Wir sind von Jesus Christus beauftragt als Licht in der Welt zu scheinen, ohne verborgen zu sein. Deshalb möchte ich in diesem Zusammenhang auf die Menora (Anm.: der siebenarmige Leuchter), die vollkommen aus Gold bestand in der Stiftshütte eingehen, deren Licht nach vorne scheinen sollte (vgl. Matthäus 5,14-16 i.V.m. 4.Mose 8,1-2).
 
Matthäus 5,14-16:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
 
4.Mose 8,1-2:
1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, sollst du sie so setzen, dass sie alle sieben von dem Leuchter nach vorwärts scheinen.
 
Die Menora und das nach vorne scheinende Licht
 
Das nach vorne scheinende Licht der Menora kann in einem geistlichen Kontext auf das wegweisende Wort hindeuten, deren offenbarende Wahrheit dazu führt, dass wir in Zuversicht unseren Weg der Gerechtigkeit mit Christus Jesus gehen (vgl. Psalm 119,105).
 
Psalm 119,105:
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
 
Anhand der Herstellung der Menora, die aus reinem Gold besteht, wird deutlich, dass diese die Attribute des Mandelbaums trägt, was mit dem wachenden Wesen Gottes über seinem Wort einhergeht, so wie er es gegenüber dem Propheten Jeremia mitteilte (vgl. 2.Mose 25,31.33 i.V.m. Jeremia 1,11-12).
 
2.Mose 25,31.33:
31 Du sollst auch einen Leuchter aus feinem Golde machen, Fuß und Schaft in getriebener Arbeit, mit Kelchen, Knäufen und Blumen. …
33 Jeder Arm soll drei Kelche wie Mandelblüten haben mit Knäufen und Blumen. So soll es sein bei den sechs Armen an dem Leuchter.
 
Jeremia 1,11-12:
11 Und es geschah des HERRN Wort zu mir: Jeremia, was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen erwachenden Zweig (Anm.: Das hebräische Wort für „Mandelbaum“ ist „šāqēd“ und ähnelt dem hebräischen Wort „šāqad“, was „wachsam zu sein“ bedeutet.)
12 Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen über meinem Wort, dass ich es tue.
 
Der siebenarmige Leuchter wurde auf die Weise hergestellt, dass zuerst ein Schaft in der Mitte entstand, von dem auf der rechten sowie auf der linken Seite jeweils drei Arme abgingen, so dass der Leuchter sieben Kelche wie Mandelblüten aufwies, auf denen sieben Lampen angebracht waren, um nach vorne zu leuchten (vgl. 2.Mose 25,31-33.36-37).
 
2.Mose 25,31-33.36-37:
31 Du sollst auch einen Leuchter aus feinem Golde machen, Fuß und Schaft in getriebener Arbeit, mit Kelchen, Knäufen und Blumen.
32 Sechs Arme sollen von dem Leuchter nach beiden Seiten ausgehen, nach jeder Seite drei Arme.
33 Jeder Arm soll drei Kelche wie Mandelblüten haben mit Knäufen und Blumen. So soll es sein bei den sechs Armen an dem Leuchter.
36 Beide, Knäufe und Arme, sollen aus einem Stück mit ihm sein, lauteres Gold in getriebener Arbeit.
37 Und du sollst sieben Lampen machen und sie oben anbringen, sodass sie nach vorn leuchten, …
 
Auf die Anweisung Gottes hin wurde die Menora auf der Südseite positioniert, um nach vorne, in diesem Fall Richtung Norden zu scheinen, wo der Schaubrottisch stand, auf dem die zwölf Schaubrote (Anm.: das Brot seines Angesichts) lagen (vgl. 2.Mose 26,35).
 
2.Mose 26,35:
35 Den Tisch aber setze außen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenüber an die Südseite in der Wohnung, dass der Tisch nach Norden zu steht.
 
Die Vision der Menora und die Buchstaben
 
Verbunden mit der Herstellung der Menora erhielt ich eine offene Vision, in der ich den Schaft mit seinem ersten Arm sah, auf dem der erste Buchstabe des hebräischen Alphabets erschien, bei dem es sich um das „Aleph“ handelt. Dieses steht auch mit „dem Kopf des Stieres“ in Verbindung. Da es der erste Buchstabe des hebräischen Alphabets ist, handelt es sich ebenfalls um den sogenannten „Vaterbuchstaben“, weil auch das hebräische Wort für „Vater – `āb“ mit einem „Aleph“ beginnt.
 
Nachdem ich das sah, betrachtete ich die drei abgehenden Arme der Menora auf der rechten sowie auf der linken Seite des Schaftes. Als ich diese drei Arme auf beiden Seiten sah, erkannte ich auf jeder Seite den dritten Buchstaben des hebräischen Alphabets, bei dem es sich um das „Gimel“ handelt, welches unter anderem auch mit dem „Kamel“ verbunden ist.
 
Als ich die Buchstaben sah, entwickelte sich ein Lichtkegel aus dem Kelch des Schaftes, der sich zeitgleich auf die drei Arme der rechten Seite sowie auf die drei Arme der linke Seite ausdehnte. Daraufhin konnte ich das Wort אֲגַגAgag“ lesen, was „Flamme, brennen, hitzig“ bedeutet.
 
Bei dem Namen „Agag“ handelt es sich um den Titel oder Eigennamen der Könige der Amalekiter, die die Erzfeinde Israels sind. (Teilauszug zu dem Namen „Agag“ aus der Strong’s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H90)
 
Während ich das wahrnahm und darüber nachdachte, machte der HERR mich auf die Position der Menora aufmerksam, die im Süden angeordnet ist. Das verwendete hebräische Wort für „Süden“ ist „têmān. Der Süden ist verbunden mit dem höchsten Stand der Sonne, deren Licht in einem prophetischen Kontext unter anderem auch eng mit der Herrlichkeit Gottes verknüpft ist.
Nach biblischem Maßstab liegt der Süden auf der rechten Seite des Ostens und weist auf etwas hin, das in die Fülle von Stärke gelangt. Aus Habakuk 3,3-4 können wir entnehmen, dass dieser den HERRN von Süden in seiner Heiligkeit einhergehend mit Lobpreis und Ehre kommen sah.
 
Darüber hinaus nahm Habakuk die strahlende Präsenz Gottes wahr, bei der von seinen Händen Strahlen ausgingen, die die Macht Gottes verborgen in sich trug.
 
Habakuk 3,3-4:
3 Gott kam von Teman und der Heilige vom Gebirge Paran. SELA.
Seines Lobes war der Himmel voll, und seiner Ehre war die Erde voll.
4 Sein Glanz war wie Licht; Strahlen gingen aus von seinen Händen. Darin war verborgen seine Macht.
 
Aus der Erklärung zur Menora mit der erlebten Vision wird deutlich, dass selbst wenn der Widersacher (Anm.: repräsentiert durch „Agag“) uns in der Gemeinschaft mit Gott blockieren oder einschüchtern will (vgl. Sacharja 3,1-2a), es unabdingbar ist, dass wir uns in der Präsenz des Vaters aufhalten. Das Symbol für den Vater ist der Stier, der mit seinen dienenden Engeln als Symbol für die Kamele, für uns da ist. Daraus resultiert, dass Satan in der Gegenwart Gottes in die Schranken gewiesen wird.
 
Sacharja 3,1-2a:
1 Und er ließ mich sehen den Hohenpriester Jeschua, wie er vor dem Engel des HERRN stand, und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn zu verklagen.
2 Und der Engel des HERRN sprach zu dem Satan: Der HERR schelte dich, du Satan! Ja, der HERR, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich!
 
Hierbei gilt für uns, dass wir uns an der Gnade Gottes, repräsentiert durch das Symbol der Hände, genügen lassen (vgl. 2.Korinther 12,9).
 
2.Korinther 12,9:
9 Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
 
Erst daraus erhalten wir die nötige Kraft, die Herrlichkeit Gottes unter den Menschen zu offenbaren bzw. kundzutun und dazu beizutragen, Orientierung in die wahre Gemeinschaft mit Gott zu geben, der sich ihnen durch Christus Jesus als Vater offenbaren möchte (vgl. Johannes 14,9b).
 
Johannes 14,9b:
… 9b Wer mich sieht, der sieht den Vater! …
 
Selbst, wenn der Widersacher in Form des antichristlichen Geistes (Anm.: „Agag“) uns auf unserem Weg mit Jesus Christus gegenübersteht, dürfen wir voller Zuversicht sein, dass uns alles zum Besten dienen muss (vgl. Römer 8,28).
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Wenn wir uns im Licht der Liebe des Vaters und der dienstbaren Geister Gottes aufhalten, erhalten wir Freude zur Beständigkeit und Ausdauer inmitten von scheinbaren Zeiten geistlicher Dürre. Darüber hinaus sind wir mit einer demütigen Herzenshaltung fähig in Zeiten der „Enge“ bzw. „Pressphasen“ tiefer in die herrliche Freiheit der Söhne Gottes innerhalb seines Königreichs zu gelangen (vgl. Matthäus 19,24 i.V.m. Römer 8,21).
 
Matthäus 19,24:
24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. (vgl. Markus 10,25; Lukas 18,25)
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder (Anm.: Söhne) Gottes.
 
Das hell scheinende Licht Gottes in der Dunkelheit
 
Gott möchte sein nach vorne scheinendes Licht meistens dort leuchten lassen, wo es dunkel bzw. finster ist, um Klarheit hervorzubringen (vgl. 1.Mose 1,1-3 i.V.m. Matthäus 4,15-16).
 
1.Mose 1,1-3:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
 
Matthäus 4,15-16:
15 „Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa, 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht (Anm.: Jesus Christus) gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“
 
Gott lässt in erster Linie sein Licht durch Jesus Christus dem Lamm Gottes leuchten, weil das Lamm die Charaktere einer Leuchte besitzt, weshalb es so deutlich für uns ist, dass Jesus Christus als er auf der Erde in Fleisch und Blut wandelte als großes Licht von den Menschen gesehen wurde (vgl. Offenbarung 21,23 i.V.m. Matthäus 4,16).
 
Offenbarung 21,23:
23 Und die Stadt (Anm.: das messianische/gesalbte Jerusalem) bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
 
Matthäus 4,16:
„… 16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht (Anm.: Jesus Christus) gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.“
 
Das Lamm Gottes ist eine Facette des Geistwesens von Jesus Christus, das in der unsichtbaren Welt den irdischen Aufenthalt Jesu in der temporären Zeit (Anm.: zirka 33 Jahre; vgl. Lukas 3,23) verbunden mit seinem endgültigen Sieg in sich trägt, den er am mittleren Kreuz von Golgatha errang.
 
In 4.Mose 8,2 wird uns davon berichtet, dass Aaron (Anm.: bedeutet „Lichtberg, Erleuchtung“) die Lampen der voll aus Gold bestehenden Menora aufsetzen sollte, damit sie nach vorne hin scheinen.
 
4.Mose 8,2:
2 Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, sollst du sie so setzen, dass sie alle sieben von dem Leuchter nach vorwärts scheinen.
 
Das an dieser Stelle verwendete hebräische Wort für „aufsetzen“ ist ālāh“ und bedeutet auch „hinaufgehen, aufsteigen. Weiterhin bezeichnet es die Fortbewegung von einem niedrigen Ort zu einem höheren Ort“.
 
Das hebräische Wort für das „nach vorne scheinende Licht“ ist „‘ôr” und meint unter anderem „die Urquelle des Lichtes/das Tageslicht als erstes Schöpfungswerk Gottes sowie Ausleuchtung, hell, herrlich, entzündet sein, Freude”.
(Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „‘ālāh“ mit der Wortschlüsselnummer 6045 und dem Wort „‘ôr” mit der Wortschlüsselnummer 220)
 
Wenn wir an dieser Stelle auf die Attribute eingehen, die dazu beitrugen, dass die Menora gemäß Gottes Willen leuchtete, können wir erkennen, dass zuerst der Gehorsam Aarons gegenüber der Weisung Gottes durch Mose notwendig war.
 
Aaron stellt an dieser Stelle Heilige dar, die bereits über eine längere Zeit eine enge Beziehung mit Gott pflegen und dadurch geistlich reif sowie befugt sind, sich in einem hohen Offenbarungs- und Erkenntnisbereich des HERRN voranzubewegen, um den von Gott vorherbestimmten Raum mit göttlicher Offenbarungserkenntnis zu füllen.
 
Der mit Licht durchflutete Raum und die Seele des Menschen
 
Diese göttliche Erfüllung des Raumes steht eng mit der Entzündung des Geistes von Gläubigen in Verbindung (Anm.: so wie das Entzünden der Dochte bei den sieben Lampen der Menora), die sich in Einheit im Geist und in der Wahrheit im Reichtum des Glaubens voran bewegen. Es sind Heilige, die bereit sind in Jesus Christus auf eine höhere geistliche Ebene zu gehen.
 
Es bedarf hierbei, dass die betreffenden Gläubigen einer geistlichen kompetenten Führung unterstellt sind, die sie durch Erkenntnis dazu befähigt bzw. absichert, höher im Geist zu gehen.
 
Gemäß dem Wort Gottes ist die Seele des Menschen ein Licht bzw. eine Flamme (vgl. Sprüche 20,27).
 
Sprüche 20,27:
27 Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist (Anm.: Seele); er durchforscht alle Kammern des Innern.
 
Und gleichermaßen, wie sich z.B. die Feuerflamme bei einer Kerze bewegt und ihren Weg immer nach oben sucht, so sollten auch wir als Gläubige in Jesus Christus ständig das Ziel verfolgen, höher im Geist zu gehen und in der Beziehung mit Gott dem Vater als Söhne heranzureifen (vgl. Römer 8,14).
 
Römer 8,14 (Rev. Elberfelder):
14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.
 
Auf diese Weise wird uns in der Gegenwart des Vaters möglich zu erkennen, was in der Vergangenheit seelischer Herkunft war und uns lediglich aufhalten sollte, dass wir das Licht weiter in dieser Zeit tragen. Erst wenn wir als Gliedes des Leibes mit der Finsternis nichts mehr gemeinsam haben, können wir andere wirksam aus den Bereichen von fehlender Erkenntnis und Offenbarung führen, um sie in der Liebe des Vaters durch den Heiligen Geist geführt zu sehen (vgl. Römer 13,10-11).
 
Römer 13,10-11:
10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
11 Und das tut, weil ihr die Zeit erkannt habt, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Während einer Zeit der Fürbitte mit einigen von unseren Heiligen vor einigen Tagen ließ mich der HERR eine offene Vision sehen. In dieser sah ich in die Atmosphäre des Himmels und in die der Erde, wie beide Atmosphären jeweils mit einem starken wirbelnden Wind gefüllt waren. Hierbei wusste ich, dass es sich bei den Winden um unterschiedliche geistliche Präsenzen handelte.
 
Die Atmosphäre der Erde war mit einer negativen geistlichen Präsenz und die des Himmels mit der Gegenwart der Kraft Gottes gefüllt. Daraufhin konnte ich sehen, wie die Kraft des Windes aus dem Himmel in Form eines dünnen Windtrichters wie bei einem Tornado in die wirbelnde böse Kraft auf der Erde einwirkte. Es schien als würde sich die Dynamik des Himmels mit der auf der Erde vereinen und sich vergrößern. Als ich das sah, hörte ich, wie der HERR sprach: „Lass es geschehen! Es muss geschehen! Das Maß muss voll gemacht werden!“
 
Der Mann Gottes aus Juda und die Aufgabe der Ekklēsia
 
Nachdem ich das hörte, empfing ich die Bibelstelle aus 1.Könige 13,1-5, wo es sich um den Mann Gottes aus Juda handelt, der von Gott dazu beauftragt wurde nach Bethel zu gehen und gegen den Altar zu prophezeien, auf dem gerade durch den König Jerobeam den Mächten der Finsternis geopfert wurde.
 
1.Könige 13,1-5:
1 Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda auf das Wort des HERRN hin nach Bethel, während Jerobeam noch auf dem Altar stand und opferte.
2 Und er rief gegen den Altar auf das Wort des HERRN hin und sprach: Altar, Altar! So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause David geboren werden mit Namen Josia; der wird auf dir schlachten die Priester der Höhen, die auf dir opfern, und wird Menschengebein auf dir verbrennen.
3 Und er gab an dem Tag ein Wunderzeichen und sprach: Das ist das Zeichen dafür, dass der HERR geredet hat: Siehe, der Altar wird bersten und die Asche verschüttet werden, die darauf ist.
4 Als aber der König das Wort von dem Mann Gottes hörte, der gegen den Altar in Bethel rief, streckte er seine Hand aus auf dem Altar und sprach: Greift ihn! Und seine Hand verdorrte, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.
5 Und der Altar barst und die Asche wurde verschüttet vom Altar nach dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes gegeben hatte auf das Wort des HERRN hin.
 
Anhand der eben genannten Bibelstelle ließ mich der HERR wissen, dass darin eine strategische Vorgehensweise für seine Ekklēsia in dieser Zeit verborgen liegt. Um die Strategie zu verstehen, ist es erforderlich zu erkennen, dass der Mann Gottes aus Juda kam, jedoch ohne Namen genannt ist. Das weist auf eine demütige Herzenshaltung und den Wandel in der hohen Anbetung mit apostolischem Charakter hin.
 
=> So, wie die Gabe des Apostels die Staatsgewalt Gottes repräsentiert, ist apostolische Anbetung eine Anbetung, die die Regierung Gottes ermöglicht, während er auf unserem Lobpreis thront. Es ist eine Anbetung, die uns in den Regierungsprozess Gottes auf der Erde hineinbringt und offenbarende Wahrheit trägt, die wir auf der Erde gemäß seinem Willen aussprechen. „Dein Wille geschieht wie im Himmel, so auf Erden.“ (vgl. Matthäus 6,10)
Das umfasst, dass sich die Anbeter in ihrer Anbetung für die Absichten Gottes zur Verfügung stellen und gemäß dessen weissagen, was sie von Gott in ihrem Geist empfangen.
Es ist erforderlich, dass wir Gott auf unserem Lobpreis inthronisieren, um an seinem gerechten Urteil teilzuhaben, das er über die Dinge bringt, die zerstörerisch auf die Menschheit einwirken.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass wir unsere Ehrerbietung und unser Bestreben, Gott zu kennen auf eine höhere Ebene anheben – nämlich dahin, seinen Willen auf der Erde auszuführen. Was Gott im Himmel sagt und tut, muss sich auf der Erde manifestieren.
Während wir anbeten, steigt unsere Ehrerbietung zu seinem Thron auf. Durch diesen Prozess sind wir dann in der Lage, in effektiver Kampfführung hinabzusteigen. Dieser Ruf wiederum setzt einen Klang aus dem Himmel frei, der Auswirkung auf der Erde hat. Die Aufforderung anzubeten, zieht uns weiter in die Intimität hinein, und ihr Klang bewegt uns dazu, in den Kampf zu ziehen. Gott ist es, der Anbetung und Schwert (Anm.: die offenbarende Wahrheit des Wortes Gottes) zusammenbringt.

Psalm 149,6-9 sagt aus: „Lobpreis Gottes sei in ihrer Kehle und ein zweischneidiges Schwert in ihrer Hand, um Rache zu vollziehen an den Nationen, Strafgerichte an den Völkerschaften, um ihre Könige zu binden mit Ketten, ihre Edlen mit eisernen Fesseln, um das schon aufgeschriebene Gericht an ihnen zu vollziehen! Das ist Ehre für alle seine Frommen. Halleluja!“ <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Erklärung zur apostolischen Anbetung aus dem Buch „Worship As It Is In Heaven“ (ISBN-13: 978-0-8307-5543-1; Regal books [auf Deutsch: „Anbeten wie im Himmel“, Anm. d. Übers.] von John Dickson und Chuck D. Pierce.)
 
Aus der apostolischen Anbetung erwächst die offenbarende Wahrheit, die zum richtigen Zeitpunkt in den Bereich der geistlichen Struktur des Bösen prophezeit werden muss. Hierbei sei angemerkt, dass gemäß 1.Könige 13,2 der Mann Gottes zuerst gegen den Altar die Worte Gottes aussprach.
 
Der geistliche Kampf und das Zerbersten des Altars des Bösen
 
Da unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut gerichtet ist, ist darin ein geistliches Vorgehen gemäß Epheser 6,12 zu erkennen.
 
Epheser 6,12:
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
 
Der Altar steht in diesem Fall für einen Ort der Anbetung Satans, dem Vater der Lüge, die ihm durch die Söhne des Ungehorsams gegeben wird (vgl. Johannes 8,44 i.V.m. Epheser 5,6).
 
Johannes 8,44:
44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.
 
Epheser 5,6:
6 Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.
 
Bei einem Altar des Bösen bzw. der Ungerechtigkeit handelt es sich um einen:
 
  • Ort falscher Anbetung, wo Menschen anderen Göttern oder bösen Geistern Anbetung und Opfer darbringen,
  • Treffpunkt böser Geister mit Menschen,
  • Tor in die geistige Welt,
  • Ort, wo böse Geister sich Menschen offenbaren,
  • Ort, wo ein Bund zwischen einer falschen Gottheit oder einem Geist mit Menschen vollzogen wird,
  • Ort, wo Menschen von unreinen oder bösen Geistern Kraft beziehen,
  • unheiliger Ort.
 
Die zweifache Adressierung des Altars vom Mann Gottes aus Juda ist ein Hinweis auf die Konfrontation der Mächte des Bösen unter dem Himmel und auf der Erde in den Herzen der Menschen.
 
Wenn dem Widersacher die geistliche Grundlage durch die Offenbarungskraft Gottes genommen wird, hat er keine andere Möglichkeit als zu fliehen (vgl. Jakobus 4,7).
 
Jakobus 4,7:
7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
 
Deshalb ist es erforderlich, dass es zu einem Zerbersten des Altars des Bösen auf der Erde kommt, da die Präsenz des ungerechten Altars dazu die Frevler berechtigt, das Böse ganz öffentlich darzustellen und zu verherrlichen, wie wir es derzeit aus den Medien entnehmen können. Es wird allein durch die Kraft Gottes zu einem Zerbersten des Altars des Bösen kommen, ohne dass ein Mensch daran beteiligt sein wird.
 
Der Aufruf an die Ekklēsia
 
Die Ekklēsia ist dazu aufgerufen, den Weg für das gerechte Intervenieren Gottes durch die ihr vom Geist Gottes zugeteilte offenbarende Wahrheit gegen die derzeit noch vorhandene Struktur des Bösen auf der Grundlage von Kolosser 2,15 zu prophezeien.
 
Kolosser 2,15:
15 Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.
 
Jesus Christus hat bereits über alle Mächte der Finsternis triumphiert und aus diesem Triumph des Kreuzes gilt es für uns als Volk Gottes zu agieren.
 
Daraus folgt, dass die Gegenwart Jesu als der „Heiler“ denen begegnet, die von ihren bösen Wegen ablassen und ihnen Wiederherstellung bringt, aber auch Gericht gegenüber denen freisetzt, die sich mit dem Bösen verschwägert und eine Gesellschaft (Anm.: Synagoge des Satans; vgl. Offenbarung 2,9; Offenbarung 3,9) gebildet haben, die sich bewusst seiner Gnade widersetzt (vgl. Johannes 3,18 i.V.m. 1.Könige 13,2).
 
Johannes 3,18:
18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
 
1.Könige 13,2:
2 Und er rief gegen den Altar auf das Wort des HERRN hin und sprach: Altar, Altar! So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause David geboren werden mit Namen Josia; der wird auf dir schlachten die Priester der Höhen, die auf dir opfern, und wird Menschengebein auf dir verbrennen.
 
Dieses Zerbersten des ungerechten Altars wird mit großem Licht in Form von Offenbarungskraft und Aufdeckung einhergehen (vgl. Johannes 3,19-21).
 
Johannes 3,19-21:
19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.
20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.
21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.
 
Alle politischen Kräfte, die sich mit dem Bösen verbündet haben und trotz der gegenwärtigen Offenlegung durch die Kraft der Gerechtigkeit Gottes nicht umkehren, werden in eine „Starre“ geraten. Sie soll ihnen nochmals die Möglichkeit geben von ihren sündhaften Wegen umzukehren, bevor danach kein Weg mehr zur Buße vorhanden sein wird (vgl. 1.Könige 13,4 i.V.m. Hebräer 12,17).
 
1.Könige 13,4:
4 Als aber der König das Wort von dem Mann Gottes hörte, der gegen den Altar in Bethel rief, streckte er seine Hand aus auf dem Altar und sprach: Greift ihn! Und seine Hand verdorrte, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.
 
Hebräer 12,17:
17 Ihr wisst ja, dass er (Anm.: Esau) hernach, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte.
 
Lasst uns diese Zeit in Fürbitte und apostolischer Anbetung gebrauchen, die uns zur Verfügung steht, um unseren Beitrag als Leib Jesu zu tun, damit das Heil zu den Menschen gebracht und die Zukunft der Generationen ohne ihre totalitaristische „neue Weltordnung“ (Anm.: Altar des Bösen) gesichert werden kann.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Den Terminus „Ströme lebendigen Wassers“ verwendete Jesus am letzten Tag des Sukkotfestes (Anm.: Laubhüttenfest), welcher der höchste Festtag war (vgl. Johannes 7,37-39).
 
Johannes 7,37-39:
37 Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.
 
An diesem Tag wurde der Hohenpriester von einer großen Menschenmenge begleitet, während dieser eine prophetische Handlung durchführte, indem er das Wasser vom Teich Siloam/Siloah zum Tempel brachte.
Hierbei wurde das Volk Zeuge einer besonderen Ausgießung, da das Sukkotfest mit der Zunahme der Herrlichkeit Gottes in Verbindung steht (vgl. 1.Könige 8,2.10).
 
1.Könige 8,2.10-11:
2 Und es versammelten sich beim König Salomo alle Männer in Israel am Fest (Anm.: Sukkot-/Laubhüttenfest) im Monat Etanim, das ist der siebente Monat. …
10 Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, 11 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.
 
Da auch Jesus Christus Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks genannt wird, wird anhand der Aussage Jesus in Johannes 7,38 deutlich, dass es ihm um eine besondere Ausgießung bzw. der Zunahme seines Geistes geht (vgl. Hebräer 5,5-6).
 
Hebräer 5,5-6:
5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (vgl. Psalm 2,7): „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“
6 Wie er auch an anderer Stelle spricht (vgl. Psalm 110,4): „Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.“
 
Die Einwirkung des Heiligen Geistes und die Freisetzung der Verheißung Gottes
 
Es ist der Heilige Geist, der durch uns auf die Gesellschaft bzw. unser näheres Umfeld einwirkt, wobei an dieser Stelle die Attribute von Wind und Wasser eine besondere Rolle spielen, da das lebendige Wasser mit Leben und dem Atem Gottes sowie seiner Ordnung verbunden ist.
Deshalb ist es kein Zufall, dass der Geist Gottes in der Thora zuerst mit den Wassern genannt wird, über die er vibrierte bzw. brütete (vgl. 1.Mose 1,1-2).
 
1.Mose 1,1-2:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
 
Diese Wasser trugen bereits die Dimension des Himmels und des Meeres der Erde in sich, die der HERR durch die Etablierung des Firmaments zum Vorschein brachte (vgl. 1.Mose 1,6-10).
 
1.Mose 1,6-10:
6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.
7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.
9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. …
 
Es ist der Heilige Geist, der durch uns in unsere Zukunft fließt und die bereits von Gott in den Boden implementierte Verheißung aufschließt. Es verhält sich ähnlich wie bei dem Fluss, der sich im Garten innerhalb der Region von Eden in vier Hauptarme teilte und die Bodenschätze in den jeweiligen Regionen hervorbrachte (vgl. 1.Mose 2,10-14).
 
1.Mose 2,10-14:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
11 Der erste heißt Pischon, der fließt um das ganze Land Hawila und dort findet man Gold; 12 und das Gold des Landes ist kostbar. Auch findet man da Bedolachharz und den Edelstein Schoham.
13 Der zweite Strom heißt Gihon, der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Der dritte Strom heißt Tigris, der fließt östlich von Assyrien. Der vierte Strom ist der Euphrat.
 
Jedes Jahr zum Sukkot-/Laubhüttenfest führte der Hohepriester den o.g. prophetischen Akt durch.
Er nahm Wasser von dem Teich Siloam/Siloah und brachte es zum Tempel hinauf, um es neben dem Altar auszugießen.
 
Das symbolisierte den Aufruf an Gott den Spät- und Frühregen (Anm.: Spätregen: Die Niederschläge am Ende der Regenzeit, etwa März/April; wichtig für die Entwicklung der Körner des Wintergetreides.; Frühregen: Gewöhnlich Ende Oktober oder Anfang November, zum Beginn der etwa sechs Monate währenden Regenzeit, nach der Trockenzeit des Sommers zur neuen Aussaat nötig.) auf das Land fallen zu lassen.
 
In diesem Zusammenhang offenbart uns dieser Akt und die Aussage Jesu von den „Strömen lebendigen Wassers“, dass wir bereits durch seinen Heiligen Geist die Ausgießung für unsere Region bzw. Zukunft in uns tragen, um die Verheißungen des himmlischen Vaters aufzuschließen.
 
Dieses Aufschließen der Verheißungen Gottes durch das lebendige Wasser, hat zur Folge, dass sich der Heilige Geist im Vehikel des Geistes der Prophetie bewegt, was mit Weissagung, Träumen und Visionen im Leben der Menschen einhergeht (vgl. Joel 3,1-2).
 
Joel 3,1-2:
1 Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.
2 Auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen.
 
Das volle Maß des Geistes und die Umwandlung
 
Es ist erforderlich, dass wir das gesetzte Maß des Heiligen Geistes für uns voll machen, auf ähnliche Weise wie es Jesus zur Hochzeit von Kana tat, wo er als erstes seine Herrlichkeit offenbarte und die leeren Krüge bis zum Rand mit Wasser füllen ließ. Erst nach der vollständigen Befüllung der Krüge, kam es zur Transformation von Wasser zu Wein sowie der Bewegung des Bräutigams (vgl. Johannes 2,1.6-9).
 
Johannes 2,1.6-9:
1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. …
6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße.
7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.
8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es ihm.
9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten es, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam …
 
An dieser Stelle ist anzumerken, dass der Akt der Ausgießung durch den Priester jeden Tag in den Tagen des Laubhüttenfestes durchgeführt wurde und Jesus am siebenten bzw. achten Tag, dem „Tag der Fülle des Wassermaß der Herrlichkeit“ von dem Heiligen Geist sprach.
 
Und genau zu diesem Zeitpunkt stand Jesus an dem Ort und sprach von dem lebendigen Wasser, das als Grundvoraussetzung den Glauben an ihn trägt, so wie er im Tenach (Anm.: Wort Gottes) ihn offenbart:
 
“Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.” Johannes 7,37-38
 
Wenn wir nach Christus im Tenach (Anm.: Wort Gottes in Form des Alten Testaments) suchen und ihn finden sowie gemäß der gemachten Offenbarung glauben, kommt es zu einer Intensivierung des Heiligen Geistes in unserem Leben, der sich bis in unsere Zukunft auswirkt.
 
Es ist das Verlangen des HERRN, dass wir an seine verborgenen Verheißungen für unsere Zukunft glauben und dadurch mit Vision vorangehen, um diese zum richtigen Zeitpunkt zu erschließen.
 
Das lebendige Wasser und das Königreich
 
Im Zusammenhang mit der Aussage von Jesus über das „lebendige Wasser“ ist festzuhalten, dass wir uns als Volk Gottes in der Struktur des Königreiches bewegen, das es gilt mit seinen verschiedenen Ebenen der Himmel zu verstehen, die an das Element des Wassers gekoppelt sind.
Das wird anhand des hebräischen Wortes „mamlākāh“, das für den Begriff „Königreich“ verwendet wird deutlich.
 
Dieses hebräische Wort beginnt zweifach mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“, der unter anderem mit „Wasser“ verbunden ist sowie den Zahlenwert „40“ trägt. Das im Wort Gottes verwendete hebräische Wort für „Wasser“ ist „Majim“ und wird ausschließlich in der Pluralform benutzt. Es beginnt mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“ und schließt zugleich damit ab. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „mamlākāh – Königreich“ mit der Wortschlüsselnummer 4542)
 
Es ist demnach kein Zufall, dass unter anderem der Schöpfungsbericht wie bereits zuvor erwähnt mit dem Geist Gottes über den Wassern verknüpft ist und sich ebenfalls vor dem Thron Gottes ein gläsernes Meer befindet (vgl. 1.Mose 1,1-2; Offenbarung 4,6).
 
1.Mose 1,1-2:
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
 
Offenbarung 4,6:
6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten.
 
Jede Ebene des Himmels trägt einen Bereich von Wasser, der mit dem Auftrag in Verbindung steht zu regieren. Um in der Regierung als Sohn Gottes in Christus zu handeln, geht eine bedeutsame Phase der Prüfung sowie diese zu bestehen voran, was mit der Zahl „40“ offenbar wird.
In dieser Phase ist es erforderlich, Christus in der Wahrheit seines Wortes zu suchen, um ihn zu finden und entsprechend der gemachten Offenbarung zu glauben, um eine neue Dynamik des Geistes in unserem Leben zu erleben, die aus uns herausfließt und zum Segen beiträgt.
Die Begründung der Prüfung liegt darin, weil Jesus Christus, nachdem er im Jordan von Johannes dem Täufer getauft wurde, voll des Geistes in die Wüste ging und sich dort einer 40 tägigen Prüfung unterzog, indem er vom Teufel versucht wurde, jedoch nicht in Sünde fiel und dem Bösen widerstand (vgl. Lukas 4,1-2a i.V.m. Hebräer 4,15).
 
Lukas 4,1-2a:
1 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt 2a und vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. …
 
Hebräer 4,15:
15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.
 
Die Struktur des Königtums steht in enger Beziehung mit jedem einzelnen der zwölf Stämme Israels, weil Gott ihnen durch Gehorsam die Möglichkeit gab, ein Königreich von Priestern zu sein.
 
Daraus wird deutlich, dass jeder Stamm Israels in sich eine geistliche Dimension des Himmels trägt, die mit einem Bereich von „Wasser“ einhergeht, was geistliche Regierung umfasst, da Gott Geist ist (vgl. 2.Mose 19,5-6 i.V.m. Johannes 4,24a).
 
2.Mose 19,5-6:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
 
Johannes 4,24a:
24a Gott ist Geist, …
 
Das lebendige Wasser und das wahrhaftige Fasten
 
Darüber hinaus steht die Aktivierung des lebendigen Wassers mit dem wahrhaftigen Fasten in Verbindung, das mit den Werken der Gerechtigkeit verknüpft ist. Diese Gerechtigkeit umfasst „Freisetzung“, die es unter anderem von uns fordert, Menschen, die unrecht an uns gehandelt haben in die Freiheit unserer Vergebung in Jesus Christus zu entlassen aber auch dort, wo wir Menschen unrecht getan haben, sie loszulassen bzw. freizugeben.
 
Außerdem ist es erforderlich, dass wir die Not bzw. Bedürftigkeit bei unserem Nächsten erkennen, um Werke der Gerechtigkeit in Form von Barmherzigkeit freizusetzen (vgl. Jesaja 58,6-12 i.V.m. Galater 6,8-10).
 
Jesaja 58,6-12:
6 Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg!
7 Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen.
9 Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.
Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, 10 sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.
11 Und der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.
12 Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen: „Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne.“
 
Galater 6,8-10:
8 Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.
9 Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.
10 Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.
 
Die Ströme des lebendigen Wassers des Heiligen Geistes spiegeln unsere Hingabe und heilige Lebensweise wider, indem wir die Barmherzigkeit, Gnade und Wahrheit anerkennen, die uns als Träger der Salbung Christi zum Segen für unser Umfeld, unsere Region und die Nationen anvertraut wurden.
 
Segen bedeutet hier den Willen Gottes, es geht also um das Zusammenspiel der verschiedenen Gaben des Heiligen Geistes und unserer Entscheidungen im Gehorsam gegenüber dem Vater. Wenn wir dem Heiligen Geist erlauben, uns zu kontrollieren, zu führen und zu leiten, wird die Intensität seiner Ströme in Form von lebendigem Wasser entsprechend zunehmen können.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel und Tina Glimm