Christus die Tür in die abdeckende Gegenwart der Söhne Gottes, die ihren Sitz in der Herrlichkeit und dem Reichtum des himmlischen Vaters hat.

Die biblische Charakteristik eines Flusses (Anm.: hebr. „nāhār“) beinhaltet Geheimnisse des Geistes zu tragen, um zum richtigen Zeitpunkt die Gegenwart des himmlischen Vaters zu offenbaren. Dies steht eng in Verbindung mit dem Funkeln der Herrlichkeit Gottes.

Deshalb ist es es wichtig, dass wir darauf achten, dass wir uns nahe am Fluss des Geistes aufhalten, unabhängig davon in welchem kooperativen oder auch persönlichem Umstand wir uns befinden.

Der Fluss Gottes in Zeiten der Herausforderung

Wir sollten uns dessen bewusst sein, dass sich der HERR z.B. dem Propheten Hesekiel sowie auch dem Propheten Daniel am Fluss mit seiner Gegenwart offenbarte, während sie sich mit dem Volk Israel in babylonischer Gefangenschaft befanden (vgl. Hesekiel 1,1-4; Daniel 8,1-2; Daniel 10,4-7).

Hesekiel 1,1-4:
1 Im dreißigsten Jahr am fünften Tage des vierten Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar (Anm.: bedeutet „groß, Länge“) war, tat sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte.
2 Am fünften Tag des Monats – es war das fünfte Jahr, nachdem der König Jojachin gefangen weggeführt war –, 3 da geschah das Wort des HERRN zu Hesekiel, dem Sohn des Busi, dem Priester, im Lande der Chaldäer am Fluss Kebar. Dort kam die Hand des HERRN über ihn.
4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.

Daniel 8,1-2:
1 Im dritten Jahr der Herrschaft des Königs Belsazar erschien mir, Daniel, ein Gesicht, nach jenem, das mir zuerst erschienen war.
2 Ich hatte ein Gesicht und während meines Gesichtes war ich in der Festung Susa im Lande Elam am Fluss Ulai (Anm.: bedeutet „Tor“).

Daniel 10,4-7:
4 Und am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monats war ich an dem großen Strom Tigris 5 und hob meine Augen auf und sah, und siehe, da stand ein Mann, der hatte leinene Kleider an und einen goldenen Gürtel um seine Lenden.
6 Sein Leib war wie ein Türkis, sein Antlitz sah aus wie ein Blitz, seine Augen wie feurige Fackeln, seine Arme und Füße wie helles, glattes Kupfer, und seine Rede war wie ein großes Brausen.
7 Aber ich, Daniel, sah dies Gesicht allein, und die Männer, die bei mir waren, sahen es nicht; doch fiel ein großer Schrecken auf sie, sodass sie flohen und sich verkrochen.

Hinter der Heimsuchung von Hesekiel und Daniel verbirgt sich ein wichtiges Prinzip über den Empfang bzw. die Sensibilisierung von göttlicher Offenbarung.

Dieses Prinzip beinhaltet, dass man sich nahe am Fluss Gottes aufhält, in dem Verständnis seiner biblischen Zeiten sowie seinem Autoritätsverständnis wandelt und sich seinem persönlichen sowie gemeinschaftlichem Lebensumstand bewusst ist.

Der Fluss Gottes umfasst die spezifische Bewegung des Heiligen Geistes, die die jeweilige Gemeinschaft von Heiligen benötigt. Das setzt den gemeinschaftlichen Aufenthalt der betreffenden Heiligen in der Gegenwart Gottes voraus, selbst wenn man sich in einer herausfordernden Lebenslage befinden kann.

Auch die Apostel zur Zeit der Apostelgeschichte erwarteten in der Nähe eines Flusses eine geistliche „Geburtsstätte der prophetischen Fürbitte“, die durch die Anwesenheit von Frauen symbolisiert ist (vgl. Apostelgeschichte 16,13).

Apostelgeschichte 16,13:
13 Am Sabbattag gingen wir hinaus vor die Stadt an den Fluss, wo wir dachten, dass man zu beten pflegte, und wir setzten uns und redeten mit den Frauen, die dort zusammenkamen.

Es ist unter anderem die von Gott übertragene Fähigkeit an die Frau, den Samen ihres Mannes zu empfangen, um diesen bis in die Reife eines Kindes zu tragen, damit es zur richtigen Zeit den Mutterleib durchbricht. Diesen Zeitpunkt von Durchbruch hat Gott bereits festgelegt, woran wir bei Ruben erinnert werden, um den Sohn Gottes zu offenbaren.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm