Bin ich verrückt? Die Gabe der Unterscheidung

In seiner Veröffentlichung 1999 Shepherd's Rod sagte Bob Jones für das Jahr 2000 Folgendes voraus:

"Eine der bemerkenswertesten Verheißungen, die uns für dieses Jahr gegeben ist, ist ein gewaltiger Anstieg an Freisetzung von geistlichem Unterscheidungsvermögen. Im Großen und Ganzen mangelt es der Kirche gewaltig an geistlichem Feingefühl. Dieses geistliche Feingefühl ist nicht nur notwendig, um das Wort richtig auseinander zu dividieren, sondern auch um einander im Leib Christi richtig wahrzunehmen und die Offenbarungen, die der Heilige Geist uns gibt, richtig zu verstehen. Diese geistlichen Offenbarungen werden auch durch unsere fünf Sinne wahrgenommen werden. Geschmackssinn, Geruchssinn, Sehsinn, Hörsinn und Tastsinn werden dem geistlichen Bereich gegenüber in höherem Maße empfindsam werden und für zusätzliches Licht sorgen, damit wir die vor uns liegenden Zeiten sowie die Dinge, die wir tun müssen, um uns darauf vorzubereiten, besser erkennen können... Unsere fünf Sinne werden sensibel werden für die geistliche Realität."

Im Jahr 2000 hatte ich die Gabe der Unterscheidung bereits neun Jahre lang ausgeübt und war natürlich für verrückt erklärt worden! Ich fand niemanden, der das erlebte, was ich erlebte. Auch konnte ich keine Literatur finden, die bestätigte, was mit mir da geschah.
Nun schreiben wir das Jahr 2014 - und welche Veränderung hat inzwischen stattgefunden. In jedem Seminar, das ich halte, finde ich unter den Anwesenden mindestens 80%, die mit ihren fünf physischen Sinnen geistlich wahrzunehmen beginnen. Viele sind überrascht, dass das, was sie körperlich erleben, nicht körperliche Schmerzen sind, die medizinische Behandlung nötig haben, sondern in Wahrheit eine körperliche Reaktion auf geistliche Aktivitäten, die rund um sie herum stattfinden. Andere sind erfreut zu erfahren, dass das Geklingel in ihren Ohren auch davon herrühren könnte, dass sie Klänge im geistlichen Bereich hören: Engel, die in Sprachen singen, Heilige, die ein neues Lied singen, oder Aktivitäten an himmlischen Orten.
Die frohe Botschaft lautet, dass Hebräer 5,14 nach wie vor Gültigkeit hat:

Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.

Nicht nur können wir selbst unsere Sinne darin trainieren, Gutes und Böses zu unterscheiden, auch können wir dem Heiligen Geist erlauben, unsere Sinne zu schulen, damit wir erkennen können, welche geistlichen Wesen konkret jetzt gegenwärtig anwesend sind. Doch warum ist dies wichtig?
Der Kontext von Hebräer 5,14 ist eine Abhandlung über Melchisedek. Melchisedek ist die hohepriesterliche Funktion Jesu Christi. Die Unterscheidungsgabe wird aktiviert, damit wir erfassen können, wenn Melchisedek für uns eintritt, um dann im Geistlichen die Folgen dieser Fürbitte erkennen zu können. Wenn wir dies erkennen können, können wir auch "tun, was der Vater gerade tut!" (siehe Johannes 5,19).

Melchisedek wahrnehmen

Im Frühjahr des Jahres 2010 hatte ich den Eindruck, wir sollten zum Beginn des Pfingstfestes zusammenkommen und uns am Abend des 22. Mai zu Sonnenuntergang versammeln. Deshalb lud ich jeden, der kommen und sich mir anschließen wollte, ein, zu Aslan's Place (unser Gemeindezentrum) zu kommen. Ich traf um 19.30 Uhr ein und eine kleine Gruppe versammelte sich kurz vor Sonnenuntergang. Während wir warteten, konnten wir spüren, wie die Gegenwart des Herrn immer mehr zunahm. Und als das Sonnenlicht verschwand, konnten wir eine leichte Brise wahrnehmen, die durch den Raum ging. Um 19.50 Uhr stieg die Salbung rasant an und wir hatten das Gefühl, wir sollten aufstehen und uns an den Händen nehmen. Doch dann begann ich plötzlich rückwärts zu laufen. Nun, man muss dazu sagen, dass ich lange Zeit nicht einmal vorwärts gelaufen bin!
Ich drehte in diesem Raum sieben Runden mit voller Geschwindigkeit im Rückwärtslauf. Als ich dann in der letzten Runde meinen Sessel wieder erreichte, setzte der Herr mich nieder und ich fragte: "Okay, was hatte das jetzt zu bedeuten?" Jeder hatte eine andere Idee. Einer meinte, ich würde etwas abwickeln, ein anderer, ich würde etwas ungeschehen machen und wiederum ein anderer sagte, ich würde zu etwas zurückkehren. Ich war verwirrt und dachte viele Wochen darüber nach, was das bedeuten könnte.
Im Frühjahr des Jahres 2010 begann auch die Wahrnehmung von etwas Neuem. Ich telefonierte gerade mit meinem Freund Pastor Rob Gross aus Kaneohe in Hawaii und gemeinsam erkannten wir, dass ich Melchisedek wahrnahm. Als ich darüber nachdachte, was es bedeuten könnte, Melchisedek wahrzunehmen, sagte ich immer wieder zu anderen und vor allem zu Rob: "Ich verstehe das nicht." Ich hörte mir einige Kassetten an und las einige Bücher über Melchisedek, doch war ich nach wie vor nicht zufrieden - ich wusste, dass der Herr mir noch etwas darüber hinaus mitteilen wollte. Es gab ein Geheimnis, das ich verstehen sollte, doch was war es?
Während ich die Dinge Gottes erforsche, sage ich oft, dass ich mein "Aha-Erlebnis" brauche - den Moment der Klarheit, wenn all das, was der Herr mir mitzuteilen versucht, plötzlich Sinn ergibt. Mein Aha-Erlebnis in Bezug auf Melchisedek kam schlussendlich, als ich begriff, dass der Herr mich ganz an den Anfang meines Trainings, Gutes und Böses zu unterscheiden, geführt hatte. Ich erinnerte mich daran, dass der Herr mir Hebräer 5,14 gegeben hatte, und zwar genau nach dem ersten Seminar, das ich über die Unterscheidungsgabe gehalten hatte, es hieß "Den Kampf wahrnehmen".
Nach dem Seminar kam ich aus Virginia nach Hause, als mein Freund Dr. Tom Hawkins mich anrief und sagte: "Der Herr hat mir einen Vers für dich gegeben." Bei der Schriftstelle handelte es sich um Hebräer 5,14 und sie wurde zu einem grundlegenden Vers der Berufung Gottes auf meinem Leben, nämlich über die Gabe der Unterscheidung zu lehren: Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen. Nun hatte ich Jahre später mein Aha-Erlebnis, als ich erkannte, dass dieser Vers sich genau inmitten des Abschnittes über Melchisedek befindet.

Die Fürbitte des Melchisedek

Nach zwanzig Jahren brachte mich der Herr zurück zur Anfangszeit und zeigte mir, dass es bei der Gabe der Unterscheidung darum geht, die Fürbitte des Melchisedek zu erkennen. Es geht darum, zu wissen, wofür der Herr Jesus in Seiner Funktion als ewiger Hohepriester Melchisedek gerade fürbittend eintritt; und dann zu tun, was der Vater gerade tut.
All diese Jahre war ich geschult worden und hatte gelernt, viele verschiedene Arten geistlicher Wesen wahrzunehmen: Engel, Seraphim, Cherubim, Älteste, Fürsten, elementare Geister, Himmelskörper, Mächte usw. Nun erkannte ich, dass der Zweck meines Trainings nicht nur darin bestanden hatte, diese Wesen wahrnehmen zu können, sondern auch darin, die Fürbitte Melchisedeks als Hohepriester vor dem Vater zu verstehen. Dadurch, dass ich die anwesenden geistlichen Wesen wahrnehmen konnte, würde ich auch in der Lage sein, zu erkennen, was der Vater gerade tat, denn Er schulte mich auch in deren Bestimmungen und Funktionen. Und so würde ich auch wissen, wie ich aufgrund meiner Wahrnehmung reagieren sollte. Ich würde verstehen, wie ich das tun konnte, was der Vater gerade tat.
Jahrelang wurde mir gesagt, dass die Gabe der Unterscheidung (die Verwendung der physischen Sinne, um zu erkennen, was im geistlichen Bereich gerade vor sich geht) nicht nötig und in Wahrheit unbiblisch wäre. Jetzt begreife ich jedoch, dass diese Gabe der Unterscheidung nicht nur notwendig, sondern sogar absolut unentbehrlich ist, um die neuen Bereiche, die Gott für uns hat, zu betreten und zu verstehen.

Wer ist Melchisedek?

Melchisedek wird zum ersten Mal in 1. Mose 14 erwähnt, wo es um neun Könige und Nationen geht, die sich bekämpften. Abram wurde in den Konflikt hineingezogen, weil Lot, der Sohn seines Bruders, gefangen genommen worden war. Mit 318 Dienern verfolgte er die Feinde, griff sie an und befreite Lot. Als Abram daraufhin ins Königstal zurückkehrte, erschien plötzlich Melchisedek vor ihm.

Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhöchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Allerhöchsten, dem Besitzer des Himmels und der Erde! Und gelobt sei Gott, der Allerhöchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat! Und [Abram] gab ihm den Zehnten von allem. 1. Mose 14,18-20 Schlachter

Ich glaube, dass Melchisedek der ewige Hohepriester ist, der als Jesus Christus gekommen ist. Melchisedek ist die Funktion Jesu Christi als DER ewige Hohepriester, der immer für uns eintritt. Wie in der Bibel erwähnt, ist Melchisedek der König des Friedens (Salem) sowie auch der König der Gerechtigkeit.
Melchisedek segnete Abram, denn der Herr hatte die Feinde Abrams in dessen Hand gegeben. Könnte es sein, dass, wenn wir Melchisedek wahrnehmen, dies ein Hinweis darauf ist, dass der Herr uns den Sieg über unsere Feinde gegeben hat? Ich erkannte, dass dies genau das war, worum ich den Herrn gebeten hatte - als ich einige Monate zuvor im Whirlpool saß, völlig erschöpft, da ich mit Hexerei und Zauberei zu kämpfen hatte, und betete: "Herr, wann werden wir jemals gewinnen?"
Gerechter Zorn stieg in mir auf und ich sagte: "Wie wagen es diese Menschen Zauberei auszuüben und gegen Gott den Allmächtigen aufzustehen?" Ich wurde wirklich zornig und fragte nochmals: "Gott, wann werden wir jemals gewinnen? Herr, warum zeigst Du nicht Deine Herrlichkeit und entfernst jene, die sich gegen Deine Pläne stellen?" Ich betete um Gnade und Barmherzigkeit für jene, proklamierte aber auch: "Oh Herr, steh auf und vernichte Deine Feinde."
Ist es nicht Zeit für Gottes Vergeltung Seinen Feinden gegenüber? Ist es nicht Zeit für das Voranschreiten des Reiches Gottes? Die Offenbarung Melchisedeks scheint darauf hinzuweisen, dass wir uns in eine Zeit hineinbewegen, in der wir über unsere Feinde siegreich sein werden.
Melchisedek ist ein König und ein Priester und Er gehört der Ordnung Melchisedeks an. Unser himmlischer Vater wollte immer schon, dass Sein Volk von königlicher und priesterlicher Ordnung sei. Dies war ja Seine eigentliche Absicht für die Kinder Israels. Israel jedoch wollte dies nicht - das Volk verweigerte diese Stellung. Das war der Zeitpunkt, an dem der Herr den Stamm Levi aussonderte, die für das Volk als Priester fungieren sollten.
Doch nach der Auferstehung Jesu Christi nahm die Kirche eine neue Stellung ein. Die Gläubigen wurden zu einer "königlichen Priesterschaft" erklärt - wir sind nun königliche Priester und gehören zur Ordnung Melchisedeks.

Die hohepriesterliche Funktion Jesu Christi

Nach diesem kurzen Bericht über Melchisedek im 1. Buch Mose gibt es keine weitere Erwähnung von ihm, bis 900 Jahre später, während der Zeit des Königs David, dieser Melchisedek in Psalm 110 erwähnt. Es ist bemerkenswert, dass David, obwohl er König war, auch einmal das Heiligtum betrat und von den Schaubroten aß und somit als königlicher Priester agierte.
David stellt in Psalm 110 ganz klar, dass Melchisedek mit dem Sieg über unsere Feinde verbunden ist.

Der Herr sprach zu meinem Herrn:  Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner Füße! Den Stab [das Zepter] deiner Macht wird der HERR aus Zion ausstrecken. Herrsche inmitten deiner Feinde! Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise [Ordnung] Melchisedeks! Psalm 110,1-2.4

Nun müssen wir weitere 900 Jahre vorspulen, bevor wir erneut von Melchisedek hören. Der neutestamentliche Hebräerbrief bietet uns die detaillierteste Beschreibung Melchisedeks und spricht ganz klar zu uns über die hohepriesterliche Funktion Jesu Christi. In Hebräer 5-8 werden wir daran erinnert, dass Jesus für immer Melchisedek ist.
Er ist der König des Friedens und der König der Gerechtigkeit. Es ist dieser wunderbare Jesus, der Vollkommene, der aufgrund Seiner Fürbitte, uns dazu befähigt, durchzuhalten und Hoffnung für die Zukunft zu haben.
Dieser Melchisedek ist kein Priester aus dem Stamm Levi, sondern aus dem Stamm Juda. Der ganze Abschnitt gipfelt in Hebräer 8,1-2:

Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.

Doch wie können wir Melchisedek wirklich verstehen? Dieses Verstehen ist nicht nur "intellektuelles" Wissen, sondern eine Einsicht durch Wahrnehmung: ein Wissen, das durch unsere fünf physischen Sinne entsteht. Melchisedek ist ohne physische Wahrnehmung schwer zu verstehen.
Vielleicht ist es an der Zeit, unsere Sinne zu schulen, damit wir erkennen können, wann Melchisedek fürbittend eintritt, damit wir die Antworten des Vaters auf diese priesterliche Fürbitte wahrnehmen können. Wenn wir Melchisedek wahrnehmen, dann werden wir besser verstehen, was der Vater gerade tut. Dann werden wir, wie Jesus, in der Lage sein, zu tun, was wir den Vater tun sehen.

Dr. Paul L. Cox
Aslan's Place

Übersetzung:
Karin Meitz

Einführung

Da ich im Leib Jesu immer wieder feststelle, dass sich einige Gläubige auf ihrem Glaubensweg mit Jesus Christus tätowieren lassen und ich ebenfalls von Heiligen zu diesem Thema gefragt worden bin, möchte ich mein Verständnis zu diesem Thema anhand des Wortes Gottes mitteilen.
Um zu einer klaren Entscheidung gemäß dem Wort Gottes zu kommen, ist es wichtig den Ursprung der Tätowierung zu kennen und auch, was das Wort Gottes dazu sagt.
Ich persönlich nehme mir in allen Bereichen des Lebens zuerst Jesus Christus als Vorbild, um einen sauberen bzw. unverfälschte Maßstab zu haben, Dinge klar abzuwägen.
Die Bibel spricht in 3.Mose 19,28 davon, dass wir uns um eines Toten willen an unserem Leibe keine Einschnitte machen sollen und uns außerdem  keine Zeichen (Anm.: Tätowierungen) einätzen / ritzen sollen.

3.Mose 19,28:
28 Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch euch Zeichen einätzen; ich bin der HERR.

Diese Art von Einschnitten hat gemäß dem Wort Gottes mit dem Totenkult zu tun und es wird  ebenfalls an dieser Stelle das Tätowieren genannt.

Der geschichtliche Hintergrund von Tätowierungen

Erste Belege für Tätowierungen finden sich laut Nachforschungen in Afrika, Polynesien und Asien aus der Zeit von ungefähr 500 v. Chr. Aber auch aus Kulturen wie den Ureinwohnern von Nord- und Südamerika und den Ägyptern. Bei diesen sollte bei der Tätowierung von Verstorbenen deren Fortpflanzungsfähigkeit im Jenseits gesichert werden.

Die Bedeutung der wahren Freiheit in Bezug auf Tätowierungen

Wenn sich ein wiedergeborener Christ aus seiner eigenen Entscheidung tätowieren lässt, indem er sich z.B. eine Bibelstelle oder andere biblische Symbole auf seine Haut einritzen lässt, steht dies zwar nicht im Zusammenhang mit dem Kult von Toten, jedoch sollten wir als Christen die Freiheit unseres Fleisches (Anm.: Antrieb und Willensentscheidung aus dem Bereich der Seele) nicht über den Maßstab der geistlichen Freiheit setzen (vgl. 1.Korinther 6,12; 1.Korinther 10,23-24).

1.Korinther 6,12:
12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.

1.Korinther 10,23-24:
23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.
24 Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.

Ich denke, dass dies nichts mit Gesetzlichkeit zu tun hat, sondern mit dem Gehorsam gegenüber unserem König Jesus Christus als ein Ausdruck von Liebe (vgl. Johannes 14,21) zu ihm.

Johannes 14,21:
21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Auch wenn das Neue Testament nichts darüber berichtet, ob ein wiedergeborener Christ eine Tätowierung haben sollte oder nicht, sollte uns die Anweisung aus 3.Mose 19,28 zum Nachdenken anregen.
Deshalb bin ich der Auffassung, dass es keine Begründung gibt zu glauben, dass Gott es schön findet, wenn wir tätowiert oder auch gepierct sind.
Gemäß Psalm 139,13-14 hat der himmlische Vater uns als Menschen wunderbar mit unserer Hautfarbe und allem anderen unseres Körpers unterschiedlich gestaltet, so dass wir als Heilige es nicht nötig haben, dem noch etwas hinzuzufügen, das in unserem Erdenleben für immer an uns haftet, von dem wir meinen, dass es zur Schönheit oder Individualisierung unseres Körpers beiträgt.
Ein weiterer Punkt, der in diesem Zusammenhang angefügt werden sollte, ist der Anstand der Bekleidung, der sich gemäß 1.Timotheus 2,9 auch auf eine Tätowierung anwenden lässt, wie ich es erläutern werde.

1.Timotheus 2,9a:
9a Desgleichen, dass die Frauen in schicklicher Kleidung sich schmücken mit Anstand und Zucht, …

Eine Sicht sich gemäß dem Wort Gottes rein zu kleiden, beinhaltet, alles bedeckt zu haben, was durch die Kleidung bedeckt sein sollte, was bedeutet, dass man nicht die Aufmerksamkeit durch einen unanständigen Kleidungsstil auf sich zieht.
Eine reine Kleiderordnung beinhaltet also nicht die Aufmerksamkeit durch unanständige Bekleidung auf sich zu ziehen, und hierunter zähle ich auch Tätowierungen sowie Piercings bei Heiligen.
Da auch die Priester im Alten Testament einer reinen von Gott angeordneten Kleiderordnung nachkamen und wir durch das Blut von Jesus Christus zu Königen und Priestern erkauft sind, erlaubt sich an dieser Stelle ein deutlicher Zusammenhang (vgl. 2.Mose 28,42 i.V.m. Offenbarung 1,5-6).

2.Mose 28,42:
42 Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um ihre Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel.

Offenbarung 1,5-6:
… 5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut
6 und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Ein Hilfsgrundsatz zur richtigen Entscheidung

Wenn es Punkte im Wort Gottes gibt, die nicht direkt genannt werden und ein Zweifel besteht, ob unsere Entscheidung im Einklang mit dem Willen Gottes wäre, dann sollten wir uns Rat suchen, darüber beten und bei weiterhin vorhandenem Zweifel oder Unsicherheit entscheiden, es nicht zu tun. Hierbei sollte uns als Wort der Orientierung Römer 14,23b dienen.

Römer 14,23b:
23b Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde.

Auch wenn mit dem Wandel der Zeit in der Gemeinde Jesu neue „kulturelle Anschauungen“ wie z.B. Tattoos oder auch Piercing  existieren, würde ich mir persönlich immer die Frage stellen, was Jesus Christus tun würde und diese Vorgehensweise am Wort Gottes prüfen.
Weiterhin wissen die meisten, dass viele dämonische Symbole, Symbole der Rebellion usw. in diesem Bereich des Tätowierens existent sind.
Wenn solche Art von Symbolen an Körpern von Menschen sichtbar werden, ist dies ein Hinweis auf das Herz dieser Person, die ihren eigenen Willen sucht oder dies in der Vergangenheit tat.
Ich bin der Auffassung, dass es nichts im Neuen Testament gibt, dass das Tätowieren gut heißt oder davon spricht, dass es Gottes Wohlgefallen impliziert.
Was Gott, der himmlische Vater möchte, ist, dass wir als Heilige bekleidet und bedeckt mit seiner Herrlichkeit sein sollen und unsere Körper in Anbetung, Ehre usw. dem HERRN gegenüber präsentieren (vgl. Römer 12,1-2).

Römer 12,1-2:
1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.
2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Des Weiteren möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich keine Person verurteile, die ernsthaft den HERRN sucht und Tattoos oder Piercings aus der Vergangenheit besitzt. Ich kenne viele Beispiele von Personen, die sich vor ihrer Errettung durch Jesus Christus Tätowierungen oder Piercings machen ließen und dies nach ihrer Bekehrung als ein Akt der Rebellion als Sünde bekannten und aus diesem Grund dafür Gottes Vergebung empfingen und sich  entschieden keine weiteren Tattoos oder erneut Piercings machen zu lassen.
Einige Christen lassen sich wiederum tätowieren, um Menschen, die solche Ideen und Praktiken tun, zu erreichen.
Ich denke jedoch nicht, dass es weise ist, auf diese Art in solch eine „Arena“ als ein „Zeugnis Jesu“ einzutreten. Man kann das Evangelium auf andere individuelle und eindrucksvolle Weise den Menschen bringen, um sie zu erreichen.
Jesus und auch die Apostel des Lammes brachten den ungläubigen Menschen die Botschaft der Errettung und Gnade durch die mitfolgenden Zeichen und Wunder nahe (vgl. Markus 16,20; Apostelgeschichte 14,3; Hebräer 4,2).

Markus 16,20:
20 Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.
 
Apostelgeschichte 14,3:
3 Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände.

Hebräer 4,2:
4 Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben durch Zeichen, Wunder und mancherlei mächtige Taten und durch die Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen.

Da wir in den edlen Ölbaum als Volk Gottes gemäß Römer 11,17-18 eingepfropft sind und dem jüdischen Volk die Worte Gottes anvertraut sind (vgl. Römer 3,1), möchte ich zu diesem Thema ebenfalls einen jüdischen Bibellehrer (Anm.: Baruch S. Davidson) zitieren, der folgendes dazu schrieb:

=> Die Quelle für das Verbot von Tätowierung liegt in 3.Mose 19,28 (Anm. des Übersetzers: Rev. Elberfelder):

„Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geätzte (tätowierte) Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR.“

Dieses Verbot bezieht sich auf alle Tattoos, abgesehen von solchen aus medizinischen Gründen wie jene zur Kennzeichnung bei operativen Einschnitten für Chirurgen.
Einige Erklärungen rabbinischer Kommentatoren lauten für eben dieses Verbot wie folgt:

1. Der menschliche Körper ist Gottes Schöpfung und aus diesem Grund ist es unangemessen, dieses Handwerk zu schänden. Es ist insbesondere unangemessen oder unpassend für Gottes erwähltes Volk ihre Körper zu schänden (oder zu verstümmeln). Man muss vielmehr glauben, dass Gott, der großartigste Künstler von allen, sie oder ihn in der passendsten Weise geformt hat, welche man dementsprechend nicht verändern sollte. Seinen eigenen Körper (außer dies dient rein gesundheitlichen Zwecken) zu verändern ist gleichbedeutend mit der Schändung von Gottes Handwerk.

2. Im Altertum war es Brauch für Götzenanbeter, sich zu tätowieren als ein Zeichen von Hingabe zu ihrer Gottheit – eben wie ein Tier, das von seinem Besitzer gebrandmarkt wird. Bei vielen Anlässen verbietet das Wort Gottes Praktiken, welche heidnischen Bräuchen nacheifern, aufgrund der Annahme, dass ein Befolgen ihrer Traditionen den ersten Schritt zu einer Anschließung an ihre götzendienerischen Vorstellungen sowie Götzendienste bedeuten.

3. Der Bund in der Beschneidung ist einzigartig in seiner symbolischen Bedeutung als Zeichen unserer Beziehung zu Gott an unseren Körpern (Anm. des Übersetzers: die Beschneidung fand vor der Zeit des Gesetzes unter Abraham statt und war somit ein Zeichen des Glaubens der Verheißung Gott gegenüber, vgl. 1.Mose 17,10.24-26; 1.Mose 21,4 i.V.m. Apostelgeschichte 16,1-3).
Andere Zeichen vorzunehmen, würde dies in seinem einzigartigen Ausdruck schwächen und herabsetzen bzw. schmälern (Anm.: Teilauszug).<=

Fazit

Da weder bei Juden noch bei Christen im Wort Gottes das Tätowieren zum Ausdruck des Gottesdienstes gehört, kann man weiterhin in unserer Zeit von einem heidnischen Brauch sprechen.
Zusammengefasst sehe ich es daher nicht als segensreich an, sich als wiedergeborener Christ dafür zu entscheiden, diesem heidnischen Brauch nachzugehen.

Amen und Amen.

In Seiner Weisheit,

Daniel Glimm

5775 Ajin He
(Bild von Simon Glimm)
 
Geliebtes Volk Gottes,

dieses prophetische Wort soll uns als Stückwerk und Hinweis auf das nächste biblische Jahr (Anm.: 5775/ 2015) dienen.
Ich ermutige jeden Leser über diesem Wort zu beten und den Plan des Vaters über das kommende Jahr zu proklamieren.

Der 24. September 2014 und das neue biblische Jahr 5775

Am Abend des 24.09.2014 tritt das jüdische Volk in das neue biblische Jahr 5775 ein, das für uns als eingepfropfte wilde Ölzweige in den edlen Olivenbaum ebenfalls von Bedeutung ist, da wir Anteil an der Fettigkeit (Anm.: Salbung) der Wurzel haben (vgl. Römer 11,17-18).

Römer 11,17-18:
17 Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.

Der Augapfel Gottes

Weiterhin besitzt Israel gemäß Sacharja 2,12b die Stellung des Augapfels Gottes, von dem Jerusalem wie seine Pupille fungiert, so dass es für uns als Heidenchristen gut ist, wenn wir durch Israel auf unser Leben und Umfeld schauen, um mit erleuchteten Augen zuversichtlich in unsere Zukunft mit Jesus Christus zu gehen.

Sacharja 2,12b:
12b Wer euch (Anm.: Israel) antastet, der tastet meinen Augapfel an.

Die Offenbarungen, die wir durch diese Vorgehensweise erhalten, beinhalten strategische Maßnahmen, die uns dabei behilflich sind, dass wir unser Leben in dem Zentrum des Willens Gottes und seinem Frieden positionieren, so wie auch Epaphras betete (vgl. Kolosser 4,12).

Kolosser 4,12:
12 Es grüßt euch Epaphras, der einer von den Euren ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit in seinen Gebeten für euch ringt, damit ihr fest steht, vollkommen und erfüllt mit allem, was Gottes Wille ist.

Die Zahl “5”


Da dieses Jahr mit dem hebräischen Buchstaben “He” im Zusammenhang steht, der ebenfalls den Zahlenwert “5” trägt, möchte ich auf die Bedeutung der Zahl eingehen, die erstmalig in 1.Mose 1,20-23 genannt wird und mit der Erschaffung der Wassertiere und der gefiederten Vögel in Verbindung steht.

1.Mose 1,20-23:
20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels.
21 Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden.
23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

Die Fische und Vögel

Die Erschaffung der genannten Tierarten in dieser erwähnten Bibelstelle ist ein Aufruf Gottes an uns, dem Heiligen Geist es zu erlauben uns tiefer in das Wort Gottes hineinzunehmen, damit das geistliche Leben in uns stärker zunimmt (vgl. 2.Korinther 3,6 i.V.m. Johannes 16,13-15; Epheser 5,26-27).

2.Korinther 3,6:
... 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Johannes 16,13-15:
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er es nehmen und euch verkündigen.
15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.

Epheser 5,26-27:
... 26 um sie (Anm.: die Gemeinde) zu heiligen. Er (Anm.: Jesus Christus) hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.

Die Taube und die Stimme des Vaters

Die Erschaffung der Fische und Vögel am fünften Tag steht ebenfalls im engen Zusammenhang mit der Taufe von Jesus Christus als er in den Jordan stieg, um von Johannes dem Täufer getauft zu werden.
Dort offenbarte sich der Heilige Geist in Form einer Taube inmitten der Stimme des Vaters über Jesus als den Sohn der Gnade Gottes, der den Reichtum des Vaters zu jedem Menschen, der sich in persönlicher Bedrängnis befand brachte, so ähnlich wie Petrus das Goldstück aus dem Mund des Fisches holte, um die Steuern zu bezahlen (vgl. Lukas 3,21-22 i.V.m. Matthäus 17,27; Römer 8,29; Lukas 19,10).

Lukas 3,21-22:
21 Und es begab sich, als alles Volk sich taufen ließ und Jesus auch getauft worden war und betete, da tat sich der Himmel auf, 22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

Matthäus 17,27:
27 Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See und wirf die Angel aus, und den ersten Fisch, der heraufkommt, den nimm; und wenn du sein Maul aufmachst, wirst du ein Zweigroschenstück finden; das nimm und gib es ihnen für mich und dich.

Römer 8,29:
29 Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes (Anm.: Jesus Christus), damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.

Lukas 19,10:
10 Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Der Windhauch des himmlischen Vaters

Der Heilige Geist ist der Windhauch des himmlischen Vaters, der uns wie Adam in diesem Jahr aus unserem "Status quo" aufrichtet, damit wir seine hohen Pläne (Anm.: des Vaters) in unserem Lebensumfeld erkennen (vgl. 1.Mose 2,7 i.V.m. Jesaja 55,8-11).

1.Mose 2,7:
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.

Jesaja 55,8-11:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, 11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.

In diesem Zusammenhang offenbarte mir der HERR, dass das neue Gebiet seiner Geheimnisse ein vollkommenes unberührtes, geistliches Territorium ist, in das er die Heiligen eintreten lässt, die eine enge, intime Beziehung mit ihm und Jesus pflegen, um in der Lage zu sein nicht nur seine Geheimnisse zu entdecken (vgl. Kolosser 2,2-3), sondern diese auch richtig zu verstehen, so ähnlich wie Mose die Weisungen Gottes zu seiner Zeit richtig verstand und nicht nur seine Stimme als Donner hörte, weil er ein Freund Gottes war (vgl. 2.Mose 33,11a; 4.Mose 12,8a; 5.Mose 34,10).

2.Mose 33,11a:
11a Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet.

4.Mose 12,8a:
8a Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt.

5.Mose 34,10:

10 Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, ...

Das Verstehen der offenbarten Geheimnisse Gottes

Selbst wenn Gott in einem Rätsel oder durch einen Traum zu Mose gesprochen hätte, hätte Mose nicht nur ein Geheimnis von Gott empfangen, sondern er hätte die Botschaft in dem Geheimnis ebenfalls verstanden, so ähnlich wie auch später die Jünger Jesu die Gleichnisse ihres Rabbis verstanden (vgl. Matthäus 13,10-17).

Matthäus 13,10-17:

10 Und die Jünger traten zu ihm (Anm.: Jesus Christus) und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
11 Er antwortete und sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.
13 Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht.
14 Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (vgl. Jesaja 6,9-10): "Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen.
15 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt: Ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe."
16 Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören.
17 Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Der "dunkle Bereich" der Geheimnisse Gottes

Um in diesen "dunklen Bereich" der Geheimnisse Gottes einzutreten, der kein böser dunkler Bereich ist, sondern ein Bereich des Lebens, so wie ein Kind im "Dunkeln der Mutter" von der Hand Gottes gewoben wird (vgl. Psalm 139,15), ist es notwendig, dass wir die Erschaffung bzw. Aufrichtung des ersten Menschen richtig verstehen, so wie es auch David verstand. Er erkannte, dass sein Geistwesen mit seinem zugeteilten Territorium auf der Erde verwoben wurde, um später die wahre Regierungsautorität in Israel zu übernehmen.

Psalm 139,15:
15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde.

Der ausgestreckte Zeigefinger Gottes

In diesem neuen Jahr des Segenszyklusses Gottes, dürfen wir erwarten, dass der HERR mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand auf die Hindernisse schreibt, die uns versuchen den Weg zu versperren, um auf das wahre Gleichgewicht zwischen seinem Wort und seinem Geist hinzuweisen und seine Worte zu sprechen, die ein hohes Gewicht tragen und große Veränderungen in unserem Leben zur Folge haben.
Ich persönlich empfinde, dass den Propheten in dieser Zeit eine Wichtigkeit zukommt, was dazu führt, dass die apostolische Salbung sich auf das evangelistische Feld, das Feld des Hütens und Lehrens ausbreitet. Das ist, was Johannes der Täufer machte. Er ebnete mit seiner prophetischen Salbung den Weg für Jesus, der als "Apostel- Gesandter" mit dem Auftrag des Vaters die Funktion des Evangelisten, Hirten und Lehrers umschloss, um als Zeigefinger auf den Vater hinzuweisen (vgl. Lukas 3,2-6 i.V.m. Johannes 1,29-31).

Lukas 3,2-6:
... 2 als Hannas und Kaiphas Hohepriester waren, da geschah das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohn des Zacharias, in der Wüste.
3 Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, 4 wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja (vgl. Jesaja 40,3-5): "Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben!
5 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden.
6 Und alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen."

Johannes 1,29-31:
29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!
30 Dieser ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich.
31 Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er Israel offenbart werde, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser.

Der Hauch und die sanfte Brise Gottes

Wir dürfen erwarten, dass der Heilige Geist in diesem Jahr auf eine besondere sanfte Weise wirkt, die Zerstörung im Lager der Finsternis anrichtet aber auch die Propheten aus der Absonderung heraus treten lässt, um die Regierungsautorität des Königreiches auf der Erde zu erweitern (vgl. Jesaja 11,4; 2.Thessalonicher 2,8 i.V.m. 1.Könige 19,12-13.15-16).

Jesaja 11,4:
...4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er (Anm.: Jesus Christus) wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.

2.Thessalonicher 2,8:
... 8 und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.

1.Könige 19,12-13.15-16:

12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
13 Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle.
15 Aber der HERR sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram 16 und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner statt.

An dieser Stelle ist es interessant anzumerken, dass eine Brise ein Wind mittlerer Stärke ist, der sich zwischen der Stärke 2 und 5 bewegt, was auf den Zeigefinger (Anm.: Richtungsweisung) und das volle Maß der Hand Gottes (Anm.: Segen/ Gunst Gottes) hinweist, die in sich die Fülle der Ausgießung trägt (vgl. 1.Könige 18,44-45a).

1.Könige 18,44-45a:
44 Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht aufhält!
45a Und ehe man sich es versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein großer Regen.

Das Fenster Gottes inmitten des Kreuzes von Jesus Christus

In dem neuen biblischen Jahr 5775/ 2015 dürfen wir es erwarten, dass der HERR große Offenbarung durch den errungenen Sieg seines Sohnes Jesus Christus am Kreuz denen gegenüber freisetzt, die auf ihn schauen.
Das Kreuz und der Hauch von Jesus werden in dieser Zeit zu einem Fensterkreuz, das die Wahrheit deutlich macht und erkennen lässt, so wie der römische Soldat am Kreuz Jesu die Wahrheit erkannte (vgl. Lukas 23,46-48 i.V.m. Johannes 19,33-35).

Lukas 23,46-48:

46 Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er (Anm.: hauchte seinen Geist aus).
47 Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Fürwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen!
48 Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um.

Johannes 19,33-35:
33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; 34 sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus.
35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt.

Das Fenster von Noach

Es ist das Fenster des himmlischen Vaters, das uns befähigt das Licht des vollen Tages Gottes in unserem Leben in Empfang zu nehmen, so ähnlich wie Noach das Fenster der Arche auf Gottes Geheiß konstruierte (vgl. 1.Mose 6,16).

1.Mose 6,16:
16 Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben.

Dieses Licht hat große Freude und die Zunahme der prophetischen Salbung des Heiligen Geistes in der Form von Weisheit und Offenbarung in uns zur Folge (vgl. Epheser 1,17).

Epheser 1,17:
... 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.

Das Jahr der Ruhe

Weiterhin dürfen wir es erwarten, dass der himmlische Vater uns durch seinen Geist in ein größeres Verständnis seiner Verheißung hineinführt, was bedeutet in ihm zu ruhen, so wie es Adam als erstes tat als er am sechsten Tag von Gott erschaffen wurde, um am siebenten Tag mit Gott in die Ruhe einzutreten und daraus die Kraft zu nehmen im Garten Eden seiner Verantwortung gerecht zu werden (vgl. 1.Mose 1,27.31; 1.Mose 2,1-3 i.V.m. Hebräer 4,1).

1.Mose 1,27.31:
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

1.Mose 2,1-3:
1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.

Hebräer 4,1.9-10:
1 So lasst uns nun mit Furcht darauf achten, dass keiner von euch etwa zurückbleibe, solange die Verheißung noch besteht, dass wir zu seiner Ruhe kommen.
9 Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.
10 Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen.

Die letzten sechs Jahre bilden die Transformation!

Das Maß unserer Gemeinschaft im Wort Gottes und die Beziehung zu Gott, die wir in den letzten sechs Jahren gepflegt haben, werden uns in dem neuen Jahr auf einer höheren Ebene der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater stehen lassen, was dazu führt, dass viele Menschen in unserem Umfeld Segen erlangen.
Weiterhin werden in diesem Jahr Lasten und Schulden von den Schultern der Kinder Gottes weichen (vgl. 2.Mose 23,10-11; 3.Mose 25,1-7 i.V.m. 5.Mose 15,1-2).

2.Mose 23,10-11:
10 Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte einsammeln.
11 Aber im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was übrig bleibt, mag das Wild auf dem Felde fressen. Ebenso sollst du es halten mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen.

3.Mose 25,1-7:
1 Und der HERR sprach zu Mose auf dem Berge Sinai: 2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern.
3 Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln, 4 aber im siebenten Jahr soll das Land dem HERRN einen feierlichen Sabbat halten; da sollst du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden.
5 Was von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, die ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen; ein Sabbatjahr des Landes soll es sein.
6 Was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse, die bei dir weilen, 7 dein Vieh und das Wild in deinem Lande; all sein Ertrag soll zur Nahrung dienen.

5.Mose 15,1-2:
1 Alle sieben Jahre sollst du ein Erlassjahr halten.
2 So aber soll es zugehen mit dem Erlassjahr: Wenn einer seinem Nächsten etwas geborgt hat, der soll es ihm erlassen und soll es nicht eintreiben von seinem Nächsten oder von seinem Bruder; denn man hat ein Erlassjahr ausgerufen dem HERRN.

Die Jahreslosung für das Jahr 2015

Die Herrenhuter Jahreslosung für das gregorianische Jahr 2015 ist aus Römer 15,7, wo es heißt:

"Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob." Römer 15,7

Der oben genannte Vers aus Römer 15 ist ein Aufruf an uns als Volk Gottes unsere vom himmlischen Vater gegebene Stärke denen zur Verfügung zu stellen, die schwach sind, damit der Vater vor den Augen der Welt durch den "Hauch aus einem Mund" verherrlicht wird (vgl. Römer 15,5-7).

Römer 15,5-7:
5 Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, 6 damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.
7 Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Amen und Amen.

Ein lebendiges und süßes Jahr 5775,

Daniel Glimm