Einleitung

Diese Botschaft soll uns als offenbarendes Stückwerk dienen, um die Wichtigkeit des zweitgenannten Amtes (Anm.: Prophet) im Leib Jesu in Zeiten der Bedrängnis richtig zu verstehen (vgl. 1.Korinther 12,28 i.V.m. Epheser 2,20; Epheser 4,11).

1.Korinther 12,28:
28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.

Epheser 2,20:
… 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, …

Epheser 4,11:
11 Und er (Anm.: Jesus) hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, …

Die Zeit der Bedrängnis des Volkes Israel

Diesbezüglich möchte ich auf die wichtige Stellung des Propheten Elischa eingehen während sich das Volk Israel im Krieg gegen die Aramäer befand, die vom König Ben-Hadad in den Angriff geführt wurden (vgl. 2.Könige 6,8).

2.Könige 6,8:
8 Und der König von Aram (Anm.: Ben-Hadad) führte Krieg mit Israel und beriet sich mit seinen Obersten und sprach: Wir wollen da und da einen Hinterhalt legen.

Die prophetische Reife von Elischa

In dieser Zeit befand sich Elischa als Prophet bereits in einer guten geistlichen Reife, da er zuvor über eine längere Zeitperiode vom Propheten Elija zugerüstet und trainiert wurde.
Elischa verstand es die auftauchenden Umstände der Bedrängnis in seinem Leben nicht allein mit seinen natürlichen Augen zu betrachten und danach zu urteilen, sondern zuerst mit seinen erleuchteten Augen des Herzens in den übernatürlichen Bereich zu sehen, um die himmlische Strategie des HERRN den Menschen, denen er diente bzw. in diesem Fall dem König von Israel zu offenbaren.

Das Amt des Propheten richtig erkennen

Da der König von Israel die Wichtigkeit des Amtes des Propheten verstand, hörte er genau zu, was Elischa ihm in dieser Kriegssituation von Gott mitteilte. Er ließ den König von Israel wissen, dass der König von Aram an einer bestimmten Stelle einen Hinterhalt gelegt hatte (vgl. 2.Könige 6,9).

2.Könige 6,9:
9 Aber der Mann Gottes sandte zum König von Israel und ließ ihm sagen: Hüte dich, dass du nicht an diesem Ort vorüberziehst, denn die Aramäer lauern dort.

Aufgrund der übermittelten Offenbarungserkenntnis durch den Propheten Elischa reagierte der König von Israel darauf, indem er sich dem Blick des Angreifers entzog und Späher an den Ort des geplanten Hinterhalts aussandte, was bedeutete, dass der König von Israel aus dem Blickfeld des Angreifers trat und jetzt mit dem Blick eines Angreifers auf den König von Aram schaute (vgl. 2.Könige 6,10).

2.Könige 6,10:
10 So sandte denn der König von Israel hin an den Ort, den ihm der Mann Gottes gesagt und vor dem er ihn gewarnt hatte, und war dort auf der Hut; und tat das nicht nur einmal oder zweimal.

Die umgewandelte Sicht

Die Offenlegung der Strategie des Angreifers durch Elischa ließ den König von Israel aus der Sicht des Opfers in die Sicht eines angreifenden Strategen treten, was zugleich den aramäischen König verunsicherte.
Wenn ich den Wechsel der Sicht des Königs von Israel anhand des Beispiels eines Adlers, der eine Feldmaus als Beute ergreifen möchte beschreiben würde, wechselte der König von Israel von der Sicht der Feldmaus zu der Sicht des beutemachenden Adlers und der König von Aram auf umgekehrte Weise.

Der Blick des Propheten in die „Schaltzentrale“ der Finsternis

Ein Prophet (Anm.: auch Prophetin), der von Gott dazu berufen ist durch die von ihm gegebenen Offenbarungen in Regierungskreise Einfluss zu nehmen, bewegt sich in einer besonderen Kategorie von Salbung, die ihn dazu befähigt in die Schaltzentrale der Finsternis zu blicken, um den Feind auf der geistlichen und natürlichen Ebene in Angst zu versetzen und zu verunsichern sowie seinen Angriff abzuwehren.
Der Prophet sticht in die dunklen Kammern des Feindes hinein, wo der Feind die Angriffe für den Tag plant und dreht durch seine prophetische Erkenntnis, die Gott ihm zuteilt, den Plan der Finsternis um.
Elischa verstand es sich im Zentrum der prophetischen Salbung des Gottes Israels aufzuhalten, was in der Aussage von einem der oberen Diener des Königs von Aram deutlich wurde, indem er diesen wissen ließ, dass sich Elischa in Dotan aufhielt (vgl. 2.Könige 6,11-13).

2.Könige 6,11-13:
11 Da wurde das Herz des Königs von Aram voller Unmut darüber und er rief seine Obersten und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir denn nicht sagen, wer von den Unsern es mit dem König von Israel hält?
12 Da sprach einer seiner Obersten: Nicht doch, mein Herr und König, sondern Elisa, der Prophet in Israel, sagt alles dem König von Israel, auch was du in der Kammer redest, wo dein Lager ist.
13 Er sprach: So geht hin und seht, wo er ist, damit ich hinsende und ihn holen lasse. Und sie sagten es ihm an und sprachen: Siehe, er ist in Dotan.

Der Ort „Dotan“

Der Name des Ortes
„Dotan“ bedeutet „zwei Brunnen“, und das prophetische Wort für „Brunnen“ bzw. „Quelle“ ist das hebräische Wort „Ajin“, was zugleich auch „Auge“ bedeutet.
Da wir als Volk Gottes berechtigt sind, das gesamte Wort Gottes in unserer Zeit anzuwenden, möchte ich die tiefe Offenbarung der Aussage des oberen Dieners vom König Aram aufschlüsseln.
Letztendlich sagte der Diener durch seine Aussage über den Aufenthaltsort des Propheten Elischa, dass dieser sich in dem Zentrum der feurigen Augen von Jesus aufhielt, die in sich sein Zeugnis tragen, was den Geist der prophetischen Rede beinhaltet (vgl. Offenbarung 1,14 i.V.m. Offenbarung 19,10e).

Offenbarung 1,14:

14 Sein (Anm.: Jesus Christus) Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme …

Offenbarung 19,10e:
10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.

Da Elischa den Hinterhalt der Aramäer prophetisch sah, brachte er eine vollständige Umwandlung in die Sicht des Königs von Israel und stellte ihn dadurch auf eine kühne und siegessichere Position.
Das war Gott jedoch nicht genug, sondern er gebrauchte Elischa weiterhin inmitten von Bedrängnis als „Werkzeug“ der ermutigenden Offenbarung, der es auf die Augen der beteiligten Personen abgesehen hatte.
Elischa trat trotz der zunehmenden Bedrängnis durch die näher kommenden aramäischen Krieger im Gebet am Morgen für seinen ängstlichen Diener ein und bat den HERRN ihm die Augen des Herzens (Anm.: „Dotan- zwei Brunnen“) zu öffnen, so dass er nicht allein die Pferde und Wagen des Heeres der Aramäer sah, sondern auch die feurigen Pferde und Wagen des HERRN.
Das brachte dem Diener Mut und Zuversicht in sein Herz, so dass ihn die Angst nicht mehr beherrschen konnte (vgl. 2.Könige 6,14-17 i.V.m. 1.Korinther 14,3).

2.Könige 6,14-17:
14 Da sandte er hin Rosse und Wagen und ein großes Heer. Und als sie bei Nacht hinkamen, umstellten sie die Stadt.
15 Und der Diener des Mannes Gottes stand früh auf und trat heraus, und siehe, da lag ein Heer um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Diener zu ihm: O weh, mein Herr! Was sollen wir nun tun?
16 Er sprach: Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind!
17 Und Elisa betete und sprach: HERR, öffne ihm die Augen, dass er sehe! Da öffnete der HERR dem Diener die Augen und er sah, und siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her.

1.Korinther 14,3:
3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.

Das rettende Gericht Gottes

Wir können in Jesaja 26,9 von dem kraftvollen Resultat des Gerichtes Gottes lesen, was seine Gerechtigkeit auf Erden beinhaltet.

Jesaja 26,9:
9 Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.

Mit dieser Aussage möchte ich nun auf die Reaktion von Elischa in 2.Könige 6,18 eingehen, der Gott dazu aufrief das angreifende Heer der Aramäer mit Blindheit zu schlagen, was Gott auf die Bitte des Propheten hin tat.

2.Könige 6,18:
18 Und als die Aramäer zu ihm herabkamen, betete Elisa und sprach: HERR, schlage dies Volk mit Blindheit! Und er schlug sie mit Blindheit nach dem Wort Elisas.

Dieses Erbitten von Blindheit war kein Gebet aus einem bitteren Herzen oder aus Rache, sondern Elischa war es wichtig, dass die Feinde Israels mit den Segnungen des Königs von Israel in Kontakt kommen sollten, um diese zu schmecken und die Gnade Gottes richtig zu erkennen (vgl. 2.Könige 6,19-23 i.V.m. Psalm 34,9).

2.Könige 6,19-23:
19 Und Elisa sprach zu ihnen: Dies ist nicht der Weg und nicht die Stadt. Folgt mir nach! Ich will euch führen zu dem Mann, den ihr sucht. Und er führte sie nach Samaria.
20 Und als sie nach Samaria kamen, sprach Elisa: HERR, öffne diesen die Augen, dass sie sehen! Und der HERR öffnete ihnen die Augen und sie sahen, und siehe, da waren sie mitten in Samaria.
21 Und als der König von Israel sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, soll ich sie töten?
22 Er sprach: Du sollst sie nicht töten. Erschlägst du denn die, die du mit Schwert und Bogen gefangen hast? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken, und lass sie zu ihrem Herrn ziehen!
23 Da wurde ein großes Mahl bereitet. Und als sie gegessen und getrunken hatten, ließ er sie gehen, dass sie zu ihrem Herrn zogen. Seitdem kamen streifende Rotten der Aramäer nicht mehr ins Land Israel.

Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

Das Werkzeug des Gerichtes leitet zum Segen über!

Das Schlagen mit Blindheit war ein Werkzeug Gottes, um die Feinde Israels bzw. die Feinde des Kreuzes zu Freunden des Kreuzes zu machen, indem sie die Güte des Königs Israels, welcher für uns heutzutage Jesus Christus ist, zu erkennen.
Die fleischlichen/ weltlichen Augen (Anm. Sicht) des Heeres der Aramäer wurden durch dasselbe Gebet, das Elischa zuvor für seinen Diener betete berührt, indem sie durch die Güte Gottes geblendet wurden und in dem Licht der Offenbarung (Anm.: „Samaria“ bedeutet „zum Wächter gehörig“) das wahre Licht des Gottes Israels sehen konnten (vgl. Psalm 36,10 i.V.m Johannes 1,4).

Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Johannes 1,4:
4 In ihm (Anm.: Wort Gottes- Jesus) war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Die erneuerte Sichtweise in den Augen der aramäischen Herzen, die durch die prophetische Salbung von Elischa herbeigeführt wurde, brachte Frieden in die Region und in die Beziehung zwischen Israel und den Aramäern, weil der „Geist des Raubes“ gebunden wurde (vgl. 2.Könige 6,23 i.V.m. Römer 12,20-21).

2.Könige 6,23:
23 Da wurde ein großes Mahl bereitet. Und als sie gegessen und getrunken hatten, ließ er sie gehen, dass sie zu ihrem Herrn zogen. Seitdem kamen streifende Rotten der Aramäer nicht mehr ins Land Israel.

Römer 12,20-21:
20 Vielmehr, „wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln“ (vgl. Sprüche 25,21-22).
21 Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Durch diesen unglaublichen Sieg, wurde die Mauer des Selbstschutzes in den Herzen der beteiligten „Parteien“ niedergerissen und der Weg für ein besseres Hören der Stimme Gottes sowie der segensreichen natürlichen Wirtschaft geöffnet, der als Ergebnis die triumphierende Freude der Gesellschaft zur Folge hatte.

Möge die prophetische Kraft Gottes und seine Propheten/ Prophetinnen in unserem gesamten Land ordnungsgemäß anerkannt und geachtet werden.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Der Traum

Der Herr gab mir vor einiger Zeit einen lebhaften Traum, wo er mir einen ehemaligen Arbeitskollegen und seinen Sohn zeigte, der aus der Gefahr zu ertrinken, gerettet wurde und danach in die Notaufnahme eines Krankenhauses gebracht wurde, da er aufgrund der Menge des verschluckten Wassers in Lebensgefahr war.
Hierbei befand ich mich mit meinem Kollegen und dem diensthabenden Krankenhauspersonal (Anm.: Ärzte und Krankenpfleger sowie Krankenpflegerinnen) im Erste-Hilfe-Zimmer, wo sein Sohn eingeliefert wurde.
Die Gefahr seines Todes war in der Situation gegenwärtig, so dass ich laut in großer Leidenschaft zu rufen begann: „Jesus! Jesus! Jesus (Anm.: der Name bedeutet „JAHWE ist Rettung!“- vgl. Psalm 50,15)!“
Ich konnte erkennen, das ein Kampf in der Person zwischen Leben und Tod stattfand.
Als ich von dem Traum erwachte, spürte ich immer noch die Gefahr zwischen Leben und Tod in der Atmosphäre.

Abrahams Verlassen von Ur (Anm.: bedeutet „Mondstadt“= Stadt der Dunkelheit) in Chaldäa (Anm.: bedeutet „mannhaft, kriegerisch“= eigene Stärke)

Während ich über den Traum nachdachte, erinnerte mich der HERR an unseren Vorvater des Glaubens Abraham als er sich in der Übergangsphase befand, wo er die Stadt Ur in Chaldäa mit seinem Vater Terach bzw. Tharah (Anm.: bedeutet „Zauderer“= eine Person, die keine klaren Entscheidungen trifft; vgl Jakobus 1,6-8 oder bedeutet in der selben Aussprache auch „die Haut ritzen“= Selbstzerstörung/ sich nicht selbst vergeben, aufgrund des Gefühls von Mitschuld an dem Verlust bzw. Tod einer Person, vgl. 3.Mose 19,28) und einigen seiner Familienmitglieder verließ.

1.Mose 11,27-32:
27 Dies ist das Geschlecht Terachs (Anm.: Tharahs): Terach zeugte Abram, Nahor und Haran; und Haran zeugte Lot.
28 Haran aber starb vor seinem Vater Terach in seinem Vaterland zu Ur in Chaldäa.
29 Da nahmen sich Abram und Nahor Frauen. Abrams Frau hieß Sarai und Nahors Frau Milka, Harans Tochter, der der Vater war der Milka und der Jiska.
30 Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind.
31 Da nahm Terach seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn seines Sohnes Haran, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Abram, und führte sie aus Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Und sie kamen nach Haran und wohnten dort.
32 Und Terach wurde zweihundertundfünf Jahre alt und starb in Haran (Anm.: Charan).

Die Niederlassung des Vaters von Abraham, Terach/ Tharah in Haran zeigt auf, dass seine Seele durch den Tod seines Sohnes Haran verletzt wurde, was in ihm ein emotionelles Gefühl weckte, das ihn blockierte seinen gegenwärtigen Umstand zu verlassen und in das Land seiner Bestimmung „Kanaan“ (Anm.: bedeutet „Niederung, Niederland“; das Wurzelwort von „Kanaan“ ist „Kana“ und bedeutet „die Knie zu beugen“= ein Zeichen von Demut) einzutreten.

Der Stachel vom Tod

Der Tod hat einen Stachel, der Schmerz in unserem Herzen bzw. unserer Seele verursacht.
Deshalb ist es notwendig, dass wir mit dem Schmerz von Verlust richtig umgehen, so dass dieser uns nicht in unserem Leben davon abhält in unsere gute Zukunft bzw. Fülle einzutreten, die der himmlische Vater für uns bereitet hat (vgl. 1.Korinther 15,55-56 i.V.m. Lukas 9,62; Philipper 3,13-14).

1.Korinther 15,55-56:

„... 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?
56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.“

Auch wenn Paulus über den Stachel in Form von Sünde spricht, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auch das Gefühl von Schmerz wie ein stechender Stachel in unserm Herzen sein kann.

Lukas 9,62:
62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Philipper 3,13-14:
13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich es ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, 14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Der Sterbeort von Terach/Tharah

Anhand des Sterbeortes von Terach können wir den stechenden Schmerz erkennen, der ihn in seinem Leben nicht über den Verlust seines Sohnes Haran (Anm.: „Haran“ bedeutet „bergig, Weg oder Straße") hinweg kommen ließ.
Der Name der Region „Haran“ bzw. „Charan“ bedeutet „ein dürrer Ort oder ausgedörrt durch die Sonne“ (Anm.: = ermüdet durch schmerzhafte Erfahrungen).

Die Zeit des Trauerns und die Zeit der Freude


Das bedeutet jedoch nicht, dass uns von Gott als Menschen nicht gestattet ist zu trauern.
Im Gegenteil, Gott gibt uns genügend Zeit z.B. über den Verlust von Menschen, die wir geliebt haben zu trauern. Das wird z.B. deutlich als Aaron auf dem Berg Hor starb und das Volk Israel ihn für dreißig Tage beweinte (vgl. 4.Mose 20,29 i.V.m. 4.Mose 33,38-39).

4.Mose 20,29:
29 Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron tot war, beweinten sie ihn dreißig Tage, das ganze Haus Israel.

4.Mose 33,38-39:
38 Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN und starb dort im vierzigsten Jahr des Auszugs der Israeliten aus Ägyptenland am ersten Tag des fünften Monats, 39 als er hundertdreiundzwanzig Jahre alt war.

Trotz allem Verlust, den wir in unserem Leben zu unterschiedlichen Zeiten gegenüberstehen, sollten wir unserem Herzen bewusst machen, dass wir die Phase der Trauer siegreich abschließen müssen, um in der Lage zu sein in Freude weiter im Leben voranzugehen und in die nächste Zeitperiode der Ernte einzutreten, die eine Phase der Freude ist (vgl. Psalm 126,5-6).

Psalm 126,5-6:
5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.
6 Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Gottes zugeteilte Liebe, die Trost bringt

Als Isaak seine Mutter verlor, trug auch er einen tiefen Schmerz, der ihn jedoch nicht auf die Weise beherrschte, dass er sich vor seiner guten Zukunft verschloss, sondern er öffnete seine Arme für eine noch tiefere Liebe, die Gott ihm zuteilte und zwar Rebekka, die ihm half über den Schmerz der Vergangenheit hinweg zu kommen, so dass er nicht anfing zu leiden (vgl. 1.Mose 24,67).

1.Mose 24,67:
67 Da führte sie Isaak in das Zelt seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka und sie wurde seine Frau und er gewann sie lieb. Also wurde Isaak getröstet über seine Mutter.

Ich möchte hiermit jeden Einzelnen ermutigen es nicht zuzulassen, sich vom „bitteren Wasser“ des vergangenen Schmerzes/ Trauma in der gegenwärtigen Zukunft beherrschen zu lassen, sondern mit dem Schmerz richtig umzugehen, indem man diesen an Jesus Christus abgibt (vgl. Jesaja 53,4) und nach Gemeinschaft mit denen sucht, die einen ähnlichen Charakter bzw. eine ähnliche Vision wie man selbst trägt, so dass man aufgebaut und gestärkt weiter den Weg vorangeht.
Lasst uns vollständig das mittlere Kreuz von Golgatha umarmen und die gesamte Kraft des Sieges vom Lamm Gottes, das Jesus Christus ist empfangen, der für uns geschlachtet wurde.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit
,

Daniel Glimm

Einleitung

Vor einigen Tagen sprach der HERR während einer Anbetungszeit in unserem prophetischen Anbetungshaus „Holy Place“ zu mir, dass es in dieser Zeitphase von Bedeutung ist, dass wir als sein Volk auf plötzliche Ereignisse/ Heimsuchungen, die er herbeiführt vorbereitet sein müssen, um darauf rechtzeitig und richtig zu reagieren.
Wir befinden uns als Volk Gottes in einer Zeitphase, in der es notwendig ist, dass wir uns nicht auf die Heimsuchungen vorbereiten, sondern bereits vorbereitet sein sollten, so ähnlich wie es die fünf weisen Jungfrauen waren (vgl. Matthäus 25,4-6).

Matthäus 25,4-6:
4 Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.
5 Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
6 Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!

Die Gegenwart des himmlischen Bräutigams

In diesem Zusammenhang wurde ich zu der Schriftrolle aus dem Hohelied 5,2-3 geführt, wo es um den Geliebten geht, der vor der Tür seiner Geliebten steht und mit seiner Stimme anklopft.

Hohelied 5,2-3:
2 Ich schlief, aber mein Herz war wach. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: „Tu mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Reine! Denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.“
3 „Ich habe mein Kleid ausgezogen– wie soll ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen  – wie soll ich sie wieder schmutzig machen?“

Während ich die oben genannte Bibelstelle las, eröffnete mir der HERR, dass er sich auf eine ganz besondere Weise in dieser Zeit seiner Braut offenbaren wird, um in ihrem Geist eine frische Manifestation seines Geistes hervorzurufen.
Das himmlische Wasser (Anm.: Heiliger Geist), das sich derzeit in unserem Geist wie in einer Ruhephase befindet, wird plötzlich auf gute Weise unruhig werden, weil ein tiefer innerer Druck entsteht, der die Lebendigkeit Gottes gemäß Johannes 7,38 freisetzt, was zur Folge hat, dass Menschen die Stimme von Jesus und dem Vater hören, um sich zu entscheiden ihre Herzenstür zu öffnen oder sie verschlossen zu halten (vgl. Offenbarung 1,15).

Johannes 7,38:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Offenbarung 1,15:
… 15 und seine (Anm.: Jesus) Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …

Die Stimme des Bräutigams klopft an!

Bei dem Anklopfen geht es nicht buchstäblich um die zur Faust geballte Hand, die an die Tür klopft, sondern um die Stimme von Jesus Christus, die an unseren Herzen anklopft (vgl. Hohelied 5,2 i.V.m. Offenbarung 3,20).

Hohelied 5,2:
2 Ich schlief, aber mein Herz war wach. Da ist die Stimme meines Freundes, der anklopft: „Tu mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, meine Reine!
Denn mein Haupt ist voll Tau und meine Locken voll Nachttropfen.“

Offenbarung 3,20:
20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

Dieser klopfende Klang ist eine ganz besondere prophetische Gegenwart von Jesus.
Er kommt zu uns als Bräutigam, um intime Gemeinschaft mit uns als sein Volk zu haben.
Wir können anhand des Annäherungsprozesses des Geliebten im Hohelied ein deutliches Vorgehen von Jesus als Bräutigam in unserer Zeit feststellen.

Die verschiedenen Annäherungsphasen des Geliebten

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass diese Offenbarung sehr zart und geheimnisvoll ist, so dass es vonnöten ist diese Offenbarung mit geöffneten Augen des Herzens zu lesen, um sie richtig zu verstehen.
Der Geliebte näherte sich im Hohelied 5,2-3 seiner Geliebten mit folgenden Eigenschaften:

1. Tau auf dem Kopf
2. Locken voll von den Tropfen der Nacht
3. ausgezogenes Kleid
4. gewaschene Füße.

Da Jesus das lebendige Wort und Brot Gottes vom Himmel ist, sollten wir diese oben genannten Eigenschaften des Geliebten aus dem Blickwinkel von Jesus als dem lebendigen Wort betrachten (vgl. Johannes 1,1-5 i.V.m. Johannes 6,32-35).

Johannes 1,1-5:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen.

Johannes 6,32-35:
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Eine tiefe und besondere Begegnung mit Jesus

Das lebendige Wort Gottes begegnet uns als Braut Jesu in dieser Zeit auf eine tiefe, besondere Weise und zwar mit einem hohen Maß von offenbarender Salbung, die unsere Gedanken erneuert, damit wir Gottes kreative Pläne für diese Zeit auf der Erde richtig umsetzen.
Weiterhin schließt uns der Heilige Geist durch die Kraft der Offenbarung das Wort Gottes (Anm.: Nachttropfen auf den Locken= Schriftrollen) auf eine ganz besondere Weise auf (vgl. 2.Korinther 3,6), so dass wir Jesus, seine Schönheit und seine Kraft stärker erkennen und ihn noch intensiver lieben (vgl. Epheser 1,17-18 i.V.m. Kolosser 2,2-3; 2.Korinther 3,6).

2.Korinther 3,6:
… 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Epheser 1,17-18:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …

Kolosser 2,2-3:
… 2 damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, 3 in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.

Die prophetische Transparenz von Jesus

Der Aufschluss der Geheimnisse in seinem Wort, den wir in dieser Zeit in den Anfängen erleben und noch stärker in den kommenden Zeiten als Volk Gottes erfahren werden, ist eine himmlische Antwort auf das Gebet des Apostels Paulus, was er in Epheser 1 (Anm.: siehe oben) betete.
Jesus kommt in dieser Zeit mit einer spezifischen, prophetischen Transparenz, die nicht mit einer schamlosen Nacktheit zu tun hat, sondern ein Hinweis auf seine Wahrhaftigkeit ist, wie er uns als seiner Braut in dieser Zeit begegnet.
Die himmlische "Nacktheit" weist auf den Zustand von Vertrauen, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und die Offenbarung der direkten prophetischen Gegenwart Gottes hin (vgl. 1.Samuel 19,23-24 i.V.m. 1.Mose 2,25).

1.Samuel 19,23-24:
23 Und er (Anm.: König Saul) machte sich von dort auf nach Najot in Rama. Und der Geist Gottes kam auch über ihn und er ging einher in Verzückung, bis er nach Najot in Rama kam.
24 Da zog auch er seine Kleider aus und war in Verzückung vor Samuel und fiel hin und lag nackt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist Saul auch unter den Propheten?

1.Mose 2,25:
25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.

Das bedeutet, dass dort, wo die wahre prophetische Gegenwart des himmlischen Vaters vorhanden ist, sich kein Schamgefühl bzw. Angst in dem Herzen eines Menschen ausbreiten sollte, weil die prophetische Salbung (Anm.: seine Stimme- ist wie das Rauschen vieler Wasser) den jeweiligen Menschen durch Gottes Liebe in die Freiheit führt, was automatisch zur Folge hat, dass die betreffende Person ihren Selbstschutz und andere Dinge, die nicht konform mit seinem Wort gehen, freiwillig ablegt.
Dadurch ist sie in der Lage die wahre Bestimmung bzw. Berufung Gottes klar zu erkennen und ohne sich abgelehnt zu fühlen, diese in Kühnheit in Empfang zu nehmen (Anm.: gewaschene Füße).

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm