Einleitung

Während einer Anbetungszeit in unserem Anbetungshaus „Holy Place“, legte der Heilige Geist seinen Schwerpunkt auf die Phase in der Wüste Gottes, die in jedem Leben eines wiedergeborenen Gläubigen in Jesus Christus notwendig ist, um ausgerüstet und in Kraft in das Dienstfeld einzutreten, das Gott einem jeden schon bevor er geboren wurde, zugeteilt hat (vgl. Psalm 139,15-16 i.V.m. Epheser 2,8-10).

Psalm 139,15-16:
15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde.
16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Epheser 2,8-10:
8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.
10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Gott sendet ausgerüstet in die Wüste!

Wenn Gott seine Kinder in die Wüste mit dem Zweck der Zunahme in eine größere geistliche Reife sendet, dann schickt er sie nicht unausgerüstet dorthin.
Das wird anhand der Situation deutlich als Jesus nach seiner Taufe durch Johannes den Täufer voll des Heiligen Geistes in die Wüste ging, um nach den Prüfungen in Kraft die Wüste zu verlassen und das Wort Gottes in Weisheit zu lehren (vgl. Lukas 4,1.14-15).

Lukas 4,1.14-15:
1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt …
14 Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte.
15 Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von jedermann gepriesen.

Das Wort Gottes im Herzen

Jesus trug zur Wüstenzeit das Wort seines himmlischen Vaters im Herzen, indem er als Kind von seinen Eltern sowie den jüdischen Schriftgelehrten unterwiesen worden war und dadurch an Weisheit zunahm (vgl. Lukas 2,46-47.52).

Lukas 2,46-47.52:
46 Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.
47 Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten. ...
52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Jesus war sich der Kraft des Wortes seines himmlischen Vaters genau bewusst.
Die Wüstenphase Jesu war die Periode, in der er das Wort Gottes effektiv gegen den Feind anwendete, so dass dieser von ihm für eine bestimmte Zeit ablassen musste.
Weiterhin ging Jesus nicht verängstigt, hoffnungslos oder verärgert in die Wüste, sondern er war sich der übernatürlichen Kraft, die er durch das Wort und den Heiligen Geist in sich trug vollkommen im Klaren.
Jesus trug nicht die Thora (Anm.: Lehre Gottes) buchstäblich in seiner Hand während er in die Wüste ging, sondern er trug sie in seinem Herzen, was bedeutete, dass Jesus in der Vergangenheit nicht nur das Wort Gottes las, sondern auch darüber studierte und an Weisheit zunahm.
Es war das Potential des Studiums Jesu und der Gemeinschaft mit seinem himmlischen Vater aus seiner Kindheit und Jugendzeit, die ihm die Widerstandskraft und Weisheit gegenüber dem Teufel in der Wüste verlieh, so dass sich letztendlich der Teufel von ihm entfernen musste.
Das ist, was auch der Apostel Jakobus und der Apostel Petrus meinten als sie schrieben:

„ So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“ Jakobus 4,7

„Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.“
1.Petrus 5,8-9

Für uns als Volk Gottes bedeutet das, wenn wir uns in einer von Gott gesetzten Wüste befinden, dass sie nicht dazu von ihm gedacht ist, uns zu entmutigen, sondern uns in unserem Geist zu stärken (vgl. Lukas 4,14).

Lukas 4,14:
14 Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte.

Um siegreich aus der „Wüste Gottes“ hervorzugehen, ist es unabdingbar, dass wir das Wort Gottes in unserem Herzen tragen, was aus dem persönlichen Studium und der gemeinsamen Zeit mit dem Heiligen Geist kommt, der uns in alle Wahrheit führt (vgl. Johannes 14,26 i.V.m. Johannes 16,13).

Johannes 14,26:
26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

Jesus grub „Gruben im Tal“

Jesus verstand es die Wüste nicht als eine Belastung zu sehen, sondern als eine Phase, um eine größere geistliche „Tiefe“ in der Liebe zu seinem Vater zu kreieren, was daran deutlich wurde, dass Jesus nach den vierzig Tagen des Fastens begann dem Teufel zu widerstehen und nicht grundsätzlich innerhalb der vierzig Tage (vgl. Matthäus 4,2-3).

Matthäus 4,2-3 (Rev. Elberfelder):
… 2 und als er (Anm.: Jesus) vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn schließlich.
3 Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden!

Die Bedeutung des Grabens der Gruben im Tal

Das Graben der Gruben im Tal (Anm.: bringt eine besondere „Tiefe“ hervor) bedeutet für uns in dieser Zeit, dass wir Jesus in allen Dingen vertrauen und ihn in der Wüste mit der Kraft des prophetischen Wortes Gottes verherrlichen, so wie es uns die Sänfte Salomos (Anm.: Der Leib Jesu trägt Jesus im Herzen.) verschlüsselt offenbart vgl. Hohelied 3,6-11 i.V.m. Epheser 3,17-19).

Hohelied 3,6-11:
6 Was steigt da herauf aus der Wüste wie ein gerader Rauch, wie ein Duft von Myrrhe
(Anm.: Symbol für vollkommenen Gehorsam und der Unterordnung Gott gegenüber), Weihrauch (Anm.: Symbol für Weihung, Reinheit und Heiligkeit) und allerlei Gewürz des Krämers?
7 Siehe, es ist die Sänfte Salomos; sechzig Starke sind um sie her von den Starken in Israel.
8 Alle halten sie Schwerter und sind geübt im Kampf; ein jeder hat sein Schwert an der Hüfte gegen die Schrecken der Nacht
(vgl. Psalm 119,105; 2.Petrus 1,19-21 i.V.m. Hebräer 4,12).
9 Der König Salomo ließ sich eine Sänfte machen aus Holz vom Libanon.
10 Ihre Säulen machte er aus Silber, ihre Lehnen aus Gold, ihren Sitz mit Purpur bezogen, ihr Inneres mit Ebenholz eingelegt. - Ihr Töchter Jerusalems, 11 kommt heraus und seht, ihr Töchter Zions, den König Salomo mit der Krone, mit der ihn seine Mutter gekrönt hat am Tage seiner Hochzeit, am Tage der Freude seines Herzens.

Epheser 3,17-19:
… 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.
18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle.

Leidenschaft, Durst und Hunger

In der Wüste erhalten wir die nötige Leidenschaft, den nötigen Durst und Hunger nach mehr von Gott und seiner Gegenwart, so dass wir das richtige Gewicht des Ausrufs zu Gott in unseren Stimmen (Anm.: Herzen) tragen und er mit Feuer antwortet sowie unsere Anbetung als Wohlgeruch zu ihm aufsteigen lässt.
Der Sinn und Zweck von Gottes „gewollter Zeit der Dürre“ beinhaltet, dass es zu mehr Hunger und Durst nach ihm kommt, so dass es von der Wüste zum Feuer und vom Feuer zur Ausgießung kommt, so wie es uns die Dürreperiode zur Zeit des Propheten Elijas offenbart (vgl. 1.Könige 17,1; 1.Könige 18,37-39.44-45).

1.Könige 17,1:
1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.

1.Könige 18,37-39.44-45:
37 Erhöre mich, HERR, erhöre mich, damit dies Volk erkennt, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!
38 Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.
39 Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott! …
44 Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufhält!
45 Und ehe man sich es versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein großer Regen. Ahab aber fuhr hinab nach Jesreel.

Das Graben der Gruben im Tal (Anm.: Wüste) hat eine größere Manifestation des Segens Gottes in unserem Leben zur Folge, der sich aus der von uns umgesetzten prophetischen Strategie entfaltet, so wie es zur der Zeit der drei Könige  (Anm.: von Israel, Juda und Edom) war, die den Propheten Elischa inmitten einer Zeit des Krieges aufsuchten und er ihnen eine prophetische Strategie übermittelte (vgl. 2.Könige 3,15-18.20).

2.Könige 3,15-18.20:
15 So bringt mir nun einen Spielmann (Anm.: Saitenspieler)!
Und als der Spielmann auf den Saiten spielte, kam die Hand des HERRN auf Elisa 16 und er sprach: So spricht der HERR: Macht hier und da Gruben in diesem Tal.
17 Denn so spricht der HERR: Ihr werdet weder Wind noch Regen sehen; dennoch soll das Tal voll Wasser werden, dass ihr und euer Heer und euer Vieh trinken könnt.
18 Und das ist noch ein Geringes vor dem HERRN; er wird auch die Moabiter in eure Hände geben,

20 Aber am nächsten Morgen, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser von Edom her und füllte das Land mit Wasser.

Das Ergebnis der von uns kreierten „geistlichen Tiefe“ hat eine größere Engelsaktivität in unserem Leben und eine besondere Freiheit zur Folge, weil es heißt, dass der Teufel nach der Zeit der Versuchung in der Wüste von Jesus ablassen musste und die Engel ihm dienten (vgl. Matthäus 4,11).

Matthäus 4,11:
11 Da verließ ihn (Anm.: Jesus) der Teufel. Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm.

Empfange die Flügel des großen Adlers und verstehe die Erschütterung Gottes in deiner Wüste!

In Offenbarung 12,6.13-16 können wir von der Frau lesen, die von Gott in die Wüste geführt und zugleich auch von dem Drachen verfolgt wurde.
Während dieser Zeit der Bedrängnis rüstete sie Gott mit den Flügeln des großen Adlers aus, so dass sie sich in die Wüste ihres himmlischen Vaters begab, die eine Zeit der Absonderung, Versorgung und Zurüstung beinhaltete.
Während sich die Frau entschied in die Wüste zu gehen, versuchte die Schlange (Anm.: Satan) sie mit aller Art von Anklagen und Lügen, die aus der Vergangenheit herrührten aufzuhalten, was der Schlange jedoch nicht gelang, da die „geweihte Wüste“ durch die Stimme Gottes erschüttert wurde und alle Anklage sowie Lüge verschlang (vgl. Offenbarung 12,6.13-16 i.V.m. Psalm 29,7-8).

Offenbarung 12,6.13-16:
6 Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertundsechzig Tage. …
13 Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte.
14 Und es wurden der Frau gegeben die zwei Flügel des großen Adlers (vgl. Jesaja 40,31), dass sie in die Wüste flöge an ihren Ort, wo sie ernährt werden sollte eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit fern von dem Angesicht der Schlange.
15 Und die Schlange stieß aus ihrem Rachen Wasser aus wie einen Strom hinter der Frau her, um sie zu ersäufen.
16 Aber die Erde half der Frau und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache ausstieß aus seinem Rachen.

Psalm 29,7-8:
7 Die Stimme des HERRN sprüht Feuerflammen; 8 die Stimme des HERRN lässt die Wüste erbeben; der HERR lässt erbeben die Wüste Kadesch
(Anm.: bedeutet „Geweihter“).

Fazit

Wenn wir uns ausgerüstet mit dem Heiligen Geist und dem Wort Gottes in unserem Herzen in der Wüste des HERRN befinden, dürfen wir uns sicher sein, dass wir an göttlicher Intelligenz, Hoffnung (vgl. Jesaja 40,31) sowie Geschwindigkeit zunehmen und nach siegreicher Beendigung in eine größere, geistliche Freiheit eintreten, die von stärkerer Engelsaktivität in unserem Leben begleitet wird.
Besonders im Bereich von Versorgung wird es dann zu plötzlichen Durchbrüchen kommen.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Einleitung

Da es öfters für uns als Gläubige aus den Heidenvölkern bei dem Thema über die Lebensweise unserer jüdischen, messianischen Brüder und Schwestern sowie das Feiern der jüdischen Feste, die die biblischen Feste sind zu Missverständnissen kommt, möchte ich mit dieser Botschaft zu mehr Klarheit beitragen.

Die Nationen und ihre Kulturen

Zuerst ist es notwendig zu wissen, dass Gott den Menschen geschaffen hat und ihn in eine Nation hineinsetze, was bedeutet, dass der jeweilige Mensch auch in der Kultur des jeweiligen Landes aufwächst.
Das heißt, dass der Mensch von der Kultur seines Landes geprägt ist, die sich ebenfalls teilweise in seinem Charakter bzw. seiner Lebensweise widerspiegelt.
Deshalb war es z.B. dem Apostel Paulus wichtig, die Kulturen zu achten und sie nicht durch die Botschaft des Evangeliums zu zerstören (vgl. 1.Korinther 9,19-23).

1.Korinther 9,19-23:
19 Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinne.
20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne.
21 Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi –, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne.
22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette.
23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.

Die jüdische/biblische „Kultur“

Paulus war ein Apostel, der zu den Heidenvölkern gesandt war (vgl. Galater 2,8), jedoch bedeutete das nicht, dass er seine jüdische Kultur und den damit verbundenen Lebensstil verleugnete.
Paulus feierte nach seiner göttlichen Heimsuchung, die er auf der Straße nach Damaskus hatte trotzdem die jüdischen/ biblischen Feste (vgl. Apostelgeschichte 9,3 ff. i.V.m. 1.Korinther 5,7-8), da er wusste, dass es sich um die von Gott bestimmten Zeitpunkte handelte.
Nachdem Paulus von Jesus Christus auf übernatürliche Weise heimgesucht wurde, feierte er die Feste nicht mehr aus dem Blickwinkel der Gesetzlichkeit, um aus Taten gerecht zu werden, sondern er zelebrierte sie in der Freiheit und Liebe zu Jesus Christus, welcher ebenfalls die jüdischen Feste feierte, weil diese die Feste seines himmlischen Vaters waren und er des Gesetzes Erfüllung (vgl. Matthäus 5,17 i.V.m. Johannes 6,38; Johannes 7,10.37; Johannes 10,22-23; Lukas 2,41-42 i.V.m. Lukas 22,7-8).

Matthäus 5,17:
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich (Anm.: Jesus) gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Johannes 6,38:
38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Johannes 7,10.37:
10 Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren zum Fest (Anm.: Laubhüttenfest), da ging auch er hinauf, nicht öffentlich, sondern heimlich. ...
37 Aber am letzten Tag des Festes (Anm.: Laubhüttenfest), der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!

Johannes 10,22-23:
22 Es war damals das Fest der Tempelweihe (Anm.: Chanukka) in Jerusalem und es war Winter.
23 Und Jesus ging umher im Tempel in der Halle Salomos.

Lukas 2,41-42:
41 Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest.
42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes.

Lukas 22,7-8:
7 Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passalamm opfern musste.
8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passalamm, damit wir es essen.

Einander achten und ehren

Wenn unser König und Gott Jesus Christus die biblischen Feste als Jude auf Erden feierte, ist es für uns als Gerettete aus den Heidenvölkern notwendig, dass wir nicht die Lebensweise unserer messianischen Geschwister ablehnen oder sie überzeugen, auf die Weise zu leben, wie wir leben oder auch umgekehrt. Wir müssen uns einander achten und ehren. Nur so kann die Liebe Jesu vor den Menschen erkannt werden (vgl. Johannes 13,35). Das ist, was Paulus meinte als er sagte, dass es in Christus nicht mehr Grieche, Jude, Beschnittener, usw. gibt (vgl. Kolosser 3,11).

Kolosser 3,11:
11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus.

Wir müssen uns als Volk Gottes der Struktur des edlen Ölbaums, in der wir uns bewegen, bewusst sein (vgl. Römer 11,17-18), was nichts anderes bedeutet, dass wir in Jesus Christus alle messianische (Anm.: bedeutet „gesalbte“) Heilige sind (vgl. Römer 2,28-29).

Römer 2,28-29:
28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; 29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

Paulus achtete seine Herkunft

Paulus hatte trotz seines Sendungsbefehls zu den Heiden nie die Wichtigkeit seiner jüdischen Wurzel außer Acht gelassen, was durch die Beschneidung seines apostolischen Begleiters Timotheus verdeutlicht wurde, um Zugang zu den Herzen der Juden zu erhalten. Das trug zu einer wachsenden Gemeinde bei (vgl. Apostelgeschichte 16,1-5).

Apostelgeschichte 16,1-5:
1 Er kam auch nach Derbe und Lystra; und siehe, dort war ein Jünger mit Namen Timotheus, der Sohn einer jüdischen Frau, die gläubig war, und eines griechischen Vaters.
2 Der hatte einen guten Ruf bei den Brüdern in Lystra und Ikonion.
3 Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen und er nahm ihn und beschnitt ihn wegen der Juden, die in jener Gegend waren; denn sie wussten alle, dass sein Vater ein Grieche war.
4 Als sie aber durch die Städte zogen, übergaben sie ihnen die Beschlüsse, die von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem gefasst worden waren, damit sie sich daran hielten.
5 Da wurden die Gemeinden im Glauben gefestigt und nahmen täglich zu an Zahl.

Ich möchte an dieser Stelle deutlich machen, dass Timotheus aufgrund der Herkunft seiner Mutter ein Jude war. Deshalb ließ ihn Paulus beschneiden, denn er wusste genau, wann er wie in der Freiheit in Christus zu handeln hatte, denn die Beschneidung war ursprünglich kein Bestandteil des Gesetzes, denn Abraham ließ seine Söhne aus Glauben zum Bund Gottes beschneiden (vgl. 1.Mose 17,10.21.23-27 i.V.m. 1.Mose 21,4).
Es war jedoch Paulus im Dienst unter den Heiden wichtig, ihre Kultur zu achten und sie nicht unter eine andere Kultur zu setzen, sondern die Gnade und Freiheit Gottes, die Jesus Christus ist, zu den Menschen zu bringen.
Das wird durch die Zurechtweisung von Paulus an Petrus in Antiochia deutlich, weil er die Gemeinschaft mit den Heiden aufgrund von Angst vor den Juden mied (vgl. Galater 2,11-16).

Galater 2,11-16:
11 Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn es war Grund zur Klage gegen ihn.
12 Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus dem Judentum fürchtete.
13 Und mit ihm heuchelten auch die andern Juden, sodass selbst Barnabas verführt wurde, mit ihnen zu heucheln.
14 Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du dann die Heiden, jüdisch zu leben?
15 Wir sind von Geburt Juden und nicht Sünder aus den Heiden.
16 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.

Wir sollten als Christen aus den Heidenvölkern nicht mit einem richtenden Zeigefinger auf unsere jüdischen Geschwister zeigen, sondern ein biblisches Verständnis entwickeln, um den Frieden Gottes aufrechtzuerhalten.

Das Feiern der biblischen Feste

Das Feiern der biblischen Feste beinhaltet für uns kein Zelebrieren aus Gesetzlichkeit, sondern es ist ein Feiern aus dem Blickwinkel der Freiheit und Offenbarungserkenntnis in Jesus Christus.
Wir können z.B. anhand der Vorgehensweise von Hesekiel als er sich in der Vision auf Anweisung des Engels der Tempelquelle näherte, einen Bezug zu den von Gott festgelegten biblischen Festen erkennen, die mit der Zunahme des Heiligen Geistes auf der Erde verbunden sind (vgl. Hesekiel 47,1.3-5 i.V.m. 2.Mose 34,23-24).

Hesekiel 47,1.3-5:
1 Und er führte mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da floss ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten; denn die vordere Seite des Tempels lag gegen Osten. Und das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab, südlich am Altar vorbei. …
3 Und der Mann ging heraus nach Osten und hatte eine Messschnur in der Hand, und er maß tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen; da ging es mir bis an die Knöchel.
4 Und er maß abermals tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.
5 Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, dass man schwimmen musste und nicht hindurchgehen konnte.

2.Mose 34,23-24:
23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.

Jede einzelne Anstiegsphase des Wassers der Tempelquelle war mit dem Gehorsam von Hesekiel und dem Maß der göttlichen Ordnung verknüpft, da der Engel eine Messschnur in der Hand hielt, mit der er nach jedem Schritt von Hesekiel 1000 Ellen Maß.
Die Zahl „1000“ steht in diesem Kontext in Verbindung mit dem „Vollmaß Gottes“.
Es gab insgesamt vier Phasen der Zunahme, die uns auf folgende Zeitfenster Gottes aufmerksam machen sollen:

1. das Wasser bis zu den Knöcheln Hesekiels => Pessach (Anm.: Vergebung und Erlösung durch das Blut des Lammes)

2. das Wasser bis zu den Knien Hesekiels => Schawuot/ das Fest der Wochen/Pfingsten (Anm.: Vertrauensgabe Gott gegenüber für die kommende Versorgung/die Gabe von übernatürlicher Offenbarung - das Geben der Torah/Ausgießung des Heiligen Geistes)

3. das Wasser bis zur Hüfte Hesekiels => Sukkot/Laubhüttenfest (Anm.: Fest der Herrlichkeit Gottes/Danksagung für die von Gott gegebene Ernte)

4. das Wasser, das den gesamten Körper von Hesekiel bedeckte => der geisterfüllte Wandel des Leibes Jesu in den Zeitfenstern Gottes und in der Fülle seiner Herrlichkeit

Zeitfenster der Freude
 
Ich sehe für mich persönlich die festgesetzten Zeitpunkte der Feste Gottes nicht als Anlass zur Gesetzlichkeit sondern zur Freude, weil ich sie aus dem Blickwinkel des Glaubens, der Gnade und Freiheit Gottes feiere und nicht aus dem Blickwinkel der religiösen Gesetzlichkeit, die nichts anderes beinhaltet als aus Taten gerecht zu werden (vgl. Galater 2,16).

Galater 2,16:
16 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.

So gibt es für alle die, die in Jesus Christus sind keine Verdammnis, wenn sie die biblische Feste des himmlischen Vaters im Glauben und in der Freiheit in Jesus Christus feiern (vgl. Römer 8,1 i.V.m. Kolosser 3,1).

Römer 8,1:
1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

Kolosser 2,16 (Anm.: Rev. Elberfelder):
16 So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, ...

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 23. AUGUST 2013, NAJOTH BERLIN - SPANDAU

„In dem Namen von Jesus Christus kündige ich eine neue Ära an!
Eine neue Ära hat begonnen, weil Gottes Zeit der Ewigkeit auf die temporäre Zeit trifft, die sich auf der Erde am richtigen Platz befindet!
Ein alter Zeitabschnitt ist beendet und ein neuer Zeitabschnitt hat begonnen!
Strukturen und Substanzen verändern ihren Zweck, weil eine neue Ära begonnen hat!
Es ist die Zeit, in der sich das Kamel aus dem Tierzustand zu einer Braut verwandelt und das Nadelöhr zu einem Portal wird, spricht der Geist des Propheten!
Der ewige „Zeitkörper“ Gottes trifft auf den „Zeitkörper“ der Erde, der sich am richtigen Platz befindet, um als Zentrum der Manifestation Gottes zu dienen!
Maria und Joseph verlassen Nazareth, um nach Bethlehem zu gehen (vgl. Lukas 2,4.6)!
Jesus verlässt Nazareth, um nach Kapernaum zu gehen (vgl. Matthäus 4,13)!
Es geht um den guten Wert von Zeit inmitten von böser Zeit, weil die Zeit mit dem richtigen Ort verbunden ist, auf den Gott mit der Gegenwart Seiner Ewigkeit herunterkommt!
Es geht um den Tempel! Es geht um dich als Tempel, spricht der Geist des Propheten (vgl. 1.Korinther 3,16)!
Es geht um das Potential, der ausgekauften Zeit inmitten von böser Zeit (vgl. Epheser 5,15-16 i.V.m. Kolosser 4,5).
Die Gegenwart deiner Person macht den Unterschied!
Es verhält sich so als würdest du Geburtstag haben und dich von einem Ort wegbewegen, um am anderen Ort zu feiern, so dass die Menschen ihren Ort aufgrund des Wertes der Zeit, den du trägst verlassen, um am Platz des Freudenfestes zu sein!
Da ist der richtungsweisende Arm und ausgestreckte Zeigefinger Gottes, der auf den Südosten zeigt, weil sich aus der Richtungsweisung die begleitende Führung entwickelt!
Achte auf das „Schwarze Meer“ und die Nationen, die es umgeben, weil es zu einem „Torschuss“ kommt, der ausschlaggebend ist und das „Spiel“ beendet!
Es ist wie ein Fußball, der durch einen „Volleyschuss“ in das gegnerische Tor trifft!
Weil du mit Gottes Richtungsweisung in Übereinstimmung gekommen bist, fühlst du plötzlich Seine unterstützende Hand um dich herum!
Die Hand, die du zuvor nur von weitem gesehen hast, um die richtige Richtung einzuschlagen, ist nun wie eine unterstützende Umarmung an deiner Seite, spricht der Geist des Propheten!
Da sind viele Heilige, die im Geistbereich durch die Führung des Heiligen Geistes in ihrer Berufung und Begabung die Kultur wechseln und noch stärkere Erfolge mit Jesus Christus auf der Erde erzielen!"


Bibelstellen zu dem prophetischen Reden

Lukas 2,4.6:
4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, …
6 Und als sie (Anm.: Joseph und Maria) dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.

Matthäus 4,13:
13 Und er (Anm.: Jesus) verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali, …

Epheser 5,15-16:
15 So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit.

Kolosser 4,5:
5 Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit
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Daniel Glimm