Gemäß Jesaja 11,1-4 kann ein gerechtes Urteil nur dann gefällt werden, wenn man selbst im Zentrum des Sohnes Gottes, der Jesus Christus ist, lebt und sich vollkommen unter der Führung des Heiligen Geistes befindet. Erst daraus wird einem möglich, Dinge gemäß dem biblischen Maßstab im alltäglichen Leben anhand des Wortes Gottes richtig zu beurteilen sowie zu unterscheiden.
 
Jesaja 11,1-4:
1 Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
3 Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, 4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.
 
Daraus resultiert, dass die Umgebung sowie die betreffende Person, die in die Gerechtigkeit Gottes geführt werden soll, mit dem Licht des HERRN erfüllt wird und das Wort Gottes in offenbarender Wahrheit das, was sich konträr zum Maßstab der Gerechtigkeit Gottes befindet, entsprechend abtrennt (vgl. Hebräer 4,12-13).
 
Hebräer 4,12-13:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.
13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.
 
Das Führen in Gerechtigkeit
 
Um einer Person zu helfen in Gerechtigkeit geführt zu werden, ist es erforderlich, sie mit Zuversicht in die offenbarende Gegenwart Gottes zu bringen. Die Gegenwart Gottes, welche der Heilige Geist hervorbringt, lässt Anklage keinen Halt haben und verhilft dazu, dass die betreffende Person diese Dinge ohne Scham ablegen kann, um sich neu vom HERRN bekleiden zu lassen (vgl. Sacharja 3,1-7 i.V.m. 1.Johannes 1,5-9).
 
Sacharja 3,1-7:
1 Und er ließ mich sehen den Hohenpriester Jeschua, wie er vor dem Engel des HERRN stand, und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn zu verklagen.
2 Und der Engel des HERRN sprach zu dem Satan: Der HERR schelte dich, du Satan! Ja, der HERR, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist?
3 Jeschua aber hatte unreine Kleider an und stand vor dem Engel, 4 der anhob und sprach zu denen, die vor ihm standen: Tut die unreinen Kleider von ihm! Und er sprach zu ihm: Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen.
5 Und er sprach: Setzt ihm einen reinen Kopfbund auf das Haupt! Und sie setzten ihm einen reinen Kopfbund auf das Haupt und zogen ihm reine Kleider an, und der Engel des HERRN stand dabei.
6 Und der Engel des HERRN bezeugte es Jeschua und sprach: 7 So spricht der HERR Zebaoth: Wirst du in meinen Wegen wandeln und meinen Dienst recht versehen, so sollst du mein Haus regieren und meine Vorhöfe bewahren. Und ich will dir Zugang zu mir geben mit diesen, die hier stehen.
 
1.Johannes 1,5-9:
5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.
6 Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
 
Anhand der Aussage von Paulus in 1.Korinther 5,12-13 wird außerdem deutlich, dass wir dazu aufgerufen sind, Gerechtigkeit im Haus Gottes aufrechtzuerhalten. Das geht einher mit dem Wandel in der Nüchternheit des Geistes sowie in der Unterordnung gegenüber der Führung des Heiligen Geistes. Um Gerechtigkeit aufrechterhalten zu können, muss sie zuvor etabliert sein.
 
1.Korinther 5,12-13:
12 Denn was gehen mich die draußen an, dass ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, die drinnen sind?
13 Gott aber wird die draußen sind richten. Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!
 
Die erforderliche Nüchternheit des Geistes umfasst, dass wir nicht aus unseren Emotionen (Anm.: Gefühlszuständen aus der Seele) heraus entscheiden oder vorgehen, sondern Dinge übergeordnet und unvoreingenommen beurteilen (vgl. Römer 2,11).
 
Römer 2,11:
11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
 
Gerechte Urteile umfassen die Abwägung der Dinge in ihrer Verhältnismäßigkeit anhand des biblischen Maßstabs, der sich allezeit auf der Liebe Gottes und seiner Wahrheit gründet.
 
Die Anwendung des Maßstabs Gottes im eigenen Leben
 
Die Aussage von Jesus Christus in Matthäus 7,3-5 in Bezug auf das gerechte Urteilen weist uns auf die Voraussetzung hin, zuerst an sich selbst den Maßstab des Wortes Gottes anzusetzen und darin zu leben, um in der Lage zu sein, die Gerechtigkeit Gottes im Leben des Nächsten zu intensivieren.
 
Matthäus 7,3-5:
3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?
4 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge.
5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.
 
Demnach können wir ausschließen, dass wir Gottes Gerechtigkeit entsprechen, wenn wir an Verletzungen, negativen Erfahrungen und Unvergebenheit (Anm.: sündhaften Haltungen) festhalten. Daraus wird deutlich, dass wir in der Gemeinschaft mit Heiligen immer Gott selbst, den Heiligen Geist, um Unterscheidung und Führung bitten müssen, weil wir ansonsten Gefahr laufen, aus menschlichen Maßstäben und persönlichen Erwartungen zu „bewerten“ – ohne Liebe.
 
Um mit zunehmender Reife souverän in der Unterscheidung zwischen menschlichen und Gott gemäßen Bewertungen zu werden, hilft daher eine beständige Ausrichtung und persönliche Fokussierung auf die Weisheit, die der Vater uns schenken möchte. Seine Weisheit, die eine Folge der Ehrfurcht vor ihm ist, befähigt uns darin, auch uns selbst, andere und sogar unsere Feinde zu lieben.
 
In der Weisheit Gottes erkennen wir an, dass wir zunächst die von ihm geltenden Prinzipien anerkennen dürfen, um in seinen gerechten Maßstäben zu leben, was uns zur Zunahme in der Liebe und ungeheucheltem Glauben befähigt (vgl. 1.Timotheus 1,5).
 
1.Timotheus 1,5:
5 Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

PROPHEZEIT AM 24. JUNI 2022 | 25. SIWAN 5782, NAJOTH BERLIN-SPANDAU
 
„Da ist die neue Phase von Zeit, die sich von „unten“ nach „oben“ erhebt und mit starken Winden einhergeht!
 
Sei bereit, die neue Zeit in Christus Jesus zu tragen und dich mit ihr zu vereinen, um in ihr tätig zu werden!

Es verhält sich ähnlich wie beim Verlassen Jesu aus dem Tempel und Seinem Hinaufgehen auf den Ölberg (vgl. Matthäus 24,1a.3a)!
 
Da ist die Ecke und der Winkel, weil es um die Veränderung in Christus Jesus und die neue Richtung geht (vgl. Jesaja 28,16 i.V.m. 1.Petrus 2,6)!
Es ist ein Zusammenkommen von führenden Engeln, die die Ekklēsia in einen höheren geistlichen Bereich heben, so dass sie die Intervention der Hand Gottes sieht!
Diese Intervention Gottes entfernt die „Steine des Anstoßes“ aus dem Boden auf dem Weg der Ekklēsia (vgl. Psalm 91,11-12 i.V.m. Jesaja 57,14; Jesaja 62,10)!
Es ist ein Herausnehmen der Söhne des Bösen aus der temporären Zeit durch den Geist der Prophetie! Dieses Herausnehmen hinterlässt eine Tiefe, die zu einer größeren geistlichen Kapazität der Söhne Gottes führt!
Die Tiefe wird mit der Gegenwart Gottes gefüllt!
Dort, wo zuvor das Böse war, wird der Segen Gottes hervorkommen!
 
Achte darauf, dass du dich mit dem hohen Lobpreis Gottes voranbewegst, um in den offenbarenden Augenblick einzutreten, spricht der Geist des Propheten!
 
Gebe Mir die Sekunde deiner Zeit! Gebe Mir deinen Augenblick! Gebe Mir deinen Herzschlag!
 
Ich beschleunige dich in der temporären Zeit, so dass du vorne Platz nehmen wirst, um höhere Verantwortung zu übernehmen und in Mir auf größere Weise zu regieren, spricht der HERR (vgl. Lukas 13,30 i.V.m. Lukas 14,10-11)!
 
Dort, wo zuvor Sorge vor Dürre in der Wirtschaft war, kommt es zur übernatürlichen Versorgung (vgl. 2.Könige 3,9.14-20)!
 
Da ist die Wichtigkeit der hohen Anbetung, die in die Bewegung führt, um in den Bereich des offenbarenden Augenblicks zu treten! Das geht einher mit der Erkenntnis von Christus Jesus als das lebendige Wort Gottes und Manna vom Himmel (vgl. Johannes 6,32-35)!
 
Da ist das lebendige Wort Gottes, das auf die turbulenten Wasser trifft, um sich über dir auszubreiten und dir den übernatürlichen Frieden zu geben, der deinen Geistmenschen in eine größere Freiheit führt und bewahrt! Das hat zur Folge, dass du aus der Ruhe Gottes heraus die offenbarende Wahrheit sprichst und das „Aufwallen“ in deinem Umfeld zur Ruhe kommt (vgl. Matthäus 8,24.26 i.V.m. Philipper 4,7)!
 
Die Präsenz des lebendigen Wortes Gottes breitet sich aus, um abzudecken und zu ummanteln sowie in die innere Ruhe zu führen!
 
Darüber hinaus kommt es zu einem Betreten durch das lebendige Wort Gottes in deinem Leben, das zu einer höheren Erkenntnis und geistlichen Dimension führt!
 
Es geht um das lebendige Wort Gottes, das von der Struktur des „Brotes“ in die Substanz des „Fleisches“ wechselt, um in Christus Jesus und Seinem ewigen Leben fest verwurzelt zu sein und mit geübten geistlichen Sinnen weiter voranzugehen sowie deutlich die Linie zwischen Gut und Böse zu ziehen (vgl. Johannes 6,56 i.V.m. Hebräer 5,14)!“
 
Bibelstellen zu dem prophetischen Reden
 
Matthäus 24,1a.3a:
1a Und Jesus ging aus dem Tempel fort …
3a Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, …
 
Jesaja 28,16:
16 Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.
 
1.Petrus 2,6:
6 Darum steht in der Schrift (vgl. Jesaja 28,16): „Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.“
 
Psalm 91,11-12:
11 Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12 dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
 
Jesaja 57,14:
14 Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks!
 
Jesaja 62,10:
10 Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!
 
Lukas 13,30:
30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.
 
Lukas 14,10-11:
10 Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setz dich untenan, damit, wenn der kommt, der dich eingeladen hat, er zu dir sagt: Freund, rücke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit dir zu Tisch sitzen.
11 Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.
 
2.Könige 3,9.14-20:
9 So zogen hin der König von Israel, der König von Juda und der König von Edom. Und als sie sieben Tagereisen weit gezogen waren, hatte das Heer und das Vieh, das bei ihnen war, kein Wasser. …
14 Elisa sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: Wenn ich nicht Joschafat, den König von Juda, ehrte, ich wollte dich nicht ansehen noch achten.
15 So bringt mir nun einen Spielmann!
Und als der Spielmann auf den Saiten spielte, kam die Hand des HERRN auf Elisa 16 und er sprach: So spricht der HERR: Macht hier und da Gruben in diesem Tal.
17 Denn so spricht der HERR: Ihr werdet weder Wind noch Regen sehen; dennoch soll das Tal voll Wasser werden, dass ihr und euer Heer und euer Vieh trinken könnt.
18 Und das ist noch ein Geringes vor dem HERRN; er wird auch die Moabiter in eure Hände geben,
19 sodass ihr wüste machen werdet alle festen Städte und alle auserwählten Städte und fällen alle guten Bäume und verstopfen alle Wasserbrunnen und alle guten Äcker mit Steinen verderben.
20 Aber am nächsten Morgen, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser von Edom her und füllte das Land mit Wasser.
 
Johannes 6,32-35:
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.
 
Matthäus 8,24.26:
24 Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde. Er aber schlief. …
26 Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer. Da wurde es ganz stille.
 
Philipper 4,7:
7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
 
Johannes 6,56:
56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.
 
Hebräer 5,14:
14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Der HERR möchte uns als sein Volk die Gegenwart des lebendigen Wortes Gottes und dessen Bewegung erkennen lassen, sodass uns ermöglicht wird durch die Führung des Heiligen Geistes richtig zu beurteilen.
 
Jesus Christus ist das lebendige Wort Gottes und es ist der Heilige Geist der die Wahrheit, die sich darin befindet, uns gegenüber aufschließt (vgl. Johannes 1,1; Offenbarung 19,13 i.V.m. Johannes 16,13-15).
 
Johannes 1,1:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
 
Offenbarung 19,13:
13 Und er war angetan mit einem Gewand, das mit Blut getränkt war, und sein Name ist: Das Wort Gottes.
 
Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.
 
Der Aufenthalt des Wortes Gottes in einer Region
 
Anhand des Lebens von Jesus Christus während er als Mensch auf der Erde in Israel lebte und sich in verschiedenen Regionen aufhielt, können wir die Präsenz der Lebendigkeit des Wortes Gottes erkennen. Hierbei kommt den jeweiligen Aufenthaltsorten eine besondere Bedeutung zu, da diese uns eine tiefere Dimension von Offenbarung aufschließen.
 
Der Eintritt des Wortes Gottes in eine Region bzw. an einen Ort wirkt symbiotisch, was bedeutet, dass die Präsenz des lebendigen Wortes Gottes sowie dessen Aufenthaltsort zusammenwirken.
 
In Matthäus 13,1-3 heißt es zum Beispiel, dass Jesus das Haus verließ, um sich am See niederzulassen und später aufgrund der Menschenmenge, die ihm folgte in ein Boot zu steigen und sich darin zu setzen. Von dort aus lehrte er die Volksmenge, die am Ufer stand in Gleichnissen. Das Reden in Gleichnissen bzw. Rätseln umfasst die Geheimnissprache Gottes (vgl. Matthäus 13,34-35).
 
Matthäus 13,1-3:
1 An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an den See.
2 Und es versammelte sich eine große Menge bei ihm, sodass er in ein Boot stieg und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
3 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. …
 
Matthäus 13,34-35:
34 Das alles redete Jesus in Gleichnissen zu dem Volk, und ohne Gleichnisse redete er nichts zu
ihnen, 35 damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht (vgl. Psalm 78,2): „Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen, was verborgen war vom Anfang der Welt an.“
 
Das Haus kann den Ort der Qualität in zwischenmenschlicher Beziehung sowie auf die Bedeutung von wahrer Nähe hinweisen, die es gilt zuerst zu kultivieren, um in Christus an den Ort der Verheißung des Vaters (Anm.: Ufer) zu treten und darin souverän zu regieren (vgl. Matthäus 22,36-40 i.V.m. 1.Mose 22,17).
 
Matthäus 22,36-40:
36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“ (vgl. 5.Mose 6,5)
38 Dies ist das höchste und größte Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (vgl. 3.Mose 19,18)
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
 
1.Mose 22,17:
… 17 will ich dein (Anm.: Abraham) Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde
besitzen; …
 
Wenn wir auf der Grundlage der Liebe Gottes treu innerhalb unserer vom himmlischen Vater gegebenen Verheißung sind (vgl. Johannes 13,34-35), werden Menschen durch diesen heiligen Lebensstil angezogen und selbst mit den hohen Gedanken bzw. Plänen Gottes in Berührung gebracht, die unmöglich für den menschlichen Verstand erscheinen (vgl. Jesaja 55,8-11 i.V.m. Lukas 18,27).
 
Johannes 13,34-35:
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
 
Jesaja 55,8-11:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, 11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
 
Lukas 18,27:
27 Er (Anm.: Jesus) aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
 
Die Gedankenerneuerung und die Einfachheit des Kreuzes
 
Durch die Positionierung in der Präsenz des Wortes Gottes bleibt es nicht aus, dass sich dieses weiter in die Zukunft voran bewegt, um aus dem Bereich des Triumphs, was mit dem Boot aus Holz auf das Kreuz hinweisend, verbunden ist, zu einer Gedankenerneuerung beizutragen (vgl. Galater 3,13-14).
 
Galater 3,13-14:
13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (vgl. 5.Mose 21,23): „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt“, 14 damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.
 
Die Auswirkung des Wortes Gottes, das aus der Zukunft kommuniziert, entspricht einer Aussaat, die darauf angesetzt ist, den Geist und Sinn zu erneuern, um befähigt zu sein im Zentrum des Willens Gottes voranzugehen (vgl. Römer 12,2 i.V.m. Epheser 4,23).
 
Römer 12,2:
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes,
damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
 
Epheser 4,23:
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn …
 
Diese Erneuerung bewirkt, dass wir durch den etablierten Glauben aufgrund des ausgesäten Wort Gottes befähigt sind in den hohen Gedanken und Wegen des HERRN zu wandeln.
 
Das Sitzen Jesu im Boot und seine allegorische Botschaft der Aussaat sind ein Hinweis auf die Einfachheit der Botschaft des Kreuzes, seine Regierungsautorität und die Lebendigkeit des Wortes Gottes, denn die Worte Jesu sind Geist und sind Leben (vgl. Johannes 6,63).
 
Johannes 6,63:
63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.
 
Während sich Jesus sitzend im Boot aufhielt und der am Ufer befindlichen Menschenmenge predigte, sprach er zu ihnen unter anderem über das Himmelreich und die damit verbundene Ernte, bei der der Dienst der Engel eine besondere Rolle spielt (vgl. Matthäus 13,24-30).
 
Matthäus 13,24-30:
24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
25 Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.
26 Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut.
27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?
28 Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten?
29 Er sprach: Nein! Damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.
30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.
 
=> Das Königreich des Himmels umfasst die Herrschaft und Macht von Gottes Ordnungen, Systemen, Regeln und Wegen in den Angelegenheiten der Menschen. Darüber hinaus beinhaltet es den Einfluss der Gemeinde Jesu in der Welt.
Das Königreich des Himmels ist das, was der Welt die Autorität von Jesus Christus als den Herrscher über das Königreich Gottes und seine Himmel auferlegt. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einer Erklärung aus dem „Prophet’s Dictionary“ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 298)
 
Das Abernten der Söhne des Bösen und der Söhne des Himmelreichs
 
Anhand der Bibelstelle aus Matthäus 13,24-30 ließ mich der HERR wissen, dass wir uns als Volk Gottes nicht durch die scheinbare globale überwältigende Ungerechtigkeit irritieren lassen sollten, weil diese direkt aus dem Bereich des Widersachers stammt. Dieser hat Jesus Christus persönlich den Krieg angesagt, indem er aus dem Hinterhalt die Söhne des Bösen in das gleiche Ackerfeld ausgesät hat, wo die Söhne des Königreiches zugegen sind, um diese zu bedrängen und einzuschüchtern.
 
Es ist interessant anzumerken, dass Jesus bevor er seinen Jüngern das o.g. Gleichnis interpretierte, die Volksmenge (Anm.: die Öffentlichkeit) gehen ließ, um ihnen persönlich die darin enthaltene Strategie zu offenbaren. Jesus spricht in diesem Gleichnis von seinem Feind, woraus deutlich wird, dass dies ein geistlicher Kampf ist, da Jesus bereits zur Rechten Gottes sitzt (vgl. Kolosser 3,1).
 
Kolosser 3,1:
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
 
Dementsprechend beauftragt Christus nicht uns, sondern seine Ernteengel, die Schnitter zuerst die Söhne des Bösen abzuernten und zusammensammeln, so dass es anfänglich so aussieht als würde die Finsternis überwiegen. Doch die Söhne des Bösen befinden sich bereits im Prozess des Gerichts Gottes, auch wenn sie sich in einer scheinbaren Sicherheit wiegen. Es wird zu einem großen und heftigen Fall kommen, der zur Vernichtung des Bösen führt.
 
Es ist erforderlich, dass wir als Ekklēsia in der Struktur der Söhne des Königreichs Gottes in Freude darüber vorangehen, dass sich Christus Jesus mit seinen ausgesandten Engeln um die Machenschaften des Bösen kümmert. Währenddessen werden wir für die Zukunft auf übernatürliche Weise als sein Volk in einem apostolischen Erntezusammenschluss für diese und die kommende Zeit verbunden, so dass wir uns im Bereich der Ernte Gottes und seiner Fülle aufhalten sowie in seiner Herrlichkeit triumphieren (vgl. Matthäus 13,36-43 i.V.m. Maleachi 3,19-21).
 
Matthäus 13,36-43:
36 Da ließ Jesus das Volk gehen und kam heim. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.
37 Er antwortete und sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist es, der den guten Samen sät.
38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen.
39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.
40 Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird es auch am Ende der Welt gehen.
41 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, 42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein.
43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre.
 
Maleachi 3,19-21:
19 Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.
20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber.
21 Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der HERR Zebaoth.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm