Einleitung

Immer wieder gelangen Heilige in das Fadenkreuz des Anklägers der Brüder, der es darauf abgesehen hat, sie in ihrem Wandel mit Jesus Christus aufzuhalten (vgl. Sacharja 3,1-4 i.V.m. Offenbarung 12,10-11).

Sacharja 3,1-4:
1 Und er ließ mich sehen den Hohenpriester Jeschua, wie er vor dem Engel des HERRN stand, und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn zu verklagen.
2 Und der Engel des HERRN sprach zu dem Satan: Der HERR schelte dich, du Satan! Ja, der HERR, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist?
3 Jeschua aber hatte unreine Kleider an und stand vor dem Engel, …

Offenbarung 12,10-11:
10 Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott.
11 Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod.

Der Verkläger im Haus Gottes

Es ist an dieser Stelle festzuhalten, dass die Kraft des Verklägers der Brüder sich versucht im Haus Gottes zu aktivieren, da Brüder nur die sein können, die im Blut des Lammes Gottes ihre Leben reingewaschen haben. Das wiederum bedeutet, dass Satan verstärkt die Menschen mit Anklage angreift, die ihr Leben Jesus Christus übergeben haben und aus Liebe nach den Maßstäben des Wortes Gottes leben.

Das falsche Schamgefühl

Ich habe festgestellt, dass dort, wo sich die prophetische Salbung verstärkt bewegt, viel Licht, also Offenbarungskraft Gottes vorhanden ist, die eng mit den Augen des HERRN im Zusammenhang steht, da es in Gott keine böse Finsternis gibt (vgl. 2.Chronik 16,9a i.V.m. Jakobus 1,17; 1.Johannes 1,5 i.V.m. Lukas 11,34a).

2.Chronik 16,9a:
9a Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.

Jakobus 1,17:
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.

1.Johannes 1,5:

5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.

Lukas 11,34a:
34a Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …

Unter anderem kommt es an diesen Orten der Versammlung der Heiligen gelegentlich vor, dass der Feind die Präsenz der prophetischen Salbung versucht dazu zu missbrauchen, um das offenbarende Licht Gottes als Anklage vor den Augen eines Heiligen, der in Sünde gefallen ist, erscheinen zu lassen, so dass dieser sich beschämt fühlt, was teilweise so weit führen kann, dass er nicht in der Lage ist, seine Augen nach oben zu erheben. Das ist jedoch nicht Gottes Absicht und auch nicht das Ziel einer am Ort prophetisch dienenden Person.
Das Wort Gottes ist in diesem Fall eindeutig und spricht davon, dass es keine Anklage bzw. Verdammnis für die Menschen gibt, die in Jesus Christus sind, also die Personen, die kompromisslos Jesus Christus nachfolgen und sich in seinem Licht bewegen und in dieses immer tiefer eintreten (vgl. Römer 8,1).

Römer 8,1:
1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.

Die prophetische Salbung ist nicht dazu geschaffen worden, um auf unehrbare Weise Fehlhaltungen aufzudecken, damit ein Mensch einen anderen Menschen anklagen kann, sondern sie ist dazu gedacht, dass die in Sünde gefallene Person durch die Offenbarungserkenntnis entlastet wird, um ihr dadurch die Möglichkeit zu geben unter die Bedeckung Gottes zu treten, die es beinhaltet, von Scham befreit zu sein (vgl. 1.Korinther 14,3 i.V.m. Epheser 5,13-14).

1.Korinther 14,3:
3 Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.

Epheser 5,13-14:
13 Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird; 14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.

Es ist deshalb auch kein Zufall, dass die prophetische Salbung von den Propheten im Wort Gottes durch das Tragen eines Mantels aus Tierfellen repräsentiert wurde. Elija trug z.B. einen Mantel aus Ziegehaaren, deren Substanz ebenfalls für die Abdeckung der Stiftshütte gebraucht wurde (vgl. 2.Könige 1,8 i.V.m. 2.Mose 26,7).

2.Könige 1,8 (Neue Jerusalemer):
8 Sie erwiderten: Er trug einen Mantel aus Ziegenhaaren und hatte einen ledernen Gurt um die Hüften. Da sagte er: Das war Elija aus Tischbe.

2.Mose 26,7:
7 Du sollst auch Teppiche aus Ziegenhaar machen als Zelt über der Wohnung, elf Teppiche.

Die Schritte des Vaters

Ich würde die prophetische Salbung auch als die “Schritte des Vaters im Tagwind” (Anm.: Gottes Verheißungen für sein Volk) beschreiben, der nicht danach aus ist, Menschen anzuklagen, sondern Gemeinschaft mit ihnen zu suchen, um Fehltritte zu bedecken und den durch Sünde vom Menschen eingerissenen Schutzbereich wieder aufzurichten, so dass ein Verweilen in Scham verhindert wird.
Gott schlachtete zuerst ein Tier bevor es der Mensch tun konnte und ich bin überzeugt, dass es ein Lamm war, das Gott gebrauchte, um mit dem Blut und dessen Fell den Fehltritt Adams und Evas zu bedecken (vgl. 1.Mose 3,8.21).

1.Mose 3,8.21:
8 Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl (Anm.: Tagwind) geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten.
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an.

Gott übte aufgrund des Fehltritts von Adam und Eva zuerst Gericht über die Schlange aus und nicht am Menschen. Er minimierte sogar die Kraft bzw. Fähigkeit der Schlange, indem er sie “absetzte” bzw. “degradierte“, so dass der Mensch in der Lage war auf ihren Kopf zu treten (vgl. 1.Mose 3,14 i.V.m. Lukas 10,19)!

1.Mose 3,14:
14 Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seiest du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang.

Lukas 10,19:
19 Seht, ich (Anm.: Jesus Christus) habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.

Sei wahrhaftig und fürchte dich nicht!


Wenn wir mit einem aufrichtigen Herzen kühn durch das Blut des Lammes in seinen mit Licht durchfluteten Thronsaal eintreten und ihm näher kommen, gibt es keinen Grund sich vor Gott, dem Vater oder auch Jesus Christus zu fürchten (vgl. Hebräer 4,16).

Hebräer 4,16:
16 Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.

Wir dürfen es wie der Hohepriester Jeschua in der Vision von Sacharja erwarten, dass Gott den Ankläger in die Schranken weist. Und mit dieser Schelte Gottes sollten wir uns vereinen, indem wir dem Satan kein Gehör schenken (vgl. Sacharja 3,1-10).
Wenn wir jedoch nicht zum Thronsaal Gottes kommen möchten, zeigt das an, dass wir das Blut des Lammes Gottes nicht ordnungsgemäß in unserem Gewissen anwenden und uns somit in der Finsternis aufhalten. Das geschieht, wenn wir Satan, dem Vater der Lüge es aufgrund eines Fehltritts erlauben durch das Gefühl von Scham wirksam zu werden, das er dann mit den Worten der Lüge kompensiert, so dass wir uns von Gott und seinem Licht entfernen.
Ein über längere Zeit kontinuierlicher Wandel in diesen beiden Einflüssen führt dazu, dass wir uns vollkommen von Gott abwenden und plötzlich in die nächste Kategorie der Finsternis eintreten, die sich Rebellion nennt, was Bitterkeit und Abgrenzung mit sich bringt (vgl. Johannes 3,20-21).

Johannes 3,20-21:

20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.
21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

Das Blut von Jesus Christus steht für die Reinigung des Gewissens von toten Werken (Anm.: Sünde) zur Verfügung, so dass wir uns in dem inneren Erneuerungsprozess Gottes aufhalten können (vgl. Hebräer 9,14 i.V.m. Epheser 4,23-24).

Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Die Furcht des Widersachers vor der wahren Einheit Gottes

Die Begründung warum wir als Heilige immer wieder vom Feind dazu verleitet werden sollen unsere eigenen Geschwister in Jesus Christus anzuklagen, liegt ganz einfach darin, weil sich der Widersacher davor fürchtet den hingegebenen, priesterlichen Leib Jesu zu sehen, der sich in der Salbung des Vaters und seinem Licht voranbewegt sowie die Kraft des Himmels an dem Ort auf der Erde hinterlässt, wo er in Einheit aktiv ist.
Die wahre Einheit Gottes setzt das Licht des Thronsaals des Vaters auf der Erde frei (vgl. Psalm 133)!

Psalm 133:
1 "Von David, ein Wallfahrtslied." Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!
2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides, 3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.

Amen und Amen.

In Seinem Licht,

Daniel Glimm

Einleitung

Ich möchte dieses Wort als “Öl und Wein” für die Heiligen gebrauchen, die auf ihrem Weg zu dem neuen Ort in Jesus Christus durch unterschiedliche widrige Umstände aufgehalten wurden und sich so fühlen als würden sie es an den Ort der Bestimmung nicht schaffen (vgl. Lukas 10,30.33-35).

Lukas 10,30.33-35:
30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen.
33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; 34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir es bezahlen, wenn ich wiederkomme.

Der Ort des Übergangs und die Salbung des Stammes Issaschar

Für manche scheint dieser Ort des Übergangs, wie ein tiefes Tal oder ein Ort des Fluches zu sein, der sie immer wieder mit dem Staub der Schlange konfrontiert, die ihnen weiß machen will, dass alles tot und verloren ist (vgl. 1.Mose 3,14).

1.Mose 3,14:
14 Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang.

Dem ist aber nicht so, weil Gott den Staub der Erde als “Nahrungsmittel” für die Schlange bestimmt hat und die wahren Propheten mit ihrer von Gott zugeteilten Salbung die Wunden derer behandeln, die angegriffen wurden, was durch wahrhaftige, reine Liebe (Anm.: Agape) und durch die prophetische Salbung von diesen Wächtern aktiviert wird.
Ein Samariter ist ein Mensch, der aus dem Gebiet von Samaria kommt, was soviel wie
“zum Wächter gehörig, Wachtberg” bedeutet und zu dem Erbland des Stammes Issaschar gehörte, der das Symbol eines Esels trägt und die Salbung besitzt, um die Zeiten richtig zu erkennen und dem Volk Gottes mitzuteilen, was in den jeweiligen Zeiten zu tun ist (vgl. 1.Mose 49,14 i.V.m. 1.Chronik 12,33)

1.Mose 49,14:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.

1.Chronik 12,33:
… 33 der Männer von Issaschar, die erkannten und rieten, was Israel zu jeder Zeit tun sollte, 200 Hauptleute, und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl; …

Die Heiligen, die sich in der Salbung des Stammes Issaschar bewegen, tragen ein hohes Potential von Versorgung nach Geist, Seele und Leib, um den verwundeten Personen wieder Herstellung zu bringen. Die “Issaschariten” tragen einen besonderen Lohn, den sie “verdienen”, um diesen für die Sache des Königreichs und dessen Etablierung auf der Erde einzusetzen.
Sie sind sich im Klaren darüber, dass das Königreich Gottes in erster Linie aus Menschen besteht und nicht aus irdischen Gebäuden. Es ist ein zusammengesetztes “Gebäude” von lebendigen Steinen, aus dem der Löwe von Juda brüllt (vgl. 1.Petrus 2,4-5).

1.Petrus 2,4-5:
4 Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

Aus dem Sklaventum zur Gnade

In Bezug auf die Heiligen, die auf ihrem Weg durch Menschen seelisch oder auch körperlich verwundet wurden, weil sie sich entschieden Jesus Christus noch näher zu kommen, sind diese Personen in eine besondere Art von Tiefe eingetreten, die sie jetzt an einem besonderen Ort der Höhe stehen lässt, wo für sie der “schwarze Umstand” zu einer Art “Pupille” wird, die dazu führt, dass sie ihre Zukunft klar sehen und erkennen.
Diesen Menschen ist bewusst, wie wichtig die prophetische Salbung ist, die sie an ihrem eigenen Leib bzw. in ihrem Leben erlebt haben und es deshalb in dieser Zeit nicht dazu kommen lassen, dass die wahren Propheten in Verruf gebracht werden.
Der Grund dafür ist, weil sich die betreffenden Menschen dessen bewusst sind, dass die prophetischen Personen, die Jesus Christus in einer schwierigen Phase in ihr Leben sandte, sie zur Wiederherstellung führten und sie dadurch zu Ehren gebracht wurden.

Die Umwandlung des ägyptischen Sklaven in Ziklag

Es verhält sich dabei ähnlich, wie bei der Auffindung des verstoßenen ägyptischen Sklaven bei Ziklag, wo David mit seinem Heer gegen die Amalekiter in den Krieg zog, weil sie von ihnen beraubt wurden (vgl. 1.Samuel 30,1-2).

1.Samuel 30,1-2:
1 Als nun David mit seinen Männern am dritten Tage nach Ziklag kam, waren die Amalekiter eingefallen ins Südland und in Ziklag und hatten Ziklag eingenommen und mit Feuer verbrannt 2 und hatten die Frauen und alles, was in der Stadt war, Klein und Groß, gefangen genommen. Sie hatten aber niemand getötet, sondern sie weggeführt und waren abgezogen.
 
Aus der Bibelstelle von 1.Samuel 30,13 kann man entnehmen, dass der Sklave drei Tage und drei Nächte nur “schwarz” vor seinen Augen sah, weil er erkrankte und deshalb von seinem amalektischen Herrn verstoßen wurde.

1.Samuel 30,13:
13 David sprach zu ihm: Zu wem gehörst du? Und woher bist du? Er sprach: Ich bin ein junger Ägypter, eines Amalekiters Knecht, und mein Herr hat mich zurückgelassen; denn ich wurde vor drei Tagen krank.

Es ist sehr wichtig, dass wir als Volk Gottes den selben Blick besitzen müssen, wie ihn König David besaß, der den ägyptischen Knecht nicht als einen kranken Sklaven betrachtete, sondern als einen potentiellen Strategen des Sieges, welcher dazu beitrug, dass alles Geraubte wieder in die Hände Davids und seinem Volk kam (vgl. 1.Samuel 30,15-17a).

1.Samuel 30,15-17:
15 David sprach zu ihm: Willst du mich hinführen zu dieser Schar? Er sprach: Schwöre mir bei Gott, dass du mich nicht töten noch in meines Herrn Hand übergeben wirst, so will ich dich hinführen zu dieser Schar.
16 Und er führte ihn hin. Und siehe, sie hatten sich ausgebreitet über das ganze Land, aßen und tranken und feierten ein Fest wegen all der großen Beute, die sie mitgenommen hatten aus dem Philisterland und aus Juda.
17 Und David schlug sie vom Morgen bis zum Abend des nächsten Tages, sodass keiner von ihnen entrann außer vierhundert jungen Männern; die stiegen auf die Kamele und flohen.

Die Attribute der Wiederherstellung

David und sein Heer brachten Licht in die Augen des ägyptischen Sklaven, indem sie ihn unter anderem materiell segneten, so dass er zu Kräften kam, um seinen hoffnungslosen Zustand zu verlassen und in die gute Zukunft Gottes für sein Leben einzutreten, der wiederum viel Segen für das Volk Israel freisetzte (vgl. 1.Samuel 30,11-12 i.V.m. Psalm 34,9).

1.Samuel 30,11-12:
11 Und sie fanden einen Ägypter auf dem Felde; den führten sie zu David und gaben ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken 12 und gaben ihm ein Stück Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich; denn er hatte in drei Tagen und drei Nächten nichts gegessen und kein Wasser getrunken.

Psalm 34,9:
9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

Die Versorgung Gottes führt immer dazu, dass sich Freude ausbreitet, die zur Stärke und klaren Sicht führt (vgl. 1.Samuel 14,27-30 i.V.m. Nehemia 8,10)

1.Samuel 14,27-30:
27 Jonatan aber hatte nicht gehört, dass sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte die Spitze in den Honigseim und führte seine Hand zum Munde; da strahlten seine Augen.
28 Da hob einer aus dem Volk an und sprach: Dein Vater hat das Volk mit einem Fluch belegt und geschworen: Verflucht sei jedermann, der heute etwas isst! So ist das Volk nun matt geworden.
29 Da sprach Jonatan: Mein Vater bringt das Land ins Unglück; seht, wie strahlend sind meine Augen geworden, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe.
30 Fürwahr, hätte doch das Volk heute gegessen von der Beute seiner Feinde, die es gemacht hat! Wäre dann die Niederlage der Philister nicht noch größer geworden?

Nehemia 8,10:
10 Darum sprach er (Anm.: Nehemia) zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.

Das, was nach der Wiederherstellung durch die Freisetzung der Gunst von David an dem ägyptischen Sklaven geschah war, dass dieser sich dadurch von einem Knecht zu einem wichtigen Strategen verwandelte, der daran beteiligt war, dass die Amalekiter in Ziklag durch David und sein Heer besiegt wurden.
Es war kein Zufall, dass der zuvor kranke ägyptische Sklave mit folgenden Nahrungsmitteln durch David und sein Heer gestärkt wurde.:

1. Brot= lebendiges Wort Gottes- Jesus Christus (vgl. Johannes 6,35 i.V.m. Johannes 1,32)
2. Wasser= Heiliger Geist (vgl. Johannes 7,38)
3. ein Stück Feigenkuchen= Wiederherstellung, Heilung durch Vergebung (vgl. Jesaja 38,21; 2.Könige 20,7-8
    i.V.m. Psalm 32,4-5)
4. zwei Rosinenkuchen= in der vorhandenen himmlischen Liebe Gottes zu wandeln sowie seinem Wort trotz
    “trockener” Umstände gehorsam zu sein (vgl. Johannes 14,21 i.V.m. Jakobus 1,2-4.12)

An diesen vier bereitgestellten Nahrungsmitteln wird deutlich, wie es möglich ist zu einem siegreichen Strategen in dieser Zeit zu werden, um mit einflussreicher Leiterschaft in dieser Zeit zusammenzuarbeiten.

Die Zahlen 3 und 400

Die Bibelstelle aus 1.Samuel 30 enthält zwei wichtige Zahlen, von denen es wert ist ihre Bedeutung zu wissen (vgl. 1.Samuel 30,1.12; 1.Samuel 30,10.17).

1.Samuel 30,1.12 (Anm.: Zahl 3):
1 Als nun David mit seinen Männern am dritten Tage nach Ziklag kam, waren die Amalekiter eingefallen ins Südland und in Ziklag und hatten Ziklag eingenommen und mit Feuer verbrannt …
… 12 und gaben ihm ein Stück Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich; denn er hatte in drei Tagen und drei Nächten nichts gegessen und kein Wasser getrunken.

1.Samuel 30,10.17 (Anm.: Zahl 400):
10 David aber und vierhundert Mann jagten der Schar nach; die zweihundert Mann aber, die zurückblieben, waren zu müde, um über den Bach Besor zu gehen.
17 Und David schlug sie vom Morgen bis zum Abend des nächsten Tages, sodass keiner von ihnen entrann außer vierhundert jungen Männern; die stiegen auf die Kamele und flohen.

Die Zahl 3

Die Zahl 3 bedeutet in diesem Zusammenhang unter anderem:
“Versorgung oder das Potential von Versorgung an dem Ort der Bestimmung sowie die Kraft der Auferstehung” (vgl. 1.Mose 1,9-13; Johannes 2,19-22).

1.Mose 1,9-13:
9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.
11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so.
12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Johannes 2,19-22:
19 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.
20 Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?
21 Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.
22 Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.

Die Zahl 400

Die Zahl 400 bedeutet in Verbindung mit der Bibelstelle aus 1.Samuel 30
“das Ende von Sklaverei” (vgl. 1.Mose 15,13).

1.Mose 15,13:
13 Da sprach der HERR zu Abram: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen werden Fremdlinge sein in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre.

Weiterhin ist die Zahl 400 der Zahlenwert des letzten hebräischen Buchstaben
“Thaw”, was soviel wie “Verlangen, Sehnsucht, bezeichnen, markieren, eine Linie ziehen, Wunsch, Begierde, Lust, verabscheuen; Darstellung eines Markierungszeichens, Eindruck, Code; in Hiob 31,35 als „Begehren“ bezeichnet und in Hesekiel 9,6 als Markierungszeichen zum Schutz verwendet.” bedeutet.
Jesus Christus hat mit seinem Tod am Kreuz (Anm.: Symbol für das Ende des irdischen Lebens= letzter hebräischer Buchstabe) die Sklaverei der Sünde beendet und den Schlussstrich gezogen, der zugleich eine Startlinie für die Zeit der Gnade Gottes wurde, die uns dazu anleitet in der Freiheit des Geistes zu leben, so dass wir nicht sündigen müssen (vgl.  Titus 2,11-14).

Titus 2,11-14:
11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken.

Die 400 und das Jahr des Kamels

Da wir uns im Jahr 5773 (Anm.: “Ajin-Gimel“), dem Jahr des “Kamels” befinden, ist es kein Zufall, dass in dieser Bibelstelle 400 junge Amalekiter auf Kamelen dem Gericht Davids entweichen konnten.
Die Flucht bedeutet, dass Gott für die Menschen, die seine Gnade und Liebe, die Jesus Christus ist, annehmen sowie ihr Herz nicht an die materiellen Werte und die Lust der Welt hängen, gerettet werden (vgl. Lukas 18,25 i.V.m. Jesaja 40,31; Psalm 103,5).

Lukas 18,25:
25 Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme.

Jesaja 40,31:
… 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Psalm 103,5:
… 5 der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler.

Diese erretteten Menschen sind dazu bestimmt den Reichtum der Nationen in das Königreich Gottes zu bringen, so dass Menschen gesegnet werden, so ähnlich wie der ägyptische Sklave durch die Hand Davids und seines Heeres, um zu einem brauchbaren Strategen des Sieges zu werden (vgl. Jesaja 60,5-6).

Jesaja 60,5-6:
5 Dann wirst du deine Lust sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt.
6 Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

Der Engel, der die Apostel aus dem Gefängnis befreite, sagte zu ihnen: "Geht und stellt euch hin und redet im Tempel zu dem Volk alle Worte [die ganze Botschaft] dieses Lebens!" (Apostelgeschichte 5,20). "Die "ganze Botschaft dieses Lebens" zu kennen und ihr gegenüber gehorsam zu sein, darin besteht die grundlegende Hingabe eines Jüngers.

Ein Jünger ist mehr als ein Schüler. Ein Jünger lebt dafür, von seinem Herrn zu lernen und zu werden wie er. Jeder Jünger Christi lebt dafür, von Ihm zu lernen und so zu werden wie Er und die Werke zu tun, die Er getan hat. Wie wir bereits besprochen haben, bestand eines der größten Versagen der Christenheit darin, den Missionsbefehl darauf zu beschränken, Menschen zu bekehren anstatt sie zu Jüngern zu machen. Wenn wir unsere Bestimmung am Ende dieses Zeitalters erfüllen wollen, muss sich dies ändern und wir müssen uns dazu hingeben, zuerst einmal selbst ein Jünger zu werden und dann Menschen zu Jüngern zu machen.
Menschen dazu zu bewegen, dass sie sich bekehren, ist ein Anfang, doch unser Versagen bestand darin, dass wir das “Prinzip der Nachfolge” versäumt haben, wodurch Neubekehrte zu Jüngern werden; zu Jüngern Christi gemäß Seiner Definition, was ein Jünger ist. Diese Definition zu kennen, ist das vorrangige Ziel dieses Artikels, deshalb werden wir damit beginnen, herauszufinden, was Er über Seine Jünger gesagt hat.
Das Wort "Jünger" wird in Jesaja 50,4 zum ersten Mal verwendet:


Gott, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt mich, ja Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören.

Jünger wissen, wie ein Müder durch ein Wort auferbaut werden kann. Ist das nicht grundlegend für das, was Jesus tat und wer Er ist? Er ist das Wort Gottes und Er kam in diese erschöpfte Welt mit der großartigsten Botschaft der Hoffnung für die Zukunft, die sie je gehört hatte und auch jemals hören wird. Deshalb ist es für einen wahren Jünger von grundlegender Bedeutung, diese erquickende Hoffnung selbst zu haben und in der Lage zu sein, diese auch an andere weiterzugeben.
Es ist auch bemerkenswert, dass der Jünger dazu erweckt wird, vom Herrn zu empfangen. Das würde darauf hinweisen, dass dies die vorrangige Bestimmung eines Jüngers für seine Zeit ist. Wir beginnen den Tag damit, Ihn zu suchen und wenn wir den Tag so beginnen, werden wir möglicherweise eher in der Lage sein, Ihm auch durch den Tag hindurch zu folgen.


Jünger werden verfolgt werden

In den Versen 5-6 zeigt Jesaja einen weiteren grundlegenden Aspekt von Jüngerschaft auf:

Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mir den Bart ausrissen. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.

Grundlegend für das Jüngersein Christi ist, dass wir Verfolgung erleben werden, wie es Jesus selbst in Matthäus 10,24-25 erklärte. Dies ist übrigens in diesem Evangelium auch die erste Erwähnung dessen, was es heißt, ein Jünger zu sein.

 "Der Jünger steht nicht über dem Meister und der Knecht nicht über seinem Herrn. Es ist für den Jünger genug, dass er ist wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen so nennen!"

Wenn wir Seine Jünger sein wollen, wird Verfolgung ein grundlegender Teil unseres Lebens sein. Jene, die verstehen, worum es in diesem Zeitalter im Wesentlichen geht, verstehen auch, dass diese Verfolgung einem der wichtigsten Ziele Gottes dient - nämlich die Braut Christi zu vervollkommnen und zu läutern. Dies führt dazu, dass das Verfolgtwerden zu einer der höchsten Bestimmungen und Ehren wird, die wir im Leben haben können. Eine grundlegende Frage, die wir uns stellen müssen, wenn wir uns auf diese höchste Bestimmung einlassen, die wir jemals haben können, wenn wir dem König folgen, ist: Lieben wir Ihn und Seine Wahrheit mehr als die Anerkennung von Menschen?

Rick Joyner
MorningStar Ministries

Übersetzung:
Karin Meitz