Im Wort Gottes wird von den Gerechten in Form von Bäumen gesprochen, die nahe am Fluss gepflanzt sind und deren Wurzeln sich zum Wasser ausstrecken, um Fruchtbarkeit zu versprechen (vgl. Psalm 1,1-3 i.V.m. Jeremia 17,7-8; Offenbarung 22,1-2).
 
Psalm 1,1-3:
1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust am Gesetz (Anm.: Torah) des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!
3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
 
Jeremia 17,7-8:
7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Zuversicht der HERR ist.
8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.
 
Offenbarung 22,1-2:
1 Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; 2 mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
 
Daraus erkennen wir den Zusammenhang, dass die Nähe zum Wort Gottes in Form seiner Weisung und die kontinuierliche Freude daran, Fruchtbarkeit zur Folge hat, selbst wenn es herausfordernde Zeiten gibt, die wir als Wüstenzeit oder schwere Zeiten bezeichnen würden.
 
Darüber hinaus ist die Stimme Gottes bzw. die Stimme Jesu wie das „Rauschen vieler Wasser“, was auf die Dynamik seiner Kommunikation hinweist (vgl. Offenbarung 1,15b i.V.m. Hesekiel 1,24a).
 
Offenbarung 1,15b:
… 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …
 
Das Wasser und die Antwort Gottes auf Chaos
 
Wasser ist in der hebräischen Sprache mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“ verbunden, der den Zahlenwert „40“ trägt. Das im Wort Gottes verwendete hebräische Wort für „Wasser“ ist „Majim“ und wird ausschließlich in der Pluralform benutzt.
Es beginnt mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“ und schließt zugleich damit ab, wobei der Buchstabe am Anfang des Wortes geöffnet (Anm.: מ) und am Ende des Wortes geschlossen (Anm.: ם) geschrieben wird. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Majim – Wasser“ mit der Wortschlüsselnummer 4542)
 
Dieser Buchstabe in seinen unterschiedlichen Schreibformen offenbart uns das Prinzip der Offenheit und Bereitschaft für das Wort Gottes sowie das Bewahren seiner Weisung in unserem Herzen (vgl. Psalm 40,9).
 
Psalm 40,9:
9 Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.
 
Die Grundlage der beginnenden Intervention Gottes auf ein bestehendes geistliches Chaos sind Wind und Wasser, was man auch als Geist und Wort interpretieren kann (vgl. 1.Mose 1,1-2 i.V.m. Epheser 5,26b-27).
 
1.Mose 1,1-2:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
 
Epheser 5,26b-27:
… 26b Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
 
Der Geist über dem Wasser und die Arche
 
Um auf den Bereich des Geistes über dem Wasser einzugehen, kann man einen Bezug zur Arche ziehen, die sich ebenfalls auf dem Wasser bewegte, in der sich Noach mit seiner Frau sowie seinen Söhnen und deren Frauen und den Tieren, die zu Paaren geordnet waren, aufhielt.
 
Es heißt als sich die Wasser verliefen, dass Noach nach vierzig Tagen einen Raben sowie später eine Taube aus dem Fenster, das er gemacht hatte, fliegen ließ. Die Taube sandte er in einem zeitlichen Abstand von 2 x 7 Tagen aus, was auf ein Maß der Ruhe im inneren Menschen (Anm.: Geist und Seele) hindeutet. Darüber hinaus weist die zeitliche Einteilung von 2 x 7 Tagen auf das Maß der Wahrheit des Wortes und des Geistes sowie auf den Willen des himmlischen Vaters, wie im Himmel so auf Erden, hin (vgl. 1.Mose 8,6-8.10.12).
 
1.Mose 8,6-8.10.12:
6 Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden.
8 Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. …
10 Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. …
12 Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm.
 
Diese vierzig Tage in der eben genannten Bibelstelle sind unter anderem ein Hinweis auf die Dimension des Wassers, da wie bereits erwähnt der hebräische Buchstabe „Mem“ mit dem Zahlenwert „40“ und dem „Wasser“ verbunden ist. Auch das hebräische Wort für „Königreich – mamlākāh“ ist mit einem zweifachen „Mem“ verbunden.
Es ist demnach kein Zufall, dass unter anderem der Schöpfungsbericht mit dem Geist Gottes über den Wassern verknüpft ist und sich ebenfalls vor dem Thron Gottes ein gläsernes Meer befindet (vgl. 1.Mose 1,1-2; Offenbarung 4,6).

1.Mose 1,1-2:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.

Offenbarung 4,6:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Die Taube deutet auf den Heiligen Geist hin, weil er auf Jesus Christus bei seiner Taufe in der leiblichen Gestalt einer Taube im Jordan herabkam (vgl. Lukas 3,21-22a).
 
Lukas 3,21-22a:
21 Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, 22a und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, …
 
Die Aussendung des Raben und der Taube
 
Da es bei der Aussendung des Raben und der Taube zur Zeit Noachs heißt, dass er die zwei Vögel aus dem Fenster, das er gemacht hatte, fliegen ließ, weist das auf die Erforderlichkeit hin, dass wir als Volk Gottes das richtige prophetische Bewusstsein tragen sollten.
 
Daraus folgt, Gottes Pläne bzw. Vorhaben richtig zu erkennen und entsprechend beständig daran festzuhalten bis sich die Verheißung buchstäblich vor unseren Augen etabliert. Hierbei dürfen wir unser prophetisches Bewusstsein bzw. Gewissen rein und offen für Gottes Begegnung halten.
 
Wenn man über den Raben in Verbindung mit dem Namen des HERRN als dem „Alpha“ und „Omega“ sowie seiner Anweisung gegenüber den Raben im Wort Gottes studiert, wird deutlich, dass diese den Propheten Elija zur Zeit der Dürre mit Brot und Fleisch am Bach Krit versorgten (vgl. 1.Könige 17,4-6).
 
1.Könige 17,4-6:
4 Und du sollst aus dem Bach trinken und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen.
5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt.
6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends und er trank aus dem Bach.
 
Anhand des Namens des HERRN als dem „Alpha“ und „Omega“ wird ein Prinzip erkennbar, das mit dem „Ersten“ und dem „Letzten“ verbunden ist. Wenn man nun gemäß dessen das hebräische Wort für „Brot – läḥäm“ in der „Dimension des Alpha“ und das hebräische Wort für „Fleisch – bāśār“ in der „Dimension des Omega“ betrachtet, offenbart es uns, dass es sich bei dem ersten hebräischen Buchstaben der zwei genannten hebräischen Wörter um das „Lamed“ und das „Beth“ handelt.
Diese beiden Buchstaben ergeben im Hebräischen das Wort „Herz – lēb.“ (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den hebräischen Worten „lēb – Herz, Brot – läḥäm, Fleisch - bāśār“, mit der Wortschlüsselnummer: 3899, 3982, 1336)
 
Hierbei ist es kein Zufall, dass der letzte hebräische Buchstabe im fünften Buch Mose ein „Lamed – (L)“ und der erste hebräische Buchstabe im ersten Buch von Mose ein „Beth – (B)“ ist, die zusammengefasst das hebräische Wort „lēb“ ergeben und auf das höchste Gebot Gottes aufmerksam machen (vgl. Matthäus 22,37-38).

Matthäus 22,37-38:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ (vgl. 5.Mose 6,5).
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
 
Darüber hinaus ist anhand der Aussendung der Taube ein geistliches Prinzip zu erkennen, bei der die Hand von Noach eine Rolle spielte.
 
Der HERR spricht wie bereits erwähnt von sich als das Alpha und Omega in Verbindung mit dem Anfang und Ende (vgl. Offenbarung 1,8; Offenbarung 22,13), weshalb gemäß diesem Titel des HERRN der Schwerpunkt auf dem ersten hebräischen Buchstaben des Wortes für „Hand - Jad“ und auf dem letzten hebräischen Buchstaben des Wortes für „Taube - Jonah“ liegt.
 
Daraus ergibt sich der hebräische Name „JAH“, bei dem es sich um die Kurzform des Namens Gottes (Anm.: JAHWE) handelt, der der „ICH BIN“ ist. Diese Kurzform wird erstmalig verwendet in 2.Mose 15,2, wo Mose aus „der Sohnschaft“ (Anm.: „meines Vaters Gott“) gemeinsam mit dem Volk Israel in einem Lied den Namen „JAH“ erwähnt.
 
2.Mose 15,2:
2 Der HERR (Anm.: JAH) ist meine Stärke und mein Lobgesang und ist mein Heil.
Das ist mein Gott, ich will ihn preisen, er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.
 
Wenn man den Vorgang der Aussendung und die Wiederaufnahme der Taube durch Noach betrachtet, wechseln sich die zwei hebräischen Buchstaben in Form des „Jod“ und des „He“ nach dem Prinzip des Namens des HERRN als dem „Ersten und dem Letzten“ ab. Die Rückkehr der Taube zur Hand Noachs trägt in sich die Präsenz des gebärenden Gebets, da sich daraus das hebräische Wort für „Wehe – hî“ ergibt, was einmalig im Wort Gottes in Hesekiel 2,10 vorkommt und auch als „Klage“ übersetzt werden kann. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „Wehe – hî“ mit der Wortschlüsselnummer: 1998*)
 
Hesekiel 2,10:
10 Die (Anm.: Hand) breitete sie aus vor mir, und sie war außen und innen beschrieben und darin stand geschrieben Klage, Ach und Weh.
 
Durch die Aussendung der Taube von Noach wird deutlich, dass es der Heilige Geist ist, der mit der bereits gegenwärtigen Wahrheit des Wortes Gottes zusammenarbeitet und uns diese aufschließt (vgl. Johannes 16,13).
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Durch den Auftrag des himmlischen Vaters, repräsentiert durch Noach, wird dadurch seine Gegenwart etabliert, während der Heilige Geist uns mit unaussprechlichen Seufzern hilft, die Verheißungen Gottes zur Geburt zu bringen (vgl. Römer 8,15; Galater 4,6 i.V.m. Römer 8,26).
 
Römer 8,15:
15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
 
Galater 4,6:
6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
 
Römer 8,26:
26 Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich es gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.
 
Das bedeutet für uns, dass wir uns auf dem richtigen „Schiff“ am von Gott vorherbestimmten Ort (Anm.: geistliche Anhöhe) mit den richtigen Heiligen und der ordnungsgemäßen prophetischen Ausrichtung befinden. Das umfasst die richtige Vereinigung in Form von Zusammenschluss bzw. Versammlung von Heiligen. Daraus erwächst die Strategie, die Gott uns zufließen lassen möchte, um die richtige Sache zur rechten Zeit zu tun. Dadurch wird der Erfolg als Manifestation des Willens des Vaters garantiert.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Im Vorangehen mit dem HERRN gilt für uns als Jünger darauf zu achten, nicht in der gegenwärtigen Zeit mit der von Gott gegebenen Verheißung stecken zu bleiben.
 
Anhand der Geburt von Benjamin (Anm.: „Sohn der Rechten oder des Glücks“) als jüngster Sohn Jakobs, bei dessen Geburt seine Mutter Rahel starb, erkennen wir den Aufruf Gottes, nicht in der alten bzw. ausgedienten Zeit „stecken zu bleiben“ (vgl. 1.Mose 35,16-19).

1.Mose 35,16-19:
16 Und sie brachen auf von Bethel. Und als es noch eine Strecke Weges war bis Ephrata, da gebar Rahel. Und es kam sie hart an über der Geburt.
17 Da ihr aber die Geburt so schwer wurde, sprach die Wehmutter zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch diesmal wirst du einen Sohn haben.
18 Als ihr aber das Leben entwich und sie sterben musste, nannte sie ihn Ben-Oni, aber sein Vater nannte ihn Ben-Jamin.
19 So starb Rahel und wurde begraben an dem Wege nach Ephrata, das nun Bethlehem heißt.
 
Die Geburt Benjamins und der Eintritt in die großartige Zeit Gottes
 
Interessant ist der Umstand, dass die Geburt Benjamins auf dem Weg zwischen zwei Ortschaften stattfand, bei denen es sich zum einen um Bethel (Anm.: „Haus Gottes“) und zum anderen um Ephrata (Anm.: „Fruchtgegend, fruchtbar, Frucht bringend“) handelte. Benjamin war der einzige Sohn Jakobs, der im verheißenen Land geboren wurde.

Die Geburt Benjamins soll uns als Hinweis dienen, dass wir mit der uns von Gott verliehenen Autorität in Christus in seiner Verheißung an den neuen von ihm vorherbestimmten Ort begeben, um die Qualität unserer Gemeinschaft mit ihm dort aufzubauen. Dieser Ort steht im Zusammenhang mit dem offenen Himmel und ist mit der Kraft des Heiligen Geistes gefüllt, um ein größeres Maß von der Frucht des Geistes hervorzubringen (vgl. Galater 5,22-23).

Galater 5,22-23:
22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
 
Auf die Weise, wie der Prophet Hesekiel in die Furcht des HERRN aufgrund der Größe der Felgen der Räder von den vier lebendigen Wesen gezogen wurde, treten wir als Volk Gottes in eine großartige Zeit Gottes ein, die es gilt richtig zu beurteilen (vgl. Hesekiel 1,18).
 
Hesekiel 1,18:
18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
 
Es ist die Furcht des HERRN, die der „Geburtsort“ der Weisheit ist, woraus wir entnehmen können, dass erst die Vereinigung mit dem Voranschreiten Gottes, Weisheit hervorbringt, die wir für die kommende Zeit als sein Volk dringend nötig haben (vgl. Psalm 111,10).
 
Psalm 111,10:
10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet ewiglich.
 
Die vier lebendigen Wesen, ihre Räder und das „Brüten“ Gottes
 
Darüber hinaus wird anhand der vier lebendigen Wesen mit ihren Rädern auch für uns deutlich, dass der HERR über ihnen thront, was einem regierenden geistlichen Brüten entspricht. Es verhält sich ähnlich, wie zur Zeit Jesu als er auf Erden lebte, während er auf Jerusalem blickte und sich danach sehnte, wie eine Henne seinem Volk „brütende“ Wärme zu geben (vgl. Hesekiel 1,26 i.V.m. Matthäus 23,37).
 
Hesekiel 1,26:
26 Und über der Feste, die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch.
 
Matthäus 23,37:
37 Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!
 
Der himmlische Vater verlangt danach neues Leben durch sein geistliches „Brüten“ bzw. Gebären in Existenz zu bringen. Das wird anhand der Aussage des Propheten deutlich, der die „Hüften“ Gottes sah und diese als geistlichen Ausgangspunkt nahm, was auf das Tragen bzw. Brüten oder auch auf das zur Welt bringen von geistlichem Leben (Anm.: seine Verheißung für diese Zeit) hindeutet (vgl. Hesekiel 1,27-28).
 
Hesekiel 1,27-28:
27 Und ich sah, und es war wie blinkendes Kupfer aufwärts von dem, was aussah wie seine Hüften; und abwärts von dem, was wie seine Hüften aussah, erblickte ich etwas wie Feuer und Glanz ringsumher.
28 Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat, so glänzte es ringsumher. So war die Herrlichkeit des HERRN anzusehen.
 
Deshalb dürfen wir als Volk Gottes das Neue, das Gott hervorbringt in unserem Geistmenschen durchbrechen lassen, was sich durch das gebärende Gebet manifestieren kann.

Das Bewusstsein von der Führung des Heiligen Geistes

In solchen geistlichen Geburtsphasen ist es essenziell, dass wir uns der Führung des Heiligen Geistes bewusst sind. Es ist der Heilige Geist, der wie die Hebamme Rahels in der Zukunft steht und das Neue aus dem „Ausgedienten“ hervorkommen sieht als auch dabei behilflich ist, abgesichert in der Verheißung der Zukunft unter offenem Himmel zu stehen und in der offenbarenden Wahrheit voranzugehen (vgl. 1.Mose 35,17 i.V.m. Johannes 16,13).
 
1.Mose 35,17:
17 Da ihr aber die Geburt so schwer wurde, sprach die Wehmutter zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch diesmal wirst du einen Sohn haben.
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
Bei diesem Prozess bleibt es nicht aus, dass wir durch den Geist der Wahrheit auf alte sowie sündhafte Muster hingewiesen werden, bei denen es sich um Misstrauen, Sorgen und Zweifel handelt, um mit diesen zu brechen.

Das bedeutet für uns konkret, bereit zu sein, die ausgediente Zeit zu verlassen, um mit dem Heiligen Geist in das Neue des himmlischen Vaters hineinzugehen. Solche Entscheidungen kosten einen Preis und können nicht von Gott für uns entschieden werden.
 
Vielmehr steht diese Bereitschaft mit der Unterordnung des eigenen Willens gegenüber dem Willen Gottes in Verbindung (vgl. 1.Petrus 5,6 i.V.m. Sprüche 21,30).

1.Petrus 5,6:
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Sprüche 21,30:
30 Keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat besteht vor dem HERRN.
 
Wenn man sich der Führung Gottes nicht hingeben möchte, hat das zur Folge, dass man sich in einer ausgedienten Zeit aufhält und somit nicht in der Lage ist, das Neue, das der HERR tut, richtig zu beurteilen. Entscheidend ist hierbei nur zu verstehen, dass in dem neuen Wirken Gottes die Autorität der Ekklēsia, der Gemeinde Jesu, für die Zukunft verborgen liegt.
 
=> Zeiten des Übergangs bzw. der Umwandlung finden immer dann statt, wenn der HERR etwas neu definiert und die erforderlichen Anpassungen vornimmt, um das Vorwärtsgehen seines Volkes garantieren zu können. Hierbei offenbart er uns, worauf wir unseren Blick ausgerichtet halten sollen, während er die Richtung vorgibt.
 
Darüber hinaus lehrt uns der HERR und offenbart sich in einer neuen Facette. Eine Überleitung im literarischen Sinn ist ein Satz, der den letzten Gedanken oder Absatz mit einem kommenden verbindet.
 
Deshalb ist es wichtig, dass wir den HERRN um Offenbarung bitten als auch darum, dass wir in diesen Zeiten der Veränderung seine Wege erkennen. Die Perspektive, die er uns offenbart, ist die Brücke zwischen dem vergangenen Zeitabschnitt und der neuen Zeit.
 
Ohne klare Offenbarung und Kommunikation kann es dazu kommen, dass die Kraft und die Weisheit, die durch vergangene Siege erlangt wurde, verloren geht.

Bei einer Geburt ist diese Übergangsphase die schwierigste Phase. Es ist der Zeitpunkt, wo eine gebärende Frau das Gefühl hat „Ich kann nicht mehr!“– Nur der Blick auf das Kind, das kommt, schenkt die erforderliche Ausdauer und das Durchhaltevermögen auf dieses letztendliche Ziel hin, dass die Familie erhalten und das Erbe gesichert wird.

Nicht das Neue, das im Kommen ist, ist so schwierig zu handhaben, sondern der Übergang vom alten zum neuen Zustand ist das Schwierige. Ausschlaggebend ist die Reaktion, wie wir auf die Phase des Übergangs reagieren, bevor der HERR das Neue im irdischen Bereich etabliert, das den Bereich des Geistes als ein Schattenbild reflektiert.

Deshalb gilt es mit der richtigen Strategie voranzugehen und die kommende Verheißung zu schützen. Phasen der Veränderung stehen im engen Zusammenhang mit dem Prozess von Erweiterung, bei der es erforderlich ist in der Struktur des neuen Weinschlauchs zu leben.

Unter dem Begriff „Erweiterung“ ist zu verstehen, dass sich etwas ausgedehnt, freigesetzt und in der Form vergrößert hat bzw. an Ausmaß und der Intensität zunimmt. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf der Botschaft „Am Scheideweg der Veränderung“ von James W. Goll aus dem Jahr 2013)
 
Das Neue und die „Wirtschaftsform“ Gottes
 
Bezüglich des Neuen offenbarte der HERR, dass es sich hierbei unter anderem um eine „Wirtschaftsform“ handelt, die aus dem Regierungsbereich der Erlösung Gottes arbeitet bzw. dient, worauf der Name „Benjamin – Sohn der Rechten oder des Glückes“ hindeutet.
 
Da Jesus Christus zur Rechten Gottes sitzt und die Rechte des HERRN den Sieg behält, kann darin die Präsenz der göttlichen Regierung, Erlösung und des Triumphs gesehen werden (vgl. Markus 16,19 i.V.m. Psalm 118,15-16).
 
Markus 16,19:
19 Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
 
Psalm 118,15-16:
15 Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg!
16 Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg!
 
Darüber hinaus geht das Neue mit der Qualität der Beziehung zum Wort Gottes und der neuen Zeit einher, worauf die Aussage des Propheten Micha hinweist, bei der „Betlehem – Haus des Brotes“ vor dem alten Namen „Ephrata – Fruchtgegend, fruchtbar, Frucht bringend“ des Ortes genannt wird (vgl. Micha 5,1-2).
 
Micha 5,1-2:
1 Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
2 Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Söhnen Israel.
 
Es ist diese innige geistliche Gemeinschaft mit Christus Jesus als dem Brot des Lebens in Form des Wortes Gottes, die zur Fruchtbarkeit auf vielen Ebenen führt.
 
Hierbei enthält das farbliche Aussehen der Räder des Thronwagens, die wie „Tarschisch“ aussehen und die die „brütende“ Gegenwart Gottes tragen, ein Geheimnis über die „Wirtschaft“ Gottes. Denn es waren die Schiffe aus Tarsis, die König Salomo die Reichtümer brachten (vgl. Hesekiel 1,16 i.V.m.1.Könige 10,22; 2.Chronik 9,21).
 
Hesekiel 1,16:
16 Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis (hebr. „Tarschisch“) und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war.
 
1.Könige 10,22:
22 Denn der König hatte Tarsisschiffe, die auf dem Meer zusammen mit den Schiffen Hirams fuhren. Diese kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
 
2.Chronik 9,21:
21 Denn die Schiffe des Königs, die mit den Leuten Hirams nach Tarsis fuhren, kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
 
Das „Wirtschaftsschiff“ der Ekklēsia
 
Da die „Schiffe des Handels“ eine bedeutende Rolle beim Fall des wirtschaftlichen Babylons spielen und eine gewisse Art Zuflucht geben, ist hierin ein Prinzip der Bewahrung/Erlösung zu erkennen für die, die sich aus dem korrupten „System Babylons“ in die Obhut der geisterfüllten Ekklēsia begeben (vgl. Offenbarung 18,16-20).
 
Offenbarung 18,16-20:
16 Weh, weh, du große Stadt, die bekleidet war mit feinem Leinen und Purpur und Scharlach und geschmückt war mit Gold und Edelsteinen und Perlen, 17 denn in einer Stunde ist verwüstet solcher Reichtum!
Und alle Schiffsherren und alle Steuerleute und die Seefahrer und die auf dem Meer arbeiten standen fernab 18 und schrien, als sie den Rauch von ihrem Brand sahen: Wer ist der großen Stadt gleich?
19 Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und schrien, weinten und klagten: Weh, weh, du große Stadt, von deren Überfluss reich geworden sind alle, die Schiffe auf dem Meer hatten; denn in einer Stunde ist sie verwüstet!
20 Freue dich über sie, Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat sie gerichtet um euretwillen.
 
Hierbei bleibt es nicht aus, dass die, die sich mit dem babylonischen System „verschwägert“ (Anm.: in Allianzen gebracht) haben, große wirtschaftliche Verluste erleiden, aber trotz alledem, wie durchs „Feuer hindurch“ gerettet werden (vgl. 1.Korinther 3,12-15).
 
1.Korinther 3,12-15:
12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.
14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.
15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

In der Apostelgeschichte 20,4ff. wird von einer sogenannten „apostolischen Voraussendung“ berichtet, bei der der Apostel Paulus sieben seiner mit ihm zusammengeschlossen Heiligen mit dem Schiff von Philippi nach Troas aussandte. Dies tat er in der Absicht, um zu einem späteren Zeitpunkt zu ihnen und den dort anwesenden Heiligen zu kommen.
 
Apostelgeschichte 20,4-5:
4 Es zogen aber mit ihm Sopater aus Beröa, der Sohn des Pyrrhus, aus Thessalonich aber Aristarch und Sekundus und Gajus aus Derbe und Timotheus, aus der Provinz Asien aber Tychikus und Trophimus.
5 Diese reisten voraus und warteten auf uns in Troas.
 
Demut und die Treue im Kleinen
 
Wenn man die apostolische Voraussendung des Paulus in einem prophetischen Kontext betrachtet, wird die Wichtigkeit von Demut erkennbar, weil sein Vorname „Paulus – der Kleine“ bedeutet.
 
Wir wissen, dass das Wort Gottes von der Bedeutung der Treue im „Kleinen“ spricht, was uns deutlich macht, dass dies immer mit etwas Großem verbunden ist, was mit mehr Verantwortung einhergeht (vgl. Lukas 16,10a i.V.m. Lukas 19,17).
 
Lukas 16,10a:
10a Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; …
 
Lukas 19,17:
17 Und er sprach zu ihm: Recht so, du tüchtiger Knecht; weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte.
 
Der Apostel Paulus war sich im Klaren darüber, dass es in gewissen Zeiten zu einem geistlichen Aufstieg im Leben von Gläubigen kommen muss, der mit einer erweiterten geistlichen Sicht und einem größeren Verständnis verbunden ist, die der HERR geben möchte. Das wird verständlich anhand des Obergemachs in der Stadt Troas (vgl. Apostelgeschichte 20,6).
 
Apostelgeschichte 20,6:
6 Wir aber fuhren nach den Tagen der Ungesäuerten Brote (Anm.: Pessach) mit dem Schiff von Philippi ab und kamen am fünften Tag zu ihnen nach Troas und blieben dort sieben Tage.
 
Das Fest der ungesäuerten Brote und die Stadt Philippi
 
Demnach war es kein Zufall, dass Paulus mit der Kraft des Vollmaßes von Pessach, nämlich, dem Fest der ungesäuerten Brote, seine sieben Jünger mit dem Schiff aus Philippi nach Troas sandte, wo sie sich sieben Tage aufhielten.
 
Der Name der Stadt „Philippi“ ist abgeleitet von dem Vornamen „Philipp“, was so viel wie „Pferdefreund“ bedeutet. Pferde stehen in einem geistlichen Kontext für Winde bzw. die Engel Gottes (vgl. Hebräer 1,7 i.V.m. Sacharja 6,2-5).
 
Hebräer 1,7:
7 Von den Engeln spricht er zwar (vgl. Psalm 104,4): „Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen“, …
 
Sacharja 6,2-5:
2 Am ersten Wagen waren rote Rosse, am zweiten Wagen waren schwarze Rosse, 3 am dritten Wagen waren weiße Rosse, am vierten Wagen waren scheckige Rosse, allesamt stark.
4 Und ich hob an und sprach zum Engel, der mit mir redete: Mein Herr, wer sind diese?
5 Der Engel antwortete und sprach zu mir: Es sind die vier Winde unter dem Himmel, die hervorkommen, nachdem sie gestanden haben vor dem Herrscher aller Lande.
 
Anhand der apostolischen Voraussendung durch Paulus wird erkennbar, dass er die Bedeutung der biblischen Zeiten sowie die Kraft des Blutes des Lammes verstand.
 
Paulus sandte seine mit ihm verbündeten Heiligen mit dem Maß des vollen Erlösungswerks Christi im Glauben nach Troas aus. Dort bereiteten sie das geistliche Feld für ihn, so dass der apostolische Same des Wortes Gottes in Troas Frucht bringen konnte.
 
Die Verbindung zwischen Glaube, Geist und der biblischen Zeit
 
Da die von Paulus vorausgesandten Heiligen mit dem Schiff fuhren und nicht zu Fuß nach Troas gingen, ist das ein Hinweis auf die Wichtigkeit in der Dimension des Geistes zu leben, wobei das Segel den jeweiligen Glauben eines Heiligen und der Wind die Kraft des Heiligen Geistes repräsentiert (vgl. Johannes 3,8).
 
Johannes 3,8:
8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
 
Das hat für uns die Bedeutung, dass die Verbindung unseres Glaubens mit der biblischen Zeit und dem Heiligen Geist in eine höhere geistliche Ebene führt, was durch das Obergemach in Troas offenbart wird, wo die bereits dort anwesenden Heiligen die apostolischen Vorausgesandten des Paulus mit Erwartung empfingen (vgl. Apostelgeschichte 20,8).
 
Apostelgeschichte 20,8:
8 Und es waren viele Lampen in dem Obergemach, wo wir versammelt waren.
 
Anhand der zuvor ausgesandten sieben Heiligen durch Paulus, ist darin die Dimension des Heiligen Geistes in seiner siebenfältigen Charaktere zu erkennen. Darüber hinaus ist aus den Namen der Vorausgesandten, die jeweilige Qualität der geistlichen Vorbereitung zu entnehmen, die sie durch die Führung des Heiligen Geistes unter den Gläubigen in Troas umsetzten.
 
Die sieben Vorausgesandten und das „trojanische Pferd“
 
Sie agierten in einer gewissen Art und Weise wie die Soldaten im Bauch des „trojanischen Pferds“, um als verdeckte apostolische Strategen mit ihren von Gott gegebenen Offenbarungen, die Herzen der Gläubigen für die Ankunft von Paulus und das, was er von Gott zu sagen hatte, vorzubereiten.
Auf ähnliche Weise ging auch Jesus vor, der die siebzig bzw. zweiundsiebzig Jünger voraussandte, um das jeweilige Glaubensfeld für die „Heimsuchung“ seiner selbst vorzubereiten (vgl. Lukas 10,1).
 
Lukas 10,1:
1 Danach setzte der Herr weitere zweiundsiebzig Jünger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte, …
 
Wie bereits zuvor erwähnt, handelte es sich bei den sieben Vorausgesandten des Paulus um:
 
  1. Sopater – „Heil, Schutz des Vaters“ => Lehre über die Bedeutung der schützenden Präsenz des himmlischen Vaters,
  2. Aristarch – „Bester Fürst“ => Lehre über die Regierungsherrschaft des Geistes in Christus Jesus,
  3. Sekundus – „Sekunde, der Zweite“ => Lehre über den richtigen Zeitpunkt Gottes und die Salbung des Doppelten,
  4. Gajus – „irdisch, ein irdischer Mann“ => Lehre über die von Gott gegebene geistliche Autoritätsausübung der Ekklēsia auf der Erde,
  5. Timotheus – „Ehre Gottes, Geliebter Gottes“ => Lehre über die Treue Gott gegenüber und dessen Ergebnis,
  6. Tychikus – „zufällig, mit dem das Glück ist“ => Lehre über die unerwartete Gunst Gottes,
  7. Trophimus – „Der Nährende“ => Lehre der festen Speise Gottes.
 
Paulus verband in diesem Kontext die Präsenz der geistlichen Kommunikation Gottes, repräsentiert durch die sieben Vorausgesandten, mit dem Zeitrahmen des Geistes, repräsentiert durch die sieben Tage Aufenthalt.
 
Mit den sieben von Paulus vorausgesandten Heiligen waren vier geographische Orte (Anm.: Beröa, Thessalonich, Derbe, Asien) verknüpft, die wie eine offene Tür in Troas fungierten, um den Fluss Gottes freizusetzen und den Zeitpunkt bzw. „die Stunde des HERRN“ zu offenbaren. Eine Zeitstunde besteht aus vier Vierteln.
 
Es ist erforderlich, dass wir mit dem Zeitpunkt der Gnade Gottes agieren, worauf deren Ankunft am fünften Tag in Troas hinweist (vgl. Apostelgeschichte 20,6).
 
Apostelgeschichte 20,6:
6 Wir aber fuhren nach den Tagen der Ungesäuerten Brote (Anm.: Pessach) mit dem Schiff von Philippi ab und kamen am fünften Tag zu ihnen nach Troas und blieben dort sieben Tage.
 
Der fünfte Tag der Ankunft verbunden mit den sieben Tagen des Aufenthalts, offenbaren ein apostolisches von Gott gesetztes Maß (Anm.: 5 + 7= 12) in Form von „Ablauf“ und „apostolischer Heimsuchung“.
 
Es heißt, dass Paulus am ersten Tag der Woche, welcher auch „der Tag der Auferstehung“ genannt wird, an dem Jesus nach der Kreuzigung aus dem Grab von den Toten auferstand, zu den Heiligen in Troas sprach, wobei seine Botschaft bis Mitternacht andauerte (vgl. Apostelgeschichte 20,7-8).
 
Apostelgeschichte 20,7-8:
7 Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus, und da er am nächsten Tag weiterreisen wollte, zog er die Rede hin bis Mitternacht.
8 Und es waren viele Lampen in dem Obergemach, wo wir versammelt waren.
 
Die Kraft der Durchreise und die apostolische Unterweisung
 
Nachdem die sieben Abgesandten des Paulus zuvor den Weg für das Wort Gottes, das Paulus predigen wollte, bereiteten, traf dieser auf die Heiligen in Troas, um sie mit einer wichtigen apostolischen Botschaft zu unterweisen.
 
Es war Paulus ein Anliegen, dass die Heiligen von Troas einheitlich versammelt waren, um seine apostolische Anweisung vollständig zu hören, da er am nächsten Tag weiterreisen wollte.
Das war der Grund, warum Paulus an diesem Tag bis Mitternacht und darüber hinaus weiter predigte. Der Ort, an dem sich der Apostel aufhielt, war vom Licht der Offenbarungserkenntnis Gottes durchflutet, was uns durch die vielen brennenden Lampen im Obergemach verdeutlicht wird (vgl. Apostelgeschichte 20,8 i.V.m. 2.Petrus 1,19).
 
Apostelgeschichte 20,8:
8 Und es waren viele Lampen in dem Obergemach, wo wir versammelt waren.
 
2.Petrus 1,19:
19 Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
 
Es war somit eine Erwartungshaltung in den Herzen der Gläubigen von Troas aktiv. Während dieser apostolischen An- und Unterweisung, von der auszugehen ist, dass sie mit Offenbarungserkenntnis verbunden war und des mit feurigem Licht durchfluteten Obergemachs, war Paulus vom Heiligen Geist getrieben, die Offenbarung in einer kompakten Form den Heiligen in Troas mitzuteilen, weil er am nächsten Tag weiterreisen wollte.
 
Der Unfall des „Eutychus“
 
Im Zentrum dieser apostolischen Offenbarungserkenntnis Gottes sank ein junger Mann mit dem Namen Eutychus, der in einem Fenster des Obergemachs gesessen hatte, in einen tiefen Schlaf, so dass er aus dem dritten Stock fiel. Dieser Unfall hatte zur Folge, dass der junge Mann starb, so dass Paulus das Obergemach verließ und nach unten zu dem Toten ging, um auf ähnliche Weise einzugreifen, wie es der Prophet Elischa bei dem gestorbenen Jüngling der Schunemitin tat (vgl. Apostelgeschichte 20,9-10 i.V.m. 2.Könige 4,32-35)
 
Apostelgeschichte 20,9-10:
9 Es saß aber ein junger Mann mit Namen Eutychus in einem Fenster und sank in einen tiefen Schlaf, weil Paulus so lange redete; und vom Schlaf überwältigt fiel er hinunter vom dritten Stock und wurde tot aufgehoben.
10 Paulus aber ging hinab und warf sich über ihn, umfing ihn und sprach: Macht kein Getümmel; denn es ist Leben in ihm.
 
2.Könige 4,32-35:
32 Und als Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett.
33 Und er ging hinein und schloss die Tür hinter sich zu und betete zu dem HERRN 34 und stieg aufs Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über ihn; da wurde des Kindes Leib warm.
35 Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal; danach tat der Knabe seine Augen auf.
 
Nachdem der junge Mann Eutychus durch das Eingreifen des Apostels zum Leben erweckt wurde, entstand dadurch unter den Heiligen in Troas ein apostolisches Zeugnis „der Auferweckung“.
 
Wenn man die apostolische Intervention von Paulus auf der Grundlage von 2.Könige 4,32ff. betrachtet, verbirgt sich dahinter ein geistlicher Aufruf nach wahrem Leben im Geist. Aus den dort drei erwähnten hebräischen Worten für „Mund – Pe, Ajin – Auge, Hand – Jad“ ergibt sich das hebräische Wort „pā’î“, was „Geschrei, Geblöck, Keuchen“ bedeutet. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „pā’î – Geschrei“ mit der Wortschlüsselnummer: 6600, 6598* und dem Namenslexikon von Abraham Meister mit der Wortschlüsselnummer: 2773)
 
„Eutychus“, ein Repräsentant für die Heiligen des neuen Weins
 
Der Name „Eutychus“ bedeutet: „der Glückliche“. Der Name ist eine Ableitung des griechischen Zeitwortes „eutychein“, was bedeutet, „das vorgesetzte Ziel zu erreichen, das Gewünschte zu erreichen“ und „glücklich zu sein in seinen Unternehmungen“. (Anm.: Teilauszug aus dem biblischen Namenlexikon von Abraham Meister zu dem Namen „Eutychus“ mit der Wortnummer 1107)
 
Die Worterklärung sowie das Geschehen mit dem jungen Mann Eutychus soll uns heutzutage verdeutlichen, dass es der Versuch Satans ist, die potenziellen Träger des Neuen, nämlich das, was Gott in dieser und der kommenden Zeit tun möchte, zu zerstören, weil er nicht will, dass sich die Freude und die Gunst Gottes im Leben von Menschen ausbreitet, mit denen sie in Berührung kommen. Doch das Gute ist, das Gott bereits seinen Plan abgesichert hat, um diesen auf der Erde durch seine Heiligen umzusetzen!
 
„Eutychus“ repräsentiert die Heiligen in dieser Zeit, die bereit sind, sich in der Struktur des neuen Weinschlauchs und im neuen Wein zu bewegen. Hierbei handelt es sich um Heilige, die ihr Ziel -das Bestimmungsziel Gottes- nicht vor ihren Augen verlieren, um es mit aller Kraft und Freude zu erreichen (vgl. 1.Korinther 9,24-26).
 
1.Korinther 9,24-26:
24 Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt.
25 Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen.
26 Ich aber laufe nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust, nicht wie einer, der in die Luft schlägt, …
 
Großer Trost
 
Der apostolische Eingriff zur „Auferweckung“ hielt Paulus nicht davon ab, wieder nach oben in den dritten Stock des Obergemachs zu gehen und weitere Gemeinschaft mit den Heiligen in der Auferstehungskraft Christi zu pflegen.
 
Darüber hinaus teilte Paulus weiter seine Erkenntnisse durch sein apostolisches Verständnis mit, was schließlich zur Folge hatte, dass sich großer Trost unter den Heiligen ausbreitete (vgl. Apostelgeschichte 20,11-12).
 
Apostelgeschichte 20,11-12:
11 Dann ging er hinauf und brach das Brot und aß und redete viel mit ihnen, bis der Tag anbrach; und so zog er hinweg.
12 Sie brachten aber den jungen Mann lebend herein und wurden nicht wenig getröstet.
 
Möge uns der Heilige Geist in der kommenden Zeit durch die Kraft der offenbarenden Wahrheit großen Trost spenden (vgl. Johannes 14,26; Johannes 16,7).
 
Johannes 14,26
26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
 
Johannes 16,7:
7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
 
Und möge es mutige, apostolische und souveräne Führung im Leib Christi geben, die Heiligen dazu verhilft in neuer Weise voranzugehen und die Kraft der Gemeinschaft zu erleben, die Gott schenken möchte, um größere Einflussnahme in der Gesellschaft zu generieren.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm