Einleitung
 
Der Apostel Paulus sprach in Bezug auf die Wiederherstellung von Zeit zu den Gläubigen in Ephesus und rief sie dazu auf, die Zeit auszukaufen bzw. zu erlösen (vgl. Epheser 5,15-16).
 
Epheser 5,15-16:
15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
 
Um das Auskaufen von Zeit richtig zu verstehen, ist es wichtig zu erkennen, dass Zeit aus der Sicht Gottes einen Wert besitzt. Es ist der Plan des Widersachers, diesen Wert zu rauben.
Der Raub des Widersachers besteht darin, das Volk Gottes mit den Dingen des Alltags zu überwältigen bzw. abzulenken, so dass es sich nicht der wahren Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater widmet.
 
Der Beginn von Zeit
 
Um den Vorgang des Erlösens von Zeit tiefer zu begreifen, ist es gut zu wissen, wann die temporäre Zeit begann.
Die temporäre Zeit begann mit der Existenz des Himmels und der Erde.
Das erste Maß von Zeit entstand als Gott aus dem „Tohuwabohu – wüst und wirren Zustand“ der Erde, sein Wort ertönen ließ, indem er sprach, dass das Licht existent sein sollte, um den ersten Tag zu kreieren, der die Trennung von Licht und Finsternis beinhaltete (vgl. 1.Mose 1,1-5).
 
1.Mose 1,1-5:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
 
Bei diesem Licht handelte es sich nicht um das Sonnenlicht, sondern um die Urquelle des Lichtes aus der Ewigkeit, weil die Lichter der temporären Zeit (Anm.: Sonne, Mond und Sterne) am vierten Tag von Gott erschaffen wurden (vgl. 1.Mose 1,14-19).
 
Das Geheimnis des Tageslichtes Gottes
 
Dieses ewige Licht Gottes ist Jesus Christus, der das Geheimnis des Zeitfensters vom ersten Tag der Schöpfung offenbart (vgl. Johannes 1,1-5).
 
Johannes 1,1-5:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
 
Der erste Tag offenbart die Bewegung von Jesus vor seinem himmlischen Vater, der zwischen der Sphäre des Vaters und der Welt „spielte” während er bewegt war, die Dimension „Erde” in der vom Vater vorherbestimmten Ordnung wiederherzustellen.
 
Ich bin davon überzeugt, dass Jesus während der Schöpfungsperiode immer zu dem Zeitpunkt als er in der Sphäre auf der Erde zu Ende gespielt hatte in die Arme des Vaters zurückkehrte, was sich als Abend und Morgen auf der Erde widerspiegelte.
Um besser zu verstehen, wie Jesus vor Gott spielte und was er dabei kreierte, können wir aus dem hebräischen Wort für „Licht/Tageslicht”, das in 1.Mose 1,1-5 verwendet wird, entnehmen.
Das dort verwendete Wort heißt „ôr“ und bedeutet „hell, hell werden, leuchten, strahlen, anzünden; Es symbolisiert Leben, Freude, Wohlergehen, Führung, Gottes Macht, Herrlichkeit und Gnade.”
 
Was Jesus vollzog war, dass er das Leben Gottes, seine Herrlichkeit, seine leidenschaftliche Liebe und seine Freude in die Erde hinein wob, in die Adam und Eva später und auch alle noch kommenden Generationen eintreten sollten.
Deshalb können wir uns als Volk Gottes darauf freuen, dass wir in Ewigkeit in der vollkommenen Gegenwart seines ewigen Lichtes leben dürfen (vgl. Offenbarung 21,23)!
 
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
 
Der Wert in Zeit und die Gemeinschaft mit Gott, dem himmlischen Vater
 
Anhand dieser Erklärung wird deutlich, dass der Wert in unserer temporären Zeit erst in Existenz kommt, wenn wir das Wort der Wahrheit gepaart mit Liebe und der Offenbarung Gottes zu den Menschen sprechen, damit sie ihren wahren Wert von Zeit erkennen, um diesen erlösen zu können.
Wenn man keinen Wert in der Zeit erkennt, gibt es auch keinen Grund die Zeit auszukaufen bzw. zu erlösen.
 
Die Begründung, warum Gott, der Vater einen Wert in die temporäre Zeit gesetzt hat ist, weil er sich danach sehnt mit uns Gemeinschaft zu haben.
Um uns als Menschen dabei zu helfen auf die Gemeinschaft mit ihm hinzuweisen, hat er zur Orientierung Zeitpunkte der Verabredung in unsere Zeit hineingewoben, die er an den siebenten Tag gekoppelt hat und den das Wort Gottes auch Sabbat nennt (vgl. 1.Mose 2,2-3).
 
1.Mose 2,2-3:
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
 
Der ursprüngliche Sinn des Sabbats ist es, dass der Mensch durch diesen von Gott gesetzten Zeitrahmen vor ihm aufatmen darf, um auf diese Weise die Güte Gottes für ihn erfahrbar zu machen.
Das wird durch die Erschaffung Adams deutlich, der am sechsten Tag von Gott erschaffen wurde und zuerst in die Gemeinschaft mit Gott eintrat, bevor er anfing im Garten seiner Aufgabe nachzukommen.
Das bedeutet, dass es Gott, dem Vater nicht zuerst um unsere Werke geht, sondern um unser Herz und die Beziehung zu ihm.
Dieser Ausdruck von Liebe ist keine Pflichtaufgabe, sondern besteht darin, Gott im Geist und in der Wahrheit zu suchen bzw. anzubeten (vgl. Johannes 4,23-24).
 
Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Der göttliche Verbund von Zeit
 
Deshalb war es Gott wichtig, uns als Menschen eine von ihm festgesetzte Zeit zur Orientierung zu geben, die er mit dem Volk Israel verknüpfte, um uns dadurch Offenbarungserkenntnis über die von ihm festgesetzten Zeiten und deren Wert zu geben.
Gott befahl es sogar durch Mose der Zeit sich richtig zu verbinden, so dass jeder Tag, jede Woche, jeder Monat und jedes Jahr sich im Blut seines Sohnes – dem Lamm Gottes bewegen muss, um uns zu helfen aus der Gefangenschaft in die herrliche Freiheit der Söhne Gottes zu treten (vgl. 2.Mose 12,1-2; 5.Mose 16,1 i.V.m. Römer 8,21)!
 
2.Mose 12,1-2:
1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat (Anm.: Abib/Nissan) soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
 
5.Mose 16,1:
1 Achte auf den Monat Abib, dass du Passa hältst dem HERRN, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten geführt.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder (Anm.: Söhne) Gottes.
 
Durch diese göttliche Anordnung der Monate, wurde die Zeit zu einem kraftvollen Werkzeug, das die Möglichkeit der Erlösung und des Lebens bis heute durch Jesus Christus, dem Lamm Gottes trägt.
Es war das Blut des Lammes, das im biblischen Monat Abib/Nissan an die obere Schwelle und die beiden Türpfosten durch das Volk Israel inmitten von Ägypten gestrichen wurde (vgl. 2.Mose 12,5-7).
 
2.Mose 12,5-7:
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
 
Die freie Entscheidung in der temporären Zeit  und die Gegenwart des Heiligen Geistes im menschlichen Körper
 
Gott hat die temporäre Zeit für uns Menschen gegeben, damit wir uns freien Herzens für ihn entscheiden können, um mit ihm in eine Verabredung zu treten, die eine innige Liebesbeziehung bedeutet, welche Weisheit zur Folge hat und sich ihm gegenüber in Lob und Dank in Jesus Christus ausdrückt (vgl. Matthäus 22,35-40 i.V.m. Epheser 5,15-20).
 
Matthäus 22,35-40:
35 Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: 36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (vgl. 5.Mose 6,5).“
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (vgl. 3.Mose 19,18).“
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
 
Epheser 5,15-20:
15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft (Anm.: erlöst) die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.
17 Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.
18 Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen.
19 Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen 20 und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
 
Auf die Weise wie Flüssigkeit, wenn sie in ein Behältnis gegossen wird, dieses ausfüllt, so füllt auch unser unsichtbares Wesen (Anm.: Geist und Seele) das uns von Gott gegebene Profil, den menschlichen Körper aus. Durch die Annahme von Jesus Christus fließt der Heilige Geist in unserem Leben, so dass unser Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist (vgl. Römer 8,9 i.V.m. 1.Korinther 3,16).
 
Römer 8,9:
9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
 
1.Korinther 3,16:
16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
 
Es ist unser inneres von Gott gegebenes Wesen, das alles von unserem Körper inklusive jedes Körperteils und Organs ausfüllt, so dass wir die Kraft des göttlichen Lebens vor den Menschen zum Ausdruck bringen können.
Hierbei ist es egal welches Körperteil oder Organ gerade im Mittelpunkt aufgrund seiner Aufgabe steht. Wichtig ist festzuhalten, dass jedes Körperteil und Organ eine Begrenzung hat. Das ist, was Paulus meinte als er von der Gemeinde Jesu als Körper mit seinen verschiedenen Gliedern und Aufgaben sprach (vgl. 1.Korinther 12,12.14-20).
 
1.Korinther 12,12.14-20:
12 Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. …
14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
15 Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein?
16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein?
17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?
18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.
19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?
20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.
 
Nichts geht in der Gemeinde Jesu vonstatten ohne sein Blut und Geist; genauso wie der menschliche Körper nicht ohne Sauerstoff und Blut leben kann. Es ist das Blut (Anm.: Jesu Opfertod am Kreuz), das den Sauerstoff (Anm.: Heiliger Geist) durch den Körper (Anm.: Gemeinde Jesu) transportiert.
 
Das „Gehirn“ der Gemeinde Jesu und der Atem Gottes
 
In alledem ist es notwendig festzuhalten, dass hierbei dem Gehirn eine wichtige Rolle zukommt, weil von dort aus alles verwaltet und gelenkt wird, um den menschlichen Körper richtig mit Leben zu versorgen. Das „Gehirn“ des Leibes Jesu ist die Schaltzentrale, wo sich die Amtsträger des fünffältigen Dienstes befinden, um die Gemeinde Jesu in die Mündigkeit für die jeweilige Zeit zu führen (vgl. Epheser 4,11-13).
 
Epheser 4,11-13:
11 Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, 12 damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, 13 bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, …
 
Auf die Weise, wie Gott seinen Atem in den Körper von Adam einhauchte, genauso gebrauchte er zuvor die Kraft seines Atems (Anm.: der mit seiner Anweisung gefüllt war), um das Weltall mit den Planeten/Sternen, … sowie die Erde und das, was auf ihr ist zu erschaffen. Alle von Gott erschaffenen Bereiche tragen die Auswirkung seines Atems, die sein Leben auf gewisse Weise in ihren Aufgabenbereichen reflektieren bzw. zum Ausdruck bringen.
Das Leben Gottes drückt sich auch über unser inneres Wesen (Anm.: Geist und Seele) durch unseren Körper im sichtbaren Bereich innerhalb der temporären Zeit (Anm.: während wir auf der Erde leben) aus.
 
Das Potential der temporären Zeit und der „Kopf“ sowie der „Körper“ von Zeit
 
Deshalb ist es von Bedeutung den Wert von Zeit gemäß dem Wort Gottes richtig zu verstehen.
Es ist das Potential der temporären Zeit, die uns die Möglichkeit gibt, das ewige Leben des Vaters durch Jesus Christus im Heiligen Geist auf der Erde zu offenbaren.
Auch wenn Zeit augenscheinlich für uns nicht sichtbar ist, ist es die Weisheit und Einsicht Gottes, die uns dazu befähigt, den Wert von Zeit zu empfinden.
 
Auf die Weise, wie die Gemeinde Jesu und wir als Menschen einen eigenen Kopf und Körper besitzen, besitzt auch die Zeit einen „Kopf“ und einen „Körper“.
Hierbei trägt der biblische Monat „Tischri/Ethanim“ im Segenszyklus Gottes die Charaktere wie die eines „Gehirn“, durch das Gott die Zeit des Segens innerhalb der darauffolgenden Monate (Anm.: den Körper von Zeit => Zeitraum) fließen lässt und somit den Segen auf der Erde über den Menschen arrangiert (vgl. Matthäus 5,45b).
 
Matthäus 5,45b:
… 45b Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
 
Deshalb ist es auch kein Zufall, dass das jüdische Neujahr auch „Rosch ha-Schana – Kopf des Jahres“ genannt wird, den der biblische Monat „Tischri/Ethanim“ darstellt, weil es der Monat ist, in dem das jüdische Neujahr gefeiert wird.
 
Die Charakteren der zwölf biblischen Monate und der Ein-/ und Ausgang von Zeit
 
Jeder biblische Monat trägt einen besonderen Charakter und ist einem der zwölf Stämme Israels nach dem Monatssystem des heiligen Jahres zugeordnet. Die Zuteilung der zwölf Stämme auf die Monate stehen in Verbindung mit der Lagerordnung des Volkes Israels aus 4.Mose 2, weil auch wir uns als Volk Gottes auf dem Weg des Königreiches befinden (vgl. Hebräer 13,14).
 
Hebräer 13,14:
14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
 
Gott hat in jeden Monat des Jahres eine besondere Verheißung hineingelegt, die für sein jüdisches Volk und für uns als Braut Jesu auf der Erde Offenbarung enthält, damit wir uns jedes Jahr danach ausrichten bzw. geistlich positionieren, um die Fülle Gottes in Empfang zu nehmen.
So wie Gott jedem Monat verschiedene Witterungen, Wachstums- bzw. Ruhephasen im irdischen Bereich zugeteilt hat, genauso hat der HERR seine geistlichen Verheißungen in die Monatszyklen hineingelegt.
 
Anhand der zuvor gemachten Erklärung zu der Thematik von Zeit wird deutlich, dass Zeit einen Ein-/ und Ausgang besitzt.
Dieser Zeitpunkt des Endes und Neuanfangs ist gleichzusetzen mit dem zu Füßen sitzen vor Jesus Christus als unserem Rabbi in der Charaktere des Alpha und Omega (Anm.: der Zeitspanne unseres Lebens; vgl. Offenbarung 21,6; Offenbarung 22,13), um Weisheit und Einsicht für die zukünftige Zeit zu erhalten (vgl. Lukas 10,39.42 i.V.m. Johannes 6,68b-69).
 
Offenbarung 21,6:
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
 
Offenbarung 22,13:
13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
 
Lukas 10,39.42:
39 Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. …
42 Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt (Anm.: erkannte den Wert von Zeit und kaufte ihn aus); das soll nicht von ihr genommen werden.
 
Johannes 6,68b-69:
… 68b Du hast Worte des ewigen Lebens; 69 und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
 
Die Vorbereitung auf die neue Zeit  und das Potential des biblischen Monats Tischri/Ethanim
 
Deshalb ist es wichtig, dass wir uns als Volk Gottes besonders am Ende eines Zeitzyklus auf die neue Zeit vorbereiten, um in der Lage zu sein, die Weisheit Jesu für den kommenden Zeitzyklus zu empfangen. Die Vorbereitung beinhaltet, dass wir die Dinge des vergangenen Zeitzyklus dort überdenken, wo uns der Heilige Geist Missstände offenbart und diese entfernen, um uns neu in ihm zu positionieren. Der Grund hierfür ist, weil der himmlische Vater durch seinen Sohn Jesus Christus das neue Maß der Zeit des Segens in unser Leben fließen lassen möchte. Wenn jedoch die Missstände der vergangenen Zeit nicht behoben werden, kann es zu einer Minimierung von Segen kommen.
Es ist der Wille des himmlischen Vaters uns gemäß seiner Zeitzyklen mit dem neuen Gewand von Zeit in Jesus Christus als dem Alpha und Omega zu umhüllen (vgl. Römer 13,14).
 
Römer 13,14:
… 14 sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt.
 
Das größte Potential des biblischen Monats Tischri/Ethanim befindet sich in seinem Anfang innerhalb des Segenszyklus Gottes, weil Anfänge im engen Zusammenhang mit der Kreativität Gottes stehen (vgl. 1.Mose 1,1).
 
1.Mose 1,1:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
 
Das Prinzip von Kreativität wird anhand des Entschlusses eines Menschen deutlich, der einen kreativen Gedankengang fasst. Dieser Zeitpunkt des Gedankens ist der Beginn von Kreativität, die später durch das Werk des betreffenden Menschen sichtbar wird.
 
Die Umsetzung der Kreativität Gottes
 
Gott möchte, dass wir die neue Zeit, die er uns gibt dazu gebrauchen, um seine Kreativität und seinen Plan vor den Menschen zu offenbaren und umzusetzen. Das ist es unter anderem, was es bedeutet, die Zeit auszukaufen.
Gott verlangt danach, dass wir mit ihm gemeinsam die Dinge erschaffen bzw. darin wandeln, die er im Voraus geplant hat (vgl. Epheser 2,10).
 
Epheser 2,10:
10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
 
Möge die Gabe der neuen Zeit uns die nötige Weisheit und Einsicht in Jesus Christus geben, um seinen Plan für die kommende Zeit in voller Hingabe und Liebe ihm gegenüber zu erfüllen, so dass die Schöpfung in ihrer Sehnsucht nach den Söhnen Gottes gestillt wird (vgl. Römer 8,19).
 
Römer 8,19:
19 Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder (Anm.: Söhne) Gottes offenbar werden.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Der Weinstock soll seine Frucht geben und das Land sein Gewächs, und der Himmel soll seinen Tau geben. Und ich will denen, die übrig geblieben sind von diesem Volk, das alles zum Besitz geben.“ (vgl. Sacharja 8:12b).
 
Ich hatte einmal einen Traum, in dem ich in einem dicken, blauen Nebel umherging. Ich fragte den Herrn, was der Nebel sei, und ich spürte, wie der Herr sagte: „Es ist Tau. Du hast eine neue Zeitspanne begonnen, es ist Taupunktzeit.“
In dem Wissen, dass die Farbe Blau die Wahrheit im Wort Gottes bedeutet, erkannte ich, dass Gott versuchte, eine Offenbarung der Wahrheit für heute zu veröffentlichen. Dann begann ich, „Tau“ zu studieren, und ich glaube, dass der HERR viele Zusammenhänge zwischen den Auswirkungen des Taus auf die Erde und dem Wunsch, uns zu unserer nächsten Manifestation seiner Herrlichkeit zu führen offenbarte.
 
1. Tau erneuert das Antlitz der Erde.
In der Nacht, wenn der Tau auf die Erde fällt, wird die Vegetation genährt und wächst. Ohne Tau können Trockenheit und Verödung einsetzen, was den Wachstumsprozess stark hemmt. Das Gleiche gilt für die Erneuerung im HERRN. Wir werden Tag für Tag erneuert, was darauf hindeutet, dass in unseren Herzen und unserem Leben eine kontinuierliche Erneuerung, Wiederherstellung und Verwandlung stattfindet. Titus 3,5 sagt: „Nach seiner Barmherzigkeit hat er uns gerettet, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.“ So wie der Tau die Erde regeneriert und erneuert, so regeneriert und erneuert uns der Heilige Geist.

Der Tau der Erneuerung bringt auch einen völligen Sinneswandel mit sich. Der Tau, wenn auch nur ein feiner Nebel, reicht oft aus, um harte und sonst karge Böden zu erweichen. Dies ist das gleiche Konzept wie bei dem neuen Weinschlauch, der mit Öl aufgeweicht wurde. Der Heilige Geist, Gottes „Agent“ der Wiederherstellung auf dieser Erde, kann durch das stille geistliche Tränken des Tauwassers der Erneuerung die Verwandlung und Erneuerung bewirken. Er braucht nur unsere Zusammenarbeit, die eine gehorsame und eine hingebungsvolle Beziehung zu ihm erfordert, um uns wieder mit dem Tau der Erneuerung zu durchdringen.

2. Himmlischer Tau gibt Kraft, sich vorwärts zu bewegen.
Der Tau wird freigesetzt, wenn alles still steht. Er sammelt sich nicht, wenn es Hitze oder Wind gibt. Wenn die Temperatur sinkt, kommt die Luft zu einem Ruhepunkt, dann kann der Tau beginnen, die Erde zu bedecken. Ruhe tritt ein, wenn wir in den vollkommenen Willen Gottes eintreten. Wenn wir vor dem Herrn still stehen, werden wir die Offenbarung und Strategie erhalten, um aus den Sorgen, Ängsten und Kämpfen herauszukommen, die unsere Stärke in der vergangenen Zeit geschwächt haben.

Das Gegenteil von Stille ist Eile. Eile führt zu Armut und verlorenem Erbe, weil wir missverstehen oder nicht bereit sind, auf Gottes Strategie für unseren nächsten Schritt zu warten. „Aber diejenigen, die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (vgl. Jesaja 40,31). Jesaja 30,15 sagt: „In der Stille und im Vertrauen wird deine Kraft sein.“ Während wir vor dem Herrn still und ruhig werden, sind wir in einer viel besseren Position, um die Strategie unseres nächsten Schrittes zu hören und zu verstehen. Dabei kann sein Tau der Erfrischung auf unser Leben fallen und neue Ebenen der Kraft bringen, die uns voranbringen werden.
 
3. Der Tau des Heiligen Geistes überträgt überwindende Kraft.
Sein Himmel wird auch Tau fallen lassen. … Deine Feinde werden sich dir unterwerfen, und du wirst auf ihre Höhen einherschreiten.“ (vgl. 5.Mose 33,28-29)
 
Indem wir uns die Kraft Gottes durch den Heiligen Geist aneignen (Anm.: der in diesem Abschnitt mit Tau verglichen wird), haben wir die Autorität, den Plan des Feindes zu zerstören, der uns vor dem geistigen Leben und der Vollkommenheit fernhalten will. Anhöhen sind in der Bibel oft mit Orten der Sünde und der Ungerechtigkeit verbunden; Orte der Altäre des Götzendienstes. Wir alle haben oder hatten Anhöhen in unserem Leben, die mit Sünde und Ungerechtigkeit gefüllt waren, manchmal wurden diese sogar über Generationen an uns weitergegeben.

Der Tau des Herrn, der hier als Bild des Reinwaschens verwendet wird, gibt uns die Kraft, die hohen Plätze zu betreten und die dort lebenden alten Feinde zu besiegen. Diese überwindende Kraft erlaubt es Gott, unsere Übereinstimmung mit den Normen dieser Welt zu brechen und unseren Geist zu erneuern. Er ist in der Lage, alte Täuschungen, die uns in der Vergangenheit zum Scheitern gebracht haben, durch ein neues Glaubenssystem zu ersetzen, das uns zum Erfolg führen wird!
 
4. Der erfrischende Tau des Herrn enthüllt neue Versorgung und neues Gedeihen.
Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Wein die Fülle. … Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm (Anm.: Esau): Siehe, du wirst wohnen ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von oben her.“ (vgl. 1.Mose 27,28.39)
Als Isaak Jakob segnete, stellte er den Tau des Himmels gleich mit dem materiellen Wohlstand, den Jakob erhalten würde.
 
Wie der Regen galt der Tau in biblischen Zeiten als Geschenk Gottes, das eine gute Ernte brachte und Nahrung lieferte. Als die Israeliten in der Wüste wanderten, offenbart uns das Wort Gottes, dass Gott jede Nacht, als der Tau fiel, ihre Bedürfnisse stillte. „Es war aber das Manna wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedolachharz.
Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Mühlen oder zerstieß es in Mörsern und kochte es in Töpfen und machte sich Kuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie Ölkuchen.
Und wenn bei Nacht der Tau über das Lager fiel, so fiel das Manna mit darauf.“ (vgl. 4.Mose 11,7-9)
Der Tau symbolisierte daher die Versorgung, die jeden Morgen neu war.
Wenn wir der Führung des Herrn folgen, wird sein Tau auch neue Vorräte und Versorgung in unserem Leben regnen lassen, so wie es für die Kinder Israel der Fall war.
 
5. Die Gunst Gottes ist „wie Tau auf dem Gras“ (vgl. Sprüche 19,12).
Gunst bedeutet Vergnügen, Verlangen, Wonne, Freude an etwas zu haben oder Gunst gegenüber etwas zu besitzen. Wenn Gott mit uns zufrieden ist, ruht seine Gunst auf uns. Die Gunst ist der Gnade und der Herrlichkeit sehr ähnlich. Wenn wir auf die souveräne Hand Gottes antworten, beginnt er, mit seiner Gunst auf uns zu fallen. Seine Gunst kann uns dazu bringen, Dinge auf der Erde zu vollbringen und uns Zugang zu Orten zu geben, zu denen wir bisher keinen Zugang hatten.
 
Das Gegenteil von Gunst ist Vorwurf, d.h. Fehler zu suchen, beschuldigen, kritisieren, missbilligen oder diskreditieren. Wenn Gottes Gunst über uns kommt, beseitigt er Verdammnis, Verurteilung, Versagen, Fehler aus der Vergangenheit – Orte, an denen der Feind Vorwürfe in unser Leben gebracht hat. Wir tauschen Ablehnung gegen Gunst ein.
 
Gott erhebt ein gehorsames Volk, das auf sein Herz reagiert. Wenn wir ihm im Glauben gehorchen (Anm.: denn ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen oder seine Gunst auf uns kommen zu lassen; vgl. Hebräer 11,6), werden wir anfangen zu spüren, wie seine Gunst wie Tau vom Himmel fällt.
 
6. Tau ist nicht dauerhaft.
Der Tau fällt während der Nachtzeit, wenn alles ruhig und friedlich ist. Sobald jedoch der neue Morgen anbricht, beginnt der Tau zu verdunsten. Unsere Jahreszeiten, wie der Tau, sind ein Prozess des Wandels von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Wir können uns nicht auf alles konzentrieren, was der Tau mit sich bringt, und erwarten, dass er über die von Gott erlaubte Zeit hinaus andauert.
 
Die Kinder Israels erhielten gerade genug Manna für einen Tag. Die Erde erhält gerade genug Tau, um für eine kurze Zeit erfrischt zu werden. Ebenso wenig können wir es uns erlauben, uns in unserem gegenwärtigen Zustand der Herrlichkeit auszuruhen. Wenn wir das tun, werden wir feststellen, dass Gott sich auf eine neue Art und Weise bewegt oder uns mit einem Umstand, einem Problem oder sogar einer Vision unterbricht, die wir mit unserem gegenwärtigen Verständnis nicht kontrollieren oder verwalten können.
 
Wir müssen zu unserem nächsten Ort der Herrlichkeit übergehen. Dazu müssen wir von Gott eine neue Offenbarung empfangen.
Wenn du dich an einem Ort der Verwirrung befindest, höre auf Gottes Stimme, um die notwendigen Anweisungen zu erhalten, die deinem Leben und deinen Umständen neue Ordnung verleihen. Fürchte keine Veränderungen, weil seine Herrlichkeit wie der Tau fällt.
 
Gottes Segen,
 
Chuck D. Pierce

Der Geist des Elija und Vaterschaft
 
Eine der wichtigsten Arten, wie Gott Leitung in seinem Königreich gewährleistet, ist durch Väter. Deshalb muss der Geist des Elija kommen und „die Herzen der Väter zu den Söhnen und die Herzen der Söhne zu ihren Vätern“ wiederherstellen. Sonst würde uns der „große und schreckliche Tag des Herrn“, der kommt, verzehren und „die Erde mit einem Fluch schlagen.“ (vgl. Maleachi 4,4-6)
 
Diese letzten Worte im Tenach (Anmerkung: Altes Testament) weisen auf Gottes väterliche Führung in seinem Königreich hin. Vaterschaft beinhaltet die liebevolle und aufmerksame Herzenshaltung, die sich bei der Erziehung von Kindern zeigt. Ein Vater ermahnt, tröstet, ermutigt und zügelt manchmal, wenn es nötig ist (vgl. 1.Thessalonicher 2,11-12; Hebräer 12,7-11), aber erst nachdem er das Kind durch viel Ermutigung gegründet hat.
 
1.Thessalonicher 2,11-12:
11 Denn ihr wisst, dass wir, wie ein Vater seine Kinder, einen jeden von euch 12 ermahnt und getröstet und beschworen haben, euer Leben würdig des Gottes zu führen, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit.
 
Hebräer 12,7-11:
7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit seinen Kindern geht Gott mit euch um; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?
8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder.
9 Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem geistlichen Vater, damit wir leben?
10 Denn jene haben uns gezüchtigt für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, damit wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen.
11 Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude, sondern Leid zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit.
 
Ein Vater ist immer gegenwärtig, er geht und begleitet durch dick und dünn. Ein Vater lässt sein Kind weder im Stich, wenn es versagt, noch verlässt er es, wenn Meinungsverschiedenheiten auftreten. Ein Vater geht nicht nur mit seinem Kind in den Kampf, er führt es auch den Weg (vgl. Josua 1,5-9).
 
Josua 1,5-9:
5 Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.
6 Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe.
7 Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst.
8 Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen und du wirst es recht ausrichten.
9 Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.
 
Geistlich Vater zu sein ist die wichtigste Leitungsmethode für den Aufbau des Leibes Christi.

Rick Joyner schreibt in einem seiner Bücher:
„Obwohl das Bild des Herrn sowohl männlich als auch weiblich ist, und seine Natur vorhanden ist, die uns wie eine Henne ihre Küken sammelt, sammeln würde, wird Gott in der ganzen Schrift als „Vater“ dargestellt und nie „Mutter“ genannt. Dies zu verwässern, bedeutet, sein Bild mit einem sehr dicken Schleier zu bedecken. „Vater“ bedeutet „Lebensspender“. Der Vater gibt den Samen, und die Mutter nährt den Samen. In der Schrift sehen wir die Schöpfung als „eine Mutter“. Sowohl Israel als auch die Gemeinde werden in der Schrift ebenfalls als „Mütter“ bezeichnet. So wie die Frau von Adam genommen wurde, damit sie zusammenkommen mussten, um das vollständige Bild Gottes zu sein, wird der Herr perfekt mit seiner Braut verbunden sein, um der Schöpfung ein wahres Abbild seiner Herrlichkeit zu geben.“ 2
 
Da Gott seinen gesamten Leib (Anm.: Männer und Frauen) sowohl als Braut (vgl. Offenbarung 21,9) als auch als Sohn (vgl. Römer 8,15-17) bezeichnet, können wir sehen, dass es hier nicht um das Geschlecht geht.
 
Offenbarung 21,9:
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
 
Römer 8,15-17:
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
16 Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder (Anm.: Söhne) sind.
17 Sind wir aber Kinder (Anm.: Söhne), so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
 
Ein geistlicher Vater zu sein, hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, und eine Frau kann genauso gut als geistlicher Vater wie ein Mann wirken (vgl. Debora im Buch der Richter 4-5; Galater 3,28).
 
Galater 3,28:
28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

Das Wichtigste, was man jemandem jemals vermitteln kann, ist, wie man Gott liebt, und das kommt nicht durch das Lehren oder Beten, um eine „Schnelllösung“ zu geben bzw. zu erhalten. Es hat seinen Ursprung darin, dass man von einem Vater geliebt wird. Es kommt dadurch zustande, dass man mit jemandem auf einer beständigen Basis zusammen ist, der eine intime Beziehung zum himmlischen Vater hat. Deshalb haben wir es, bis Jesus kam, nie wirklich verstanden, mit Gott intim zu sein.
 
Jesus begann die Vater – Mentorenschaft, indem er der Vater einer kleinen Gruppe von Jüngern war, und diese kleine Gruppe wurde zu Vätern, die Söhne hatten, die zu Vätern wurden, etc. Somit begann die Vaterfamilie Gottes.
 
Natürliche und geistliche Väter

Es gibt großen Trost und Ermutigung, wen man jemanden als geistlichen Vater im HERRN kennt. Sowohl natürliche als auch geistliche Väter geben Ratschläge, Ermutigungen und Ermahnungen, wenn nötig. Es ist wunderbar, wenn ein Gläubiger in Christus jemanden hat, der hilft, persönlich den Weg zu weisen, um unnötige Fehler zu vermeiden. Es ist gut, jemanden zu kennen, auf den man sich jederzeit verlassen kann, um echte praktische Ratschläge für Lebenssituationen zu erhalten.

Es ist einfach, eine „Unternehmermentalität“ zu haben und dabei zu versuchen, so viele Söhne und Töchter wie möglich herauszubringen, aber die Realität ist, dass, wenn man versucht, zu viele Kinder zu zeugen, man aufhört, Vater zu sein. Man fängt an, mehr zu einem Unternehmen zu werden, was dazu führt, dass die Intimität (Anm.: persönliche, vertrauensvolle Nähe) verloren geht.
 
Ein Vater ist nicht befähigt seine eigenen Kinder auszuwählen, weil sie ihm von Gott gegeben werden. Und ein Kind kann auch nicht seinen Vater auswählen. Ein Großteil der Unordnung im Leib Christi ist die Tatsache, dass Väter ihre Kinder von Hand nach denen auswählen, die „zu ihrer Form passen“, anstatt die Söhne und Töchter zu zeugen, die Gott für sie ausgewählt hat. Wir müssen nach Gottes Willen richtig „verbunden und zusammengefügt“ werden, damit „jeder Teil seinen Anteil dazu beiträgt, um das Wachstum des Leibes zur Erbauung seiner selbst in Liebe zu bewirken.“ (vgl. Epheser 4,16)

Abraham hatte keinen geistlichen Vater, also ist es weise, keine geistliche Vaterschaft und Sohnschaft zu erzwingen. Die wahren Vater-Sohn-Beziehungen werden offensichtlich, wenn sich diese Beziehungen um dich herum entwickeln, aber es kann Jahre dauern. Einen geistlichen Vater zu haben bedeutet nicht, dass man mit ihm in allem einverstanden sein muss. Väter können auch von ihren Kindern viel lernen, denn es ist eine zweiseitige Beziehung.

Die Hierarchie des Königreichs Gottes

Die Hierarchie des Königreichs Gottes sieht nicht aus wie das typische Unternehmensorganigramm mit dem Präsidenten an der Spitze und anderen Menschen, die davon ausgehen sowie anderen Personen, die sich von ihnen abzweigen, etc. Vielmehr ist es wie ein riesiges Fischernetz oder ein Netzwerk. Alle Körperglieder sind physisch nur mit einem geringen Teil des Leibes verbunden, aber sie erhalten den Nutzen des gesamten Leibes über das Blut. Auf die gleiche Weise fließt das Blut Jesu durch den ganzen Leib Christi, um zum Wohle aller das Leben zu geben. „Das Leben des Fleisches ist im Blut.“ (vgl. 3.Mose 17,11).
 
1. Korinther 11,25-30 sagt: „Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Wer nun unwürdig von dem Brot isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.
Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch.
Denn wer so isst und trinkt, dass er den Leib des Herrn nicht achtet, der isst und trinkt sich selber zum Gericht.
Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen.“
 
Wenn wir nicht richtig mit dem Teil des Leibes Christi verbunden sind, in den Gott uns berufen hat, dann kann das Leben (Anm.: Blut) nicht richtig fließen.
Der Grund für einen Großteil der Schwäche, Krankheit und des vorzeitigen Todes unter den Gläubigen ist, dass wir den Leib des HERRN nicht richtig „erkennen“. Mit anderen Worten, wir erkennen nicht, wo wir im Leib Christi vereint sein sollen oder wer unsere geistlichen Väter und Söhne sind.
 
Dies ist zum Teil auf den Aufbau der heutigen „kirchlichen Institutionen“ zurückzuführen, die nicht die familiäre Intimität, sondern eine Zuschauermentalität fördern. Aber Gott sei Dank, dass es sich bereits am verändern ist!
 
Die Vaterschaft Gottes und die biblischen Feste
 
Gott bringt sein Volk in seine Ordnung, und die väterliche Fürsorge (Anm.: im Gegensatz zur gegenwärtigen institutionellen Unternehmensmentalität) erfolgt nach seiner Ordnung. Gott hat sein Volk darum gebeten, dass es sich dreimal im Jahr in großen Gruppen versammelt. In 5.Mose 16,16 heißt es: „Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist in deiner Mitte, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die der HERR erwählen wird: zum Fest der Ungesäuerten Brote, zum Wochenfest und zum Laubhüttenfest. Sie sollen aber nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen.“
 
3.Mose 23 sagt uns, dass diese Feste von Gott gegeben wurden, um „für immer“ als Gedächtnis und heilige Versammlung gefeiert zu werden. Alle diese Feste sind Christus zentriert und weisen auf Jesus als den Messias hin. Den Rest des Jahres sollten wir uns in kleineren „Stämmen“ monatlich und in „Familien“ wöchentlich treffen, wie der HERR es leitet, und entsprechend unserer Reife väterlich umsorgt werden.
 
Indem wir die biblischen Feste des Herrn feiern, geben wir die Möglichkeit, in einer Familienstruktur zu feiern, anstatt sie in einer institutionellen Kirchenstruktur zu feiern.
Dadurch wird die Familie als Gottes wichtigster Ausbildungsort für sein Volk wiederhergestellt, um viel von der Verwirrung im Leib Christi zu heilen, denn gerade die Struktur des gegenwärtigen Kirchensystems zieht viele Leiter in Neid, Vergleiche und Selbstsucht.
 
Jakobus 3,16 sagt: „Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge.“ Aber wenn wir uns mehr in einer familiären Struktur aufhalten, bei der Vater- und Muttersein in einer kleineren Gruppe ständig vorhanden ist, dann kann echte Intimität und „Liebe in Aktion“ jeden Tag stattfinden, anstatt z.B. nur an einem Sonntagvormittag.
 
Wolfgang Simson schreibt in seinem Buch „Häuser, die die Welt verändern – die Rückkehr der Hauskirchen“ über den Kontrast von Führern und Vätern folgendes:
Es ist Teil des Auftrags eines Vaters, zu führen, aber es ist nicht unbedingt Teil des Auftrags eines Leiters, väterlich fürsorgend zu agieren … Der Mensch geht davon aus, dass es in allem, was er berührt, Führung geben muss. Es ist Teil seines schöpferischen Auftrags. Die Gemeinde Jesu ist jedoch eine Ausnahme, denn sie ist nicht die Erfindung oder das Eigentum des Menschen. Sie gehört nur Gott. …
 
Die ganze Welt will Führer, nicht Diener, und die traditionelle Kirche auch. Vielleicht wollen wir das, was Gott nicht bereit ist zu geben, und anstatt die Sinnlosigkeit unserer Versuche zu sehen, fahren wir mit dem fort, was in unseren Augen Bestand hat.
 
Die Verwalter der Gemeinde Jesu sind Diener. Je mehr sie dienen, desto mehr werden sie letztendlich auf eine Weise führen (vgl. Lukas 22,26), was vollkommen entgegengesetzt dem ist, wie die Welt Führung erwartet. Ein gehorsamer und demütiger Diener kann führen, weil er geführt wird. Führung ist daher, wenn überhaupt, eine Funktion des Gehorsams.“ 3
 
Väter und geistliche Autorität
 
Die Worte „Vater“ und „Väter“ erscheinen 1.484 Mal in der englischen Übersetzung der King James Bibel. Selbstverständlich haben die Schriften viel über Väter zu sagen. Dieser Artikel dient nicht dazu, die gesamte Rolle des Vaters zu beleuchten, sondern zu zeigen, dass Vaterschaft mehr ist als nur die Erziehung von Kindern; es ist der eigentliche Plan und die Ordnung für die Leitung Gottes.
 
Natürlich ist Gott unser höchster Vater, wie uns 2.Korinther 6,18 sagt: „Ich werde euch ein Vater sein, und ihr werdet meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr.“ (vgl. Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2.Samuel 7,14)
Aber wir sollten nicht vergessen, dass sich der Apostel Paulus auch als geistlicher Vater betrachtete, und diese väterliche Führung ist Gottes Weg gewesen, um sein Volk von Anfang an in die Reife zu bringen.
 
Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durchs Evangelium. Darum ermahne ich euch: Folgt meinem Beispiel.“ (vgl. 1.Korinther 4:15-16)
Die Heiligen, die vom himmlischen Vater dafür berufen sind, wie Paulus zu führen, tragen geistliche Autorität.
 
Es gibt zwei Arten, der von Gott bestimmten Autorität:
 
1. geistliche Autorität und
2. Herrschaftsautorität.
 
Das Verständnis von wahrer Autorität, die vom Himmel und nicht von der Erde kommt, ist einer der wichtigsten Aspekte, um ein geistlicher Vater zu sein, der sich dem Wandel in der reifen Sohnschaft in Christus bewusst ist.
 
2 Joyner, Rick; 50 Days for a Firm Foundation, MorningStar Publications, P.O. Box 19409, Charlotte, NC 28219; 2000. pg. 45. www.morningstarministries.org
 
3 Simson, Wolfgang; Houses that Change the World – The Return of the House Churches, C&P Publishing, Emmelsbull, Germany, 1999. pgs. 147, 145
 
Paul Jablonowski
 
Übersetzung:
Daniel Glimm