In Bezug auf die herausfordernde Zeit in der wir uns befinden und die Konflikte, die damit einhergehen, betonte der HERR das Buch des Propheten Daniel und hob darin bestimmte Bibelverse hervor.
 
Es gilt für uns sein Wort in unserem Geistmenschen zu verinnerlichen, das er uns aus seinem Mund zuteilt, um die offenbarende Wahrheit durch die Führung des Heiligen Geistes zu erkennen (vgl. Matthäus 4,4 i.V.m. Johannes 16,13).
 
Matthäus 4,4:
4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 8,3): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“
 
Johannes 16,13:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
 
Nüchternheit und Wachsamkeit des Geistes gegenüber dem Widersacher
 
Anhand von Daniel 1,2b wird deutlich, dass das Volk Israel in die Gefangenschaft nach Babel (Anm.: bedeutet „Verwirrung“) ins Land Schinar (Anm.: bedeutet unter anderem „Löwenland“) geführt wurde.
 
Daniel 1,2b:
… 2b Die ließ er ins Land Schinar bringen, in den Tempel seines Gottes, und tat die Geräte in die Schatzkammer seines Gottes.
 
Es ist der Plan des Feindes uns als Volk Gottes in Verwirrung zu setzen, um uns orientierungslos zu machen, so dass wir für ihn eine leichte Beute sind. Wie es eben auch heißt vom Teufel, dass er umhergeht wie ein brüllender Löwe und nach denen sucht, die er verschlingen kann (vgl. 1.Petrus 5,8).
 
1.Petrus 5,8:
8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
 
Dieses Brüllen umfasst den Einfluss von Angst und Ungewissheit, um Menschen zu verstören. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass wir uns in der Nüchternheit und Wachsamkeit des Geistes üben, um die Taktik des Widersachers zu erkennen.
 
Satan, der Widersacher ist „kaltblütig“ und wird im Wort Gottes unter anderem deutlich der Gattung der Reptilien in Form einer Schlange zugeordnet (vgl. Jesaja 27,1 i.V.m. Offenbarung 12,9).
 
Jesaja 27,1:
1 Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird den Drachen im Meer töten.
 
Offenbarung 12,9:
9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.
 
Da eine Schlange ihre Opfer verschlingt sowie eine gespaltene Zunge besitzt, wird deutlich, dass der Widersacher wahre Dinge spricht, die er jedoch mit Lüge vermischt oder tiefere Wahrheit vorenthält, denn sein Ziel ist es stets die Wahrheit zu unterwandern.
 
Das wird z.B. bei der Versuchung Jesu in der Wüste deutlich, wo der Widersacher Jesus auf die Zinne des Tempels führte und ihm gegenüber die Verse aus Psalm 91,11-12 zitierte, wobei der Teufel nicht auf die nachfolgenden Verse einging, die den Sieg über ihn beschreiben (vgl. Lukas 4,9-11 i.V.m. Psalm 91,13).
 
Lukas 4,9-11:
9 Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich von hier hinunter; 10 denn es steht geschrieben (vgl. Psalm 91,11-12): „Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren. 11 Und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.“
 
Psalm 91,13:
13 Über Löwen und Ottern wirst du gehen und junge Löwen und Drachen niedertreten.
 
Jesus wendet später gegenüber seinen Nachfolgern, den 72 Jüngern die Aussage aus Psalm 91,13 an, indem er sagte:
 
„Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden.“ Lukas 10,19
 
Konflikte und der Kampf um Wahrheit
 
Bedauerlicherweise leidet in bewaffneten Konflikten meistens zuerst die Wahrheit und genau das ist das Ziel des Widersachers, um möglichst viel Verwirrung unter den Menschen und darin entsprechende Spaltung zu verursachen.
 
Wir können dieses Vorgehen durchbrechen, indem wir uns davon im Geist separieren, was die Nüchternheit des Geistes umfasst. Daraus folgt, dass wir die Wahrheit des Wortes Gottes unter der Führung des Heiligen Geistes anwenden und nicht aus unseren Emotionen, die uns zu falschen Schlussfolgerungen animieren können, ein unzureichendes Urteil fällen.
Jesus wies uns als seine Nachfolger an, nach der Wahrheit zu suchen, um diese zu finden.

Das beinhaltet unter anderem eine Recherche aus der Nüchternheit des Geistes in der Medienlandschaft der heutigen Zeit durchzuführen, auch wenn es etwas Zeit beanspruchen mag. Nur so wird uns möglich, die Wahrheit zu erkennen und nicht „die Wahrheit“, die wesentliche Tatsachen vorenthält und in sich hinterhältige Motive verbirgt.
 
Wir können davon ausgehen, dass in der nahen Zukunft eine drastische Veränderung in der Medienlandschaft stattfindet und teilweise bereits erkennbar ist, was dem Fall „Goliaths“ (Anm.: Stimme der Einschüchterung und Angst) durch die Intervention „Davids“ (Anm.: Stimme der Wahrheit und Zuversicht) gleichkommt (vgl. 1.Samuel 17).
 
Es sind die kleinen unscheinbaren Dinge, die dazu führen, dass das hochmütige „Große“ zu Fall kommt, sowie es fünf flache Steine waren, die von David aus einem Bach (Anm.: kein Fluss) genommen wurden, auch wenn David von seiner Größe her Goliath gegenüber im „Nachteil“ stand (vgl. 1.Korinther 1,18-19.27-29).
 
1.Korinther 1,18-19.27-29:
18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft.
19 Denn es steht geschrieben (vgl. Jesaja 29,14): „Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.“ …
27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme.
 
Und genau diesem Prinzip folgte auch der Prophet Daniel, der sich inmitten von Verwirrung (Anm.: Babel) und Einschüchterung (Anm.: Schinar) unter die starke Hand Gottes beugte, so dass er zur rechten Zeit erhöht wurde (vgl. Sprüche 3,34 i.V.m. 1.Petrus 5,6).
 
Sprüche 3,34:
34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben.
 
1.Petrus 5,6:
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Die richtige Fokussierung
 
Der Grund, warum Daniel trotz dem Aufenthalt in Gefangenschaft seinen göttlichen Fokus nicht verloren hat, ist darin zu finden, dass er seinen Blick auf Jerusalem und Israel ausgerichtet hatte und dem Geist Gottes erlaubte, sich in Offenbarungskraft zu bewegen. Das wird durch die von Daniel geöffneten Fenster nach Jerusalem deutlich erkennbar (vgl. Daniel 6,11b).
 
Daniel 6,11b:
… 11b Er hatte aber an seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem, und er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er es auch vorher zu tun pflegte.
 
Jerusalem ist der Bauchnabel der Erde und Israel der Augapfel Gottes (vgl. Hesekiel 38,12; Sacharja 2,12).
 
Hesekiel 38,12:
… 12 damit du rauben und plündern kannst und deine Hand an die zerstörten Orte legst, die wieder bewohnt sind, und an das Volk, das aus den Heiden gesammelt ist und sich Vieh und Güter erworben hat und in der Mitte (Anm.: Nabel) der Erde wohnt.
 
Sacharja 2,12:
12 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der mich gesandt hat, über die Völker, die euch beraubt haben: Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an.
 
Darin wird für uns heutzutage das Prinzip der Braut Jesu und der ihr gegebenen göttlichen Vision deutlich, die mit Kampf, denn Israel bedeutet „Gotteskämpfer“, und Frieden, denn Jerusalem bedeutet „Festung des Friedens“, einhergeht (vgl. Offenbarung 21,2.9-10).
 
Offenbarung 21,2.9-10:
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. …
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.
10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, …
 
Wenn wir als Volk Gottes in herausfordernde Phasen gelangen, gilt es, dass wir unseren geistlichen Blick richtig ausgerichtet haben und als geistliche „Kämpfer“ gemäß Epheser 6,12 mit „Shalom – Frieden“ im Herzen als Liebhaber Jesu (Anm.: Braut Jesu) vorangehen.
 
Auf diese Weise können wir inmitten von Verwirrung in der Gesellschaft mit erleuchteten Augen die Wahrheit Gottes erkennen, die mit Freiheit im Zusammenhang steht (vgl. Johannes 8,31b-32).
 
Johannes 8,31b-32:
… 31b Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger 32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
 
Die Engelsfürsten Gabriel und Michael
 
Darüber hinaus führte mich der HERR in Verbindung mit dem Zeitfenster des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, bei dem es sich nicht lediglich um zwei involvierte Nationen handelt zu Daniel 10,20-21.

Daniel 10,20-21:
20 Und er (Anm.: Gabriel) sprach: Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin? Und jetzt muss ich wieder hin und mit dem Engelfürsten von Persien kämpfen; und wenn ich das hinter mich gebracht habe, siehe, dann wird der Engelfürst von Griechenland kommen.
21 – Doch zuvor will ich dir kundtun, was geschrieben ist im Buch der Wahrheit. – Und es ist keiner, der mir hilft gegen jene, außer eurem Engelfürsten Michael.
 
Wir befinden uns in einer Zeit, in der um die Wahrheit gerungen und gekämpft wird und das ist unter anderem der Grund, warum der Widersacher Konflikte schürt, um Wahrheit vorzuenthalten. Diese Wahrheit an sich, ist für viele Menschen und Gläubige schockierend, weil sie die Lage aus einem Blickwinkel der Täuschung betrachten, und nicht in der Nüchternheit sowie Wachsamkeit des Geistes beurteilen.
 
Während ich die Bibelstelle aus Daniel 10,20-21 las, legte der HERR seinen Schwerpunkt auf die Aufgabe der Engelfürsten Gabriel und Michael. Darin liegt das messianische Prinzip des „einen neuen Menschen“ in Christus Jesus verborgen, bei denen es um die Heiligen aus den Juden und die Heiligen aus den Nationen der Heidenvölker geht (vgl. Galater 3,28 i.V.m. Epheser 2,14-18).
 
Galater 3,28:
28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.
 
Epheser 2,14-18:
14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes 15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
17 Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.
 
Es war Gabriel, der mit einem von Gott übermittelten Auftrag nach Babel zu Daniel gesandt wurde, und es ist Michael, der von Gott über Israel autorisiert ist.
 
Anhand der Aussage des Engelsfürsten Gabriel wird deutlich, dass es sich um verschiedene geistliche Regionen des geistlichen Kampfes handelt, die mit der von Gott freigesetzten offenbarenden Wahrheit für diese und die nahe kommende Zeit verbunden sind.
 
Es ist das Anliegen des Fürsten der Lüfte (Anm.: Satan) diese Wahrheit aufzuhalten, weshalb der Engelsfürst des Volkes Israel, nämlich Michael unterstützende Abhilfe für Gabriel brachte, so dass dieser Daniel die offenbarende Wahrheit überbringen konnte (vgl. Daniel 10,12-13).
 
Daniel 10,12-13:
12 Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, als du von Herzen begehrtest zu verstehen und anfingst, dich zu demütigen vor deinem Gott, wurden deine Worte erhört, und ich wollte kommen um deiner Worte willen.
13 Aber der Engelfürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage widerstanden; und siehe, Michael, einer der Ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe, und ihm überließ ich den Kampf mit dem Engelfürsten des Königreichs Persien.
 
Derzeit liegt ein wichtiges Augenmerk auf dem geistlichen Kampf im Geistbereich des Nahen Ostens und dem Bereich von Europa bzw. Eurasien, der durch den „Fürst von Jawan – Griechenland“ repräsentiert wird.
 
Die Säulen der Erde und die Erschütterung in Eurasien
 
Im Zusammenhang mit dieser Erkenntnis offenbarte mir der HERR, dass es zu einer bedeutsamen Erschütterung im Bereich von Eurasien kommen wird. Der Grund ist eine hohe Last der Ungerechtigkeit auf den Säulen der Erde, die erdrückt (vgl. Psalm 75,4), so dass diese beginnen auf die tektonischen Platten der Erde einzuwirken, was ein Erdbeben im Gebiet des schwarzen Meeres und deren nördliche Region zur Folge hat.
 
An dieser Stelle ist es interessant anzumerken, dass das Buch des Propheten Amos mit dem Hinweis eines kommenden Erdbebens eingeläutet wird, und er unter anderem das Schwelgen „der Einflussreichen“ in falscher Sicherheit adressiert (vgl. Amos 1,1 i.V.m. Amos 6,1.2b-7.11.12b).
 
Amos 1,1:
1 Dies ist es, was Amos, der unter den Schafzüchtern von Tekoa war, gesehen hat über Israel zur Zeit Usijas, des Königs von Juda, und Jerobeams, des Sohnes des Joasch, des Königs von Israel, zwei Jahre vor dem Erdbeben.
 
Amos 6,1.2b-7.11.12b:
1 Weh den Sorglosen zu Zion und weh denen, die voll Zuversicht sind auf dem Berge Samarias, den Vornehmen des Erstlings unter den Völkern, zu denen das Haus Israel kommt!…
… 2b Seid ihr besser als diese Königreiche, ist euer Gebiet größer als das ihre, 3 die ihr meint, vom bösen Tag weit ab zu sein, und trachtet immer nach Frevelregiment, 4 die ihr schlaft auf elfenbeingeschmückten Lagern und euch streckt auf euren Ruhebetten? Ihr esst die Lämmer aus der Herde und die gemästeten Kälber 5 und spielt auf der Harfe und erdichtet euch Lieder wie David 6 und trinkt Wein aus Schalen und salbt euch mit dem besten Öl, aber bekümmert euch nicht um den Schaden Josefs. 7 Darum sollen sie nun vorangehen unter denen, die gefangen weggeführt werden, und soll das Schlemmen der Übermütigen aufhören. …
11 Denn siehe, der HERR hat geboten, dass man die großen Häuser in Trümmer schlagen soll und die kleinen Häuser in Stücke. …
… 12b Denn ihr wandelt das Recht in Gift und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut, …
 
=> Die Säulen bzw. Grundfesten der Erde beinhalten die grundlegende Unterstützung der Erde.
Sie wurden für diese Aufgabe von Gott erschaffen bzw. bestimmt, so dass sie unter anderem auch auf die Last von Sünde reagieren.
Wenn die Sünde auf der Erde überhandnimmt, ist es die Last der Ungerechtigkeit (Anm.: ein volles Maß), die die Säulen der Erde über die tektonischen Platten dazu veranlasst, ihr Fundament zu erschüttern, damit die Bewohner der Erde Gerechtigkeit lernen (vgl. Jesaja 26,9 i.V.m. Jesaja 24,20). <= (Anm.: Der in „=>“ Text beruht basiert auf einer Offenbarungslehre von Dr. Paula A. Price, Ph.D. aus dem Buch „Before The Garden – God’s Eternal Continuum“, Seite 336 – 339)

Jesaja 26,9:
9 Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.

Jesaja 24,20:
20 Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie eine schwankende Hütte; denn ihre Missetat drückt sie, dass sie fallen muss und nicht wieder aufstehen kann.
 
Hierbei spielt der göttliche Eingriff der Engelskraft von Gabriel in dieser Region im Geistbereich eine entscheidende Rolle sowie die Einwirkung Israels, repräsentiert durch die Unterstützung des Engelsfürsten Michael.
 
Darüber hinaus trägt diese Kooperation zwischen den Engelsfürsten Gabriel und Michael eine besondere Relevanz. Hierbei geht es um die Gesamtheit bzw. die Erweiterung und den Ausbau des Plans Gottes, der mit den von ihm zusammengeführten Allianzen bzw. Zusammenschlüssen in Erscheinung tritt.
 
Das wird anhand der zwei ersten hebräischen Buchstaben von „Gabriel“ und „Michael“ deutlich, die das hebräische Wort „gam – גַּם ergeben, was „samt, auch, sowohl, … als auch, außerdem“ bedeutet.
 
Man kann in Bezug auf die Worterklärung, diese auch als „zusammen mit, und ferner, bis hin zu einem beachtlichen Grad; auch: damit eine Schwelle überschreitend, beachtlicherweise auch noch (zum Einschluss weiterer Elemente), etwas Weiteres anfügen“ bezeichnen.
 
Das Volk Gottes ist mehr denn je aufgerufen, nüchtern und wachsam für die Wahrheit einzustehen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Derzeit gehen wir als Volk Gottes durch herausfordernde Zeiten, die mit Konflikten einhergehen. Wir wissen, dass nach Römer 8,28 uns alle Dinge zum Besten dienen müssen und deshalb ist es erforderlich, dass wir aus dieser herausfordernden Zeit eine Strategie des Sieges entwickeln.
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Das Herausfiltern von Herrlichkeit inmitten von Herausforderung
 
Wir befinden uns noch im biblischen Monat Adar (Anm.: bedeutet unter anderem „herrlich“), der mit dem Stamm Naphtali, was übersetzt „Mein Kampf“ bedeutet, und dem Purimfest verbunden ist. In diesem gilt es besonders den Plan der Herrlichkeit Gottes inmitten von Herausforderung zu erkennen, um diese herauszufiltern und darin zu offenbaren.
 
Alle Kämpfe (Anm.: Konfliktsituationen, Konfrontationen), die wir als Volk Gottes erleben, drehen sich um den Bund Gottes, an dem wir beteiligt sind. Deshalb ist es erforderlich, dass wir uns daran erinnern, dass Gott mit Abraham einen Bund schloss und ihm ein Land der Verheißung anbot (vgl. 1.Mose 17,1-2).
 
1.Mose 17,1-2:
1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.
2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir schließen und will dich über alle Maßen mehren.
 
Daraus folgt, dass wir in unseren Herzen ein gewisses Verlangen in Form der Suche nach unserem Land des Bundes tragen, was bedeutet, dass wir nicht zufrieden gestellt sind bis wir unser von Gott vorherbestimmtes Ziel erreicht und uns an unserem Ort der Verheißung niedergelassen haben (vgl. Philipper 3,13-14).
 
Philipper 3,13-14:
13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich es ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, 14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
 
Bevor das jüdische Volk in seinem Land der Verheißung triumphieren und gedeihen konnte, wurde es dazu aufgefordert, sich daran zu erinnern, aus welchem Land es von Gott herausgeführt wurde und welche Erfahrungen es mit ihm gemacht hatte (vgl. 5.Mose 4,9 i.V.m. Psalm 103,2).
 
5.Mose 4,9:
9 Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun …
 
Psalm 103,2:
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: …
 
Im Auftrag des HERRN betrachtete Mose die Stämme Israels als Einheiten in einer Armee (vgl. 2.Mose 13,18b i.V.m. 4.Mose 10,11-14a).
 
2.Mose 13,18b:
… 18b Und Israel zog wohlgeordnet aus Ägyptenland.
 
4.Mose 10,11-14a:
11 Am zwanzigsten Tage im zweiten Monat des zweiten Jahres erhob sich die Wolke von der Wohnung des Gesetzes.
12 Und die Israeliten brachen auf aus der Wüste Sinai und die Wolke machte Halt in der Wüste Paran.
13 So brachen sie zum ersten Male auf nach dem Wort des HERRN durch Mose, 14a nämlich das Banner des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach Heerschar, …
 
Es ist für uns demnach sehr wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Identität des Volkes Israel 400 Jahre lang in der ägyptischen Kultur untergegangen war.
 
Das Verborgenhalten von Identität bis zum richtigen Zeitpunkt
 
Als Jakob und seine Söhne in Ägypten wieder mit Joseph zusammentrafen, ermahnte sie Joseph, nicht ihre volle Identität gegenüber den Ägyptern preiszugeben. In 1.Mose 46 wies Joseph seine Brüder an, ihren Beruf als Viehhirten anzugeben, um berechtigt im Land Goschen wohnen zu können abseits von den Ägyptern (vgl. 1.Mose 46,31-34).
 
1.Mose 46,31-34:
31 Josef sprach zu seinen Brüdern und zu seines Vaters Hause: Ich will hinaufziehen und dem Pharao ansagen und zu ihm sprechen: Meine Brüder und meines Vaters Haus sind zu mir gekommen aus dem Lande Kanaan 32 und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die Vieh haben; ihr Kleinvieh und Großvieh und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht.
33 Wenn euch nun der Pharao wird rufen und sagen: Was ist euer Gewerbe?, 34 so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die Vieh haben, von unserer Jugend an bis jetzt, wir und unsere Väter –, damit ihr wohnen dürft im Lande Goschen. Denn alle Viehhirten sind den Ägyptern ein Gräuel.
 
Diese Anweisung Josephs war eine Strategie, um die ethnische und geistige Identität des Volkes Israel bis zu Gottes Zeitpunkt zu bewahren. Daraus wird deutlich, dass es in unserem Leben einen Zeitpunkt bei Gott gibt in der die verborgene Identität zum Vorschein kommt.
 
Obwohl das Volk Israel 400 Jahre lang als Sklaven unter der Knechtschaft Ägyptens lebte, kam der Zeitpunkt Gottes, in dem der HERR ihnen offenbarte, wer sie wirklich waren. Jedem Stamm Israels ist eine bestimmte Ordnung und Aufgabe zugeteilt.
 
Derzeit existiert noch eine gewisse Art von Verunsicherung bei Gläubigen, die ihre Identität in Christus noch nicht richtig in den Stämmen und biblischem Verständnis von Israel als Abbild des Leibes erkannt haben und deshalb mit ihrer Bestimmung nicht richtig positioniert sind.
 
Eine solche korrekte Ausrichtung dient dazu, richtig für den Sieg aufgestellt zu sein, was Gott als Oberbefehlshaber und Führer seiner Armee zu Ehren bringt (vgl. 4.Mose 10,13-14ff.).
 
4.Mose 10,13-14a:
13 So brachen sie zum ersten Male auf nach dem Wort des HERRN durch Mose, 14a nämlich das Banner des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach Heerschar, …
 
Die triumphierende Allianz von Heiligen
 
Der Heilige Geist ist dabei eine Allianz von Heiligen in Form von Stämmen zu erwecken, die das Öl, das die Salbung des HERRN repräsentiert, für die kommende Zeit hervorholen und absichern, um den Sieg ähnlich wie die Makkabäer herbeizuführen. Diese Allianz von Heiligen versteht es auf den richtigen Zeitpunkt Gottes zu warten und dem Feind am Tor der Zeit zu widerstehen (vgl. Psalm 127,5 i.V.m. Jakobus 4,7; 1.Petrus 5,6).
 
Psalm 127,5:
5 Wohl dem, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden verhandeln im Tor.
 
Jakobus 4,7:
7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
 
1. Petrus 5,6:
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Das hat zum Ergebnis, dass der HERR die betreffenden Heiligen, die die ihnen von ihm gegebenen Ressourcen nutzen mit frischem „Öl“ salbt.
 
Durch ihre Treue dem Willen Gottes und seiner gesetzten Zeit gegenüber werden sie zu einer immerwährenden, vorwärtsstrebenden und siegreichen Einheit.
 
Viele Heilige aus dieser triumphierenden Allianz befanden sich in der Vergangenheit außerhalb des perfekten Zeitpunkts Gottes, doch jetzt stehen sie mit Offenbarungserkenntnis für eine Zeit wie diese zur Verfügung, um die Bewegung Gottes abzusichern.
 
Sie haben ihre Hindernisse im eigenen Leben überwunden und sich entschieden weiterzugehen. Jeder von diesen Heiligen ist durch enge Stellen des Übergangs gelangt, um nun in der Freiheit und der Ordnung des Heiligen Geistes voranzugehen.
 
Sie sind eine rechtschaffene Einheit von Gläubigen, die aufgestanden ist und verschiedene Arten von Gebeten auf die Erde freisetzt, die Veränderung bringen. Darüber hinaus tragen sie eine Reformation in ihrem Herzen, die zu einer größeren Qualität im Königreich Gottes beiträgt.
 
Ihnen ist das Potential der gerechten Entrüstung im von Gott gesetzten Zeitrahmen vertraut, ohne dem Widersacher hierin Zugang zu gewähren (vgl. Epheser 4,26-27).
 
Epheser 4,26-27:
26 Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen 27 und gebt nicht Raum dem Teufel.
 
Durch ihr im Blut des Lammes gereinigtes Gewissen sind sie mutig im Auftrag Gottes voran und kühn höher zu gehen sowie in den Thronsaal der Gnade einzutreten. Daraus resultieren vom Heiligen Geist geschenkte neue Visionen zum Ziel, so dass vielen, die ihnen folgen der Weg geebnet wird (vgl. Hebräer 9,14).
 
Hebräer 9,14:
… 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Die heilige „Dialyse“ und das Gegründetsein in der von Gott gegebenen Identität
 
Da sich diese Gläubigen der heiligen „Dialyse“, die ihr Blut mit dem Blut Jesu austauscht, unterzogen haben, fürchten sie den Tod nicht, sondern gehen in der befreienden Kraft von Jesus Christus und seinem vollendeten Werk am Kreuz in größerer Zuversicht trotz aller Umstände voran.
 
Somit sind sie gefestigt in ihrer von Gott gegebenen Identität wie Naphtali von einem hohen Ort zum anderen zu springen und seine erlösenden Worte zu sprechen (vgl. 1.Mose 49,21).
 
1.Mose 49,21:
21 Naftali ist ein schneller Hirsch, er gibt schöne Rede.
 
Dieses sprunghafte Übersetzen von einer Anhöhe zu anderen kommt der Kraft der Erinnerung gleich, die Zugangsberechtigung für die Zukunft generiert.
 
Einige Menschen haben Schwierigkeiten, in ihre Zukunft zu gelangen, weil sie noch aus dem Zeitrahmen ihrer Vergangenheit gefangen sowie befangen sind. Sie leben zwar in der Gegenwart, jedoch sind sie von vergangenen Erinnerungen festgesetzt (Anm.: unbeweglich) und erkennen aufgrund dessen ihre Zukunft nicht.
 
Darüber hinaus sind die betreffenden Menschen befähigt, sich an Details aus einem bestimmten Zeitabschnitt ihres Lebens zu erinnern, aber sie haben Mühe den Grund für diese Ereignisse, die sie durchgemacht haben zu verstehen. Daraus wird deutlich, dass sie keinen Zugang zu dem besitzen, was sie in diesen Situationen lernen sollten. Doch Gott sagt, dass wir uns erinnern sollen. Hierbei ist es wichtig, dass wir aus seiner erlösenden Perspektive sehen bzw. uns erinnern.
 
Sein Verständnis von Erinnerung bewirkt, dass das, was in uns gespeichert ist, für immer lebendig wird. Das bedeutet, dass er unsere Gedanken zu etwas zurückbringt, das er in unserer Vergangenheit gesagt hat, so dass wir es heute erkennen können und in unsere Zukunft projizieren.

Erinnerung ist eine bedeutende Fähigkeit, die der HERR uns zur Verfügung gestellt hat. Wenn wir uns an das Wirken Gottes in unserer Vergangenheit erinnern, wird unser Glaube für die Zukunft gestärkt.
 
Wenn wir uns daran erinnern, wie er seinen Bund mit uns sieht, können wir sicher sein, dass er uns befreit, überwältigt und treu ist, uns auch in unser verheißenes Erbe zu führen. Diese Erinnerung an das, was Gott in unserem Leben getan hat, bringt eine Dynamik hervor, die zum Triumph führt.
 
Die Bedeutung von geisterfüllter Zusammenarbeit und die Vereitelung des Planes des Feindes
 
Gerade in diesem Monat, wo wir uns an den Triumph des Volkes Israel über Haman durch das Eingreifen Esthers unter der weisen Führung ihres Cousins Mordechai erinnern, erkennen wir, dass wir als Volk Gottes zusammenarbeiten dürfen, um den Plan des Feindes zu vereiteln.
 
Wenn wir diszipliniert und vorbereitet sind sowie den erforderlichen Glauben besitzen, haben wir die Kühnheit, die entschlossene Zerstörung und Einwirkung des Feindes zu besiegen.
Vorbereitet zu sein bedeutet dabei auch, dass man sich bereit macht, einen Rahmen für ein zukünftiges Projekt, Gebäude oder Feld zu kreieren oder sich zum Handeln zu rüsten.
 
Dieses Zeitfenster, in dem wir uns derzeit befinden ist eine Phase, in der wir uns daran erinnern sollten, dass wir inmitten von Feindseligkeit auf „eine solche Zeit“ vorbereitet sein können.
Durch Vorbereitung und Disziplin kann sich die Gunst Gottes auf uns niederlassen.
 
Als Esther zum König Ahasveros ging, erlangte sie in seinen Augen Gunst und Gnade und wurde in die königliche Position der Königin erhoben (vgl. Esther 2,16-17).
 
Esther 2,16-17:
16 Es wurde aber Ester zum König Ahasveros gebracht in den königlichen Palast im zehnten Monat, der da heißt Tebet, im siebenten Jahr seiner Herrschaft.
17 Und der König gewann Ester lieber als alle Frauen und sie fand Gnade und Gunst bei ihm vor allen Jungfrauen. Und er setzte die königliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Königin an Waschtis statt.
 
Das bedeutet für uns als Heilige, dass wenn wir es zulassen, dass die Salbung Gottes auf uns ruht und die Schönheit der Heiligkeit uns umgibt sowie verwandelt, können wir große Gunst erlangen.
 
Herausfordernde Umstände sollten uns nicht einschüchtern, sondern dazu befähigen, dass der Duft des HERRN von uns ausgeht und wir in den kommenden Tagen großen Einfluss nehmen, um das Königreich Gottes weiter auf Erden auszuweiten (vgl. Jesaja 54,1-6).
 
Jesaja 54,1-6:
1 Rühme, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast! Freue dich mit Rühmen und jauchze, die du nicht schwanger warst! Denn die Einsame hat mehr Kinder, als die den Mann hat, spricht der HERR.
2 Mache den Raum deines Zeltes weit und breite aus die Decken deiner Wohnstatt; spare nicht! Spann deine Seile lang und stecke deine Pflöcke fest!
3 Denn du wirst dich ausbreiten zur Rechten und zur Linken, und deine Nachkommen werden Völker beerben und verwüstete Städte neu bewohnen.
4 Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; schäme dich nicht, denn du sollst nicht zum Spott werden, sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken.
5 Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – HERR Zebaoth heißt sein Name –, und dein Erlöser ist der Heilige Israels, der aller Welt Gott genannt wird.
6 Denn der HERR hat dich zu sich gerufen wie eine verlassene und von Herzen betrübte Frau; und die Frau der Jugendzeit, wie könnte sie verstoßen bleiben!, spricht dein Gott.
 
(Anm.: Diese Botschaft basiert auf eine Lehre aus zwei Newslettern von Chuck D. Pierce, GZI vom März 2022)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Abib/Nissan – Der Monat der Kornähre und des Blühens
 
Der biblische Monat Abib/Nissan ist der erste Monat im biblischen Kalender. Es ist der Monat der „Erstlingsfrüchte und des Neuanfangs“, denn das Wort „Abib“ bedeutet „Ähre“ und beschreibt das Wachstumsstadium des Korns, wenn die Samen die volle Größe erreicht haben. Der Monat „Nissan“ ist der Monat der „Blüte“ und bedeutet „Eröffnung, Beginn“.
Abib/Nissan ist der Monat, der mit Juda, dem 4. Sohn Jakobs verbunden ist. Seine Mutter war Lea.
Juda bedeutet „Lobpreis“.
 
Da der HERR Mose anwies vom Monat „Abib/Nissan“ an alle Monate zu zählen, kommt diesem Rosch Chodesch (Anm.: Beginn des neuen biblischen Monats) eine besondere Bedeutung zu, weil dieser Monat das neue Jahr im Erlösungszyklus ankündigt, wonach sich alle anderen Monate ausrichten müssen.

Abib/Nissan eröffnet den neuen Erlösungszyklus, der sich mit dem jeweiligen Segenszyklus synchronisiert und somit im Einklang mit dem jeweiligen neuen biblischen Jahr kommt, so dass die Erlösung durch das Blut des Lammes Gottes im neuen Jahr uneingeschränkt fließen kann (vgl. 2.Mose 12,2 i.V.m. 2.Mose 13,4).
 
2.Mose 12,2:
2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
 
2.Mose 13,4:
4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.
 
Diese Synchronisation ist ein Hinweis auf die Zunahme von Anbetung und der Deutlichkeit des Klanges, der von „Eintönigkeit – Mono“ auf „Vielfalt – Stereo“ wechselt.
Bei Gott ist Synchronisation mit der Bewegung seines Thronwagens verknüpft, der seine Gegenwart trägt, weil dessen Räder miteinander bzw. ineinander verbunden sind (vgl. Hesekiel 1,15-22).
 
Hesekiel 1,15-22:
15 Als ich die Gestalten sah, siehe, da stand je ein Rad auf der Erde bei den vier Gestalten, bei ihren vier Angesichtern.
16 Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war.
17 Nach allen vier Seiten konnten sie gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden.
18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
19 Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder sich auch empor.
20 Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben sich mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
21 Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen diese auch; und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich auch die Räder mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
22 Aber über den Häuptern der Gestalten war es wie eine Himmelsfeste, wie ein Kristall, unheimlich anzusehen, oben über ihren Häuptern ausgebreitet, …
 
Diese Offenbarung ist für uns in dem neuen synchronisierten biblischen Jahr von Wichtigkeit, weil es um unseren Wandel im Geist geht, indem wir die Zyklen innerhalb der jeweiligen Dekade mit dem Erlösungsplan Gottes, der Jesus Christus ist füllen, so dass die Herrlichkeit Gottes stärker offenbar wird.

Hierbei kommt dem anbetenden Lebensstil eine hohe Bedeutung zu, weil es der Lobpreis ist, auf dem der HERR thront und dieser der Ort ist, wo Gott sich niederlässt (vgl. Psalm 22,4 i.V.m Psalm 114,1-2).
 
Psalm 22,4:
4 Du aber bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.
 
Psalm 114,1-2:
1 Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk, 2 da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Königreich.
 
In dieser Zeit sollten wir ermutigt sein, unser Leben anhand der Wahrheit des Wortes Gottes zu überprüfen und dort, wo es erforderlich ist, Haltungen, die nicht im Einklang mit dem Willen des Vaters sind zu überdenken und zu ändern, um nicht den Fluss des Geistes für die kommende Zeit zu behindern.
Dort, wo der Heilige Geist nicht effektiv fließen kann, sind die Dinge schwer, trocken und anstrengend (vgl. 2.Korinther 3,6).
 
2.Korinther 3,6:
… 6 der (Anm.: JAHWE) uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.
 
Die Charakteristik von Juda
 
Der Charakter von Juda beinhaltet es, den neuen Tag der Zunahme der Gegenwart Jesu Christi in unserer Zeit sowie den Neubeginn der menschlichen Ereignisse und Angelegenheiten zu erkennen (vgl. Matthäus 24,27).
 
Matthäus 24,27:
27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
 
Die Begründung liegt darin, weil der Stamm Juda an der Ostseite der Stiftshütte positioniert war und als erster von allen anderen Stämmen Israels voranging (vgl. 4.Mose 2,3; 4.Mose 10,13-14).
 
4.Mose 2,3:
3 Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn Amminadabs, …
 
4.Mose 10,13-14:
13 So brachen sie zum ersten Male auf nach dem Wort des HERRN durch Mose, 14 nämlich das Banner des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach Heerschar, und über ihr Heer gebot Nachschon, der Sohn Amminadabs.
 
Außerdem ist Juda der führende Stamm und hat als Stammeszeichen den Löwen, weil Jakob ihn als seinen Sohn segnete, um ein Löwe mit dem Attribut einer Löwin zu sein (vgl. 1.Mose 49,8-12).
 
1.Mose 49,8-12:
8 Juda, du bist es! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen.
9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?
10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
12 Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.
 
An den Weinstock gebunden
 
Aus 1.Mose 49,11 können wir entnehmen, dass Juda „seinen Esel an einen Weinstock binden wird und sein Eselin Füllen an die edle Rebe“. Der Weinstock ist in diesem Zusammenhang ein Hinweis auf Fruchtbarkeit und Freude.
 
Die Zeit von Juda ist eine Dimension, in der Gott uns als sein Volk lehrt, wie wir verstärkter gedeihen und fruchtbar werden können und auf welche Weise wir die Schätze des Königreiches tragen und bewahren können, die er uns für das Königreich anvertraut.
 
Da der Weinstock eine sich nach oben windende Pflanze ist, ruft sie uns in Christus Jesus dazu auf in der königlichen Autorität in den „Geistbereich von Juda“ hinaufzusteigen, um Gottes Königreichsschätze auf die Erde zu bringen und sie durch die Weisheit Issaschars an ihren vorherbestimmten Ort zu tragen (vgl. 1.Mose 49,14-15; 5.Mose 33,18-19).
 
1.Mose 49,14-15:
14 Issaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.
15 Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.
 
5.Mose 33,18-19:
18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issaschar, freue dich deiner Zelte.
19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
 
Der Weinstock (Anm.: Jesus Christus) ist in diesem Zusammenhang der Verbindungsweg zwischen Himmel und Erde, zwischen dem geistigen und dem natürlichen Bereich. Es ist der Weg, der mit Freude und Ruhe verbunden ist. Diese Ruhe beinhaltet körperliche Ruhe bzw. Frieden, die innere Ruhe in den Emotionen sowie die Ruhe in allen Unternehmungen umfasst (vgl. Johannes 14,27; Johannes 15,5).
 
Johannes 14,27:
27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
 
Johannes 15,5:
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
 
Jesus Christus, das Lamm Gottes und der Löwe aus dem Stamm Juda
 
Abib/Nissan ist der biblische Monat, in dem wir als Braut Jesus das Blut des Lammes Gottes feiern (Anm.: Pessach =>bedeutet „hinübergehen/vorbeigehen“) und wo wir tiefer in das Land unserer Verheißung hineingehen.

Es ist das Blut des Lammes Gottes, das uns aus der Sklaverei in seine herrliche Freiheit als Söhne Gottes geführt hat und uns in der Zeit des göttlichen Urteils schützt (vgl. 2.Mose 12,5-7.12-14 i.V.m. Römer 8,21).
 
2.Mose 12,5-7.12-14:
5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr es nehmen 6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie es essen, …
12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der HERR.
13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.
 
Römer 8,21:
… 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Söhne Gottes.
 
Es ist das Blut des Lammes Gottes, das uns zu Königen und Priestern gemacht hat, um Gott, dem himmlischen Vater, zu dienen (vgl. Offenbarung 1,5-6).
 
Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut 6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
 
Jesus Christus ist der Löwe aus dem Stamm Juda und ist auch das Lamm Gottes, das geschlachtet wurde, dessen Erscheinung mit der Berechtigung zur versiegelten Prophetie verbunden ist (vgl. Offenbarung 5,4-6; Offenbarung 6,1).
 
Offenbarung 5,4-6:
4 Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch aufzutun und hineinzusehen.
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel.
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
 
Offenbarung 6,1:
1 Und ich sah, dass das Lamm das erste der sieben Siegel auftat, und ich hörte eine der vier Gestalten sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm!
 
Es ist der Löwe aus dem Stamm Juda, der nur durch die Aussage von einem der 24 Ältesten im Buch der Offenbarung erwähnt wird (vgl. Offenbarung 5,5).
Der Löwe aus dem Stamm Juda ist im Buch der Offenbarung für Johannes nicht sichtbar, sondern wird durch die Aussage des einen Ältesten bekannt gemacht. Das macht deutlich, dass Juda einen Klang hat und der beinhaltet unter anderem den Aufruf zum Lobpreis (Anm.: Juda).
 
Die Anerkennung von Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen
 
Wenn wir Jesus Christus als den Gekreuzigten und Auferstandenen in unserem Leben anerkennen, sind wir von Gott berechtigt, Dinge zu erkennen, die er vor unseren geistigen Augen über eine Zeitspanne verborgen und versiegelt hielt, um diese zur richtigen Zeit gemäß seines Willens zu offenbaren.

Es ist das Verlangen des himmlischen Vaters, dass wir uns in seinem siebenfältigen Geist bewegen (Anm.: seine „sieben Augen“; vgl. Jesaja 11,2), sowie in der Struktur der sieben Hörner des Lammes Gottes, die seine Macht, seinen Reichtum, seine Weisheit, seine Stärke, seine Ehre, seine Herrlichkeit und sein Lob umfassen (vgl. Offenbarung 5,6.12).
 
Offenbarung 5,6.12:
6 Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande. …
… 12 die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
 
Der Zusammenschluss von Juda und die „ersten drei Treppenstufen“
 
Juda ist mit den Stämmen Issaschar und Sebulon verbunden, die zur ersten Einheit der Stämme Israels gehören.
Aufgrund ihrer Stellung bezeichne ich sie als „die Frontstämme“, die im Osten platziert sind (vgl. 4.Mose 2,3-9).
Es ist der Stamm Issaschar (bedeutet „Er wird durch Lohn erkauft; er bringt Lohn; Lohn ist vorhanden“) und der Stamm Sebulon (bedeutet „Wohnung“), die zum Lager von Juda (bedeutet „Lob, Preis“; vgl. 4.Mose 2,3-9; 4.Mose 10,13-17) gehören. In dieser Allianz ist der Stamm Juda der Führungsstamm.
 
Diese drei genannten Stämme bilden die Führungsspitze der Stämme Israels und könnten auch als die „ersten drei Stufen“ im Zeitzyklus Gottes innerhalb des Jahreszyklus der Erlösung bezeichnet werden.
 
1) Juda => neuer Klang, um die alte Schallmauer zu durchbrechen und vorwärts zu kommen
2) Issaschar => die Fähigkeit, Gunst/Segen zu bringen
3) Sebulon => der Ort der Ruhe und der Beziehung
 
Der Osten und das Gesicht des Menschen
 
Der Osten ist in einem biblischen Kontext mit der „Vorderseite“ verbunden (vgl. 4.Mose 2,3) und weist auf eine Zeit der Erneuerung bzw. des Neuanfangs hin (Anm.: im Osten geht die Sonne auf).
Das Menschengesicht der vier lebendigen Wesen Gottes ist mit dem Osten verbunden, weil es in Hesekiel 1,10 erstmals erwähnt wird.
Die Gesichter der vier lebendigen Wesen sind im Buch Hesekiel mit der Richtung verbunden, im Gegensatz zum Buch der Offenbarung, wo die Wesen mit der Position im Zusammenhang stehen (vgl. Offenbarung 4,7).
 
Hesekiel 1,10 (Anm.: Platzierung zur Heimsuchung):
10 Ihre Angesichter waren vorn (Anm.: Osten) gleich einem Menschen und zur rechten Seite (Anm.: Süden) gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite (Anm.: Norden) gleich einem Stier bei allen vieren und hinten (Anm.: Westen) gleich einem Adler bei allen vieren.
 
Offenbarung 4,7 (Anm.: Positionierung zur Regierung):
7 Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler.
 
Die Positionierung der vier lebendigen Wesen in Hesekiel 10,14 hingegen bezieht sich auf die Phase des Gerichtes Gottes, da Gott in Hesekiel 9 das Gericht offenbart, was mit dem Zurückziehen seiner Gegenwart vom Tempel im Zusammenhang steht.
 
Hesekiel 10,14:
14 Ein jeder hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war das eines Cherubs (Anm.: Stier), das zweite das eines Menschen, das dritte das eines Löwen, das vierte das eines Adlers.
 
Die Richtungen und die Positionen der vier lebendigen Wesen sollen uns verdeutlichen, wie wichtig es ist, geistlich zu wissen, wo man hingeht (Anm.: Richtung) und zu welcher Zeit (Anm.: Position, Reihenfolge) man sich weiter mit Gott in Bewegung setzt.
 
Der Blick in eine neue Richtung
 
Um in eine neue Richtung zu blicken, ist es notwendig, dass wir uns ihr zuwenden, was bedeutet, dass wir bereit sind, unseren Geist und Sinn erneuern zu lassen (vgl. Römer 12,2; Epheser 4,23).
 
Römer 12:2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Die Positionen der vier lebendigen Wesen im Buch der Offenbarung geben uns ein neues Verständnis über die „Hierarchie/Göttliche Rangordnung“ und die Autorität Gottes.
 
Das menschliche Gesicht und der Löwe
 
Ich halte es nicht für einen Zufall, dass das Gesicht des Menschen der vier lebendigen Wesen in Hesekiel 1,10 zum ersten Mal erwähnt wird, ebenso wie das Gesicht des Löwen in Offenbarung 4,7.
Das Gesicht des Menschen wie auch das des Löwen (Anm.: Der Löwe ist der König der Landtiere.) weisen auf Jesus Christus als den König der Könige und HERR aller Herren hin, wie es im Segen Jakobs für Juda erwähnt wird, der „seinen Esel an einen Weinstock, sein Eselin Füllen an die edle Rebe binden“ würde (vgl. 1.Mose 49,10-11 i.V.m. Markus 11,1-11a; Johannes 12,14-15).
 
1.Mose 49,10-11:
10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.
11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.
 
Markus 11,1-11a (Anm.: Jesus reitet als König und Priester in die Stadt Jerusalem ein):
1 Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien an den Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger 2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sobald ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her!
3 Und wenn jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her.
4 Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden es los.
5 Und einige, die dort standen, sprachen zu ihnen: Was macht ihr da, dass ihr das Füllen losbindet?
6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte, und die ließen es zu.
7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.
8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten.
9 Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!
10 Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe!
11a Und Jesus ging hinein nach Jerusalem in den Tempel …
 
Johannes 12,14-15:
14 Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht (vgl. Sacharja 9,9): 15 „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.“
 
Das Gesicht des Menschen
 
Es ist das Gesicht des Menschen von den vier lebendigen Wesen, das mit dem Geist des Verstandes und dem Geist des Rates Gottes verbunden ist.
 
=> Der Geist des Verstandes lehrt uns, wo und wie wir Zugang zu dem Bereich Gottes erhalten. Er lehrt uns wie wir die Dinge, die wir von Gott besitzen zur richtigen Zeit einsetzen. Weiterhin hilft er uns Offenbarung, Visionen und göttliche Rätsel zu entschlüsseln.
Der Geist des Verstandes trainiert uns wie wir erkennen können, lehren und andere Menschen über den Königreichsbereich informieren. Er lehrt uns wie wir in den Bereichen Gottes als seine Söhne in seinem Sohn Jesus Christus regieren.
 
Der Geist des Rates lehrt uns auf welchen Wegen wir als Söhne Gottes regieren und wie wir Zugang zum Rat Gottes erhalten (Anm.: wie man Gott konsultiert, wie man Angelegenheiten klärt und wie man den Rat Gottes aus dem Bereich des Geistes zu denen in unserem Umfeld bringt).
Er lehrt uns, wie wir mit Gott verkehren und seinen Rat erhalten. Er unterweist uns in der Aufgabe der verschiedenen Kammern des Rates Gottes, über die Rolle seiner königlichen Berater, den Heiligen Geist und über seinen Sohn Jesus Christus.
Weiterhin lehrt der Geist des Rates über den dreieinen Gott und dessen Rolle in unserem Leben heutzutage. <= (Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Erklärung aus dem Buch „Realms of The Kingdom Volume I“, Seite 188-190 von Ian Clayton.)
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm
 
Hinweis:
Für ein tieferes Verständnis über die biblischen Zeiten und Monate sowie deren Allianz zu den Stämmen Israels empfehlen wir die Bücher „ZEIT, VORWÄRTS ZU GEHEN“ von Chuck D. Pierce mit Robert und Linda Heidler sowie das Buch "Der prophetische Esel Issaschar".