Das Zeichen des Gelähmten
 
Vor einiger Zeit führte mich der HERR zu der Bibelstelle aus Johannes 5,1-9 und sprach zu mir über Herzenshaltungen von Gläubigen in Bezug auf Erweckung.
 
Johannes 5,1-9:
1 Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.
2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Bethesda (Anm.: Haus der Gnade). Dort sind fünf Hallen (Anm.: Säulenhallen); 3 in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.
4-5 Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank.
6 Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.
Es war aber an dem Tag Sabbat.
 
Wir können aus der oben genannten Schriftstelle entnehmen, dass Jesus einen Ort von Raum und Zeit verließ, um sich an einem besonderen Tag in einem besonderen Zeitfenster in die Hauptstadt Israels zu begeben und im Auftrag des himmlischen Vaters zu agieren (vgl. Johannes 5,19).
 
Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
 
Das Hinaufgehen nach Jerusalem zur Festzeit
 
Das Hinaufgehen Jesu nach Jerusalem ist für uns heutzutage übertragen ein göttlicher Aufruf zum richtigen Zeitpunkt als Volk Gottes in seiner Regierungsherrschaft zu wandeln, um aus dieser zu handeln und aktiv zu werden. Hierbei heilte Jesus an einem Schabbat einen Kranken, der sich liegend in der Nähe des Schaftors aufhielt.
 
Da Jesus von sich selbst sagte, dass er kam, um das Gesetz und die Propheten zu erfüllen, kann man davon ausgehen, dass Jesus alle jüdisch-biblischen Feste feierte (vgl. Matthäus 5,17).
 
Matthäus 5,17:
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
 
Die Struktur von reifer Sohnschaft in Christus Jesus
 
Anhand der Bewegung Jesu und des Aufenthaltsortes des kranken Mannes, kann Jesus in diesem Zusammenhang für die Struktur der reifen Sohnschaft Gottes stehen. Aus dieser reifen Sohnschaft intervenieren Gläubige zum richtigen Zeitpunkt im Auftrag des himmlischen Vaters und dies dient dazu, Gläubige, die sich aufgrund negativer Erfahrungen in einem Zustand von Hoffnungslosigkeit befinden, an einen höheren Ort zu bringen. Dieser Ort ist für die betreffenden Personen mit großer Freude und Triumph verbunden.
 
Der erkrankte Mann am Schaftor war über einen langen Zeitraum immer wieder damit konfrontiert, dass Menschen vor ihm bereits geheilt wurden, ohne aber dass dieser seine persönliche Heilung erlebte.
 
Immer wieder nahm er wahr, dass Gott einen Engel sandte, um seine Heilungskraft zu übermitteln. Diese Heilungsbewegung ging mit dem Zeichen einher, dass das Wasser des Teiches Bethesda von einem Engel in Wallung gebracht wurde, so dass die erkrankte Person, die zuerst mit dem übernatürlich bewegten Wasser des Teiches in Berührung kam, ihre Heilung erlebte.
 
Somit sah der über 38 Jahre erkrankte Mann viele Heilungsbewegungen (Anm.: Erweckungen) kommen und gehen, ohne selbst Anteil an einer übernatürlichen Bewegung Gottes gehabt zu haben.
Auch heute hört man immer wieder von Gläubigen, die sagen, dass Gott in anderen Nationen oder Regionen Erweckung schenkt, jedoch nicht in ihrer.
 
Diese Aussage mag sich in Vergleichen wahr anfühlen, entspricht aber nicht der Wahrheit. Erweckung hängt nicht von einer bestimmten Nation oder Region ab, sondern von der persönlichen Hingabe eines jeden Gläubigen in Christus zum himmlischen Vater.
 
Damit Erweckung in einer Nation/Region stattfinden kann, ist es unabdingbar, dass reife Söhne Gottes innerhalb des Leibes Jesu aktiv werden und sich im Zentrum des Willens des Vaters an den Ort begeben, der mit Schwäche gefüllt ist, um diesen Ort mit Ermutigung, Offenbarung und Stärke zu füllen.
 
Als Jesus nach Jerusalem zum genannten Ort am Schaftor hinaufging, sah er unter den dort anwesenden Kranken, den Mann, der bereits 38 Jahre krank war und auf seiner Matratze lag. Jesus erkannte in dem Mann das Potential, in die reife Sohnschaft Gottes einzutreten, um in der Gegenwart des himmlischen Vaters zu leben, da er ihn als einzigen Kranken an diesem Ort ansprach und heilte (vgl. Johannes 5,2-8 i.V.m. Johannes 17,21).
 
Johannes 5,2-8:
2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Bethesda (Anm.: Haus der Gnade). Dort sind fünf Hallen (Anm.: Säulenhallen); 3 in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.
4-5 Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank.
6 Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? …
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
 
Johannes 17,21:
… 21 damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
 
Es war kein Zufall, dass sich Jesus in der Zeit seines himmlischen Vaters bewegte (Anm.: Festzeit) und die geographische Lage des Schaftors mit den fünf Säulenhallen für die Heilung des kranken Mannes auswählte. Die Zahl „5“ ist ein Hinweis auf den Dienst der „Gnade Gottes“ (vgl. Titus 2,11).
 
Titus 2,11:
1 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen …
 
Jesus, der die reife Sohnschaft im Vollmaß repräsentiert, fungierte aufgrund des Ortes am Schaftor als der große Hirte, der die geöffnete Tür zu einem neuen Bereich war. Diese geöffnete Tür kann nur durch Gehorsam gegenüber seiner Stimme durchschritten werden, um in einem neuen Bereich von seiner Gegenwart zu stehen (vgl. Johannes 10,7.9.27).
 
Johannes 10,7.9.27:
7 Da sprach Jesus wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. …
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. …
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; …
 
Dieses Prinzip von Gehorsam verstand der über 38 Jahre erkrankte Mann, so dass Jesus Christus ihn am Schabbat dazu aufrief, aufzustehen und mit seiner Matratze (Anm.: Symbol für den Ort der Ruhe in Gott) an den neuen Ort in Christus Jesus zu gehen. Diesem Befehl des Sohnes Gottes kam er nach und erhielt somit seine Heilung (vgl. Johannes 5,8-9a i.V.m. Epheser 2,4-7)!
 
Johannes 5,8-9a:
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
9a Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. …
 
Epheser 2,4-7:
4 Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden –; 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, 7 damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus.
 
Hinter den 38 Jahren des kranken Mannes kann man anhand des Zahlenwerts den Plan Gottes erkennen, dessen Ziel es war, den Umstand von Schwäche in Stärke zu verwandeln.
Der Zahlenwert „38“ ergibt das hebräische Wort „laḩ“, was „frisch, feucht“ im Sinne von „neu, ungebraucht“ bedeutet sowie das hebräische Wort „lēaḩ“, was „Frische, Lebenskraft, Feuchtigkeit“ meint. (Anm.: Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel zum dem Wort „laḩ - frisch“ und „lēaḩ - Lebenskraft“, mit der Wortschlüsselnummer: 3973*, 3974*)
 
Der zweite biblische Monat im Erlösungszyklus Gottes
 
Wenn man über das Wort „Ecke/Ecksäule“ studiert, findet man anhand von Psalm 144,12 heraus, dass das dafür verwendete hebräische Wort “sāwit ist und von dem hebräischen Wurzelwort „Ziw“ abgeleitet wird, das mit „Glanz/Pracht, Blüte“ verbunden ist (Anm.: Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel mit der Sprachschlüsselnummer 2156*,2148*).
 
Psalm 144,12:
12 Unsere Söhne seien wie Pflanzen, die aufschießen in ihrer Jugendkraft – unsere Töchter wie Säulen, geschnitzt für Paläste – …
 
Ziw“ ist auch der zweite biblische Monat im Erlösungszyklus des HERRN, in dem das „kleine Pessachfest“ gefeiert wird. Dieses Fest war ein Zeichen für Gottes „Extra-Gnade“ für all diejenigen, die das „große Pessach“ im ersten biblischen Monat aus bestimmten Gründen nicht feiern konnten (vgl. 4.Mose 9,10-11).
 
4.Mose 9,10-11:
10 Sage den Israeliten: Wenn jemand unter euch oder unter euren Nachkommen unrein geworden ist an einem Toten oder auf einer weiten Reise ist, so soll er dennoch dem HERRN Passa halten, 11 aber erst im zweiten Monat am vierzehnten Tage gegen Abend, und soll es mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern essen.
 
Pessach feiert die Kraft des Blutes des Lammes Gottes und die Befreiung aus der Sklaverei (Anm.: Sünde). Somit wird deutlich, dass Jesus Christus als er an den Ort der fünf Säulenhallen kam, dabei war, die Gnade des Vaters gegenüber dem erkrankten Mann zu offenbaren, um sein Leben in der vollen Blüte der Sohnschaft Gottes stehen zu lassen und die Herrlichkeit des Vaters zu genießen.
 
Während Jesus an den Ort der fünf Säulenhallen kam und vor diesem kranken Mann stand, kann man davon ausgehen, dass der Mann als erstes die zwei Beine von Jesus sah, da er auf einer Bahre am Boden lag.
 
Das größere Maß von offenbarender Wahrheit
 
Zu dieser Zeit existierte ein Maß von offenbarender Wahrheit über Heilung im Bereich der fünf Säulenhallen, die mit einer übernatürlichen Bewegung (Anm.: im Auftrag Gottes durch einen Engel ausgelöst) verbunden war.
 
Die Gegenwart Jesu jedoch brachte ein größeres Maß von offenbarender Wahrheit in diesen Bereich, indem er das gegenwärtige Maß des „Wasserbads des Wortes Gottes“ in seiner Temperatur bzw. Eigenschaft erhöhte. Dies tat er, indem er die Wahrheit über die Sohn-/ und Hirtenschaft Gottes durch seine Präsenz und den Aufenthalt an dem Ort der fünf Säulenhallen verdeckt enthüllte. Die Begründung liegt darin, weil die zwei Beine/Füße von Jesus Christus gemäß Offenbarung 1,15a zwei feurig glänzende Erz-/Bronzesäulen sind.
 
Offenbarung 1,15a:
… 15 und seine (Anm.: Jesus Christus) Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, …
 
Durch die zwei glühenden „Bronzesäulen – Füße“ von Jesus Christus wurde die gegenwärtige offenbarende Wahrheit (Anm.: repräsentiert durch Wasser; vgl. Epheser 5,26) am Ort der fünf Säulenhallen intensiviert, indem sie von einem kalten Zustand (Anm..: Wasser bewegt durch einen Engel => Wind; vgl. Hebräer 1,7) in den heißen Zustand (Anm.: durch die feurigen Füße Jesu) wechselte. Die Begründung liegt darin, weil der Ort temporär nun mit sieben (Anm.: Symbol für Vollständigkeit) Säulen ausgestattet war, was dem Kranken als ein Zeichen des vollendeten Werkes Gottes dienen sollte, um in die Ruhe des himmlischen Vaters einzutreten.
 
Im prophetischen Kontext gesprochen, sah der Kranke die lebendigen Bronzesäulen der Vorhalle des Tempels, nämlich „Boas – Er erbaut.“ und „Jachin – In Ihm ist Stärke.“, die unter der Weisung von Salomo aufgestellt und bereits ein Hinweis auf Jesus Christus als die Tür zum Vater wurden (vgl. 1.Könige 7,15.21 i.V.m. Johannes 10,9; Johannes 14,6).
 
1.Könige 7,15.21:
15 Er goss zwei Säulen aus Bronze, jede achtzehn Ellen hoch, und eine Schnur von zwölf Ellen war das Maß um jede Säule herum. …
21 Und er richtete die Säulen auf vor der Vorhalle des Tempels; die er zur rechten Hand setzte, nannte er Jachin, und die er zur linken Hand setzte, nannte er Boas.
 
Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Weil der kranke Mann Glauben besaß und dem Befehl von Jesus Christus gehorcht hatte, wurde sein Leib mit Stärke gefüllt, so dass er gesund aufstand und sich später in den Tempel begab, der das Zentrum des himmlischen Vaters repräsentiert (vgl. Johannes 5,14 i.V.m. Lukas 2,46.49; Offenbarung 21,22).
 
Johannes 5,14:
14 Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.
 
Lukas 2,46.49:
46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. …
49 Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?
 
Offenbarung 21,22:
22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
 
Somit trat der seit 38 Jahren erkrankte Mann durch die Heilung Jesu in seine persönliche Erweckung, indem er sich entschieden in der reifen Sohnschaft Gottes voranbewegte und sich im Zentrum des himmlischen Vaters befand. Der zuvor erkrankte Mann war nun nicht mehr ein Zeuge von Erweckung sondern ein Zeichen für Erweckung, indem er selbst zur Erweckung wurde. Seine Beziehung wurde durch die Liebe Gottes, die Jesus Christus ist an den höheren Ort gebracht, bei dem es sich um das Zentrum des himmlischen Vaters (Anm.: Tempel) handelt.
 
Die Verschiebung von der Ebene des Schabbats
 
Für uns als Volk Gottes ist es demnach bedeutend, dass wir die Ebene des „Schabbats“ (Anm.: die Ruhezeit, aufgrund eines vollendeten Zeitzyklus) von dem Teich am Schaftor (Anm.: Ort des Gehorsams) in den Tempel (Anm.: Ort der göttlichen Beziehung) bringen, so ähnlich wie es der kranke Mann am Schaftor zur Zeit von Jesus tat.
 
Das hebräische Wurzelwort für „Bett“ oder „Bahre“ ist “nāṭāh” und bedeutet „sich auszustrecken, ausdehnen, ausbreiten, aufschlagen, drehen, beugen, bücken. (Anm.: Worterklärung aus der Elberfelder Studienbibel mit der Sprachschlüsselnummer 5270)
 
Diese Worterklärung macht uns deutlich, dass es entscheidend ist, dass wir an dem Ort, wo wir uns aus eigener Kraft erweitert haben, um etwas in unserem Leben geschehen zu sehen, Jesus durch sein lebendiges Wort sprechen hören und uns dann seiner Weisung unterstellen (Anm.: beugen, bücken), so dass wir mit göttlicher Stärke unseren gegenwärtigen Umstand verlassen und uns in der Gegenwart des himmlischen Vaters ausbreiten.
 
Seine Gegenwart beinhaltet die wahre Beziehung – die Unterhaltung und das Feiern mit Gott (vgl. Johannes 5,8-9.14 i.V.m. Johannes 10,27; Lukas 2,46.49; Lukas 15,20-24)!
 
Johannes 5,8-9.14:
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. …
14 Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.
 
Johannes 10,27:
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich (Anm.: Jesus Christus) kenne sie und sie folgen mir; …
 
Lukas 2,46.49:
46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn (Anm.: Jesus Christus) im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. …
49 Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?
 
Lukas 15,20-24 (Anm.: Gleichnis der beiden verlorenen Söhne):
20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater.
Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.
22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße 23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet es; lasst uns essen und fröhlich sein!
24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
 
Gehorsam und die wahre göttliche Beziehung
 
Wir sind dazu berufen, uns von Gehorsam in das Verständnis der wahren Beziehung mit dem HERRN, wie Jesus Christus und der Apostel Johannes es sagten, hineinzubewegen:
 
Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ Johannes 14,21
 
Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat.
Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.“ 1.Johannes 3,23-24
 
Göttlicher Gehorsam meint keinen gesetzlichen Gehorsam, sondern den Gehorsam, der seinen Sitz in der wahrhaftigen Beziehung zu Gott selbst, dem ewigen Vater hat.
 
Abschließend möchte ich klar herausstellen, dass Gott keinen Fehler machte als er uns erschuf und uns mit unserem Leben eine Bestimmung gab, weil sein Wort uns offenbart, dass wir wunderbar und auf erstaunliche Weise gemacht worden sind (vgl. Psalm 139,14).
 
Psalm 139,14 (Rev. Elberfelder):
14 Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Der Strukturwechsel
 
Als Volk Gottes bleibt es nicht aus, dass wir in unserem Wandel mit Jesus Christus in Zeitphasen eintreten, die beinhalten aus einer ausgedienten Struktur in eine neue Struktur zu wechseln. Ein solcher Wechsel ist meistens mit der Herausforderung wie bei der Geburt eines Kindes verbunden.
 
Die Geburt Benjamins
 
Diesbezüglich wurde ich an die Geburt von Benjamin (Anm.: „Sohn der Rechten oder des Glücks“) erinnert, der der jüngste Sohn Jakobs war und bei dessen Geburt seine Mutter Rahel starb (vgl. 1.Mose 35,16-19).
 
1.Mose 35,16-19:
16 Und sie brachen auf von Bethel. Und als es noch eine Strecke Weges war bis Ephrata, da gebar Rahel. Und es kam sie hart an über der Geburt.
17 Da ihr aber die Geburt so schwer wurde, sprach die Wehmutter zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch diesmal wirst du einen Sohn haben.
18 Als ihr aber das Leben entwich und sie sterben musste, nannte sie ihn Ben-Oni, aber sein Vater nannte ihn Ben-Jamin.
19 So starb Rahel und wurde begraben an dem Wege nach Ephrata, das nun Bethlehem heißt.
 
Die Geburt Benjamins fand auf dem Weg zwischen zwei Ortschaften statt, bei denen es sich um Bethel (Anm.: „Haus Gottes“) und Ephrata (Anm.: „Fruchtgegend, fruchtbar“) handelte. Benjamin war der einzige Sohn Jakobs, der im verheißenen Land geboren wurde.
 
Die Geburt Benjamins soll uns als Hinweis dienen, dass wir mit der uns von Gott verliehenen Autorität in Christus inmitten seiner Verheißung an den neuen von ihm vorherbestimmten Ort begeben, um die Qualität unserer Gemeinschaft mit ihm dort zu etablieren. Dieser Ort steht im Zusammenhang mit dem offenen Himmel und ist mit der Kraft des Heiligen Geistes gefüllt, um ein größeres Maß von der Frucht des Geistes hervorzubringen (vgl. Galater 5,22-23).
 
Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
Das Bewusstsein von der Führung des Heiligen Geistes
 
Es ist essenziell, dass wir uns in solchen geistlichen Geburtsphasen der Führung des Heiligen Geistes bewusst sind. Es ist der Heilige Geist, der wie die Hebamme Rahels in der Zukunft steht und das Neue aus dem „Ausgedienten“ hervorkommen sieht als auch dabei behilflich ist, abgesichert in der Verheißung der Zukunft unter offenem Himmel zu stehen und in der offenbarenden Wahrheit voranzugehen (vgl. Johannes 16,13).
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Bei diesem Prozess bleibt es nicht aus, dass wir durch den Geist der Wahrheit auf alte Muster hingewiesen werden, bei denen es sich um Misstrauen und Zweifel handelt, um mit diesen zu brechen.
 
Hierbei ist es von großer Bedeutung, bereit zu sein, die ausgediente Zeit zu verlassen, um mit dem Heiligen Geist in das Neue des himmlischen Vaters hineinzugehen. Solch eine Entscheidung kostet einen Preis und steht mit der Unterordnung des eigenen Willens gegenüber dem Willen Gottes in Verbindung (vgl. 1.Petrus 5,6).
 
1.Petrus 5,6:
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Wenn man sich der Führung Gottes nicht hingeben möchte, hat das zur Folge, dass man sich in einer ausgedienten Zeit aufhält und somit nicht in der Lage ist, das Neue, das der HERR tut, richtig zu beurteilen, obwohl darin die Autorität der Gemeinde für die Zukunft verborgen liegt.
 
Doch gepriesen sei Gott, der himmlische Vater, der das Neue deutlich beim Namen nennt, so dass es innerhalb der Gemeinde Jesu zur Erkenntnis der Wahrheit für diese Zeit kommt, damit jeder die Möglichkeit hat, sich frei dafür zu entscheiden (vgl. 1.Mose 35,18 i.V.m. 1.Timotheus 2,4).
 
1.Mose 35,18:
18 Als ihr aber das Leben entwich und sie sterben musste, nannte sie ihn Ben-Oni (Anm.: Sohn meines Schmerzes), aber sein Vater nannte ihn Ben-Jamin (Anm.: Sohn der Rechten oder des Glückes).
 
1.Timotheus 2,4:
… 4 welcher (Anm.: Gott) will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
 
Gottes Bewegung zwischen zwei Portalen
 
Grund für eine solche geistliche Geburt ist, dass Gott sich selbst mit seinem Wesenszug zwischen zwei Portalen bewegt, das durch seine vier Angesichter vor seinem Thron repräsentiert wird und mit den sieben Geistern Gottes verbunden ist (vgl. Offenbarung 4,6-7 i.V.m. Offenbarung 4,5; Jesaja 11,2).
 
Offenbarung 4,6-7:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
7 Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.
 
Offenbarung 4,5:
5 Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
 
Die vier Wesenseigenschaften des Angesichts Gottes sind:
 
  1. das Gesicht des Löwen => Das Gesicht des Löwen ist mit dem Geist des HERRN sowie dem Geist der Furcht des HERRN verbunden.
  2. das Gesicht des Stiers => Das Gesicht des Stiers ist verbunden mit dem Geist der Stärke.
  3. das Gesicht des Menschen => Das Gesicht des Menschen ist verbunden mit dem Geist des Verstandes und des Rates.
  4. das Gesicht des fliegenden Adlers => Das Gesicht des fliegenden Adlers steht in Verbindung mit dem Geist der Weisheit und der Erkenntnis.
Bei diesen zwei Portalen handelt es sich um den Osten und den Westen, die ein Hinweis auf das temporäre Zeitmaß der Gemeinde Jesu auf der Erde sind, um die Vergebungskraft von Jesus Christus zu offenbaren (vgl. Psalm 103,12 i.V.m. Hebräer 9,14; 1.Johannes 1,7).
 
Psalm 103,12:
12 So fern der Morgen (Anm.: Osten) ist vom Abend (Anm.: Westen), lässt er unsere Übertretungen von uns sein.
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
 
1.Johannes 1,7:
7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
 
Die Bewegung zwischen den zwei Portalen (Anm.: Osten und Westen), kann auch als Phase betitelt werden, indem sich Gott, der Vater, sowie auch Jesus Christus, der Sohn, als das Alpha und das Omega offenbaren, welche die Zeitspanne unseres Lebens sind (vgl. Offenbarung 1,8; Offenbarung 22,13, 5.Mose 30,20).
 
Offenbarung 1,8:
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Offenbarung 22,13:
13 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
 
5.Mose 30,20 (Neue Jerusalemer):
20 Liebe den HERRN, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. Er ist die Länge deines Lebens, das du in dem Land verbringen darfst, von dem du weißt: Der HERR hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen, es ihnen zu geben.
 
Die unterschiedlichen Träger der Verheißung Gottes
 
Die Verheißung Gottes in den jeweiligen Zeitabschnitten von temporärer Zeit ist an unterschiedliche „Leiber“ gekoppelt. Das macht zum Beispiel das Wort Gottes deutlich, wo es heißt, dass die Verheißung Gottes von Abraham empfangen, dann auf Isaak übertragen wurde, um später von Jakob und dann auch durch Gläubige in den nachfolgenden Generationen weitergetragen zu werden.
 
Somit wird deutlich, dass eine ausgediente Zeit die Verheißung Gottes an eine neue Zeit weitergibt, wo sich Menschen ebenfalls im Glauben in der Verheißung Gottes für die jeweilige Zeit bewegen (vgl. Hebräer 11).
 
Das bedeutet als Leitlinie darauf zu achten.
Wir sollten das, was Gott, der himmlische Vater als ausgedient betrachtet nicht verurteilen und genauso wenig sollten wir das Neue, das Gott für diese und die kommende Zeit bestimmt hat, nicht ablehnen.
 
Gott in der Kühle des Tages
 
Im Zusammenhang mit dem Ende einer Zeit und dem Beginn einer neuen Zeit, ließ der Heilige Geist mich weiterführend wissen, dass sich Gott mit seinem Wesen, das Geist ist, auf dem Weg zwischen zwei Portalen bewegt, bei denen es sich um den Wind des Ostens und dem Wind des Westens handelt.
 
In diesem Zusammenhang wurde ich an die Bibelstelle aus 1.Mose 3,8 erinnert, wo sich der HERR im Wind zwischen zwei Winden, nämlich dem des Westens und dem des Ostens bewegte, was dem Ausdruck „der Kühle des Tages“ gleichkommt, weil der Tag bei Gott mit dem Abend beginnt (vgl. 1.Mose 1,5b)
 
1.Mose 3,8 (Rev. Elberfelder Bibel):
8 Und sie hörten die Stimme (Anm.: Geräusch) Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages (Anm.: Wind des Tages). Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Bäumen des Gartens.
 
1.Mose 1,5b:
… 5b Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Obwohl Adam und Eva gesündigt hatten, suchte Gott sie in ihrem von ihm zugeteilten Beziehungsfeld auf, was den für sie von Gott gepflanzten Garten repräsentiert (vgl. 1.Mose 2,8).
 
1.Mose 2,8:
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.
 
Trotz des Ungehorsams von Adam und Eva sowie ihrem daraus erfolgten Fall, waren sie in der Lage, Gottes Stimme im von ihm gepflanzten Garten in Eden zu hören. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich Adam und Eva immer noch im Maßstab Gottes auf, was das hebräische Wort für „Garten“ verdeutlicht.
 
Der Aufenthalt in Gottes Ordnung
 
„Eden“ ist hierbei in erster Linie nicht verbunden mit einer Vorstellung von einem Gebiet mit Bäumen und Pflanzen, sondern vielmehr beinhaltet es einen Rahmen göttlicher Ordnung. Das Wort „Garten“ wird im hebräischen Urtext mit „gân“ (Strong's H1588), ein „Garten (umzäunt)“ wiedergegeben, was ursprünglich von „gânan“ abgeleitet ist und auch „sich absichern“, „(generell) schützen“ und „verteidigen“ bedeutet (Strong's H1598).
 
Es war somit der Aufenthalt in der Ordnung Gottes, der Adam und Eva dazu befähigte, die Stimme Gottes zu hören, jedoch waren sie durch ihren sündhaften Fehltritt eingeschränkt, das Angesicht bzw. die Gegenwart Gottes in ihrer Fülle auszuhalten, so dass sie sich vor Gott versteckten.
Es ist Gottes Verlangen, dass wir nicht nur seine Stimme hören, sondern uns mit der Gegenwart seines Angesichts vereinen, mit dem er uns erscheint. Hierbei sollten wir uns bewusst sein, dass Gott sich in seiner Vergebungskraft bewegt, die dem Angesicht des Stiers entspricht, der mit seinen zwei Hörnern, die Sünde entfernt (Anm.: wegstößt), wenn wir unseren Fehltritt (Anm.: Sünde) bekennen (vgl. Psalm 103,12 i.V.m. 1.Johannes 1,9).
 
Psalm 103,12 (Rev. Elberfelder Bibel):
12 So fern der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Vergehen (Anm.: Treuebrüche, Auflehnungen).
 
1.Johannes 1,9:
9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
 
Das Angesicht des Stiers repräsentiert die priesterliche Gegenwart des Sohnes Gottes, die dazu bestimmt ist, Wiederherstellung zwischen Gott und den Menschen zu bringen, weil der Stier ein Lastenträger ist (vgl. Johannes 14,6 i.V.m. Kolosser 1,20).
 
Johannes 14,6:
6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
 
Kolosser 1,20:
… 20 und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.
 
Es war Gott, der im Wesenszug des Stiers, Adam und Eva im Garten begegnete und nicht verklagte, sondern Blut vergoss, indem er ein Tier opferte, von dem ich überzeugt bin, dass es ein Lamm bzw. Widder war. Das tat er, um die sündhafte Natur von Adam und Eva zu bedecken (vgl. 1.Mose 3,21).
 
1.Mose 3,21:
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an.
 
Gott, der himmlische Vater möchte, dass wir uns in der Gegenwart seines väterlichen Windschattens bewegen und Anteil an der Präsenz seines Angesichts sowie seiner Bewegung haben (vgl. Johannes 10,27; Johannes 14,9b; Johannes 17,21b).
 
Johannes 10,27:
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; …
 
Johannes 14,9b:
… 9b Wer mich sieht, der sieht den Vater! …
 
Johannes 17,21b:
… 21b Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
 
Das zweite Kommen Jesu
 
Es ist uns nicht ohne Grund bewusst, dass Jesus Christus bei seinem zweiten Kommen auf die Erde mit Kraft erscheint und die Portale des Ostens und Westens verbindet, was den Weg des apostolischen Dienstes des ewigen Hohenpriesters nach der Ordnung Melchisedeks ins Allerheiligste offenbart, der all die Übertretungen entfernt hat für die, die an ihn glauben (vgl. Matthäus 24,27 i.V.m. Hebräer 3,1; Hebräer 9,24; Psalm 103,12).
 
Matthäus 24,27:
27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
 
Hebräer 3,1-2:
1 Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jesus, 2 der da treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose in Gottes ganzem Hause.
 
Hebräer 9,24:
24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen; 25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; 26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für alle Mal erschienen, durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.
 
Psalm 103,12:
12 So fern der Morgen (Anm.: Osten) ist vom Abend (Anm.: Westen), lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
 
Aus diesem Grund gilt es nicht nur, sein Erscheinen zu erwarten, sondern vielmehr uns mit ihm in seiner Gegenwart zu bewegen und im neuen Tag zu sein, während wir uns aus dem ausgedienten und beendeten Zyklus herausbewegen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Hinweis:
Die folgende Botschaft ist der erste Teil von einer Lehre, die aus zwei Teilen besteht und in der Fortsetzung demnächst weiter veröffentlicht wird.
Es wird demnach empfohlen, die Botschaft chronologisch zu lesen.

Der Monat Kislew und die Bedeutung von Träumen

Wir befinden uns aktuell im Monat Kislew, der mit dem Stamm Benjamin verbunden ist. Er ist das Zeitfenster, um Träume von Gott zu empfangen, weshalb ich auf die Bedeutung verschiedener Vehikel der Prophetie eingehen möchte.

Warum Kislew eine Zeit ist, um Träume zu empfangen, liegt in der Tatsache begründet, dass Benjamin die Charaktere eines Wolfes trägt, der Beute morgens verschlingt und Beute nachts teilt (vgl. 1.Mose 49,27).

1.Mose 49,27:
27 Benjamin ist ein reißender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen und des Abends wird er Beute austeilen.

Ein Wolf ist ein Raubtier, das meist nachts aktiv ist. Der Wolf ist das größte Raubtier in der Familie der Hunde. Im Wort Gottes war Kaleb (Anmerkung: bedeutet „Fasser – Hund“) einer der Spione Israels, denen Gott die Erlaubnis gab, das verheißene Land zu sehen (siehe 4.Mose 14,30).

4.Mose 14,30:
… 30 wahrlich, ihr sollt nicht in das Land kommen, über das ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, euch darin wohnen zu lassen, außer Kaleb, dem Sohn Jefunnes, und Josua, dem Sohn Nuns.

Anhand dieser Erklärung wird deutlich, was für ein Potential der HERR in diese Zeit hineingelegt hat, weil es Gottes Verlangen ist, uns tiefer durch die Kraft der Prophetie (Anm.: z.B. durch Träume, Visionen, ...) in das Land unserer Verheißung hineinzuführen.
 
Was ist Prophetie?
 
Prophetie ist Information, die wir von Gott erhalten, um persönliche Führung oder anderen Orientierung durch Offenbarung zu geben (1.Korinther 14,3). Prophetie trägt eine hohe Essenz vom Licht der Ewigkeit und dient dazu, dass Jesus Christus mehr Gestalt im Leben von Gläubigen erhält (vgl. 2.Petrus 1,19).
 
1.Korinther 14,3:
3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.
 
2.Petrus 1,19:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
 
Hierbei gilt es darauf zu achten, dass wir als Volk Gottes Prophetie nicht ablehnen, sondern anhand der Maßstäbe Gottes prüfen (vgl. 1.Thessalonicher 5,20-21).
 
1.Thessalonicher 5,20-21:
20 Prophetische Rede verachtet nicht.
21 Prüft aber alles und das Gute behaltet.
 
Das Zeugnis Jesu
 
Anhand von Offenbarung 19,10e wird deutlich, dass das Zeugnis Jesu, der Geist der Prophetie ist, was bedeutet, dass Jesus als HERR von prophetischem Charakter persönlich zu seinem Volk spricht.
 
Offenbarung 19,10e:
... 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Deshalb ist es wichtig, dass wir als Volk Gottes in der Kraft des Zeugnisses Jesu wirken.
 
Die Symbole der Prophetie

Im prophetischen Kontext kann Prophetie mit den Symbolen des Adlers, dessen Flügel und auch den Augen entsprechen.
 
Der Adler wird der König der Lüfte genannt und ist in der Lage aus einem dreidimensionalen Bereich seine Beute zu erkennen und sich dort aufzuhalten. Er besitzt außerdem die Fähigkeit direkt in das Sonnenlicht zu schauen, ohne dabei geblendet zu werden. Das macht uns deutlich, dass die prophetische Salbung mit der Herrlichkeit Gottes vertraut ist.
 
Aus Jesaja 40,31 ist zu entnehmen, dass die prophetische Salbung Erneuerung am inneren Menschen (Anm.: Geist und Seele) bringt, um den Weg mit Jesus Christus tiefer in die Verheißung zu gehen.
 
Jesaja 40,31:
… 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
 
Um in der prophetischen Salbung voranzugehen, ist Glauben (Anm.: Vertrauen) diesbezüglich erforderlich (vgl. Römer 12,6b).
 
Römer 12,6b:
… 6b Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß.
 
Weiterhin gibt die prophetische Salbung göttlichen Schutz, Trost (vgl. 2.Mose 19,4; Psalm 91,4) sowie einen neuen Überblick als auch Rettung vor dem Angriff des Feindes (vgl. Offenbarung 12,14).
 
2.Mose 19,4:
4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.
 
Psalm 91,4:
4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, …
 
Offenbarung 12,14:
14 Und es wurden der Frau gegeben die zwei Flügel des großen Adlers, dass sie in die Wüste flöge an ihren Ort, wo sie ernährt werden sollte eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit fern von dem Angesicht der Schlange.
 
Im Zusammenhang mit dem Symbol der Augen im Wort Gottes und dessen Platzierung wird deutlich in welcher Art und Weise die Kraft der Prophetie kanalisiert bzw. strukturiert wird, um ein bestimmtes Ziel zu verfolgen (vgl. 2.Chronik 16,9a; Sacharja 3,9; Sacharja 4,10; Hesekiel 1,18; Hesekiel 10,12; Offenbarung 4,8; Offenbarung 5,6).
 
2.Chronik 16,9a:
9a Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. …
 
Sacharja 3,9:
9 Siehe, auf dem einen Stein, den ich vor Jeschua hingelegt habe, sind sieben Augen. Siehe, ich will auf ihm eine Inschrift eingraben, spricht der HERR Zebaoth, und will die Sünde des Landes wegnehmen an einem einzigen Tag.
 
Sacharja 4,10:
10 Denn wer immer den Tag des geringsten Anfangs verachtet hat, wird doch mit Freuden sehen den Schlussstein in Serubbabels Hand.
Jene sieben sind des HERRN Augen, die alle Lande durchziehen.
 
Hesekiel 1,18:
18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
 
Hesekiel 10,12:
12 Und ihr ganzer Leib, Rücken, Hände und Flügel und die Räder waren voller Augen um und um bei allen vieren.
 
Offenbarung 4,8:
8 Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.
 
Offenbarung 5,6:
… 6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Je nach Positionierung der Augen kann die Kraftcharakteristik der Prophetie des HERRN erkannt und ggf. unterschieden werden:
 
  1. schweifende Augen des HERRN => Worte der Weisheit und der Erkenntnis gegründet im Charakter des Wortes Gottes
  2. sieben Augen des HERRN im Stein => offenbarende Wahrheit über die Vergebungskraft im Wort Gottes
  3. Augen in den Felgen => offenbarende Wahrheit über die Bewegung der Regierungsherrschaft Gottes
  4. Augen in den Flügeln => offenbarende Wahrheit über die prophetische Salbung und das Prinzip von göttlicher Abdeckung
  5. Augen in den Flügeln des Löwen => offenbarende Wahrheit über Gottes königliches – apostolisches Wesen sowie über den Geist des HERRN und den Geist der Furcht des HERRN
  6. Augen in den Flügeln des Stiers => offenbarende Wahrheit über Gottes priesterliches Wesen sowie über den Geist der Stärke
  7. Augen in den Flügeln des Menschen => offenbarende Wahrheit über Gottes Wesen als Gesetzgeber (Anm.: Geber des Wortes) sowie über den Geist des Verstandes und den Geist des Rates
  8. Augen in den Flügeln des fliegenden Adlers => offenbarende Wahrheit über die Orakel Gottes (Anm.: Urim/Tummim = Entscheidungen des Heiligen Geistes) sowie über den Geist der Weisheit und den Geist der Erkenntnis
Das Fundament der Propheten

Wenn man in einem prophetischen Kontext die Grundlage der Propheten beschreiben müsste, würde ich ihr Fundament dem Saphir und dem Smaragd zuordnen, dessen Farben jeweils blau und grün sind. Die Begründung liegt darin, weil die prophetische Gegenwart des HERRN mit der irdischen sowie mit der geistlichen Versorgung verbunden ist (vgl. 2.Mose 24,9-11 i.V.m. Psalm 23,2).

2.Mose 24,9-11:
9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf 10 und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist.
11 Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen Israels. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.
 
Psalm 23,2:
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
 
In Psalm 23,2 werden die Farben des Saphirs und des Smaragds im Verborgenen erwähnt, indem dort von einer grünen Aue und frischem Wasser gesprochen wird.
 
Als zum Beispiel Jesus die fünf Gerstenbrote und zwei Fische vermehrte, ließ er zuerst die Menschen auf einer grünen Wiese lagern. Nachdem die Vermehrung stattgefunden hatte, erkannten sie Jesus als den Propheten. Die Erkenntnis der Menschen ist darauf zurückzuführen, weil es ihnen durch das Leben von Elijah und Elischa bekannt war, dass die Salbung der Propheten Gottes dafür bestimmt ist, Vermehrung hervorzubringen (vgl. Johannes 6,9-14 i.V.m. 1.Könige 17,12-16; 2.Könige 4,2-6; 2.Könige 4,42-44).
 
Johannes 6,9-14 (Anm.: Brot und Fischvermehrung durch Jesus):
9 Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele?
10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer.
11 Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten.
12 Als sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.
13 Da sammelten sie und füllten von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe mit Brocken, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren.
14 Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll.
 
1.Könige 17,12-16 (Anm.: Öl-/Mehlvermehrung durch Elijah):
12 Sie (Anm.: die Witwe) sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich hab ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will mir und meinem Sohn zurichten, dass wir essen – und sterben.
13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach es, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir es heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen.
14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.
15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag.
16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
 
2.Könige 4,2-6 (Anm.: Ölvermehrung durch Elischa):
2 Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Ölkrug.
3 Er sprach: Geh hin und erbitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, aber nicht zu wenig, 4 und geh ins Haus und schließ die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen und gieß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllt hast, so stelle sie beiseite.
5 Sie ging hin und tat so und schloss die Tür zu hinter sich und ihren Söhnen; diese brachten ihr die Gefäße herbei und sie goss ein.
6 Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl.
 
2.Könige 4,42-44 (Anm.: Brotvermehrung durch Elischa):
42 Es kam aber ein Mann von Baal-Schalischa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, nämlich zwanzig Gerstenbrote, und neues Getreide in seinem Kleid. Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen!
43 Sein Diener sprach: Wie soll ich davon hundert Mann geben? Er sprach: Gib den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und es wird noch übrig bleiben.
44 Und er legte es ihnen vor, dass sie aßen; und es blieb noch übrig nach dem Wort des HERRN.
 
Wenn man den Saphir gemäß dem Wort Gottes eingehender betrachtet, wird deutlich, dass dieser im Tenach (Anm.: Akronym für die fünf Bücher Mose, die Prophetenbücher, sowie die anderen Bücher des Wortes Gottes) mit der Thronraumgegenwart des HERRN im Zusammenhang steht (vgl. 2.Mose 24,10b; Hesekiel 1,26; Hesekiel 10,1)
 
2.Mose 24,10b:
… 10b Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist.
 
Hesekiel 1,26:
26 Und über der Feste, die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch.
 
Hesekiel 10,1:
1 Und ich sah, und siehe, an der Himmelsfeste über dem Haupt der Cherubim glänzte es wie ein Saphir, und über ihnen war etwas zu sehen wie ein Thron.
 
Somit kann der Saphir auch ein Hinweis auf das geschriebene prophetische Wort (Anm.: griech. „logos“) im Tenach sein.
 
Wenn man den Smaragd gemäß dem Wort Gottes betrachtet, steht dieser in Verbindung mit der Thronraumgegenwart Gottes als solche, wie im Neuen Testament beschrieben (vgl. Offenbarung 4,3).
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
 
Somit kann der Smaragd auch ein Hinweis auf die Offenbarung Gottes für diese Zeit sein bzw. für ein gesprochenes prophetisches Wort in dieser Zeit stehen (Anm.: griech. „rhema“).
 
Wenn es zu einer Mischung der Farben des Saphirs (Anm.: blau) und des Smaragds (Anm.: grün) kommt, entsteht farblich türkis. Türkis steht, im Wort Gottes mit den Rädern des Thronwagens des HERRN in Verbindung (vgl. Hesekiel 10,9).
 
Hesekiel 10,9:
9 Und ich sah, und siehe, vier Räder standen bei den Cherubim, bei jedem Cherub ein Rad, und die Räder sahen aus wie ein Türkis, …
 
Die Farbe Türkis beschreibt in diesem Zusammenhang die Bewegung des prophetischen Wortes Gottes in seiner geschrieben und gesprochenen Form, um seine ewige Regierungsherrschaft zu offenbaren, damit Jesus Christus in Form des Morgensterns in den Herzen der Menschen zunimmt (vgl. 2.Petrus 1,19-21).
 
2.Petrus 1,19-21:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
 
Die zwei Arten von Propheten
 
Gemäß dem Wort Gottes existieren diese zwei Arten von Propheten:
 
1. den Seher (hebr. „rō`äh“): Der Seher ist ein Prophetentyp, der das Wort Gottes häufig durch Träume und Visionen empfängt. Gläubige, die in diesem Salbungsfeld operieren, empfangen die Offenbarungen von Gott vermehrter auf visuellem als auf dem auditiven Weg. Samuel und Iddo sind Beispiele für solch eine Art von Prophet (vgl. 1.Samuel 9,9.11; 2.Chronik 12,15).
 
und
 

2. den Propheten (hebr. „nābî“): Gläubige, die in diesem Salbungsfeld agieren, nehmen mehr die Offenbarung auf auditivem Wege wahr, um sie dann als Wort auszusprechen. Nathan ist ein Beispiel für solch eine Art von Prophet (vgl. 1.Könige 1,22).

Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
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