In Verbindung mit dem Beginn des ersten biblischen Monats „Nissan/Abib“ inmitten des Erlösungszyklus wurde ich zu der Bibelstelle aus Apostelgeschichte 3,1-10 geführt, wo es um den Lahmen geht. Dieser saß an der sogenannten schönen Pforte des Tempels und bettelte um Almosen.
 
Er war von Geburt an gelähmt und es ist anzunehmen, dass der Gelähmte auch zur Lebenszeit Jesu dort bereits gesessen hatte, da der gelähmte Mann täglich an diesen Ort getragen wurde (vgl. Apostelgeschichte 3,2).
 
Apostelgeschichte 3,2:
2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die Schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen.
 
Die Taten umsetzen, die man den himmlischen Vater tun sieht
 
Da Jesus nur das tat, was er seinen himmlischen Vater tun sah, bleibt nur davon auszugehen, dass die Heilung des Gelähmten an dieser schönen Pforte zu dieser Zeit nicht sein Auftrag war (vgl. Johannes 5,19).
 
Johannes 5,19:
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
 
Jesus wusste, dass der Tag des Heilungswunders für den Gelähmten kommen würde, weil Petrus und Johannes später den gelähmten Mann in seinem Auftrag heilten (vgl. Apostelgeschichte 3,3-8).
 
Apostelgeschichte 3,3-8:
3 Als er nun Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hineingehen wollten, bat er um ein Almosen.
4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an!
5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge.
6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!
7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, 8 er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
 
Das griechische verwendete Wort für „schön“ in Bezug auf die Tür des Tempels an der der Gelähmte saß, ist „hōrạịos“ und bedeutet so viel wie „rechtzeitig, pünktlich, schön, wundervoll, wohlgestaltet“. Es ist abgeleitet von dem griechischen Wurzelwort „hōra“, was unter anderem „eine bestimmte Zeit“ bzw. „einen Zeitpunkt“ meint. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem griechischen Wort „hōrạịos – schön“ und dem Wort „hōra – Zeitpunkt“ mit der Wortschlüsselnummer: 5418* und 5417)
 
Da der Tenach (Anm.: Altes Testament) in Hebräisch und das Neue Testament in seinem Urtext in Griechisch geschrieben ist, können wir tiefere Weisheit und Erkenntnis daraus empfangen. Aus diesem Grund ist es kein Zufall, dass Pilatus bei der Kreuzigung Jesu ein Schild am Kreuz in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache anbrachte, das Jesus als den König der Juden ernannte und somit bestätigte (vgl. Johannes 19,19-20 i.V.m. Kolosser 2,3).
 
Johannes 19,19-20:
19 Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der König der Juden.
20 Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache.
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Die schöne Pforte und das Pessachfest
 
In Bezug auf den gelähmten Zustand des Mannes an der schönen Pforte wird anhand des hebräischen Wortes für „lahm“ deutlich, dass es auf ein bedeutendes Zeitfenster Gottes hinweist, bei dem es sich um das Pessachfest handelt.
 
Das hebräische Wort für „lahm“ ist „piśśēaḥ“, dessen Wurzelwort „pāśaḥ“ ist und unter anderem „vorbeigehen, überspringen, verschonen“ bedeutet und eng mit Pessach verbunden ist, da die eben erwähnten Worte in der gleichen hebräischen Buchstabenreihenfolge (Anm.: Pe, Samech, Cheth => פסח) geschrieben werden. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „piśśēaḥ – lahm“ und „pāśaḥ – vorbeigehen, überspringen, verschonen“ mit der Wortschlüsselnummer: 6589*, 6586)
 
Somit wird anhand des Aufenthalts des Gelähmten an der „schönen Pforte“ deutlich, dass er sich im richtigen Zeitfenster positionierte. In diesem Fall kann man die „schöne Pforte“ des Tempels als den Beginn des biblischen Monats Nissan/Abib betrachten, da dieser der von Gott angeordnete erste Monat ist, dem sich alle anderen biblischen Monate in Ehrerbietung unterstellen (vgl. 2.Mose 12,2; 2.Mose 13,4).
 
2.Mose 12,2:
2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.
 
2.Mose 13,4:
4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.
 
Man kann anhand der Worterklärung zu dem hebräischen Wort für „lahm – piśśēaḥ“ in einem prophetischen Kontext sagen, dass der Gelähmte den Zeitkörper des „Pessachfestes“ darstellt. Diese offenbarende Erkenntnis ruft uns als Heilige dazu auf, dieses Fest auf eine geisterfüllte Weise in den biblischen Monat Nissan-Abib im Zentrum des Hauses des Vaters (Anm.: Tempel; vgl. Lukas 2,46.49) zu bringen, was bedeutet, dass wir die uns von Gott gegebenen Liebe, die Jesus Christus als das Lamm Gottes ist feiern (vgl. Johannes 3,16 i.V.m. Johannes 1,29).
 
Johannes 3,16:
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
 
Johannes 1,29:
29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Die apostolische und prophetische Sichtweise

Das erfordert in diesem Kontext eine apostolische und prophetische Sichtweise auf Gottes Zeitpunkte, die nicht auf irgendeiner Tradition gründet, sondern auf der Offenbarungserkenntnis, die wir aus der Thora entnehmen können.
 
Daraus resultiert, dass sich der lähmende Zustand auflöst und Gläubige aus einem Zyklus der Armut, aufgrund von religiöser Tradition in den Zeitpunkt der Erlösung und des Gedeihens Gottes nach Geist, Seele und Leib eintreten (vgl. Apostelgeschichte 3,4-6).

Apostelgeschichte 3,4-6:
4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an!
5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge.
6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!

Der Lahme konnte seine Heilung empfangen, was die Wiederherstellung von Pessach nach der Vorstellung Gottes beinhaltet, um zu einem buchstäblichen Zeichen und Wunder für die Menschen seiner Umgebung zu werden. Doch bevor ihm das möglich wurde, war es für ihn erforderlich in das apostolische und prophetische Licht als dem richtigen Zeitverständnis Gottes zu blicken.
 
Nur in der Änderung der Blickrichtung wurde er von Gottes Licht erfüllt und von seiner Kraft so berührt, damit er dem apostolischen Befehl folgen konnte (vgl. Apostelgeschichte 3,4.6-7 i.V.m. Lukas 11,34a-b).

Apostelgeschichte 3,4.6-7:
4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! …
6 Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!
7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, …

Lukas 11,34a-b:
34a-b Dein Auge ist das Licht des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist dein ganzer Leib licht; …
 
Wir sind überzeugt, dass sich der himmlische Vater und sein Sohn Jesus Christus in der kommenden Zeit in der Facette des „Alpha und Omega“ offenbaren, was die Dimension des „Gottes der Zeitalter“ umfasst, der neue Bereiche der Regierungsherrschaft für sein Volk hervorbringt, um Gerechtigkeit zu etablieren (vgl. Offenbarung 1,8; Offenbarung 22,13 i.V.m. Daniel 7,9-10).
 
Offenbarung 1,8:
8 Ich (Anm.: Gott Vater) bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
 
Offenbarung 22,13:
13 Ich (Anm.: Jesus) bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
 
Daniel 7,9-10:
9 Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer.
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.
 
Darüber hinaus wird der HERR in Form seines „Zeitkörpers – Alpha und Omega“ die Menschen in ihrer temporären Zeit auf übernatürliche Weise berühren, während sie sich in seine biblische Zeit und in das Verständnis der Zeiten Gottes tiefer begeben.
 
Es ist entscheidend auf den apostolischen und prophetischen Ruf sowie seine Gegenwart zu reagieren und wie der Gelähmte auf den Befehl von Petrus hin zu antworten. Alle Jünger sollen in die Zeit Gottes, repräsentiert durch den Tempel darin eintreten, um die Liebe des himmlischen Vaters zu offenbaren.

Bei dem Gelähmten an der schönen Pforte etablierten die erleuchteten „Augenblicke“ der Apostel gemeinsam mit dem zu dem Zeitpunkt unerleuchteten „Augenblick“ des Lahmen horizontal den Sieg des Kreuzes Jesu in der unsichtbaren Welt. Die Begründung liegt darin, weil der Lahme nach rechts und links mit seinen Augen schauen musste, um in die vier Augen der Apostel zu blicken.

Die vier Augen und die Tür

Die Anzahl der hierbei beteiligten Augen war sechs und dieser Umstand deutet zunächst auf das neue Leben des Menschen hin, das für ihn kommen sollte, weil Gott den Menschen am sechsten Tag erschuf (vgl. 1.Mose 1,27.31).

1.Mose 1,27.31:
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. …
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Die vier Augen der Apostel bildeten die Tür für den Gelähmten, um in den höheren Bereich Gottes eintreten zu können, so ähnlich wie es Johannes erlebte als er im Buch der Offenbarung die Tür im Himmel geöffnet sah (vgl. Offenbarung 4,1).

Offenbarung 4,1:
1 Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.

Die Zahl „4“ steht in Verbindung mit dem hebräischen Buchstaben „Daleth“, welcher mit einer „geöffneten Zelttür“ bzw. einem „geöffneten Türflügel“ verbunden ist und zugleich ein Hinweis auf Jesus Christus ist, der die Tür ist, um in die Versorgung und Gegenwart Gottes einzutreten (vgl. Johannes 10,9).

Johannes 10,9:
9 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Das Heraustreten des Gelähmten in seine Heilung weist auf die Etablierung eines erneuerten Zeitverständnisses über die biblischen Zeiten und die Wiederherstellung in der Liebe Gottes hin, um darin voranzugehen sowie diese in das Haus Gottes zu bringen.
 
Daraus resultiert eine Zunahme der geistlichen Intimität in der Liebe zu Gott, zu einem selbst und zum nächsten Mitmenschen, was zu einer großen Ehrerbietung gegenüber Gott führt (vgl. Matthäus 22,37-40 i.V.m. Apostelgeschichte 3,8-10).
 
Matthäus 22,37-40:
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (vgl. 5.Mose 6,5).“
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (vgl. 3.Mose 19,18).“
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Apostelgeschichte 3,8-10:
… 8 er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
9 Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben.
10 Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor der Schönen Tür des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war.

Die Aufforderung Gottes geistlich höher zu gehen und das Potential des Pessachlamms

Zu den Zeitpunkten, wenn Gott eine Veränderung im Leib Jesu auf Erden herbeiführen möchte, bleibt es nicht aus, dass auch geistliche Leiter innerhalb des Leibes Jesu von Gott aufgefordert werden, sich auf eine höhere Ebene der Gemeinschaft sowie der geistlichen Entwicklung zu begeben, um mehr Fruchtbarkeit für sein Volk hervorzubringen (vgl. Apostelgeschichte 3,1).

Apostelgeschichte 3,1:
1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.

Das hat zur Folge, dass es im Leben von geistlichen Leitern nicht ausbleibt, dass es zu entsprechenden Herausforderungen kommt, um den Willen und den Zeitpunkt Gottes im Leben von Menschen hervorzubringen.
 
Die Nachfolge des geheilten Gelähmten wurde zu einem Zeichen, das Petrus dazu animierte zu den Menschen das Geheimnis des Pessachlammes, das Jesus Christus ist in Form des Gekreuzigten und Auferstandenen zu predigen (vgl. Apostelgeschichte 3,12-16).
 
Apostelgeschichte 3,12-16:
12 Als Petrus das sah, sprach er zu dem Volk: Ihr Männer von Israel, was wundert ihr euch darüber oder was seht ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann?
13 Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr überantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als der ihn loslassen wollte.
14 Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, dass man euch den Mörder schenke; 15 aber den Fürsten des Lebens habt ihr getötet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen.
16 Und durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

In 2.Mose 12,13-14 lesen wir: „Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: So wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage. Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Ordnung für all eure Generationen sollt ihr ihn feiern.“

Während wir uns der Feier des Passahmahls nähern, sollten wir bedenken, dass das Passah ein Fest ist, das von Gott geschaffen wurde! Dieses Fest wurde uns gegeben, um unseren Glauben zu stärken und uns darauf vorzubereiten, in die Fülle seines Segens einzutreten! Das Passah wurde den Juden im Alten Testament (Anm.: Tenach) von Gott verordnet, um sie die Wichtigkeit der Erlösung durch das Blut zu lehren. Es wurde auch von den Christen im Neuen Testament eingehalten, um Gottes Erlösungswerk zu verinnerlichen und sich daran zu erinnern! Die Bibel sagt uns, dass es eine ewige Bestimmung sein soll. Ein Fest für alle Zeiten!

Vielen Christen ist nicht bewusst, dass das Passah genauso ein Fest des Neuen wie des Alten Testaments (Anm.: Tenachs) ist. Es zieht sich durch das gesamte Neue Testament.  Selbst Jesus und die Apostel haben das Passah gefeiert. Das ursprüngliche letzte Abendmahl unseres HERRN war ein Passahmahl. Die Apostel haben die nichtjüdischen Gemeinden gelehrt, das Passah zu feiern. Im ersten Korintherbrief schrieb Paulus an eine vorwiegend nichtjüdische Gemeinde und sagte: „Denn auch unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet. Darum lasst uns das Fest feiern.“ (vgl. 1.Korinther 5,7-8) Über Jahrhunderte war das Passah die wichtigste jährliche Feier der urchristlichen Gemeinde.

Was macht das Passah so bedeutend?

Derek Prince sagte einmal, dass die stärkste Glaubensproklamation zur Erlösung folgende ist: „Durch das Blut des Lammes bin ich aus der Hand des Feindes freigekauft!“ Er sagte: „Wenn Sie diese Proklamation im Glauben machen können und das beständig tun, wird etwas geschehen. Sie werden aus der Macht des Feindes befreit!“ Das ist die wahre Botschaft des Passahs. Das Passahfest ist eine Glaubensproklamation, dass wir losgekauft sind durch das Blut des Lammes. Etwas geschieht in uns, wenn wir das Passah feiern. Wenn wir zusammenkommen, um Gottes großer Werke der Erlösung zu gedenken und wir verkünden heute die Kraft der Erlösung in unserem Leben, dann hat das IMMER eine Auswirkung.

Das Passah ist für Gott sehr wichtig. Aber Satan HASST das Passah. Der Feind hat alles daran gesetzt, das Passah zu stehlen. Die gute Botschaft ist: Gott stellt das Passah wieder her. Aber es ist ein Kampf. Der Kampf um das Passah ist der Kampf um das Blut. Satan möchte uns eine blutleere Religion geben, weil eine blutleere Religion keine Kraft besitzt. Die Kraft ist im Blut!    

Es gibt immer einen Kampf um das PASSAH. Das sehen wir in der Kirchengeschichte.

Als Kaiser Konstantin im vierten Jahrhundert versuchte, Christentum und Heidentum miteinander zu verschmelzen, hörte sich das für viele sehr gut an. Er legalisierte das Christentum. Man konnte in die Kirche gehen ohne befürchten zu müssen, den Löwen zum Fraß vorgeworfen zu werden.

Und es störte Konstantin auch nicht, dass die Christen die Auferstehung Jesu feierten. Aber er hatte ein Problem mit dem PASSAH. Er verlangte, dass die Christen die Auferstehung von Jesus nicht zum Zeitpunkt des Passahs feiern. Beim Konzil von Nicäa (A.D. 325) erklärte er: „Diese Abweichung [das Einhalten des Passahs] MUSS korrigiert werden!”
 
Beim Konzil von Nicäa verbot Konstantin per Gesetz das Passah und wies an, dass Christi Tod und Auferstehung „an dem Sonntag gefeiert wird, der auf den ersten Vollmond nach dem Widderpunkt/Frühlingspunkt“ folgt. Das ist eine Zeit, die mit dem Frühlingsfest der heidnischen Fruchtbarkeitsgöttin Ischtar verbunden ist, auch bekannt als Ostern. (Aus diesem Grund feiert die Gemeinde heute die Auferstehung zu Ostern anstatt am Passah.) Konstantins Ziel war es, Jesus aus dem Kontext des Passahs zu entfernen.

Der Kampf geht weiter!

Viele in der Gemeinde widersetzten sich dem Edikt Konstantins; so hielt der Kampf um das Passah noch etliche Jahrhunderte nach Konstantin an.

Im sechsten Jahrhundert zum Beispiel, sandte Kaiser Justinian die römischen Truppen durch das Kaiserreich, um das Verbot des Passahs durchzusetzen. In seinem Versuch, die „Irrlehre” des Passahs auszulöschen, wurden tausende Männer, Frauen und Kinder brutal ermordet. Bewohner ganzer Städte wurden hingerichtet, weil sie sich weigerten, die Passahfeier aufzugeben (der Kampf um das Passah brachte viele Opfer mit sich)!
 
Von der Regierung unter Druck gesetzt, beteiligte sich die Römische Kirche an den Versuchen, das Passah auszumerzen. Man sehe sich nur einige der Dekrete an, die von verschiedenen Kirchenkonzilen gegen das Passah erlassen wurden.

Ein Fluch verkündet!  

DIE SYNODE VON ANTIOCHIA (345 n. Chr.) – „Sollte irgendein Bischof, Ältester oder Diakon es wagen, nach diesem Dekret das Passah zu feiern, so verurteilt der Rat ihn zur Verbannung (Anathema) aus der Kirche. Dieser Rat enthebt nicht nur ihn seines Amtes, sondern ächtet auch jegliche Person, die es wagt, mit ihm in Kontakt zu treten.“ (Das Wort Bann/Verbannung/Anathema  bedeutet „verflucht“. Tatsächlich sprach die Kirche einen Fluch aus über Christen, die das Passah feiern wollten.)

DAS KONZIL VON LAODICEA (365 n. Chr.) – „Es ist nicht gestattet, Feierlichkeiten abzuhalten, die von den Juden stammen.”

DIE SYNODE VON AGDE, FRANKREICH (506 n. Chr.) – „Christen DÜRFEN NICHT an jüdischen Festen teilnehmen.”

DAS 10.KONZIL VON TOLEDO (7.Jahrhundert) - Ostern muss zu dem Zeitpunkt gefeiert werden, der im Erlass von Nicäa festgesetzt worden ist.

Der Kampf um das Passah ist in der Kirchengeschichte deutlich erkennbar.
 
Dieser Kampf gegen das Passah ist nichts Neues. Wir sehen das gleiche Spiel in der Bibel: Satan versucht immer, das Passah zu stehlen, weil er weiß, dass das Feiern des Blutes Kraft freisetzt. Schauen Sie doch, was in den Tagen Hiskias geschah:

„Hiskia tat, was recht war in den Augen des HERRN. Er reinigte den Tempel und besserte ihn aus, riss die falschen Altäre nieder und stellte die Opfer und den Lobpreis Davids wieder her. Und Hiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und lud sie ein, Passah zu feiern. Und Läufer gingen durch ganz Israel und Juda: „Söhne Israel, kehrt um zu dem HERRN." Die Hand Gottes war über dem Volk, dass er ihm ein einmütiges Herz gab, den Befehl des Königs und der Obersten auszuführen nach dem Wort des HERRN. So versammelte sich eine Menge Volk in Jerusalem, um das Fest der ungesäuerten Brote zu feiern, eine sehr große Versammlung. Sie schlachteten das Passahlamm und feierten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude, während die Leviten dem HERRN sangen täglich, begleitet von Instrumenten des Lobpreises. Und die ganze Versammlung beschloss, noch sieben weitere Tage zu feiern; und sie feierten die sieben Tage mit Freuden. Und es war große Freude in Jerusalem. Denn seit den Tagen Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, war Derartiges in Jerusalem nicht gewesen. Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk. Und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam zu seiner heiligen Wohnung in den Himmel.“ (vgl. 2.Chronik 29-30)

Das Gleiche geschah in den Tagen Josias: „Und Josia tat, was recht war in den Augen des Herrn. Im achtzehnten Jahr seiner Königsherrschaft, während sie den Tempel ausbesserten, fanden sie das Buch des Gesetzes (die TORA-Rolle) im Tempel. Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider. Mit dem gesamten Volk machte er sich auf zum Tempel. Vor ihren Ohren las er alle Worte aus dem Bundesbuch vor. Und das ganze Volk trat in den Bund ein. Und der König befahl dem Hohenpriester Hilkija und den Priestern zweiten Ranges und den Hütern der Schwelle, aus dem Tempelraum des HERRN alle Geräte hinauszubringen, die für den Baal und die Aschera und das ganze Heer des Himmels gemacht worden waren. Und er riss die Häuser der Tempelhurer nieder, die sich im Haus des HERRN befanden. Und der König befahl dem ganzen Volk: Feiert dem HERRN, eurem Gott, ein Passah, wie in diesem Buch des Bundes geschrieben steht! Denn es war kein Passah gefeiert worden wie dieses von den Tagen der Richter an, die Israel gerichtet hatten, und alle Tage der Könige von Israel und der Könige von Juda, sondern erst im achtzehnten Jahr des Königs Josia wurde dieses Passah dem HERRN in Jerusalem gefeiert.“ (2.Könige 22-23)

Wir sehen hier ein biblisches Muster! In beiden Passagen hatte sich Gottes Volk weit vom HERRN (Anm.: JHWH - dem Gott Israels) entfernt und sich dem Götzendienst hingegeben; somit waren die Segnungen des HERRN verloren gegangen. Sie kehrten um zu Gott und suchten ihn, und das erste, was er tat war, das Passah wieder zu etablieren! Als sie den heidnischen Götzen den Rücken kehrten und das Passah feierten, wurde ihre Beziehung zu Gott wieder hergestellt und sie erfuhren große Freude und Segen. Das ist ein interessantes Muster. Immer wieder entdecken wir in der Bibel, dass das Passah VERLOREN ging. Selbst während der Ära des Alten Testaments (Anm.: des Tenachs), und sogar unter den Juden, lebten und starben Generationen, ohne je das Passah gefeiert zu haben.

Warum ging das Passah verloren? Satan hatte es GESTOHLEN! Satan will immer das Passah stehlen! Als dann eine neue Generation zum HERRN zurückkehrte und begann, die Bibel zu lesen, lasen sie zum ersten Mal über das Passah. Es erschien ihnen fremd. Sie sagten: „So etwas haben wir noch nie getan!” (Genau das sehen wir heutzutage häufig in der Gemeinde!) Doch als der Heilige Geist sich in ihren Herzen bewegte, feierten sie Gottes Fest der Erlösung; und Gottes Kraft und Freude wurden wiederhergestellt.

Warum hasst Satan das Passah?

Satan hasst das Passah, weil das Passah das Feiern von JESUS ist. Als die Gemeinde das Passah aufgab, hat sie andere Möglichkeiten erfunden, Jesus zu feiern. Auf diese Weise haben wir unsere Zeiten des Feierns auf Weihnachten und Ostern verschoben. Es ist ja auch nicht schlimm, Jesus an diesen anderen Tagen zu feiern. (Es ist immer gut, Jesus zu feiern!) Aber das Fest zu Ehren von Jesus, dass Gott uns gegeben hat, heißt Passah!

Das Neue Testament sagt uns, dass Jesus das Passahlamm IST. Als Johannes Jesus ankündigte, sagte er: „Siehe, das LAMM!“ Paulus sagte: „Christus, unser PASSAHLAMM ist geschlachtet worden!“
 
Das Feiern des Passah IST das Feiern Jesu. Als Passahlamm vergoss ER SEIN BLUT, um uns vom Feind loszukaufen. Wenn sich sein Blut „an den Türpfosten” Ihres Lebens befindet, wird Gott Sie aus der Hand des Zerstörers befreien. Wenn Sie also den Sinn des Passahs verstehen, begreifen Sie automatisch, was Jesus getan hat.

In der ursprünglichen Passahnacht deutete alles auf Jesus hin. Jedem Vater in Israel wurde gesagt, er solle mit einer Schale, die das Blut eines Lammes enthält, an der Tür seines Hauses stehen. Er sollte einen Ysopzweig in das Blut tauchen und das Blut an die beiden Türpfosten des Hauses streichen. Dann sollte er das ganze wiederholen, indem er das Blut an die Oberschwelle über der Tür strich. Wenn Sie sich jetzt die Bewegung vorstellen, die er mit diesem blutgetränkten Ysopzweig ausführte, können sie sehen, dass er das Zeichen des Kreuzes machte.

Während der Passahnacht machte jeder Vater in Israel das Zeichen des Kreuzes mit dem Blut des Lammes. Und als Resultat erlebte jede Familie die Erlösung von der Kraft des Feindes!

Gottes Befreiung geschieht immer durch sein Kreuz und sein Blut. Genau das feiert das Passah. Sie sehen, es war kein Zufall, dass Jesus an Passah starb. Gott hätte Jesus zu jeder Zeit im Jahr sterben lassen können. Aber es war Gottes Wille für ihn, an Passah zu sterben, damit wir erkennen würden, dass er das Passahlamm ist.

Das Passah ist Gott so wichtig, dass er beschloss, das wichtigste Ereignis der Geschichte (den Tod und die Auferstehung Jesu) an Passah geschehen zu lassen.
 
Gott setzte alles daran, um das Opfer von Jesus mit dem Passah zu VERBINDEN (interessant ist: Es war Konstantins erklärtes Ziel, das Werk Jesu vom Passah zu trennen.) Gott möchte, dass wir im Kontext des Passahfestes an Jesus denken.

Der Zeitplan des Passahs

Es ist interessant, den Zeitplan von Jesu Kreuzigung mit der Passahfeier zu vergleichen. Gemäß der Tora musste zur Zeit des Passahs eine Reihe von Maßnahmen in einer besonderen Reihenfolge und zu spezifischen Zeitpunkten ausgeführt werden.

1. Das Passahlamm musste an einem bestimmten Tag ausgewählt werden. In 2.Mose 12 steht die Anweisung, dass das Passahlamm am zehnten Tag des ersten Monats ausgewählt werden soll. Zu Zeiten Jesu kamen nur Lämmer aus Bethlehem als Passahlämmer in Betracht. Also wurde das in Bethlehem geborene Lamm ausgewählt, von Osten (den Ölberg herab) nach Jerusalem gebracht und gelangte durch das Schaf-Tor in die Stadt. Am zehnten Tag des ersten Monats ging Jesus, das Lamm, geboren in Bethlehem, den Ölberg herab und betrat Jerusalem durch das Schaf-Tor (Dies wird als Sein „triumphaler Einzug“ bezeichnet.). Als er einzog, winkten die Menschen mit Palmenzweigen und riefen: „Gesegnet ist, der da kommt im Namen des HERRN! Rette uns, Sohn Davids!” Durch die Beifallsbekundungen der Menschenmasse wird Jesus als Israels Messias bezeichnet. Die Volksmenge hatte ihr Passahlamm gewählt.

2. Dann musste das Lamm begutachtet werden. Die Thora wies an, das dass Lamm nach seiner Auswahl sorgfältig auf Makel untersucht werden musste. Nur ein vollkommenes, makelloses Lamm würde für das Passah genügen. Nachdem Jesus in Jerusalem ankam, ging er in den Tempel um zu lehren. Dort wurde er von den Pharisäern, Sadduzäern, Herodianern und den Schriftgelehrten angesprochen. Jede dieser Gruppen stellte ihm knifflige Fragen, und versuchte, ihn damit in eine Falle zu locken. Im Grunde suchten sie nach einem Makel, der ihn als Messias disqualifizieren könnte. Aber niemand konnte einen Fehler an ihm finden. Er war ohne Fehler.

3. Der Sauerteig (die Verunreinigung) muss entfernt werden. Die Thora weist an, dass jeder Sauerteig (jede Verunreinigung) vor dem Fest aus jedem israelitischen Haus entfernt werden muss. Jede Mutter nahm eine Kerze, suchte nach Schmutz und entfernte diesen aus ihrem Haus. Diese Regel wird auch noch heute befolgt. Das Passah ist eine Zeit, zu der jedes Haus gereinigt wird. Jede das Gesetz (Anm.: Thora) achtende jüdische Familie reinigt ihr Haus gründlich vor dem Passahfest. Jede Spur von Verunreinigung wird entfernt. Nachdem Jesus in Jerusalem ankam, betrat er den Tempel und warf die Geldwechsler hinaus. Er folgte der biblischen Anweisung zur Vorbereitung auf das Passah, indem er das Haus seines Vaters reinigte.

4. Das Lamm wird zum Altar gebracht, um dort öffentlich zur Schau gestellt zu werden.

Am Morgen des vierzehnten Tages des ersten Monats, als alles soweit vollzogen war, wurde das Lamm zum Altar geführt. Um neun Uhr an jenem Morgen wurde das Lamm am Altar festgebunden und für alle sichtbar zur Schau gestellt. Am Morgen des vierzehnten Tages des ersten Monats, als alles erfüllt war, wurde Jesus nach Golgatha geführt, um neun Uhr morgens, genau zu dem Zeitpunkt, als das Lamm an den Altar gebunden wurde. Jesus wurde ans Kreuz genagelt und auf Golgatha öffentlich zur Schau gestellt.

5. Das Lamm wurde zu einem spezifischen Zeitpunkt geschlachtet. Um genau fünfzehn Uhr ging der Hohepriester zum  Altar hinauf. Als ein weiterer Priester an der Tempelmauer das Schofar blies, durchtrennte der Hohepriester die Kehle des Opferlammes und sagte: „ES IST VOLLBRACHT!“ Um fünfzehn Uhr an diesem hochheiligen Feiertag, in dem Moment, in dem das Passahlamm getötet wurde, rief Jesus mit lauter Stimme: „ES IST VOLLBRACHT!“, und verschied. „Es ist vollbracht!“ heißt im Griechischen „tetelistai“! Das bedeutet, „Die Schuld ist komplett bezahlt!“

Das Feiern von Jesus!  

Erkennen Sie, in welcher Weise Gott beschloss, Jesus mit dem Passah zu verbinden?

Es ist also kein Wunder, dass Johannes Jesus mit den Worten, „Siehe, das Lamm!“ vorstellte. Es ist auch kein Wunder, dass Paulus schreibt: „Christus, unser Passahlamm ist geschlachtet worden!“ Beim Passah geht es einzig und allein um Jesus. Erkennen Sie, dass es beim Passah einzig um JESUS geht?

Er kam als Lamm Gottes!
Sein Blut erlöst uns!
Durch Sein Blut wurde das Gericht abgewendet!
Durch Sein Blut ist die Kraft des Feindes gebrochen!
Durch Sein Blut sind wir von Fesseln und Bedrückung befreit.
Durch Sein Blut sind wir frei gemacht, in Gottes Verheißung einzutreten!
Passah ist die „JESUS"- Feier!


Je mehr Sie das Passah verstehen, desto mehr werden Sie Jesus schätzen. Wenn Sie das Passah nicht verstehen, werden Sie Schwierigkeiten haben, wirklich zu begreifen, was Jesus getan hat. Während Sie das Passah feiern, proklamieren Sie Ihren Glauben an die Kraft seines Blutes und seine Erlösung. Es ist eine der größten Merkwürdigkeiten überhaupt, dass Christen weltweit Satans Lüge akzeptiert haben, dass das Passah keine “christliche“ Angelegenheit sei. Satan ist bemüht, das Passah zu stehlen, weil er weiß, dass das Feiern des Blutes Kraft freisetzt. Als das Feiern des Passahs gestohlen wurde, verschwand auch die Kraft. Aber wenn das Passah wiederhergestellt ist, KEHRT die Kraft ZURÜCK.  

Die gute Nachricht ist: Gott BRINGT das Passah ZURÜCK!

Auf der ganzen Welt feiern die Gemeinden wieder das Passah. Und die KRAFT kehrt zurück. Wir laden Sie ein, die Kraft des Blutes Jesu zu feiern. Wir laden Sie ein, gemeinsam mit Christen weltweit das Passah zurückzubringen. Proklamieren Sie gemeinsam mit uns: "Wir sind ERLÖST durch das BLUT DES LAMMES, freigekauft aus der Hand des Feindes!"

Wenn Sie gern mehr über das Passah wissen möchten und für Vorschläge zur Feier, empfehlen wir das Buch THE MESSIANIC CHURCH ARISING ("Die messianische Gemeinde steht auf") von Dr. Robert Heidler, erhältlich bei Glory of Zion International Ministries.

Gottes Segen,

Chuck D. Pierce und Robert Heidler
Glory of Zion International Ministries
 
Übersetzung:
Margit Kelly

Anhand des Wortes Gottes wird deutlich, dass Phasen des Übergangs mit der Präsenz von Wasser einhergehen. Dieses Prinzip wird deutlich anhand des Auszugs des Volkes Israel unter der Führung von Mose aus Ägypten in die Wüste sowie dem Eintritt des Volkes Israel unter der Führung von Josua ins verheißene Land (vgl. 2.Mose 14,16.21-22 i.V.m. Josua 3,13-17).
 
2.Mose 14,16.21-22:
16 Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand über das Meer und teile es mitten durch, sodass die Israeliten auf dem Trockenen mitten durch das Meer gehen. …
21 Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken und die Wasser teilten sich.
22 Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
 
Josua 3,13-17:
13 Wenn dann die Fußsohlen der Priester, die die Lade des HERRN, des Herrschers über alle Welt, tragen, in dem Wasser des Jordans stillstehen, so wird das Wasser des Jordans, das von oben herabfließt, nicht weiterlaufen, sondern stehen bleiben wie ein einziger Wall.
14 Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und als die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen 15 und an den Jordan kamen und ihre Füße vorn ins Wasser tauchten – der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten –, 16 da stand das Wasser, das von oben herniederkam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam, die zur Seite von Zaretan liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floss ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho.
17 Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.
 
Als Volk Gottes bewegen wir uns in der Struktur des Königreiches, das es gilt mit seinen verschiedenen Ebenen der Himmel zu verstehen, die an das Element des Wassers gekoppelt sind.
Das verdeutlicht die Bedeutung des hebräischen Wortes „mamlākāh“, das für den Begriff „Königreich“ verwendet wird. Dieses hebräische Wort beginnt zweifach mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“, der unter anderem mit „Wasser“ verbunden ist sowie den Zahlenwert „40“ trägt.
 
Das im Wort Gottes verwendete hebräische Wort für „Wasser“ ist „Majim“ und wird ausschließlich in der Pluralform benutzt. Es beginnt mit dem hebräischen Buchstaben „Mem“ und schließt zugleich damit ab. (Anm.: Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort „mamlākāh – Königreich“ mit der Wortschlüsselnummer 4542)
 
Auch Jakob trat in eine neue Zeit ein, nachdem er die Furt des Jabbok mit seiner Familie überquerte und damit im Zusammenhang das Angesicht Gottes sah. Das hatte zur Folge, dass Jakob sich in fester Zuversicht mit gottgegebener Strategie seinem Bruder Esau näherte, der ihn normalerweise töten wollte (vgl. 1.Mose 32,23-32 i.V.m. 1.Mose 33,1-4).
 
1.Mose 32,23-33:
23 Und Jakob stand auf in der Nacht und nahm seine beiden Frauen und die beiden Mägde und seine elf Söhne und zog an die Furt des Jabbok, 24 nahm sie und führte sie über das Wasser, sodass hinüberkam, was er hatte, 25 und blieb allein zurück.
Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach.
26 Und als er sah, dass er ihn nicht übermochte, schlug er ihn auf das Gelenk seiner Hüfte, und das Gelenk der Hüfte Jakobs wurde über dem Ringen mit ihm verrenkt.
27 Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.
28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob.
29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen.
30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst.
31 Und Jakob nannte die Stätte Pnuël; denn, sprach er, ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet.
32 Und als er an Pnuël vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. …
 
1.Mose 33,1-4:
1 Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er verteilte seine Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Leibmägde 2 und stellte die Mägde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern dahinter und Rahel mit Josef zuletzt.
3 Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal zur Erde, bis er zu seinem Bruder kam.
4 Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn und sie weinten.
 
Die Abtrennung von Zeit und die erleuchteten Augen des Herzens
 
Das Durchqueren des Wassers weist ebenfalls auf die Beschneidung des Herzens hin, die damit verknüpft ist, dass eine alte Zeit abgetrennt wird, damit wir mit erleuchteten Augen des Herzens in der neuen Zeit mit Jesus Christus vorangehen können.
 
Die erleuchteten Augen des Herzens gehen einher mit einer erneuerten geistlichen Sichtweise und der erforderlichen Unterscheidung (vgl. Epheser 1,18).
 
Epheser 1,18:
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist …
 
Darüber hinaus bleibt es nicht aus, dass wenn man sich mit der erneuerten Sichtweise entscheidet weiter mit Jesus Christus vorzurücken, es zu Konfrontationen mit dem religiösen Geist kommt. Dieser arbeitet durch gläubige Menschen, die sich nicht durch den Heiligen Geist in ihrem Geist und Sinn erneuert haben. Sie besitzen zwar eine gewisse Art von „Neugier“ für das Neue, jedoch sind sie im Herzen dafür verschlossen oder bezweifeln es, weil sie den Plan Gottes nicht erkennen können.
 
Nur durch die Erneuerung des Geist und Sinns ist man in der Lage, den Willen Gottes zu erkennen (vgl. Römer 12,2 i.V.m. Epheser 4,23-24).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23-24:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
 
Wir befinden uns als Leib Jesu in einer Zeit, in der es erforderlich ist Jünger hervorzubringen, die Jesus Christus uneingeschränkt folgen und unter der Führung des Heiligen Geistes zur Beschneidung der Herzen der Menschen beitragen.
 
=> Die wahre Jüngerschaft Jesu umfasst eine Unbedingtheit der „Nachfolge“, die weit über das traditionelle Maß hinausgeht. Es ist erforderlich, dass der Jünger Jesu um der anbrechenden Herrschaft Gottes willen, bereit sein muss, alles hinter sich zu lassen (vgl. Lukas 9,57-62; Lukas 14,25-27). Somit sind wahre Jünger Jesu aufrichtige Schüler/Studenten (Anm.: die immer lernbereit sind) lernen, wachsen und mehr nach der Erkenntnis ihrer Berufungen und Ziele suchen und darin wandeln. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text beruht auf einem Zitat von Rick Joyner.).
 
Aus der zuvor genannten Beschneidung des Herzens resultiert, dass der Leib Jesu die Dynamik des Lobpreises an den Ort des Verständnisses über die Zeitzyklen Gottes bringt, so dass es zur Verschmelzung von Lobpreis und der vorherbestimmten Zeit Gottes kommt, um mit einem neuen Verständnis über Gottes Zeitpunkte und in prophetischer Wachsamkeit voranzugehen.
 
Dieses Vorgehen ist anhand der Bibelstelle aus Johannes 4,1-4 geoffenbart.
 
Johannes 4,1-4:
1 Als nun Jesus erfuhr, dass den Pharisäern zu Ohren gekommen war, dass er mehr zu Jüngern machte und taufte als Johannes 2 – obwohl Jesus nicht selber taufte, sondern seine Jünger –, 3 verließ er Judäa (Anm.: bedeutet „Lob, Preis“) und ging wieder nach Galiläa (Anm.: bedeutet „Kreis, Umkreis“).
4 Er musste aber durch Samarien (Anm.: bedeutet „zum Wächter gehörig, Wachtberg“) reisen.
 
Das Verständnis über das Erbe des Königreichs
 
Darüber hinaus führt uns der Heilige Geist in Form von offenbarender Wahrheit in ein größeres Verständnis über das Potential des Erbes des Königreichs in den Generationen, was mit dem Festhalten an der Verheißung Gottes sowie der Administration der von Gott gegebenen bzw. anvertrauten Ressourcen einhergeht. Hierbei handelt es sich um das Erbe der Vater- und Sohnschaft in Christus Jesus (vgl. Johannes 4,5).
 
Johannes 4,5:
5 Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gab.
 
Es ist in diesem Zusammenhang entscheidend, dass wir einen prophetischen Überblick haben und bereit sind mit dem Heiligen Geist die geheimen Tiefen Christi, bei denen es sich um die Schätze der Weisheit und Erkenntnis handelt zu erforschen. Nur so können wir die Sicht Gottes, also seinen Plan, den Menschen offenbaren.
 
Selbst wenn wir aufgrund von vorausgegangenen Konfrontationen müde geworden sind, ist es weiterhin wichtig, dass wir uns der richtigen Sache zur richtigen Zeit, am richtigen Ort mit den richtigen Menschen widmen, um Erfolg zu haben und diesen durch die Gnade Gottes in der Zukunft abzusichern (vgl. Johannes 4,5-6 i.V.m. Kolosser 2,3).
 
Johannes 4,5-6:
5 Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar (Anm.: bedeutet „Bergrücken“), nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gab.
6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich am Brunnen nieder; es war um die sechste Stunde.
 
Kolosser 2,3:
… 3 in welchem (Anm.: Christus) verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
 
Die auftretende Müdigkeit ist lediglich ein Zeichen dafür, dass wir uns in einer sogenannten geistlichen Metamorphose befinden, die sich so ähnlich wie bei einem Schmetterling verhält. Der Schmetterling muss sein Raupenstadium verlassen, indem er aus dem Kokon schlüpft, um sich in einer höheren Dimension mit einer neuen Sicht zu bewegen, was für uns mit der Erneuerung unser Gedanken verbunden ist.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm