Wir befinden uns gerade in einer Zeit, in der es weise ist, eine göttliche Bestandsaufnahme zu machen, da wir auf das Ende des biblischen Jahres inmitten von Gottes Segenszyklus zusteuern. Schon bald werden wir in einen neuen Zyklus eintreten.
 
Jedes Mal, wenn sich im Kalender Gottes ein Zeitzyklus dem Ende neigt, befindet sich zu dem Zeitpunkt eine Tür inmitten der aufwärts bewegenden Zeitspirale des HERRN, die den neuen Zyklus ankündigt.
 
Diese Tür kann man mit einem Aus- und Eingang gleichsetzen, die offensteht, um sich zu schließen. In diesem Fall ist es ein Ausgang, der den alten Zeitzyklus abschließt, aber gleichzeitig ist es auch ein Eingang in Christus Jesus in ein neues Feld der Zeit Gottes (vgl. Johannes 10,9).
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden
 
Das Alpha und das Omega
 
Jesus Christus ist das Alpha und das Omega, was bedeutet, dass er unsere Zeitspanne des Lebens in der temporären Zeit ist und diese abdeckt. Genauso ist er die Tür, durch die wir in eine neue, versorgende, temporäre Zeit inmitten des Ewigkeitszyklus eintreten, weshalb dem biblischen Jahresende sowie dem biblischen Jahresbeginn eine besondere Bedeutung zukommt (vgl. Offenbarung 22,13; 5.Mose 30,20 i.V.m. Johannes 10,9).

Offenbarung 22,13:
13 Ich (Anm.: Jesus Christus) bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
 
5.Mose 30,20 (Neue Jerusalemer Bibel):
20 Liebe den HERRN, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. Er ist die Länge deines Lebens (Anm.: Alpha und Omega), dass du in dem Land verbringen darfst, von dem du weißt: Der HERR hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen, es ihnen zu geben.
 
Johannes 10,9:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
 
Gottes Liebe und das Ende einer Zeit für einen Neubeginn
 
Solche Zeitfenster enden immer mit Gottes Liebe und Fürsorge nach seinem Maß – das zeigt sich in der Bedeutung des Namens des aktuellen biblischen Monats „Elul“, der die hebräischen Anfangsbuchstaben des ersten Teils der Verse aus Hohelied 6,3 trägt. Sie stehen im Zusammenhang mit der tiefen Liebesbeziehung zu Jesus Christus, unserem König und Bräutigam.
 
Hohelied 6:3a:
3a Ich gehöre meinem Geliebten und mein Geliebter gehört mir, …
 
Der biblische Monat „Elul“ ist der Monat, der das Jahr des Segenszyklus Gottes beendet, um in einen neuen Zeitzyklus des Segens zu gehen. Wenn wir als Gottes Volk ein Jahr in Gottes Kalender abschließen und in eine neue Zeit in Christus Jesus eintreten, ist es weise, in unserem persönlichen Leben Bilanz zu ziehen.
 
Dazu gehört, dass wir das Jahr Revue passieren lassen und entsprechend unserer Reflexion zu Entscheidungen, Situationen und unserer Intimität mit dem Heiligen Geist zu Ende bringen. Gleichermaßen sollten wir uns dann für das neue Jahr ausrichten. Diese Ausrichtung sollte in der tiefen Gewissheit geschehen, dass wir zu Jesus Christus gehören und er zu uns gehört. Auch wenn es Dinge gibt, die wir in Zukunft ändern müssen.
 
Lasst uns in diesem Zusammenhang einen tieferen Blick auf die Schriftstelle aus Johannes 4,46-54 werfen.
 
Das Zeichen des geheilten Sohnes des königlichen Beamten
 
Dort lesen wir über den Besuch Jesu in Kana in Galliläa, wo er zuvor bei einer Hochzeit das Wasser zu Wein verwandelte. In dieser Gegend wurde er von einem königlichen Beamten empfangen, dessen Sohn todkrank war und der Jesus bat, seinen Sohn zu heilen.
 
Jesus heilte den Sohn des Beamten, indem er ihm sagte, er solle zu seinem Sohn gehen, denn Jesus sah ihn lebendig. Der Beamte glaubte den Worten Jesu, und so hörte er auf dem Weg zu seinem Sohn durch seine Diener bereits die Nachricht von dessen Heilung.
 
Es ist klar ersichtlich, dass der königliche Beamte ein Verständnis für die Zeiten hatte und sich deshalb nach dem Zeitpunkt der Heilung seines Sohnes erkundigte (vgl. Johannes 4,46-54).
 
Johannes 4,46-54:
46 Und Jesus kam abermals nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein Mann im Dienst des Königs; dessen Sohn lag krank in Kapernaum.
47 Dieser hörte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa kam, und ging hin zu ihm und bat ihn, herabzukommen und seinem Sohn zu helfen; denn der war todkrank.
48 Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.
49 Der Mann sprach zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt!
50 Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.
51 Und während er hinabging, begegneten ihm seine Knechte und sagten: Dein Kind lebt.
52 Da erforschte er von ihnen die Stunde, in der es besser mit ihm geworden war. Und sie antworteten ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber.
53 Da merkte der Vater, dass es die Stunde war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause.
54 Das ist nun das zweite Zeichen, das Jesus tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam.
 
Es ist nötig, dass wir auf der bereits etablierten Gegenwart oder Herrlichkeit Gottes in unserem Leben aufbauen, die ihren Sitz im Bund mit Gott hat, ganz so wie es die Hochzeit darstellt, bei der Jesus das Wasser zu Wein verwandelte (vgl. Johannes 2,1-12).
 
Für uns ist es vor allem nützlich, die geographischen Orte sowie die Zeiten und Jahreszeiten der Heimsuchung und Manifestation Gottes zu verstehen, um seine Güte in diesem Augenblick in unserer Gegenwart und auch in der Zukunft zu feiern.
 
In der Geschichte von Johannes 4 können wir erkennen, wie der Glaube die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet, um die Präsenz Gottes und sein Eingreifen bei den Menschen zu feiern.
 
Es steht geschrieben, dass Jesus aus der Gegend von Judäa kam, was ein Hinweis auf das Zentrum der wahren Anbetung ist, die darin besteht, den Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten (vgl. Johannes 4,23-24).
 
Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Handeln aus einer höheren geistlichen Ebene
 
=> Dass Jesus nicht hinabgestiegen ist, bedeutet, dass er von einer höheren geistigen Ebene aus agierte.
 
Das Handeln von oben kann mit einem spezifischen Moment in der Zeit in Verbindung gebracht werden, der mit einem Neuanfang verbunden ist. Gott ruft uns als sein Volk auf, auf einer höheren, geistlichen Ebene tätig zu sein als wir es bisher waren.
 
Einige von uns haben ihre Maßstäbe zu niedrig gesetzt, so dass sie nur ihre eigenen Erwartungen erfüllen, aber Gott möchte, dass wir gemäß seines Willens unsere Maßstäbe höher setzen.
 
Wir sollten mehr für unser Leben und von unserem Leben, das Gott uns gegeben hat erwarten.
 
Der von uns gesetzte Maßstab sollte im Einklang Gottes hoch in unseren Erwartungen und in unserer Vorstellung sein.
 
Wir leben als Menschen heutzutage in einem Bereich von Denken, das uns sagen möchte, dass wenn wir die Dinge nur ein bisschen besser tun als andere Personen, es genug ist aber ehrlich gesagt, benötigt solch ein Denken nicht viel von unserer Kraft, was bedeutet, dass man potentiell der Beste in seinem Aufgabenbereich sein kann, indem man ein wenig mehr akkurat ist.
 
Das heißt aber noch nicht, dass man dadurch eine Person ist, die viel Einfluss auf Menschen hat.
Selbst ein Studienabschluss macht uns nicht allein zu einer einflussreichen Persönlichkeit.
 
Es ist nicht für jeden Menschen erforderlich zu studieren, um Einfluss haben zu müssen, was unter anderem dadurch deutlich wird, dass auch Jesus keine Bibelschule besuchte, um einen „Doktortitel“ zu erhalten.
 
Es muss nicht gleich bedeuten, dass Menschen, die gebildeter sind als du, auch pfiffiger sind als du.
Jesus hatte durch die ihm von seinem himmlischen Vater gegebene Weisheit Einfluss auf die Menschen in seinem Umfeld (vgl. Johannes 7,15-18).
 
Johannes 7,15-18:
15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht gelernt hat?
16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.
17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.
18 Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. <= (Der in „=>“ gesetzte Text basiert auf einem Predigtauszug von Cindy Trimm.)
 
Daraus können wir schließen, dass wir aus der Beziehung zum himmlischen Vater heraus aus dem Bereich des Geistes handeln müssen und nicht versucht sein dürfen, uns auf eine niedrigere Ebene der Seele zu begeben.
 
Das kann nämlich dazu führen, dass wir nur Mitleid bzw. Sympathie, aber keine Barmherzigkeit haben. Sympathie oder Mitleid lassen keine Handlungen folgen, die etwas an den Umständen ändern. Es ist jedoch das göttliche Erbarmen, das dem Handeln folgt und eine echte Veränderung bewirkt.
 
Seid ermutigt, nach der Zeit und sogar dem Ort zu suchen, an dem die Wahrheit zu eurer Bestimmung gesprochen wurde und Freiheit brachte, um Gottes Güte in eurer jetzigen Zeit zu ehren und zu feiern.
 
Denkt über das Wort Gottes als Befehl eures Königs nach und lasst alles los, was der kraftvollen Offenbarung Gottes in eurem Leben zuwiderläuft. Dies ist die Zeit und die Jahreszeit, um stark abzuschließen, denn das Beste kommt erst noch!
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel & Tina Glimm

In unserem Leben bleibt es nicht aus, dass wir in Situationen geraten, in denen es so scheint, dass wir etwas Verheißenes wie verloren haben, was der Widersacher dazu gebrauchen will, um uns auf unserem Weg mit Christus Jesus aufzuhalten.
 
Wenn Gott uns mit einer größeren Gegenwart seiner selbst begegnet als wir es zuvor kannten, ist es möglich, dass wir in neue Herausforderungen gelangen, die von Gott dazu bestimmt sind, uns in unserem Geistmenschen auszudehnen, um auf einer neuen Ebene zu stehen.
 
Das wird beispielsweise deutlich an der Begegnung des Propheten Elija mit der Witwe, die inmitten einer Hungersnot von Gott dazu erwählt wurde, dem Propheten zuerst etwas von ihrer übrigen Nahrung zu geben, die sie für sich und ihren Sohn vorbereitet hatte (vgl. 1.Könige 17,9-13).
 
1.Könige 17,9-13:
9 Mach dich auf und geh nach Zarpat, das bei Sidon liegt, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke!
11 Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit!
12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich hab ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will mir und meinem Sohn zurichten, dass wir essen – und sterben.
13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach es, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir es heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen.
 
Die Witwe hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Verlust in ihrem Leben erlebt, da ihr Ehemann zuvor verstarb. Als der Prophet Elija in ihr Leben trat und sie ihm mit ihrer Nahrung diente, erlebte sie mit ihrem Sohn inmitten einer Hungersnot zunehmende Versorgung (vgl. 1.Könige 17,14-16).
 
1.Könige 17,14-16:
14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.
15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag.
16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
 
Nachdem sie das Versorgungswunder erlebte, trat sie in ihre nächste Herausforderung, bei der es sich um den Verlust ihres Sohnes handelte, während der Prophet anwesend war (vgl. 1.Könige 17,17).
 
1.Könige 17,17:
17 Und nach diesen Geschichten wurde der Sohn seiner Hauswirtin krank und seine Krankheit wurde so schwer, dass kein Odem mehr in ihm blieb.
 
Da die Witwe zuvor von Gott auserwählt war seine prophetische Gegenwart in Form der Versorgung des Propheten Elija zu ehren, wird deutlich, dass sie sich trotz des bevorstehenden Todes ihres Sohnes im Zentrum des Willens Gottes befand.
Somit wird für uns deutlich, dass wir nicht aus einer irdischen Perspektive die Umstände beurteilen, in die wir geraten. Wir sollten uns vielmehr dessen bewusst sein, dass Gott immer in Kontrolle ist und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt, das dem Prozess einer „Aktualisierung“ entspricht. So wie wir es bei einem Computer kennen und dieser Prozess in Form des „Herunterladens“ zum „Hochladen“ ähnelt (vgl. Römer 8,28).
 
Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Der Vorgang des „Herunterladens“ zum „Hochladen“ umfasst als Ergebnis eine höhere und bessere Qualität in unserem Leben. Es verhält sich ähnlich, wie bei dem Aktualisierungsvorgang eines Endgeräts, bei dem eine neue Programmversion heruntergeladen wird. Um diese Installation zu aktivieren, bedarf es gelegentlich eines sogenannten „Neustarts“, der ein Herunterfahren des Systems erfordert.
 
Dieser Aktualisierungsvorgang umfasst ein Loslassen der Dinge, so dass diese in das Zentrum der Kommunikation Gottes für die Zukunft gelangen, was durch die Präsenz des Propheten Elija repräsentiert wird.
 
Die Witwe wurde nach dem Tod ihres Sohnes aufgefordert, den Leichnam aus ihrem Schoß dem Propheten zu übergeben, so dass dieser den Sohn in den höheren Bereich der göttlichen Ausdehnung und Verheißung brachte, was durch das Bett im Obergemach repräsentiert ist (vgl. 1.Könige 17,19).
 
1.Könige 17,19:
19 Er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem Schoß und ging hinauf ins Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett …
 
Es ist der Plan des Widersachers, dass wir das Leid des Verlustes umarmen und ihn mit dem Schmerz aus der Vergangenheit vereinen, um uns auf unserem Weg der Verheißung Gottes zu blockieren. Deshalb ist es so wichtig, dass wir wie die Witwe einen Ort für die prophetische Salbung vorbereitet haben, in der diese sich aktivieren kann, um die neue bzw. höhere Qualität hervorzubringen.
 
Der Bereich des durch die Witwe bereiteten Obergemachs mit dem Bett für den Propheten offenbart das Potential der dort befindlichen Qualität. Das wird anhand des verwendeten hebräischen Wortes für „Obergemach – ‘ălîjāh.“ deutlich.
 
Es meint einen „Raum im Obergeschoss, ein Raum auf dem Dach“ oder „etwas Erhabenes, wie ein Treppenweg nach oben.“ Im übertragenen Sinne meint es auch den „Himmel“.(Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem Wort hebräischen Wort für „Obergemach – ‘ălîjāh“ mit der Wortschlüsselnummer 6062 und der Strong’s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer: H5944)
 
Das hebräische Wurzelwort des Wortes für „Bett“ ist „nāṭāh“ und bedeutet unter anderem „ausstrecken, sich ausbreiten.“
 
Anhand der Wortbedeutung erkennen wir, dass es im Interesse Gottes ist, uns mit seinen gegebenen Verheißungen an einen höheren Ort zu bringen und uns in der Dynamik des neuen Weines ausdehnen, um größere Kapazitäten für die kommende Zeit zu tragen.
 
Die der Witwe von Gott gegebene Verheißung in Form ihres Sohnes wurde durch die von Gott zugeteilte prophetische Gegenwart überschattet, indem sich Elija dreimal über den toten Körper des Jungen beugte. Hierbei handelte es sich um den Vorgang der Ausdehnung durch die Einwirkung der prophetischen Salbung, die darin die Kommunikation des Willens Gottes beinhaltet (vgl. 1.Könige 17,21-22).
 
1.Könige 17,21-22:
21 Und er legte sich auf das Kind drei Mal und rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, lass sein Leben in dies Kind zurückkehren!
22 Und der HERR erhörte die Stimme Elias und das Leben kehrte in das Kind zurück, und es wurde wieder lebendig.
 
Die Auferweckung hatte zur Folge, dass die Witwe in eine höhere Erkenntnis der offenbarenden Wahrheit eintrat, was durch ihre Aussage gegenüber dem Propheten deutlich erkennbar wird (vgl. 1.Könige 17,23-24).
 
1.Könige 17,23-24:
23 Und Elia nahm das Kind und brachte es hinab vom Obergemach ins Haus und gab es seiner Mutter und sprach: Sieh da, dein Sohn lebt!
24 Und die Frau sprach zu Elia: Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist, und des HERRN Wort in deinem Munde ist Wahrheit.
 
Es war der Geist der Prophetie, der zur „Aktualisierung der Qualität“ im Leben der Witwe beitrug, indem Elija als Prophet den Leichnam des Jungen ins Obergemach in sein von der Witwe zuvor bereitetes Bett legte und diesen durch die Kraft Gottes zum Leben erweckte. Nachdem der Junge zum Leben zurückkam brachte er ihn nach unten zu seiner Mutter ins Haus.
 
Daraus erfolgt, dass es erforderlich ist, dass wir bereits einen Ort für die prophetische Salbung bereitet haben sollten, um es dem HERRN zu erlauben in Zeiten der Herausforderung zu uns die offenbarende Wahrheit zu sprechen, die wir benötigen, um uns gemäß seinem Willen für die kommende Zeit auszurichten und darin zu wandeln.
 
Eine ähnliche Situation der „Aktualisierung von Qualität“ ereignete sich zur Zeit des Propheten Elischa, wo ebenfalls der verheißene Sohn einer wohlhabenden Frau starb. Hierbei handelte es sich jedoch um ein Ehepaar, das gemeinsam ihren Sohn verlor. Auch sie hatten ein Obergemach für den Propheten bereitet, in dem ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl und ein Leuchter (Anm.: Menora) stand (vgl. 2.Könige 4,8-11.18-21.32-35).
 
2.Könige 4,8-11.18-21.32-35:
8 Und es begab sich eines Tages, dass Elisa nach Schunem ging. Dort war eine reiche Frau; die nötigte ihn, dass er bei ihr aß. Und sooft er dort durchkam, kehrte er bei ihr ein und aß bei ihr.
9 Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe, ich merke, dass dieser Mann Gottes heilig ist, der immer hier durchkommt.
10 Lass uns ihm eine kleine Kammer oben machen und Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt.
11 Und es begab sich eines Tages, dass Elisa dort einkehrte und sich oben in die Kammer legte und darin schlief. …
18 Als aber das Kind groß wurde, begab es sich, dass es hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging 19 und sprach zu seinem Vater: O mein Kopf, mein Kopf! Er sprach zu einem Knecht: Bringe ihn zu seiner Mutter!
20 Und der nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter und sie setzte ihn auf ihren Schoß bis zum Mittag; da starb er.
21 Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schloss zu und ging hinaus …
32 Und als Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett.
33 Und er ging hinein und schloss die Tür hinter sich zu und betete zu dem HERRN 34 und stieg aufs Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über ihn; da wurde des Kindes Leib warm.
35 Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal; danach tat der Knabe seine Augen auf.
 
Anhand der beiden genannten Ereignisse des Wiedererhaltens der Verheißung ist erkennbar, dass es das hergerichtete Obergemach der Propheten war, das eine große Rolle bei der Auferweckung der Toten spielte.
 
Elija brachte durch seinen prophetischen Dienst eine Bestimmung zurück ins Leben und Elischa setzte durch seinen prophetischen Dienst die Ordnung und Kraft der geistlichen Kriegseinheit in Form von Familie, bestehend aus einem Vater, der Mutter und ihrem Kind als Ursprung von Gemeinde wieder her. In dieser Weise war es ihnen möglich, dass sie das Feld der zukünftigen Ernte gegenüber der Finsternis verteidigen und vor ihren Augen bestellen konnten.
 
Beide Söhne wurden in das Bett eines Propheten im Obergemach hineingelegt, weil sich darin die Kraft des Zeugnisses Jesu befand, welches der Geist der Prophetie ist (vgl. Offenbarung 19,10e).
 
Offenbarung 19,10e:
… 10e Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.
 
Das Ruhen im Zentrum der Verheißung Gottes und der neue Tag
 
Das Obergemach des Propheten ist der Ort, der dazu aufruft im Zentrum der Verheißung Gottes zu ruhen, die durch Prophetie über einen ergangen ist. Aber es ist auch ein Hinweis auf die echte Gemeinschaft mit Jesus (Anm.: Tisch), seine Königsherrschaft (Anm.: Stuhl) sowie seine Offenbarungskraft (Anm.: Leuchter; vgl. 2.Könige 4,10).
 
2.Könige 4,10:
10 Lass uns ihm eine kleine Kammer oben machen und Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt.
 
Anhand des Handelns von Elischa gegenüber dem toten Körper des Jungen und der neben dem Bett im Raum befindlichen drei Gegenstände, nämlich dem Tisch, dem Stuhl und dem Leuchter erhielt ich eine Offenbarung in Bezug auf das Tragen von geistlichen Lasten bis zu dem Zeitpunkt der sogenannten geistlichen Geburt.
 
Wenn man jeweils den ersten hebräischen Buchstaben (Anm.: „Pe, Ajin, Jod“) der Worte für „Mund, Augen“ und „Hände“ verbindet, erhält man das hebräische Wort „pā’î“, was von dem hebräischen Wurzelwort „pā’ā“ abgeleitet ist und „stöhnen, beim Gebären“ bedeutet. (Teilauszug aus der Strong’s Konkordanz zu den hebräischen Worten „pā’î“ und „pā’ā“ mit der Wortschlüsselnummer: H6463; H6464).
 
Dieses hebräische Wort kommt lediglich einmal im Wort Gottes in Jesaja 42,14 vor, wo der HERR zuvor als Held erscheint und dann in Form einer schwangeren Frau gebärt.
 
Jesaja 42,13-14:
13 Der HERR zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann kommt er in Eifer; laut erhebt er das Kampfgeschrei, zieht wie ein Held wider seine Feinde.
14 Ich schwieg wohl eine lange Zeit, war still und hielt an mich. Nun aber will ich schreien wie eine Gebärende, ich will laut rufen und schreien.
 
Darüber hinaus setze der HERR seinen Schwerpunkt auf die jeweiligen ersten drei hebräischen Buchstaben (Anm.: „Schin, Kaph, Mem“) der drei befindlichen Gegenstände (Anm.: Tisch, Stuhl und Leuchter) im Obergemach von Elischa.
 
Wenn man jeweils den ersten hebräischen Buchstaben der Worte für „Tisch, Stuhl“ und „Leuchter“ verbindet, erhält man die hebräischen Worte „šākam“ und „šĕkäm“, was soviel wie „früh aufstehen, etwas früh tun, sich früh aufmachen“ und „Schulter, Nacken, Rücken“ bedeutet. (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu den hebräischen Worten „šākam“ und „šĕkäm“ mit der Wortschlüsselnummer: 8201, 8202)
 
Durch diese Worterklärungen wird für uns deutlich, dass wir in den von Gott vorbereiteten neuen Tag eintreten und uns darin in der von ihm zugewiesenen Verantwortung mit der uns von ihm zugeteilten Salbung voranbewegen. Wir dürfen die Dinge dementsprechend so administrieren, dass Jesus Christus als der Sohn Gottes auf neue Weise zu Ehren kommt (vgl. Matthäus 11,29-30 i.V.m. Jesaja 10,27).
 
Matthäus 11,29-30:
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
 
Jesaja 10,27 (Rev. Elberfelder):
27 An jenem Tag wird es geschehen, da weicht seine Last von deiner Schulter, und sein Joch wird von deinem Hals weggerissen, und vernichtet wird das Joch vor dem Fett (Anm.: durch die Salbung).
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

 
5783 Pe Gimel
(Bild von Team CRAZYCHRISTIANS)
 
Geliebtes Volk Gottes,
 
dieses prophetische Wort dient als Stückwerk und Hinweis auf das folgende biblische Jahr 5783/2023, das vor uns liegt. Wir ermutigen jeden von euch über dieses Wort zu beten sowie den Plan des Vaters über das kommende Jahr zu proklamieren.
 
Der 25. September 2022 und das neue biblische Jahr 5783
 
Am Abend des 25.09.2022 treten wir als Leib Jesu gemeinsam mit dem jüdischen Volk in das neue biblische Jahr 5783, auch Segenszyklus oder „bürgerliches Jahr“ genannt, ein. Dies anzuerkennen ist für uns als eingepfropfte wilde Ölzweige in den edlen Olivenbaum deshalb von großer Bedeutung, da wir Anteil an der Fettigkeit der Wurzel haben, an der in ihr liegenden Salbung (vgl. Römer 11,17-18).
 
Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
 
Der Augapfel Gottes
 
Gemäß Sacharja 2,12b ist Israel der Augapfel Gottes, von dem Jerusalem wie seine Pupille fungiert, so dass es für uns als Christen aus den Völkern von Heiden und Nationen gut ist, wenn wir durch Israel auf unser Leben und Umfeld schauen. Das führt dazu, dass wir mit erleuchteten Augen zuversichtlich in unsere Zukunft mit Jesus Christus gehen können.
 
Sacharja 2,12b:
… 12b Wer euch (Anm.: Israel) antastet, der tastet meinen Augapfel an.
 
Offenbarungen, die wir durch diese Vorgehensweise erhalten, beinhalten Strategien, die uns helfen, unser Leben im Zentrum des Willens Gottes und seinem Frieden zu positionieren, so wie auch Epaphras betete (vgl. Kolosser 4,12).
 
Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.
 
Die Ausdrucksweise von Erkenntnis
 
Als Volk Gottes befinden wir uns derzeit im biblischen Zyklus der „80er“, welcher mit dem hebräischen Buchstaben „Pe“, was unter anderem „Mund” bedeutet, verbunden ist.
 
Diese Dekade ist mit der mündlichen „Ausdrucksweise von Erkenntnis“ verbunden und bringt das in Worten Gesprochene hervor. Außerdem bildet sie demnach in ihrem Anfang auch die Grundlage für die weiteren Jahre innerhalb dieses biblischen Jahrzehnts (vgl. Habakuk 2,14 i.V.m. Sprüche 18,21).
 
Habakuk 2,14:
14 Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.
 
Sprüche 18,21:
21 Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.
 
Der hebräische Buchstabe „Gimel“
 
Das biblische Jahr 5783 ist mit dem hebräischen Buchstaben „Gimel“ verknüpft, der ebenfalls den Zahlenwert „3“ trägt und ein Hinweis auf die Erscheinungsform Gottes in Form von „Elohim“, dessen Name eine Pluralform trägt und somit auf die Präsenz des dreieinigen Gottes (Anm.: Vater, Sohn, Heiliger Geist) hinweist. So ähnlich wie es Abraham im Hain Mamre erlebte als der HERR in Form der drei Männer auf ihn zukam, um ihn zu besuchen (vgl. 1.Mose 18,1-3).
 
1.Mose 18,1-3:
1 Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.
2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde 3 und sprach: Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber.
 
=> Der hebräische Gottesname „Elohim“ beschreibt Gott als den Höchsten, den Ewigen, den Allmächtigen, der der Schöpfer des Universums ist. Die meisten Lehrer stimmen darin überein, dass der Name „Elohim“ die größte Kraft bedeutet. Er ist der Seiende, dem alle Macht zugehört. Es wird ihm eine unabhängige, uneingeschränkte und unbegrenzte Kraft zugeschrieben. <= (Der in „=>“ gesetzte Text ist eine Teilauszug aus dem Buch „Die Namen Gottes“ von Abraham Meister; ISBN: 3-85810-092-7.)
 
Der hebräische Buchstabe „Gimel“ ist eng mit dem hebräischen Wort für „Kamel“ verbunden und bedeutet anhand der hebräischen Wurzelworte „vollenden, reifen lassen, zur Reife bringen, Entwöhnung, jemandem etwas tun/erweisen, Brücke, Güte“. Darüber hinaus hat das „Gimel“ die piktografische Darstellung eines „Kamels“ sowie einer „Person, die nach links (Anm.: Richtung Norden)“ geht.
 
Somit wird deutlich, dass wir in dem biblischen Jahr 5783 erwarten dürfen, dass der HERR uns mit einer neuen Fülle seiner Gegenwart begegnen möchte. Das erfordert von uns eine demütige Herzenshaltung sowie einen gesunden Bezug zu den uns von Gott zugeteilten Finanzen sowie Ressourcen. Das wird anhand von Matthäus 19,24 deutlich, wo Jesus sagte, dass es „leichter für ein Kamel wäre durch ein Nadelöhr zu gehen, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.“
 
Darüber hinaus sind Kamele Lastentiere, die unter anderem mit der zukünftigen Herrlichkeit Zions in Verbindung stehen und Gold mit Weihrauch bringen (vgl. Jesaja 60,6).
 
Jesaja 60,6:
6 Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen.
 
Man kann die Kamele auch als eine Dienerschaft im Auftrag des HERRN betrachten, die zur Intensivierung von Glauben sowie zur Ehrerbietung Gottes beiträgt (vgl. Offenbarung 3,18a).
 
Offenbarung 3,18a:
18a Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, …
 
=> Weiterhin ist Gold ein Element, das Feinheit bzw. Veredelung des Geistes symbolisiert; Königlichkeit und Erhabenheit, Überlegenheit. Gold repräsentiert den Geist; reichlichen Wohlstand und geistliche Kraft. <= (Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug aus dem „Prophet’s Dictionary“ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 239.)
 
=> Weihrauch bedeutet Reinheit oder auch Heiligkeit bzw. Weihung. Es ist ein Gummiharz, das von dem inneren Holz des Weihrauchbaumes (Olibanum) gewonnen wird.
 
Das Wort kommt im Hebräischen von einem Wurzelwort das „rein” oder „weiß” bedeutet, aufgrund der glitzernden, milchweißen „Harztränen“.
 
Diese „Tränen“ geben, wenn sie verbrannt werden, einen starken Duft bzw. Balsamduft ab. Das feinste Räucherwerk beinhaltet reinen Weihrauch, das in weißem Rauch aufsteigt. Es symbolisiert die geisterfüllten und im Willen Gottes gebeteten Gebete vor seinem Thron (vgl. Offenbarung 8,3-4).
 
Der Weihrauch wurde gemäß Offenbarung 8,3-4 von Gott den Gebeten der Heiligen hinzugefügt und ist somit auch ein Hinweis auf den Geist des Vaters. Weihrauch war ein Teil des heiligen Räucherwerks, das in dem Wüstenheiligtum verwendet wurde (vgl. 2.Mose 30,34-35).
 
Es repräsentiert die Reinheit der Weihung des auferstandenen Christus in seinem Dienst in unserer Sache vor dem Vater (vgl. Römer 8,34). Unser Herr Jesus hat sich geheiligt oder sich selbst abgesondert (vgl. Johannes 17,19). Dies tat er vor dem Vater als der „heilige, unschuldige, reine” Hohepriester (vgl. Hebräer 7,25-26) in der Ordnung Melchisedeks, „um uns zu erlösen von jeder Gesetzlosigkeit und uns für ihn selbst als ein Volk zu heiligen für sein Eigentum” (vgl. Titus 2,14).
 
Wenn Christus in Herrlichkeit erscheint, sollen wir wie er sein, weil wir ihn sehen sollen wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung hat, die auf ihn gesetzt ist, reinigt sich selbst, so wie er rein ist (vgl. 1.Johannes 3,2-3). <= (Der in „=>“ Text beruht auf einer Erklärung zu „Weihrauch“ aus dem Buch “Heaven Awaits the Bride” von Anna Rountree, Seite 259.)
 
Wachstum im Glauben und die Herrlichkeit Gottes
 
Somit ist es das Ziel Gottes, dass wir in diesem biblischen Jahr im Glauben wachsen, indem wir uns im Zentrum seiner Heiligkeit positionieren, die sein verzehrendes Wesen enthält, das Feuer ist (vgl. 5.Mose 4,24 i.V.m. Hebräer 12,29).
 
5.Mose 4,24:
24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.
 
Hebräer 12,29:
… 29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
 
Daraus resultiert, dass wir auf geisterfüllte Weise in der Fürbitte aktiv sind, die dem Willen Gottes entspricht, so dass sich sein Plan auf der Erde vollzieht, der damit einhergeht, dass sich seine Herrlichkeit auf der Erde ausbreitet (vgl. Offenbarung 8,3-5 i.V.m. Haggai 2,6-9).
 
Offenbarung 8,3-5:
3 Und ein anderer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchergefäß; und ihm wurde viel Räucherwerk (Anm.: Weihrauch) gegeben, dass er es darbringe mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar vor dem Thron.
4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen von der Hand des Engels hinauf vor Gott.
5 Und der Engel nahm das Räuchergefäß und füllte es mit Feuer vom Altar und schüttete es auf die Erde. Und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben.
 
Haggai 2,6-9:
6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttern.
7 Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth.
8 Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth.
9 Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.
 
Diese Herrlichkeit, die mit Erschütterung einhergeht, basiert auf dem Sieg von Christus, den er am Kreuz von Golgatha errungen hat, so dass wir den Wohlgeruch seiner Erkenntnis in unserem Auftragsfeld freisetzen können (vgl. 2.Korinther 2,14-16a i.V.m. Matthäus 27,51-53; Matthäus 28,2-3).
 
2.Korinther 2,14-16a:
14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!
15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verloren werden: 16a diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. …
 
Matthäus 27,51-53:
51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.
52 Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf 53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
 
Matthäus 28,2-3:
2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.
3 Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.
 
Der Wohlgeruch der Erkenntnis Gottes trägt in sich offenbarende Wahrheit, die denen zum Segen dient, die das Erlösungswerk Christi angenommen haben aber auch zum Anstoß für die wird, die sein Erlösungswerk ablehnen.
 
Ermahnung zur Entwicklung von geistlicher Reife und Geduld
 
Da wir uns in der Dekade von „Pe – Mund“ bewegen, aus der das „Gimel – Kamel“ hervorgeht, kann man eine Ermahnung zur Reifeentwicklung und Geduld erkennen, die die zwei hebräischen Buchstaben umfasst. Diese ergeben das hebräische Wort פג – paḡ“, was „unreife Feige“ bedeutet und nur einmal im Wort Gottes in Hohelied 2,13 vorkommt. (Anm.: Teilauszug zu dem hebräischen Wort פג – paḡ“ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Wortschlüsselnummer: 6422*)
Aus den Evangelien können wir entnehmen, dass sich Jesus mit seinen Jüngern an einen Ort begab, der „Bethphage“ hieß und mit der Vorbereitung des Einzugs Jesu als König nach Jerusalem verbunden ist (vgl. Markus 11,1-4.11).
 
Markus 11,1-4.11:
1 Und als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien an den Ölberg, sandte er zwei seiner Jünger 2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sobald ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her!
3 Und wenn jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her.
4 Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden es los. …
11 Und Jesus ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölfen.
 
„Bethphage“ bedeutet übersetzt „Haus der noch unreifen, kleinen Feigen – es beschreibt die Feige, die sich vor dem Blatt ansetzt und deshalb unreif bleibt“.
 
Der Feigenbaum ist eine Repräsentation für das Volk Israel und ist einer der wichtigsten Fruchtbäume in Israel. Darüber hinaus bringt er dreimal im Jahr Frucht und zwar zu den Zeiten der von Gott angeordneten biblischen Feste Pessach, Schawuot, Sukkot (vgl. 2.Mose 23,14-17), wobei die Feigen im Frühjahr ungenießbar und auf den Opfertod Jesu zur Pessachzeit hinweisen.

Es ist kein Zufall, dass der Feigenbaum indirekt im Schöpfungsbericht mit Namen erwähnt ist (vgl. 1.Mose 3,7-8).

1.Mose 3,7-8:
7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.
8 Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten.

Man kann davon ausgehen, dass Adam und Eva beim Sündenfall in der Nähe des Feigenbaums bzw. sogar unter dem Feigenbaum standen, um seine Blätter zur Bedeckung ihrer Nacktheit zu benutzen und sich möglicherweise auch hinter ihm vor Gott zu verstecken.

Gott sagte, dass Adam und Eva von allen Bäumen des Gartens essen durften, außer vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, der im Zentrum des Gartens stand (vgl. 1.Mose 2,9.16-17).

1.Mose 2,9.16-17:
9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. …
16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

Somit wird deutlich, dass Gott den Feigenbaum von den anderen Bäumen im Garten absonderte bzw. hervorhob, so dass dieser die Stellung eines auserwählten Baums erhielt, indem dieser im Zentrum des Gartens stand.
Auf ähnliche Weise hat Gott sein Volk Israel und deren Hauptstadt Jerusalem aus allen Völkern der Erde als sein besonderes Eigentum auserwählt und in das Zentrum inmitten der Völker der Erde gesetzt (vgl. 5.Mose 7,6-7 i.V.m. Hesekiel 5,5).

5.Mose 7,6-7:
6 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.
7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, …

Hesekiel 5,5:
5 So spricht Gott der HERR: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und unter die Länder ringsumher!

Es war der Feigenbaum, der zur Prüfung für Adam und Eva wurde, nämlich sich der Weisung Gottes zu fügen, um in einer reinen Beziehung gemeinsam mit Gott zu leben oder sich seiner Weisung entgegenzustellen und aus der unmittelbaren Nähe von Gott entfernt zu sein.

Diese Erklärung macht außerdem deutlich, dass Gott uns als Menschheit herausfordert, indem wir uns entscheiden müssen, ob wir uns für sein auserwähltes Volk (Anm.: Israel) entscheiden oder nicht.
 
Aufruf zur Beständigkeit und das „Höhergehen“ in Christus
 
Der Feigenbaum ist verbunden mit der Prüfung des Herzens, als der Ort, wo wir unsere Entscheidungen treffen. Deshalb ist es unabdingbar, dass wir die Wahrheit des Wortes Gottes fest verankert in uns tragen, mit dieser übereinstimmen und uns unserer von Gott übertragenen Verantwortung bewusst sind. Nur so sind wir dazu befähigt, diese wahrzunehmen und uns dabei nicht vom Widersacher verlocken zu lassen, während wir kurz- und langfristige Entscheidungen fällen.
 
Der Zustand „der noch unreifen Feigen, die sich vor dem Blatt ansetzen und deshalb unreif bleiben“ ist ein Aufruf an uns in Geduld und Beständigkeit Schritt für Schritt mit Christus voranzugehen und ihm nicht vorauseilen, selbst, wenn wir uns im Klaren darüber sind, dass er sich in Kürze mit größerer Herrlichkeit offenbart.
 
Darüber hinaus kann man aus dem noch unreifen Feigenzustand entnehmen, dass bevor Jesus Christus auf neue und kraftvolle Weise kommt, der Prozess vorausgeht, dass es leider Menschen gibt, die aufgrund von Ungeduld ihre eigenen Pläne vollziehen. Indem sie nicht geduldig sind, sondern voreilig handeln, können sie als Konsequenz nicht in die wahre geistliche Reife bzw. Beziehung, so wie Gott sie in seinem Wort definiert, eintreten.
 
Zugleich befinden sich die Gläubigen, die sich nahe am Herzen Gottes bewegen und seinen Willen kennen, in einer Phase in der sie geistlich höher gehen und dazu aufgerufen sind, sich Jesus Christus, dem Bräutigam zu nähern, so wie es Hohelied 2,13 beschreibt.
 
Hohelied 2,13:
13 Der Feigenbaum hat Knoten (Anm.: hebr. „paḡ“) gewonnen, und die Reben duften mit ihren Blüten.
Steh auf, meine Freundin, und komm, meine Schöne, komm her!
 
In Hohelied 2,13 wird erstmalig und einzig das hebräische Wort für „unreife Feige – paḡ“ verwendet, worin eine besondere Bedeutung liegt, da alles Erste dem HERRN gehört (vgl. 2.Mose 23,19).

2.Mose 23,19:
19 Das Beste von den Erstlingen deines Feldes sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen.
 
Das „Höhergehen“ in Form von „Aufstehen“, so wie es in Hohelied 2,13 beschrieben ist, geht mit der Intensivierung von Beziehung (Anm.: Freundin) und der Ausstrahlung bzw. Herrlichkeit (Anm.: Schöne) einher.
 
Das sogenannte „Höhergehen“ umfasst das Verlassen des alten Umfelds sowie das Brechen mit fehler- und sündhaften Gedankenmustern, die nur aufhalten und zu falschen Schlussfolgerungen führen.
 
Es gilt für uns, die Entscheidung zu treffen, sich mit der zugeteilten Gegenwart Gottes und seinen Gedanken zu vereinen. Die Begründung liegt darin, weil sich die Herrlichkeit des Sohnes – Jesus Christus naht und die Herrlichkeit des Vaters darüber aufgehen möchte (vgl. Jesaja 60,1-3).
 
Jesaja 60,1-3:
1 Mache dich auf (Anm.: Verlasse dein altes Umfeld-/ Gedankenmuster.), werde licht (Anm.: Werde eins mit der dir zugeteilten Gegenwart Gottes und seinen Gedanken.); denn dein Licht (Anm.: Gegenwart des Sohnes – Jesus Christus) kommt, und die Herrlichkeit des HERRN (Anm.: Gegenwart des himmlischen Vaters) geht auf über dir!
2 Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
3 Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.
 
Die Jahreslosung für das gregorianische Jahr 2023
 
Die Herrenhuter Jahreslosung für das gregorianische Kalenderjahr 2023 ist aus 1.Mose 16,13 worin es heißt:
 
„Und sie nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht (Anm.: EL-ROI). Denn sie sprach: Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat.“
 
Bei dieser Bibelstelle geht es um die Aussage der ägyptischen Magd Hagar, die das Potential der Führung Gottes als „EL-ROI“ offenbart, der der Hirte ist, welcher nach einem sieht, so dass es einem an nichts mangelt (vgl. Psalm 23,1).

Psalm 23,1:
1 Ein Psalm Davids.
Der HERR ist mein Hirte (Anm.: hebräisch „rā’āh“), mir wird nichts mangeln.
 
Somit wird deutlich, dass die Versorgung Gottes mit seinen hütenden Augen aus der Facette des Hirten verbunden ist, so dass unser Umfeld mit dem Licht der Offenbarung Gottes nach dem Prinzip vom „Licht des Auges“ durchflutet wird. Wir können seine bereits etablierte Versorgung mit aufgedecktem Angesicht erkennen (vgl. Matthäus 6,22a; Jakobus 1,17 i.V.m. 2.Korinther 3,18).
 
Matthäus 6,22a:
22a Das Auge ist das Licht des Leibes. …
 
Jakobus 1,17:
17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.
 
2.Korinther 3,18:
18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
 
Hagar und ihre Empfängnis
 
Es war die ägyptische Magd Hagar, die aufgrund des Unglaubens von Abram, der später von Gott als Abraham umbenannt wurde, durch ihn einen Sohn empfing, was ihr durch den Engel des HERRN in der Wüste offenbart wurde (vgl. 1.Mose 16,1-2.11).
 
1.Mose 16,1-2.11:
1 Sarai, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hieß Hagar.
2 Und Sarai sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. …
11 Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Ismael nennen; denn der HERR hat dein Elend erhört.
 
Auch wenn Abram im Unglauben von seiner Frau Sarai, die später von Gott als Sarah umbenannt wurde, handelte, was Sünde war (vgl. Römer 14,23b), bedeutete es indessen für Hagar nicht, dass sie sich in einem sündhaften Muster bewegte, da sie ihnen unterstellt war.

Römer 14,23b:
… 23b Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde.

Folglich wird daraus klar, dass selbst im Falle von Versagen im Sinne einer Fehlentscheidung durch über Gläubige eingesetzte Autoritätspersonen, dies nicht bedeuten muss, dass Gläubige die Verheißung Gottes für ihr Leben versäumen (vgl. Römer 8,28).

Römer 8,28:
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
 
Gott sah Hagar, wie sie schwanger mit einem Sohn in der Wüste umherging, so dass er sie mit seiner offenbarenden Gegenwart in Form des Engels des HERRN umgab, der sie wissen ließ, dass sie eine Verheißung in sich trug, die sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht definieren konnte. Das wird dadurch deutlich, weil der Engel des HERRN Hagar auftrug, ihre Verheißung „Ismael“, „Gott erhört“ zu nennen.
 
Weiterhin befahl ihr der Engel des HERRN sich wieder zurück zu ihrer Herrin Sarai, der Frau Abrams zu begeben (vgl. 1.Mose 16,9).

1.Mose 16,9:
9 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Herrin und demütige dich unter ihre Hand.

Der Grund für diese Anweisung war, weil Gott durch Hagar dem Abraham sowie seiner Frau offenbaren wollte, dass es ihn nicht gereut Verheißungen zu geben, selbst wenn Autoritätspersonen versagt haben, damit sie ebenfalls in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes kommen (vgl. 1.Mose 16,15).

1.Mose 16,15:
15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael.

Hierbei ist wichtig, dass man sich nicht gegenüber denen erhebt, die zuvor Fehler begangen haben, sondern mit einer demütigen Herzenshaltung vorangeht, was mit der Gnade und der Erhebung des HERRN zum richtigen Zeitpunkt zusammenhängt (vgl. 1.Petrus 5,5-6).

1.Petrus 5,5-6:
5 Desgleichen ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter.
Alle aber miteinander haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
6 So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
 
Anhand der Jahreslosung für das neue gregorianische Jahr 2023 können wir erkennen, dass wir als Ekklēsia dazu ermutigt sind, trotz auftretender herausfordernder Umstände in unserem Alltag darauf zu vertrauen, dass der HERR bereits für uns gesorgt hat und uns die Quelle der Versorgung für diese und die kommende Zeit offenbart.
 
Durch diese Aussage Hagars: „Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat.“ ergibt sich das Prinzip, dass uns der HERR aus der Zukunft in unserer Gegenwart antrifft und diese durchläuft, indem wir ihn in unserer Zukunft erkennen, wo er uns bereits mit prophetischer Offenbarung fürsorgend begegnet.
 
Diese fürsorgende prophetische Führung Gottes entspricht der Aussage Jesu, der von sich sagte, dass er die Tür ist, seine Schafe seine Stimme hören und ihm nachfolgen, um daraus resultierend „grüne Weide“ (Anm.: Gottes Gegenwart) zu finden (vgl. Johannes 10,9.27-28 i.V.m. Offenbarung 4,3).
 
Johannes 10,9.27-28:
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. …
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
 
Offenbarung 4,3:
3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd (Anm.: grün).
 
Lasst uns gemäß dieser vom Vater vorherbestimmten Zeit auf die völlige Hingabe zum Dienst im Königreich Gottes ausgerichtet sein und von ganzem Herzen unser Leben in Christus als Träger der Herrlichkeit des HERRN gewissenhaft führen.
 
Amen und Amen.
 
Ein lebendiges und süßes Jahr 5783,
 
Daniel und Tina Glimm