Erst unsere demütige und bußfertige Herzenshaltung gegenüber Gott kann einen offenen geistlichen Zugang für Engel kreieren, um aktiv für unser Anliegen zu werden, wozu sie bestimmt sind. Das wird anhand der Bibelstelle aus Daniel 9,20-23 deutlich, wo Daniel seine Sünde sowie die Sünde seines Volkes bekannte.
 
Daniel 9,20-23:
20 Als ich noch so redete und betete und meine und meines Volkes Israel Sünde bekannte und mit meinem Gebet für den heiligen Berg meines Gottes vor dem HERRN, meinem Gott, lag,
21 eben als ich noch so redete in meinem Gebet, da flog der Mann Gabriel, den ich zuvor im Gesicht gesehen hatte, um die Zeit des Abendopfers dicht an mich heran.
22 Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dir zum rechten Verständnis zu verhelfen.
23 Denn als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich komme, um dir es kundzutun; denn du bist von Gott geliebt. So merke nun auf das Wort, damit du das Gesicht verstehst.
 
Der geistliche Autoritätsbereich im Berg Gottes
 
Darüber hinaus war es ihm wichtig für seinen geistlichen Platz innerhalb des Autoritätsbereiches Gottes, dem heiligen Berg Gottes zu beten, was der Bitte Jesu gemäß Johannes 17,21 entspricht, wo es um die Einheit in Gott geht, der Geist ist (vgl. Johannes 4,24a).
 
Johannes 17,21:
… 21 damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Es ist demnach Gottes Verlangen für uns, dass wir unseren von ihm zugeteilten Autoritätsbereich in ihm völlig ausfüllen und auf diese Weise in unserem geistlichen Verantwortungsfeld herrschen durch seine Gnade.
 
Wenn wir in den Evangelien darüber lesen, dass Jesus „auf einen Berg“ ging, heißt es eigentlich, dass Jesus „in den Berg ging“. Das dort griechische verwendete Wort ist „εἰς – eis“ und bedeutet unter anderem „in etwas hineingehen“. (Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem griechischen Wort „εἰς – in etwas hinein“ mit der Wortschlüsselnummer: 1503)
 
Somit wird deutlich, dass wir unser vom Vater zugeteiltes Verantwortungsfeld mit unserer Präsenz ausfüllen, um effektiv Autorität in Christus Jesus ausüben zu können.
 
Der Engel Gabriel und die Zeit des „Schattens“
 
Es heißt, dass der Engel Gabriel zur Zeit des Abendopfers dicht an den Propheten Daniel heranflog, um ihn zu unterweisen. Der Name „Gabriel“ bedeutet „Held Gottes“, der mit der Zeit der „Dämmerung“, also der Zeit zwischen Tag und Nacht erschienen ist, was ein Hinweis auf die „Bedeckung Gottes“ durch „Schatten“ sein kann.
 
Das erkennen wir auch anhand der Begegnung von Gabriel mit Maria, die desgleichen mit dem Schatten bzw. des „Überschattens“ einherging, was die Zeit der Erlösung durch Jesus einläutete (vgl. Lukas 1,26-27.31.35).
 
Lukas 1,26-27.31.35:
26 Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, 27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. …
31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. …
35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
 
Wir wissen, dass Engel Winde sind (vgl. Psalm 104,4 i.V.m. Hebräer 1,7), weshalb wir in Bezug auf „Gabriel“ von dem „heldenhaften Wind“ sprechen können, der mit der Abdeckung Gottes einhergeht. Diese beinhaltet für uns, wenn wir aufrichtig demütig sind, Kühnheit durch Verständnis hervorzubringen und befähigt in der Verheißung Gottes voranzuschreiten.
 
Psalm 104,4:
… 4 der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern; …
 
Hebräer 1,7:
7 Von den Engeln spricht er zwar (vgl. Psalm 104,4): „Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen“, …
 
Die Heimsuchung Gottes und das Neuerwachen
 
Interessanterweise bedeutet die Beschreibung „im Flug“, im hebräischen als „jā’ēp̅“ bezeichnet, ebenfalls „müde, matt werden, ermüden“ (Worterklärung entnommen aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „jā’ēp̅ – im Flug“ mit der Wortschlüsselnummer: 3357)
 
Somit wird verständlich, dass die Gegenwart der von Gott gesandten Engel oder auch übernatürliche Heimsuchungen zu einem ermüdenden Umstand führen können. Das tut Gott, um in gewisser Weise ein geistliches Niederlegen für ein geistliches Neuerwachen herbeizuführen, was man auch als einen „Download“ zum Zweck eines „Uploads“ bezeichnen kann.
 
Aus dem Buch Daniel ist zu entnehmen, dass Daniel nach den Heimsuchungen Gottes in Form der Begegnung mit dem Engel Gabriel, aber auch den Visionen keine Kraft mehr in sich hatte und sogar vom Zustand wie „krank“ war (vgl. Daniel 8,27; Daniel 10,8-9).
 
Daniel 8,27:
27 Und ich, Daniel, war erschöpft und lag einige Tage krank. Danach stand ich auf und verrichtete meinen Dienst beim König. Und ich wunderte mich über das Gesicht und niemand konnte es mir auslegen.
 
Daniel 10,8-9:
8 Ich blieb allein und sah dies große Gesicht. Es blieb aber keine Kraft in mir; jede Farbe wich aus meinem Antlitz und ich hatte keine Kraft mehr. 9 Und ich hörte seine Rede; und während ich sie hörte, sank ich ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde.
 
Der Prophet Daniel war in Babel in Gefangenschaft und ließ sich trotz dieses Umstands nicht einschüchtern, seine Vision auf Gott ausgerichtet zu halten sowie sich in der Kraft der Fürbitte zu üben.
 
Aus diesem Kontext ist es erforderlich, dass wir uns nicht durch äußere bedrängende Umstände einschüchtern lassen, Gott zu suchen. Hierbei gilt es Gott zu erlauben, uns auf die Weise zu begegnen, wie er es möchte und unser prophetisches Bewusstsein bzw. Gewissen rein und offen für seine Begegnung zu halten, so ähnlich wie Daniel seine Fenster nach Jerusalem geöffnet hatte (vgl. Daniel 6,11b).
 
Daniel 6,11b:
… 11b Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.
 
Die richtige geistliche Ausrichtung in Zeiten von Bedrängnis
 
Unser Gewissen ist das übergeordnete Fenster bzw. Auge zwischen unserem Geist und unserer Seele. Deshalb können wir nicht genug betonen und uns stets darin ausrichten, dass wir es rein halten.
 
Anhand der Heimsuchung des Engels Gabriel wird deutlich, dass es im Interesse Gottes war, Daniel mit Kühnheit zu umgeben und ihm das Zeitverständnis der einundzwanzig Tage (Anm.: 3 x 7 Tage) des Widerstandes der Finsternis zu offenbaren (vgl. Daniel 10,13).
 
Daniel 10,13:
13 Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien.
 
Der einundzwanzigste Tag war der Tag des Momentum Gottes, der in sich den Zusammenschluss der Übereinstimmung dieser zwei hochrangigen Engelskräfte, nämlich Gabriel und Michael trug. Hierbei handelte es sich um die Verbindung zwischen der „Kühnheit Gottes“ und dem „Geheimnis Gottes“, weil der Name „Michael“ die Frage trägt: „Wer ist wie Gott?“. Daraus erkennen wir, dass selbst die Präsenz des Widerstands der Finsternis uns, die wir Gott lieben zum Besten dienen muss (vgl. Römer 8,28).
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Daraus ist zu entnehmen, dass Daniel von einer irdischen sowie von einer geistlichen Bedrängnis umgeben war. Hierbei gilt es, treu und beharrlich auf Gott und seine Antwort zu warten, die in sich die Erkenntnis seiner Liebe zu uns als treuen Dienern trägt.
Das beinhaltet, dass man in Christus das derzeitige Leben im Geist an den HERRN übergibt (Anm.: hingibt, weiht), so dass er es durch seine Berührung mit der übernatürlichen Kraft seines Geistes, die für die Zukunft benötigt wird, füllt (vgl. Daniel 10,10-14).
 
Daniel 10,10-14:
10 Und siehe, eine Hand rührte mich an und half mir auf die Knie und auf die Hände, 11 und er sprach zu mir: Daniel, du von Gott Geliebter, merk auf die Worte, die ich mit dir rede, und richte dich auf; denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und als er dies mit mir redete, richtete ich mich zitternd auf.
12 Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, als du von Herzen begehrtest zu verstehen und anfingst, dich zu demütigen vor deinem Gott, wurden deine Worte erhört, und ich wollte kommen um deiner Worte willen.
13 Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien.
14 Nun aber komme ich, um dir Bericht zu geben, wie es deinem Volk gehen wird am Ende der Tage; denn das Gesicht geht auf ferne Zeit.
 
Markant ist das Prinzip hierin, dass Daniel aus der Position der geisterfüllten Fürbitte, repräsentiert durch das Liegen auf den Knien und Händen in die aufrechte Position durch den Engel gebracht wurde (vgl. Daniel 10,10-11).
 
Das offenbart uns, dass es durch unsere Hingabe zur Intensivierung von geistlichen Berührungen kommt, die uns in unserem Geistwesen bekräftigen und in eine höhere geistliche Ebene von Offenbarung hineinbringen.
 
Die Intensität von Offenbarung und die geistliche Berührung
 
Aufgrund der Intensität der Offenbarung für die Zukunft senkte Daniel sein Angesicht und schwieg, was ein Hinweis auf Hoffnungslosigkeit und eingeschränkte prophetische Sicht sein kann. Doch der HERR setzte eine weitere Berührung aus der Dimension des Geistes frei, von der wir ausgehen dürfen, dass es sich hierbei um Christus persönlich handelte, der dem Propheten Daniel in Menschengestalt erschien und ihn an seinen Lippen berührte.
 
Das befähigte Daniel schließlich auf neue Weise in der „Ebene des Menschensohns“ zu kommunizieren (vgl. Daniel 10,14-19).
 
Daniel 10,14-19:
14 Nun aber komme ich, um dir Bericht zu geben, wie es deinem Volk gehen wird am Ende der Tage; denn das Gesicht geht auf ferne Zeit.
15 Und als er das alles mit mir redete, neigte ich mein Angesicht zur Erde und schwieg still.
16 Und siehe, einer, der einem Menschen gleich war, rührte meine Lippen an. Da tat ich meinen Mund auf und redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein Herr, meine Glieder bebten, als ich das Gesicht hatte, und es war keine Kraft mehr in mir.
17 Wie kann der Knecht meines Herrn mit meinem Herrn reden, da auch jetzt noch keine Kraft in mir ist und mir der Atem fehlt?
18 Da rührte mich abermals der an, der aussah wie ein Mensch, und stärkte mich 19 und sprach: Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebter! Friede sei mit dir! Sei getrost, sei getrost! Und als er mit mir redete, ermannte ich mich und sprach: Mein Herr, rede; denn du hast mich gestärkt.
 
Auf dieser Offenbarung der Wahrheit des Wortes Gottes können wir in allem Umstand von Erschöpfung nach geistlicher Berührung damit dankbar umgehen, indem wir daran festhalten dürfen, dass wir zu neuen Kräften gebracht werden, um unseren Lauf in Christus fortzusetzen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Das Feuer Gottes ist das Wesen Gottes, das verzehrend ist und dem wir als seine Kinder/Söhne zugehörig sind und darüber hinaus aus seinem Geist leben (vgl. 5.Mose 4,24 i.V.m. Hebräer 12,28-29).
 
5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
Hebräer 12,28-29:
28 Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Das häufig verwendete Wort, das Feuer beschreibt, ist „‘ēš“ und offenbart uns in zwei hebräischen Buchstaben „Aleph“ und „Schin“ den himmlischen Vater in seiner Macht zu lieben, indem es unter anderem auf die lebensspendende Kraft von Wasser und die Aufteilung vereinter Kräfte in der Einheit wie bei einem Zahnrad hinweist.
 
Die Erforderlichkeit, sich Gott zu nähern
 
Sich in diesem Feuer aufzuhalten, weist auf die erforderliche Annäherung zu Gott hin, die auch im Psalm 18 geoffenbart wird, indem es um verschiedene Phasen der Nähe zum lebendigen Gott als HERRN, „JAHWE“ geht, der sich selbst in Macht verhüllen und zeigen kann (vgl. Psalm 18,26-32).
 
Psalm 18,26-32:
26 Gegen die Heiligen bist du heilig, und gegen die Treuen bist du treu, 27 gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du verkehrt.
28 Denn du hilfst dem elenden Volk, aber stolze Augen erniedrigst du.
29 Ja, du machst hell meine Leuchte, der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.
31 Gottes Weg ist vollkommen, das Wort des HERRN ist durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
32 Denn wo ist ein Gott außer dem HERRN oder ein Fels außer unserm Gott?
 
In zahlreichen Versen in diesem Psalm wird dargelegt, wie eine Annäherung zu dem lebendigen Gott nur dem gelingt, der sein Vertrauen auf ihn setzt, Reinheit aufweist und sich im Glauben in widrigen Umständen auf den HERRN verlässt. Weiterhin wird deutlich, dass sich der HERR zu denen stellt, die seine Größe und Heiligkeit anerkennen (vgl. Psalm 18,2 ff.).
 
Im Feuer Gottes zu sein bedeutet demnach auch, dass wir an Substanz verlieren können, indem die Hitze der Flammen verzehrend verbrennen, was nicht als „beständig“ oder als „Schlacke“ (Anm.: unerschütterlich) angesehen werden kann. Dieses Prinzip können wir nur tiefer verstehen lernen, indem wir uns als Söhne Gottes verstehen, die vom Vater in dessen Liebe gezeugt wurden.

Wir akzeptieren, dass wir in einer Dimension von Oberflächlichkeit und Unreinheit leben, die in der gefallenen Welt besteht, welche wir weder lieben noch den Vorrang geben können, da sie überwunden ist (vgl. 1.Johannes 2,15-17).
 
1.Johannes 2,15-17:
15 Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.
 
Hierbei wird mit „Welt“ nicht nur der Erdboden oder der Planet Erde beschrieben, sondern die Dimension von „Kosmos“, was die gesamte Struktur der gefallenen ersten Ebene des „unteren Himmels“ umfasst (Anm.: natürlicher und übernatürlicher Bereich des unteren Himmels von Satans Herrschaftsbereich, Lüge und Iniquität gefallener Wesen).
 
Im Klartext lehrt uns das Wort Gottes, wie verheerend wir uns aus der Liebe des Vaters, dem Feuer Gottes (Anm.: Geistbereich, Sphäre in geistlicher Dimension) herausbegeben, wenn wir auch nur einen Gedankengang von dieser „Liebe zur Welt“ in unserem täglichen Leben kultivieren. Hierzu zählt alles, was wir an unser Herz heranlassen, das unsere erste Liebe zum HERRN gefährdet.
 
Zu diesen gehören unter anderem vorhandene humanistische Gedankenmuster von „falscher Liebe zum Nächsten“, gesellschaftliche Meinungsbildung, die sich über andere erhebt, jede Art von Hochmut oder Selbstgerechtigkeit, stolze Gedanken (Anm.: verborgener oder offen getragener Stolz), die das Ansehen oder Macht von Menschen oder Anerkennung von Statussymbolen beinhalten, sexuelle Unreinheit (Anm.: in jeder Form von geheimen Gedanken, Konsum von unreinen Bildern oder Pornografie, Selbstbefriedigung bis zu außerehelichem Geschlechtsverkehr), Bitterkeit, Unvergebenheit, Selbstmitleid, Undankbarkeit, Trägheit, Manipulation, Gleichgültigkeit, Ablehnung, Untreue, List, Streit, Suchtverhalten, Lästern, Sarkasmus, Grausamkeit (Anm.: Unbarmherzigkeit), Geiz, Gier nach materiellen Dingen, Angst, Träumereien, die seelischer Art sind, etc.
 
Heilige, die meinen mit jeglichen Gedankenmustern, Verhaltensweisen und Gewohnheiten tolerant umzugehen, die solche weltlichen Maßstäbe in sich tragen, können sehr schwer „im Feuer Gottes stehen“ oder sich darin aufhalten, da sie sich nicht an die Regel halten, die Gott für ewig aufgestellt hat: „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (vgl. Sprüche 3,34; Jakobus 4,6b; 1.Petrus 5,5c)
 
Sprüche 3,34:
34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben.
 
Jakobus 4,6b:
… 6b Darum heißt es (vgl. Sprüche 3,34): „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“
 
1.Petrus 5,5b-c:
… 5b-c Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
 
Jesus Christus, die Gnade Gottes und die Unterordnung unter das Wortes Gottes
 
Die Gnade, welche der wohlwollende, liebevolle, unverdiente Ausdruck von Güte einer höher gestellten Person beschreibt, gleicht einer Ebene von Zugang im geistlichen Bereich, weshalb wir aus Glauben in Jesus Christus Zutritt zum Thronraum Gottes haben und uns nur mit dieser Berechtigung unserem heiligen Gott nahen dürfen (vgl. Hebräer 4,14-16).
 
Hebräer 4,14-16:
14 Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis.
15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.
16 Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.
 
Wer sich proaktiv dem Wort Gottes unterordnet, greift die Priorität von Heiligung als etwas, dem es nachzujagen gilt, auf – man legt freiwillig unreine, unheilige oder von Hochmut geprägte Gedanken sowie Verhaltensweisen ab und lässt diese im Feuer Gottes „verbrennen“ (vgl. Hebräer 12,14.28-29).
 
Hebräer 12,14.28-29:
14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, …
28 Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt; 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Doch gibt es Heilige, die gehen noch einen Schritt weiter, indem sie in der Zunahme der Gegenwart des Feuers eine tiefere Trennung zwischen sich und ihrem alten, vergänglichen „Ich“ aufbauen (vgl. Galater 2,20) und sich in den berauschenden Momenten aufrichtiger Anbetung des Bräutigams in den „Flammen JAHS“ (vgl. Hohelied 8,6) verlieren, so dass sie sich nicht mehr selbst „erheben“ können. Etliche Beispiele von Begegnungen im Wort Gottes mit seinem Feuer weisen auf das Geheimnis des Prinzips von Herrlichkeit und Opferbereitschaft hin, welche mit Liebe verbunden ist.
 
Petrus und das Feuer
 
Petrus, ein leidenschaftlicher Jünger, verleugnete hingegen nicht aus Zufall seinen Meister an einem Feuer, wo er sich wärmte, worauf der Hahn von Jesus prophezeit als Zeichen der Verleugnung krähte. Es war ihm nicht möglich, Jesus bis ans Kreuz, dem Feuerherd von Gottes Zorn und Gericht, den er dort tragen sollte, treu beiseite zu stehen (vgl. Markus 14,66-72). Petrus hatte Jesus zwar lieb, aber er hatte zu diesem Zeitpunkt seine Zukunft als frei herumlaufender Mann lieber und fürchtete sich, eingesperrt oder für seine Beziehung zum HERRN verfolgt zu werden. Er war nicht ins Feuer Gottes hineingegangen, welches zugleich ein Hinweis auf das Zentrum der Liebe Gottes zu uns Menschen ist (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Hohelied 8,6b-c).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Hohelied 8,6b-c:
… 8b-c Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich.
Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, …
 
Unsere äußere Leidenschaft für Christus kann uns eine gewisse Zeit tragen, jedoch wird sie vom „eifersüchtigen Feuer“ Gottes (Anm.: Sphäre der Gegenwart Gottes) geprüft werden, was unter anderem beinhaltet, dass wir in Umständen herausgefordert werden zu erkennen, ob wir noch Angst, Furcht oder Befürchtungen vor etwas haben, das uns mehr bedeuten könnte als für Christus allein zu leben oder auch zu sterben (vgl. Philipper 1,21 i.V.m. 1.Könige 18,21-40).
 
Philipper 1,21:
21 Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.
 
Sich im Feuer Gottes aufzuhalten, beinhaltet demnach eine größere Dimension von Leidenschaft, die mit der ersten Liebe einhergeht und auf Glauben gründet (Anm.: innere Überzeugung), dass Gott als Vater der anbetungswürdige König ist, der über allem regiert und in Ewigkeit herrschen wird (vgl. Offenbarung 4,11).
 
Offenbarung 4,11:
11 Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Tina Glimm

PROPHEZEIT AM 28. MAI 2023 | 08. SIWAN 5783, HOLY PLACE BERLIN – SPANDAU
 
„Da ist der Rahmen des Drachens und des Stiers, den Ich offenbare, weil Ich Trennung bringe zwischen dem, der Mir dient und dem, der Mir nicht dient!
 
Da ist der Widerstand derer, die im Rahmen des bösen Stiers und Drachens stehen, gegenüber Meiner Gerechtigkeit!
 
Da ist die ziehende Kraft Meiner Gerechtigkeit und das Ziehen des Frevels, das sich Mir entgegensteht!
Mein Ziehen zerreißt das geflochtene Seil des Frevels!
 
Fürchtet euch nicht vor dem Ziehen Meines Volkes in die Struktur des gerechten „Stiers“ und „Drachens“!

Es ist der Rahmen Meiner Vaterschaft und Meiner Heiligkeit, in die Ich Mein Volk hineinziehe (vgl. 1.Könige 18,25-27.30-33 i.V.m. Jesaja 6,2-4)!
 
Da ist der Klang Meines fließenden und ausgießenden Wassers, das Meine Stimme trägt und in eine neue Dimension des Geistes führt (vgl. Offenbarung 1,15b i.V.m. Hesekiel 1,24a)!
 
Lasst euch nicht irritieren durch das Geschrei, den Tumult und den Lärm auf der Erde, weil ICH bereits Meine Strategie des Triumphs etabliert habe, der sich zu Meiner gesetzten Zeit manifestiert!
 
Meine messianische Ekklesia ist bereits aufgestanden und trägt derzeit noch verdeckt die Strategie zum Fall des Frevels, spricht der HERR!
 
Das „Polster“ der Frevler und ihre eigene Sicherheit sowie scheinbarer Triumph wird ihnen zum Verhängnis!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
1.Könige 18,25-26.30-33:
25 Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Wählt ihr einen Stier und richtet zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft den Namen eures Gottes an, aber legt kein Feuer daran.
26 Und sie nahmen den Stier, den man ihnen gab, und richteten zu und riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten. …
30 Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her zu mir! Und als alles Volk zu ihm trat, baute er den Altar des HERRN wieder auf, der zerbrochen war, 31 und nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs – zu dem das Wort des HERRN ergangen war: Du sollst Israel heißen – 32 und baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte um den Altar her einen Graben, so breit wie für zwei Kornmaß Aussaat, 33 und richtete das Holz zu und zerstückte den Stier und legte ihn aufs Holz.
 
Jesaja 6,2-4:
2 Serafim (Anm.: Feuerdrachen, die Verbrennenden, die Läuternden) standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.
3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!
4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.
 
Offenbarung 1,15b:
, … 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, …
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm