Der grundlegende Wesenszug Gottes, den der Vater durch das Lamm Gottes verkörpert, ist gemäß Johannes 3,16 seine Liebe zu uns Menschen, um jedem die Möglichkeit zu geben von der Bedrückung und Trennung aufgrund der Sünde befreit zu werden und das ewige Leben zu haben (vgl. Johannes 1,29).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Johannes 1,29:
29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!
 
Das Lamm Gottes umfasst die Struktur der Sohnschaft Gottes, die zugleich mit dem Regierungssitz Gottes verbunden ist, weil bei der Taufe Jesu die Stimme des Vaters aus dem Himmel ertönte und dadurch die ewige Sohnschaft vor den Menschen offenbart wurde (vgl. Johannes 1,33-34 i.V.m. Offenbarung 5,6).
 
Johannes 1,33-34:
33 Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich sandte zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf wen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.
34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.
 
Offenbarung 5,6:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Das Lamm Gottes und der temporäre Zeitkörper
 
Im Buch der Offenbarung trägt das Lamm Gottes den temporären Zeitkörper, der das Leben von Jesus Christus als dem Gestorbenen, Gekreuzigten und Auferstandenen umfasst.
 
Zur Zeit von Pessach wurde das Blut des Lammes von den Israeliten an die Oberschwelle der Tür sowie an die zwei Türpfosten geschmiert und es war Jesus, der von sich sprach, dass er die Tür ist (vgl. 2.Mose 12,5-7 i.V.m. Johannes 10,9).
 
2.Mose 12,5-7:
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Daraus wird für uns deutlich, dass nur durch das Lamm Gottes der Zutritt in den Regierungsbereich Gottes gewährt wird, was mit der wahren Hingabe zu Gott, dem Vater, und die Unterordnung gegenüber seinem Willen verbunden ist. Nur durch die Anerkennung des Lammes Gottes, das Jesus Christus als der gestorbene und Auferstandene ist, sind wir berechtigt zur Rechten Gottes zu sitzen (vgl. Kolosser 3,1-4).
 
Kolosser 3,1-4:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
 
Die sieben Hörner und Augen des Lammes Gottes
 
Daraus resultierend bewegen wir uns in der Kraft der sieben Hörner und der sieben Augen des Lammes Gottes.
 
Anhand des hebräischen Wortes שֶׂה – śäh“ für „Lamm“ wird deutlich, dass die Königsherrschaft Christi und die Kraft des Heiligen Geistes in Form eines „Windhauchs“ ihren Ausgangspunkt im Opfer Jesu haben (vgl. Johannes 16,7). (Anm.: Die Schreibweise zum hebräischen Begriff „Lamm“ mit der Wortschlüsselnummer 7782 ist aus der Elberfelder Studienbibel entnommen.)
 
Johannes 16,7:
7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
 
Jede einzelne Charakteristik des Heiligen Geistes nach Jesaja 11,2, die wie ein gleißender Lichtstrahl fungiert (vgl. Lukas 11,34a), ist einem Horn des Lammes zugeteilt. So ergibt sich folgende Anordnung, die nur durch den Opfertod Jesu, den er am mittleren Kreuz von Golgatha erlitt, aktiv sein kann (vgl. Offenbarung 5,6.12):
 
  1. Geist des Herrn => Autoritätsstruktur der Macht
  2. Geist der Weisheit => Autoritätsstruktur des Reichtums
  3. Geist des Verstandes (Anm.: Verständnis) => Autoritätsstruktur der Weisheit
  4. Geist des Rates => Autoritätsstruktur der Kraft
  5. Geist der Stärke => Autoritätsstruktur der Ehre
  6. Geist der Erkenntnis => Autoritätsstruktur der Herrlichkeit
  7. Geist der Furcht des HERRN => Autoritätsstruktur des Lobes.
 
Jesaja 11,2:
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
 
Lukas 11,34a:
34a Dein Auge ist das Licht des Leibes. …
 
Offenbarung 5,6.12:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. ...
... 12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
 
Der Löwe von Juda und das Lamm Gottes
 
Es ist nicht die Löwenstruktur von Christus, die die sieben Hörner trägt, sondern seine Form als Lamm. Bevor jedoch das Lamm offenbart wird, zeigt sich der Löwe aus dem Stamm von Juda (Anm.: bedeutet „Lob, Preis“) verdeckt durch das Auditive, der mit der Wurzel (Anm.: verborgener Bereich) verbunden ist und Juda „der Klang“ ist, der Gott verehrt (vgl. Offenbarung 5,5-6).
 
Offenbarung 5,5-6:
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Im Lamm Gottes ist demnach Demut und dessen Kraft in Form von Gehorsam dem Vater gegenüber geoffenbart, da es geschlachtet wurde und im Besitz der sieben Hörner sowie sieben Augen ist.
 
Pessach und das Blut des Lammes
 
In 2.Mose 12,13-14 lesen wir: „Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: So wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage. Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Ordnung für all eure Generationen sollt ihr ihn feiern.“
 
Pessach ist ein biblisches Fest, das von Gott geschaffen wurde, um Schutz und die Befreiung durch das Blut des Lammes zu feiern. Dieses Fest wurde uns gegeben, um unseren Glauben zu stärken und uns darauf vorzubereiten, in die Fülle des Segens Gottes (Anm.: Gnade) einzutreten.
 
Das Pessach wurde dem jüdischen Volk im Tenach (Anm.: hebräische Bibel) von Gott verordnet, um sie die Wichtigkeit der Erlösung durch das Blut zu lehren. Darüber hinaus wurde es von den Christen im Neuen Testament eingehalten, um Gottes Erlösungswerk zu verinnerlichen und sich daran zu erinnern. Der Zeitraum von Pessach ist ebenfalls im geschlachteten Lamm Gottes, das vor dem Thron Gottes steht, inkludiert.
 
Pessach ist demnach genauso ein Fest des Neuen Testaments sowie des Tenachs. Es zieht sich durch das gesamte Neue Testament hindurch. Auch Jesus und die Apostel haben Pessach gefeiert. Bei dem ursprünglichen letzten Abendmahl des HERRN handelte es sich um ein Pessachmahl. Die Apostel haben die nichtjüdischen Gemeinden gelehrt, das Pessach zu feiern.
 
Im ersten Korintherbrief schrieb Paulus an eine vorwiegend nichtjüdische Gemeinde und sagte: „Denn auch unser Pessachlamm, Christus, ist geschlachtet. Darum lasst uns das Fest feiern.“ (vgl. 1.Korinther 5,7-8).
 
Das Wesen des Lammes Gottes und der Erlösungszyklus
 
Das Wesen des Lammes, das unter anderem Liebe, Demut, Reinheit, Freiheit und Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes repräsentiert, ist ein Aufruf an uns als Volk Gottes in Christus Jesus in diesen Charakterzügen in die neue Zeitphase des Erlösungszyklus einzutreten und bereit zu sein, diese weiterzuentwickeln. Es gilt, sich im Heiligen Geist in Christus mit ihm kompromisslos zu identifizieren, um mit seinem Wesen zu verschmelzen (Anm.: eins zu werden).
 
Wie Jesus uns als Jünger lehrt, dass wir getrennt von ihm nichts tun können und er uns ermahnt, in ihm zu bleiben, können wir zu Pessach in einen neuen Zeitzyklus der Erlösung in ihm, dem Lamm Gottes, eintreten und darauf gegründet sein, um von neuem Frucht in Form von Werken aus Glauben und Gnade durch die Erlösung zu bringen (vgl. Johannes 15,4 i.V.m. Johannes 6,56).
 
Johannes 15,4:
4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.
 
Johannes 6,56:
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.
 
Darüber hinaus ist es ein Aufruf durch Christus als die Tür hindurchzugehen, um sich im Geistmenschen durch sein Opfer am Kreuz in der Thronraumpräsenz des Vaters zu ernähren, so wie es Jesus sagte (vgl. Johannes 10,9 i.V.m. Offenbarung 4,2-3).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide (Anm.: ist grün) finden.
 
Offenbarung 4,2-3:
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: ist grün).
 
Johannes der Täufer offenbarte Jesus gegenüber den Menschen in der Wüste mit den Worten: „Siehe, das Lamm Gottes!“ Darüber hinaus schreibt Paulus an die Heiligen in Korinth, dass „Christus, unser Pessachlamm geschlachtet worden ist.“ Daraus wird deutlich, dass es beim Pessach einzig und allein um Jesus geht.
 
Jesus Christus kam als Lamm Gottes!
Sein Blut erlöst uns!
Durch sein Blut wurde das Gericht abgewendet!
Durch sein Blut ist die Kraft des Feindes gebrochen!
Durch sein Blut sind wir von Fesseln und Bedrückung befreit.
Durch sein Blut sind wir frei gemacht, in Gottes Verheißung einzutreten!
 
(Anm.: Diese Botschaft enthält Inhalte aus der Lehre „Das Pessach und seine Bedeutung“ von Dr. Robert Heidler, GZI)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel & Tina Glimm

Als Volk Gottes befinden wir uns in einer neuen Erntephase (Anm.: Gerstenernte, Weizen beginnt zu reifen), die mit der Bedeutung der Erstlingsgarbe verbunden ist. Jede Erntephase geht meistens mit einem geistlichen Kampf einher, weil der Widersacher das Wachstum innerhalb des Königreiches Gottes verhindern will. Aufgrund dessen möchte ich auf den geistlichen Kampf in der Zeit von Josua eingehen als er mit dem Volk Israel gegen die Amoriter kämpfte.
 
Hierbei handelte es sich um den Kampf, bei dem die Sonne und der Mond auf das Wort von Josua hin, stillstanden und ihnen so zum Sieg gegen die Amoriter verhalfen (vgl. Josua 10,12-13).
 
Josua 10,12-13:
12 Damals redete Josua mit dem HERRN an dem Tage, da der HERR die Amoriter vor den Israeliten dahingab, und er sprach in Gegenwart Israels: Sonne, steh still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!
13 Da stand die Sonne still und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Redlichen (Anm.: Jaschar)? So blieb die Sonne stehen mitten am Himmel und beeilte sich nicht unterzugehen fast einen ganzen Tag.
 
Das Buch „Jaschar“ und die Erntephase
 
Dieser Kampf steht geschrieben in dem Buch von „Jaschar“, was so viel bedeutet wie „vollständig, aufrichtig, rechtschaffen, redlich“.
 
Das eben genannte Buch weist uns auf eine Erntephase hin, da die Ernte mit Vollständigkeit im Zusammenhang steht und den Zyklus von Saat und Wachstum abschließt sowie dessen Resultat offenbart.
 
Die Ernte von Josua und dem Volk Israel stand im Zusammenhang mit dem Sieg über die Amoriter, die auch „die im Gebirge wohnenden“ genannt werden. Das bedeutet für uns in der heutigen Zeit, dass diese Ernte, eine Ernte von einflussreichen Persönlichkeiten ist, weil Berge bzw. Anhöhen im Wort Gottes auch mit einer einflussreichen Stellung verbunden sind.
 
Es war deshalb kein Zufall, dass die Sonne (Anm.: die in einer höheren Position als der Mond am Himmel steht) auf „Gibeon“, was „Hügelstadt“ bedeutet schien und der Mond auf „die Niederung der Hirschaue“, was der Name „Ajalon“ bedeutet, leuchtete.
 
Da die Sonne von Gott dazu bestimmt ist, den Tag zu regieren und der Mond die Nacht sowie die Sterne gemeinsam mit ihnen Zeichen am Himmel sind (vgl. 1.Mose 1,14-19), ist aus der Situation des Kampfes zur Zeit von Josua ein wichtiges Reden Gottes für uns in dieser Zeit zu entnehmen.
 
1.Mose 1,14-19:
14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so.
16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
 
Sonne, Mond und Sterne und die drei Ebenen von Offenbarung
 
Der Zyklus der Sonne kennzeichnet die Zeit des Tages, wobei der Zyklus des Mondes die Zeit des Monats markiert, während die jährliche Abfolge von den Sternkonstellationen im Himmel die Zeiten des Jahres (Anm.: Frühling, Sommer, Herbst und Winter) aufzeigen. Das bedeutet, dass die Position der Sonne die genaue Stunde des Tages und der Zyklus des Mondes die Phase des Monats anzeigt.
 
Wenn wir diese Erkenntnis auf die Region von Gibeon und Ajalon anwenden, wird deutlich, dass die Sonne mit ihrer höheren Stellung im Gegensatz zum Mond, auf den höher gelegenen Ort, Gibeon, auf der Erde schien und der Mond auf den niedrig gelegenen Ort, das Tal Ajalon, leuchtete.
 
Mit dieser Konstellation der Sonne und des Mondes werden insgesamt drei Ebenen der Offenbarung deutlich, wobei die dritte Ebene den geistlichen Kampf beinhaltet, wie bereits am Anfang erwähnt:
 
  1. die Ebene des Geistes (Anm.: Gibeon) und der Seele (Anm.: Tal Ajalon),
  2. die Ebene der Brautstruktur (Anm.: die Liebes- bzw. Bundesbeziehung zu Jesus, unserem Bräutigam) und die Struktur des Leibes Jesu auf der Erde (Anm.: Regierungsautorität auf Erden),
  3. der geistliche Kampf des Leibes Jesu mit dem Herzen der Braut gegen die „Amoriter.“
 
Bevor wir demnach in der Lage sind, den geistlichen Kampf, anhand der beschriebenen dritten Ebene zu kämpfen, ist zunächst erforderlich, dass wir als Volk Gottes in der ersten und zweiten Ebene wandeln.
 
Das bedeutet, dass es wichtig ist, dass unsere Seele (Anm.: Wille, Gefühl und Verstand) im Einklang mit unserem Geist geht und diesem ungeordnet ist. Erst so werden wir befähigt, den Willen des himmlischen Vaters, den der Heilige Geist unserem Geist offenbart, auf Erden umzusetzen.
 
Das Tal Ajalon trägt die Offenbarung über unsere persönliche Stellung als Söhne Gottes (Anm.: geistliche Autorität in Christus) aber auch die Position der Ekklēsia – Gemeinde als einheitlicher Leib Jesu auf Erden.
 
Die von Gott bestimmte Stunde und der Zeitpunkt der Herrlichkeit
 
Die Stellung der Sonne und des Mondes in Josua 10,12-13 offenbart uns, dass Gott eine bestimmte Stunde in seiner Ewigkeit festgelegt hat, die die Heimsuchung seiner Herrlichkeit im irdischen Bereich hervorbringt und eine andauernde Zeit seiner besonderen Gegenwart auf Erden umfasst, da die Sonne mit dem Tag verbunden ist und der Mond in sich die Allianz von Tagen und Wochen trägt.
Das kommt dem Ausspruch aus 2.Petrus 3,8 gleich, wo es heißt:
 
„Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.“
 
Die Stunde der Herrlichkeit wird aus unserer engen Liebesbeziehung im Heiligen Geist zu Jesus Christus als unserem Bräutigam und Gott als unserem himmlischen Vater geboren, was nach sich zieht, dass jeder Heilige ein tiefes Verlangen nach mehr von Gott in seinem Herzen trägt. Wir haben in uns die Zuversicht zur Wiederherstellung durch Gott (vgl. Psalm 42,2-3 i.V.m. Jesaja 42,3).
 
Psalm 42,2-3:
2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?
 
Jesaja 42,3:
3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.
 
Das Tal Ajalon – die Hirschaue
 
Die Begründung des Verlangens und der Zuversicht zur Wiederherstellung liegt darin, weil das Tal Ajalon mit dem Hirsch im Zusammenhang steht. Der Hirsch ist mit dem Verlangen der Seele nach mehr von Gott verbunden, und das hebräische Wort „Begehren“  ist das Wort „ḥāmaḏ“ und bedeutet auch „gelüsten, Gefallen finden, rot zu sein durch Entflammung => (das Fell des Hirsches schimmert rötlich)“. (Anm.: Die Worterklärung zu dem hebräischen Wort „Verlangen – ḥāmaḏ“ ist teilweise entnommen aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 2592.)
 
Wenn wir uns in diesem Liebesverlangen des HERRN bewegen, sind wir als Volk Gottes in der Lage wie Josua den geistlichen Kampf, der nicht gegen Fleisch und Blut geht, siegreich zu kämpfen, was bedeutet, dass unsere Gebete furchtlos und kraftvoll sind, die dazu beitragen, dass einflussreiche Persönlichkeiten (Anm.: „Amoriter“ => „die im Gebirge wohnenden“), die sich jetzt noch in der Finsternis bewegen mit dem Atem Gottes in Berührung kommen. Sie bereiten den Weg für die Herrlichkeit Jesu in dieser Zeit mit, so ähnlich wie das Stroh, das zur Zeit der Geburt Jesu in der Krippe lag, um ihn darin zu empfangen.
 
Die dritte Ebene der Offenbarung und der Kampf gegen die Riesen
 
Die zuvor erwähnte dritte Ebene beinhaltet den Kampf, der durch die Liebe zum himmlischen Vater und seinem Sohn Jesus Christus im Gebet bestritten wird, so dass die Riesen wie Goliath zur Zeit Davids zu Fall kommen.
 
Dieser Kampf richtet sich gegen die „Nephilim“ (Anm.: Es ist das hebräische Wort für „Riesen, Titanen, Helden, Magnaten“.), so wie sie in 1.Mose 6,4 i.V.m. Lukas 17,26 genannt werden.
 
1.Mose 6,4:
4 Zu der Zeit und auch später noch, als die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus die Riesen (Anm.: Nephilim) auf Erden. Das sind die Helden der Vorzeit, die hochberühmten.
 
Lukas 17,26:
26 Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird es auch geschehen in den Tagen des Menschensohns: …
 
Bei den sogenannten Riesen handelt es sich nicht im buchstäblichen Sinn um großgewachsene Menschen oder eine Brut aufgrund der irdischen Vermischung von Dämonen mit Menschen, sondern sie sind eine Agenda der Finsternis, die eine einheitliche, laute Stimme trägt (Anm.: wie z.B. das öffentliche Voranbringen von Homosexualität in die Gesellschaft, Transhumanismus, …), um die Gerechtigkeit, den Maßstab und die Reinheit Gottes auf Erden zu zerstören. Sie dienen dazu, um den Gott Israels zu lästern und die Heiligen einzuschüchtern.
 
Somit können die „Riesen“ als die umgesetzten „Pläne/Gedanken“ aus der dämonischen Welt (Anm.: gefallene Engel) betrachtet werden, denen sich die einflussreichen Persönlichkeiten als Symbol für die Menschentöchter (Anm.: hier als Männer und Frauen => da die Frau die Frucht empfängt und sie bis zur Geburt austrägt) hingegeben haben, um diese in der sichtbaren Welt zu etablieren. Hierzu nehmen sie sich alle medialen Hilfsmittel zur Hand, um immer mehr ungerechten Einfluss auf die Menschheit auszuüben.
 
Wenn das Wort Gottes in diesem Kontext von den „Gottessöhnen“ spricht, sind diese nicht von göttlicher Natur; sondern stehen unter der Herrschaft der Dämonen. Diese dämonische Einflussnahme führt dazu, dass diese Menschen großes Ansehen bei anderen Menschen genießen und dadurch größeren Einfluss auf Frauen nehmen sowie Unternehmen haben, um sie für die Befriedigung ihrer niederen Instinkte für ihre Pläne und Zwecke zu verführen bzw. zu missbrauchen.

Aufgrund dieser großen dämonischen Infiltrierung haben Kinder, die aus diesen Ehen bzw. Verträgen hervorgehen, einen „Heldenstatus“ (Anm.: „berühmte Männer“). Da sie aus „Fleisch“ sind, werden auch sie gemäß dem Fluch, wie alle Angehörigen der menschlichen Rasse sterben. Wenn Gott die Welt richtet -und er wird dies zu seiner Zeit tun- kann kein Riese, keine Gottheit und kein menschliches Wesen ihm irgendwelche Macht entgegenhalten. Gott bestimmt souverän die Tage jedes Einzelnen, wie sie „gezählt“ sind.

Darüber hinaus sind die Nephilim das Produkt von einem dämonischen Gedankengut, wie dem Transhumanismus, das auf die Erde aufgrund der Bosheit der Erdbewohner zugelassen wird, so dass die betreffenden Menschen ihren schändlichen Begierden hingegeben oder von den sogenannten Transhumanisten aktuell beherrscht werden können (vgl. Römer 1,18-32).

Die Kraft der wahren Fürbitte
 
Doch Dank sei Gott, der uns anhand des Beispiels von David, der gegen den Riesen Goliath kämpfte deutlich macht, dass durch die Kraft der wahren Fürbitte, welche mit einem Schleudern vergleichbar ist, die Agenda der Finsternis zu Fall kommen und die Ernte eingeholt wird. Die Fürbitte trägt dazu bei, dass es zur Erschütterung im Himmel und auf Erden durch die Herrlichkeit Gottes kommt (vgl. Haggai 2,6-9 i.V.m. 1.Samuel 17,49-51; Offenbarung 8,3-5).
 
Haggai 2,6-9:
6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttern.
7 Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth.
8 Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth.
9 Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.
 
1.Samuel 17,49-51:
49 Und David tat seine Hand in die Hirtentasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte ihn und traf den Philister an die Stirn, dass der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.
50 So überwand David den Philister mit Schleuder und Stein und traf und tötete ihn. David aber hatte kein Schwert in seiner Hand.
51 Da lief er hin und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert und zog es aus der Scheide und tötete ihn vollends und hieb ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr Stärkster tot war, flohen sie.
 
Offenbarung 8,3-5:
3 Und ein anderer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchergefäß; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, dass er es darbringe mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar vor dem Thron.
4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen von der Hand des Engels hinauf vor Gott.
5 Und der Engel nahm das Räuchergefäß und füllte es mit Feuer vom Altar und schüttete es auf die Erde. Und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben.
 
Da das Schleudern der Gebete der Heiligen durch einen Engel durchgeführt wird und Engel im Wort Gottes Winde sind (vgl. Psalm 104,4 i.V.m. Hebräer 1,7), bedeutet das, dass der HERR durch die Kraft seines Atems die von der Finsternis infiltrierten Pläne vernichtet (vgl. Jesaja 27,1 i.V.m. 2.Thessalonicher 2,7-8).
 
Jesaja 27,1:
1 Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird den Drachen im Meer töten.
 
2.Thessalonicher 2,7-8:
7 Denn es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.
 
Das führt dazu, dass ungerechte Systeme aufgelöst werden und es zur übernatürlichen Ernteaufteilung durch die Führung des HERRN kommt. Daraus resultiert, dass die Ekklēsia – Gemeinde für eine gewisse Zeit auf der Erde großen Einfluss erhält, weil Satan von ihr ablassen muss, so ähnlich wie es auch bei Jesus geschah als er sich zum Fasten in der Wüste aufhielt (vgl. Lukas 4,13).
 
Lukas 4,13:
13 Und als der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang.
 
Das Ablassen des Feindes hat zur Folge, dass sich das Wort Gottes auf der Erde in größerer Kraft ausbreitet und das Volk Gottes Verheißungen sowie Hoffnung erfüllt sehen wird (vgl. Lukas 4,14-15).
 
Lukas 4,14-15:
14 Und Jesus kam in der Kraft des Geistes wieder nach Galiläa und die Kunde von ihm erscholl durch alle umliegenden Orte.
15 Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von jedermann gepriesen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Nachdem Jesus von den Toten auferstanden war, erschien er in seinem Auferstehungsleib seinen Jüngern und anderen Heiligen über einen Zeitraum vierzig Tagen (vgl. Apostelgeschichte 1,3).
 
Apostelgesichte 1,3:
3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.
 
Die Begegnung Jesu auf neue Weise und die Erneuerung des Geistes
 
Der HERR möchte uns auf neue Weise begegnen, was mit einer Intensivierung von Qualität in der geistlichen Gemeinschaft verbunden ist. Hierbei geht es um die Begegnung mit Christus, die uns in eine tiefere Offenbarungserkenntnis sowie Verständnis in seinem Wort bringt.
 
Anhand des Wortes Gottes wird uns von diesen Erscheinungen Jesu in seinem Auferstehungsleib berichtet, bei denen er folgenden Personen begegnete:
 
  1. Maria Magdalena (vgl. Markus 16,9; Johannes 20,11-17),
  2. den anderen Frauen – Maria, die Mutter des Jakobus, Salome, Johanna (vgl. Matthäus 28,8-10),
  3. Petrus (vgl. 1.Korinther 15,5),
  4. den zwei Emmaus Jüngern (vgl. Markus 16,12-13; Lukas 24,13-32),
  5. den zehn Aposteln im Haus von Jerusalem ohne Thomas (vgl. Lukas 24,36-43; Johannes 20,19-24),
  6. den elf Aposteln inklusive Thomas (vgl. Johannes 20,26-29),
  7. den sieben Jüngern am See Tiberias, wo Jesus ein Fischfangwunder tat (vgl. Johannes 21,1-14),
  8. den fünfhundert Männern und elf Jüngern auf dem Berg von Galiläa (vgl. Matthäus 28,16-20; Markus 16,15-18; 1.Korinther 15,6),
  9. seinem Halbbruder Jakobus (vgl. 1.Korinther 15,7),
  10. seinen Jüngern in Jerusalem (vgl. Lukas 24,44-49; Apostelgeschichte 1,3-8).
 
Nach diesen übernatürlichen Begegnungen fuhr Jesus Christus auf dem Ölberg vor den Augen seiner Jünger in den Himmel.
 
Es ist anhand der oben genannten übernatürlichen zehn Begegnungen ersichtlich, dass einige Personen Jesus Christus nicht erkannten, obwohl sie ihn viele Jahre begleiteten und zu ihm eine persönliche Beziehung hatten.
 
Das soll uns dazu aufrufen, dass wir als Volk Gottes unseren Geist und Sinn erneuern müssen, um Jesus Christus in unserer Zeit zu erkennen, darin wie er uns begegnet und zu uns spricht (vgl. Epheser 4,23-24).
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

Durch die Erscheinung Jesu in seinem Auferstehungsleib über den Zeitraum von 40 Tagen können wir folgende Facetten seiner geistlichen Präsenz inmitten seines erfüllten Triumphes erkennen:
 
  1. den Bräutigam (Maria sah Jesus als Gärtner, ein Ausdruck des Liebhabers aus dem Hohelied, vgl. Johannes 20,14-16 i.V.m. Hohelied 4,12-16; Hohelied 5,1; Hohelied 6,2-3),
  2. den Auferstandenen (vgl. Matthäus 28,9-10),
  3. den wahren Rabbi/Lehrer (vgl. Lukas 24,13-32),
  4. den Gekreuzigten und Auferstandenen (vgl. Johannes 20,19-24),
  5. den Geber des Glaubens (vgl. Johannes 20,26-29),
  6. den himmlischen Vater als Geber der übernatürlichen Versorgung und als der Eine, der wiederherstellt (vgl. Johannes 21,5.15-17),
  7. den kraftvollen Einen und Befehlshaber (vgl. Matthäus 28,18-20),
  8. das erfüllte Wort Gottes (vgl. Lukas 24,44-49).
 
Im Zusammenhang mit den zuvor genannten Erscheinungsformen legte der Heilige Geist seinen Schwerpunkt auf die Begegnung mit seinen Jüngern, während sie sich gemeinsam aufgrund von Angst in einem verschlossenen Raum aufhielten. Dort trat Jesus direkt in ihre Mitte und offenbarte sich ihnen unter anderem als der Auferstandene und wahre Rabbi.
 
Während sie ihn sahen, waren sie erschrocken und fürchteten sich, weil sie dachten, dass er ein Geist wäre. Daraus wird deutlich, dass die Jünger in diesem Moment nicht klar geistlich unterscheiden konnten, da sie dachten, dass Jesus irgendein Geist sei (vgl. Lukas 24,36-38).
 
Lukas 24,36-38:
36 Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!
37 Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist.
38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?
 
Die Vereinigung von Erkenntnis, Weisheit und Offenbarung mit der Gegenwart Gottes
 
Jesus forderte seine Jünger auf, sich ihm zu nähern, ihn zu betrachten und seine Gegenwart zu berühren. Erst als sie seine Wundmale sahen und die Möglichkeit erhielten seinen Leib zu berühren, heißt es, dass sie aufgrund ihrer Freude es nicht glauben konnten, so dass Jesus sie um etwas zu Essen bat. Daraufhin reichten sie ihm gebratenen Fisch und eine Honigwabe (vgl. Lukas 24,39-43).
 
Lukas 24,39-43 (Rev. Elberfelder Bibel):
39 Seht meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und seht! Denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, dass ich habe. 40 Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. 41 Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich wunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? 42 Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch [und von einer Honigwabe]; 43 und er nahm und aß vor ihnen.
 
Um in einen höheren Erkenntnisbereich des lebendigen Wortes zu gelangen, ist es nötig, dass wir die Qualität unserer Weisheit/Erkenntnis (Anm.: Fisch) und Offenbarung (Anm.: Honig), die wir derzeit im Wort Gottes besitzen mit seiner Gegenwart vereinen, um dementsprechend durch die Führung des Heiligen Geistes das Wort Gottes auf größere und neue Weise aufgeschlossen zu bekommen (vgl. Lukas 24,44-48).
 
Lukas 24,44-48:
44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.
45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden, 46 und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; 47 und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem 48 und seid dafür Zeugen.
 
Die Erforderlichkeit der Nüchternheit im Geist
 
In allem ist es demnach wichtig, dass wir zu den Zeitpunkten der Heimsuchung des HERRN nicht einem „ekstatischen Einfluss“ unserer Seele Vorrang geben, selbst wenn er sich positiv anfühlt, weil dieser uns in solchen Momenten aufhalten kann, Christus richtig zu erkennen.
 
Das wird anhand der Freude in den Jüngern deutlich als sie Jesus sahen. Es heißt, dass ihre eigene „Entzückung“ dazu beitrug, dass sie es nicht glauben konnten, dass es Jesus war und sich wunderten (vgl. Lukas 24,41a).
 
Lukas 24,41a:
41a Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich wunderten, …
 
Das Wort Gottes ermutigt uns, nüchtern im Geist zu sein, weil darin die Gabe der Geisterunterscheidung zum richtigen Ergebnis im Erkennen führt (vgl. 1.Thessalonicher 5,8 i.V.m. 1.Petrus 4,7).
 
1.Thessalonicher 5,8:
6 So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.
 
1.Petrus 4,7:
7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.
 
Als Menschen neigen wir dazu einen Moment der Heimsuchung Gottes durch unsere eigenen Emotionen zu bewerten, so dass es zu einem ungesunden Antrieb des Moments kommt, was verheerende Folgen haben kann.
 
Das wird uns beispielsweise anhand von Nadab und Abihu, der Söhne Aarons, verdeutlicht, die in die Gegenwart Gottes traten und dem HERRN ein fremdes Feuer darbrachten (Anm.: eigener Antrieb, um die Herrlichkeit Gottes zu beschleunigen, was nicht im Willen Gottes war) und es nicht rechtzeitig bemerkten (vgl. 3.Mose 10,1-2).
 
3.Mose 10,1-2:
1 Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so ein fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
2 Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN.

Wenn die Gegenwart des HERRN uns heimsucht, gilt es, dass wir uns nicht durch unsere eigene Freude dazu verleiten lassen übermütig werden, um die Präsenz Gottes auf irdische Weise zu verstärken.
 
Es ist nicht im Interesse Gottes, dass wir seine Präsenz auf einen neuen Wagen (Anm.: Missbrauch der Gegenwart, indem man den Dienst, die Gabe …usw. in den Vordergrund stellt und dadurch Gott die Ehre raubt) stellen. Warum nicht? Der Grund ist einfach der, weil Gott ein eifersüchtiger Gott ist und mit niemanden seine Ehre teilt (vgl. Jesaja 42,8 i.V.m. 2.Samuel 6,3.6-7).
 
Jesaja 42,8:
8 Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen.
 
2.Samuel 6,3.6-7:
3 Und sie setzten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen und holten sie aus dem Hause Abinadabs, der auf dem Hügel wohnte. Usa aber und Achjo, die Söhne Abinadabs, führten den neuen Wagen. …
6 Und als sie zur Tenne Nachons kamen, griff Usa zu und hielt die Lade Gottes fest, denn die Rinder glitten aus.
7 Da entbrannte des HERRN Zorn über Usa und Gott schlug ihn dort, weil er seine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte, sodass er dort starb bei der Lade Gottes.
 
Es ist demnach erforderlich, dass wir all unsere Vorstellung und unseren Antrieb mit den Zügeln der Nüchternheit des Geistes und der Selbstbeherrschung umspannt haben.
 
=> Darüber hinaus sollte unsere Freude über die Heimsuchung Gottes nicht unkontrolliert sein bzw. zügellos werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass das Wirken des HERRN, das heilig ist durch unser menschliches Hinzutun vermenschlicht und dadurch entwertet wird.
 
Das kann dazu führen, dass Gott nicht richtig vor den Menschen bzw. dem Volk Gottes repräsentiert wird. Unsere Hingabe zu Gott sollte sich immer in den vom HERRN festgelegten Grenzen und Ausdrucksformen bewegen. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Erkenntnis aus dem Buch „Schlüssel zur Thora“ von Ludwig Schneider, Seite 127-128.)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm