Anhand der Bewegung des Thronwagens Gottes, so wie dieser in Hesekiel 1 beschrieben wird, können wir erkennen, wie der HERR in unterschiedlichen Zeitphasen in eine erhöhte geistliche Ebene tritt, wenn sich die vier Wesen mit ihren Rädern erheben.
 
Hesekiel 1,15-21:
15 Als ich die Gestalten sah, siehe, da stand je ein Rad auf der Erde bei den vier Gestalten, bei ihren vier Angesichtern.
16 Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war.
17 Nach allen vier Seiten konnten sie gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden.
18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern.
19 Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder sich auch empor.
20 Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben sich mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
21 Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen diese auch; und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich auch die Räder mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
 
Das Emporheben der Räder des Thronwagens Gottes
 
In Verbindung mit den Rädern des Thronwagens, die sich emporheben, gehen wir hierbei auf die Verschiebung unserer Identität in Christus ein, um diese besser zu verstehen. Es handelt sich um einen größeren geistlichen Einfluss bei dieser Verschiebung und ist so ähnlich wie es Jesus meinte, als er sagte, dass eine Stadt auf einem Berg nicht verborgen sein kann (vgl. Matthäus 5,14).
 
Matthäus 5,14:
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
 
Da Gott Geist ist (vgl. Johannes 4,24a) und es in Hesekiel 1,19-20 heißt, dass die Wesen sich mit ihren Rädern emporhoben und der Geist der Wesen in den Rädern war, wird die Bedeutung der Führung des Geistes umso deutlicher für uns. Es ist der Heilige Geist, der dazu beiträgt, dass wir in unserer Identität in Christus in eine höhere geistliche Qualität eintreten können.
 
Johannes 4,24a:
24 Gott ist Geist, …
 
Hesekiel 1,19-20:
19 Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder sich auch empor.
20 Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben sich mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern.
 
Darüber hinaus offenbart uns dieses Emporheben der Räder von der Erde, den Aufruf an uns im Geist zu wandeln (vgl. Galater 5,16).
 
Galater 5,16:
16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.
 
In der Dimension des Geistes sind wir in der Lage uns auf die Weise zu erkennen, wie wir bereits von Gott erkannt worden sind (vgl. 1.Korinther 13,12b).
 
1.Korinther 13,12b:
… 12b Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
 
Der Geist im Leben von Abraham und Sarah
 
Das Prinzip der Implementierung des Heiligen Geistes in unser Leben, kommt ebenfalls bei der neuen Namensgebung von Gott gegenüber Abraham und Sarah zum Ausdruck.
 
Gott setzte nachdem er einen Bund mit „Abram – erhabener Vater“ schloss den hebräischen Buchstaben „He“ in seinen Namen, so dass er zu „Abraham – Vater der Menge“ wurde.
 
Nachdem Abraham seinen neuen Namen erhielt, nannte er auf die Anweisung Gottes hin seine Frau „Sarai – Die Fürstliche“ mit dem neuen Namen „Sarah – Fürstin, Magnatin“ (vgl. 1.Mose 17,5.15).
 
1.Mose 17,5.15:
5 Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker. …
15 Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst Sarai, deine Frau, nicht mehr Sarai nennen, sondern Sarah soll ihr Name sein.
 
Der hebräische Buchstabe „He“ trägt den Zahlenwert „5“ und bedeutet unter anderem „ein Windhauch“, der dazu aufruft die Dinge, die Gott offenbart zu erblicken. Darüber hinaus offenbart der Zahlenwert „5“, die Kraft der Hand Gottes in Form von Gnade.
 
Somit ist es allein der Wandel im Bereich des Geistes, der uns von neuen Dingen und verborgenen Ergebnissen hören lässt, von denen wir zuvor nichts wussten (vgl. Jesaja 48,6b-7). Uns ist der Ausgangspunkt und das Ankunftsziel des Geistes verborgen, wobei wir uns von seiner Bewegung führen lassen, was unsere völlige Ergebenheit unter die Führung des Heiligen Geistes erfordert (vgl. Johannes 3,8).
 
Jesaja 48,6b-7:
… 6b Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest.
7 Jetzt ist es geschaffen und nicht vorzeiten, und vorher hast du nicht davon gehört, auf dass du nicht sagen könntest: Siehe, das wusste ich schon.
 
Johannes 3,8:
8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
 
Wenn wir uns lediglich im irdischen Bereich aufhalten, sind wir umgeben von den Meinungen, Vorannahmen und Aussagen von Menschen, deren Worte uns formen können. Diese Formung findet bewusst und unbewusst statt, wenn wir es zulassen, dass die gesprochenen oder geschriebenen Worte nach dem Prinzip von Saat und Ernte in unser Herz fallen (vgl. Markus 4,14).
 
Markus 4,14:
14 Der Sämann sät das Wort.
 
Sofern wir diese Worte glauben, die zu uns aus einer irdischen Perspektive (Anm.: auf die sichtbare Welt begrenzt) gesprochen werden, treten wir lediglich in den Bereich des Möglichen oder werden sogar beschränkt sowie geschwächt aufgrund von Unglauben in unserer von Gott gegebenen Identität. Das sich auf der Aussage, dass der Glauben aus dem Hören des Wortes kommt, gründet (vgl. Römer 10,17).
 
Römer 10,17:
17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.
 
Die Frage, die man sich stellen sollte ist, welchem Wort schenke ich Glauben (Anm.: für wahr halten)? Ist es das Wort Gottes oder das Wort von Menschen und ihren Bewertungen?
 
Der Widerstand des Feindes in der Anwendung von Ahnengeistern
 
Der Plan des Widersachers ist stets zu verhindern, dass wir als Glieder des Leibes Jesu in unserer von Gott bereits festgelegten Identität wandeln (vgl. Psalm 139,16 i.V.m. Jeremia 1,5).
 
Psalm 139,16:
16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.
 
Jeremia 1,5:
5 Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.
 
So wird dieses Prinzip deutlich in der Namensgebung von „Benjamin – Sohn meiner Rechten“, der zuvor aufgrund des herausfordernden Umstands von seiner Mutter Rahel bei der Geburt „Ben-Oni – Sohn meines Schmerzes“ genannt wurde. Erst die Festlegung des Vaters Jakob seine Identität von „Schmerz“ in „Gunst“ und „Regierungsherrschaft“ zu verwandeln, änderte diese (vgl. 1.Mose 35,18).
 
1.Mose 35,18:
18 Als ihr (Anm.: Rahel) aber das Leben entwich und sie sterben musste, nannte sie ihn Ben-Oni, aber sein Vater nannte ihn Ben-Jamin.
 
Der häufige Versuch des Feindes uns als Heilige an das Hineinkommen in unsere von Gott gegebene Identität zu hindern, besteht darin, indem er durch die Kommunikationsart der sogenannten Ahnengeister spricht, was einer Kommunikation der Vergangenheit und der Auswirkung des Verklägers der Brüder entspricht (vgl. Offenbarung 12,10).
 
Offenbarung 12,10:
10 Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott.
 
Das hebräische Wort für „Ahnengeist“ ist „‘ôb“ und umfasst ein sogenanntes „Nachplappern oder Murmeln dessen, was in der Vergangenheit kommuniziert wurde, das Reden aus dem Bauch heraus in Form eines Bauchredners, der wie aus einem hohlen Gefäß spricht.“ Darüber hinaus bedeutet es auch „Schlauch aus Tierfell zur Aufbewahrung von Wasser und Wein.“ (Teilauszug aus der Elberfelder Studienbibel zu dem hebräischen Wort „‘ôb“ mit der Wortschlüsselnummer: 181* und 182 und der Strong’s Konkordanz mit der Wortschlüsselnummer H178)
 
Anhand der Worterklärung wird deutlich, dass es um eine vertraute Kommunikation aus der Vergangenheit geht (Anm.: z.B.: falsche Festlegungen durch Eltern, Verwandte, Lehrer, …), die der Widersacher dazu gebraucht, die Weiterentwicklung eines Gläubigen in die neue Identität in Christus zu stoppen.
 
Satan geht dabei so vor, indem er den betreffenden Gläubigen in der Struktur eines „alten Weinschlauchs“ mit der dort befindlichen geistlichen Kommunikation (Anm.: Wasser und Wein) gefangen halten will.
 
Die von Gott gegebene Freiheit und die höhere Ebene des Geistes
 
Doch der HERR hat uns zur Freiheit berufen, so ähnlich wie sich der Thronwagen Gottes von dem Erdbereich emporhebt, um in seinem Licht im Geist zu wandeln (vgl. Galater 5,13a i.V.m. 1.Petrus 2,9b; Psalm 36,10).
 
Galater 5,13a:
13a Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen.
 
1.Petrus 2,9b:
… 9b der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; …
 
Psalm 36,10:
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
 
Es liegt in unserer Entscheidung, dass unser Geist mit der Wahrheit des Heiligen Geistes über unsere von Gott gegebene Identität gefüllt ist, so dass unser Wandel auf der Erde geistlich beflügelt wird. Daraus ergibt sich, dass wir uns aus dem irdischen vertrauten Bereich der „menschlichen Kommunikation“, auch wenn es liebevoll gemeint ist, emporheben, um in der Struktur des „neuen Weinschlauchs“ zu wandeln, wo der HERR auf neue Weise in seiner Liebe zu uns spricht.
 
Das beinhaltet eine neue Kraft der Offenbarungserkenntnis im Wort Gottes sowie dem Wandel in seiner Liebe und Freude (Anm.: Wasser und Wein). Deshalb lasst es uns dem himmlischen Vater erlauben, uns in unserer Identität auf eine neue, höhere Ebene des Geistes zu verschieben.
 
Auch wenn es ein Kampf sein kann, geht es darum, dass wir bereits die Vergangenheit abgelegt haben und tiefer in unsere Identität eintreten. Das kann mit einer neuen Namensgebung in Verbindung stehen, so wie einige Jünger von Jesus mit einem neuen Namen benannt wurden (vgl. Philipper 3,13 i.V.m. Markus 3,16-17).
 
Philipper 3,13:
13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich es ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, …
 
Markus 3,16-17:
16 Und er setzte die Zwölf ein und gab Simon den Namen Petrus; 17 weiter: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Boanerges, das heißt: Donnersöhne; …
 
Ebenfalls können wir aus dem Buch der Offenbarung von der Bedeutung einer neuen Identität lesen, die mit Gehorsam und Treue dem HERRN gegenüber verbunden ist (vgl. Offenbarung 2,17; Offenbarung 3,12).
 
Offenbarung 2,17 (Anm.: Gemeinde in der Region Pergamon):
17 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.
 
Offenbarung 3,12 (Anm.: Gemeinde in der Region Philadelphia):
12 Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen.
 
Deshalb lasst uns wie „Jabez – Er macht Schmerz“ den Kommunikationsbereich der „vertrauten Geister“ in Form der „Ahnengeister“ durchbrechen und mit der auf uns ruhenden Herrlichkeit Gottes aus der Dimension des neuen Weinschlauchs denken, der großen Segen und die Erweiterung durch die Hand Gottes sowie die Führung seines Geistes zur Folge hat (vgl. 1.Chronik 4,9-10).
 
1.Chronik 4,9-10:
9 Jabez war angesehener (Anm.: größere Herrlichkeit) als seine Brüder. Und seine Mutter nannte ihn Jabez; denn sie sprach: Ich habe ihn mit Kummer geboren.
10 Und Jabez rief den Gott Israels an und sprach: Ach dass du mich segnetest und mein Gebiet mehrtest und deine Hand mit mir wäre und schafftest, dass mich kein Übel bekümmere! Und Gott ließ kommen, worum er bat.
 
Wir sind von Gott, dem Vater, dazu berufen, das Erlösungswerk Christi im Heiligen Geist zu ergreifen als das größte Geschenk wahrer Freiheit für uns, um jedes negative Denken, sündhafte Muster aus der Generationslinie und falsche Festlegungen vollständig abzulegen. Lasst uns demnach dem Geist Gottes erlauben, unsere Identität in eine höhere Ebene zu verschieben, um seinen Willen zu tun.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Auf der Grundlage von Markus 2,22 möchte ich auf die Bedeutung der Struktur des neuen Weinschlauchs eingehen. Dieser neue Weinschlauch ist die Voraussetzung für uns als Volk Gottes, um die Dynamik des Heiligen Geistes in Form des neuen Weins zu erhalten und auch zu tragen.
 
Markus 2,22:
22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.
 
Die Struktur des neuen Weinschlauchs und Selbstaufopferung
 
Um in der Struktur eines neuen Weinschlauchs zu wandeln, ist zuvor Selbstaufopferung in Form der Selbstverleugnung erforderlich, so wie auch ein Weinschlauch aus der Tierhaut eines Rindes besteht, was hierfür zuvor sterben musste. Diese Struktur trägt demnach Opfer in sich, um zu einer Kapazität zu verhelfen (vgl. Matthäus 16,24 i.V.m. Galater 2,20).
 
Matthäus 16,24:
24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.
 
Galater 2,20:
20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
 
Darüber hinaus wird anhand der Aussage Jesu gemäß Johannes 7,37-38 deutlich, dass wir mit einem inneren sowie größeren „Druck“ des Heiligen Geistes rechnen dürfen, der die erste Liebe ist. Dieser ist dazu bestimmt, dass das bereits von Gott in uns hineingelegte Potential des Geistes in Form der „vier Flüsse“ als Ströme lebendigen Wassers von uns fließen.
 
Johannes 7,37-38:
37 Aber am letzten Tag des Festes (Anm.: Sukkot/Laubhüttenfest), der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
39a Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …
 
Diese Ströme sind geformt bzw. eingebettet in der Identität des himmlischen Vaters (Anm.: JAHWE – יְהֹוָה => Jod, He, Waw, He), deren Wasser zu den Menschen fließt, so dass sie seine Stimme hören (vgl. 1.Mose 2,10 i.V.m. Johannes 7,38; Hesekiel 1,24a; Offenbarung 1,15b).
 
1.Mose 2,10:
10 Und es ging aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilte sich von da in vier Hauptarme.
 
Johannes 7,38:
38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
 
Hesekiel 1,24a:
24a Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. …
 
Offenbarung 1,15b:
… 15b und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; …
 
Aufgrund dieses inneren ausdehnenden Drucks (Anm.: des Geistes) gilt es, sich in der Struktur des neuen Weinschlauchs zu bewegen, der zuerst befeuchtet und zweitens gesalbt sein muss. So entspricht es den Worten von Jesus in Markus 2,22 zum neuen Weinschlauch, um das Potential der ersten Liebe Gottes zu tragen und seine Worte zu den Menschen transferieren zu können.
 
Der neue Weinschlauch und der Widerstand des Feindes
 
Zu den Zeitpunkten, in denen der HERR beschlossen hat einen „neuen Weinschlauch“ in seinem Volk zu etablieren, bleibt es somit nicht aus, dass die, die sich entschieden haben in der neuen Struktur des HERRN voranzugehen, dem Widerstand des Feindes in Form der Kommunikation eines Ahnen- bzw. Totengeistes gegenüberstehen.
 
Dieser Geist versucht uns mit der Kraft aus der Vergangenheit aufzuhalten, dessen Kommunikation auf die irdischen Perspektive bezogen ist, so ähnlich wie viele jüdische Zuhörer in der Synagoge von Nazareth. Sie erkannten und betitelten Jesus nur als Zimmermann und den Sohn Marias, ohne dabei die Salbung auf ihm zu erkennen (vgl. Markus 6,3).
 
Markus 6,3:
3 Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm.
 
Das wird anhand des hebräischen Wortes „‘ôb“, das für „Weinschlauch“ verwendet wird deutlich und meint unter anderem „einen Schlauch aus Tierfell, der Wasser und Wein aufbewahrt“.
Darüber hinaus bedeutet es auch „weissagender Totengeist/Ahnengeist sowie Totenbeschwörung“. (Anm.: Teilauszug zu den Worten „‘ôb – Schlauch“ und „‘ôb - Totengeist“ aus der Elberfelder Studienbibel mit der Worterklärungsnummer: 181*,182)
 
Dieser Einfluss eines Ahnengeistes wirkt aus dem Bereich von plumper (Anm.: oder allzu großer, unangemessener) Vertrautheit, die - bewusst oder unbewusst - mit Verachtung gegenüber geistlicher Autorität einhergeht und subtile als auch offensichtliche Formen der Respektlosigkeit sowie Rebellion erzeugt.
 
=> (Plumpe) Vertrautheit ist das pervertierte Extrem von Freundschaft und Beziehung, die danach trachtet, das Unwürdige zu fördern und Autorität zu verringern. Vertrautheit wirkt sich darin durch begleitende Kräfte wie Verleumdung, Tratsch, Beschimpfung, Beleidigung, Vernachlässigung, Kritik oder Richten aus. <= (Anm.: Der in „=>“ gesetzte Text ist ein Teilauszug aus dem „Prophet’s Dictionary“ von Paula A. Price, Ph. D.; Seite 212)
 
Anhand der o.g. hebräischen Worte wird ein geistliches Prinzip deutlich, das dazu aufruft aus der Gegenwart des himmlischen Vaters im Heiligen Geist in der offenbarenden Wahrheit, die wir durch das Wort Gottes erhalten, die Geister zu prüfen, ob sie aus Gott sind (vgl. 1.Johannes 4,1a).
 
1.Johannes 4,1a:
1a Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; …

Der neue Weinschlauch und die Präsenz des Geistes der Weisheit und Offenbarung
 
Wir sind dazu aufgerufen, uns in der Struktur des neuen Weinschlauchs im Zentrum des himmlischen Vaters zu befinden, so wie Jesus als Neugeborener in den Tempel von Joseph und Maria gebracht wurde (vgl. Lukas 2,22-23 i.V.m. Offenbarung 21,22-23).
 
Lukas 2,22-23:
22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, 23 wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn (vgl. 2.Mose 13,2.15): „Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen“,…
 
Offenbarung 21,22-23:
22 Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm.
23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
 
Das Hineinbringen von Jesus in Form des Neugeborenen in den Tempel von Jerusalem trägt für uns heutzutage die in sich verborgene Offenbarungserkenntnis, dass der Wandel in der Struktur des neuen Weinschlauchs mit einer größeren Regierungsautorität in Christus einhergeht, weil die Hauptstadt Jerusalem den Regierungssitz des Königs beinhaltet.
 
Darüber hinaus führt uns der Heilige Geist in einen tieferen Bereich der Kommunikation des Geistes der Weisheit und der Offenbarung, der mit der Erleuchtung unseres inneren Wesens einhergeht (vgl. Epheser 1,17-20).
 
Epheser 1,17-20:
… 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.
18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist 19 und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, 20 mit der er in Christus gewirkt hat.
 
Das wird anhand des Aufenthalts von Simeon (Anm.: Weisheit) und der Prophetin Hanna (Anm.: Offenbarung) im Tempel deutlich. Hierbei lobte Simeon Gott und prophezeite persönlich zu Maria, wobei Hanna den HERRN lobte und zu den Menschen über Jesus prophezeite (vgl. Lukas 2,25-38).
 
Lukas 2,25-38:
25 Und siehe, ein Mann war in Jerusalem, mit Namen Simeon; und dieser Mann war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war mit ihm.
26 Und ihm war ein Wort zuteil geworden von dem Heiligen Geist, er solle den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen.
27 Und er kam auf Anregen des Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, 28 da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: 29 Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; 30 denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, 31 den du bereitet hast vor allen Völkern, 32 ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.
33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde.
34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist gesetzt zum Fall und zum Aufstehen für viele in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird 35 – und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit vieler Herzen Gedanken offenbar werden.
36 Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser; die war hochbetagt. Sie hatte sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt, nachdem sie geheiratet hatte, 37 und war nun eine Witwe an die vierundachtzig Jahre; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.
38 Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
 
Es ist wichtig, dass wir dort, wo wir erkennen, dass wir uns in einem veralteten geistlichen Umfeld aufhalten, dieses verlassen und uns in das Zentrum des himmlischen Vaters für diese Zeit begeben. Das hat zur Folge, dass wir in ein höheres Maß von Offenbarungserkenntnis eintreten, um ihn und das uns von ihm zugeteilte reichliche Erbe der Herrlichkeit erkennen zu können.
 
Darin treten wir in eine höhere geistliche Ebene der Anbetung, die die Anbetung des himmlischen Vaters im Geist und in der Wahrheit umfasst (vgl. Johannes 4,23-24 i.V.m. Epheser 1,11-12).
 
Johannes 4,23-24:
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.
 
Epheser 1,11-12:
11 In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens; 12 damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christus gehofft haben.
 
Wir sind als Gläubige in Christus Jesus dazu aufgefordert im Zentrum des Geistes als der Präsenz des himmlischen Vaters zu stehen und in Form des königlichen Priestertums (Anm.: Hauptstadt Jerusalem und Tempel) zu regieren. Dadurch wird erkennbar, dass wir Gottes Eigentum sind (vgl. 2.Mose 19,5-6a).
 
2.Mose 19,5-6a:
5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
6a Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. …
 
Es ist der Geist der Weisheit, der uns wie auf Flügeln in eine höhere Gegenwart des HERRN trägt, und es ist der Geist der Prophetie bzw. Offenbarung, der die kommende Befreiung für die bestätigt, die sich danach sehnen.
 
Der Heilige Geist ist derzeit unter seinem Volk dabei, Verheißungen zu erfüllen und die Gemeinde Jesu – die Ekklēsia in der Kraft der offenbarenden Wahrheit seines Wortes zu unterweisen.
 
Sein Wort ist ein lebendiges, kraftvolles und scharfes, zweischneidiges Schwert, das alles, was diesem Standard und seinem Denken konträr geht, aus dem inneren Menschen der Ekklēsia abtrennt, um sie von unnötigem Ballast zu befreien (vgl. Hebräer 4,12).
 
Hebräer 4,12:
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Es ist die Erfüllung Gottes und seine Gnade, die von seinem Angesicht ausgeht. Diese sind es, die uns auf unserem weiteren Weg mit Christus Jesus beflügeln, so dass wir von den himmlischen Orten aus mit Christus regieren und den Plan Gottes auf der Erde etablieren (vgl. Epheser 2,6 i.V.m. Jeremia 29,11).
 
Epheser 2,6:
… 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, …
 
Jeremia 29,11:
11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.
 
Amen und Amen.
 
In Seiner Weisheit,
 
Daniel Glimm

Cover A Time To Advance german
 
Gerne möchten wir darauf aufmerksam machen, dass das Buch „ZEIT, VORWÄRTS ZU GEHEN“ von Chuck D. Pierce in deutscher Sprache beim Glory Star Verlag erhältlich ist. Das Buch gibt einem das erforderliche Verständnis über die Verbindung der jeweiligen biblischen Monate zu den Stämmen Israels und ist eine wesentliche Unterstützung, um sich im Zentrum des Willens Gottes zu positionieren (vgl. Kolosser 4,12).
 
„Der Herr hat in die Zeit einen Segen hineingelegt, den du in Anspruch nehmen und in dem du leben kannst. Wenn du deinen Stamm identifizierst und dich zeitlich auf Gottes Kalender ausrichtest, wirst du entdecken, wie du effektiv um dein Erbe kämpfen und in Seinem Segen leben kannst.
 
ZEIT, VORWÄRTS ZU GEHEN!
 
Die Bedeutung der hebräischen Stämme und Monate erkennen und verstehen - wird dir dabei helfen zu verstehen, wie Gott Seine siegreiche Überwinder-Armee für heute aufstellt.
 
Außerdem wirst du erkennen, wie sich alle einzelnen Teile gemeinsam miteinander fortbewegen und Gottes erlösenden Bündnisplan mit Israel verstehen. Dies wird dir helfen zu verstehen, wie wir in der kommenden Zeit in eine Bewegung eingebunden sind.
 
Wenn du lernst, wie Gott zu denken und die hebräischen Stämme und Monate betrachtest, wirst du ein prophetisches Verständnis dafür erhalten, wie der Herr deine Schritte im Laufe des Jahres lenkt.

Außerdem wirst du deine Position in Gottes siegreichem Überrest, der sich heute auf der Erde formiert, erkennen!“ (Anm.: Teilauszug aus dem Buchtitel)
 
Gottes Segen und für Sein Königreich
 
signature DG TG
Daniel und Tina Glimm
CRAZYCHRISTIANS