Während einer Veranstaltung im apostolischen Zentrum Holy Place, erhielt ich die Gnade prophetisch zu dienen und sah in meinem Geist ein Tor, dessen Säulen aus transparentem Glas bestanden, in denen klares Wasser wie in einem Strudel zirkulierte. Während ich diese Erscheinung sah, wurde mir offenbart, dass es sich dabei um das Wassertor handelte.
 
Der Standard des Wortes Gottes und der Wiederaufbau der Mauer Jerusalems
 
Hierbei sprach der Heilige Geist über den Standard des Wortes Gottes in Verbindung mit dem Wassertor, das unter anderem mit dem Wiederaufbau der Mauer Jerusalems zur Zeit von Nehemia verbunden ist. Unter der Aufsicht von Nehemia wurden die Arbeiter für den Wiederaufbau verschiedenen Bauabschnitten zugeteilt, wobei es einen Abschnitt gab, der mit dem Wassertor im Zusammenhang stand (vgl. Nehemia 3,25b-26).
 
Nehemia 3,25b-26:
… 25b Nach ihm baute Pedaja, der Sohn des Parosch, 26 bis gegenüber dem Wassertor im Osten und dem Turm, der hervortritt.
 
Die Wiederherstellung der Mauer Jerusalems entspricht dem Standard des Wortes Gottes und dem Verständnis des einen neuen Menschen, auf dem die Propheten stehen und die Dinge prophezeien, die sie sehen (vgl. Jesaja 62,6 i.V.m. Epheser 2,15; Offenbarung 21,12.14; 2.Petrus 1,19-21).
 
Jesaja 62,6:
6 O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, …
 
Epheser 2,15 (Anm.: Das Jüdische Neue Testament):
… 15 indem er (Anm.: Jesus Christus) in seinem eigenen Leib die Feindschaft zerstörte, die durch die Torah mit ihren Geboten in der Form von Ritualen hervorgerufen wurde. Er tat das, um in der Vereinigung mit sich selbst aus den zwei Gruppen (Anm.: Juden und Christen aus den Heidenvölkern) eine einzige neue Menschheit zu schaffen und auf diese Weise Schalom zu schaffen, …
 
Offenbarung 21,12.14:
… 12 sie (Anm.: die Stadt/Braut/Frau des Lammes) hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: …
14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
 
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
 
Gottes Propheten und ihr Verständnis
 
Die Propheten haben ein Verständnis über die von Gott festgelegten Grenzen für die Braut des Lammes, die den Maßstab seines Wortes bedeuten (vgl. Offenbarung 21,2.9-10).
 
Offenbarung 21,2.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, …
 
Propheten sind getrieben durch das Geliebt-sein des Bräutigams im Auftrag Gottes die Dinge im Einklang mit dem Wort Gottes zu prophezeien, die sie sehen. Ihre prophetischen Worte haben die Kraft bestehende Furcht in den Herzen von Menschen auszutreiben, so dass deren Adressaten befähigt sind, sich in der Liebe Gottes aufzuhalten und seine Wahrheit richtig zu verstehen (vgl. 1.Johannes 4,18a i.V.m. Johannes 8,31-32; Johannes 14,21).
 
1.Johannes 4,18a:
18a Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; …
 
Johannes 8,31-32:
31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Johannes 14,21:
21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
 
Das Wassertor als Fixpunkt und der Quantensprung
 
Für den Wiederaufbau des Mauerabschnitts, der als seinen Fixpunkt das Wassertor gegenüber hatte, war Pedaja (Anm.: bedeutet „JAHWE errettet; erlöst hat JAHWE“) zuständig, der Sohn des Parosch (Anm.: bedeutet „Floh, Springer“) (vgl. Nehemia 3,25b-26).
 
Nehemia 3,25b-26:
… 25b Nach ihm baute Pedaja, der Sohn des Parosch, 26 bis gegenüber dem Wassertor im Osten und dem Turm, der hervortritt.
 
Es war Gottes Absicht das Volk Israel in eine neue Freiheit „springen“ zu lassen, die mit seiner rettenden bzw. erlösenden Kraft in Verbindung stand. Hierbei handelte es sich um einen sogenannten „Quantensprung“, verbunden mit dem Eintritt in eine neue Zeit sowie in eine neue Dimension der Offenbarung seines Wortes.
 
In einem prophetischen Kontext gesprochen, ist der Platz vor dem Wassertor der Ort, der eng mit dem Standard des Wortes Gottes verknüpft ist, das den Wandel in Reinheit beinhaltet, wenn man sich aufrichtig und in wahrhaftiger Liebe mit Jesus Christus voranbewegt (vgl. Epheser 5,26-27).
 
Epheser 5,26-27:
… 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
 
Es war der Priester und Schriftgelehrte Esra, der auf dem Platz vor dem Wassertor von einem erhöhten Standpunkt aus dem Volk Israel die „Thora – Lehre Gottes“ zur Zeit eines biblischen Neubeginns (Anm.: 1. Tischri/Ethanim => Beginn des neuen Segenszyklus sowie der Tag des Lärmblasens; vgl. 3.Mose 23,23-25; 4.Mose 29,1) vorlas (vgl. Nehemia 8,1-4a).
 
Nehemia 8,1-4a:
… 1 versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor dem Wassertor und sie sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch des Gesetzes des Mose holen, das der HERR Israel geboten hat.
2 Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Männer und Frauen und alle, die es verstehen konnten, am ersten Tage des siebenten Monats 3 und las daraus auf dem Platz vor dem Wassertor vom lichten Morgen an bis zum Mittag vor Männern und Frauen und wer es verstehen konnte. Und die Ohren des ganzen Volks waren dem Gesetzbuch zugekehrt.
4a Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einer hölzernen Kanzel, die sie dafür gemacht hatten, …
 
Der Tag des Lärmblasens und der hohe Offenbarungsbereich
 
Der Tag des Lärmblasens ist ebenfalls der Tag, der den neuen Segenszyklus des biblischen Jahres durch den Klang der Posaune bzw. des Widderhorns ankündigt und auch Rosch ha-Schana (Anm.: Kopf/Haupt des Jahres) genannt wird.
Aus diesem Grund war es auch kein Zufall, dass Esra die Thora genau an diesem hohen Tag vor das Volk Israel brachte und sie von einem erhöhten Standpunkt aus vorlas.
 
Der Apostel Johannes erlebte eine ähnliche Situation während er sich im Geist befand und das Buch der Offenbarung empfing, indem er von der Stimme, die er zuvor wie eine Posaune hörte, aufgefordert wurde in einen höheren geistlichen Bereich einzutreten. Dieser Bereich stand ebenfalls mit einem Eingang in Verbindung, den Johannes als eine geöffnete Tür im Himmel sah (vgl. Offenbarung 4,1-2).
 
Offenbarung 4,1-2:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
 
Es ist Gottes Verlangen, dass wir durch das „Wassertor“ hindurchgehen, um gemäß dem Maßstab seines Wortes an den Dingen teilzuhaben, die er uns offenbaren möchte (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Psalm 34,9)
 
Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!
 
Wenn Gott uns im Geist durch den Maßstab seines Wortes, der Jesus Christus ist dazu aufruft in einen höheren Bereich seiner Gegenwart zu kommen, sollten wir bereit sein, die Dinge, die er uns dort zuteil werden lässt in uns aufzunehmen, um in der Erkenntnis zu Jesus Christus hin zu wachsen, der das Haupt ist (vgl. Epheser 4,15).
 
Epheser 4,15:
15 Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, …
 
Für viele Gläubige in Christus ist der himmlische Bereich bzw. der Bereich des Geistes ein abstrakter Begriff, der sogar einigen befremdlich ist.
 
Es ist nicht in erster Linie der Ort, wo man nach dem Tod hingeht. Der Himmel ist der Ort, wo das Geistwesen eines jeden Menschen in Existenz gekommen bzw. geboren wurde (vgl. Psalm 139,16 i.V.m. Jeremia 1,5a).
 
Psalm 139,16:
16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
 
Jeremia 1,5a:
5a Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, …
 
Deshalb ist es Gottes Verlangen, dass wir durch Jesus Christus wieder an diesen Ort zurückkommen, um von dort aus als Priester zu dienen und als Könige zu regieren (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Das richtige Verständnis des Geistbereiches
 
Wenn wir das richtig verstanden haben, erhalten wir durch die Gabe der Liebe des Vaters, die Jesus Christus ist (vgl. Johannes 3,16) die Zugangsberechtigung in die jeweiligen Bereiche, in die er uns die Erlaubnis gibt einzutreten.
 
Der Empfang der Gabe von Jesus Christus in unserem Leben bringt Gunst mit sich, die es gilt zu schützen und zugleich auch einen verantwortlichen Umgang von uns erfordert.
 
Das bedeutet, dass bevor wir die Dinge, die wir von Gott erhalten haben, richtig lehren und weitergeben können, es zunächst notwendig ist, dass wir uns intensiv damit befassen und sicherstellen, dass es in unseren Gedanken bzw. in unserem Geistmenschen verankert ist.
 
Kein Gläubige/r in Christus sollte damit beginnen, Menschen etwas beizubringen, wenn er nicht zuerst selbst die geistlichen Dinge bzw. geistliche Bereiche für sich verstanden hat, mit denen er in Berührung gekommen bzw. in die er eingetreten ist.
 
Der himmlische Bereich ist die Dimension, von der Gott verlangt, dass wir dort in Christus Jesus heranreifen und uns auch dort aufhalten (vgl. Epheser 2,4-6 i.V.m. Kolosser 3,1-2).
 
Epheser 2,4-6:
4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden –; 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …
 
Kolosser 3,1-2:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Vor einiger Zeit erhielt ich von einer mir bekannten Person eine Kurzmitteilung auf mein Mobilfunktelefon, die über einen Nachrichtendienst versandt wurde. Hierbei drückte die Person versehentlich beim Versenden eines Stickers auf einen Kusssticker, der mir daraufhin zugestellt wurde.
Die betreffende Person ließ mich wissen, dass es sich bei der Auswahl des Stickers um ein Versehen handelte.
 
Der heilige Kuss
 
Als ich die Nachricht mit dem Sticker erhielt, erinnerte mich der HERR an die Bibelstellen, wo es heißt, dass wir uns einander mit dem heiligen Kuss grüßen sollen (vgl. Römer 16,16; 1.Korinther 16,20; 2.Korinther 13,12; 1.Thessalonicher 5,26; 1.Petrus 5,14).
 
Römer 16,16:
16 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Gemeinden Christi.
 
1.Korinther 16,20:
20 Es grüßen euch alle Brüder. Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss.
 
2.Korinther 13,12:
12 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen.
 
1.Thessalonicher 5,26:
26 Grüßt alle Brüder mit dem heiligen Kuss.
 
1.Petrus 5,14:
14 Grüßt euch untereinander mit dem Kuss der Liebe. Friede sei mit euch allen, die ihr in Christus seid!
 
Das bei den o.g. Bibelstellen verwendete griechische Wort für „Kuss“ ist „phịlēma“ und kommt von dem griechischen Wurzelwort „philẹō“, was „gut Freund sein, freundschaftliche Liebe, gern haben“ bedeutet.
Das Wort „philẹō“ bezeichnet ein Lieben bzw. ein freundschaftliches Gernhaben, welches vor allem auf gemeinsamen Interessen beruht. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den griechischen Worten „phịlēma – Kuss“ und „philẹō“ mit der Wortschlüsselnummer 5185, 5183)
 
Der Kuss als Siegel der Einheit
 
Anhand dieser Erklärung wird deutlich, dass der Kuss unter anderem ein Zeichen dafür ist, dass man die gemeinsamen Interessen in Jesus Christus verfolgt, so dass die wahre Jüngerschaft von den Menschen erkannt wird (vgl. Johannes 13,35).
 
Johannes 13,35:
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Es ist weiterhin interessant anzumerken, dass der „heilige Kuss“ am Ende der o.g. Briefe und als ein Aufruf zur Begrüßung erwähnt wird.
Somit stellt der „heilige Kuss“ eine Art sichtbares Siegel für die gemeinsamen Interessen dar.
Jesus war sich der Bedeutung des „heiligen Kusses“ bewusst, weshalb er Judas während dem Prozess seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane ansprach, ob er ihn ernsthaft mit einem Kuss verraten würde (vgl. Lukas 22,47-48).
 
Lukas 22,47-48:
47 Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich zu Jesus, um ihn zu küssen.
48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss?
 
Der Grund der Frage Jesu gegenüber Judas war, ob er wirklich die gemeinsamen Interessen anstrebte wie Jesus im Plan seines himmlischen Vaters sie verfolgte.
Das war bei Judas nicht der Fall, denn Judas gab Jesus den Kuss aufgrund der Liebe zum Geld (vgl. Johannes 12,4-6; Matthäus 26,14-16 i.V.m. Matthäus 6,24; 1.Timotheus 6,10).
 
Johannes 12,4-6:
4 Da sprach einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn hernach verriet: 5 Warum ist dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben?
6 Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.
 
Matthäus 26,14-16:
14 Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.
16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn verriete.
 
Matthäus 6,24:
24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Anm.: Liebe zum Geld).
 
1.Timotheus 6,10:
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
 
Der Kuss als ein Zeichen der geistlichen Kampfführung
 
Wenn wir im Hebräischen über den Begriff „Kuss“ studieren, können wir feststellen, dass es sich dabei um das hebräische Wort „nĕšîqā“ handelt, welches vom hebräischen Wurzelwort „nāšaq“ abgeleitet ist und „küssen, sich fügen“ bedeutet sowie auch mit den Worten „sich berühren, sich ausrüsten, Waffen, Rüstzeug und Zeughaus/Waffenkammer“ in Verbindung steht. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den hebräischen Worten „nĕšîqā“ und „nāšaq“ mit der Wortschlüsselnummer 5480*, 5491)
 
Es ist kein Zufall, dass der Apostel Johannes die Liebe als die siegreiche Waffe gegen den Einfluss von Furcht erwähnt und auch das Berühren mit dem Übertragen der Salbung sowie der Wiederherstellung steht (vgl. 1.Johannes 4,18; Apostelgeschichte 8,17; Jakobus 5,14).
 
1.Johannes 4,18:
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
 
Apostelgeschichte 8,17:
17 Da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist.
 
Jakobus 5,14:
14 Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.
 
Der „Kuss Gottes“ und der Wiederaufbau der Mauer von Jerusalem
 
Weiterhin liegt der „Kuss Gottes“ in Nehemia 3,19 verborgen, wo es um den Aufbau der Mauer Jerusalems (Anm.: Festung des Friedens) unter der Leitung von Nehemia geht.
Die Wiederherstellung der Mauer steht in diesem Abschnitt mit dem „Zeughaus bzw. der Waffenkammer“ in Verbindung.
 
Nehemia 3,19:
19 Neben ihm baute Eser, der Sohn Jeschuas, der Vorsteher von Mizpa, ein weiteres Stück an dem Winkel gegenüber dem Aufgang zum Zeughaus.
 
Die Reihenfolge der Arbeiter bei der Wiederherstellung der Mauer von Jerusalem
 
Wenn wir uns die Reihenfolge der Arbeiter beim Wiederaufbau der Mauer Jerusalems zur Zeit von Nehemia anschauen, ist festzustellen, dass die Arbeiter in Nehemia 3,18 sowie in Nehemia 3,20 hintereinander erwähnt werden, wobei in Nehemia 3,19 das Wort „neben“ anstatt „hinter/nach“ genannt wird.
Das hebräische Wort für „neben“ ist „jād und steht mit dem gleichnamigen zehnten hebräischen Buchstaben „jod“ in Verbindung, den Jesus mit der Erfüllung des Wortes Gottes nannte (vgl. Matthäus 5,17-19).
 
Matthäus 5,17-19 (Rev. Elberfelder):
17 Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota (Anm.: griech. „iōta“ weist auf den zehnten hebräischen Buchstaben „jod“ mit dem Zahlenwert „10“ hin) oder ein Strichlein (Anm.: griech. „kerạịa – Haken, Horn und weist auf den hebräischen Buchstaben „jod“ mit dem Zahlenwert „10“ hin) von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
19 Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel.
 
Das bedeutet, dass wir die Weisung Gottes durch seine Hand/seinen Finger (Anm.: Der Zahlenwert „10“ des „jod“ deutet auf die Weisung Gottes durch die zehn Gebote hin.) erhalten, so dass wir gesichert im Willen Gottes vorangehen.
Der HERR ist es, der uns mit seiner kraftvollen Hand leitet und uns dabei hilft mit prophetischer Sicht von einem höheren geistlichen Ort zu blicken.
Das ist, was die Namen in Nehemia 3,19 offenbaren.
 
  1. der Sohn Ezer => „Hilfe“
  2. der Vater Jeschua => „JAHWE ist Hilfe.“
  3. Vorsteher der Region von Mizpa => „Berghöhe, Warte“
Auf diese Weise sollten wir vorgehen, während wir auf der Grundlage von wahrer heiliger Gemeinschaft und der älteren Generation aufbauen sowie uns in der Gnade Gottes, die Jesus Christus (Anm.: der Gestorbene und Auferstandene) ist mit einem anbetenden Herzen voranbewegen.
Das wird durch die ersten drei genannten Namen in Nehemia 3,18 verdeutlicht.
 
Nehemia 3,18:
18 Nach ihm bauten ihre Brüder unter Binnui, dem Sohn Henadads, dem Vorsteher des andern halben Bezirkes von Keïla.
 
  1. der Sohn Binnui => „Gebäude, Familie, Nachkommenschaft“
  2. der Vater Henadad => Gnade und Gunst von Hadad (Donner/Krachen = Stimme Gottes; 2.Mose 19,16.19; Offenbarung 4,5; Offenbarung 10,4)
  3. Vorsteher der halben Region von Keïla/Kehila/Kegila – ein langgestreckter Berg oder Bergrücken (Anm.: war eine Stadt im Stamm Juda – „Lob, Preis“)
Wir sollten uns bei alledem vor Augen halten, dass wir Gesegnete sind und durch das Erlösungswerk von Jesus Christus, der die Liebe des Vaters ist, rein bzw. unschuldig gemacht sind (vgl. Johannes 3,16).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Lasst uns weiter die Dinge wiederherstellen, die uns der Heilige Geist zeigt und zu dem hinbauen bzw. hinwachsen der das Haupt und der kostbare Eckstein ist, nämlich Jesus Christus (vgl. Epheser 4,15; Epheser 2,20)!
Er ist es, der das, was verloren ist zurückbringt (vgl. Lukas 15,24 i.V.m. Joel 2,25-27)!
 
Lukas 15,24:
24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
 
Joel 2,25-27:
25 Und ich will euch die Jahre erstatten, deren Ertrag die Heuschrecken, Käfer, Geschmeiß und Raupen gefressen haben, mein großes Heer, das ich unter euch schickte.
26 Ihr sollt genug zu essen haben und den Namen des HERRN, eures Gottes, preisen, der Wunder unter euch getan hat, und mein Volk soll nicht mehr zuschanden werden.
27 Und ihr sollt es erfahren, dass ich mitten unter Israel bin und dass ich, der HERR, euer Gott bin, und sonst keiner mehr, und mein Volk soll nicht mehr zuschanden werden.
 
Das wird durch die drei genannten Namen und die Baurichtung der Mauer in Nehemia 3,20 verdeutlicht.
 
Nehemia 3,20:
20 Nach ihm zum Berge hin baute Baruch, der Sohn Sabbais, ein weiteres Stück vom Winkel bis an die Haustür Eljaschibs, des Hohenpriesters.
 
  1. der Sohn Baruch => „Gesegneter“
  2. der Vater Sabbai => „unschuldig, rein“
  3. gebaut zum Berg hin und vom Winkel bis zur Haustür des Hohenpriester Eljaschib => „Gott wird zurückbringen.“
Erneuerung und Wiederherstellung
 
Da es in dieser Botschaft um den „heiligen Kuss“ in Verbindung mit der Wiederherstellung der Mauer Jerusalems geht, möchte ich abschließend anmerken, dass das hebräische Wort für „Erneuerung/Wiederherstellung“ in Verbindung mit dem „Erstarken bzw. stark werden“ steht.
Das macht in Bezug auf den „heiligen Kuss“ deutlich, dass ein Vorangehen im Plan Gottes mit einem gemeinsamen Interesse Stärkung hervorbringt.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Im Laufe der geistlichen Entwicklung eines Gläubigen in Christus treten hinsichtlich der von Gott festgelegten Maßstäbe im Tenach (Anm.: Altes Testament) in Bezug auf den Umgang mit dem Bösen Fragen auf. Diese beinhalten unter anderem die Fragestellung, warum es JHWH, der Gott Israels in bestimmten Situationen anordnete, Personen in Verbindung stehend mit dem Bösen zu töten (vgl. z.B.: 3.Mose 20,2-3; 5.Mose 24,7; 1.Samuel 15,3).
 
3.Mose 20,2-3:
2 Sage zu den Israeliten: Wer unter den Israeliten oder den Fremdlingen in Israel eins seiner Kinder dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das Volk des Landes soll ihn steinigen.
3 Und ich will mein Antlitz kehren gegen einen solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, weil er dem Moloch eins seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum unrein gemacht und meinen heiligen Namen entheiligt hat.
 
5.Mose 24,7:
7 Wenn jemand ergriffen wird, der von seinen Brüdern, den Israeliten, einen Menschen raubt und ihn gewalttätig behandelt oder ihn verkauft: solch ein Dieb soll sterben, dass du das Böse aus deiner Mitte wegtust.
 
1.Samuel 15,3:
3 So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.
 
Der Grund liegt darin zu finden, dass es der Gott Israels beabsichtigte, den kommenden Generationen das Ergebnis von Sünde zu verdeutlichen (vgl. Jakobus 1,15).
 
Jakobus 1,15:
15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
 
Die Freisetzung von bösen Geistern im Tenach und im Neuen Testament
 
Bei der Betrachtung des Wortes Gottes in seiner Ganzheit, ist festzustellen, dass es wiederholt von verschiedenen Arten von Wundern berichtet, jedoch die Austreibung von bösen Geistern in Christus Jesus im Neuen Testament einzigartig ist.
 
Um einen von einem bösen Geist besessenen Menschen von seinem Peiniger zur Zeit des Tenachs (Anm.: Bücher der Bibel vor dem Neuen Testament) kraftvoll zu trennen, gab es nur eine Vorgehensweise, nämlich den betreffenden Menschen zu töten.
 
Erst mit Jesus Christus änderte sich diese Vorgehensweise, da er die Erfüllung des Gesetzes ist (vgl.
Matthäus 5,17).
 
Matthäus 5,17:
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
 
Durch Jesus wurden seine Nachfolger/Jünger berechtigt, böse Geister aus den Menschen auszutreiben, ohne das Schwert im buchstäblichen Sinn zu verwenden. Dies wird ersetzt in der Anwendung des Wortes Gottes in Form der befreienden Wahrheit im Leben eines dämonisierten Menschen, um diesen in die wahre Freiheit in Christus zu führen (vgl. Hebräer 4,12 i.V.m. Johannes 8,36).
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
 
Johannes 8,36:
36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.
 
Das macht die Aussage von Jesus deutlich als er zu Petrus im Garten Gethsemane sprach, das gezückte Schwert zurückzustecken. Es liegt darin begründet, dass sich der Kampf eines Gläubigen in Christus nicht gegen Fleisch und Blut richtet (vgl. Matthäus 26,52 i.V.m. 2.Korinther 10,3-4; Epheser 6,12).
 
Matthäus 26,52:
52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
 
2.Korinther 10,3-4:
3 Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise.
4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.
 
Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
Die Geschichte des Volkes Israel, das Kommen Jesu und das Land Kanaan
 
Somit wird deutlich, dass die von Gott festgelegte Ordnung im Tenach und die damit in Verbindung stehenden Erfahrungen des Volkes Israel sowie ihre Geschichte dazu dienten, einen Ort, einen Zusammenhang und einen Rahmen für das Kommen Christi zu schaffen.
 
Das Volk Israel mit seinem Lebensweg und entsprechenden Erfahrungen bereiteten Jesus, dem Messias den Weg, um nach Israel zu kommen und es mit Licht zu erfüllen (vgl. Matthäus 4,13-16).
 
Matthäus 4,13-16:
13 Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, 14 damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht (vgl. Jesaja 8,23; Jesaja 9,1): 15 „Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“
 
Gott sprach zu Abraham, dass seinen Nachkommen das Land Kanaan gegeben würde, nachdem die Schuld der damals anwesenden Amoriter das volle Ausmaß erreicht hätte. (vgl. 1.Mose 15,16).
 
1.Mose 15,16:
16 Sie aber sollen erst nach vier Menschenaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll.
 
Anhand dieser Verheißung wird deutlich, dass sich Kanaan im Geistbereich zu einer Region entwickelte, in der die dort lebenden Völker in einem hohen Maß unter den Einflüssen von bösen Geistern standen, so dass sie von sich selbst sowie ihrer eigenen Kraft überzeugt waren und den Plänen Gottes widerstanden.
 
Das macht außerdem deutlich, dass alle Generationen (Anm.: jung und alt) der dort lebenden Völker sowie ihr Wirtschaftssystem (Anm.: Tiere, Versorgung) den bösen Geistern ausgeliefert waren, so dass sie die Pläne des Widersachers umsetzten.
 
In 1.Mose 6,1-4 wird uns von einer antichristlichen „Brut“ berichtet, bei denen es sich um Menschen handelt, die bewusst ihre Körper für die Behausung den Mächten der Finsternis zur Verfügung stellen.
 
1.Mose 6,1-4:
1 Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, 2 da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten.
3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertundzwanzig Jahre.
4 Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten.
 
Eines ihrer Ziele sind zügellose Perversion, Homosexualität, Kinderopfer und schließlich der Lebensstil in vollständig bewusster sexueller Hingabe mit dämonischen Geistern, die sich in den betreffenden Personen befinden.
 
Solch ein Lebensstil, der sich über einen langen Zeitraum erstreckt, führt dazu, dass es in den Augen Gottes zu einem Vollmaß von Sünde kommt, die in einer bestimmten Generation sein Gericht auf der Erde mit sich zieht. Dieser „lange Zeitraum“ sollte nicht als „billige Gnade“ verstanden werden, sondern ist dazu von Gott bestimmt, die betreffenden Menschen dazu aufzurufen, umzukehren und nicht das Zeitfenster seiner Güte und Gnade zu verpassen (vgl. Römer 2,4 i.V.m. Matthäus 5,45b).
 
Römer 2,4:
4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?
 
Matthäus 5,45b:
… 45b Denn er (Anm.: Gott) lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
 
Bei dem Begriff „Gottessöhne“ handelt es sich nicht um leibliche Söhne Gottes, sondern es sind Geistwesen, die zum übernatürlichen Bereich gehören. Das wird ebenfalls anhand der Bibelstelle aus Hiob 1,6 deutlich.
 
Hiob 1,6:
6 Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, kam auch der Satan unter ihnen.
 
Da Jesus davon sprach, dass Engel nicht heiraten (vgl. Markus 12,25), kann man daraus schließen, dass sich im Laufe der Geschichte von Zeit zu Zeit rebellierende Geister natürlichen Körpern bemächtigten, um eine antichristliche Brut (Anm.: satanisch) von Menschen durch Mann und Frau hervorzubringen.
 
Aus 1.Mose 6,4 ist zu entnehmen, dass es sich hierbei nicht um ein einmaliges Ereignis handelt, auch wenn diese erwähnten Riesen durch das Gericht Gottes in der Flut umkamen. Diese Bibelstelle macht deutlich, dass es sich nicht um das letzte Mal handelte, in der diese Brut auftrat.
 
Wie bereits erwähnt, war es in der Zeit vor Jesus Christus der einzige Weg, böse Geister durch das „Schwert“ zu vertreiben (Anm.: auszutilgen). Das war der Grund, warum Gott dem Volk Israel auftrug, eine Nation/Volk völlig zu zerstören, um die Region von der Finsternis zu befreien und sie mit dem Licht Gottes, seiner Liebe, seinem Maßstab und seiner Freiheit zu erfüllen.
 
Das hebräische Wort für „völlig zerstören“ ist „ḩāram“ und bedeutet unter anderem „weihen, bannen“ und ist ein Hinweis darauf, dem Gott Israels unwiderruflich eine bestimmte Sache als Opfer zu bringen. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „völlig zerstören – ḩāram“ mit der Wortschlüsselnummer: 2836)
 
Daraus wird deutlich, dass dieser Vorgang einer priesterlichen Handlung entsprach. Alle Männer Israels waren nicht nur berechtigt, an dieser Handlung der Anbetung teilzunehmen, sondern sie wurden dazu angewiesen.
 
Die Freisetzung von Menschen als Zeichen
 
Mit dieser Erklärung und in Bezug auf die heutige Zeit bedeutet es, dass dort, wo uns der Heilige Geist berechtigt Menschen, die von bösen Geistern geplagt sind durch den Triumph von Jesus Christus am Kreuz freizusetzen, diese Freisetzung eine geweihte Handlung darstellt, die JHWH, den Gott Israels verherrlicht und seinen Maßstab durch die Generationen bestätigt (vgl. Jesaja 58,6 i.V.m. Lukas 4,18-19; Markus 16,17).
 
Jesaja 58,6 (Rev. Elberfelder):
6 Ist nicht vielmehr das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Ungerechte Fesseln (Anm.: Fesseln der Gottlosigkeit) zu lösen, die Knoten des Joches zu öffnen, gewalttätig Behandelte als Freie zu entlassen und dass ihr jedes Joch zerbrecht?
 
Lukas 4,18-19:
18 „Der Geist des Herrn ist auf mir (Anm.: Jesus Christus), weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, 19 zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.“ (vgl. Jesaja 42,7)
20 Und als er das Buch (Anm.: Schriftrolle) zutat, gab er es dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn.
21 Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.
 
Markus 16,17:
17 Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, …
 
Wenn Heilige in der Kraft von Jesus Christus Menschen von bösen Geistern befreien, ist das ein Zeichen auf die Regierungsherrschaft Gottes und die Gegenwart seines Königreichs. Das wird anhand der Aussage von Jesus deutlich, der von der Befreiung der Gefangenen und dem Gnadenjahr in der Synagoge von Nazareth sprach und sich danach auf einen besonderen Stuhl, dem Stuhl Elijahs (Anm.: Botschafter des Bundes) setzte. Jesu Predigt und sein Platznehmen gaben zum Anlass, dass alle Augen in der Synagoge auf ihn gerichtet waren (vgl. Lukas 4,20 i.V.m. Matthäus 12,28).
 
Lukas 4,20:
20 Und als er das Buch (Anm.: die Schriftrolle) zutat, gab er es dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn.
 
Matthäus 12,28:
28 Wenn ich (Anm.: Jesus Christus) aber die bösen Geister durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.
 
(Anm.: Diese Botschaft beruht auf einer Offenbarungserkenntnis von Miles Wylie Albright aus dem Buch „Tale of Two Hearts“.)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm