Jesus Christus hat uns mit seinem Blut erkauft und uns zu Königen und Priestern gemacht, weshalb es erforderlich ist, dass wir uns unserer zugeteilten Verantwortung und der damit verbundenen Autorität in Christus bewusst sind (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Was ist Autorität?
 
=> Autorität, von lat. Auctoritas (urspünglich von „auctor“, was „Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser“ bedeutet), begegnet uns überall dort, wo eine Ordnung durch mehrere Beteiligte oder Personen erforderlich wird, um ein gemeinsames Leben bzw. Teilbereiche zu organisieren.
 
A) Autorität ist das rechtmäßige Recht und die Macht, Folgsames Handeln bzw. Gehorsam zu fordern sowie auf Menschen einzuwirken, Fehlverhalten zu verändern oder das richtige Verhalten beizubehalten.
 
B) Sie beinhaltet ebenfalls die Führung einer Person oder Gruppe durch eine in höherer Verantwortung stehenden Person.
 
Autorität ist zuerst an Positionen geknüpft und an die Personen, die sich in diesen Positionen befinden bzw. diese rechtmäßig ausfüllen.
 
Personen treten in Autorität ein, wenn sie bestimmte Aufträge zugewiesen bekommen oder in eine offizielle Stelle eingesetzt werden. Diese Erklärung bedeutet, dass sich Autorität inmitten von Positionen befindet. Es sind die zugeteilten Titel bzw. Bezeichnungen der jeweiligen Positionen, welche deren Aufgaben-/ und Autoritätsbereiche sowie Grenzen offenbaren.
 
Da Titel vor dem Eintritt der Person in eine Position bereits existieren, wird deutlich, dass Autorität der Autorisierung vorausgeht und diese auch überdauert. Autorität erschafft einen Raum, wo gesetzmäßige Handlungen und rechtmäßige Schritte sowie Kraft ausgeübt werden können.
 
Das Verlassen einer Verantwortungsposition durch eine Person, lässt diese nicht mehr in Autorität in dem Aufgabenfeld stehen, wo sie zuvor die entsprechende Verantwortung trug. Eine Person, die einen Amts-/ Verantwortungsbereich verlassen hat, kann weiterhin einen beträchtlichen Einfluss auf den ihr zuvor anvertrauten Bereich bei der Beendigung ihres Amtes ausüben (Anm.: durch Lebens-/Berufserfahrung und durch in der Dienstzeit erworbene Kontakte, ...), jedoch sind rechtliche Maßnahmen nicht mehr durch sie durchsetzbar bzw. umsetzbar.
 
Ausgeübte Autorität, die außerhalb der offiziellen Position stattfindet (Anm.: kann Gesetzlosigkeit oder Einfluss beinhalten), ist in ihrer Möglichkeit begrenzt und kann zu einem rechtmäßigen Ergebnis führen oder Veränderungen bewirken bzw. die Regeln einfordern, die auf die Verhaltensweisen bzw. das Benehmen von Menschen einwirken.
Damit eine einflussreiche Person die Auswirkungen einer Autoritätsfigur erreicht, muss der Einflussempfänger rechtmäßig in einem Amt mit Autorität eingesetzt sein, um handeln zu können, Gesetze zu erlassen oder das zu tun, was die betreffende Person wünscht bzw. vorsieht. <= (Anm.: Teilauszug aus dem Buch „Divine Order For Spiritual Dominance„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 26 und Seite 27)
 
Wahre Autorität und missbräuchliche Autorität
 
=> In einem biblischen Zusammenhang findet das Regieren in Autorität dort statt, wo Führungspersönlichkeiten Gunst bei Gott und bei den Menschen besitzen (vgl. 1.Samuel 2,26 i.V.m. Lukas 2,52).
 
1.Samuel 2,26:
26 Aber der Knabe Samuel nahm immer mehr zu an Alter und Gunst bei dem HERRN und bei den Menschen.
 
Lukas 2,52:
52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
 
Diktatoren hingegen regieren durch positionelle Autorität entgegen der Autorität der Menschen, die ihnen „zwangsweise“ unterstellt sind. Sie leben keine Dienerschaft.
 
Wahre geistliche Führungspersönlichkeiten mit einem demütigen Herzen sind jedoch darauf aus, den Willen Gottes zu tun (Anm.: dienende Haltung) und nicht den Willen von Menschen.
 
Es ist Gott, der es in die Herzen der Menschen legt, den Führungskräften Gunst zu geben, so dass diese effektiv in der Lage sind, Einfluss in ihren Herzen nehmen zu können.
 
Deshalb ist es wichtig, dass Führungspersonen nicht ihre Autorität von Menschen fordern. Wenn diese Art von Forderung trotzdem geschieht, wäre das einzig und alleine aus dem Bereich der „Kraft/Macht“ entwickelt, die letztendlich zur bedrückenden Diktatur führt.
 
Gott möchte nicht, dass wir als sein Volk diktatorisch regiert werden, sondern väterlich-königlich (vgl. 1.Korinther 4,15).
 
1.Korinther 4,15:
15 Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durchs Evangelium.
 
Im Reich Gottes ist Autorität eine Folge von Verantwortlichkeit.
 
Allgemein gesagt, haben wir in jedem Bereich der Gemeinde nur in dem Maß Autorität, wie wir für den betreffenden Bereich die Verantwortung tragen. Wenn wir für einen Bereich keine Verantwortung tragen, haben wir darin demnach auch keine Autorität.
 
Um viel Autorität zu besitzen, muss man unter Geschwistern stehen, die mehr Autorität haben als man selbst. Das wird z.B. deutlich in der Führung des Volkes Israel durch Mose und Aaron, in der Nachfolge von Elischa gegenüber dem Propheten Elija sowie der Nachfolge der Jünger Jesu. <= (Anm.: basierend auf einer Botschaft von John Paul Jackson†, die er auf einer Konferenz lehrte)
 
Die richtigen Worte sprechen
 
Das beinhaltet unter anderem, dass besonders Personen in Führungspositionen auf die richtige Weise zu den ihnen anvertrauten Menschen sprechen, so dass der Gott Israels verherrlicht wird.
Die richtigen Worte zu sprechen bedeutet, wie Naphtali, der Sohn Jakobs zu sein, der von seinem Vater gesegnet wurde, schöne Worte zu sprechen (vgl. 1.Mose 49,21).
 
1.Mose 49,21:
21 Naphtali ist ein schneller Hirsch, er gibt schöne Rede.
 
Das hebräische Wort für „gut/schön“ ist „šäṗär“ und leitet sich vom hebräischen Wurzelwort „sâṗar“ ab, das „schön sein, gefallen, glänzen“ bedeutet (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 8475* – šäṗär und 8473 – sâṗar sowie der Strong‘s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H8231 – shâphar).
 
Somit wird deutlich, dass es Gott am Herzen liegt, dass Führungskräfte im Leib Jesu ihre Worte mit der Herrlichkeit Gottes ummantelt haben sollten, so ähnlich wie Gott zur Zeit von Mose seine zehn Worte mit Feuer durch seinen Zeigefinger in die zwei Steintafeln eingravierte (vgl. 2.Mose 21,18 i.V.m. 2.Korinther 3,6b; Sprüche 25,11).
 
2.Mose 31,18:
18 Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes.
 
2.Korinther 3,6b:
… 6b Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.
 
Sprüche 25,11:
11 Ein Wort, geredet zu rechter Zeit, ist wie goldene Äpfel auf silbernen Schalen.
 
In diesem Zusammenhang offenbarte mir der Heilige Geist anhand der 24 Ältesten vor dem Thron Gottes das Prinzip von gesunder Regierungsherrschaft und Autorität (vgl. Offenbarung 4,4.9-11).
 
Offenbarung 4,4.9-11:
4 Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen. …
9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 10 fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen: 11 Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
 
Der Aufenthalt an den himmlischen Orten
 
Das bedeutet, dass man sich gemäß dem Standard des Wortes Gottes an den himmlischen Orten im Geist aufhält, wo der lebendige Gott regiert (vgl. Epheser 2,6 i.V.m. Kolosser 3,1-2).
 
Epheser 2,4-6:
4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden –; 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …
 
Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
 
Dieser Regierungsbereich befindet sich inmitten von reinem Wasser, was die Präsenz der Fruchtbarkeit und des Wesens Gottes reflektiert (vgl. Offenbarung 4,6).
 
Offenbarung 4,6:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Das kristallene Meer im Thronsaal Gottes
 
Es ist das kristallene Meer, was gleichzeitig jegliche Bewegung im Thronraum Gottes in einem Moment reflektiert. Dieses „obere Wasser“ prophezeit mit seiner Charaktereigenschaft das Wesen des Gottes Israels – JHWH – ICH BIN.
 
Diese Widerspieglung ist ein Hinweis auf die Einheit der himmlischen Bewegungen, weil sie sich gleichzeitig im kristallenen Meer in verschiedenen Bereichen widerspiegeln.
 
Alle Bewegungen im Thronsaal sind durch die Präsenz des kristallenen Meers mit dem regierenden Wesen des himmlischen Vaters und seines Sohnes Jesus Christus vereint (vgl. Offenbarung 4,2-3 i.V.m. Markus 16,19).
 
Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Markus 16,19:
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
 
24 Älteste im Thronsaal Gottes
 
Die in der Offenbarung geschilderten vierundzwanzig Ältesten im Thronsaal Gottes sind unter anderem ein Hinweis auf die Struktur des einen neuen Menschen gemäß Epheser 2,15 (Anm.: 12 Söhne Jakobs, 12 Apostel des Lammes => Sohnschaft Gottes, die aus dem Erlösungswerk Jesu resultiert).
 
Epheser 2,15 (Anm.: Das Jüdische Neue Testament):
… 15 indem er (Anm.: Jesus Christus) in seinem eigenen Leib die Feindschaft zerstörte, die durch die Torah mit ihren Geboten in der Form von Ritualen hervorgerufen wurde. Er tat das, um in der Vereinigung mit sich selbst aus den zwei Gruppen (Anm.: Juden und Christen aus den Heidenvölkern) eine einzige neue Menschheit zu schaffen und auf diese Weise Schalom zu schaffen, …
 
Es heißt, dass die 24 Ältesten in weißen Gewändern mit goldenen Kronen (Anm.: Siegeskränzen => aufgrund der errungenen Siege durch den Triumph Jesu am Kreuz) jeweils auf einem Thron sitzen und sich mit dem hohen Lobpreis der vier lebendigen Wesen Gottes vereinen. Dies tun sie, indem sie sich mit einem demütigen Herzen von ihren Thronen jeweils erheben, um anbetend vor Gott kniend auf dem kristallenen Meer zu erscheinen und ihm die Ehre zu geben.
Das macht deutlich, dass es für uns als Heilige, die wir auf der Erde leben erforderlich ist im Einklang mit dem Himmel zu sein, was auch bedeutet, dass wir uns im Verständnis des einen neuen Menschen in der königlichen Priesterschaft (Anm.: 24 => 24 Priesterklassen; vgl. 1.Chronik 24,1-19) als Söhne Gottes in Christus im Regierungsbereich aufhalten.
 
Dieser Wandel geht eng mit wahrer Demut einher, die aus dem Klang des Wesens Gottes entspringt und uns dazu befähigt, unseren jeweiligen von Gott zugeteilten Thron (Anm.: Regierung, Autoritätsbereich) zur Ehrerbietung Gottes zu verlassen, um danach wieder in göttlicher Regierungsherrschaft Platz zu nehmen.
 
Dieser Vorgang beinhaltet einen kontinuierlichen Wechsel zwischen Königsreichsregierung und Anbetung, die den zwei verschiedenen Bewegungen des menschlichen Herzens (Anm.: Systole und Diastole) gleichkommen.
 
Die Sinn von wahrer geistlicher Anbetung
 
Diese Art von Anbetung hat zur Folge, dass jede(r) einzelne Heilige sich in seiner Identität in der Struktur des einen neuen Menschen im königlichen Priestertum Gottes im kristallenen Meer wiedererkennt und somit nicht vergisst, wer man in Christus Jesus im Vater ist. Das bewahrt uns davor, stolz zu werden und uns über unsere von Gott gegebenen Gaben, Fähigkeiten und Werke zu definieren.
 
Unsere von Gott gegebene Verantwortung und die daraus resultierende Autorität erwächst in erster Linie aus der himmlischen Anbetung heraus, die nichts von Gott fordert, sondern beinhaltet ihm alles zur Ehre zu geben.
 
An dieser Stelle sei wiederholt angemerkt, dass es der Klang der Anbetung der vier lebendigen Wesen vor dem Thron Gottes ist, der die 24 Ältesten dazu begeistert, ihre Throne zu verlassen, um anbetend vor Gottes Thron auf die Knie zu gehen, während sie ihre errungenen Siegeserfahrungen in Christus vor Gott niederlegen und sich mit dem hohen Lobpreis Gottes vereinen.
 
Dieser Vorgang umfasst das Zusammenkommen der Anbetung des Himmels und der Erde, die von Gott bewusst miteinander verknüpft wurden. Das wird ebenfalls anhand des Schöpfungsberichts deutlich, bei dem die „Wasser“ eine bedeutende Rolle spielten (vgl. 1.Mose 1,1-2.6-8).
 
1.Mose 1,1-2.6-10:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. …
6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.
7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.
9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.
 
Persönlich betrachte ich es nicht als Zufall, dass auch Mose während er gemeinsam mit seinem Bruder Aaron das Volk Israel durch die Wüste führte in Herausforderungen geriet, die mit dem Verlangen des Volkes nach süßem Wasser in Verbindung standen.
Bei allen Begebenheiten mit dem Verlangen des Volkes Israel nach trinkbarem Wasser, stand das Holz im Zentrum, was ein Hinweis auf die Bedeutung des Opfers Jesu am Kreuz, seine Auferstehung und die dadurch von ihm anvertraute Autorität ist (vgl. 2.Mose 15,23-25; 2.Mose 17,1-2a.5-6; 4.Mose 20,1-2.7-12).
 
2.Mose 15,23-25 (Anm.: Die Umwandlung des bitteren Wassers von Mara):
23 Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara.
24 Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
25 Er schrie zu dem HERRN und der HERR zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es süß.
 
2.Mose 17,1-2a.5-6 (Anm.: Das Wasser aus dem Felsen in der Wüste Sin):
1 Und die ganze Gemeinde der Israeliten zog aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
2a Und sie haderten mit Mose und sprachen: Gib uns Wasser, dass wir trinken. …
5 Der HERR sprach zu ihm: Tritt hin vor das Volk und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin.
6 Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel.
 
4.Mose 20,1-2.7-12 (Anm.: Das Wasser aus dem Felsen in der Wüste Zin):
1 Und die ganze Gemeinde der Israeliten kam in die Wüste Zin im ersten Monat und das Volk lagerte sich in Kadesch. Und Mirjam starb dort und wurde dort begraben.
2 Und die Gemeinde hatte kein Wasser, und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron. …
7 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 8 Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh.
9 Da nahm Mose den Stab, der vor dem HERRN lag, wie er ihm geboten hatte.
10 Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen und er sprach zu ihnen: Höret, ihr Ungehorsamen (Anm.: Widerspenstigen), werden wir euch wohl Wasser hervorbringen können aus diesem Felsen?
11 Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit dem Stab zweimal. Da kam viel Wasser heraus, sodass die Gemeinde trinken konnte und ihr Vieh.
12 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht an mich geglaubt habt und mich nicht geheiligt habt vor den Israeliten, darum sollt ihr diese Gemeinde nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben werde.
 
Die drei o.g. Ereignisse erlebte das Volk Israel mit deren Führungskräften (Anm.: Mose und Aaron) zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten. Das macht deutlich, dass es besonders für Heilige, die von Gott die Gnade erhalten haben in geistlicher Leitung stehen zu dürfen, erforderlich ist, die Zeiten und Orte Gottes, in die der Heilige Geist hineinführt, richtig zu erkennen und zu beurteilen.
 
Das steht ebenfalls in Verbindung mit der Notwendigkeit, richtig zu handeln und gemäß dem Willen Gottes zum Volk zu sprechen. Hierbei geht es um die richtige Anwendung von der Kraft des Triumphs Jesu am Kreuz.
 
Der Ort Mara
 
Mara, war der Ort, an dem der HERR durch gerechtes Handeln zwischenmenschliche Bitterkeit durch das Holz (Anm.: Kreuz) entfernte, um das Volk Israel mit seiner Liebe zu versorgen (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 4,10).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Johannes 4,10:
10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn und er gäbe dir lebendiges Wasser.
 
Die Wüste Sin
 
Die Wüste Sin (Anm.: bedeutet „Kot“ => Region der sündhaften Haltung) war der Ort, an dem der HERR durch die von ihm übertragene Autorität an Mose (Anm.: symbolisiert durch den trockenen Stab) verschlüsselt bereits die offenbarende Wahrheit über die Kraft der Vergebung der Sünden durch den Kreuzestod Jesu offenbarte, um das Volk Israel durch Vergebung in eine Erweiterung (Anm.: „Refidim“ bedeutet „Ausbreitungen“ => kooperative Erweiterung) zu führen (vgl. Römer 3,22-26 i.V.m. Kolosser 3,16).
 
Römer 3.22-26:
22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: 23 sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher 26 begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.
 
Kolosser 3,16:
16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.
 
Die Wüste Zin
 
Es heißt, dass das Volk Israel im ersten biblischen Monat (Anm.: Nissan/Abib => Es ist der Monat, in dem Pessach – Das Blut des Lammes gefeiert wird und wo auch Jesus Christus am Kreuz starb und von den Toten auferstand.) ihre prophetische Stimme (Anm.: Mirjam; vgl. 2.Mose 15,20) in Kadesch (Anm.: bedeutet „Geweihter“ => Ort des Abgesondertseins mit Gott) in der Wüste Zin (Anm.: bedeutet „Felsenwall“ => Region der Absicherung in Gott) verlor.
 
Dieser Ort war ein verschlüsselter Hinweis von Gott an sein Volk, dass er ihnen eine neue Vision geben wollte, damit sie abgesichert in der Kraft des Blutes des Lammes als Geweihte mit einem erneuerten Gewissen in ihre von Gott vorherbestimmte Zukunft gehen würden (vgl. Hebräer 9,14).
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
 
Selbstbeherrschung im Umgang mit Worten
 
Es bedeutet hohe Verantwortung bei jeder Form von Leiterschaft, sich selbst im Handeln und in der Kommunikation vor Gott und dem Volk zu beherrschen. Das beinhaltet, in der von Gott zugeteilten Autorität die offenbarende Wahrheit (Anm.: Wasser aus dem Felsen) durch die Kraft des gesprochenen Wortes Gottes (Anm.: Prophetie) freizusetzen, welche auf dem Siegestod Jesus und seiner Auferstehung basiert (Anm.: grünender Stab; vgl. 4.Mose 17,20.23 i.V.m. Lukas 23,31).
 
4.Mose 17,20.23:
20 Und wen ich erwählen werde, dessen Stab wird grünen. So will ich das Murren der Israeliten, mit dem sie gegen euch murren, stillen. …
23 Am nächsten Morgen, als Mose in die Hütte des Gesetzes ging, fand er den Stab Aarons vom Hause Levi grünen und die Blüte aufgegangen und Mandeln tragen.
 
Lukas 23,31:
31 Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?
 
Leider hatte sich Mose in der Wüste Zin nicht selbst beherrscht und aus falschem Eifer der Generationslinie Levis gehandelt, so dass es ihm aus diesem Grund von Gott verwehrt wurde in das Land der Verheißung zu gelangen (vgl. 4.Mose 20,12).
 
4.Mose 20,12:
12 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht an mich geglaubt habt und mich nicht geheiligt habt vor den Israeliten, darum sollt ihr diese Gemeinde nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben werde.
 
Es war Levi, der Sohn Jakobs, der aus ungezügeltem Zorn bzw. Rache gemeinsam mit seinem Bruder Simeon das eigene Gericht über die Sichemiter verübte (vgl. 1.Mose 34,25-31).
 
1.Mose 34,25-31:
25 Aber am dritten Tage, als sie Schmerzen hatten, nahmen die zwei Söhne Jakobs Simeon und Levi, die Brüder der Dina, ein jeder sein Schwert und überfielen die friedliche Stadt und erschlugen alles, was männlich war, 26 und erschlugen auch Hamor und seinen Sohn Sichem mit der Schärfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.
27 Da kamen die Söhne Jakobs über die Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil man ihre Schwester geschändet hatte, 28 und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war 29 und alle ihre Habe; alle Kinder und Frauen führten sie gefangen hinweg und plünderten alles, was in den Häusern war.
30 Aber Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglück gestürzt und in Verruf gebracht bei den Bewohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Perisitern, und ich habe nur wenige Leute. Wenn sie sich nun gegen mich versammeln, werden sie mich erschlagen. So werde ich vertilgt samt meinem Hause.
31 Sie antworteten aber: Durfte er denn an unserer Schwester wie an einer Hure handeln?
 
Die Begründung des Eintrittverbots ins verheißene Land gegenüber Mose liegt darin verborgen, dass er sich an einem geweihten Ort der Sicherheit in Gott, im Zeitrahmen des Blut des Lammes sowie in einer höheren Verantwortung gegenüber dem Volk Israel befand, weil der Stab Aarons bereits gegrünt hatte und in der Gegenwart Gottes lag (vgl. 4.Mose 17,23.25-26).
 
Mose verletzte durch sein unbeherrschtes Handeln und Sprechen vor Gott und dem Volk den Felsen und die durch die Auferstehungskraft an ihn übertragene Autorität Gottes.
 
Das Wasser des Felsens und ungezügelter Ärger
 
Es heißt in 4.Mose 20,8, dass der Fels sein Wasser geben würde. Das bedeutet, dass das Wasser nicht irgendein gewöhnliches Wasser war, sondern das Wasser des Sohnes Gottes, weil der Fels bereits ein Hinweis auf Jesus Christus darstellt.
 
In 1.Korinther 10,4 schreibt der Apostel Paulus: „… und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.“
Als Mose zum ersten Mal in der Wüste Sin mit dem Felsen in Berührung kam, folgte er der Anweisung Gottes und handelte im Glauben.
 
Beim zweiten Mal jedoch, verfiel er dem ungezügelten Antrieb, so dass er ungehalten verärgert war und das Volk Israel negativ betitelte, indem er sie „Ungehorsame“ (Anm.: Widerspenstige/Rebellen) nannte (vgl. 4.Mose 20,10a).
 
4.Mose 20,10a (Rev. Elberfelder):
10a Und Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und er sagte zu ihnen: Hört doch, ihr Widerspenstigen! …
 
Darüber hinaus schlug er zweimal auf den Felsen ein, einmal tat er es für Aaron und einmal für sich selbst. Das hatte zur Folge, dass Gott ihnen beide den Eintritt ins Land der Verheißung und des Segens verwehrte.
 
Das macht deutlich, wie verheerend es sich auswirken kann, wenn man sich ungezügeltem Ärger hingibt.
 
Es ist grundlegend falsch, Dinge außer Kontrolle geraten zu lassen und dabei innerlich überzeugt zu sein, dass man jemandem seine Beziehung mit Gott beweisen muss. In solch einer Situation kann Gott sich nicht zu einem stellen, was immer eine entsprechende Konsequenz zur Folge hat.
 
Aus dem Wort Gottes können wir entnehmen, dass es keinen so demütigen Menschen wie Mose gab (vgl. 4.Mose 12,3).
 
4.Mose 12,3:
3 Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden.
 
Mose wartete sehnsüchtig über Jahre und besaß ein vorbildliches demütiges Herz; doch trotz alledem zerstörte – in einem Moment – sein ungezügelter Ärger seine Zukunft.
 
Ungezügelter Ärger hat zur Folge, dass man eine Person, die einem nahe steht und sehr schätzt durch Worte in etwas „verwandelt“, das nicht dem Willen Gottes entspricht. Daraus folgt, dass man von Gott aufgrund dessen in einem bestimmten Bereich des Lebens seinen Segen nicht erhalten kann.
 
Somit wird deutlich, dass es erforderlich ist als Heiliger nüchtern und bedacht in der Wortwahl zu sein, um am Ende, nach all den Herausforderungen und Wundern im Leben sowie dem Glauben, in dem man gelebt hat, nicht als Vorbild vor den Menschen, die einem anvertraut wurden, versagt.
 
Mose enttäuschte in seinem Versagen nicht den Gott Israels, sondern sich selbst.
Der Grund, warum Mose den Gott Israels in seinem Vorgehen herausforderte (Anm.: Gottes Konsequenz ihm gegenüber), ist darin zu finden, weil Gott dem Volk Israel zeigen wollte, dass Mose bereits an einen höheren Ort in ihm (Anm.: Gott) angelangt war, so dass er seinen Stab nicht mehr gebrauchen musste, sondern sich in der Autorität des Wortes befand.
 
Entsprechend dem Zutritt zum Thron der Gnade durch das Blut des Lammes Gottes (Anm.: Jesus Christus) können wir aus der Konsequenz, die Mose tragen musste, das Prinzip von Autorität lernen, das darin besteht, dass je mehr Verantwortung wir tragen, desto strenger/höher die Maßstäbe für unser Handeln ausfallen (vgl. Lukas 12,48b).
 
Lukas 12,48b:
… 48b Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.
(Anm.: Diese Botschaft basiert auf einer Offenbarungslehre aus dem Buch "Tribes Of Israel - Stämme Israels" von Gwen Shaw.†)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

In Verbindung mit der gewichtigen Gegenwart Gottes, die auch „kābôd genannt wird, bei der es unter anderem um „Ehre, Würde, Herrlichkeit, Majestät, Ansehen“ und „Schwere“ geht (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „kābôd mit der Wortschlüsselnummer 3593), legte der Heilige Geist einen Schwerpunkt auf Habakuk 2,11.
 
Habakuk 2,11 (Neue Jerusalemer):
11 Es schreit der Stein in der Mauer, und der Sparren im Gebälk gibt ihm Antwort.
 
Auch wenn es bei dieser Bibelstelle um den Warnruf aufgrund der Last des ungerechten Wandels und dessen Folgen geht, verwendete Jesus sie gegenüber den Pharisäern, nachdem er als König in die Stadt Jerusalem einritt und von seinen Jüngern sowie dem Volk als König ausgerufen wurde (vgl. Lukas 19,35-40).
 
Lukas 19,35-40:
35 Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf.
36 Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.
37 Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!
39 Und einige Pharisäer in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht!
40 Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.
 
Anhand von Lukas 19,39 wird deutlich, dass einige Pharisäer Jesus dazu aufforderten, seine Jünger zum Schweigen zu bringen, weil sie ihn als König ausriefen.
 
Ich persönlich bin der Überzeugung, dass Jesu Jünger den Zeitpunkt richtig beurteilten sowie die gewichtige Präsenz der Majestät Gottes fühlten und deshalb nicht in der Lage waren über die Wahrheit von Jesus Christus als König zu schweigen.
 
Aufgrund der Aufforderung der Pharisäer an Jesus seine Jünger dazu anzuweisen zu schweigen, gebrauchte Jesus ihnen gegenüber die Aussage aus Habakuk 2,11 in einem positiven Kontext. Er sprach verschlüsselt vom Gewicht der Bewegung seines Königreiches, was die Jünger dazu veranlasste, Jesus Christus als König in Jerusalem, der Hauptstadt Israels anzukündigen.
 
Das Verhalten der Pharisäer, die in unserer Zeit den Einfluss des religiösen Geistes repräsentieren, verdeutlicht, dass sie versuchten, die Bewegung des Königreichs Gottes zu unterbinden. Es ist der religiöse Geist, der nicht aufhört das Voranschreiten des Königreichs Gottes bzw. des Himmels zu verhindern.
 
Königreich Gottes
 
=> Das Königreich Gottes ist die Herrschaft Gottes im Gläubigen durch den Weg des Heiligen Geistes. Es ist die Gegenwart Gottes, die in einer geisterfüllten Person wohnt als seine heilige Wohnung. Diese Gegenwart setzt gegenüber dem Empfänger die Verkörperung/Struktur der Gottheit frei, die all die Leistungen, Versorgung und Kraftcharakteristik vom Schöpfergott und seinem ewigen Königreich beinhaltet.
Die Verkörperung/Struktur setzt die Hand Gottes frei sich zu bewegen und seine Autorität auszuüben, wo immer ein Gläubiger anwesend ist.<= (Der in „=>“ eingestellte Text ist ein Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 298)
 
Königreich des Himmels
 
=> Das Königreich des Himmels ist die Herrschaft und Macht von Gottes Ordnungen, Systemen, Regeln und Wegen in den Angelegenheiten von Menschen. Es ist der Einfluss der Gemeinde von Jesus Christus in der Welt und das, was der Welt die Autorität von Jesus Christus als den Herrscher über das Königreich Gottes und seine Himmel auferlegt. <= (Der in „=>“ eingestellte Text ist ein Teilauszug aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 298)
 
Pharisäer
 
=> Die Bezeichnung „Phariäser“ bedeutet „die Abgesonderten“. Sie waren seit der Zeit der Makkabäerkriege die stärkste religiöse Partei und eifrig darauf bedacht, das Erbe Israels, die Torah und die Überlieferungen der Väter in Ehren zu halten.
Nicht nur das Niedergeschriebene im Gesetz von Mose, sondern auch die mündlich überlieferten detaillierten und strengen Anwendungsregeln, die „Satzungen der Ältesten“, d.h. der älteren Gesetzeslehrer (vgl. Matthäus 15,2), galt es, im täglichen Leben zu beachten. Ihre Gefahr war die Gesetzlichkeit, die zu Selbstgerechtigkeit, Stolz und liebloser Härte führen konnte. <= (Anm.: Der in „=>“ eingestellte Text ist ein Teilauszug aus der Lutherbibel 1984 Nr. 03/07, Worterklärung Nr. 15 zu Pharisäer)
 
Der religiöse Geist
 
=> Bei dem religiösen Geist handelt es sich um eine dämonische Macht, die mit aller Gewalt den Veränderungsprozess der Gemeinde Jesu stoppen will. Dieses Vorgehen bzw. dieser Angriff wird durch den religiösen Geist durch alle Zeitalter hindurch verübt.
Wenn man die buchstäbliche Bedeutung von „Religion“ betrachtet, bedeutet das Wort „über göttliche Dinge nachzudenken“.
 
Weiterhin hat das Wort „Religion” drei Bedeutungen im Wort Gottes:
 
  1. äußere religiöse Taten, wie Gebet und zur Kirche zu gehen;
  2. das Gefühl von absoluter Abhängigkeit;
  3. und die Befolgung von moralischen Gesetzen als eine göttliche Institution.
Jakobus 1,26-27 definiert „Religion” vom christlichen Standpunkt aus:
 
Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.”
 
Religion ist mit Anbetung verbunden und wenn diese rein ist, ist sie sehr kraftvoll. Wie auch immer, Religion ist weiterführend definiert als ein organisatorisches System von Doktrin mit einem billigen Verhaltensmuster. Das bedeutet, dass Verhalten eine richtige Form von Anbetung zu demonstrieren hat. Das entspricht dem, wo wir uns von reiner und unbeschmutzter Religion in ein Ritual hineinbewegen. Dämonen von Doktrinen rauben den Menschen ihre Freiheit den heiligen Gott in Reinheit anzubeten durch institutionelle Regeln und Vorschriften über Anbetung.
 
Der religiöse Geist widersteht besonders der apostolischen und prophetischen Salbung, weil Dämonen von Gott eingegebene Offenbarung und sein pionierendes Wesen als Heiliger Geist für die Gemeinde hassen.
 
Menschen unter diesem Einfluss widerstehen den Gaben im Leib Christi, die offenbarende Freiheit zu den Gliedern des Leibes bringen. Sie versuchen die Offenbarungen der Apostel und Propheten zu steinigen, weil ihre offenbarenden Worte, Gottes Fundament für die Gemeinde Jesu als seinem Leib für dieses Zeitalter etablieren.
 
1.Korinther 12,28 legt eine Ordnung von regierenden Gaben in der Gemeinde Jesu für den Sieg in der Welt fest. Diese Ordnung ist:
 
Apostel und Propheten.
 
Religiöse Geister versuchen sich der Ordnung Gottes sowie seiner eingeleiteten Veränderung zu widersetzen.
 
Es ist der Geist Gottes, der den Gedanken und Gedankenprozessen von Menschen dabei behilflich ist, Veränderung auf der Erde umzusetzen. Es ist jedoch der fleischliche Verstand des Menschen (Anm.: Fleisch als ein Bestandteil der Seele), der sich dem entgegenstellt und in Feindschaft mit Gott ist (vgl. Galater 5,17).
 
Galater 5,17:
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.
 
Religiöse Geister versuchen strategisches Denken vom Heiligen Geist inspiriert, für die Zukunft zu blockieren. Sie können Menschen in eine entsprechende Routine bringen, oder in einen Trott, so dass sie Veränderung, die mit Sieg verbunden sind, in negativer Haltung gegenüberstehen.
 
Im Neuen Testament, sollten die Jünger des HERRN eine Offenbarung darüber haben wie er ist, wer sie sind und wer ihre Feinde waren.
 
Durch Jesus Christus bekamen die Pharisäer bzw. Schriftgelehrten die Wahl, sich entweder der göttlichen Natur des Sohnes Gottes entgegenzustellen oder sich nach Jesus auszurichten. Es oblag ihnen, entweder die Regeln von Anbetung an der Stelle einzuhalten, wo Verhaltensänderungen in Anbetung stattfanden oder anzufangen im Geist und in der Wahrheit anzubeten. <= (Anm.: Der in „=>“ eingestellte Text ist ein sinngemäßer Teilauszug aus dem Buch „God‘s Now Time for Your Life – Gottes Jetzt-Zeit für dein Leben”, Seite 113-116 von Chuck D. Pierce, ISBN: 0-8307-3834-7)
 
Das Schreien der Steine
 
Jesus machte mit der Aussage, dass „die Steine schreien werden“ gegenüber den Pharisäern deutlich, dass er bereits ein einheitliches Denken in den Herzen seiner Jünger etablierte, so dass sie als lebendige Steine die Wahrheit Gottes verkündigten (vgl. 1.Petrus 2,4-5).
 
1.Petrus 2,4-5:
4 Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
 
Die Jünger Jesu befanden sich bereits seit einiger Zeit unter der apostolischen Führung Jesu, so dass sie sich wie die Moleküle bzw. Atome im Stein der Mauer gemäß Habakuk 2,11 als eine Einheit zusammenschlossen und begannen, die offenbarende Wahrheit über Jesus Christus zu verkünden.
 
Die Kraft des Magneten
 
Der Ruf in die Jüngerschaft Jesu und die darauffolgende Nachfolge der Jünger kann anhand der Kraft eines Magneten anschaulich erklärt werden.
 
Als Jesus Christus (Anm.: Symbol für den Magneten) seine Jünger in die Nachfolge rief, zog er sie mit seiner Gegenwart in die Jüngerschaft. Anhand des Beispiels eines Magneten, bedeutet es, dass Jesus Christus als „Magnet“ die noch nicht magnetisierten Eisenstücke (Anm.: seine Jünger) in seine Gegenwart zog.
 
Während die Jünger ihm nachfolgten, entwickelten sie die gleiche anziehende Kraft, so dass die Menschen, zu denen die Jünger wiederum gesandt waren mit der Kraft Jesu in Berührung kamen (vgl. Markus 3,14-15).
 
Markus 3,14-15:
14 Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen 15 und dass sie Vollmacht hätten, die bösen Geister auszutreiben.
 
Es ist demnach erforderlich in einem richtigen apostolischen Zusammenschluss mit Heiligen zu stehen.
 
=> Um die Jüngerschaft Jesu anhand des Beispiels der magnetischen Kraft zu erklären, kann man sagen, dass der Magnet dieselbe Größe und dasselbe Gewicht wie ein Metallstück aufweisen und sogar aus demselben Material bestehen kann. Chemisch sind sie zwar identisch aber der Magnet ist im Besitz von Kräften, die das normale Stück Eisen nicht in sich trägt.
 
Der Unterschied zwischen diesen beiden Eisenstücken (Anm.: dem Magneten und dem normalen Eisen) ist, dass bei dem nicht magnetischen Eisenstück die Moleküle nicht richtig zusammengeschlossen sind.
 
Sie sind zwar alle in dem Eisenteil vorhanden und besitzen ihre eigenen magnetischen Felder, jedoch tun sie ihre eigenen Aufgaben und gehen ihren eigenen Weg. Das Ergebnis ist, dass dort keine magnetische Kraft vorhanden ist.
 
Jedoch kann das nicht magnetische Eisenstück zu einem kraftvollen Magnet werden, wenn es in ein starkes magnetisches Feld für eine bestimmte Zeit gebracht wird, was dazu führt, dass sich die Moleküle in dem Eisenstück richtig zusammenschließen, so dass die Kraft des Zusammenschlusses bemerkbar wird.
 
In ähnlicher Weise führte Gott sein Volk zum Sinai und brachte es für ein Jahr in das starke magnetische Feld seiner Herrlichkeit, um sie in den richtigen Zusammenschluss zu bringen.
Er verband sie körperlich, indem er die Stiftshütte in die Mitte positionierte und alle Stämme um diese lagern ließ.
 
Im Osten positionierte er die Stämme Juda, Issaschar und Sebulon. Im Süden positionierte er Ruben, Simeon und Gad. Mit dem Offenbarungszelt brachen die Leviten auf. Im Westen positionierte er Ephraim, Manasse und Benjamin. Im Norden positionierte er Dan, Ascher und Naphtali.
Jeder von den Stämmen des Volkes Israel wurde an einen bestimmten Ort von Gott in einem bestimmten Wind platziert, so dass seine Kraft sich entsprechend richtig bewegen konnte. Als erstes waren die Stämme alle im Zusammenschluss vereint.
 
Gott wusste, dass sie alle verschieden waren, was bedeutete, dass jeder einzelne Stamm seine eigene Berufung und Bestimmung hatte. Jeder hatte seine eigenen Gaben und Fähigkeiten.
 
Zum Beispiel verstand Juda die Kriegsführung und Anbetung (vgl. 1.Mose 49,8-12; Richter 1,1-2). Issaschar verstand es die Zeiten richtig zu verstehen (vgl. 1.Chronik 12,33). Sebulon verstand es in der Geschäftswelt Erfolg zu besitzen (vgl. 1.Mose 49,13; 5.Mose 33,18-19).
 
Gott nahm die Stämme Israels und schloss sie auf die Weise miteinander zusammen, so dass alle die Möglichkeit hatten im Erfolg zu wandeln. Und genau auf ähnliche Weise schloss Jesus seine Jünger zusammen (vgl. Markus 6,7).
 
In 1.Korinther 12 können wir lesen, dass Gott seinen Leib auf der Erde zusammenfügte, was darauf hinweist, dass er einen Plan für jeden einzelnen Heiligen in seinem Leib hat, diesen mit dem richtigen Stamm zusammenzufügen, so dass er Erfolg besitzt und wie eine Blume gedeiht.
 
Nicht nur die Stämme waren miteinander verbunden, sondern sie waren auch mit der Bundeslade in Kontakt, was darauf hindeutete, dass jeder mit der Herrlichkeit Gottes in Berührung war.
Als jeder Stamm richtig zusammengeschlossen war, existierte ein Ort für die Herrlichkeit Gottes, um herunterzukommen und unter ihnen zu wohnen. <= (Anm.: Der in „=>“ eingestellte Text beruht auf einer Offenbarungslehre von Dr. Robert Heidler von Glory of Zion Ministries, die er in dem Buch „A Time To Advance“ auf den Seiten 173-175 schrieb.)
 
Fazit
 
Im Zusammenhang mit Habakuk 2,11 wird deutlich, dass wenn Gott mit seiner gewichtigen Gegenwart auf uns als sein Volk kommt, es unersetzlich bleibt, dass wir uns als lebendige Steine im Maßstab Gottes in seinem für uns bestimmten apostolischen Zusammenschluss (Anm.: Steine in der Mauer) aufhalten, so dass wir einheitlich die Offenbarung Gottes ausrufen.
 
In alledem ist es wichtig, dass wir das grüne Holz (Anm.: Kreuz Jesu => die Einfachheit Christi; vgl. Lukas 23,31) im Zentrum unserer Gemeinschaft tragen, was bedeutet, ein demütiges Herz zu haben, um das Seufzen des Geistes in uns richtig einzuordnen und das Reden Gottes zu verstehen (vgl. Römer 8,26).
 
Römer 8,26:
26 Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich es gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.
 
Daraus folgt, dass wir durch die Offenbarungserkenntnis Gottes in verständlichen Worten den Menschen gegenüber antworten können, egal ob sie die Wahrheit hören wollen oder nicht (vgl. Habakuk 2,11 i.V.m. Lukas 19,39).
 
Habakuk 2,11:
11 Denn auch die Steine in der Mauer werden schreien, und die Sparren am Gebälk werden ihnen antworten.
 
Lukas 19,40:
40 Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.
 
Es ist an der Zeit, seine eigenen Vorstellungen und Enttäuschungen aus der Vergangenheit abzulegen und sich dem Heiligen Geist in seiner souveränen Führung völlig hinzugeben, um Jesus Christus und den Vater, der ihn aus Liebe sandte, zu verherrlichen mit dem, was einem jeden zugeteilt ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Jesus Christus, der die Erfüllung der Torah sowie der Propheten ist, betont uns die Relevanz, dass wir aus seinem vollendeten Erlösungswerk das Wort Gottes lesen.
 
Erst wenn wir das auf diese Weise ergreifen und tun, hat das zur Folge, dass die Wahrheit des Wortes Gottes in einem erlösenden Charakter in uns aktiv ist, so dass wir tiefer in die Freiheit geführt werden (vgl. Matthäus 5,17, Johannes 8,31b-32).
 
Matthäus 5,17:
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich (Anm.: Jesus Christus) gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
 
Johannes 8,31b-32.36:
… 31b Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. …
36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.
 
Der Aufenthalt des hebräischen Sklaven im Haus seines Herrn
 
Damit im Zusammenhang führte mich der HERR zu 2.Mose 21,1-6, wo es um die Rechtsordnung von hebräischen Sklaven geht.
 
2.Mose 21,1-6:
1 Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen vorlegen sollst: 2 Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr aber soll er freigelassen werden ohne Lösegeld.
3 Ist er ohne Frau gekommen, so soll er auch ohne Frau gehen; ist er aber mit seiner Frau gekommen, so soll sie mit ihm gehen.
4 Hat ihm aber sein Herr eine Frau gegeben und hat sie ihm Söhne oder Töchter geboren, so sollen Frau und Kinder seinem Herrn gehören, er aber soll ohne Frau gehen.
5 Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und meine Frau und Kind, ich will nicht frei werden, 6 so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr und er sei sein Sklave für immer.
 
Diesbezüglich setzte der Heilige Geist seinen Schwerpunkt auf die Person, die einen hebräischen Sklaven käuflich erwarb und ihn dadurch in sein Haus holte, um ihm dort zu dienen.
 
Da Paulus davon sprach, dass nicht der ein Jude ist, der äußerlich beschnitten ist, sondern der, der es am Herzen ist, können wir als Gläubige aus den Nationen von Heiden an dieser Stelle einen Bezug zum hebräischen Sklaven erkennen (vgl. Römer 2,28-29)
 
Römer 2,28-29:
28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.
 
Anhand dieses Prinzips wurde mir die Relation zwischen Jesus Christus und uns als den in der Nachfolge befindlichen Gläubigen offenbart, die wir mit seinem Blut teuer erkauft und in die Verwalterschaft von Autorität und göttlicher Beziehung gestellt wurden (vgl. Offenbarung1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst (Anm.: erkauft) hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Wahrhaftige Jüngerschaft
 
Hierbei handelt es sich um alle an Christus gläubigen Personen, die das Herz eines wahrhaftigen Jüngers besitzen. Das bedeutet, dass diese Gläubigen ihr eigenes Leben, ihre Familie sowie ihren Besitz nicht als ihr Eigentum betrachten, sondern als dienendes Potential für Jesus Christus und den himmlischen Vater (vgl. Matthäus 10,37 i.V.m. Galater 2,20; 2.Mose 21,5-6).
 
Matthäus 10,37:
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
2.Mose 21,5-6:
5 Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und meine Frau und Kind, ich will nicht frei werden, 6 so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr und er sei sein Sklave für immer.
 
Wahrhaftige Jüngerschaft bedeutet, der Autorität Jesu in vollem Umfang unterstellt zu sein. Das beinhaltet eine Unbedingtheit der „Nachfolge“, die weit über das traditionelle Verständnis und Maß hinausgeht. Ein Jünger Jesu muss um der anbrechenden Herrschaft Gottes willen bereit sein, alles hinter sich zu lassen (vgl. Lukas 9,57-62; Lukas 14,25-27).
 
=> Wahre Jünger Jesu sind somit Schüler/Studenten, die immer lernen, wachsen und mehr nach der Erkenntnis ihrer Berufungen und Ziele suchen sowie das, was Jesus anweist, umsetzen. Dieser Lebenswandel ist ein Ausdruck der Liebe gegenüber Jesus Christus (vgl. Johannes 14,23).<= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einem Zitat von Rick Joyner).
 
Jesus Christus machte deutlich, welche Personen er als seine unmittelbaren Familienmitglieder betrachtet. Es sind die, die den Willen seines himmlischen Vaters tun. Diese Aussage machte Jesus, während er inmitten seiner Predigt durch die Präsenz seiner irdischen Familienangehörigen sowie eines Hinweises von einer Person aus der von ihm adressierten Volksmenge unterbrochen wurde (vgl. Matthäus 12,46-50).
 
Matthäus 12,46-50:
46 Als er noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden.
47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.
48 Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?
49 Und er streckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder!
50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
 
Es war der Plan des Widersachers Jesus Christus davon abzuhalten über tiefe offenbarende Zusammenhänge in Bezug auf die Befreiung von unreinen Geistern, die Menschen plagten, zu sprechen.
 
Das tat der Widersacher, indem er es zuerst versuchte Jesus von seiner Predigt abzuhalten, indem er Menschen mit einem religiösen Gedankengut in seinen Weg stellte, um ihn durch die Forderung eines Zeichens herauszufordern. Hierbei handelte es sich um die Schriftgelehrten und Pharisäer.
 
Jedoch offenbarte Jesus ihnen ihre Herzenshaltung und verwies auf die bereits bestehenden Zeichen durch das Leben des Propheten Jona und die der Königin von Saba. Darüber hinaus machte Jesus auf die Gegenwart seines kommenden Sieges am Kreuz, seine Auferstehung und seine Größe von Weisheit aufmerksam (vgl. Matthäus 12,38-42).
 
Matthäus 12,38-42:
38 Da fingen einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern an und sprachen zu ihm: Meister, wir möchten gern ein Zeichen von dir sehen.
39 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona.
40 Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.
41 Die Leute von Ninive werden auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona.
42 Die Königin vom Süden wird auftreten beim Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, um Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo.
 
Nachdem Jesus von seinem Triumph und der ihm von seinem himmlischen Vater verliehenen Weisheit sprach, ging er auf die Vorgehensweise eines unreinen Geistes ein, der einen Menschen besetzte sowie auf Folgen der erfolgten Freisetzung. Jesus verwies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit der inneren Erfüllung der freigesetzten Person mit der Gegenwart Gottes (vgl. Matthäus 12,43-45).
 
Matthäus 12,43-45:
43 Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht.
44 Dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er es leer, gekehrt und geschmückt.
45 Dann geht er hin und nimmt mit sich sieben andre Geister, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie darin; und es wird mit diesem Menschen hernach ärger, als es vorher war. So wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen.
 
Und genau nach diesen Offenbarungen griff der Widersacher wieder an, indem er Jesus in seiner Rede unterbrach und wie bereits zuvor erwähnt einige aus seiner irdischen Familie erscheinen ließ, die mit Jesus reden wollten.
 
Diese Situation ist ein Hinweis auf den Angriff des Widersachers durch den Einfluss von „plumper Vertrautheit“. Wenn der Feind es nicht schafft mit dem Einfluss von Religion den Fluss von offenbarender Wahrheit aufzuhalten, bleibt es meist nicht aus, dass er es als nächstes mit „plumper Vertrautheit“ versucht.
 
Was ist „plumpe Vertrautheit“?
 
=> Ursprünglich ein geistlicher Begriff, der die Brutstätte für Verachtung definiert (gemäß dem Sprichwort: Plumpe [oder allzu große] Vertrautheit erzeugt Verachtung; Anm. d. Übers.). Aus dieser Perspektive betrachtet, erzeugt sie bewusst Respektlosigkeit und Rebellion. Diese Vertrautheit hat seinen Ursprung im Totengeist – dem alten griechischen „Pytho-Geist“ und dem uralten Werk Satans, nämlich dem Netzwerk von Ahnengeistern in der menschlichen Ahnentafel – deren Familien.
(Plumpe) Vertrautheit ist das pervertierte Extrem von Freundschaft und Beziehung, die danach trachtet, das Unwürdige zu fördern und darin Autorität zu denunzieren sowie zu verringern.
Vertrautheit wirkt sich durch begleitende Kräfte wie Verleumdung, Tratsch, Beschimpfung, Beleidigung, Vernachlässigung, Kritik oder Richten aus.
„Begleitend“ ist eine lateinische Urform des Wortes „Vertrautheit“. Diese sind bekannte Waffen in Satans Arsenal. Prophetisch betrachtet, kann (plumpe oder allzu große) Vertrautheit als ein kalkulierter Angriff Satans auf das Leben eines geistlichen Leiters oder Dieners Gottes gesehen werden.
Sie manifestiert sich letzten Endes als drohender Krieg gegen die Gemeinde des Herrn Jesus Christus und jegliche anerkannte Autorität schlechthin. <= (Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf einer Erklärung aus dem „Prophet`s Dictionary„ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 212)
 
Somit ist plumpe Vertrautheit, ein berechnender Angriff, der vom Widersacher darauf angesetzt ist, die Freisetzung der Weisheit und Offenbarung des Sohnes Gottes zu unterwandern, mit dem Ziel, diese zu unterbinden.
 
Deshalb ist es wichtig, diesem Einfluss in seinen Anfängen Einhalt zu gebieten, indem man sich nicht von seinem Ziel abbringen lässt, die offenbarende Wahrheit zu sprechen, die der Heilige Geist eingibt und konsequent das Leben in Nachfolge zu führen.
 
Die Nachfolge Jesu und Dienerschaft
 
Die wahre Nachfolge Jesu ist eine gesunde Form von „Sklaverei“ (Anm.: in Dienerschaft), die ihren Sitz in der Sohnschaft Jesu hat und mit dem sanften Joch verbunden ist, das zu innerer Ruhe führt (vgl. Matthäus 11,29-30).
 
Matthäus 11,29-30:
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
 
Die Zeit der geistlichen Prüfung
 
Es bleibt nicht aus, dass wir zu unterschiedlichen Zeiten vom Geist Gottes geprüft werden, ob wir es wirklich ernst mit der Beziehung zum Vater in der Nachfolge Jesu Christi meinen.
 
Es verhält sich ähnlich wie mit dem hebräischen Sklaven aus 2.Mose 21 und den Jüngern, die Jesus nachdem er von seinem Fleisch und Blut sprach, fragte, ob sie auch weggehen würden, was sie verneinten, da sie Jesus durch die Aussage von Petrus als den Heiligen Gottes erkannten (vgl. Johannes 6,55-56.60.66-69).
 
Johannes 6,55-56.60.66-69:
55 Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. …
60 Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? …
66 Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm.
67 Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen?
68 Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens;
69 und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
 
Durch die Aussage von Petrus wird deutlich, dass sich die Jünger Jesu auf gewisse Weise entschieden im „Haus ihres Meisters“ zu bleiben und somit weiterhin ein Teil seiner Familie waren, um Christus als die Tür, die in die Gegenwart des himmlischen Vaters führt, zu offenbaren (vgl. 2.Mose 21,5-6 i.V.m. Johannes 10,9).
 
2.Mose 21,5-6:
5 Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und meine Frau und Kind, ich will nicht frei werden, 6 so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr und er sei sein Sklave für immer.
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Es ist das Blut des Lammes, das mit der „Tür“ verbunden ist und göttlichen Schutz sowie die von Gott herbeigeführte Befreiung in die Verheißung garantiert (vgl. 2.Mose 12,23 i.V.m. Galater 5,1).
 
2.Mose 12,23:
23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Wenn er aber das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um euch zu schlagen.
 
Galater 5,1a:
1a Zur Freiheit hat uns Christus befreit! …
 
Es ist wesentlich an dieser Stelle festzuhalten, dass jeder einzelne Mensch einen freien Willen hat, um sich für etwas oder gegen etwas zu entscheiden.
 
Jedoch muss sich jeder Einzelne dessen bewusst sein, dass die jeweiligen getroffenen Entscheidungen mit Konsequenzen verbunden sind. Alles im Leben hat Konsequenzen.
 
Letztlich entscheiden wir allein durch unsere Entscheidung in welchem Haus wir leben möchten (vgl. Galater 6,7-8).
 
Galater 6,7-8:
7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.
8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm