Gott hat ein Wort für uns: „KEINE KISTEN MEHR!“ Gott lebt in keiner Kiste. Es gab eine Zeit, da war das so – seitdem er aber aus der Bundeslade ausbrach, hat er nicht mehr in einer Kiste gelebt. Natürlich neigen wir dazu in Kisten zu leben, die oftmals ganz nett, aber eng sind. Sie sind hübsch, aber spießig, alt und langweilig. Wenn Gott nicht länger in einer Kiste lebt, sollten wir es ihm gleichtun und auch außerhalb der Kiste leben!
 
Er möchte den Deckel über unseren Köpfen entfernen, damit wir seine Stimme beständig hören und erleben können. Lasst uns Gottes belebendes Wort einatmen und unsere Herzen und Seelen erneuern, damit wir auf einer neuen Ebene seiner göttlichen Kreativität leben können!
 
Gott bestätigt Sein Wort
 
Gott möchte, dass wir seine Stimme hören und diese von anderen unterscheiden, um dann das Wort mithilfe des Geistes der Weisheit und Offenbarung korrekt auszulegen und anzuwenden, was er zu uns gesprochen hat. Gott sagte, dass „aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde“ (vgl. Matthäus 18,16). Zur Verdeutlichung finden wir diese Aussage – oder eine ähnliche – dreimal in der Schrift: in 5.Mose 19,15; Matthäus 18,16 und in 2.Korinther 13,1.
 
Es leuchtet ein, dass Gott möchte, dass wir nicht nur den historischen Jesus kennen, der als Mensch auf die Erde kam und unter den Menschen lebte. Er sehnt sich sehr danach, dass wir ihn durch die Kraft des Heiligen Geistes auch als den lebendigen, auferstandenen Christus kennen. Der Vater möchte uns befähigen, den auferstandenen HERRN zu hören, zu kennen und ihm zu gehorchen. Doch oft bemerken wir nicht einmal, dass er zu uns spricht. Kein Wunder, dass wir seine Hinweise verpassen. Er ist solch ein facettenreicher Schöpfer; so unendlich kreativ in der Art und Weise, wie er mit uns kommunizieren möchte.
 
Gottes facettenreiche Stimme
 
Die Stimme unseres himmlischen Vaters erreicht uns auf so vielfältige Weise, dass wir solche Momente der Erleuchtung brauchen. Sonst neigen wir dazu, uns in einem bestimmten Muster festzufahren. Es ist so gut, wenn Gott zeitweise einen Kanal dicht macht, um einen anderen zu öffnen. Er hat nicht aufgehört zu sprechen. Er öffnet einfach unsere Herzen und unseren Verstand, damit wir seine Stimme in neuer Weise wahrnehmen. Er tut das, damit wir beständig in zunehmendem Maße in unserer Beziehung zu ihm wachsen. Er möchte nicht, dass wir in den immer gleichen Mustern des Ihn-Hörens feststecken. Gottes Absicht ist es, eine reale, lebendige Beziehung mit uns zu haben.
 
Um ehrlich zu sein liebt er es, an unserem Radioknopf zu drehen! Manchmal regelt er die Lautstärke hoch und dann wieder runter; somit schafft er eine größere Abhängigkeit von ihm. Er liebt es, verschiedene Sender einzustellen. Das soll uns helfen, die Verschiedenartigkeit im Leib Christi schätzen zu lernen. Nachdem wir dann weitere Stunden des Hörens auf unserem Konto verzeichnet haben, sind wir nicht mehr so frustriert darüber, wer die Knöpfe kontrolliert. Früher oder später lernen wir die große Vielfalt, mit der er spricht, lieben.
 
Es folgen einige biblische Beispiele, die der Geist Gottes anwendet und die „Wege außerhalb der Kiste“ darlegen, um zu Menschen zu sprechen:
  • Ein Traum oder eine Vision (vgl. Hiob 33,14-18)
  • Eine Stimme in einer Trance (vgl. Apostelgeschichte 10,9-16)
  • Die Stimme vieler Engel (vgl. Offenbarung 5,11)
  • Die Stimme eines Erzengels (vgl. 1.Thessalonicher 4,16)
  • Der „Klang vieler Wasser“ (vgl. Offenbarung 1,15)
  • Der Klang des HERRN im Garten (vgl. 1.Mose 3,8)
  • Der Klang der Armee Gottes, die in den Baumwipfeln marschiert (vgl. 2.Samuel 5,23-25)
  • Die hörbare Stimme Gottes (vgl. 2.Mose 3,4)
  • Gottes „sprechender Friede“ zu seinem Volk (vgl. Psalm 85,9)
  • Gottes geschriebenes Wort (Anm.: unsere hauptsächliche Quelle seiner Stimme und unser Hauptbezugspunkt; vgl. Psalm 119,105)
  • Wunder am Himmel und auf der Erde (vgl. Joel 3,3-4)
  • An die Propheten ergangene Visionen und Gleichnisse (vgl. Hosea 12,11)
  • Worte und physische Metaphern an die Propheten (vgl. Jeremia 18,1-6)
  • Der Heilige Geist spricht zu einer Gruppe (vgl. Apostelgeschichte 13,2)
  • Menschen, bewegt vom Heiligen Geist, erklären Gottes Stimme (vgl. 2.Petrus 1,21)
  • Himmlische Erlebnisse, in denen man vor den Herrn gebracht wird (vgl. 2. Korinther 12,1-4)
  • Der Heilige Geist gibt Zeugnis unserem Geist (vgl. Römer 8,16)
  • Ein stummer Esel spricht mit der Stimme eines Menschen (vgl. 4.Mose 22,28-30; 2.Petrus 2,16)
  • Eine Person spricht einer anderen den offenbarenden Rat des Herrn zu (vgl. Jakobus 5,19-20)
  • Gottes eigener Sohn (vgl. Hebräer 1,2)
Diese Liste ist keineswegs vollständig, aber sie gibt uns einen Überblick über einige Wege, die Gott gewählt hat, zu seinem Volk (und durch es) zu sprechen. Im Laufe der Jahre hat es mich immer wieder überrascht, wie Gott spricht und was oder wen er dazu gebraucht! Manchmal ist die Verpackung nicht meine erste Wahl. Aber er ist Gott – und das bedeutet, dass er das Recht hat zu entscheiden, was er sagen möchte, wie er es sagen möchte und wen er dazu gebraucht!
 
Gott kennt meine Nummer
 
Gottes Techniken, unsere Aufmerksamkeit zu erwecken, sind sehr zahlreich! Er möchte gehört werden und er hat unzählige Mittel, die er einsetzen kann.
 
Einmal geschah die Stimme des HERRN mitten in der Nacht zu mir, aber das war mir zunächst nicht bewusst. Das Läuten meines Telefons weckte mich auf. Ich stand auf, ging in die Küche und nahm den Hörer ab, nur um festzustellen, dass niemand am anderen Ende der Leitung war – nur das Freizeichen. Ich stolperte zurück ins Bett und schlief wieder ein, doch dann hörte ich das Telefon ein zweites Mal. Erneut stand ich auf, griff nach dem Telefon, und wieder war niemand am anderen Ende.
 
Müde kletterte ich wieder ins Bett, nur um ein drittes Mal vom Klingeln des Telefons geweckt zu werden. Entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, ging ich in die Küche, nahm den Hörer ab und blieb etwas länger am Apparat. Ich hörte noch immer nichts, doch eine Stimme in meinem Herzen flüsterte: „Jeremia 33,3.“
 
Ich legte auf, fand meine Bibel und schlug den Vers auf: „Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst.“ Ich war verblüfft und überwältigt von seiner Einladung und verbrachte die nächsten zwei Stunden in der Stille unseres Wohnzimmers in der Gegenwart des Allmächtigen; hatte Gemeinschaft mit ihm und lauschte seiner süßen Stimme.
Ja, Leute, das war eine echte, tiefe Begegnung mit Gott, eine persönliche und ungewöhnliche Art, durch die er mit zeigte, auf welche Weise er die Initiative ergreift, um unsere Beziehung mit ihm zu vertiefen. Er verursachte das Läuten eines Telefons, um mich aufzuwecken. Er machte weiter, bis er meine volle Aufmerksamkeit hatte. Er führte mich zu seinem geschriebenen Wort. Sein Wort wurde vom Heiligen Geist erleuchtet und gebraucht, um mich weiter auf seinen Schoß zu ziehen.
 
Und nachdem er meine Aufmerksamkeit hatte, rief ich den HERRN an und er zeigte mir große und mächtige Dinge, von denen ich zuvor noch nicht gewusst hatte! Und diese Aktivität hat seitdem nicht mehr aufgehört! Gott liebt es, aufzutauchen und zu „protzen“!
 
Das Endergebnis
 
Er möchte, dass wir seine Stimme hören in all ihren Manifestationen, damit wir viel Frucht bringen können – Frucht, die bleibt.
 
In unserem Entwicklungs- und Reifeprozess dürfen wir nicht vergessen, dass es schlussendlich nicht um uns geht. Es geht darum, dass wir verwandelt werden in das wunderschöne Bild seines herrlichen Sohnes Jesus. Durch die Kraft der Stimme unseres persönlichen Lehrers, des Heiligen Geistes, werden du und ich verwandelt in das Bild von Gottes Sohn. Gemäß Psalm 29 werden wir gemeinsam seinen Lobpreis ausrufen, während wir von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verwandelt werden. Und in seinem Tempel ruft alles: „Herrlichkeit!“
 
Seine Stimme donnere. Feuer falle. Sein Wort werde groß gemacht. Die gesamte Schöpfung gebe seinen Klang wieder. Seine durchdringende Stimme möge beständig gehört werden. Du und ich leben nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund unseres Vaters hervorgeht. Es stimmt, Gott lebt nicht länger in einer Kiste – warum also wir? Raus aus der Kiste – Er ist nicht mehr drin!
 
Lebe außerhalb der Box!
Komm aus der Kiste!
 
Übersetzung: Margit Kelly
 
James W. Goll

Einleitung
 
Mit dieser Botschaft möchte ich auf die Formung der neuen Struktur durch die Hand Gottes eingehen.
Bei dieser Struktur handelt es sich um neue Zusammenschlüsse von Heiligen, die eine göttliche Gemeinschaft ergeben, damit die Gegenwart Gottes für diese Zeit empfangen und getragen werden kann, um den Menschen zu dienen.
 
Wenn Gott etwas Neues formt, steht es unter anderem mit der feuchten Erde bzw. dem feuchten Ton und seinem gegebenen biblischen Zeitzyklus in Verbindung. Das wird anhand der Erschaffung des ersten Menschen Adam und auch an der Begegnung von Jeremia im Haus des Töpfers deutlich, der gerade dabei war einen Tontopf auf der Töpferscheibe zu formen (vgl. 1.Mose 2,6-7 i.V.m. Jeremia 18,1-6).
 
1.Mose 2,6-7:
… 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
 
Jeremia 18,1-6:
1 Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: 2 Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen.
3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.
4 Und der Topf, den er aus dem Ton machte, missriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.
5 Da geschah des HERRN Wort zu mir: 6 Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.
 
Der Tau Gottes
 
Gottes Plan ist es immer in unser Geistwesen seine Gegenwart sowie hohen Wege und Gedanken des „unberührten Landes (Anm.: der Nebel bzw. Tau, der aus dem Boden aufsteigt; vgl. 1.Mose 2,6) unserer zugeteilten Verheißung“ hineinzuweben, so dass wir uns damit identifizieren können.
Diese Pläne und Gedanken Gottes sind unberührt, weil er uns dazu gebrauchen möchte diese erstmals zu berühren. Das tut Gott auf die Weise, indem er unser irdisches Leben mit seinem überirdischen Plan vermischt, um uns dann in unser Territorium auf der Erde hineinzusetzen, genauso wie er Adam in sein Feld von Eden mit seiner Hand einsetzte (vgl. 1.Mose 2,5-8).
 
1.Mose 2,5-8:
5 Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.
 
Der Tau, der aus dem unberührten Boden aufsteigt (Anm.: es hatte noch nicht auf der Erde geregnet) und in unser Leben durch die Hand Gottes hinein gewoben wird, ist die Liebe und Gunst Gottes, die uns in unserem Alltagsleben ermutigen sollen, ihm zu danken.
Ich bezeichne diese Berührung des HERRN als die äußere Berührung durch das Wesen des himmlischen Vaters, die uns auf seine innere Berührung vorbereitet, so dass wir befähigt werden, ermutigt in Dankbarkeit aufzustehen, um uns in seiner Freude bzw. Wonne auf der Erde voranzubewegen (vgl. Psalm 97,12 i.V.m. Philipper 4,4).
 
Psalm 97,12:
12 Ihr Gerechten, freut euch des HERRN und danket ihm und preiset seinen heiligen Namen!
 
Philipper 4,4:
4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!
 
Die äußere Berührung des Vaters formt uns und seine innere Berührung erfüllt uns durch seinen Atem, der der Heilige Geist ist.
Jesus Christus wurde als er sich von Johannes dem Täufer im Jordan taufen ließ von der Gegenwart des himmlischen Vaters (Anm.: durch seine Stimme) umgeben und mit dem Maß von der Gegenwart des Heiligen Geistes für seinen Öffentlichkeitsdienst erfüllt.
Es kam somit zu einer übernatürlichen äußeren und inneren Berührung (vgl. Lukas 3,21-23a i.V.m. Lukas 4,1).
 
Lukas 3,21-23a:
21 Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, 22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.
23a Und Jesus war, als er auftrat, etwa dreißig Jahre alt ...
 
Lukas 4,1:
1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt ...
 
Diese Heimsuchung des himmlischen Vaters im Leben von Jesus, der der letzte Adam ist, trägt einen engen Bezug zu der „Amtseinsetzung“ des ersten Adams, der durch Gott in Eden positioniert wurde (vgl. 1.Korinther 15,45).
 
1.Korinther 15,45:
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „wurde zu einem lebendigen Wesen“ (vgl. 1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
 
Die Positionierung durch die Hand Gottes
 
Die Positionierung bzw. Einsetzung durch die Hand Gottes findet erst nach seiner äußeren und inneren Berührung statt, weil wir nur auf diese Weise effektiv im Königreich Gottes dienen können.
Diese Positionierung steht immer mit Erhebung und Befestigung in Verbindung, die uns auf einer höheren Ebene Gott hören und erkennen lässt.
Das wird z.B. anhand des Propheten Hesekiels sowie des Sehers Johannes deutlich, die von der Hand Gottes berührt wurden und auf einer höheren Ebene die neuen Offenbarungen des Vaters hörten und sahen (vgl. Hesekiel 3,12; Hesekiel 8,3a-b; Hesekiel 37,1 i.V.m. Offenbarung 4,2).
 
Hesekiel 3,12:
12 Und der Geist hob mich empor, und ich hörte hinter mir ein Getöse wie von einem großen Erdbeben, als die Herrlichkeit des HERRN sich erhob von ihrem Ort.
 
Hesekiel 8,3a-b:
3a-b Und er streckte etwas wie eine Hand aus und ergriff mich bei dem Haar meines Hauptes. Da führte mich der Geist fort zwischen Himmel und Erde ...
 
Hesekiel 37,1:
1 Des HERRN Hand kam über mich und er führte mich hinaus im Geist des HERRN und stellte mich mitten auf ein weites Feld; das lag voller Totengebeine.
 
Offenbarung 4,2:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
 
Der Tau und das Manna
 
Damit wir verstehen, wie Gott, der Vater uns mit unserem irdischen Territorium verwebt, um seine Pläne auf der Erde durch uns zu offenbaren, möchte ich nochmals auf den Tau eingehen, der im Wort Gottes eng mit dem Manna, das auch das Brot des Himmels genannt wird sowie mit der Errettung Israels durch die Hand von Gideon im Zusammenhang steht (vgl. 2.Mose 16,13-14; 4.Mose 11,7-9; Richter 6,36-40 i.V.m. Johannes 6,31-35).
 
2.Mose 16,13-14:
13 Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager.
14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag es in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde.
 
4.Mose 11,7-9:
7 Es war aber das Manna wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedolachharz (Anm.: wie weiße Perlen aussehendes Harz).
8 Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Mühlen oder zerstieß es in Mörsern und kochte es in Töpfen und machte sich Kuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie Ölkuchen.
9 Und wenn bei Nacht der Tau über das Lager fiel, so fiel das Manna mit darauf.
 
Johannes 6,31-35:
31 Unsre Väter haben in der Wüste das Manna gegessen, wie geschrieben steht (vgl. Psalm 78,24): „Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.“
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
 
Richter 6,36-40:
36 Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erretten, wie du zugesagt hast, 37 so will ich abgeschorene Wolle auf die Tenne legen: Wird der Tau allein auf der Wolle sein und der ganze Boden umher trocken, so will ich daran erkennen, dass du Israel erretten wirst durch meine Hand, wie du zugesagt hast.
38 Und so geschah es. Und als er am andern Morgen früh aufstand, drückte er den Tau aus der Wolle, eine Schale voll Wasser!
39 Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn entbrenne nicht gegen mich, wenn ich noch einmal rede. Ich will es nur noch einmal versuchen mit der Wolle: Es sei allein auf der Wolle trocken und Tau auf dem ganzen Boden.
40 Und Gott machte es so in derselben Nacht, dass es trocken war allein auf der Wolle und Tau überall auf dem Boden.
 
Durch diese o.g. Bibelstellen wird deutlich, dass der himmlische Vater uns mit seinem lebendigen Wort, welches Jesus Christus ist versorgt und uns die nötige Richtungsweisung sowie Kühnheit gibt, um den Menschen Errettung/Befreiung zu bringen, damit sie durch das Tor der kostbaren Perle, die Jesus Christus ist, hindurchgehen können (vgl. Johannes 10,9; Matthäus 13,45-46 i.V.m. Offenbarung 21,12-14.21).
 
Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Matthäus 13,45-46:
45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
 
Offenbarung 21,12-14.21:
... 12 sie (Anm.: die Stadt; die Frau, Braut des Lammes) hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: 13 von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore.
14 Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. ...
21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.
 
Jesus, die kostbare Perle
 
Jesus Christus ist der mitfühlende Hohepriester, der als kostbare Perle die Tore der Stämme und sein apostolisches Grundverständnis auf seiner Brust trägt, um uns Zutritt zu seinem Herzen zu geben und ihn richtig zu verstehen (vgl. Hebräer 4,14-15).
 
Hebräer 4,14-15:
14 Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis.
15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.
 
Das feuchte Tongefäß und die Töpferscheibe
 
Anhand der Umformung des feuchten Tongefäßes auf der Töpferscheibe zur Zeit des Propheten Jeremia als dieser sich im Haus des Töpfers befand (vgl. Jeremia 18,1-6), zeigte mir der HERR, dass er dabei ist, Heilige, im Zentrum seines biblischen Zeitzyklus zu positionieren, indem sie den Zeitzyklus des himmlischen Vaters erkennen und beginnen seine Wichtigkeit zu verstehen, was eng mit dem Wandel im Zentrum des Willens Gottes verknüpft ist.
Dadurch kommt es zu einem neuen Tongefäß, das auf einen Gott geführten Zusammenschluss von Heiligen hinweist, der zu einer Gemeinschaft überleitet, die sich im Feuer Gottes aufhält und siegreich daraus hervorkommt (vgl. Hohelied 3,6-7; Hohelied 8,5 i.V.m. Matthäus 3,11).
 
Hohelied 3,6-7 (Anm.: Dienerschaft des Königs):
6 Was steigt da herauf aus der Wüste wie ein gerader Rauch, wie ein Duft von Myrrhe, Weihrauch
und allerlei Gewürz des Krämers?
7 Siehe, es ist die Sänfte Salomos; sechzig Starke sind um sie her von den Starken in Israel.
 
Hohelied 8,5 (Anm.: Braut des Königs/Liebe für den König):
5 Wer ist sie, die heraufsteigt von der Wüste und lehnt sich auf ihren Freund?
 
Matthäus 3,11:
11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
 
Der Heilige Geist und das Feuer Gottes
 
Um Ton formen zu können, bedarf es, dass dieser feucht ist.
Damit der richtig geformte Ton als Gefäß zum Dienst in Gebrauch genommen werden kann, ist es notwendig, dass das Tongefäß durch große Hitze gegangen ist.
Diese Tatsache macht deutlich, dass wir als Volk Gottes den Heiligen Geist und das Feuer Gottes benötigen, um wahrhaftig bzw. mit Bestand vor den Augen des himmlischen Vaters in der Welt zu dienen.
 
Die Prüfung auf Herz und Nieren
 
Es ist der Heilige Geist, der uns dabei behilflich ist, unsere Gedanken und unseren Geist zu erneuern, um flexibel zu bleiben und den Willen Gottes für diese Zeit zu tun (vgl. Römer 12,2 i.V.m. Epheser 4,23-24).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Das Feuer Gottes hingegen, bringt Bestand in unserem inneren Menschen hervor, weil es die Prüfung auf Herz und Nieren beinhaltet (vgl. Psalm 26,2 i.V.m. Jeremia 20,12a).
 
Psalm 26,2:
2 Prüfe mich, HERR, und erprobe mich, erforsche meine Nieren und mein Herz!
 
Jeremia 20,12a:
12a Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: ...
 
Das hebräische Wort für „Herz“ ist „lēb“ und ich betrachte es als keinen Zufall, dass der letzte hebräische Buchstabe im fünften Buch Mose ein „Lamed- (L)“ und der erste hebräische Buchstabe im ersten Buch von Mose ein „Beth- (B)“ ist, die zusammengefasst das hebräische Wort „lēb“ ergeben und auf das höchste Gebot Gottes aufmerksam machen (vgl. Matthäus 22,37-38).
 
Matthäus 22,37-38:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ (vgl. 5.Mose 6,5).
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
 
Die geistigen Funktionen des Herzens sind:

1. Erkenntnis (vgl. Sprüche 18,15)
2. Wiedererkennen (vgl. Jesaja 33,18)
3. Erinnerung (vgl. 5.Mose 4,9).

=> Das Herz ist das Organ der Einsicht (vgl. Sprüche 2,2; Jesaja 6,10) und Weisheit (vgl. 2.Mose 31,6; Sprüche 2,10).
Vom Herzen gehen die seelischen Regungen wie Schmerz (vgl. Psalm 38,9), Trauer (vgl. Nehemia 2,2), Freude (vgl. Jesaja 24,7), Angst (vgl. Psalm 55,5), Verzweiflung (vgl. Klagelieder 1,20), Mut (vgl. Psalm 40,13), Tapferkeit (vgl. 2.Samuel 17,10), Hochmut (vgl. 2.Chronik 26,16), Bosheit (vgl. Jeremia 4,14), Ablehnung, Verachtung (vgl. 2.Mose 8,28; 5.Mose 15,7; 1.Chronik 15,29) als auch Vertrauen und Zuneigung aus (vgl. 5.Mose 6,5; Richter 9,3; 2.Samuel 15,6). Die Nieren gelten als Sitz des Innersten und Geheimsten/die unbewussten Antriebe des Menschen sowie den Sitz des Gewissens.
<= (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „lēb-Herz“ und dem hebräischen Wort „kiljāh-Niere“; Sprachschlüsselnummer: 3899, 3701)
 
Diese Worterklärungen machen deutlich, dass das Feuer Gottes dazu beiträgt, die neuen vom Heiligen Geist gegebenen Offenbarungen/Werte, wie z.B. Erkenntnis, Einsicht, Weisheit etc. sowie die reinen Motive zu festigen bzw. abzusichern.
 
Alle negativen Eigenschaften bzw. Motive, wenn sie der Prüfung des Feuers Gottes unterzogen werden, werden verzehrt.
Das bringt übernatürliche Kühnheit hervor, um dem Ruf Gottes zu antworten wie es z.B. der Prophet Jesaja tat als seine Lippen mit der glühenden Kohle vom Altar Gottes in Berührung kam (vgl. Jesaja 6,5-8).
 
Jesaja 6,5-8:
5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.
6 Da flog einer der Seraphim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.
8 Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Wir leben in einer Zeit, in der der HERR seine Geheimnisse denen offenbart, die nahe an seinem Herzen sind. Seine Geheimnisse sind Schätzen gleich, die es gilt zu verstehen (vgl. Kolosser 2,2-3).

Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis

Hierfür ist es notwendig, dass wir uns vom Heiligen Geist im Wort Gottes trainieren und zur erforderlichen Reife bringen lassen, um seine Geheimnisse im Licht der Wahrheit des Wortes erfassen zu können (vgl. Daniel 12,4).

Daniel 12,4:
4 Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle dies Buch bis auf die letzte Zeit. Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden.

Der Eintritt in den Bereich der Schätze der Weisheit und der Erkenntnis in Christus Jesus erfordert Opferbereitschaft, die es beinhaltet, Dinge hinter sich zu lassen (Anm.: loslassen, aufgeben), bei denen es sich konkret beispielsweise um Orte, Zeitabschnitte, Personen, … handeln kann (vgl. Markus 8,34).

Markus 8,34:
34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Der Eintritt in eine neue Dimension des Himmels

Als Gott beschloss, das Volk Israel aus Ägypten herauszuführen, war jeder einzelne im Volk dazu aufgefordert dieses Land zu verlassen und sich der Führung Gottes zu unterstellen (vgl. 2.Mose 3,16-17).

2.Mose 3,16-17:
16 Darum geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe mich euer angenommen und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist, 17 und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens führen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt.

In einem prophetischen Kontext gesprochen, war es Gottes Wille, dass Israel eine Dimension verlassen sollte, um in eine neue Dimension einzutreten.

Sie verließen die Dimension der Sklaverei, um in die Dimension des Übergangs – die Wüste einzutreten. Diese beiden Dimensionen waren durch den Wasserkörper des Meeres voneinander getrennt. Auch später unter der Führung von Josua war die Dimension des Übergangs von der Dimension der Verheißung durch einen weiteren Wasserkörper, nämlich dem des Flusses Jordan getrennt.

Der natürliche Bereich ist eine Reflektion des Übernatürlichen und auch der Regierungssitz Gottes mit dem gläsernen Meer, das verschiedene Offenbarungsbereiche innerhalb seiner Regierung widerspiegelt (Anm.: z.B. die sieben brennende Fackeln, die vier himmlischen Wesen, das Lamm, das wie geschlachtet war, die vierundzwanzig Ältesten und deren Throne; vgl. Offenbarung 4,4-6.10; Offenbarung 5,6). Weiterhin ist der Regierungssitz Gottes mit dem Strom des Lebens verbunden (vgl. Offenbarung 22,1), was im Zusammenhang begründend verdeutlicht, dass es kein Zufall ist, dass Gott das Volk Israel durch verschiedene Wasserkörper führte und auch die Taufe im Wort Gottes mit dem Wasser verknüpft ist (vgl. Titus 3,5).

Titus 3,5:
… 5 machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, …

Das bedeutet auch, dass wenn man als Gläubiger in Christus Jesus in einen höheren himmlischen Bereich eintreten und beständig Frucht bringen möchte, es erforderlich ist, dass man sich selbst gestorben ist und Christus lebt (vgl. Galater 2,20 i.V.m. Offenbarung 22,2).

Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

Offenbarung 22,2:
… 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.

Opferbereitschaft

Jede einzelne geistliche Entwicklungsphase erfordert ein Opfer, das wie bereits erwähnt damit verbunden ist, etwas niederzulegen.

Wenn Gott uns auffordert Dinge (Anm.: eigene Vorstellungen, Überzeugungen, …) niederzulegen bzw. loszulassen, kann das in unserer Seele ein Gefühl von Verlust oder auch Traurigkeit hervorrufen. Doch gerade in solchen Situationen ist es wichtig, sich in der Wahrheit des Wortes Gottes aufzuhalten, die uns auffordert in den neuen himmlischen Bereich hineinzugehen.

Es ist das gesprochene Wort Gottes in der jeweiligen Situation, das im Einklang mit seinem geschriebenen Wort steht, um unseren Geist auf die Weise zu beflügeln, dass wir in Freude, Frische und mit einem reinen Herzen in den neuen himmlischen Bereich eintreten (Anm.: den Himmel auf die Erde bringend; vgl. Epheser 5,26-27).

Epheser 5,26-27:
… 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort (Anm.: griech. „rhēma“ => gesprochenes Wort Gottes), damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.

Die Reflektion des Himmels auf der Erde

Wenn wir bereit sind durch die Wasser Gottes zu gehen, die deshalb mit Trennung in Verbindung stehen, weil sich die Kraft seines Wortes dazwischen befindet, sind wir befähigt den Himmel auf der Erde auf ähnliche Weise zu reflektieren, so wie das Wasser des Meeres den Himmel im natürlichen Bereich widerspiegelt (vgl. 1.Mose 1,6-8).

1.Mose 1,6-8:
6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.
7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.

Das hebräische Wort für „Feste“ ist „rāqîa‘“ und kommt von dem hebräischen Wurzelwort „rāqa‘“, was unter anderem „ausbreiten, breithämmern, beschlagen“ bedeutet. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den Worten „Feste – rāqîa“ und „breithämmern – rāqa‘“ mit der Wortschlüsselnummer: 7729*, 7734*).

Da das Wort Gottes auch als ein Hammer beschrieben wird (vgl. Jeremia 23,29), kann man im Zusammenhang mit der o.g. Worterklärung sagen, dass sich die Manifestation seines Wortes zwischen den Wassern befand und auf diese Weise das obere Wasser von dem unteren Wasser trennte, so dass der Himmel und das Meer zum Vorschein kamen.

Diese beiden Wasser sind ebenfalls ein Hinweis auf die richtige Anordnung zwischen dem Geist (Anm.: Himmel) und der Seele (Anm.: Meer; vgl. Galater 5,16.18).

Galater 5,16.18 (Das Jüdische Neue Testament):
16 Ich sage folgendes: Lebt nach dem Geist. Dann werdet ihr nicht tun, was eure alte Natur will.
18 Wenn ihr aber vom Geist geleitet seid, dann seid ihr nicht dem System unterworfen, das auf die Entstellung der Torah zur Gesetzlichkeit beruht.

Der Eintritt in die neue Dimension des Himmels und dessen Auswirkung

Jeder Eintritt in eine neue Dimension des Himmels geht mit der Gegenwart Gottes, seinem Wort und der Bewegung seines Geistes sowie seiner Engel einher.
Das wird anhand des Durchzugs von Jakob und seiner Familie durch den Fluss Jabbok, den Durchzug des Volkes Israel durch das Schilfmeer sowie deren Durchzug durch den Jordan deutlich (vgl. 1.Mose 32,23-25.31; 2.Mose 14,21-24; Josua 3,14-17).

1.Mose 32,23-25.31:
23 Und Jakob stand auf in der Nacht und nahm seine beiden Frauen und die beiden Mägde und seine elf Söhne und zog an die Furt des Jabbok, 24 nahm sie und führte sie über das Wasser, sodass hinüberkam, was er hatte, 25 und blieb allein zurück.
Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. …
31 Und Jakob nannte die Stätte Pnuël; denn, sprach er, ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet.

2.Mose 14,21-24:
21 Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken und die Wasser teilten sich.
22 Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
23 Und die Ägypter folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und Männer, mitten ins Meer.
24 Als nun die Zeit der Morgenwache kam, schaute der HERR auf das Heer der Ägypter aus der Feuersäule und der Wolke und brachte einen Schrecken über ihr Heer …

Josua 3,14-17:
14 Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und als die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen 15 und an den Jordan kamen und ihre Füße vorn ins Wasser tauchten – der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten –, 16 da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam, die zur Seite von Zaretan liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floss ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho.
17 Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.

Auch als sich Jesus im Jordan befand, um von Johannes dem Täufer getauft zu werden, um die von Gott geforderte Gerechtigkeit ganz zu erfüllen, öffnete sich der Himmel und die Gegenwart des himmlischen Vaters manifestierte sich (vgl. Matthäus 3,16-17).

Matthäus 3,16-17:
16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.
17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Diese Ereignisse verdeutlichen uns, dass wenn wir die alten Dinge ablegen, die der Heilige Geist zeigt, um dem Aufruf Gottes in eine höhere Dimension des Himmels und seiner Geheimnisse zu folgen, dies mit seinem Segen und seiner Unterstützung einhergeht.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm