Der Gelähmte an der schönen Pforte
 
In Bezug auf die Thematik über das Brechen mit alten Mustern und dem Aufenthalt im Zeitpunkt Gottes möchte ich auf die Bibelstelle aus Apostelgeschichte 3,1-10 eingehen, wo es um den Lahmen geht, der an der sogenannten schönen Pforte des Tempels saß und bettelte.
Er war von Geburt an gelähmt und wurde täglich von Personen aus seinem näheren Umfeld an diesen Ort getragen (vgl. Apostelgeschichte 3,2).
 
Apostelgeschichte 3,2:
2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen.
 
Der Gelähmte wurde über einen langen Zeitraum durch die Vorstellung bzw. Überzeugung der Mitmenschen aus seinem näheren Umfeld negativ beeinflusst, indem er sich mit seinem gelähmten Zustand abfand und dadurch an der schönen Tür zum Tempel täglich bettelte.
 
Er verband sich mit der falschen Vorstellung seiner Mitmenschen, die ihm deutlich machten, dass es keinen anderen Ausweg aus dem gelähmten Zustand geben würde als allein durch das Betteln ein wenig Geld zum Überleben zu erhalten.
 
Doch Gott hatte einen festgelegten Zeitpunkt der Heilung für den gelähmten Mann und das täglich, jedoch konnte er diesen als solchen nicht erkennen, weil er Beziehungen mit Menschen pflegte, die nicht an das übernatürliche Wirken Gottes und seine Zeiten glaubten.
 
Wenn Gott einen festgelegten Zeitpunkt bestimmt hat, ist es wichtig, dass dieser Zeitpunkt richtig beurteilt bzw. erkannt wird. Gott hatte wie bereits erwähnt für den Lahmen in der Vergangenheit immer wieder Zeitpunkte geschaffen, um ihm zu begegnen.
 
Das wird anhand des griechischen Wortes für „schön – hōrạịos deutlich, was soviel wie „rechtzeitig, pünktlich, schön, wundervoll, wohlgestaltet“ bedeutet. Es ist abgeleitet von dem griechischen Wurzelwort „hōra“, was unter anderem „eine bestimmte Zeit“ bzw. „einen Zeitpunkt“ meint. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfleder Studienbibel zu dem griechischen Wort „hōrạịos – schön“ und dem Wort „hōra – Zeitpunkt“ mit der Wortschlüsselnummer: 5418* und 5417)
 
Da es sich bei dem Gelähmten um einen Mann handelte, der von Geburt an gelähmt war, wird deutlich, dass dieser über viele Jahre von Personen seines Umfelds an den Ort des Zeitpunkts Gottes getragen wurde, ohne eine übernatürliche Heimsuchung erlebt zu haben. Aufgrund seines Zustands entschied sich der gelähmte Mann von den Gläubigen, die in das Zentrum des himmlischen Vaters gingen zu betteln, indem er wusste, dass die Bewegung des Königreiches Gottes mit Wohlstand als auch Segen verknüpft ist.
 
Das Zentrum des himmlischen Vaters steht in diesem Kontext mit dem Tempel in Verbindung, weil Jesus als er auf der Erde lebte in seinen jungen Jahren darauf Bezug nahm (vgl. Lukas 2,46.49).
 
Lukas 2,46.49:
46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. …
49 Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?
 
Es ist kein Zufall, dass das Ereignis mit dem Gelähmten an der schönen Pforte in Verbindung mit dem Hinaufgehen der zwei Apostel steht, Petrus und Johannes, die dabei waren, sich in das Zentrum des himmlischen Vaters zu begeben, um in die Gemeinschaft mit ihm und den Heiligen zu intensivieren (vgl. Apostelgeschichte 3,1).
 
Apostelgeschichte 3,1:
1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.
 
Zwei Arten von Gläubigen
 
Wenn man das Ereignis in einem prophetischen Kontext betrachtet, wird deutlich, dass zwei Arten von Gläubigen beschrieben werden, bei denen es sich erstens um Menschen handelt, die durch eine falsche Gesinnung in einem Status von Unreife gefangengehalten werden und dadurch nicht befähigt sind, weiter in das Zentrum Gottes mit all seinen Rechten und Privilegien einzutreten.
 
Dieser gelähmte Zustand wird durch einen religiösen Geist hervorgerufen, der das geistliche Wachstum sowie die Bewegung des Heiligen Geistes im Leben von Gläubigen aufhalten will.
 
Bei der zweiten Art handelt es sich um Gläubige, die sich in einem höheren Bereich geistlicher Autorität bewegen, weil sie sich der Verantwortung in der Sohnschaft Gottes bewusst sind und dadurch tiefe Erkenntnis erhalten sowie Intimität mit dem himmlischen Vater haben.
 
Was ist der religiöse Geist?
 
=> Bei dem religiösen Geist handelt es sich um eine dämonische Macht, die mit aller Gewalt den Veränderungsprozess der Gemeinde Jesu stoppen will.
Dieses Vorgehen bzw. dieser Angriff wird durch den religiösen Geist durch alle Zeitalter hindurch verübt.
Wenn man die buchstäbliche Bedeutung von Religion betrachtet, bedeutet das Wort „über göttliche Dinge nachzudenken“.
 
Weiterhin hat Wort „Religion” drei Bedeutungen im Wort Gottes: äußere religiöse Taten, wie Gebet und zur Kirche zu gehen; das Gefühl von absoluter Abhängigkeit ; und die Befolgung von moralischen Gesetzen als eine göttliche Institution.
 
Jakobus 1,26-27 definiert „Religion” vom christlichen Standpunkt aus:
 
Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.
Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.”
 
Religion ist mit Anbetung verbunden und wenn sie rein ist, ist sie sehr kraftvoll. Wie auch immer, Religion ist auch definiert als ein organisatorisches System von Doktrin mit einem billigen Verhaltensmuster.
 
Das bedeutet, dass das Verhalten eine richtige Form von Anbetung zu demonstrieren hat. Das ist, wo wir uns von reiner und unbeschmutzter Religion in ein Ritual hineinbewegen. Dämonen von Doktrinen rauben den Menschen ihre Freiheit den heiligen Gott in Reinheit zu anbeten durch institutionelle Regeln und Vorschriften über Anbetung.
 
Der religiöse Geist widersteht besonders der apostolischen und prophetischen Salbung, weil Dämonen von Gott eingegebene Offenbarung und sein pionierendes Wesen für die Gemeinde hassen. Sie widerstehen den Gaben im Leib Christi, die offenbarende Freiheit zu den Gliedern des Leibes bringen. Sie versuchen die Offenbarungen der Apostel und Propheten zu steinigen, weil ihre offenbarenden Worte, Gottes Fundament in der Gemeinde Jesu für dieses Zeitalter etablieren.
 
1.Korinther 12,28 legt eine Ordnung von regierenden Gaben in der Gemeinde Jesu für den Sieg in der Welt fest. Diese Ordnung ist:
 
  1. Apostel und
  2. Propheten.
Religiöse Geister versuchen sich der Ordnung Gottes sowie seiner eingeleiteten Veränderung zu widersetzen.
 
Es ist der Geist Gottes, der den Gedanken und Gedankenprozessen von Menschen dabei behilflich ist, Veränderung auf der Erde umzusetzen. Es ist jedoch der fleischliche Verstand des Menschen, der sich dem entgegenstellt und in Feindschaft mit Gott ist (vgl. Galater 5,17).
 
Galater 5,17:
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.
 
Religiöse Geister versuchen strategisches Denken für die Zukunft zu blockieren. Sie können Menschen in eine Routine bringen, oder in einen Trott, so dass sie nicht in eine Veränderung der heutigen Methoden, die mit Sieg verbunden sind, hineingehen wollen.
Im Neuen Testament, sollten die Jünger des HERRN eine Offenbarung darüber haben wie er ist, wer sie sind und wer ihre Feinde waren.
 
Durch Jesus Christus bekamen die Pharisäer bzw. Schriftgelehrten die Wahl, sich entweder der göttlichen Natur des Sohnes Gottes entgegenzustellen oder sich nach Jesus auszurichten. Es oblag ihnen, entweder die Regeln von Anbetung an der Stelle einzuhalten, wo Verhaltensänderungen in Anbetung stattfanden oder anzufangen im Geist und in der Wahrheit anzubeten. (Anm.: sinngemäßer Teilauszug aus dem Buch „Gottes Jetzt-Zeit für dein Leben”, Seite 113-116 von Chuck D. Pierce, ISBN: 0-8307-3834-7)
 
Religiosität und Armut
 
Der religiöse Geist bewirkt weitestgehend ein Armutsdenken in Gläubigen, das sie daran hindert in die direkte Gegenwart des himmlischen Vaters einzutreten. Das hat zur Folge, dass die betreffenden Gläubigen ihre Hilfe im Reichtum der Söhne Gottes suchen, anstatt in die Sohnschaft Gottes selbst einzutreten und diesen in der Gegenwart Gottes zu erhalten (vgl. Apostelgeschichte 3,2-3).
 
Apostelgeschichte 3,2-3:
2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen.
3 Als er nun Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um ein Almosen.
 
Solch ein Armutsdenken ist ein Fresser der Ressourcen Gottes und sollte in Liebe und der offenbarenden Wahrheit entsprechend adressiert (Anm.: konfrontiert, direkt angesprochen) werden, damit die betreffenden Gläubigen in die Sohnschaft Christi eintreten, um befähigt zu sein, ein Teil der Wirtschaft und Segnungen Gottes zu werden.
 
Die apostolische und prophetische Sichtweise
 
Es ist demnach die Kraft der apostolischen und prophetischen Sichtweise, die dazu führt, dass sich der lähmende Zustand auflöst und Gläubige aus einem Zyklus der Armut in den Zeitpunkt des Gedeihens Gottes nach Geist, Seele und Leib eintreten (vgl. Apostelgeschichte 3,4-6).
 
Apostelgeschichte 3,4-6:
4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an!
5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge.
6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!
 
Bevor der Lahme seine Heilung empfangen konnte, um zu einem buchstäblichen Zeichen und Wunder für die Menschen seiner Umgebung zu werden, war es für ihn erforderlich in das apostolische und prophetische Licht Gottes zu blicken. Nur in der Änderung der Blickrichtung wurde er von seinem Licht erfüllt und von der Kraft Gottes berührt, damit er dem apostolischen Befehl folgen konnte (vgl. Apostelgeschichte 3,4.6-7 i.V.m. Lukas 11,34a-b).
 
Apostelgeschichte 3,4.6-7:
4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! …
6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!
7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, …
 
Lukas 11,34a-b:
34a-b Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
 
Hierbei etablierten die erleuchteten „Augenblicke“ der Apostel gemeinsam mit dem zu dem Zeitpunkt unerleuchteten „Augenblick“ des Lahmen horizontal den Sieg des Kreuzes Jesu in der unsichtbaren Welt. Die Begründung liegt darin, weil der Lahme nach rechts und links mit seinen Augen schauen musste, um in die vier Augen der Apostel zu blicken.
 
Die vier Augen und die Tür
 
Die Zahl der beteiligten Augen war sechs und dieser Umstand deutet zunächst auf das neue Leben des Menschen hin, das für ihn kommen sollte, weil Gott den Menschen am sechsten Tag erschuf (vgl. 1.Mose 1,27.31).
 
1.Mose 1,27.31:
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. …
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
 
Die vier Augen der Apostel bildeten die Tür für den Gelähmten, um in den höheren Bereich Gottes eintreten zu können, so ähnlich wie es Johannes erlebte als er im Buch der Offenbarung die Tür im Himmel geöffnet sah (vgl. Offenbarung 4,1).
 
Offenbarung 4,1:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
 
Die Zahl „4“ steht in Verbindung mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“, welcher mit einer „geöffneten Zelttür“ bzw. einem „geöffneten Türflügel“ verbunden ist und zugleich ein Hinweis auf Jesus Christus ist, der die TÜR ist, um in die Versorgung und Gegenwart Gottes einzutreten (vgl. Johannes 10,9).
 
Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Die Aufforderung Gottes geistlich höher zu gehen
 
Zu den Zeitpunkten, wenn Gott eine Veränderung im Leib Jesu auf Erden herbeiführen möchte, bleibt es nicht aus, dass auch geistliche Leiter innerhalb des Leibes Jesu von Gott aufgefordert werden, sich auf eine höhere Ebene der Gemeinschaft und der geistlichen Entwicklung zu begeben, um mehr Fruchtbarkeit für sein Volk hervorzubringen (vgl. Apostelgeschichte 3,1).
 
Apostelgeschichte 3,1:
1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.
 
Das hat zur Folge, dass es nicht im Leben von geistlichen Leitern ausbleibt, dass es zu entsprechenden Herausforderungen kommt, um den Willen und den Zeitpunkt Gottes im Leben von Menschen hervorzubringen. Diese Entwicklung befähigt sie in die apostolische und prophetische Anbetung (Anm.: Petrus und Johannes) im Zentrum Gottes sowie der wahren Gemeinschaft der Heiligen einzutreten (vgl. Apostelgeschichte 3,8-10).
 
Apostelgeschichte 3,8-10:
… 8 er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
9 Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben.
10 Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor der Schönen Tür des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war.
 
Unter den apostolischen Flügel Gottes kommen
 
Der zuvor Gelähmte begab sich unter die Autorität der apostolischen-prophetischen Allianz (Anm.: Petrus und Johannes) und erhielt Zugang in den Bereich von größerer Weisheit, weil er sich den Aposteln anschloss und ihnen in die Halle Salomos folgte, was zur großen Verwunderung des Volkes führte (vgl. Apostelgeschichte 3,11 i.V.m. 1.Könige 5,9-10).
 
Apostelgeschichte 3,11:
11 Als er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heißt Salomos, und sie wunderten sich sehr.
 
1.Könige 5,9-10:
9 Und Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand und einen Geist, so weit, wie Sand am Ufer des Meeres liegt, 10 dass die Weisheit Salomos größer war als die Weisheit von allen, die im Osten wohnen, und als die Weisheit der Ägypter.
 
Die geographische Lage der Halle Salomos
 
Bei der Halle Salomos handelte es sich um die Säulenhalle auf der Ostseite des Tempels. Ihre geographische Lage prophezeite den Menschen, den neuen Tag des HERRN durch die Unterstützung des Geistes der Weisheit, der der Heilige Geist ist (Anm.: Im Osten geht die Sonne auf und kündigt den Tag an).
 
Diese Halle war auch der Ort, an dem Jesus als Messias die religiösen Führer konfrontierte, indem er von seinen hörenden Schafen, die seiner Stimme folgten aber auch über die Einheit mit seinem himmlischen Vater sprach (vgl. Johannes 10,23-30).
 
Johannes 10,23-30:
23 Und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos.
24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du uns im Ungewissen? Bist du der Christus, so sage es frei heraus.
25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.
26 Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen.
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
29 Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen.
30 Ich und der Vater sind eins.
 
Das Ergebnis von freigesetzten Gläubigen unter der apostolischen Salbung
 
Die Bereicherung der Gläubigen, die sich zuvor über einen langen Zeitraum in einem gelähmten Zustand aufhielten und nun in der Freiheit und Ordnung des Geistes leben, hat zur Folge, dass es zu einem Erstaunen im Leib Jesu kommt, weil sie sich im richtigen apostolischen Zusammenschluss in dieser Zeit befinden und somit Anteil an der offenbarenden Gegenwart Gottes haben.
 
Hierbei handelt es sich um Gläubige, die mit den Facetten des Angesichts Gottes vertraut werden, bei denen es sich um folgende handelt:
 
  1. das Gesicht des Löwen => Das Gesicht des Löwen ist mit dem Geist des HERRN sowie dem Geist der Furcht des HERRN verbunden.
  2. das Gesicht des Stiers => Das Gesicht des Stiers ist verbunden mit dem Geist der Stärke.
  3. das Gesicht des Menschen => Das Gesicht des Menschen ist verbunden mit dem Geist des Verstandes und des Rates.
  4. das Gesicht des fliegenden Adlers => Das Gesicht des fliegenden Adlers steht in Verbindung mit dem Geist der Weisheit und der Erkenntnis.
Der Grund, warum die vier lebendigen Wesen bzw. deren Angesichter das Angesicht Gottes reflektieren ist, weil jedes Gesicht der vier Wesen ein bestimmtes Maß des Verlangens Gottes offenbart, um uns persönlich seinen Charakter mitzuteilen.
 
Weiterhin spiegeln die vier Gesichter der lebendigen Wesen das Angesicht Gottes wider, weil auch wir in das Aussehen verwandelt werden, auf das wir blicken (vgl. 2.Korinther 3,18).
 
2.Korinther 3,18:
18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
 
Es verhält sich ähnlich wie mit den Lämmern und Ziegen Jakobs zur Zeit von Laban, die auf die geschälten Holzstäbe schauten und auf diese Weise zu einer kraftvollen Herde wurden. Die Lämmer reflektierten jene Struktur der Stäbe, die sie um sich und vor sich sahen (vgl. 1.Mose 30,37-43).
 
1.Mose 30,37-43:
37 Und Jakob nahm frische Stäbe von Pappeln, Mandelbäumen und Platanen und schälte weiße Streifen daran aus, sodass an den Stäben das Weiße bloß wurde, 38 und legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, wo die Herden hinkommen mussten zu trinken, dass sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kämen.
39 So empfingen die Herden über den Stäben und brachten Sprenklige, Gefleckte und Bunte.
40 Da sonderte Jakob die Lämmer aus und machte sich eigene Herden; die tat er nicht zu den Herden Labans.
41 Wenn aber die Brunstzeit der kräftigen Tiere war, legte er die Stäbe in die Rinnen vor die Augen der Herde, dass sie über den Stäben empfingen.
42 Aber wenn die Tiere schwächlich waren, legte er sie nicht hinein. So wurden die schwächlichen Tiere dem Laban zuteil, aber die kräftigen dem Jakob.
43 Daher wurde der Mann über die Maßen reich, sodass er viele Schafe, Mägde und Knechte, Kamele und Esel hatte.
 
Daraus folgern wir die Notwendigkeit für die kommende Zeit, dass es nicht ausreicht, eine Kenntnis von Jesus Christus zu haben, ohne eine leidenschaftliche Hingabe unter seine Führung. Diese Führung beinhaltet neben einer sich gegenseitigen Unterordnung und der Unterordnung unter sein Wort auch die Bereitschaft höhere Salbungen anzuerkennen und sich in die für einen selbst festgelegte Bestimmung zu begeben.
 
Letztere erkennen wir nur in der Bereitschaft die Augen unseres Herzens geöffnet nach oben zum Vater auszurichten, um dem Bilde seiner Herrlichkeit gleich gestaltet werden zu können. Während wir dies tun, müssen wir im Prozess von innerlicher Veränderung erkennen, was es loszulassen gilt und diese Haltung (Anm.: Blockaden aus der Vergangenheit, uns abhaltende Glaubensmuster) auch tatsächlich ablegen, um uns in der Freiheit des Geistes zu bewegen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Das Wort Sabbat kommt von dem hebräischen Wort „šabbāt und bedeutet „aufhören, ruhen“ oder „unterlassen“. Die grundlegende Bedeutung des Wortes meint den Verzicht auf alle Arbeiten. Die Vorschriften zum Sabbat sind ein wesentliches Merkmal der mosaischen Gesetze. Bereits in den zehn Geboten steht, dass der Sabbat dem Herrn gehört.
 
An sechs Tagen sollten die Israeliten arbeiten, aber am siebten Tag wurden sie und ebenso alle Sklaven, Ausländer und Tiere dazu aufgerufen zu ruhen. Trotz dieser klaren Anweisung kommt es im Volk Gottes dazu, dass sich viele Gläubige dafür entscheiden, nicht dem biblischen Muster der Ruhe „im Garten“ zu folgen. Das erste Mal, wo das Wort „heilig“ im Wort Gottes verwendet wird, ist in 1.Mose 2,3, worin es als Verb erscheint.
 
1.Mose 2,3:
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
 
Der Plan des Feindes das Gottes Volk aus dem Ort der Ruhe zu bringen
 
Es ist wichtig, sich in Jesus Christus dessen bewusst zu sein, dass es der Plan des Feindes ist, die Gläubigen aus ihrem Aufenthaltsort in Gott herauszuziehen, was dadurch deutlich wird, dass man in der Woche daran gehindert sein kann, trotz der Herausforderungen abgesondert in der Ruhe zu leben. Das hat unter anderem zur Folge, dass wir verkehrt auf Situationen reagieren und auf diese Weise den Segen Gottes nicht in seiner Fülle erfahren.
 
Der Widersacher hasst es, wenn wir es als Gläubige verstehen im Bundesplan Gottes zur Ruhe zu kommen und dadurch in den darauffolgenden Tagen der Woche in den Segnungen Gottes gemäß dem Prinzip von Römer 11,16 zu wandeln.
 
Römer 11,16:
16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig.
 
Und das ist es, was der Feind mit Hilfe von antichristlichen Systemen auf der Erde attackiert aus dem einfachen Grund, da der Sabbat das Herzstück von Gottes Bündnisplan mit seiner Schöpfung ist.

Trotzdem kommt es vor, dass sich Gläubige vom Leben und den Geschäften des Alltags gegen Gottes aufgestelltes Grundprinzip der Ruhe richten.
 
Der Feind bedient sich in diesem Zusammenhang einer Lüge, indem er die betreffenden Gläubigen denken (Anm.: glauben, für wahr halten) lässt, dass sie einen Geschäftstag verlieren und auf diese Weise ihre persönliche Wirtschaft abnimmt. Umso wichtiger ist, dass wir der Beziehung zu Gott den ersten Platz in unserem Leben einräumen, so dass auch unsere persönliche Wirtschaft in der Zukunft von Gott gesichert ist, was uns verheißen ist (vgl. Matthäus 6,33).
 
Matthäus 6,33:
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
 
Trotz all der modernen Geräte, Technologien und Innovationen unser heutigen Zeit, die einem die tägliche Arbeit erleichtern sollen, scheint es so auszusehen als würden Menschen weniger Zeit zur Verfügung haben, um das Leben wirklich genießen zu können.
 
Es ist vor allem Unglaube, Angst und Gier, die der Gegenspieler Gottes anwendet, um die von Gott vorgegebene Ordnung von Arbeit und Ruhe zu stören sowie zu unterwandern. Aus diesem Grund wollte Gott den Segen des Sabbats mit Hilfe der zehn Gebote bewahren.
 
Der Sabbat, ein Teil von Gottes Wertesystem
 
Auch wenn Menschen sich gegen den von Gott verordneten Tag der Ruhe stellen, der übrigens ein Teil seiner Wertvorstellungen für uns Menschen ist und bereits vor dem mosaischen Gesetz von Gott festgelegt wurde, ist der Sabbat kein Tag, der für ein gesetzliches Ritual missbraucht und auch nicht durch ein weltliches Gedankengut von Arbeit übergangen werden sollte.
 
Der Sabbat ist vielmehr ein Teil des Wertesystems Gottes, den er der Menschheit zur Verfügung gestellt hat, um durch diesen besonderen Tag (Anm.: wenn er gefeiert wird) in die geheiligten Tage der Woche einzutreten, weil sie durch das Feiern des Sabbats geheiligt werden.
 
Es war Gott wichtig, die Einhaltung des Sabbats in den zehn Geboten zu verankern, was bedeutet, dass es genauso ein Verstoß gegen Gottes Wertemaßstabs ist, sieben Tage die Woche zu arbeiten, wie zu töten, zu stehlen oder Ehebruch zu begehen (vgl. 2.Mose 20,8-11).
 
2.Mose 20,8-11:
8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
 
Die Sabbatruhe beinhaltet eine Zeit der Ruhe, die regelmäßig wiederholt wird, wenn man mit der normalen Arbeit aufhört, mit dem Ziel, um körperliche, geistige und emotionale Ruhe zu erfahren. Während dieser Zeit sollten Druck und Verantwortung nicht gegenwärtig sein, weil es eine Zeit ist, um sich die Freiheit zu nehmen, die Güte Gottes zu genießen.
 
Ruhe ist ein Geschenk Gottes an seine Schöpfung. Es war der Plan Gottes, die Ruhe in das Universum einzuweben und auch darin zu verankern.
 
Die Pervertierung des Sabbats durch falsche Erkenntnis
 
Leider haben die Pharisäer zur Zeit als Jesus als Mensch auf der Erde lebte, den Segen Gottes angenommen und ihn in eine gesetzmäßige Last für die Menschen pervertiert, was dazu führte, dass bedauerlicherweise bis heute viele Christen den Sabbat als eine Einhaltung des mosaischen Gesetzes betrachten, was auf diese Weise von Gott nicht beabsichtigt war (vgl. Markus 2,24).
 
Markus 2,24:
24 Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?
 
Jesus Christus machte deutlich, dass der Sabbat nicht als ein Tag gesetzlicher Befolgung betrachtet werden sollte, sondern als ein Tag des Segens (vgl. Markus 2,27).
 
Markus 2,27:
27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
 
Das wird dadurch deutlich, dass Jesus am Sabbat Menschen heilte und freisetzte sowie seinen Jüngern erlaubte, sich an der Ernte zu erfreuen (vgl. Matthäus 12,9-12; Lukas 13,10-17; Lukas 14,1-6; Markus 2,23-26).
 
Matthäus 12,9-12 (Anm.: Heilung eines Mannes am Sabbat):
9 Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge.
10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen könnten.
11 Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und ihm heraushilft?
12 Wie viel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat Gutes tun.
 
Lukas 13,10-17 (Anm.: Heilung einer verkrümmten Frau am Sabbat):
10 Und er lehrte in einer Synagoge am Sabbat.
11 Und siehe, eine Frau war da, die hatte seit achtzehn Jahren einen Geist, der sie krank machte; und sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten.
12 Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, sei frei von deiner Krankheit!
13 Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.
14 Da antwortete der Vorsteher der Synagoge, denn er war unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an denen kommt und lasst euch heilen, aber nicht am Sabbattag.
15 Da antwortete ihm der Herr und sprach: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
16 Sollte dann nicht diese, die doch Abrahams Tochter ist, die der Satan schon achtzehn Jahre gebunden hatte, am Sabbat von dieser Fessel gelöst werden?
17 Und als er das sagte, mussten sich schämen alle, die gegen ihn gewesen waren. Und alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.
 
Lukas 14,1-6 (Anm.: Heilung eines Wassersüchtigen am Sabbat):
1 Und es begab sich, dass er an einem Sabbat in das Haus eines Oberen der Pharisäer kam, das Brot zu essen, und sie belauerten ihn.
2 Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig.
3 Und Jesus fing an und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen oder nicht?
4 Sie aber schwiegen still. Und er fasste ihn an und heilte ihn und ließ ihn gehen.
5 Und er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse in den Brunnen fällt und der ihn nicht alsbald herauszieht, auch am Sabbat?
6 Und sie konnten ihm darauf keine Antwort geben.
 
Markus 2,23-26 (Anm.: das Ährenraufen der Jünger Jesu am Sabbat):
23 Und es begab sich, dass er am Sabbat durch ein Kornfeld ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen.
24 Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?
25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: 26 wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren?
 
Der Sabbat als Herzstück im Bündnisplan Gottes
 
Der Sabbat trägt eine wichtige Position im Bündnisplan Gottes, weshalb man ihn auch als Herzstück beschreiben kann. Dieses besondere Zeitfenster trägt die Ermutigung Gottes an uns, dass wir im Glauben in diesen Tag eintreten und ihn als einen Tag der materiellen, körperlichen und geistigen Freude und Entspannung erleben. Das Ergebnis davon ist, dass die Bedürfnisse in unserem Herzen gereinigt als auch geklärt werden, so dass wir Freude an seiner Gegenwart erleben.
 
Die Zeit des Sabbats hilft dabei zur Ruhe zu kommen, indem man in das Bewusstsein eintritt, dass Gott in unserer Beziehung gegenwärtig ist, um über unsere Feinde zu siegen.
 
Wie bereits erwähnt, ist der Sabbat nicht als ein gesetzliches Regelwerk gedacht, das es zu beachten gilt, sondern als eine Hilfestellung an uns Menschen, zur Ruhe zu kommen und die Gemeinschaft mit Gott sowie seine Segnungen bewusst zu genießen.
 
Es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind, dass wir uns nicht aufgrund der Art und Weise wie wir den Sabbat feiern von Menschen verurteilen lassen, sondern ihn in der Freiheit wie Jesus Christus ihn gefeiert hat, auskosten (vgl. Kolosser 2,16 i.V.m. Markus 2,27-28).
 
Kolosser 2,16:
16 So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats.
 
Markus 2,27-28:
27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
28 So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.
 
Der Sabbat als Tag der Rettung und Befreiung
 
Abschließend ist es bedeutend, dass der Sabbat keine Regelbefolgung sein sollte, weil es auch Zeiten im Leben gibt, in denen es nicht ausbleibt, dass man an einem Sabbat seiner Arbeit nachgehen muss.
 
Das wird anhand der Aussage von Jesus deutlich als er von der Abwehr der Gefahr des Verlustes an einem Sabbat sprach, indem er die Schriftgelehrten und Pharisäer fragte, ob sie nicht einen ihrer Söhne oder auch Ochsen, wenn sie am Sabbat in einen Brunnen fallen, herausziehen würden (vgl. Lukas 14,5).
 
Lukas 14,5:
5 Und er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse in den Brunnen fällt und der ihn nicht alsbald herauszieht, auch am Sabbat?
 
Somit wird klar, dass Menschen, die am Sabbat in Not geraten, geholfen werden sollte. Das ist die Begründung, warum Jesus am Sabbat Menschen geholfen hat, indem er sie heilte und befreite.
 
Menschen unterliegen unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen, die sich nach Beruf und Grad von Verantwortung entsprechend auf eine wöchentliche Zeitplanung unterschiedlich auswirken (Anm.: Nacht- und Schichtdienst, Selbständigkeit, dienstliche Reise- und Fahrtzeiten, usw.), was Gott bestens weiß und demnach versteht. Er kennt die Komplexität unserer Arbeit und auch die unserer Verpflichtungen darüber hinaus.
 
Wenn man sich jedoch als Gläubiger in Christus keinen Tag der Ruhe (Anm.: Auszeit) in Gott gönnt, hat das zum Ergebnis, dass man den Segen Gottes, den er mit dem Sabbat verknüpft hat, verpasst. Das bedeutet, dass man die Freude, die Kreativität und die Kraft für bevorstehende Herausforderungen verliert.
 
Gott gab den Sabbat als ein Geschenk. Er legte ihn als einen Tag des Segens fest, um sich an ihm zu erfreuen, seine Schöpfung zu genießen und Danksagung für seine Güte auszudrücken.
 
Indem wir als Menschen diese Wertvorstellung Gottes für uns ergreifen, werden wir uns tiefer in unsere Bestimmung aus der Gemeinschaft mit ihm selbst begeben und zum Segen werden.
(Anm.: Diese Botschaft basiert auf eine Lehre aus dem Newsletter von Chuck D. Pierce,GZI vom 05.10.2018)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Einleitung
 
Wir möchten diese Botschaft zum Anlass nehmen, um auf die Prüfung von prophetischen Eindrücken bzw. prophetischen Worten einzugehen.
 
Da es drei Quellen eines prophetischen Wortes gibt, bei denen es sich um den Geist Gottes, den Geist des Irrtums (Anm.: dämonischer Herkunft) und das eigene Fleisch (Anm.: Eigenwille) handeln kann, ist es möglich, gottgewollt ein prophetisches Wort zu empfangen und es später durch den Eigenwillen der Seele (Anm.: eigene Wünsche, Vorstellungen, Prägung) zu manipulieren.
 
Unsere hauptsächliche Hingabe sollte immer der HERR selbst sein, und wir sollten ihn immer im Zentrum unseres Interesses haben.
Es ist notwendig, dass alle geistlichen Erfahrungen unser Herz und unsere Leidenschaft in eine tiefere Beziehung mit Jesus Christus bringen.
Weiterhin ist es ist unabdingbar, dass wir nicht auf geistliche Erfahrungen überreagieren.
 
Als Beispiel sollte uns die Begegnung des Engels mit Johannes in Offenbarung 19,10 dienen, wo der Apostel in die Gefahr lief, seine Anbetung aufgrund der Stärke der Offenbarung zu verändern. Infolgedessen wurde er vom Engel ermahnt, die wahre Anbetung beizubehalten, nämlich Gott allein anzubeten.
 
Offenbarung 19,10:
10 Und ich fiel nieder zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein und deiner Brüder Mitknecht, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Deshalb ist es wichtig, dass wir das Prüfungsschema gemäß des Wortes Gottes anwenden, um zu erkennen, ob es sich bei den empfangenen, prophetischen Eindrücken um die Weisung Gottes handelt oder nicht.
 
Nüchternheit im Geist
 
Um ordnungsgemäß eine prophetische Eingebung zu filtern, ob sie von Gott an uns gerichtet ist oder nicht, ist es wichtig, dass wir uns nach Geist, Seele und Leib vollkommen dem HERRN unterstellt haben sowie nüchtern, aufrichtig und rein in unserem Herzen vor Gott sind (vgl. Matthäus 5,8; Johannes 3,3; 2.Timotheus 4,5 i.V.m. 1.Petrus 1,13; 1.Petrus 5,8).
 
Matthäus 5,8:
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
 
Johannes 3,3:
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
 
2.Timotheus 4,5:
5 Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus.
 
1.Petrus 1,13:
13 Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.
 
1.Petrus 5,8:
8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge (Anm.: Durch Worte verführte Satan (Anm.: die alte Schlange) Eva und Adam im Garten von Eden.; vgl. 1.Mose 3,1ff.).
 
Vermeiden von Fallen
 
Es gibt einige Gläubige im Volk Gottes, die sich vor dem Ungewissen und den übernatürlichen Erfahrungen fürchten.
Diese Art von Angst beinhaltet eine nicht haltbare Aussage, dass übernatürliche Erfahrungen gefährlich seien und vermieden werden sollten, um Täuschung und Hoffnungslosigkeit aus dem Weg zu gehen.
 
Auch wenn es mögliche Gefahren in Bezug der geistlichen Erfahrung gibt, die im Zusammenhang damit stehen, wenn sich eine Person außerhalb der Grenzen des Wortes, Weges oder des Willens Gottes in irgendeinem Gebiet ihres Lebens aufhält, sollten wir uns nicht vor Gottes prophetischem Reden verschließen. Vergleichbar in Bezug auf die möglichen Gefahren, gibt es auch im natürlichen Leben gefährliche Dinge, wenn wir uns nicht an die richtigen Prinzipien halten.
 
Das Beispiel des Autofahrens
 
Wir wissen, dass das Autofahren extrem gefährlich sein kann, wenn wir uns nicht an die Straßenverkehrsordnung bzw. Straßenverkehrszulassungsordnung halten.
Wenn wir jedoch die Gesetze kennen, die Betriebsanleitung des Fahrzeugs gelesen haben, uns in den Richtlinien aufhalten, Achtung üben und auf die anderen Rücksicht nehmen, werden wir wahrscheinlich ein erfolgreiches und sicheres Fahren erleben. Trotz aller Risiken und inhärenten Gefahren sollten diese uns nicht davor abschrecken, in ein Fahrzeug einzusteigen, um unseren Bestimmungsort zu erreichen.
 
Das bedeutet auf den übernatürlichen Bereich übertragen, ist es in jedem Fall wichtig, dass wir jedes Element der geistlichen Gefahr oder Täuschung kennen, jedoch nicht riskieren, den prophetischen Bereich abzulehnen, da das Zeugnis Jesu der Geist der prophetischen Rede ist (vgl. Offenbarung 19,10e i.V.m. 1.Korinther 14,1).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
1.Korinther 14,1:
1 Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede!
 
Gottesfurcht und Kraft
 
Paulus erwähnte indirekt im Brief an seinen geistlichen Sohn Timotheus die Wichtigkeit der Gottesfurcht und der Anerkennung der Kraft, die durch das echte, prophetische Wort freigesetzt wird (vgl. 2.Timotheus 3,5).
 
2.Timotheus 3,5:
… 5 sie haben den Schein der Frömmigkeit (Anm.: Gottesfurcht), aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!
 
Verfälschte Prophetie
 
Die eigenen Wünsche eines gläubigen Menschen und die damit verbundene Ungeduld können dazu beitragen, dass Gottes offenbarende Weisung verfälscht wird.
=> Ebenfalls kann ein unbehandeltes Trauma in der Seele eines betroffenen Gläubigen dazu führen, dass es zur Verfälschung von Prophetie im persönlichen Leben kommt, so dass sich der Gläubige der Realität entzieht, indem er sich in den übernatürlichen Bereich flüchtet und sich hinter der „Offenbarung“ versteckt (vgl. Jesaja 14,14a; Anm. des Autors).
Weiterhin kommt ein Trauma dem Schnappschuss einer Kamera gleich.
Das Bild eines Traumas ist tief in dem Gehirn des Menschen gespeichert.
 
Wenn mit einem Trauma nicht umgegangen und es nicht aufgelöst wird, ist das Ergebnis, dass das Trauma das Umfeld der betroffenen Person entstellt, so dass alles durch diesen traumatischen Schnappschuss wahrgenommen wird.
Der Feind versucht während traumatischen Zeiten von Verlust oder Veränderung in dem Leben eines Menschen Vorteile für seine Zwecke zu ziehen.
Satan gebraucht Trauma um folgendes in dem Leben der betreffenden Person zu entwickeln:
  1. eine Versagermentalität
  2. eine verwirrte Wahrnehmung des Lebens
  3. Trägheit, Leblosigkeit/ Kälte, verlorene Hoffnung oder Apathie/Teilnahmslosigkeit in unserem Geistmenschen
  4. geblockte Emotionen
  5. eine bittere Wurzel.
Wenn diese Dinge nicht entfernt werden, dann führt es in dem Leben eines Menschen dazu, dass diese negativen Eigenschaften eine Wurzel kreieren, die das Vorankommen verhindert, so dass der vorgenommene Erfolg nicht eintritt (Anm.: Teilauszug aus den Notizen von Chuck D. Pierce zu den 100. Tagen des Gebetes vom Januar 2012/ 99.Tag).<=
 
Prüfung einer prophetischen Eingebung
 
Wenn wir uns als Heilige alleine in einer persönlichen Zeit mit dem HERRN befinden und wir empfinden, dass Gott zu uns redet, ist es wichtig, dass wir das, was wir als Gottes Reden empfangen anhand des Wortes Gottes prüfen (vgl. 1.Thessalonicher 5,19-22).
 
1.Thessalonicher 5,19-22:
19 Den Geist dämpft nicht.
20 Prophetische Rede verachtet nicht.
21 Prüft aber alles und das Gute behaltet.
22 Meidet das Böse in jeder Gestalt.
 
Die Begründung, warum es so wichtig ist, jegliche persönliche Offenbarung, die wir empfangen anhand des kraftvollen, lebendigen Wortes Gottes gemäß Hebräer 4,12 zu prüfen, liegt darin, weil es möglich ist, dass wenn unser Herz nicht richtig im Zentrum des Willens Gottes positioniert ist, es uns in eine Täuschung führen kann (vgl. Jeremia 17,9 i.V.m. Matthäus 15,19).
 
Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; …” Jeremia 17,9a
 
Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung.“ Matthäus 15,19
 
In Jeremia 10,23 i.V.m. Epheser 2,8-10 wird uns weiterhin offenbart, dass es nicht dem Menschen obliegt, seine eigenen Schritte zu lenken.
 
Jeremia 10,23:
23 Ich weiß, HERR, dass des Menschen Tun nicht in seiner Gewalt steht, und es liegt in niemandes Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte.
 
Epheser 2,8-10:
8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.
10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
 
Die Bedeutung von Propheten im Leib Jesu
 
Deshalb setzte Gott in seinem Leib auf Erden Propheten ein, die unter anderem bei Unsicherheit, Heiligen dabei behilflich sind, ihre empfangenen, persönlichen Eingebungen bzw. Prophetien auf ähnliche Weise zu prüfen, wie es 1.Korinther 14,29 offenbart.
 
1.Korinther 14,29:
29 Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern (Anm.: Propheten) lasst darüber urteilen.
 
Erfahrungsgemäß ist es ratsam, dass der betreffende Gläubige eine gewisse, persönliche Beziehung zu dem Propheten bzw. der Prophetin hat, so dass die richtige Kenntnis gewährleistet ist.
Der Herr hat jedes Glied im Leib Jesu dazu bestimmt voneinander abhängig zu sein, um die vollständige Ergänzung des Dienstes zu sichern und zu unterstützen sowie geistliche Speise für alle Bedürfnisse zur Verfügung zu stellen, damit jeder Heilige in seine geistliche Reife in Jesus Christus gelangt (vgl. 1.Korinther 12,4-7.12-14; Epheser 4,11-14 i.V.m. Matthäus 4,4; Hebräer 5,14).
 
1.Korinther 12,4-7.12-14:
4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.
5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr.
6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.
7 In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; …
12 Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.
13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.
14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
 
Epheser 4,11-14:
11 Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, 14 damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen.
 
Matthäus 4,4:
4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“
 
Hebräer 5,14:
14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
 
Das Verlangen Gottes
 
Es ist Gottes Verlangen, dass wir uns in seiner Ordnung im Königreich aufhalten und die Beziehung zu ihm intensivieren.
Es sollte beachtet werden, dass Schwierigkeiten in der Nachfolge und im Charakter des Lebens eines Gläubigen auftreten können, wenn dieser lediglich auf geistliche Erfahrungen seinen Fokus setzt.
 
Dieser einseitige Fokus kann dazu führen, dass der Gläubige anfängt zu glauben, dass seine geistlichen Begegnungen auf seinen Charakter und seine geistliche Reife hinweisen. Das ist jedoch nicht immer der Fall.
Liebe, wahre Anbetung (vgl. Johannes 4,23-24) sowie der Glaube und der Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes, sind die echten Kennzeichen eines wahren, christlichen Lebens.
(Anm.: Diese Botschaft basiert zum Teil auf einer Offenbarungserkenntnis von Dr. Paula A. Price und Patricia King.)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm