Die Kraft der Zunge

Jakobus schrieb an die zerstreuten Stämme Israels in Kapitel 3,1-12 über die Macht der Zunge, die er als Zaum bei einem Pferd, als Ruder bei einem Schiff oder als Feuer in einem Wald verglich.
Jakobus deutete in diesem Zusammenhang auf die Kraft hin, die Gott in die Zunge gelegt hat.
Die Zunge kann in guter Weise oder auch in schlechter Weise verheerende Auswirkungen haben.
Entweder kann sie einen "Wald" in Brand setzen, um zu vernichten oder eine Quelle süß oder bitter werden lassen.
Auf die eben genannten Auswirkungen werde ich im Laufe der Botschaft in einem positiven Zusammenhang noch näher eingehen.

Die Zunge von Jesus

Es ist kein Zufall, dass in dem Buch der Offenbarung die Zunge von Jesus als ein scharfes, zweischneidiges Schwert beschrieben wird, das aus seinem Mund hervor schnellt (vgl. Offenbarung 1,16).

Offenbarung 1,16:
…  16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.

Diese Bibelstelle offenbart uns, dass Jesus in einer Lebendigkeit, Kraft und Schärfe das Wort Gottes spricht, dass durch seine Zunge geformt wird (vgl. Hebräer 4,12-13).

Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.

Die Zerstörung des Bösen durch die Lebendigkeit des Wortes

Wir können in der Prophetie von Jesaja erkennen, dass Jesus mit der Lebendigkeit seines Wortes in der Lage ist alles Böse zu zerstören und dies auch tut (vgl. Jesaja 11,4 i.V.m. 2.Thessalonicher 2,8).

Jesaja 11,4:
… 4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.

2.Thessalonicher 2,7-8:
7 Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.

Die „120“

Und genau diese Kraft der Zerstörung über die finsteren Mächte durch das wahrhaftige, kreative und lebendige Wort fiel auf die Heiligen, die sich in Einheit im Obergemach versammelt hatten. Und zwar in dem Rechenbeispiel von 10 x 12= 120 (vgl. Apostelgeschichte 1,5).

Apostelgeschichte 1,5:
15 Und in den Tagen trat Petrus auf unter den Brüdern – es war aber eine Menge beisammen von etwa hundertzwanzig – und sprach: …

Die Zahl 120 weist auf den zehnten Teil, der Gott gehört und die apostolische Ordnung hin.
Der Zehnte war in erster Linie der Kriegsanteil von Abraham, den er als Glaubensgabe Jesus in der Erscheinungsform von Melchisedek (Anm.: König der Gerechtigkeit), dem König von Salem gab (vgl. 1.Mose 14,17-20).

1.Mose 14,17-20:
17 Als er nun zurückkam von dem Sieg über Kedor-Laomer und die Könige mit ihm, ging ihm entgegen der König von Sodom in das Tal Schawe, das ist das Königstal.
18 Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten 19 und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; 20 und gelobt sei Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.

Die „120“ waren Jesu Erstlingsgabe/ „Kriegsbeute“ an den Vater, die Gott mit Seinem Feuer heimsuchte, so wie es Jesus verheißen hatte (vgl. Johannes 16,7.13-15 i.V.m. Johannes 17,6-10).

Johannes 16,7.13-15:
7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.

Johannes 17,6-10:
6 Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.
7 Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt.
8 Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, dass du mich gesandt hast.
9 Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein.
10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht.

Die gesicherte apostolische Ordnung

Bevor das Feuer Gottes im Obergemach fallen konnte, musste Matthias den Platz von Judas ausfüllen, um die apostolische Ordnung wieder herzustellen, damit der Weg für die Kraft aus der Höhe frei war.
Auch an dieser Stelle dürfen wir die Gnade Gottes erkennen, die Erste Letzte und Letzte Erste werden lässt (vgl. Apostelgeschichte 1,20 i.V.m. Lukas 13,30).

Lukas 13,30:
30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Das Feuer des Zornes Gottes und das Feuer des Geistes

Ich bin immer wieder von dem Liebes- und Gehorsamschritt Jesu bewegt, der sich freiwillig unter das Feuer des Zorns Gottes begab, damit wir das Feuer des Heiligen Geistes empfangen konnten.
Er wurde verzehrt, damit wir jetzt brennen aber nicht verbrennen, um Verheißungen den Menschen gegenüber zu lösen und von den Großtaten Gottes erzählen, auch wenn wir diese nicht immer begreifen können (vgl. 2.Mose 3,2; Jesaja 55,8-9 i.V.m. Apostelgeschichte 2,1-11)!

2.Mose 3,2:
2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.

Jesaja 55,8-9:

8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Apostelgeschichte 2,1-11:
1 Und als der Pfingsttag (Anm.: Schawuot) gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?
8 Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache?
9 Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom, 11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden.

Das Ausziehen und Anziehen der Schuhe

Lasst das Feuer der Liebe Gottes so brennen, das es den Menschen die „Schuhe auszieht“ und sie in ihre Berufung durch Jesus Christus eintreten!
Da ist ein Ausziehen und Anziehen der Schuhe, spricht der Geist des HERRN!
Jetzt ist die Zeit, in der wir den Wald der Ungläubigen mit dem Feuer der Liebe und dem Ruf Gottes entzünden, damit sie für Jesus Christus brennen und nicht verbrennen!
Bewegt eure Zunge in der Lebendigkeit des Wortes Gottes und nicht in Gesetzlichkeit (vgl. 2.Korinther 3,6).

2.Korinther 3,6:
… 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Es ist die Lebendigkeit des Wortes Gottes, die den bösen Einfluss über den Menschen zerstört und sie befähigt ihre Entscheidung für die Freiheit zu treffen.
Da ist bitteres Wasser, das süß wird, spricht der Geist des Propheten (vgl. 2.Mose 15,23.25)!

2.Mose 15,23-25:
23 Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara.
25 Er (Anm.: Mose) schrie zu dem HERRN und der HERR zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es süß.

Lasst die Menschen, die nicht glauben in Kontakt mit der apostolischen Frische und dem Geheimnis der Jüngerschaft Jesu kommen (vgl. 2.Mose 15,27 i.V.m. Lukas 9,1-2; Lukas 10,1)!

2.Mose 15,27:
27 Und sie kamen nach Elim; da waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume. Und sie lagerten sich dort am Wasser.

Lukas 9,1-2:
1 Er rief aber die Zwölf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht über alle bösen Geister und dass sie Krankheiten heilen konnten 2 und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und die Kranken zu heilen.

Lukas 10,1:
1 Danach setzte der Herr weitere siebzig Jünger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte, …

Erlaube Gott, dass er mehr offenbarendes Gewicht auf deine Zunge legt!

Es ist für uns als Kriegspferd von „Juda“ (Anm.: anbetendes Volk Gottes) wichtig (vgl. Sacharja 10,3b-4 i.V.m. Jakobus 3,3), dass wir uns an einen höheren Ort vom Heiligen Geist führen lassen, um verborgene Offenbarung zu empfangen und diese zeitgerecht in der Ebene vor den Menschen zu lösen, die er uns über den Weg sendet (vgl. Apostelgeschichte 2,6). Hierbei kann es sich um Gläubige und Ungläubige handeln.

Sacharja 10,3b-4:
3b … denn der HERR Zebaoth wird seine Herde heimsuchen, nämlich das Haus Juda, und wird sie zurichten wie ein Ross, das geschmückt ist zum Kampf.
4 Die Ecksteine, Pflöcke, Kriegsbogen, alle Mächtigen sollen aus ihr hervorgehen.

Jakobus 3,3:
3 Wenn wir den Pferden den Zaum ins Maul legen, damit sie uns gehorchen, so lenken wir ihren ganzen Leib.

Apostelgeschichte 2,6:
6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

Der Zaum des Kriegspferdes „Juda“

Es ist der Zaum (Anm.: Zunge), der das Kriegspferd „Juda“ in apostolischer Einheit zusammenzieht.
Lasst uns darauf achten, dass nicht wir den hohen Ort bauen, sondern das wir an den hohen Ort der Offenbarung von Gott geführt werden, um als ein himmlisch geschmücktes Kriegspferd die Worte Gottes zu sprechen.
Die Menschen in Babel trugen alle dieselbe natürliche Sprache und wurden aufgrund von Stolz von der Dreieinigkeit Gottes (Anm.: Vater, Sohn, Heiliger Geist) in die Ebene zerstreut (vgl. 1.Mose 11,1.4-9).

1.Mose 11,1.4-9:
1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.
… 4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.
5 Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.
6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.
7 Wohlauf, lasst uns hernieder fahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!
8 So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.
9 Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder.

Schawuot und die Verwirrung in den Herzen der Menschen

Zu Schawuot/ Pfingsten befanden sich wieder Menschen (Anm.: die Heiligen im Obergemach) in einer Stadt, jedoch nicht in Verwirrung, sondern nun brachten sie durch das großartige Eingreifen Gottes „Verwirrung“ in die Herzen der dort anwesenden Menschen (vgl. Apostelgeschichte 2,5-8.12-13).

Apostelgeschichte 2,5-8.12-13:
5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?
8 Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache?
12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?
13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.

Die Heiligen in Jerusalem gingen an den von Gott vorbereiteten hohen Ort, um in die Ebene zu gehen und mit einer von Gott eingegebenen Sprache von seinen Krafterweisen zu den Menschen zu sprechen.
An Schawuot/Pfingsten wurden die Sprachen im Prozess des Weiterbaus des Königreichs Gottes wieder vereint. Der Stolz von Babel wurde durch die demütige Haltung der „120“ in Jerusalem entfernt!

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Jesus schläft!

Vor einigen Tagen führte mich der HERR zu der Bibelstelle aus Markus 4,35-41, wo Jesus auf dem See Genezareth (Anm.: bedeutet „Harfe“) im hinteren Teil des Boots inmitten eines Sturms auf einem Kissen schlief während seine Jünger, die ebenfalls auf dem Boot mit anwesend waren aufgrund des Sturms Angst hatten, da die Wellen ins Boot schlugen.

Markus 4,35-41:
35 Und am Abend desselben Tages sprach er zu ihnen: Lasst uns hinüberfahren.
36 Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm.
37 Und es erhob sich ein großer Windwirbel und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde.
38 Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?
39 Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille.
40 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?
41 Sie aber fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Auch Wind und Meer sind ihm gehorsam!

Von Westen nach Osten

Jesus befand sich zu diesem Zeitpunkt im Prozess des Übergangs von der Westseite des Sees Genezareth auf die Ostseite, wo er später bei seiner Ankunft auf den besessenen Gerasener traf (vgl. Markus 5,1).

Markus 5,1:
1 Und sie kamen ans andre Ufer des Sees in die Gegend der Gerasener.

Vor seinem Übergang auf die Ostseite des Sees Genezareth predigte Jesus zu den Menschen in der Form von Gleichnissen über das Reich Gottes und verließ danach im Boot die Westseite.
Während der Zeit des Übergangs schlief wie bereits erwähnt Jesus fest im hinteren Teil des Boots und ich bin überzeugt, dass er Träume und Visionen in dieser Zeit hatte, da er der Sohn Gottes war bzw. ist und vom Vater auf die Befreiung des Geraseners vorbereitet wurde.

Vom Predigtdienst zum Befreiungsdienst

In dieser Zeit wechselte die Kraftcharakteristik des Dienstes Jesu von der Kraft der Predigt in die Kraft der Befreiung (Anm.: Das Ergebnis der Predigt ist der Zuwachs von Glauben (vgl. Römer 10,17), und das Resultat von wahrer Befreiung ist kraftvolle Evangelisation.; vgl. Markus 5,19-20).

Der himmlische Vater lässt die Harfe erklingen!

Der himmlische Vater war dabei durch das Hinüberfahren seines Sohnes Jesus einen ganz neuen Tag zu kreieren, den ich den „Tag der Befreiung“ nenne (vgl. Jesaja 61,1-3 i.V.m. Lukas 4,18-19), indem er durch die Bewegung Jesu auf seiner Harfe spielte, die er auf dem Schoß hatte. Warum?

Die geographische Lage „Genezareth“ prophezeit!

Wenn man die geographische Lage des Hinüberfahrens von Jesus mit seinen Jünger näher betrachtet, kann man erkennen, dass der himmlische Vater auf der Harfe (Anm.: Genezareth) spielte.
Wenn Gott prophetische Bilder kreiert, malt er sie immer lebendig und es ist sehr wichtig rechtzeitig seine „lebendige Kunst“ zu erkennen, um im Verständnis zuzunehmen und dann im Glauben zu handeln.
Den Klang, den der himmlische Vater durch Jesus auf der Harfe spielte, würde ich als den Klang der Stimme Davids betiteln, die der Vater zu dieser Zeit persönlich ertönen ließ, indem er die tiefen Töne zuerst spielte, um dann zu den hohen Tönen überzuleiten (vgl. Offenbarung 14,2).

Offenbarung 14,2:
2 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie die Stimme eines großen Wassers und wie die Stimme eines großen Donners, und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen.

Alle Dinge müssen zum Besten dienen!

Da uns als Volk Gottes alle Dinge zum Besten dienen müssen (vgl. Römer 8,28), betrachte ich den stürmischen Umstand im Boot nicht als etwas Zerstörerisches, sondern erkenne das Boot als ein Gefäß, das die Stimme des Vaters in sich aufnimmt (Anm.: seine tiefe und hohe Liebe; vgl. Epheser 3,14-19 i.V.m. Psalm 42,8; Jona 2,4), um ihm immer näher zu kommen und mit ihm beschleunigt den Weg weiter voranzugehen.
Gott, der Vater spielte auf der Harfe zu seinem Körper hin (Anm.: die Saiten werden kürzer= der Herr beschleunigt Zeit, vgl. Matthäus 24,22), was bedeutet, dass er Jesus an den für diese Zeit bestimmten Ort zog, um seinen Herzschlag dem Gerasener zu offenbaren.
Das wird deutlich, weil Jesus als er auf der Erde war sagte, dass er nur das tun konnte, was er den Vater tun sah  (vgl. Johannes 5,19 i.V.m. Johannes 14,9).

Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

Johannes 14,9:
9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?

Der neue Tag der Befreiung

Durch Jesu Gegenwart auf der Ostseite des Sees brach der neue Tag der Befreiung und das Jahr der Gnade für den Gerasener an, da dieser vom Vater zu ihm (Anm.: Jesus) gezogen wurde (vgl. Markus 5,1-2.6-13 i.V.m. Jesaja 61,1-3)!

Markus 5,1-2.6-13:
1 Und sie kamen ans andre Ufer des Sees in die Gegend der Gerasener.
2 Und als er aus dem Boot trat, lief ihm alsbald von den Gräbern her ein Mensch entgegen mit einem unreinen Geist …
6 Als er aber Jesus sah von ferne, lief er hinzu und fiel vor ihm nieder 7 und schrie laut: Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei Gott: Quäle mich nicht!
8 Denn er hatte zu ihm gesagt: Fahre aus, du unreiner Geist, von dem Menschen!
9 Und er fragte ihn: Wie heißt du? Und er sprach: Legion heiße ich; denn wir sind viele.
10 Und er bat Jesus sehr, dass er sie nicht aus der Gegend vertreibe.
11 Es war aber dort an den Bergen eine große Herde Säue auf der Weide.
12 Und die unreinen Geister baten ihn und sprachen: Lass uns in die Säue fahren!
13 Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren die unreinen Geister aus und fuhren in die Säue, und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See, etwa zweitausend, und sie ersoffen im See.

Lukas 4,18-19:
18 „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, 19 zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn (vgl. Jesaja 61,1-3).“

Jesus sah den neuen Tag für den Gerasener kommen und wusste, dass sein Vater den „ersten Tag der Befreiung“ mit dem Abend beginnen würde (Anm.: Im Westen geht die Sonne unter.; vgl. 1.Mose 1,3-5), um den großen Segen über ihn im Osten (Anm.: Im Osten geht die Sonne auf.) auszugießen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass das der Grund war, warum Jesus in der Ruhe inmitten des Sturmes schlief. Er war sich dessen bewusst, dass er noch einen Auftrag zu erfüllen hatte und kümmerte sich deshalb nicht so sehr um die äußeren Umstände. Er brachte durch seine Sicht Ruhe in den Sturm, Frieden in das Herz seiner Jünger und letztendlich auch Frieden zum Gerasener!
Jesus war die Wolke- die Hand Gottes, die aus dem Westen zum Gerasener kam und ihn mit dem Dienst der Befreiung segnete, so dass er in seiner Berufung aktiviert wurde (vgl. Lukas 12,54 i.V.m. 1.Könige 18,44-45a).

Lukas 12,54:
54 Er (Anm.: Jesus) sprach aber zu der Menge: Wenn ihr eine Wolke aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr gleich: Es gibt Regen. Und es geschieht so.

1.Könige 18,44-45a:
44 Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufhält!
45 Und ehe man sich es versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein großer Regen.
 
Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Schwierigkeiten sind uns gewiss... doch Seine Gegenwart ist noch viel gewisser!

Als Nachfolger Christi sind wir nicht immun gegen die Schwierigkeiten, die das Leben so bringt. In der Bibel heißt es ganz klar, "dass alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, Schwierigkeiten erleiden werden" (2.Timotheus 3,12). Nichtsdestotrotz hat Gott, inmitten der Schwierigkeiten, immer einen Ausweg bereit. Der Ausweg ist jedoch weder die Abwesenheit von Widrigkeiten noch das endgültige Ende der Probleme. Der Ausweg ist kein Weg zu einem Leben ohne Probleme. Der "Ausweg" ist die Begleitung und Hilfe einer Person inmitten unserer Schwierigkeiten, nämlich von unserem Herrn und Retter Jesus Christus, der "im Tal der Todesschatten" mit uns sein wird (Psalm 23,4).
Wenn unser Herz zerbrochen ist und unsere Träume vernichtet wurden - wenn wir Zerstörung entgegenstehen und dies unsere Kräfte und unser Verstehen übersteigt - dann haben wir die zugesicherte, wohltuende Gewissheit der uns innewohnenden Gegenwart Christi (Psalm 34,19). Seine Gegenwart und Seine kostbaren Verheißungen allein schenken Frieden und Freude inmitten von Chaos und Enttäuschung.
Wenn uns zB unbezahlte Rechnungen entgegenstehen, können wir Frieden und Freude erfahren! Warum? Christus ist in uns. Er hält unsere Hand und bietet uns Seine Verheißung der Versorgung an (Philipper 4,19). Wenn wir einen ernsten Arztbefund in der Hand halten, können wir Frieden und Freude erfahren! Warum? Christus ist in uns, hält uns an der Hand und bietet uns Seine Verheißung der Heilung an (2.Mose 15,26).
Die Verheißung aus Hebräer 13,5-6 setzt Mut und Zuversicht frei, sodass wir jeder Schwierigkeit ins Auge sehen können: ... denn Gott selbst hat gesagt: "Ich werde deine Hand nie und nimmer  loslassen: Ich werde dich nie im Stich lassen." So können wir mutig sagen: "Der Herr ist meine Hilfe. Ich werde keine Angst haben: Was können Menschen mir schon antun?" (Übersetzung der engl. New Testament Modern Speech Übersetzung)
Gottes Gnade steht uns zur Verfügung  und ist wahrhaftig in der Lage, uns durchzutragen, egal welchen Schwierigkeiten wir gegenüberstehen (2.Korinther 12,9) - ob unsere Prüfung jetzt in einer Krankheit, Arbeitslosigkeit, Verrat, dem Verlust eines geliebten Menschen oder unbeschreiblichem Schmerz und Ungerechtigkeit oder aus allen diesen Schwierigkeiten auf einmal besteht! Denke über diese Verheißung aus Jesaja 43,2 nach und lass zu, dass Gottes lebendiges Wort bleibenden Frieden und Freude in die Tiefen deines Herzens und deiner Seele hineinlegt.
Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten! Wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht verbrennen; die Flammen werden dich nicht verzehren!
Als Gläubige sind wir dazu berufen, Seinem Wort zu glauben. Wenn wir dies tun, werden wir wahrlich in jedem Kampf Sieg erleben (Josua 1,8). Hier jetzt einige einfache Schritte, die wir befolgen können, wenn die Stürme des Lebens um uns und unsere Lieben toben und unser Friede und unsere Freude zu schwinden beginnen (Psalm 27,13). Wir können und werden inmitten all der Schwierigkeiten des Lebens überwinden (Römer 8,37):

1. Entscheide dich zu glauben

Wie, fragt ihr euch, könnt ihr der Zukunft mit Frieden und Freude ins Gesicht sehen, wenn die Umstände euch täglich überrollen? Liebe Gläubige, es gibt Hoffnung für euch (Psalm 32,7)! Zu allererst müsst ihr erkennen, dass eure Zukunft von euren Entscheidungen in der Gegenwart abhängt: Widrigkeiten können euch bitter oder besser werden lassen - je nachdem, wie ihr darauf reagiert. Es hängt von eurer Reaktion ab. Die einzig richtige Reaktion ist, sich an Gott zu wenden und Seinem Wort zu glauben. Nur dann werden wir Seine Gegenwart genießen, wahren Frieden erleben und das Unglück überwinden (Jesaja 41,10).
Klingt dies unmöglich? Hast du das Gefühl, dass deine Schwierigkeiten dich davon abhalten, dich Gott zuzuwenden und Seine Gegenwart zu erleben? Die Bibel verspricht, dass wir uns in jeder Situation an den Herrn wenden können (Nahum 1,7). Nichts im Himmel noch etwas auf Erden kann uns davon abhalten, Seine Liebe zu erfahren: "Kann uns noch irgendetwas von der Liebe Christi trennen? Wenn wir vielleicht in Not oder Angst geraten, verfolgt werden, hungern, frieren, in Gefahr sind oder sogar vom Tod bedroht werden?" Die Antwort lautet, dass niemand und nichts uns von der Liebe Christi trennen kann (Römer 8,35)!
Für viele Gläubige ist das Leben eine aufreibende Ausdauerprüfung. Trotz allem werden schwierige Umstände uns niemals von der Liebe und dem Schutz Gottes trennen. Dieselbe Schriftstelle aus Römer 8,38-39 hört sich in der "New Living" Übersetzung folgendermaßen an: "Und ich bin davon überzeugt, dass uns nichts von Seiner Liebe trennen kann. Der Tod nicht und das Leben nicht. Nicht die Engel und auch keine Dämonen. Weder unsere heutigen Ängste noch unsere Sorgen um Morgen und auch nicht die Mächte der Hölle können die Liebe Gottes aufhalten."
Die Bibel erinnert uns auch daran: "Vor deinem Angesicht [in deiner Gegenwart] ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich" (Psalm 16,11). In Gottes Gegenwart ist alles, was wir brauchen, um in jeder Situation zu überwinden (Psalm 46,2).

2. Freue dich zu mitternächtlicher Stunde

Ein lebhaftes Beispiel dafür, wie Widrigkeiten überwunden werden können, finden wir in der Erfahrung, die Paulus und Silas im Gefängnis machten. Wir reagierten diese kostbaren Männer Gottes auf die brutale Gefangennahme und diese schwerwiegende Ungerechtigkeit? Klagten und weinten sie, bejammerten sie ihr Unglück zur mitternächtlichen Stunde? Wohl kaum! Sie beteten und priesen Gott - und das Resultat war Freiheit (Apostelgeschichte 16,25)!
Durch Gottes Gnade können auch wir  genau so eine siegreiche Haltung wie sie in Zeiten des Unglücks erfahren. Gott anzubeten allen Umständen zum Trotz, egal wie schwierig sie sein mögen, wird uns gewiss zu Seiner Zeit und auf Seine Art und Weise den Sieg erringen (Philipper 4,6-8). Es ist entscheidend, dass wir verstehen, dass wir jetzt Gott anbeten, weil Er bereits den Sieg für uns errungen hat - die Schlacht ist bereits geschlagen und ging zu unseren Gunsten aus. Wir haben also reichlich Grund zur Freude!
Was ist also unsere Verantwortung in solch schwierigen Zeiten? Unsere Aufgabe besteht nicht darin, den Sieg selbst zu erringen, sondern Gottes Güte zu glauben und zu proklamieren und dann voller Erwartung auszuharren und zu schauen, wie Er eingreift. Und natürlich wird unsere von Glauben erfüllte Freude die Aufmerksamkeit der Leute erregen! Wenn wir uns angesichts von Widrigkeiten freuen, setzt dies wahrscheinlich Himmel und Erde in Aufruhr (Apostelgeschichte 16,23-40) und bringt Gott Ehre.

3. Verweise Angst

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Rat wird uns in Psalm 56,4 gegeben: "Wenn ich mich fürchte, vertraue ich auf dich." Nimm dir diese Ermutigung zu Herzen: Wenn du Angst erlebst, wende dich Gott zu, vertraue Seinen Verheißungen und alles wird gut werden! Das Wort Gottes verheißt, dass keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, Erfolg haben wird (Jesaja 54,17).
Was ist, wenn Angst dazwischenkommt? Angst ist keine menschliche Emotion, sondern vielmehr ein dämonischer Geist, eine unsichtbare Persönlichkeit von Satans Armee. Unsere Verantwortung als Gläubige liegt darin, diesen Geist der Angst zu verweisen und nicht verhätscheln und unseren Feind bei Laune halten: "Denn Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit" (2.Timotheus 1,7).
Mit Furcht musst du völlig schonungslos umgehen - erlaube es dem bösen Feind nicht, auch nur einen Millimeter an Boden in deiner Seele einzunehmen! Nimm vielmehr die Verheißungen Gottes und kämpfe. Gib niemals auf und stimme niemals mit unserem Feind überein. Du bist nicht dazu bestimmt, dich zu fürchten und zu versagen, sondern zu vertrauen und zu siegen, denn "größer ist Er, der in dir ist, als der, der in der Welt ist" (1.Johannes 4,4).

4. Frag, wer spricht?

Wo findet dieser gewaltige Kampf statt? Das Schlachtfeld befindet sich in den himmlischen Gefilden, ja, doch auch in unseren Gedanken. Der Teufel versucht beständig und gnadenlos, uns von Gottes Frieden wegzuziehen, indem er seine arglistigen Lügen in unsere Gedanken flüstert und uns so täuscht, dass wir glauben, dass seine Gedanken unsere Gedanken wären.
Nur weil du einen Gedanken hast und es so aussieht, als wäre er von deiner inneren Stimme gesprochen, heißt das noch lange nicht, dass du das bist, der da denkt. Es ist ganz entscheidend, diese Wahrheit zu erkennen, wenn wir Gottes bleibenden Frieden und Freude erleben wollen. Nur wenn wir diese Wahrheit verstehen, werden wir in der Lage sein, in Weisheit die Wahrheit von der Fälschung zu unterscheiden - und das Falsche zu verweisen.
Kurz gesagt: pass auf deine Gedanken auf und frage dich selbst, so wie Gott Adam gefragt hat: "Wer hat dir gesagt...?" Wenn du angstvolle Gedanken hast, ob du nun deine Rechnungen zahlen kannst oder nicht, merke auf und frage dich: "Wer sagt mir eigentlich, dass ich mich vor Armut fürchten muss?" Wenn du Krankheit fürchtest, pass auf und frag dich: "Wer sagt mir eigentlich, dass Gott meine Krankheit nicht heilen wird? Wenn du irgendeinen negativen Gedanken oder eine negatives Gefühl hast, was auch immer es sein mag, pass gut auf und vergleiche deine Gedanken mit dem Wort Gottes und frage, wer es ist, der Worte der Anklage, der Bitterkeit, der Ablehnung und der Angst in deine Gedanken spricht. Wenn es dem Wort Gottes widerspricht, sind es der Teufel und sein sündiger Leib, die diese Lügen verbreiten!

5. Behüte dein Herz und deine Gedanken

Denk daran: so wie wir in unserem Herzen denken, so wird unser Leben sein. Wir müssen unsere Gedanken und unser Herz mit größter Wachsamkeit behüten (Sprüche 23,7). Wir müssen lernen, unser Vertrauen fest auf die Verheißungen Gottes zu setzen (Jesaja 26,3). Nur dadurch, dass wir das tun, wird dieser bleibende Friede sichergestellt. Denke Gottes Gedanken. Spiele nicht mit den Gedanken des Feindes. So einfach ist das! Gott verspricht uns, dass wir völligen Frieden haben werden, wenn wir unser Herz beständig auf Ihn ausgerichtet halten (Jesaja 26,3).
Wir müssen uns auf der einen Seite mit Gottes Gedanken befassen und auf der anderen Seite die Gedanken des Feindes niederschlagen, "die hochtrabende Argumente [Mutmaßungen, Berechnungen] und alles Hohe [Stolze], was sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, zerstören... und jeden Gedanken unter den Gehorsam Christi gefangen nehmen..." (2.Korinther 10,5).
Der Apostel Paulus kannte Schwierigkeiten und Unglück nur zu gut. Und trotzdem ermutigt er jeden von uns als Nachfolger Christi mit Zuversicht, unser Herz und unsere Seele fest auf den Herrn der Herrlichkeit gerichtet zu halten.
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Und nun, liebe Freunde, lasst mich zum Schluss noch etwas sagen: Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen. (Philipper 4,7-8)
Der Friede hängt von unserem Gehorsam ab: wenn wir uns "auf diese Dinge konzentrieren", werden wir Frieden haben. Wenn wir uns auf die Lügen des Feindes konzentrieren, werden wir Qualen erfahren. Wir müssen lernen, unseren Sinn und unsere Gedanken auf die gewissen Verheißungen des Wortes Gottes gerichtet zu halten.

6. Ermutige dich selbst

Inmitten von Schwierigkeiten und unerträglichem Schmerz kann nichts eine besorgte Seele so sehr beruhigen, wie das zarte Flüstern vom Thron Gottes: "Fürchte dich nicht, du bist nicht allein. Ich bin da!" Die Bibel ist voll von ermutigenden Schriftstellen, die Gottes Siegesplan für uns offenbaren. De
an Jeremia 29,11: "Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben." Und inJeremia 31,17 entdecken wir, dass Gottes Pläne für uns voll strahlender Hoffnung sind "Ja, es gibt Hoffnung für deine Zukunft..."
Durch eines der mächtigsten und beständigsten Themen durch die ganze Bibel hindurch verspricht Gott, dass Seine bleibende Gegenwart nie versiegend ist. Uns wird sogar befohlen, furchtlos zu sein, weil Er mit uns ist!  "Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst!" Josua 1,9
Gottes Verheißungen sind gewiss unwandelbar und sicher. Er wird uns niemals verlassen. Der Psalmist bemerkt: "Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln" (Psalm 37,25).
Durch Christus sind wir mehr als ein Überwinder - zweifle keinen Augenblick an dieser Wahrheit. Der Sieg besteht nicht in und durch unsere eigenen Anstrengungen, sondern Seine: Es ist Sein Kampf nicht unserer. Entscheide dich einfach dazu, Seine Verheißung für deine Situation zu glauben und stehe im Glauben. Statt Furcht, Stress und Ängstlichkeit zu hegen, beschäftige dich mit dem Wort Gottes und lebe ein stressfreies, siegreiches Leben, wandle täglich im Frieden Gottes als lebendiger Brief, der Seine Güte und Treue bezeugt, wohin du auch gehst (Römer 8,37).

7. Im Feuerofen nach dem Sieg Ausschau halten

Bedenke diese Tatsache: der Gott des Universums ist auf unserer Seite! Da Gott, unser Vater, uns Christus, den König, nicht vorenthalten hat, werden wir gewiss durch Christus, den König, über alle Pläne des Feindes siegreich sein (Römer 8,31-34). Doch wann genau geschieht dieser Sieg? Wann freuen wir uns? Denkt an die Verheißung aus Psalm 23,5-6:

"Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des Herrn immerdar."

Beachte, dass dieses große Siegesmahl im Angesicht des Feindes bereitet und gefeiert wurde. Gottes Kind kann aufgrund der versorgenden Gegenwart Jesu Christi sogar inmitten schwieriger Prüfungen und inmitten des Leides siegreich und freudig sein.
Ein lebhaftes Beispiel für diese Wahrheit ist die Erfahrung der drei hebräischen Gefangenen im Feuerofen. Sie waren noch im Feuerofen, als ihnen die Fesseln abgenommen wurden und die Gegenwart des Sohnes Gottes in ihrer Mitte war (Daniel 3,1-29)! Dies ist wahrlich die Erfüllung der Verheißung aus Jesaja 43,2:

"Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten! Wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht verbrennen; die Flammen werden dich nicht verzehren!"

Durch Christus sind wir mehr als ein Überwinder. Wiederum liegt der Sieg nicht in unseren eigenen Anstrengungen, sondern in Seinen. Es ist Sein Kampf, nicht unserer: Wir müssen uns einfach dazu entscheiden, zu glauben und dann zu stehen, auch wenn wir uns vielleicht noch im Feuerofen befinden. Was macht den entscheidenden Unterschied aus? Nach unserem Erlöser Ausschau halten und Gott vertrauen, auch wenn die Flammen lodern!

8. Das Unsichtbare achten

Einige der Schwierigkeiten, die der Apostel Paulus erlebte und die er als "leichte Bedrängnis" bezeichnete, sind in 2.Korinther 11,3-27 niedergeschrieben:

"Ich habe weit mehr Mühsal, über die Maßen viele Schläge ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen; dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße."

Unerschütterlich widerstand Paulus den Schwierigkeiten, denen er begegnete. Was war sein Geheimnis? Paulus beklagte nicht seine gegenwärtigen Schwierigkeiten, sondern entschied sich, seinen Blick auf seinen treuen Retter gerichtet zu halten. Paulus gab Gott die Ehre, indem er seine Aufmerksamkeit auf Gottes Treue und Kraft richtete und nicht auf die Störungen des Feindes. Paulus war entschlossen, auf das Unsichtbare, Ewige zu sehen, und nicht auf die vergängliche Welt um sich herum. Durch diese Entscheidung, im Glauben zu wandeln, erfreute Paulus Gott!
Mit anderen Worten betrachtete und schätzte Paulus die ewigen Wahrheiten als bedeutender und seiner Aufmerksamkeit würdiger als die vergänglichen, zeitlich begrenzten Schwierigkeiten,

"Da wir wissen, dass der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns durch Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich stellen wird... Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig." 2.Korinther 4,14-18

Wie konnte Paulus all das, was er da durchgemacht hatte, als "leichte Bedrängnis" bezeichnen? Diese jenseitige Perspektive erscheint normal- sterblichen und gewöhnlichen Gläubigen unmöglich! Und doch hielt Paulus, ein normaler Sterblicher, der vom Heiligen Geist erfüllt war, so wie wir es heute auch sind, all seinen Feuerproben stand, denn er war gewiss, dass alles zum Besten dienen würde
(Römer 8,28) - und das tat es auch!
Auch wenn wir durch Verfolgung und Versuchung, Missbrauch und Verrat, seelische Qual und bittere Enttäuschung gehen, können wir den vollkommenen Frieden haben, der allen menschlichen Verstand übersteigt, denn wir wissen, dass Gott als unser Erlöser hinter den Kulissen am Wirken ist. Vergiss nicht: Es ist Gottes Plan, sogar die schwierigsten und enttäuschendsten Ereignisse in unserem Leben dazu zu verwenden, uns zu einem tieferen Wandel mit Ihm zu führen. Was der Teufel uns zum Schaden gedachte, wird Gott zu Seiner Herrlichkeit verwenden.

9. Proklamiere: "Ich WERDE es da hindurch schaffen!"

In Psalm 66,12 schreibt David: "Wir sind in Feuer und Wasser geraten. Aber du hast uns herausgeführt in die Fülle [zum Überfluss] und uns erquickt." Es ist wichtig, dass wir erkennen, dass unsere Prüfungen in der Bibel oft durch die Verwendung zweier Bilder beschrieben wird, und zwar durch zwei sehr mächtige Elemente, ja die mächtigsten Elemente, die die Menschheit kennt: Feuer und Wasser. Was ist so bedeutsam daran?
Das hebräische Wort mayim, das in diesem Psalm mit Wasser übersetzt wird, wird auch im Plural übersetzt wie in 1.Mose 1,2: "Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern." Das hebräische mayim beschreibt nicht nur einen feuchten, sondern auch einen stürmischen und vergänglichen Ort. Dieser Psalm deutet also darauf hin, dass der Schreiber "durch" eine formlose, stürmische, vergängliche Dunkelheit "ging", die dem Chaos ähnelte, das in der Schöpfungsgeschichte beschrieben wird, bevor der Herr das Licht in Existenz sprach.
Das Feuer, das in Psalm 66 erwähnt wird, ist das hebräische Wort 'esh und weist nicht nur auf jenes Feuer hin, das zum Kochen verwendet wird, sondern auch auf ein übernatürliches Feuer (in einer Gotteserscheinung) oder ein Altarfeuer, aber auch das Feuer von Gottes Zorn, die Art von Feuer, die Gott auf Sodom und Gomorra herabsandte (1.Mose 19,24). Dieses 'esh ist also das Feuer, das Abraham in seiner Hand hielt, als er Isaak auf dem Altar opferte (1.Mose 22,7) und auch das Feuer des brennenden Dornbusches in 2.Mose 3,2.
Obwohl Feuer brennt, zerstört und verzehrt, reinigt und verändert es in diesem Prozess auch.
Obwohl der Psalmist die Wasser der Gewalt und die Gefahr sowie das Feuer des Gerichts und der Reinigung erlebte, "schaffte" er es doch "hindurch". Das ist die Kernaussage dieses Abschnitts: als Kinder Gottes werden wir niemals von der Flut der Dunkelheit und des Chaos überwältigt werden. Wir werden niemals von der Hitze und dem Feuer der Zerstörung und des Gerichts verzehrt werden. Wir gehen hindurch und werden währenddessen gereinigt, geläutert und zur Christusähnlichkeit hin umgestaltet.
Hiob sagt in Hiob 23,10: "Wenn er mich prüft, so werde ich wie Gold hervorgehen!" Hört euch diese triumphierenden Worte an: "Ich werde hervorgehen!" Bedenkt, dass Hiob sich immer noch inmitten der schweren Bedrängnisse befindet, als er diese gewaltige Glaubensaussage macht. Es ist eines, Zeugnis zu geben, nachdem du durch Wasser und Feuer gegangen bist, doch wir erfreuen Gott und bezeugen Seine Güte, wenn wir Errettung proklamieren, obwohl die Wasser noch wirbeln und das Feuer noch lodert.

Liebe Gläubige, jetzt ist die Zeit, den Sieg Gottes über unserem Leben zu proklamieren. Wartet nicht zu lange. Dies ist keine Zeit, um aus Furcht zurückzuweichen und dem Feind zuzuhören, vielmehr ist es Zeit, den zuverlässigen Verheißungen Gottes zu glauben, Sein Wort zu proklamieren und auf Jesus zu schauen.
Zuletzt noch das Wort "reich" [im Deutschen "Fülle"] aus Psalm 66,12 ist das hebräische Wort rvayah, das soviel wie "Sättigung" bedeutet. Obwohl dieser Ausdruck im englischen mit "reich" übersetzt wird, bezieht sich das nicht nur auf die Finanzen, sondern auf "eine weite Fülle, einen Ort der Wiederherstellung, der Erfrischung, der Ort Seiner Versorgung und Gegenwart". Das einzige weitere Mal, wo dieser Ausdruck noch vorkommt, ist in Psalm 23,5, wo das Wort mit "überfließen" übersetzt wird: "Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über."  
Dies ist die Verheißung des "Durchkommens": wir "schaffen es" durch Verwüstung "hindurch", um zur Sättigung zu gelangen, zum "Überfließen" der Gegenwart des Herrn! Wir "schaffen es durch" Prüfungen hindurch, in unserem Geliebten zu bleiben! Wir überwinden, um Seine Barmherzigkeit und Güte, Seine Vollmacht und Treue inmitten unserer Prüfungen zu bezeugen!
Verweist Angst, Zweifel und Unglauben, liebe Gläubige, um zu Christus hin "durch zu dringen".

Ich segne euch und eure Lieben. Möge die Gunst und die Gnade Gottes in eurem Leben überfließen (Psalm 84,12)!

Bobby Conner
Eagles View Ministries

Übersetzung:
Karin Meitz